. dieselbe e Lergestellt rag Keratrys tetarterkg ikntammer 7 9* tine Juter⸗ n ug, daß die tgsehrtnden ger ede delgischer J ben bedaffrun 58 dtulscher Stil den und fas t dutch Belgin i Met 90 1870. Vienstag den 30. August. * 102. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fiedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Saustag. Nr. 42. sub 1. Friedberg den 27. August 1870. 0 Weka n nu 2 Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 10. Juni d. J. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Wer. Mittwoch den 14. September d. J. für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1851 geboren sind; au 152 Donnerstag den 18. September d. J. für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1852 geboren sind; Amtlicher Theil. a ch u m Bekanntmachung die Besteuerung des im Inland erzeugten Rübenzuckers betreffen„ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. nag. Samstag den 17. September d. J. fuͤr diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1839 geboren, sowie für die Angehörigen eines anderen Staates, welche nach§. 20 der Militär-Ersatz⸗Instruction im Groß⸗ herzogthum gestellungspflichtig sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens um 8 Uhr in dem Locale der„Polytechnischen Schule“ dahier. Darmstadt den 20. August 1870. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige Gerlach. Srecker. Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Bar⸗le⸗Duc den 26. August, Nach⸗ mittags 3 Uhr. Die kleine Festung Vitry hat sich gestern früh am 25. August ergeben. 16 Kanonen wurden vorgefunden. Zwei Bataillone Garde⸗Mobile, welche sich verirrt hatten, wurden von unsrer Kavalerie gesprengt. 17 Offiziere, 850 Mann gefangen. Dies⸗ seitiger Verlust Major v. Friesen schwer blessirt, 3 Mann verwundet. v. Podbielsky. Pont à Mousson, 22. Aug. Die Fran- zosen selbst geben ihre Verluste an Verwundeten in der Schlacht bei Gravelotte auf 15,000 Mann an. Dazu kommen noch etwa 5000 Todte; außerdem sind bis heute Morgen aus diesem Treffen ca. 3000 Gefangene hier durchgebracht. Demnach beläuft sich der Gesammtverlust der Franzosen auf ungefähr 23,000 Mann.— Eine Anzahl von kleinen Telegraphenstationen in Deutschland wird vorläufig eingehen, da man im Felde in den eroberten Theilen Frankreichs ca. 100 Telegraphen⸗ beamte bedarf, die hier nothwendiger sind als daheim. Selbstverständlich werden die betreffend en Stationen nach Beendigung des Krieges wieder aufleben. Bar⸗le-Duc, 25. Aug. Das Schießen auf Parlamentäre scheint Kriegsgebrauch bei den Franzosen zu sein. An den constatirten Vorfall reihen sich neue Beispiele. Vor Toul wurde der Parlamentär und der Trompeter erschossen; vor Verdun wurde auf den Parlamentär des General v. Alvensleben, den Rittmeister Stechow, Feuer gegeben.— In Metz liegen, abgesehen von den benachbarten Dörfern, nach französischen Angaben 15,000, nach unserer Berechnung 20,000 fran⸗ zösische Verwundete, unter denen das Lazarethsieber hertscht und der Typhus ausgebrochen ist. — Seit den Siegen bei Metz und der Ein- schließung der Franzosen in der dortigen Stellung sind die zu der letzteren nicht erforderlichen Truppen in raschem, ununterbrochenen Vorrücken. Chalons ist von denselben besetzt. Die Letzten stehen bereits zwischen dort und Epernah. Das königliche Hauptquartier befindet sich in Bar le- Duc.— Plänkler der kronprinzlichen Armee streifen bereits nach offizieller Berliner Nachricht zwischen Chalons und Epernay; der„Mainzer Anzeiger“ theilt sogar nach Telegrammen, die in Mainz eintrafen, mit, die ersten preußischen Dragoner(5. rhein., Mainz Frankfurt) seien schon am 24. August Nachmittags in Epernay eingerückt. Die neue (vierte) Armee, die jetzt gleichfalls zum 1 J auf Paris gebildet ist und unter dem Oberbefehl des sächsischen Kronprinzen steht, scheint in nörd⸗ licher Richtung vorzugehen, wie die Pariser Mel⸗ dependance belge“ befand sich in Etain, einer Stadt in der Nähe von Verdun, als ein Trupp von fünfzehn preußischen Ulanen einritt, als⸗ bald Besitz von der Stadt ergriff und Niemand mehr hinausließ. Der Unteroffizier stieg vor dem Telegraphenbüreau vom Pferde, der Tele⸗ dungen von feindlichen Streifzügen bei Varennes graphist wollte schnell den Apparat demontiren, und Stenap, nördlich von Verdun, andeuten. Chalons. Das Lager ist von den Fran⸗ wurde aber vom Unteroffizier