dit Uran nge del Urrrhen u pat r Aafrtchthaltun Sant n fende Felge. —— dern Rindeit h i furcthen erbittlichen Fu nt, fenden u Stel grdnngn rethig nach. atuische Erllam 1, des i n trlaube wit t Sipden Asen“ den Hendel erden in u e e n se la, 1 lm u galkig wenden 1 Pina] d eragesigt ind gaben 1 d. 13. auth schule Jule; 7 , daß dau Ack, ein in mel belt den Nleiders, Subte em en i 47g. 00 sich 0 vine obe ful 1 46 den J 1870558, Donnerstag den 29. September. M115. Enthält de amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Oberhessischer Anzeiger. Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Verlags Expedition kostet das Blatt für die Monate October, November und Dezember 30 kr. plare geliefert werden können. Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exem⸗ Die Ixpedition. Amtlicher Theil. Be Betrefend: Die Rinderpest. Auf Ersuchen des Königlich Preußischen Amtmanns zu Usingen bringen wir nachstehend im Abdruck dessen Verordnung vom 22. d. M. mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß nach Mittheilung dieses Beamten die Grenze nur auf der Nauheimer Chaussee bei der Kreuzmühle sowie bei Cleeberg überschritten werden darf und Uebertretungen der Einfuhrverbote und Absperrungsmaßregeln nach den jenseitigen Strafgesetzen mit Gefängniß bis zu einem Jahre f Nach Anordnung der Königlichen Regierung wird auch zu Clee— derg eine Desinfectionsanstalt errichtet. Es ist daher den aus dem Hroßherzogthum Hessen kommenden Personen, welche sich nach den ergangenen Vorschriften der Desinsieirung unterziehen müssen, gestattet, auch bei Cleeberg die Grenze zu überschreiten. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, wiederhole ich un die Herren Bürgermeister die Aufforderung, die gegen die Rinderpest zetroffenen Anordnungen mit der größten Strenge zur Ausführung u bringen. n der Grenze sind nicht nur bei Nacht, sondern auch bei Tage veständig Wächter aufzustellen, welche die Einfuhr der in der Bekannt— machung vom 15. September l. J. bezeichneten Gegenstände zu ver— vindern und die zur Desinficirung verpflichteten Personen anzuweisen berg Renn ma ch un g. und für den Fall der Einschleppung der Seuche mit Gefängniß von einem Monat bis zu zwei Jahren zu bestrafen sind. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen dies sofort ortsüblich bekannt machen lassen. Friedberg den 27. September 1870. ö Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. haben, bei einer der Desinfectionsstationen die Grenze zu überschreiten. Die Wächter sind genau hierüber zu belehren und anzuweisen, jede Uebertretung zur Anzeige zu bringen, sowie unbekannte Zuwiderhan— delnde festzunehmen und Ihnen vorzufuͤhren. Es ist die besondere Pflicht der Herren Bürgermeister, über die Grenzwache strenge Controle zu führen. In gleicher Weise erwarte ich, daß auch die ubrigen gegen die Einschleppung der Rinderpest angeordneten Maßregeln auf das Gewissenhafteste ausgeführt werden, namentlich fremdem Vieh, für dessen Transportirung ein Erlaubnißschein nicht vorgezeigt werden kann, der Eintritt in den Ort verwehrt wird. Usingen den 22. September 1870. Der Königliche Amtmann Sitten, a Zetreffend: Die Rinderpest. Durch Erlaß der Königlichen Regierung vom 22. September c. st in Bezug auf das gegen die Großherzoglich Hessische Provinz Oberhessen zum Schutz gegen die Rinderpest erlassene Einfuhrverbot estimmt worden, daß von jetzt ab, Pferde und Hunde die Grenze „assiren dürfen, insofern dieselben weder aus einem verseuchten Ort berstammen, noch einen solchen auf dem Transport berührt haben und srsteres durch Bescheinigung der Behörde des Herkunftsortes nachge— wiesen ist. Personen deren Beschäftigung eine Berührung mit Vieh mit sich Wetzlar den 26. September 1870. e e mig ch zu n g. bringt, z. B. Fleischer, Viehhändler und deren Personal dürfen die Grenze auf dem Landweg nur bei Niederkleen oder Rodheim und nach⸗ dem sie sich einer Desinfection daselbst unterworfen haben, überschreiten. In gleicher Weise hat die Desinfection auf Bahnhof Wetzlar zu erfolgen, sobald die Grenze unter Benutzung der Eisenbahn über— schritten worden ist. Ueber die stattgehabte Desinfection wird diesen Personen eine Bescheinigung ertheilt, welche Tag und Stunde der Desinfectson angiebt und von ihnen auf Erfordern vorzuzeigen ist. Der Königliche Landrath Rr Betreffend: Den im Monat October l. J. vorzunehmenden Wiesengang. Friedberg den 27. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Im Monat October muß nach den Bestimmungen der Wiesen— Polizelordnung der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter huziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorgenommen werden. Wir beauftragen Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und die iber den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. No- vember l. J. längstens vorzulegen. In diesem Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben noch besonders zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte auf— zunebmen: 1) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat März l. J. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht. 2) Welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung 0 der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden. Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei besonders ihr Augenmerk auf die Reinigung der Wiesen von Gestruͤpp, Gestraͤuch, Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- oder Entwässerungsgraͤben, die Verebnung der Maulwurfs— huͤgel und dergl.(Art. 24 der Wiesenpolizeiordnung) und auf die Unterhaltung der Ent- und Bewässerungsgräben(Art. 28 und 29 der Wiesenpolizeiordnung) zu richten und hierbet nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 4 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf großere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausfuhrung das Wiesenculturfgesetz vom 7. October 1830 Anwendung finden muß. Man erwartet, daß die Wiesenvorstände ain verfahren. 5 ra pp. Be fkfannàn t m a ch g. a Mit Bezugnahme auf§. 2 ber Bekanntmachung vom 9. December 1841 Nr. 39 des Großherzoglichen Regierungsblattes wird hierdurch in Folge höheren Auftrages zur öffentlichen Kenniniß gebracht, daß die Straße von Fauerbach v. d. H. nach Usingen zur Uebergangestraße sür den Verkehr mit Wein und Obstwein erklärt und für die— Abe die Grogherzogliche Ortseinnehmerei zu Jauerbach v. d. H. zur Uebergangsstelle bestimmt worden ist. Gießen den 19. September 1870. Großherzogliche Obereinnehmerei Gießen Scheu sst er. Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Ferrieres, N. Sept. 11 Uhr Abends. Straßburg capitulirte heute Abend um 9 Uhr. Wilhelm. Ferrieres, 22. Sept. Außer unbedeuten⸗ den Patrouillengefechten vor Paris nichts Neues. v. Podbielsky. Ferrieres, 27. Sept. Ein Telegramm von hier meldet: Der Bericht Jules Favre's über seine Besprechungen mit dem Bundeskanzler be⸗ kundet zwar das Bestreben, wahr zu sein, ist aber doch ungenau. Die Waffenstillstandsfrage stand in erster Linie; bezüglich der Abtretungen wollte Graf Bismarck sich erst erklären, nachdem dieselben im Prinzip angenommen seien. Ein Telegramm aus Versailles vom 25. Sept. gibt die Aufstellung der dritten Armee vor Paris und fügt hinzu:„Der Feind unternimmt nichts Ernstliches. Es zeigten sich drei Kanonen- boote auf der Seine. Ueberall sind Verschanzungen und Barrikaden bemerkbar.