u seht bill N ) dtben det hof N 1 Frievbeg ungen) dei 1. Gewichte 1 weitzer, gegen hohen fn ö Jsenburger. c 2 d eim getäram * tb On tt K betrieben werde, 1 Ortenberg. ge, erurten wil, in trenerntistet. eee Aischule — 4 — ex 5 herinneh enge Frensdorf, Hen 0 7 5 get tl Maack, 5 Aber fra 5 ch Zchim nt kim. 7 ͤĩ 1 1 1 . N 2 rr Ni Donnerstag den 30. Juni. N 76. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. g Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements⸗Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. 2 jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel; der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, brechung eintritt. damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 23 enthält(Schluß): VI. Ecmächtigungen zur Annahme fremder Orden. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. April fungirenden Capellen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen und der dem Kammerherrn, Obersthofmarschall Oberststallmeister Freiherrn van des ihm von Seiner Majestät dem Könige von Preußen verliehenen Kronen⸗Ordens erster Klasse mit dem Emaille— bande des Rothen Adler-Ordens,— am 6. Juni dem Dr. Wilhelm Cahn von Mainz, dermalen in Paris, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von der tunesischen Regierung verliehenen Nischant⸗Iftikhar⸗ Ordens zweiter Klasse,— am 8. Junt dem Medicinal⸗ rathe Dr. Bode zu Bad⸗Nauheim die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von Seiner Köutglichen Hoheit dem Fürsten zu Hohenzollern verliehenen Ehren⸗ kreuzes dritter Klasse des Fürstlich Hohenzollern'schen Hausordens— und am 9. Juni dem General⸗Consul für Spauten v. Solerneu- Fernandez die Exlaubniß zur An⸗ nahme und Tragen des ihm von dem Präsidenten der Centralamerikanischen Republik Honduras verliehenen Groß kreuzes des Ritterordens der bl. Rosa— zu ertheilen. VII. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Januar den Sergeanten im 3. Inf.⸗Regl., Engel aus Kirtorf, zum Cabinets⸗Kasse⸗ Diener bei der Cabinels⸗Kasse⸗Direklion zu ernennen;— am 27. Mai dem Schullehrer au der dritten evangelischen Schulstelle zu Osthosen, Leilich, die zweite evangelische Schulstelle zu Osthofen— und an demselben Tage dem Schulamtsaspiranten Förster aus Leydhecken die zweite evangelische Schulstelle zu Maar zu übertragen;— am 2. Juni den Oberförster der Oberförsterei Grebenau, Rohr, in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Nidda zu versetzen,— den Calculator 2. Klasse bei der Steuer⸗ controle und Calculatur der Ober⸗Steuer-Direction, Fuhr, zum dritten Registrator bei der Ober-Steuer⸗Directlon— und den Finanz- Accessisten Kramer aus Darmstadt zum Calculator 2. Klasse bei der Steuercontrole und Calculatur der Ober⸗Steuer⸗Dircktion— zu ernennen;— an dem⸗ selben Tage dem Schulamts⸗Aspiranten Dietz aus Büdes⸗ beim die zweite katholische Schulstelle zu Weiskirchen— am 8. Juni dem evangelischen Pfarrer zu Bingen, Hof, die evangelische Pfarrstelle zu Ober-Ingelheim,— dem evangelischen Schullehrer zu Ober-Wegfur th, Eifert, die evangelische Schulstelle zu Kesselbach,— dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Nieder⸗Moos, Bönsel, die erste evangelische Schulstelle zu Stammheim— zu über⸗ tragen;— die Bremser bei der Main-Weser⸗Eisenbahn Keppler und Schröder zu Conducteuren bei der Main⸗ Neckar⸗Eisenbahn— zu ernennen.