verhindert, der alsbald den Platz des Telegraphisten einnahm zosen nicht allein geräunt, sondern auch aus⸗ und die von Verdun einlaufenden franzoͤsischen gebrannt. der am 19. von Chalons aufgebrochen war, die Armee Bazaine's aufzusuchen, aber sie nicht finden konnte und deßhalb nach Chalons zurück- kehrte, kam am 21. gegen 6 Uhr Nachmittags im Lager an. Er fand die Zelte noch stehen, aber überall Todesschweigen und Verwüstung. Die von den Soldaten früher errichteten Statuen und Monumente waren 1 der Boden mit Trümmern aller Art bedeckt, denn die Soldaten hatten bei dem beschleunigten Abzuge ihre Tornister leichter gemacht: überall lagen Schuhe, Hemden, Gamaschen, Bürsten, Cigarrenbüchsen u. s. w. vor den Zelten, überall zeigten sich die Spuren der Eile und der Ent⸗ muthigung. Die Truppen hatten das Lager des Morgens 8 Uhr mit einem Gefolge von 4000 Bagagewagen verlassen. Es war fast Nacht als der Berichterstatter sich auf den Weg machte, um der Armee zu solgen. Plötzlich gegen 8¼ Uhr erblickte er auf einem Hügel, der die Ebene beherrscht, eine Feuersbrunst, die bald hoch über die Waldungen aufflammte— das ganze Lager stand in Flammen. Schon am Tage vorher war den Telegraphenbeamten und mehreren im Dienste des Staates befind⸗ lichen Etablissements angezeigt worden, sie möchten schleunigst ihre Habseligkeiten in Sicher— heit bringen, so daß der Befehl, das Lager anzustecken, außer Zweifel steht. — Nach einem in Chalons erscheinenden Blatte wurde diese Stadt, wie früher Nancy, durch vier preußische Husaren, eingenommen; einer von ihnen ritt ein, gemüthlich seine Pfeife rauchend. Als der Trupp auf dem Marktplatz hielt, sammelte sich eine große Menschenmenge, welche auf die französische Cavaleriedivision schimpfte, die eben fortgeritten sei und sie im Stiche gelassen hatte. machte eine drohende Geberde gegen einen Husaren, der Husar wandte seine Pistole gegen den Droher, worauf die ganze Masse aus— einanderstäubte. Ein Correspondent der„In— Ein Berichterstatter des„Monde“, militärischen Nachrichten abnahm. Einer aus der Menge Nachts sehr Die Be⸗ völkerung der Stadt hatte sich staunend auf der Straße versammelt. Plötzlich stockte der Apparat, ein auf Kundschaft geschickter Ulan hat vermuthlich in uübergroßem Eifer den Drath abgeschnitten. Wenn ich den Kerl hätte, ruft der Unteroffizier zornig aus, ich würde ihn füstliren lassen. Der Bürgermeister des Ortes war mit Kaffee requirirt worden und wartete eigenhändig den Ulanen auf. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben, schreibt der Correspondent; vier Spitzbuben könnten, nach ihm, jetzt ein Ver⸗ mögen machen, sie brauchten nur in Ulanen⸗ uniform in Frankreich herumzureiten und zu requiriren. Die inneren Verhältnisse werden immer trostloser, bereits beginnt in mehreren Departements die sogenannte Jaquerin, der Krieg gegen die Besitzenden und Freisinnigen, ihr Haupt zu erheben. Den Republikanern, Legitimisten und Orleanisten wirft die wüthende Menge vor, sie hätten das Land verrathen und schickten ihr Geld nach Preußen. Es stehen in dieser Richtung furchtbare Vorgänge in Aussicht, das Landvolk ist fanatisirt und wird an ihm von bonapartistischen Agenten noch gehetzt. Der Abgeordnete Graf Estourmel, der in seinem Wahlkreise von Absetzen des Kaisers sprach, wurde von den wüthenden Bauern gebunden und hatte schon den Strick am Halse, mit dem man ihn aufknüpfen wollte, als ihn Mobilgardisten befreiten.. Vor Straßburg, 25. August. Gestern Mittag Brand in Straßburg. Gleich darauf Brand in Kehl, der großen Umfang annahm. Abende Brand beim Zollhause von Straßburg. Nachts von 8 Uhr an bis heute früh surchtbares Bombardement. Feuermeer in Kehl. Um 2 Uhr bedeutender Brand in Straßburg. Diesen Vormittag rubig. Heute Nacht soll das Bombardement bedeutend verstärkt werden. Citadelle von Straßburg in Folge der Beschießung aus- gebrannt, Arsenal zerstört. 26. Aug., Morgens. . 