* due hg ngegenlen“ 12 1 chr. A: sür dns vereg tum rüderen Aagenkranke, * 1 e Man t Bernbeck. N ung. Lercter zu des 9 rn eu, tit u seht 22 1871. Donnerstag den 1. Juni. M 63. hessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlafse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nr. 15. Nichts. Nr. 16. sub 1. Nr. 17. Nichts. Friedberg den 25. Mal 1871. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen Br. V. Anstalt für 1870 betr. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publieirt worden: Nr. 19. Nr. 636. Allerhöchster Erlaß vom Nr. 20. Nr. 637. 5. Mai 1871. Oeif fe Gesetz, bett. eine anderweitige — Nr. 638. Den Niederländischen Consul Eckman belr. 29. April 1871, betr. ntlich e Betreffend: Eingaben an Seine Königliche Hoheit den Großherzog. Wir bringen zur Kenntniß der Kreisbewohner, Friedberg zu richten sind. Friedderg den 26. Mai 1871. die Ausgabe verzinslicher Schatzanwetsung im Betrage von 3,700,000 Thalern. Feststellung der Malrtkularbtiträge zur Deckung der Gesammtausgaben für das Jahr 18869. Vom Bekanntmachung. daß Eingaben an Seine Königliche Hoheit den Großherzog bis auf Weiteres nach Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Te nie p ,. Oeffentliche Bekanntmachung. f Betreffend: Verleihung des allgemeinen Ehrenzeichens mit der Inschrift: im Kreise Friedberg, Phtlipp Best. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhoͤch Philipp Best ist ihm die Decoration von uns in Allerhöchstem Auftrage eingehändigt worden. Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 30. Mai 1871. „Für langjährige treue Dienste⸗ an den Bürgermeister der Bürgermeisterei Bruchenbrücken, ster Entschließung vom 1. l. M. dem Großherzoglichen Bürgermeister zu Bruchenbrücken das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ zu verleihen geruht und 2— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. An das landwirthschaftliche Publikum. Betreffend: Die Gründung einer landwirthschaftlichen Credit-Bank zu Frankfurt a. M. Von Seiten des Herrn Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen sind mir die Statuten der land— wirthschaftlichen Credit Bank zu Frankfurt a. M. mitgetheilt worden um dieses Unternehmen in dem landwirthschaftlichen Bezirks Verein besprechen zu lassen und die Aufmerksamkeit der Landwirthe auf dasselbe zu lenken. Da die Versammlungen und Besprechungen unseres Bezirks-Vereins erst später eintreten, so beschränke ich mich vorerst darauf, die Herrn Landwirthe des Kreises auf das erwähnte Unternehmen hinzuweisen und erkläre mich bereit, denjenigen, die sich mit der Sache näher vertraut machen, namentlich auch Actien zeichnen wollen, die Statuten der Credit-Bank zur Einsicht mitzutheilen. Friedberg den 26. Mai 1871. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg S e Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Friedrich Schuhmann II. von Staden ist als Wiesenvorstandsmitglied der dasigen Gemeinde ernannt und verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 17 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern: die Erbauung einer Verbindungs bahn zwischen der Ried— ahn und der Bahnlinie Mainz-Darmstabt einerseits und aer Bahnlinie Darmstadt-Aschaffenburg andererseits be— leffend. II. Bekanntmachung. Gr. Kreisamts Offenbach, die ür das Jahr 1871 zur Bestreitung der Communalbedürf— üsse in dem Voranschlag der Stadt Offenbach vorgesehenen lunlagen betreffend. III. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen feligionsgemeinden des Kreises Schotten. IV. Deßgl. des Kreises Bingen. V. Deßgl. des Kreises Heppenheim. VI. Deßgl. des Kreises Dieburg. 5 VII. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbebürfnissen in en Gemeinden des Kreises Vilbel. VIII. Deßgl. in den Gemeinden des Kreises Schotten, IX. Deßgl. in den Gemeinden des Kreises Büdingen. X. Orbens- Verleihungen. Seine Königliche Hoheit e Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Januar em Rentner Franz Sarg aus Worms das Ritterkreuz J. Classe des Philipps Ordens, an demselben Tage dem Hirgermeister der Bürgermeisterei Arheilgen, Johannes Anz IV. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist: ür Verdiensle,“ am 15. Januar dem Forstwarten der seestwartei Kühkopf, Förster Nicolaus Habich in Aner⸗ nung seiner 50 jährigen treu geleisteten Dienste das silberne Kreuz des Philipps-Ordens, am 16. Januar dem Oberförster der Oberförsterei Schaafheim, Conrad Weber, in Anerkennung seiner 50 jährigen treuen Dienste das Ritter⸗Kreuz I. Classe des Philipps-Ordens, am 28. Jan. dem Schullehrer an der ersten evaugelischen Mädchenschule zu Lauterbach, Heinrich Pfannmüller, das silberne Kreuz des Philipps-Ordens, am 18. Februar dem Bürgermeister der Bürger meisterei Dietzenbach, Georg Martin Eckert III., dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Ober-Ostern, Johann Adam Freudenberger, das allgemeine Ehrenzeichen, mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“, am 4. März dem Ober-Domänen-Revisor und Dirigenten der Calcu— latur und des Vermessungs-Bureaus bei der Ober-Forst— und Domänen-Direction, Rechnungsrath Johannes Möller das Ritterkreuz I. Classe des Philipps-Ordens, am 15. März dem Schullehrer an der zweiten evangelischen Stadtknaben⸗ freischule zu Darmstadt, Georg Philipp Wilk und dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Ulphe, Peter Böcher das allgemeine Ehrenzeichen mit der Juschrift:„Für lang— jährige treue Dienste“, am 1. April dem Kanzleidiener am Hofgericht der Provinz Starkenburg Johannes Reiter in Anerkennung seiner 30jährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste das filberne Kreuz des Philipps-Ordens,— am 25. April dem Gefängniß-Verwalter zu Dieburg Georg Scheich das silberne Kreuz des Philipps-Ordens und schließ— lich am 29. April dem Gräflich Erbach-Schönbergischen Kammer-Director Ludwig Weyprecht das Ritterkreuz J. Classe des Philipps-Ordens zu verleihen. Ermächtigungen zur Annahm« fremder Orden. Seine Königliche Hohett der Großherzog haben allergnädigst ge— ruht: am 20. April dem Bureaudiener bei dem Postamie Mainz, Jofeph Schönauer, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deulschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Eisernen Kreuzes 2. Classe am weißen Bande und am 4. Mai dem Bankdirector Dr. Parcus zu Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Hoheit dem Herzog von Braunschweig verliehenen Ritterkreuzes des Ordens Heinrich des Löwen zu ertheilen. XII. Namensveränderungen. Seine Köntgliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. April dem Gustav Adolph Volk von Mainz zu gestatten, daß derselbe statt des bisherigen den Familiennamen Lauben— heimer und am 3. Mai dem Isaac Grau von Finthen, dermalen zu Achen zu gestatten, daß derselbe statt des bisherigen die Vornamen Joseph Maria führe.(Schl. folgt.) Darmstadt. Der Kreisarzt des Kreisme⸗ dieinalamts Wörrstadt Dr. Hermann Birnbaum wurde zum Kreisarzt des Kreismedieinalamtes Mainz II., der Kreisarzt des Kreismedieinalamtes Gedern Dr. Ludwig Leopold Wehserg zum Kreisarzt des Kreismedieinalamtes Wörrstadt und der prakt. Arzt Dr. Johann Nordt von Abenheim zum Kreisarzt des Kreismedieinalamtes Gedern ernannt. — 26. Mai. Wir erfahren aus zuderlässiger Quelle, daß der Einzug unserer Truppen in Darmstadt, einem soeben eingetroffenen Telegramm zufolge, nunmehr ganz bestimmt auf den 8., 9. und 10. Juni festgesetzt ist. Falls sich diese uns in glaubhaftester Weise zugekommene Nachricht bestätigen sollte, möge sich Darmstadt auf einen würdigen Empfang rüsten. Auch der Zuzug der Landbevölkerung wird voraussichtlich ein colossaler werden.(Neueren Nachrichten zufolge, die aus ziemlich zuverlässiger Quelle uns zukommen, haben wir den Einmarsch zwischen dem 20. und 25. Juni zu erwarten. Die Red.) — Die über die Abänderung und Modification der preußisch⸗hessischen Militär-Convention ge⸗ pflogenen Verhandlungen sind nunmehr beendigt und sind die diesseitigen Commissäre, Brigade⸗ Commandeur Oberst v. Lyncker und Oberkriegs- rath Niepoth am gestrigen Tage wieder dahier eingetroffen. Die Friedensdislocation der hessischen Truppen ist noch nicht in jeder Beziehung festge⸗ stellt; Babenhausen und Butzbach wird indeß seine Garnison nicht verlieren. Berlin, 26. Mai. Reichstag. Zweite Be⸗ rathung des Gesetzentwurfes, betreffend die privat— rechtliche Stellung von Vereinen. Regierungs- commissär Eck erklärt, der Bundesrath habe über die zu dem Gesetzentwurf einzunehmende Stellung noch nicht Beschluß gefaßt. Graf Rittberg be— antragt die Vertagung der Verhandlungen bis zur nächsten Session. Der hierauf erfolgte Namens- aufruf ergibt Beschlußunfähigkeit. — Die„Spener'sche Zeitung“ meldet: Der Kaiser hat gestern Befehl ertheilt, daß die Ein- zugsfeier des Gardecorps und der die gesammte deutsche Armee vertretenden Deputationen am 16. Juni stattzufinden habe. Am 18. Juni soll in allen Kirchen ein Friedensdankfest gefeiert werden. — Die Commission für den Gesetzentwurf, betreffend Elsaß-Lothringen, beschloß mit Zustim⸗ mung des Fürsten Bismarck, in§. 2 den auf den 1. Januar 1873 festgesetzten Termin des Ablaufs der Dictaturperiode beizubehalten. Die Com- mission nahm ferner ein Amendement von Frie- denthal⸗Lamey an, durch welches Al. 2 des F. 3 dahin lautend gefaßt wird, daß bei Aufnahme von Anleihen oder Uebernahme von Garantien auf Elsaß⸗Lothringen, durch welche irgend eine Belastung des Reiches herbeigeführt werde, die Zustimmung des Reichstages erforderlich sei. Somit ist ein Compromiß erzielt. — Laut Beschlusses des italienischen Minister— rathes wird der italienische Gesandtschaftsposten in allen deutschen Residenzen aufgehoben und bloß ein Vertreter für das ganze deutsche Reich er⸗ nannt werden. — Die„Nordd. Allg.