— Am 22. April wurde dem Kaplan Jennewein zu Ockstadt die katholische Pfarrstelle Kempien übertragen. VIII. Charakterertheilungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigst geruht: am 19. Mai dem Apotheker und Chemiker Leopold Krauth und dem Dro⸗ guisten Eduard Krauth, Juhaber der Firma„J. B. Lindts Nachfolger“ in Frankfurt a. M. den Charakter als Hof⸗ lieferanten,— am 8. Juni dem Seiler Johannes Georg Hein zu Darmstadt den Charakter als Hosseiler und dem Photographen Schmitiner zu Friedberg den Charakter als Hosphotograph— zu ertheilen. IX. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Januar den Cabinetsbiener bei der Cabinetsdirektion Becker auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen meeuen Dienste,— am 12. Mai den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Ernsthofen, Dehn, auf sein Nach⸗ suchen,— am 19. den Oberbrückenwärter bet der Schiff⸗ brücke zu Mainz, Hänlein, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Diensle — und am 23. Mai den Distriktseinnehmer der Distrilts⸗ einnehmerei Alsfeld und Rendanten bei dem Nebenzollamt erster Klasse bdaselbst, August Friedrich Weber, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen Dienste — in den Ruhestand zu versetzen. X. Gestorben sind: am 5. April der Regterungsrath Dr. Spamer zu Wimpfen;— am 10. Mai der pensionirte Forstwart Philipp Stumpf zu Lehrbach. Die Einnahmen aus Stempelpapier, Stempelmarken und Spielkartenstempel sind schon seit einer langen Reihe von Jahren in fort⸗ währendem Steigen begriffen. Während z. B. die Staatsrechnungen von 1863 in dieser Rubrik eine Einnahme von 520,033 fl. nachweisen, über⸗ stieg im Jahr 1869 die wirkliche Einnahme sogar noch den für dieses Jahr veranschlagten Betrag von 580,000 um eine Kleinigkeit, indem sich die Totalein nahme auf 581,493 fl. bezifferte. Gießen. Im laufenden Semester befinden sich auf unserer Hochschule 306 immatriculirte Studirende, wovon auf die Theologie 27, die Rechtswissenschaft 65, die Mediein 63, die Thier⸗ arzurikunde 13, die Cameralwissenschaft 7, die Architectur 21, die Forstwissenschaft 9, die Philo sophie und Philologie 68, die Pharmacie und Chemie 18 kommen und 15 nichtimmatriculirte. Mainz. Der hier erscheinende„Israelit“ enthält einen Aufruf an die Handelskammern Europa's, in welchem es anläßlich der neuesten Judenversolgungen in Rumänien heißt:„Man entziehe dem Staate Rumänien die Mittel der Existenz! Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, die Macht des Geldes zu einem der Menschheit wohl- thätigen Zwecke zu erproben. Nicht allein die Juden Europas, die ganze gebildete Welt müßte dem sich aufblähenden Zwerge Rumänien gegen- über Front machen.... Zu unserer großen Beschämung aber haben sich auch jüdische Firmen als Uebernehmer der rumänischen Schuld betheiligt, eine Schmach, für welche es nicht Worte der Entrüstung genug gibt. Ist so sehr aller Ge. meinsinn geschwunden? Hat der Tanz um das goldene Kalb noch nicht aufgehört? Blutgeld sind die Summen, die man Rumänien zugewendet, Blut klebt an dem Gelde, das man durch Ru- mänien und an Rumänien verdient und gewinnt. In den europäischen Handelskammern ist die Blüthe der Intelligenz und der Cultur vertreten und nicht Wenige unserer Glaubensgenossen nehmen hervorragende Stellungen in denselben ein; es muß eine That geschehen, die Macht des Geldes muß im Dienste der Humanität und des Fort- schrittes entfaltet werden. Es darf für die Zu- kunft keine rumänische Anleihe an den Börsen des civilisirten Europa Eingang finden.