fu u Gafung eb betfegen, 5e r Weiterbeß⸗ derer, jc en Atrese y zettel in da neichrtten J Ertgegennehn 1 Sonntag la fir ditselbe by ens Sanfte tags 1 llt dN T Fama, tnt. Anden. 1 Sn „ 1 Nenn rn uns dertit 41, hh, „ trIgtk. Ot% Samstag den 24. September. 2 113. sischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 Fr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Verlags Expedition kostet das Blatt für die Monate Oetober, November und Dezember 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exem⸗ plate geliefert werden können. Die Expedition. Amtlicher Theil. betreffend: Die Einsendung der Waisenbausbüchsengelder für 1870. Friedderg den 23. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bauernheim, Bönsladt, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Hausen mit Oes, Langen⸗ hain, Melbach, Münzenberg, Ostheim, Rockenberg, Södel, Steinfurt, Weckesheim. Der sofortigen Erledigung unserer Verfügung vem 18. v. Mts., Oberhessischer Anzeiger Nr. 99, sehen wir dei Ordnungsstraft mitgegen. Ter a pp. De ne nn t ms aich urn g. Letreffend: Die Rinderpest. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß von der Königl. Preuß ischen Regierung zu Wiesbaden auch Cleeberg und Rodheim bei Hießen zu Uebergangs- resp. Desinfectionsstationen für solche die Gränze dieses Regierungsbezirks überschreitende Personen bestimmt worden md, deren Beschäftigung eine Berührung mit Vieh mit sich bringt. Friedberg den 21. September 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg T r A% p. Oeffentliche Bekanntmachung detreffend: Prüsung der Rechnungsgehilfen. Nachstehende Mittheilung Großherzoglicher Oberrechnungskammer bringen wir zur Kenntniß der Interessenten. Friedberg den 20. September 1870. Bei der Ober⸗Rechnungskammer⸗Justisicatur Abtheilung II können rmalen mehrere Gehilfen angenommen werden. Es sind dabei auch selche zulässig, wesche den Bedingungen der Bekanntmachung vom Januar 1860, Regierungsblatt Nr. 3, nicht genügt haben, voraus⸗ tesetzt, daß sie sich bereits im Rechnungswesen geübt haben und eine bi unserm Colleg einzurichtende Prüfung bestehen, über welche ihnen auf Anmelden das Nähere mitgetheilt werden wird. Anmeldungen werden bis 15. Oktober erwartet. In denselben ist über den seit— herigen Bildungsgang und die seitherige Beschäftigung Auskunft zu geben und sind, so weit thunlich, Zeugnisse beizulegen. In der Prüfung ist Kenntniß der deutschen Sprache und Ge— wandtheit in ihrem Gebrauch, wie§. 9 der Verordnung vom 20. Sept. 1853 vorschreibt, nachzuweisen, wobei insbesondere auch auf das Verständniß der im amtlichen Gebrauche vorkommenden sremdwörter zu achten ist. Die Prüfung richtet sich: Großherzogliches Kreisamt Friedberg Di a p. a) auf Arithmethik, Algebra und Geometrie wie in§. 9. pos. 1 der Verordnung vom 20. Sept. 1853 bemerkten Umfang mit beson⸗ derer Rücksicht auf Gewandtheit in den bei der Revision vor⸗ kommenden Berechnungen; b) auf das Rechnungswesen, sowohl dessen allgemeine Grundsaͤtze, als insbesondere die Vorschriften für die bei der Justtficatur Abtheilung 2 zu behandelnden Rechnungen und die hauptsäch⸗ lichen Unterschiede der für die von der 1. Abtheilung zu behan⸗ delnden Staatsrechnungen geltenden; c) auf hinreichende Kenntniß der allgemeinen organischen Gesetze des Großherzogthums, sowie derjenigen Gesetze, Verordnungen und Instruktionen, welche für das Rechnungswesen und die in demselben sich darstellende Verwaltung der Gemeinden, Kirchen und Stiftungen von Wichtigkeit sind. Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Truppen verlassen ist. Aus dem großen Hauptquartier, daß gestern das fünfte Corps bayerische Corps nach dem Seine-Uebergang bei Villeneuve St. Georges südlich von Paris drei Divistonen des Generals Vinoy auf den Höhen von Sceaux angegriffen, mit Verlust von sieben Kanonen und vielen Gefangenen geschlagen und hinter die Forts zurückgetrieben haben. 7. Regiment hatte wieder viel Verluste. 2. Sept. Nach vorbereitenden Bewegungen segter Tage ist am 19. Sept. durch den Vormarsch ammtlicher Corps die vollständige Cernirung von paris ausgeführt. Der König recognoscirte im kuufe des Tages die Nordostfront der Befestigungen. v. Podbielsky. St. Denis bei Pierrefitte beim Erscheinen unserer Soeben kommt die Meldung, 20. Sept., 7 Uhr 5 Min. Gestern hestiges Ge⸗ fecht bei Villejuif und Montrouge. Drei französische Divisionen vom Corps Vinoy machten, gestützt auf eine neu aufgeworfene Schanze, einen Ausfall; sie wurden vom zweiten baperischen Armeecorps, zuletzt unterstützt vom fünften und der Spitze des sechsten preußischen Armeecorps, zurückgeworfen. Sieben Geschütze in der Schanze von den Bayern genommen, über tausend Gefangene gemacht. Rückzug des Feindes in Auflösung. und das zweite Mein Fritz war Delege m des Kronprinzen an die 5 1 Er Königin. f zugegen. Wetter seit acht Tagen prächtig. Karlsruhe, 21. Sept., Nachm. Die Versailles, 20. Sept. Die Einschließung Vom Belagerungscorps vor Straßburg Karlsr. Ztg.“ meldet: Vor Straßburg. um Patris auf der Linie Versailles-Vin⸗ Mundolsheim, 20. Sept. Lünette 53. Letzte Nacht ist Werk Nr. 53 durch Landwehr Geringer Unnes ist siegreich von meiner Armee, unter Zurückwerfung des Feindes und Eroberung einer schanze mit sieben Geschützen ausgeführt. Ver⸗ ste gering. Ius einigen Telegrammen des Königs an die Königin. Den 20. Sept. Gestern früh kam die Mel⸗ ung, daß die feindliche Position nördlich von heute Nachmittag 4½ Uhr vom Lieutenant Müller vom Gardefüsilier-Regiment mit Mannschaften des Garde-Landwehr⸗Bataillons Cotibus durch über— raschenden Angriff über den eben fertig gewordenen Damm genommen. Feind eröffnete äußerst leb— haftes Infanteriefeuer, was gegen 8 Uhr zum Schweigen gebracht wurde. München, 21. Sept., Mittags. Lagny, „ und 34. Infanterteregiment genommen. Verlust. Vom Belagerungseorps vor Straß⸗ burg. Mundolsheim, 22. Sept. Gestern Nacht 11 Uhr wurde nach Lunette 52, die ver— lassen war, eine Faßbrücke geschlagen und das Werk besetzt. Beim Einlogiren eröffnete der Feind ein sehr starkes Feuer auf das Werk. Das 34. SD e Regiment und eine Compagnie Gardelandwehr Lissa behaupteten sich und logirten sich ein. Major Guitzow todt. Die Verluste sind noch nicht ermittelt, aber nicht unbedeutend. In Lunette 53 wurden fünf Kanonen genommen. Von der Armee vor Paris. Ferridres, 20. Sept. Bei der Cernirung von Paris kam es zu folgenden siegreichen Gefechten: Am 17. warf die 17. Brigade feindliche Bataillone nördlich des Waldes von Brevannes über den Haufen. Am 18. war ein kleines Gefecht bei Bicetre(Forts?). Am 19. fand die Zurück- werfung des Feindes aus der verschanzten Stellung daselbst durch das 5. preußische und das zweite bayerische Corps bis hinter die Forts statt, wobei 7 Geschütze abgenommen wurden. Die diesseitigen Verluste sind verhältnißmäßig sehr gering. In Versailles wurden 2000 Mobilgardisten gefangen. Sdyres, das diesseits Garnison verlangte, wurde besetzt. v. Podbielsky. Die Cernirung von Paris ist nun durch die deutschen Truppen ausgeführt. Die Ulanen um⸗ schwärmen die Hauptstadt und viele derselben sind bereits zwischen den Forts hindurch bis dicht an die Mauern von Paris beran geritten. Einige dieser kühnen Reiter wurden abgefangen, mehrere getödtet. Am 16. nahm man auch vier Husaren, darunter auch einen Offizier und einen Unter⸗ ofsizier, auf der Ebene von St. Denis fest. Die⸗ selben hatten sich verirrt und waren einer Patrouille in die Hände gefallen. An dem Thore von Pantin wurde ein Mann in Civil verhaftet, der die Mütze eines Offiziers der Mobilgarde trug; derselbe soll ein preußischer Offizier gewesen sein. — Nachrichten aus dem Lager vor Metz zufolge soll ein sehr schweres Bombardement sofort beginnen. Man hegt Hoffnung auf sofortige Uebergabe dieser Festung sowie Straßburgs. — Ueber die Katastrophe von Laon liegen von deutscher Seite noch immer keine Berichte amtlichen Charakters vor. Dagegen gibt der Pariser Correspondent der„Ind. belg.“ ein den bisherigen Schilderungen direkt widersprechendes Bild von der Ursache der Explosion. Er schreibt: „Man hat mich versichert, daß an der ganzen herbischen That des Commandanten von Laon nichts Wahres ist. Das Unglück ist entstanden durch die völlig zufällige Explosion einer Pulver- tonne, die, als sie sprang, viel mehr Opfer unter den Franzosen, als unter den Deutschen gefordert hat.