“ veröffentlicht eine Liste der mit Bruch des Ehrenworte aus der deutschen Gefangenschaft entflohenen französischen Offiziere, und hofft von dem„ritterlichen Sinne, den militärische Stimmen in Versailles in Bezug auf diese Sache bereits in erfreulichster Weise kundgaben, daß die nothwendige Sühne erfolgen wird. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht den Friedensvertrag mit Zusatzartikel vom 10. Mai 1871 in der bereits bekannten Form; ferner das Pro- tokoll vom 20. Mai, betreffend die Auswechslung der Ratification des Friedensvertrages, und des Vertrages, betreffend den Gebietsaustausch; endlich das Uebereinkommen vom 20. Mai bezüglich der ersten Seitens Frankreich zu leistenden Zahlungen. Die Bestimmungen des letzteren entsprechen den gestern vom Fürsten Bismarck im Reichstage ge— machten Mittheilungen. — Anfang dieses Monats waren sämmtliche Gefangenen Depots des deutschen Bundes noch mit 1400 Offizieren und 185,000 Mann belegt, welche Zahl sich in letzter Zeit durch die Rückkehr sämmtlicher Turkos um mehrere Tausend ver⸗ ringert hat. — Die Reichsregierung befürwortet in Florenz die Beschleunigung der Gotthardsbahn⸗Angelegen⸗ heit. Das italienische Parlament wird voraus- sichtlich eine Subvention noch im Juni vor der Uebersiedelung nach Rom bewilligen. München, 30. Mai. Das 2, bahyerische Armeecorps tritt am 2. Juni seinen Rückmarsch aus den französischen Cantonnements zu Fuß an. Der Marsch geht vorläufig von Coulommiers bis Nancy. f a Ausland. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat in Betreff der Pariser Flüchtlinge, welche an den Ereignissen der letzten Tage Theil genommen haben, beschlossen, von allgemeinen Maßregeln ab⸗ zustehen, dagegen aber jeden einzelnen Fall zu untersuchen, den gemeinen Verbrechern das Asyl⸗ recht zu verweigern und solche auf Verlangen auch auszuliefern. Frankreich. Paris, 28. Mai. Die Ruinen der Tuilerien, des Palais Royal, des Stadt- hauses rauchen noch immer. Die Feuerspritzen arbeiten ohne Unterlaß und man hielt alle Vorüber⸗ gehenden an, um dabei zu helfen. Die Mehrzahl der Läden und Restaurationen bleiben geschlossen. Die Versailler Generale Leroy und Deday sind gefallen. Die Gobelin-Manufactur ist nicht ver⸗ brannt, doch sind die Schäden in den Ateliers sehr groß. Versailles, 25. Mai. Das„Journal officiel“ meldet:„Das Palais Royal(ausge— nommen dessen Galerien), der Rechnungshof und die Bibliothek des Louvre sind verbrannt. Die Gemäldegalerien des Louvre wurden gerettet.“ — Abends. Der Angriff auf Belleville wurde wegen Ermüdung der Truppen„momentan“ aus- gesetzt. — Thiers erließ ein Circulair an die Prä— fecten, worin er die in Paris commandirenden Generäle gegen die wider sie erhobenen Vorwürfe zu vertheidigen und nachzuweisen sucht, daß die furchtbaren Ereignisse in Paris nicht durch ihr Verschulden ermöglicht worden sind.— Das diplo— matische Corps beglückwünsche Thiers zu der Bewältigung des Pariser Aufstandes.— Den bonapartistischen Agenten und Journalisten ist es gelungen, aus Paris zu entkommen.— Seit Sonntag bis heute früh sind im Ganzen aus Paris 15,000 Gefangene hier eingebracht, die sich meistens im zerlumptesten Zustande befinden. — 26. Mai, Morgens. Die Insurgenten hielten heute Morgen noch folgende Quartiere besetzt: Berey, Charonne, Belleville, Menilmontant und Vilette, sowie den Bastillenplatz. Unsere Truppen nahmen gestern Mazas und die Bahn— höfe von Lyon und Orleans. Die Insurgenten hatten die gefangenen Geißeln von Mazas nach Roquette gebracht. Die Truppen haben diesen Morgen den Angriff auf den Bastillenplatz be— gonnen. Die Insurgenten sprengten gestern Abend das Fort Jvry, nachdem sie es geräumt hatten, in die Luft. — 8 Uhr Morgens. Auch im Quartier Mouffetard(auf dem linken Seine⸗Ufer, das einzige, wo sich die Insurgenten noch hielten) ist der Aufstand diese Nacht unterdrückt. Die Unsrigen machten dabei 6000 Gefangene. Die Insurgenten sind nun nach Belleville und den Buttes Chaumont zurückgedrängt, wo sie fortfahren, mit Petroleum gefüllte Bomben auf die ganze Stadt zu werfen, neue Brände hervorrufend. Die bisher zerstörten Staatsgebäude sind: die Tuilerien, das Finanz⸗ ministerium, die Polizeipräfectur, der Rechnungshof, das Palais der Ehrenlegion, die Caserne am Quai d'Orsay, das Stadthaus und der Mont de Piété(Leihhaus.) Gerettet sind die Mi— nisterien der Marine, des Innern, des Aeußern und des Ackerbaues, das Pantheon, die Sainte Chapelle, die