— 4 1 Sede — eulberg ——— r 1870 4 Oblig⸗ 1870. Bamstag den 29. Januar. Oberhessischer Anzei Enbäle die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samfiag. Für Februar und März kann man bei der Post mit 32 kr. abonniren. Bei der Verlags- Expedition werden nur 9 6 Abonnements(resp. für 5 Monate) angenommen. So weit der Vorrath halbjährige 3 reicht, werden die Nummern vom Monat Januar gratis nachgeliefert. Hessen. Darmstadt. In dem vom Abg. dem die in Frankreich durch das Preßgesetz Louis Kraft erstatteten Bericht des Finanz-Ausschusses Napoleon's eingeführte Unterzeichnung der ein— weiter Kammer über die Rechenschaftsablage der zelnen Artikel auch in Preußen einführen. Das Militärverwaltung vom Jabre 1866 kommen auch sind Bestimmungen, welche die Ablehnung der ie Verluste werthvoller Vorräthe des hiesigen Vorlage von Seiten des Abgeordnetenhauses un- Zeughauses und der Kasernen zur Sprache, welche lamals von den Preußen als Beute fortgeführt burden. Der Ausschuß beantragt, da eine s. Z. Ungeleitete Disciplinar-Untersuchung gegen da— nalige Mitglieder des Kriegsministeriums von lem Großberzoge niedergeschlagen worden sei und ine zu erhebende Civilentschädigungsklage selbst deim günstigsten Resultate des Prozesses doch die terlorenen Summen nicht in die Staatekasse zurück leferu würde, die Ausgaben zar Ergänzung der zon den preußischen Truppen als Kriegsbeute ver— trachten Objekte für gerechtfertigt zu erklären, ind, unter dem Ausdruck des lebhaften Bedauerns ber die hinsichtlich der Fürsorge für dieselben zorgekommenen Fehler, von der Verfolgung deß— sellsiger Civilschadensersatz-Ansprüche abzusehen. — Weiter findet sich in dem erwähnten Berichte elgende Stelle:„Man kann mit Sicherheit be— aupten, daß der Krieg von 1866 das Land über 2½ Millionen rein kostet. Nimmt man hierzu de traurigen Folgen desselben, die Notôwendig⸗ t, 3,000,000 fl. Kriegsentschaͤdigung an Preußen h bezahlen, die Abtretung eines alt angestammten Undestheils mit nur allein mehr als 6,000,000 fl. zerthen Domainen und den Verlust der zum Land hörigen Landgrafschaft Hessen-Homburtz, welche urch die dafür erhaltenen Enclaven nur einen ür geringen Ersatz gefunden haben, so muß man mr erstaunen, daß das Land vie traurigen Folgen is Jahres 1866 bis jetzt, Dank langjähriger Zeschränkungen und Ersparungen, ohne noch ärgere geschwerniß hat ertragen können. ü ir Friedberg. Es ist hier die betrübende Nachricht eingetroffen, daß der frühere Landtags- geordnete unserer Stadt, Herr Landrichter Dr. Stockhausen zu Groß ⸗Umstadt, in der Nacht zm 26. auf den 27. d. nach langem schweren Keden verschieden ist. Preußen. Berlin. Die„Provinzial- serrespondenz“ sagt in einem Artikel über die hieisordnung, daß die Regitrung die Hoffnung alk eine Ausgleichung der bisher unvermiltelten Ogensätze nicht aufgebe. Die Berathung und gststellung der Kreisordnung bleibe die haupt- sichlichste Aufgabe der Landtagssession und dürfte teh halb voraussichtlich im Landtage in der zweiten hͤlfte des Februars eine Vertagung bis zum Schlusse der Reichs tagssession vorzuschlagen sein. — Der Zollbundesrath soll 160,000 Thlr. A mentation für die durch Arrondtrung des Zoll uneins brob los gewordenen Zollbeamten bewilligen. — Der„Bank- Ztg.“ zufolge wird von Mit- gliedern der conservativen Fraction erzählt, der Er Kurfürst von Hessen habe seine umfangreichen Besitzungen bei Horsowitz in Böhmen dieser Tage n Dr. Strousberg verkaust; die Uebergabe der berrschaft werde unverzüglich erfolgen. — Nach Mittheilung preußischer Blätter soll e von dem Ministerlum zu erwartende Vorlage ns Preßgesetzes die vorläufige Beschlagnabme dem entuen Gesetze beibehalten, und will außer- zweifelhaft machen und dieser Gewißheit bei Graf Eulenburg schreibt man das Zögern mit der schon lange erwarteten Vorlage zu. — Im Abgeordnetenhause wurde der von den Abgg. Duncker und Eberty eingebrachte Gesetz⸗ entwurf, betr. die Aufhebung der Beschränkung der Preßfreiheit, in der Schlußberatbung definitiv angenommen. Sachsen. Dresden. Der schon erwähnte, von beiden Kammern adoptirte Abrüstungsantrag lautet:„In Erwägung, daß die seit dem Jahre 1866 geschaffene ganz unverhältnißmäßig große Militärmacht auf die Dauer nicht forterhalten werden kann, wenn der Volkswirihschaft nicht die empfindlichsten Nachtheile bereitet werden sollen; in Erwägung daß ein allgemeines Vertrauen auf dauernde friedliche Zustände unter Beibehaltung der jetzigen Militärmacht nicht Platz greisen kann; in Erwägung endlich, daß, so lange solche Zu⸗ stände andauern, nirgends ein rechtes Vertrauen und ein belebter Aufschwung in Handel, Industrie und Verkehr kommen kann und wird, wobl aber der unvermeidlich finanzielle Ruin aller Staaten die natürliche Folge solcher unproduktiver Aus— gaben sein muß, beschließen die beiden Kammern des Königreichs: Die königliche Staatsregierung wolle beim norddeutschen Bundesrathe mit allen gebotenen Mitteln dahin wirken, daß a) der Auf- wand für die Militärverwaltung des norddeutschen Bundes entsprechend abgeänder', b) eine allgemeine Abrüstung angestrebt und möglichst bald durch— geführt, zu dem Ende aber bei dem Bundesprä⸗ sidium das Vorgehen auf diplomatischem Wege angeregt werde.