7 E 3— e 1 en. Der * Naimzern 1 Ji at Betting Ern Der e t Out fragte tn im at * Cen, Dir dt Fer Act bejahte birk t 5b Sezleüng „ fene ts netdt eemach! hätlen, n ane Wan ron det 1 Wanerberg seln „ n, 1 1 16 1 05 auf Tours zurückgeworfen. 1870. Samstag den 24. Dezember. 152. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. criedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Ober hessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird! Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegeben und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal Anekdoten, Rätbsel, Bildercäthsel ꝛc. d. l beiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Miltheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt und Cours-Berichte, allgemein belehrende und unterhaltende Verloosungen von Staatspapieren interessante Novellen und Erzäblungen, Gedichte, Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel; jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kt. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man bal digst zu machen, damit in der hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, Zusendung des Blattes keine Unter⸗ : wenn nicht ausdrückliche Die Redaktion. Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 20. Dez. An der Loire setzten am 20. Dez. die Colonnen des linken Flügels den Marsch auf Tours, die des rechten auf Le Mans fort. An der Straße von Orleans bis Blois befinden sich mehr als 6000 französische Verwundete, welche von ihrer Armee ohne jeden ärztlichen Beistand zurückgelassen wurden. Die über Ham vorgerückten Colonnen haben den Rück zug des Feindes aus dortiger Gegend constatirt. v. Podbielsky. Dijon, 20. Dez. Am 18. d. sehr hart näckiges östündiges siegreiches Gefecht der badischen 1. und 2. Brigade bei Nuits. Der Feind hatte zwei Marsch⸗ Legionen aus Lyon, das 32. und 57. Marsch⸗ Regiment, Mobilgarden und Frank— tireurs und 18 Geschütze, etwa 20,000 Mann, unter General Cremer im Gefecht, vertheidigte sich in starken Positionen sehr energisch und zog sich nach Wegnahme von Nuits bei einbrechender Dunkelheit südlich zurück. Die Bravour der dies- seitigen Truppen wahrhaft ausgezeichnet. Dies- seitiger Verlust leider bedeutend, 13 Ossiziere todt, 29 verwundet, darunter General v. Glümer, Prinz Wilhelm von Baden leicht, etwa 700 Mann todt und verwundet. Der Feind verlor viele Offiziere und über 1000 Mann, 16 Offiziere, 700 unverwundete Gefangene. Ein großes Ge— wehrdepot, 4 Lafetten, 3 Munitionswagen, zahl- reiche Waffen wurden erbeutet. v. Werder. Versailles, 21. Dez. Nachdem die Forts in der Nacht vom 20. auf den 21. Dez. wiederum ein heftiges Feuer unterhalten hatten, gingen am Vormittag des 21. etwa 3 Divisionen der Be— satzung von Paris zum Angriff gegen die Fronten des Gardecorps und des 12. Armeccorps vor. Der Angriff wurde nach mehrslündigem, haupt- sächlich von der Artillerie geführten Gefechte in unserer Vorpostenstellung zurückgewiesen. Unsere Verluste nicht bedeutend. General Voigis⸗Rhetz hat am 20. etwa 6000 Mobilgarden mit Cavalerie und Artillerie von Monnaie über Notre-Dame d'Oe in Unordnung General Goltz überraschte den Feind in 4 Cantonnements bei Langres und zersprengte ihn nordwärts. Der Feind hinterließ Hunderte von Gewehren, Gepäck und Bagage, sowie 50 Ge— fangene. v. Podbtelsky. Versailles. Das„Berl. Correspondenz- Bureau“ enthält von einem Mitgliede der Reiche tags Deputation folgendes Schreiben: Man hat in Deutschland so viel über die Gründe gefabelt, warum das Bombardement von Paris bis jetzt nicht begonnen hat, daß es Ihre Leser interessiren wird, zu hören, daß nur rein militärische Gründe und Erwägungen hierzu die Veranlassung waren und noch sind. Das Bombardement, kann ich Ihnen mittheilen, wird beginnen, es wird beginnen, sobald man in den deutschen Batterien vor Paris genug bereit hat, daß das Resultat außer allem Zweisel steht; denn auf das Spiel— so weit dies im Kriege überhaupt in der Hand der leiten— den Personen steht— wird man nichts setzen. Die Wege von der Endstation der Eisenbahn sind mit Munitionswagen⸗Colonnen nach Paris förm- lich überfüllt. Auf jedem dieser zweispännigen Wagen befinden sich je nach der Beschaffenheit der Pferde und des Wagens circa 8—10 Kisten, ge⸗ füllt mit 24⸗Pfünder⸗Granaten. Jede dieser Kisten enthält aber nur zwei Stück dieser Granaten— der Wagen also 16- 20 solcher Granaten. Nimmt man nun an, daß sobald das Bombardement beginnt, auf deutscher Seite per Minute 1000 Schuß fallen, so gehören, um die Munition für den Bedarf nur einer Minute heranzuschaffen, nicht weniger als fünfzig Wagen und zwar zur Hin- und Rückfahrt nach Nanteuil mindestens auf die Dauer von zwei Tagen. Hiernach kann also ein Jeder, der nur irgend etwas vom Metier versteht, selbst berechnen, welche Quantitäten Ma- terial herbeigeschafft werden müssen, um ein Bom— bardement nur während 14 Tagen mit Erfolg durchführen zu können. Außerdem aber bestehen weiter andere rein militärische Erwägungen, die das Bombardement zur Zeit noch nicht für an— gezeigt erscheinen lassen. Welches diese Erwägungen sind, darüber schweigen wir, bemerken indessen, daß diese wahrscheinlich bald in Wegfall kommen dürften. — Der„N. Züricher Ztg.