Ecole des Beaux-Arts, die Bank von Frankreich, das Gebäude des Crédit foncier und sämmtliche Kirchen. Unter den erschossenen Chefs der Insurrection werden genannt: Jules Valles, Amouroux, Brunet, Rigault, Parisel, Dombrowski, Lefrangais und Bosquet. Die Meldung von der Verhaftung Pyat's, Delescluze's, Ranvier's und Cluseret's hat sich bislang nicht bestätigt. Das Schicksal der Geißeln ist noch nicht bekannt. Man versichert, der Marschall Mac Mahon habe eine letzte Aufforderung, sich zu ergeben, an die Insurgenten gerichtet, mit der Erklärung, daß alle Diejenigen, welche fortab mit den Waffen in der Hand ergriffen würden, er— schossen werden sollen. — Nachts. Der Südost⸗Sturm hat aufge⸗ hört. Die Röthe des Himmels zeigt, daß die Feuersbrünste sortdauern. — Der„Soir“ signalisirt, daß eine Petition in den Provinzeu unterzeichnet wird, worin ver⸗ langt wird, daß der Regierungssitz außerhalb Paris bleiben möchte.— Die Schwester von Delesecluze ist verhaftet worden.— Das Palais Luxembourg ist nicht in die Luft gesprengt, sondern unversehrt. — 27. Mai. Die Werkstätten des Pariser Ostbahnhofes sind abgebrannt. Es bestäͤtigt sich, daß das Louvre ganz unversehrt geblieben ist, mit Ausnahme des dem Palais Ropal gegenüber— liegenden Pavillon Richelieu. Gestern Abend be— merkte man von Versailles aus eine große Feuers brunst. — Jules Favre veröffentlicht ein Rundschreiben an die auswärtigen Mächte, worin er die Aus- lieferung der Insurgenten als gemeine Verbrecher verlangt. — 28. Mai. General L'Admirault hat laut Meldung des„Journal officiel“ gestern die But⸗ tes Chaumont, Belleville und Menimontant, General Vnoh den Kirchhof Pore Lachaise genom— men. Die Insurgenten sind jetzt in einem sehr beschränkten Raum eingeschlossen. Zahlteiche Be⸗ fangene wurden wieder gemacht. Man fürchtet, daß der Erzbischof Darboi und die anderen nach dem Gefängniß von la Rogquette übergeführten Geißeln ermordet worden sind. Das amtliche Blatt bestätigt auch, daß das große Buch der Staatsschuld und die in dem Staatsschatze de⸗ ponirten Rententitel gerettet wurden. Die Leiche Delescluze's ist in einer Straße gefunden worden; ihre Identität ist festgestellt. — Abends. Die Insurgenten in Paris find vollständig unterdrückt. Es existirt keine In- surgentenbande mehr. 169 Geißeln sind gerettet. 64 Geißeln wurden durch die Insurgenten er⸗ schossen, darunter der Erzbischof Pfarrer Degnert und Präsident Bonjean. — 29. Mai. Blanqui ist verhaftet und hierher transportirt worden. Er wird dennächst mit Assi confrontirt werden. Ueber den Verbleib von Felix Pyat und Paschal Grousset weiß man immer noch nichts Bestimmtes. — Die letzten Insurgenten, welche sich nach Vincennes geflüchtet hatten, haben sich heute er- geben. Zahlreiche Gefangene wurden hierher ge— bracht. Die Division Clinchant wird heute nach Versailles zurückkehren. — 3000 Gefangene wurden gestern Abend hierher gebracht. Briefe aus Paris bestätigen, daß die letzten Insurgentenbanden hinter Belleville und hinter Pere Lachaise vernichtet worden sind. Die Militärbehörden schreiten jetzt zu Haussuchungen und Verhaftungen, ohne auf irgend einen Wider⸗ stand zu stoßen. Die Bevölkerung gibt ihre Zu- friedenheit zu erkennen, daß sie von dem Joch der Commune befreit ist. Unter den erschossenen Geißeln befinden sich außer dem Erzbischof Dar⸗ boy und Deguerry der Abbé Allard und mehrere andere Priester sowie 35 Gendarmen und der schweizerische Banquier Jecker. — Die Ordnung ist in Paris wieder soweit hergestellt, daß gestern 24 Regimenter mit 100 Kanonen zum Ausruhen hierher commandirt werden konnten. Der Eintritt in die Hauptstadt ist seit heute wieder gestattet. Soisy, 26. Mai, Mittags. Jules Favre meldet: Der Erzbischof Darboy ist befreit; Bicétre und Jvrhy sind in den Händen der Regierungs- truppen. An der Barriere d' Italie ergaben sich 6000 Insurgenten. Auf dem rechten Seineuser umgingen die Truppen den Bastilleplatz über Mazas und die äußeren Boulevards. Neue Feuersbrünste sind heute früh gemeldet. London stellte ein Pom pierscorps zur Disposition, welches auf dem kürzesten Wege morgen früh in Paris eintreffen wird. — Abends. Von der Gardedivision laufen folgende Mittheilungen über die Vorgänge in Paris ein. Der Erzbischof und die übrigen Gei⸗ ßeln sind bisher noch nicht gefunden. Man be⸗ fürchtet, daß sie ermordet sind. Die Zahl der in den Häusern und Kellern befindlichen Leichen wird auf 50,000 geschätzt, darunter viele Kinder und Frauen. Die Weiber wütheten auf die scheußlichste Weise. Es finden fortwährend Hin⸗ richtungen durch Erschießen statt. Unter den e achat genen. n einten sehr Jalltiicht It⸗ Nan furchttt, anderen nach Aergefühtten Des antliche teßt Buch der daatischatzt de⸗ 1. Die