“ Bayern. München. Die bereits gemel⸗ dete Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Herrn v. Döllinger ist„wegen seines mannhaften Auf— tretens gegen das Dogma der Unfehlbarkeit“ erfolgt. — Die von dem Adreßausschuß der Abgeord⸗ nttenkammer angenommene Adresse soll ein ent— schiedenes Mißtrauensvotum gegen das Ministerium Hohenlohe enthalten. Augsburg. Die„Allg. Ztg.“ veröffent- licht folgendes Telegramm aus Rom:„Bischof Stroßmaper sprach in einer anderthalbstundigen Rede gegen die Centralisation der Kirche und beantragte periadischen Zusammentritt von General— räthen. Die Rede macht in Rom das größte Aufsehen.“ Oesterreich. Wien. Die Entrüstung, womit die öffentliche Meinung in Wien den in Süddalmatien vollzogenen Ausgleichungsact auf— genommen, ist, wie sich das fast täglich aufs Neue aus den Kundgebungen der dortigen Journale ergibt, noch immer im Steigen. Die alte„Presse“ blickt nur mit dem„Gefühle namenlosen Jammers“ und dem„Bewußtsein gränzenloser Ohnmacht“ auf den Vertrag von Knezlar, in welchem die Großmacht Ocsterreich mit einem Tausend gegen Gesetz und Versassung rebellirender Halbwilden Sieger, und fordert zur Sühne für diese der Armee angethane Schmach, Diejenigen zur Ver⸗ antwortung zu ziehen,„die mit der Ehre des Staats ein so unwürdiges Spiel getrieben.“ — Die„Presse“ meldet: In Folge defnitiver Ablehnung Kaiserfeld's ist Hasner für das Prã⸗ sitium des Ministerrathes vorgeschlagen worden, die übrigen Minister bleiben in ihren Funktionen. Mit dem Vorschlage der Präsidentschaft Hasner's soll dem Kaiser auch ein formulirtes Ausgleichs⸗ programm überreicht worden sein. — In dem Abgeordnetenhause erklärten die Tyroler Abgeordneten Giovanelli, Greuter, Jäger, Plager, Wiesler und Brader, daß sie ihre Mau⸗ date zum Reichstag niederlegen, weil sie von dem Berichterstatter Tinti in dessen Bericht beleidigt worden seien, ohne deßhalb bei dem Prästdenten Schutz zu finden. Frantreich. Partie. Gambetta hat die Vectretung der Familie Noir in dem gegen den Prinzen Peter Bonaparte anzustrengenden Civil- prozeß übernommen. Spanien. Madrid. In den Cortes unterstützte Emilio Castelar den Vorschlag, die Bourbonen vom Throne auszuschließen. Der Verkehrsminister Echagarap antwortete ihm, die Revolution habe nur die Monarchie des göttlichen Rechtes abgeschasst. Die Regierung habe gar keinen Candidaten, aber vor der Restauration der gestürzten Bourbonen würde Spanien in Strömen von Blut schwimmen. Marschall Prim wiederholt, daß weder Isabella noch Alphons wieder kommen werden, niemals, niemals, niemals! Er sügt hinzu, die Minister hätten keinen Candidaten, mit Aus- nahme des Admirals Tepete, der der Candidatur des Herzogs v. Montpensier treu geblieben sei. Er appellirt an die Versöhnlichkeit und wiederholt, er werde den Inspirationen der Majorität folgen. Der Vorschlag, sämmtliche Bourbonen vom Throne von Spanien auszuschließen wird mit 150 Stimmen gegen 37 verworfen. Türkei. Konstantinopel. Nach der „Levant Times“ erhielt die Pforte eine Rechnung von 12 Mill. Pfd. Sterl. für die vom Bicekönig von Egypten ihr abgetretenen Panzerschiffe und Hinterlader. „Friedberg. Der am 24. d. M. von Herrn Seminarlebrer Soldan gehaliene Vortrag behandelte „die Ausbildung des Schönheitssinnes in der Erziehung.“ Alle Meuschen, sagt der Redner, seien von Natur mehr oder weniger empfänglich und beanlagt für das Schöne, durch die Erziebung müsse diese Anlage aber gepflegt und entwickelt werden. Nun werde zwar diese Aufgade nicht ganz dernachlässigt, in der Regel aber ziele das, was die Erziehung dasur ibue, nur mehr auf oberflächliche Keunt⸗ niß der sog. schoͤnen Literatur, auf äußere Wohlanständig⸗ leit und Vekanntschast mit den Anforderungen der Mode. So erkläre sich's, daß die größten Häßlichtelten der Mode für schön gefunden und nachgeahmt würden.(Crinoline, Chignon.) Wohl könne ein ästhetisch roher Mensch tüchtig und keuntsißreich sein; er set darum nichts destoweniger einseitig und enidehre der reinsten, edelsten Freuden. Bie Anforderungen an die Erziehung bin sichtuch der Ent⸗ wick lung des Schön heitosinnes faßt der Redner in drei Sätze zusammen: Man biete dem Kind nur Reines, wirk⸗ lich Schönes und Edles. Das Gebotene entspreche der jeweiligen Entwickefungestuse des Kindes, Cs werde in der lechten Weise geboten.