1870. M 138. zeiger. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Dienstag den 22. November. Sberhessischer? Stiedberger Intelligenzblatt. Amtlicher Theil. betreffend: Die Beitreibung der Communalintraden, bier die Einsendung der Kostenvoranschläge vom III. Quartal d. J. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung rubrizirter Kostenverzeichnisse im Rückstande sind, werden an die sofortige Vorlage hiermit erinnert. Trapp. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberg am 18. November 1870. 1 denberg 1 i welcher! derielden ler — diere u end . den gtenant erte Der. Cessereng *———ů— AK Friedrit eden der poi rterberg Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindegelder. Friedberg am 18. November 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 10. September d. J., Nr. 108 des Oberhessischen Anzeigers, erinnern wir Diejenigen, ie mit der Berichtserstattung noch im Rückstande sind, an deren sofortige Einsendung, da bis jetzt nur wenige e eingelangt sind. r a p p. Betreffend: Das Bundesgesetzblatt des Norddeuischen Bundes. Friedberg am 18. November 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat nunmehr Großherzogliche Haupistaatskasse beauftragt, den Gemeinden des Kreises die aus deren Kassen bezahlte Summen für Exemplare des Bundesgesetzblattes des norddeutschen Bundes von den Jahren 1867, 1868, 869 und 1870, wo letzteres auf Kosten von Gemeinden angeschafft worden ist, mit je 35 kr. für den Johrgang zurückzuerstatten. Wir peisen Sie daher an, die fraglichen Beträge in Einnahme zu decretiren(wo solche seither nicht als Vorlage behandelt worden sind), sie lontroliren und in der 1870er Gemeinde⸗Rechnung vereinnahmen zu lassen. zeige. 21d Settuntts vin Sen, des es den u aigftgelitbn Diejenigen von Ihnen, welche die Quittungen über die für das Bundesgeletzblatt geleistete Zahlungen an uns eingesendet haben, g irhalten solche unter Convert zur Abgabe an die Gemeinde ⸗Einnehmer zurück. Trapp. e er Brünn Setreffend: Das Landgestüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste von Friedberg am 19. November 1870. eben sahtt zu f Pri vatpersonen für 1871. r Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. er lieben Sie werden bis zum 5. Dezember d. J. berichten, ob und welche Privatpersonen Hengste zum Bedecken von Stuten für 1871 , nen verwenden und der angeordnet werdenden Untersuchung unterwerfen wollen. Bei Denjenigen, die bis dahin nicht berichten, nehmen wir an, daß solche nicht vorhanden sind. Trapp. 1 Wie e ann r eme eee eg. zeige. Betreffend: Die Aufnahme von Kapitalien für die Kreiskasse des Kreises Friedberg. 1 Erin Unter Bezugnahme auf unsre Bekanntmachung vom 27. October d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 128, fordern wir Diejenigen, le welche gesonnen sind der Kreiskasse Kapitalien in beliebigem Betrage darzuleihen, auf, längstens bis zum 30. d. M. die desfallsigen eren— Unmeldungen bei uns oder der nächsten Großherzoglichen Bürgermeisterei einzureichen, da nach diesem Termin solche nicht mehr angenommen anker. date 28 and der noch nicht gedeckte Bedarf an Baarmitteln wegen der Dringlichkeit der Sache auf anderem Wege beschafft werden muß. 4 7 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen die Kapitalisten hierauf aufmerksam machen. f i 1 Friedberg am 20. November 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg dorch 4. Kuett NM e — Kriegs nachrichten. Versailles, 18. Nov. General- Adjutant] gezogen babe. Dies erwies sich späterbhin in süt flitöbttg Officielle militärische Nachrichten. v. Treskow mit Abtheilungen der 17. Division sofern als irrig, als nur ein sehr kleiner Theil n Versailles, 17. Nob. Abtheilungen der vertrieb am 17. Abends circa 7000 Mobilgarden der Armee des Generals Paladine jene Richtung 4 vent. irsten Infanteriedlviston wiesen am 14. d. M. aus der Gegend von Dreux. Der Feind verlor eingeschlagen. Das Gros seiner Armee hatte sich EIA inen Ausfall von Mezieres zurück. Diesseits 60 Todte und viele Verwundete. Der diesseitige nordwesilich gewandt und stand gestern früh in Tin ch 5 Verlust 7 Verlust ist unbedeutend. der Gegend von Chartres, ja selbst noch nörd- 1 br ee Metz, 19. Nov. Die Cernirung von Mont licher in der Stadt Dreux, welche, da sie H etettits“ Versailles 18. Nov. Der Königin medy ist durch ein Detachement unter Oberst ohne deutsche Garnison sich befand, widerstandslos f 1215 g Augusta in Koblenz Großherzog von Meck⸗ von Pannewitz am 16. d. erfolgt, wohei siegreiche besetzt werden konnte. Chartres besaß gistern noch „„ I 0 d ind seiner kleine Gefechte des 1. und 2. Bataillons des 74. eine kleine Garnison, die sich indeß wahrscheinlich „ Gergklt enburg hat gestern den Feind auf sei Regiments bei Chauveney und Thonnelles gegen vor der Uebermacht der Franzosen zurückgezogen ** Berluste Dreux genommen. . i banzen Linie bei Dreux zurückgeworfen, eee, Generaladjutant v. Treskow, der momentan a ie 17. Division commandirt, mit geringem Viele Gefangene 47 unverwundete die Besatzung von Montmedy. v. Zastro w. Gefangene. Versailles, 18. Nov. Nach einer tele- haben wird. Jedenfalls hat der General Paladine durch diesen Flankenmarsch so viel erlangt, daß er jetzt der Armee des Prinzen Friedrich Karl, die in größter Eile auf die Loire zurückt, um W. 5 raphischen Meldung der„N. Fr. Pr.