Leiche funken derben; in Paris find leine In- 1 sind gerettet. ur genten er⸗ artet Degner perbaftet und bitt dtunächst den Verbleib „ rriß nan zeötre Aber 7 betätigen, liettr Belltrilt verten fit. Hens suchungen untn Vidtt . der Stadt ist vernicktet. Wuth gegen die Commune und Napoleon. Fäsilirten befinden sich viele Frauenzimmer. Die angerichteten Zerstörungen sind enorm. Ein Viertel Es herrscht eine große Der Schaden soll die Kriegskosten weit übersteigen. Die Porte de Flandre ist seit 6½ Uhr in den Händen der Versailler. Nachrichten aus Versailles fehlen. Belgien. Brüssel, 27. Mai. Die letzten Nachrichten aus Versailles vom Freitag Nach- mittag 4½ Uhr sind weit entfernt, eine Besserung der Situation erkennen zu lassen. Die Kämpfe sind vielmehr noch wüthender als gestern in fünf befestigten Quartieren im Osten von Paris. Die mit Petroleum gefüllten Bomben richten unbe— rechenbare Verbeerungen an. — 28. Mai. In Folge des Schreibens, das Victor Hugo gestern in der„Indépendance belge“ veröffentlichte und worin er erklärte, dem Ent— schlusse der belgischen Regierung zum Trotz etwaigen Flüchtlingen der Commune Asyl in seiner Be— hausung, Place des Borricades 4, geben zu wollen, haben gestern Nacht bedauerliche Mani— festationen, die sogar in Thällichkeiten ausarteten, vor dem genannten Hause stattgefunden. — 30. Mai. wieder geöffnet. hier vertheilt. — Die„Indeépendance“ gibt Enthüllungen über Versailler Umtriebe, die auf den Sturz Thiers' hinarbeiten. Das Blatt bezeichnet Chan- garnier als den von den Bourbonisten auser— sehenen Chef der Executive. Großbritannien. London, 26. Mai. Die„Times“ melden, daß die Sammlungen des Louvre, ausgenommen die Bibliothek, gerettet sind; auch die Nationalbibliothek und die Bank konnten gerettet werden. Die Tuilerien sind von dem Gitter vor dem Palast bis zum Pavillon der Flora ausgebrannt. Das Palais ropal brannte vollständig nieder. — Der Bericht des diplomatischen Ausschusses Die Pariser Postbureaux sind Die Briefpost wird seit gestern bezeichnet Angesichts der gegenwärtigen Verhält- nisse Mittel⸗Europas die sofortige Reduction der britischen Gesandtschaften an den kleineren deutschen Höfen als unrathsam, glaubt aber, daß sich die Abschaffung einiger derselben nach Wegfall der gegenwärtigen Hindernisse dem Ministerium des Aeußern empfehlen werde. Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes vom 29. Mai wurde auf eine vom Abgeordneten Castelar gestellte Interpellation vom Ministerium die Antwort ertheilt, Spanien werde seine Häfen Niemanden verschließen, jedoch den Anforderungen Frankreichs gerecht werden und die betreffenden Auslieferungsverträge auf das Ge— wissenhafteste ausführen. Det Iweig-Hülssverein zu Jad-Nauheim für verwundete und kranke Soldaten gründete sich am 20. Juli v. J. und löste sich durch Beschluß der General— versammlung am 8. d. M. wieder auf, indem Offenlegung der definitiven Rechnung auf hiesigem Rathhaus vorbe— halten blieb. Am 21. August v. J. kamen die ersten Ver⸗ wundeten in unser Militär-Reserve⸗Lazareth, in denen wir auf Wunsch Großherzoglichen Kriegsministeriums die Verpflegung gegen vertragsgemäßen Vergütungssatz pro Mann und Tag übernommen hatten, und am 28. April ds. J. gingen die letzten 11 Mann von hier ab. Wir verpflegten also 8 Monate und 7 Tage lang, und zwar zusammen 876 Mann mit 2567½ Verpflegungstagen, so daß durchschnittlich auf jeden Soldat 29 Verpflegungstage kommen. Nach vorläufigem Rechnungsabschluß ist die Summe aller Einnahme 32312 fl. 56% kr. und zwar: a Zuschuß vom Hauptverein in Darmstadt 5 r. b. Verpflegungsgelder aus der Kriegskasse. l. 24,754 fl. 40 kr. c. vom Verein aufgebracht 5808 fl. 16 kr. Summa wie oben 32312 fl. 565% kr. und bleiben hierbei die reichlichen Spenden an Naturalien außer Geldanschlag, Ein Driittheil unserer 7maligen Samm⸗ lungen loco Nauheim floß mit 512 fl. 13 kr. in die Stadt⸗ kasse zur Unterstützung, der Frauen und Kinder der von hier zur Fahne gerufenen Soldaten. Die Gesammt⸗Aus: gabe beziffert sich auf.. 81,628 fl. 34 kr. so daß ein Vorrath in der Kasse 684 fl. 22¼ kr. Aus dem vorhandenen Kassenvorrath soll nach Beschluß der Generalversammlung ein Denkmal für die auf hiesigem Friedhofe beerdigten 28 beutsche Krieger gestiftet, und der dann noch verbleibende Rest, die Bewilligung des Haupt⸗ vereins vorausgesetzt, in den deutschen Invalibensond ge⸗ zahlt werden. Allen, welche den Verein bei Lösung seiner patriotischen Aufgabe unterstützt haben, sagen wir unseren herzlichsten Dank, insbesondere auch der verehrten Redbaction dieses Blattes für die unentgeltliche Aufnahme unserer vielen Annoncen. Bad⸗Nauheim im Mai 1871. Der Vorstand des Hülfsvereins. Der Vorsitzende Der Schriftführer Schutt. Siebert. Anmerkung: Als letzte Gaben bleiben uns noch hierdurch zu quittiren: durch Herrn Pfarrer Ebel Kirchenopfer von Stein⸗ e ß durch denselben von Wisselsheim desgl. 