fr., fl. erauer u den Samstag den 26. Februar. 25. Oberhessischer Anzeig Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienslag, Donnerstag und Samftag. Amtlicher Theil. Belreffend: Den Termin für den Abschluß und die Einsendung der Gemeinderechnungen für 1869. Friedberg den 23. Februar 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Das nachstehend abgedruckte Ministerialausschreiben vom 17. Febr. d. J. theilen wir Ihnen zur Nachricht und Nachachtung, insoweit Sie es angeht, und dem weiteren Auftrag mit, auch die Gemeindeeinnehmer zur pünktlichen Darnachachtung davon in Kenntniß zu setzen. Ge— suche um allenfallsige Erweiterung des Termins können nur unter nachzuweisenden ganz besonderen Verhältnissen Berück⸗, sichtigung finden. 1 1 werden müssen und dadurch die Verrechnung von Ausgabe posten auf⸗ gehalten oder deren Verwerfung wegen Creditmangel herbeigeführt wird. Nachlässigkeiten in dieser Beziehung werden wir ungern, aber strenge rügen. Hinsichtlich der Liquidationsverzeichnisse beziehen wir uns auf unsere deßfallsigen besonderen Ausschreiben und erwarten sowohl von Ihnen und den Gemeindeeinnehmern deren genauesten Befolg uater Wir müssen Ihnen zugleich empfehlen, die Verlagen über die[dem Bemerken, daß jeder nicht gehörig und begründete Ausstands⸗ allen fallsigen Gesuche am Creditertheilungen an uns in vorgeschriebener Weise und so zeitig zu machen, daß nicht durch verspätete Einsendung derselben, wie seither öfters geschehen, solche abschlägig beschieden Das Großherzogliche Ministerium des-In Wir bestimmen hiermit in Bezug auf die Gemeinderechnungen für 1869 den Termin zum Abschlusse der Bücher allgemein auf den 30. April, zur Ablieferung der Rechnung an die Großh. Bürger— meistereien auf den 30. Juni und zur Einsendung der Rechnungen posten ohne Weiteres in Liquidation gestrichen und somit dem Rechner zur Last gesetzt wird. Ter a p p. nern an die Großherzoglichen Kreisämter. Sie werden die Großh. Bürgermeistereien und Gemeindeeinnehmer hiernach unter dem Anfügen alsbald bedeuten, daß die Nichteinhaltung dieser Fristen und beziehungsweise eine Unterlassung der deßfalls zu machenden Anzeigen Disciplinarstrafen und sonstige etwa erforder⸗ liche Zwangsmaßregeln zur Folge haben würde. an die Großh. Ober⸗Rechnungskammer⸗Justificatur 2. Abtheilung auf 9 9 an mibalin rapbie. ern r Vorstasn esuch tet Stoll — e 1 f(eng füttatn Are 501 , den 31. Juli laufenden Jahres. 1 1 Wegen der etwa nöthig werdenden Erstreckung dieser erweiterten Fristen ist in den einzelnen Fallen nach den bestehenden Vorschriften zu verfahren. Darmstadt am 17. Februar 1870. v. Dal wig k. Rauten busch. 82 Hessen. Darmstadt. Ueber den Antrag der Abgeordneten Dumont, Oechsner und Edinger, die bedeutende Belastung des Militärbudgets durch sorigesetzte Pensionirungen höherer Stabsoffiziere hat der Finanzausschuß 2. Kammer nunmehr Bericht erstattet. Hiernach erkennt die Mehrheit des Ausschusses weder in der Militärconvention, noch wenn diese nicht abgeschlossen wäre, bezüg⸗ lich des oberhessischen Contingents in der Bundes- verfassung eine Verpflichtung großh. Regierung Personalveränderungen im Militär, insbesondere Pensionirungen auf Verlangen des Bundesober- seldherrn eintreten zu lassen, wenn die großh. Regierung dieselben nicht gleichfalls für noth⸗ wendig hält; sie erachtet deßhalb das großh. Kriegeministerium den Ständen gegenüber für jede Pensionirung in demselben Maße verantwortlich, wie es vor Annahme der Bundesverfassung und vor Abschluß der Convention verantwortlich war, und hebt hervor, daß es hierin nicht durch eine Berufung auf ein Ansinnen Dritter gedeckt sein kann. Es wird daher beantragt: die Kammer wolle gegen die von großh. Kriegsministerium gegebene Andeutung, als liege die Frage der Pensionirungen von Offizieren nicht in seiner Hand, entschiedene Verwahrung einlegen und aus- drücklich erklären, daß in der constitutionellen Verantwortlichkeit für derartige Handlungen weder durch die Bundesverfassung noch durch die Militär- convention eine Aenderung eingetreten sei. — Auf der Tagesordnung für die am 28. d., Vormittags 9 Uhr, statlfindende Sitzung zweiter Kammer stehen folgende Gegenstände: 1) die Recommuntcation der ersten Kammer bezüglich der Vorlage Gr. Ministeriums des Innern, die von den vormals Kurfürstlich Hessischen Gemeinden Rödgen, Schwalheim, Rumpenheim, Seibelsdorf und Ruhlkirchen an ihre früheren Bürgermeister zu entrichtenden Pensionen, hier deren Uebernahme auf die Haupistaatskasse betr.; 2) die Recommu— nicationen der ersten Kammer hinsichtlich des An- trags der Abgeordneten Edinger, Goldmann und Heß, die Vergütung für Elnquartirung der Gr. Truppen betr.; 3) die Recommunication der ersten Kammer, den Gesetzesentwurf, die Hunde— steuer betr.; 4) 17 gleichlautende Vorstellungen mehrerer Gemeinden der Provinz Oberhessen gegen die von den Abgeordneten Hunsinger und Kraft beantragte Revision der Gesetzgebung über die Zusammenlegung der Grundstücke und der ein- schlägigen Bestimmungen des Gesetzes, die Sicherung des Grundeigenthums betr.; 5) die Vorstellung und Bitte der Wittwe des pensionirten Chaussee- gelderhebers Stiebing zu Nauheimer Chausseehaus, jetzt zu Dorheim, um Verwendung bei Großh. Staatsregierung, daß ihr die nach den früher Kurfürstlich Hessischen Gesetzen bestimmte Pension statt der verliehenen Gnadenpension ausbezahlt werde. — Unterm 12. Febr. ist Veterinärarzt Dr. Theodor Ferdinand Ludwig Winckler aus Allendorf a. d Lumda, im Kreise Gießen, zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Gießen ernannt worden; am 14. Februar wurde dem Krcisarzt des Kreismedicinalamtes Gießen II. Dr. Friedrich Kehrer der Charakter als„Medieinal— rath“ verliehen. Mainz. Dem„Fr. J.“ wird von hier ge⸗ schrieben: Endlich scheint in unserer berüchtigten Octroi- Angelegenheit das läugst Erwartete ein— treten zu sollen. Gutem Vernehmen nach sind nämlich am 22. d. der Gemeinde⸗Einnehmer, der Octroiober- und Octroiuntercontroleur vom Amte suspendirt worden. Der in der Gemeinderaths- sizung vom 21. zum Vortrag gelangte zweite Theil des Berichtes der vereinigten sach- und gemeinderäthlichen Untersuchungscommission brachte abermals so unerhörte Dinge an den Tag, daß der Gemeinderath einstimmig den Beschluß faßte, sofort durch eine Octroi-Commisston eine Liste aller Derjenigen aufstellen zu lassen, welche alsbald aus dem Dienste der Stadt zu entlassen seien und die Bürgermeisterei aufzufordern, daß sie der Staateprocuratur sofort Anzeige mache und deren Einschreiten herbeiführe, da in der ganzen An- gelegenheit sich eine solche Masse Indicien von planmäßiger Fälschung, Betrug, Bestechung und Unterschlagung gehäuft habe, daß jene vor Gericht ihren Ausgang finden müsse. Auch eine Anzadl Bürger sind durch, piese letzte Untersuchung stark compromittert. Preußen. Berlin. Eine Petition gegen die Todesstrafe, von Professor v. Holtzendorff (unterstützt durch Berthold Auerbach) in Umlauf gesetzt, ist mit zahlreichen, der Wissenschaft, der Gerichtspraxis, der Advokatur und den städtischen Verwaltungsbehörden angehörigen Namen versehen, an den Norddeutschen Reichstag unter Vorbehalt der Ergänzung durch andere noch rückständige Unterschriften eingesendet worden. Die Petition schließt mit den Worten:„Es wäre gerade für Norddeutschland eine schwer wiegende Ungerechtig- keit denjenigen Bundesstaaten durch die Gewalt der Majorität die Todesstrafe aufzuzwingen, die sich ihrer entledigt haben. Möge der Norddeut⸗ sche Reichstag erwägen: daß an ihn jetzt die An- forderung gestellt ist in einzelnen Bundesstaaten die Todesstrase wieder einzuführen. Möge er die Verantwortlichkeit dafür vor Europa feierlich abweisen!