baugserh ech 505 an die & Comp. echer, u, 0 1 * purz i aus 1871. Samstag den 1. April. M39. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“ kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Bei der Verlags⸗ Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Gemceindevoranschläge für das Jahr 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürbermeistereien des Kreises. 3 Die abgeschlossenen Voranschläge lassen wir Ihnen unter Couvert zugehen mit dem Auftrag, Ihr Exemplar dem Original gleichzustellen, dann das Original mit allen Beilagen dem Gemeinde-Einnehmer so— fort einzuhändigen und, daß Beides geschehen, binnen 8 Tagen bericht— lich anzuzeigen. Sie werden auch nicht versäumen, Ihre Anweisungs— Register nach den Voranschlägen zu vervollständigen, und Gleiches Betreffend: Das Beweiden der Wiesen. Friedberg am 30. März 1871. den Gemeinde-Einnehmern bezüglich ihrer Handbücher aufzugeben. Zugleich empfehlen wir Ihnen die in den Vorauschlägen vorgesehenen Arbeiten sofort zur Ausführung zu bringen und bemerken weiter, daß wir die Bezirksbauaufseher angewiesen haben, Sie hierbei in⸗ structionsgemäß zu unterstützen. T Friedberg am 30. März 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Das Beweiden der Wiesen durch die Schaafheerden muß vom 1. April an nach den Bestimmungen der Wiesen⸗-Polizei- Ordnung unterbleiben. Bedeuten Sie die Schaafhirten noch besonders hiernach und fordern Sie das Feldschutzpersonal zur sofortigen Ueberwachung der bezeichneten Vorschrift und Anzeige von Zuwiderhandlungen auf.— Nachlässigkeiten hierin werden wir mit Disciplinarstrafen ahnden. Trapp. Deutsches Reich. Noth des Krieges hinaus Frankreich heute er— Darmstadt. Die bessische Diviston bezieht duldet, bekräftigen die oft, doch noch niemals Standquartiere bei Bar sur Aube. Das Haupt- quartier ist gegenwartig bei Dangers. Prinz Ludwig kehrt demnächst wieder zur Diviston zurück, um das Commando zu übernehmen. — Die kleine Abtheilung hessischer Truppen, welche mit so großer Bravour die Erstürmung des Schlosses Chambord unternahm, hat dort in origineller Weise ihre Anwesenheit verewigt; wie die„Darmst. Zig.“ mittheilt, steht nämlich seitdem in der höchsten Kuppel des berühmten Jagdschlosses Franz' I. geschrieben:„Le chateau défendu par 3300 Frangais, fut pris par 54 soldats hessois qui emmenaient 5 pièces de canons et 250 prisonniers.“ An einer anderen Stelle steht als Souvenir:„Die Stürmer des Schlosses halten sich dem Grafen v. Chambord bestens empfohlen. IIs lui promettent une seconde visite agréable dans une dizaine d' années.“ Berlin. Der Adreßentwurf des Reichs- tages lautet: Allerdurchlauchtigster zt. Durch Gottes gnädige Fügung ist es Ihrer Majestät und der einmüthigen Nation gelungen, die Sehnsucht der Vorfahren und die Hoffnung der Mitlebenden zu erfüllen. Auf festeren Grundlagen als je ist das deutsche Reich wieder aufgerichtet, entschlossen, es zu er- halten in der Fülle seiner Kraft, es fortzuent- wickeln auf den Bahnen der Freiheit und des Friedens Wollen Ew. Majestät den Dank ent- gegennehmen, welchen die gesammte Nation den erhabenen Feldherren, dem Heldenmuthe und der Hingebung des deutschen Heeres schuldet, den Dank für gewaltige Thaten, denen beschieden war, nicht allein die gegenwärtige Gefahr abzuwenden, sondern auch die Zukunft vor der Wiederkehr gleicher Gefahren zu schützen. Denn mehr noch als die erlittenen Niederlagen wird jetzt die starke Be— festigung unserer Gränzen die Nachbarn zur Vor- sicht mäßigen. Die schweren Drangsale, welche über die straflos verkannte Wahrheit, daß im Verbande civilisirter Völker selbst die mächtigste Nation nur in weiser Beschränkung auf volle Entfaltung ihres innern Wesens vor schweren Verwirrungen ge— sichert bleibt. Auch Deutschland hat einst, indem Herrscher den Ueberlieferungen eines fremdländischen Ur⸗ sprungs folgten, durch Einmischung in das Leben anderer Nationen Keime des Verfalls empfangen. Das neue Reich ist selbst dem eigenen Geiste des Volkes entsprungen, welches, nur zur Abwehr gerüstet, unwandelbar den Werken des Friedens ergeben ist. In dem Verkehr mit fremden Völkern fordert Deutschland für seine Bürger nicht mehr als Achtung, welche Recht und Sitte gewährleistet und gönnt, unbeirrt durch Abneigung oder Neigung, jeder Nation, die Wege zur Einheit, jedem Staate, die beste Form seiner Gestaltung nach eigener Weise zu finden. Die Tage der Einmischung in das innere Leben anderer Völker werden, so hoffen wir, unter keinem Vorwande, keiner Form wiederkehren. Ew. Majestät folgen wir mit freudiger Zu— stimmung zu den dringenden Aufgaben, welche dieser beendete Krieg zu dauernden Aufgaben macht, welche die Verfassung des Reiches uns stellt. Alle unsere Kräfte werden zuerst dem hohen Berufe gewidmet sein, die Wunden zu heilen, welche der Krieg geschlagen, und die Pflicht des Vaterlandes zu erfüllen gegen diejenigen, welche Leben oder Gesundheit für seinen Schutz geopfert haben. Allen Vorlagen werden wir aufmerksame Mit- thätigkeit zuwenden. Es überrascht nicht, daß