“ Preußen. Berlin. Für das Militär zahlte vor 15 Jahren der Kopf der preußischen Bevölkerung 1½ Thlr., selbstverständlich weniger in den übrigen deutschen Staaten. Jetzt fallen auf jeden Kopf der Nordbunds-Bewohner 2½ Thlr. Für das Unterrichtswesen kamen vor 15 Jahren auf jeden Kopf in Preußen 6½ Sgr. jetzt 7½ Sgr. In den übrigen Ländern des Nordbunds wird durch⸗ schnittlich etwas besser für das Uterrichtswesen gesorgt sein; aber sicherlich sind die Leitungen für dasselbe keineswegs im gleichen oder auch nur ähnlichen Maße gestiegen, wie für das Militärwesen. — Die Correspondenzkarten finden reißenden Absatz. Zwei Millionen waren gedruckt worden und schon mußte ein weiterer Druck angeordnet werden. 8 — Die„V. Ztg.“ veröffentlicht nachstehende ihr zugegangene Verfügung des General⸗Postamts vom 21. d. M.:„Aus den Kreisen des Publi⸗ kums ist der Wunsch ausgesprochen, die Corre⸗ spondenzkarten auch als Begleitbriefe zu Paket⸗ sendungen benutzen zu dürfen. Vom Standpunkte der Postverwaltung ist hiergegen um so weniger etwas zu erinnern, als die Correspondenzkarten ihrer Form und Gleichmäßigkeit wegen sich zur Verwendung als Begleitbrief bei Paketen ganz be⸗ sonders eignen. Eines Siegel-Abdrucks auf der als Begleitbrief verwendeten Correspondenzkarte bedarf es bei Paketen ohne Werthangabe überall nicht. Dagegen muß bei Paketen mit Werthan⸗ gabe die als Begleitbrief verwendete Correspon⸗ denzkarte einen mit dem Siegel des Pakets über⸗ einstimmenden Abdruck des Petschafts tragen. General-Postamt. gez. Stephan.“ — Prof. Dr. Friedrich v. Raumer hat dieser Tage(nachdem er vor Kurzem seinen 90. Ge⸗ burtstag gefeiert) seine Vorlesungen geschlossen und dies in folgender Weise angezeigt:„An meine verehrten Herrn Zuhörer! Wohlbegründete Selbst⸗ erkenntniß, sowie das strenge Gebot meines Arztes, zwingt mich Kranken, meine Vorlesungen zu schließen! Im Jahre 1811 ward ich Professor in Breslau, 1819 in Berlin. Während dieser fast 60jährigen Laufbahn lebte ich mit der aka⸗ demischen Jugend stets in den angenehmsten Ver⸗ hältnissen: sie hat mich beschäftigt, belebt, belehrt, erfreut, verjüngt. Dieser herzlichen, dankbaren An⸗ erkenntniß füge ich den Wunsch und die Bitte hinzu, daß meine jungen Freunde sich ihres alten Freundes gern erinnern und ihn in gutem An- denken behalten mögen. Berlin 21. Juni 1870.“ Der commandirende General des 5. Armeecorps v. Steinmetz ist zur Feier des 3. August durch Cabinetsordre zum Generalfeldmar⸗ schall ernannt worden. Oesterreich. Wien. Die„Neue freie Presse“ äußert sich anläßlich der auf den Schlacht- feldern bei San⸗Martino und Solferino stattge⸗ habten Einweihung der den daselbst Gefallenen errichteten Grab-Denkmale folgendermaßen:„Wenn man heute die Tausende, die auf dem Schlacht- felde von Solferino ruhen, zum Leben erwecken könnte und sie fragte, wofür sie in den Tod ge⸗ gangen, was würden sie antworten“ Würde Einer von ihnen sagen können, er sei für sein Vater— land gestorben? Für die Ebre der Fahne, auf Commando haben sie sich nach civilisirtem Brauche niedergemetzelt; ohne gegenseitigen Haß, ohne eigenen Willen. Da ist der Krieg; er führt auf Befehl der — Mächtigen den Bruder gegen den Bruder! Solferino bat, abgesehen davon, daß auch Italiener gegen Italiener kämpften, ein häßliches, nicht