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Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 18 enthält: I. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern, Schenkungen an verschiedene Wohlthätigkeits-Anstal ten betreffend. S. K. H. der Großherzog hat am 14. März d. J., als dem dießjährigen Namenstage J. K. H. der Höchstseligen Großberzogin Mathilde, den nachstehend ge— nannten Wohlthätigkeits-Anstalten die dabei bemerkten Gaben allergnädigst zuzuwenden geruht: 1) den Mathilden⸗ Stiflungen der drei Provinzen je 300 fl.= 900 fl., 2) dem Mathilden-Landkrankenhause 300 fl., 3) dem Rettungshause in Hähnlein 200 fl., 4) dem Dia⸗ konissenhause„Elisabethenstift“ 150 fl., 5) dem Hause des barmherzigen Schwestern zu Darmstadt 150 fl., 6) der ee une zu Darmstadt 100 fl., 7) der Blinden- stalt zu Friedberg 100 fl. II. Bekanntmachung desselben Minssteriums, die Be— stätligung von Schenkungen an das Diakonissenbaus „Elisabethenstift“ in Darmstadt betreffend. Dem Dia⸗ konissenhause„Elisabethenstift“ in Darmstadt sind folgende Schenkungen zugewendet worden: 1) von J. M. der Königin von Bayern 100 fl., 2) von J. K. H. der Prinzessin Ludwig von Hessen 100 fl., 3) von einer Ungenannten 120 fl., 4) von derselben 175 fl., 5) von Sr. Erl. bem Grafen von Schlitz, genannt von Görtz 250 fl., 6) von einem Ungenannten 105 fl., 7) dem der Soldaten 150 fl., 8) Vermächtniß von Districtsein den Character als Mitprediger,— am 12. April dem Weinhändler Ritsert zu Darmstadt den Character als Hof⸗Lieferant,— am 13. April dem außerordentlichen Prosessor bei der philosophischen Facultät der Landes-Univer⸗ sität Dr. Noack den Charakter als Bibliothekar zu ertheilen. XII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 23. März den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Biebes— heim, Roth, auf sein Nachsuchen in den Ruyhestand— und am 7. April den Schullehrer an der dritten katho⸗ lischen Stadtschulstelle zu Offenbach, Krimmer, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. — Der Oberförster der Oberförsterei Rim— bach, Ludwig Strack ist in gleicher Diensteigen⸗ schaft in die Oberförsterei Oberrosbach versetzt worden; ferner wurde Forst⸗Accessist Freiherr Friedrich Scheuck zu Schweinsberg aus Darmstadt zum Oberförster der Oberförsterei Rim- bach und Forst-Accessist Wilhelm Wilbrand aus Gießen zum Oberförster der Oberförsterei Viernheim ernannt. * Friedberg. Seine Königliche Hoheit der Großherzog trafen am 21. d. Vormittags orerst bis zum 15. Juni, dem Tage der Ankunft Hülfsverein im Großherzogthum für die Kamen 10 Uhr dahier ein, um, dem Vernehmen nach, nehmer Flemming zu Butzbach 150 fl.— S. K. H. der Großherzog haben diese Schenkungen Allergnädigst zu be— stätigen gernht. III. Bekinntmachung der Gr. Commission für Post⸗ Angelegenheiten, den Personenpostcours(hier die Personen⸗ geldsätze) zwischen Beerfelden und Darmstadt betreffend. IV. Bekanntmachung Gr. Kreisamts Vilbel, die Nieberschlagung der Umlage der israelitischen Gemeinde Burg⸗Gräfenrode, im Kreise Vilbel, betreffend. V. Bekanntmachung Gr. Kreisamts Bingen, die weitere Erhebung einer Umlage auf die katholischen Ein⸗ wohner zu Ockenheim betreffend. VI. Uebersicht der für das Jahr 1870 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Groß-Gerau. VII.— IX. uebersicht der für das Jahr 1870 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbe— dürfnisse in den Gemeinden der Kreise Schotten und Groß-Gerau. X. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. April den Oberförster der Ober— erei Nidda, Georgi, in gleicher Diensteigenschaft in die örsterei Schiffenberg zu versetzen;— an demselben Tage von fämmilichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach auf die ev. Pfarrstelle zu Hopfmannsfeld präsentirten ev. Pfarrer zu Üdenhausen, Schuster, für diese Stelle zu bestätigen;— am 12. April dem ev. Schullehrer zu Ziegenberg, Bindewald, die erledigte ev. Schulstelle zu Groß⸗Eichen,— dem Schullehrer an der dritten ev. Schule zu Langen, Ulrich, die erlebigte zweite ev. Schulstelle daselbst— und dem Pfarramtscanbidaten Heddäus aus Zotzenheim die ev. Pfarrstelle zu Dalsheim zu übertragen;— am 16. April den Steuercontroleur des Steuercontrolebezirks Bensheim, Golz, in gleicher Diensteigenschaft in den Steuercontrole⸗ bezirk Darmstadt zu versetzen— und dem Decan des evang. Oecanats Grünberg und ersten ev. Pfarrer zu Grünberg, Victor Habicht, die ev. Pfarrstelle zu Rüssels heim zu über⸗ tragen;— am 20. April den Kreisbaumeister des Kreis⸗ bauamts Erbach, Heim, in gleicher Diensteigenschaft in das Kreisbauamt Worms zu versetzen— und den Bau⸗ Aspiranten Berdells aus Mainz zum Kreisbaumeister bes Kreiobauamts Erbach zu ernennen. Am 21. März wurde der Pfarrer zu St. Peter in Worms, Propst Sänger, zum Domcapflular gewählt.. XI. Cbaraklerertheilungen. S. K. Hoheit der Groß, herzog haben allergnäbigst geruht: am 31. März dem Restaurateur David Stamm ben Charakter als Hof⸗ Restaurateur,— an bemselben Tage dem Pfarramts— Candibasen und Lehrer an der ersten Abthetlung der ersten evangelischen Stadimäbchenschule zu Darmstabt Offenbächer es Kaisers von Rußland in Jugenheim, dahier zu verweilen. Im Gefolge Seiner Königlichen Hoheit befanden sich die Flügel⸗Adjutanten Major v. Küchler und Hauptmann v. Herff.