2 fl. 36 kr. von den Mitgliedern des Hülfsvereins zu Bad⸗Nauheim die 7 Monatsbeiträge 142 fl. 54 kr. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe. 25. Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: a. An Naturalien von Friedberg 3 Kuchen, von dem Hüljsverein 20 Maß Wein, von Florstadt 3 Kuchen. d. An Geld: von Casernewärter Wendel 1 fl., von Ungenannt durch Frau Theobald 1 fl., von Fräulein Pestel 1 fl., von Ihrer Erlaucht der Gräfin Solms⸗Rödelheim 10 fl., von Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1 fl., von Ungenannt durch Carl Groß 1 fl., von Decan Buchhold in Ossenheim 5 fl., von den Feinden des Maischraum⸗ gesetzes in Nieder⸗Wöllstadt 1 fl. 15 ke., von den Feinden des Maischraumgesezes am ersten Nauheimer Faselmarkt 5 fl., durch eine Verloosung von M. Ulrich, M. Thomas, L. Ulrich und L. Reitz 12 fl. 53 kr. vom Matbildenstift 192 fl. 53 kr., zusammen 232 fl. 1 kr., hierzu die vorige Liste mit 2911 fl. 7 kr. ergibt im Ganzen 3143 fl. 8 kr., wofür wir den freundlichen Gebern unsern besten Dank sagen. Das Comits. Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nidda. 1381 Es sollen versteigert werden: 1) Donnerstag den 8. Juni d. J. in den Distrikten Großer Universttätswald und Glaubzablerfeld: 232 Stecken Buchen⸗Scheitbolz, Sa,„ Prügelholz,. 1* Eichen 4 30%„ Kiefern 5 492* Aspen 47 N Buchen⸗Stockholz, 252 9„ Reisholz, 512 5 Kiefern⸗Reisholz, darunter 90 Schichten, 6 Eschen⸗ Stämme von 9— 16 Zoll Durchmesser und 10—43 Fuß Länge, 1 Buchen⸗Stamm von 20 Zoll Dutchmesser und 15 Fuß Länge,. 5 Kiefern Stämme von 10— 17 Zoll Durchmesser und 25—40 Fuß Länge und 1277 Kiefern⸗Stangen, zu Bohnen-Stangen geeignet. 2) Samstag den 10 Juni d. J. in den Distrikten Rabertshäuserhang und Köhlberg: 126 Stecken Buchen Scheitholz, 36„ Eichen 5 4„ Kiefern 5 108½ Aspen 5 1857½„ Buchen⸗Prügelholz, 43„ Eichen 5 6„ Kiefern 0 24„ Aspen 1 36„ Buchen⸗Stockholz, 29 1 Eichen 67 239„ Buchen Retsbolz, 33 7 Eichen 1 408„ Klefern und Aspen-Reisholz, 7 9 Eichen Stämme von 7— 33 Zoll Durchmesser und 15—40 Fuß Länge, 41 Nadel⸗Baupolz Stämme, 3 Aspen⸗Werkholz-Stämme Durchmesser, 6 Buchen⸗Stangen zu Lenkwieden geeignet, 40 Nadelholz⸗Stangen von 4— 5 Zoll Durchmesser. Die Zusammenkunft ist am erstey Tage im Difirikt OGlaubzahlerfeld diesseits des Glaubzahls und am zweiten Tage im Oistrikt Rabertshäuserhang auf dem Wege vom Mlaubzahl nach der Haubenmühle jedesmal Morgens präcte 9 Uhr. Nidda am 23. Mai 1871. Großherzogliche Oberförsteret Nidda. Rohr. von 19- 21 Zoll — 7 Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 1388 Es werden versteigert: 1) Montag den 5. Jusi in den Distrikten Rain⸗ röder Reiperts, Schenkenwald und Gauls⸗ wlesenhang A. Breunholz. Holzart. Scheitholz Prügelholz Stockholz Reisholz S Buchen⸗ 717 I. Cl. 92 144 391 „ 20½ II.„— 2— B. Bau- ꝛc. Holz. 1 Elchen-Stamm von 12 Zoll Durchm. und 25 Fuß Länge mit 28 Cudikfuß, 6 Lärchen⸗Stämme von 5½—9 Zoll Durchmesser und 40—70 Fuß Länge mit 129 Cubikfuß, 14 Buchen Stämme von 14—30 Zoll Durchmesser und 10-60 Fuß Laͤnge mit 1438 Cubttsuß. 2) Mittwoch den 7. Juni in den Diflrikten Rainröder⸗ und Schotter Spies und Gierkopf A. Brennholz. Holzart. Scheitholz Prügelbolz Stockholz Reis holz Safes u. Buchen⸗ 258 326 74 406 Aspen⸗ 12 18— 35 B. Bau- c. Holz. 1 Elsbeeren-Stamm von 9 Zoll Durchm. und 20 Fuß Länge mit 13 Cubikfuß, 3 Eichen- Stämme von 5¼—9 Zoll Durchmesser und 20-35 Fuß Länge mit 33 Cubikfuß, 6 Nadel⸗Stämme von 6— 9 Zoll Durchmesser und 45—55 Fuß Länge mit 121 Cubikfuß, 4 Elsbeeren⸗Stangen mit 9 Cubikfuß, 5 Nadel Stangen mit 42 Cubikfuß. Das in den Distrikten Schenkenwald, Gierkopf und Schotter Spies fitzende Holz, wollen die Steigerer sich vorher von Forstwart Rodemich in Rainrod vor⸗ zeigen lassen, Die Versteigerung beginnt fedesmal Morgens präeis 8 Uhr, Zusammenkunft am Montag auf dem Schotter— Ulfaet zußpfad am Distrikt Wolfslauf, am Mittwoch im Oistrikt Rainröder Spies auf dem mittlen neuge— bauten Weg bet Polznummer 246. Das Holz sitzt in Folge neuer Wege meist gut zur Abfuhr auf die Niddaer Staats⸗Straße. Eschelsdorf am 18. Mai 1871. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. ohr. Holz ⸗Versteigerung 1387 Donnerstag den 15. und Freitag den 16. Juni kommen aus dem Distrikt„Gebranuter Kopf“ zur Vergeigerung. 1036 Stecken Buchen⸗Scheltholz, 18 Prügelholz, 8795715„ Stockbolz. 830 5„ Reisholz, sowie 4 Buchen⸗Stämme von 15— 28, Durchm. und 15— 30“ Länge mit 301 Cubikfuß. Das Buchen⸗ Stammholz kommt am ersten Tag gegen 12 Uhr zur Versteigerung und ist vorher einzusehen. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen jedesmal Vormittags 9 Ubr auf der Glashütter Straße am Distrikt Gebrannter Kopf. Ortenberg am 20. Mai 1871. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Thaler. Versteigerung von Pflasterarbeit. 1390 Montag ven 5. Juni d. J., Morgens 11 Uhr, soll die Fertigung eines Stücks Gossenpflasters im Gast⸗ haus zur Post in Reichelsheim, nebff Lieferung der dazu erforderlichen Materielien unter den bet der Versteige— rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wengstfordernden vergeben werden. fü Ar. 1) Pflasterarbettslobn, veranschlagt zu 116— 2) Lieferung von 65 Cubikmeter behauenen Pflastersteinen 390— 3) Lieferung von 70 Cubikmeter Kieß 156 20 Friedberg den 27. Mat 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. R e u FJ o u range ie fle rung. 1387 Dienstag den 6. Junt 1871, Vormittags 10½ Uhr, soll auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde, wo⸗ selbst auch die Bedingungen ꝛc. ꝛc. vorher zur Einsicht offen liegen, die Lieferung der Fourage an die berittenen Offiptere der Garnison Friedberg für das laufende und III. Quartal er. im Soumissionswege vergeben werden. Darmstadtmeden 27. Mat 1871. e een Proviantamt. e ee ee An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinabe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratts in der Expedttion d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Docecks in Harpstedt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat), Oeffentliche Aufforderung. 1110 Die in der öffenelichen Aufforderung vom 13. März d. J. in Nr. 33 d. Bl. unter Inserat 635 aufgeführten Besitzer der dort verzeichneten Immobilien wollen dieselben tbeils verpfänden, thells veräußern, thetls ibren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich aus⸗ weisen. Es werden deshalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilten glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen 3 Monaten so gewiß dahter geltend zu machen, als sonf die Veräußerungsurkunden ohne Rücksicht auf ste bestätigt, beziehungswetse die betreibenden Theile im Grund⸗ buche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Friedberg den 13. März 1871. Großberzogliches Landgericht Friedberg. e Landwirthschaftliches Fest in Vilbel. Am 12. und 13. Juli d. J. 1383 findet dahier ein landwirthschaftliches Fest, verbunden mit Prämürung und Viehmarkt, einer Ausstellung von landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthschaften, sowie einer Ver⸗ loosung von Zucht- und Milchvieh nebst landwirthschaftlichen Geräthen statt. Indem wir zu zahlreicher Betheiligung hiermit einladen, bemerken wir, daß die zur Verloosung kom— menden Gegenstände am 1. Festtage auf dem Markt angekauft werden, daß fuͤr Stallungen auf Verlangen gesorgt wird und daß wir Anmeldungen von Fabrikanten und Gewerbtreibenden, welche sich bei der Ausstellung betheiligen wollen, entgegennehmen. Zu der Verloosung können Loose à 30 kr. bei den Mitgliedern des Comite's bezogen werden. Vilbel am 26. Mai 1871. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Vilbel. 2 Seybold. & Bekanntmachung. 1385 Auf den Groß berzoglichen Braunkohlenbergwerken Dorheim und„Ludwigshoffnung' bei Melbach werden von jetzt an Klötze der diesjährigen Aufbereitung zu dem Preise von 13 kr. per Centner 14 Stück verkauft. Die Holzkohlen werden nur nach vorber erfolgter Bestellung per Centner zu 16 kr. abgegeben. Die Abfuhrscheine für beide Bergwerke werden auf Bergwerk Dorbelm ausgestellt. Dorheimer Bergwerk am 27. Mai 1871. Großberzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg. Paris,. Exposition universelle 1867. Berliner f sowie selbstverfertigte, in allen Formen, empfehlen wir dem geehrten Publikum Wiener PiIN0s, bestens. Unsere Vernichtung nebst Kostenverzeschniß im Betrage von 3267 fl. 57 kr. e(163 fl. 24 kr. jährlicher Zinsenverlust) bei obiger Ausstellung, sowie unsere Klage 18er an Se. Königl. Hoheit den Großherzog gegen den Commissär bei ge⸗ nannter Ausstellung, haben wir Herrn Anstoss, Ludwigestraße, à 3 kr. zum Verkauf übergeben. Gebr. Schaubruch, Zoologischer Garten in Frankfurt a. M. 1389 Sonntag den 4. Juni, Vormittags von 6 bis 12 Uhr, ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten geschlossen. Der Vorstand der Zoolog. Gesellschaft. Holzversteigerung Die Handlung in der Fürstlichen Oberförsterei. von A. Buch in Hungen 1390 Känftigen Montag den 5. Juni, Morgens 9 Übr⸗ 1367 empfiehlt unter Garantie soll im Distrikt„Riedwald“ auf der Laubacher Straße Futterschneid-Maschinen an der Nebelsbach am Hattenröder Wald anfangend der besten und bewährtesten Construkttonen, versteigert werden: Dresch-Maschinen 6½ Stecken Zuchen⸗Scheitholz, 146 für Hand⸗ und Göbelbetrieb mit neuen Verbesserungen, 1389 180% Eichen- und Tannen Prügel⸗ olz, 45 ½ 5 5 Eichen⸗ und Tannen⸗Stock⸗ olz, 17800 Wellen Buchen-, Eichen- u. Tannen⸗Reisholz, 124 geringe Eichen⸗Bauholz⸗-Stämme von 2515 Cubikfuß, Rübenschneider, Schrotmühlen, Pferderechen, 225 geringe Tannen⸗Bauholz⸗Stämme von 2216 sowie englische Futtergabeln zu Fabrikpreifen. Cubikfuß, 817 starke Eichen⸗ und Tannen⸗Stangen von 3451 Cubäkfuß. Mottenspiritus, Bel dem Brennholz kommt zehnfüßtziges Eichen⸗ Wanzentod Prügelbolz und beim Tannen⸗Reisholz kommen lange 1377 bei ilh. S Forsireiser zu Bohnen⸗Stangen vor. inn e tels, Lich am 30. Mai 1871.