1 ———————— Diese Nacht Brand in Kehl Dorf und Stadt. Kehler Bahnhof abgebrannt. Wäbrend der Nacht große Brände in Straßburg; von 4 Uhr an Kanonade schwach. Vor Straßburg, 27. Aug. Beschießung gestern Mittag mit großer Energie wieder auf⸗ genommen. Ganzen Mittag Brand in Straß⸗ durg. Um Mitternacht ganze Gegend vom Brande erhellt. Morgens 3 Uhr zeigen große Feuergarben an mehreren Stellen den Fort⸗ schritt des Brandes. Beschießung ununterbrochen fortgesetzt. Morgens 5 Uhr sieht man krotz eingetretener Tageshelle auf zweistündige Ent⸗ fernung die Flamme. Mehrere Verwundete, worunter 2 badische Hauptleute, eingebracht. Kehl. In Folge der völkerrechtswidrigen Beschießung unserer offenen unbefestigten Stadt war auf den 23. Abends 8 Uhr, da die Batterien nun fast alle fertig waren, ein Bombardement auf die Festung Straßburg anbefohlen. Mit dem Schlage 8 Uhr begann das Feuer rings um die Fistung. Der Erdboden dröhnte, es war meilen⸗ weit durch die Nacht vernehmlich, und nicht lange dauerte es, so loderte in Straßburg ein Feuer nach dem andern auf. Es war ein furchtbar schönes Schauspiel. Von den mächtigen Flammen hell beleuchtet, trat der altehrwürdige Münster majestätisch aus dem Dunkel der Nacht hervor; in weiten, hohen Bogen flogen die Bomben un— aufhörlich, einen Feuerstreifen zurücklassend, durch die schwarze Luft und krachend fielen sie in die Stadt. Von der Festung aus wurde unser Feuer, welches immer stärker wurde und die Luft erzittern machte nur schwach erwiedert, dagegen war das Hülferufen und Sturmläuten von der Stadt her weit vernehmbar. Hessen. Darmstadt. Die von der Firma J. Hilß in Eberstadt ausgesetzte Prämie von 100 fl. für das erste von einem Soldaten unserer Division hierher eingelieferte Chassepotgewehr wurde an den im Darmstädter Reservelazareth als schwer verwundet liegenden Corporal Ludwig Horn aus Nackenheim, Kreis Oppenheim, lt. Quittung aus- bezahlt. Das Gewehr wurde am 18. d. bei Verneville erobert. — Major Gerlach vom 4. Ersatz-Bataillon wurde zum Commandeur des 1. Jäger- Bataillons, Hauptmann Stock zum Major und Commandeur des 4. Ersatz⸗Bataillons und Hauptmann Ramstädter zum Major des 1. Bataillons 2. Infanterie-Regiments ernannt. § Friedberg, 29. Aug. Am 27. d. M. trat die zweite Kammer zur Berathung des Ge— setzesentwurfs über die Darlehnskassen zusammen. Die Abgg. Bamberger, Dumont, Wernher und Kraft bekämpften denselben aufs Schärfste, theils weil sie das Bedürfniß zu einer solchen Aus nahmsmaßregel nicht anerkannten, theils weil sie das ganze Institut für unpraktisch und die Aus gabe neuen Papiergeldes für gefährlich hielten. Der Ministerpräsident v. Dalwigk, die Abgg. Edinger, Fink, Volhard, Kempff und K. J. Hofmann traten dagegen mit großer Wärme für den Gesetzesentwurf ein und stützten sich hiebei auf eutsprechende Erklärungen des Handels und Gewerbestandes zu Offenbach, Mainz, Darmstadt und Worms. Daß übrigens nicht bloß Handel und Gewerbe von den fraglichen Kassen profitiren werden, bewies eine Eingabe der Sparkasse zu Mainz, welche ein Darlehn von 200,000 fl.(gegen Cession von Hypotheken) ver⸗ langt. Der Gesetzesentwurf wurde hierauf mit allen gegen 8 Stimmen(abgesehen von der Ab— stimmung über einzelne Artikel) angenommen und die Summe der auszugebenden Kassenscheine auf 1,500,000 fl. gesetzt. Dem Vernehmen nach wird nur in Darmstact eine Hauptkasse und in Offenbach, Mainz, Worms, vielleicht auch Bingen eine Agentur errichtet.— Der zweite Gegenstand der Berathung war die Erle— digung des Lehrerpensionsgesetzes. Auf drin— gende Empfehlung von Metz, Kritzler und Curtman werden die Differenzpunkte zwischen erster und zweiter Kammer fallen gelassen, und steht die Publikation und Inkraftsetzung des Ge⸗ setzes in nächster Aus icht. * Friedberg, 29. Aug. Des Großherzogs K. H. war vorgestern wiederum längere 1 in dem hiesigen Lazarethe anwesend und unterhielt sich aufs Wohlwollendste und Freundlichste mit den einzelnen Verwundeten. Gestern begab sich derselbe nach Nauheim, besuchte dort gleichfalls die Lazarethe und stattete sodann der zur Pflege ihres schwer verwundeten Sohnes daselbst weilenden Gräfin Bismarck einen Besuch ab. Heute begab sich S. K. H. nach Niederweisel und Butz⸗ bach, um auch die dort befindlichen Verwundeten mit einem Besuche zu beehren und Einsicht von den dortigen Lazaretheinrichtungen zu nehmen. * Friedberg. Bei einem dieser Tage dahier eingetroffenen Transporte französischer Gefangenen zeigte sich ein Theil derselben schon auf der Fahrt von Frankfurt hierher so widerspenstig und auf— lehnend, daß die Eskorte durch Jäger des hiesigen Bataillons verstärkt werden mußte. In Gießen angekommen, machte der Unteroffizier der Eskorte dem dortigen Etappenkommissär die betreffende Meldung mit dem Bemerken, die Mehrzahl der Gefangenen sei mit Messern