“— Von anderer Seite meldet man: Das Feuer wurde durch einen Geniesoldaten an das Pulver gelegt. Es wurden 160 Mobilgardisten getödtet, 48 verwundet, 50 Preußen getödtet. General Theremin hat bei seiner Ehre geschworen, daß er dem Verbrechen fremd sei. Es ist die offizielle Meldung in Nanzig ein⸗ getroffen, daß in Dizier(Stadt im Departement der oberen Marne mit über 8000 Einwohnern) auf preußische Truppen, die im Abmarsch begriffen waren, von einem Theile der Bevölkerung geschossen worden ist. Man hat ein starkes Commando dorthin gesandt und dem Orte eine Strafe von 500,000 Francs auferlegt, wenn nicht sämmtliche Schuldige sofort ausgeliefert werden. Einige Maires benachbarter Ortschaften, welche sich oft— mals widerspenstig gegen die Anordnungen des Präfekten Grafen Renard zeigten, sind durch Husaren⸗Detachements arretirt worden. In der Umgegend von Metz sollen zwei preußische Dra— goner⸗Ossiziere auf einem Spazierritte von fran⸗ zösischen Bauern erschossen worden sein. Dem Schreiben eines Offiziers aus Annelles bei Reims vom 4. Sept. entnimmt die„National- Zeitung“ Folgendes:„Gestern hat ein Franzose den Husaren⸗Fähnrich v. Massenbach mit Schrot erschossen. Ein Schmied erschlug einen Husaren mit dem Hammer, während derselbe den Huf seines Pferdes zum Beschlagen bielt. wurde zur Strafe total niedergebrannt.“ Nancy, 19. Sept. Garten auf verschiedene Truppentheile abgefeuert worden, ohne einen Mann zu treffen; dies ist das Ganze. Auch die heimliche Ermordung zweier preuß. Dragoner Offiziere bei Metz hat sich nicht bestätigt, wie denn überhaupt mindestens drei Viertel aller auf dem Kriegsschauplatz umlaufen⸗ den Gerüchte und Erzählungen stets vollsfändig unwahr sind. 8 8 Vor Toul, 18. Sept. Da die bisherigen Beschießungen mit eroberten glatten französischen Geschützen und mit leichten Feld batterien sich als unwirksam zeigten, so sind gestern zwölf große gezogene 24 Pfünder aus Köln hier angelangt, werden heute in die Batterien gebracht und morgen ihr zerschmetterndes Feuer auf die Stadt beginnen. Die sehr baldige Einnahme von Toul ist für uns von der größten Wichtigkeit, da die Eisenbahn von Nanch bis Paris jetzt dadurch gesperrt wird, und der in letzter Zeit davor befehligende Groß herzog von Mecklenburg Schwerin soll deßhalb auch einen Verweis erhalten haben, daß er die Sache nicht energischer betrieben hat. Jetzt hat der Divisionsgeneral v. Schimmelmann hier den Oberbefehl erhalten, und der Großherzog von Mecklenburg bekam vom General v. Moltke den Befehl, sich nach Chalons zu begeben und dort die Gouverneurstelle zu übernehmen. Oberschäffolsheim, 19. Sept., Abends. Heute Nachmittag und gegen Abend war der Donner der Geschütze hier(1½ Stunde von Straßburg) ein derartiger, daß die Fenster zitterten und der Boden bebte. Wie man hört, sind schon seit gestern ganze Strecken der Umfassungsmauer, bis zu einer Breite von wohl 60 Fuß, in ihrem oberen Theile völlig zerstört; freilich müßte man bei den meisten Stellen Mitglied eines Alpenclubs sein, um die Trümmer überklettern zu können. Außer badischer und preußischer Artillerie ist jetzt auch württembergische bei der Beschießung thätig. Vor Straßburg. Ein junger, kaum ein⸗ geübter Soldat, der zum ersten Male in die Schützengräben commandirt war, sprach, nach der Ablösung aus den Gräben steigend:„Gott hat mich das erste Mal glücklich....“ Das Wort „beschützt“ kam jedoch nicht mehr über seine Lippe: eine feindliche Kugel durchbohrte ihm den linken Arm und drang tief in die Brust ein, was einen augenblicklichen Tod herbeiführte. Die Batterie auf der Sporeninsel reißt furchtbar in der Citadelle ein. In der Stadt wird jetzt Pferdefleisch für 1 fl. 30 kr. per Pfund verkauft. Vor Straßburg, 20. Sept. Die fliegende Colonne, welcher unter dem badischen General Keller in das Oberelsaß gerückt ist und Colmar, Mühlhausen, Cerney besetzte, halte nicht den Zweck sofortiger dauernder Militär⸗Occupation, und ist daher wieder zu dem Hauptcorps vor Straßburg zurückgekehrt.— Von einer authentischen Seite vernehmen wir, daß die Zerstörungen in Straß⸗ burg doch nicht so bedeutend sind, wie vielfach ge⸗ schrieben oder geglaubt wurde. Die Beschädigungen namentlich am Münster sind— wie Staats- schreiber Dr. Bischoff aus Basel, einer der Dele— girten des schweizerischen Hülfscomites für die aus wandernden Staßburger, aus eigener genauer Ansicht mittheilt, nicht wesentlicher Natur; daß er„in Trümmern“ sei, ist eine Unwahrheit. Kehl, 18. Sept. Ein abermaliger Aus- fall der Franzosen auf die Sporeninsel wurde gestern Abend abermals zurückgewiesen, und zwar von Truppen des badischen 3. und 6. Infanterieregiments. Preußen. Berlin. General Steinmetz erläßt aus seinem Hauptquartier einen Armeebefehl vom 15. d., in welchem er von den Truppen Ab⸗ schied nimmt, sowie den unter ihm stehenden Be⸗ fehlshabern und Offizieren für ihre Unterstützung Das Dorf und den Mannschaften für ihre Haltung dankt. Der zum General-Gouverneur in Posen ernannte Der oben gemeldete General ist des Commandos der ersten Armee Augriff von Mobilgarden in St. Diziers auf ein enthoben, weil bei der gegenwärkigen Sachlage abmarschirendes Bataillon stellt sich jetzt bei näherer vor Metz ein einziges Ober⸗Commando für aus⸗ Erforschung nur als sehr unbedeutend heraus. Es reichend erachtet wird und die Zwischeninstanz sind ungefähr ein Dutzend Schüsse aus einem eines zweiten Ober-Commandos mehrfach Ver— zögerung bewirken könntkt.— In Anschluß an den Aufruf des Kronprinzen, betreffend eine In. validenstiftung für Deutschland, veröffentlicht der geschäftsführende Ausschuß der Victoria-National⸗ Invalidenstiftung für die deutsche Invalidenstiftung einen warmen Aufruf, in welchem zur Betheiligung und zu Mittheilungen aufgefordert wird. —. Die bee, schreibt: Die Absperrung der Stadt Paris von allem Verkehr wird für die Bevölkerung überaus em⸗ pfindlich sein. Binnen Kurzem wird die eigent⸗ liche Belagerung beginnen, wozu die schleunige Herbeischaffung des Geschützes voraus angeordnet und ins Werk gesetzt ist. — Ihre Unterschrift zu dem Hirtenbrief der deutschen Bischöfe haben nicht gegeben die Bischöst von Breslau, Bamberg, Osnabrück, Passau und Rothenburg. — Der von ver„Börsenzeitung“ erhobene Vorwurf gegen die Militärverwaltung bezüglich der Versorgung der vor Metz lagernden Truppen, die sich im äußersten Nothstande befinden, hat nachstehende Entgegnung hervorgerufen:„Ihre Rüge ist gewiß gerechtfertigt, doch sind bereits auch von der Verwaltung Schritte geschehen, um dem Nothstande abzubelfen. Es sind nicht allein Vorbereitungen getroffen, um die Truppen, soweit die umliegenden Ortschaften nicht den Raum zu ihrer Aufnahme bieten, in Baracken unterzubringen, wozu der Holzreichthum der Gegend genügendes Material bietet, sondern es sollen auch den Truppen große Sendungen an wollenen Unterkleidern, Leib⸗ binden, Decken, Stiefeln 1c. aus den heimischen Depots zugeführt werden. Wie verlautet, wird auch die Uebertragung des gesammten Verpflegungs⸗ standes der vor Metz gegenwärtig gelagerten drei Armeen an eine Centralbehörde beabsichtigt, und möchte die dadurch bewirkte Einheit in den Ver- pflegungsmaßregeln vielleicht die günstigsten Folgen äußern. Auch ist anzuehmen, daß mit dem Ab⸗ schlusse der Gefangenen⸗Transporte die Sendungen der Liebesgaben wieder rasch an Ort und Stelle gelangen.“ Das Berliner Blatt nimmt von dieser Versicherung mit den Bemerken Act, daß die Versorgung der Truppen mit den unentbehrlichen Kleidungsstücken längst hätte erfolgen sollen, und daß die Verspätung um so bedauerlicher erscheint, weil bekanntlich die Sendung von Packeten an die einzelnen Soldaten gar nicht thunlich ist, die Angehörigen also durchaus nicht im Stande waren, für die Versäumnisse der Verwaltung einzutreten. — Aus dem Hauptquartier des Königs ist der Befehl eingetroffen, seine Wintergarderobe ihm unverzüglich nachzusenden. Es scheint demnach an eine baldige Rückkehr des Monarchen vor der Hand nicht gedacht zu werden. Königsberg. Johann Jacoby ist auf Grund kriegsgerichtlicher Anordnung verhaftet und in der Defensionscaserne auf dem Herzogsacker internirt worden. Die Veranlassung zu dieser Maßregel ist wohl in einer Rede zu suchen, die Jacoby in dem Volksvereine zu Königsberg gehalten, und in der Resolution, die auf seine Veranlassung dort angenommen worden ist und in welcher man sich gegen eine Annectirung von Elsaß und Lothringen aussprach. Erfurt. An der Mittheilung der hier er⸗ folgten kriegsrechtlichen Erschießung eines fran⸗ zösischen Offiziers ist„kein wahres Wort“. Köln, 18. Sept. Die„Elb. Ztg.