at u seht düng zeben der Poi, ente sehr schön e ier u derlaun legenschirm if tech dem Naiheln liche tader eth dei der Erpediln tagt 9 Uhr, la tett Aeg elgendt te, I Sesel Fer, I lepferner teteßtl, 1 Frucht 7 Furt Sell en, Dang uc u. J 1800. dag des 30. Jun. 1 570176 J 1 Spthttt ge „ Seszeag bel 10 bes gu erhala, 5101 N 15579 * n 1 ö 1 jurückgekehrt, über Hanau-Bebra nach Weimar Brust mit Kriegs Ehrenzeichen geschmückt, ganz migten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden der Kreise Offenbach und Worms. Oppenheim, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Bedürfnisse in der isrgelitischen Religionsgemeinde zu Oppenbeim betr. die Erhebung einer Umlage für die Gemeinde Herbstein die Beiträge auf 1 fl. Normalsteuerkapilal von den für Bedüisnisse der israclitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim betr. Hedrich aus Darmsiadt zum Ministerial⸗Kanzlisten 2. Klasse ziollamts⸗Assistenten 1. Klasse dem Herrn Fürsten zu Isenburg-⸗Birstein auf die Elementar⸗ zum Jahr 1874 auf ungefähr 2000 fl. beläuft. alten und die Freizügigkeit der Militärärzte betr. Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Be⸗ begab sich am Samstag Nachmittag nach Darm 1* 5 1870. Dienstag den 28. Juni. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Fiedberger Intelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements⸗Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ de: Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. 7 Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22 enthält(Schluß): IV- VI. Uebersicht der für das Jahr 1870 geneh- VII. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts VIII. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Lauterbach, im Kreise Lauterbach für 1870 betr. IX. Bekannimachung Großh. Kreisamts Bensheim, das Jabt 1870 genehmigien Umlagen zur Bestreitung der X. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht;: am 19. Mal den Kanzlei-Gehülfen bel dem Ministerium des Innern,— den Pionier-Reser⸗ visten Hänlein II. von Mainz zum Brückenwärter bei der Schiffbrücke daselbst,— den Hauptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse, Roßmann zu Gießen, zum Niederlageverwalter bei dem Hauptzollamte zu Mainz,— den Hauptzollamts⸗ Assistenten 2. Klasse, Balzer zu Darmstadt, zum Haupt⸗ bei dem Hauptzollamte Gießen und der damit verbundenen Ortseinnehmerei der inneren indirekten Auflagen— zu ernennen;— die von Lehrerstellen an der Realschule zu Offenbach präsentirten Schulamts⸗Aspiranten Goes aus Ortenberg,— Phtlipp Bogt aus Friedberg, jedoch unter Belassung in der Kate⸗ gorie der Volksschullehrer.— den von dem Gemeinderath der Kreissiadt Alsfeld auf die zweite evangelische Mädchen⸗ schulstelle zu Alsfeld präsentirten Schulamts-Aspiranten Kißinger aus Selzen— zu bestätigen,— dem Schulamts⸗ Aspiranien Vowinkel aus Nierstein, die dritte katholische Schulstelle zu Bretzenheim,— und am 27. Mai dem evangel. Pfarramte candidate! Deichert aus Grüningen die evangclische Pfarr- und Schulstelle zu Ermenrod zu übertragen. XI. Concurrenz für: die evangel. Pfarrstelle zu Grä⸗ senbausen mit einem Gehalt von 1031 fl. 2 kr.;— die evangel. Schulstelle zu Bersrod mit einem Gehalt von 370 fl. 14 kr. nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die evangel. Pfarxstelle zu Stockstadt mit einem zu 18395 fl. 22 ke. veranschlagten Gehalt, der sich aber in Folge günstiger Verpachtung des Pfarrguts bis — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 23 enthält: I. Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Großh. Hauses und des Aeußern, die Einführung der Correspondenzkarfen betreffend. III. Bekanntmachung des Direkioriums des Kriegs— ministeriums, die Bestimmungen über das Studium in den Königlich Preußischen militärärztlichen Bildungsan⸗ III. und IV. Üebersicht der für das Jahr 1870 von Grob. Ministerlum des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Bedürfnissen in ben israel. Religions- gemeinden der Kreise Gießen und Büdingen, V. Uebersicht der für das Jahr 1870, von Großh. slreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Gießen,(Schl. f.) „Friedberg. Des Großherzogs K. H. stabt, um sich, wie verlautet, von dem Kaiser von Rußland zu verabschieder, welcher, ron Stuttgart 4 abgereist ist. Des Großherzogs K. H. ist Montag Vormittag dahier wieder eingetroffen. Mainz. Die verschiedenen Abtheilungen der beiden Artillerie-Regimenter sind am 22. d. hier eingerückt, die Kasseler Batterien nach ermüdendem Marsche von mehreren Tagen. Auch die hessische Pionnier- Abtheilung ist wieder zu gemeinschaft— lichen Uebungen mit dem 11. preußischen Pionnier— Bataillon in Castel eingetroffen. Die in großem Mafzstabe angelegten interessanten Uebungen auf dem Rhein, die Raschheit und das Präcise der Manöver auf dem breiten Strome ziehen Zuschauer in Menge an. Das Scharsschießen der Artillerie, welche wieder in Hochheim und Walluf und dies— seits hier in der Stadt und in den Dörfern um den Schießplatz in Quartieren liegt, begann am 24. d. und dauert bis zum 29. Juli. Ganze Wagenladungen Patronen und Geschosse aller Art werden aus den hiesigen Magazinen in das Depot auf dem Schießplatz befördert. Preußen. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ dementirt die von verschiedenen Zeitungen gebrachte Nachricht, daß Graf Bismarck in den Jahren 1865 und 1866 an Dänemark Anerbietungen in Bezug auf eine Abtretung Schleswigs gemacht habe. — Die„Zukunft“ meldet mit telegraphischem Laconismus:„Säbelaffaire in der Manteuffel- straße, Sonntag Nacht, 2 Arbeiter schwer ver— wundet, Militär Sieger.“ — Die an der hiesigen Börse eingeführten Actien der preußischen Centralbodenereditanstalt fanden eine glänzende Aufnahme. Die ersten Ab— schlüsse wurden zum Course von 106 effektuirt, die späteren wurden zu 110 gemacht. — Die„Provinzial-Correspondenz“ sagt in Bezug auf das Militärbudget und die Befugnisse des Reichstages:„Das Budgetrecht der Volks- vertretung ist so wenig wie irgend ein anderes Verfassungsrecht eine unbeschränkte Befugniß; die Ausübung desselben ist zumal in allen denjenigen Zweigen der Verwaltung, welche auf ausdrück— lichen Gesetzen beruhen, an die Beobachtung dieser Gesetze gebunden. So weit z. B. die Einrichtungen der Justiz oder der Landesver— waltung durch zu Recht bestehende Gesetze geord— net sind, liegt es nicht in dem Bereiche des Budgetrechts, die Mittel zum Fortbestande der— selben einseitig in Frage zu stellen: in allen solchen Punkten faßt das Budgetrecht zugleich eine Pflicht der Bewilligung in sich. Ganz dasselbe hat die Bundesverfassung ausdrücklich in Bezug auf die Ausgaben für das Heerwesen geordnet, soweit es sich um die jetzt verfassungsmäßig feststehende Organisation des Bundesheeres handelt.“ Das heißt deutlich gesprochen. Merkt es euch, ihr Steuerzahler! — Unter den Abiturienten des Potsdamer Gymnassums siel letzthin beim Examen ein Schüler im gereisteren Alter, mit starkem Bart und die Forstcarrtere finden zu können. besonders in die Augen. Es ist dies ein Fall, der nur äußerst selten vorkommt und wohl ver- dient, in den Annalen der Schulen verzeichnet zu werden. Besagter Abiturient, ein Herr Teophil Peterek, 33 Jahre alt, war Feldwebel bei dem Garde-Jäger- Bataillon in Potsdam und hatte als solcher den Feldzug von 1866 mit Auszeich- nung mitgemacht; später ist derselbe voruber— gehend als Unterförster beschäftigt gewesen. Sein einziger Wunsch war, seiner Familie(er ist näm- lich verbeirathet und Vater mehrerer Kinder) eine bessere Existenz zu begründen, und glaubte er dieses Ziel nur in der Ergreifung der höheren Mit einem wahr⸗ haft bewundrungswerthen Fleiße suchte er sich die ihm fast ganz fehlenden Schulkenntnisse privatim anzueignen und brachte es durch seltene Energie des Willens dahin, daß er im October v. J. in die Prima des Gymnasiums aufgenommen werden konnte. Hier saß nun der bärtige, deto⸗ rirte Mann auf der Schulbank, um als Schüler mit den Schülern, die wo möglich seine Söhne hätten sein können, zu lernen. Das schriftliche Examen hatte er so brillant bestanden, daß er nebst zwei 17 jährigen Schülern von dem münd⸗ lichen Examen entbunden werden konnte. Gegen- wärtig studirt er nun auf der Forstakademie. — Ein Berliner Correspondent der„Magdeb. Ztg.“ fordert die sofortige Zurücknahme der vom Generalpostdirektor erlassenen Verordnung, der zufolge die mit der Expedition der Correspondenz⸗ karten beauftragten Beamten solche Karten einfach zu cassiren haben, welche injuriöse oder sonst an- stößige Mittheilungen enthalten.„Bei der Eile,“ heißt es in dem Artikel,„womit die Postanstalten sämmtliche Briefschaften befördern, sei es nicht möglich, sämmtliche Correspondenzkarten zu eon⸗ troliren, es werden also immer nur einige Karten, und zwar die allerwenigsten von denen cassirt werden können, an deren injursösem Inhalt die betreffenden Expedienten Anstoß nehmen. Schon aus diesem einen Grunde ist die Verordnung, weil nicht stricte durchführbar, aufzuheben. Es kommt hinzu, daß es irrationell ist, einem ein— zelnen Beamten die Kritik darüber zu überlassen, was injuriös oder sonst anstößig sei. Er muß sein Urtheil rasch formuliren und rasch handeln. Er urtheilt, ohne die Umstände zu kennen, welche den Briefschreiber veranlassen, so und nicht anders zu schreiben. Er ist gar nicht in der Lage, richtig urtheilen zu können, auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt. Die in Rede stehende Verord— nung der Oberpostdirektion läßt einen Richter— spruch zu, ohne den Betroffenen zu hören, sie führt die Censur ein, welche durch die Verfassung ab- geschafft ist. Es wird sich Jeder hüten, die Correspon- denzkarten zu benutzen, so lange die Postexpedi— tionen über ihr Schicksal nach Gutdünken verfügen können. Die sofortige Zurücknahme der Ver— ordnung ist schlechterdings nothwendig.“ — Nach der„V. Z.“ hat das Obertribunal kürzlich folgendes für das kaufmännische Publikum wichtige Urtheil in einer Postcontraventionssache gefällt. Die Kaufleute Siebel Jost Sohn zu Freudenberg hatten am 11. August pr. an die Witwe Krämer zu Neuß 2¼40 Loth Leimproben unter Streifband eingesendet und denselben mit zwei Postfreimarken 4 Pfennige beklebt. Inner- halb des qu. Streifbandes befanden sich die Worte geschrieben:„per 100 Pfund Thaler 19 ab Kirchen, per compt. 1 Proz. Sconto bei Jost Siebel Sohn.“ Auf Grund dieser Mittheilungen erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Absender, da nach§. 