— So sei es nicht gleichgültig, unterhandelt habe wie der Ueberwundene mit dem ob rohe, ungeschlachte Summen auf das Kind in der Wiege eindringen oder weiche, melodische Töne sein Ohr berühren; ob es an Schmutz und Unordnung an sich und seiner Umgebung sich gewöhne, oder Reinlichkeit und Ord⸗ nung ihm zur anderen Natur werden; ob sein Auge schaue in das vielleicht rohe Gesicht des Kindermädchens, oder dem liebenden Blick der Mutter begegne.— Die Poesie in der Kindesseele entfalte sich im vertrauten Umgang mit den Thieren. Glücklich das Kind, das nach Herzens⸗ lust verkehren könne mit Hund und Katze, im Hübnerhof und Pferdestall. An der Axt wie das Kind spiele, in welchem Maaßen es erfinderisch und poetisch gestaltend dabei verfahre, lasse sich erkennen, in wie weit die Eindrücke, die es bereits empfangen, reich und aureßend gewesen. Nur keine kostbaren Spielzeuge! Das Kind wolle thätig sein, selbst gestalten. Nur kein lebhaftes Vormachen und Ueberwachen des Spiels! Die Frische und Freutigkeit gede dadurch verloren, Langeweile packe die junge Seele. — Hinaus in die Natur mit dem Kind! Dort geht ihm das Herz auf für die Schönheit, die ihm da in tausend⸗ facher Gestalt entgegen tritt. Doch unterbleibe das lang: athmige Gerede über die Schönheit von Diesem und Jenem; man erzeuge dadurch nur Schwätzer, die um so weniger empfinden, je mehr sie mil„reizend, herclich, ent⸗ zückend u. s. w.“ um sich werfen.— Doch der Raum geflattet nicht in dieser Weise fortzufahren, so erwünscht es auch für jede Mutter, die ihr Kind harmonisch erziehen möchte, sein dürfte zu hören, was der Redner weiter sagte über das so wichtige Vorerzählen von wirklich poctischen Geschichichen und guten Mährchen(Grimm), über das Verderbliche des Lesens seichter Jugendschriften, über den Nutzen guter Bilder, wie die von Richler, über den zweifel⸗ baften Werth von Carricakuren für die Kinder(Struwel⸗ peter), über verkehrte Geschmacksrichtung in der Musik u. s. w.— Gs ist als ein wirklichec Forischritt der Zeit zu betrachten, daß auch dem größeren Publikum Gelegenheit geboten ist, sich über wichtige Erziehungsfragen zu orientiren und daß diese Gelegenheit mit Eifer benutzt wird. Von diesem Gesichtepunkt aus mußte der sehr verständlich ge⸗ haltene, interessante Vortrag doppelt willkommen geheißen werden. Friedberg. Die bier sich befindende Menagerie des Herrn Kleeberg zeichnet sich durch eine interessante Sammlung seltener Thiere, insbesondere auch durch die Schönheit der Exemplare aus. Von den einzelnen Thieren nennen wir nur den Königs Löwen aus der Wüste Sahara, der die Majestat des Königs der Thierwelt vergegegwärtigt, einen Tiger aus Bengal von kräftiger Musculatur, eine gestreiste Hyäne aus Afrika, einen schön gezeichneten Mandril, einen ungewöhnlich großen Bären und einen hübschen Jaguar, außerdem aber drei schöne Schlangen, darunter eine Riesenschlange von seltener Größe und Farbenzeichnung. Staunt das Auge, wenn man die Käfige entlang geht über die wilden Insassen, so steigt höher die Bewunderung über die ausgezeichnete Dressur dieser unheimlichen Gesellen; nicht ohne Schreckens⸗ schauer sieht man den Thierbändiger in die Käfige treten; doch bald verwandelt sich dieses Gefühl in das der größten Dewunderung, wenn man den Verkehr des Bändigers mit den blutdürstigen wilden Gestalten sieht, wodurch der⸗ selbe seine Herrschaft über die rohe thierische Kraft in eminenter Weise bethätigt. Dem Beschauer bietet sich hier ein Schauspiel dar, das er sicher sobalb nicht wieder ver⸗ gißt, das man nicht für möglich balten sollie, wenn man es nicht vor sich sähe. Schließlich noch die Bemerkung, daß die Menagerie nur bis Ende der nächsten Woche hier bleibt, worauf wir namentlich die Eltern und Lehrer der Umgegend aufmerksam machen, damit sie nicht versäumen, itren Kindern den selten gebstenen Besuch einer Menagerie mit so wirklich schönen Thieren zu ermoglichen. „Friedberg. Die Norddeutsche Packet⸗Be⸗ förderungs⸗Gesellschaft wird, wie wir hören, schon in den nächsten Tagen auf der Berlin- Görlitzer und der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn ihre Packete in durchlaufenden Wagen unter Begleitung eigener Beamten defördern. Wegen weiterer directer Routen, namentlich auch nach Süd ⸗Deutschland, wo die Organisation im vollen Gange ist, schweben bereits Verhandlungen. Wenn auch einzelne, aus dem Weihnachtsverkehr herrührende Beschwerden über verzögerte Beförderung bei einem Unternehmen von so bedeulender Ausdehnung, welches erst seit 1½ Monal den Betrieb eröffnet hatte, also noch nicht vollfläudig eingeschulte Kräfte haben konnte, nicht maß ebend sein dürsten zur Beurtheilung der Leinungsfähiokcit,— denn selbst dem musterhaft eingerichteien Institut der Post, welches eine Jahrzeynte, ja sogar Jahrhunderte lange Er⸗ fahrung hinter sich hat, ist es nicht möglich, bel dem massenhaft andrängenden Weihnachtsverkehr alle Untegel⸗ mäßigkeiten und Verzögerungen zu vermeiden— so dürfte die Gesellschaft doch das Vertrauen der Geschäftswelt und des Publikums nur dann nachyaltig erringen, wenn sie eine gleich schuelle und sichere Beförderung wie die Post anstrebt. Nach obiger Miltheilung ist damit der Anfang gemacht, und scheinen sich sonach die Leiter der Gesellschaft ihrer Aufgabe wohl bewußt zu sein. Wir können deshalb dem Unternehmen nur eine gedeihliche Fortentwickelung wünschen, namentlich im Interesse des gesammten Handels⸗ landes. 