“ aus vielleicht drei Tagemärsche voraus ist. Freilich 1 00—— gemacht. Verfolgung in der Richtung von 3 wird das königliche Hauptquartier von folgt ihm der Großherzog von Mecklenburg mit 10 foßsen. de Mans. Wilhelm. Versailles anderwärts verlegt. seinem etwa 45,000 Mann starken Corps auf 5 I behegb.. 5 Versailles. Der„Köln. Ztg.“ schreibt] Fersen und die Entscheidungsschlacht kann dur 4., Versailles, 19. Nov. Im Gefecht man* 15. Nov.: Während der 95—— dieses Mannöver nur um geringe Zeit hinaus- r e, lei Dreux am 17. d. betrug der diesseitige von Mecklenburg um Tourp seine Truppen sam- geschoben worden sein. 2 Berlust 3 Mann todt, 35 verwundet. Am smelte und 10 der Ae 10 7 Aa 15 l 14. g 1 5 N e galige! f Division bei Seitens der ranzosen war, scheinen diese letzteren zwei Ballons, von denen jeder drei Personen krug, 272550 5 3 e—. 1 einen Flankenmarsch ausgeführt zu haben und von] von den deutschen Truppen aufgegriffen. N Der eee,. Offizi 1 9 der ves der Eisenbahnlinie Etampes-Orleans verschwunden„Moniteur officiel du departement de Seine et l e, Penn fftzier und circa 100 Mann, der zu sein. Die anfänglichen Recognosefrungen] Oise“ erfährt aus guter Quelle, daß diese Per- * zeindes über 300 Todte und Verwundete; unserer Truppen hatten ergeben, daß die französi. sonen nicht als Kriegsgefangene behandelt, son⸗ 5 ind 200 Gefangene. v. Podbielsky. ische Armee sich weiter östlich gegen Fontainebleau! dern nach Deutschland geschickt werden, wo man vert. 1. + en b sie durch ein Kriegsgericht aburtheilen wird, als überwiesen, die Vorpostenlinie zu durchbrechen ver sucht zu haben; nach dem Kriegsrecht steht darauf die Todesstrafe. — Garibaldi befindet sich nach den letzten Nachrichten in Autun, wo er sosort alle Kirchen und Klöster von seinen Truppen besetzen ließ. Die Insassen der letzteren ließ er vertreiben. Französischen Berichten zufolge sollen seine Truppen gut bewaffnet sein. Die englischen Correspondenten melden bekanntlich das Gegentheil. Jedenfalls bat er noch nichts geleistet.— In Rocroi stehen, wie man von dort meldet, 30,000 Preußen, während 8000 im Marsche auf La Fere sind. Fast alle Gränzorte der Juragränze entlang sind von deutschen Truppen besetzt. — Wie verlautet, haben neuerdings alle wich⸗ tige Punkte vor Paris Verstärkungen erhallen, weil man bei einem etwaigen Massen ausfall mehr- seitige Angriffe erwartet. Namentlich ist auch die nördliche Cernirungslinie stärker als früher besetzt. Den Zuwachs an Streitkräften bilden dort die Truppen, welche bisher von Paris aus nach Norden vorgeschoben waren. Durch das Ein- rücken des Generals v. Manteuffel in's nördliche Frankreich sind deren Expeditionen in dieser Rich⸗ tung überflüssig geworden. — Aus Tours erfährt man Einiges über die Stellung der 1. Armer. Bei Rocroy sollen nämlich 30,000 Mann Preußen stehen, welche die Ardennen oberhalb Mezieres besetzten und letztere Festung eingeschlossen halten. Eine offizielle deutsche Depesche meldete bereits von einem Ausfall aus Mezieres, welcher von Ab- theilungen der 2. Division zurückgeschlagen wurde. Weitere 8000 Preußen marschiren nach Berichten aus Tours auf Lafere, zwischen Laon und St. Quentin, eine Festung, die den Uebergang über die Oise sperrt. — Nach einer Correspondenz des„Genfer Journal“ aus Tours wären 700 französische Offiziere der Armee von Metz entwischt und in Tours angekommen. —„Echo de Luxembourg“ enthält ein Tele- gramm, welches meldet, daß die französische Grenze zwischen Longwy und Montmedy fast ganz von preußischen Truppen besetzt sei. Von Montmedt stehen die Preußen noch zwei Kilometer entfernt. Die Belagerung dieser beiden Plätze dürfte baldigst beginnen. Die Mobilgarden von Montmedy sind bei Chauvency von preußischen Truppen überrascht worden und haben einige Todte und mehrere Gefangene verloren. — Ein Fremden⸗Regiment, zum größlen Theil aus Schweizern bestehend und bisher in Algier stalionirt, hat unter dem Besehl des Obrist von Courten aus dem Wallis an den letzten Gefechten bei Beaugency Theil genommen und große Ver- luste erlitten. Nach dem dies berichtenden Briefe soll die Loire Armee 100,000 Mann und 130 Geschütze stark sein. Straßburg. Zwei Compagnien preußischer Landwehr haben die Cantone Saales und Schirmeck, welche noch diesseits der Vogesen im Flußgebiete der Breusche liegen und früher zum Departement Niederrhein gehörten, militärisch besetzt. Vor Bitsch. Dem„Fr. J.