“ Karnatz. Toul. Der Großberzog von Mecklenburg- Schwerin ist am 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, mit wehenden Fahnen und klingendem Spiel in Toul eingezogen. — Der in Paris zurückgebliebene Corre- spondent der„Daily News“ hat noch einen Brief vom 20. aus der Stadt hinaus befördern können: Derselbe berichtet u. A.: Das gestrige Gefecht bei Chatillon war keineswegs befriedigend. Es kommt zu Tage, daß Trochu zuerst den Plan gefaßt hatte, Paris ohne Hülfe einer äußeren Armee zu vertheidigen. Da kam Ducrot von Sedan in Bauernkleidung entronnen. Man hatte Zutrauen zu ihm und gab ihm 50,000 Mann, um gewisse Höhen zu vertheidigen. Gestern kam die Probe— und die Zuaven, die gerühmten Zuaven, flohen, ohne einen Schuß zu thun. Sie liefen in die Stadt unter Verwünschungen und Geschrei des Volkes. Man hat ihrer eine große Anzahl arretirt und vorgeschlagen, sie auf dem Marsfelde zu erschießen, zum wenigsten ein Exempel an ihnen zu statuiren. Die jungen Mobilgarden machten sich besser und namentlich die verweich⸗ lichten Bummler der Boulevards haben sich vor- trefflich gehalten; aber des Resultat ist, daß Ducrot's Armee sich hinter die Forts zurück gezogen hat und General Trochu bei seinem alten Plane, Paris durch sich selbst zu vertheidigen, wieder angelangt ist. — Aus Metz wird der„Köln. Ztg.“ mit- getheilt, daß vor einigen Tagen einer unserer Offiziere als Parlamentär zu Bazaine gegangen sei, um das Aufhören des mörderischen, und völlig nutzlosen Vorpostengeplänkels anheimzugeben. Dies wurde sofort verabredet; dann verhandelte man weiter über die Lage, und Bazaine gab die runde Erklärung, daß er die Armee und die Festung dem Kaiser zu erhalten strebe und von der Re⸗ publik nichts wisse. Man hört auch sonst von Regungen des Bonapartismus und ganz unmög— lich ist es also nicht, daß die napoleonische Dynastie aus den bevorstehenden Wirren in Frankreich noch einmal als Sieger hervorgehe. Auch Graf Palikao soll sich dermalen in Wilhelmshöhe befinden. Vor Metz, 23. Sept. Am 22. und 23. Sept. hat Bazaine wieder ungestüme Ausfälle gemacht und so hat nach dreiwöchentlicher Ruhe die Be⸗ satzung von Metz wieder einmal ein Lebenszeichen von sich gegeben. Am Vormittag des 22. d. ist von ihr in östlicher Richtung ein Ausfall versucht worden, dessen Ziel nur die Bahnhöfe Courcelles sur Nied und Remilly mit ihren Vorräthen ge⸗ wesen sein können. Selbstverständlich ist der Aus- fall zurückgewiesen worden. Der Kampf hat in— dessen, vom ersten bis zum letzten Kanonenschuß gerechnet, fünf Stunden gedauert.— 24. Sept. Zu derselben Stunde und an denselben Stellen, an welchen vorgestern Nachmittag die Kanonade aufhörte, wurde dieselbe gestern wieder begonnen. Um 4 Uhr fielen vom Fort St. Julien und bald darauf vom Fort Queuleu die ersten Schüsse. Darauf entwickelte sich auf der ganzen Linie zwischen diesen beiden Forts ein lebhaftes Feuer. Nach 5 Uhr dehnte sich dasselbe in nördlicher Richtung weiter aus. Vom Fort St. Julien wurde in nordöstlicher Richtung ein Ausfall versucht, welcher, nach der Lebhaftigkeit des Geschützfeuers zu ur⸗ theilen, sehr ernster Natur war. Unsere Batterien wirkten von denselben Stellen, von welchen sie am 31. Aug. und 1. Sept. die Angriffe so sieg⸗ reich zurückgewiesen hatten, mit einer Heftigkeit, die derjenigen von den zuletzt erwähnten beiden Tagen nicht nachstand. Der Kampf dauerte bis zur Dunkelheit und endete wie vorgestern. Metz. Der Spezialcorrespondent der„Times“ schreibt: Die Preußen haben nun um ganz Metz herum eine telegraphische Verbindung hergestellt, welche sie in den Stand setzt, in 15 Minuten an einer Stelle über 8000 Mann kampfbercit auf- zustellen. Gelegentlich einer Alarmirung sah ich, wie innerhalb einer halben Stunde ungefähr 22,000 Mann, aus allen Waffengattungen bestehend, in voller Marschordnung standen, fertig, um zur Fronte vorzurücken. Toul, 24. Sept. Nachdem gestern den ganzen Tag eine ziemlich lebhafte Beschießung von To ul stattgefunden hatte, in Folge deren die Stadt an zwei verschiedenen Stellen brannte, sandte am Abend um 5 Uhr der Commandant einen Parlamentär an den Großherzog von Meck⸗ lenburg⸗Schwerin, der die Division hier befehligt, mit dem Wunsche, zu capituliren. So hat sich denn unter denselben Bedingungen wie bei Sedan die 3000 Mann starke Besatzung von Toul jetzt kriegsgefangen gegeben und heute Morgen werden die beiden Regimenter Nr. 89 und 90 vorläufig als Besatzung in die Festung einrücken. Hessen. Torn. Aus Ars sur Moselle, 22. Sept. wird der„W. Z.“ geschrieben: Gestern erhielt auch der seitherige Bataillonsarzt im 1. Inf.⸗Reg., nunmehr Chef⸗Arzt des Hessischen Reserve⸗Lazareths, Herr Dr. Rabenau, für seine hervorragenden Dienstleistungen in der Schlacht bei Rezonville am 18. v. M. das eiserne Kreuz. Bayern. München. Die„Würzb. Z.“ erfährt„zuverlässig“, daß der Ministerrath Ver- handlungen über den Beitritt Bayerns zum deut⸗ schen Bundesstaate auf Grundlage der norddeutschen Verfassung beschlossen und der König diesem Vor- schlage seine Genehmigung ertheilt habe. Oesterreich. Wien. Das Wiener Jour- nal„Patriot“ veröffentlicht folgende Depesche aus Konstantinopel vom 26. d.:„Alexandriner Jour- nale berichten über ein Seetreffen zwischen der preußischen Fregatte„Hertha“ und drei fran- zösischen Schiffen im rothen Meere. Nach zwei⸗ stündiger Kanonade verweigerte die„Hertha“ auf Aufforderung der französischen Fregatte„Belli- queuse“, sich zu ergeben, und setzte den Kampf fort, bis sie untersank. Ein Theil der preußischen Bemannung ist gerettet. Die„Hertha“ hatte vor ihrem Untergange einem 20 Millionen füh- renden Postdampfer der französischen Messagerie aufgelauert.“ — Im Abgeordnetenhaus wird Hopfen zum Präsidenten, Vidulich und Künberg zu Vitcepräsi⸗ denten gewählt. Der Antrag Pascontini's auf Erlassung einer Adresse wird mit einer Stimme Majorität angenommen. Frankreich. Paris. In Paris wurde der Versuch gemacht, ähnlich wie in Lyon, revo⸗ lutionäre Communen herzustellen, um die Regie- rung zu unterdrücken. Der Anschlag mißglückte jedoch, da Trochu und Rochefort der Regierung treu blieben.— Bischof Dupanloup sagt in einem Schreiben:„Die Franzosen verdanken ihre Nieder lagen allein ihrem Mangel an Wahrheitsliebe, ihrer Vergnügungssucht und ihrer unkatholischen Gesinnung.“— Nachrichten aus Lyon vom 22. zufolge verdrängt ein communistisches Attentat das andere. Amtsentsetzungen, Hausdurchsuchungen, Ausschreibung neuer Steuern, Zwangsanleihen und Verhaftungen durch Private sind an der Tagesordnung. — Aus Tours, 22. Sept., wird der„Ind. Belge“ telegraphirt:„Ulanen sind auf dem Marsche nach Blois durch Orleans gekommen. Man Seh. fürchtet, den Feind in Tours eintreffen zu sehen. ciung Die Postverwaltung wird nach Pau, die Regierung sch lo nach Toulouse verlegt werden.