* raster Abreite date, sagen bt N. Jule inßet. 1 J. Dann de Ananas⸗ senzen F ert sch. A g. neigt ursere ge alt krieger, arten wit hiermd 9 5 ritrdliebtren. —— feuddeth 7 *. st. 16. tadtkirche! bar. früh hat die Belagerungs⸗ Artillerie das u not chr Jen! nech, yr 71 GSguebn 3*¹ 19821 195 uu WST Donnerstag den 29. Dezember. Sun ro im e nnn uni 5 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fritdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Ver sailles, 25. Dez., Morgens 10 Uhr. Der Königin Augusta in Berlin. Vorgestern hat Manteuffel den Feind bei Amiens geschlagen, Details fehlen. Hier nichts Ernstliches vorgefallen, Feind aber immer noch mit Massen vor seiner Ostfront bivouakirend. Heute 9 Grad Kälte, aber heiter, ohne Schnee und Wind. Wilhelm. Versailles, 25. Dez., 4 Uhr Nachmittags. Der Königin in Berlin. Manteuffel machte über 1000 Gefangene und nahm einige Geschütze. Die Verfolgung begann erst heute nach Arras. Wilhelm. Versailles, 25. Dez. Am 24. Dez. ver ⸗ suchte der Feind zur Deckung seines Rückzuges verschiedene Offensivstöße gegen General Manteuffel, wurde aber zurückgeworfen. Ueber 1000 unver⸗ wundete Mannschaften sind bis jetzt in unseren Hän⸗ den. Am 25. d. früh meldet General v. Manteuffel, die geschlagene Nord⸗Armee wird von mir in nord⸗ östlicher Richtung verfolgt. v. Podbielsky. Versailles, 26. Dez. Am 25. Dez. er⸗ reichte General v. Manteuffel in der Verfolgung der feindlichen Nordarmee Albert(in nordöstlicher Richtung von Amiens), wobei Gefangene ein⸗ gebracht wurden. Vor Paris unterhielt der Feind am 26. Dezember ein wirkungsloses Feuer aus den Forts. v. Podbielskpy. Versailles, 27. Dez. Seit 7 Uhr Feuer gegen den Mont Avron eröffnet. v. Podbielsky. (Der Mont Avron liegt vor dem Fort de Rosny zwischen Neuilly und Villemomble und ist nach den Kämpfen an der Marne Anfangs Dezember mit neuen Batterien garnirt und befestigt worden.) * Verfailles. Der König von Preußen hat untetm 22. d. an den General v. d. Tann fol⸗ gende Ordre erlassen: Das Ihnen untergebent königlich bayrische 1. Armtecorps hat fast 3 Monate unmittelbar am Feinde gestanden, in dieser Zeit zahlreiche Gefechte geschlagen und Anstrengun⸗ gen erduldet, wie selten einem Truppentheile zu“ gefallen. Sie haben sich in dieser Zeit vielfach Anspruch auf Anerkennung erworben, in deren Bethätigung ich Ihnen hiedurch den Orden pour le mérite verleihe. Mit dieser Decoration lasse ich Ihnen jetzt, wo das Armeecorps in sein frü⸗ heres Verhältniß zur 3. Armee zurückkehrt, auch noch beifolgende 80 eiserne Kreuze 2. Klasse zu ⸗ gehen und ermächtige Sie, dieselben an Offiziere und Mannschaften des königlich hayrischen 1. Armeecorps zu vertheilen, die sich unter statt⸗ gehabten schwierigen Verhältnissen besonders aus⸗ gezeichnet haben. — Der Kanzler des norddeutschen Bundes tichtete von Versailles am 23. Dez. nachstehendes Telegramm an das auswärtige Amt in Berlin: „Sie wollen dem hanseatischen Ministerresidenten nittheilen, daß die große Tapferkeit, mit der die beiden hauseatischen Regimenter sich an der Loire geschlagen haben, in der Armee allseitig gerühmt worden ist. v. Bismarck.“ — Nach der„Karlsr. Ztg.“ besteht die Ver- bundung des Divisions-Commandkurs General- Lieutenant v. Glümer in einem Streifschuß am — Aus Paris hat man Nachrichten, aus denen hervorgeht, daß Trochu und Duerot mehr als je mit der Arbeit der Armee⸗Reorganisation beschaftigt sind. Ein ganzes Corps hat der vielen Verluste wegen, die es erlitt, aufgelöst und unter andere Truppentheile vertheilt werden müssen. Eine Anzahl von Verurtheilungen wegen schlechter Haltung vor dem Feinde wurde im Journal Officiel veröffentlicht und eben so viele Offiziere namhaft gemacht, die sich hätten gefangen nehmen lassen. Neben allem diesem tritt ein Artikel des „National“ hervor, der zum ersten Mal wieder seit dem 14. Nov., dem Tage, an welchem die Schlacht bei Coulmiers in Paris bekannt wurde, offen zum Frieden und zum Nachgeben räth. Dieser Artifel findet gleichzeitig ein seltsames Echo in einer Phrase, welche der nach Bordeaux als Regierungs- blatt verlegte Monileur Universel publieirt und die lautet:„daß man siegen oder sterben wolle, daß man aber, würde man doch zum Nachgeben gezwungen, fetzt mindestens mit Ehren fallen könne!“ Es ist das erste Mal, daß ein offizielles Organ in Frankreich die Eventualität des Nach- gebens als möglich zuläßt und somit sicherlich ein Zeichen der Zeit. — Wie man der„K. Z.“ aus Versailles schreibt, wird man vom Hauptquartier nach Paris die Warnung richten, daß hinfort jeder Luftschiffer, der in unsere Gewalt fiele, als Spion erschossen werden solle. Nach dem Kriegsgesetz kann Jeder⸗ mann, der als Träger eines Briefes die Vor- vostenlinie durchbricht, als Spion behandelt werden. — Der„Daily News“ wird aus Conlie geschrieben, daß das dortige Lager aus nahezu 50,000 Mann besteht, von denen jedoch nicht mehr als 20,000 bewaffnet sind. Muthmaßlich liegen in Brest mehrere Tausend Büchfen, die aus England geschickt wurden, im Depot; da aber die Behörden dieselben nicht bezahlen können, bleiben sie eben dort liegen. Um diesen Waffen⸗ mangel so wenig fühlbar zu machen wie möglich, sind die Offiziere auf folgendes Auskunftemlttel], verfallen: Sie lassen die Leute regelmäßig jeden Tag exertiren und wenn ein Batalllon fertig ist, gibt es seine Waffen an ein zweites ab, und so fort, so daß jeder Soldat täglich wenigstens ein Mal ein Gewehr in die Hand bekommt! Straßburg. Seitens des Gouvernements ist eine verschärfte Verordnung über die Aufrecht⸗ haltung der Fremdenpolizei erlassen worden. Dar— nach muß jeder, der Fremde bei sich aufnimmt und logirt, dieselben sofort nach ihrer Ankunft, längstens innerhalb 2 Stunden, anmelden. Diese Verpflichtung liegt, nicht allein den Gastwirthen, sondern auch den Privaten ob und bezieht sich auch auf die Nachtzeit. Die unterlassene, die verspätete, die unvollständige und die falsche An- meldung wird mit Geldbuße bis zu 500 Franken oder mit Arrest bis zu 6 Wochen geahndet. In Wiederholungsfällen erfolgt kriegsrechtliches Urtheil. Bern. Die Pruntruter Deputation, die sich in das Lager vor Belfort begeben, fand bel dessen Commandanten die beste Aufnahme. Die Abzugs bedingungen(für die Weiber, Kinder und Greise) sind noch nicht bekannt. Aus Pruntrut, 24. d. M., wird gemeldet: 25,000 Mann sind aus Lyon in Besangon an— gekommen und marschiren nordwärts. Die Eisen⸗ bahnverbindung zwischen Lyon und Besangon ist unterbrochen. Montbeliard wird stark verschanzt Arm. Derselbe führt das Commando fort. und verbarricadirt. Hessen. Darmstadt. Von der Groß⸗ herzoglich(25.) Divisten werden weiter folgende Verlustlisten veröffentlicht: 1. Reitet⸗Regiment. (Gefecht bei Bois⸗Commun vom 24. November.) 3. L.⸗Schwadron. Garde⸗Chev. Jakob Grimm, Harperts⸗ hausen, Il. v., Sch. d. d. Arm. Laz. Beaumont le Gatinais. 10 (Gefecht bei Beaune la Rolande vom 28. Nov.) 3. L.⸗Schwadron. Sergeant Friedr. Schmitt, Elsheim, Sch. d. d. Hals. Laz. Beaumont le Gatinais. 