“ wird berichtet: Es verlautet gerüchtsweise, und ich habe allen Grund, daran zu glauben, daß zwischen dem bayerischen Commandanten vor Bitsch(Andere sagen zwischen dem Grafen Bismarck⸗Bohlen) und dem französischen Festungscommandanten eine Uebereinkunft dahin getroffen sei, alle Feindselig⸗ keiten bis zur Beendigung des Krieges einzustellen. Das friedliche Verhältniß zwischen beiden Theilen scheint mir, wie gesagt, das Gerücht vollständig zu bestätigen. Von der Schweizergrenze. In Prunt⸗ rut wurde am 15. Nachts auf den Vorposten der Freiburger Truppen Generalmarsch geschlagen, die preußischen Truppen zeigten sich bei Fahy und Grand⸗Fontaine. Eine om 16. Abends von Pruntrut nach Bern gelangte Depesche des Brigadecommandos spricht von einer seit 24 Stunden dauernden Kanonade bei Belfort und daß auf der Gränzlinie zwischen Delle und Bla— mont verschiedene Scharmützel stattgefunden hätten. Delle ist von den deutschen Truppen wieder besetzt, Montbeliard dagegen nicht. Hessen. Darmstadt. Wie die„Hess. Volksbl.“ vernehmen, treten die Stände zu An⸗ fang des kommenden Monats zusammen. Der wichtigste zu erledigende Gegenstand ist der Ein⸗ tritt des ganzen Großherzogthums in den nord; deutschen Bund. — Die Inhaber von hessischen Grundrenten⸗ scheinen à 1, 5, 10, 35 und 70 fl. werden von Seiten des Finanzministeriums wiederholt aufge⸗ fordert, dieselben jedenfalls vor dem 1. Januar 1871 bei der Staatsschuldentilgungskasse in Darm⸗ stadt zur Einlösung zu präsentiren, da vom 1. Januar 1871 an eine Einlösung dieser gesetzlich werthlos gewordenen Scheine nicht mehr statt⸗ finden kann. * Friedberg. Wir erhalten von zuver⸗ lässiger Seite die Mittheilung, daß in den nächsten Tagen schon circa 200 französische Kriegsgefangene hier eintreffen, welche in der Klosterkaserne unter- gebracht werden sollen. Preußen. Berlin. Die Anschluß verträge mit Baden und Hessen sind unterzeichnet, der Vertrag mit Würtemberg ist abgeschlossen, aber noch nicht unterzeichnet. Die Wahlen zum Ab- geordnetenhause stellen die Stärkung der conser⸗ vativen und national liberalen Fraktionen in Aussicht. — Nach den bisher bekannt gewordenen Ab⸗ geordnetenwahlen(etwa 400) dürfte sich das Verhältniß der Parteien etwa folgendermaßen gruppiren: Conservative 140, Freiconservative 40, Altliberale 20, Nationalliberale 110, Fortschritts- partei 40, Katholiken 40, Polen 20, Particu- laristen 10. — Dem Marschall Bazaine ist der Aufenthalt in Aachen, dem Marschall Canrobert in Stutt- gart und dem Marschall Le Boef in Bonn ge⸗ stattet worden, nachdem sie selbst sich diese Städte zum Aufenthalte erbeten hatten. Bayern. München. Die„Correspon⸗ denz Hoffmann“ erklärt: Hiesige und preußische Blätter bringen die jüngste Anwesenheit des Grafen Beust in München mit der Tendenz einer Einmischung Oestrrreichs in deutsche Verfassungs⸗ angelegenheiten in Verbindung. Wir sind er⸗ mächtigt, diesen Nachrichten ganz entschieden zu widersprechen und können versichern, daß der Reichskanzler während seines kurzen hiesigen Aufenthaltes in versöhnlichster preußenfreundlicher Weise bei allen Begegnungen sich aussprach. Nürnberg. Der Minister des Innern hat den Bürgermeistern von Nürnberg und München mitgetheilt, daß die 1 in der deutschen Frage erzielt sei und der formelle Abschluß in den nächsten Tagen erfolgen werde. Die Details sollen nach der baldigst zu erwartenden Wiederkehr der Minister veröffentlicht werden. Würtemberg. Stuttgart. Gutem Ver⸗ nehmen nach werden die Minister Mittnacht und Suckow nach Berlin abreisen zur Unterzeichnung der Verträge über den Eintritt Württembergs in den neuen deutschen Bund. Der Finanzminister und Präsident v. Dillenius werden in Kehl eine Zusammenkunst mit dem Staatsminister Delbrück haben, behufs einer Besprechung über die künftige Stellung der würtembergischen Verkehrsanstallen. Baden. Karlsruhe. Bijouterie⸗Fabri⸗ kant Bissinger in Pforzheim hat vor einiger Zeit dem Grafen Bismarck zur Unterzeichnung des Friedens mit Frankreich eine sehr werthvolle gol dene Frder übersandt und darauf von dem Bundes⸗ kanzler folgendes Schreiben erhalten: „Versailles, 13. November. Euer Wohlgeboren schönes und kunstreiches Geschenk hat der großherzogliche Minister⸗ präsident, Hr. Jolly, mir zu übergeben die Güte gehabt. Ich finde mich in einiger Verlegenheit, wie ich meinen Dank dafür aussprechen soll; in einer Zeit, wo das Schwert der deutschen Nation so ruhmreiche Thaten voll⸗ bracht bat, thun Sie der Feder beinahe zu viel Eyre an, indem Sie dieselbe so kostbar ausstatten. Ich kann nur hoffen, daß der Gebrauch, zu welchem Sie diese Feder im Dienste des Vaterlandes bestimmen, dem letztecen zu dauerndem Gedeihen in einem glücklichen Frieden gereichen möge; und ich darf unter Gottes Beistand versprechen, daß sie in meiner Hand nichts unterzeichnen soll, was deutscher Gesinnung und des deutschen Schwertes nicht würdig wäre. Empfangen Sie mit meinem Danke zugleich den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung. (gez.) v. Bismarck.“ — Die„Karlsruher Zeitung“ meldet: Nach aus Versailles eingetroffenen Nachrichten ist am 15. November der Vertrag zwischen den Bevoll⸗ mächtigten des norddeutschen Bundes, Badens und Hessens über die Vereinigung zum deutschen Bund und über die Verfassung desselben unterzeichnet worden. Oesterreich. Wien. Das„Telegraphen⸗ Correspondenz⸗Bureau“ meldet: Die in Konstan⸗ tinopel am 17. d. M. überreichte russische Note stützt sich auf frühere Tractats⸗Verletzungen, nament⸗ lich auf die Vereinigung der Donaufürstenthümer, die Ernennung des Fürsten Karl, die Durchfahrt von Kriegsschiffen durch den Bosporus. Rußland erklärt sich bestimmt an die Artikel 11, 13 und 14 der Pariser Vertrages nicht mehr für gebunden. — Wie die„N. Fr. Pr.