5 — 1— Aus der Wetterau. Sonntag den 23. d. trug sich bei Bingenheim folgender traurige Unfall zu. Ein Jagobeständer aus Reichelsheim begab sich in Be⸗ gleung eines Einwohners von Dornassenheim, der nur zum Vergnügen und zwar ohne Gewehr miiging, auf die Jagd. Auf dem Deimwege kug jener Dornassen⸗ heimer die Flute. Da es schon dunkel und der Weg sehr holperig war, gliit er aus und fiel hin. Beim Auf⸗ Bein, so daß der Schuß, nur eine einzige große Oeffnung bohrend, ihm in den Oberschenkel bis auf den Knochen ging. Nachdem nach einer Stunde etwa Hülse gekommen war, hatte der Aermste schon eine bedeutende Menge Blut verloren. Er wurde nach Reichelsbeim gebracht, dort verbunden und nachher auf einem Wagen voll Bettzeug nich Dornassenheim. Alle aufgewandte Mühe war jedoch wegen des ungeheueren Blutwerlustes vergebens und am nächsten Abend war der kräftige Mann, die Stütze armer Eltern, eine Leiche. Es ist dieß wiedrum ein Beispiel dafür, daß man nicht vorsichtig genug mit Schieß ⸗Ge⸗ wehren umgehen kann. Offenbach. Bor einigen Tagen wollfe der in der Wagensabrik von Dick und Kirsch ten beschäftigte Federn⸗ schleifer Erb einen neuen Schleisstein von 90 Ceniner Gewicht und 15 Fuß Durchmesser prüfen, der am 24. eingelassen und am 25. d. zum erstenmal durch die Dampfmaschine in Bewegung gesetzt wurde. Plötzlich fuhr der Stein in zwei Thelle, wovon der eine Erb erfaßte, demselben Schenkel Brust und Hirnschale zerschmetterte und mit ihm durch das mit Eisenstäben vergitterte Fenster zwanzig Fuß weit in den Hofraum der Fabrik hinaussuhr. In Seligenstadt am Main if kürzlich ein Mann am Genuß rohen Schweinefleisches erkrankt und mit Tod abgegangen. Eine angestellte ärztliche Untersuchung vat zur Evidenz klar gestellt, daß die Ursache des Todes die Trichinose war. Die mikroscoptsche Untersuchung eines Stückes Fleisches des Verlebten durch einen Darm⸗ städter Arzt wies Trichinen darin nach. Darmstadt. Abermals sind hier in der Nacht vom 21. zum 25. d. Erderschütterungen vetspürt worden. Eine solche um 11 Uhr und eine weitere kurz nach 12 Uhr waren ziemlich bedeutend.— Auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein sehr intensiver Erdstoß beobachtet.— Die Reclamationen gegen die Einkommen⸗ resp. Klassensteuer in biesiger Stadt sollen sich so gebänft haben, daß ihre Zahl nicht mehr nach Hunderten berechnet werden kann. Vom Mhein. In der chemischen Fabrik von Wasser⸗ fuhr und Comp. bei Dünnwald, 1½ Stunden von Köln, wo man Glycerin verarbeitet, hat am Abend des 25. d. eine Explofion staugefunden, deren von starkem Knalle begleitete Erschütterung bis in Köln wahrgenommen wurde. In dem größeren Umkkeise, wo das Unglück sich ereignete, hat man 15 Leichen zusammen getragen. Acht 62 Fuß lange Schuppen sind völlig auseinander gertssen, und von dem Laboratorium erblickt man nur noch zwei Mühlseine und den Dampfkamin. Kassel. Die von Juni bis Sepiember dahier statl⸗ findende allgemeine Industrie-Ausstellung findet im ge— sammten Deutschland einen so erfreulichen Anklang, daß sich heute schon sagen läßt, die Kasseler Ausstellung wird unter den Aussiellungen, welche in den letzten 10 Jahren staltgefunden, eine hervorragende Stelle einnehmen. Von allen Seiten, von deutschen Handels ministerien, Handels⸗ kammern, wie von hervorragenden Industciellen, sind beim Vorstande Zuschriften eingegangen, welche es als eine be— sonders glückliche Wahl bezeichnen, daß das Hauswesen, dessen Förderung während der letten Jahre so außer⸗ ordentliche Fortschritte aufzuweisen hat, zum Gegenstande eines industrielen Wetikampfes gemacht wurde. Bei Endelhausen im Bayerischen hal kürzlich wieder einmal ein Haberfeldtreiben stattgefunden, woran sich 40 bis 50 Personen unter dem herkömmlichen Ceremoniell und Lärm darch Schüsse und Klappern mit einer Putz⸗ mühle betheiligten; einem Bauern wurde scharf ins Haus hineingeschossen und das Hausdach abgedeckt.