—— Fürstliche Oberförsteret Lich. Eigenbrodt. Frische Repskuchen 1214 billigt bei Georg Groß. Ein Lehrling 1334 kann in die Lehre treten bei Friedberg. Jean Noth, Tapezier. Zu verkaufen 1318 wegen Aufgabe des Geschäfts leichte Landauer Tilbuy(Korb- und Stuhl⸗ wägelchen), Halb Cha'schen, leicht und elegant. 1380 Eine feingerittene, militärfromme fünfjährige Fuchsstute ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Agent⸗Gesuch. 1221 Für eine bedeutende Feuer ⸗Versicherungs⸗ Gesellschaft wird unter günftigen Bedingungen ein 91 85 Agent gesucht. Gef. Offerten besorgt die Exp. 1319 Ich wohne nunmehr bei Herrn Bäcker Noll im Stern. Gießen im Mai 1871. 1382 empfehlen wir unsern Mitbürgern solche Männer zu wählen, deren kirchliche Gefinnung bekannt sst und von denen wir wissen, daß sie einerseits mit Fessigkelt ihren Standpunkt wahren, anderseits aber nicht ihrem Egois⸗ mus und ibrer Streitsucht fröbnen und dadurch überall Uneinigkeit und Zwietrocht saen. Gefunden 1386 wurde am 25. Mai auf der Cbaussee von Nieder Wöllstadt nach dem Ilbenstädter Chausseebaus ein Reif von einem Wagenrad und kann derselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren bei mir in Empfang genommen werden. 5 Chausseehaus Ilbenstadt. Gottfried Mörschel. Alle Sorten Gemüsepflanzen, 1388 besonders sehr schöne Selleriepflanzen, hat billigst zu verkaufen Friedrich Netz. Süße Orangen Wilbelm Bernbeck. Richard Wagner's 1389 bei zweihändig von Tausig à 36 kr. 194, leichter arrangirt 3 36„ vierhändig 1 1 a 54„ ist vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Hosenträger 503 billigst bei K. Friedrich neben der Posl. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: 21. Mal. Magdalena Friedericke Charlotte Ferro, Wittwe des f hiesigen Bürgers und Mufikus Samuel Heinrich Karl Ferro, alt 81 Jahre 3 Monate 29 Tage, gestorben den 17. Mai. 24. Mai. Dorothea Kranz, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Kaufmanns Karl Theodor Kranz, alt 42 Jahre 9 Monate 5 Tage, geftorben den 22. Mai. 24. Mai. Christian Berg, hiesiger Bürger und Schneidermeister, alt 66 Jahre 7 Monate 19 Tage, ge⸗ storben den 22. Mat. 24. Mai. Heinrich Fuchs, lediger Sobn des 4 hie⸗ sigen Bürgers und Fubrmanns Christian Fuchs, alt 56 Jahre 4 Monate 5 Tage, gestorben den 23. Mal. 25. Mai. Maria Ellsabetha Neisel, Töchterchen des hiesigen Bürgers und Drebermetsters Georg Philipp Hermann Ludwig Neisel, alt 1 Jahr 1 Monat, gestorben den 25. Mat. Brodpreise vom 1. bis 18. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butz bach: unverändert. Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 1.— 15. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: un verändert. Ausnahmspreise: Bei E. Hanstein Nierenfelt 24 kr.— Bei J. Hanstein III. Kuhfleisch 18 kr., Rindfleisch 18 kr., Hammelfleisch 16 kr., Hammelsfelt 18 kr.— Bei L. Imroth Wittwe Kuhfleisch 18 kr.— Bei K. Neuhof Ochsenfleisch 18 ke., Kuhfleisch 18 kr., Rinoͤfleisch 18 kr., Nierenfett 18 kr.— Bei W. Heß Brawurst 24 kr.— Bei N. Engel, W. Heß, J. Ruppel Schwartenmagen 24 kr.— Bei H. Blum, A. Vogt Erben, W. Reuß Schmalz, ausgel. 32 kr. Für Bad Nauheim: un verändert. Ausnahmspreise: Bei W. Bieler Kalbfleisch 15 ke., Hammelfleisch 20 kr., Nierensett 20 kr., Schweinefleisch 19 kr, Dörrfleisch 28 kr., Schinken 30 kr., Cervelat⸗ wurst 48 kr.— Bei D. Fritz Schinken 30 kr.— Bei H. Langsdorf Dörrfleisch 28 kr., Schinken 30 kt., Cervelatwurst 48 kr.— Bei S. Löb Kuhfleisch 15 kr.— Bei Gebr. Rosenthal Ochsenfleisch 21 kr., Kalbfleisch 15 kr., Hammelfleisch 20 kr., Nierenfett 20 ke.— Dei W. Krauch Witiwe Solpesfleisch 19 ke., Schinken 26 kr., Leber- und Blutwurst 20 kr., Schwartenmagen 24 kr., Cervelatwurst 48 kr., Fleischwurst 24 kr., Bral⸗ wurst 24 kr., Schmalz, unausgel. 26 kr., ausgel. 28 kr., geräucherter Schwartenmagen 26 kr., geräucherte Leber- und Blutwurst 24 kr. Für Butz bach: unverändert. Rothhan, Dr. G i neue Schlefingergasse Nr. 3. in Frankfurt a. M. f 9 0 0 Hofgerichts⸗Advokat. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Bum Kirchenvorstand in Bad-Mauheim Kaisermarsch 9. an