— Zur freundlichen Begrüßung des Landesfürsten hatten die Bewohner der Hauptstraßen ihre Häuser mit hessischen Fahnen geschmückt. Mainz. In der Octroi-Angelegenheit liegt nun der letzte Theil des Berichtes der städtischen Fachcommission vor. Auch durch ihn wird ein ziemlich lockerer Geschäftsgang bei einigen Beamten der Verwaltung constatirt. Bei einem war das Einnahmeregister zum Theil von Frauenhand ge- führt, einem anderen sollen Knaben es verstümmelt haben 1c. Radiren der Zahlen scheint bei den meisten eine Art Geheimmittel gewesen zu sein. Für die Disciplinaruntersuchung, möglicher Weise auch die gerichtliche, bietet der Bericht wieder Anhaltspunkte. Preußen. Berlin. Der Kronprinz von Preußen, dessen Abreise von Karlsbad gemeldet wird, scheint, wie Wiener Blätter bereits andeu- teten, durch den Kurfürsten von Hessen vertrieben zu sein. Der„E. Z.“ schreibt man:„In Hof— kreisen wird versichert, daß das absichtlich ver letzende Gebahren des Exkurfürsten von Hessen gegenüber dem preußischen Kronprinzen in Karls- bad ernstlich verstimmt hat, oder vielmehr der Schutz, den die österr. Regierung diesem Gebahren hat angedeihen lassen. Man würde es als einen Akt der Höflichkeit angesehen haben, wenn dem Exkurfürsten von österreichischer Seite bedeutet worden wäre, daß Demonstrationen auf neutralem Platze keine Berechtigung haben.“ — 20. Mai. Der Reichstag genehmigte das Gesetz, betreffend die Actiengesellschaften, nach den Anträgen Bernuth's in erster und zweiter Lesung. Das Gesetz, betreffend den Schutz der Autoren- rechte wurde definitiv, das Bundesindigenatsgesetz mit einem Amendement von Prosch-Gumbrecht in dritter Lesung angenommen. Hierauf trat das Haus in die zweite Berathung des Kardorff'schen Antrages, die Prämien- Anleihen betreffend, ein. §. 1 wurde ohne Debatte abgelehnt und alsdann zur Berathung des v. Blankenburg betreffs der- selben Frage gestellten Antrages übergegangen, ohne daß es zur Abstimmung kam, indem bei §. 1 Vertagung beschlossen wurde. — 21. Mai. Das Bundesindigenatsgesetz wurde definitiv angenommen. Hierauf folgte die dritte Lesung des Strafgesetzbuches. Bundescom— missär Leonhardt erklärte, daß die Bundesregierun⸗ gen den Beschlüssen des Reichstags möglichst ent- gegengekommen seien und die Todesstrafe nur für die Verbrechen des Mordes und des gegen das Bundesoberhaupt und die Landesfürsten gerichteten Mordversuches beibehalten bleiben solle. Das Haus beschließt auf den Antrag Schwerin's, die Berathung auf Montag zu vertagen, um die ge— hörten Erklärungen in Erwägung zu ziehen. Weimar Aus Jena trifft die Nachricht von dem erfolgten Hinscheiden des geheimen Kirchenrathes Prof. Dr. Schwarz ein. Ein im Jahre 1868 eingetretener Schlaganfall hatte seine Kraft so vollständig gebrochen, daß er schon im vorigest Jahre seine kirchlichen Aemter niederlegte. Schwarz war am 20. Juni 1802 zu Halle geboren. Coburg. Behufs Einberufung einer Vor- synode zur Berathung einer neuen Kirchenver— fassung für vie Herzogthümer Coburg und Gotha ordnet eine so eben erschienene Verfügung des Staatsministeriums hier die unverzügliche Vor- nahme der Wahlmännerwahl und die alsbaldige Wahl der Abgeordneten für die drei Wahlbezirke des hiesigen Herzogthums an. Bayern. München. Laut Verfügung aus dem Cultusministerium hat der König geneh- migt, daß in öffentlichen Blättern sowie von den Kanzeln zu Beiträgen für das in Eisleben N errichtende Luther-Denkmal eingeladen und die protestantischen Pfarrämter zur Eupfangnahme solcher Beiträge ermächtigt werden. — Die Abgeordnetenkammer hat in ihrer Sitzung vom 21. d. den Antrag des Frhrn, von Stauffenberg auf Aufhebung der Todesstrafe in namentlicher Abstimmung mit 76 gegen 67 Stim- men verworfen. Oesterreich. Wien. Die amtliche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht zwei auf Grund elnes Vortrages des Ministerpräsidenten Grafen Potockt erlassene kaiserliche Patente, d. d. 21. Ma, durch