— Die Deutschen(Goutb haben die unterirdischen Tera Non! welche man zwischen Paris und Tours gelegg und 8 hatte, entdeckt und sofort abgeschnitten. Eint 1 unterirdische Telegraphen Verbindung soll auch Pole zwischen Paris und Brüssel bestehen. verwüs Aus Tours, 23. September, Morgens shdres „Mehrere preußische Gefangene wurden gelten schrift in Paris inmitten des Schreiens des Volkes Hand eingeführt. Die Beförderung von Privattele, Herzog grammen wurde im ganzen Departement der“— 5 Loire verboten. Pithiviers ist noch von 3000 situal Preußen besetzt. Von Beauvais wird untern] Der f 24. d. gemeldet, daß zwischen Pontoise und! augeker bIsle Adam ein großer Kampf stattfand. foch E Flüchtige sind im Departement angekommen.“ welcher — Die„Havas-Correspondenz“ meldet aus berspre Tours: Der Municipalrath von Bossay hat Be einstimmig verlangt, daß der Exkaiser in An,] gemeldt klagezustand versetzt werde. Der Republik hal] der Li er seine Zustimmung gegeben. Eine officibse] und de Note erklärt: Die Regierung habe Alles gethan, Mont um ferneres Blutvergießen zu vermeiden, alle inter! Verantwortlichkeit falle jetzt auf Preußen.(J)] feiner? — Was die Befestigungen von Paris an- der mit belangt, so erklärt ein Engländer, der im Jahre kampfee 1842 bei dem Bau derselben beschäftigt war, Tale 9. die französische Regierung habe wenig Ursache] subrech auf das Mauerwerk Vertrauen zu setzen. Die Verbin sämmtlichen Mauern bestehen nach diesem Ge-] nach de währsmann nur aus zusammengeschüttetem 11 und mit Mörtel gebundenem Geröll, das nur wwischer eine steinerne Fagade von 8 bis 10 Zoll Dicke] den in besitzt. Die Erdwerke seien bedeutend staͤrker“ wunde! als diese elenden Mauern, die von preußischen oder Sprenggeschossen nach allen Richtungen aus⸗ zum 2 einanderspringen müßten. proteft Tours, 25. Sept. Die hiesige Regierung auf R macht bekannt, daß sie mittelst Luftballons ein. saaates Schreiben des Ministers des Innern, Gambetta. Mahr, empfangen habe, worin es heißt:„Paris ist zur päpflc heroischen Vertheidigung bereit. Möge Frankreich habe. heldenmüthige Anstrengungen machen!“ Ferner er- kutcle theilt Gambetta die Instruktion, etwa von feind⸗ doch se licher Seite verbreitete Nachrichten über den eule Aus bruch von Unruhen in Paris stets energisch Wöder zu dementiren. Belgie — Per Luftballon aus Paris, d. d. 22. Sept, 5 eingegangene Nachrichten dementiren bereits die] azallt Nachricht von Unruhen in Paris. Die Nachricht Bellevl über den Straßenkampf am 21. d. war erst durch Hauser das Telegramm aus Ferrieres vom 23. am 24. hier eingegangen. Die Dementirung ist also der Meldung vorausgeeilt.— Die Regierung empfing ferner mittelst Luftballons Nachrichten aus Paris vom 22. Sept., es wird über die Schlacht vom 19. Sept. darin berichtet. General Ducrot, welcher mit vier Divisionen die Höhen von Villejuif bis Meudon besetzt hielt, recognoscirte am 19, Sept. das Vorterrain und stieß auf eine bedeutende feindliche Macht, darunter viel Artillerie, in ge deckter Stellung. Nach lebhaftem Gefechte mußt der Rückzug angetreten werden, was von dem rechten Flügel in bedauerlicher Ueberstürzung ge⸗ schah, während die anderen Truppen sich in Or nung auf dem Plateau von Chatillon concentrirten, Gegen 4 Uhr entwickelte sich die preußische Artilleris, so daß General Ducrot seine Truppen unter dem Schutz der Forts zurücknahm und sich nach Ver⸗ nagelung von acht Geschützen in der Redoute von Chatillon, nach dem Fort Vanvres zurückzog. Die Truppen müssen nun sich definitiv in Paris concentriren. Die Verluste sind leichte. Der Feind unternahm keine Demonstrationen gegen die 1 Forts. Ein Tagesbefehl des Generals Trochu belobt die Artillerie und tadelt das erste Zuaven⸗ Regiment, das in Folge einer unglaubliche N Panique in Unordnung zurückgegangen ist. Det“ General hat energische Maßregeln gegen diese undisciplinirten demoralisirten Truppen angeordnet. Im Fort von Vincennes fand eine Feuersbrunst statt, welche bald gelöscht wurde. Das Schloß Meudon ist von den Preußen besetzt. Am 21. Departement de⸗ noch von 3000 1 La unten Pontoise uf Lanpf stattfan A. angekommen. “ meldet au den Bossay d. ö Erkaiser in A Der Republik hi Eine officit ade Alles gethan beschaͤftigt wa de wenig Ursac u setzen. d nach dirsem G. nutngeschütteln eröll, das un da 10 Zoll Dith bedeutend fürn t ven preußsch icht unge a biesige Aiptung f Eusthalont en utrr, Ganbetla Paris ist zu Negt Frau end dem uz von mch übe u ont sittt dur 97110 i alse d Legittung en aus tui Amlait, un Sept. unternahm General Trochu eine Recognos⸗ rung gegen St. Denis. Die Preußen haben ich noch nicht in Courbevoie und Surenes Courbevoie westlich von Paris, nördlich vom Nont Valerien, Surenes zwischen Mont Valerien und St. Cloud) gezeigt, wohl aber in St. Cloud. — Die Umgebungen von Paris von der Dorte von Neuilly bis zu den Ternes sind zerwüstet. Alle Bäume, mit Ausnahme zweier ypressen, sind abgehauen, auf denen eine Auf— Jchrift steht:„Es ist verboten, an diese Bäume Hand anzulegen.“ Auch die Gedenkkapelle des Herzogs von Orleans ist verschont geblieben. — Der Herzog v. Aumale soll für die Con— zituante in der Charente-Inférieure candidiren. Der spanische Geschäftsträger ist in Tours angekommen. Thiers hatte vor seiner Abreise och Conferenzen mit Metternich und Lyons, welcher ihm eine directe Intervention Englands sersprochen hätte. Belgien. Brüssel. Aus Paris wird meldet: Die Pariser Fortificationen sind unter er Leitung des Nordamerikaners Ripley armirt ind der schwache Abschnitt zwischen dem Fort Nont Valerien und St. Denis fortificatorisch imter Mitanwendung von Minen Torpedos nach nner Anordnung verstärkt worden.— Rochefort, er mit der Organisation des eventuellen Straßen- umpfes in Paris betraut wurde, ordnete an, daß de Parterre-Wohnungen und Ladenräume durch— übrechen sind, damit alle Häuser mit einander in Lerbindung stehen. Auch sollen Schießscharten inch der Straße angebracht werden. — 26. Sept. Dem Vernehmen nach ist Pischen Preußen und Belgien vereinbart, daß un in Belgien aufgenommenen preußischen Ver— tundeten nach ihrer Wiederherstellung Beverloo wer Brügge für die Dauer von drei Monaten um Aufenthalte angewiesen wird.— Solo hiotestirt im Senat gegen den Angriff Italiens auf Rom, vergleicht die Situation des Kirchen states mit Belgien und fragt, ob die Regierung Paßregeln zum Schutze für die Heimkehr der in Npstlichen Diensten befindlichen Belgier getroffen hbe. Ministerpräsident d' Anethan antwortet, das nutrale Belgien sei zur Vorsicht verpflichtet, je⸗ duch seien Anordnungen zum Schutze der Lands⸗ laute getroffen. Reyntiens protestirt unter dem Viderspruch der Rechten gegen den Vergleich gelgiens mit dem Kirchenstaate. — Ueber den angeblichen Kampf in Paris eßählt man sich hier: Bewohner des Faubourg Lelleville, größtentheils Pöbel, begannen einige käuser zu plündern. Die Nationalgarde inter— omirte ohne Erfolg, Mobilgarde und reguläres Hilitär mußte aufgeboten und zwei Kanonen id zwei Mitrailleusen in den Straßen aufge— hrt werden, bevor man den Pöbel zu Paaren iben konnte. Viele Todte und Verwundete. — Der Herzog v. Aumale hat den Wählern im Charente folgende Antwort ertheilt:„Ich in allezeit bereit meinem Lande zu dienen, und ihme die Candidatur an. Folgendes ist mein ogramm: ich erkenne an die gegenwärtige gierung, welche kämpft und unterhandelt; erkenne an die künftige durch die Consti—⸗ ante frei gewählte Regierung. Ehrenvoller fieden! Freiheit! Ordnung! Rechtlichkeit!