“ schreibt man aus Versailles: Während die Generale im Kriegs- rath noch ihre Ansichten über das zweckdienliche Bombardement von Paris diskutiren, hält sich der König, der einen bestimmten Entschluß nun gefaßt haben mag, bei all dergleichen ganz passiv, und von seinem Wink hängt es einzig und allein ab, wann die Furien des Kriegs über die französische Metropole losgelassen werden sollen. Glauben Sie mir, wenn man, wie ich, inmitten der ernsten Vorbereitungen zu diesem schrecklichen Drama lebt, so kann man beurtheilen, wie furchtbar die Stunde sein werde, die den Parisern bevorstehe. Der Geschützesdonner des Mont Valerien und der übrigen Forts wird nur ein Kindeslallen sein gegen die Sprache der deutschen Riesenmörser und Kanonen. Die deutschen Schanzen werden einem Vulkan gleichen, der centnerschwere Geschosse in die Stadt schleudert, und die Lava wird das Blut sein, welches auf beiden Seiten in diesem Akte fließen wird. Neue Heereswogen rücken aus Deutschland heron und werden in Kurzem unter den Mauern von Paris steben. Neue Cadres für alle Waffengattungen sollen auf Weisung von bier in Deutschland für die Stärke ven etwa 2 300,000 Mann gebildet werden. Der Wider⸗ stand facht auch in Deutschland, wie es scheint, die Kräfte zu noch größeren Leistungen an und gewinnt es hier den Anschein, als ob der Germane seine stets feindlich gesinnten gallischen Brüder, wenn auch nicht ganz vernichten, so doch auf Decennien hinaus völlig zu Boden treten und hülflos machen werde. Aus Versailles wird unterm 17. d. be⸗ richter: Die Adreßdeputation des Reichstages ist gestern 7 Ubr Abends von Logny hier eingetroffen. Feldpostdirektor Zschäscher hatte Wagen von hier aus gestellt und Relais über Villeneuve le Roi gelegt. Eine Escadron Dragoner escortirte den Wagenzug. Die Deputirten sind sämmtlich auf dem Boulevard du Roi und in der Rue Maurepas einquartirt.— Dem Vernehmen nach wird eine amtliche Widerlegung der von Chaudordy an die Agenten der französischen Regietung gesendeten Beschuldigungen gegen die Art der preußischen Kriegführung vorbereitet und demnächst erscheinen. Versailles. Ueber den Empfang der Reichs deputation von Seiten des Königs am 18. d. wird berichtet: Die Abgeordneten, die zum großen Theil in Uniform erschienen waren, traten Punkt 2 Uhr in den großen Empfangssalon der Präfektur ein, wo der König, umgeben von den Fürsten und der Generalität, ihrer harrte. Präsident Simson leitete die Feierlichkeit wit einer Rede ein, in welcher er auf die Größe des Augen- blickes hinwies. Nachdem der König in der bereits mitgetheilten Weise mit tiefer Rührung geantwortet, ließ er sich die Deputation vorstellen und verab- schiedete sie auf das Woblwollendste. Der Bundes⸗ kanzler hatte dem Präsidium einen vierspännigen Galawagen, welchen zwei Soldaten der königl. Stabswache begleiteten, zur Verfügung gestellt. In dem Augenblick, als der erste Wagen in den Vorhof der Präsenlur hineinbog, gab wie auf Kommando der Mont Valerien drei Salutschüsse ab, während eine die Avenue de Parts entlang ziehende Musikbande des 58. Regiments das Arndt'sche Vaterlandslied anstimmte. Unmittelbar vor dem um 5 Uhr bei dem König stattgefundenen Galadiner hatte der Kronprinz die Deputation empfangen; derselbe betonte in seiner Anrede die Hoffnung, daß das Erscheinen einer deutschen Reichstags Deputation die deutsche Einhrit um ein Beträchtliches weiter bringen und fördern und dieser stolge Bau für alle Zeiten mächtig dastehen werde; er werde den heutigen Tag zu den schönsten und unvergeßlichsten seines Lebens zählen. Den folgenden Tag benützten die Reichsboten zu Aus- flügen an die Umgegend, um unsere auf Vorposten lieg lach Soldaten zu besuchen. Am 20. Früh 7 Uhr trat die Deputatson die Rückreise in die Heimalh an. Aus Versailles, 14. Dec., schreibt man der„Wes. Ztg.“: Die französische Nord- Armee scheint bei Zeiten bedeutende Vorräthe an Lebens mitteln in allen größeren Ortschaften aufgespeichert zu haben; denn unsere Armeeverwaltung hat fast überall große Quantltäten vorgefunden, die unseren Truppen sehr zu Gute kommen. Wahrscheinlich hat die provisorische Regierung diese Ansamm— lungen von Lebensmitteln decretirt, um dieselben sofort dei der ersten günstigen Gelegenheit nach Paris zu schaffen. — Nach einem in Versailles umgehenden Gerücht befand sich angeblich in dem bei Herborn niedergefallenen Ballon ein Adjutant des Generals Ducrot. — Der Rückzug der französischen Nordarmee ist schneller erfolgt, als man erwartete. Der General Faldherbe begnügte sich damit, die Cita— delle von Amiens zu recognosciren, wobei es am 19. zu einem heftigen Gefechte kam. Da aber von Montdidier, Chauny, Tergnier und Ham die Ankunft größerer preußischer Colonnen gemeldet wurde, ging General Faidherbe auf Albert, nord— östlich von Amiens, zurück. Gleichzeitig schiebt sich eine größere deutsche Abtheilung an der Straße und Eisenbahn von Laon nach Hirson vor, welche Marle beschoß und Vervins bedroht. Hier scheint die 13. und 14. Division des rheinischen Corps wieder zum Vorschein zu kommen, deren beabsichtigter Abmarsch von Metz und Montmedy bereits früher gemeldet war. — Die 25.