“ meldet: Es heißt, heute sollten 7 Tureos erschossen werden, die 2 preußische Unteroffiziere erstochen haben sollen. Kassel. Generallieutenant v. Gersdorff, welcher in der Schlacht bei Sedan von einem Granatsplitter getroffen wurde, ist seinen Wunden erlegen; derselbe hatte seit der Verwundung des Generals v. Bose das Commando des 11. Armee⸗ corps übernommen. Seine Leiche wurde hierher verbracht und unter großer Theilnahme der Ein⸗ wohnerschaft beerdigt. Oesterreich. Wien. Das Herrenhaus hat den Antrag, die Thronrede mit einer Adresse zu beantworten, angenommen. In die aus 15 Mitgliedern bestehende Adreßcommission sind zumeist Verfassungstreue gewählt worden. aN Di 15 di kl Züllen ber Belm dee bon 1. dem Bürk die Beding N nission ber gtied —̃ä( V—ñ·— Berstei 27 Die im Schul flafterard 10 f. 4 millags 1 der Verf. dingungen Friet Ob 2257 Mi liches der dietend de Der! Weser. Frie O — 2260 N wird in d bon öffenllic Sc 1 dug argtonz Hirtenbrief dee die ist . Passau u mug“ erhoht Alx 0 an besigl traben Trupz d deinden, rasen: 1 0 sind bett gescheten, u uud nicht ala Tmppen, ot: den Naun; Anteriubrisg tet zeig, ich den Tin trlleidern, un den heimisth derlautet, n. n Bemfen⸗ gtlagerten absichng, m nt U d g in gin Filz u u. du Seidung On m Sil 20 bon bite Ia, daß di Atutdthrlichg n sollen, Güter-Versteigerung. 153 Montag den 24. October d. J., Vormittags 1 Upbr, soll in biesigem Rathhause ein dem Karl! Renket dahier zuffehendes Grundstück: i zlur. Nr. Kliftr. Gemarkung Friedberg. 41 100 Acker am Sodenweg, ffentlich meisbietend versteigert werden. Friedberg den 8. September 1870. In Auftrag: Großherzoglihen Landgerichts Friedberg eee 8 Friedberg d Der dienhhälteste Gerichtsmann Fa lc. Stroh- Lieferung. 207 Dienstag den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, oll die Lieferung von Lornstroh bezw. Gerstenstroh zum züllen der Betten der casernirten Mannschaft, sowie der Zetten des biefigen Militärbospitals für den Zeitraum zom 1. October 1870 bis Ende September 1871 auf em Büreau der Garntson⸗Verwallung, woselbst auch ie Bedingungen eingesehen werden können, durch Sum⸗ nission vergeben werden. Friedberg den 14. Seplemder 1870. In Auftrag Ahl, Stadsquartiermeister i. P. Zersteigerung von Pflasterarbeiten. 247 Die zur thellweisen Pflasterung des Hofraums en Schullebrerseminar zu Friedberg erforderlichen oflasterarbeiten incl. Materiallieferung, veranschlagt zu 60 fl. 41 kr., soll Montag den 26. September, Vor⸗ nittags 11 Uhr, auf Ort und Stelle unter den vor er Versteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ ngungen an den Wenigstsordernden vergeben werden. Friedberg den 19. September 1870. Fp eee Friedberg e u ß. inen. 1257 Montag den 26. d. M. anfangend soll sämmt⸗ ches der Gemeinde Friedberg gehöriges Obst meist⸗ sietend versteigert werden. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr am viereckten Beier. Friedberg den 20. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg de. Steinhäußer, Beigeordneter. Obst⸗Versteigerung. 1268 Montag den 26. d. M., Nachmittags 2 Uhr, dird in den Gräflichen Schloßgärten dahier der Ertrag on 45 Aepfelbäumen, 1 Birndaum, 5 Qutittenbäumen, 3 Nußbäumen, 5 1 Mirabellenbaum, wie auch einer Partie Tafelbirnen ffentlich an den Meistbtetenden verstelgert. Schloß Ilbenstadt, 20. September 1870. Gräflich Leiningen'sche Rentei Bi e 1% u. 1277 Bom 1. October d. J. ab werden bei der Main⸗Weser⸗Bahn Abonnements ⸗Fahr⸗ Karten mlt dreimonatlicher Gültigkeit für 30 Hin- und 30 Rück ⸗ wuren ausgegeben. Als Fahrpreis wird der Betrag für 60 einfache Touren der bezüglichen Bahnsrecke nach dem Tarife für Personenzge mit einer Ermäßigung von 0 Procent berechnet. Die für die Ausgabe und Benutzung dieser Karten leltenden Bestimmungen find bei unseren Stations⸗ Vorstehern zu erfragen und an den Bllletschaltern aus⸗ tehängt. Kassel am 18. September 1870. Königliche Direction der Main⸗Weser⸗Bahn. Aepfel ⸗Versteigerung. 1279 Donnerßag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Gemeinde⸗Aepfel dahler, ca. 30 Malter, meist⸗ hietend verfseigert werden. Belenbeim am 20. September 1870. 5 Großherzogliche Bürgermeisterel Belenheim Mu — E Aepfel ⸗Versteigerung. 271 Dtienstag den 27. d. M., Nachmittags 1 Uhr, Verden circa 300 Malter Arpfel, darunter sehr gutes Brechobst, öffentlich in Abthellungen versteigert. Rödgen den 22. September 1870. e eee eee Rödgen 0 1 Starkenburg Zu erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, die nahmsfäbig sind solche junge Männer, welche Darmstadt am 10. September 1870. Der Präsident des land von 1 2 Winter-Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Darmstadt betr. 2276 Der Unterricht an der Winter- Ackerbauschule zu Darmstadt beginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 1. November.— Derselbe wird von 15 Lehrern ertheilt, verschiedenen Zweige der Naturkunde und die Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demonstrationen unterstützt.— Auf⸗ das 14. Lebensjahr überschritten haben und in der Landwirthschaft bereits praktisch thätig waren.— Neu Aufzunehmende treten, sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung den Besitz der Kenntnisse nachweisen, welche in der oberen Abtheilung verlangt werden, in den unteren Cursus ein. bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre in den oberen Cursus auf.— Die Anstalt ist mit Lehrhülfsmitteln reichlich ausgestattet.— Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privathäusern zu Darmstadt. der S ule wird strenge überwacht.— Das Schulgeld beträgt fär das ganze Winterhalbjahr im oberen Cursus 15, im unteren 25 fl., und ist beim Eintritte in die Anstalt an die Vereins- casse zu entrichten.— Anmeldungen zur Aufnahme nimmt das Büreau des landw. Vereins entgegen, durch welches auch auf desfallsige Anfragen nähere Auskunft ertheilt wird. Diejenigen Schüler, welche diesen Das Verhalten derselben in und außer w. Vereins für die Provinz Starkenburg Be ch e Güter ⸗ Verpachtung. 2281 Montag den 3. October d. J., Vermittags 10 Ubr, sollen im biefigen Rathhause die zur zweiten Pfarrei Friedberg gehörenden und nach der dieß ⸗ jährigen Erndte leihfällig werdenden Güterftücke, nämlich: Gemarkung Friedberg. 40 Klafter Grabgarten in den Kappusgärten, 1188. Acker im Kirchhofs⸗ oder Usafeld, Gemarkung Ockstadt. 14 Morgen 167 Klafter Ackerland, 390 Grabgarten im Ried, f 291„ Wtese Haselbst, anderweit auf 9 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 22. September 1870 Großherzogliche 1 Friedberg . Stelnhäußer, Beigeordneter. Obst⸗Versteigerung. 2278 Montag den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Obst, ungefähr 70 Malter Aepfel, etwas Birnen und Zweischen öffent⸗ lich meistbietend verfleigert werden. Relchelsheim den 21. September 1870. Großberzogliche Bürgermelsteret Reichelsheim ch mi d. Aepfel ⸗ Versteigerung. 2270 Dtienstag den 27. September d. J., Vormsttags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde Bruchenbrücken gehörigen Aepfel an Ort und Stelle in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Bruchenbrücken den 19. September 1870. Großherzogliche N Bruchenbrücken Bee ft. Obst⸗Versteigerung. 2272 Mittwoch den 28. September 1. J., Mittags 12 Uhr, soll das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in circa 70 Malter Aepfel, 20 Malter Birnen zu Honig und 30 Simmer Zwetschen in Abthetlungen meistbietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 20. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach v. d. H. Philipps. Aepfel⸗Versteigerung. 2273 Montag den 26. d. M., Vormittags 9 Ubr an⸗ fangend, sollen die der Gemeinde zugehörigen Aepfel, circa 70 Malter, abtheilungsweise an Ort und Stelle verkauft werden. Wölfersheim den 21. September 1870. Großherzogliche i Wölfersheim ey er. Aepfel⸗Vetsteigerung. 