der Krieg die Vor- arbeiten zur regelmäßigen Gesetzgebung verzögert hat, und vermindert nicht unsere Hoffnung, daß die Gesetzgebung des Reiches sich eben so frucht bar erweisen werde, wie die Gesetzgebung des Norddeutschen Bundes. Die umfangreiche Ein- fübrung norddeutscher Gesetze in die Südstaaten erhöht unser Vertrauen zu harmonischem Zusammen⸗ wirken aller Glieder des Reiches, auch der Organe, welche berufen sind, die einzelnen Staaten zu vertreten. Mit Genugthuung vernehmen wir, daß aus der Kriegsentschädigung zunächst das Bedürfniß des Reiches, sodann die berechtigten Ansprüche seiner Mitglieder befriedigt werden sollen. Für das Wohl der Deutschland zurückerworbenen Ge⸗ biete ist das deutsche Volk mit den wärmsten Gefühlen brüderlicher Theilnahme erfüllt. Die schönsten Denkmäler deutscher Cultur und deutschen Volkslebens erinnern an deutsche Vergangenheit in Elsaß und Lothringen. Lange Entfremdung hat manche Spur eines reichen Jahrtausends deutscher Geschichte verwischt, doch unsere Sprache und Sitten sind der Mehrzahl des Volkes noch unverloren. Mögen Gesetzgebung und Verwaltung zusammenwirken, an diese Beziehungen überall anzuknüpfen, das Wiedererwachen deutschen Geistes zu unterstützen, in Versöhnung der Gemüther die Bande zu stärken, welche die herrlichen Provinzen mit dem übrigen Deutschland wieder vereinigen. In diesem Geiste werden wir uns den Arbeiten widmen, welche die Grundlagen der neuen Ord- nung schaffen und vorbereiten sollen. Majestät! Der Zufriedenheit Deutschlands, der Sicherheit Europa's hat die Einheit des Deutschen Reiches gefehlt— jetzt ist die Einheit errungen, das Reich unter dem Schutze seines Kaisers, unter der Herrschaft seiner Verfassung und seiner Gesetze sichergestellt— jetzt kennt Deutschland keinen höheren Wunsch, als im Wett- kampfe um die Güter der Freiheit und des Frie- dens den Sieg zu erringen. Berlin, 29. Marz. In der heutigen Reichs- tagssitzung beantragte bei der zweiten Lesung der Reichsversassung Reichensperger(Olpe) im Namen seiner Fraktion, hinter dem Artikel 1 der Reichs- veifassung als zweite Abtheilung die Grundrechte berhessischer Anzeiger. einzuschieben und demgemäß die folgenden Titel abzuändern:„Die bezüglichen Grundrechte be⸗ treffen die Preßfreiheit, das Versammlungs wund Vereinsrecht, sowie die Riligionsfreiheit.“ Der Antrag schlägt ferner vor, die bewährten Be⸗ stimmungen der Artikel 12, 15, 27, 28, 0 30 der preußischen Verfassung(betreffend die Schul⸗ und Kirchen- Angelegenheiten) für die Reichsver⸗ fassung als Schutzwehr nationaler Sicherheit und Ordnung, sowie als Bürgschaft der nationalen Freiheit zu adoptiren. Auf die von Miquel ein- gebrachte Interpellation wegen des Baues eines Parlamentsgebäudes erklärt Staatsminister Del⸗ brück, hierzu sei das Grundstück Wilhelmsstraße 74 bereits ins Auge gefaßt, die Hauptzüge seien bereits ausgearbeitet und die Kosten auf ¼ Mill. veranschlagt; die Vorlage werde wohl noch im Laufe der Session an das Haus gelangen. Nach Erledigung einer Reihe von Wahlprüfungen er- klären die Abgg. Schraps und Biedermann, welche Anträge betreffs der Entlassung Bebel's aus der Untersuchungshaft gestellt hatten, daß sie ihre An⸗ träge zurückziehen, da die Entlassung des genannten Abgeordneten bereits erfolgt sei. Der Handels- vertrag mit San Salvador wird ohne Debatte mit einer Declaration Augspurg's zu Art. 11 in dritter Lesung genehmigt. — 30. März. Reichstagssitzung. Adreß⸗ Debatte. Zunächst ergreift v. Bennigsen zur Be⸗ gründung seiner Adresse das Wort. Derselde hebt hervor, daß der von der Partei des Centrums bemängelte vierte Passus seines Adreßentwurfs sich eng an die Thronrede anschließe, welche be⸗ tonte, daß sich die Politik des deutschen Reiches auf die innere Gestaltung desselben beschränke. Dieser Gedankengang fehle in dem Entwurfe Reichensperger's, während der Entwurf der Ma- jorität von vornherein kriegerische Hoffnungen, welche die deutsche Politik auf Irrwege leiten könnte, abschneide. Redner betont auf das Ent schiedenste das Princip der Nicht⸗ Intervention; man müsse hervorheben, daß das Kaiserthum weit entfernt sei, in die Bahnen einer deutsch⸗italienischen oder deutsch⸗christlichen Politik einzulenken. Die deutsche Politik sei auf die inneren Aufgaben Deutschlands begrenzt. Deutschland wolle nicht in das Leben fremder Völker eingreifen. Nach Bennigsen ergreift Reichensperger das Wort. Auch dieser erklärte sich für das Prinzip der Nicht⸗ intervention; er habe keine kriegerischen Gelüste, allein es könnten Fälle geben, wo die Verträge mit Füßen getreten, unsere Rechte gröblichst ver⸗ letzt würden und dem eigenen Staatsleben Gefahr drohe. Alsdann erfordere die Pflicht der Selbst— erhaltung, die Gefahr mit allen Krästen abzu⸗ wenden. Diesen Gedanken habe er in seinem Adreßentwurfe ausdrücken zu müssen geglaubt. Nachdem noch Schulze(Berlin) und Miquel für den Entwurf von Bennigsen, Dr. Lieber für den des Centrums gesprochen, ergreift Bischof Ketteler das Wort gegen die Bennigsen'sche Adresse. Der- selbe erklärt sich mit 3 Sätzen