3. Schwadron. Garde⸗Chev. Franz Wagner, Castel, . v., Sch. d. d. Oberschenkel. Laz. Beaumont le Gatinais. f (Gefecht dei Teillay vom 3. December.) Leib⸗Schwabron. Wachtmeister Johannes Hammel, Lollar, schw. v., Sch. d. d. Leib. Laz. Acheres. Corporal(Einjährig⸗Freiwilliger) Jak. Bernh. Grüninget, Bußbach, schw. v., Sch. j. d. l. Brust, auf dem Platze geblieben. Garde⸗Chev. Conrad Dietz, Utphe, l. v. Sch. i. d. r. Wade. Laz. Acheres. ö Garde⸗Chev. Georg Schad, Echzell, l. v., Sch. i. d. x. Unterschenkel. Laz. Acheres. Garde⸗Chev Conrad Jung, Steinfurth, l. v., Prellsch. in's r. Schulterblalt. Ist beim Regiment. Garde⸗Chev. Johann Dietrich, Groß⸗Lüder, l. v., Strfsch. a. r. Oberschenkel. Ist beim Regiment. Gefreiter Wilh. Jakob Unger, Heppenheim, l. v. Prellsch. a. r. Hinterbacken Ist beim Regiment. (Gesecht bei La Ferte vom 5. December.) 4. Schwadron. Garde⸗CThev. Adam Roth, Altheim, l. v., Sch. d. d. r. Arm. Laz. Orleans. 2. Reiter⸗ Regiment. (Gefecht bei Montargis vom 19. November.) 4. Schwadron. Chev. Johannes Arras, Vielbrunn, Verw. unbekannt. Chev. Wilhelm Frankenberger, Oberramstadt, Vetw. unbekannt. (Gefecht bei Montbartrdis vom 24. November.) 4. Schwadron. N Rittmeister Paul Wernher, Nierstein, I. v., Lanzenstich i. d. Brust. Lieutenant Georg Frhr. v. Riedesel, Lauterbach, dermißt. Sergeant Hermann Neumann, Langsdorf, vermißt. Sergeant Heinrich Gries, Büttelborn, vermißt. Chev. Arnold Gedult v. Jungenseld, Darmstadt, vermißt. Corporal Johannes Astheimer, Bischofsbeim, Sch. d. d. r. Hand u. r. Fuß. Laz. Beaune. Chev. Georg Peter Heilmann, Schönnen, Lanzenstich i. d. Brust. Laz. Beaune. Chev. Heinr. Eschdach, Fürfeld, l. v., Sch d. Laz. Beaune. Gefreiter Carl Jennewein, Aubenheim, vermißt. Chev. Phil. Heinr. Schneider, Klein⸗Karven, vermißt. Chbev. Philipp Herge, Schneppenhausen, vermißt. Chev. Jakob Espenschied, Reunersheim, vermißt. Chev. Johann Peter Herder, Lehheim, vermißt. (Gefecht bei Bellegarde vom 24. November. 3. Schwor. Chev. Jobs. Muth Gimbsheim, schw. v., Schuß durch die Bust. Laz. Beaune. (Gesecht bei Beaune vom 28. November.) 3. Schwor. Chev. Georg Müller, Hähnlein, 1. Streissch. am Kopf. (Gesecht bei Artenay vom 3. Dezember.) Leib⸗Schwor. Chev. Joh. Helmstädter, Rimhorn, l. v., Schuß durch die Schulter. (Gefecht bei Orleans und St. Cyr en Valle vom 4. Dez.) Leib⸗Schwor. Chev. Heinesch Döll, Roßdorf, k. v., Schuß in den Oberschenkel. 4. Schwor. Corp. Joh. Eisert, durch die Brust. Großherzogliche Feldartillerie. (Gesecht bei Cevilly vom 3. Dezember. 2. schwere Fußb. Bedienungskanonier Johannes Leiser, Erzhausen, 1. v., Schuß durch den J. Schenkel. (Gefecht in der Vorstadt von Orleaus vom 4. Dezember.) 3. leichte Fußb. Fahrkanonier Peter Kohl, Gößenhain lodt, Schuß durch die Brust. 5 Gefecht bei St. Dye vom 9. Dezember. 1. schwere Fußb. Fahrgesreiter Heinrich Boß, Langenhain, l. v., Skreissch. am J. Oberarm, befindet sich bei der Batterie. 1. schwere Fußb. Bedienungskanonier Heinrich Ruppert, d. I. Arm. ve, Wenings, todte, Schuß Obergleen, J. v., Schuß am l. Arm. Laz. Artenay. 1. schwere Fußb. Obergefreiter Bernhard Amann, Ober⸗ tiefenbach, l. v, beim Durchgehen der Pferde gequescht, befindet sich bei der Batterie. 1. schwere Fußb. Bedienungskanonier Philipp Balser, Reiskirchen, l. v., beim Durchgehen der Pferde ge⸗ quescht, befindet sich bei der Batterie. 1. leicht Fußb. Bedienungskanonier Christ. Wilhelm Pfannmüller, Langen, l. v., Streisch am l. Unterschenkel, befindet sich bei der Batterie. 1. leichte Fußb. Fahrkanonier Joseph Rühl, Ober⸗Wöll⸗ stadt, l. v., Streissch. am l. Kniegelenk, befindet sich bei der Batterie. (Gesecht bei Blois vom 10. Dezember.) 1. leichte Fußb. Corporal Wilhelm Kuhn, Neuffadt, schw. v., Schuß in die l. obere Brust, befindet sich im Lazareth Vorstadt Blois und wurde am 11. nach Orleans verbracht — In der zweiten Kammer erfolgte nach achtftündiger Discussion von vorwiegend juristischem Interesse die Annahme der Uebergangsbestimmungen in Bezug auf das am 1. Januar 1871 bei uns in Kraft tretende Strafgesetzbuch des norddeutschen Bundes. Ein Antrag des Abgeordneten Dern⸗ burg, in Zukunft die Vergehen, welche durch die Presse begangen werden, der Competenz der Schwur⸗ gerichte zu unterstellen, wurde gegen 14 Stimmen abgelehnt. — Dem Flügeladjutanten S. K. H. des Großherzogs, Major v. Küchler, attachirt dem Stabe der Großherzoglichen Division, wurde von S. M. dem König Wilhelm unterm 20. der Orden des eisernen Kreuzes verliehen und durch den Corpscommandanten General v. Manstein überreicht. — Der Ministerialsecrelär II. Classe bei dem Ministerium der Justiz Carl v. Kreß wurde zum Ministerialsecretär I. Classe und der Ministerial⸗ setretär III. Classe bei demselben Ministerium Hermann v. Bechtold zum Ministerialsecretär II. Classe bei diesem Ministerium ernannt. — Der Kreisrath des Kreises Gießen und Director der Provinzial ⸗ Direction Oberhessen Dr. Theodor Goldmann ist zum Kreisrath des Kreises Darmstadt und zum Director der Pro- vinzial⸗Direction Starkenburg ernannt worden. Gießen. Dem„Fr. J.“ wird unterm 26. d. von hier berichtet: Gestern kam auf hiesigem Bahnbhofe, vom Beginn des Krieges an gerechnet, der tausendste Milikär⸗Extrazug. Auf demselben waren 100 Berliner Trainsoldaten mit 175 Pfer⸗ den. Da sich diese Mannschaften am Weihnachts ⸗ abend unterwegs befanden, war ihnen von den Offizieren und Beamten der Etappe in der großen Militär⸗Speisehalle ein Christbaum aufgebaut, von welchem jeder Soldat ein kleines Geschenk erhielt. Nach dem Essen gab der Verpflegungs Lieutenant jedem Mann extra einen Schoppen Grog. Mainz. In Folge der jedem Soldaten der Garnison ertheitten Befugniß, gegen Ungebühr⸗ lichkeiten der Kriegsgefangenen einzuschreiten, wurden drei aus dem Lager in die Stadt beurlaubte Turcos in betrunkenem Zustande an⸗ gehalten, wobei der eine sich mit einem Messer widersitzte. Sie wurden indessen bewältigt.— Nachdem der Militärbehörde aus der Mitte der französischen Offiziere selbst belegte Warnungen vor den Wirkungen planmäßiger Hetzereien zuge⸗ kommen sind, ist dem Vernehmen nach sofort die Garnison verstärkt worden. Die Truppen werden mit Eintritt der Dämmerung consignirt, und es sind alle Maßregeln getroffen, um jedem Durch⸗ bruchsversuch auf das Energischste zu begegnen. Die Erbitterung der Garnisonstruppen ist unver⸗ kennbar, und sie findet in der Stimmung der Bürgerschaft ebenso berechtigten Widerhall. Preußen. Berlin. Der„Stactsanzeiger“ veröffentlicht ein Circular des Bundeskanzlers vom 14. Dezember an die Gesandten des norddeutschen leichterungen zu gewäßren seien un wal zur Erfüllung der zösischen Regierung abzuschlicßenden Conventionen ohne eine materielle Garantie haben können. In⸗ den deutschen Regierungen vorbehält, lenkt er Ausmerksamkeit hierauf, damit etwaige Reclä⸗ mationen der französischen Machthaber gegen zu treffende Vorsichtsmaßregeln eine sachentsprechende Würdigung finden.