2291 Dienstag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zuflehenden Aepfel an die Meistbietenden versteigert werden. Bauernheim den 21. September 1870. Großherzogliche N Bauernheim ant Bekanntmachung. 2290 Bel der am Heutigen flattgehabten Verloosung der Partial Obligationen der Gemeinde Arms heim wurden pro 1870 gezogen die Nummern 16, 23, 41, 77, 92, 95, 104 und 114, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Werth derselben(nebst allen dießfährigen Zinscoupons) gegen Eilnsendung von beute an der Gemeindekasse dahier ausbezahlt wird und der Zinslauf mit Ende dieses Jahres aufhört. Wlederholt wd bemerkt, daß die Obligation Nr. 76 schon pro 1869 zur Zurlückzahlung gezogen wurde. Arme helm am 13. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Armsheim 3 im l Bekanntmachung. 2306 Die am 1. l. M. fällig gewesenen Holzgelder find binnen 10 Tagen, von heute an, zu bezahlen, gegen⸗ falls das gerichtliche Verfahren eingeleitet werden wird. Wickfladt den 20. September 1870. Gräͤfliche Forstkasse daselbst. Aepfel- Versteigerung. 2295 Montag den 26. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zuftehenden Aepfel, eirca 140 Malter, öffentlich verfteigert werden. Rockenderg den 22. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Rockenberg Krämer. Bekanntmachung. Betr.: Die Verloosung der Stadt Alzeper-Obligationen 2294 Bet der am Heutigen stattgebabten Verloosung ver Stadt Alzeyer⸗Obigationen wurden folgende Nummern der dritten Serle gezogen, als: 65. 95. 114. 142. 166. 211. 212. Den Inhabern dieser Obligationen wird vom 1. Januar 1871 an gegen Aushändigung der Original- Obligationen und der nicht fälligen Zins⸗ Coupons der Nennwertb durch die Gemeindekasse zu Alzey oder das Handlungshaus S. Lind beimer Sohne zu Frankfurt a. M. sogleich bei Anmeldung ansbezahlt. Vom 1. Januar 1871 an hört der Zinsenlauf der gezogenen obigen Nummern auf. Alzep am 15. September 1870. Wear elde 55 Alzey 8 d. B.: Gg. Maper I. Beigeordneter. Meine Hofraithe in Beienheim verkaufe ich unter günftigen Dieselbe kann auch getrennt Richard Huber. Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschledenen Preisen bei K. Friedrich neden der Pot in Friedberg. Universal-HMagenlignent 2163 von Carl von Metternich in Mainz, in Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bei Ph. Dan. Kümmich. Schulschreibhefte, 1745 mit 14 Blätter gut lintirtem Papter, in verschle⸗ denfarbigen Decken per Dutzend 24 kr., bel Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Unterhosen s Unterjacken 2 bel Geschwister Schloß. eee 2236 Zahlungsbedingungen. verkauft werden. 21 Waare bei Clacé-Mandschuhe, Fete 1 1 1 14 „ 1 7 11 f 11 11 0 4 4 N 1 7 2 7 5 0 8 1 11 1 ö 5 19 0 1 1 0 1 n 1 0 1 1 N eee — ——— W. 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Pfarramtswoche Herr Pfarrer Baur. 15. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche Vormiitags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: fällt aus. Mittwoch den 28. Septeigber, Nachmittags 5 Uhr, in der Burgkirche Beistunde mit Ansprache von Herrn Diakonus Meyer. Katholische Gemeinde. 8 Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 16. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. An den Wochentagen kein Goltesdienst. Verantw. Red.: Hermann Schiͤmpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. — geil — essen 0 l id bei 16 Stimt lehnenden dütsniß! die Cons parti, sielln An schn Din gabensmit stoigung d werden ul gesandt U mittags e dem Krieg Benehmen 592 seiff, D. wortet die über die Tippen! den gemel torhs zu nisteriun würden, eine Meat aboeschlost sche ihm zu. Die bollständig osfzielle! sprüche, r Rum u. sundheits ständen ungewöh winister e ati si litten kei Unmständ Kriegam Division Hallpach Dumont zahl der: beftitdige fimmig k mit dem bewilligen zuwirken, bindigen, mitlel un u e, Hberhessischer Anzeiger. enmäntel, Servietten trnd derabgz —ͤ— 15 uren chin! Wil 1 trauß Aua 1 krter für da/ tun den Ste Seraltung 1 en tri titssen ten hing n Jertsch n Jerlse Aan 12 113 Hessen. Darmstadt, 21. Sept. 2. Kammer. Der Gesetzentwurf, betreffend die Darlehenskasse, vird bei der Schlußberathung mit allen gegen 46 Stimmen abgelehnt. Die Mehrzahl der ab- ehnenden Stimmen war der Ansicht, daß ein Be⸗ vürfniß nicht mehr vorhanden sei.— Wirtb und v»ie Conservativen, Vollhard und die Fortschritts⸗ vartti, Hallwachs und die Conservativ Liberalen zellen Anträge betreffs Hebung des bei der hessi— chen Division vor Metz berrschenden Mangels an ebensmitteln. Abg. Metz beantragt sofortige Er— edigung der Sache. Die verschiedenen Anträge verden unmittelbar an das Kriegsministerium ab- zesandt und beschließt die Kammer, in einer Nach— nittags eder morgen stattfindenden Sitzung mit dem Kriegsministerium über diese Gegenstände ins Benehmen zu treten. — 22. Sept. 2. Kammer. Oberst Dorn⸗ eiff, Director des Kriegsministeriums beant— wortet die gestern eingebrachten Interpellationen über die Verpflegung und Bekleidung unserer Truppen dahin, daß dieselbe reglementsmäßig aus den gemeinschaftlichen Magazinen des 9. Armee rorps zu geschehen habe und von dem Kriegs- ministerium nur die Geldmittel hierzu beschafft würden. Das Kriegsministerium könne hiernach eine Verantwortung nicht treffen und da die hier abgeschlossenen Lieferungsverträge gekündigt worden, tehe ihm auch eine unmittelbare Einwirkung nicht zu. Die Truppen seien bei ihrem Ausmarsch mit vollständig neuer Bekleidung versehen worden, össizielle Anforderungen für außeretatsmäßige An- prüche, wollene Hemden, wollene Socken, Wein, Num u. s. w. noch nicht hierhergelangt, der Ge— und heitszustand der Truppen sei nach den Um- tänden ein guter, eine Ruhrepidemie nicht in ungewöhnlichem Grade vorhanden. Der Kriegs- minister erklärt ferner die diesbezüglichen Zeitungs- artikel für unwahr und entstellt. Die Truppen iiten keine Noth, der Gesundheitszustand sei den Umständen nach gut. Später vertheidigt der Kriegsminister das Kriegsministerium sowie das Divisionscommando energisch gegen die Angriffe Hallwachs und Dernburgs und wird hierbei von Dumont unterstützt. Bamberger und die Mehr- ahl der Redner finden die gegebenen Aufklärungen efriedigend. Die Kammer nimmt schließlich ein- timmig den Antrag Wirth an, an die Regierung nit dem Anerbieten, die erforderlichen Mittel zu bewilligen, das Ersuchen zu richten, darauf hin— wirken, daß den hessischen Truppen die noth⸗ vendigen, im Etat nicht vorgesehenen, Nahrungs- nittel und Kleidungsstücke geliefert werden. — Der Bundesfeldherr, Se. Majestät der König von Preußen, haben abermals die Gnade sehabt, der Großh. Division eine Anzahl eiserner Kreuze zuzutheilen. Es wurden decorirt: S. Gr. H. Prinz Wilhelm von Hessen, die Offiziere: a) vom Divisionsstab Ordonnanzofstzier Rittmeister Heyl und Oberlieutenant und Adjutant Nothez; b) die Adjutanten der beiden Insanterie— Brigaden Oberlieutenants Mangold und Krömmel— lein; c) vom 1. Inf.-Regt. Major Frhr. Röder 1. Diersburg, Hauptmann Frhr. Röder v. Diers lurg und Oberlieutenant Stürz; d) vom 2. Inf. Fegt. Hauptmann Balser und Oberlieutenant Metzler; e) vom 3. Inf-Regt. Hauptmann Frank; vom 4. Inf. Regt. Major Bechstatt, Haupt- mann Frhr. v. Rotsmann; g) vom 1. Jäger- Pataillon Lieutenant Cramolini; h) vom 2. Jäger-Bataillon Hauptm. Pennrich und Lieutenant Becker; 1) von der Divistons⸗Artillerie Oberlieu- nant und Adjutant Becker und Hauptmann Reh. Unteroffiziere und Mannschaften: Vom 1. Inf. Regt. Sergeant Heinrich Keller, die Corporäle beinr. Möser und Arn. Ludw. Germann, die Hardisten Heinrich Knöchel, Georg Hofmann und Inton Sprey. Vom 2. Inf.⸗Regt. Feldwebel Emanuel Frohn— hiuser, die Sergeanten Conrad Kuhl, Valentin Köhler und Wilhelm Dreher, die Gefreiten Carl Sauer und Johann Baptist Krantz. Vom 3. Inf. Regt. Zugsfeldwebel Anton Blum, die Sergeanten Andreas Eschborn und Wilhelm Listmann, Corp. Heinr. Leitermann, Gefr. Andr. Schmidt, Musketier Joseph Hübner. Vom 4. Inf.