„Getrieben“ wurde einer großen Anzahl Bauern, Wirthen und auch einigen geistlichen Herren der Umgegend. Stuttgart. Die Genehmigung des Ministeriume zu einer Lottecie zum Besten des Schillerdenkmals in Marbach ist nunmehr ertheilt. Es sollen 55,000 Loose zu 30 kr. ausgegeben werden und nach Abzug der Ge⸗ winne, welche tbeilweise in namhaften Geldprämien be⸗ siehen, noch 12,000 Gulden süc das Denkmal übrig bleiben. Dresden. Für die Hinterlassenen der im Plauen'⸗ schen Grunde verunglückten Bergleute sind seit dem letzten Bericht wieder über 29,160 Thlr. eingegangen, im Ganzen somit etwa 434 300 Tyr. Die Gaben werden wahrschein⸗ lich in Form von Renten zur Vertheilung kommen. Berlin. Der vom 14.— 19. Februar hier zusammen⸗ treiende Congreß norddeutscher Landwirihe wird seine Sitzungen, wenigstens in den ersten Tagen, nicht wie bis⸗ her bekannt gemacht, im Englischen Hause, sondern in dem großen Festsaale des neuen Rathhauses abhalten. Magisirat und Stadtverordnete der Residenz haben mit dem bereitwilligsten Entgegenkommen die erste Benutzung dieser fefllichen Räume dem Congräesse überlassen. Hamm. Das„Wesif, Tgbl.“ schreior:„In dem nahe geiegenen Dorfe Dolberg veischwand vor einiger Zeit in Folge zerrütteter Vermögensverhältuisse der Küster Heger. Bald nach seiner Entweichung bemerkte man in einem kleinen G'mache seines Hauses seine wahnsinnige Schwester, die, von aller Welt vergessen, hier seit einer Neihe von Jahren ihr trauriges Dasein gefristet halte Der Anblick der Unglücklichen soll ein enisetzlicher gewesen sein, da der Körper derselben in Folge der langen Hast völlig gekrümmt und zu einer Mißgestalt zusammengewachsen ist.“ Ju England tritt ale neueste Mode auf: das Hinken. Bekaunilich geht die schöne Prinzessin von Wales, Alexan⸗ dra, in Folge von Krankheit noch immer etwas lahm und dieses traurige Gebrtchen beeiftn sich die engl eschen Damen nachzuahmen. Zu diesem Zwecke wird ven einer Stiefelette der Abdsatz gänzlich eulferut, auf der enden tehen blieb ihm die Flinte hängen, und als er sie rasch an sich zietzen wollie, eulud sie sich unmittelbar vor jeinem! dagegen bebeutend ethöht, und das dadurch künstlich her⸗ vorgebrachte Hmken nenuß man„ la Alcxaudrg.“ Erb war nach wenigen röchelnden Athemzügen eine 17 das Deste Lehr- und Unterrichtsbuch Sagen aus der Wetteran. Bon Heinrich Hensler. a 17. Von der Glauburg. In dem südöstlichen Theile der Wetterau zieht vor Allem die Glauburg die Aufmerksamkeit der Alterthumsfreunde auf sich. Sie liegt nördlich von Lindheim zwischen den Dörfern Glauberg, Heegheim und Düdelsheim. Der Berg ist nach drei Seiten hin steil, hat auf seinem Plateau das ganze Jahr hindurch Wasser und beherrscht das Seemen⸗ und das Nidderthal. Hier stand einst eine große und feste Stadt. Da aber die Bewohner derselben vielfältige Rau⸗ bereien trieben, so beschloß der Kaiser, sie dafür zu züchtigen, und ihre Stadt zu zerstören. Die Einwohner leisteten aber zu tapferen Widerstand, und die Stadt war zu gut verwahrt, als daß man sie gewaltsam hätte erobern können. Die Belagerung dauerte bereits bis in das dritte Jahr,— da verfielen die Belagerer, während schon ihr Abzug beschlossen war, auf eine seltsame List. Sie fingen nämlich eine Menge Krebse, steckten jedem derselben des Nachts ein Lichtlein auf und ließen sie nach der Stadtmauer zu kriechen. Die Erscheinung der vielen Lichtlein fiel den Glauburgern auf, und sie zogen alle nach der Seite hin, wo man dieses sehen konnte. Das war die Absicht der Feinde,— sie benutzten es, daß die andere Seite der Mauer nicht besetzt war und erstiegen dieselbe mit Leichtigkeit und ohne Verlust. Als sie in dieser Weise Herren der Veste ge⸗ worden waren, schlossen die Belagerten einen Vergleich mit ihnen ab, es sollten ihre Frauen und Kinder mit dem was sie tragen konnten, frei abziehen dürfen. Da sie aber nun statt des Hausrathes ihre Gatten, welche durch den langen Kampf und die ausgestandenen Strapatzen sehr geschwächt waren, auf die Schultern nahmen und hinaustrugen, so wollten die Belagerer das nicht gelten lassen und schickten deshalb Abgeordnete an den Kaiser, der seinen Sitz damals zu Frankfurt hatte, damit dieser die Sache entscheiden solle. Diesen rührte die Treue und Anhänglichkeit der Frauen an ihre Männer und er entschied zu ihren Ounsten, worauf die Glauburger wegzogen und die Stadt zerstört wurde.(Dr. Dieffenbach: Die Glauburg, Band III. Heft 1 des Archivs für Hess. Geschichte.) 5 Des Nachts ist es auf der Glauburg noch nicht geheuer. Es wandern dort in der Geister⸗ stunde die Krieger umher, welche einstens auf der⸗ selben hausten. Landleute der Gegend, welche gegen Mitternacht ihren Weg über den Berg nahmen, sahen oben viele Männer gelagert, welche nicht wie unsere Krieger gekleidet und bewaffnet waren, sondern wie die alten Römer.(Roth und Schatzmann: Beiträge für die Wetterau J. 132. Note“). 