15 sub 3 des Reglements vom 11. Dezember 1867 zu dem Gesetze über das Postwesen des norddeutschen Bundes vom 2. Nov. 1867 auf der Adresse von Mustersendungen nichts weiter als der Name oder die Firma des Ab⸗ senders, die Fabrik- oder Handelszeichen, ein⸗ schließlich der näheren Bezeichnung der Waare, die Nummern und die Preise angegeben sein vürfen. Die Kreisgerichtscommission zu Freuden berg erkannte indessen auf Freisprechung und das Appellationsgericht zu Arnsberg bestät gte am 3. März 1870 diese Entscheidung, indem es aus- führte, daß der auf dem Streifband vorfindliche Inhalt sich als gestattete Preisangabe charakteristre, und man der Ansicht der Postdirektion nicht bei— pflichten könne, daß die Bezeichnung: per compt. 1 Proz. Sconto, eine Bonification enthalte. Die Mustersendung unter Kreuzband erfolge im Han⸗ delsverkehr um deßhalb, weil es dem Kaufmann erlaubt sei, mit wenigen Kosten Kaufsofferten zu stellen, und zwar müsse ohne weitere Rückfrage die Bestellung erfolgen können. Fulda. Nach dem gegenwärtigen Stande der Verhandlungen zwischen Berlin und Rom werden mit Neujahr die zur Diözese Würzburg gehörigen Pfarreien preußischen Antheils mit der Diözese Fulda vereinigt werden. Bayern. München. Da der Münz⸗ vertrag, an welchem auch Bayern Theil hat, bis 1878 in Wirksamkeit zu bestehen hat und er ohne die süddeutschen Staaten keine Modificationen er- leiden kann, so ist es selbstverständlich, daß sich die süddeutschen Staaten an der zu diesem Zweck vom norddeutschen Bund niedergesetzten Commission betheiligen werden, und zwar haben sie dieses als ihr Recht, nicht als ein Zugeständniß, das ihnen erst auf ihre Anfrage eingeräumt wird, zu bean- spruchen. In diesem Sinne wird wohl auch der bayerische Gesandte in Berlin instruirt werden. Oesterreich Wien. Zu Landtagsab- geordneten wurden in Wien gewählt: Brestel, Giskra, Kuranda, Glaser, Mayerhofer, Ditmar, Rekenschuß, Tennebaum, Süß, Willner, Steubel, Klemm, Felder, Löblich. In drei Bezirken zer splitterten sich die Stimmen; die Betheiligung an der Wahl war eine außerordentlich große. — Bei den Nachwahlen in Wien wurden Kopp und Schrank gewählt, ihre Gegencandidoten waren Krawani und Schindler. Bei den Wahlen der Landgemeinden in Steyermark wurden 12 Ultramontane, 6 Liberale und 4 Slovenen gewählt; Kaiserfeld und Stremayr unterlagen. In den mährischen Landgemeinden wurden 23 Declaranten und 7 Verfassungstreue gewählt. — Die„Oesterr. Corresp.“ erfährt aus Rom, daß sämmtliche ungarische Bischöfe darüber einig seien, sofort nach der Proklamation der Unfehl⸗ barkeit des Papstes Rom zu verlassen. — Erzherzog Albrecht wird sich zur Begrüßung des Kaisers von Rußland nach Warschau begeben. Frankreich. Paris. Der Siecle schreibt: „Die Bewegung zu Gunsten des unentgeltlichen und obligatorischen Unterrichts wird immer bedeu— tender. Jeden Tag sendet die Unterrichts Liga, auf das Ersuchen mehrerer Freunde in der Pro— vinz, 40 bis 50 Exemplare der zu unterzeichnen⸗ den Petition ab. Es kann schon angenommen werden, daß man bald für eine halbe Million Unterschriften gesammelt haben wird, wenn nur Männer von Initiative der Sache einige Thätig— keit widmen wollen. — Die Blätter veröffentlichen einen Brief der Prinzen von Orleans, datirt Twickenham 19. Juni, worin dieselben verlangen, daß der gesetzgebende Körper das im Jahre 1848 von der Republik erlassene Deeret, welches die Verbannung des Hauses Orleans ausspricht, aufheben möge. — Die Commission zur Berathung des Ge⸗ setzentwurfs über die auswärtigen Zeitungen hat sich dahin entschieden, daß die in nicht französischer Sprache verfaßten Blätter ohne Controle in Frankreich eingeführt werden dürfen. — Im gesetzgebenden Körper beritth man über die Vorlage des Herrn Steenackers, der zu⸗ folge die Hinrichtungen künftig im Innern der Gefängnisse vollzogen werden sollen. Laroche Joubert bekämpft diese Reform als Gegner der Todesstrafe überhaupt, im Allgemeinen aber zeigt sich die Kammer ihr sehr günstig. Die Bestim- mung, daß gewisse Personen der Hinrichtung als Zeugen beiwohnen müssen, gibt zu Bedenken An- laß, in Folge deren der betreffende Artikel an die Commission zurückverwiesen wird. — Im gesetzgebenden Körper wurde ein von mehrtren Deputirten der Opposition gestellter An- trag, nach welchem die Maires durch allgemeine und direkte Wahlen gewählt werden solleg, nach lebhafter Debatte mit 187 gegen 55 Stimmen abgelehnt. — In Bezug auf die Petition der Prinzen des Hauses Orleans glaubt man zu wissen, daß die Regierung der Petitionscommission erklären werde, sie wünsche entschieden, alle Spuren der politischen Zwietracht zu verwischen und die Aus nahmsmaßregeln, welche davon noch herrührten, verschwinden zu lassen, aber sie glaube nicht, daß der geeignete Augenblick gekommen sei. Däuemark. Kopenhagen. Der höchste Gerichtshof hat das vorinstanzliche Urtheil be- stätigt, wodurch des Herzogs Karl von Glücks- burg Ansprüche auf den dänischen Staatsschatz anerkannt werden. Italien. Aus Verona wird gemeldet, daß am 24. d. auf den Schlachtfeldern von San Martino und Solferino die feierliche Einweihung der Grabstätten, welche den daselbst Gefallenen errichtet wurden, stattgefunden hat. Mehrere ita⸗ lienische Prinzen, die Minister und eine Deputation des Parlaments, sowie die Vertreter Frankreichs und Oesterreichs wohnten der Feier bei, zu welcher sich etwa 40,000 Personen eingefunden hatten. Man trank auf das Wohl der drei Armeen.