des Majoritäts⸗ entwurfs nicht einverstanden: 1) daß das deutsche Reich auf festeren Grundlagen als je wieder auf⸗ gerichtet sei; 2) daß Deutschland einst durch seine Einmischung in das Leben anderer Nationen die Keime seines Verfalls gelegt habe; 3) endlich könne er dem Majoritätsentwurf gerade wegen des Satzes nicht zustimmen, welcher das Prinzip der Nichtintervention betont. Völk(für Bennig⸗ sen's Entwurf) macht geltend, daß vielfach agltirt worden sei, um eine Intervention zu Gunsten des Papstes herbeizuführen, aber dasselbe Recht, womit Deutschland etwaige unberechtigte Eingriffe Italiens zurückweisen würde, stehe auch dem ita⸗ lienischen Volke zu. Es sprachen hierauf noch mehrere Redner für oder gegen den Entwurf von Bennigsen. Bei der Abstimmung wird der Reichensperger'sche Entwurf abgelehnt, sodann der Bennigsen'sche Entwurf mit 243 gegen 63 Stim- men angenommen. — Die„Prov.⸗Corr.“ sagt über die Vor⸗ gänge in Frankreich: Die Rettung Frankreichs vor unsäglichem Elend hängt davon ab, wie bald es einen Mann der That findet, welcher die Energie und das Ansehen besitzt, um die der Ordnungspartei noch zur Verfügung stehenden Kräfte zu organistren und erfolgreich zu verwen- den. Unsere Regierung wollte nach der bestimm⸗ ten Bezeichnung ihrer Stellung ihrerseits die Schwierigkeiten nicht erhöhen, sie berücksichtigte vielmehr in jeder Weise die Verlegenheiten der französischen Regierung. Um so bedauerlicher ist es daher, daß Thiers und Jules Favre den völlig sinnlosen Vorwurf erheben, unsere Regierung habe die Pariser Vorgänge begünstigt. — Nachdem die Festung Bitsch am 23. d. den deutschen Truppen übergeben, ist daselbst sofort eine deutsche Postanstalt in Wirksamkeit getreten. — 29. März. In der gestrigen(7.) Sitzung des Bundesrathes führte der Staatsminister Del— brück in Vertretung des Reichskanzlers den Vorsitz. Es wurden Ausschußberichte erstattet 1) über den Antrag des Präsidiums auf Vorlegung eines be— sonderen Gesetzes, betreffend den Nachtrag zum Etat der Postverwaltung für 1871; 2) über den Gesetzentwurf, betreffend die Einführung nord- deuischer Bundesgesetze in Bayern; 3) über die Vorlage, betreffend die mangelhafte Verschluß⸗ einrichtung an Eisenbahnwagen; 4) über die Kosten für das Zollparlament im Jahre 1870. — Der„Prov.⸗ Corresp.“ zufolge ergibt das Gesammtresultat der preußischen Cassenabschlüsse für 1870 einen Netto- Ueberschuß von circa 6 Millionen.“ Es wird versichert, der Fonds für die Invalidendotationen betrage nicht 100 bis 120, sondern 230 bis 250 Millionen. — Wie die„B. B. Z.“ vernimmt, hat der Kaiser bestimmt, daß auf der südlichen Seite des Belle⸗ Alliance-Platzes ein Siegesthor errichtet werden soll. — Tem Kriegsminister v. Roon ist der Stern der Groß ⸗Comthure des Hohenzollernordens mit Schwertern mittels eines eigenhändigen Allerhöchsten Schreibens verliehen worden. J br. v. Schweitzer kündigt im„Social Demokrat“ an, daß es sein fester und unabänder— licher Entschluß sei, von der Leitung der Partei zurückzutreten. Nach seiner Versicherung soll weder seine eigene Niederlage bei der Wahl im Wupper⸗ thale, noch, die Niederlage der Partei bei den Wahlen im Allgemeinen ihn zu diesem Entschluß veranlaßt haben, sondern die Absicht, nicht länger Arbeitskraft, Seelenruhe und Geld für die Arbeiterpartei zu opfern. 5 Stade. Vor einigen Nächten trafen hier unter einer starken Bedeckung 70 bisher in Hildes- heim internirte französische Offiziere ein. Die⸗ selben wurden in der früheren Cavalerie-Kaserne untergebracht, wo sie, wie man hört, in strengem Gewahrsam gehalten werden sollen. Widersetz— lichkeit gegen die Wachen und Entweichungsver⸗ suche werden als Veranlassung zu dieser unfrei— willigen Orts veränderung bezeichnet. „ Schwerin. Die französischen Gefangenen wurden am 30. März per Bahn über Hamburg und Kiel zum Rücktransport auf den französischen Kriegsschiffen entlassen. München. Nach Ablauf der dem Stifts probst Döllinger dahier zur Anerkennung des Urfehlbarkeitsdogmas bewilligten Frist hat derselbe nun ein Erwiederungsschreiben erlassen, in welchem er erklärt, daß er als Christ, Theologe, Geschichts⸗ kundiger und Staatsbürger diese Lehren nicht annehmen könne, und fordert, daß ihm entweder von dem gesammten deutschen Episcopate auf einer eventuellen Versammlung desselben in Fulda oder auf einer engeren theologischen Conferenz in München Gelegenheit gegeben werde, den wissen⸗ schaftlichen Beweis zu führen, daß das Unfehl⸗ barkeitsdogma mit der heiligen Schrift, sowie mit der constanten Tradition des ersten Jahrhunderts der christlichen Kirche in Widerspruch stehe, und nur durch Fälschungen allmählich in die Kirche importirt worden ist. Döllinger sagt am Schlusse seines Schreibens:„Ich kann mir nicht verbergen, daß diese Lehren, an deren Folgen das alte deutsche Reich zu Grunde gegangen ist, falls sie bei dem katholischen Theile der deutschen Nation herrschend würden, sofort auch den Keim zu un⸗ heilbarem Siechthum in das eben erbaute Reich verpflanzen würden.“ Ausland. 