dauf aufm aer aus den aufsichtslosen ei dem durch wermeidlichen usteden kan „ meter ert für 100 ich Höl lle 7 L. 3% tauttugaßt l. —— . Msagung biesigen Hülfsvereine für die Krankenpflege ꝛc. 1870 500 fl.; 3) dem Lekalverein dieses Ver- eins in Butzbach 100 fl.; 4) desgleichen dem fonds entnommen, dessen theilweise Verwendung Auf einen Zug, dessen Abfahrt wie es scheint 1870. Samstag den 30. Juli. 89. Oberhessischer Anzeiger. Enthäl, die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 7 1 pi Be %% h mn tom a ich un Belreffend: Die Snperrevision und Aushebung der Militärpflichtigen des Kreises. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Superrevision und Aushebung dei Militärpflschtigen des Kreises Friedberg vom Jahre 1870 durch die Großherzogliche Departements Ersatz-Commission im Bezirke der 1. Infanterie-Brigade Nr. 49 nach dem von dieser Behörde aufgestellten Reise« und Geschäftsplane Dienstag den 9. und Mittwoch den 10. Au gust d. J. in Friedberg auf dem Ratbhause stattfinden bedeuten werden. Friedberg den 28. Juli 1870. en Betressend: Mufterung, Abschätzung und Aushebung wird, wornach die Großherzoglichen Bürgermeistereien ng. bie Militärpflichtigen einstweilen Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen KreisErsatzCommission des Kreises Friedberg 5 Dnu ufa ntlich e der bei der Mobilmachung ersorderlichen pferde. Pp. Bekanntmachung. Wir bringen zur Kenntniß der Interessenten, daß die Beträge für die angekauften Pferde gegen Abgabe der Auerkenntnisse bei Großherzoglichem Rentamte dahler in Empfang genommen werden können. Friedberg den 29. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. ae en le e ee e e e e e Die Feldstrafen von der III. Periode 1870 können an den beffimmten Zahltagen Dienssag und Donnerstag an das unterzeichnete Rentamt bezablt werden. Als besonderer Erhebungstag bestimmen wir für den Landgerichtsbezirk Bußbach Freitag den 5. August d. J., Vormittags von 9 bis 11 uhr, im Gafibause des Herrn Joutz. Wir ersuchen die 15. August d. J. die Mahnung erfolgt. Friedberg den 26. Juli 1870. roß herzoglichen Bürgermelsterelen dieses im Interesse ihret Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem Großberzogliches Rentamt Friedberg Lin deck Hessen r. Friedberg. Die am 29. Juli zahier abgehaltene sehr zahlreich besuchte General— versammlung des Mathildenstiftes hat für die im Augenblick im Vordergrund stehenden patriotischen Zwecke auf Antrag des aus den Localausschüssen von Butzbach und Friedberg zusammengesetzten Ge— sammtausschusses folgende Bewilligungen gemacht: 1) dem Landes-Frauenvtrein für die Pflege ver⸗ wundcter Krieger Beitrag für 1871 500 fl.; 2) demselben außerordentliche Unterstützung für Lokalverem Friedberg 100 fl.; 5) zur Unter- stützung betürstiger Familien der ins Feld gerückten Reservisten und Landwehrmänner aus dem Kreise Friedberg 10000 fl. Diese Summen wurden theils den laufenden Ueberschüssen, theils dem seit 36 Jahren erwachsenen sehr beträchtlichen Reserve- zu den oben aufgefährten Zwecken ganz gewiß den Beifall aller Kreisbewohner finden wird. Möchte das von dem Kreis Friedberg gegebene Beispiel auch von den Verwaltungen anderer Sparkassen, die über bedeutende Reserven zu verfügen baben, nachgeahmt werden. Das Vaterland hofft darauf! Aus der Wetterau. Der Herr Graf von Solms-Laubach hat für die Hülfe vereinszwecke 500 fl gespendet, den gleichen Betrag bewilligte die Sparkasse zu Laubach. „Nauheim. Die Dircktoren der Nauheimer Bank, die Herren Vialy und Guntze, haben dem 1000 fl. zu Lazarethzwecken zur Verfügung gestellt. Gießen. Beinahe wäre am 27. d. auch dahier ein großes Eisenkabnunglück geschehen. verzögert worden war, fuhr ein neuer Zug ouf demselben Gelcise. Weil aber der eine Zug ruhig stand und der andere rechtzeitig bemerkt worden war, so erscholl der Ruf:„Herausspringen“, und so sind zwar drei Wagen gänzlich zertrümmert und brei weitere arg beschädigt worden aber kein Menschenleben zu Grunde gegangen. Offenbach. Laut soeben eingetroffener Ver⸗ fügung des großh. Kriegsministerlums soll auch in Offenbach ein Reserve-Lazareth errichtet werden. Preußen. Berlin. Der König bat unter dem Datum 24. Juli eine Cabinetsordre unter— zeichnet, durch welche die Errichtung einer frei— willigen Seewehr ang et wird. Für das Nehren oder Zerstören feindlicher Schiffe werden Prämien bis zu 50,000 Thlr. ausgesetzt. Die Verpflegung der gesammten