“ Großbritannien. London.„Observer“ it ermächtigt, die Angabe zu dementiren, daß die Drupation vom Mont Valerien eine der deutschen Laffenstillstands⸗Bedingungen war. — Das bonapartistische Journal„La Si- Antion“ meldet: Jules Favre ist nach Abbruch e Conferenzen mit Bismarck nach Paris zurück; geehrt, da er als äußerstes Zugeständniß nur die Schleifung von Metz und Straßburg, die Ueber⸗ usfung eines Theils der Flotte und den Ersatz ee Kriegskosten anzubieten vermochte. Palikao tuin Wilhelmshöhe. —„Times“,„Standard“,„Morning⸗Post“, Faily News“ besprechen die vom Grafen Bis- warck für die Bewilligung eines Waffenstillstandes zu gestellten Bedingungen und finden dieselben naßvoll und den Umständen angemessen. — 26. Sept.„Situation“ kündigt in Folge ins graphen nach a der Proklamation der Regierung in Tours ein Manifest Napoleons an, welches in London und Brüssel erscheinen wird.— Nach einem Tele- gramme aus Amiens fordert der Präfect des Somme-⸗ Departements das Volk zum Kampf bis auf's Messer auf, da die Friedenshoffnungen ge⸗— schwunden seien. Eine Depesche aus Tours meldet, daß die Präfecten der westlichen Departe⸗ ments eine Conföderation gebildet haben, um die Vertheidigung zu organisiren; ob im Anschluß an die Regierung oder unabhängig, wird nicht gesagt. — Zwei englische Cabinetscouriere haben Rouen auf dem Wege nach Tours passirft.— Gerüchtweise verlautet, daß in Paris die Anarchie in der Zunahme begriffen ist.— Der Lloyd⸗Ge⸗ sellschaft wird aus Calais gemeldet, daß die fran⸗ zösische Polizei befohlen habe, keinem Franzosen die Einschiffung nach dem Auslande zu gestatten. Rußland. Petersburg. Das„Peters⸗ burger Journal“ sagt in einem längeren Artikel: „Die fremden Mächte ermuthigen die Franzosen zum Widerstande nicht. Das Journal billigt die Bedingungen, welche Deutschland für den Waffen⸗ stillstand gestellt hat.“ — Dem Vernehmen nach erschienen am ver— gangenen Sonntag der Gesandte Buchanan und der österreichische Gesandte Chotek beim Fürsten Gortschakoff, um einen bei Preußen zu Gunsten des Friedens zu machenden Collectivschritt zu beantragen. Der Reichskanzler äußerte indeß, ein solcher Schritt könne verletzend wirken; man möge denselben Rußland allein überlassen. Die Ge⸗ sandten erklärten sich hiermit einverstanden. * Friedberg. Das in der Nacht vom Samstag auf Sonntag bemerkte prachtvolle Nordlicht wurde gleichzeitig in vielen Städten Europas wahrgenommen. Unter enderem wird aus Stockholm gemeldet, daß dasselbe dort eine sast 24 Stunden andauernde Störung des Tele- Richtungen bewirkte. Man wäre sehr dankbar, wenn von wissenschaftlicher Seite eine Ausklärung über die Ursache dieser Erscheinung erfolgen würde. Frankfurt. Die Einstellung des Güterverkehrs auf der Main⸗Weser⸗Bahn wird, wie wir vernehmen, durchaus nicht von den Truppentransport⸗Zügen nach dem Kriegs⸗ schauplatz verschuldet, sondern wurde durch die Verkehrs⸗ stockungen auf anderen Bahnen, welche in Folge von Proviantzügen entistehen, veranlaßt. In Folge dessen haben sich die Güter auf der Bahn so angehäuft, daß neue vorerst nicht mehr angenommen werden können. Mainz. Während für die afrikanischen Soldaten des Lagers, Turkos und Spahis, in Baracken und Kasernen Winterquartiere beschafft werden müssen, wird das Zelt— lager um 200 gestern eingetroffene große Zelte vergrößert. Die Insassen derselben, abermals einige Tausend Kriegs— gefangene, werden in den nächsten Tagen erwartet. In Mainz sind in verschiedenen Straßen der Stadt schwarz⸗roth⸗goldene, mit einem Plakat versehene Fässer aufgestellt. Die Plakate enthalten die Bitte, jeder Vorüber— gehende möge eine Cigarre in das Faß wersen. Die auf diese Art gesammelten Cigarren werden für unsere ver— wundeten Soldaten verwendet. In Kassel sind an vielen Cigarrenläden Kistchen mit dem Genfer Kreuz und der Ausschrift:„Herzliche Bilte für die Verwundeten um eine Cigarre! ausgehängt, welche von Zeit zu Zeit geleert werden, um deren Inhalt den Verwundeten zu überweisen; eine Einrichtung, die Nachahmung verdient. 5 Hamburg. Nachdem die Blokade in der Nord- und Ostsee durch französische Kriegsschiffe officiell aufgehoben ist, kinn der regelmäßige Verkehr mit transatlantischen Plätzen wieder beginnen. Seitens der Hamburg⸗Amerika⸗ nischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft sind bereits die nächsten Abfahrten nach New-Vork und New Orleans fest⸗ gesetzt und verweisen wir auf die heutige Annonce. Einige Anweisungen für die Gesundheit in dieser Kriegs⸗ zeit, namentlich zum Verhalten an⸗ steckenden Krankheiten gegenüber, will Herr Dr. Lorenz, an ihn gerichteten Bitten entsprechend, Samstag den 1. Oetober, im Saale des Hotel Trapp, bon Abends 7 Uhr an, mitzutheilen die Güte haben. Wenn auch die bisher dahier behandelten Krankheitsfälle, wie z. B. der Ruhr, noch keine bedenkliche Gestalt an- genommen haben, so sind doch anderwärts, wie J. B. im nahen Gießen, bereits mehrere ansteckende Krankheiten aufgetreten. Solche könnten sich, namentlich auf dem Kriegsschauplatze, noch weit schlimmer entwickeln, und ein Einschleppen in unsere an einem Hauptverkehrswege gelegene Stadt ist leicht möglich. Deshalb bedarf es wohl keiner weiteren Erinnerung, welche Wichtigkeit gerade jetzt die in Aussicht gestellten Anweisungen haben. Einem Uebel vorbeugen ist weit klüger als es erst bekämpfen, wenn es schon verbreitet und erstarkt ist. Man darf deshalb hoffen, daß recht Viele von dem bei der jetzigen Arbeitsüberladung der Herren Aerzte doppelt dankenswerthen Anerbieten des Herrn Dr. Lorenz Gebrauch machen. Zum Besten unserer Verwundeten wird ein Eintrittsgeld von 12 Kreuzern für die Person erhoben, ein größerer Betrag wird jedoch dank- barlichst angenommen. Benachrichtigung. Laut einer uns soeben gewordenen Nachricht ist unsere Sendung Nr. III.(welche in der Nacht vom Montag auf Dienstag von hier abging) be⸗ reits am 22. Abends im Hauptquartier unserer Divisson eingetroffen und wurde die Vertheilung der Liebesgaben sofort begonnen.