allgemein dekanntes Beispiel dafür geboten Die Oester⸗ reicher hielten ihre Stellung auf den Hügeln, deren Kamm die weithin sichtbare Spia d' Jalia krönt, mit verzweifelter Zähigkeit. Mehrere Angriffe der Franzosen waren schon abgeschlagen, die Reihen der Stürmer, von Kugeln gelichtet, von der glühenden Mittagssonne erschöpft, be⸗ gannen zu wanken. Da wurden die beiden Regi menter der Fremdenlegion, zu drei Fünfteln aus Deutschen bestehend, zum Sturme beordert. Nach heißer Blutarbeit nahmen sie die Höhe, sie, denen die französischen Adler nichts, gar nichts bedeuten konnten, als Beförderung und ein rothes Band. Es war die traurigste Episode der ganzen Schlacht, ein wahrhaft brudermörderischer Zusammenstoß, das Vorspiel für Königgrätz. Das ist der Krieg, dies fürstliche Schachspiel, zu welchem die Völker die lebenden Figuren stellen. Es wäre vergeblich, den Abgesandten der Regierungen, die sich auf dem Schlachtfelde begegneten, die Verwerflichkeit des Krieges zu predigen. Aber den Nationen wollen wir am Gedenktage von Solferino zu⸗ rufen: Lernt den Krieg verabscheuen!“ Frankreich. Paris. Nach übereinstimmenden Nachrichten hat die Königin Isabella in Gegen- wart der Königin Cbristine, des Infanten Don Sebastian, vieler hervorragenver Persönlickkeiten der spanischen Emigration, des Marschalls Bazaine und mehrerer anderer französischer Würdenträger den Act der Abdankung zu Gunsten ihres Sohnes, welcher unter dem Namen Alphons XII. den spanischen Thron besteigen solle, dieser Tage unterzeichnet. Der König⸗Gemahl Don Franz von Assisi wäre zu dieser Ceremonie nicht zuge⸗ zogen worden und der Schwiegersohn der Königin Isabella, Graf von Girgenti, habe sich entschuldigen lassen. Gleichzeitig sollte in dieser Versammlung ein Manifest der Königin an das spanische Volk verlesen werden, welches Actenstück die„France“ mitzutheilen verspricht — Die Petitionscommission des gesetzgebenden Körpers berieth über die Petition der Prinzen von Orleans. Dem Verlangen des Siegelbe⸗ wahrers entsprechend beschloß die Commission, dem Hause die Annahme der einfachen Tages- ordnung vorzuschlagen. Italien. Im Schooße des Concils gingen am 18. Juni wichtige Dinge vor, deren End- resultate sich erst in den nächsten Sitzungen auf⸗ klären werden. Cardinal Guidi, der einstige Dominikaner, auch in Wien als ehemaliger Pro⸗ fessor der Theologie an der dortigen Universität wohl bekannt, hielt eine längere Rede, worin er zwar die päpstliche Unfehlbarkeit der Hauptsache nach anerkannte, aber doch nicht so unbedingt und mit solchem Nachdrucke betonte, als man es aus einem Cardinalsmunde erwarten durfte. Hierauf schlug er aber zwei Canones vor, deren Inhalt die ganze Versammlung in das höchste Erstaunen versetzte. War schon der erste Canon überraschend genug, wodurch die Infallibilität blos auf den Fall beschränkt werden sollte, wenn der Papst über eine Lehre mit der Kirche vollkommen einig ist, so fiel der zweite geradezu wie eine Bombe in die beiden Lager der Väter hinein. Denn dieser spricht offen das Anathema gegen Denjenigen aus, allein obne Zustimmung der Kirche irgend eine dogmatische Entscheidung treffen könne. Das Auf⸗ treten des Cardinals rief eine mächtige Aufregung hervor und nur mit größter Mühe konnte die Ruhe wieder hergestellt werden und der Redner zum Wort gelangen. Man ist außerordentlich ge⸗ spannt auf die weiteren Folgen dieses