Centralarmee ist den Herren Alexander Lachmann und Gebrüder Sobern— heim in Berlin, sowie dem Herrn Aschrott in Kassel übetragen worden. — Um die Küstenvertheidigung in Friesland macht sich, wie von dort gemeldet wird, besonders Graf Münster verdient; er organisirt Freicorps. — In Danzig ist Seitens der Fortifications- behörde die Räumung der Weichsel und der Festungsgräben bei Weichselmünde und Fort Bous— mard angeordnet. — Zur Oberleitung der sämmtlichen preußischen Kriegslazarethe, respective zu consultirenden Aerzten, welche bei allen wichtigen Fällen zugezogen werden müssen, sind berufen die General- Aerzte: Frerichs, Wilms, Langenbeck(sämmtlich aus Berlin), Wagner(Königsberg), Fischer(Breslau), Busch (Bonn), Volkmann(Halle), Baum(Göttingen), Esmarch(Kiel), Roser(Marburg). — Nach Mittheilung der„Correspondance de Berlin“ befindet sich der Entwurf der von Frankreich Preußen angebotenen Defensiv- und Offensiv- Allianz, welcher von der Hand Benedctti's geschrieben ist, im auswärtigen Amte des norddeutschen Bundes. Schon vor dem Kriege von 1866, bemerkt genanntes Blatt, habe Frank— reich Preußen die Allianz angeboten mit dem Versprechen, ebenfalls Oesterreich den Krieg zu erklären und mit 300,000 Mann anzugreifen, wenn Preußen verschiedene Gebietsabtretungen am linken Rheinufer zugestehen wolle. Im Interesse des Friedens habe das Berliner Cabinet sich darauf beschränkt, die sranzösischen Anerbietungen zurückzuweisen, ohne davon weitere Kunde zu geben. Heute scheine der Augenblick gekommen, um eine Politik zu demaskiren, welche sich durch sich selbst gerichtet habe. Die„Correspondance“ läßt darauf den Wortlaut des Vertragsentwurfes folgen. Derselbt enthält fünf Artikel. Art. 1. Frankreich erkennt die von Preußen durch den Krieg vom Jahre 1866 gemachten Eroberungen an, sowie alle getroffenen oder noch zu treffenden Arraugements für die Herstellung des norddeutschen Bundes und verpflichtet sich, seine Stütze zur Conservirung dieses Werkes zu leihen. Art. 2. [Preußen verspricht Frankreich die Erwerbung Luxemburgs zu erleichtern, zu diesem Zweck in Verhandlungen mit dem König von Holland zu treten und ihn zur Abtretung Luxemburgs mit angemessener Compensation oder auf andere Weise zu bestimmen. Zur Erleichterung dieser Trans- action wird Frankreich die allfallsigen Gelrkosten übernehmen. Art. 3. Frankreich wird sich einer Union des norddeutschen Bundes mit den süd— deutschen Staaten unter Ausschluß Oesterreichs nicht widersetzer. Diese Union könnte auf ein gemeinsames Parlament basirt werden; dabei müßte jedoch die Souveränctät der gegannten Staaten in angemessener Weise respectirt werden. Art. 4. Falls Frankreich durch Umstände veran— laßt wäre, seint Truppen in Belgien einmarschiren zu lassen oder dasselbe zu erobern, wird Preußen Frankreich mit den Waffen zu Land und zu Wasser unterstützen gegen jede Macht, welche bei dieser Eventualität Frankreich den Krieg erklären würde. Art. 5. Zur Sicherung der Ausführung der bevorstehenden Bestimmungen schließen, Frank— reich und Preußen eine Defeasiv- und Offensiv- Allianz und garantiren sich gegenseitig ihr Gebiet. — Bereits am 24. Juli Vormittags ist dem Botschaster Englands die Mittheilung gemacht, daß der von der ihm bekannten Handschrift Bene— dettis geschriebene, jetzt veröffentlichte Vertrags- entwurf jederzeit zur Einsicht freistehe. Die amt— liche Mittheilung Norddeutschlands an England betreffs der Echtheit des französischen Auerbietens in den jetzt veröffentlichten Aktenstücken und der übrigen von Frankreich in der Sache gethanenen Schritte ist demnächst zu erwarten.. — Die„Kreuzzeitung“ fragt, anknüpfend an die Veröffentlichung des französischen Allianz- anerbietens, ob das neutrale England noch jetzt fortfahren wird, seine Schiffe zu französischen Transportfahrzeugen chartern zu lassen und seine Waffensabriken zu französischen Gewehrlieferungen herzugeben. Wir hoffen, sagt die„Kreuzzeitung,“ . ᷑.—— e l. — — 1 1 3 1 1 1 11 5 daß England jetzt die Augen aufmacht und die französische Brille abwirft, welche englische Kohlen nicht als Kriegscontrebande erscheinen lassen will. Deutschland erwartet, daß England seine Schul- digkeit thue. Ohne die Neweastler Kohle ist eine französische Flotte in der Ostsee unhaltbar. — Eine offizielle Mittheilung lautet: Am 27. srüh entgleiste durch Zusammenstoß mit einem leeren Wagenzuge in Folge falscher Weichenstellung in Wallhausen dec Eisenbahnzug mit dem Füsilier⸗ Bataillon des 26. Infanterie-Regiments. Leider sind bei dem Unfall 7 Mann getödtet, 40 mehr oder weniger verletzt. — Von dem Bevollmächtigten der Krupp'schen Gußstahlfabrik in Essen, Herrn Karl Meyer, sind dem Marineministerium 200 Thlr. für denjenigen Matrosen oder Seesoldaten zur Verfügung gestellt, welcher sich dem Feinde gegenüber durch die erste hervorragende That auszeichnen wird. Köln Die„K. Z.