bewaffnet. Der Etappenmajor v. Randow verlangte die augen- blickliche Auslieferung der Messer und so kamen denn nicht ohne einiges Sträuben etwa 20 Taschenmesser zum Vorschein, die von der Com- mandantur zurückbehalten wurden. Auf die Frage, wie die Messer in die Hände der entwaffneten Gefangenen gekommen seien, erwiderten die Turkos⸗ Unteroffiziere: ihre eigenen Messer seien ihnen bei der Gefangennahme abgenommen worden, aber im Lazareth in Frankfurt habe die Baronesse R. ihnen neue gegeben. Man erwartet eine strenge Unter- suchung dieser Angelegenheit, welche die in se vielen Beziehungen schon beanstandete Thätigkeit unserer vornehmen Damen für die Bedürfnisse und Pflege der gefangenen und verwundeten Feinde aufs Schärfste zu Überwachen mahnt. Gießen. Als ein weiteres, nicht, un⸗ wichtiges Zeugniß für die von der„Kölnischen Zeitung in Aussicht gestellte Untersuchung über die Plünderung in Remilly darf, zur Reinigung des 2. großh. hessischen Infanterie Regiments, folgender Brief eines Einjährigen gelten, zu dessen Veröffentlichung dessen hoch⸗ achtbarer Vater die Ermächtigung gegeben hat: „Von Forbach ging unser Marsch unter ab— wechselnden Regen nach Kammern(la Chambre), von da den folgenden Tag nach Fletringen (Flétrange), von welchem Orte aus wir am 25. nach Remilly bei Metz marschirt sind.“— —„Hier in Remilly, welches ein Sommer⸗ aufenthalt für reiche Metzer zu sein scheint, liegen wir in einem Hause, welches wir in einem unbeschreiblichen Zustande vorfanden. Einer reichen Familie angehörend, fanden wir Alles erbrochen und umhergestreut, den Keller geplündert und überall Spuren eines wüsten Gelages. Doch faud sich eine genügende An⸗ zahl guter Betten, und nach einigem Aufräumen haben wir uns comfortable, beinahe elegant, einlogirt, jedoch nicht, ohne vorher von dem Zustande Anzeige zu machen, in dem wir das Haus fanden.“ Offenbar eine ganz unbefangene, ohne alle Tendenz gegebene Nachricht. Mainz. Die widerliche Erscheinung der Schlachtfelddiebe, von denen in den letzten Tagen wieder eine Anzahl hier mit Sack und Pack an⸗ kamen, wiederholt sich noch immer, obschon die Feldjustiz in der letzten Zeit energischer geworden ist. Nach übereinstimmenden Angaben einiger Augenzeugen baumelten in den letzten Tagen an den Wegen durch einen Wald bei Metz die Leichen von nicht weniger als 15 solcher Ver⸗ worfenen. Preußen. Berlin. Die Gesammtkopf⸗ zahl der jetzt nach vollständig abgeschlossener Mobilmachung feldbereiten deutschen Armeen be— läuft sich auf 1,500,000 Köpfe. — Vor vem Kriegsgerichte in Paris stand der Spionage angeschuldigt ein angeblich früherer preußischer Lieutenant Karl Hardt vom 64. Inf.⸗Regt., den man in Orleans festgenommen. Derselbe ist nach Pariser Berichten 1 de verurtheilt und bereits füsilirt worden. 9 ist nun von hieraus festgestellt, daß es im genannten Regiment nie einen Lieutenant dieses Namens gegeben habe. Man hat es höchst wahrscheinlich hier nur mit einem französischen Humbug — Der„Staatsanzeiger“ schreibt: Das ge Hauptquartier wird jetzt bereits in St. Dizier (Champagne) sein. Der„Staatsanzeiger“ con- statirt neue Beläge von Verletzungen der Genfer Convention. Am 18. August wurde bei Grave; lotte fortgesetzt auf das Sanitätspersonal des ersten pommer' schen Grenadierregiments geschossen, so daß die Rückwärtsverlegung der Verbandstelle nöthig wurde, nachdem ein Oberstabsarzt und drei Hülfskrankenträger verwundet worden waren. Der„Kreuzzeitung“ zufolge ist die Bildung neuer Reservetruppen angeordnet, am Rhein unter dem Großherzog von Mecklenburg, bei Berlin unter Canstein und bei Glogau unter Löwenfeld. Frankfurt. Der Veren zur Verpflegung Verwundeter auf dem Schlachtfelde entwickelt eine erstaunliche und rühmliche Thätigkeit. 20 Waggons sind von dem Verein schon abgeschickt worden, worin sich 600 Betten, Tausende von Flaschen mit Selterser Wasser und Wein, 100,000 Cigarren, mehrere hundert Paar warme Schuhe, Verband— zeug und eine Menge von chirurgischen Instru⸗ menten befanden. a Bayern. München. Aus der Augs⸗ burger Kanonengießerei ist in den letzten Wochen eine größere Anzahl von Mitrailleusen hervor- gegangen. Man hat die Construktion derselben durch die Vergrößerung des Streukegels insofern zu verbessern gesucht, daß die Geschosse nun eine weniger gleichmäßige Flugbahn nehmen. Es ist wahrscheinlich, daß diese fürchterlichen Mord⸗ maschinen noch in dem gegenwärtigen Kriege gegen die Franzosen ihre Probe zu bestehen haben. Baden, Karlsruhe. Die„K. Z.