Vorfalles. Frankfurt. Der Schlußtermin für die Annahme der österreichischen Sechskreuzerstücke mit der Jahreszahl 1848— 49 ist, laut Kundmachung des öster⸗ reichischen Finanzministeriums, bei allen Staatskassen bis Ende Juli d. J. verlängert worden. Darmstadt. Am verflossenen Samstag wurde hier das Malter Kartoffeln um den lange nicht dagewesenen Preis von 6 fl. verkauft. Worms. Zu dem nun beendigten 5. mittelrheini⸗ schen Schützenfeste wurden allein auf der Eisenbahn 40,300 Personen befördert. Unsere Leser interessirt es vielleicht zu hören, wie sich der Consum auf dem Fessplatze während der fünf Festtage stellt. Es wurden verzehrt 535 Pfd. Ochsenfleisch, 978 Pfd. Kalbfleisch, 1664 Stück Cotelettes, 696 Pfd. Rostboeuf, 370 Pfd. Lenden, 30 Stück Schinken, 19 Rehe, 176 Gänse, 62 Enten, 6000 Brödchen, 388 Laib Brod, 30 Radankuchen ꝛc., ferner 9000 Flaschen Wein, 100 Ohm Bier, 3500 Flaschen Sodawasser, 1200 Krüge Apollinariswasser und 1000 Krüge Selterswasser. Vom Taunus. Es ist dem vereinigten Streben der Comite's zu Oberursel und Frankfurt, sowie der Filial⸗ Comite's gelungen, das für den Bau des Uhlandsthurmes erforderliche Geld(5550 Gulden) beinahe vollständig auf⸗ zubringen. Jetzt bleibt nichts mehr zu wünschen übrig, als daß die Gemeinde Steinbach(Kr. Vilbel) einen halben Normalmorgen Landes bewilligt. Die Unterhandlungen sind eifrig im Gang. Wiesbaden. Am Samstag wurde ein feiner Herr aus Wien, welcher einige Tage in der Wilhelmstraße wohnte und im Nassauer Hof speiste, von dem Polizei⸗ Dircktor verhaftet, da auf ihm der Verdacht der Unier⸗ schlagung eines Betrages von 60,000 fl. ruht. Derselbe ist der Staatsanwaltschaft sofort übergeden worden. Von der Lahn meldet die„Didaskalia“: Schreiber dieses traf am 20. Juni(wo die Wolken, wie auch am 19., so bedrohlich hingen, daß man so zu sagen den Regen greifen konnte,) bei einem Morgenspaziergange auf einer Wiese einen alten Bauer, der Heuhaufen auseinander machte. Auf die Frage, warum er das thue, da Regen so sicher einirete, entgegnete er:„heut regnet es nicht, aber ganz gewiß nächsten Freitag.“ Erstaunt über diese Bestimmiheit der Voraussagung, fragte ich natürlich nach dem Grunde, und der in den 70er Jahren stehende Mann erklärte nun: er schreibe nun seit 50 Jahren jeden März⸗ nebel, der in die Höhe gehe, auf, so gelehrt von Groß⸗ vater und Vater, ein jeder, solcher Nebel komme am 100sten Tage wieder herunter, und nach seiner Aufzeichnung der erste nun am Freilag 24. Juni. Und er ist richtig heruntergekommen, da am 24. früh ein tüchtiger Gewitter⸗ regen eingetreten ist. Es scheint demnach doch wiiklich eine bestimmte Beobachtung und Erfahrung zum Grunde zu liegen, die ja auch mit der allgemeinen Erfahrung, daß um Johannistag Regengüsse eintreten, übereinstimmt. Wenn auch dahin gestellt bleiben muß, wie weit ein un ⸗ verbrüchliches Gesetz dieser Erscheinung zum Grunde liegt, immerhin scheint das Verfahren des alten Landmannes, der sein Henmachen nach solchen Aufzeichnungen, wie er versicherte, immer mit Erfolg(auch dieses Mal) geregelt hat, der Miltheilung, weiterer Beobachtung und Prüfung, für die Hrn. Occonomen aber vielleicht der Nachahmung werth. In Koblenz verurtbeilte kürzlich der Assisenhof zwei Töchter dortiger angesehener Beamtenfamilien wegen be⸗ deutender Wechselfälschungen zu 2 Jahren und 7 Monaten Zuchthausstrafe. Aus St. Gallen wird der„N. Z. 3.