(Großh. Hessische) Infanterie Division ist wieder in den Verband des 9. Armee— corps getreten. — Von verschiedenen Seiten wird berichtet, daß in Folge der französischen Siegesberichte die Haltung der französischen Gefangenen in Deutsch— land eine sehr ermuthigte, zum großen Theil eine übermüthige geworden ist, und wenn auch die übrigen Nachrichten von entdeckten Verschwörungen unter ihnen sich nicht bestatigt haben, so scheint doch eine neuere aus dem Lager von Neu⸗Sedan bei Lingen an der holländischen Grenze begründet zu sein. Dennoch hat man, wie die„Z. f. N.“ meldet, Kunde von einer geheimen Uebereinkunft unter den dortigen Kriegsgefangenen bekommen, in der Nacht einen Aufstand und Ausbruch in Masse ins Werk zu setzen. In Folge davon rückte die gesammte in Lingen liegende Reservemanuschaft von da ab, um die im Lager befindliche Be— wachungsmannschaft zu verstärken. Ueberall sind die Aussichtsmaßregeln verschärft. Die Offiziere müssen sich anstatt, wie früher wöchentlich, nun- mehr täglich bei den deutschen Kommandanten melden. Die General- Gouverneure bereisen auf Anordnung des Kriegsministeriums ihre Bezirke, um die Gefangenen Depots zu inspiciren. So wird General Vogel v. Falckenstein zu diesem Zweck in Stettin erwartet und wird sich von da auch nach Kolberg, Danzig und Königsberg be— geben. Auch General v. Steinmetz traf, wie ge⸗ meldet wird, in Cosel ein. Seine Anwesenbeit galt der Anordnung derjenigen Maßregeln, welche sich wegen ber am 12. d. M. statigehabten Flucht von sechs hier internirt gewesenen französischen Offizieren als nothwendig erwelsen, und in Folge deren bereits heute Mittag 1 Uhr die sämmtlichen hier befindlichen kriegsgefangenen Ossiziere nebst ihren Burschen nach Danzig und Stralsund ge— schafft werden. Straßburg. Noch immer werden von Straßburg und dem Elsaß junge Leute eingebracht, die über Baden nach der Schweiz und von da zu den Gartbaldi'schen Schaaren stoßen wollten. Einige für die Sache Frankreichs begelsterte lunge Damen, die vor ungefähr acht Tagen abreisten, um Garibaldi ibre Dienste auzubicten, kehrten lesbeschaͤmt zurück, nachdem sie, wie slie angeben, denselben nicht gefunden.— Der 16, würtem⸗ bergische Sanitätszug, krefflich mit Proviant aus · gestattet, passirte Straßburg. — Am 13. Dez. sollte zum ersten Male die Bahn von Mülhausen in der Richtung nach Belfort befahren werden. Noch gerade zeitig genug hat man einen großen Unglück vorbeugen können, denn die gestern hier durchkommenden 2 kolossalen Züge bayerischer Festungsartillerie mit den 30 Riesengeschützen sollten von Mülhausen auf dieser Strecke weiter befördert werden. Der Thätigkeit und Energie des hiesigen Polizeidirektors von Sch. hat man es wohl zu verdanken, daß auf dieser Strecke eine schon mit Sprengmaterial gefüllle Mine entdeckt wurde, welche unzweifelhaft der Zerstörung des ersten deutschen Militärzuges galt. — Garibaldi hat das ihm verliehene Groß- kreuz der Ehrenlegion ausgeschlagen. Pruntrut, 21. Dec. Schwere bahyerische Artillerie verstärkt das Belagerungscorps vor Belfort; die mangelnden Requisitionspferde wurden durch beschlagenes Rindvieh ersetzt. — Sämtliche verwundete Gefangene sind von Garibaldt über die Schweiz nach Hause geschickt worden. Karlsruhe. Die Verluste unserer Truppen an dem heißen Tage des 18. December bei Nuits stellen sich noch erheblicher heraus, als die erste Mittheilung besagte. Es hat gegen 30 todte oder verwundete Offiziere gekostet. Hoffentlich sind auch die Folgen des Sieges erbeblich. Der Feind soll 16,000 Mann stark gewesen sein, ein Bestandtheil der Lyoner Armee, wahrscheinlich unter General Cremer. Er wird energisch verfolgt.— Briefe von gefangenen Offizieren rühmen, da, wo Gari— baldi unmittelbar einzugreifen Gelegenheit hat, die gute Behandlung von dieser Seite. — General Cremer, welcher bei Nuits von den Badenern geschlagen wurde, ist eine chevalereske, aber etwas eitle Erscheinung. Die badischen in Chateauneuf gefangen genommenen Aerzte erzählen von ihm: er spreche das reinste Hanno veraner— deutsch und sei ungemein freundlich gegen sie ge— wesen. Er ist 34 Jahre alt und erst vor Kurzem vom Capitän zum General avancirt. Ueber die Erstürmung von Chambord durch drei Compagnien 2. Bat. 4. Infsanterie- Regiments(Major Bechstatt) entnimmt die „Darmst.-Ztg.“ einem ihr mitgetheilten Feldpost— briefe eines Betheiligten vom 13. Dezember noch Folgendes: Freitag(9.) Morgen marschirte unser Regiment als Avantgarde der Diviston durch St. Laurent vor, und stießen wir vor dem nächsten Ort, St. Die, auf den Feind, der jedoch mittelst einiger Granaten bald zurückgetrieben war. Von St. Die, erhielt unser Bataillon den Auftrag, das links in einem großen Park gelegene Schloß des Grafen von Chambord zu nehmen und sich darin einzuquartieren, wahrend der übrige Theil der Devision weiter vorrückte und noch am Abend bei Montlivault von 8 feindlichen Bataillonen angegriffen wurde, die jedoch nach hartnäckigem Widerstand abgewiesen wurden. Unser Bataillon ging mit 3 Compagnien, da die 5. Comp. zu der Munitionscolonne detachirt ist, gegen den Park von Chambord vor, die 6. und 7. Comp. von der Südseite, die 8. von der Nordseite. Nachdem der Park von uns abgesucht war, kamen wir um 5 Uhr zu der 7. Comp., die den Haupteingang