“ Frankfurt. Zur Jahresfeier des Geburkts⸗ tages des großen George Washington, des ersten Prästdenten der amerikauischen Republik, wehte am 22. d. das sternenbesäete Unionsbanner über dem amerikanischen Generalconsulat auf der Mainzer Landstraße. Washington wurde am 22. Februar 1732 geboren, im April 1789 zum ersten Mal, am 4. März 1793 zum zweiten Mal zum Präsidenten erwählt; verbat sich jedoch die abermalige dritte Wiedererwählung, legte sein Amt nach einer herrlichen Ansprache an die Nation am 4. März 1797 für immer nieder und starb am 14. Dezember 1799 zu Mount Vernon im Staate Virginia. Oesterreich. Wien. An dem vom Ge⸗ sandten der Union aus Anlaß der Feier des Geburtstages Washington's veranstalteten diplo- matischen Bankette nahmen der Reichskanzler Graf Beust und sämmtliche Chefs der Gesandtschaften am biesigen Hofe Theil. Graf Beust und der sranzösische Botschafter, Herzog Grammont, doben in ihren Tischreden den Wunsch hervor, die freundschastlichen Beziehungen zwischen der Union und* Frankreich möchten keine Aenderung erleiden. Frankreich. Paris. Im weiteren Ver⸗ laufe der Debatte des gesetzgebenden Körpers über die Interpellation Jules Fapre's protestirte zu⸗ nächst Minisser Daru gegen die Beschuldigung, das Ministerium habe die Unruhen hervorgerufen. „Frankreich,“ sagte er,„steht nicht mehr unter dem Regime eines Dictators, sondern ist ein freies Land. Es will die Ordnung, verbunden mit der Freiheit, und weist Ausschreitungen zurück.“ Daru behauptet, das Ministerium sei vollständig einig. Der Souverän habe sich freiwillig den Wünschen der Bevölkerung angeschlossen und sei mehr als je gewillt, Frankreich die Freiheit zu geben. Zwischen dem Cabinet und der Kammer derrsche volles Einverständniß.„Wir wollen im Innern wie nach Außen den Frieden und die wahre Freiheit. Sollten das Ministerium und die Kammer sich in ihren Ansichten scheiden, so würden wir den Souverän auffordern, von seinem Vorrechte, die Entscheidung zu fällen, Gebrauch zu machen; aber es ist unwahrscheinlich, daß die Eventualität eines Zwiespalts einträte.“ Die Rede des Ministers Daru machte großen Eindruck. Die Sitzung wurde für kurze Zeit aufgehoben. Die Mitglieder des rechten und linken Centrums beschlossen mittlerweile, folgende Tagesordnung zu beantragen:„Gegenüber den so unumwundenen und loyalen Erklärungen des Ministeriums, welche Frankreich die Ordnung verbunden mit der Frei— heit sichern, geht die Kammer mit Vertrauen zur Tagesordnung über.“ Nach Wiederaufnahme der Sitzung spricht Jules Favre seine große Be— friedigung über die Rede des Ministers Daru aus und über die neue Erscheinung, ein Ministerium zu erblicken, welches, den Traditionen der Ver— gangenheit entsagend, die Freiheit zurückverlange. Dennoch, behauptet er im Verlauf seiner Rede, bestehe die persönliche Gewalt noch fort.— Die von dem linken und rechten Centrum beantragte Tagesordnung wurde schließlich mit 236 gegen 18 Stimmen angenommen. — Don Carlos wurde auf dem Wege nach Spanien am 22. d. in Lyon angehalten und aufgefordert, sich nach dem Departement du Nord zu begeben; er zog es jedoch vor, nach der Schweiz abzureisen. Seine Ankunft in Genf wird bereits gemeldet. — Die Voruntersuchung gegen die in Folge der letzten Straßen⸗Krawalle verhafteten Personen ist beendet. Von den 444 Personen, welche noch im Gefängniß der Sante verhaftet waren, wurden 108 in Freiheit gesetzt und 125 werden diese Woche vor die Zuchtpolizeigerichte kommen, welche über ihr Schicksal zu urtheilen haben. Die Uebrigen, welche eines Attentats gegen den Staat angeklagt sind, werden im Gefängniß zurückgehalten. — Man versichert, der Kriegsminister Leboeuf habe dem Staatsrath vorgeschlagen, das Armee— Contingent für 1871 auf 90,000 Mann statt 100,000 festzustellen. — Ziemliches Aufsehen erregte kürzlich der Umstand, daß ein Ball in den Tuilerien noch in letzter Stunde abbestellt wurde. Ein englisches Blatt berichtet nun, es sei am Morgen des Tages, wo der Ball stattfinden sollte, der Polizei zu Ohren gekommen, daß ein Complott gegen das Leben des Kaisers Abends zum Ausbruch kommen solle. Eine Anzahl von Verschworenen sollte in Livrten sich unter die Bedienten auf dem Ca— roussellplatze mischen und auf ein gegebenes Zeichen die leicht entzündbaren Wagen mit brennenden Scheiten in Flammen setzen, sowie gleichzeitig Bomben unter die Pferde werfen und dadurch eine entsetzliche Verwirrung hervorrufen. Dadurch würde man die Massen der Bedienten aus dem Palaste gelockt haben, um Ordnung wiederherzustellen und mittlerweile auch einem Dutzend anderer Ver— schworenen ermöglicht haben, sich als Ballgäste einzuschleichen und den Kaiser zu ermorden. Italien. Rom. Nachrichten von hier melden, daß in den letzten Tagen nun auch ein spanischer Bischof gestorben und der vom Schlag getroffene Bischof von Trient in den letzten Zügen liege. Die Zahl der während des Coneils Ge storbenen hat jetzt schon fünfzehn erreicht, und auch die Gesundesten sangen an, das Clima Roms zu verabscheuen. Im Palast Cordoni, wo viele Prälaten zusammengedrängt wohnten, und wo die Luft am schlechtesten ist, haben zwölf ihre Koffer gepackt und sind abgereist, wahrscheinlich zur Nimmerwiederkehr. 0 Gießen. Ju jüngster Zeit sind ohngefähr 10 hiesigen Geschäftsleuten mit großer Frechheit zur Abendszett die Ladenkassen ausgelcert und theilweise die Geldkasten mit⸗ entwendet worden, ohne daß man den Dieb gekannt hätte. Den unausgesetzten Nachforschungen der hiesigen Polizei ist es gelungen, den Dieb zu ermitteln, nachdem er vor einigen Abenden einen gleichen Diebstahl bei einem hiesigen Kausmann ausgeführt hatte, welch' Letzterer ebenfalls keine Spuren zur Entdeckung des Thälers angeben konnte.— Der Dieb ist ein Schreinerlehrling aus dem Kreise Mar— burg, dessen Eltern in Gießen wohnen. Frankfurt. An dem im Maistattfindenden Maschinen⸗ markt wird rüstig gearbeitet. Sämmtliche Eisenbahnen, Staats- wie Privatbahnen, haben nicht allein Fracht⸗ ermäßigung, sondern auch für etwa unverkaust gebliebene Maschinen freien Rücktransport gewährt. Die Anmel⸗ dungen sind schon ziemlich beträchtlich. Neben der land— wirthschaftlichen Halle werden für Marktzwecke noch mehrere große Schuppen errichtet werden. Standgeld soll keines erhoben werden. Frankfurt. Nächsten Samstag den 26. Febr. findet in der landwirthschastl. Halle dahier der 3. große Masken— ball statt. Für 12 Uhr Nachts ist ein großer Maskenzug, so— wie Preisvertheilung an die schönste Damen und Herrenmaske angekündigt.— Ferner soll Fastnacht-Dienstag in der Halle ein närrischer Jahrmarkt abgehalten werden, der sehr amüsant zu werden verspricht und jedenfalls ein zahl⸗ reiches Publikum vereinigen wird. Darmstadt. Nachdem vergangenen Montag von einem Fuhrmann zwischen hier und Eberstadt ein schweres Vergehen gegen die Sittlichkeit verübt, der Verbrecher aber alsbald in Haft gebracht wurde, sind am 23. d. fünf hier in Arbeit stehende Mechaniker, worunter ein erst kürzlich verheiratheter Mann, unter der Anklage auf der Frank— furter Straße ein gleiches Attentat gegen ein Kellnermädchen begangen zu baben, gefänglich eingezogen worden. Darmstadt. Man erzählt sich hier eine empörende Handlung, welche sich ein Offizier bei den Reitübungen gegen einen Soldaten erlaubt haben soll. Es heißt, der Offizier habe seinem Untergebenen mit der Klinge einen Hieb von solcher Wucht über den Rücken versetzi, daß die selbe das Bandelier der Patrontasche und die Kleidungs⸗ stücke durchdrang und in dem Rücken des Mannes eine große Wunde zurückließ. Der Soldat soll sich in ärzt⸗ licher Behandlung befinden. Darmstadt. In Großgerau wurde am 22. d Vor⸗ mittags 11 Uhr wiederum eine Erderschütterung verspürt. Auch hier hat man am 14. d. Abends 8 Uhr einen Erd⸗ stoß wahrgenommen. Mainz. Die bei der anhaltenden Kälte schon län⸗ gere Zeit bestehende Unsicherheit des Verkehrs zwischen den beiden Ufern des Rheines gibt so recht überzeugend den Beweis, wie dringend geboten eine feste Ueberbrückung des Rheines für unseren Verkehr erscheint. Während nämlich die Schiffbrücke vollständig abgelegt im Sicherheitshafen liegt, in der Ueberfahrtsdienst der Taunusboote von den raschen Wechseln des Eisganges abhängig. Seit zehn Tagen war der Strom ober- und unterhalb der Stadt mit festen, aber nicht passirbaren Eisdecken überzogen und hing der Verkehr von seren zufälliger Bewegung ab. Es kam vor, daß Leule das andere Ufer des Rheins wohl erreichen konnten, aber zur Rückkehr nach Hause bot sich kein günstiger Moment. So sah sich eine Gesellschaft Meinzer, welche sich am Sonntag in Castel bei einem Glase Bier erholen wollte, genöthigt, den Rückweg über Franksurt per Eisenbahn einzuschlagen, was in umgekehrter Richtung von Bewohnern Castels und des Rheingaues gethan werden mußte. Solche und massenhast in anderer Weise auftretende Störungen des Verkehrs sprechen deut⸗ lich genug. Graz. Ueber den plötzlichen, unter so sehr auffälligen Umständen erfolgten Tod des berühmten Naturforschers Prosessor Unger, ein beklagenswerther Fall, der allgemein ebenso viel Theilnahme als Aufsehen erregt, kommen nun folgende nähere Mittheilungen in die Oeffentlichkeit: Samstag Abend besuchte ihn Karl Vogt und die beiden Freunde plauderten lange mit einander. Als die Schlaf⸗ stunde kam, nahm Unger von seiner Familie Abschied und sagte scherzend:„Nun heule Nacht könnt Ihr wenigstens gut schlafen, ich werde Euch nicht brauchen!