— Die vierte Sendung ist am 26. von hier abgegangen. Comite zur Versorgung der Hessischen s Feldtruppen: Ohly, Vors. Blumenthal, Materialverw. Bergsträßer, Schriftführer. Schulz, Rechner. Friedberg. Seit einigen Tagen passiren wieder zahlreiche Militärzüge, theilweise aus den weitentlegenen Ostseeprovinzen kommend, hier vor⸗ bei und sind damit auch die im hiesigen Bahnhofe errichteten Anstalten für Erfrischung der durch⸗ passirenden Krieger wieder in Thätigkeit getreten. Um dieselbe aber fortsetzen und namentlich auch den aus dem Felde zurückkommenden Verwundeten und Kranken ein Labsal gewähten zu können, thut Beihülfe und Spende von Gaben dringend Noth, denn die Mittel und Vorräthe sind gänzlich erschöpft. Es ergeht daher an die Gemeinden unserer Gegend in Nähe und Ferne, die bisher so hilfreich sich bewiesen, wiederholt die Bitte, in ihrem Liebeswerk nicht zu ermüden, und durch er— neuerte Gaben es möglich zu machen, den tapferen Kämpfern für Freiheit und Vaterland wenigstens einen Bissen Brod und einen Trunk verabreichen zu können. Brod vor Allem und ein Schluck Branntwein für die Gesunden ist das was fehlt und Noth thut— und bald, recht bald, wer Etwas ent— behren kann und geben will. Das frühere Comite besteht noch und wird jegliche Gabe mit Dank entgegennehmen und bestens zu verwenden suchen. Unterstützung der im Felde stehenden hessischen Truppen. An Gaben gingen(außec den bei der Expedition dieses Blattes eingegangenen und bereits bescheinigten) weiter ein: a) an Geld; von W. Mai 1 fl., Ungenannt 3 fl. 30 kr., E. Hanstein 2 fl. C. Scriba 2 fl., Seiler Dietrich 30 kr., Hofgerichts-Advekat Trapp II. 3 fl. 30 kr. Pfarrer Bornagius von Fauerbach 1 fl. 45 kr., Professor Roth 3 fl. 30 kr., Bürgermeister Uhl in Nidda 4 fl., Kreisbau⸗ meister Reuß 3 fl., Lehrer Rühl 1 fl., W. Bernbeck 1 fl., Frau Chemiker Trapp 2 fl. 30 kr. Metzger Blum(5), A. F. 1 fl., F. H. 30 kr., N. N. 2 fl., K. Fritz Witwe 3 fl. 30 kr., Oeconom Hill in Fauerbach 15 fl., O. Stoll in Nauheim 5 fl., Frl. Sopdie Groß 2 fl., Director Matthias 1 fl. 45 ke., A. Söllner I. 2 fl. 20 kr., J. Pfeffer 1 fl. Zusammen 99 fl. 50 kr. b) an Waaren: 23 Hemden, 24 Unterhosen, 66 Paar Strümpfe und Socken, 14 Jacken, 9 Leibbinden, 11 Servietten und Taschentücher, 4 Halstücher, 4½ Psund Chokolade,/ Ohm Branntwein, 12 Packete Tabak. Für das eingegangene Geld wurden haupfsächlich Branniwein und Cigarren angeschafft. Ferner wurden 191 einzelne Packete an Soldaten befördert. Die Fracht von hier nach Darmstadt betrug 16 fl. 10 kr. Geld, Waaren und Packete für die nächste Sendung wolle man bis zum Samstag Nachmittag 4 Uhr an uns abgeben. Das Comits zur Erfrischung durchziehender Truppen und Versorgung der hessischen Feldtruppen: C. Bindernagel. C. Groß. G. Hleronimus. J. Koob. J. Morschel. A. Meßendorf. J. Pfeffer. Pb. Ritzel. Gerson Schulhof. G. Schwarz. C. F. Schleuning. A. Velte. Soeben ist erschienen: Zwei Predigten aus der Kr gehalten zu Friedberg von Dr. K. Köhler, Professor und Pfarrer. Preis 9 kr. Der ganze Ertrag ist zum Besten der deutschen Invalidenstiftung für 1870 bestimmt. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Einladung zum Abonnement auf das mit dem 1. October 1870 beginnende Neu⸗ Abonnement für den Frankfurter Anzeiger. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-Preis ver Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags ⸗Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des t Bundes außer Preußen 27 Sgr. S 1 fl. 35 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 2 Sgt. 21 fl. 55 kr. 2344 Mit stete wachsendem Erfolg hat die Verlagabandlung es im Auge behalten, den Inhalt dieses Blattes den erhöhten Ansprüchen der Zeit anzupassen. Nach wie vor wird es in gedrängter aber ausreichender Kürze und den Partheizwecken fremd seinen Lesern die Weltbegebenheiten leicht faßlich und übersichtlich zur Kenntnis bringen und dabei keinem größeren Blatte in der Schnelligkeit der Mittheilungen nachstehen. Die tlejer und unmittelbar das Vaterland berührenden re 8 finden selbstverständlich besondere Beachtung. 1 5 bringt 77 5— W den täglichen Notizen über Börse, Handel und 2 24% Mittheilungen über Zoll- u. Steuer⸗ Wandel in einem wöchentlich beigegebenen„Wochen⸗Economi wesen, Verkehrsanstalten, Volks⸗ wirthschaft und Statistik, sowie Berichte über Getreidemärkte, Colonsalwaarenhandel ꝛc., Rückschau und Resumé der Börsenwoche und endlich eine e der Fluktuattonen der Ae e Die 4 15 n 41 8 zu deren Mitarbeitern die beliebtesten Schriftsteller Deutschlands zählen, werden ste Familienblätter 0 iegszeit, das Interessanteste und Wissenswürdigste im Bereich der Belletristik, Kunst, Literatur, Wissenschaft und des soctalen Lebens mitthellen. Wie der Leser einerseits die allgemein Interesse bietenden Bekannt machungen der Behörden findet, sind andererseite Inserate von dem günstigsten Erfolg für den Aufgeber.— dei dem ausgebreiteten Leserkteis dieses Blattes Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt a. M. im September 1870. Bestellungen nehmen an alle Poffämter und in Frankfurt a. M. adze Expedition, Buchgasse 3. Das billigste Mainzer Blatt ist das täglich erscheinende „Mainzer Wochenblatt.“ Preis vierteljährlich nur 81 kr.(excl. etwaiger Stempelsteuer oder Bestellgeldes). . Dasselbe ist durch directe telegraphische Verbindungen in den Stand gesetzt, die neuesten polltischen Nach⸗ richten seinen Lesern auf's Schnellste zur Kenntniß zu bringen und widmet außerdem den lokalen Angelegen⸗ beiten von Mainz und Umgegend besondere Beachtung.— Den Interessen des Handels, Verkehrs und der Landwirthschaft wird durch besondere Artikel sowohl als durch Mittbetlung der genauesten telegraphischen Course und Marklberichte Rechnung getragen.— Industrielle finden einen reichen Inseratenthetl. Das dem„Moinzer Wochenblatte“ beigegebene Fouilleton ist fortwährend bemüht, durch eine Auswahl guter Erzählungen ꝛc. dem Verlangen nach Unterhaltung gerecht zu werden. g Mainzer Wochenblatt“ erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl Verbreitung, ist Organ der städtischen Behörden und wird vom Kreisamte Das„ Bekanntmachungen benutzt. Inserate finden durch das„Mainzer Wochenblatt“, da dieselben auch als Plakat in der Stadt an⸗ geschlagen werden, die lohnendste Verbreitung und wird die Annoncen⸗Expeditionen nehmen Anzeigen für dasselbe entgegen. Zu zahlreichem Abonnement für das mit dem 1. October beginnende neue soltden Mainz, im September 1870. „als in der Provinz der größten Mainz zur Veröffentlichung seiner Petitzetle oder deren Raum mit 3 kr. berechnet. Alle Quartal ladet ein Die Expedition. Obst⸗Versteigerung. 2334 Samstag den 1. October d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Freiherrlich Löw'schen Allee zu Wissele beim circa 40 bis 50 Malter Aepfel meist⸗ bietend versteigert werden. Wisselsheim am 27. September 1870. 8 A l Großherzoglichen Ortegerichts Wisselsheim en ee Aepfel ⸗Versteigerung. 2329 Montag den 3. October d. J., Vormittags 10 Uhr, wird das der hiesigen Gemeinde zustehende Obst, be stehend in circa 500 Malter Aepfel und 8 Malter Birnen, meistbietend versteigert. Schwalhelm den 27. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim en sel. Bekanntmachung. 2340 In der Behausung des verlebten pract. Arztes Dr. med. Trapp dapier werden Don nerstag der 6. October l. J., Morgens 9 Uhr, folgende Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung verstelgert: 1 Pferd, 1 einspännige Chaise, 1 Oekonomiewagen, 1 Sattel nebst Zaum, 2 einspännige Chaisengeschsrre, 1 einspänniges Wogengeschirr, Strohbank, Hafer⸗ kasten, Wasserjoch ꝛc. Friedberg den 28. September 1870. 2 In Auftrag Schwarz, Hof ⸗Taxator. Ein Bäcker 2342 wird zum baldigen Eintritt gesucht M. Philippi. Aepfel-Versteigerung. 2338 Montag den 3. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen dabser die Gemeinde ⸗Aepfel in einzelnen Abtheilungen auf Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 27. September 1870. Großherzoglich ure Bönstadt e i bel. Kriegsnummern der Gartenlaube. Die Nr. 39 bringt folgende Beiträge: Aus elgener Kraft. Erzählung von W. v. Hillern, geb. Birch.