zum Park besetzt hielt, während die 6. Comp. bereits nach dem ca. ½ Stunde entfernten Schloß vorgerückt war. Die 8. Comp. bekam den Auftrag, sofort zur Unterstützung der 6. Comp. vorzurücken, und fanden wir diese an der Brücke vor dem Schloß in heftigem Gefecht mit dessen Besatzung. Hauptmann Kattrein ent— schloß sich rasch: das Schloß mit Sturm zu nehmen, und nun stürmten wir tambour battant mit furchtbarem Hurrah an der 6. Comp. vorüber, welche sich uns auschloß, auf das Schloß los, worauf der Feind sofort Kehrt machte, die Waffen wegwarf und in wilder Flucht davonlief. Wir besetzten natürlich sämmtliche Ausgänge und machten einen Oberst, 2 Malore, 12 Subalternoffiziere und ca. 300 Mann zu Gefangenen; außerdem sielen 5 Geschützt und 12(14 heißt es anderwärts) Munitionswagen mit Bespannung in unsere Hände, ebenso die ganze Ossiziersbagage, viel Pferde ꝛc. Nach Aussage der Gefangenen befanden sich eireg 600 Mann in dem Park, die die 8. Comp. mit 3 Ossizieren(Hauptmann Kattrein, Lieut. Neß'⸗ ling und Lieut. Weber) und 51 Mann, die jedoch für mindestens Tausend Hurrah brüllten, vertrieb. Hauptm. Kattrein hatte Befehl gegeben, keinen Schuß zu thun, sondern nur das Bajonnet zu gebrauchen, und so wurde der ganze Erfolg obne einen Schuß und ohne einen Todten oder Ver⸗ wundeten unserer Comp. zu Stande gebracht. Am Abend kam noch die Schwadron Dresky vom 1. Reiter Regiment und brachte die Ge— schütze und Munition und am anderen Morgen auch die Gefangenen in Sicherheit. Da wir nicht wissen konnten, was vom Feinde noch im Walde stecken konnte, so war die Lage unserer drei Compagnien eine äußerst kritische, bis Morgens gegen 11 Uhr endlich die erbetene Verstärkung ankam, bestehend aus dem Lauenburger Jägerbataillon Nr. 9, einem Kürassir- und einem Ulanenregiment, nebst 2 Geschützen. Um 12 Uhr rückten unsere drei Compagnien im Vereine mit diesen als linkes Reilerdetachement nach Brecieuf ab, wo wir Alarmquartiere bezogen. Ein daselbst aufge- fundener Brief ergab, daß 3300 Mann sich bei Cbambord als Avantgarde eines französischen Corps concentriren sollten, was dieselben jetzt in wilder Flucht nach rückwärts thun. Sonntag blieben wir in Ruhe in Brecieux, und kam unser Bataillon gestern(12.) in Cantonnement nach Seur,(2 Stunden südlich von Blois), wo ich mit den Lieutenants Neßling, Friedrich, sowie den Reiterofsieieren v. Gagern und Riedesel in der Ecole des filles einquartirt bin. Unsere Ver⸗ pflegung besorgt die im Schulhaus wohnende Nonne aus dem nahen Schlosse des Vicomte La- salle, der keinen schlechten Wein im Keller hat. Unser 9. Corps hat die Vorstadt von Blois be⸗ setzt, und sollen Verhandlungen wegen der Ueber- gabe der Stadt im Gange sein.(Diese ist noch an demselben Tage erfolgt.) Hessen. Darmstadt. Umterm 19. d. M. wurde dem Flügeledjutanten S. K. H. des Groß- herzogs Hauptmann v. Herff der Charakter als Major ertheilt; ferner wurden ernannt: der Major Bickel in der Feldartillerie zum Oberstlieutenant; der Major Anschütz in dem 1. Inf.-Regt. zum Oberstlieutenant; der Major und Commandeur des 2. Reiter-Regts. Frhrn. v. Buseck zum Oberstlieutenant; der Major Winter vom 2. Jäger-Bataillon zum Oberstlieutenant und Com- mandeur des 3 Inf.⸗Regts.; die Rittmeister und Schwadronschefs Becker im 1. Reiter Regt. und Frhr. van der Hoop im 2. Reiter⸗Regt. zu Majoren unter Belassung in ihrer seitherigen Stellung; ferner der frühere Großh. Badische Premier- Lieutenant Gaus zum Lieutenant im 1. Reiter-Regiment. Den Maloren Rüti und v. Hombergk zu Vach vom Gendarmerie⸗Corps wurde der Charakter als Oberstlieutenant ertheilt. — Das Kriegsminksterium veröffentlicht weiter folgende Liste über die Verluste der hess. Division: 4. Infanterie-Regiment. (Gefecht bei Monilivault vom 9. Dezember.) 3. Compagnie. Vice Feldwebel Wilh. Bender, Darmstadt, todt, Schuß d. d. Unterleib. Musk. Heinr. Jeckel, Biebesheim, schw. v., Sch. d. l. enn, N Compagnie. a Musk. Ant. Best, Bechtolsbeim, schw. v., Sch. i. Gesicht. „ Geotg Wolf Rüssselshetm, schw. v. Sch. i. Rücken. „ Pynl. Kratz. Dudenhosen, l. v., Sch. i. l. Knle. „ Jos. Gresch, Odernhesm, schw. v., Sch. i. Schulterbl. „ Wilh. Gösoel, Laubach, schw. v. f „ Val. Engel, Psedderoheim, schw. v., Sch. i. Schulterdl. „ Ad. Schäfer, Waldmichelbach, schw. v., Sch. l. k. Oberarm „ Ty. Jinnk un, Biygen, schw. v., Sch. a. K. u. r. S. „ Ad. Krouauer, Lampecthelm, schw. v. Joh. Janz. Horrweller, l. v., Sch. a. d. Hand, „Leonhard Seibert, Grasellenbach, todt, Corp. Franz Hubert, Mainz, Peellsch., ist bei der Comp. Musk. Friedr. Kreuzer, Aspisheim, Prellsch., i. b. d. Comp. „ Friedr. Möller, Rödergrund(Fulda). „ Heinrich Busch, Mainz, vermißt. Pyil. Rettig, Bensheim, Verw. unbekannt. (Gefecht bei St. Claude de Diray vom 10. Dez.) 900 1 l noch in dit Lage unsern —* Nerger er karkung ankg 1 9 5 Alantttgintnl it ridten unsen diesen als linie ad, do pn d desalbst aufg Y AN sich de französische diesclden jetzt in ten. Sonntag and lam urn Alte des Bicent ies iß noch A trn 19. b. N. 2 d. us Etoß⸗ an Cdatalter al 28881: ker Nißt Oberilieattnan 1.- Nagl. sur aut Cenzanda 1 Biset Birttt T 11 uud Ces — r Nib dei f i 3. Compagnie. Muck. M. peg, Fürfeld, schw. v., Sch. d. r. rater a Sanitäts⸗Detachement. Krankenttäger Hr. Ludw. Risfling, Erbach i. O., l. v., Streisschuß an der Brust. 