⸗Regt. Feldwebel Friedrich Wil⸗ helm Dick, die Sergeanten Johannes Koch, Johann Georg Stay und Georg Peter Ewald, Gefreiter Philipp Bott und Musketler Ludwig Bosand. Vom 1. Jäger⸗Bataillon. Feldwebel Heinrich Vonhof, Sergeant Johann Friedrich Dietz, Ge— freiter Johannes Erzgräber. Vom 2. Jäger-Bataillon. Eichholz, Sergeant Georg Bruder, Heinrich Aschenbach. Von der Divisions⸗Artillerie. Die Sergeanten Franz Illig, Martin Schneider und Karl Hötzel, Corporal Johannes Landvogt und Kanonier Michael Vock. — Hofgerichtsrath Kraft in Gießen ist zum Oberappellationsrath befördert worden. — Aus bester Quelle kann ein hiesiger Corre- spondent der Fr. Ztg. mittheilen, daß in diesen Tagen durch gr. Edict eine Amnestie der wegen politischer Vergehen Verurtheillen oder Beschul— digten verkündigt werden wird. Ueber den Um- fang dieses Actes läßt sich gegenwärtig Näheres noch nicht sagen; nur so viel mag bemerkt sein, daß derselbe selbst weitgehende Wünsche zu be⸗ friedigen geeignet sein dürste. — Auf den Antrag des Stadtvorstandes auf Errichtung einer Darlehenscasse- Agentur ist von Berlin aus eine ablehnende Verfügung erfolgt, „da das Gesetz vom 21. Juli d. J. die Errich- tung solcher Anstalten außerhalb des Gebietes des norddeutschen Bundes nicht gestattet“. Bayern. München. Staatsminister Delbrück ist am 21. hier eingetroffen. Baden. In letzter Zeit hatten sich besonders viele Straßburger und Franzosen in den Grenz— städtchen Badens aufgehalten und besonders Offen— burg und Umgegend gewählt, um von da die Belagerung Straßburgs zu beobachten. Man muß aber doch dringende Ursache gehabt haben, sie aus dieser Nähe fortzuweisen, denn am Samstag wurde ihnen der Befehl, sofort abzureisen und weiter ins Innere sich zu begeben. Oesterreich. Wien. Die Dienstesentlassung der Statthalter von Tyrol, Mähren und Schlesien ist erfolgt, wegen deren bei der Abstimmung in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses für Vertagung der Präsidentenwahl an den Tag gelegten Oppo— sition gegen den Standpunkt der Regierung. Diese Maßregel macht hier die größte Sensation und wird als ein Zeichen von der Annahme einer energischen Haltung Seitens des Cabinets Potocki betrachtet. Schweiz. Basel. Der zweite Zug ge⸗ flüchteter Straßburger brachte uns 315 Frauen, 95 Kinder und 25 Männer. Sie fanden in den Gasthöfen in Privatquartieren und im Hülfsspital genügende Unterkunft. 110 Personen gingen nach Bern ab. In Zürich sind für die Straßburger 10,000 Fr. Feldwebel Ludwig Corporal gesammelt worden; die Liebessteuer in den Kirchen der Schrecknisse des Krieges. ein, um den Genannten zu ergreifen, obgleich er seit zehn Jahren naturalisirter französischer Bürger ist. Glücklicherweise war Herr Bohn abwesend. Die Furcht vor Plünderung ist allgemein, und man wünscht daher, daß die Preußen anwesend seien. Frankreich. Paris, 20. Sept. Heute 4 Uhr Morgens fand ein Eisenbahnzusammenstoß zweier Züge in der Nähe von Tours statt. 11 Todte, darunter Duval, der Redacteur des „Journal des Debats“, und 25 Verwundete sind zu beklagen.— Es bestätigt sich, daß Thiers in Tours angelangt ist. — Der„Constitutionel“ meldet, Trochu habe die Avantgarde der ihm signalisirten 10,000 nord⸗ amerikanischen Freiwilligen empfangen.(2)— Der Präfect von Versailles hat Versailles für eine offene Stadt erklärt. — Der Correspondent der„Morning Post“ führt eine Reihe von Fällen an, aus welchem hervorgeht, wie geringes Vertrauen die Fran⸗ zosen in ihre Führer setzen und wie leicht sie be⸗ reit sind, den gehässigsten Anklagen gegen dieselben Glauben zu schenken. Marschall Vaillant, obgleich Mitglied des Vertheidigungscomite's und mit einem Passe von General Trochu versehen, ward gestern auf den Festungswerken gefangen und d. Pöbel halb todtgeschlagen; und heute wird, meldet, daß der Privatsecretär Em. Arago's, des Bürgermeisters von Parie, als preußischer Spion entlarvt worden ist. Ward doch sogar vor ein paar Tagen General Trochu's eigener Adjutant in voller Uniform verhaftet, während er Befehle des Generals an eines der Forts überbrachte. — Die communistischen Umtriebe des Generals Cluseret, welcher den von Rechesort desavouirten Aufruf in der„Morseillaise“ erlies, erregen die Beunruhigung der Bürger in dem Maße, daß man die Aueßerung mehrfach hören konnte:„Lieber unter das Joch der Preußen, als in das der Communisten! — Der französische General Ducrot ist bei Sedan mit kriegsgefangen worden, aber bei Pont à Mousson geflüchtet und jetzt in Paris ange- kommen. Sein Ordonnanzofsizier, der sich gleich— falls nach Paris gerettet hat, exläßt nun ein Rechtfertigungsschreiben, läugnet, daß bei Sedan das Corpe Ducrot den Damen einen Ball gegeben habe und behauptet, der General Ducrot habe seinen Plan, der unfehlbar zur Niederlage der Preußen geführt haben würde, nämlich bei Illy statt bei Sedan die Armee zu concentriren, nur deßhalb nicht ausführen können, weil General Wimpffen plötzlich mit einem kriegsministeriellen Befehl erschienen sei, der an Wimpffen den Ober⸗ befehl übertrug. — Das„Siecle“ wie der„Reveil“ erheben lauten Protest gegen einen schimpflichen Frieden. „Auf das bloße Gerücht, die Preußen wären in Joinville-le-Pont“, berichtet das erstere Blatt,„strömte aus der Bannmeile eine unge— heure Menschenflut nach Paris. Die Baun⸗ meile ist jetzt fast ganz verlassen. Diesen Morgen herrschte große Aufregung in den meisten Pariser Haushaltungen; die Milch war ausgeblieben. Es ist dies der Anfang Die Brücken daselbst hat am eidgenössischen Bettag 21,000 Fr. werden gesprengt, die Straßen werden aufge⸗ ergeben, wovon die Hälfte eberfalls den Straß rissen, man muß sich entschlißen, Milch, frische burgern, die andere Hälfte den verwundeten Sol— daten beider Armeen zufällt. Auch in Aarau hat eine kleine Sammlung an den Kirchenthüren 850 Fr. ertragen. — Eine kleine Anzahl von Mühlhäusern sind hier angekommen, welche vor der Wuth des dortigen Pöbels geflohen waren. Alsbald, nachdem die deutschen Truppen Mühlhausen verlassen hatten, begann die Razzia gegen die Deutschen. Zwei Erwachsene, sowie 2 Kinder wurden getödtet und die Letzteren gräßlich verstümmelt. In das Haus des Fabrikanten Bohn drang man mit Gewalt Gemüse und mancherlei andere Dinge daran zu geben. Die alten Weiber, welche es nicht glauben wollten, daß die Preußen Paris be— lagern werden, sind in ernstes Nachdenken über den Mangel an Milch versunken und fangen an zu glauben, daß der Feind nun da ist. Es heißt, daß die Belagerungsgeschütze gegen Paris zwischen Bar-lesdue und Chalous heranrücken.“ — Die Gesandten von Oesterreich, England und Rußland sind am 18. d. in Tours ange— kommen; diejenigen von Nordamerika, Belgien und der Schweiz bleiben bei Jules Favre. — 22. September. Französische Regierungs- nachrichten. Evreux, 21. Sept. 8 de* gegend bon Nantes sind preußische. 11 n erschienen, welche requirirten und dann ab- zogen, um sich mit ihrem Armeecorps wieder u vereinigen, welches bei Triel(westlich von Paris, Arrond. Versailles) die Seine überschritten hat. Tours, den 20. Sept. Thiers ist heute Morgen abgereist. Derselbe wird in Wien nur eine kurze Zusamenkunft mit dem Grafen Beust haben, da er von Petersburg wieder nach Wien zurückkommt, um alsdann die Hauptaufgabe seiner Mission zu erledigen. Belgien. Brüssel, 20. Sept. Die„In⸗ dépendance“ erfährt über London: Keratry ent⸗ deckte Documente, wonach die Kaiserin und Palikao enischlossen waren, die gesammte Linke verhaften zu lassen und Frieden zu schließen.— Die kaiserliche Partei gründete in London ein Journal„La Situation.“ Großbritannien. London, 22. Sept., Morgens. Sämmtlichen Morgenblättern ist fol⸗ gende Mittheilung zugegangen: Graf Bismarck und Jules Favre verhandeln im Rothschild'schen Landsitz Ferrikres. Etwaige Friedensbedingun⸗ gen blieben bisher noch unerörtert. Die Ver⸗ handlungen betrafen vorerst nur die Frage, ob und wie eventuelle Vereinbarungen mit dem Provisorium und der künftigen Constituante zur Ratification vorgelegt werden könnten, und welche Bürgschaften Deutschland mittler— weile erhalten könne.