— — Eine Bekanntmachung des Generalpostamts gestattet die voͤrübergebende Zulassung gewöhnlicher Feldpostbriefe von mehr als 4 Loth bis 8 Loth zur unentgeltlichen Beförderung während der Tage vom 27. d. M. bis zum 9. Januar k. J. ein · schließlich. dem Könige die Glückwünsche seiner Regierung zu der von den Fürsten, den freien Städten und dem Reichstage ausgesprochenen Bitte um Annahme der deutschen Kaiserkrone ausdrücken zu lassen. — Der Ausschuß des Congresses deutscher Landwirthe hat den Beschluß gefaßt, von dem Zusammentritt des Congresses im Febkugt des nächsten Jahres Abstand zu nehmen, den Congreß dagegen einzuberufen, sobald es die Zeitverhält⸗ nisse gestatten, als spätesten Termin jedoch den Februar 1872 in's Auge zu fassen. V Stade. Am Abend des 20. d. trafen hier 20 französische Kriegsgefangene mit ihren Burschen von Hamburg ein, in Folge eines Erlasses des Generals v. Falckenstein, wonach für jeden deser · tirten Offizier 10 andere in strengere Haft ge nommen werden sollen. Die Internirung scheint ziemlich strenge gehandhabt werden zu sollen, da der betreffende Casernier dem Vernehmen nach die Weisung erhalten hat, sich auf die gewöhnlichen Bedürfnisse seiner demnächstigen Gäste einzurichten. Düsseldorf. In voriger Woche wurde in einer Restauration ein französischer General wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. Köln, 24. Dez. Die„A. A. Z.“ meldet von hier: Der cuchlose Verschwörungsplan, welcher einen Aufstand und Durchbruch der französischen Kriegsgefangenen zum Zweck hat, ist seit einigen Stunden zu allgemeiner Kenntniß gelangt, und erweckte natürlich die tiefste Indignation der ge⸗ sammten Bevölkerung. Dieser Plan erstreckte sich zunächst auf die zu Köln, Koblenz und Mainz befindlichen Kriegsgefangenen, also auf eine Ge⸗ sammtzahl von etwa 60,000 Mann. Zum Zeit⸗ punkte des Aus bruches war die Nacht pom heutigen Christfest bis zum morgigen ersten Feiertag be⸗ stimmt. Die Militär- und Polizeibehörden waren genau davon unterrichtet, und vor wenigen Stun⸗ den rückten bedeutende Verstärkungsmannschaften, Kartätschen reichlichst versehen, nach Kalk und Wahn ab. etwa 10,000 Mann belaufend, ist seit 5 Uhr in des Generalmarsches zum Ausmarsch bereit zu sein. Nachweislich wollte man in Köln, Koblenz und Mainz die verhältnißmäßlg sehr geringen Wach⸗ mannschaften auf gegebene Zeichen überfallen, ent⸗ waffnen und ermorden, und daun unter Mord und Brand der französischen Gränze zueilen, wo man, zunächst im Elsaß, auf den erwarteten Succurs rechnete. Koblenz. fach gemachten Versuche zur Desertion der sran⸗ Bundes. Dasselbe macht auf die häufigen Ent⸗ zösischen Offiziere und Gefangenen sind die Meß weichungen französischer Offiziere unter Bruch des Ehrenwortes aufmerksam, welche eine besondere Bedeutung dadurch erhalten, daß die französische Regierung den Wortbruch durch die Anstellung der Entflohenen billige und daß die französische Armee nicht die Aufnahme Wortbrüchiger in ihren Reihen verweigere; dadurch nehme die französische Regierung und alle Offiziere die Mitverantwort⸗ lichkeit des Wortbruches auf sich. Die deutschen Regierungen haben nunmehr zu erwägen, ob ferner hin den gefangenen Offizieren die üblichen Er⸗ regeln zur Bewachung sehr verstärkt worden. Den französischen Offizieren ist das Lesen der sehr antideutsch gehaltenen„Independance belge“ ent- zogen und das Auflegen berselben in öffentlichen Lokalen verboten worden. Wiesbaden. 200 der hiesigen kriegsge⸗ fangenen französischen Offiziere werden in Folge eingetroffener Ordre weiter ostwärts befördert, nach Sachsen, Königsberg u. s. w. — Um der ihnen drohenden„Evacuation“ nach den Ost⸗ und Nordmarken des Vaterlandes zu d welches Ver⸗ entgehen, sollen sich von den hier int n a 100 1 fangenen französischen Offizieren nicht Aer französtschen Besehlshabern oder mit der fran⸗ 200 krank gemeldet haben. Sie fürchten wohl dem der Bundeskanzler die Entschließungen hierüber — Der„Kreuzzeitung“ zufolge ersuchte der englische Gesandte den in Versailles befudlichen Odo Russel, durch den Bundeskanzler am 18. Dez. in Infanterie und Artillerie bestehend, letztere mit Das gesammte Besatzungsmilitär, sich auf den Casernen consignirt, um bei dem ersten Schlage Durch die seit letzter Zeit viel⸗ e⸗ in den ostpreußischen und schlesischen Festungen eine Art von Sibirien zu finden; kretzven dürfte die Gefahr der Versetzung dahin kaum noch ab⸗ zuwenden sein. i 8 Bayern. München. Drei Gendarmen brachten die mit dem Luftballon aus Paris bei Rödersdorf gelandeten und verhafteten vier Per⸗ sonen hier ein. Es sind dieß: 1. Adolph Lepinay, Ingenieur aus Paris, 2. Joseph Verxrecke, Luftballonschiffer, vormals Kunstreiter, 3. Franz Jouffryon, Mechaniker, 4. Juilloc, Commisstonär aus Paris. Dieselben wurden sofort in das k. Militärgefängniß hier abgeliefert. Würtemberg. Stuttgart. Die Abge⸗ ordnetenkammer genehmigte die Anträge der Com⸗ mission auf Zustimmung zu den Verträgen, und zwar wurden angenommen: 1) der Vertrag mit dem norddeutschen Bunde mit 74 gegen 14, 2) der Vertrag mit Bayern mit 76 gegen 12 Stimmen. Die Zustimmung zu der Bezeichnung „deutsches Reich“,„deutscher Kaiser“ wurde mit 81 gegen 7 Stimmen ertheilt. Oesterreich. Wien. Der Kaiser hat ein Telegramm aus Versailles mit der Mittheilung empfangen, daß Befehl ertheilt sei, sämmtliche österreichische Eisenbahnwagen sofort zurückzusenden. Luxemburg. Wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat die Luxemburgische Regierung eine ausführliche Denkschrift als Antwort auf die preußische Note den Mächten, welche den Vertrag von 1867 unterzeichnet haben, übergeben lassen. Schweiz Die letzte Scheidewand des Montcenis⸗Tunnels ist am 25, Dez. Nachmittags 4 Uhr genau in der Mitte des Tunnels durch⸗ brochen worden. Frankreich. Bordeaux. Ein Decret der Departements, um den Polizeidienst im Rücken der Armee zu sichern, und die Flüchtigen, die Deserteure und die Versprengten gefangen zu nehmen. Ein anderes Decret errichtet Recon⸗ valestenten⸗Depots zu Nantes, Bayonne, Toulouse, Mbntpelllet und Perpignan. Nach einer amtlichen Mittheilung ist Tour vom Feinde besetzt. General Pisani hatte demselben vorher das Vorrücken mehrere Stunden lang streitig gemacht, trotzdem er bei Monndie nur 6000 Mann und 6 Kanonen hatte.— General Chanzy soll in Le Maus ein⸗ getroffen sein; Gambetla soll Bourges verlassen haben, um zur Armee von Lyon abzugehen. Eine Depesche des Präfecten des Departements der Rhone meldet: Gestern wurde zu Lyon der Ba⸗ laillonschef der Nationalgarde Croix⸗Rousses, ein anerkannser Republikaner, von Personen, welche wahrscheinlich im Solde des Feindes standen, ergriffen und erschossen, nachdem eine Art Ge⸗ richtsverfahren vorausgegangen war. Ein Tele ⸗ gramm Gambetta's sagt, es seien Maßregeln ge⸗ offen, um die Schuldigen zu entdecken.— Einem Brief aus Paris vom 17. December zufolge war eine Zählung der Einwohner angeordnet, um die Entdeckung von Militärpflichtigen und eine gerechte Vertheilung von Lebensmitteln her⸗ beizuführen. 