309 um in kurzer Zeit eln gebildeter Kaufmann zu werden, ist für jeden Geschäftsmann das ee nete Buch in 18ter Auflage zu empfehlen: Die Handelswissenschaft für Handlungslehrlinge und Handlungsdiener. 1) Der Kaufmann, seine Eigenschaften und Pfli 9 2) Leichte Erlernung des Briefwechsels. 3) Das g die Entwickelung des Handels und die Handelsgesgraphle, die wichtigsten Handelsstädte, Kanäle und Handelsbäsen. 9 4) Das kaufmängische Rechnen, die Procent⸗, Zinsen⸗ und Discontorechnung, die Gold⸗, Sulber- und Münz⸗ Rechnung, die Wechsel⸗ und Waaren⸗ Rechnung. 5) Die kaufmännische Correspondenz, Circulare, An⸗ erbielungs⸗, Bestellungs⸗ und Exinnerungs⸗ Briefe,— Bankgeschäfte. 6) Münz⸗, Maß- u. Gewichtskunde. 7) Staatspapier⸗ und Actien Kunde. 8) Comptoirarbelten, Rechnungsauszüge und Contocurrenten, Preiscourante, Cours zettel, Berichte. Quittungen, Vollmachten. 9) Die einfache und doppelte Buchhaltung, auf zweckmä e Weise hergestellt. 12 Beispiele berühmt Gai ted. welche sich in der Kunst des Etwerbens auszeichneten, 1 . Herausgegeben von Fr. Bohn. Dreizehnte verbesserte Auflage mit einer Master⸗ Vorschrift zur Schönschteibekunst. a 7 a Preis: fl. 2 24 ke Zur Aneignung kaufmänniseher Kenntnisse ist dies . Dieser neuen Auflage sind noch fl Beispiele der herühim⸗ 1 H tfletste beigefügt Vottäthig dei Bindernagel& S ff in griedbecg. 1 een Beschichte der uch. U Affentlich n Fried Nac lasse Ietüblen, Geißztug, cträlhsche Nohlstein mit circa Gegenfan gegen Ba Ftled Hoftai 209 No 1 Uhr, Hlasse det Ihötenden IU. 7. Affenllcch erden. örler — . 420 Mi nsangend idritt e 49 38 10 i 92 — 110 aa 2 —— Didersand, Die , während seltsant ze Krebst, tir: desegt war it und ahn da Bat ge dglichleit du ed zu ihre etgjegtn un. zenbach: Di Archivs fu lunburg 170 1 det Geisie⸗ ent auf dei welt den Betz aut, welch int bewassit f.(Keih un Feschichtt dt. 2 egen, 1 * Immobiliar-Versteigerung. den 1. Februar d. J., Vormittags MN. Dienstag 1 Ubr, sollen in blesigem Rathbause auf freiwilligen Jurag der Friedrich Karl Waßmuths Erben sahler deren nachbeschrledene Immodilien: Flur. Nr. Klftr. II. 659. 7,6. Hofraithe in der Stadt, II. 660. 23,7. Hofraithe daselbst, XII. 207. 328. Wiese im Straßbelmergrund, sochmals öffentlich meistbietend versteigert und kann zunmeihr bei aanehmdaren Geboten den Letztbletenden de Genehmigung alsbald ertheilt werden. Friedberg am 28. Januar 1870 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg deu e d r. Frucht⸗Versteigerung. 1 Donnerstag den 3. Februar d. J., Nachmittags 2 Uhr, pllen in biesigem Rathbause von den Fruchtvorräthen: 3. des vereinigten Armenfonds daher 50 bis 100 Malter Korn und 50 Malter Gerfle, b. des Augustiner Schulfonde 40 Malter Gerste, „ der milden Stiftungen 12 Malter Koen 32 Malter Gerste Hfentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 28. Jauuar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. und Mobiliar-Versteigerung. 90 Mittwoch den 9. Februar d. J., Vormlitags Uhr sollen in der Behausung der verstordenen Sophie Staubi an der Bahndofsstraße dahier die zu deren Tachlasse gehörenden Mobilien, bestehend in Tischen, Stühlen, Schränken, Commoden, Bettffellen, Kleidern, Deißzeug, Beltwerk. Wirthschafts-, Haus und Küchen— terälhschasten, Faͤssern, Bütten, einem Mahltrog mit Vahlstein, einer sebr guten Obstwetupresse, einem Faß nit circa 4 Ohm reingebaltenem Acpfelwein und sonstigen Segenständen, auf Antrag der Erben öffentlich freiwillig egen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg am 27. Januar 1870. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg Fonucar. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 299 Montag den 14. Februar d. J., Vormittags 11 ÜUbr, sollen in biesigem Rathbause die zum Nach— susse der verstorbenen Sophie Staubi dahtler ge— Flenden Immobilien, nämlich: Gemarkung Friedberg. ur. Nr. Klftr. II. 295. 47. Hofraithe in der Stadt, II. 294. 9,4. Grabgarten daselbst, V. 135. 868. Grabgarten am Schützen rain, VI. 77. 242. Acer auf der Warte, Mentlich freiwillig auf Antrag der Erben verflelgert terden. Frledberg am 27. Januar 1870 Großherzogliches Ortsgerich Frledberg Fouc ar. Holz ⸗Versteigerung. 25 Mittwoch den 16. Februar d. J., Morgens 9 Uhr tasangend, kommen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Seienstein, zur öffentlichen Versteigerung: 4 Elichen⸗ Stämme, von 246 Cubikfuß, wovon der eine 180 Cubikfuß enthält, 365/ Klafter Eichen bolz. 89¼ Buchenholz, 52 5 Stockhelz. Der Anfang wird mit dem Stammpbolz gemacht. Eschboch den 27. Januar 1870. 7. — Born, Bürgermelster, 5 Kaufm. 166 2568001 2 8 Schal 8 a 25 , Daheim n dichte f— 4 3 5 e f 25 sent Die nächste Nr. 18 ves neuen, VI. Jahrganges s n enen enthält: 28 e, A, 1 3 7 * 10 Nun Ene Cablnetsintrigue.