welche das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes, sowie alle Provinziallandtage mit Ausnahme des böhmischen aufgeloͤst und sofortige Neuwahlen für diese sämmtlichen Körperschaften angeordnet werden. Frankreich. Paris. Die„Marseillaise“, deren Erscheinen auf zwei Monate suspendirt worden ist, hat seit dem Regierungsantritt des Ministers Olivier 60 Monate Gefängniß für Re⸗ dacteure und Herausgeber und fast 40,000 Frs. Geldstrafe erhalten. Das Schlußurtheil verhängt 15 Monate Gesängniß und 15,000 Frs. Strafe mit Vorbehalt fernerer 2 Jahre Haft zur Eine treibung der Strafgelder. Die beanstandeten Artikel bezogen sich auf das„Complott“, auf das „Feuilleton als Roman“ des Grandperret'schen Berichts über dasselbe, und besonders auf das Wort„Bonaparticide“, das Rochefort neben „Insectieide“ in die Grammatik einreiben wollte („Bonapartentod“ wie„Wanzentod“). Das Gericht meinte, die Zeitung habe damit keinen Respekt vor der Majestät bezeugt, was nicht zu längnen ist. — 21. Mai, Nachm. 1 Uhr. Der Kaiser hielt bei dem soeben stattgehabten Empfang des gesetzgebenden Körpers in dem Palast der Tui⸗ lerien folgende Ansprache an denselben: Meine Herren! Indem ich aus Ihren Händen das Resultat der allgemeinen Volksabstimmung vom 8. Mai entgegennehme, war mein erster Wunsch, meine Erkennt— lichkeit der Nation auszudrücken, welche mir seit zweiund zwanzig Jabren zum vierten Male ein sprechendes Zeug— niß ihres Vertrauens gegeben hat. Das allgemeine Stimmrecht, dessen Grundbedingungen sich ohne Aufhören erneuern, bewahrt nichtsdestoweniger in seiner Beweglich— keit einen consequenten Willen. Es hat zum Führer seiner Tradition die Sicherheit seiner Gefühle und die Treue seiner Sympathien. Das Plebiscite hatte nur die Ralisication einer Reform der Verfassung durch das Volk zum Gegenstand, aber inmitten des Widerstreits der Meinungen und in der Leidenschaft des Kampfes hatte sich die Heftigkeit der Debatten bis aufs höchste gesteigert. Wir bedauern es nicht. Die Gegner unserer Staatsein⸗ richtungen haben die Frage auf die Alternative„Revo— lution oder Kaiserreich? zugespitzt. Das Land hat sich zu Gunsten des Systems entschieden, welches die Ordnung unb die Freiheit verbürgt. Heute ist das Kaiserreich be— festigt auf seiner Grundlage, es wird seine Stärke in seiner Mäßigung zeigen. Meine Regierung wird die Gesetze ohne Parteilichkeit wie ohne Schwäche ausführen lassen, sie wird nicht abweichen von der liberalen Linie, welche sie sich gezogen hat, indem sie Allen gleiches Recht gewährt. Sie wird alle Interessen schützen, ohne sich der abweichenden Stimmen und der feindlichen Umtriebe zu erinnern; aber sie wird auch verstehen, dem so energisch kund gethanen nationalen Willen Achlung zu verschaffen und denselben von jetzt ab über jeder Controverse zu halten. Nachdem wir nunmehr die constitutionellen Fragen überwunden haben, welche die Ansichten der besten Geister spalten, brauchen wir uns kein anderes Endziel mehr zu flecken, als die ehrenwerthen Männer aller Parteien um die Verfassung zu schaaren, welche das Land sanctionirt hat, die Sicherbeit zu befestigen, die Beruhigung der Leidenschaften herbeizuführen, die socialen Interessen vor der Berührung mit falschen Lehren zu bewahren und unter Zuratheziehung aller Verstandeskeäfte die Mittel zu erforschen, durch welche die Größe und das Gedeihen Frankceichs vermehrt werden kann; wir haben ferner überallhin den Unterricht auszubreiten und zu verbessern, die Verwaltungsmaschinerie zu vereinfachen, die Thäligkeit von dem Mittelpunkie des Landes, wo dieselbe überfluthet, auf die entlegeneren Theile, wo sie darniederliegt, fortzu— pflanzen, in unsere Gesetzbücher, welche Denkmäler sind, die durch die Zeitverhältnisse gerechtfertigten Verbesserungen einzuführen, die Productionskraft und den Reichthum des Landes zu vergrößern, den Ackerbau und die weitere Entfaltung der öffentlichen Arbeiten zu unterstützen und schließlich diesem slels gelösten und doch immer wieder von Neuem auftauchen⸗ den Problem unsere Kräfte zu weihen, nämlich die beste gleichmäßige Vertheilung der Lasten, welche auf den Bei⸗ tragspflichtigen ruhen, auszufinden: dies ist unser Pro⸗ gramm; indem wir es verwirklichen, wird unsere Nation durch die freie Ausbreitung ihrer Hülfskräfte die Fort⸗ schritte der Civilisation immer wieder ausdehnen. Ich danke Ihnen, meine Herren, für die kräftige Hülfe, welche Sie mir bet dieser feierlichen Gelegenheit geleistet haben. Die bejahenden Stimmen, welche die in den Jahren 1848, 1851 und 1852 abgegebenen ratificiren, bestätigen auch ihre Vollmachten und geben ihnen wie