“ Dann ver⸗ fügte er sich in sein Schlafzimmer und zog selbst die Tyüre desselben zu. Zur Erklärung möge hier angeführt werden, daß im Zimmer neben Unger die Magd schlief, damit der Kranke dieselbe bei der Hand habe, wenn er ihrer bedürf!; die Familie, Frau, Tochter und Sohn waren von der Ruhestätte des Vaters durch drei Zimmer gelrennt. Am nächsten Morgen kam Unger nicht, wie es seine Gewohnheit war, zur beslimmten Stunde zum Frühstück; seine Gattin, welche befürchtete, er könne vielleicht slärker unwohl sein, fragte das Dienstmädchen, ob der Herr in der Nacht gerufen habe, und als dieses es ver⸗ neinte, ging sie auf den Zehen zum Ruhebette ihres Mannes. Dieser lag da, in seine Decke gehüllt, ruhig, als schliese er. Hofräthin Unger glaubte anfangs auch wirklich, ihr Gemahl schlase; als sie aber längere Zeit vergebens versucht hatte, ihn zu wecken, als sie keine Be⸗ wegung in seinei Antlitze bemerkte— ds tauchte eine gräßliche Ahnung in ihr auf, sie warf sich auf den still Daliegenden, legte ihr Ohr an seine Lippen— und mußte sich bald überzeugen, daß er wirklich todt sei. Kein Vec⸗ dacht stieg den Familienangehörigen. wee e sie waren zu sehr von dem plötzlichen Tode ihres Theuren erschüttert. Zu ihrer eigenen Beruhigung verlangte die Wittwe die Vornahme der Section. Die Leiche wurde ins allgemeine Krankenhaus überbracht. Der Professor der pathologischen Anatomie Dr. Heschl sollte die Section vornehmen, allein im letzten Augenblick verließ ihn der Muth dazu, er brachte es nicht über sich, das Messer au seinen langjährigen Freund zu legen. Der Professor der desersptiven Anatomie, Dr. Planer, machte sich nun daran, die Section vorzunehmen; man beabsichligte, nur den Schädel zu untersuchen, da man vorne an der Stirne zwei blaue Flecken bemerkt hatte. In dem Augenblicke, als Professor Planer den Kopf emporhob, bemerkte er drei Verletzungen am Hinterhaupte, die die Continuität des Knochens fast trennten. Sofort legte er den Leichnam wieder zurück und erklärte, nicht Hand anlegen zu wollen, bevor nicht eine gerichtliche Commission zur Stelle geschafft worden sei. Bald war diese, unter Führung des Landes- gerichtsrathes Andriollt, herbeigeeilt und es wurde nun von Professor Schauenstein die Section ausgeführt. Wahr⸗ scheinlich ist es, daß hier ein Mord vorliegt. Leute aus der Nachbarwohnung, welche gerichtlich vernommen wurden, gaben an, den Hofrath in der Nacht gehört zu haben, ja Personen aus dem nächst höher gelegenen Stockwerke wollen einen Lärm im Zimmer gehört haben! Und das Dienstmädchen Unger's sollte gar nichts bemerkt haben? Dieser Umstand allein schon genügte, um den Verdacht auf dasselbe zu lenken, und war die Veranlassung zu deren, wie die„Tagespr.“ berichtet, am Freitag erfolgten Verhaftung. Jedoch ist Lieses. Mädchen nicht die einzige Person, welche die öffentliche Meinung als die Thäterin bezeichnet. Paris. Vor kurzem starb in Paris ein fast achtzig⸗ jähriger Greis, der seit dem Anfang dieses Jahrhunderts Portier im Tuilerieenschlosse war und dieses Amt bis kurz vor seinem Tode versah. unter seinem Nachlaß ein kleines in Leder gebundenes altes Buch, das nur 3 bis 4 Blätter Schreibpapier ent⸗ hielt. Auf der ersten Seite stand der Titel des Buches: „Verzeichniß der Bewohner des Tuilerieenschlosses während meiner Dienstzeit“, auf der zweiten Seile folgendes Ver⸗ zeichniß: 1) Napoleon Bonaparte, erster Consul der Re⸗ publik, sodaun Kaiser der Franzosen, eingezogen den 29. Februar 1800 aus dem Luxembourg-Palais, ausgezogen den 30. März 1814 nach der Insel Elba. 2) Lud⸗ wig XVIII., König von Frankreich und Navarra, eingezogen den 3. Mai 1814 aus England, ausgezogen deu 19. März 1815 nach Gent. 3) Napoleon, Kaiser der Fran⸗ zosen, eingezogen ben 20. März 1815 aus Elba, ausge⸗ zogen den 3. Juli 1815 nach der Insel St. Helena. 4) Ludwig XVIII., eingezogen den 18. Juli 1815 aus Gent, gestorben im Schloß den 16. Sepiember 1824. 5) Karl X., König von Frankreich und Navarra, einge⸗ zogen den 17. September 1824 aus dem Pavillon Marsan, ausgezogen den 29. Juli 1830 nach Schottland. 6) Das Pariser Volk, Insurrections-Gesellschaft, eingezogen den 29. Juli 1830 von der Straße, ausgezogen den 29. August d. J. zu seinen Geschäften. 7) Ludwig Philipp I., König d Franzosen, eingezogen den 29. August 1830 aus dem Palald Royal, ausgezogen den 24. Februar 1848 nach England. 8) Das Volk von Paris, Barrikadenkämpfer, eingezogen den 24. Februar 1848, ausgezogen den 20. März 1848 zu seinem Berufe. 9) Napoleon III., Kaiser der Franzosen durch die Gnade Gottes und den Willen des französischen Volkes, eingezogen am 2. December 1852 aus dem Palais Elysée, ausgezogen... 2 * Mittheilungen aus dem Verein der Gustav-Adolf-Stistung. 5 Während sich die Zahl der unterstützungsbedürftigen Gemeinden auch in diesem Jahre wieder bedeutend ver⸗ mehrt hat, ist unserem Verein noch eine ganz neue Auf⸗ gabe erwachsen, die er nothwendig lösen muß, ohne daß er bis jetzt weiß, wie das bei den großen Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, möglich sein soll. Am 14. Mai 1869 ist nämlich iu Oesterreich ein neues Schulgesetz sank⸗ tionirt worden, durch welches das Bestehen besonderer evangelischen Schulen in einzelnen Gemeinden sehr erschwert worden ist. Dieses Gesetz gestattet nur noch zweierlei Schulen, öffentliche und Privatschulen. Die öffentlichen Schulen werden aus den Mitteln des Staats und der politischen Gemeinde erhallen. Sie sollen zwar coufessions⸗ los sein, thatsächlich sind sie aber, weil die Consession des Lehrers durch die Confession der Majorität der Kinder bestimmt wird, fast ausnahmslos katholische Schulen. Auf diese Weise sind die Kinder der Evangelischen fortwährend den Einflüssen der katholischen Kirche ausgesetzt, und wenn man auch diesem Uebelstande dadurch abhelsen wollte, daß man die Kinder an dem einen wöchentlichen schulfreien Tage an dem evangelischen Kirchenorte zur Ertheilung des Religionsunterrichts versammelte, so würde doch unmöglich eine so beschränkte confessionelle Pflege jenen Einflüssen das Gleichgewicht halten können. Es ist darum ganz außer Zweifel, daß die evaugelische Kirche auf diesem Weg in Oesserreich in ganz legaler Weise dem Untergang ent⸗ gegengeführt werden kann, wenn ihre Glieder durch die Noth gezwungen oder aus Rücksicht auf materiellen Vor⸗ tbeil sich herbeilassen, den öffentlichen Schulen sich anzu⸗ schließen. Obwohl nun viele Gemeinden sich dahin gus⸗ gesprochen haben, daß sie entschlossen seien, koste es, was Seine Hinterlassenen fanden für welch in der 5 Vechtchal dien l Mulhellal Spanien gendes eil ichen Vert zer Evan aufgebett anbern trangelis sestt zum es haben Prebigt Regiecun und konn der Verba Tode vert rast wo gebracht, 360 Do anfangen age Gr Debiimaf in Fran! Gegenfse Meer Album papier. 1 Pat 1 5 einig Gtsenf nunmeh bersteigert Frlel — 1 . 90 15 1 g irt Kraft. 