“ schreibt: Die traurige Aufgabe, von französischen Barbareien zu berichten, ist leider nicht beendigt. Während vom Kriegsschauplatze in Lothringen fast jeder Tag empörende Meldungen über die gefühllose Verhärtung gegen alle Pflichten der Menschlichkeit bringt, mit der Franzosen auf unsere Verwundete und Verbandplätze schießen, erfahren wir aus Straßburg von einem Vorgange, dem wir gern unsern Glauben versagen möchten. Heute vor acht Tagen wurden mehrere deutsche Arbeiter aus Straßburg ausgewiesen. Dieselben haben bei ihrer amtlichen Vernehmung übereinstimmend ausgesagt, daß am Mittwoch den 17. d. ein Turko mit dem abgeschnittenen Kopfe eines schönen Mannes, an ⸗ geblich eines deutschen Offiziers, unter dem Jubel einer entmenschten Menge, darunter namentlich zahlreiche französische Soldaten, durch die Straßen gezogen und für seine scheußliche That als Held gefeiert worden sei. Wir möchten, wie gesagt, eine solche Scheußlichkeit gern in das Reich der Fabeln verweisen, aber die übereinstimmenden, in zahlreiche Details eingehenden Aussagen von 6 bis 8 Zeugen lassen kaum einen Zweifel zu, und nach Allem, was wir schon von der französischen Civilisation haben erleben müssen, erscheint ja fast nichts mehr unglaublich. Wie tief muß eine Stadt, welche einst ein stolzer Sitz deutscher Cultur war, unter französischer Herrschaft gesunken sein, wenn auch nur ein Theil ihrer Bevölkerung afrikanischer Wildheit zujauchzen kann! Schweiz. Bern. Der„Bund“ schreibt: „Mit der Schlacht vom 18. August westlich von Metz haben die blutigen Kämpfe an der Mosel einen vorläufigen Abschluß gefunden. Der Kern der französischen Wehrkraft ist durch mehrere blutige Schlachten, welche sowohl für die geniale Leitung der deutschen Truppen, als die Tapferkeit dieser selbst ein günstiges Zeugniß ablegen, an einer weiteren, für den Gang des Krieges ent⸗ scheidenden Action verhindert. Man ist nun in der Lage, das strategische Ergebniß dieser ge— waltigen kriegerischen Operationen in ihrem Zu— sammenhang zu beurtheilen; es geht aus einer solchen Betrachtung hervor, wie fein der Kriegs plan der Deutschen angelegt und durchgeführt worden, während der Plan der Franzosen schon tadt den Flasch. 180000 8 1 Agar de. Res, de, Verband dus der Aug den litten Mech dulleusen hetzt Mon dercn tulegels irsoim Seschesse nun fl ht., i t erlichen Nen, rigen Kriegt an reden deln dit„K. 3 — . dringen fal jten . Air chen Sigi n Banu gusüblbosi der Nenschlichtti Alert Berwundte mit den ersten Schlachten am Rhein und an der Saar durchbrochen wa.“ — Man will bestimmt wissen, daß die Prin- zessin Clotilde, die Frau des Prinzen Napoleon, vor einigen Tagen mit Sack und Pack in Prangis, dem auf Schweizer Boden unfern Genf gelegenen Landgut des Letzteren, angelangt ist. Das Gepäck, welches alle Kostbarkeiten der Familie enthielt, soll einen ganzen Eisenbahnzug angefüllt haben. Frankreich. Paris, 27. August. Der Minister des Junern theilt folgende Nachrichten vom Kriegsschauplatz mit, die er jedoch nur unter Reserve geben zu können erklärt: Die feindliche Cavalerie sei in Arcis sur Aube ssignalisirt. Ein Detachement Ulanen hätte den Bahnhof von Epernay angegriffen, während eine andere Abtheilung in die Stadt gedrungen wäre. Die Mobilgarde soll Widerstand ge— lleistet haben. Starke Artillerie- und Cavalerie⸗ scolonen sind in Chalons eingerückt. — Der Erlaß Trochu's über die Befugniß der Regierung hat einen bedeutenden Eindruck auf die Bevölkerung gemacht. Belgien. Brüssel. Die„Indepen⸗ dance“ erklärt, es sei unrichtig, daß sich ein zahlreiches französisches Corps in Montmédy befände, bis am 24. Morgens sei kein solches dort gewesen. Die Preußen zerstörten die Ardennenbahn bis Carignan. Bei Longuion äst die Bahn von den Franzosen unterminirt. Italien. Florenz, 27. August. Im Ministerrathe ist beschlossen worden, Rom zu wecupiren. Die Schwierigkeiten des politischen Anstoßes bei den Mächten sollen geordnet sein. Den diplomatischen Formalitäten wurde Ge— nüge gethan. Der Einmarsch soll sofort er⸗ folgen. in e rhielt den ftrag, in Wien unter Anderem den dießfälligen t⸗ schluß Italiens zu notificiren. Aerzte und Ambulanzen werden dem General Cadorna eiligst nachgeschickt— ein Beweis, daß man sich auf einen Kampf mit den päpstlichen rubpen, gesag macht. Hungen. Dem„H. V.