(Forts.) — Ein Füsiller vom Regiment Nr. 64. Gedicht von Wilhelm Peisch, Unterossizier. Mit Abbildung:„Ein Blatt aus seinem Taschenbuch.“ Nach einer Skizze von Fritz Schulz, Maler im Pauptquartter der zweiten Armee(Prinz Friedrich Karl).— Unter dem rotben Kreuze. Ven Franz Bittong.— Bei den Kanonen. Aus dem Tagebuch eines Artilleristen.— Im Lager unserer Heere. Von A. v. Corvin. Vierter Brtef. Als Spion.— Ein sächfisches Bivouae auf dem Schlacht- feld von St. Marte aux Chönes. Von unserem Special⸗ berichterstatter J. 3Z— r.— Blätter und Blüthen: Aus den Tagen von Speicheren und Saarbrücken. Mit zwei Abbildungen: In der Kirche von Speicheren. Nach der Natur aufgenomnien von Chr. Sell. Am Bahnhof St. Johann ⸗ Saarbrücken nach der Schlacht von Speicheren. Nach der Natur auf⸗ genommen von Chr. Sell.— Die ersten Mitrallleusen in Berlin. Mit Abbildung: Die Einbringung des ersten erbeuteten Adlers und der Miteatll⸗ leusen in Berlin. Nach der Natur aufgenommen von Prof. Döpler.—„Unser Fritz“, der Führer der dritten Armee. Mit Abbildung von Professor W. Camphausen in Düsseldorf.— Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Hammelfleisch, 2336 das Pfund zu 15 kr., verkauft ban Karl Söllner, b Eine Kommode wc er de Bartholomäus Brillinger in Nleder⸗Mörlen.“ 1a 232⁵ 2337 können sowohl an den Bäumen überhaupt, alt auch in einzelnen Mesten abgegeben werden. f Friedberg. Schmidt. Wohnung zu vermiethen. 2341 Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermlethen und gleich zu beziehen. 2335 Unterzeichneter hat sich hier als Arz niedergelassen und wohnt bei Herrn M. Reiß, Lederhandlung. 1 Friedberg. Dr. med. Schott. Ein Hund 7 2328 ist zugelaufen. Nähere 7 neue Zulast bei der Exped. d. Bl. 2331 bat zu verkaufen 42 Friedberg. H. Schutt, Küfer. Ein Dienstmädchen 2343 wird in einen leichten Dienst gesucht. Von wem! sagt die Exped. d. Bl. Feinst blauer Vitrial 2207 blüligst bei Ph. Dan Kümmich. Eine große Partie wollene Hemden und Leibbinden 2326 zu billigen Preisen bei L. Hirsch. Danksagung. 2333 Für die große Theilnahme bei dem Begräbniß meines verflorbenen Neffen und Bräutigams meiner ältesten Tochter, des ber 8 Freiherrn Philipp Löw von und zu Steinfurth, sage ich hiermit sowohl der Gemeinde Florstadt, als auch den von auswärts sich bei dteser Leichenfeier Be⸗ theiligten, meinen herzlichsten Dank. 5 Bessungen bei Darmstadt, 24. September 1870 Todes ⸗ Anzeige. 2339 Dem Allmächtigen hat es gefallen unserk innigstgeliebte Mütter, Schwester, Schwiegertochter und Tante Maria Magdalena Fritz, geb. Horn, 10 nach kurzem Leiden in ihrem 51. Lebensjahre in ein besseres Jenfeits abzurufen. a Die Beerdigung findet Vonnerstag den 29 Sept. Nachmittags 4 Uor, statt. 1 Friedberg den 28. September 1870. Die trauernden Hinterbliebenen. Frucht preise. Per Malter. Waizen 13 fl. Korn 9 fl. 30 kr.; Gerste 8 fl. 10 kr. 3 Hafer 5 fl. Friedberg, 2. Sept. 0 Frankfurt, 26. Sept. Waizen 14 fl. 54 fe Kott' 10 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.— Hafer 10 fl. 30k, Grünberg, 24. Sept. Waizen 13 fl. 30 kr. Korn 10 fl. 23 kr.; Gerste 7 fl. 25 kr.; Hafer 5 fl. 10 k. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wichen— — tr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 2 fl. 18 le. Mainz, 23. Sept. Walzen 14 fl. 47 kr.; Kent 10 fl. 16 kr.; Gerste 7 fl. 28 kr.; Hafer 6 fl. 30 kr. 125 4 fl. 48 kr.; Roggensiroh per 100 Gebund 2—5 18 0 e Freitag Abends 6 Uhr. Samstag Morgens 8 Ubr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Wehrleute. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. i(Hierzu eine Beil age.) Circa 50 Mesten Zwetschen M. Philippi. Freiherr August Löw von und zu Steinfurth. Astaelitischer Goltsdienst in Friedberg — Geil 1— Hess egg II. Vaiz. bis At,* kannt zu ind Obe l Oel 0g haben 1 bei d ertisdienel meine Chle sowie al d meistrei e, 0 gene äbrige ll. , Nat haben allerg 1 iu Rig gbes bisherig V. Dien Allergnädigf WMfartet zu Fockmats ahres 87 Ian Groß.. ekt G angsborf, ats Hunger uchholb, 0 erg und de Walther,. Ingelheim iin ernennen a Stolber hurrsielle z. weilen epa iiele Stelle clache Pfa Au überttag 8Schloß⸗ un haus verwg d. Aug. Maarrstelle verwalter Uan der P. 1 Pfartverw horn— l VI. haben aller smeister En — sowie a debe den VII.“ Großherzo J Hausverw Aachsuchen 0 jährigen letzen und Ger Erlaub Wramten ö VIII. Misärs de ähige Be wen an Feen ir Heizun Shilsl bovon jedo isch Mikkhen an dem 13 d ditt 1 7 derte N Nin ned. Sch agtlauten. Nähe ret ect. Den va bfi an Kinach emden nden GHiesch n g 5 e em De cruen 21. Löw 19 f andt Fleriadt 2 ier krachen e ö 1 ee e eige- 5 Halen* gte 1a Fritz, chert ahtt z Zeilage. 115. Aberhessischer Anzeiger. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Ngierungsblatt Nr. 45 enthält(Schluß): I. Verzeichniß rechtkräftig gewordener, in Gemäßheit bet Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt be⸗ lernt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Urwinz Oberhessen. III. Ordensverleibungen. Seine K. H. der Großher⸗ og haben allergnädigst geruht: am 8. Auguft dem Kreis⸗ bleier bei dem Kreisamle Darmstadt Schaffnit und dem keresdiener bei dem Kreisamte Mainz Baillet das allge mene Ehrenzeichen mit der Inschrift„Für treue Dienste,“ —sowie am 22. Aug. dem Bürgermeister der Bürger⸗ m mkterei Elmshausen Hannewald zu Wilmshausen das allemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für lang⸗ lältige treue Dienste“ zu verleihen. IV. Namensveränderung. S. K. H. der Großherzog babe allergnädigst geruht: am 19. Aug. der K. E. Baß⸗ erzu Reichelsheim zu gestatten, daß dieselbe künftig statt bet bisherigen den Familiennamen Stier führe. V. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben Al gnädigst geruht: am 22. Aug. den ersten lutherischen Pcrer zu Groß⸗Umstadt, Krug, zum Dekan des evang. Sämats Groß⸗Umstadt für die Zeit bis zu Ende des Iimes 1873,— am 26. Aug. den evangelischen Pfarrer u Broß⸗Buseck lic. theol., Strack, zum Dekan des evang. Dianats Groß⸗Linden,— den evangelischen Pfarrer zu Lags dorf, Cellarius, zum Dekan des evangelischen Dekꝛ⸗ tas Hungen,— den evangelischen Pfarrer zu Ossenheim, Bichhold, zum Dekan des evangclischen Dekanats Fried⸗ den und den evangelischen Pfarrer zu Nieder-Ingelheim, Mother, zum Dekan des evangelischen Dekanats Ober⸗ In elheim für die Zeit bis zu Ende des Jahres 1873— su ernennen;— am 3. Sept. den von dem Herrn Grafen zu Stolberg⸗ Wernigerode und Gedern auf die evang. Pirrstelle zu Ranstadt im Dekanate Gedern präsentirten zwelen evangelischen Pfarrer zu Gedern, Möller, für die. Stelle zu bestätigen und demselben zugleich die evan⸗ glsche Pfarrstelle zu Effolderbach, im Dekanate Gedern, zu übertragen;— am 9. Sept. den Beschließer bei der Seloß⸗ und Palaisverwaltung Darmstadt, Nestel, zum Hausverwalter zu Mathildenhöhe zu ernennen.