(Jortsetzung.) Historischer Roman - enn en G. Hlitl— Sol daten- und Hürgerleben im dreißig leert fibrigen Kiiege. Zu dem Bilde von G. Stammel.— „ere, Ain Contertabend im Leipziger Gewandbaus.— Der ee, Audettenstuart. Neue Secbilder. 1 Von R. Werner.— sent, Feticht von Robert Neinick. Iluslritt von Küster— eee In Familientische: Zwei Doctoten des deutschen Volles. 16 0„ uu O. Thelemann. eee Zu Bestehungen empfehlen sich Bindernagel und enten, Echimpff in Frieoberg. K 220% tl 2* 1 2 r „ Olhyecerinseiscu-Ab fall 100 sehr gut schäumend, per Pfund 36 kt., Toilettenseifen-Abfall 1h 1 0 1 in schönen Stücken, per Punt 24. bel Wilhelm Fertsch. . Hamburg Havre anlaufend, vermi Hammonia, Mittwoch, 2. Febr. Stlesia, Nilnwech, 9. Februar. 2. Morgens. Holsatia, Mittwoch, 10. Februar. ö -Amerikanische Packctsahrt-Actien- Gesellschast. 8 e e iel fou Hamburg und New— Aork ttelst der Postdampfschiffe Allemannia, Minwoch, 28. Febr. Cimbria, Minwoch, 2. März. 1 g Morgens. Westphalia, Miuwoch, 9. März. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 165,* Pr. Crt. Nihlr. 100, Zwischer deck Pr. Crt. Rtblr. 355. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubiksuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft, Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 4 Sgr. Bricfe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff. und zwischen Hamburg und New- Orleans, auf der Ausreise Havre und Havana, auf der Rückreise Havana und Havre anlaufend. Teutonia 12. Februar. Saxonia 12. März Passagepreise: Eisse Cajute Pr. Crt. Riblr. 180, Zwischendeck Pr. Ert. Rihlr. 38. Fracht L. 2. 10. per Näheres bei dem Schiffsmakler ton von 40 August Chir 306 sowie bet der Spectal- Agentur bamb. Cubikfuß mit 18% Primage. Bolten, wa Miller's Nachfolger, Hamburg, i st. Hecht in Friedberg. babituelle Stublbeschwer⸗ Bleichsucht, Blutleere, Hämorrhoiden und Neigung zu Gicht und Seropbeln. Von vorzüglicher Wirkung gegen Trägheit Verdauungsorgane, * n, 4 32 Das Flacon Pastillen, in welchem die Salze aue einem Litre Rakoczp enthaiter, koßet 30 kr. Nur allein ächt in Friedberg bel Hofapotheker C. Görtz. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. 1 1 285 Was bieict denn die so oft serwähnte Zettschrift: „Lie Hausfrau“ eigentlich?— Alles, was für die Hausfrau wirklich praktisch ist. Sie bespricht nicht nur Neues im Gebiete der Küche, Kellet und Wäsche, son ⸗ dern delehet auch über Gesundheitspflege, Erziehung der Kinder, Pflege der Hausthiere und Zimmerblumen, des Obst⸗ und Gemüsegartene— brlagt auch duleressant Erzählungen. Alleo für 48 ke pro Quartal. Einschlagbaumwolle, sowie alle Sorten Strickbaumwolle empfiehlt Conrad Heß. Slaponisches Daubholz. 213 Großes Lager bel 1 Gebrüder Grödel. Kiefern- eic. Zapfen 102 kauft die Negelel am Babnhof zu Naubeim Durchsichtige Glycerinseise! anerkannt besles Mittel zur Verschöneruug der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilb. Fertsch. Bad Nauheim. Möpel-Lager. 19 Große Auswahl.— Solide Arbe. Reelle Prelse.— Lager in gemalten Rouleaux, Galerien. H. Mlieusdorf, Hof⸗Tarezier. 289 Roß haare, bibiast bet Eduard Grödel. 297 neue und gebrauche Vogelkäfig, Blumenampeln, Speise ⸗ deckel, Obstkörbchen, Eierkocher, 290 sowie alle in dieses Zach einschlagende Artikel empfiehlt in schͤner Auswahl 1 Conrad Heß Apollo-Kerzen! 290 in ganz vorzüglicher Qualität, per Pfund 24 kr., bei Wilh. Fertsch. ger*„ 3 Ser—* 9 7et— *.* Ger 65 U, 44.* schwere Kuppelffämme billigst. Böhmische Breiter und Latten von sehr starkem Schuitt und außer⸗ gewöhnlicher Breite. Großes Lager bei Gebrüder Grödel. Warnung. 305 Schon eine Reihe von Jabren wurden uns durch srevlerische Hände die Blanken und Thüren an unseren Gärten am Naubeimer Promenadenweg gewaltsam ver- nichtet Alle unsere Wachsamkeit war dis fetzt erfolglos. Nun aber ift uns ein Mittel an die Hand gegeben durch welches sich, bet wiederkehrendem Falle, der Fredler so zeichnen wird, daß wir ihn dem Geticht zur Anzeige bringen konnen. Jung. Schneider. Thaler. Ein Mädchen 209 aus der Umgegend, welches das Kleidermach en erleruen will, kann sogleich eintreten; dasselde kann Kost und Logis im Pause haben Elise Müller. 2 kussische Fardinen! 5 zum berabgesetzten Preis von fl. 2. per Faͤssel frisch eingetroffen bet Wilh Fertsch Maschinen⸗& Einschuß⸗ bekannte gute Qualität, in allen Nummern, garn, arfeelt bitg 220 Nathan Hirschhorn, usagasse. 0 3 7* 8 Geübte Schuhmacher, 237 besonders auf gute Frauenarbeit, finden dauernde und lohnende Beschältigung in der Schuh- fabrit von Preschseld& Wallerstein in Offenda b. Todes⸗ Anzeige. 