6 der e dem S. Hold 1. J. n Berlin g danch used Meble reußssc Steife trait d, Idehgung Arcus — N* 1 2 zutctzex 3 9 eebürftzer end bel 1 Ul. , da 5* Laden, n d. lege ul 3 Abelt 50. „ Nee, 150 ate r 5 1 a gent * 1 0 Saen. 5s* 0* g 517 0 1 1 110 2 en e wolle, ihre Schulen als Privatschulen zu erhalten, so u doch zu befürchten, daß in dem entschesdenden Augen⸗ lick, der nun ganz nahe gerückt ist, manche Gemeinden in der Moͤglichkeit, allen Anforderungen zugleich für die fentliche, wie für die Privatschule zu enisprechen, ver⸗ weifelnd, den verhängnißvollen Entschluß zum Anschluß in die Iffenilichen Schulen faßten. Einem solchen Unglück ir unsere Kirche kann nur dadurch vorgebeugt werden, aß unser Verein sich bereit finden kann, durch seine kräftige Interstützung den evangelischen Gemeinden Oesterreichs re evangelsschen Schulen erhalten zu helfen. Nie Erbauung einer cvangelischen Kirche 2 1 in Madrid, ie welche der evang. Verein der Gustav-Adolf⸗Stiftung nn der Hauptversammlung des letzten Jahres bereits die nebesgabe von 5338 Thlrn. bestimmt bat, ist schon früher in lesem Blatte besprochen worden, in welchem auch wiederholt Mittheilungen über die Verhältnisse der Evangelischen in Spanien erschienen sind. Es sei darum hier nur an Fol ndes erinnert: In Folge der 1868 eingetretenen poltti— gen Veränderung hal die Verfolgung und Unterdrückung er Evangelischen in Spanien von Seiten der Regierung ufgebört, und es haben sich seitldem in Madrid und in ndern Städten evangelische Gemeinden gebildet. Die wangelische Gemeinde in Madrie hat am letzten Pfingst ste zum erstenmal das heilige Abendmahl gefeiert, und s haben daran 150 Personen sich betheiligt. Ihre beiden brediger, Runt und Carrasco, haben unler der vorigen Legierung um des Evangeliums willen zu leiden gehabt id konnten erst unter der gegenwärtigen Regierung aus ir Verbannung heimkehren. Runt war eingekerkert, zum ode verurtheilt, statt dessen aber mit Verbannung be— aft worden; Carrasco hatte fast 3 Jahre im Kerker zu⸗ bracht, dis ihm diese Strafe in Verbannung verwandelt wurde. Die evangelische Gemeinde in Mabrid besitzt jetzt nur einen Betsaal, der dem Bedürsnisse nicht enlspricht, und da ihr die Mittel zur Erbauung einer Kirche sehlen, so bittet sie die Glaubensgenossen in andern Ländern um Anterstützung. Wie in andern Städten hat sich auch in Darmstadt ein Comite zur Sammlung von Beiträgen ge⸗ bildet, dessen Aufruf früher schon in diesem Blakte er⸗ schienen ist. Daß in Spanien, welches vom 13. bis ins 19. Jahrhundert ein Hauptsitz der Inquisition war, jetzt evangelische Kirchen erbaut werden können, muß jeden evangelischen Cbristen, der es vernimmt, mit Freube er⸗ füllen, und jeder, der es irgend vermag, wird zur Erbauung einer evangelischen Kirche in Madrid gern seine Unter— stützung bieten, wie oft seine Hülfe auch für andere Noth in Anspruch genommen werden mag. Die ev. Geist⸗ lichen der Stadt Friedberg, sowie des Dekanats Friedberg, sind zur Empfangnahme und Wei— terbeförderung von Gaben gern bereit. K. Baur. Eingegangen sind: 5 fl. 31 kr. gesammelt durch Hrn. Candidat Flegler; 1 fl. von K. B. Literarisches. Soeben erhalten wir das XIII.(Schluß⸗) Heft des ersten Jahrgangs der im Verlage von Hermann Schönlein in Stuttgart erscheinenden„Allgem. Familien⸗Zeitung“, und wenn irgendwo, so konnen wir nach Durchsicht dieses Heftes hier gewiß mit Recht sagen: flnis coronat opus. Wersen wir einen Blick zurück auf den soeben beendeten ersten Jahrgang dieses Journals, so müssen wir zugestehen, daß es nicht nur seine Ver— sprechungen treulich erfüllte, sondern dieselben noch bei Weitem übertraf. Jedes neut Heft gab ein neues Zeug⸗ niß von der Thätigkeit und Gewissenhafligkeit der Redaktion, HR. in jedem einzelnen fanden wir sowohl eine Fülle wahrhaft gebiegener Unterhaltung, wie eine Quelle in faß⸗ lichster Ferm gebotener Belehrung, hervorgegangen aus den Federn der berühmtesten Anloren. So enthält das vorliegende Heft unter Anderem eine größere historische Novelle;„Zweimal gerettet“ von George Hiltl, sowie den Schluß der Erzählung:„Der Försters⸗Abjunkt“ von Otfrid Mylius. Ferner finden wir darin belle⸗ triftische Beiträge von Ernst Pasqus, Dräxler⸗ Manfred, Stanislaus Graf Grabowski und Karl Neumann Strela, benen sich eine Humoreske von Fr. Brentano, sowie historische, kulturhistorische und naturwissenschaftliche Artikel von A. Amlacher, J. Arndt, W. Baer und Dr. H. Schramm würdig antreshen. Die mit Sorgfalt ausgeführten Illustrationen fübren uns auf die Schauplätze der wichtigsten Zeit⸗ creignisse, indem sie uns einerseits„Oesterreichische Dru hpen auf dem Marsch von Cattaro in die Berge der Bocca“, serner„Castelnuovo, am Eingang der Bocche von Cattaro“ und ein Bild der„Umgebung von Cattaro“, andererseits aber„Das Palais von Ghesireh bei Kairo“ und den „Timsah⸗Ste in der Vogelperspektive, vom Lanbhause des Vicekönigs aus betrachtet“, zeigen. Außerdem dürfte namentlich für Gourmands das Bild„Auf der Suche nach Trüffeln“, sowie Allen, die sich ben Sinn für die fröhliche, selige Weihnachtszeit bewährt haben, die Illustration„Weihnachtsmarkt“ von großem Interesse sein. Erwähnen wir endlich noch die Porträts von„Karl Freiherrn v. Werther“,„Elisabeth, Fürstin von Rumänien“ „Madame Rudersdorff“,„Lord Derby“ und„John Stuart Mill“, und fügen wir hinzu, daß so ein ganzes Heft (enthaltend 8 Folio-Bogen= 192 Spalten) nur 21 kr. kostet, so wird man mes begreiflich finden, wenn wir allen Freunden einer guten, anregenden Lektüre die Anschaffung dieses Journals empfehlen, und der„Allgemeinen Familien⸗ Zeitung? dei Beginn ihres zweiten Jahrganges ein auf⸗ richtiges„Glück auf!“ zurufen. Waaren-Versteigerung. 5 Donnerstag den 10. März l. J., Vormittags 9 Uhr cnfangend, sollen in hiesigem Rathhause in Folge Auf⸗ tags Großberzoglichen Landgerichts Friedberg die zur Debitmasse des Joh. Chrtstian Hagemann, dermalen Frankfurt a. M., gehörenden Waaren und Moblliar⸗ begenständen, nämlich: Meerschaumspitzen, Messer, Notizbücher Bilderbücher, Albums, Reißzeuge, Farbenkasten, Griffel, Formular⸗ papiere, verschiedene Kinderspiele, Parsümerlewaaren, 1 Partie franz. Tabak, 1 Ladeneinrichtung, bestebend n 5 Glasschränken ꝛc., 1 Steinkohlenofen, 1 Gas einrichtung, verschiedene leere Kisten und sounftige Gegenftände muumehr öffentlich meistbictend gegen Baarzahlung vnfleigert werden. Friedberg den 25. Februar 1870. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg er Glyeerinseife, 5 feinste Transparent, per Dutzend 48 kr.— 36 kr.— 26 kr. * per Stück 6 ke.— 4 kr.— 3 kr. empfiehlt Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. Die Gartenlaube 38 bringt in Nr. 9 folgende Beiträge: Aus eigener aft. Erzählung von W. v. Hillern geb. Birch. sortsetzung.)— Ein wiedergesundenes Grab. Von St. Mit Abbildung: Lessings Ruhestätte auf m St. Magn! Kirchhofe in Braunschwelg. Holländische Leute. Von Karl Braun(Wlesbaden). 1.— Aus meinem Leben. Von Capellmeister Dorn Berlin. Nr. 2, Exinnerungen an Felix Mendelssohn⸗ Jurtholdy und seine Zeitgenossen.— Im neuen Rath⸗ zaus keller zu Berlin. Von Rudolf Löwenstein. Mlt bildung. Blätter und Blüthen Ein ost⸗ hußischer Steuerverweigerer, Von J. A. D.— Eine Etelisrage.— Ein alter Kämpfer. Mit dem Por- ait des Stiftprobsss v. Döllinger.— Ueber⸗ scagung oder Heuchelen? Von G. in Berlin.— Be⸗ tigung. Abziehbilder gam Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) n größter Auswahl bel a 2 Bindernagel& Schimpf. Militärhandschuhe von 36 kr. an bis zu den feiussen Sorten dei K. Friedrich neben der Post. Zu vermiethen 0 ein freundliches Logis, welches soglesch bezogen virben kann, in dem ehemals Spamer schen Pause, erfragen bel G. Falck, Muller. Repskuchen! 23 dels frlsch von der Müble bei Wilh. Fertsch. Lehrstelle. 352 In ein Putz⸗ und Modewaarengeschäft in Frankfurt a. M. wird ein junges Mädchen zur Ausbildung gesucht. Gegen mäßige Vergütung kann dasselbe Kost und Wohnung in der Familie erhalten. Franco Offerte unter Gw. B. 6 poste restante Frauk⸗ furt a. M. Fülterungsartikel. Weizenkleie, Korn- und Weizen ⸗Futtermebl, sowle Palm⸗ ernkleie emöfehle billigst. L. H. Strauß. 