“ meldet ebenfalls einen Eisenbahnunfall von glücklicherweise geringeren Dimensionen als der in Wallhausen. Ein Militär- zug ist nämlich auf einen anderen Militärzug, dessen Maschine in Rolandseck Wasser nahm, auf⸗ gefahren, ein Mann hat dabei einen Arm, ein anderer ein Bein gebrochen und ein Pferd ist getödtet worden. — ungeachtet der von England proklamirten Neutralität hinderte die britische Regierung nicht, daß Birminghamer Häuser für Frankreich Patronen liefern, sowie daß Neweastler Häuser die Kohlen- versorgung der französischen Flotte und den Trans- port von Pferden nach Frankreich übernommen haben. Die Entrüstung über diese Art der Neu- tralität ist bier eine allgemeine. Kassel. Nach der„Hess. M.-Z.“ hat Prinz Wilhelm von Hanau seinen Vater um die Er- laubniß gebeten, als Major in ein Husarenregiment eintreten zu dürfen. Frankfurt. Dem hiesigen„Tageblatt“ zu⸗ folge soll das Hauptquartier des Königs Wilhelm vorläufig in Frankfurt aufgeschlagen werden, zu welchem Zwecke die erste Etage des Haupt Post⸗ gebäudes und die des Russischen Hofes in Ocd- nung gebracht werden. Wiesdaden. Die„Bonner Ztg.“ schreibt: „Wir können aus der zuverlässigsten Quelle be stänngen, daß der Herzog Adolph von Nassau in den Reihen des deutschen Heeres gegen Frankreich zu kämpfen gesonnen ist. Der Herzog hat be⸗ kanntlich, als er nach den Ereignissen von 1866 auf den Rang eines preußischen Generals ver- zichtete, erklärt, nur ein Fall sei denkbar, daß er den preußischen Soldatenrock wieder anziehe: wenn es gelte, gegen den deutschen Erbfeind zu streiten. Er hat sein Wort in der ritterlichsten Weise ge halten. Als ihn in den jüngsten Tagen Napoleon zur Uebernahme eines französischen Commandos einlud, um an dessen Spitze sein Laud wieder zu erobern, gab er zur Antwort:„Ich danke Ew. Majestät. Ich habe meine Dienste so eben dem Könige von Preußen angeboten.“ Diese unsere Mittheilung können wir als durchaus authentisch verbürgen.“ Trier. Die Verletzung der Luxemburger Neutralität durch die Franzosen dauert fort und wächst. Am 26. d. Nachmittags waren über 100 Franzosen vom Lager bei Sierck im luxemburgi⸗ schen Dorf Schlengen und sangen die Marseillaise. Saarbrücken. Am 26. Juli fand ein kleines Gefecht an der Brücke von Rheinheim zwischen preußischen Ulanen, Pionieren, bapeischen Jägern und französischer Infanterie statt; Letztere wurde zurückgeworfen und ließ einen Todten zurück, diesseits wurden zwei Pioniere verwundet. Den 26. Juli fand durch den würtembergischen General- stabsoffizier Grafen Zeppelin und drei badische Offiztere nebst vier Dragonern eine Recognoetirung der Gegend um Hagenau statt. Der Zweck des Unternehmens wurde vollständig erreicht, jedoch stieß die Patrouille bei Niederbronn(Frankreich, Bas ⸗ Rhin, Arrond. Weißenburg) auf kin fran⸗ zösisches Husarenregiment, von welchem sie zer- sprengt wurde. Bis jetzt ist nur Hauptmann einer getödtet, die beiden andern sind zu Ge⸗ fangenen gemacht. Bayern. München. Die bayerische Staatsregierung hat auf Reclamationen von Seiten der Schweiz und Oesterreich ihr Ausfuhr⸗ verbot auf Vieh und Feldfrüchte gegen diese Länder wieder zurückgenommen und es nur gegen Frank- reich aufrechterhalten. — Der Kronprinz von Preußen ist am 27. d., Vormittags 11/ Uhr, hier eingetroffen. Am Abend wurde in der Theatervorstellung der König Ludwig und der Kronprinz von Preußen enthu⸗ siastisch begrüßt. Erlangen. Ein überwiegend großer Theil der hiesigen Studentenschaft befindet sich bereits in der Eigenschaft als Landwehr⸗Ossiziere oder Einjährig⸗Freiwillige untet den Wassen oder er⸗ wartet täglich seine Einberufung. Die übrigen noch hier anwesenden Studirenden vereinigten sich zu folgender Erklärung:„Die Erlanger Studen; tenschaft erklärt, so weit sie nickt bereits im Dienste des Vaterlandes steht, ihre volle Bereitwilligkeit, demselben auf den ersten Ruf ihre Kräfte zur Verfügung zu stellen.