“ wird von hier geschrieben: Ein schweres Unglück ist über eine hiesige Familie herein⸗ gebrochen. Am 18. d. Mts, starb der Lieutenant Hun⸗ singer von hier, welcher sich schon im Jahre 1866 so aus⸗ gezeichnet hatte, daß er decorirt wurde, bei Remilly den Heldentod für's Vaterland, und am 24. wurde auch bessen Vater, der Großherzogliche Steuercommissär und Landtags⸗ abgeordnete, welchen der Tod des geliebten Sohnes furcht⸗ bar angegriffen hatte, in ein besseres Jenseits abgerufen. Darmstadt. Die„H. V.“ bringen folgende Notiz: „Die Welt ist ein Theater“. Diese Worte liest man auf der kupfernen Kugel der Windsahne eines Schlosses bei Wörth mit der Jahreszahl 1758 und der weiteren In⸗ schrift:„Herr des Hauses und des Landes ist der Erbprinz Ludwig von Hessen-Darmstabt, 39 Jahre alt. Gott ere halte ihn lang! Die Welt ist ein Theater; in hundert Jahren längstens wird es sein, als ob wir nie dagewesen wären.“ Bingen. jahren noch nicht entwachsene Personen wurden hiet ein— gebracht, welche aus Berlin und Sachsen bereits bis zur französischen Grenze mit der Armee sich durchgeschmuggelt batten. Sie wurden von hier aus nach ihrer Heimath dirigirt. Ungefähr 30 größtentheils den Kuabeng Erfri schung der durchpassirenden zen und zurückkommen den erwun deten und che 5 en im hiesigen Bahnhofe. Siebente Liste er Gaben aus hiesiger Stadt und egend: „an Naturalien? 30 adh A wein(von eee 1 52 Flaschen Wein(12 von orstabt), aa ilch, 5 Pfund Fleisch, 136 Wecke, 227 Lalbe Gtod(50 von diebe 9 ebe Wale hausen, 51 von Weckesheim, 57 von Görbelheimer Mühle), 29 Pfund Dörrobst, Kaffek. Butter, 701 Eiet(60 von Nieder⸗Florstabt, 641 von Bruchenbrücken). b) an Geld: an kleineren Gaben von hier und Um⸗ gegend sowie im Bahnhof eingegangen 24 fl. 19 kr., dazu von voriger Liste 1 fl. 11 kr., zusammen 1471 fl. 30 kr. Berichtigung: Bei Aufführung der Gaben in Nr. 96 des Anzeigers wurde vergessen von Stammheim 116 Laib Brod, 570 Eier, 46 Pfund Fleisch ꝛc. anzu⸗ führen. Die in Nr. 96 angeführten Laibe Brod ꝛc. sind eine zweite Gabe von Stammheim. b Vom Krtegsschauplatz erhalten wir Nachricht, daß es an Stroh zur Bettung der Verwundeten fehle, die Leute liegen auf halbver- faultem Stroh. Wir haben deßhalb bereits verschiedene Gemeinden zur Ueberlassung von Stroh veranlaßt und werden wir schon morgen Sen⸗ dungen erbalten. Heute bereits haben wir von Reichelsheim 3 Fuder 40 Gebund aufzu⸗ führen. Rasche eferung von Stroh thut noth! Friedberg den 29. August 1870. Das Comité für die Erfrischung der durchpassirenden Krieger. hoch, abgegeben werden. Im Lazareth sind Hausschuhe und Pantoffel jeder Art, auch warme, sehr nöthig und können solche im Depot bei Herrn Hertlein, eine Stiege Ediceta lla dung. 2003 Am 14. Juni J. J. ftarb dahier die ledige Mag; dalena Henctette Wüstenfeld mit Zurücklassung zines Testamentes. Alle Diejenigen, welche an den Nachlaß Erb⸗ oder sonstige Ansprüche oder Forderungen gu bilden haben, werden aufgefordert, solche binnen längstens 6 Wochen geltend zu machen, als sonst das Teftament in Vollzug gesetzt werden wird. Friedberg den 29. Juli 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 2058 Philipp Emmel III. von Wohnbach kann nach vem Ergebnisse einer stattgebabten Sachuntersuchung einem Vermögen nicht selbstständig vorstehen, weßhalb er sich unter Curatel gestellt hat. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man, daß alle mit demselben ohne Zustimmung einer Curatoren, Heinrich Rahn IV. und 30 bh. Bommersbeim von Wohndach, abgeschlossen werden⸗ en Rechtsgeschäfte unverbindlich find. dungen den 18. August 1870, 0 Großherzogliches Landgericht Hungen Dr. I Pilger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor Güter⸗Versteigerung. 5086 Mittwoch den 12. October d. J., Vormittags 1 Uhr, soll im hiesigen Rathhause das Grundfsfück Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 11. 145. 76. Acker im Lachenfeld, ffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 27. August 1870. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Sau cs r. Grummetgras-Versteigerung. 1085 Mittwoch den 31. d. M., Mittags 1 Uhr, soll las der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras fe lich versteigert werden. N Ib den 28. Auguft 1870. Großherzogliche 1 Ossenheim a* Orgel⸗Versteigerung. 