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Heinrich Viehl. 1 Einen Schmiedgesellen 505 sucht Ehr. Ritzel, Geschäfts-Empfehlung. 558 Einem biesigen und auswärtigen Publikum hiermit die Anzeige, daß ich von nun an ftets mit selbstverfer⸗ tigtem sogerannten Fesselzeug, Taschentüchern jeder Art zc. ꝛc. zum Verkaufe versehen bin und bitte um geneigten Zuspruch. Kundenarbeit in Leinwand, Ge⸗ bilde ꝛc. ꝛc. wird siets dabei angenommen und nach Wunsch ausgeführt. Martin Klein, Webermeister. Nunmer 1 Daheim Die naͤchste Nr. 22 des neuen, VI. Jahrganges enthalt: Eine Cabinetsintriezue.(Fortsetzung.) Historischer Roman ron G. Hiltl.— Zwei Blätter aus der Geschichte der Salzdurger. Von Robert König. Zu dem bistortschen Bilde von Paul Händler.— Die Newporker Spiel⸗ böͤllen und ir König. Von Karl Winter in Newpork. — Eine Degenspitze. Noveletle von C. F. Liebetreu. — Der Illstrator des achtzehnten Jabrbunderts. Ven Emil Frommel. Mit Illustration: Daniel Chbodowieckls Dabeim. Am Familientische: Eine Notenschrelb⸗ maschine.— Editha. Legende von F. Bäßler. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel und Schimpff in Friedberg. Aecchter bayrischer, medizinischer Malzzucker, 566 anerkanntes bestes Mitlel für Hetserkelt und Husten, ärztlich empfoblen. Haupt Depot bel Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. Einen Garten 542 vor dem Mainzerthor, 1½ Viertel daltend, bat zu verkaufen Adam Damm. Blerteljäbrlich 1 fl. 8 kr. us tg n net n ubs„ nn Wöchentlich Eine tüchtige Dienstmagd 560 wird gegen hoben Lodn gesucht. Von wem? sagt die Expedition. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 150(Krögerstraße 8. und Sachsenbausen, Drelköntge⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, almmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemtttelte zu ermäßigtem Preise nnd unentgeldlich. Rechnungen mit Geschäfta Firma per Buch 32 ke,, Quauttltäten billiger, liefern in größeren 1 Hosschmied. Bindernagel& Schimpff. „ 1. 1 ———— * Mehl ⸗Offerten Vorschuß, Prima⸗Qualität, per Malter 13 fl. 15 kr., — 1 . 8 „ Secunda Weißmehl Roggenmehl Schrotmehl sogenanntes Ladungsmehl in 13 Sack, von Mühlen, halte ich auf Lager und gebe solche billigsten Preisen ab. Ziel drei Mon 534 Jacob Stern n änsch stodeerr Burg. 12 uff. 930 Kr., 10 fl., 7 fl. 20 K. 7 fl. 10 fr, den besten Wetterauer zu jeder Zeit zu den ate. EAn-& Uerkam von Staatspapieren 187 wird zum Tagescours besorgt durch den Großherzoglichen Hof⸗Agenten Jacob Engel. Ein a denn g. 548 Samstag den 26. d. M., Abends 7 Uhr, soll eine General- Versammlung des landw. Kränzchens von Wölfersheim, Södel und Melbach im Saale des Gastwirths Herrn Wilhelm Heyer zu Wölfersheim abgehalten werden. Ta ges dier d ien eg: 1. Welche Mittel muß der Landwirth anwenden, um die Nährstoffe des Futters für sein Vich vollständig auszunutzen? 2. Das Kleegypsen. 3. Das Umpfropfen der Obstbäume, welche den heerschenden klimatischen oder ökonomischen Verhältnissen nicht entsprechen. Alle Mitglieder des Vereins, sowie Freunde der Landwirthschaft, lichst eingeladen. Wölfersheim den 22. Februar 1870. Heyer, Buͤrgermeister. Vorlesungen im Saale des Hotel Trapp. 551 Nächsten Dienstag den 1. März wegen der Fastnacht keine Vorlesung. Anzeige. 371 Zahlungen an mich sind franco zu richten an J. Nußbaum, Ostendstraße Nr. 3 in Frankfurt a. M. Inse tate 41 finden in dem wöchentlich zweimal in Vilbel erscheinenden Anzeigeblatt für den Kreis Vilbel in der Wetterau die größte Verbreitung. Die einfache Zeile wird nur mit 2 kr. berechnet und bei oͤfterer Wiederholung der höchstmöglichste Rabatt bewilligt. Vilbel im September 1869. Die Expedition. Hosenträger Wechselstempel-Steuer-Gesetz 950 zu billigen Pressen bei K. Friedrich in den verschiedensten Ausgaben voräthig bel neben der Post. Bindernagel& Schimpff. werden hierzu freund⸗ Lehrerconferenz Seetion Friedberg 556 Mittwoch den 2. Maͤrz, Nachmittags 1½ Uhr Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek. Le ee eee eee eee, Todes⸗ Anzeige. 564 Mein Sohn Karl, welcher in dem mit Vorltebe gewählten Lehrerderuf bereits eine ehrende Verwendung gefunden hatte, starb gestern bend um 7 Uhr. Tiesbetrübten Herzens widme ich diese Todes⸗ anzeige meinen und meines Sohnes Freunden. Das Leichenbegängniß wird Sonntag den 27. d. M, Nachmittags 3 Uhr, stattfinden. l Friedberg den 25. Februar 1870. Schuchard, Gr. Domänen⸗pfandmeister. r——————ů—ů——— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemtinde. Sonntag Estomihi. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köyler. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Schmidt. Nachmittags: Herr Candidat Orth. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candida Flegler. Katholischt Gemtinde. Samflag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Sonntag Quinquagesima. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Am Aschermiltwoch(2. März), mit welchem Tag die heilige Fastenzeit beginnt, ist Morgens 8 Uhr Gottes bienst. Beginn des Gottesdienstes an den anderen Wochen tagen Morgens 7¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 9 und eine Beilage.) 1 9 e N 2 Bad ⸗ nachsteb misfion⸗ auschlas Bor unterze Offerie anschla Mona, berschlof Ueberna! Jadhaue Sti Beilage. Hberhessischer Ameiger. M25. Bekanntmachung. 539 Mittwoch den 9. März d. J., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Büreau des unterzeichneten Rentamts 22 Malter Korn, welche auf dem blefigen Speicher und 25 Malter Hafer, zu Stammbeim lagernd, öffentlich an den Meist⸗ bietenden gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 19. Februar 1870. Großherzogliches Rentamt Friedberg in de. Bekanntmachung 538 Mittwoch den 16. Marz d. J., Vormittags 10 Uhr, werden die auf dem bertschafelichen Speicher zu Reichelsheim lagernden Früchte: f kr 194 Malter Korn, 7 160 Gerste, „ Säaser; auf dem Gemeindehause zu Reichelsheim öffentlich an den Meiflbtetenden gegen Baarzahlung verstelgert.— Bemerkt wird noch, daß nach der Versteigerung zu Reichelsheim um 11 Uhr eine größere Fruchtverfteigerung zu Bingenbeim Seitens des Reatamts Nidda ab- gehalten wird. Friedberg den 23. Februar 18790. Großherzogliches Rentamt Friedberg ie ck. Vergebung von Bauarbeiten. 537 Die zur Unterbaltung des neuen Badhauses zu Bad- Nauheim für das Jahr 1870 vorgesebenen nachstebend verzeichneten Arbeiten sollen auf dem Sub⸗ missionswege vergeben werden. Dieselben find ver⸗ * 2 auschlagt:. Maurerarbeit 566 15 Zimmerarbeit 93— Schreinerarbeit 360 45 Weißdinderarbeit 833 34 Schlosserarbeit 62 6 Kupferschmiedarbeit 207— Mechaniberarbett 95 30 Voranschlag und Accords Bedingungen liegen auf unterzeichnetem Kreisbauamt zur Einsicht offen. Die Offerten, welche die Abgebote nach Procenten der Vor Inschlagssummen enthalten müssen, find spätestens bis ert ten Montag den 28. Februar, Vormittags 10 Ubr, daselbst verschlossen und mit der Aufschrift-Submission zur eörtnahme e e„Arbeiten am neuen —— DZadhaus zu Bad Nauheim“ abzugeben. 1 1 Friedberg den 22. Februar 1870. 1 re U Groß herzogliches Kreisdauamt Friedberg ö Re u ß. 2 Bekanntmach nn Bekanntmachung. 527 Mittwoch den 2. k. M., Vormittags 10 Ubr, (assen die Erben des verstorbenen Peter Haas dahier ihre dem Bahnhöfe gegenüber liegende Hofraithe, in welcher setther eine sehr frequente Gastwirthschaft be— trieben wurde, auf hiesigem Rathbause öffentlich ver⸗ N ige. et u den— dachten, und Donnerstag den 3. k. M., Vormittags 10 cut rn 9 Uhr anfangend, lassen dieselben nachfolgende Gegen- en cen d tände, als: a 1 vollständige Oekonomiewagen, 1 netue Häcksel⸗ vest Tedel maschine, 1 Schreot⸗ und 1 depfefmühle, 2 Obfikeltern, % rrunbtl. eine große Anzahl Fässer, 1 Sopha, 2 Kommoden ele e 1844 Tische. 14 Banke, 2 Kleiderschraͤnke, Nach uische, 4 en. Bettstellen, Bettwerk, Stühle und sonst noch viele 70. Haus- und Wirihschaftsgeräthe dard, oͤffentlich meistbietend verstelgern. n Nieder⸗Wöllstadt den 19. Februar 1870. * In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Nieder-Wöllstadt 5 Stoll. 