mir neue Kraft, für das Wohl des Landes zu arbeiten. Wir dürfen heute mehr denn je die Zukunft ohne die Befürchtung ins Auge fassen, daß sich dem fortschreitenden Gange eines Regimes, welches ein großes Volk inmitten politischer Drangsale begründet und im Schooße des Friedens und der Freiheit befestigt hat, in Wirklichkeit Hindernisse in den Weg sellen könnten. — Die Rede des Kaisers wurde an zahl“ reichen Stellen und namentlich am Ende lebhaft applaudirt. Die meisten Blätter, besonders das „Journal des Debats“, loben die Weisheit und den Liberalismus, welchen die Rede bekunde. Spanien. Madrid. Man versichert, daß Espartero, den an ihn gerichteten Aufforderungen nachgebend, die Throncandidatur annehmen werde. Gleichwohl glaubt man, daß diese Candidatur scheitern wird. Portugal. Lissabon. Der Herzog von Saldanha hat mit sechs Bataillonen ein Pronun- ciamento gemacht. Er nahm das Fort St. George und drang nach einem Gefecht, in welchem 6 Mann getödtet und 30 verwundet wurden, in den Palast des Königs ein. Der Herzog de Loule, Präsident des Conseil, welcher herbeigerufen wurde, nahm seine Entlassung, worauf der König den Herzog von Saldanha mit der Bildung eines neuen Ministeriums beauftragte. Italien. Florentiner Nachrichten besagen: Die revolutionäre Bewegung nimmt eher zu als ab. Briefe aus Neapel versichern, daß in den süditalienischen Provinzen und in Neapel selbst viele junge Leute den Republikanern sich anzu- schließen bereit sind und die Bürger von Filadelsia, Maida und Cortale, anstatt sich von der Regie— rung gegen die Banden commandiren zu lassen, ihnen die größte Sympathie zeigen. Der Syn— dikus von Flladelsia sogar, Serrano, ist in ihre Mitte übergegangen. Alle Nachrichten kommen überein, daß die Bewegung keine vereinzelte ist und daß die Bevölkerung nichts thut, die Re— gierung zu unterstützen. Damit sind auch die neuen Truppenverstärkungen erklärt, welche die calabresischen Behörden fortwährend verlangen. Auch nach Sieilien sind wieder neue Truppen geschickt worden, und Medici läßt ein Telegramm auf das andere folgen, welches Hilfe verlangt. Und die Vorgänge von Calabrien finden ihr Echo in den Abruzzen, wo mehrere Banden ihrem Bei— spiele folgen. Florenz. In der Deputirtenkammer ge— langten verschiedene auf die Marathoner Räuber⸗ affaire bezügliche Documente zur Vertheilung, darunter ein Bericht des Obersten Theagenes, welcher darthut, daß das Resultat der gegen die Räuber getroffenen Maßregeln ein anderes gewesen wäre, wenn die Truppen von Chalcis ihre Pflicht gethan hätten. Ein zweites Document constatirt, daß die Chefs der Briganten in Folge von Rathschlägen hervorragender Persönlichkeiten von Chalcis auf der Amnestie bestanden haben. Eine Note des italienischen Gesandten in Athen, Della Mineroa, vom 5. Mai, wirft der griechischen Regierung vor, die Benachrichtigung des Publikums über das Bestehen von Räuberbanden verabsäumt zu haben, und bestätigt die Existenz einer energi⸗ schen französischen Note an die griechische Regierung, in welcher die Letztere für das Lösegeld künftig gefangener Franzosen verantwortlich gemacht wird. Genua. Drei Fahrzeuge überwachen gegen— wärtig Cabrera. Man weiß nicht, ob Ricciotti Garibaldi bei den Insurgenten in der Provinz Catanzaro ist und fürchtet die Bildung neuer Banden; die Regierung trifft daher militärische Vorsichtsmaßregeln. Rom. Die französischen Bischöfe haben sich beeilt, ihrer Geistlichkeit zu befehlen, am nächsten Sonntage bei Gelegenheit des glücklichen Erfolges des Plebiscits in ihren respectiven. Cathedralen ein Te Deum singen zu lassen. Die französische Gesandtschaft wird am selben Tage eines in Rom singen lassen in Gegenwart der französischen Bischöfe. Gießen. Die Ausstellung von Gewerbserzeugnissen, welche im September d. J. dahier abgehalten werden soll, verspricht schon jetzt eine zahlreiche Betheiligung der In⸗ dustriellen und Gewerbtreibenden unserer Provinz. Eine beträchtliche Anzahl werthvoller und interessanter Gegen⸗ stände sind bereits zur Ausstellung angemeldet. Die meisten Aussteller aber sind mit ihren Anmeldungen noch rück⸗ ständig, jedenfalls weil der Schluß der Anmeldung erst Ende kommenden Monats stattfindet. Jedenfalls wäre es nur im Interesse der Aussteller selbst, wenn sie nicht zu spät die ausgefüllten Anmeldeformularien einsenden wür⸗ den, weil nur dann von dem Comits besondere Wünsche in Bezug auf den Raum und die Art der Ausstellung berücksichtigt werden können. Offenbach. Den Bemühungen des Präsidenten des hiesigen Arbeiterbildungsvereins, Herrn Lehmann, ist es gelungen, mehrere Portefeuillearbeiter zu gewinnen, welche