(1) Nußlaud. Warschau. Daß die be; kannten Potemkin'schen Dörfer noch immer in Rußland zu haben sind, beweist nachstehende Mit theilung, die der„B. B..“ von hier aus zu⸗ geht:„Zur bevorstehenden Ankunft des russischen Kaisers werden die umfassendsten Vorbereitungen getroffen, d. b. polizeilich der Einwohnerschaft auferlegt: Jeder Hausbesitzer, besonders in den- jenigen Straßen, welche der Kaiser bei der Ein- fahrt vom Bahnhof der Warschau-Wiener Bahn oder nach der griechischen Kirche ꝛc. passiren muß, ist, wie schon erwähnt, polizeilich angehalten, sein Haus, Platzumfriedigung ꝛc abfärben oder an⸗ streichen zu lassen; das Pflaster wird ausgebessert, eine Ehrenpforte hergerichtet u. s. w. Amerika. Der nunmehr beendigte Krieg in Paraguay hat Brasilien schwere Opfer an Menschenleben gekostet. Einem Berichte des bra— silianischen Kriegsministers zufolge wurde anfäng⸗ lich eine Armee von 83,000 Mann nach dem Kriegsschauplatze entsendet. Davon starben oder verschollen 37,000 und wurden dienstunfähig 23,200, so daß die Armee im Feöruar d. J. nur noch 23,436 Mann zählte, von welcher Anzahl nur etwa 12,000 Mann reguläre Truppen waren. F. Friedberg. Nächsten Sonntag den 3. Juli wird das 17. Felobergzfest stattfinden. Das Rundschreiben des Festcomites, das zu recht zahlreichem Besuche einladet, sagt:„Da wir am 3. Juli nur frohe Gesichter sehen möchten, so erflehen wie vom Himmel schönes Wetter, aber zuvor und vor allen Dingen einen lüchtigen Regen über alle Berge und Thäler des Vaterlandes und der ganzen verdorrten Erde. Gut Heil!!“ Frankfurt. Das Programm des fünften, deutschen Jouknalistentages, welcher dahier am 3., 4., 5. Juli 1870 slatifindel, lautet: Samstag, den 2. Juli: Empfang der Gäste im Versammlungslokale(Rosenau). Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Frankfurts, wozu gegen Vor⸗ zeigung der Legitimationskarte meist freier Eintritt gewährt wirb. Nachmittags 5 Ubr großes Gartenfest des Künstler⸗ vereins in der ehemals kurslestlichen Villa an der Wind⸗ mühle. Sonntag, den 3. Juli: Präeis 9 Uhr erste sammlungslokales.— Um 2 Uhr 45 Minulen Abfahrt per hessische Ludwigsbahn nach dem Oberforsthause und Diner daselbst.— Um 5 Ubr gesellige Vereinigung im Stadtwalde. Montag, den 4. Juli: Zweite Sitzung um 9 Uhr.— Um 1 Uhr gemeinschaftliches Mittagessen im Garten des Versammlungslokzles.— Nachmitlags Besuch der Blumen- und Pflanzenausstellung der Gartenbau⸗ gesellschaft im Palmengarten.— Dann Concert der Par⸗ low'schen Kapelle im zoologischen Garten.— Abends Fest⸗ vorstellung im Thaliatheater. Dienstag, den 5. Juli: Dritte(Schluß) Sitzung um 8 Uhr.— Um 10 Uhr 30 Minuten Abfahrt der Taunusbahn nach Castel. Bon Castel per Dampfboot nach Rüdesheim.— Diner daselbst. — Nachmittags Besuch des Niederwaldes, des Rheinsteins und Bingens.— Abends 8½ Uhr von Bingen zurück nach Franksurt. „ Frankfurt. Die Gartenbau- Gesellschaft wird vom 30. Junt bis 11. Juli d. J. in dem Palmengarten eine Sommerausstellung veranstallen, auf welche wir Freunde und Liebhaber hiermit aufmerksam machen. Die Anmeldungen zur Ausstellung von hier und auswärte lassen auf eine zahlreiche Betheiligung schließen und ist zu hoffen, daß dieselbe trotz der ungünstigen Witterungsver⸗ bältnisse eine bedeutende werden wird. Auch sind bei dteser Ausstellung eine ziemliche Anzahl bedeutender Geld⸗ preise ausgesetzt und nachträglich von der Palmengarten⸗ Gesellschaft vier weitere Preise den Herren Preisrichtern zur freien Verfügung gestellt worden. Offenbach. Am Vormittag des 23. d. war in einem Theile des Stadtwaldes ein Gras- und Moosbrand aus⸗ gebrochen, zu dessen Löschung das hiesige Jägerbataillon commandirt wurde. Darmstadt. Die Allgemeine Rosenaus⸗ stellung ist am 25. d. eröffnet worden und müssen wir geslehen, daß elwas Reizenderes kaum gedacht werden kann. Die weiten Räume des Gr. Orangeriehauses sind in einen üppig grünenden Garten umgewandelt und bieten mit ihrem Reichthum an Decorationspflauzen, wozu die großh. Gärten, der botanische Garten und die hiesigen Kunstgärtnereten ihr Bestes und Schönstes geliefert haben, ihren Fontainen und mannichsaltiger wohl weit und breit nicht arrangirt wer⸗ den könnte. Den Glanzpunkt der Ausstellung bilden aber doch die reizenden Kinder Flora's, die in Tausenden von Varietäten und in allen Formen von Arrangements die übrigen Räume des Ausstellungsgebäudes zieren. Darmstadt. Die landwirthschastliche Maschinen⸗ ausstellung, die vom 3. bis 5. Juli hier stattfindet, wird sich den früheren hiesigen Ausstellungen würdig anreihen. In großer Auswahl und Mannigfaltigkeit werden aus⸗ gestellt sein: Maschinen und Gerätbe zur Bearbeitung des Bodens, zur Ausbringung der Saat, zur Einbringung der Erndte, zur Gewinnung der Erndteerzeugnisse, zur Futterzubereitung, für Hausbaltung, Hof und Stall. Außerdem bringt diese Ausstellung die vollkommensten Apparate und Maschinen, die nach dem jetzigen