20 2 12 9 e Mobiliar ⸗-Persleigerung. — ln. 528 Nächsten Dienstag den 1. März, Vormittags 9 Uhr NI infangend, läßt Johannes Diel II. nachverzeichnete ent, Hegenstände, als 1 „“ 2 fsunge trächtige Fahrkübe; ein 1½ jähriges Rind; abt elne vollfländige Branntweinbtrenneret, bestehend in * 1 Ohm baltendem Kessel, ut: und Schlangenrobr, atis Kartoffelmühle, Kartoffelsaß Kühlsaß und 2 ovalen 7 670 Masschbutten, eine 7— 8 Ohm haltend; 2 Brau- „ bütten, eine 10— 12 Ohm haltend; faßt neuen Wagen mit Zugehör;z 1 Spitzpflug: 1 Schaufel itt pflug; 1 Egge; 1 Acker walzez 1 Kelter mit zwei eisernen Schrauben, über 1 Ohm ausdrückend; 1 sehr guten großen Mahltrog mit Stein; 1 Partie Aepfel⸗ 1 10 kel. und Branntweinfässer darunter 1 Stlckfaß, 2, 1½, 598 1, ½, ½ und ½ Ohm baltende Fässer; 1 Fruchl⸗ * segemthle; 2 Pidwurzmühlen; 1 Butterlelersaß; en 1 Hutterstoßfaß; Tische und Bänle; Schippen; 0, Faden; Kärstse und soust noch allerlei Daus und ene Diekonomiegeräthschaften. 0 1 durch den Unterzeichneten erbvertheilungshalber, freiwillig, n Iffentlich meiftbietend versseigern. 8 Dorn Assenbeim den 22. Februar 1870. 1 NR ad Cmestiichteverschg. „0 549 11300 Centuer Eichen⸗Lohrinde der 1870er Erndte, aus den auf dem Taunus und in der Wetterau gelegenen Staats, Gemeinde- und Privat- Waldungen der Großherzoglich Hessischen Provinz Oberhessen sollen Donnerstag den 31. März d. J., Vormittags 11 Ubr, zu Friedberg i. d. Wetterau, im Trapp' schen Gasthofe, öffentlich meistbietend ver— steigert werden. Die Entrindungskosten des meist 20 jährigen Stockausschlags übernehmen die Wald— eigenthümer. Nähere Auskunft ertheilen das Großherzogliche Forstamt Friedberg, sowie die ein— schlägigen Forstbeamten und Gemeindevorstände; das Forstschutzpersonal ist angewiesen, jeder Zeit auf Anmelden, die Lohschläge vorzuzeigen. Markt- Verlegung. 561 Da der auf den Gregoriustag dieses Jahres abzuhaltende Krämermarkt auf einen Samstag fallen würde, so ist derselbe auf Montag den 14. und Dienstag den 15. März d. J. verlegt worden. Homburg den 23. Februar 1870. Bürgermeister Amt Schleußner. Geschäfts⸗ Verlegung. 441 Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Geschäftsfreunden die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen mein Geschäft aus dem Graf'schen in das früher Bäcker Stein häufer'sche Haus, nächst der Post, verlegt habe. Bitte das mir bisher geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu bewahren. Friedberg den 13. Februar 1870 Wilh. Rumpf, Bäckermeister. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) beilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killiseh in Berlin 1 6 Mittelstraße 6— Bereits über Hundert gebeilt. Blüthenmehl 533 bei per Gescheid 14 kr., II. Sorte 12„ Jacob Stern nacht der Burg. 476 Dem löblichen Publikum von Frankfurt und Umgegend diene folgendes zur Nachricht: Das Haus„7 kleiner Kornmarkt 7“ ist mit der Firma N. E. Wild sel. Erben wegen der darin geführten Artikel berühmt und allgemein bekannt. Den gerechten Ruhm, welchen sich das Haus „7 kleiner Korumarkt 7“ in Frankfurt a. M. erworben, hat, wird es auch ferner bewahren und wird hiermit um allen Irrungen vorze⸗ beugen, ausdrücklich bekannt gemacht, daß 7 kleiner Korumarke 7 die bruhmten Artikel der Firma N. G. Wild sel. Grben ohne Unterbrechung in reellen und nur ächten Qualitäten aus den alten Bezugsquellen fortwährend zu haben sind, was besonders bemerkt wird, um vor neu entstehenden Niederlagen zu warnen. Wer deßhalb nicht irre gehen will, um dem alten Hause seine Kundschaft zu bewahren, gehe nach wie vor „7 kleiner Kornmarkt 7“ in Frankfurt a. M. Dies dem löblichen Publikum zur Nachricht. Das Haupt⸗Depot in Cassel der Dr. Sulzberger'schen Kranken- und Armenstiftung in Salzungen macht hiermit bekannt, daß das Haus 7 kleinere Kornmarkt 7 in Frankfurt a. M. die Fabrikate nur rein und acht bezieht und nach wie vor daselbst zu haben sind. Die unterzeichneten GéEnéral-Depositaires für Süddeutschland des Aufgeschlossenen Peru-Guano von Ohlendorff& Cie. einzig und allein zum Ausschließen des Peru-Guano autorifirten Fabrikanten 413 offeriren hiermit dieses wichtig und universal gewordene bewährte Düngemittel, welches in Deutschland jetzt mehr als Roh-Guano angewendet wird, zu vortheilhaften Preisen. Die uns darauf zu ertheilenden Aufträge werden in jedem Quantum direct ab den Fabriken in Emmerich effectuirt. Alle anderen Düngemittel können wir unter Garantie des Gehalts zu Fabeit— preisen beschaffen. Berichte, Prospecte ic. gratis und franco. Anträge zum Wiederverkauf mit entsprechendem Rabatt nehmen wir entgegen. J. P. Lanz 8 Cie. in Mannheim. ——.— — * Holz ⸗Versteigerung. 532 Oienstag den 1. März l. J kommen im Gemeinde wald Ockstad t, s. a. Junger Wald“, nachverzeichnett Holzsortimente zur Verstelgerung, als: 1 7 Stecken Buchen⸗Scheitholz, ee e 22 7* Aspen ·* 9 58 Buchen; Prügelbolz, 5) 35 8 Eichen⸗ u. Birken 6 8 Aspen · 0 5 Buchen⸗ Stockholz, 8 8„ Eichen u. Birken: 1 9) 4„ Aspen · g„ 10) 3025 Stück Buchen⸗ Wellen, 11) 1300„ Eichen- u. Birken- 12) 200„ Aspen 5 13) 2„ Buchen- u. 12 Stück Eichen⸗Stamm⸗ bolz von 6 bis 9“ Durchmesser und 20 bis 30“ Länge. Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst. Anfang der Versteigerung Vormittags 10 Uhr. Bemerkt wird, daß gegen verschriftsmäßige Bürgscheine das Holz bis zum 11. November l. J verborgt wird. Ockstadt den 22. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt Gröninger. Immobiliar-Versteigerung. 495 Freitag den 4. März l. J., Vormittags 11 Uhr, wird im biesigen Rathhause in Folge Auftrag Grob⸗ berzoglichen Landgerichts Friedberg ein dem hiefigen Bürger Jobennes Christian Hagemann, dermalen in Frankfurt a. M. gehörendes Grundstück: Flur. Nr. Klfir. 5. 134,5. 47. Grabgarten am Schützenrain öffentlich melfibietend dersteigert. Friedberg am 17. Februar 1870. Großberzoglichts Ortsgericht Friedberg F 0 n en Bekanntmachung 541 Donnerstag den 3. März d. J., Vormsttags 11 Uhr, wird die dem Metzger Mathäus Jamin dahier in biefiger Sadt zustebende Behausung: P. M. B. 1274= 14 Rth. Hofraithe in der Neustadt neben Hermann Blensdors öffentlich an den Meistbietenden auf hiesigem Rathhause versteigert. Bad⸗ Nauheim am 22. Februar 1870. . Bad⸗Nauheim — 1* — 80 Holz⸗Versteigerung. 544 Dienstag den 1., Mittwoch den 2., und Donnerstag den 3. März sollen im Mockftädter Markwalde, District Eichezabl und Kirchwald, nach⸗ folgende Holzsorten zur öffentlichen Versteigerung kommen: 2— Stecken Buchen⸗Scheitholz I. Classe, * 5 II. 1„ Prügelholz, 1„ Stockholz, „ Eichen⸗Scheitholz, D„ Prügelholz, „ Stockholz, 7 8) 2650 Stück Buchen⸗Aftreiser, 9 800„ Etchen Wellen, 10), 44 Stämme Eichen⸗Werkholz von 9— 30“ Länge. Die Zusammenkunft findet flatt Vormittags 9 Ahr und zwar am ersten Tage auf dem Rodenbacherweg deim Eichezahl, den zweiten und dritten Tag am Heeg ⸗ kopf bei Ober⸗Mockstadt. Au den beider ersten Tagen wird die Hälfte jeder Sorte Brennholz verkauft, am ersten Tag auch die Hälfte Werkdolz und das übrige Werkholz wird am dritten Tage verkauft. Nieder⸗Mockstadt am 22. Februar 1870. Der Markmeister Reuther. Bekanntmachung. 550 Die Holzversteigerung im Nieder⸗Rosbacher Gemeindewald vom 17. und 18. Febrnar hat die Ge⸗ nehmigung erhalten und ist der erfle Fahrtag auf Samstag den 26. Februar anberaumt. Faß rtage find Montag, Mittwoch und Samstag von Morgens 7 bis Mittags 12 Uhr bis zum 26. März d. J. Nieder ⸗Rosbach den 23. Februar 1870. Großherzogliche l Nieder⸗Ros bach ————üe 2 lt. 1(— Durchsichtige Glycerinseife! 16 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. Zu vermiethen 478 ein möblirtes Wohn⸗ und Schlafzimmer bis zum 1. März. W. Bendheim. Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen 2 8 und 14 kr. stets zu haben bei Geeschäfts 519 Einem hiesigen und auswärtigen verehr daß ich das alte bekannte Bäckereigeschäft in dem und bitte ich um gütigen Zuspruch. Friedberg den 21. Februar 1870. lichen Publikum hierdurch die ergebene Anzeige, Philipp Tönges, Bäckermeister. Eröffnung. Graff'schen Hause übernommen habe 9 Cimbria, Mittwoch, 2. März. Westphalia, Mittwoch, 9. März.