die l une nen Seger „ 6. u. 8, . odigtn Ten agtbänguen e ecruxgsbettuzu n Sen dt k; tet 1870 ien Drictt 31g Nuagt 1 Nalter Sunn „ U ou m un 18870. dert Oman teten geit eren 0 guter Aepfel, rinnt Lebe 8 zeitung, ell. u. Ort! owe 1 91206051 n K 1 8883 18 08 n 1 a 5 7 mul im m3 1870“ eee onnerstag den 22. September. N 112. Dire 2 ud 1 11e er 4 Enthält de amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sricdberget Intelligenzblalt, Eischeint üben Oenstag, Dennerssag und Sausag, 4 Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf, den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. i f f Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich as kr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Verlags Expedition kostet das Blatt für die Monate Oetober, November und Dezember 30 kr, 1— Auswärtige Abonnenten find gebeten ihre Bestellungen bei den Posistellen oder Posiboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exem⸗ plare geliefert werden können. 105 55 1 Die Expedition. f Amtlicher Theil. Zetreffend: Die Rinderpest. a Friedberg den 20. September 1870. i n e, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg ein die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Friedberg, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Münzenberg, Nieder⸗Florstadt, Nieder⸗Rosbach, Ober⸗Florstadt, Oppershofen, Ostheim, Rockenberg, Södel, Staden und Weckesheim. Der Erledigung unserer Verfügung vom 14. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 109, sehen wir binnen 24 Stunden bei Meidung ser Zusendung von Wartboten entgegen. Trapp. detreffend: Die Rinderpest. f J Friedberg den 20. September 1870. f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg en die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad⸗Nauheim und Großh. Polizei⸗Commissär in Wickstadt. Es ist zu unserer Kenntniß gelangt, daß entgegen der in pos. 4. c.] Beziehung denselben genau nachkommen, alle Contraventionen zur inserer, Bekanntmachung vom 9. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. Anzrige bringen und da wo Gemeindeschäfereien bestehen, den Aus- 107 enthaltenen Bestimmung in vielen Gemarkungen fortwährend die trieb so lange untersagen, als nicht der Vorschrift genügt ist. Zweck⸗ Schaafheerden und auch Schweine und Ziegen ausgetrieben werden, mäßig erscheint, daß, die Zustimmung des Kreisveterinärarztes vor⸗ hne daß nach Maßgabe obiger Bestimmung vorher das Gutachten ausgesetzt, die ausgetriebenen Heerden so lange und so weit dies les Kreisveterinäratztes über die Zulässigke teingeholt und von Ihnen thunlich auch die Nacht im Felde zubringen und gar nicht in die tie Exlaubniß zum Austrieb auf Grund desselben ertheilt ist. Ortschaften gelangen. Wir erwarten von Ihnen, daß, wie in allen anderen Punkten Die Gendarmerie ist beauftragt eine streuge Controle zu üben. inserer die Rinderpest betreffenden Verordnungen, Sie auch in dieser Tur a p p. detreffend: Die Btauffichtigung der Kriegsgefangenen. Friedberg den 20. September 1870. f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg en Großherzogliche Polizei⸗Verwaltung Bad. Nauheim, den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt, die Großherzoglichen Bürger⸗ 5 meistereien und Großherzogliche Gendarmerie. 