„Daily Telegraph“ mus, Jules Favre sei ermächtigt, hundert „ lionen Pfund Sterling an Kriegskosten⸗ entschädigung, die Schleifung der Festungen und als Aeußerstes die Neutralisirung des Elsaß und Lothringens zuzugestehen. — Die Sammlungen sämmtlicher Logen Eng⸗ lands für die Hinterlassenen der im Felde stehenden deutschen Krieger haben 70,000 Pfund Sterling erreicht. Italien. Florenz, 20. Sept., Abends. Offiziell. Die italienischen Truppen sind heute nach kurzem Widerstande Seitens der fremden Milizen, die auf Befehl des Papstes das Feuer einstellten, in Rom eingerückt. — 21. Sept. Die„Gazzette ufficiale“ meldet: Gestern wurde Rom durch Abtheilungen aller Divisionen besetzt. Der Rest der Truppen cam⸗ pirt um Rom herum. General Cadorna wohnte, nachdem die Bedingungen der Uebergabe mit General Kanzler vereinbart waren, der Waffen- streckung der capitulirten Besatzung und dem Disile der italienischen Truppen, welche von der Bevölkerung lebhaft empfangen wurden, bei. Die einheimische wird bis auf weitere Dispositionen unbewaffnete Depots bilden, die fremde wird in die Heimath geschickt werden. Das diplomatische Corps sprach seine Befriedigung über die Maß⸗ regeln des Commandanten zur Auftechthaltung der inneren Ruhe aus. In allen Städten Italiens finden Freudenbezeigungen statt. Terni. Man versichert, Mazzini habe von Gaeta aus an den Ministerpräsidenten geschrieben: wenn die Regierung Rom besetze und ihren Sitz dahin verlege und so dem Volks willen entspreche, betrachte er seine von Dante auf ihn übergegangene Mission als erfüllt und abgeschlossen. Rußland. Man berichtet aus Krakau: „Der Gouverneur von Riga hat die Stadt Riga zur Zahlung von hunderttausend Silber- Rubeln verurtheilt, weil viele Häuser gelegentlich des preußischen Sieges bei Sedan mit Fahnen ge⸗ schmückt waren. Die Rigaer Kaufmannschaft hatte hunderttausend Rubel für die deutschen Verwundeten gesammelt; der Gouverneur befahl, die Summe in zwei gleiche Hälften zu theilen, deren eine dem deutschen, die andere dem französischen Hülfs⸗ comite übersendet werden soll.“ 8. Friedberg, 20. Sept. Wir haben heute die Leiche eines Mannes dem Schooße der Erde übergeben, dessen segensreiches Wirken im Dienste seiner leidenden Mitmen⸗ schen noch lange in dankoarer Erinnerung bei sehr vielen Bewohnern unserer Stadt und Umgegend fortleben wird. Es ist der praktische Arzt Dr. Hermann Trapp, ein das größte Vertrauen erweckender Ruhe und Sicherheit in den kritischsten Momenten, der, in noch nicht vollendetem 49, Lebensjahre aus einer 5 zum ewigen Schlafe die Augen schloß. Wie sehr man die vorzüglichen Eigenschaften dieses, sowohl als Arzt wie auch als Mensch der größten Hochachtung und Verehrung sich erfreuenden Mannes zu würdigen und zu schätzen wußie, konnte die ihm während seiner Krankheit von allen Seiten gezollte, aufrichtigste Theilnahme bezeugen und bewies auch die außerordentlich zahlreiche Betheiligung bei der beule stattgehabten Beerdigung des Verblichenen. Die Freunde und Verehrer dieses wackeren, leider so frühe da⸗ hingeschiedenen Mannes werden Seiner immer mit Liebe und Hochschätzung gedenken und diejenigen unter ihnen, denen er in den Stunden des Leidens und körperlicher Drangsal ärztlichen Beistand und Linderung und Heilung gebracht, sie Alle werden bis an ihr Ende Seiner mit dem wärmsten Gefühle aufrichtigster Dankbarkeit eingedenk blei⸗ ben. Friede seiner Asche! Homburg v. d. H., 17. Sept. Im Gegensatz zu den vielen traurigen Scenen, die sich in einem Lazareth, das mit Verwundeten gefüllt ist, abspielen, haben wir heute auch eiwas Erfreuliches mitzutheilen. Heute Mittag um 12 Uhr überreichte die hier weilende Frau Kronprin⸗ zessin im Hofe des hiesigen Reserve-Lazareths dem Ein⸗ jährig⸗Freiwilligen Theodor Schweisgut, Corporal im 2. gr. hess. Inj.⸗Regt. 5. Comp. eigenhändig das eiserne Kreuz, welches ihm von dem Commandanten seiner Division hergesandt wurde. Der junge Mann, welcher sich in den Schlachten am 16. und 18. August rübmlichst auszeichnete, Ueberraschte konnte kein Wort in diesem Augenblick her vor⸗ bringen; erst später, als die hohe Dame ihn nochmals in seinem Zimmer besuchte und einige berzliche Worte an den braven Soldaien richtete, konnte er seinen Dank aussprechen. Büdingen. Ein schöner Zug parriotischer Opfer⸗ willigkeit ist von hier zu berichten. Die Prämianden des hiesigen Gymnasiums haben zu Gunsten der im gegen⸗ wärligen Kriege verwundeten oder erkrankten deutschen Soldaten auf die im Budget der Anstalt für Prämien ausgeworfsene Summe von 30 fl. Verzicht geleistet und soll diese Summe dem dortigen Hülfsvereine überwiesen werden, sobald die Genehmigung dazu bei der oberen Schulbehörde erwirkt sein wird. Frankfurt, 21. September. Nach von Straßburg eingetroffenen Telegrammen ist in dem Sanitätscorps für eine Abtheilung von 30 Mann Marschbereitschaft einge⸗ treten. Dieselben erwarten, den Ruf nach Straßburg noch im Laufe des heutigen Tages zu erhalten.— Der gestrige Tag war für unsere hiesigen Verwundeten ein verhängniß⸗ voller; denn nicht allein verstarben zwei Offiziere, sondern auch vier Soldaten.— Seil gestern und vorgestern waren hier über 200 Feldgendarmen, zu Fuß und zu Pferde, einquartiert. Dieselben begeben sich nach dem Elsaß. Darmstadt. Die gesangenen frannösischen Offiziere haben zum Theil bereits Privatlogis bezogen, während die Mehrzahl bis jetzt solche Wohnungen noch nicht er⸗ halten konnle und deßhalb noch in der Jnfanterickiserne einquartiert ist. Sehr gedrückt schienen die älteren Offiziere zu sein, von welchen Viele Deco rationen aus 3 Feldzügen tragen, während die Jüngeren sich schon leichter in ihr Loos fügen. Der Tapferkl it und Intelligenz unserer Truppen zollen sie die höchste Anerkennung und bestätigen die That⸗ sache, daß unter ihren Truppen schließlich die größte De⸗ moralisation eingerissen sei. An Geld scheinen sie sämmt⸗ lich keinen Mangel zu leiden. Die gefangenen Soldaten bürfen nicht aus den Kasernen, in welchen sie internirt sind. Grosßgerau. Am 17. Morgens 5 Uhr 55 Minuten fand ein durch starkes Getön vocher angekändigter Erdstoß statt; ein schwächerer Abends zwischen 8 und 9 Uhr. Karlsruhe. Bekanntlich hat man in Karlsruhe aus Veranlassung des Geburtstages des Großherzogs an⸗ gefangen, eine Sammlung zur Gründung einer deutschen Invalidenstiftung zu veranstalten. Die„Karlsr. Zig.“ benützt diese Gelegenheit, die Frage zu besprechen, welche Summe als genügende Deckung für diese Zwecke nöthig sein dürfte. Das Blatt bemerkt in dieser Beziehung:„Zu Leibrentenkäufen, wodurch einem Invaliden jährlich 400 fl. zufließen sollen, sind bei 10,000 Invaliden, ihr Alter durchschnittlich zu 25 Jahren angenommen, ungefähr 74,900,000 fl., zum selben Zwecke für Wittwen im gleichen Alter, denen ein jährlicher Unterhalt von 100 fl. gewährt werden soll, ungefähr 9,362 500 fl., als baare Hingabe an Gesellschaften, die sich mit deren Geschäften befassen, erforderlich. Um ca. 10,000 Waisen eine jährliche Unter⸗ stützung von 50 fl. per Kopf auf die Dauer von 10 Jahren sichern zu können, müssen ungefähr 4,250.000 fl. baar erlegt werden. Es ist somit ein Gesammtbaarfond von ca. 88,512,500 fl. für Deutschland erforderlich, um dem Bedürfuiß einigermaßen Rechnung zu tragen. Berlin. Der unlänagst gefallene General v. Döring hat unterm 19. Juli 1870 testamentarisch festgesetzt, daß 2000 Thlr. an dem Tage, wo Napoleons Absetzung vom Throne ausgesprochen wird, an die Armen in Paris, ferner 2500 Thlr. an dem Tage, wo die deutschen Truppen in Paris einziehen, an die Armen in Berlin ausgezahlt werden sollen. Stettin. Oberfeuerwerker Mühlhausen in Swinde⸗ münde hatte am 1. August eine gefückte Granate, die von einem Arbeiter über einen Kessel mit siedendem Pech be⸗ hufs ihrer Bekapselung gehalten und in letzteren hinein⸗ gefallen war, zur Verhütung einer Explosion ohne Zaudern mit bloßen Händen aus dem Kessel herausgelangt und Mann von tiefer wissenschaftlicher Bildung und außerge⸗ wöhnlicher Tüchtigkeit in seinem Berufe, sowie von seltener, sich dabei starke Verbrennungen zugezogen. Darauf haben sich einige Bürger von Stetten vereinigt, um dem Manne den schönssen Erfol e⸗ leiteten Wirksamkeit und age e sthätigkeit abberufen, nach eilfwöchentlichem schweren Leiden ist von Gießen, woselbster Mathematik studitt. Der freudig] durch ein Ehrengeschenk, bestehend in einer golbenen Uhr wunde l. Schulterblatt. im Wer ib über 100 Thlrn., ihre Anerkennung für auf 1 di esinnung auszudrücken, die sich in der 95 8 bekundet. Gleichzeitig bestellte d e aa schaft de Swinemünde in Solingen einen 5 danlut zu degen, um ihrerseits durch Ueberreichung desselben den J) Zoll ihrer g darzubringen. Die gin wurden dem wackren Soldaten in Swinemünde feierlich lat, überreicht, dessen beschädigte Hand sast ganz wieder geheilt ist. 10 1 a— ö 1. N * 8 7 9 Verzeichnißß bag der im Reserve⸗Lazareth zu Friedberg verpflegten ga kranken und verwundeten Großh. Hess. Soldaten 19) bis zum 20. Sept. 1870. unn 0 1) Lind, Peter, Berstadt, 2. Inf.