“ Morgens. Allemannia, Mittwoch, 16. März. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 165, Fracht L. 2. 10. per ton von 40 546 Näheres bei dem Schliffsmakler August Hamburg-Amerikanische pachetsahrt-Attien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen amburg und New⸗ Havre anlaufend, vermittelst der Postdampfschiffe Pr. Ert. Niblr. 55. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubikfuß mit 15% Primage, 5 Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 4 Sgr. Briefe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff.“ und zwischen Hamburg und New⸗ Orleans, 1 auf der Ausreise Havre und Havana, auf der Rückreise Havana und Havre anlausend. Saxonia 12. März Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Tri. Rthlr. 180, Zwischendeck Pr. Ert. Rihlr. 88. ork Hammonia, Minwoch, 23, März. 1 5 Morgens. Holsatia, Mittwoch, 30. März. Stilesia, Mittwoch, 6. April. Zweite Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendeck für ord. Güter nach Uebereinkunft, hamb. Cubikfuß mit 18% Primage. Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, Holz-Versteigerung m Fauerbacher und Ober-Laiser Gemeindewald. 553 Donnerstag den 10. und Freitag den 11. März l. J., werden im Distriet Hoherberg nachstebende Holz sortimente versteigert: A. Brennholz. 35½ Stecken Nadel- Scheitholz in Schichten von 10“ Länge, 48 Stecken Nadel-Prügelholz, 154 N„ Reishbolz. B. Bau-, Werk⸗ und Nutzhoiz. 464 Nadel- Stämme von 5½— 12“ mittl. Durch- messer und 20—75“ Länge, 7634 Cubitfuß, 1231 Nadel ⸗Stangen von 1½—5“ mittl. Durchmesser unh, 25 50“ Länge, 5222 Cubikfuß. Es wird bemerkt, daß Letzteres in Fichten bestebt, fich zu Sparren und Wagnerholz eignet und gut ab⸗ fahren ist. Anfang der Versteigerung Morgens 9 Uhr im ge⸗ nannten Holzschlag bei Nr. 1. Fauerbach u. Ober⸗Lats, 23. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach u. Ober⸗Lais Seu m. Kaise r Hz Ver ste ß gerung. 563 Dienstag den 1. März l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Nieder⸗Mörler Gemeindwald, Schlag Nr. 11 beim Forsthaus Winterstein, nachstehende Holz ⸗ sortimente verßelgert werden: 7506 Stück Birken u. Eichen ⸗Durchforstungs wellen, zu Besenreisern geeignet, a 500„ Nadel⸗Wellen, ö 1700„ weiches Reisbolz, 75 15„ Ginftern⸗Wellen, 151 Läste Allerleiholz, 15 Die Zusammenkunft ist am Forsthaus Winterstein. Zahlungsfrist bis 1. Oetober d. J. Nleder⸗Mörlen am 24. Februar 1870. Großherzogliche r Nieder⸗Mörlen b g. habituelle Stuhlbeschwer⸗ lutleere, Hämorrhoiden und Wirkung gegen Trägheit Neigung zu Gicht und Seropheln. Bleichsucht, B Von vorzüglicher der Verdauungsorgane, 13 den, Das Flacon Pastillen, in welchem die Salze aus einem Litre Rakoczy enthalter, kosset 30 kr.— Nur Bindernagel& Schimpff. allein ächt in Friedberg bel Hofapotheker C. Görtz. Kaputzen, Seelenwärmer, Kopftücher, 46 sowie sonstige Winterartikel äußerst billig bet K. Friedrich, neben der Post. Glycerinseifen-Abfal sehr gut schäumend, per Pfund 36 kr., Toilettenseifen⸗Abfall, in schönen Stücken, per Pfund 24 kr. Wilhelm Fertsch. Bad Nauheim. Unipersal-Magenliqueut 21 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bei Ph. Dan. Kümmich. Lehrlings⸗Gesuch. 529 Ein Junge, welcher das Schmiedehandwerk er⸗ lernen will, kann sofort eintreten bei Bad Nauheim. Peter Stoll“ % Morgen Gartenland 517 in den Liebfrauen Gärten, auf die Enlengärten sloßend am Weg, ist zu verpachten— oder auch zu ver⸗ kaufen. Näheres bel Rarhsdiener Wagner dahier. Kiefern- etc. Zapfen 102 kauft die 8 Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. — 7** U n Ein braves Mädchen, un. aber haupt in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist und nur die besten Zeugnisse aufzuweisen hat, wird gegen hohen Lohn zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Dasselbe müße sich jedech auch zur Mitreise nach Italten entschließen können. Näheres dei Dr. Henkelmann in Friedberg. Bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg ist wieder vorräthig Des alten Schäfer Thomas seine N 21. Prophezeihung für die Jahre 1870 und 1871. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. * 0 Preis: 4 kr. . 10% l füt 400 om 9. Vorsch derselb längste J 9 11 Auf uni eh, 22 ben det de 1 Ibfall, in Fertn 1 N anbtr tum it Tartiltk. 2. der Schleimhaut und des W. Fuhrländer Nachfolger, in Frankfurt a M., 23 Vilbelerstraße 23, dem Pfau gegenüber. 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Heinrienhn Lanz in Mannheim. 2 5 Per Paget 4 Sex. 8 8 N 2* 2 2 e U* 8 2 25 e 32 2 2 S— 22 7 N* 2 8 ist Nonbons?⸗ 5 Erprobt und bewährt seit einer Reihe von Jahren gegen Husten, Heiserkeit, Affectionen Kehlkopfes, ja gegen alle Beschwerden der Athmungsorgane. tan wolle, um sich vor der großen Zahl von Nachahmungen zu schützen, auf nachstehende Ver⸗ kaufsstellen achten. In Friedberg bel Wilh. Fertsch, in Assenbelm bet Carl Bauer, in Bellersbelm bei B. Stern Sohn, in Butzbach bel Val. Wießler in Berstadt bel Chr. Eichel⸗ mann Sohn, in Pungen bel A. Buch, in Naubeim bel Ph. J. Weiß. 13 Kölnische Feuer⸗Versicherungs-Gesellschaft COLONIA. Grundkapital fl. 3,230,000. 559 Wir beehren uns hiermit zu veröffentlichen, daß wir neben der von Herrn Fritz Hecht zu Friedberg verwalteten Agentur der Colonia eine solche dem g Herrn Rechnungspraktikanten J. Faatz in Friedberg übertragen haben. Darmstadt, im Februar 1870. Die General-Agentur der Colonia J. G. Kahlert 8 Söhne. Im Anschlusse an Obiges empfehlen wir uns hiermit zur Vermittelung von Ver⸗ sscherungen beweglicher Gegenstände jeder Art, als häusliches Mobiliar, Waaren, Vieh, Feldfrüchte u. s. w. zu billigen, festen Prämien gegen Brand⸗ schaden bei der Colonia und sind zu jeder Auskunft und Anleitung bei Versicherungsnahmen, deren Formalitäten bei der Colonia auf ein Minimum beschränkt sind, gerne bereit. Friedberg, im Februar 1870. . 2 2* 5 Fritz Hecht 8 J. Faatz. r Apollo-Ketzen! ö 290 in ganz vorzüglicher Qualltäl, ver Pfund 24 kr., bet Wilh. Fertsch. Maschinengarn S Ein⸗ schlagbaumwolle, S Sorten Strickbaumwolle empfeblen billigst 3 38 Geschwister Schloß. Holzconsumenten 434 bringe ich meine mit Dampf betriebene Holz⸗ schneiderel in empfeblende Erinnerung, als Stammgolz⸗ schneiden: Eichen, Buchen, Tannen per UO. D. 1 kr. Apfel⸗, Birn⸗ Kirschbaum per[, D. 1½ ke. Nuß daum 1½ bis 2 kr. per[O D. Brenndolz per Stecken excl. Fubrlohn 40 kr. W zum Einzäunen von Gärten per 5“ lfd. 1 kr. 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Büdel, dem Ralbbaus vis-à- vis —̃— —— — r —— ——— ——— Jur srage det müchversicherung der Ortsversicht- rungsbertint bei größeren Versicherungsgesellschasten. — f— die Frage, ob es für Ortsversiche⸗ rungen vortbeilhaft sei, Rückversicherungsverträge mit größeren Versicherungsgesellschaften abzuschlie⸗ ßen, ist in letzterer Zeit sehr angeregt und häufig desprochen worden. Es wird deßhalb dienlich sein, einige Thatsachen in die Oeffentlichkeit ge⸗ langen zu lassen, die zur Klärung der Ansichten dienen können. Daß es zweckdienlich ist, größeren Gesell⸗ schaften bei Versicherungen anzugehören, die nicht so leicht von jedem Sturme, der über sie herein- bricht, umgeworfen werden, ist Jedem wahrschein⸗ lich klar, zumal wenn man an die seiner Zeit be- standene hessische Hagelversicherung zurückdenkt. Namentlich ist das aber bei Viehversicherungen der Fall. Kleinere Biehkassen können sich oft gar nicht halten, weil der Ort, in dem sie bestehen, häufig von einer Seuche heimgesucht wird, und dadurch dem Versicherer große Opfer zugemuthet werden. Berechnet er dann, was er an Prämien bat zahlen müssen, und was er für sein gefallenes Vieh erhalten hat, so wird er finden, daß beide Zahlen nicht sehr von einander abweichen. Ist man jedoch bei einer größeren Gesellschaft ver— sichert, so werden Seuchen, die meist localer Natur sind, wie z. B. der Milzbrand, nur wenig den Bestand der Gesellschaft beeinflussen, da in einer großen