8 Unter Bezugnahme auf das im Abdrucke nachfolgende Ausschreiben Großherzoglichen Kriegsministeriums vom 15. l. M. fordern wir Sie auf, in den darin bezeichneten Fallen Arretirung der betreffenden Kriegsgefangenen eintreten und deren gefängliche Ablieferung an uns tollziehen zu lassen. Ter a p p. Das Großherzogliche Kriegsministerium an die sämmtlichen Großherzoglichen Kreisämter. Am 16. d. M. werden 1500 kriegsgefangene Offiziere, Be, zulegen. Der Offizier oder Militärbeamte im Offiziersrang, dem amten, Unteroffiziere und Mannschaften dahier eintreffen, deren eine derartige Erlaubniß ertheilt wird, empfängt zu seiner jedes⸗ dere Leitung von dem Commandanten der Anfangs Etappe Darm- maligen Legitimation von der Commandantur einen Ausweis darüber. siadt ressortirt, dem auch die höhere Disciplinarstrafgewalt, sowie Kriegsgefangene Unteroffiziere und Mannschaften dürfen dagegen die Gerichtsbarkeit in allen zur gerichtlichen Untersuchung sich eignen,[die Kaserne ohne militärische Bewachung nicht verlassen. den Fällen über dieselben zusteht. f Die Großherzoglichen Kreisämter werden ersucht, das Vor Die Kriegsgefangenen werden zunächst in der hiesigen Infanterie, stehende in ihren Kreisen zu geeigneter Kenntniß zu bringen und und eiterkaserne, sowie der Feldartilleriekaserne in Bessungen, nach dafür Sorge zu tragen, daß kriegsgefangene Unteroffiziere und Mann⸗ den für die Kasernirung der Truppen im Kriege bestehenden Grund- schaften, welche sich in Freiheit ohne militärische Bewachung betreten itzen untergebracht werden. laͤssen, sofort gefänglich an die Commandantur beziehungsweise an Kriegsgefangenen Ofstzieren und Beamten vom Ofstziersstande[die nächste Garnison abgeliefert werden. en das Miethen und Beziehen von Privatquartieren auf eigene Bezüglich der kriegsgefangenen Offiziere und Militärbeamten kosten gestattet werden, wenn sie schriftlich ihr Ehrenwort geben, vom Ofsiztersrang wird das letztere Verfahren auf den Fall beschränkt, leinen Fluchtversuch zu unternehmen. Auch können dieselben die Er-[daß dieselben nicht im Stande sind, sich über eine ihnen angeblich aubniß erhalten, sich in der Zeit von der Reveille bis zum Zapfen⸗ ertheilte Erlaubniß mittelst des ihnen von der Commandantur hheich ungehindert innerhalb der Grenzen ihres Aufenhaltsort zu be- ertheilten Ausweises zu legitimiren, oder in der Zeit von dem Zapfen⸗ wegen und ale dann auch ihren Degen zu tragen, sowie Civilkleider streich bis zur Reveille, oder außerhalb der ihnen zum Aufenthalt A auch dies jedoch nur in dem Falle, daß sie schriftlich ihr[angewiesenen Grenzen betroffen werden. renwort geben, mit dieser Vergünstigung keinen Mißbrauch zu D reiben, Ig Correspondenzen weder selbst 25 durch Andere zur Post Date ste d t den enger 8 0. n geben, dieselben vielmehr der Commandantur zur Durchsicht vor— Ra betreffend: Die Unterffützung der hülfsbedürfligen Familien einberufener Reserve⸗ und Landwehrmannschaften. Friedberg den 20. September 1860. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 16. v. M. in obigem Betreffe erinnern wir Sie, die betreffenden Personen den Empfang (er halb monatlichen Unterstützung— vom 15. September bis 1. Oktober— quittiren zu lassen und die Quittung dem Kreiskasserechner scleunigst zuzusenden, worauf Ihnen dann die Beträge durch die Post zur Abgabe an die Empfangberechtigten zugehen* ra p p. Betreffend: Versorgung der im Felde stehenden Großherzoglichen Soldaten mit warmen Kleidungsstücken. Aus dem in Nr. 111 des Oberhessischen Anzeigers vom Heutigen enthaltenen Aufrufe des Comites zur Versorgung der Hessischen Truppen in Darmstadt und des Vorstandes des Hülfsvereins im Großherzog— thum für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde — in Nr. 258 der Darmstädter Zeitung vom 18. l. Mis., wovon ein Abdruck nachfolgt, werden Sie entnehmen, daß es unseren im Felde stehenden Soldaten hauptsächlich an warmen Bekleidungsstücken, die Ruhrkrankheit abzuhalten, fehlt. Wenn auch die Bewohner des Kreises den für die gute Sache streitenden und blutenden Kriegern, den Verwundeten und Reconvalescenten schon manche Gabe haben zufließen lassen, so glauben wir doch auch in den vorliegenden Fällen vertrauensvoll an dieselben die Bitte um Gaben, sei es an Geld, wollenen Jacken, Hemden