3 — Berichten aus Bourges zufolge wird Bourbaki durch die Benerdle Clincamps und Billot unterstützt. Die in Cherbourg zusammen⸗ gezogenen Truppen sind plötzlich abmarschirt; es heißt, daß sie zur Armee Chanzy's stoßen sollen. — Das aus Paris hier eingetroffene „Journal Officiell« vom 20. d. erklärt gegen⸗ über den Vorwürfen verschiedener Journale, welche die Politik der Regierung eine schwan⸗ kende nennen, das Programm der Regierung sei, die Jnvasion so lange zu bekämpfen, bis dieselbe zurückgeschlagen, oder ein ehrenvolles Abkommen getroffen sei. Die Regierung werde von diesem Programm nicht abweichen, auch müsse. Indessen träten die Anstrengungen der Provinzen, trotz vieler Unglücksfälle, täglich mehr hervor. Der Artikel schildert sodann die ls der Kegierung mobilisirt die stabile Gensdarmerie kfolgte lang es Dunkel Somme wenn Paris allein den Widerstand fortsetzen Lage der Provinzen und gesteht die Bedenk? u dhe „Const. Depart Einwol sind. Cline entfloh. Er hab. licht f des N. der No Mitter Daour rechten linken. gesteckt genom Positie 76 enfernt eine K. naten Opfer. Die Maire don dt Feind kr erw getrieh bird angege kurüdk u sahun, „0 gegen 12 Bago nnz Durde mit deiser hat eit Nittdalung „sarmtllicht rrüchusenden unttrrichteten de Ktgitrung wort auf dit den Vertrag ugtden lassin drward del Nachmittags untels durch⸗ Ein Derr Stusdarmtrit te im Rüden lichtigen, dit gefangen N Necon⸗ Toulouse, ut gullichen fl. Gtntrdl 4 Botrüdg 1 trotzden 15 6 Kanon te Nan di rots verlast usch ln. En tnt 1 ppon der On 70 chen, a sottich⸗ lichkeit derselben zu, meint aber, gerade dies lege die Verpflichtung auf, den Kampf zusetzen. Paris weist entschieden den Gedanken einer Capitulation zurück. Die Regierung hofft zu siegen. Eine officielle Depesche des Generals Faidherbe über die Schlacht vom 23. meldet: Der Kampf dauerte von 11 bis 6 Uhr. Die Franzosen hatten eine vortheilhafte Position an einem Nebenflusse der Somme, zwischen Daburs und Contay, inne. Während des Kampfes wurden verschiedene Orte genommen und wieder verloren. Gegen 5 Uhr fand ein erfolgreicher Bajonnetangriff statt, jedoch ge— lang es den Preußen, unter dem Schutze der Dunkelheit sich in mehreren Dörfern im Thale der Somme festzusetzen. Die Franzosen bivouakirten in ihren Positionen. In der Weihnachtsbetrachtung des „Constitutionnel« wird angegeben, daß 30 Departements mit mehr als 14 Millionen Einwohnern von der deutschen Armee besetzt sind. Dasselbe Blatt versichert, daß General Clincamp, welcher in Metz gefangen wurde, entflohen und in Bordeaux eingetroffen sei. Er habe ein Commando unter Bourbaki erhalten. — Der„Propagateur de Lille“ veröffent⸗ licht folgende Depesche, welche der Präfect des Norddepartements aus dem Hauptquartier der Nordarmee erhalten hat:„Corbie, 23. Dec. Mitternacht. Schlacht auf allen Püncten von Daours bis Contay. Vollständiger Erfolg am rechten Flügel, unentschiedenes Resultat am linken. Im Centrum konnte der in Brand gesteckte Ort Pont des Nopelles nicht wieder genommen werden. Wir übernachten auf den Positionen des Schlachtfeldes.“ Tours, 21. Dec. Eine französische offfcielle Depesche meldet:„Der Feind etschien heute Morgen vor Tours auf den Hügeln, welche die Brücke Saint Pierre beherrschen. Eine Patrouille Kürassiere kam auf die Brücke. Von Bürger- haufen wurden Flintenschüsse abgefeuert, welche drei oder vier Reiter trafen. Die Patrouille entfernte sich darauf im Galopp. Alsbald wurde eine Kanonade auf die Stadt eröfftet; die Gra— naten fielen in die Straßen und es gab mehrere Opfer. Der Redacteur Beustheur wurde getödtet. Die Parlamentärflagge wurde aufgehißt. Der Maire ging dem Feinde entgegen und erlangte don dem Chef das Aufhören der Kanonade. Der Feind ist heute noch nicht in die Stadt eingerückt; er erwartet den Rist des Corps und den General. Aus Dole, 17. Dec., wird aus„officielle“ französischer Quelle gemeldet, daß 4500 Preußen Tags zuvor Pesmes(am Oignon) besetzt haben, um die dortige Brücke abzuschntiden; sie seien jedoch von mehreren Bataillonen der mobilisirten Jura-Legion angegriffen und bis Sauviguy zurück⸗ getrieben worden. Der Verlust der Franzosen wird auf 2 Corporale todt und 7—8 Verwundete angegeben. Die Deutschen sollen 2 Verwundele zurückgelassen und 3 Fuhrwerke mitgenommen haben. — Das französische Geschwader in Brest ist nach Havre abgesegelt. Tours ist vollständig be⸗ satzungslos. Chaudordy hat eine scharfe Note an Holland wegen Auslieferung entflohener Kriegs- gefangener an Deutschland gerichtet. — Aus le Mans wird geschrieben:„Beinahe 100,000 Franzosen stehen rings um unsere Stadt, von welcher die Eisenbahn noch über Rochefort fährt. Eine Schlacht an diesem wichtigen Knotenpunkte von 5 Eisenbahnen steht bevor. Bei Cherbourg concentriren sich 50,000 Mann. aus Corbie an den Präfecten des Norddeparte⸗ ments:„Heute von bee b der Brücke von Noyelles Wir find Herre des Schlachtfeldes geblieben nach einem langen Artillekiekampf, der mit einer Infanteriechakge auf der ganzen Linie endete,“ J officiellen Nachrichten aus dem deutschen Haupt⸗ quartier.) Belgien Brüssel. Die„Independance“ sagt in Betreff des Wortlauts der luxemburgischen Note des Grafen Bismarck, Preußens Benehmen sei völlig correct und inbvolvire weder eine Be⸗ drohung der Unabhängigkeit Luxemburgs, noch des Neulralitäts-Princips. — Aus Brest wird vom 22. d. gemeldet, daß der Kriegsdampfer„Austerlitz“ Befehl, erhalten hat, sich zur Aufnahme deutscher Kriegsgefangener herzurichten. — Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, wäte die Eatsendung Thiers als Vertreltr Frank“ reichs zur Londoner Conferenz wieder zweifelhaft geworden, da Jules Favre btabsichtigen soll, als Vertreter der französischen Regierung an der Con⸗ ferenz Theil zu nehmen. — Die hier eingetroffenen französischen Jour- nale sprechen sich äußerst unzufeieden über die Verlegung des Regierungssitzes aus. Die„Gazette de France“ nennt dieselbe eine Flucht. Die „France“ vom 16. d. schreibt darüber, daß die öffentliche Meinung darin ein Zeichen erblicke, daß die Situation bedenklicher sei als je. — Nachrichten aus Paris vom 21. d. melden, daß die Nahrungsmittel, abgesehen von den officiellen Rationen, außerordentlich theuer sind. Ein Scheffel Kartoffeln kostet 18 Franes, das Fleisch ist rar, die Bevölkerung erträgt den Mangel stoisch, für die Soldaten mangelt Nichts. — Die„Independance“ bringt folgende Nachrichten:„Havre, 22. Dec. Die Ver⸗ theidigungsmaßregeln werden nach Kräften be— schleunigt; ein erneuter Vormarsch der Preußen gegen den Nordwesten wird erwartet. Lyon, 25. Dec. Der Präfect hat in einer Proclamation die Nationalgarde aufgefordert, bei der Ermittelung der Mörder Arnand's behülflich zu sein. Oeffentliche Versammlungen und politische Manffestationen sind in Lyon verboten.— Lille, 26. Dec. St. Quentin ist wieder von den Preußen besetzt. Das baldige Beginnen des Bombardements von Mezieres wird erwartet.“ Großbritannien. London. Nach einer Mittheilung des auswärtigen Amtes ist der Zu⸗ sammentritt der Londoner Conferenz auf den 3. Januar festgesetzt. —„Daily Telegraph“ schreibt: Die fran⸗ zösische Regierung wird Thiers als Vertreter zur Londoner Conferenz senden. — Die„Times“ meldet: Fürst Karl von Rumänien hat an die Souveräne in Wien, London, Berlin und Florenz und an die Regierung in Bordeaux ein Memorandum gerichtet, in welchem derselbe die durch den Pariser Vertrag in Ru- mänien geschaffene Lage als unhaltbar darstellt und die besondere Aufmerksamkeit der Mächte auf diesen Umstand lenkt. — Die„Times“ enthält einen dringenden Appell an Frankreich und Preußen, neuem Blut- vergießen Einhalt zu khun. Preußen möge klare Bedingungen stellen. — Die„Times“ meldet, daß vom Mont [Valerien am 23. d. eine Granatkugel bis nach Lille, 23. Dec. General Faidherbe meldet St, Germain abgeschossen worden sei.