1784 Oesterreich. Wien. In hiesigen diplo⸗ matischen Kreisen wird eine Verständigung der Großmächte über die Autorisirung der Pforte zur eventuellen Besetzung der Donaufürstenthümer als wahrscheinlich betrachtet. Frankreich. Paris. Die neue Regie rung(Centralcomite) hat Assy zum Präsidenten de facto und Garibaldi zum Ehrenpräsidenten proklamirt. Zu Generälen wurden ernannt: Duval für die Artillerie, Henry für die Infan⸗ terie, Bergeret für die Cavalerie.— Das„Paris⸗ Journal“ meldet, daß Thiers die Verlegung der Nationalversammlung nach Fontainebleau vorbereite. — 28. März. Die Stadt ist andauernd ruhig.„Cri du peuple“ sagt, die Abstimmung vom Sonntag bedeute die Absetzung der Versailler Versammlung. Das genannte Blatt will keinen General en chef an die Spitze der Nationalgarde gestellt wissen. Die dem Comite ergebenen Na- tionalgarden halten sich in der Defensive. Ein das Centralcomite vertretendes Subcomite hat die Formation von 25 Marschbataillonen an- geordnet. Um 4 Uhr wurde auf dem Platz des Stadthauses die Commune unter Artilleriesalven feierlich proklamitt. Mehrere Maires haben ihre Entlassung gegeben. Einige neugewählte Gemeinde räthe verweigern die Annahme des Mandats. Die Bank von Frankreich hat dem Comite von neuem 500,000 Frs. vorgeschossen. Gestern haben von Versailles abgesandte Soldaten die Schiff⸗ brücke bei Sdvres abgebrochen. — 29. März. Delescluze gab als Mitglied der Commune seine Entlassung, da sich nach der Behauptung seiner Collegen die Functionen eines Mitgliedes der Commune mit denen eines Depu⸗ tirten der Nationalversammlung nicht vereinigen ließen. Tirard gab aus demselben Grunde seine Demisston.— Die Wahl der Offiziere der Na⸗ tionalgarde ist auf den 30. März anberaumt. Die Barrikaden vor dem Stadthaus sind entfernt worden. Schölcher hat seine Entlassung als Commandant der Artillerie der Nalionalgarde gegeben.— Das Comite beschloß, diejenigen Nationalgarden, welche sich dem Comite nicht angeschlossen haben, zu entwaffnen.— General Barral ist zum General en chef der in Versailles befindlichen Truppen ernannt worden. — 29. März, Abends. Die Stadt ist ruhig. Die meisten Barrikaden vor dem Hotel de Ville sind abgetragen. Der Bahnbof der nach Versailles führenden Eisenbahn, sowie die Umgebungen des- selben werden von den Nationalgarden des Comites scharf bewacht. In den Umgebungen des Bahn- hofs von Saint Lazare werden Barrikaden errichtet. In der Provinz herrscht überall Ruhe.“ Versailles, 29. März. Ein Rundschreiben Thiers vom 28. März sagt:„Wie in Lyon, so wird auch in Toulouse die Ordnung rasch und vollständig hergestellt werden. Der neue Präfekt Keratry ist gestern in Toulouse eingezogen, hat die Vertreter der Commune zerstreut und Duportal, den Unterdrücker jener großen Stadt, fortgetrieben. Kaum 500 Mann waren hierzu nothwendig, Dank der Mitwirkung der guten Bürger, welche, ent⸗ rüstet über das ihnen auferlegte Joch, sich erhoben. Der Plan, die großen Städte zu insurgiren, ist also vollständig gescheitert. Die Urheber der Unordnung werden zur Rechenschaft gezogen wer⸗ den, sie haben nur in Marseille, Narbonne und St. Etienne eine Art von Einfluß bewahrt, wo indeß die Commune in den letzten Zügen liegt. Ganz Frankreich ist um die gesetzliche, freigewählte Regierung vereinigt. In Paris herrscht dermalen wesentlich Ruhe, die Wahlen, zu denen ein Theil der Maires sich bequemt hat, sind von den, die Ruhe liebenden Bürgern nicht vollzogen worden; wo sie aber stimmten, haben sie die Mehrheit er- langt. Man wird sehen, was aus diesen sich an⸗ häufenden Ungesetzlichkeiten hervorgehen wird. Die guten Arbeiter wissen, wenn ihnen das Brod nochmals entzogen wird, so verdanken sie es den Adepten der Internationalen, welche die Tyrannen der Arbeit sind, während sie vorgeben, deren Be⸗ freier zu sein. So wissen auch die Ackerbauer, welche wünschen müssen, daß sich der Feind von . andauernd 453 immun * Bersniller „ ill keinen zuenalgarde denten Na. daft. Ein deomitt bat eren an⸗ a Plat des tilleriesalden daben ibre t Gtntinde · Mandats Cenitt von estern haben dit Schiff ue Müglied ich nach der Nontn tinte tints Depu⸗ „ dertinigen Emde seine t der Na⸗ omitt nicht — Genttal in Bersailles l it ruhig. el de Bille 16 Bcrsaillts cbungen des“ det Comitts dts Bahn- ats errichte. dt. Kurd schrtiben 1 Len, e 4 tasch and — Präselt mog 1. Deporlal, sertgentitbel, ihren Gefilden entferne, daß sie, wenn der Feind seinen Aufenthalt unter uns verlängert, es den— selben Ruhestörern verdanken. Frankreich, bereits so unglücklich, verdankt ihnen noch seine letzten Unglücksschläge. Wenn übrigens die Regierung, um so lange als möglich Blutvergießen zu ver⸗ meiden, zögerte, so blieb sie doch durchaus nicht unthätig; die Mittel zur Wiederherstellung der Ordnung sind dadurch nur besser und sccherer vorbereitet.“ — 28. März. Nach dem„Univers“ wird die Regierung don allen conservativen Parteien unterstützt. Thiere soll Dictator bleiben, aber Mae Mahon das Kriegsdepartement erhalten. Broglie würde Minister des Aeußern, Germain der Fi— nanzen, Dufaure der Justiz, Pouyer Arbeitsmi— nister sein. Das Journal„Soir“ sagt Angesichts der Lage der Hauptstadt:„Was der Feind ge— schont, verderben wir selbst! Finis Galliae!