“ erfährt, hat Graf Potocki Namens des ganzen Cabinets vom Kaiser die Entlassung erbeten. — Die„Presse“ fchreibt: Aus Berlin ging uns ein Telegramm zu, laut welchem dort„offi⸗ ciellerseits“ versichert wird, die russische Streitfrage sei auf dem Wege, friedlich geordnet zu werden. Obwohl die Quelle, aus welcher diese Depesche slammt, sich bisher stets bewährt hat, wagen wir doch nicht, recht zu glauben, was wir wünschen und hoffen. Die Nachricht könnte verfrüht sein. Man mag in Berlin Nachrichten aus Petersburg haben, welche weitgehende Zugeständnisse Rußlands in Aussicht stellen, durch die der provocirende Schritt gemildert wird; schließlich kommt es aber doch auf die Garantiemächte an, ob sie die ihnen an⸗ gebotene Satisfication für genügend erachten und ob ein entsprechender Ersatz für die gekündigte Additional⸗Convention so leicht gefunden wird.“ Frankreich. Tours. Die hiesigen Blätter sind angefüllt mit Beschreibungen des Kampfes um Orleans, enthalten aber darüber nichts Neues. Die Eisenbahn ist von Tours nach Orleans wieder eröffnet; von Orleans nach Tour(2) gehen bereits wieder Militärzüge. Hier am Rand des großen Waldes von Orleans in Orgeres, Palay und Peravay fallen täglich Vorpostengefechte vor. Dasselbe soll auch bei Auxonne der Fall sein. — Aus Tours wird unter dem 15. Nov. telegraphisch gemeldet:„Der General Aurelles de Paladine ist zum Ober⸗Commandanten der Loire⸗ Armee ernannt worden. Die Präfecten sind er⸗ mächtigt, die Anerbieten anzunehmen, welche ihnen Betreffs des Einschmelzens der Glocken, um Ka⸗ nonen daraus zu machen, gemacht werden.“ Die Gazette de France meldet, daß General v. Werder in Verbindung mit dem Prinzen Friedrich Karl ist, dessen Avantgarde an der Nonne angekommen ist. v. d. Tann hat Berstärkung erhalten, die seine Armee auf 160,000 Mann gebracht haben. — Die Regierung in Tours hat an Gari⸗ baldi Ausstellungen bezüglich der Excesse der unter seinen Befehlen stehenden Truppen gerichtet.— Die„Liberte“ bringt eine Depesche aus Tours vom 15. d., welche meldet, daß das Corps des Generals Wittich in der Stärke von 70,000 Mann und ein Theil der Armee des Prinzen Friedrich Karl(80,000 Mann) auf Orleans marschiren und eine Schlacht wahrscheinlich ist. In Gien herrscht große Bestürzung. Briefe aus Tours geben ein Bild der Entmuthigung und lebhafter Sorgen. — 17. November. Der„Moniteur“ meldet: Die Deutschen haben sich von Tourh auf Anger⸗ ville(nördlich an der Orleansbahn zwischen Toury und Etampes) und Boisseau zurückgezogen. Desgleichen zogen sie sich von Patay(zwischen Orleans und Chateaudun) zurück. Die Deutschen stehen jetzt in Basoches-les- Hautes, Paleux, Germignonville und Voves an der Straße von Chartres nach Angers, Corminville und Gionville, — Die„Agence Havas“ erhält über Tours die telegraphische Nachricht, es circulire das Gerücht, daß die Nemen-Araber in vollem Aufstande seien. Sie hätten die Absicht, die Fremden aus sämmt⸗ lichen Häfen im rothen Meere zu verjagen. — Die Regierung hat verordnet, daß jede * — e —— —ͤ— 2 3 138 Ahtbürge Ache de pfinarx Vagierun r Ne Fördont 0 dem Ae cler Hichlger ahen Au 0 Pri ein der b Ger dark, if lich v Hreußer whrtibt Mann Amiene Vernir phonde Nov.: Ballon us P. ichen den 2 unden dens 0 dingur 5 Itdenf, uri 1 denn der diet Deze dat, dagen g des dir pürsin uit bersrüht zen tu du Pelerebn tirknist Nuß lat vrꝛetitende Sch n abr det i du ihnen m. Ager trachten in für die gekündigt 1 gtfenden vir.“ Dir biegen Blän ian det Kanpfe rüber nichts Neun uh Orleans viren dam(7) g ier an Nand d Oreres, Noln deftengefchte vor. den Fel tin. in den 15. Nin. nal Aurellts d. tanz bt Leip präetien sind o ut, elch n Olen, un, 40 werden Feng angtlena! 1026 erhalt, u i gebracht haba 116 gl an 5 4 1b 9 6 10 — 1 5 1 N sl⸗ 11 1 errath begangen den Feinde abgenommene Kanone Eigenthum des bereffenden Bataillons verbleibe.— Nach dem beigen„Moniteur“ ist Charles Lullier, welcher n einem Cafe in Tours laut auf die Vergeblich ⸗ el des Widerstandes hinwies, den Frankreich jetzt geen die feindlichen Armeen leiste, in Haft ge- namen worden. —„Gazette de France“ zufolge wurde durch zr Beschluß des Präfecten des Departements Cruse den Gemeinden eie Beschaffung von 100,000 Fr. für die Ausrüstung von 6500 Bwaffneten auferlegt, widrigenfalls der Belage⸗ tu gszußand über das Departement verhängt und dae Geld im Wege der Requisition eingetrieben wirde. — In Orleans ist folgende Bekanntmachung ameschlagen worden: Der Maire der Stadt Oleans erläßt einen Aufruf an die edelmüthigen Gfühle der Bevölkerung; er ist sicher, daß die dutschen Verwundeten und Gefangenen von seinen Mabürgern in einer Weise behandelt werden, wiche den Gesetzen der Menschlichkeit gemäß ist. — Garibaldianer verübten in Autun Dis- eilinarwidrigkeiten und Ungesetzlichkeiten. Die Rgierung ergriff die strengsten Maßregeln.