— Der N ily Telegraph“ behauptet, daß R bei bes 422 36 Fise 15 mungen 18.5 — rankreich solls Savoyen und Nißza an den Pabst abtreten. je. Italien. Florenz. König Amadeus ist (Vergl. die am 26. d. abgereist; der Kronßinz, der Prinz Carignan und der Conseilspräsideßt begleiteten den König nach Spezzia; der Marinemjinister wird ihn nach Madrid begleiten. General Cialdini geht als Gesandter nach Madrid; derselbe foll zum Herzog von Gaeta ernannt worden sein. Doönaufürstenthümer. Bukarest. Die Nachricht von einer Circularnote, in welcher mit⸗ getheilt würde, die Regierung wolle die Frage über die Unabhängigkeit Rumäniens der Londoner Conferenz überbreiten, wird ofsiciell als vollständig erfunden bezeichnet. Die rumänische Regierung habe niemals daran gedacht, die Bande, welcht das Land mit der Pforte vereinigen, zu zerreißen, Amerika. Wafhington. Die Ernen⸗ nung Schenk's zum Gesandten in London wurde vom Senate ratificirt. Der Senat nahm Resolution an, welche den Präsidenten ermächtigt, Commissarien zu ernennen behufs einet Unter⸗ suchung der politischen Lage Domingos, sowie über die näheren Bedingungen der Annexion. Frankfurt. Sonntag Morgen wurde bier ein schweres Verbrechen entdeckt. Ein hier verbürgerter hoch⸗ bejahrter allein stehender Herr war von seinen Hausge⸗ nossen seit Freitag Mittag nicht gesehen worden. Als er am Sonntag Morgen immer noch nicht erschienen war, wurde Anzeige gemacht, und als hiernach das Zimmer des Herrn gewaltsam geöffnet würde, fand man denselben ermordet auf seinem Belte liegen. Alle Behälter im Zimmer waten geöffnet, auch eine Cassette, Gelder und Werthsachen fehlten, und war sofort klar, daß ein Raub⸗ mord vorliege. Unserer Criminal⸗Polizel ist s gelungen, dem Mörder alsbald auf die Spur zu kommen, und den⸗ selben schon in der Nacht von Sonntag auf Montag in einem Gasthaus in Mainz festzunehmen. Et ist ein schon mehrfach bestrafter Schneidergeselle aus Aschaffendurg und war im Besitz von ca. fl. 5000, die er seinem Opfer ge⸗ caubt hatte. Darmstadt. Unter den hiesigen Kriegsgefangenen sollen neuerdings Fälle von Widersetzung vorgekommen sein. Einem in der Stadt coursirenden Gerüchte zufolge, soll sogar ein französischer Unterofficier einen hessischen Officier, welcher die Kriegsartikel den Gefangenen vorlas, thätlich insulürt haben. Mainz. Am Abend des 22. d. fand in einer hiesigen Wirthschaft ein doppelt bedauerlicher Vorfall statt. Eine Gesellschaft franzosischer Officiere, welche sich seit einiger Zeit dork allabendlich eingefunden hatte, wollte, als deutsche Artilleristen, Sachsen und Preußen, die„Wacht am Rhein“ von einer dort spielenden Musik verlangten, zuerst dieses verhindern. Als dieses aber nicht gelang, forderten sie nach Beendigung der deutschen Melodie die„Marseillaise“. Hierüber Opposition seitens der Deutschen und ein heftiger Wortwechsel, der mit einem„Vor die Thüre werfen der Kriegsgefangenen“ endete. Der Vorfall ist, wie gesagt, doppelt bedauerlich, denn es ist der erste Exeeß dieser Art hier und 5 zweitens ersehen, wie sehr noch die Franzosen ihre Lags verkennen. Neueste Nachricht. a 3015 Nach soeben eingegangenem Telegramme ist alle r⸗ orts der lustige Herriedener Laubfroschkalender und Wetterprophet für 1871 eingetroffen und durch alle Buchhändler u. Buchbinder, in Friedberg namentlich durch Bindernagel& Schimpff, um 12 ke. zu beziede n. Derselbe enthält neben vielen der köstlichsten Erzählungen Schwänke u. s. w. eine vollständige, ernste Kriego⸗ geschichte des Jahres 1870 mit vielen Bildern und heiteren Randbemerkungen, dann die desien Krieg sanekdoten mit Illustrationen. Wegen dieser wunderbaren Fuͤgung darf Jedermann, der sich einen Laubfroschkalender kauft heute Abend Victoria schiessen. Kalender pro 1871. 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Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt Adolph Potbs dahier nachsolgende 0 in seiner Behausung öffentlich versteigern, a 3 Pferde, 8 Kühe, 6 Rinder, 1 Mutterschwein, 3 fette Schweine, 7 Sprenger, 24 Hühner, 2 voll⸗ ständige Wagen, 1 leichtes Wägelchen, 1 Chalse, 1 Schlitten, verschiedene Sorteu Pflüge, 2 Eggen, 1 Walze, verschledene Pferdegeschitre, 1 Häcksel⸗ maschine, 1 Schrotmühle, 1 vollständige Dampf brenneret, verschtedene ässer Bütten, Züber und Eimer, 4500 Centner Di ckwurz, 5— 600 Malter Kartoffeln eine Partie Heu, Grummet, Spreu, Korn⸗, Watzen⸗, Gersten⸗ und Haferftroh. Bemerkt wird, daß gegen genügende Bürgschaft Credit bis 1. September 1871 gewährt wird und daß die Ver⸗ steigerung mit dem Vieh und den Oeconomiegeräth⸗ schaften begonnen wird. Assenheim am 23. en Apohttzensspet, rg e Assenheim Holz ⸗Versteige rung. 2996 7.7 Donnerstag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, werden sm hitsigen Stadtwalde, Blärlet Bau- wald, folgende Holzsortimente öffentlich an den Meist⸗ 9 verfleigert, und zwar: Stecken Eichen⸗Scheitholz 81 8„ Prügelholz 22½„„ Stockholz, 1000 Wellen„ Relsholz und 34 Eschen Stämme von 12— 60“ Länge und 13½ 31 ½“ Duüurchm., zusammen 3352 Cbkf. Bad⸗ Nauheim am 21. Dezember 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗ Naubeim Schutt. Aecker⸗ Versteigerung. 2998 Donnerstag den 29. Dezember, Morgens 10 Uhr, will Fran Susanna Becker von Darmstadt die folgenden Grundstücke in Fauerbacher Gemar⸗ kung verkaufen oder verpachten lassen: 2,190 203 Ne Acker unterm Städter Weg. 133. 5. 9„ am Hollerbusch. 3 269%„„auf der Mittelhohl. 5,293 267 2„ am Eierträger⸗Weg. 6,78 74 1„ an der Weinflraß. „„ an der Wüstung. 7.375 176½„ an der Mühlhald. 8,16%, Wiese im Mühlfeld. 9,223 228„Acker obig dem Schrammen. Fauerbach b. Fr., 21. Dezember 1870. . r Fanerbach b. Fr. Hel 1 Eine Chaise 675 fleht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Oeffentliche Kae eg 2957 Ansprüche an den Nachlaß des Jakob Krick zu Ossenheim find so gewiß innerhalb 14 Tagen dahier anzumelden, widrigenfalls sie bei der Regelung der Vermögens ⸗Verhältnisse keine Berücksichtigung finden werden. Friedberg den 14. Dezember 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 3014 Für die hiesige Saline sollen 5 g 15000 Stück gewöhnliche Backsteine, 1000„ große Spitzsteine, 1000„ leipe, 5 4000„ feuerfeste Backsteine, 1000„ dergleichen kleine Sysne c, 7 Cubikmeter Wasserkalk, „ Marmorkalt, 3 Centner Steinöl, 8 1 Rüböl, auf dem Submissionswege angekauft werden und find Anerbietungen bis zum 3. Januar 1871, Vormittags 10 Uhr, dahter elnzureichen. Lieferungsbedingungen können in den Büreaustunden auf unserem Geschäfts⸗ lokale eingesehen werden. Bad⸗Nanheim den 23. Dezember 1870. Srogheszaalsce keene Nauheim e i ß. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich 3016 Künftigen Montag den 2. und Dienstag den 3. Januar, Morgens 9 Uhr, soll im Diflrict Muckenwald beim Kolnbäuser Hof an der Butzbacher Daus ver steigert werden: 8 Stecken Tannen⸗Prügelbolz, 208„„ Stockholz, 9550 Wellen„ Reisholz, 849 Stämme Fichten⸗ ae von 18498 Cubiff. 2032 Stück starkes„ Stangeuholz von 17040„ Der Anfang der Versteigerung wird mit dem Stamm⸗ und Stangenholz gemacht und nach dessen Ende kommt das Brennholz. Lich den 27. Dezember 1870. Fürstliche Oberförsterel Lich Eigenbrodt. Mehrere Faselschweine, in jeder 018 hat zu verkaufen J. Decher, Rocken berg. Punsch⸗Essenzen 3009 billigst bei Ph. Dan. Kümmich. 