⸗R. Von einem Pferbe 9000 geschlagen. In die Heimath entlassen. Gul 2) Haas, Friedr. Wilh., Fauerbach b. F., 1. Jäg.⸗B., 500 b Schußwunde l. Oberarm. In Privaspflege. Stun 3) Schnabel, Joh., Hainbach Kr. Alsfeld, 1. Jäg.⸗B. 500 8 Schußwunde l. Handgelenk. 30 6 4) Weisel, Heinrich, Muschenheim, Gefreiter im 2. Scußwur Inf.⸗R. 2 Schußwunden, l. Oberam und l. Hand. 5008 em 5. Sept. wunde. 5) Pinther, Friedrich, Lauterbach, Gefreiter im 1. f Jäg.⸗B. Schußwunde r. Unterarm. 559 6 Greb, Sebastian, Radmühl Kr. Lauterb., 1. Jäg.⸗B. Augeneh Schußwunde l. Hand. 56) 2 7) Habermehl, Adam, Schlitz, 2. Inf.-R. Prellschuß 57 2 l. Brust. 1 35) K 8) Stumpf, Karl, Heimertshausen Kr. Alsf., 1. Jäg. B. 90 6 Schußwunde r. Kniescheibe. 1. Jö 9) Pfeifer, Wilh. Friedr., Usenborn Kr. Nidda, 1. Jäg.⸗B. Vg Schußwunde l. Oberarm. 0— 10) Ernust, Heinrich, Langsdorf Kr. Nibda, 2. Inf. R. Conlusion J. Seile. 11) Lepper, Jusius, Alten-Buseck, 1. Jäg.⸗B. Schuß⸗ Prei wunde l. Oberarm.. 9on 10 12) Engel, Konrad, Birklar Kr. Nidda, 1. Jäg.⸗B. Schuß⸗ Nerleosun wunde l. Schultergelenk. L. Arm am 6. Sept. amputirt. 3 8 40 13) Zecher, Job., Lollar, Gefreiter im 1. Jäg.⸗B. 532 558 Schußwunde l. Knöchel. 921 103 14) Groß, Heinrich, Lardenbach Kr. Schotten, Feld⸗ 1308 03 webel im 1. Jäg.⸗B. Schußwunde r. Daumen. In. böten! Privalpflege. 1 Prämien 15) Müller, Jost, Weidenhausen, Sergeant im 1. Jäg.⸗B. 1. April Schußwunde r. Oberarm, spät. amputirt. T am 19. Sept. 16) Gilbert, Caspar, Lich, 2. Inf.⸗Rg., Schußwunde— r. Fuß. Am 1. Sept. ins Vereinslazar. nach Lich abgeg. 2 17) Dietz, Heinrich, Wölfersheim, 1. Jäg.⸗B. Schuß⸗ wunde r. Oberarm. Am 7. Sept. r. Arm amputirt. T am 19. Sept. 18) Konrad, Karl, Betzenrod Kr. Schotten, l. Jäg.⸗B. Schußwunde l. Hand. In Privatpflege. 4 19) Lang, Franz Nicolaus, Ockstadt, 1. Jäg.⸗B. Prellschuß auf der Brust. 0 20) Mohr, Friedrich, Bergheim Kr. Nidda, 1. Jag. ⸗B. Schußwunde r. Hand. 21) Heidt, Heinrich, Friedberg, Gefreiter im 2. Inf.⸗R. Streisschuß r. Schienbein. In Privatpflege. 0 51 22) Füller, Heinrich, Friedberg, Gefreiter im 1. Jäg.⸗B. l Schußwunde l. Oberarm. In Privatpflege. Da 23) Glockengießer, Jacob, Friedberg, 1. Inf.⸗R. Schuß⸗— wunde r. Zeigefinger. In Privafpflege. 2 24) Glaub, Valentin, Gettenau, 2. Juf.⸗R. Schuß durch die l. Hand. Am 7. Sept. an die Etappen⸗Com⸗ 2288 mandantur zu Gießen entlassen. bersch 25) Döpfer, Karl, Wilh., Ulfa Kr. Schotten, 2. Inf.⸗R. drei e Streisschuß 1. Schulter. l Scho 26) Jochim, Kail, Rüdingshain Kr. Schotten, Juger 1. Jäg.⸗B. Schußwunde am Rücken. amm 27) Weber, Johannes, Heckersdors Kr. Schotten, zeugt, 1. Jäg.⸗B. 2 Schußwunden am Rücken. b don; 28) Roos, Heinrich, Mittel-Gründau, Kr. Büdingen, 115 1. Jäg.⸗B. Streisschuß am Kopf. b o 29) Gehinde, Georg, Appenheim Kr Bingen, 2. Jüg B. Schußwunde l. Oberarm. T am 7. Sept. 2— 30) Präfried, Wühelm, Echzell, Z. Inf.⸗R. Schuß ⸗ wunde r. Oberschenkel. U 31) Lenz, Michael, Homberg Kr. Alsseld, Feldwebel im 1. Jäg.⸗B. Steeisschuß r. Unterarm und Schuß 146 durch Oberarm. In Privapflege. 0 10 K., 32) Kreß, Philipp, Friedberg, Corporal im 1. Jäg.⸗B. 15 fr. 4 Schuß l. Mitielfin zer. In Privalpflege. 3 a 33) Dauber, Wilhelm, Himbach Kr. Büdingen, Ge⸗ 1 ee 1. Jäg. B. Schuß durch die r. Hand und die r. Schulter. l 34) Oberländer, Friedrich, Friedberg, 2. Inf.⸗R. Schuß 2210 g durch den l. Unterschenke l. 1 6. 35) Bresch, Andreas, Dieikammer Kr. Lauterbach, benden 1. Jäg.⸗B. 5 36) Dietz, Joh. Friedr., Schwabsburg Kr. Oppenheim, T Sergeant im 1. Jäg.⸗B. Streisschuß r. Wade und Schuß At in die r. Schulter. In Privafpflege. b 1 N ö 37) Rausch, Heinrich, Friedberg, Corporal im 1. Jäg. B. 21 0 Fleischschuß r. Oberschenkel. Zi 38) Schmidt, Heinrich, Friedberg, 2. Inf.⸗R. Schuß A0 in den r. Hinterbacken. te 39) Bechthold, Joh., Steinfurth, 1. Jäg.⸗B. Fleisch⸗ da schuß am Halse. In Privafpflege. a ö 40) Schmidt, 1 0 5 Frledberg, Corporal im 2. 2440 Inf.⸗R. Fieber. In Privatpflege. in 41) Burck, Karl, Friedberg, Gefreiter im 2. Inf. R. feed Dyssenterie. In Privafpflege. 2 en 42) Schnarr, Wilhelm, Wohnbach, 2. Inf.⸗R. Schuß⸗ us f Sergeant im 1. Jäg.⸗B. pro Opus(4 Bogen flark) nur 12½ Sgr.— N 43) Gröninger, Georg, Ockstadt, 2. Inf.-R. Stechen 4) Baß Ken, Sd, 2. at A. Sac . uß, Kot„Södel, 4, In]. R. eisschu am ang 2 Sept. die Giappen Commdn⸗ vantur zu Gießen entlassen. 1 n 45) Schneidmüller, Christian, Gedern, 1. Jäg.⸗ B' Streifschuß am Hinterkopf. Am 7. Sept. an das Vereins⸗ azar. zu Gedern entlassen. f 46) Herbert, Casp. Ludw., Steinbach Kr. Gießen, . Jäg.⸗B. Diarrhoe. 47) Pfaff, Heinrich Ludw., Nieder⸗Florstadt, 1. Jäg.⸗B. Diarrhoe. 48) Pfänder, Matthias, Weinsheim Kr. Worms, Schuß durch die r. Wade. 49) Eich, Ludwig, Friedberg, 2. Inf.⸗R. Schuß⸗ wunde an der kleinen Zehe des J. Fußes. 50) Hohmann, Georg, Fulda, Lieutenant im 2. Inf.⸗R. Schußwunde l. Hüftknochen und l. Unterarm durch einen Dranatsplitter. In Privatpflege. 51) Hauß, Julius, Friedberg, Lieutenant im 1. Jäg. B. Schußwunde im Nacken. In Privatpflege. 52) Bebrmann, Heinrich. Raibach, 1. Jäg.⸗B. Rubr. 53) Götz, Balthasar, Bermuthshain, 1. Jäg.⸗B. Schußwunde auf dem Rücken. 54) Becker, Konrad, Burggemünden, 1. Jäg.⸗B. Schuß⸗ vunde l. Daumen. In Privafpflege. 55) Senzel, H. W., Ober⸗Florstadt, 1. Jäg.⸗B. Lugenentzündung. 56) Altenheimer, Jacob, Holzhausen, 1. Inf.⸗R. Fieber. 57) Marloff, Peter, Dorheim, 1. Inf.⸗R. Ruhr. 58) Becker, Johannes, Hoch⸗Weisel, 1. Inf.⸗R. Rubr. 59) Griesbaber, Johann, Partenheim, Corporal im -Jäg.⸗B. Hautwunde auf dem Hinterkopf und im Nacken. Verloosungen. Preußische 3½ pCt. Staatsprämienanleihe „on 1835. Bei der am 15. Sept. 1870 stattgehabten Berloosung sind folgende 40 Serien gezogen worden: Nr. 28 49 82 98 311 322 345 396 427 467 520 521 32 558 593 617 648 669 700 740 833 889 914 916 21 1032 1033 1098 1116 1152 1176 1177 1249 1251 308 1339 1370 1429 1448. Die zu diesen Serien ge— Frigen 4000 Prämienscheine werden mit unter sich gleichen Anhalt-Dessauische Prämienanleihe. In ber am 15. in Dessau stattgefundenen Scrienziehung wurden folgende Nummern gezogen: 14 46 50 66 73 112 194 305 381 350% 1 atländer Fr. 10⸗Loose. Ziehung am 16. Sept. 1870. Gezogene Serien: 1285 1889 6791 1277 und 79 Gewinne Serie 1285 Nr. 74 30,000 Fr., Serie 1889 Nr. 2 1000 Fr., Serie 6791 Nr. 46 500 Fr. Bekanntmachung. Gaben, welche zur allgemeinen Vertheilung an unsere Soldaten im Felde bestimmt sind, wolle man mit der Bezeichnung:„An das Comité zur Versorgung der hessischen Feld— truppen, zu Handen des Herrn Maschi⸗ nenfabrikanten Blumenthal zu Darm- stadt, franko hierhersenden. Unter der gleichen Bezeichnung wolle man alle Liebesgaben an einzelne Soldaten zur Beförderung an uns einsenden, und bemerken wir bezüglich der Verpackung folgendes: Die Adresse muß enthalten: Vor⸗ und Zunamen des Empfängers, Namen und Wohnort des Absenders. Be— sonders hervorgehoben Regiment und Com- pagnie. am Besten aufgeleimt Größere Sendungen werden am sichersten in Leinwand oder Holz- kistchen verpackt und die Adresse auf die Um hüllung selbst geschrieben. Darmstadt im September 1870. Namens des Comités zur Versorgung der hess— Feldtruppen. H. Blumenthal, Materielverwalter. zrämien à 114 Thlr. preuß. Cour. pro Stück vom - April 1871 ab bezahlt. Unterstützung der im Felde stehenden hessischen Truppen. 12 in voriger Nummer dieses Blattes er⸗ schienenen Aufruf, betreffend die Sammlung ußthiger Gegenstände, als: Unterhosen, wollene Han den, Jacken, Rum, Brannt- wein, Chokolade, Tabak, Cigarren, Kaffee u. s. w. und besonders Geld zur Anschaffung obiger Gegenstände, möchten wir noch beifügen, daß Packete an einzelne Soldaten zur Weiterbeför⸗ derung ebenfalls angenommen werden, jedoch müssen dieselben in der oben bemerk⸗ ten Weise adressirt und verpackt sein. Außer unsrer Annahmestelle im Bahnhof zu Fried⸗ berg sind die unterzeichneten Mitglieder des Comite's ebenfalls zur Entgegennahme obiger Artikel bereit. Abgang der ersten Sendung Sonntag den 25. September, Einlieferung der für dieselbe be⸗ stimmten Gegenstände bis längstens Sauustag den 24 Sept., Nachmittags 4 Uhr. Das Comite zur Erfrischung durchziehender Truppen und Versorgung der hessischen Feldtruppen: C. Bindernagel. C. Groß. G. Hieroni⸗ mus. J. Koob. J. Morschel. A. Metzen⸗ Bei Papierpacketen wird die Adresse dorf. J. Pfeffer, Ph. Ritzel. Gerson Schulhof. G. Sek C. F. Schleuning. eig. Zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben gingen noch weiter brei uns ein: Ungenannt 1 fl., J. G. Diegel 5 fl., Bergcassier Winter in Dor⸗ heim 3 fl. 30 kr., K. F. B. 2 fl., Frl. K. B. 1 fl. Zusammen bis jetzt 29 fl. 30 kr. Wir sind gerne bereit, weitere Geldbeträge in Empfang zu nehmen und im Vereine mit dem bier bestebenden Comite zweckmäßigst zu verwenden, bitten deßhalb um weitere Zusendungen. Die Expedition des Oberh. Anz. Kriegskarten Festungspläne Friedberg und Nauheim. bei Binderunagel& Schimpff. 