5 Amerika. Newyork. Der„Tribune“ zufolge beabsichtigt Schenk, den Antrag zu stellen, Amerika möge an England folgende Forderungen in der Alabamafrage richten: Entschädigung der Eigenthümer von Schiffen, welche von aus eng⸗ lischen Häfen hervorgegangenen Kreuzern zerstört wurden, sowie volle Erstattung der Interessen und Ersatz der für den Aufwand zur Unschädlich⸗ machung der Kreuzer gemachten Auslagen. Endlich Anerkennung der Grundsätze der Neutralität, welche die Union aufstellte. Die„Tribune“ ist überzeugt, England werde diese Forderungen be⸗ willigen. — Washington. Die Ernennung Schenk's zum Gesandten in London ist dem Senate zur Bestätigung mitgetheilt worden. Frankfurt. Als Curiosum wird der„N. fr. Pr.“ mitgetheilt, daß bei dem Fransurter Magistrat von der Präfectur in Nancy angefragt worden, ob er für 1590 Thaler in einzelnen Kreuzerstücken Verwendung habe, die dort unter den Regierungsgeloern vorgefunden wurden. Das läßt sich nur dadurch erklären, daß in der Zuversicht, der Krieg werde nach Süddeuischland gespielt werden, die französische Regierung diese Scheidemünze aufgekauft hatte, um ihre Soldaten mit kleiner Landesmünze versehen zu kennen. Frankfurt. Der Main hat am 20. d. seine Ufer Uberschritien und zeigte der Fahrthorpegel 13½. Die Jahrten der Verbindungsbahn sind eingestellt. Die Militär⸗ schlächtetei am Grindbrunnen ist überschwemmt und mußte das Vieh schleunigst aus derselben entfernt und in die Stadt zurückgetrieben werden.— Hiesige Blätter melden: Wir hatlen Gelegenheit, einen nach dem Kriegsschauplatz abgebenden Artilleristen von der 11. Artilleriebrigade zu sprechen, der vor kaum 14 Tagen in Deutschland aus Amerika eintraf, um den Krieg gegen Frankkeich mitzu⸗ machen. Wit constatiren diese Thatsache, welche sich vielleicht tausendfach wiederholt hat, lediglich zum Beweise der Slimmung der Deuischen im Ausland. g Mainz. Die französischen Gefangenen scheinen sich in Deuischland zu acclimal siren. Ein junger französischer Oeconom, welcher in deutsche Gefangenschaft gerieth, kam ach Mainz und von da zur Arbeit, auf eine benachbarte economie, woselbst er nach seinen Kenntnissen die ent⸗ sprechende Beschäfligung erhiell. Der Herr des Gutes gewann den schmucken jungen Mann lieb und die Tochter sand auch Gefallen an ihm. Der Gefangene hielt um die Hand des Mädchens an, die elterliche Zustimmung wurde gegeben und wird die Hochzeit nach beendigtem Kriege ge⸗ seiert. Der Schwiegersohn bleibt vorerst aber auf dem Gute. Vom Rhein. Eine englische Dame, deren Namen unbekannt bleiben soll, hat für die Frau, Mutter oder sonstige Angehörige desjenigen preußlschen Offiziers, der zuerst ein feindliches Geschütz erobern würde, ein kostbares Erinnerungezeichen, bestehend in einem großen Kreuz aus gediegenem Golde und einer dazu gehörigen Halskette, gestiftet und dem Grafen Münster übersendet, nachdem ermittelt worden, daß der Lieutenant Brandenburg vom nieberschlesischen Grenadier-Regiment Nr. 46 bei Wörth das erste Geschütz erobert. Graf Münster wird das Ge⸗ schenk der Frau Kronprinzessin überteichen und Ibre kgl. Hoheit um Uebermittelung des Geschenkes an die Mutter des noch unverheiratheten Lieutenants, Frau Bauräthin Brandenburg in Rüdesheim, ersuchen. Das Kreuz trägt in englischer Sprache die Inschrift:„Eine englische Frau dem Lieutenant Brandendurg für seine Tapferkeit bei Wörth.“ Die Stifterin bat die Besiimmung hinzuge⸗ fügt, daß das Erinnerungezeichen sich in der Familie fort⸗ erben sol. Köln. Am 21. Dec. stieß der sogenannte englische Zug bei Pepinster, zwischen Verviers und Lüttich, gleich nach dem Verlassen des Tunnels auf mehrere Waggons, welche sich von einem Güterzuge getre tten und durch den Wind getrieben wurden, wobei ein Maschinist sofort tobt blieb; das Dienstpersonal wurde fast sämmilich verletzt, schwer der Zugführer. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken und leichten Contusionen davon; nur eine Dame, welche aus ihrem Coupe über den Damm sprang, verschwand in den Wellen des nahen Flüßchens. Kassel. Am 21. Dec. kam ein Zug mit 1500 ge⸗ sangenen Franzosen von der Loire-Armee unter Begleitung von einigen 80 Bayern und preußischer Landwehr auf hiesigem Bahnhof an; dieselben sollten über Gnntershausen nach Stettin fahren, da aber der größte Theil in offenen Lowtren lag und bei Gensungen schon ein Mann vor Frost gestorben war, so hatle der den Zug führende Offi— cler sich an hiesige Etappe gewandt und gebeten, daß den Gefangenen in Kassel eine Erfrischung gereicht werde; in Folge dessen blieb der Zug hier und wurden die Ge⸗ sangenen, nachdem sie auf dem Bahnhof von der Etappe erfrischt waren, in verschiedenen Reithäusern und in den Bahnhofssälen untergebracht; die Begleitmannschaft wurde von dem Verpflegungs-Comite auf dem Bahnhof aus⸗ reichend erquickt. Karlsruhe. Am Abend des 15. d. stieß der von Mannheim nach Karlsruhe gehende Rheinthalbahnzug zwischen den beiden Karlsruher Stationen auf einen vor dem Hauptbahnhof schon über 1½ Stunden auf der Ein— fahrt wartenden Zug der pfälzischen Eisenbahn, welcher mit verwundeten und kranken Soldaten besetzt war. Einem Eisenbahnbediensteten wurden die Beine zerschmettert, die Zahl der übrigen Verletzungen ließ sich bei Nacht und Nebel nicht übersehen. 