3018 bländische Pollhätinge, 3008 bei atme von ½ Tonnen billigst, bei . Dan. Kümmich. Emser Pastillen, 2489 aus den Salzen der König⸗Wilhelms⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, 5 e b no! 2 — Auffioßen und Verdauungsschwäche Preis der plo birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf La in. bei Hof⸗Apotheker C. Görtz. U Die Administration der Felsenquellen. 20 Glace-NMandschune 2 2 Bei Bindernagel 8 Schimyff in Fr tedberg ist zu haben: (Zur Erklärung von Fremdwörtern!) Ueues Fremdwörterbuch, 3023 enthaltend 14,000 fremde Wörter,— 770 kommen. Ein Buch für Zeitungsleser. 11 Von Fr. Weber. Stebente Auflage. 36 kr. Es ist dies ein nüt liches Nach schlage buch t Erklärung aller vorkommenden Fremdwörter. Provisorischer Fahrplan 1 vom 24. Dezember an. Frankfurt: Gießen: 625 Morg. 3 Morg. 8* 5 8²⁰* 2 1226 Nachm. 3˙ Nachm 386„ 68.„ 8²⁰⁰ 84„ * 82¹ 95¹ 2 f » Schnellzüge mit I., II. und III. Klasse. Codes-Anzeige und Danksagung. 3020. Dem Allmächtigen hat es gefallen unseren geliebten Gatten und Vater Heinrich Heß, vens. Feldwebel, nach langem Leiden in ein besseres Jensests ad⸗ zurufen. Indem wir um stille Theilnahme bitten, sagen wir zugleich allen Denjentgen, welche den Ver⸗ storbenen zur letzten Ruheflätte geleiteier, unsern innigfsten Dank. N berg am 24. Dezember 1870. 5 Die trauernden Dinkel Kirchen buch gausz äge. 1 Evangelische Gemeinde. 90% SGetraute: 18. Dez. Johann Konrad Gerhard, dies. und Schneidermeister, dermalen zu Franffurt a. M., Sohn des bies. Bürgers und Portiers in der Taub; flummen⸗Anstalt Andreas Gerhard und Anna Mark Burk aus Königfein, Reg.⸗Bez. Wiesbaden, Tochter ves 1 dasigen Bürgers und Schneiders Franz Bulk, 0 Ge taufte: 18. Dez. Dem bies. Bürger und Schneidermelster Stephan Fuchs ein Sohn Wilhelm Christian, 050 115 25. November. N AAA ee N 22. Dez. Maria Elisabeiba Krieger, 15 Sduver, Wiltwe des 1 hbies. Bürgers und Renfiers, früber Bier brauers, Georg Karl Krieger, alt 79 Jahre 6 1 10 Tage, + den 20. Dezember.“ Ifratlitischer Gottesdienst in Siber Be g Fin Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens 8½ Ubr. Veranlw. Redact.: Hermann Schimpff. 5 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. apolheke zum Lage empfohlen gegen Magen⸗ in Zeitungen, Büchern und in der Umgangssprache vore Main⸗Weser⸗ Bahn. Abfahrt von Friedberg in der Richtung nach 0 Bürger 1 Selteslen De 9 Ju der alten aus den e an die Se aufzubäuf daß der K auf die hin wieder Dies beauftrage der Ortest jenigen A hetreffen Diej dienen wo Ersatz, In (Regierun neldung —— 152, 158, dei der ut in Mä: Absichtigen e. ein U velches ft to, Gyn sethungs lungen de . U sleiden h. Haubigter — — 2 2 — — . — — — Eig. dug, klumich Feen e — 5 ö ne 5 elsen, z Sdertdlldung tes der plon, Se erf Lag * 1 lienautllen. 4 Friedrich de dr el. lage utz n — Bahn, tylan Kienng 140 Nieten: a Gherhessischer Anzeiger. 1 153. 5 1 Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Rätbsel, Bildercäthsel ꝛc. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jäbrlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man bal di gst zu machen, damit Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ wenn nicht ausdrückliche Die Redaktion. Amtlicher The Betreffend: Die Reinhaltung und Wegsamkeit der Ortsstraßen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die In vielen Gemeinden des Kreises klebt man noch immer an der alten Gewohnheit, den von den Ortsstraßen abgezogenen und aus den Straßen rinnen entfernten Koth vor den an dieselben resp. an die Seitenpfade angrenzenden Gebäude, Mauern, Einzäunungen aufzuhäuten und da liegen zu lassen, was dann zur Folge hat, daß der Koth sofort wieder auf das Pflaster und in die Rinnen, auch auf die Fahrbahnen abfließt, oder bei dem nächsten Regengusse da⸗ hin wieder geschwemmt wird. Diesem Uebelstande kann nicht länger nachgesehen werden, wir beauftragen Sie daher, dei der ersten Gelegenheit, wo die Reinigung der Ortsstraßen, Rinnen und Seitenpfade wieder thunlich ist, die⸗ jenigen Angehörigen Ihrer Gemeinden, welche sich die bezeichnete il. f Friedberg den 24. Dezember 1870. Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unvollständigkeit in der Reinigung der Ortsstraßen, wie solche in der betreffenden polizeilichen Bekanntmachung vom 14. Februar 1857 (abgedruckt in Nr. 4 des Oberhessischen Anzeigers von 1869) vor⸗ geschrieben ist, schuldig machen, zur sofortigen Entfernung des Koths, zur Düngung sehr geeignet, an geeignetere Orte innerhalb ihrer Hofraithen oder sonst wo aufzufordern und Ungehorsame zur Anzeige bringen zu lassen. Polizeidiener, welche ihre Pflicht in Ueberwachung der Rein⸗ haltung und Wegsamkeit der Ortsstraßen nicht erfüllen, werden wir, wie bereits schon in einzelnen Fällen geschehen, mit Disciplinarstrafen belegen,“ eröffnen Sie dies denselben. Trapp. e Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär⸗— Ersatz Instruktion für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 (Regierungsblatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre An- meldung schriftlich, unter Berücksichtigung der§§. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz Instruktion bis zum 1. Februar nächsten Jahres bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im März k. J. stattfindenden Prüfung zu unterziehen be— ab sichtigen. Der Meldung sind beizulegen a. ein Geburtszeugniß(Taufschein)z b. eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, pro- Gymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Direktor, be⸗ siehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle ubrigen jungen Leute aber von der Polizei- Obrigkeit auszustellen ist. Da die Zeugnisse und Bescheinigungen bei den Akten zu ver— bleiben haben, so sind dieselben in den geeigneten Fällen in be— glaubigter Abschrift einzureichen. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Ein— teichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine kann die Zu— lassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Diejenigen, welche auf die ergangene Meldung den Berech⸗ tigungsschein nicht zugeschickt erhalten, haben demnächst zur Prüfung ju erscheinen, da eine spezielle Einladung hierzu nicht erfolgt. Der Termin der Prufung, sowie das Local, worin dieselbe vor— genommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. mach un g. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nach— gesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Mllltär— dienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige An⸗ meldung verloren gegangene Anspruch durch Resolution der Ersatz— behörden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen ver— pflichtet war, oder vermöge seiner Loosnummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann ein— treten, wenn der deßfallsige Autrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu conecurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiederherstellung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zustandige Kreis-Ersatz⸗Commission zu richten. Mit Rücksicht auf den Anfang des Kreis-Ersatz-Geschäfts im Januar nächsten Jahres ist zugleich weiter angeordnet worden, daß Militärpflichtige, welche die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militaͤrdienst nachsuchen wollen, diese Absicht, unbeschadet der Ver⸗ pflichtung zur Anbringung der betreffenden Gesuche bei den Prüfungs— Commissionen, bei Gelegenheit des Kreis-Ersatz⸗Geschäfts zu erklären haben. Sie nehmen an der Loosung nicht Theil. Darmstadt den 15. December 1870. Großherzogliche Prüfungs⸗Commission fur einjährig Freiwillige Pa b st. Strecker. a Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 22. Dez. Der Königin Au- gusta in Berlin. Wahrscheinlich in falscher An⸗ nahme, daß eine französische Nordarmee nahe sei, gestern großer Ausfall gegen Stains, das vom 2. und Füsilierbataillon des 1. Garderegiments wieder genommen wurde; gegen Le Bourges, das ton zwet Bataillonen Esisabeth und einem Ba⸗ taillon Augusta wieder genommen ward. Bedeu- tender Artilleriekampf, viele Hundert Gefangene. Geringer Verlust diesseits. Vorstoß gegen die Sachsen von Bobigny auf Sevran, von Rosny und Neuilly an der Marne gegen Chelles, überall zurückgeworfen. Heute Erwartung eines neuen Angriffs daselbst. Heiterer Frosttag, Nachts 5 Grad Kälte. Wilhelm. Versailles, 22. Dez., Nachts. wurden beim Ausfall am 21. Dez. über 1000 unverwundete Gefangene gemacht. Die nicht an- gegriffenen Fronten wurden während des Ausfalls wie gewöhnlich unausgesetzt mit Granaten beworfen. Auf das 5. Armeecorps allein fielen 350 Gra- natschuß, wovon der Verlust des Corps 1 Ver wundeter war. Am 22. Dez. gingen zwei feind liche Brigaden läugs der Marne gegen den linken Vor Paris Flügel der Position des sächsischen Armeecorps vor, wurden aber durch das flankirende Feuer zweier würtembergischen Batterien zum Rückzug veranlaßt. v. Podbiels lp. Versailles, 23. Dez. Die 19. Division rückte am 21. Dez. bis zur Brücke von Tours vor, fand Widerstand durch die Bevölkerung und warf deßhalb 30 Granaten in die Stadt. Diese zog hierauf weiße Fahnen auf und bat um preußische Besatzung. Die Division begnügte sich jedoch, ihrer Instruktion gemäß, mit der Zer— störung der Eisenbahn und bezog die ihr an— gewiesenen Cantonnements. v. Podbielskp. Stuttgart, 23. Dez. Der„Staatsanzeiger“ 0 meldet: Nach dem Bericht des Kommando's der Württembergischen Diviston griffen bei dem Aus⸗ fall am 21. Dez die 7., 8. und 9. Württem⸗ bergische Feldbatterie aus der Gegend von Noist le Grand flankirend ein. Ein Portepeefähnrich wurde verwundet. Todt 2, verwundet 5 Mann. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht ferner folgendes Telegramm aus Malnou, 22. Dez. Abends vom General von Obernitz: Die Fran- zosen versuchten beute Vormittag mit 2 Brigaden auf dem rechten Marneuser gegen die Stellung der Sachsen bei Charles vorzugeben, allein die⸗ selben wurden durch das flankirende Feuer der deiden gus dem linken Marneufer bei Noisp auf. gestellten Batterien Bereldinger-Fuck zurückgewiesen. Während des Vorstoßes bestiges Feuer vom Mont Avron gegen die Batterien. Verlust: ein leicht Verwundeter. Dresden, 23. Diz. Das„Dresdn. Journ.“ veröffentlicht ein Telegramm des Prinzen Georg an den König von Sachsen, wonach das sächsische Armeetorps bei dem vorgestrigen Ausfall der Pariser Besatzung gegen drei sranzösische Brigaden 1. Jäger batallon. a (Gefecht bei St. Germain am 3. Dezember.) 1. Comp. Gardejäger Friedr. Ludo. Wilh. Müller aus Büdingen, schw. v., Sch. i. l. Oberschenkel, Laz. Acheres. 2. Infanterie⸗Regime n!. (Gesecht dei Monterau am 18. November.) 1. Comp. Corporal Albrecht Ferbach, Gießen, vermißt. 5 2. Jägerbataillon. (Gefecht bei Artenah und Chevilly vom 1. Comp. Jäger Conrad Schmidt, l. v. Schuß d. r. Oberarm. 4 Jäger Adam Loch, Mainz,. v., die Lippe. Jäger Heinrich Lemster, 3. Dezember.) Gau⸗-Algeshe im Sch. durch Nieder⸗Ingelheim, l. (Gefecht bei Außz trois Cheminses vom f. Dezember.) 7. Comp. Sergeant Joh. Jakob Schirmann aus Aunerod, schw. v., Schuß d. d. r. Ellenbogen. (Gefecht bei Chateau Chambord vom 9. Dezember. 7. Comp. Musk. Joh. Brückner aus Lorzweiler, todt, Schuß a. r. Oberarm. Comp. Musk. Jakob Nußbaum aus Cöln, schw. v., Schuß durch Brust, Bein und Hals; starb am 30. Nov. in Villeneuve. Comp. Musk. Johann Guth aus Sauerschwabenheim, schw. v., Kolbenschlag auf den Kopf, linkes Ohr und Nase abgeschnitten. Comp. Musk. Conrad Becker aus Hamm, todt, Schuß d. d. Unterleib. Comp. Musk. Adolf Uhrig aus Gießen, todt, Sch d. — 25 (Gzfecht vor Orleans am 5. Dezembec.) 1. Comp. Jäger Andreas Arnold, Lorsch, l. v., Schuß. i. l. Oberschenkel. l (Gesecht bei Schloß Chambord vom 9. Dezember.) gekämpft hat. Zwei von den Vortruppen ge⸗ räumte Orte wurden in hartnäckigem abendlichem Gefechte wieder geaommen, wobei von der 48. Brigade 600 Gefangene, darunter 1 Major und 5 Offiziere vom 2. französischen Corps, gemacht wurden. 1 Versailles, 24. Dezember. Die erste Aimee unter General v. Mantkuffel griff am 23. den Feind in seiner Stellung nord- östlich Amiens an. Trotz seiner doppelten Ueberzahl und zahlreichen Artillerie wurden Beaucourt, Montigny, Frechencourt, Quer⸗ 2. Comp. Unterlazarethgehülfe Heinrich Raihmacher, Worms, todt, Schuß durch den Kopf. Jäger Daniel Morgenthau, Michelstadt, l. v., Sch. d. d. Nase, Sanitäls⸗Detachement. Jäger Jakob Waliher, Malchen, l. v., Streissch. am Knie, befindet sich bei der Compagnie. 3. Infanterie⸗Regiment. (Gefecht bei Artenay vom 3. Dezember.) 8. Comp. Musk. Joh. Leonh. Reltig, Horhohl, l. v., Granatsplitter am Kopf. Laz. Artenay. (Gefecht bei Orleaus vom 4. December.) Leib⸗Comp. Muek. Carl Philipp Hebermehl, Crumstadt, l. v., r. Hand Zeigefinger. Laz. Orleans. 3. Comp. Musk. Wilhelm Scheidel, Nackenheim, l. v., Streissch. a. l. Arm. Laz. Orleaus. 4. Comp. Joh. Bernh. Krämer, Güttersbach, todt. rieuf, Pont-Noyelles, Bussy, Vecquemont und Daours genommen und gegen heftige Offensivstöße siegreich behauptet, bis die Nacht dem Kampfe ein Ende machte. Bis jetzt über 400 unverwundete Gefangene ein⸗ gebracht. v. Podbielsky. Amiens, 24. Dec. Gestern siegreiche Schlacht der 1. Armee an der bHallu, 1% Meilen nordöstlich von Amiens, gegen die 60,000 Mann starke feindliche Nord⸗ armee. Dieselbe wurde nach Erstürmung mehreret Dörfer mit sehr bedeutenden Ver⸗ lusten über den Abschnitt der PHallu zurück⸗ geworfen. Bis jetzt 1000 unverwundete Gefangene eingebracht. v. Sperling. * — Die hessische Division liegt, nach ein⸗ getroffenen Feldpostbriefen, seit dem 20. d. in Orleans resp. den dasselbe umgebenden Vorstädten. Am 15. d. auf dem Vormarsche nach Blois, um nach Vendome vorzurücken, kam, wenige Stunden von Blois, der Befehl, im Eilmarsche nach Orleans zurück zu gehen. Am 16. d. kam die Dioision über Suevres, Mer, Beaugency und Meung, indem sie die Schlachtfelder berührte, in La Chapelle bei Orleans an. Am 19. rückte der Divisionsstab in Orleans ein und die Division am 20. zum Theil in Bourgogne, einer östlichen Vorstadt von Orleans. Der Befehl zu dieser Rückwärts bewegung soll darin seinen Grund haben, daß dit hessische Dioision zur Uaterstützung des v. d. Tann'schen Corps gegen den von Vierzon e Feind(Bourbaki) Verwendung finden soll.— Die Gegend an der Loire wird als eine herrliche geschildert;„wie mag es hier erst im Sommer sein,“ heißt es im Verlaufe der Be⸗ schreibung. Das der Division angekündigte Christgeschenk besteht in 20 Cigarren und! Flasche Cognac für den Offizier, 10 Cigarren und 2 Quart Rum für den Soldaten.