— D„Moniteur“ tadelt das Vorgehen des Obersten Berdone, welcher ein Kriegsgericht einsetzte und sie dem Civilgerichte zustehende Befugnisse anmaßte. De clericalen Blätter tadeln bitter die eigen- michtigen Maßregeln Garibaldi's gegen die kirch⸗ liben Autoritäten und die Schulen.— Die Armee de Prinzen Friedrich Karl rückt unaufhaltsam 5 der Yonne nach der Loire vor. Das Corps de Generals v. Voigts-Rhetz, 20,000 Mann tik, ist am 16. d. in Tonnerre(Dep. Nonne, lshich von Orleans) angekommen. — In Lille erwartet man Tag für Tag die peußen, die bei La Fere sein sollen. Man reibt von dort, von Metz her seien 55,000 Jann im Anmarsch, während über Beauvais⸗ zmiens weitere 60,000 Mann von der Pariser Ernirungsarmee heranrückten. Der Präfekt ordnete dcher die Verproviantirung der Stadt auf 3 Jonate an und gab weiter den Befehl, alles Neh der Bauern in diese Stadt zu treiben, wohin vährend der Belagerung das Landvolk gleichfalls luchten solle. Lille, 18. Nov. Das„Echo du Nord“ wealdet: Gestern wurde lebhaftes Gewehrfeuer in de Nähe von Tergnier gehört. Die Preußen chen 40 Kilometer von Hirson entfernt und setzen af ihrem Marsch alle Dörfer in Requisition. zie Arbeiter von St. Quentin verlangen Waffen, un gegen den Feind zu marschiren. Belgien. Brüssel. Der Tours ⸗Corre⸗ sondent der„Independance“ meldet unterm 14. Jov.: Seit dem 7. d. sind wir ohne alle Pariser Lallonnachrichten und Brieftauben⸗Verbindung. — Die„Independance“ veröffentlicht Auszüge mis Pariser Journalen, welche bis zum 12. Nov. rächen. Dieselben sprechen sich dedauernd über 9 Im Abbruch der Unterhandlungen aus und be⸗ unden das Verlangen nach Herstellung des Frie- duns unter den von Deutschland geforderten Be- ongungen. Die„Independance“ bemerkt, es sei Senfalls von großet Wichtigkeit, zu constatiren, duß solche Meinungen in Paris frei geäußert wer- den können. — In diplomatischen Kreisen glaubt man an ee vermitteinde Intervention in dem russischen (onflicte Seitens der Vereinigten Staaten, sobald die Situation sich mehr klären wird. — HChangarnier hat hier die Erklärung ab⸗ gegeben, daß Marschall Bazaine keineswegs einen habe und seine Capitulation em Act der Nothwendigkeit war; aber er sei zum öbercommando einer so starken Armee unfähig gewesen.— Ungeachtet der fortwährenden Ab- smdungen belgischer Waffen nach dem französischen Nord- Departement werden dort noch immer Ge⸗ ehre verlangt. In Havre sind in den letzten Jagen 90,000 Gewehre angekommen. Eine andere ioch bedeutendere Sendung wird binnen Kurzem aus den Vereinigten Staaten erwartet, — Das Journal„Bien public“ veröffentlicht eine an die Großmächte gerichtete Adresse zu Kräfte in Gunsten des Papstes. Die Adresse ist unter Zu⸗ ziehung von Delegirten sämmtlicher Diözesen ab⸗ gefaßt worden. Dem Könige wird ein Exemplar der Adresse mit der Bitte, die Angelegenheit bei den fremden Mächten zu befürworten, überreicht werden. — Dem„Echo“ wird aus Arlon gemeldet: Zwei Compagnien Mobilgarden, welche am 16. November eine Recognoscirnng aus Montmedy unternommen haben, sind vollständig aufgerieben oder zu Gefangenen gemacht worden.— Die „Independance“ veröffentlicht als Vorspiel dem⸗ nächstiger Ereignisse vor Paris einen höchst auf fälligen Brief aus Versailles vom 15. Nov. mit Auszügen aus Pariser Zeitungen bis zum 12. d. Der Correspondent gesteht, es sei in Paris seit der Waffenstillstandsverwerfung ein Umschwung der Geister eingetreten, Alles zeuge von Kriegs- abspannung. Sämmtliche Journale wetteiferten, die Regierung zu stürzen. About im„Soir“, Ernst Renan in den„Debats“ tadeln offen die Nichteinberufung der Constituante. Trochu werde wohl einen Ausfall arrangiren müssen, aber schon die nächsten Tage würden erneuerte Verhandlungen bringen, wenn kein Entsatzheer sichtbar werde. Großbritannien. London. Die„Times“ meldet, daß die Nachricht von der Räumung Orleans von den deutschen Truppen von der Börse mit Enthusiasmus aufgenommen wurde.— Die„Morn. Post“ sagt:„Das Verhalten Eng— lands Angesichts der Forderung Rußlands ist klar; wir werden uns jedem Versuche gegen die Türkei widersetzen, um welchen Preis es immer sei, ohne die Anschlag zu bringen, die gegen uns sind.