Stand der Technik und Wissenschaft zur Vranntweinbrennerei, zur Bierbrauerei und Müllerei verwendet werden. Schneeberg, Königreich Sachsen. Bei einer Vor⸗ siellung der gegenwärtig hier anwesenden Seiltänzer⸗Ge⸗ sellschaft ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Das hohe Thurmseil wurde von der Frau des Directors mit einer ausgestopften Figur(der sog. Großmutter) auf dem Rücken bestiegen, und ging die Sache auch Anfangs vor⸗ trefflich, bis einer von den mit dem Festhalten der Leinen, welche zum Straffziehen des großen Seiles dienen, beauf⸗ tragten Leute losließ, die Frau ins Schwanken kam und nach einem vergeblichen Versuche, sich am Seile festzu⸗ halten aus beträchtlicher Höhe herabstürzte. Die Unglück⸗ liche trug bedeutende Verletzungen davon. Einiges über die landwirthschaftlichen Verhältnisse des Kreises Friedberg. Von Dr. K. Henkelmann. (For isetzung.) Das neueste Glied der Alluvialbildung, die Damm oder Ackererde ist ein Gemisch von zersetzten Felstrümmern, von feinem Staubmehl zersetzter und ausgelaugter Gesteine mit verwesten Pflanzen- und Thierüberresten, welche letzteren theils auf natürlichem Wege(wie beim Wald- boden), theils durch directe Düngung hinein- gelangten. Sie ist als Hauptwerkstätte des Land ⸗ wirthes für diesen von der größten Wichtigkeit, hängt von ihrer Zusammensetzung und Mächtig: keit doch hauptsächlich der mehr oder weniger günstige Erfolg seiner Bemühungen ab. Die Mächtigkeit der Ackerkrume wird gewöhn⸗ lich nach der Tiefe bestimmt, zu welcher der Boden mit dem Pfluge bearbeitet wird, und wenn wir dieß auch hier thun wollten, so betrüge dieselbe auf den meisten Feldern bei uns nicht mehr als 6 Zoll, da die meisten unserer Landwirthe gewöhn⸗ lich nicht über 6 Zoll tief pflügen; allein in der Wirklichkeit ist dieselbe viel größer und beträgt mindestens 8 Zoll, wenn wir unter Ackerkrume (die mehr oder weniger mit Humus und Gaxerde Sitzung.— Frübstück d la carte im Garten des Ver⸗ Staluen bereils eine Ausstellung, wie sie schöner und hetstßlt Schi Adel f liegen„ J nsehre flache 6 baba geukren N Hoberbe asclof ber vert 5 redigt puch! gen Acherkru „ diese 2 8 Moße Aderkru l das bgenan! f mii iin bil uns usamm 9 de 3 Uatergt undurch die Ack auf ih ennint tinen leicht v. läßlich; Werth schaftur 2 — ung 1 1 Niageste dai* N a uud, dn rt det* 0 N 4 ** Mende de 1 en 5. Ju I An 0 un A nd. 1 * 8 * N . Vamengerten „ niche wit versetzte oberste Erdschichte verstehen. e in unserer, in diesem Sinne aufgefaßten erkrume noch für den Landwirth verborgen liegen, das haben diejenigen unserer Landwirthe erfahren, welche die früher als Regel geltende flache Bearbeitung zu 4 bis 5 Zoll zur Aus- Welche nahme gemacht und sich, unterstützt durch unsere neueren vortrefflichen Ackerwerkzeuge, wie der Hohenheimer Schraubenpflug ꝛc., zur Tiefcultur entschlossen haben; den andern aber, welchen seit— her vergeblich die Vortheile des Tiespflügens ge⸗ predigt wurden, sei nur noch einmal der Aus- spruch unseres Altmeisters Thaer ins Gedächtniß 7 5 — 5 diese Tiefe hinaus, den Werth des Bodens um 8 Prozent erhöhe. Der ganze übrige unter der Ackerkrume oder Dammerde lagernde und bis deen, dee, auf das Trümmerflötz oder Grundgestein reichende urin Juen und if 1 Urtistichten 1 Mzerbetail t Kese nen W unt Aissen un dach werben lim ts sind in tun A Actan att. lun; bilben abe 1 Tufenden del tr daltfinbet, 10 rürtig anttihel. b werben aus- Eturttitunz des im Einb-iugun utezeu mist. dt del und Sun „ vellrmmtnin en Sn Atennttti, In e tetütt 1340 2— e Dintctct 5 — 2 2 — 2 — * a Nachn * 24 1 2 * * 7 9 f f ö 480 fl. Chaufssirarbelt auf f . 3 Kenntniß des Untergrundes, die man sich durch einen Handerdbohrer, der für 2 Thlr. zu haben ist, als Abdachungen dieser Gebirge erscheinen. 14 8 sogenannte wilde Boden oder Untergrund ist meistens von bellerer Farbe und festeren Con- sistenz als die dunklere, lockere Ackerkrume und bei uns oft in mächtigen Lagen hinab von gleicher ae Zusammensetzung mit derselben; oft aber enthält er auch Lager von Thon, Letten, Geröll, Torf ꝛc. Die Zusammensetzung und Eigenschaften des undurchlassend, warm oder kalt ꝛc. ist, haben auf die Ackerkrume den größten Einfluß, namentlich auf ihre Feuchtigkeit und Trockenheit und die leicht verschaffen kann, ist dem Landwirthe uner— laäßlich; denn der Untergrund bestimmt erst den Werth der Ackerkrume und mit die Bewirth— schastungsweise derselben. Der äußeren Oberflächengestaltung nach präsentirt sich die Wetterau als eine wellen⸗ förmige, etwas nach Süden geneigte Ebene (der Bahnhof zu Butzbach liegt 618“ par., der zu Friedberg 449“, zu Vilbel 3387, zu Frankfurt 300“ par. über dem Meeresspiegel). Nur in der Nähe der beiden Gränzgebirge Vogelsberg und Taunus gewinnt sie ein mehr gebirgiges Ansehen, wie auch ihre flachen, langgestreckten Höhenzüge Der ebenste Theil des Landstrichs ist derjenige, welcher von der Horloff, von Inheiden bis zu ihrer Vereinigung mit der Nidda bei Unterflorstadt durchflossen wird. Das am weitesten geöffnete Thal und der wohl auch gesegnetste Theil der Wetterau ist das Thal der Wetter, welches Flüßchen vom Vogelsberge kommt, bei Assenh eim in die Nidda mündet und von dem die Wetterau ihren