“ geschrieben: Kürzlich wurde das Fest schweizerischer Schachvereine in der lieblich gelegenen Sommerwiethschaft zum Rosen⸗ garten in St. Gallen abgehalten. Es waren vom Ver⸗ ein Zürich 16, St. Gallen 17, Winterthur 7, Glarus 2, Portius(Zürich) 1, Herisau 1 und Thusis 1 Mitglied erschienen. Das Resultaf des Weitkampfes war, daß Zürich mit 51 gewonnenen Partien bei 27 verlorenen, Winterthur mit 10 gewonnenen bei 7 verlorenen und Thusis mit 6 gegen 3 im Vortheil blieb; St. Gallen konnte bei 44 verlorenen Partien nur 22 gewonnene auf⸗ weisen, Glarus brachte es neben 2 Remis⸗Partien auf 1 welcher behaupten würde, daß der Papst für sich verlorene Parlie. Die bekannte Schachspielerin Fräulein Vogel, die mit ihrem Vater für Glarus erschienen war, hielt wacker Stand gegen einen Züricher routinirten Spieler. Als Curiosität in noch zu notiren, daß Herr 7 von Bern gleichzeitig zwei Parlien ohne Ansicht des Breites spielte und beide Remis brachte. Zürich abzuhalten Aus 2 Die Versamm⸗ lung beschloß, das nächste Turnier künftiges Jahr in eskau in Mähren wird folgender entsetzliche 1 Fall gemeldet, welcher allen unseren Landbewohnern zur Warnung dienen kann. Eine Bäuerin begab sich zeitlich 5 Morgens zur Heu⸗Ernte auf die Wiese und nahm wie es üblich ist, ihr Kind, einen bereits mehrere Monate zählenden Knaben, mit. Sie legte das Kind in eine schattige Stelle unweit eines Wasserabzugsgrabens und begab sich dann zur Arbeit. Nicht lange dauerte es, so hörte die Bäuerin ein Röcheln und eilte schnell zur Sꝛelle, wo ihr Kind lag. Hier bot sich ihr ein entsetzlicher An⸗ blick dar. Aus dem Munde des Kindes ragte der Theil einer mannsfingerdicken Schlange hervor, welche vermuth⸗ lich von dem warmen Athem des Kindes angezogen wor⸗ den war. Die Mutter riß das Gewürm zwar schnell tzeraus und tödtete es; das früher frische und gesunde Kind lebte aber nur noch kurze Zeit und war Abends eine Leiche. Ob das Kind durch den Biß des Thieres (constatirt wurde noch nicht, ob es eine Gifischlange war) oder in Folge einer Verletzung der Organe durch das Hineinkriechen des Thieres gestorben ist, wurde noch nicht festgestellt. Madrid. Die officielle Statistik Spaniens vom Jahre 1860 weist nach, daß die Zahl der Geistlichen(die im Jahre 1690 nicht weniger als 168,000 betrug) auf 43.000 zurückgegangen, diejenige der Bevölkerung aber (damals 9 Millsonen) auf mehr als 16 Millionen ge⸗ stiegen war. Amerika. Der Telegraph meldete aus San Fran⸗ ciscb am 21. Mai, daß der Sohn des Reichskanzlers Grafen Beust, der auf der Fregatte„Donau? in der Marine diente, am 29. April gestorben sei. Postnachrichten aus Honolulu entnimmt die Newyork. Staats⸗Zig.“ nun, daß der junge Graf Selbstmord begangen, indem er am 26. April Blausäure nahm und am 29., trotz der Be⸗ mühungen des Schiffsarztes, ihn zu reiten, der Vergiftung erlegen in. Die Ursache des Selbstmordes ist unaufgeklärt. Bitte. Eine junge, gebildete Frau mit zwei prächtigen Knaben von 3 und 5 Jahren harten schon seit 14 Tagen im Gasthause zum„seinernen Haus“ dahter auf die Rückkehr ihres Gatten und Vaters, welcher sie seit dieser Zeit heim⸗ lich verlassen und durch sein räthselhaftes Verschwinden die entsetzlichsten Befürchtungen in der Seele seiner Gattin wach gerufen hal. Sorgfältig eingezogene Erkundigungen aus dem früheren Wirkungskreis dieses Mannes stellen es außer Zweifel, daß das Ausscheiden aus seinem voꝛ⸗ maligen