302 In der Nacht vom 20. auf 27. Januar verschied zu Frankfurt a. M. nach kurzem Kranken lager unser geliebter Sohn, Bruder und Onkel Jean Ferro in seinem 47. Lebenssohre. Indem wir Ver⸗ wandten und Freunden diese Trauernachricht wiemen, bitten wir um stille Tbeulnabme Die ttauernden Hinterbliebenen 5 E An-& Verkauf von Staatspapieren 187 wird zum Tagescours besorgt durch den Großherzoglichen Hof⸗ Agenten Jacob Engel. von der Ausstellung im Hotel zu den drei Schwertern in Friedberg. Original⸗Nähmaschinen 7 Singer Manufacturing Comp., New- Vork, für häusliche und gewerbliche Zwecke. 294 Die neue Familien- Nähmaschine mit Doppelsteppstich, von höchst einfacher Construction und mit den neuesten Hülfstheilen und Apparaten, ist die vorzüglichste Maschine fñür den Hausgebrauch, Weißnäherei, Damenschneider-, Corsett- und Kappenwacher⸗Arbeiten. 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Das Uebrige besagen die Austrag— und Anschlag zettel. Turu verein. 264 Sonntag den 30. Januar findet im Saale der„Drei Schwerter“ Abendunterhal⸗ tung mit Tanz⸗Vergnügen statt, wozu die Mitglieder des Turnvereins hiermi freundlichst eingeladen werden. Beginn Abends ½8 Uhr. Der Vorstand des Turnvereins. Turner⸗Feuerwehr. 303 Nachdem Herr Fr. Roßbach sein seitheriges Amt als Vorsteher der freiwilligen Feuer⸗ wehr niedergelegt hat, wurde in der am 26. d. stattgehabten General-Versammlung Herr Georg Fasck zum Vorsteher der freiwilligen Feuerwehr gewählt, was bierwit unter dem Bewerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß alle Feuerwehr-Angelegenheilen betr. Schraftstücke, Anweisungen und Quittungen nur dann Gültigkeit haben, wenn sie von dem— selben unterzeichnet sind. Im Auftrag des Verwaltungsraths C. Seri ba. Porlesungen im Saale des Hotel Trapp. 286 Dienstag den 1. Februar d. J. Reallehrer Dr. Bender: Pompeji. Anfang präcis 8 Uhr. 7 ollwerk'ene Brust-Bonbons. 284. Prämiict auf allen Ausstellungen, 15 5 Eine Verbindung von Zucker und solchen Kräuter-Extracten, deren woblthätige Einwirkung auf die Respiratione-⸗Organe von der medicinischen Wissenschaft fesigestellt sind. Depöts dieser Brust-Bonbons in versiegelten Packeten mit Gebrauchs f anweisung à 14 kr. befinden sich in Freidberg bi Wilh. Fertsch,—5 in Assenheim bei Carl Bauer, in Bellersheim bei B. Stern Sohn, in Butzbach Val. Wießler, in Berstadt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A Buch in Bad Nauheim Ph. J. Weiß SEpiteptische Krämpfe(Fallsucht) 1 1— 3 brieflich der Specialarzt für Epelepsie Doctor O. Hillisch iu Berlin, 5 6 Mute estraße 6— Bexelts über Hundert geheilt. Ein braver Junge, Ein braver Junge, 236 welcher etre schöne Handschrift schreibt, findet 282 welcher das Bäcergeschäft erlernen will. wird sofortige Veschäftigung auf 925 Hürcau des Unter⸗ Lesucht von Adam Engel, Bäckermeißer. zelch nt ten i ä Hosenträger bel K. Friedrich grledberg den 20. Januar 1870. d. Trapp IV., posgerichte- Arvccat. neben der Post. Turner „ geuerweht. 31. d. M., Abends Feuerwehr in Tus⸗ rüstung in der Turn⸗ halle, wobei auch die noch nicht eingereih⸗ ten Mitglieder des Turnvereins sich einzufinden haben. Georg Falck. Bockbier, 291 sowie sehr gutes obergähriges Bier 2 5 0 N 1. Altmaunsperger. Nauheimer Teichhaus. 308 Eissaison. Wenn in des Sommeis heißen Tagen Des Teiches Wasser belebend Schifflein tragen, Dann kommt ihr wohl in bunten Schaaren Auf seinen Fluthen euch gesund zu fahren. Des Winters aber, wenn die Fluth erstarrt, Eurem Kommen man vergeblich harrt; Drum kommt ihr lieben Gäste Zum frohen Eisesfeste Mit slahlbeschwingenden Füßen Des Winters Lust zu büßen. Auch spende Trost den Kehlen, Kein Labsal soll euch fehlen; Für Geld und gute Wort' Würz' ich des Eises Sport. Sag' Liebchen was willst du noch mehr? Fort sind Leiden und Beschwerden, Der Himmel, et ist nun auf Erden, Wer laufen kann, der komme her! 304 Montag den 7 Uhr, Uebung der Ich war bieher ein armer Mann, Lag still im feuchten Schlamm, Jetzt fängt neu zu leben an Der Eiewirth neben der Post Herrenkragen in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. a Evangelische Gremtinde. 4. Sonntag nach Epiphan ie. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormitiags: Herr Candidat Schmidt. Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Diakenus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Weigold. Katholische Gemtindt. Samstag um 4 Uhr Nachmutags Beichte. 4. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdiensies an den Wochentages Moigens 7½ Ubr. Berantw. Red.: Germann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel 4 Schi. Carolus Kramm. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 5 und eine Beilage.) del K. Friedrich 1e ntbält ds 0 Ge Regierur Commiss Ne Comm in Gem unterwor 1 jetzigen k Futterme geboten und lohn All der Einst den Ma e mehr nertien valent n Aenderu lichen geschehe nd B, O den Lan b denen 1 Manche dafür z D Steue