“ f Aus der Pfalz. Der König hat das kgl. Schloß Ludwigshöhe(Schloß Hambach) mit Stallung, Mobilien und hundert Betten behufs Aufnahme verwundeter Krieger zur Verfügung gestellt. Würtemberg. Generallieutenant v. Pritt- wiz, der Erbauer der Festung Ulm, in den letzten Jahren pensionirt, ist zum Gouverneur von Ulm ernannt worden. Baden. Aus Karlsruhe wird von dem Einbringen dreier französischer Chasseurs berichtet. Dem„Mannh. Journ.“ wird von dort, 25. Juli, gemeldet:„Heute holten ein paar Mann des badischen Leib-Dragoner Regiments mitten aus dem französischen Gebiete vier berittene Douaniers heraus und brachten sie nebst Pferden herüber. Fünf badische und würtembergische Reiterofsiziere machten eine militärische Promenade durch ganz Lauterburg durch, die Einwohner schlossen das eine Thor, um sie abzusperren; in voller Carriere, den Säbel in der Faust, sprengten die Deutschen zurück, einen Lancier und berittene Douaniers, welche sich in den Weg stellten, niederrennend. Einem badischen Lieutenant wurde das Pferd er- schossen, derselbe bestieg dasjenige des nieder- gehauenen Lanciers und nahm außerdem noch ein lediges französisches Pferd mit.“ — Der Fürst zu Fürsienberg in Donaueschingen hat den bedurftigen Familien der einberufenen Kriegsreservisten und Landwehrleute für die Kriegs- dauer eine monatliche Unterstützung von 3000 fl. bewilligt. — Auch vem gr. Ministerium sind bereits vaterländische Gaben zugeflossen, zwei zu je 50 fl. für denjenigen Truppentheil, der die erste franzö⸗ sische Fahne im bevorstehenden Kriege erobert. Eine weitere Zusicherung betrifft 100 Thaler für den Eroberer einer feindlichen Fahne und von 20 Thlr. für jeden Führer einer feindlichen Kanone. Endlich 40 fl. für die Krieger. Oesterreich. Prag. Die projectirte Stu- dentenversammlung, welche Sympathie-Erklärung für Deutschland beschließen und eine Geldsammlung für die deutschen Hülfstomites veranstalten sollte, wurde von der Polizei-Direction verboten, ebenso verbot das Rectorat eine anberaumte allgemeine Versammlung Schweiz Ein Correspondent des Berner „Bund“ erfährt von neuen preußischen Geschützen, welche eine Art Shrapnellsgeschütze repräsentiren, und daß Proben mit denselben eine außerordent⸗ liche Wirkung äußerten und mit sehr vieler Prä- cision auf eine gewisse Entfernung in der Luft platzend, 360 Flinteukugeln streuten. Diese Proben wären in Mainz vorgenommen worden. Ein ein- ziger Schuß käme auf 17 fl. zu stehen. Frankreich. Paris. Der Kaiser ist mehrere Tage nicht nach Paris gekommen, was nicht verfehlt hat, zu allerlei Gerüchten Veran⸗ lassung zu geben, zumal sein Abgang nach der Armee neuerdings auf Donnerstag verschoben sein Graf Zeppelin zurückgekehrt. Nach franzö sischen Nachrichten ist von den begleitenden Offizieren — oll. Es wird indeß von competenter Seite ver⸗ sichert, daß sein Befinden nichts zu wünschen läßt. — Auf der englischen Botschaft fand eine Zusammenkunft von Diplomaten statt. Die Königin don England will, daß gleich nach dem ersten Gefecht, was immer für ein Ergebniß dasselbe geliefert, die Friedensfrage gestellt werde und in London ein Congreß zusammentrete. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht einen Brief des Kaisers an die Nationalgarde des Seine⸗Departements. Der Kaiser spricht sowohl das Vertrauen auf ihren Patriotismus als die Ueberzeugung aus, die Nationalgarde werde die Ordnung in Parie aufrecht erhalten und die Sicherheit der Kaiserin beschützen In Mühl en hat man bei einem passirenden Train, der mit Turcos gefüllt war, ein halbes Dutzend Todte und Verwundete, auch Offiziere, in einem Waggon vorgefunden, die von einem Massacre der Truppen unter sich herrührten. In Straßburg werden die Fortificationen eiligst verstärkt; Erdwälle werden bis zum kleinen Rhein bin aufgeführt; so meldet der Straßburger Correspondent der„Marseillaise“. Großbritannien. Der von der„Times“ veröffentlichte angebliche Friedensvertrag, welchen Frankreich Preußen noch in der elsten Stunde unterbreitet haben soll, macht große Sensation. Bestätigt er sich(woran jetzt nicht mehr zu zweifeln), und von Napoleon III. kann man Alles, nur nichts Ehrliches und Gutes, erwarten, so wird er auch den letzten Rest von Sympathien für Frankreich hier fortfegen. Italien. Palermo. Die Demonstrationen gegen Frankreich haben sich wiederholt. Hiesige Blätter drucken das Rheinlied Nikolaus Beckers ab, ohne die Antwort Alfred de Mussets beizufügen. ) Rückblicke. Es war im Jahre 