“ „Daily Telegraph“ sagt, daß 60 gepanzerte russische Kanonenboote im Schwarzen Meere bereit steben. — Die Haltung Englands gegenüber dem russischen Vorgehen in der orientalischen Frage ist nun klarer hervorgetreten. Von dem englischen Regierung liegt bereits der authentische Auszug einer an das Petersburger Cabinet gerichteten Note vor, in welchem die Regierung in London entschieden und bedingungslos erklärt, daß sie die russische Kündigung des Art. 14 des Pariser Ver- trags nicht acteptire. Hätte Rußland, heißt es in der Note, statt seiner jetzigen Erklärung den Ver— tragsmächten eine begründete Vorstellung bezüglich einer Revision des Tractates gemacht, sie wäre nicht abgelehnt worden, das eigenmächtige Vor- gehen Rußlands stelle jedoch die Gültigkeit aller internationalen Verpflichtungen in Frage. Die tonangebenden englischen Blätter erklären sich mit dieser Note einverstanden und fordern bereits den bewaffneten Widerstand gegen Rußland. —„Daily Telegraph“ hat eine Ballon- Correspondenz aus Paris, 11. Nov., erhalten, nach welcher die Regierung an diesem Tage den ferneren Verkauf von frischem Fleisch verboten hat. Butter kostet 42 Fres., Eselsfleisch 3½ Fres. —„Times“ schreibt: Wenn Rußland die An- kündigung des Fürsten Gortschakoff unverwirklecht läßt, so wird England es bei dem Protest des Carl Granville bewenden lassen; dagegen wäre die Pflicht Englands unabweisbar, wenn Rußland Befestigungen am schwarzen Meer anlegt, oder die Kriegsschiffe vermehrt. Spanien. Madrid. Die Cortes ernannten eine Commission von 25 Mitgliedern, welche sich nach Italien begeben und dem Herzog von Aosta die Krone antragen soll. Die Königswahl erregt überall Enthusiasmus. Italien. Florenz. Das Wahlprogramm Rattazzi's fordert die Uebertragung der Haupt- stadt nach Rom, nationale Inkegrität und Ver- leihung der vollen Freiheiten an das römische Volk, sowie Vermeidung administrativer Decen- tralisation.— Aus Nizza kommt die Nachricht von Ruhestörungen durch die Zuaven. Es kam zu Flintenschüssen.— Wie aus Rom verlautet, wird der Papst für die Dauer des Aufenthalts des Königs nach Porto d'Anzio gehen. Die Stadt bewilligte 300,000 Frrs. für die Feste zum Empfang des Königs. Türkei Der Vezier hat dem russischen Ge— schäfteträger Folgendes geantwortet: Sie können nicht erwarten, daß ich die Note sogleich beant⸗ worte; ich habe von Ihrer Mittheilung Kenntniß genommen und werde antworten, nachdem ich mich mit den anderen betheiligten Parteien berathen haben werde. Konstantinopel. Ein Telegramm der „Presfe“ meldet: Das gesammte Cabinet soll ge⸗ willt sein, Rußlands Forderungen um jeden Preis zurückzuweisen; die Flotte im Mittelmeer wird be⸗ deutend verstärkt. Rußland. Petersburg. Das„Peters⸗ burger Journal“ schreibt: Hätte der Congreß zu— sammentreten können, so würde die kaiserliche Re⸗ gierung nicht ermangelt haben, ihm die Frage vorzulegen, welche für Rußland von vitaler Dring- lichkeit ist; aber Rußland zu verpflichten, den Moment abzuwarten, wo eine europäische Ver- ständigung erzielbar ist, hieße Rußland unbestimmt an eine unmögliche, sich stets verschlimmernde Situation ketten. Der Artikel widerlegt die Be— hauptung, daß die russische Note die Annullirung des Gesammtvertrages implicire. Frankfurt. Auch in den letzten Tagen gingen wieder mehrere größere Züge mit Ersatztruppen aus dem Innern Deutschlands nach dem Kriegsschauplatz hier vorüber; zum Theil aus dem Ueberfluß der Ersatzbataillone ganz neu gebildete Bataillone. Darmstadt. Nach den„Hess. Volksbl.“ haben die hessischen Finanzacessisten Albrecht, Hartmann und Störger Anträge zur Verwendung als Steuerempfänger im Elsaß mit Jahresgehalten von 5- 7000 Fres. erhalten. 5 Mainz. Seit dem 17. d. werden die Thore schon um 6 Uhr Abends geschlossen. Der bürgerliche Verkehr ist dadurch indessen in keiner Weise gestört, indem jedem vürgerlichen Passanten ohne Unjerschied der Zeit von den Wachen geöffnet wird. Die streuge und ungewohnte Maß⸗ regel ist begründet in der Haltung der französischen Ge⸗ jangenen, bei denen die Auflehnung gegen Ordnung und Disciplin als Grundzüge erscheinen. Wer vor einigen Abenden die Gegend der Zelt- und Barackenlager durch⸗ schritt, konnte massenhaftes Schreien, Toben und Schimpfen hören. Dies dauerte auch einen Theil der Nacht fort. Neben der offen genug zur Schau getragenen Leichtfertig⸗ keit und Ueberhebung scheint namentlich die durch die naß⸗ kalte Witterung sehr verschlimmerte Lage der noch in den Zelten untergebrachten Mannschaften die Ursache zu sein, welche zu Widersetzlichkeit in Masse reizt. Wiesbaden. Es ist hier das Gerücht verbreitet, daß ein hier wohnendes Frauenzimmer am Montag den 14. d. Abends von zwei französischen Soldaten auf offener Straße überfallen und schwer mißhandelt worden sei, nach⸗ dem sie gemeine Anxreden und unfittliche Zumuthungen energisch abgewiesen. Sie soll mehrere nicht gefährliche Messerstiche erhalten haben. In der Caserne internirte Franzosen sollen ebenfalls schon verschiedene Unziemlichkeiten begangen haben, ohne daß dec Nachweis der Thäterschaft geführt werden konnte. Breslau. Die Dypnamitfabrik von Guttmann und Comp. bei Beuthen in Oberschlesien ist gleichfalls vor einigen Tagen in die Luft geflogen und hat zahlreiche Zer⸗ stzrungen in der Stadt und Umgegend verursacht. Man zählt 15 Todte und mehrere Beschädigte. Ne u e st e 8. Brüssel, 20. Nov. Die„Independance“ meldet aus Petersburg, daß demnächst das Er— scheinen einer russischen Panzerflotte in den Dar⸗ danellen bevorstehe, die in den Vereinigten Staaten für den Verkaufspreis der russischen Colonien in Nordamerika angekauft sei. General Ignatieff wird im Falle von entstehenden Schwierigkeiten von Konstantinopel abreisen. Oesterreich beabsich⸗ tigt, imposante Demonstrationen an der Donau und am Pruth zu machen. ür die Lazarethe zu Dad-Nauheim sind bei hiesigem Hülfsverein weiter eingegangen und wer⸗ den dankend beschelnigt: fl. kr. von Herrn Beigtordneten Grödel in Friedberg aus Veranlassung der Feier seiner silbernen Hochzeit von Herrn Bürgermeister Gröninger in Ockstadt von Herrn Oberförster Rumpf in Ockstadt von Frau Weidmann II. Wittwe in Ockstadt von Frau Pfarrer Bornagius in Fauerbach von Frau Theobald Wittwe in Friedberg durch Herrn Pfarrer Decker von Hoch- Weisel Kirchenopfer Ungenannt(ins Kurhospital) 1— An Naturalien ꝛc.: Von Ihrer Erlaucht der Gräfin Solms-Rödelheim zu Assenheim 6 Berttücher, 17 Hemden, 4 wollene Kibbinden, verschiedenes Verbandzeng und Fleisch⸗ extract(Hospital); von der Gemeinde Ossenheim 4 Säcke Kartoffeln, 6 Körbe Weißkraut, 1 Korb gelbe Rüben und Kohlraben, 1 Korb Suppengemüse, 1 Kord Dörrobst, 100 Eier, 1 Topf Lalwerg, 2 Körbe Aepfel(Hospital); von Ungenannt hier 6 Handtücher; von Wittwe Salzmann bier 2 Hemden.— Bad⸗Nauheim den 17. Nov. 1870. Der Vereinsrechner Der Lazarethmeister 2 2 929728 S1 Grünewald. Meister. 2 2 Marktanzeige. 2722 Der diesjährige sogenannte Katharinenmarkt wird Montag den 28. und Dienstag den 29. November 1870 abgehalten und findet am zweiten Tage ein Viehmarkt statt.— Da dieser Markt seit drei Monaten der erste ist, so steht eine zahl- reiche Betheiligung zu erwarten und laden wir Käufer und Verkäufer hierzu ein. Butzbach den 18. November 1870. Großherzogliche Burgermeisterei Butzbach Kũ ch Großherzogliche Mealschule 30 Ftitöberg Betreffend: Anschluß der Realschule an die Polytechnische Schule. 2732 Wir machen hiermit bekannt, daß nach Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern zum Zwecke des oben stehenden Betreffs von Großh. Oberstudien⸗ Direction der Anfang des Schuljahres für unsre Anstalt auf Anfang Oetobers festgesetzt worden ist, so daß die Abgangszeit von der Realschule für Diejenigen, welche die damit ver; bundenen Rechte erwerben wollen, in Zukunft in den Monat September, und demgemäß die Aufnahmszeit in den Anfang Octobers fällt. Nur für die jetzigen Schüler der J. Classe ist noch als Termin des Abgangs Pfingsten 1871 verstattet worden. Großherzogliche Direction der Realschule zu Friedberg Dr. M 5 l Jer. 2574 Unser Lager von Regulir⸗Oefen neuester Construction halten wir empfohlen Louis Marburg& Söhne„zur Reichskrone“ in Frankfurt a. M. Oeffentliche Bekanntmachung. 2647 Forderungen und Ausprüche jeder Art an das Vermögen des Georg Bopp in Assenbheim und seiner Ehefrau, Wilbelmine, geb Hock, über welches der formelle Conecurs erkannt ist, sowie etwaige Vor⸗ zugsrechte sind von den gerichtsbekannten und unbekannten Gläubigern derselben Mittwoch den 14. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, bei Meidung des Ausschlusses von der Masse dahier anzumelden. Zugleich soll in diesem Termin, wenn nicht ein Arrangement zu Stande kommt, über Masseverwaltung, Wahl eines Gläubigerausschusses, wenn nöthig eines Contradtctors verhandelt werden. Die ausbleibenden oder durch gehörig Bevollmäch⸗ tigte nicht vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger beitretend an⸗ gesehen. Friedberg den 28. October 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei Edicectalladung. 2668 Einwendungen gegen das von der Wittwe des Peter Wolf II. von Oppershofen mit den Gläubigern ihres verstorbenen Ehemanns unterm 3. d. M. abgeschlossene Arrangement find von den unbekannten Gläubigern desselben sogewiß unter Geltendmachung ihrer Forderungen innerhalb 4 Wochen vorzubringen, als sonst dasselbe bestätigt und vollzogen werden wird. Butzbach den 5. November 1870. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 2731 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach ⸗ laß der Peter König II. Wittwe von Nieder- Mörlen sind binnen einer zerftörlichen Frist von 24 Tagen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der Vertbellung des Nachlasses unter die Intestaterben der Verstorbenen nicht berück⸗ sichtigt werden können. Bad⸗Nauheim am 14. November 1870. e e Bad⸗Nauhelm lr i ch 2 2 Veröffentlichung. 2725 Die Gemeinde Nieder ⸗ Rosbach hat am 4. Juli l. J. von der Aachen⸗Münchener Feuer⸗ Versicherungs⸗Gesellschaft durch den General⸗ Agenten für das Großherzogthum Hessen in Darmstadt eine neue Hand⸗Feuerspritze zum Geschenk erhalten, welche sich bei der Probe vortrefflich bewährte, wofür wir der genannten Gesellschaft unsern besten Dank aussprechen mit dem Wunsche, dieselbe nie in unserer Gemeinde ge⸗ brauchen zu müssen. Soviel die ältesten Leute unserer Gemeinde wissen und auch durch ihre Eltern und Groß, eltern erfahren haben, hat Nieder⸗Rosbach bis fetzt das Glück gehabt, sich von einem Brandunglück verschout zu sehen, möge es dieß auch fernerhin bleiben. Nieder⸗ Rosbach am 18. November 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Ros bach J o fl. 0 wurde eine eiserne Kette Gefunden vor dem Fauerbacher Thor. Der rechtmäßige Eigenthümer kann dieselbe in Empfang nehmen; wo? sagt die Expev. d. Bl. 2727 Alle Sorten 2729 Formular ien und Stempelpapiere bei Louis Weis den Apotheken gegenüber. Zu vermiethen 2735 eine Wohnung in meinem Hinterhause bis zum 1. Dezember beziebbar. 