— Der Gesund⸗ heitezustand ist ein sehr erfreulicher. Hessen. Darmstadt. Von der Groß · berzoglich(25.) Divisien werden weiter folgende 5. Comp. Corporal Georg Ullrich, Darmstadt, l. v., Sch. d. r. Hand. Laz. Orleaus.. 5. Comp. Musk. P. Müller, Schlierbach, l. v., a. d. r. Schulter. Laz. Orleans. 5. Comp. Musk. Leonh. Gims, Waldmichelbach, l. v., Granalsplitter a. d. Wade. Laz. Orleans. 5 6. Comp. Feldwebel Jakob Tramer, Lampertheim, l. v., Bein und Gesicht. Laz. Orleans. 6. Comp. Sergeant Carl Sommerlad, Hirschhorn, l. v., Schienbein. Laz. Orleans. 6. Comp. Corporal Otto Eidmann, Michelstadt, todt, Granatsplitter i. d. I. Seite. 6. Comp. Musk. Klenk, Wimpfen, l. v., Hand. Laz. Orleans. Comp. Musk. Rupp, Goddelau, vermißt. „Comp. Musk. Georg Weißmüller aus Bensheim, l. v., Schuß d. d. Arm. Laz. Orleans. Comp. Musk. Michael Wetzel aus Gorxheim, l. v., Schuß d. d. Arm. Laz. Orleans. Comp. Musk. Wilhelm Seib aus Michelstadt, l. v., Schuß i. d. Leib. Laz. Orleans. Comp. Musk. Hofferberth aus Kinzig, vermißt. Comp. Tamb. Karl Fegbeutel aus Mainz, l. v., Granaisp. Schuß in die 218 — Ge⸗ S D 77 2 7 sicht.(Bei der Compagnie.) Leib⸗Comp. Musk. Joh. Adam Mergenthaler, Rothen⸗ berg, J. v., l. Oberschenkel. Laz. Orleans. Zeigefinger. Laz. Orleans. 2. Comp. Friedr. Lauber, Offstein, schw. v., Sch. i. d. Musk. Carl Herz, Nackenheim, schw. v., Bein. Laz. Montlivault. Sch. a. l. Auge. Laz. Monllivault. Musk. Wilhelm Heilmann, Kürnbach, l. v., Sch. „Muck. Jak. Gabler, Lampertheim, schw. v., d. l. Bein. Laz. Montlivault. Stetissch. l. Hand. Laz. Montlivault. (Gesecht von Blois vom 10. December.) todt. Granatsch. i. d. Kopf. 4. Infanterie⸗ Regiment. vom 29. November.) 5. Comp. Musk. J. Krehle, l. v., Prellsch. in die l. Hand. Schuß in das l. Bein. Laz. Troyes. 7, Comp. Musk. Wilh. Spieß aus Dittelsheim, schw. * d., Sueissch. a. d. k. Hand, befindet sich bei der Compagnie. * Jäger Hermann Glöckner, Lörzweiler, schw. v., Prellschuß auf der Bruft. 2. Comp. Sergeant Friedrich Brunn, Abenheim, l. v., Prellschuß an der Wade des l. Beins. 1 Jäger Bernhard Hammann, Breitenbrunn, l. v., Streisschuß am Mitlelfinger der l. Hand, befindet sich bei der Compagnie. 3. Comp. Jäger Andreas Deichmann, Framertheim, I. v., Streisschuß a. l. Oberschenkel, befindet sich bet der Comp. Rücken u. Bein, Kolbenschlag auf Kopf und Gesicht. Chemnitz. In dem Schießzimmer der hiesigen Schützen gesellschaft war das in Oel gemalte Portrait bes Herzogs Ernst von Coburg⸗Gotha angebracht. In Folge einer sehr unliebsam aufgenommenen Aeußerung des Herzogs über das Eingreifen der sächsischen Truppen in den letzten Gefechten hat man die Enifernung des Bildes beschlossen und ins Werk gesetzt. Glauchau. Es ist eine merkwürdige Erscheinung in hiesiger Stadt, daß Familien oft mit einem ganz unge⸗ wöhnlichen Kinderreichthum gesegnet werden. Schon im vorigen Jabre waren in einer hiesigen armen Weberfamilie Drillinge, in einer andern gar Vierlinge angekommen, und jetzt ist wieder der seltene Fall eingeireten„daß eine Frau vier Kinder auf einmal geboren hat. Det glückliche Vater ist der Tischler Traugott Seiler, dessen vier neuge⸗ borene Sprößlinge— es sind allesammt Mädchen— die Taufe erhalten haben. Die Kinderchen sind übrigens ge⸗ sund und mohlauf. 5 Aus Ostpreußen. Ueber die mysterisse Persön⸗ lichkeit des weiblichen Fähndrichs Bertha Weiß sind neuerdings amtliche Erhebungen angestellt worden. die„Pt.⸗Litt. Ztg.“ meldet; wurde die junge„Heldin“ kürzlich in Insterburg ärztlich untersucht, um ihre Ver⸗ wundungen näher zu constatiren. Es stellte sich dabei heraus, daß die Person gar nicht verwundet ist. Als ihr das eiserne Kreuz seitens der dortigen Bezirks⸗Comman⸗ do's abgenommen war und sie der Stagisanwaltschaft zur weiteren Veranlassung überwiesen werden sollie, hielt sie es für gerathen, das Weite zu suchen; doch erfolgte ihre Fesinahme schon in Bromberg.— Wie die„Insterb. Ztg.“ nun mittheilt, wurde die ꝛc. Weiß wieder der dorligen Staatsanwallschaft eingeliefert und vefindet sich seit dieser Zeit in Untersuchungsarrest. Es hat sich auch neuerdings destätigt, daß das persöuliche Auftreten der Bertha Weiß allerseits den vortheilhaftesten Eindruck gemacht hat, sowie, daß alte Militärs aus ihren Aeußerungen den gedienzen Soldaten in ihr zu erkennen geglaubt haben. Das zögernde Verhalten unserer Behörden hat dazu beigetragen, daß die abenteuerlichsten Gerüchte über diese Sache verbleitet werden. Eines derselben glauben wir noch mititeilen zu müssen, weil es die Angelegenheit nur noch ver⸗ wickelter etscheinen läßt, es bestebt darin, daß die B. W. beim Kriegsgericht Ragnit ein kleines Legat zu erheben halle, daß sich jedoch, als sie dies zur Ausführung bringen wollte, bei den Acten des gedachten Gerichts ihr eigener Todesschein vorfand.“. „Vom Kriegsschauplatz.“ Es ist bis jetzt leider noch sehr wenig Aussicht vor⸗ handen, daß die Nachrichten vom Kriegsschauplatze ein baldiges Ende nehmen. Im Gegentbeil! Seitdem die Loire Armee auf den Beinen ist, seitdem Frankreich die energischsten Anstrengungen macht, wenigstens ein Stückchen seiner militärischen Ehre zu retten, blickt man wieder ge⸗ spannt gen Westen, wo sich vor Paris große Dinge vor⸗ bereilen. Diesen Zustand hat Herr Eduard Hall⸗ berger, Redakteur und Herausgeber der Illustrirten Kriegszeitung„Vom Kriegsschauplatz«“, wohl zu würdigen gewußt und läßt nun noch weilere 15 Nummern des beliebten Blattes erscheinen, was gewiß allgemein freudig begrüßt werden wird, da sich selien ein Blatt Die letzten Nummern des großen Lesekreis verschafft hat. das Streben der Redak⸗ zweiten Abonnements zeigen deutlich schriftstellerische weiten Kriegsschauplatzes die dietlen. Außerdem verspricht die Verlagsbuchhandlung, als Gra isprämie für die Abonnenten der driuen Serie, ein Kunsiblatt, dessen Titel und Inhalt zwar noch nicht genannt ist, von dem man abet getrost annehmen kinn, daß es des Rufes der Firma Hallberger würdig sein wirb. Rechnungen mit Geschäfts- Firma per Buch 32 kr., in gröberen Quantitäten billiger, liefern (Gefecht bei Montlivault vom 9. December.) Musk. Johann Adam Herr, Asffolterbach, Lede, x- Hand. Laz. Montlivault. Sch. i. r. Musk. Georg Seeger, Affolterbach, schw. v., d. d. l. Ferse. Laz Montlivault. Streifsch. „ Musk. Michael Groß, Benobeim, schw. v., Leib⸗Comp. Musk. Cbristoph Schäfer, König, (Patrouillen⸗Gefecht bei Coulours, südlich von Villeneuve, 7. Comp. Musk. Peter Fleck aus Ockenheim, schw. v., v., Schuß d. d. l. Fußgelenk. Laz. Troyes. Bindernagel& Schimpff ernsten und komischen Inhalts bei Verlustlisten veröffentlicht: Neufahrs-Gratulatianen Bindernagel& Schimpff. Wie in so kurzer Zeit soviel Freunde und einen so enorm tion, in Bild und Wort immer Gediegeneres zu leisten, neue Kräste heranzuziehen, von allen Punkten des eingehendsten Berichte zuerst zu haben und bildliche Darstellungen der interessantesten 1 Episoden des Riesenkampfes in der vollendetsten Foem zu 1870 Enthält die — Dianfag, 115 11 t Aulsäte, la 1155 J Aneldoten, D 0 N. fehl, Nr N Lusländer be 81 N. Ni bekauntmocht 1870.— N. detresfend Das G „ Sit nberichte Bei solgung d Amtsblatt, und der Borschrifte Sicherung detressen! 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