7981 Eine in ber Kirche zu Nieder-Florstadt zum Gebrauch noch dieyliche Orgel soll wegen Anschaffung uner größeren Orgel Mitwoch den 14. September l. J., Normittags 10 Uhr, meifibtetend versteigert werden. (änsichtanahme kann jeden Tag statifinden. Nleder⸗glorstadt am 26. August 1870. Für den Klrchenvorstand: Wagner, Bürgermeister. 200 Fahnen! Illuminatious⸗Sachen! Bonner Fahnenfabrik. Bonn. Grummetgras⸗ Versteigerungen. 2083 Das 187er Grummetgras von den Großherzoglichen Domantalwiesen des Rentamts Nidda kommt unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in * folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung. .—[1— 8 Große f der Versteigerungstermin. 4 Gemarkung. Wiesen. steig 0 Ort d. Zusammenkunft. 1.— Morgen. 1 Berstadt 24 Samstag den 3. September, Ober⸗Weldwiese. Nachmittags 1 Uhr, 0 Salzhausen 15 Montag den 5. September, Am Gesundbrunnen. 2 Vormittags 10 Uhr, ö Unter ⸗ Schmitten 5 Montag den 5. September, Bruchmühle. Nachmittags 2 Uhr, Dingenheim 40 Dienstag den 6. Seplember, Brühlwiese. 3 ö Vormittags 10 Uhr, ö Heuchelheim 9 Dienstag den 6. September, Im Ried. Vormittags 11 Uhr, 1 Lis berg 89 Mittwoch den 7. September, Am Schießplatz. Vormittags 11 Uhr, Blofeld 30 Donnerstag den 8. September, J Brühlwiese. 3 Vormittags 10 Ubr, Leidhecken 8 Donnerstag den 8. September, J Sauerbrunnen. Nachmittags 4 Ubr, Getienau 5 Samstag den 10. September, Große Karbische Wiese. 6 Nachmittags 4 Uhr, Bisses 4 Samstag den 10. September, Kinds wiese. Nachmittags 5 Uhr, 7 1 Nidda 85 Montag den 12. September, Serwiese. Vormittage 10 Uhr, 8 Ech zell 87 Dienstag den 13. September, Echzeller Teich. Vormittags 10 Uhr, 8 Zu Nidda wird vor dem Beginn der Grummetgras-Versteigerung die Obsterndte von den auf der wlese befindlichen Aepfel- und Zwetschenbäumen verstelgert. Bingenheim im August 1870. Gloßberzogliches Rentamt Nidda Wecker. Möbel- Versteigerung. 2082 Nächsten Donnerstag den 1. Seplenber d. J. von Morgens 9 Uhr ab, werden sämmtliche zum Nach- laß des Forstwarts Christoph Schäfer hier gehörige Mobilien, namentlich Weißzeug, Bettwerk, Kleidungs— stücke, Ladeneinrichtung, Möbel, Hausrath und Holzwerk öffentlich an den Meiftbletenden gegen Baarzahlung ver— steigert. Bad⸗ Nauheim am 26. August 1870. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim Schutt. Für Laudwirthe oder Händler. 2084 Ein Fabrikgeschäft in Frankfurt a. 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M. 2 2* 5 2 85 8 8. —— 2 5 2 8 5 g S 5. 88 — Die Nr. 18, die neueste 5 7 Kriegsnummer, enthält: S8 880 8 2 Der bairische Mobillsator. Mlt dem Porträt des Krlegs⸗ mintsters v. Prarkh.— Der Marsch nach Hause. Eine Soldatengeschichte aus alter Zett. Von Wilhelm Raabe. — Skizzen vom Kriegsschauplatz. Von unserem Bericht⸗ erstatter Georg Hiltl. I. Aus dem Marschquartier Land⸗ stuhl. Mit einer Zeichnung: Transport gefangener Turkos.— Eine prophetische Stunde bei Bismarck. Von Hans Blum.— Die Tage von Saarbrücken. I. Aus den Briefen unseres Speclalartisten W. Friedrich. Mit vier Zeichnungen: I. Vorposten bet Saarbrücken. II. Ver⸗ wundete am Abend des 6. Auguff. III. Zwei durch die Brust geschossene Franzosen am 7. August früh. IV, Kürassiere.— Kriegsbilder. Von Jultus v. Wickede. II. Ein Tag in Weißenburg.— Die erste Sieges⸗ nachricht in Mainz. Zu dem Bilde: General Moltke, den Soldaten vom Weißenburger Siege erzählend.— Ein Brief vom Schlachtfelde.— Für die Brüder. Gedicht von G. Hesekiel. Preis pro Nummer 9 kr. Zu Bestellungen empfehlen sich! Bindernagel Schimpff in Friedberg und Nauheim. 1813-1870 57 Deut sche Kriegs-& Vaterlandslieder. Den deutschen Heeren gewirmet. Zum Besten der Santtätsvereine. Preis 6 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauhelm. 1* — Versteigerungs⸗Anzeige. 2079 Freitag den 2. September, Vormittags 10 Uhr, läßt Unterzeichnete in ihrer Wohnung ein vollständiges Schreiner werkzeug nebß Kloppsäge, zwei Hobelbänke und eine Jalonsiepresse, sowie ein vollständiges Seiler⸗ handwerkszeug nebst zwei Hecheln und eine Spinn⸗ maschine und sonst noch allerlei Pausgeräthschaften meist⸗ bietend gegen gleich beare Zahlung versteigern. Ech zell den 24. August 1870. Joh. Müller Wittwe. 