1840, als die europäischen Großmächte Rußland, England, Oesterreich und Preußen ohne Zuziehung Frankreichs den sogenannten Julivectrag abgeschlossen hatten, in welchem sie sich verpflichteten, um den Ver⸗ größerungsplänen des damaligen Vicekönigs von Aegypten Mehamed Ali entgegenzutreten, denselben zu zwingen, alles der hohen Pforte entrissene Land zwischen dem rothen Meer und dem See Tiberias, sowie die tuͤrkische Flotte herauszugeben und sich mit dem erblichen Vice⸗ königthum von Aegypten zu begnügen. Frank⸗ reich, das die Interessen Mehamed Ali's ver— trat und erst nach Abschluß des Vertrags von der Existenz desselben Kunde erhielt, brauste über diesen Widerstand und die erfahrene Ge— ringschätzung heftig auf, und der damalige Ministerpräsident Thiers beantragte beim König Louis Philipp, daß Paris befestigt, das frau zoͤsische Heer auf 1 Million Streiter gebracht, den übrigen Großmächten der Krieg erklärt und derselbe nicht eher beendigt würde, als bis Frankreich wieder wie unter dem Kaiser⸗ reich die Rheingränze gewonnen habe. Dieser Antrag schon genügte damals, um ganz Deutschland zu eleetrisiren. Die alte Kampfeslust vom Jahr 1813 erwachte, all die Schmach und Unbill und Gewaltthat, die Deutschland von 1806 bis 1813 von Frank— reich erfahren, wachte in der Erinnerung der Alten, die sie erlebt, und in der der Jungen, die sie von Vätern und Großvätern erzählen gehört, wieder auf, und Alles rief nach Waffen, um den Uebermuth und das frevelhafte Ver— langen des kleinen Schreiministers gebührend abzuweisen. In dieser erregten Stimmung erschien von einem damals ganz unbekannten und auch später unbekannt gebliebenen Gerichtsassessor am Rhein, Nicolaus Becker, das Lied:„Die Wacht am Rhein“, welches zwar an sich ganz unbedeutend ist und mit den herrlichen Vaterlands- und Kriegsliedern eines Arndt, Korner, Schenken— dorf gar nicht verglichen werden kann, aber, weil es der damaligen Stimmung Deutschlands Ausdruck gab, merkwürdig zündete. Wir erinnern uns noch lebhaft, welchen Eindruck dieses einfache Lied bei seinem ersten Erscheinen in den Zeitungen machte. Auf allen En Mute e man Had önnen /! erschlen lag dus 193 shlale d 17 pb 1813 wie fathen, d und seine Das ewandt des Col, einigen! die propk Deutschla bringt ib. rissen un den Fried in seinen selbst zer als die fr beschlossen erllaͤrte: Ir hätte nämlich d polern v gnügen einen Kr. Deutschla Daß gelernt h geworden Wir gle bessen g landsvei hetzer il Deutsch sandten hatte, ehe er der deu wledert basiren einmütl Deutsck Da dessen ration v wie der nicht blo vor 304 die Deu Rheingr Antwort Aeundett, auc Anden, die don 7 derrü 1d derrührten. Jeruptationen dis zum kleinen r Ste Straßburger b Hitsig Nitelaus Becher b ufüger Ants deizufuges. ce. die curopälsn dH, Oestennc Frankreichs den Klossen hatten, „ um ben Ver Acclönigs t gegenzutreten doven Pfot den Meter und türkische Fon n ctblichen Vie zügen. Frau ant Altes vit Vertrags ve erbielt, braut g crfabtrne 6. der damalit tagte dein Ken allen Straßen bildeten sich Gruppen, in deren Mitte es vorgelesen ward, allgemein verlangte man nach einer Melodie, um es singen zu tonnen, und als dieselbe nach wenigen Tagen erschien, erscholl das Lied mehrere Monate lang durch ganz Deutschland aus dem be— geisterten Munde von Jung und Alt. Der schlaue und persönlich sehr friedliebende König Louis Philipp, als er die Geister des Jahres 1813 wieder erwachen sah, hielt es fur ge—⸗ rathen, den kecken Raufbold Thiers zu enlassen und seinen Frieden mit den Mächten zu machen. Das war derselbe Herr Thiers, der rede— gewandte, geistvolle We der Geschichte des Consulats und des Kaiserreichs, der vor einigen Monaten in der französischen Kammer die prophetische Aeußerung that:„Wollt Ihr Deutschland einig und stark machen, dann bringt ibm den Krieg; wollt Ihr es aber zer— rissen und ohnmächtig erhalten, dann laßt ihm den Frieden und sehet ruhig zu, wie es sich in seinem alten Stammes- und Parteihader selbst zerfleischt;?“ derselbe Herr Thiers, der, als die franzoͤsische Regierung den jetzigen Krieg beschlossen hatte, mit Thränen in den Augen erklärte:„Ihr begeht einen ungeheueren Fehler; Ihr hättet Euch mit dem errungenen Erfolg, nämlich dem Rücktritt des Prinzen von Hohen⸗ zollern von der spanischen Candidatur, be— gnügen und einer Etiquettfrage wegen nicht einen Krieg entzünden sollen, in dem Ihr ganz Deutschland gegen Euch haben werdet.