Verhältnisse kein gezwungenes, kein durch Ver⸗ übung verbrecherischer oder auch nur ehrloser Handlungen bedingtes gewesen ist, sowie ferner, daß seine Ehefrau in ihrer Vergangenheit den gerechtesten Anspruch auf Achtung und Theilnahme in ihrer jetzigen, verzweiflungsvollen, unverschuldeten Lage besitzt. Welches Schicksal den Ver⸗ mißten erreicht hat— wer will das wissen? Genug, die Thatsache liegt vor, daß jene Frau mit ihren Kindern von Allem, selbst den nöthigsten Kleidungsstücken entblöst, bis jetzt nur durch die Mildthätigkeit dritter Personen erhalten worden ist und ohne menschenfreundliche Hilfe und Unterstützung die Reise in ihre ferne Heimath (preußisch Polen) nicht bewerkstelligen kann. Wir vertrauen auf das Mitgefühl der Bewohner, vor⸗ nehmlich der Frauen und Jungfrauen unserer Stadt, welches sich schon so manchem Unglücklichen gegenüber be⸗ währt hat, wenn wir hiermit die Bitte aussprechen baldigste Hilfe eintreten zu lassen. Zur Empfangnahme von Liebesgaben sind die Unter⸗ zeichneten gerne bereit, üder deren gewissenhafteste Ver⸗ wendung öffentlicher Nachweis erfolgen wied. Friedberg den 29. Juni 1870. G. Philippi. Jacob Engel, großherzoglicher Hof-⸗Agent. Die Expedition. Bereits gingen ein: Von L. Weis 30 kr., S. Schloß 12 kr., C. H. 18 kr., Dr. Klein 1 fl. Einiges an Kleidungsstücken. N Cronenberg, Landgerichtsdiener. F. Reuß. Holz ⸗Versteigerung. 1788 Montag den 4. Juli l. J, Morgens 9 Uhr anfangend, soll im hiesigen Stadtwalde, Diftrikt Sommerberg, folgendes Holz meistbietend versteigert werden: 0 31⅝ Stecken Buchen-, Eichen⸗, Kiefern⸗ u. Ae pen⸗ Scheit⸗ und Prügelholz. 33¾ Stecken Buchen⸗, Kiefern- und Stockholz und 1775 Wellen desgl. Relsholz, sowie 100 Stämme Eichen-, Buchen- und Kiefern-Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz und 22 Stück Kiefern Stangen. Die Zusammenkunst ist am„kaiserlichen Kirchhof.“ Butzbach am 27. Juni 1870 Großherzogliche Bürgermeisterel Butzbach Kü ch el 1 Aspen⸗ Schaafpferch-Versteigerung. 1799 Freitag den 1. Juli l. J., Vormutags 11 Uhr, werden in hiesigem Rathhause 10 bis 15 Schaaspferche öffentlich meistbietend versteigert. Friedderg den 28. Junt 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fo ucar. V 1795 Samstag den 2. Juli 1870, Mittags 1 Uhr an⸗ fangen, sollen im Nieder-Welseler Gemeindewald, Otstrict Langscheid 109 Haufen Streulaub einer öffentlichen Verstetgerung ausgesetzt werden. Die Zusammenkunft ist an der Schneiße am Kleebrunnen. Nieder, Weisel den 28. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisei Reuter. Bekanntmachung. 1787 Die am 21. und 22. l. M. in dem Gräflichen Revier Bainhards abgehaltenen Holzversteigerungen sind genehmigt und der erste Abfahrtag für beide Vei⸗ steigerungen auf Freitag den 1. Juli l. J. an⸗ beraumt. Wickstadt am 24. Juni 1870. Gräfliche Oberförsteret Assenheim Schal las. Dr. Krüger, Augenarzt in Franksurt a. M, Bleichstraße 66a, 1777 ist in den Monaten Jult, August und September anstatt Nachmittags von 3— 4 Uhr zu sprechen: Vor⸗ mittags von 9— 10 Ubr, Nachmittags von 4— 5 Uhr. Für Undemittelte(unentgeltlich) wie bisher von 121 Uhr. 5 * 1 5 6 * 5 5 —..... 