während der Dauer der im nächsten Monat in Darmstadt statlfindenden Ausstellung von Erzeugnissen der Handwerker und Lehrlinge in der Ausstellung arbeiten werden, und wird soweit dem Publikum Gelegenheit geboten sein, die Fabrikation dieser Großindustrie durch eigene Anschauung kennen zu lernen. Diese Arbeiter werden nicht bereits vorgearbeitete Gegenstände vollenden, wie es in auswär⸗ tigen Ausstellungen so oft der Fall war, sondern alle Artikel aus Rohmaterial anfertigen. Während die Einen Necessairs, Brieftaschen, Spazierstöcke ꝛc. aus feinem Juch⸗ ten und Saffian fabriciren, auch alle Gegenstände dieses weitverzweigten Geschäftes nach Angaben verfertigen, wer⸗ den die Anderen jene Massenartikel produciren, welche von hier aus in Tausenden von Dutzenden täglich bis an die entferntesten Plätze der Erde versandt werden. Mannheim. Am 20. d. wurde auf dem christlichen Friedhose die Enthüllung des Grabdenkmals für Karl Ludwig Sand vorgenommen. Herr W. Langeloth sprach im Namen derjenigen Einwohner, welche diese Angelegen⸗ heit in die Hand genommen hatten, Hr. Professor Krebs verlaß eine längere Ausarbeitung über die politischen Zu⸗ stände Deutschlands in jener Zeit und die Motive, welche Sand zu seiner That leiteten. Ein Neffe Sand's, welcher anwesend, war dankte im Namen der Familie für die dem Andenken seines Onkels gewidmeten Mühen. In Wien wurde eine Vanknotenfälscher⸗Bande ent⸗ deckt und zur Haft gebracht, die ihr Gewerbe schon seit längerer Zeit betrieb und nach dem abgelegten Geständniß elwa 4000 Scheine à 5 fl. angefertigt, aber nur theilweise ausgegeben haben will. Als Verfertiger haben sich der Lüthograph Paul Wange und dessen Gehülfe Altmann bekannt; Letzterer und ein entlassener Beamter der Finanz⸗ Landes-Direction, Leitgeb, besorgten die Verbreitung. Erfurt. Die„Thür. Ztg.“ schreibt: Am 12. Mai Nachmittags um 4 Uhr entlud sich über unserer Stadt ein kurz andauerndes, aber schweres Gewitter, während dessen der Blitz zu fünf verschiedenen Malen einschlug. Der erste dieser Schläge fuhr in die Spitze des sehr hohen Thurmes der Allerheiligenkirche und entzündete das unter— halb des kupsernen, circa 2½ Fuß im Durchmesser großen Knopfes befindliche Holzwerk, so daß erst eine kleine Rauchsäule sichtbaf war und bald darauf die Flammen aus demselben Sofort verkündeken drei Kanonenschüsse von der Citadelle Petersberg und die Töne Um 6½¼ Ne r ste hg e ren g. 1442 Mittwoch den 25 Mat l, J., Vormittags 11 Uhr, sollen an hiesigem Rathhause circa 6 Centner Weizen⸗ siroh öffentlich meistbietend versieigert werden. Friedberg den 23. Mai 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Güter-Versteigerung. 1443. Freitag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause das zur Debitmasse der Firma Georg Wagner's Wittwe dahier gehörende Grund— stück in Fauerbacher Gemarkung: 31 Klafter Acker au der Schlockergasse, nochmals öffentlich meifbietend versteigert und dem Letzt⸗ bietenden bei annehmbarem Gebot die Genehmigung als— bald ertheilt werden. Friedberg den 23. Mai 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fo uc ar. Güter- Versteigerung. Friedberger Gemarkung: 309 Klaffer Grasgarten im Roseuthal, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 23. Mai 1870. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg o uc ar. Magensalz, gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. ꝛc., in ½, ½ Pfunden empfiehlt J. A. Windecker in Friedberg. 1444 Freitag den 27. Mai d. J, Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Rathhause das zur curatorischen Verwaltung des Christian Müller dahier gehörende Grundstück in 1252 bekannt als Bullrichs Unsversal⸗Reinigungssalz, 77, Bekanntmachung. 1426 Die am 18. und 19. Mai l. J. in dem Münsterer Gemeindewald abgehaltene Holzversteige⸗ rung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Samstag den 28. d. M. beftimmt worden. Die Abfuhrscheine können gegen Bürgscheine dah ier in Empfang genommen werden. Münster den 21. Mat 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster Reineck Ein Logis, 1441 welches sogleich bezogen werden kaun, ist zu vermiethen. Näheres zu erfragen unter Angabe der Nummer dieser Anzelge bel der Exped. d. Bl. Ein Logis 1410 bat zu vermielhen Heinrich Sauer. Ebend Algest genom 51 3 talen tango sischt tines in Ron 1 1 5 1 * 4 Arbeits-Versteigerung. 