5 Aus Bayern wird gemeldet: Bei einem französischen Kriegsgefangenen Namens Berlau, welcher in Landshut internirt ist, soll man nach dem„Kurier für Niederbayern“ Briefschaften aufgefunden haben, welche den Traupmann'⸗ schen Raubmord betreffen und die Existenz zweier Mit⸗ schuldigen an diesem Verbrechen constatiren. Untersuchung soll bereits eingeleitet sein. München. Einem hiesigen Handlungshause ging durch die Unvorsichtigkeit eines Lehrlings auf dem Wege zur Post ein Geldbrief mit einem Tausendthalerschein und einem Hundertthalerschein verloren. In Folge der Auf— forderung, daß der Finder den Brief gegen eine Belohnung von 150 fl. zurückstellen solle, kam dem Eigenthümer die Taufendthalex⸗Bankaote anonym durch die Post mit dem Bemerken zu, daß der Finder den Hundertthalerschein als Finderlohn behalten habe. Berlin. Eine Prager Firma hat für Rechnung des norddeulschen Bundes die Lieferung von 40,000 Paar Schuhen für die in preußischer Gefangenschaft befindlichen Franzosen abgeschlessen. Es ist ein eigenthümliches Zu— sammentreffen, daß dieselbe Firma lange vor der Eröffnung des preußisch⸗französischen Krieges im Auftrag der franzö— sischen Regierung 200,000 Paar Schuhe für die franzö⸗ sische Armee lieferte. Verloosunge n. Mailänder Loose. Bei der am 16. d. vorge⸗ nommenen 17. Ziehung der 10 Fr.⸗Loose der Stadt Mailand wurden die Serien 649, 7317, 150, 1895 und 5300 gezogen. Serie 649 Nr. 1 gewann den ersten Treffer von 50,000 Fr., Serie 5200 Nr. 39 1000 Fr., die Nr. 79 derselben Serie 500 Fr. Die Serien 5300 Nr. 71, 31 und 62, S. 159 Nr. 31 und 70 je 100 Fr. Die Serien 7317 Nr. 95, 86, 87, 100, 88, 80, 59 und 92, S. 159 Nr. 76 und S. 649 Nr. 65. je 50 Fr Andere Gewinnste zu 20 und 10 Fr. Abrechnung. Aus Anlaß der Abschätzung der Entwerthung an den Kriegsfuhren sind dem Unterzeichneten von nachfolgenden Fuhrenbesitzern die beigesetzten Gaben für die Hülfsver— eine des Kreises für verwundete und erkrankte Soldaten, zugesagt und inzwischen eingezahlt worden. Von den Herren: Beigeordneter Fenchel in Gambach 37 fl., Hilbert Kautz⸗ müller daselbst 5 fl., H. Ohnemotz das. 5 fl., F. Mull daselbst 5 fl.; Müßhlenbesitzer Schudt zu Görbelheimer Mühle 20 fl.; Pachter Heyl zu Wickstadt 20 fl.; Pachter Leonhard zu Steinfurt 5 fl.; Pachter Koch in Assenheim 5 fl.; Konrad Seipp in Trais⸗Münzenverg 3 fl.; Ambros Oberländer dahier 1 fl. Müller Bopp in Reichelsheim 10 fl., Wilbelm Schmidt daselbst 10 fl., Ph. Fich daselbst 5 fl., K. Barbehön daf. 8 fl.; Wilhelm Hilger III. zu Weckes⸗ heim 10 fl.; Wilhelm Jäger in Münzenberg 9 fl., Ph. Hitzel das. 13 fl. 30 kr., Verwalter Lorenz daf. 5 fl. 30 kr. Wilhelm Alles III. daf. 2 fl. 30 kr., Heinrich Weisel da⸗ selbst 7 fl., Heinrich Klein daselbst 1 fl. 36 kr., Adam Walter II. daselbst 18 ke., Wilhelm Müller das. 1 fl. 30 kr. Summa 189 fl. 84 ke. Hiervon habe ich, die Zustimmung der verehrlichen Geber voraussetzend, übersendet: b. dem Hülfs verein zu Friedberg 69 24 4 7„ Bad⸗Nauheim 60 30 5*„Butzbach 60— Summa 189 54 was ich hiermit zu meiner Entlastung veröffentliche. Friedberg den 22. Dezember 1870. Haas, Kreisassessor. Für die Lazarethe zu Dad-Nauheim sind bei hiesigem Hülssverein weiter eingegangen und wer⸗ den dankend bescheinigt: fl. kr. durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurt Collecten⸗ gelder 7 18 von der Gemeinde Bauernheim aus der Ge⸗ meindekasse 12 30 durch Herrn Pfarrer Siebert aus Münster aus der Gemeinde Fauerbach v. d. H. 5 8.12 vom Gesangverein Frohsinn zu Bad- Nauheim** nachträglich vom Concert 5 50 von Herrn Cbristian Meier zu Schwalheim durch einen Vergleich mit Herrn Kaufmann Richhard Huber zu Friedberg 6 26 durch Herrn Bürgermeister Jeckel aus der Ge⸗ meindckasse zu Obermörlen 35— durch Herrn Pfarrer Decker Hochweisel Kirchenopfer 5— durch denselben von einer Hochzeitsgesellscha ft zu Hochweisel gesammelt 3— von der Gemeinde Nieder⸗Wöllstadt 15— Ungenannt 2— durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurt Collecten⸗ gelder 3 30 von den Mitgliedern des Hülfsvereins zu Bad⸗ Nauheim die vierten monatlichen Beiträge 174 33 für unrechtmäßig gefressenen Hafer im Salinenstall— 18 von den Frauen und Jungfranen Melbachs N aus einer Verloosung An Naturalien: von Sr. Erl. dem Grafen von Leiningen: 3 Körbe mit Wirsing, 1 Korb mit Suppen⸗ grünes, 1 Korb mit Gelben-Rüben und Schwarzwurz, 1 Korb mit Rothenrüben, nebst 3 Körbe mit Aepfeln und Birnen; von der Gemeinde Fauerbach: circa 400 Haupt Weißkraut, 10 Malter Kartoffeln, 10 Pfund Dörrobst, 1 Sack voll Aepfel und 2½ Pfund Butter; von Unge⸗ genannt 2 fl. in baarem Geld, 1 Korb Aepfel, 1 Säckchen Dörrobst; von der Gemeinde Ockstadt: 3½ Malter Ka. toffeln; von Frau Ostermeyer hier 4 Paar Socken und 4 Paar Unterhosen; von Herrn Bäckermeister Heß hier: 1 Bettüberzug und 1 Paar Strümpfe; von Ungenannt: 1 Paar Strümpfe, und ¼ Pfund Wollegarn; von der Gemeinde Ober-Hͤrgern 5 Säcke Kartoffeln, 2 Säge Aepfel, 1 Sack Weißkraut, 2 Säcke Gelbe-Rüben, 65 Stuck Eier, 1 Sack Dörrobst und 1 Topf Schmelzbutter; von Frau Grünbaum hier: 2 Hemden und 3 Kopfkissenüben⸗ züge; von Ungenannt: 18 Ellen weißen Shirtina zu E neuerung der Fahnen; von Herrn Präceptor Müller zu Steinfurt: 1 Korb Aepfel, 1 Päckchen Dörrobst; vo Frau Gebringer hier 1 Korb voll Aepfel; von der Ge⸗ meinde Ober-Mörlen 61 Gebund Roggenstroh. s Ng. Bezüglich der Veröffentlichung der Gaben in Nr. 138 dieses Blattes ist zu berichtigen: es ist nicht ein, sondern zwei halde Dutzend Handtücher als empfangen zu bescheinigen. Bad⸗Nauheim den 22. Dezember 1870. Der Vereinsrechner Der Lazarethmeister Grünewald. Meister. Glaͤubiger-Aufforderung. 