“ — 29. März. Die Situation ist im Wesent⸗ lichen unverändert. Paris ist ruhig unter der slrengen Herrschaft des Centralcomites, welches eine Unter Abtheilung zur Aufrechthaltung der Ordnung und zur Verfolgung der Verdächtigen gebildet hat. — Nach Berichten aus Marseille vom 28. Abends war die Situation dieselbe. Die Ruhe dauert fort. Die Behörden sind in Function ge— blieben. Gerüchtweise verlaute“, die Stadt würde in Belagerungszustand erklärt werden. — Ernst sind die Nachrichten aus Algier. Längs der ganzen Südlinie sind die Stämme im Aufstand. Sidi Mocrani, einer der größten Chefs von Constantine und das Haupt der Bewegung, der laut Berichten vom 19. d. angeblich mit 40,000 Mann nur 25 Lieues von Algier stand, ist ein Mann von etwa 45 Jahren, kennt die französischen Zustände sehr gut und ist einer der reichsten Eigenthümer in Algerien. Er gedenkt Kabplien zu insurgiren und man thut alles Mög- liche, um zu verhindern, daß Bu Quaz, das Haupt von Kabylien, mit ihm gemeinschaftliche Sache macht. allen Seiten mit 4 Brigaden und 2 Divisionen umspannt werden. Belgien. Mitglieder der Friedensconferenz wurden vom Zu dem Ende soll Kabplien an Brüssel, 28. März. Die Minister des Aeußern empfangen. Derselbe be— willkommnete sie und drückte seine Befriedigung aus, daß es Belgien vergönnt sei, die Conferenz zu beherbergen. Der Minister führte die Mit- glieder in den Sitzungssaal, wo die Berathung sofort begann. Dieselbe dauerte zwei Stunden und war nur vorbereitend. Die Wahl des Prä— sidenten ist noch nicht etfolgt. Die Verhandlungen sollen unmittelbar beginnen. Großbritannien. London. Die„Times“ enthalten eine Depesche aus Versailles von heute (Dienstag) Morgens, wonach daselbst 40,000 Mann Truppen erwartet werden und die Regierung ei e Armee organisirt, welche innerhalb 10 Tagen gegen Paris rücken soll. Eine große Anzahl aus der Gefangenschaft zurückgekehrter Offiziere boten der Regierung ihre Dienste an und machten sich anheischig, ein Elitecorps zu bilden. Ein Telegramm der„Times“ meldet, daß in Folge einer neuerdings zwischen Frankreich und Deutschland abgeschlossenen Convention die Rückkehr der Kriegsgefangenen wieder beginnt. General v. Fabrice gestattete, mit Vorbehalt der Einwilligung Seitens der Regierung in Berlin, eine Erhöhung der Garnison von Paris auf 80,000 Mann(der Präliminarvertrag erlaubte bekanntlich nur 40,000 Mann Linientruppen). Diese Maßregel erlaubt der Versailler Regierung, genügende Streitkräfte zusammenzuziehen, um den Insurgenten entgegenzutreten. Die Demission des Generals Vinoy ist unbegründet. —„Daily Telegraph“ enthält ein Telegramm aus Versailles, wonach in der Nacht vom 28. zum 29. zwischen den Vorposten der National- garde und den' Regicrungstruppen auf der Straße nach Versailles Schüsse gewechselt worden wären. Die Regierung berieth sich mit den Generälen Ducrot, Leflo, Chanzy und Trochu; dieselben sollen sich für ein angriffsweises Vorgehen gegen Paris ausgesprochen haben. Donaufürstenthümer. Bukarest, 27. Maͤrz. Tell hat das Cultus“, Florescu das Kriegsministerium übernommen. In der heutigen Kammersitzung erhielt das Ministerium in Folge eines Antrages des Deputirten Hevas ein Miß⸗ trauensvotum. — 28. März. Die Kammer ist durch fürst⸗ liches Dekret aufgelöst worden. Das Ministerium, welches seine Entlassung angeboten hatte, bleibt im Amte. Die Stadt ist ruhig. — 29. März. Die Krisis ist auf dem Höhe— punkt. Drohungen und Verhöhnungen gegen die Regierung und den Fürsten Karl sind augemein. In den Hauptstraßen, besonders auf der Podu⸗ mogoschi, patrouillirt das Militär schußfertig. Im Hofe der Residenz ist ein Infanterie-Regiment sowie eine Batterie mit brennenden unten postirt, um nöthigenfalls den Fürsten zu schüen. Es herrscht große Aufregung. Die Läden und Thore der Häuser sind geschlossen. Friedberg. Das herrliche warme Frühlingswetter, dessen wir uns in voriger Woche erfreuten, war von nur kurzer Dauer. Seit Ansang der laufenden Woche haben wir bei empfindlich rauhem Winde, meistens von Osten, auch in der Wetterau recht unfreundliche Witterung gehabt. Wie man von hier aus wahrnehmen kann, sind die Höhen des Vogelsbergs mit vielem Schnee bedeckt. Der so grelle Umschlag der Temperatur kann für die während der warmen Tage rasch vorgeschrittene Vege⸗ tallon nicht günstig sein. Das Thermometer zeigte an mehreren Morgen 2— 30 unter Null. Nauheim. Mit Eröffnung des Kursaals am 1. April beginnen auch die täglichen Concerte der Kurkapelle. Vom gleichen Tage an werden auch Bäder verabreicht, um den aus dem Felde zurückkehrenden kranken Offizieren und Sol⸗ daten schon jetzt die Möglichkeit zu einer Badekur zu geben. Frankfurt. Am 29. März begann die Frankfurter Ostermesse. Ohne deren Eröffnung oder weiteren Verlauf abzuwarten, ist eine große Anzahl Meßfremder bereits wieder von hier abgereist und zwar nur deßbalb, weil die Eisenbahnvderwaltungen ihnen die Süter nicht nach Frankfurt befördert haben. 