1416 Freitag den 27. Mai 1870, Vor- mittags 11 Uhr, werden die zur Veränderung der Feld⸗ webels Wohnung in der Klosterkaserne dahier erforderlich werdenden Arbeiten, als: e Maurerarbelt, veranschlagt zu 60 50 Zimmerarbeit 26 28 Schreinerarbeit 48 39 Schlosserarbeit 11 37 Weißbinderarbeit 36 16 auf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Plan nebst Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Garnisonverwaltung zur Einsicht offen. Friedberg den 20. Mai 1870. Großherzogliche Garnisonverwaltung Friedberg Nischwlßz. Main ⸗Weser⸗ Bahn. 1430 Es soll die Erbauung von 43 Wärterbuden aus Fachwerk auf der Babnstrecke zwischen Gießen und Bonames in 6 Loosen verdungen werden. Die Offerten find portofrei und versiegelt mit der Aufschrist: Submission auf Ausführung von Wärter⸗ duden bis zum Submissions⸗Termine am 4. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Inspection einzureichen. Ebendaselbst konnen die Zeichnungen und Begingungen eingesehen und die Submissions⸗Formulare in Empfang genommen werden. Frankfurt. M. den 19. Mai 1870. Königliche e ⸗Inspection un ke. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1420 Mittwoch den 1. Juni kommen aus dem Domantal-Walddistricte„Gebrannter Kopf“ zur öffentlichen Versteigerung: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Holzart. Se cken. Buchen 420 3 120 225⁵ 18 Hainbuchenstämme von 7½— 19“ Durchm. und 1540“ Länge mit 464 Cublikfuß. Donnerstag den 2. Juni aus den Districten „Raumertswald“,„Nauheimer Schlag“, „Mauersteig“: Scheitholz. Za den, Stockholz. Reisholz. 1 Holzart. enn. Buchen 33 57 52 1306 5(meist Stammreiser), Eichen 39 10 52 17 Nadelholz 1—— 15 Aspen— 31— 15⁵ 1 Eichenstamm von 57¼“ Durchmesser und Länge mit 260 Cubikfuß, 3 Eichenstämme von 25— 29½“ Durchmesser und 15-20“ Länge mit 313 Cubsffuß, 1 Elsbeerenstamm von 6½“ Durchmesser und 25“ Länge mit 8 Cubikfuß, 8½ͤ Stecken Eichen⸗Werkscheitholz, 1 Eichenstange von 5“ Durchmesser und 35“ Länge mit 7 Cubiksuß, 34 Buchenstangen von 3½— 5“ Durchmesser und 15—20“ Länge mit 90 Cubikfuß. Freitag den 3. Juni aus den Distrieten „Scheuerwald“,„Estruth“ I. und II. und 10⁰ „Ddölberg“. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reis holz. Holzart. ice. Buchen 227— 30½ 224 Aspen—— 107 (Zumachreiser) 5 Buchenstämme von 17— 24“ Durchmesser und 15—30“ Länge mit 328 Cubikfuß, 3 Aspenstämme von 8—9“ Durchmesser und 15-30“ TLiänge mit 39 Cublffuß. Die Zusammenkunft ist am 1. und 2. Tage an der hohen Straße am District„Gebrannter Kopf“ am dritten Tage im District„Scheuerwalv“ fedesmal Morgens 9 Uhr. Ortenberg am 15. Mai 1870. Großherzogliche Oberförsteret Ortenberg Thaler. Bekanntmachung. 1427 Der Unterzeichnete bringt hiermit zur allgemeinen Kenniniß, daß ihm von dem Präfldenten des Mathilden⸗ stifte des Kreises Friedberg die Ermächtigung erthellt wor— den iß, durch Perrn Gemeinde-Einnehmer Grüninger dahler für die hlesige Bezirkskasse in Verhinderungsfällen qustiiren zu lassen. Butzbach, 20. Mat 1870.. Der Bezirksrechner* Mathildenstifts Ku. Eine geübte Büglerin 1438 wird gegen guten Lohn(15 bis 16 fl. monatlich) und freie stcost und Logis zum sofortigen Eintritt ge⸗ sucht bel G. Elbelt, Elisabethenstraße Nr. 20 ln Bad Pomburg. Braunkohlen⸗Verkauf. 1448 Auf den Fürstlichen Gruben zu Weckesheim, Dorn⸗Assenheim und Wölfersheim können von letzt ab wieder Braunkohlenklötze der neuen Aufbereltung, sowie auch Holzkohlen zu den sellberigen Preisen bezogen werden und beginnt gleichzeltig eine neue bis zum 31. Dezember d. J. laufende, mit elner Zahlungs frift bis 31. März 1871 verbundene Creditpertode. Grube Weckesheim den 21. Mal 1870. Fürftliche Bergverwaltung een Versteigerung. 1429 Auf der Großherzoglichen, Domäne Selgenhof kommen Montag den 30. Mat l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, 1) An Pferden. 1 schwarzbraune Oldenburger Zucht⸗Stute, 9 Jahre alt, 1 braune Stute, N 5 (auch zum Reiten geeignet), 7„ 1 2) An Rindvieh. 2 Paar Ochsen, 2 Kühe, 1 Kalb. 3) An Oeconomie⸗ und Hausgeräthe. 5 vollständige Oeconomiewagen, 1 leichtes Wägelchen, 3 Pflüge, 2 Eggen, 8 Pferdegeschtrre, 4 Ochsengeschirre. 1 kupferner Branntwein⸗(Futter-) Kessel, 3 kupferne Waschkessel in verschiedener Größe. Fässer, Tische, Bänke und Stühle, 1 Actenschrank. 2 Schnellwaagen, Gefindebetten, Säcke. 2 Lponer Kochherde sowie sonstiges Hausgeräthe ꝛc. 4) An Früchten, die Masse bestehend in: circa 2 Malter Watzen, — N* „ 10„ Korn, sen Gerfte, „ 5„ Hafer, 1 7 Erdsen, n Saamen, „ 10„ leichter Frucht, gegen Zahlung mit Verabfolgung, unter den zur Ver⸗ lesung kommenden Bedingungen, zur öffentlichen Ver steigerung. Schotten den 19. Mai 1870. Großherzogliches Rentamt Schotten Schliephake. Vergebung von Bauarbeiten. 