12. h. Dan. Kũümmich. Geschäsls⸗ Empfehlung. 2733 Einem geehrten Publikum zeige ich hiermit er⸗ gebenst an, daß ich mich dahier als Schuhmacher ctablirt habe, empfehle mich beftens im Anfertigen von Herren⸗ und Damenstiefeln, sowie in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten. Friedberg. Joh. Hemmer, wohnbaft bei Hrn. Metzger Waas. Gesucht. 2734 Für Küche und häusliche Arbeit wird ein braves Dienstmädchen gegen guten Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Spielwerke 2552 von 4 bis 120 Stücke spielend, worunter Prachtwerke mit Glockenspiel, Trommel⸗ und Glockenspiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandoline, mit Expression, u. s. w. Ferner: Spieldosen von 2 bis 16 Stücken, worunter solche mit Neces⸗ saires, Cigarrenständer, Schweizerhäuschen, Photo⸗ graphie ⸗Albums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer, Globus, Cigarrenetuts, Tabaks⸗ und Zündbolzdosen, Puppen, Arbeitstischchen, Flaschen, Portemonnaies, Papiermesser, Stöcke, Stüble,— alles mit Muftk; fernet Thürschloß⸗ mufiken. Stets das Neueste empfieblt J. H. Heller in Bern(Schweiz). Nur wer direct bezieht, erhält Heller'sche Werke. Verloosung. Da die letztjährige Prämienvertheilung all⸗ gemein gute Aufnahme fand, so habe auch für diesen Winter wieder eine solche veranstaltet; jeder Käufer erhält je nach dem Beirage ein oder mehrere Prämienscheine. Ebenso findet auf vielseitigen Wunsch eine Spieldosen⸗Ver⸗ loosung statt, das Loos zu 1 Thaler, zwölf Loose 10 Thaler, Ziehung Anfangs April. Prospecte werden mit den Preiscouranten Jedermann franco zugesandt. Sauerkrautfässer 2738 und Fleischbütten in allen Größen bei h. Dan. Kũümmich. 2693 Meine Sprechstunden, weiche ich bisher wegen zu vieler Arbeit im hiesigen Lazareth nicht einhalten konnte, halte ich von heute an wieder, wie früher, von Morgens 9—10 und Mittags 2½—4 Uhr. Bad Nauheim, 15. Nov. 1870. Dr. Bode jun. Skammtollen, Geburtslisten, 2730 Protocolle über Depotansprüche, Ueber weisungslisten und Steuerscheine bei Louis Weis den Apotheken gegenüber. Lange Pfuhlfässer 2737 in allen Größen bei. Ph. Dau. Kümmich. Wohnung Zu vermiethen. 2703 Der zweite Stock im Ernst Falck'schen Hause ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. chuchard, Domänen ⸗Pfandmeister. 17 5 1 — Mobiliar⸗Versteigerung. 2705 Mittwoch den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, läßt der Unterzeichnete in der Behausung des Herrn Domänen Pfandmeisters Schuchard, nächst der Stadtkirche, wegzugshalber mehrere noch sehr gut erhaltene Möbel, als: 1 Kommode von Nußbaumholz, 1 kleineres von Eichenholz, 1 ein- und 1 zweithürigen Kleiderschrank, 2 sehr gute Bettstellen, diverse Tische und Stühle, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz ꝛc. ꝛc., sowie son⸗ stige Haus haltungsgegenstände und Küchengeräth⸗ schaften einer freiwilligen Versteigerung aussetzen. Friedberg den 18. November 1870. Georg Brethauer. Eine Chaise 2675 steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 2695 Ein neuer massiv gebauter und noch nicht gebrauchter Rollwagen steht zu verkaufen. Ansicht und Auskunft täglich im Hause der Herren Flick& Kröll zu Gießen. Repskuchen, 2736 frisch von der Mühle, bet 1 Ph. Dan. Kümmich. Aissinger Pastillen, 2523 hergestellt aus den Salzen des Rakoczt, über dessen heilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Diruf handeln. Besonders empfehlenswerth gegen Trägheit der Ver⸗ dauungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Hämmorrhoiden, Neigung zu Gicht und Scropheln. Preis per Flacon 30 kr. Nur allein ächt käuflich in Friedberg bei Hof ⸗ Apotheker C. Görtz. 5 Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. Kirchen buchsauszüge. Evaugelische Gemeinde. Getraute: 13. November. Johann Hemmer, heimathberechtigt zu Queidersbach in der Pfalz, Sohn des 1 Taglöhners Matthias Hemmer, Schuhmacher dahier und Katharina Charlotte Ruppel, Tochter des hiesigen Bürgers und Feldschützen Franz Albrecht Ruppel. 13. November. Johann Heinrich Wilhelm Kunze, hiesiger Bürger und Schuhmachermeister, Sohn des 1 Feldwebels im 2. Bataillon des IV. Infanterie⸗Regimenis Johann Jacob Kunze und Loulse Frledrich, Tochter des hiefigen Bürgers und Schneidermeisters Karl Heinrich Friedrich. Beerdigte: 19. November. Cornelius Welff aus Heid in Nord⸗ Ditmarschen in Schleswig ⸗Holstein, Musketier in der 1. Compagnie des VI. Brandenburgischen Infanterse⸗ Regiments, alt 23 Jahre 6 Monat, 4 den 17. Nov. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Eoangelischt Gemeinde. Mittwoch den 23. November, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche: Betstunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Köhler. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 getrefft an die Münster 3 Tagen Betreff 2 auf, an solches Betref straft darauf