Namen hat. Nach diesen Vorausschickungen können wir den hiesigen Ackerboden im Durchschnitt als einen mehr gebundenen etwas kalk und humushaltigen tiefen, reichen Lehmboden charakteristren, der jedoch noch in Zwischen⸗ und Unterklassen gebracht wer⸗ den könnte, je nach dem größeren oder geringeren Auftreten seiner einzelnen Bestandtheile(Thon, Sand, Kalk, Humus, Eisenoxyd), nach seiner Lage auf Anhöhen, ob den Nord- und Westwin⸗ den sehr blos gestellt oder nach Süden gentigt, nach seiner Lage an völlig ebenen Stellen oder Niederungen, welche den Abfluß der Feuchtigkeit verhindern und im Frühjahre beim Schmelzen des Gebirgsschnee's ꝛc. bei dem starken Gefälle, den tief eingeschnittenen Betten unserer Flüßchen und Bäche im Gebirge, und ihrem langsamen Dahin— fließen zwischen den flachen Ufern in der Ebene, oft verheerenden Ueberschwemmungen ausgesetzt find und wochenlang in kleine See'n verwandelt werden ic. Eine sanft abhängige Lage unter 100 Steigung, bei höherer Lage der Südseite zugewendet, bei niederer unbehinderter Luftzug, dieß sind im Allgemeinen die für unseren Boden geeignetsten Lagen. Die Bearbeitung ist gerade nicht schwer, bei anhaltender Trockenheit aber er— härtet der Boden leicht und macht den Gebrauch der Ringelwalze und schwerer Eggen unentbehrlich. Beim Pflügen bilden sich zwar zusammenhängende Pflugabschnitte, allein in nicht zu feuchtem Zu⸗ stande— und in zu feuchtem sollte man niemals pflügen— lassen sich dieselben ohne Schwierigkeit zertheilen. Unser Lehmboden sagt den meisten Culturgewächsen zu, unter den Getreidearten be— sonders dem Weizen, welcher daher im Winter— felde die Hauptfrucht bildet und als„Wetterauer Weizen“ im Handel eines besonderen guten Rufes genießt; Korn dagegen wird meist nur zum eigenen Bedarf gezogen. Gerste ist etwas unsicherer auf unserem Boden als Hafer, bildet aber dennoch die Hauptfrucht im Sommerfelde und da sie von den Bierbrauern gesucht und auch etwas höher, als an andern Orten bezahlt wird, so ist ihr Anbau ir vielen Gemarkungen gegen früher auf das Doppelte ausgedehnt worden. Hülsenfrüchte werden verhältnißmäßig wenig gebaut, meist nur Erbsen und Wicken. Linsen gedeihen in unserem Boden weniger gut, geben auch zu geringen Er— trag. Raps gedeiht recht gut, ist aber unsicher, sein Anbau beschränkt sich daher nur auf einige größere Güter, Flachs wird nur zum Hausbedarf gezogen. In einigen Gemarkungen, wie Hoch⸗ weisel, Niederweisel, ganz besonders aber in Ost⸗ beim baut man seit einigen Jahren mit dem besten Erfolge Mohn und rühmt namentlich seine hohen und fast stets sicheren Erträge und das gute Gedeihen der Nachfrucht. Die Kartoffeln gerathen in nicht nassen Jahren vorzüglich und werden als eine unserer einträglichsten Cultur⸗ pflanzen in ganz bedeutender Ausdehnung angebaut, eben so gut sagt unser Boden der Dickwurz zu, unter welchen Exemplare von 18 bis 20 Pfund und mehr keine Seltenheit sind. Die Futter⸗ gewächse geben zwar sehr schöne aber im Durch⸗ schnitt der Jahre unsichere Ernten. Nasse Jahr- gänge begünstigen ihr Gedeihen, gefährden aber die Halmfrüchte. Obst aller Art trägt unser Boden und werden dafür von einzelnen Gemein— den ganz bedeutende Erlöse erzielt, Wirthschafts⸗ obst wird viel nach Frankfurt und in den letzten Jahren auch nach Würtemberg, und Kirschen werden nach Holland und England versandt. Der Gesammterlös aus Obst aus dem Kreise Friedberg berechnete sich nach amtlicher Aufstellung im Jahre 1867 auf 138,665 fl. Unserem Boden charakteristische Pflanzen sind: Hederich, Schachtel⸗ halm, Ackerbrombeere, Taubnessel, Distel, Huf lattig, Klatschrose, Lolch, Timothygras, Wiesen⸗ fuchsschwanz, Schwingtl ꝛc. In einem ziemlich ausgedehnten Felde bei Friedberg, dem sogenannten Osterluzeifelde, kommt als ein wucherndes schwer auszurottendes Unkraut die gemeine Osterluzei vor. Die Preise des Bodens sind in den einzelnen Ortschaften und nach Lage sehr verschieden und wird der Normalmorgen mit 300 bis 800 fl. bezahlt.(Schluß folgt.) Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗ Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Hammonia, Capi. Mayer, von der Linie der Hamburg⸗Amerikanischen Packet⸗ fahrt⸗Actien⸗Gesellschaft, welches am 8. Juni von Ham⸗ burg via Hävre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in New-Vork ange⸗ kommen. Das Hamdurger Post-Dampfschiff Westphalia, Capt. Schwenzen welches von New⸗York am 14. Juni abging, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen wohlbehalten in Plymouth angelangt, und bat, nachdem es daselbst die für England destimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise via Cherbourg nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 248 Passagiere, volle Ladung, 414,016 Dallars Contanten und 80 Briessäcke. Holzversteigerung. 1750 Mitwoch den 29. d. M. Morgens präcis ½9 Ubr, werden in dem Schlage Nr. XII des Domantal- Waldes Frauenwald bei Nieder⸗Mörlen versteigert: 16 Stecken Eichen ⸗Schälprügel, 32750 Eichen Schälwellen, 33 Läste Allerleiholz, 120 Eichen⸗Schälstangen mit 46 Cubikfuß, zu Baum⸗ stützen ꝛc. geeignei. Zusammenkunft bei Holznummer 1. Ober⸗Rosbach am 23. Juni 1870. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach Joche m, Verwalter. Holzversteigerung. 