1439 Ote zur Aufführung eines neuen Thurms- und Glockenbaues an dem evangelischen Bethaus zu Helden⸗ bergen erforderlichen Bauarbeiten betreffend, vtranschlagt: 1) Maurerarbeit 228 fl. 9 kr. 2) Kalklteferung, eirca 63 Bütten, 100„ 48„ 3) Sandlieferung, circa 3 Cbklfir., 60„—„ 4) Steinhauerarbeit 95„ 42„ 5) Zimmerarbeit 992,—„ 6) Dachdeckerarbeit 86„ 30„ 7) Schreinerarbeit 1165—„ 8) Schlosserarbeit 142„ 0„ 9) Glaserarbeit 32%—„ 10) Weißbinderarbeit 2 11) Spenglerarbeit 9„ 36„ 12) Vergolderarbeit 75% 58„ 13) Pflasterarbeit 2230 6 7 sollen auf dem Submissionswege an dle Wenigstfordern⸗ den vergeben werden. Voranschlag, Zeichnungen und Bedingungen liegen von heute an auf dem Bureau der unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme der.. Ar- beiten bet Aufführung eines neuen Thurms und Glockenbaues an dem evangeltlschen Bethaus zu Heldenbergen“, versehen, versiegelt und frankirt bis späteßsens Dlenstag den 31. Mai 1870, Vormittags 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg am 21. Mat 1870. Groß herzogliches W Friedberg Re u ß. Grassamen-Versteigerung in dem Forste Nidda. 1431 Montag den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gemeindehause zu Nidda die dlesfährige Grassamenerndte aus den Domanialwaldungen der Oberförstereten Nidda, Ortenberg und Bingenheim, sowie aus verschiedenen Gemeindewaldungen des Forsts ver- steigert werden. Nähere Auskunft ertheilen auf Ver⸗ langen vor dem Versteigerungstermin die betreffenden Großherzoglichen Oberförsterelen. Salzbausen den 21. Mal 1870. g Groß herzogliches Forstamt Nidda Nilevergelter. Die Gartenlaube bringt in Nr. 21 folgende Beiträge: Aus eigner Kraft. Erzählung von W. v. Plllern, geb. Birch,(Fortsetzung.) — Ein deutsches Kaisergrab im alten Sachsenlande; Von C. St. Mit Abbildung: Benediettner⸗ Abtei Königslutter.— Berliner Erinnerungen. Von Eduard Devrient. 1. Spontinl.(Schluß.)— Die „Gnadenssätte“ in Phlllppedorf. Ein Beltrag zur Culturgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts. Von Scheube.— Am Fuße des Harrassprunges. Mit Abbildung: Der Parras-Sprung, Frankenberg und seine Umgebungen. Blätter und Blüthen: Alexander der Erste und die Frauen. Von Arthur v. Loy.— Wilhelm Bauer. Arbeits⸗Versteigerung. 1436 Freitag den 27. Mal l. J., Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem Bureau des Gr. Bürgermelsters zu Bodenrod nachstehende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Verffelgerung bekannt gemacht werdenden i versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: 1) Steinhauerarbeit veranschlagt zu 23 fl. 15 kr. 2) Schlosserarbeit 5 77000„ 3) Weißbinderarbelt 1 4 e 4) Maurerarbeit 8 1 5) Mauersteine zu brechen„ nn, 6) Beifuhr derselben 1 W ne 7) Kleslleferung 5„ 8) Kalklieferung W Butzbach am 22. Mai 1870. Der ee ur Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1435 Künftigen Montag den 30. d. Mis., Morgens 9 Uhr, sollen im District„Höler“ und„Fuchsstrauch“ an der alten Gießener Straße beim Albacher Hof an⸗ fangend, versteigert werden: 23½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 17„ Buchen, Eichen- und Tannen⸗Prügelholz, 37 5 desgleichen Stockholz, 825 Wellen desgleichen Relsholz, 69 starke Tannen ⸗Baustämme von 1725 Cubilfuß, 24„ DTannen⸗Stangen 130— 61„ Eichen⸗Stangen* 142* Alsdann an diesem Tage des Nachmittags 4 Ubr, werden im Diftricte„Erlesberg“ 7000 Wellen Tannen ⸗ Forstreisholz, zu Bohnenftangen tauglich, versteigert. Lich am 24. Mal 1870. Fürstliche Oberförsterel Lich Eigenbrodt. eee eee ee „Giesshübler Sauerbrunn.“ „König Otto's Quelle“ bei Karlsbad. (Der österreichlsche Selter's.) Reinster alkalischer Saͤuerling. 1300 Das specifische Gewicht ist 1.0025 bei 8 Grad R. Summe der festen Bestandtheile 12.2314, darunter in Cipil⸗Pfund: Kohlensaures Natron 6.8507; koblensauren Kalk= 1.9301; kohlensaure Magnesia— 1.3580; freie Kohlen- saure= 45, 15 Kubikzoll. Die Anwendung der Gießhübler Quellen ist entweder eine selbfiftändige oder dient zur Unter⸗ flützung anderer Kuren in vielen Fällen. Seine Wirkung ist säuretilgend in den ersten Wegen und im Blute, seine Anwendung findet statt: Bei Uebersäurung des Magens, Katarrh der Respiratlonsorgane, Gicht und Nierenleiden und im Diabetes mellitus. Als Erfrischungsgetränke mit oder ohne Wein ist der Giesshübler Sauerbrunn sehr beliebt und angenehm.— Versendung in Glasflaschen und Thonkrügen.