2060 Bezugnebmend auf den vielseitig ausgesprochenen und in Nr. 101 dieses Blattes enthaltenen Wunsch, die Herren Geistlichen zu ersuchen, die sett Ausbruch des Krieges gehaltenen Predigten im Druck erscheinen zu lassen, erlauben wir ung, darauf aufmerksam zu machen, daß bereits eine solche Predigt, die Herr Benc⸗ sictat Kurz zu Ockfadt zu Anfang dieses Krleges ge— halten, im Druck erschtenen ist.— Dteselbe ist bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim zu haben. Preis 6 kr. Der Erlss ist zum Besten der verwundeten Krieger bestimmt. Mehrere Bürger in Ockstadt. I. Preismedaille Amsterdam.] Pilsen. 1 1869. 1869. i 1869. 2 7*— 2 Liebe's-Liebig Nahrungsmittel in„löslicher“ Form: Vacuum Präparat des Apotb. u. Chem. J. Paul Liebe in Dresden.* 1368 Ersatzmittel für Muttermilch, Nabrungs⸗ mittel für Blutarme, Reconvalescenten, Magen⸗ leidende, Sieche ꝛc. Flaschen 3 Pfd. 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Zweite Sorte 4 8 16 kr. ** 1.„„ 2**—— „* 1* 45* 1* 1 1 4„ 0 15 5 En Für Butz bach: Erste Sorte 4 1 18 kr.] Zweite Sorte 4 2 16 kr.— Laue e, e eee Tee 19 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.— 13. Sept Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: an Ochsenfleisch pr. 8 20 kr. Schweinefleisch pr. J 19 kr Kuhfleisch, gem. 17„ Kammstück 20 Rindfleisch, gem. 17„ JLeber⸗ u. Blutwurst 24„ Hammelfleisch 16„ Bratwurst 26„ N Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28„ die Kalbfleisch 14„ Geräucherter Speck 32„ 11 Keil und Carre—„ Dörrfleisch 26„ Nierenfett 24„Schinken 26 9 Hammelsfett 18„ Schmalz, ausgel. 28 Cor Schmalz, unausgl. 28 Be Ausnahmspreise: Bei J. Hanstein Kuhfleisch 16 kr., der Rindfleisch 16 kr., Nierenfelt 20 kr.— Bei K. Söllner Be Kalbfleisch 15 kr.— Schweinefleisch 18 kr. bei A. Walther, W. Heß, H. Gerth, J. Walz, L. Kreuter, od A. Engel.— Kammstück 18 kr. bei A. Walther, An W. Heß, J. Walz, 19 kr. bei H. Gerth.— Leber⸗ und Blutwurst 20 ke. vei A. Walther, W. Heß, H. Gerth, J. Walz, L. Kreuter.— Bratwurst 24 kr. bei W. Heß, H. Gerth.— Schwartenmagen 24 kr. bei W. Heß, H. Gerth, J. Walz.— Dörrfleisch 24 kr. bel 50 W. Heß, H. Gerth.— Schinken 28 kr. bei J. Wind's sei Wittwe.— Schmalz, ausgel. 30 kr. bei A. Vogt wi Erben, 32 kr. bei L. Kreuter, W. Reuß— Schmalz, unausgel. 26 kr. bei A. Walther, W. Heß, H. Gerth. 10 * a 0 Für Bad⸗Nauheim: N 8 Ochsenfleisch pr. 8 20 kr. Schweinefleisch pr. 8 18 kr N. Kuhfleisch, gem. 16„ Leber- u. Blutwurst 24„ übe „ ungem. 14„ Bratwurst 9 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre 20„ U(Cervelatwurst 44„ Kalbfleisch 14„ JCleischwurst 28 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Nierenfett„ Dörrfleisch 24„ be Hammelsfett 16„ Schinken 30% 05 Schaaffleisch⸗—„ Solperfleisch 197„ II Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 28 kr. el Ausnahmspreise: Bei Gebr. Rosenthal, Samuel Rosenthal, Hirsch Löb und Wilb. Bieler Hammelskeil fol und Carte 20 kr.— Bei Samuel Rosenthal Kuh⸗ fleisch 17 kr.— Bei Hirsch Löb Kuhfleisch gem. 17 kr. — Bei D. Fritz Schinken 26 kr., Bratwurst 26 kr. — Bei Krauch(Chausseehaus) Solperfleisch 18 kr., Be Schinken 26 kr., Leber⸗ und Blutwurst 20 kr., Schwartenmagen 24 kr., Fleischwurst 26 kr., Brat⸗ wurst 24 kr., Schmalz, ausgel. 30 kr.— Bei H. Langsdorf, H. Klinkerfuß und H. Aletter Cervelat⸗ St wurst 48 kr.— Bei H. Langsdorf und H. Aletter let Schweinefleisch 19 kr., Schmalz unausgelassen 30 kr. 80 Für Butzbach: be Ochsenfleisch pr. 8 20 kr. Schweinefleisch pr. F 18 kr. mi Kuhfleisch, gem, 16„ Leber- u. Blutwurst 20„ Rindfleisch, gem, 16„ Bratwurst 24 m Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24„ 1 Keil und Carre 11„ Geräucherter Speck 32„ 5 Kalbsleisch 12„ Dörrfleisch 20 00 Schaaffleisch—„ Schinken 26. Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30, Ba Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgel. 28 dic a 5 das Kirchen buchsanszüge. 3 Evangelische Gemeinde. Getauf te: 21. August. Dem hiesigen Bürger und Kaufmann g Kourad Heß eine Tochter Eva Margaretha Christine Karoline, geb. den 25. Juli. Beerdigte: 70 22. August. Elisabetha Reuß, Töchterchen des hiesigen Ge Bürgers, Spenglermeisters und Mechanikus Karl Konrad N Reuß, alt 4 Monate, 1 den 20. Auqust. an 26. Auguft. Ein uneheliches Söhnchen, alt 1 Monat Un 11 Tage, F den 25. August. 0 26. August. Ein unbekannter Mann, starb in Folge b des Sturzes in einen Brunnen wahrscheinlich den 25. Aug. D Verantw. Red.: Hermann Schimpff. ge Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf, (Hierzu eine Beilage.) A