1779 Dienfiag den 5. Juli 4. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Freiberrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Dasselheck an Eichen⸗Schälholz: 4½ Stecken Scheit; = Prügel⸗ und 6772 Wellen Relaholz⸗, sodann 9 Läffe Späne und 2 Stämme Eichenholz von 13 Cubikfuß Inhalt an die Melflbietenden verkanft. Die Zusammenkunft ist oberbalb des Pflanzgärtchens. Frledberg den 27. Zuni 1870. In Auftrag der Freih. v. Ritterschen Guts⸗Verwaltung zu Rüdesheim Hei dt. Arbeits ⸗Versteigerung. 1778 Freitag den 1. Zuli, Mittags 12 Uhr, soll für dem Gemeindehause zu Oppershofen einer öffentlichen Versteigerung aus- ge werden. a mb ach am 24. Juni 1870. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher. Gd c ta 1 a du n g. 1772 Peter Häuser VI. von Nieder⸗Weisel hat gegen den mit unbekanntem Aufenthalt abwesenden Ambrofius Winter von da durch einen Anwalt dahin Klage erhoben: Beide Litiganten hätten in Folge eines Societäts⸗ vertrags gemeinschaftlich und zu gleichem Gewinn⸗ und Vetlustantheil in den Australischen Goldminen gearbeitet und zum besseren Betrieb des Geschästes im Jabre 1856 zu Ballarat eine Dampfmasch ine angeschafft, welche im Jahre 1863 von der Societät oder dem Beklagten als Vertreter derselben, für 200 Pfund Sterling wieder ver⸗ kauft worden sei. Das Kaufgeld habe der Beklagte vereinnahmt, von solchem aber mehrfacher Interpellation ungeachtet nur 20 Pfund an den Kläger bezahlt, während dessen An⸗ thetl 100 Pfund betrage. Es wird daher gebeten, den Beklagten zur Zahlung der restirenden 80 Pfund Sterling= 960 fl. nebst Zinsen à 5% von Ende 1863 als dem Zeltpunkte der Auflösung der Societät, eventuell von Mitte 1866, beziehungsweise vom Tage der Bekanntmachung an schuldig zu erkennen und in die Prozeßkosten zu verur; theilen. ö Demgemäß wird Ambrosius Winter, oder im Falle seines Ablebens werden seine gesetzlichen Erben andurch aufgefordert, sich binnen 3 Monaten dom Tage des ersten Erscheinens der Aufforderung an, bei Strafe Eingeständnisses und Einrede-Ausschlusses auf die Klage zu erklären. f Zugleich wird bekannt gemacht, daß alle weitere ge · richtliche Verfügungen durch Anschlag in dem Gerichts local veröffentlicht werden sollen. Butzbach den 22. Juni 1879. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Ein Logis, os im zweiten Stocke meines Pauses, ic zu ver⸗ Wilh. Baumann Wittwe. miethen. f Oberhessische Eisenbahn a Gesellschaft. 7 80 0 3 1 Bekanntmachung. 1771 Bei Gelegenbeit des am 4. Juli d. J. zu Grün⸗ berg stattfindenden landwirthschaftlichen Festes tritt für Besucher dieses Festes eine Ermäßigung des Fadrgeldes in der Weise ein, daß die Billete I. Klasse zur dein⸗ und Rückfahrt in II. Wagenklasse und die Billete II. Klasse zur Hin- und Rückfahrt in III. Wagen⸗ klasse berechtigen. Auch kann die Rückfahrt noch am 5. Jult c. auf diese Billete ftattfinden Gießen den 23. Juni 1870. Der Verwaltungsrath. Die Gartenlaube bringt in Nr. 28 folgende Beiträge; Der Bergwirth. Geschichte aus den bairischen Bergen. Von Herman Schmid.(Fortsetzung.)— Ein Steln⸗Phänomen. Von A. L. Mit Abbildung: Der Napoleonstein. Nach eine! Photographie von Auguß Lind in Gotha.— Aus meinen Erinnerungen. Contraste. Von Franz Wallner. — Der Schwedengarten von Oberhütten. Von H. Scheude. — Ein Hort des deutschen Volksliedes, Von Gustav Schön. Mit Cbrtstlan Ludwig Erk's Portrait. — Ein Besuch in einer Klosterbräuerel. Mit Abbil⸗ dung: In einer balerischen Klosferbräustude. Origtnalzeichnung von Eduard Grützner. Blätter und Blütben: Der Herr!— Bad Wildungen.— Zur Beachtung.— Zur Ebrengade für Roderich Benedir, Die Formularien zu Gemeinderathswahl 1784 sind jetzt bei uns zu haben. Bindernagel 8 Schimpff. Oeffentliche Aufforderung. le in Nr. 51, Ins. 1194 des Oberhessischen Anzeigers aufgeführten Besitzer der dort verzeichneten eee e tbeils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, sönnen sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich auswelsen. Es werden deshalb Dritie, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, aue binnen drei Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerungsurkunden ohne 5 55 auf sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 de Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Friedberg am 25. April 1870. Wepßbemeauigte e daß ic Friedberg Billigstes illustrirtes Familienblatt: ö ö Vierteljährlich 54 kr. Mithin der Bogen nur ea. 5½ Pfennige. 1785 Mit der ersten Nummer des dritten Quartals beginnt eine reizende Novelle von Levin Schücksng: „Ole Thurmschwalbe“, während gleichzeitig in den beiden nächsten Nummern die mit allgemeinem Beifall auf⸗ genommene Schmid'sche Erzählung:„Der Bergwirth“ zu Ende geführt wird. Dann wird der Abdruck des Romans:„Aus eigener Kraft“ von W. v. Hillern neben der Schücking'schen Erzählung wieder beginnen und ohne Unterbrechung zum Abschluß gebracht werden. Außerdem baben unsere alten bewährten und eine Reihe neuer Mitarbeiter uns mit einer Fülle interes⸗ santer Beiträge erfreut, deren Inhalt wir aber nicht mebr verrathen, nachdem uns— was bei der zeitraubenden Herstellung der Gartenlaub⸗Auflage so leicht ist— gewisse Leute unsere Ideen und Stoffe weggekapert und in ihrer Weise verwerthet haben. Wir führen also keine einzelnen Beiträge mehr an, um im Ganzen unsere „Freunde dann desto mehr zu überraschen und zu erfreuen. Die Verlagshandlung von Erust Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an, in Frieoͤberg Bindernagel& Schimpff. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) 5 heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 2 6 fetzt: Louisenstraße 45.— Berelts über Hundert geheilt. Preuß ische Hagel-Persicherungs Actien-Gesellschast. 988 Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und billig, Nachschässe werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Jahren eoulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monats⸗ frist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug ge— bracht wird, Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönlichen Aufgahme von Ver⸗ sicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz ergebenst. Carl Gaulé. General⸗Agent in Darmstadt, Dr. G. Schäfer in Reichelsheim i. d. W. J. Tönges in Assenheim. Max. Münzenberger in Büdingen. Steueraufseher Röder in Gießen. 1781 In einem größeren Etablissement in der Nähe von Frankfurt a. M. sind einige Stellen für Aufseher und Werkmeister, r im Schreiben und 1 0 echnen ge und außerdem gesund und kräftig find, 2 zu besetzen. 5 0 40 Stück gute, schwere Zugpferde, Ben genügenden Leistungen ist auf dauernde Anstellung meist Brabanter Schlags, zum Verkaufe, welche theil⸗ fest zu rechnen.— Bewerber aus dem Mllitärstand weise aus freier Hand abgegeben, theilweise am Dienstag werden bei guten Zeugnissen besonders berücksichtigt. den 5. Juli, Vormittags 10 Uhr, auf dem Platze der Franco⸗Offerten unter T. S. 484 besorgt die Annoncen⸗ Ausstellung zur öffentlichen Verfieigerung gebracht werden. Expedition von Haasenstein& Vogler in Eisenbahnbau⸗Gesellschaft Frankfurt a. M. von Schöttle& Cie. Dr. Ktüger, Augenarzt in Frankfurt a., eee Bleichffraße 66a, Für Zimmerparliere. 1777 ist in den Monaten Juli, August und September tt i 8— 5 a. e e,, 1774 Ein in jeder Hinsicht tüchtiger und zuverlässiger Zimmerplatzparlier wird sofort gegen guten Gehalt, 9 0 8 von 9— 10 Uhr, Nachmittags von 4— 5 Uhr. bemtitelt 1 i 2—„1 a Arn Fier ban eee eee 1 möglicherweise auch freie Wobnung, gesucht. Unter Vor⸗ lage von Zeugnissen zu wenden an 1758 Zwei in voller Blüthbe stehende sehr schön ge⸗ 2 1 22 P. F. Lindheimer Söhne, J. Kämmerer in Lich. W. Kullmann in Vilbel. Emil Hill in Nieder-Mockstadt. 55 Scharmann in Grünberg. Pferde⸗Verkauf. 1782 Bei der am Montag den 4. Juli d. J. hier stattfindenden landwirthschaftlichen Ausstellung bringen die Unterzeichneten 1710 bei Ebristian Werner von C. Görtz. 1783 Preis Ermäßigung für ächt amerikanisches Preisen bei K. Friedrich, neben der Poft. und Bad Nauheim ist vorräthig: 5 Tabelle(mit Abbildungen) de Preis: 11 kr. 2— 2 Ein guter Schweitzer, 1712 welcher melken kann, wird gegen bohen Lohn gesucht. Nähere Auskunft ertheilt M. Isenburger. Annonee. 1736 In der Nähe von Lindheim ist ein geräumiges Wohnhaus, große Scheune, Stallung nebst Garten ze, in welchem längere Zeit Wirthschaft betrieben wurde, zu verkaufen. Näheres bei J. J. Hilf in Ortenberg. 2= Ein Junge, 1780 welcher das Schreinergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Bad Nauheim. 5 Bullmann, Schreinermeister. In der Schwimmschule 1776 des Batafllons können Privalschüler angenommen werden. Seederer, Oberlieutenant. Schneider 5 und Hemdennäherinnen 1773 finden Beschäfttgung in der Herrenkletder-Fabiil von Ronnefeld& Frensdorf, Frankfurt a. M., Schnurgasse 38, I. Stock. Zut Aus saat empfiehlt: Neue ächte englische gelbe Niesen Futter⸗ Rüben, Weißrübsamen, ächte, lange, rothköpfige, do„ grünkäpfige, Saatwicken, reine, 1775 billigst in bester keimfähiger Qualität det Darmstadt. Carl Mauck, obere Eltsabethenstraße Nr. 6. Das neue Strafgesetzbuch für den norddeutschen Bund den veischtedensten Ausgaben vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg u. Bad Nauheim. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 19. Juni. Dem hies. Bürger und Graneur Lorenz Berg ein Sohn Karl August, geb. den 23. Mal. Beerdigte: 21. Juni. Elisabeth Gökus, geb. Hilbrecht, Ehefrau des Bürgers zu Darmftadt und Samenhändlers Joh. Wilh. Gökus, alt 30 Jahre 10 Monate 5 Tage, geff. den 19. Juni. 24. Juni. Friedrich Ludwig Waas, Söhnchen des hiefigen Bürgers und Schuhmachermetsters Joh. Frledr. Ludwig Waas, alt 1 Monat, gest. den 23. Junt. ist in Verantw. Red.: Hermann Schimpff. zogene große Dleander⸗Bäume find zu verkaufen. 8 Friedberg. Verffadt Nr. 137. Röderbergweg 17, Frankfurt a. M Druck und Verlag non Bindernagel& Schimpf. Hofapothene zum Engel tz Fleischextrakt ½ Pfund 48 kr.,/ Pfund 1 fl. 30 kt. Regenschirme 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen 1 Ueue Bär inge 1 * metrischen Maaßes u. Gewichtes. ö ö 1 1 1 Beil Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg 1 . Enthe 0 H Regier VI. 8. K.! 30. Ap ungiten Cipelle dec ih berliche bande Dr. W Etlaub der lu Orden tothe nahm Hohel haben im 3. Diene am 2 Schul Schul Schule (dange 2. Jur in gles herset (ohlro! um und d. Culcul