577 Mein für die diessährige Saison wohlassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Eringerung. Georg Groß. Nicht zu übersehen. 759 Indem ich den geehrten Bewohnern biefiger W und Umgegend mein reichhaltiges Lager in allen Sorten Tannen-, Buchen-, Eichen- und Pappelbohlen ꝛc. ꝛc. in geneigte Erinnerung bringe, empfehle ich mich zu— gleich im Schneien jeder Gattung Baumstaͤmme zu Bohlen, Latten für Garlenzäune jeder beliebigen Größe, Kurzsägen von Brennboiz u. s. w. unter Zucherung reeller und prompter Bedienung. 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Krauch Wiliwe Leber— und Blutwurst 20 kr., Bratwurst 24 kr., Schwarten⸗ magen 2 kr., Cervelatwurst 48 kr., Fleischwurst 24 kr., Schinken 26 ke., Schmalz, ungusgel. 26 kr. ausgel. 28 kr. Mit dem Drucke von Formularien für die Wahl der Mitglieder des evangelischen Kirchenvorstandes beschäftigt, benachrichtigen wir die Herten Geistlichen, daß das zu den Vorarbeiten nöthige Formularpapier zur Aufstellung einer Liste der stimmberechtigten Gemeindeglieder angefertigt und jetzt schon zu haben ist. Die weiter vorbereiteten, bei dem Wahlacte selbst erst erforderlichen Formularien, als: Abstimmungs⸗Liste, Protokoll über die Abstimmung und Stimmzettel(für 2, 4, 6, 8 und 10 Mitglieder) werden Ende nächster Woche zur Versendung kommen können. Wir bitten die Herren Geistlichen um baldgefällige Einsendung ihrer Bestellungen, damit wir den sich ergebenden Bedarf ermessen und für den nöthigen Vorrath sorgen können. Bindernagel 8 Schimpff. Für Rinder, die von katarrhalischen oder entzünd- lichen Affectionen der Lungen, des Halses oder Kehl- kopfes, von Keuchhusten, Krampfhusten etc. ergriffen sind, giebt es nichts Gesseres, als den L. W. Egers' schen Fenchelhonigertract. Dies erhärtet nachstehendes Beugniß eines Ehrenmannes: „Der L. W. Egers'sche Fenchelbonigertract(erfunden und allein fabrieirt von „L. W. Egers in Breslau) bat sich bei meinen Kindern bei starkem Keuchhusten „als vorzügliches Heilmittel bewährt, was ich der Wahrheit gemäß bescheinige und „empfeble denselben allen Mitmenschen auf's Angelegentlichfse. Neu⸗Karmunkau, Kreis Rosenberg O/ S., 24. Februar 1870. 786 A. Seeliger, Königlicher Förster. Man hüte sich vor den vielen Nachpfuschungen und achte besonders darauf, daß jede Flasche des echten L. W. Egers'schen Fenchelhonigextracts, Slegel, Facsimile, sowie die im Glase eingebrannte Firma seines Erfinders und Fabrikanten L. W. Egers in Breslau tragen und gekauft werden muß in seiner alleinigen Niederlage bei Joseph Hoffmann in zriedberg. n Isr 807 ge M. L. Goldmann. Donnerstag und Freitag den 6. und 7. d. M. J. Hirsch. Das Neueste 787 in Damen ⸗Kleiderstoffen, Jaquets in Wolle, Cachemir und Seide sowie Sommer⸗Buckskins in großer Auswahl frisch eingetroffen bri Mayer J. Hirsch. Zur bevorstehenden Aussaat prima Erbsen und Wicken 704 bei J. L. Rappolt. Nieder⸗Wöllstadt den 26. März 1871. 792 Auch hier wurde heute zum Andenken an den 15 und an das frisch errichtete Kaiserthum eine Linde gesetzt. 5 Obgleich mehrere Einwohner sich nicht an der Feier bethetligten, so ist dieselbe dennoch sehr würdig verlaufen. Der Zug, begleitet von Mufik, 10 weiß gekleideten Mädchen Bekränzung für die Lindeträger, bewegte sich durch das Ort auf den allerdings noch spät von dem Bürger⸗ meister zugestandenen Platz, wo die Linde bingesetzt werden sollte. Nachdem der Gesangverein„Die Wacht am Rhein“ gesungen, trat unser Mitbürger Herr Friebrich Weith von hier heraus und bielt eine Rede voll glühenden Patriotismus für das große deutsche Vaterland, eingedenk der tapfern Thaten der Truppen, der ausgezeichneten Organ ssirung und genialen Führung. Er nannte die Linde zu Erinnerung an den glorreichen Frieden und an das neu erstandene Kaiserthum„Katserlinde“ und endete auf das freie, flarke, einige Deutschland und seinen siegenden Kaiser Wilhelm I. ꝛc. Der Eindruck, den diese Rede machte, war ein ausgezeichneter, und Nieder⸗Wöllstadts Bürger werden es nie vergessen, daß er es war, der dem Fest das Siegel aufdrückte. Mehrere Bürger von Nleder⸗Wöllstadt: Geometer Kehres. W. Reibling. J. Becker. Brunellen, sche Zwetschen Wilhelm Bernbeck. Cürki 731 bet Danksagung. 777 Den Herren Dr. Lorenz, Dr. Wagner, Dr. Weckerling, Dr. Schmid, Direktor Schäfer, stud. Grödel, sämmtlichen Pflegern und Pflegerinnen im hiesigen Reservelazareth, sowie besonders der Familie Ermus für ihre liebevolle Privatpflege sage ich hier⸗ mit meinen innigsten Dank. Friedberg den 29. März 1871. Nixdorf. Eine kleine Familienwohnung 800 hat zu vermiethen A. Feiling. Ein Kinderwägelchen 784 fleht zu verkaufen. Bei wem? sagt d. Erped. d. Bl. Geld- Cours. Frankfurt am 30. März 1871. Preussische Kassenscheine. fl. 1 45—17/ Preuss. Friedrichsd'or„ 9 58—59 Pistolen,„5„ 9 44—46 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 55—57 Ducaten.„ 5 36-38 1 al marco.„ 5 3739 20 Franes-Stücke.„ 9 27½—28½ Englische Sovereigns.