— Broschüren, Preiscourante ic. gratis durch die Giesshübler Brunnenverweltung von Mattoni& Knoll in Karlsbad. Eigene Niederlagen in Wien, Tuchlauben 14 und Maxim iliansstraße Nr. 5. Militärhandschuhe 40 von 36 kr. an bis zu den feinsten Sorten dei K. Friedrich neden der Post. Kirchen buchsanszügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: 1 18. Mai. Philipp Heinrich Konrad Windecker hies. Bürger und Metzgermeister, Sohn des hies. Bürgers, Metzgermeisters, Bierbrauers und Gastwirthes Philipp Heinrich Windecker und Emma Bertha Wilhelmina Hos⸗ mann aus Vönstadt im Kreise Friedberg, Toch ter des verstorbenen dasigen Ortsbürgers und Ackermannes Hein— rich Hofmann. Getaufte: 21. Mai. Eine uneheliche Tochter: Sophie, geboren den 5. Mai. Beerdigte: 21. Mat. Catharina Rausch, geb. Mayer, Wittwe des verst. bies. Bürgers und Säcklermeisters Joh. Georg Rausch I., 61 Jahre, 15 Tage alt, F den 19. Mai. Neue Kräme 3 1422 segenüber. 4% N. 1 16 kr„ 12 5 18 Erg ** 7 kr. an. 9 kr. an. 10 kr. an. Damenkragen und Manschetten. Piqué⸗Bettdecken von fl. 2. 24 kr. an. Victoria-„ mit Franzen von fl. 3. an. 48 kr. an. Shirting, Piquès, Chiffons, Satin, Madapolam, 12 kr. an. Leinene Herrenkragen und Manschetten. 30 kr., fl. 2. bis zu den feinsten Herren-Arbeitshemden von fl. 1. 12 kr., fl. 1. 30 kr. an bis zu den feinsten Oberhemden. 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Fahrgasse 39 habe zum Ausverkauf zurückgesetzt: Cachemir⸗Tischbecken von fl. 1. 48 kr., fl. 2., fl. 2. 30 kr. Commoddecken von fl.., fl. Corsetten— Glousen— Crinolinen. J 34 Neue Kräme 34 Fahrgasse neben dem Würtemberger Hof. 39 Wattierleinen in Stücken und Resten. die Elle. e. 1. 12 kr. und höher. f. 305 von 54 kr. an. dem Braunfels gegenüber. Ossenheimer Wäldchen. 1432 Am Himmelfahrtstage findet dahier Harmonie: und Tanzmusik statt. Bemerkt wird, daß an diesem Tage auch Bier in Zapf genommen wird. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ganz ergebenst ein G. F. Korndörfer. 5 Neue Kräme 5 nächst dem Römerberg. Schirme! Schirme! Schirme! 5 Neue Kräme 8 nächst dem Römerberg. Beispiellos billig. 1421 Gefütterte und ungefütterte Sonnenschirme in schwerer Seide und Atlas, Entouteas in schwerer Seide, gute Alpaca⸗ und Zauetta⸗Sonnenschirme mit und ohne Futter gute Alpaca- u. Zanetta Entouteas mit und ohne Futter, Bains de Mer für Herren und Damen, mit den elegant. 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Die Erben des verflorbenen Jacob Liebert. Aufforderung! 1423 Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an die J. A. Wagner'sche Masse dahier zu leisten haben, werden hiermit gütigst ersucht, dieselben, von heute an binnen acht Tagen an den unterzeichneten Massecurator zu bezahlen, ansonsten derselbe genöthigt ist, die bis vahin nicht bezahlten Rückftände einem Anwalt zu übergeben. Friedberg den 25. Mat 1870. 5 Carl Fr. Eich. Helkenkragen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Großes Lager 1424 in gelblichem Conceptpapter per Ballen zu 22 fl., per Ries zu 2 fl. 15, bei J. M. Büdel, dem Rathhaus vis- à- vis. Bad Nassau à. d. L. Anstalt für Kaltwasserkur und Electrotherapie. . Kiefernadelbäder ꝛc. Pneumatische Frische Repskuchen, 1224 zu 4 fl. 48 kr. der Centner, bei 2 g Ph. Dan. Kümmich. Bäcker ⸗Gesellen 1437 werden mit einem Wochenlohn von fl. 3. bis fl. 6.— nebst freier Station sofort gesucht. Frank⸗ Ein möblirtes Zimmer 1433 wird von einem einzelnen Herrn pr. 1. Juni zu miethen gesucht. Gefl. Adressen wolle man unter der Chiffre J. B. bei der Exped. d. Bl. hinterlegen. Turnverein. 1440 Am Himmelfahrtstag findet ein Ausflug auf die Saalburg statt und werden die Mitglieder des Turnvereins hiermit zur Theilnabme freundlichst ein⸗ geladen. Zufammenkunft Morgens halb sechs Uhr bei Herrn E. Engel neben dem Landgerichte. Zu einer Besprechung über den Rückweg werden Diefenigen, welche die Parthie mitmachen wollen, ge⸗ beten, sich Mittwoch Abend neun Uhr bei Herrn Bier⸗ brauer G. Stein häuser einzufinden. 1445 Einem geehrten Publicum in Odfladt und der Umgegend zeige hierdurch an, daß am Himmelfahrts⸗ tage Harmoniemusik& Wirthichaft am Franckenstein'schen püttchen halten werde. Meine Wirthschaft in meinem Hause erleidet dadurch keine Unterbrechung. Ockstadt. Katharine Steyer. Consirmationsges chenken empfehlen wir unsere große Auswahl von elegant gebundenen Gesangbüchern zu allen Preisen. Bindernagel 8 Schimpff⸗ Aepfelwein, 1434 Prima⸗ Qualität, vorzüglich zu Malwein, pr. Schoppen 3 kr. und in der Ahm billiger, bei Nicolaus Engel. Kirchliche Anzeigen für Ftiedberg. Evangelischt Gemeinde. Fest der Himmelfahrt Christi. Gottesdienst iu der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Flegler. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: fällt aus. Katholische Gemeinde. Mittwoch 5 Uhr Nachmittags Beichte. Fest der Himmelfahrt Christi. Vormittags: 8 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr feierliche Vesper. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. A