— Am 18 Aug. wurde dem Pfarrverwalter Kuhn die katholische Mrstelle zu Ober⸗Ingelheim, am 1. Sept. dem Pfarr⸗ vewalter Fehr zu Hirschhorn die katholische Pfarrstelle onder Propsteikirche St. Peter zu Worms— und dem Türrverwalter Hesch die katholische Pfarrstelle zu Hirsch— Ur— übertragen. VI. Charakterertheilungen. S. K. H. der Großherzog bien allergnädigst geruht: am 25. Aug. dem Bäcker⸗ nester Engel zu Friedberg den Character als Hofbäcker, —fowie am 28. Aug. dem Metzgermeister Kreuter da— sa den Character als Hofmetzger— zu ertheilen. VII. Versetzung in den Ruhestand. S. K. H. der Obeßherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Sept. den Heusverwalter zu Mathildenhöhe, Herbert, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner geleisteten mehr als 50üährigen treuen Dienste,— in den Ruhesland zu ver⸗ seem und demselben den Character als„Inspector“ mit dei Erlaubniß zum Forttragen der Uniform der activen Damten zu verleihen. i 2 VIII. Concurrenz für: die Stelle eines Steuercom⸗ n ärs des Steuercommissariats Hungen. Concurrenz⸗ fihge Bewerber haben sich binnen einer Frist von 14 wen anzumelden:— die evangelische Schulstelle zu „senbeim mit einem Gehalt von 300 fl. nebst 30 fl. 1 Helzung des Schullokals,— die erste evangelische Eclulstelle zu Beuern mit einem Gehalte von 476 fl., vo on jedoch vorerst eine Abgabe von 50 fl. zu entrichlen i nebst einer Vergütung von 24 fl. für Heizung des Ed ullocals. IX. Gestorben sind: am 18. Juli der Schullehrer einger zu Nieder⸗Ramstadt; am 21. Aug. der pensio⸗ tre Oberforstrath don Brandis zu Darmstadt: am 1 Aug. der Steuercommissär Hunsinger zu Hungen; Aldemselben Tage der pensionirte Schullehrer Bayer zu Ser⸗Olm; am 25. Aug. der Rentamtmann Fay zu ebigenstadt; am 26. Aug. der pensionirte Mainzollamts⸗ Adant Trupp zu Groß⸗Steinheim; am 31. August der G ineisgüterkanzlist I. Classe Winter zu Darmstadt; am 4 Sepiember der Schullehrer Rüster zu Pfungstadt. — S. K. H. der Großherzog haben mittelst Aerhöchster Entschließung vom 23. d. geruht: in Generalstab der Armee Division den Haupt⸗ nenn Scherf zum Major, in der Pionnier-Com⸗ knie den Lieutenant Menges zum Oberlieutenant, in 1. Reiter Regt den Lieutenant Frank zum shernumerären Oberlieutenant, im 1. Jäger-Bat. i Lieutenants Becker und Hauß zu Oberlseu- mants zu ernennen; den Hauptmann und Com⸗ nie-Chef Balser vom 2. Inf,⸗Regt., den Ober⸗ 4155 Lotheißen vom 3. Inf. Regt., sowie hen Oberlieutenant Nau vom 4. Inf.-Regt., unter imennung zu Hauptmännern und Compagniechefs, n das 1. Jäger Bataillon zu versetzen; im . Inf.-Regt. den Hauptmann im 4. Inf.⸗ Regt. steiherrn v. Rotsmann zum Major und ctats⸗ mäßigen Stabsoffizier, den Oberlieutenant von Muralt zum Hauptmann und Compagniechef, so⸗ wie die Lieutenants v. Grolman und Arnold zu Oberlieutenants zu ernennen; im 2. Inf. Regt. den Major Kreuter auf sein Nachsuchen wegen körper— lichen Gebrechens in den Ruhestand zu versetzen, den Hauptmann Keller vom 1. Inf.⸗Regt. zum charakterisirten Major und Commandeur des Ersatz— Bataillons, die Oberlieutenants Buff und Weber vom 1. Jäger-Bataillon zu Hauptmännern und Compagaiechefs, die Lieutenants Walther und Hof zu Oberlieutenants zu ernennen; im 2. Jäger- Bataillon den Hauptmann Daudistel vom 1. Jäger- Bataillon zum Major und Bataillons-Comman- deur, den Oberlieutenant Schneider zum Haupt- mann und Compagniechef und den Lieutenant Stieler zum Oberlieutenant zu ernennen; im 3. Inf.⸗ Regt. den Major Winter vom 2. Jäger- Bataillon mit der Führung des Regiments zu beauftragen, den Hauptmann Schulz zum charak- terisirten Major, den Oberlieutenant Caspary von der Pionnier-Compagnie zum Hauptmann und Compagnie-Chef, die Lieutenants Zentgraf und Freiherr Rau von und zu Holzhausen zu Ober⸗ lieutenants zu ernennen; im 4. Inf.⸗Regt. den Oberstlieutenant v. Gründler zum Regiments- Commandeur, den Oberlieutenant Weitzel zum Hauptmann und Compagnie⸗Chef, die Lieutenants Felsing und Frisch zu Oberlieutenants zu ernennen, sowie am 18. d. dem Oberlieutenant in Penfion Venator den Charakter als Hauptmann und am 22. dem Hauptmann in Pension Weyland den Charakter als Major zu ertheilen.— Unterm 29. August wurden bereits ernannt: Im 1. Reiter⸗ Regt. zum Lieutenant Portepeefähnrich v. Lersner; im 2. Reit.⸗Regt. zum Lieutenant Corporal Cantor, zu Reserve-Lieutenants die Corporale Nonnweiler, Zahn, Frhr. v. Gagern, Frhr. v. Riedesel; im Großh. Artillerie-Corps zum Hauptmann und Batterie-Chef Hauptmann Fries, zum Hauptmann Oberlieutenant Vießel, zu Oberlieutenants die Lieptenants Deiß, Draudt, zu Lieutenants die Portepeefähnriche Locher, Wagner I., Wagner II., Bernhardt, Zentgraf; im 1. Jäger-Bataillon zu Lieutenants in der Reserve die Vicefeldwebel von Strezemnieezuy, Lemp, v. Kopp, Bichmann; im 1. Inf.⸗Regt. zu Lieutenants die Portepeefähnriche Soldan, Gefreiter Frhr. v. Röder⸗Diersburg, zu Licutenants in der Reserve die Vicefeldwebel Herrmann, Rube, Brehm; im 2. Inf.⸗Regt. zu Lieutenants die Portepeefähnriche Rahn, Weimar, Lang, Naumann, Körner, Zimmer, Corp. Schäfer, zu Lieutenants in der Reserve die Vicefeldwebel Lucius, Schaeg, Laubenheimer, Hesse, Wägner, Buff, Heyot, Oeser, Klingelhöffer, Ebel, Gold- mann, Mangold, Haberkorn, Vogt, Kuhlmann (T am 5. Sept. an seinen Wunden); im 2. Jäg. Bat. zu Lieutenants die Portepeefähnriche Acker- mann, Freimann, Eberhardt; im 3. Inf.-Regt. zu Lieutenants die Portepeefäbnriche Scharch, Schröder, zu Lieutenants in der Reserve die Vice⸗ feldwebel Zeißberg, Stahl, Cellarius, Jungmann; im 4. Inf. Regt. zu Lieutenants die Portepee- fähnriche v. Rehfues, Bender, zu Lieutenants in der Reserve die Vicefeldwebel Herrmann, Mittler, Röder, Friedrich, Streb, Metz. Preußen. Berlin. Zwischen dem Grafen Bismarck und Jules Favre fanden am 19. und 20. September Besprechungen statt über die Be- dingungen für den Abschluß eines Waffenstillstandes, um die Einberufung der französischen Constituante zu ermöglichen. Die Forderungen des Grafen Bismarck beschränkten sich auf die Uebergabe von Straßburg, Toul und Verdun, um während des Waffenstillßsandes die Verpflegung des Heeres zu sichern. Diese billigen Bedingungen sind am 23. Sept. von der Pariser Regierung verworfen worden. Die Forderung der Uebergabe des Forts Mont Valerien bei Paris ist von deutscher Seite in diesen Besprechungen nicht gestellt worden. „Bei den Münchener Verhandlungen bleibt die gegenwärtige Bundesverfassong die Grundlage, die nur gewisse Abänderungen zuläßt. Man hofft auf Verständigung. Wegen Elsaß Lothringen scheint eine provisorische Einrichtung als reichs⸗ unmittelbares Vorland beschlossen.“ — Die Frage, ob die Verpflichtung zur Be— stellung von Kautionen für Zeitungen und Zeit- schriften durch den§. 