„ 11 55—57 Russ. Imperiales„ 9 45—47 Dollars in Gold 2 27—28 1 794 Sonntag am 2. April, Nachmittags 3 Uhr, findet im Gasthaus zum weißen Roß zu Assenheim Garten bau⸗ Versammlung stait. Vortrag über Anlage elnes Gartens von Herrn Kunstgärtner Deines. Ipargel-Pflanzen, Ulmer Zjährige, Jacob Herrmann, Samenhandlung. 803 bei 785 Meine Frau, die viele Jahre an Magen- schwäche und Unterleibskrämpfen litt, fand voll⸗ kommene Heilung durch Dr. Müller in Frank⸗ furt a. M., großer Hirschgraben 5, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Heidelberg. erd. Siebert. 795 Vei dem Abschiede von dem mir so lieb gewordenen Bad⸗Nauheim sage ich dem hochverehrten Herrn Medi⸗ einalrath Dr. Erhardt für dessen unermüdliche Thätig⸗ keit und Aufopferung, sowie den verehrten Damen und Wärtern sür ihre liebevolle Pflege, welche die Tage meines Krankseins so sehr zu erleichtern suchten, meinen tuntgsten Dank. Bad⸗Nauheim Kursaal J. N L. Imberg, Unteroffizier der 10. Comp. 8. Westf, Inf⸗ Reg. Nr. 57. OClacé- Handschuhe, Militärhandscehnhe, sowie Rauhleder⸗ und Pil-d'Ecosse⸗Handschuhe 44 bei K. Friedrich neben der Pot. 790 Allen, welche meiner geliebten Frau Julie, geb. Bechtold, das Geleite zur letzten Ruhestätte gaben, sage ich hiermit den herzlichsten Dank. Friedberg. Karl Söllner, pofmetzger. 804 Verwandten, Freunden und Bekannten wid⸗ men wir die schmerzliche Anzeige, daß unsre innigstgelieb te 1 Lin a nach kurzem, aber schwerem Leiden in ihrem 9. Lebensjahre Montag den 27. März, Vormit⸗ tags halb 12 Uhr, dem Herrn entschlasen ist. Allen Denjenigen, welche uns so große Theil⸗ nahme erwiesen und sie zur letzten Ruheftätte geleiteten, sagen wir unsern innigsten Dank. Die trauernde Familie Schleuning. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangtlische Gemeinde. Sonntag Palmarum. Buß und Bettag. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Trümpert. Nachmitiags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Fällt wegen Unwohlseins aus. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Palmsonntag. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Am 1., 2. und 3. April wird das fünfte Gebets⸗ triduum abgehalten. Bei der Schlußseier desselben, Montag den 3. April, Abends 5 Uhr, wird Se. Hochwürden Herr Pfarrer Kempf aus Kost⸗ heim die Predigt halten. Am Gründonnerstag und am heiligen Charfrei⸗ tag ist Morgens ½9 Uhr und Nachmitiags 4 Uhr Gottesdienst. 6 n bas wird das Hochamt Morgens 8 Uhr ge⸗ alten. Beginn des Gottesdienstes an den anderen Wochen⸗ tagen Morgens ½8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 13, Praktischer Rathgeber Nr. 2 und eine Beilage). R Handschuhe tn det Pof. * d, legt ich Fiermit rr, Pefmeßger. lt did⸗ daß nuuste 1 beten , erm- Acalen if. geßt Theil; „ Kabeftätie Dan. t Fami 1 pp ricdberg. 15% Beilage. Oberhessischer Anzeiger. M 39. Oesfentliche Aufforderung. 630 Nachdem die Wittwe des Adam Lortz in Assen⸗ beim unter Zustimmung ihrer Kinder, beziebungeweise deren Vertreter am 7. September 1870 einen Stun- dungevertrag, dessen Einsicht zu nehmen frei steht, mit den bekannten Chirographargläubigern abgeschlossen bat, werden etwaige unbekannte oder in den Vergleichstermin nicht geladene Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen binnen Frist von 4 Wochen anzumelden und etwaige Einwendungen vorzubringen, als sonst diesem Arrange⸗ ment bezüglich der unbevorzugten Glaͤubiger die richter— liche Bestätigung ertbeilt werden wird. Friedberg am 2. März 1871. i Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holzversteigerung. 756 Montag den 3. April kommen in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikten Klentzeschlag, Köhler— schlag und Diezenderg zur Versteigerung: 175 Wellen Buchen⸗Reisholz, 24500„ Eichen- und Birken⸗Relsholz, 4075„ Aspen und Nadel-Retsholz, 185 Stück Birken⸗ und Welden Schippenstiele, 188 Gebund Ginstern. g Die Zusammenkunft findet Morgens 9 Uhr im ODifirikt Klentzeschlag zunächst dem„Nenen Wege“ slatt. Credit bis 1. September 1871. Ockstadt den 25. März 1871 f Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförfter Rumpf. Holzversteigerung. 764 Dienstag den 11. April, Morgens 9 Uhr, kommen im Fürstlichen Thiergarten bei Hungen 5209 Cubikfuß Eichen⸗, gemischte- und Nadelholz⸗ Stämme, darunter eirca 10 bis 12 flarke, die übrigen meistens gering, g 224 Stecken Eichen- Buchen- gemischt Scheit Prügelholz, 48 7 Eichen⸗ desgleichen Stockholz, 520 5 „„ Reiser zum öffentlichen Verkauf. Hungen am 27. Mänz 1871. Fürstliches Rentamt. Demme. ——,* 0 ö 0 Holzversteigerung. 765 Dienstag den 4. April l. J., Morgens 9 Uhr, sollen im Fürsilichen Dornthal bel Wölfersheim 5 Eichen= 117 Cubikfuß, 136 Stecken Eichen gemischt Stochholz, 42—„ Reiser, 261 Schichten gemischte Reiser öffentlich verkauft werden. Hungen den 27. März 1871. Fürstliches Rentamt. Dem me. und — 1 Holzversteigerung. 766 Dienstag den 4. April, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Rothschild'schen Walde„Alten⸗ berg“ öffentlich meistbtetend versteigert werden: 2200 Stück Birken⸗Prügel⸗ und Relsholz⸗Wellen, 5700„ Eichen- gemischte 5 1 2550„ lange Wellen(Faschinen). Letztere eignen sich zu Bohnenstangen, sowie zum Zumachen der Gärten. Okarben din 27. März 1871. Frelherrlicher Revierförster Dilgenrelner. Versteigerung. 