3000 Johann Jacob Kißler IV. von Nieder⸗ Weisel bealsichtigt mit seiner Fam lie nach Amertka aud uwandern, Nechtsanspaüche an denselben find binnen 4 Wochen bel Großberioglichem Landgericht Butzbach anzumelden und zu begründen, wibrtgenfalls ihm die Enlossungsurkunde ertbtilt werden wird. Kriedberg den 21. Dezember 1870. Großherzogliches Kreisamt Frtedberg Trapp. Schellsische 3000 find wieder frisch angekommen bel. 5 Pb. Dan Kümmich Feinslen Sraunschweiger- und Melzener-Steinflachs! Wilh. Fertsch. Hosapotheke n Mohren. 2928 ßeinste Portwein⸗ Punsch⸗Essenz in e e ganzen und halben 5 Klas Gesundheits⸗ 0 Flaschen, achten alten Rum de Jamaica, Arrac de Batavia, Cognac(alter) 0 Wilh. Sturmfels, Hof- Apotheker. g Fur Welbnochlen empfeblen wir: Kutschke⸗Marsch ven H. F. Peter für Pran o forte. Preis: 27 kr. f Her Ertrag ift für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer undemittelten Wehrleute bestunmt. Bindernagel 8 Schimpf. billigst. Krippen, Tröge und Gossensteine aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Holländische Vollhäringe, 3008 bei Abnabme von ¼ Tonnen dilligst, bei Dan. Kümmich. 1821 Halsbinden 2 und Sblips zc. in schoͤner Auswahl, sowie Fonlards seldene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bel K. Friedrich neden der Post. Wiener Vier J. Bur ck. König Wilhelm und seine Generale. Porträts im Kalender des Lahrer Hinkenden Boten für 1871. 2992 Zu haben bei allen Buchhändlern und Buchbindern. In Friedberg bei Bindernagel 8 Schimpff. Die hessische Division in der Schlacht im Illustrirten Soldaten⸗Kalender für 1871. 18 kr. 2995 Zu beziehen durch alle Buchhändler und Buchbinder. & Gtoßherzogliches Dergwerk Dorheim. 2997 um den Koßlenbedarf der Umgegend und besonders der seitberigen Consumenten thunlichst zu berück⸗ sichligen, muß der allgemeine Kohlenkletzverkauf von Sonnabend den 24. d. M. an eingeßellt werden. Die verehrlichen Consumenten werden gebeten von da ab vorerst schriftliche Anfragen an Herrn Verg⸗ kassier Winter auf Bergwerk Dorbotm einzureichen und können erst, nachdem ihnen von demselben Nachricht zugegangen, weitere Kohlenklötze beziehen. 5 1 a 8 Wir machen aber darauf aufmersam, daß wir Braunkohlenklein, welches mit Steinkohlen vermischt und wenig angefeuchtet ein nachhaltiges Glühfeuer erzeugt, ohne vorherige Anmeldung per Ctr. zu 10 kr. abgeben. Bergwerk Dorheim am 21. Dezember 1870. i net Dor heim N eee nee e. 2993 in der Hofbrauerei von 7 17 Brust-, Katarrh⸗ und Lungen⸗Leidenden 2852 find die schleimlöͤsenden Johann Hoff'schen Brust⸗Malzbonbons als bestes Heil⸗ und Linderungsmittel ärztlich empfohlen. i ˖ Durch den Gebrauch Ihrer Brust⸗Malzbonbons, die stärkend auf die Schleimbäute wirken, bin ich schon von meinem Lungenleiden wieder bergestellt worden. Aehnlich günstige Wirkungen beobachtete ich bei anderen Katarrhleidenden. Dr. Sporer, Protomedicus und K. K. Gubernalrath in Abazzia. Ich habe in meinen Vorlesungen auf den von Ibnen präparirlen Malzextract aufmeiksam ge⸗ macht und meine Verwunderung geäußert, daß nicht schon vorlängst ein Fabticat wie das Ihrige erzeugt, indem der Nutzen der Malz⸗Decocts in atrophischen und zur Atrophsle hinneigenden Zuständen von Stimmberechtigten anerkannt wird. Gern will ich daher, obwobl ein geschworener Feind aller maikt⸗ schrelerischen Anpreisungen, Ihres in dlese Categorie nicht gehörenden Präparates auch in Zukunft ein⸗ gedenk sein. Dr. A. A. Feiteles, Professor der Medizin in Olmütz. Johann Hoff's Filiale in Cöln. Niederlagen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. n e Holz ⸗Versteigerung. 3004 Mittwoch den 28. Dezember d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen im Rodheimer Gemeindewald, in dem Distcicte Ketzerborn, solgende Holzsortimente öffentlich meistbietend verfteigert werden: Die Feuerlöschordnung für die Kreisstadt Fried berg 3002 schreibt vor, daß am dritten Weibnachtofetertage ein Ausrücken der flädtischen Feuerlöschmannschaften statt⸗ finden soll, und werden dieselben hiernach aufgefordert, 275 Stecken d Hege mit Abzeichen und Austüstung pünktlich zu erscheinen, 62% 7 5 Stenbelz und zwar; e den Nate 760 Stüm Nadel Wellen. 5 Die Mannschoften der Spritzen Nr. 1 u. 2, Votmittags Gegen vorschriusmäß ge Bürascheine wird Zablungs⸗ frist bis 1. September 1871 gestattet. Rodheim den 22. Dezember 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodbeim J. V. d. B.: um 9 Uhr. b) In dem Rathbaussaale: Die Brandmänner, Feuerleiterträger und Brandhelfer, Vormittags um 10 Uhr. c) Auf der Freiheit: Die freiwilligen Feuerwehrmannschaften, um 11 Uhr. Friedberg am 22. Dezember 1870. Der Ober ⸗Brandmeister Der Ober⸗Spritzenmeister Wehrhe im 1 Beigeordneter. Versteigerung tines Uußbaums. 