1 der Gewerbeordnung für den norddeutschen Bund für beseitigt zu erachten, ist in diesen Tagen auch vom königlichen Kammer- gericht verneinend entschieden worden. Für Preußen ist somit diese Frage durch die Gerichtshöfe für entschieden zu betrachten. N — Die Führer der Volkspartei legen in einem Aufruf ihre Gedanken über die Grundlagen der künftigen Reichsverfassung dar. Die diplomatische und militärische Leitung sollen dem preußischen Königshause verbleiben. Die Nation erwarte von der Verfassung des deutschen Bundesstaates gesicherte Rechtszustände, getragen und entwickelt durch ein Parlament, volle Theilnahme an der Gesetzgebung, Budgetrecht, Mitentscheidung über Krieg und Frie— den und verantwortliche Bundesminister. Die Grundrechte werden gewährleistet, die Freiheit der Gemeinde durch Aufnahme in die Reichsversassung gesichert. Die Finanzwirthschaft des neuen Bun⸗ des wird auf eigene Einnahmen begründet. Die Bundessteuern werden in directe umgewandelt. Fernere Punkte des Programmes sind allgemeine Wehrpflicht und Verkürzung der Dienstzeit. Der Aufruf fordert die Berathung der neuen Verfassung und Berufung eines allgemeinen deutschen Parla- mentes, welches aus den neuzuwählenden Mit⸗ gliedern des norddeutschen Reichstages und gewählten Vertretern der süddeutschen Staaten bestehen könnte. — Das auswärtige Amt hat unter dem 26. d. M. an die hiesigen Vertreter der Bundes- Regierungen und der auswärtigen Mächte ein Circular folgenden Inhalts gerichtet: Nachdem die französischen Machthaber den Waffenstillstand abgelehnt haben, nachdem eine anerkannte Regierung in Paris nicht besteht und die factische Regierung nach Tours verlegt ist, zeigt Staatssecretär von Thile an, daß die Sicherheit des Verkehrs nach, aus und in Paris nur noch nach Maßgabe der militärischen Ereignisse besteht. — Wie der„Wes.-Itg.“ geschrieben wird, sind nunmehr die verderbenschwangeren Torpedos aus dem Fahrwasser der Elbe entfernt worden. — Die Zahl derjenigen Soldaten der preußischen Armee, welche als einjährige Freiwillige in die— selbe getreten sind, beläuft sich auf 40— 50,000 Mann, die also den gelehrten und gebildeten Ständen angehören und zum größten Theile ihr Offizier Examen bestanden haben, so daß ein Mangel an Offizieren nicht füglich denkbar ist oder wenigstens in jedem Augenblick abgestellt werden kann. Kiel. Nach einer Mittheilung des k. schwe— disch-norwegischen Consulats in Kiel ist von dem französischen Gesandten in Stockholm dem Mini- sterium der auswärtigen Angelegenheiten unterm 21. d. M. amtlich notificirt, daß die französischen Geschwader der Ost⸗ und Nordsee nach Frankreich zurückberufen sind. — Der„Kiel. Ztg.“ zufolge hat der General— Gouverneur Vogel v. Falckenstein seine Zustimmung dazu ertheilt, daß Handelsschiffe am Tage bei ruhigem Wetter und unter Benutzung von Schlepp— dampfern den Kieler Hafen passiren. Der General- Gouverneur hat gleichzeitig weitere Erleichterungen für die Schifffahrt und die Nachtpassage in Aus- sicht gestellt. Oesterreich. Wien. Tbiers ist trotz einer langen Conferenz mit Beust ohne Aussichten von hier abgereist.— Fürst Metternich beabsichtigt den diplomatischen Dienst zu verlassen. — Abgeordnetenhaus. Der Antrag Rech- bauers, die Präsidentenwahl bis zum Erscheinen der böhmischen Abgeordneten neuerdings zu ver— — Der„Schw. Merkur“ meldet von hier: tagen, wird mit 68 gegen 67 Stimmen abgelehnt. & Braunkohlen-Perkauf. 2330 Für die gegen Credit zu beztehenden Braunkohlenklötze beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerk mit dem 1. October d. J. eine neue Creditpertode, laufend bis Ende Dezember d. J. und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1871. Der Preis bleibt wie seither. 6 Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bet Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Koblenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen⸗ scheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 24. September 1870. Großherzogliches Bergamt Dorheim. Die landwirthschaftliche Lehr-Anstalt in Worms a. Rh., 2209 welche in den letzten Lehrcursen von 51 badischen, 94 bayerischen, 17 würtembergischen, 101 preußischen, 36 sächsischen, 6 hannover'schen, 11 österreichischen, 21 schweizerischen und 24 anderen ausländischen 18 bis 40 Jahre alten Landwirthen besucht war, beginnt unter Zusammenwirkung von 11 Fachlehrern ihren zehnten fünfmonatlichen Wintercursus am 1. November d. J.— Gleichzeitig beginnt auch das neue Semester der bereits stark besuchten Deutschen Müllerschule in Worms a. Rh. Programme versendet auf Verlangen gratis und franco Der Vorstand: Dr. Schneider. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Wiedereröffnung der directen Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG AK NEW-10RK vermittelst der Post-Dampfschiffe Silesia Mittwoch, 3. October ö Thuringia, Mittwoch, 19. October Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 100, Zwischendeck Pr. Crit. Rthlr. 58. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubiksuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 8 Sgr. Briese zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff. und zwischen Hansens 4 W OREEAJs, Passagepreise: Eiste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 180, Zwischendeck Pr. Ert. Rthlr. 55. Fracht L. 2. 10. per ton von 40 hamb. Cubikfuß mit 15% Primage. Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen Carl Racké& Cie. in Mainz. Friedberg bei Chr. Hecht. 2332 Mif Kriegs und Friedens bildern reich illustri tt. Billigstes illustrirtes Familienblatt: 134 kr. vierteljährlich — PMPoöchentlich 2 vis 2½ Bogen Wm beginut ihr, neues Quartal mit einer ebenso interessanten wie spannenden Novelle: Ein Damen ⸗Duell von Sacher-Masoch, 2328 während gleichzeitig die zweite Erzählung:„Aus eigener Kraft“ von Frau v. Hillern zu Ende 45 wird. Kriegs berichte liefern unsere bewährten. O. ee Dr. 6. Horn. 3 Mr lin den Haup!quartleren der Kronprinzen und des Prinzen Karl, R. Heck vor Straßburg ꝛc. 8 ilder von Chr. Sell aus Düsseldorf, Prosessor Thumann, F. W. Peine aus Weimar und „Schulg, welche sich sämmtlich auf dem Krlegsschauplatze befinden.— Frledensbeiträge von unsern bekannten Mitarbeitern. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an, in Friedberg Bindernagel& Schimpff. N Bel Bindernagel& Schimpff in Frtedbeg und Nauheim ist zu haben: Wacht am R Illustrirte Kriegschronik Nr. 10.— Preis 9 kr. f Die Macht am Marsch für Pianoforte. von K. Werner. Zweihändig Preis 11 kr., vierhändig Preis 14 kr. Germania. 22 vaterländische Lieder für Gesang mi Pianoforte. 14 Preis 21 kr. 00 Für Planoforte allein 18 kr. Zündnadeln. Eruste und heitere Bilder aus dem deutschen Nationalkrieg gegen Napoleon III. Nr. 10 0. 1. Jedes Blatt 6 kr. Der wahre Jakob, Nummer vom kaiserlichen Altwesbersommer. Preis 6 kr. Frankfurter Latern. (Im Monat der Republik.) Preis: 6 kr. Oeffentliche Aufforderung. 2204 Die in Nr. 103 d. Bl. unter Ins. Nr. 2087 be⸗ nannten Personen oder ihre Erben wollen die baselbs bei ihten Namen angegebenen und auf solche in den Flur- oder Grundbüchern oder Steuerkatastern ein getragenen Immobilien veräußern, ohne ihr Eigenihun! daran ulkundlich nachweisen zu können, Auf Anslehen derselben werden Alle, welche aus irgend; einem Grunde Eigenthums- oder sonstige Ansprüche an! diese Immobilien bilden zu können glauben, andurch auf. gefordert, diese sogewiß in 6 Wochen, von beute an, bei.“ unterzeichneter Gerichtsstelle geltend zu machen, als sonf ohne Rücksicht darauf den Veräußerungs⸗Urkunden die; gerichtliche Bestätigung ertheilt und der Einttag der Erwerbtitel in das Mutations- Verzeichniß versihg werden wird. Bad⸗ Nauheim den 19. August 1870. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Naubelm Ulrich. J. Preis medaille. Amsterdam. Pilsen. Wittenberg, 1869. 1869. f 1869. 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