801 Nächsten Dienstag den 4. April d. J, Vormittags 9 Uhr, werden in der Behaufung der Christoph Hart⸗ mann III. Wittwe, Aepfelgasse Nr. 150, dahier öffent— lich an den Meistbietenden bersteigert: N 2 trächtige Zugkühe, 1 in bestem Zustande befindlicher Wagen sammt Zugehör, 1 Spitzpflug, 1 Egge, 2 Kuh geschirre, eine große Partie Roggen- ꝛc. und Futter- stroh, deu und Grummet, Dickwurz und Kartoffeln, sowie sonflige Haus-, Hof- und Ackergeräthschaften. Bad⸗ Nauheim am 30. März 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauhelm. Schutt. Uuipersal-Magenliqueur 53 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bel Ph. Dan. Kümmich Edicetalla dung. 791 Isaak Jsaak von Nieder-Weilsel hat mit seinen bekannten Gläubigern sich arrangirt, nachdem er seine Insolvenz angezeigt und nachgewiesen hatte. Es werden alle unbekannten Gläubiger desselben zur Anmeldung ihrer Ansprüche bet Meldung Ausschlusses von der Masse im Termin Dienstag den 18. April, Vormittags 8 Uhr, aufgefordert, unter Gestattung der Einsicht des Arran— gements in hiefiger Regtstratur. Butzbach den 27. März 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gllmer, Fresenius, Landrichter. Langerichts⸗Assessor. Holzversteigerung. 797 Donnerstag den 13. April 1871, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Fretherrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselbeck: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 5/ 1 Eichen⸗ 7 28/8„ Buchen⸗Prügelholz, 9„ Eichen- und Birken-Prügelholz, 4„ Aaspen⸗ und Weiden⸗ 1 4„ Blirken⸗Stockbolz, 950 Wellen Buchen⸗Reiserbolz. 7081„ Birken- und Elchen⸗Reiserholz, 1250„ Aopen und Weiden⸗„ 150 Kiefern-Reiserholz, 38 Gebund Ginstern öffentlich melstbietend verstelgert. Die Zusammenkunft u ist im Lobschlag Nr. 21. Friedberg den 30. März 1871. In Auftrag der Freihertlich v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim Heldt. Bekanntmachung. Genehmigung erhalten. Der erste Fahrtag ist auf Montag den 3. April l. J. bestimmt worden. Die Ab⸗ fuhrscheine find bel dem Gemeindeeinnehmer Gröͤninger dahier in Empfang zu nebmen. Ockstadt den 30. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisleret Ockstadt. Gröninger. Holzversteigerung. 780 Dienstag den 4. April, Morgens 10 Uhr anfangend, werden in dem Michelbacher Gemeindewald, in den Disirtkten Eichenhardt, Buchenhardt und Leimenkaut, folgende Holzsortimente öffentlich versteigert: 1) 50 Eichen-Stämme von 2300 Cubikfuß, 2) 8 Klafter Elchen- und Buchenholz, sortirtes Kiefernholz, 3) 33 Klafter Erdflöcke, 4) 80 Stück Fichten-Gerüststangen, 5) 240 desgleichen Hopfenstangen. Anfang Defirikt Leimenkaut mit dem Fichten-Ge⸗ schirrholz. Michelbach, Amt Usingen, den 27. März 1871. Der Bürgermeister Ma ü r e. worunter Bekanntmachung. 781 Der nächste hiesige Vieh- und Krämermarkt findet am 4. April l. J. statt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Reichelsheim den 29. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Reichelsheim, Sch em id. Vergebung von Bauarbeiten. 798 Nachstehende, zur Herstellung der Curgebäude zu Salzhausen ersorverliche Bauarbeiten, bestehend in; ee. Tüncherarbeit 738 36 Schreinerarbeit 192 24 Schlosserarbeit 59— sollen auf dem Soumissiongweg vergeben werden. Lusttragende werden hiermit eingeladen ihre deß⸗ fallsigen Offerten längstens bis zum 11. April l. J., Nachmittags 6 Uhr, auf dem Amtslocal des Unter⸗ zeichneten einzureichen, woselbst auch der Voranschlag und das Vergebungshest offen gelegt ist. Nidda am 29. März 1871. Der Großherzogliche Kreisbaumeister Wetter. Tapetenhandlung. 272 Vollfländig assortirtes Lager von Tapeten zu den billigsten Preisen empfiehlt Bad⸗Nauhelm. Horn. 802 Otie am 27. d. M. im Gemelndewald Ockstadt, sog. Jungerwald, abgehaltene Holzversteigerung hat die Heuss Wen hauf. 799 Donnerstag den 6. k. M., Vormittags 11 Uhr, sollen dahier auf hiesigem Rathhaus circa 80 Centner der Gemeinde gehöriges Heu öffentlich melstbtetend unter den bet der Verfleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Bönstad den 30. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Vönftadt. Geibel. Durchsichtige Glycerinseife! 120 anerkannt befsles Mittel zur Verschönerung der Haut, empftehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10 12 18 kr. . Wilh. Fertsch. Aur Aussaat 775 empfehle alle Sorten Kleesamen, reine Wicken, Erbsen billigst. Bad⸗Naubelm. S. Fröhlich. Tüchtige Weißbindergesellen finden dauernde Beschäftigung. Frankfurt a. M J. F. Schecher, Altgasse Nr. 71. Kohlen der Zechen 712„Sältzer und Neuack“,„RNosenblumen⸗ delle“,„Präsident“,„Roland“,„Friedlicher Nachbar“,„Pluto“, habe ich eben sehr billig in Wagenladungen von 200 Ctr. abzugeben, via MRheinische und Hessische Ludwigs⸗Bahn, die durch Truppen⸗ transporte nicht gestört ist. Frankfurt a. M. C. Wolfg. 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