1199 4 10 ht paldes e 796 80 Zuf Ob 17787 won Frankfurt a. M. find einige Stellen für 0 9 Dienstag den 5. Juli 1. J., Vormittags 9 Uhr sangend, werden R Freiberrlich v. Ritter'schen dungen zu Hof. Dasselbeck an Eichen⸗Schälholz: 8 4½ Stecken Scheit; . rügel⸗ und N 6772 Wellen Reisbolz⸗, sodann 2 9 Läste Späne und 2 Stämme Eichenholz von 13 Cubikjuß Inhalt an die Meifibietenden verkauft. Die Zusammenkunft ist oberhalb des Pflanzgärtchens. Frtedberg den 27. Juni 1870. * In Auftrag der Freih. v. e ee zu Rüdesheim 5 iin. 1794 Montag den 4. Juli d. J., Morgens 8 Übr, werden im hiesigen Stadtwalde, Distrikt Raud, nach⸗ verzeichnete Holzsortimente öffentlich an den Meift⸗ bietenden versteigert und zwar: f 81 ½ Stecken geschält Elchen⸗Prügelbolz. 10357 Wellen 5 6 Reishohz, 15 Stück 75„ Stämme zu 90 Cbf., 645„Stangen zu 802„ 1786 Für die gegen Credit zu beztebenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerke mit dem 1. Jult d. J. eine neue Creditperiode laufend bis Ende September und verbunden mit elner Zahlungssrist bis Ende Dezember 1870. Die Preise bleiben wie seither. scheins erforderlich. Dorbeimer Bergwerk den 27. Junt 1870. e Die Fuhrleute wollen die Gegenschelne, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen damit die einzelnen Bezüge 5 Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen⸗ in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Groß herzogliches Bergamt Dorbelm Tecklenburg. Jahreseinnahme pr. 1869 2 7 65 Läste Allerleiholz. Bad Nauheim am 25. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim Schutt. Holz- Versteigerun—g 1789 Montag den 4. Juli d. J.. Morgens präcis 19 Uhr, werden im Schlag Nr. X. des Domanial⸗ waldes Weflerfeld'scher Wald dei Oder Rosbach verfleigert: 3 Stecken Eichenschäl⸗Prügel, 7964 Eichenschäl⸗Wellen, S6 Läffe Allerletholz. Zufammenkunst im Schlag. Ober⸗ Rosbach am 27. Juni 1870. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach Jochem, Verwalter. Gutsverkauf. 1653 Der Unterzeichnete beabsichtigt seinen eigentbüm⸗ lichen Grundbefitz, welchen er seit Jahten in Staden dewirthschaftet hat mit seiner dazu gebörigen großen Dofrasthe unter annehmbaren Bedingungen aus freier Dand zu verkaufen und zwar nach Belieben mit oder ohne Inventar und Ernte. Dieser Grundbesitz entbält an Ackerland, Gärten, Wiesen und Baumstücken 77363 Großherzoglich Hessische Quadrat. Klafter. Die Dosrollhe liegt angrenzend an dem Niddafluß, ift sehr geräumig und dauerhaft gebaut. Kaufliebbaber hierzu konnen noch außer mir mit Herrn Dofmetzger C. F. Walz in Fried⸗ berg darüber unterhandeln, vorbehältlich meiner Ge⸗ mehmigung, den Handet auch abschließen. Staden in der Wetterau, Kreis Friedberg. den 15. Juni 1870. Johs. May. 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J. bier galtfindenden landwirthschafklichen Ausstellung bringen die Unterzeichneten 40 Stück gute, schwere Zugpferde, melst Brabanter Schlags, zum Verkaufe, welche theil⸗ wweise aus freler Pand abgegeben, theilweise am Dienstag den 5. Juli, Vormittags 10 Ubr, auf dem Platze der Ausstellung zur öffentlichen Verfleigerung gebracht werden Elsenbahnbau⸗ Gesellschaft von Schöttle& Cie. in Darmstadt 1775 Dividende der Versicherten im J. 1870 5 1732 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhondenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Ver⸗ theilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofgerichts⸗Advokat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnehmer Louis Höhler in Büdingen. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Juni 1870 67/233 100 Thlr. 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