Anzahl von Orten diese Seuche nicht herrscht und dadurch das etwa entstehende Deficit, ohne Prämienerhöhung, ausgeglichen wird. Dies ist ein großer Vortheil der Rückversiche⸗ Aber auf noch etwas anderes, das uns sehr vortheilhaft erscheint, rung bei größe ren Gesellschaften. wollen wir aufmerksam machen. Es ist Ortsvereinen bei Rückversicherungen die Möglichkeit geboten, innerhalb 5 Jahren ein so großes Kapital anzusammeln, daß die Zinsen desselben vollkommen die Rückversicherungsprämien decken, also von den Mitgliedern keine Prämien mehr erboben zu werden brauchen. Dies läßt sich durch eine kleine Berechnung leicht zeigen. Ein Ortsverein versichert 300 Stück Rindvieh, das Stück durchschnittlich zu 100 fl. Das ver- sicherte Kapital beträgt also 30,000 fl. Erhebt nun der Verein von seinen Mitaliedern 5% Prämie jährlich, so gehen 1500 fl. ein, die zu Vergütungen benutzt werden. Rückversichert sich nun jener Verein bei einer größeren Gesellschaft, so ist die Prämie eine viel niedrigere“). Legen wir den Procentsatz von 1½ unserer Berechnung zu Grunde, so wird sie sich folgendermaßen gestalten. Man kann annehmen, daß bei einem Ver⸗ sicherungskapital von 30,000 fl. für etwa 1000 fl. Vieh pro anno durchschnittlich fällt. Bei vielen Vereinen ist aber der Viehbesitzer für einen Theil der Versicherungssumme Selbstversicherer, also etwa z. B. für /5. Es werden also statt 1000 fl. Schaden- ersatz nur 800 ausbezahlt, 200 fl. bleiben also zum Reservefond. Der Verein hat also im ersten Jahre 1500 fl. Prämien und 200 fl. Abzug vom Schadenersatz, im Ganzen 1700 fl. einzunehmen, die ihm zu 5% 85 fl. abwerfen. Diese 1785 fl. gehen aber nicht voll mit ins neue Jahr hinüber, sondern nur 1410 fl., da 375 fl. nach obigem Satz von 1½ä% als Rückversicherungsprämie aus⸗ zuzablen sind. Die Rechnung lautet also folgen- dermaßen: Einnahmen.. 1500 fl. A. Poemien d eee b. Abzug von der Eutschädigung.. 200 fl 1700 fl o. Zinsen davon zu 50%ũ 85 fl 1785 fl. Summa der Einnahmen Davon werden als Ausgabz abgezogen: a. Prämienrück vergütung 575 fl. bleibt Stammkapital im 1. Jahr 1410 fl. Im 2. Jahr kommen dazu: Einnahmen. a. Prämien mt. un esd. b. Abzug von der Entschädigung. 200 fl. i!! f Summa der Einnahmen 3265 fl. 30 kr. Ausgabe. a. Prämienrückvergütung 375 fl. bleibt Stammkapital im 2. Jahre 2890 fl. 30 kr. Im 3. Jahre gibt es: Einnahmen. a. Prämien. eee eee 1500 fl. b. Abzug von der Entschädigung 200 fl. o. Zinsen zu 5%. 2ê72́⸗ fl. 30 kr. ö Summa der Einnahmen 4820 fl.„ kr. Ausgabe. a. Prämienrückvergütung.„ bleibt Stammkapital im 3. Jahre 4445 fl. Im 4. Jahre: — Einnahmen. renn 1500 fl. b. Abzug von der Entschädigung. 200 fl. e. Zinsen zu 50 307 fl. 15 kr. Summa der Eiunahmen 6452 fl. 15 kr. ) Wie z. B. bei der Nationalversicherungs⸗ Anfalt zu Cassel, die bei Rückversicherung von Rind⸗ vieh nur 1½ bei Versicherung gegen alle Schä⸗ den erhebt. 1 Ausgabe. a. Prämienrück vergütung 379. FE bleibt Stammkapital im 4. Jahre 6077 fl. 15 fr. Im 5. Jahre: g Einnahmen. 3 Pamie n b. Abzug von der Entschädigung. .. 1500 fl. 200 fl. .. 388 fl. 51 kg. c. Zinsen zu 5%. Summa der Einnahmen. 8165 fl. 51 kt. Ausgabe. a. Prämienrückvergülung 375 fl. bleibt Stammkapital im 5. Jahre 7700 fl. 51 ki, Dieses Stammkapital von 7790 fl. ist hin. reichend, um durch seine Zinsen zu 5% die 375 fl. der Prämienrückvergütung zu decken. Nun ist die Ortsversicherung an dem Punkt angelangt, wo die Mitglieder weder eine Prämie zahlen müssen, da die Rückversicherungsprämie aus den Zinsen des Stammkapitals gedeckt werden kann, noch auch ein Entschädigungsabzug mehr nöthig ist, da er ja nur dazu dienen sollte, jenes Stammkapital von 7790 fl. bilden zu helfen. Natürlich versteht es sich von selbst, daß wir bei dieser Berechnung große Gesellschaften zur Rüch⸗ versicherung im Auge hatten, die den Schaden voll vergüten und keinen Entschädigungsabzug haben, wie z. B. dies bei der hessischen Vieh⸗ versicherungs-Anstalt der Fall ist. Bei den Ver⸗ sicherungsbedingungen der letzteren Gesellschaft stellt sich natürlich die Berechnung ganz anders und viel unvortheilhafter für die Ortsvereine heraus; ebenso wenn der Prämiensatz ein höherer als 1½¼ ist. Die Zahlen zu obigem Exempel sind aus dem Leben gegriffen und stammen aus der Rechnung einer Ortsversicherung, von der ich vor einiger Zeit Gelegenheit hatte Einsicht zu nehmen. Unter den oben angedeuteten Verhältnissen wird sich also eine Rückversicherung von Ortskassen bei einer größeren Gesellschaft sehr empfehlen. 6) Bei kleineren oder größeren Vereinen wird sich di Sache ganz ebenso gestalten, nur werden natürlich dit Zahlen etwas andere sein. Aus dem Kreise Vilbel. Nach der„Landw. Zeitschrift“ betrugen die Obsterträge sämmilicher Gemein⸗ den des Kreises Vilbel im Jahr 1869 an Aepfel 27707 Malter, Birnen 1459 Malter, Zweischen 65 Malter. Im Durchschnitt wurden im Handel für 1 Malter Aepfel 3 fl. 35 kr., für ein Malter Birnen 3 fl. 54 kr. und 1 Malter Zwetschen 4 fl. 50 kr. erlöst. Hiernach beziffert sich der ganze Obstertrag in runder Summe auf elwa 105,000 fl. Die Gemeinde Nieder-Eschbach participirl daran(als Maximum) mit 5000 Malter Aepfel, 100 Malter Birnen und 3 Malter Zwetschen. Die Gemeinde Höchst a. d. N. weist den geringsten Obstertrag auf. 2 Den Au-& Verkauf v besorgt gegen Provision on Staatspapieren düse F. Hirschhorn in rirdberg s An- und Verscuuf von Coupons etc, besorgt billigst Staatspapieren, J. A. Nauheim in Friedberg. — Frankfurter Börse. (Nach dem Syndicats-Coursblatt.) 24. Februar 1870. Staats papiere. Vollbz. Actien, Priorit.& Obligat Preussen 4½5/ Obligationen 94¾ P aden 4½% Obligat. 4 105 92½ P. 30% Frankfurter Bauk à fl. 500 127½ b. 8 16 5 40 do. 523/ G.* 0 do.—— 4% Darmstädter Bank à fl. 250 321½ P. 321 6. Trankfurt 3½% Obligationen 81 ¼½ 6 Gr. Hessen] 4% Obligationen 91½ G 30% Oesterr. Nat.-Bank-Actien 696 P 694 C. „„e do. 71½ 6. 5 3½% 40. 58 ½ P. 50% Oesterr. Cred.-A. Oest. W.% 25 7½ 57 58½ b. Nassau 4½0/ Obligationen 92¾ P. Oesterreich 5% Einh. Staatsch. i. S. 58/ ½ wb. u. G. 4½% Bayer. Ostbahn à fl. 200 120½ b. N 4% do. 84¾ P. ½ G. 1 5%„ 1 i. P. 50% b. u. G. 4½0% Hess. Ludw.-Pr. Obl. i. fl. 94% P. Enrhessen 40 0 Obligat. 4 105 835¾ P. 9 9 5„ 50 ½ 6. 5% Elisab.-B. Pr.-Obl. I. Em.% 76 P. Bayern 50% Obligationen 101 ½ P. 101 6. Russland 5% Obl. i. L. à fl 1283/ P. 50% Elisab.-B. Pr.-Obl. 2. Em.%½ 74 P. 2 4 ½0% ½ jähr. 918 P.% 6. Finnland 4½% O. i. R. à 105 84 P. 60% Oest. süd. Lom. E.-B. i. fr. 74101 ½ G. 5 20% do. 86 ½ 6. Schweden 4½% Obl. Thir. 2105 88 ¼ P. 88 6. 30, Oest. Sün. St. Lomb. E.-B. Pr. 49% P. Sachsen 50% Obligat. à 105 102 P. 101¾ G. 8 4½0% Obl. i. L. à fl. 12 87½ G. 30% Oesteri. St.-Eis. Pr.-Obl. 1. fr. 58 ¼ P. ½ G. Wartemb. 4½0% Obligationen 91½ P. 90% G. N.-Amer. 60% Bonds 1882r v. 62. 94/ ¼/ ¼ b. u. G. 3% Liv. Pr.-Obl. Lit. C., D.& 5/2, 31¾ 8/4 b. u. G. 2 14% do. 85/ö P. 5 60% Bonds 18851 v. 65 94¼ P. ½ G. 5% Tos. Centr. E.-B. Pr.-Obl. 507% G. 0 Karhess. 40 Thi.-Loose 2757 P. ½ G. 2 Amsterdam T. 8. 100½ G. U Preuss. Kassensch. fl. 144/—45 ½ Nass. 25 fl.-Loose 38/8 P. 2 Augsburg k, S. 99¾ 6.* Preuss. Friedrichsd'or„ 9 57½—58½½ 2 4% Bad. P.-L. Thlr. 100 107 b. u G. 8 Berlin Thlr. k. S. 104% 6. 2 Rkhistolen„ 9 4517 — Badische 35 fl.-Loose 59½ P 2 Bremen Thlr. k. S. 97/8 B.—„Doppelte„ 9 46—48 * Gr. Hess. 50 fl.-Loose 175¼/ö P D Cöln Thlr. k. S. 105½ B F Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 2„ 25 3 5 1 Hamburg M. B. K. S. 88/8 G. Ducaten„ 535—37 1 v. 1839 1707—— + Leipzig Thür. k. S. 105 B. 2 2 al mareo 0 36—38 2 5 0 250 v. 54 7671 etw. d.. London Lst. k. 8. 119% 6. 20 Franes-Stücke„ 9 29—30 2„ 5% 500 v. 1860 6% 78¼/ b. u. G.— München fl. k. 8. 99% 6. 2 Engl. Sovereigns„ 11 54-58 —„ 100 fl. v. 1861 h. W. 115½ b. 8 Paris Fr. 200 k. S. 94/8 6. 2 Russ, Imperlales„ 9 46 48 —, 5 Wien ö. W. k. S. 95// G. 2 5 Francs Thaler— — Sehwed. Thlr. 10-L..% 8. 2 Bankdisconto 40% G. Dollars in Gold„ 227—28 24 S. Lindheimer Söhne in Frankfurt à. M. Zeil 29. 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