2985 Dienstag den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem alten Frtedhofe ein zu Mödbel⸗ Vormittag Ruth s. K. Reuß II. schreinerarbelt sehr geeigneter Nußbaum von ca 28“ 5 5 Durchmesser und 135 Cub ekfuß Inhalt öffentlich meift⸗ Arbeits ⸗Versteigerung. bletend verßseigert werden. 3010 Mittwoch den 27. Dezember, Vormittags Bönstadt am 22. Dezember 1870. 10½ Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Arbeiten an die Wenigfinetzmenden in Accord gegeben werden. 1) Die Schlosserarbeiten, welche im Jabr 1871 an Der Kirchenvorstand. Versteigerung. den städlischen Brunnen und an der Wasser⸗ 3007 Dienstag den 3. Januar 1871, Vormittags 9 Uhr lettung vorkommen. g 8 g anfangend, läßt Adolph Poths dahter nachfolgende 2) Die allgemeinen ftädtischen Fuhren für das Gegensände in seiner Behausung öffentlich verflelgern, Jahr 1871. 3) Das Messen der Steine und des Sandes im Metermaß für 1871. 4) Die Handarbeiten auf für 1871. Frledberg den 22. Dezember 1870. f Großherzogliche Bürge meißerei Frtedberg u e A. ————— 8— 1 0 Dürgerversammlung. 2999 Zum Zweck einer Besprechungz der bevorstehenden Gemeinderathswahl werden alle Stimmberechtigten, be⸗ sonders die Wähler der 3. Abtheilung, auf künftigen Montag den 26. Dezember, Abends 8 Uhr, in das Wirthschastelocal des derrn Heinrich Schlottner eingeladen. Wohnbach. Mehrere ais: 3 Pferde, 8 Kühe, 6 Rinder, 1 Mutterschwein, 3 fette Schweine, 7 Sprenger, 24 Hühner, 2 voll⸗ fländige Wagen, 1 leichtes Wägelchen, 1 Chaise, 1 Schlitten, verschiedene Sorteu Pflüge, 2 Eggen, 1 Walze, verschiedene Pferdegeschirre, 1 Häcksel⸗ maschine, 1 Schrotmühle, 1 vollständige Dampf⸗ brenneret, verschtedene Zässer, Bütten, Zäber und Emmer, 4-500 Centner Dickwurz. 5—600 Malter Kartoffeln, eine Partie Heu, Grummet, Spreu, Korn⸗, Walzen-, Gersten⸗ und Haferstroh. Bemerkt wird, daß gegen genügende Bürgschast Credit bis 1. September 1871 gewährt wird und daß die Ver⸗ steigerung mit dem Vieh und den Oeconomiegeräth' schaften begonnen wird. Assenheim am 23. Dezember 1870. den Promenadewegen A Großherzogliches Ortsgericht Assenheim Wähler. Be ft, Ne u e teiwillige Pürgerfeuerweht. 3003 Versammlung Dienstag den 27. Dez., Morgens präcis ½11 Uhr, am Spritzenhause. . 0 Der Vorstand. Freiwillige Turnerfenerwehr. 3001 Dienstag den 27. d. M.. Mor⸗ gens präcie 10 Uhr, haben sich Spritzen⸗ und Steigercorps mit Geräthen und Aus rüffungen am Rathhaus einzu⸗ N Wh F al ck. Marmor-& Alabasterwaaren, 3011 als: Aschen⸗ und Fidebusbecher, Tischglocken, Ther⸗ mometer, Stopfeler, Nähsteine, Knäuelhalter u. dergl., geeignet kleine Stickereien anzubringen, sind in neuer und schöner Auswahl angekommen bei Friedberg. Jos. Hoffmann, Posament er. 3005 Durch unerwartete Beschleunigung unserer Abreise verhindert, persönlsch Abschied zu nehmen, sagen wt allen Bekannten ein herzliches Lebewohl. G. Zinßer. H. Zinßer. Alac de Batavia! Num de Jamaica, feinste Ananas⸗ und Orange⸗Punsch⸗Essenzen 2760 bei Wil h. Fertsch. FFC Danksagung. 2986 Allen Freunden und Bekannten, welche unsere ge⸗ liebte Schwester, Schwägerin und Tante Marie Elisabethe Krieger, geb. Söllner, zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir hiermtt unsern innigsten Dank. Friedberg den 22. Dezember 1870. 5 Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen fuͤr Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramiswoche Herr Pfarrer Die gel. Weihnachtsfest. Erster Festtag. Gottesdienst in der Stadtkirchez Vormittags: Herr Candidat Werner. ö Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meder. Nachmittags: Herr Candidat Trümpert. Zweiter Festtag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormiliags: Herr Pfarrer Degel. (A ben demea hl.) Nachmittags: Herr Candidat Jakobi. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur.* Nachmittags: Herr Candidat Bernhard. Die Betstunde wird für die Woche nach dem Fesse vom Mittwoch auf Samstag(31. Dec.) verlegt. N Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmiitags Beichte. Das hochheilige Weihnachtsfest. Erster Weihnachtstag. Morgens: 5 Uhr Christmette, Austheilung der heiligen Communion, Exhortation und Te Deum. 5 Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr feierliche Vesper; und nach der⸗ selben Beichte. Zweiter Weihnachtstag. Vormittags: 10 Uhr Hochamt wit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 7½ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. 5 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 der Weihnachtsfeiertage wegen erscheint den 27. d. keine Nummer d. Bl., etwaige besonders wichtige Neuigkeiten werden wir jedoch durch Extrablatt bringen. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 52 und eine Beilage.) — Enthält — Off Bei Der Kö Nonteuf Dilails Feind e Offront aber hi Vet Der Rö 1000 Die Ve Bei suchle d berschsed wurde a wundele den. Am die gesch öfllicher Ver keichte der sein Richtung gebracht Feind a aus den De dhe Feuer (De Rosng nach den mit neu, Vet umietm gende königlich Monate Zit zah gen erdu gefallen. Anspruch Beihällg le merit, ich Ihne herts J. noch beif gehen un und N. Umec gihublen bezeichnet —