“ Daß der kluge Mann seit 1840 Etwas gelernt hat und daß seine Prophezeihung wahr geworden ist, lehrt die Erfahrung unsrer Tage. Wir glauben, daß, wenn Louis Napoleon, dessen geheime Agenten und diesseitige vater— landsverrätherische Zwischenträger und Auf— hetzer ihn unzweifelhaft über die Stimmung Deutschlands falsch belehrt haben, seinen Ge— sandten zu Ems noch einmal zu instruiren hätte, er würde sich zwei- und dreimal besinnen, ehe er dem ehrwürdigen und tapfern Vertreter der deutschen Nation die bekannte Demüthigung wiederum ansänne. Und auch dem bramar— basirenden Herzog von Gramont möchte die einmüthige und begeisterte Erhebung von ganz Deutschland Manches zu denken geben. Das einfache Lied vom Jahr 1840 aber, dessen Entstehungsgrund der jüngeren Gene— ration vielleicht nicht so allgemein bekannt ist, wie der älteren, mag uns daran erinnern, daß nicht blos heute und vor 60 Jahren, sondern auch vor 30 Jahren und hoffentlich in alle Ewigkeit die Deutschen, wenn den Franzosen nach der Rheingränze gelüstet, immer nur eine und dieselbe Antwort haben und hatten und haben werden: Sie sollen ihn nicht haben, Den freien deutschen Rhein! Buben und Verräther! Der„Bad. Corr.“ entnehmen wir folgenden Artikel: Am 19. Juli hat Frankreich an Deutsch⸗ land den Krieg erklärt. Bis zum 19. Juli hat es in Deutschland Parteien gegeben: Conservative und Liberale, Demokraten und Ultramontane, Männer des Einbeitsstaates und des Bundes- staates, und wie sie heißen mögen. Vom 19. Juli ab gibt es keine Parteien mehr: es gibt nur Söhne des Vaterlandes— oder Buben und Verräther! Ein treuer Sohn des Vaterlandes ist, wer in diesem frevelhaftesten und schnödesten Krieg, welchen die Weltgeschichte kennt, mit freu⸗ digem Muth sein Alles für das Vaterland zu opfern bereit ist, wer sich gelobt, seweit an ihm, nicht zu rasten, bis Deutschland über den alten Erbfeind gesiegt, seine Grenzen dauernd gegen räuberischen Ueberfall gesichert hat, bis Süd und Nord im blutigen Kampfe geeint auch den freien deutschen Staat errichtet haben Ein Bube und Verräther ist: Wer an Seite der Franzosen gegen das Vater— land zu kämpfen begehrt. Wer Frankreich als der Vormacht des Katho⸗ licismus den Sieg erbittet. Wer bewaffnete oder unbewaffnete Neutralität irgend eines deutschen Landes predigt oder anpreist. Wer den Süden von dem Norden Deutschlands zu trennen sucht. Wer behauptet, Preußen kämpfe. Wer preußischem Ehrgeiz die Schuld dieses Kampfes aufbürdet. Wer den Muth und die Opferfreudigkeit der Bürger zu lähmen versucht. Wer durch Feigheit und Nachgiebigkeit die Gunst oder Schonung der Feinde zu erkaufen anräth. Die Buben und Verräther scheuen das Tages- licht. Vor der aufkommenden Begeisterung des deutschen Vaterlandsgefühls, welches ihnen zum Trotz und Schrecken nie berrlicher sich entfaltet hat, so lange es eine deutsche Geschichte gibt, als in diesem großen Augenblicke, ziehen sie sich feige zurück. Sollte aber Gottes Wille eine erste Niederlage über uns verhängen, ja sollte auch aur unser schönes Land von den Schrecken des Krieges heimgesucht werden, dann werden sie sich wiederum hervorwagen, dann werden sie versuchen, Mißtrauen zu säen, dann werden sie trachten, die heilige Gluth der Vaterlandsliebe auszulöschen. Immer lauter und frecher wird ihr Friedensruf erschallen, je schwerer der gewaltige Kampf auf dem Lande und jedem Einzelnen lastet, je mehr in furchtbarem Ringen Eure Thatkraft zu erschlaffen droht. Ihr wißt, Mitbürger, woran Ihr dann die vaterlandslosen Buben und Verräther zu er— kennen haben werdet! Mitbürger habt Acht! daß Frankreich nur gegen Bitte für die hier durchkommenden Truppen. Im hiesigen Bahnhöfe ist eine Baracke errichtet, um den durchziehenden Truppen Erfrischungen bieten zu können. Bei der großen Masse der Soldaten und den wenigen zu Gebote siehenden Geldmitteln ist dies nicht in dem wün⸗ schenswerthen Maaße zu erreichen. Wir bitten deßhalb dringend namentlich unsere reichen Herren Oeconomen in der Umgegend um Geldbeiträge zu diesem Zwecke (welcher daun bei der Uebersendung angegeben werden müßte). Wir richten extra unsere Bitte an die Umgegend, da schon einzelne Einwohner hiesiger Siadt nicht geringe per⸗ sönliche Opfer brachten. Zugleich fordern wir die Jungfrauen hiesiger Stadt auf sich in noch größerer Anzahl, als dies bereus geschehen, bei dem Austheilen eines Labe⸗ trunkes zu betbeiligen. Es schmeckt ein