2288 Wer sich ein heiteres Stündchen am Clavier verschaffen will, dem empfehlen wir hiermit die 5 drei ausgezeichneten großen Walzer von Johannes Schondorf: Burschentänze— O. Hübner⸗Trams: Jugendträume(Preis- Compofition) Jultus Lammers: Frühlings reigen, und wir find über⸗ zeugt, Jeter wird uns beiffimmen.— Zu beziehen F von Robert Apitzsch in Leipzig und durch alle Buch⸗ und Musikallenhandlungen.— Preis Tapeten- X Fenster-Nouleaur. 1 46 Tapeten von 7 kr., solche mit 2 und 3 Farben 1% kr., schwere Glanztapeten mit 3 und 4 Farben von 1 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Regenschirme 6 werden prompt und billigst reparirt und neu erzogen von S. Garde, Schirmmacher, Judenaasse. Krippen, Cröge& Gossensteine 21 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt dle Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Auch nimmt dieselbe Bestellungen auf Brunnen— söge, Kelterstelne, Treppentrltte ic. aus mannter Steinsorte entgegen. 2446 Denjenigen jungen Leuten, welche sich 1865, 1866, 1867 freigeloost und jetzt ein— then wollen, ertheilt auf Anfrage nähere Zusfunft Kreisbüreaugehülfe Fin k. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 2161 in Frankfurt a. M. [Sauere phosporsauere Kalke(Superphosphate) zur Düngung des Getreides, für Rüben, Wiesen Gemüse, Futtergewächse, Repo u. s. w. in dret Sorten. 5 Phosphorit⸗ Phosphat, das rohe Knochenmehl er⸗ setzend Hülfsdünger. Gedämpftes Knochenmehl(quanifirt), in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Maschinen⸗ und zur Handsaat). Griesheimer Guano(Kalt⸗Sünger), feines Pulver, für Getrelde, Reps, Tabak, Kartoffeln Hopfen u. s. w. Weinberg⸗Guano(Weinberg- Dünger). Wiesendünger(Kall⸗ Dünger). 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Obligations Verloosung. 2292 Bei der beute dahier statigehabten Verloosung biesiger Partial-Obligationen ist die Nr. 26 mit 100 fl. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag dis zu Ende dieses Jabres gegen Rückgabe der quittirten Schuld⸗ verschreibung und der nicht fälligen Zinscoupons bei biesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ißt, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. Ossenbeim den 22. September 1870. Groß derzogliche Bürgermeisterei Ossenheim a ul. Der mittlere Stock 2305 meines Hauses ist vermiethen und dis Ende September zu beziehen. Wittwe Zobel in de ü sag affe. Aecker⸗Verpachtung. 2285 Samstag den 24. d. M., Abends 7 Uhr, lasse ich meine in der Gemarkung Beienheim liegenden Grund⸗ stücke öffentlich auf 9— 12 Jahre verpachten. 4—6 Morgen liegen am Friedberger Weg und Frankfurter Straße. Schintel. 2297 Eine Frankfurter Producten-Handlung en gros sucht für das Comptoir einen mit den nöthigen Schulkenntnissen versehenen Lehrling. Bei entsprechenden Fäbigkeiten wird jetzt schon Gebalt bewilligt, und ist Ausficht auf eine spätere sichere Stel⸗ lung geboten. Frankirte schristliche Anfragen sub Obitkee U. T. 8el befördert die Annoncen Expedition von Haasenstein& Vogler in Fraukfurt a. M. Foulards, 420 seldene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Soeben ist erschienen: ci aden 7 Ann Inn neim us ein * gebalten Zwei Predigten aus der Kriegszeit, zu Friedberg von Dr. K. Köhler, Professor und Pfarrer. Der ganze Ertrag ist zum Besten der deutschen Invalidenstiftung für 1870 bestimmt. Zu baben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Jüdische Feiertage 2298 Montag den 26, und Dienstag den 27. September. Mayer J. Hirsech. M. L. Goldmann. fintertichts-& Erzichungs-Justikut in Friedberg. 2287 Da wir durch die Erbauung eines neuen Hauses im Stande sind eine größere Anzahl Schülerinnen aufzunehmen, setzen wir die geehrten Eltern hierdurch in Kenntniß, daß mit dem 10. October der Wintercursus in unserer Anstalt beginnt. Prospecte sowohl wir bis zu dieser Zeit machen zu wollen. Etwaige Anmeldungen bitten für Pensionäre als auch für Schülerinnen aus hiesiger Stadt sind zu jeder Zeit bei uns zu haben. Amalie, Marie& Lina Werner. Wollene Hemden für Soldaten 2303 bei Mayer J. Hirsch. 2304 Für die Feldsoldaten sind AUnterhosen, Flanell sehr billig zu beziehen bei -Heunden, Kamisäler Becker& Engel. Liebigs Fleischertruct, Wad Nauheim. 2302 ½ Pfund zu 48 kr., ¼ Pfund zu( fl. 30 kr. Reine Chocolade. Tropfen zum Schutz gegen die Ruhr. Hof⸗Apotheke zim Engel C. 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Die Bewohner der Umgegend werden zu zahlreichem Besuch einpeladen. Billets 3 1 fl. und für nummerirte Plätze à 1 fl. 45 kr. find zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Frierberg und Bad Nauheim, sowie Abends an der Casse. Dr. med. Bode jun. Dr. jur. Meyer. Einen lüchtigen Schneidergesellen 2300 sucht K. H. Friedrich. Schwarze Kaiser-Tinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei Bindernagel& Schimpff. 5 8 Junge Leute, 2293 welche die Lebranstalten Darm fladt's besuchen wollen, werden in Pension genommen dei Ober⸗Rechn.⸗ Probator Paul daselbst Rheinstraße 13. S eee Dan k. 2301 Für die kundgegebene große Theilnahme während des schmerzlichen Leidens und bei der Beerdigung des Großherzoglichen Sergeanten Jo st Müllee sagen herzlichen Dank all den edlen Menschenfreunden Die Hinterbliebenen. Dauksagung. 2308 Für die allseittge und herzliche Theilnahme bei der Krankheit und Beerdigung unseres lieben Ern st sagen wir unseren gerührten Dank. Die Familie Weckerling. 3 c 9 5 - K eee 1 ¹˙, 2299 Erlaube mir die Anzeige zu in daß ich mich als praktischer Arzt hier nieder⸗ gelassen habe.*„ 997 Wobeang im Hause der Fran Wittwe Trapp. l 5 Zu sprechen Morgens vor 8, Mittags von 23 Uhr. 1 ee Friedberg. f f . seüberiger Stellvertreter des verff, Dr. Trapp. 3 Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim it zu haben: f Wacht am Rhein! Illustrirte Kriegschronik Nr. 8 und 9.— Preis 9 kr. J Die 5 Wacht am Uhein. Marsch für Pianoforte. von K. Werner. b Zweibändig Preis 11 Kr., vierhändig Preis 14 kr. Germania. 22 vaterländische Lieder für Gesang mit Pianoforte.* Preis 21 ke. Für Pianoforte allein 18 kr. Zindnadeln. Ernste und heitere Bilder aus dem deutschen„ gegen n III. *. Jedes Blatt 6 kr. Der wahre Jakob. Nummer vom kaiserlichen Altwesbersommer. O selig, o selig, ein Turko zu sein! Motto: Wer nie statt Brodes Rüben aß, 5 Wer nie beschmutzt, zerlumpt, zerhauen Auf seinem Stroh als Turko saß, 8 Der kennt euch nicht, ihr himmlisch milden Frauen. 1 Frei nach Göthe. höfen und Lazarethen zu singen). 2 Der Turko lebte, wie man hört, 1 Als Vieh mehr, denn als Mensch bis Wörth) Dort zog man ihn gefänglich ein— 1 Ich möcht' kein solcher Turko sein. Doch wird er d'rum nicht sehr gehaßt: Manch holdes Mädchen küßt ihn fast, Wie streicheln ihn die Händlein fein!— Ich möchte doch ein Tun ko sein. Er lebt bei uns in Saus und Braus, Weiß kaum, daß er aus Frankceich draus, Französisch hört er ja, allein— Ich möcht' d'rum doch kein Turko sein. Die Wunde zärtlich zugedeckt, ö N 7 Orangen, Blumenk änze, Wein— Ich möcht' halt doch ein Tucko sein. Weil unsanft uns'rer Brüder Faust Enischäd'gen ihn der Schwestern Reih'n— Und doch möcht' ich kein Turko sein. Ich wünsche eines Turko Glück Mir dennoch keinen Augenblick.— Doch lieber noch ein Turko sein, Als solch' ein deulsches Mägdelein! Dem Ewigweiblichen aller tu koliebenden Damen in bekinnter Hochachtung gewidmet von Einem, „der kein Turko ist.“ Dr. Wagner, 0 Nach der Melodie der Pabst lebt herrlich ꝛc. 1 6 Reicht jede Jungfrau ihm Con fect, 16 5 N Hernieder auf sein Haupt gesaust, N. 1