frischer Trunk Bieres, oder ein„Schälchen Kaffee“ noch einmal so gut, wenn er von schöner Hand credenzt wird. Gelbbeiträge werden an der im Bahnhofe aufgestellten Büchse, sowie von der Redaktion des Anzeigers bereitwilligst entgegen genommen. Einer ber gesehen hat, wie dankbar die Soldaten für jeden Trunk sind. Beschei nigung. Bei Herrn Jean Huber, Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten im Felde und der nothleidenden Familien von Soldaten, sind eingegangen von den Bewohnern Friedbergs: kx. in der Collecte der Fel. Dieffenbach 57 35 155 5„ Fr. Dr. Weckerling 64 30½ 5 3„„ Beigeordnete Grödel 75 1½ 5 7„„Regierungsrath Trapp 94 34 3 7 Frl. Reitz u. Mafthias 309 56 8 5„„ Steinhäußer u. Noll 25 15 ***, 1 Schmidt 12 57 — 1„„ Brentano u. Huber 61 17 701 26 incl. der monatlichen Beiträge von fl. 86. 53 kr. i ferner: von den Bewohnern Södels durch das Comits da selbst 2 von den Bewohnern Wickstadts durch Herrn Regierungrath Trapp von Herrn Bailly auf dem Schwalheimer Sauerbrunnen Summa 844 22 Außer den mannigfaltigen Materialien von den Be⸗ wohnern Friedbergs sind eingegangen durch Herrn Director Mathias aus der Taubstummen-Anstalt 12 Hemden, 9 Halstücher, 16 Binden, Compressen und Charpie; aus der Gemeinde Melbach durch Herren Decan Blumhof und Bürgermeister Keil 24 Hemden, 15 Paar Strümpfe, 2 Betttücher, 3 Taschentücher; aus der Gemeinde Niede r⸗ Rosbach durch Herrn Pfarrer Müller 10 Hemden, Compressen, Binden, Charpie; durch Herrn Lehrer Wien in Ober⸗-Rosbach 1 Pack Leinwand; von Ossenheim Charpie; durch die Herren Lehrer Walther und Weitz in Dorhelm 82 Hemden, 11 Betttücher, Charpie, Binden, Compressen und alte Leinwand; durch Herrn Bürger⸗ meister Väth in Bauernheim verschiedenes Leinen; durch Heren Pfarrer Uhrich in Beienheim Leinwand; durch die Herren Bürgermeister Winter und Pfarrer Walloth in Ostveim 127 Hemden, 15 Beittücher, Leinwand, Kopfkissen, Charpie ꝛc. Mit herzlichem Danke für das Empfangene erneuern wir die Bitte an unsere Mitbürger in Stadt und Land um Zusendung von weiteren Gaben an Geld und Materialien. Friedberg den 28. Juli 1870. Das Comits. Cireus. (Eingesandt.) Anknüpfend an unseren letzten Bericht über die Lei⸗ stungen im Circus müssen wir noch des Herrn Max Schu— mann mi der Fenella(dem Springpferd) gedenken. Sämmtliche Arbeiten werden von allen Mitgliedern mit Feuer und Präcision ausgeführt, die Costüme sind elegant und neu, die Pferde schön und vorzüglich gebalten. Die beiden Hengste„Atlas und Boroin? gefallen uns bei jedem Besuche besser. Herr Schumann bat, in Anbetracht der schlechten Zeiten, den Preis bedeutend ermäßigt und hoffen wir deßhald, daß das Publikum durch den zahlreichsten Besuch Herrn Schumann in den Stand setzt, seinen Circus noch einige Zeit hier am Orte eröffnet lassen zu können. Daß die Gesellschaft des Hrn. Schumann wirklich Außer- gewöhnliches leistet, geht schon daraus hervor, daß eine ziemliche Anzahl von Abonnenten jede Vorstellung regelmäßig desucht. Wir machen deßhalb wiederholt namentlich das Publikum der Umgegend auf den „Circus“ aufmerksam. Mehrere Kunfsifreunde. Bekanntmachung. 1984 Montag den 1. Auguft d. J., Mittags 1 Ubr, werden auf der fiscalischen Markwiese ca. 2— 3 Morgen Grünhafer, zum alsbaldigen Abmähen bestimmt, in ein⸗ zelnen Abthellungen an Ort und Stelle an den Meist— bitetenden verfteigert g Zusammenkunst an der Bauernheimer Brücke. Frledberg ven 28. Juli 1870. Großberzogliches Rentamt Frledberg Wündn g. Uuipersal-AMagenligueur Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bel Ph. Dan. Kümmich Ein Kindermädchen gesucht, 1988 welches auch zur Aushülse in der Küche tauglich. — Gutet Lohn zugesichert. Zu erfragen in der Exped. Schaafpferch⸗Versteigerung. 1985 Mittwoch den 3. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause 5 bis 10 Schaaspferche, welche am 5. August ibren Anfang nehmen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Kriedberg am 29. Jult 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Capeten- N Keuster-Kouleaur. 1746 Tapeten von 7 kr., solche mit 2 und 3 Farben 10 kr., schwere Glanztapeten mit 3 und 4 Farben von 15 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei Louis Weis, den Apotbeken gegenüber, Bean n t m aße; 1983 Im Ober-Rosbacher Gemeindewald, Difrikt Alter Heegwald, werden Montag den 1. August. Morgens 8 Ubr, 170 Haufen Streulaub öffentlich meistbietend verfieigert Die Zusammenkunst ift hinter dem Salzberg an der Brücke. Ober ⸗Rosdach am N. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Oder-Rogbach Blecher. Durchsichtige Glyterinseife! 16 anerkann i befses Mitte! zur Verschönerung der Haut, empfiebliein Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilb. Fertsch. Beine Wicken X Erbsen, 1919 in sehr guter Qualität, empfeblen zur Aussaat May& Oppenheimer. Bäcker ⸗Gesellen 1981 werden mit einem Wochenlohn von fl. 3. bis fl. 6. nebst freier Station sosort gesucht. Frankfurt a. M., Meldebürcau Graubengasse 16. fp p ——— 7 7 8 * 1 i 0 Gefälligst zu beachten! Die in der letzten Dienstagsnummer ergangene Bitte um freiwillige Hilfe zur Herbei⸗ schaffung und Verabreichung von Erfrischungen fur die hier durchziehenden Vaterlands⸗ vertheidiger hat den besten Erfolg gehabt und ist zur weiteren Unterstützung und Förderung dieser Sache von Großherzoglichem Kreisamt der nachstehend abgedruckte Erlaß gewährt worden: Zur Beschaffung von Geldmitteln für Verabreichung einer Erfrischung für die hier durch⸗ passirenden massenhaften Militärzüge wird hiermit verstattet, Sammlungen zu veranstalten und 1 anzunehmen. Die Bewohner Friedbergs betheiligen sich mit der anerkennungswerthesten Opferwilligkeit bei Labung der frischen Muthes durchpassirenden Soldaten und werden die Landbewohner hierbei gewiß nicht zurückbleiben wollen und auch ihr Scherflein dazu beitragen. Friedberg, 28. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg 8 Ter a p p. In Bezug hierauf wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß Diejenigen, welche mit Sammlungen für obigen Zweck betraut werden, mit beglaubigter Abschrift vorstehender kreis— amtlichen Ermächtigung versehen sind. Friedberg, im Juli 1870. an AD(Ing unter Direction von G. Setumann. 1939 Täglich große Vorstellungen in dem neu erbauten Circus auf dem Alleeplatz in Friedberg. Anfang 8 Uhr Abends bei Gasbeleuchtung. Ermäßiate Preise der Plätze: Erster Platz 80 kr., zweiter Platz 18 kr., vritter Platz 9 kr. Tagesbillets für den ersten Platz à 24 kr. sind bei Bindernagel& Schimpff zu haben. Um gütigen Zuspruch bittet ganz ergebenst 8 G. Schumann. 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J., Abends gegen 10 Ubr, ist einem aus Frankfurt zurückkebrenden Herrn, der die Main Weser⸗Bahn auf der Station Nieder- Wöllstadt verlassen und in einem an den Bahnbef an. grenzenden Gaftbofe allda Quartier genommen, eine mit Kleidungsstücken und sonstigen Effecten versebene und verschlossene schwarze Reisetasche von Amerikanischm Leder von einem Dritten, dem er jene Tasche anvertraut, nicht wieder abgeliefert, sondern wahrscheinlich aus Ver⸗ sehen mitgenommen worden. Dieser Dritte wird hiermit aufgefordert, jene Tasche sammt Inhalt gegen eine angemessene Belohnung an die Exped. d. Bl. sofort abzuliefern. SD„ Ein Hund 1 U 7 1½ Jahr alt, groß und sehr kräntig, zum Zieben geetanet, zu virkaufen in der Blinden- Anstalt zu Friedberg. Bad Nauheim. Möbel-& Spiegelager, Sommer ⸗Jalousien 1468 empfieblt zu Fabrikpreisen H. Blensdorf, Hof-Tapezler. 1. Preismedaille. Amsterdam. Pilsen. Wittenberg. 1869. 1869. 1869. 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Kirchliche Anzeigen für Fricdberg Evangelische Gemtinde. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Baur. 7. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Weigold. Nachminags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche Vormiitags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Werner. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 8. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlebre und Andacht. Die vom Hochwürdigsten Bischöflichen Ordinariat zu Mainz angeordnele neuntägige Andacht zur Erflehung der göttlichen Hilje für's deutsche Vaterland in gegenwärtiger Kriegszeit wird vom 31. Juli bis 8. August mit täglicher Segensmesse an den Werkiagen Morgens 7 Uhr, läylicher Andacht mit Segen Nachmittags 5 Uhr und allgemeiner Communson am Sonntag den 7. August abgehalten werden. Verantw. Red.: Hermann Schimpfi. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpt. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 31.) 187 — 1 Enthäl! getteffe D stande sin getreffe Unt sesssschen cle dorte den 10. 2 fldet. E sflichtige machung Ar 2 Uhr, à) die zeit b) die M 0) die S 2 präeis commis pflichtig Die zun eingetre. sich eben Ni, als au zum Loo als zeit Militz