und Unterhosen, Kaffee und Brandwein, Die naßkalte Witterung der letzten Wochen hat unsere braven Truppen mit Krankheit überzogen. Was wir seither nur sehen wir seit den letzten Tagen mit trauriger Gewißheit in den vielen Ruhrkranken, welche in die heimischen Lazarethe verbracht werden. Da gilt es rasch und durchgreifend zu helfen! Vieles ist schon ge— schehen; an wollenen Leibbinden und Socken insbesondere gingen reich— liche Sendungen ab. Aber nach ärztlichem Gutachten würde nur das Tragen wollener Hemden eine gründliche Abhülfe gewähren und wei⸗ terem Uebel vorbeugen. Wir haben deßhalb sofortigen Ankauf und Anfertigung einer beträchtlichen Menge wollener Hemden angeordnet, allein dies reicht nicht aus. Es sind viele Hemden nothig und es gilt sie in kürzester Frist zu liefern. Wir wenden uns deshalb auch an unsere Mitbürger im ganzen Land und bitten sie, für die nächste Zeit die freiwillige Hülfsthätigkeit ganz vorzugsweise der Abhülfe jenes Friedberg den 20. September 1670. 3 rr Betreffend: Die Rinderpest. Die Rinderpest ist in dem im sog. Rosenthal bei Friedberg belegenen Gehöfte des Müller Falck ausgebrochen und wird deshalb eine Sperre für die nächste Umgebung derselben, einschließlich der zwischen diesem Gehöfte und dem Eisenbahnviaducte gelegenen Hofratthen dahin ver⸗ fügt, daß alle Individuen, welche die durch aufgestellte Wachen kennt⸗ lich gemachte Gränze dieser Sperre nach außen überschreiten wollen, sich einer Desinfection in der in der Nähe des Viaduects aufgestellten Hütte zu unterwerfen haben. Für die Hofraithe des Müller Falck treten die in unsrer Be— kanntmachung vom 9. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 107, pos. 8 enthaltenen Bestimmungen in Kraft. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Strafe von 10—100 fl. oder Gefängniß von 7 bis 28 Tagen. Der Steg über die Usa an der Bleiche, ebenso der an den Gerbhäusern und der Falck'schen Mühle vorübersührende Weg, unter— halb der letzteren, sind gänzlich gesperrt. 1 des Kreises. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien n Kriegs nachrichten. Ueber die Nachricht der„Independance“, wo⸗ nach das Fort von Vincennes geräumt worden, da man der Ansicht sei, daß dasselbe nicht gehalten werden könne, schreibt die„Kriegs Ztg.“:„Für Jedermann, der eine Karte von Paris besitzt, liegt der Unsinn der Nachricht auf der Hand, denn die Ostfront der detachirten Forts um Paris auf dem Plateau von Romainville ist die stärkste und wichtigste Position in der Vertheidigung. Das Fort de Vincennes ist als das Reduit der davor liegenden Forts: Romainville, Noisy, Rosny, Fontenay, Nogent, de la Faisanderie und de la Gravelle zu betrachten und es ist deßhalb wohl möglich, daß man das Fort de Vincennes von Truppen entblößt, um die davor liegenden Forts aufzugeben, nicht aber, weil man es nicht halten kann. Die letztere Behauptung hieße so viel, als uns die Thore von Paris freiwillig öffnen. So weit sind wir jedoch noch nicht und es stehen uns im Gegentheil vielleicht noch harte Kämpfe bevor. Die deutschen Truppen haben nach belgischen Blättern Freitag bei Athis le Mont(süblich von Paris) in großer Stärke mit vielem Geschütz die Seine überschritten. Gleichzeitig rückten starke Truppenmassen nach den Höhen von Villeneuve. Luneville, 18. Sept. Der Volkskrieg beginnt sich auch in der Nähe der großen Heer— straße bemerkbar zu machen; die Bauern greifen, von den Priestern ermuntert, zu den Waffen, und vorgestern kam es zwischen einem Detachement 3ler Landwehr und Kasseler Husaren, ca. 100 Mann stark, und bewaffneten Bauern bei Bac⸗ carat zu einem heftigen Gefecht. Die Bauern Verwundungen zu beklagen. zu nehmen. stützungen haben. Gravelotte, erstatter des„Fr. J.“ meldet: vi welche Gegenstände d n, richten zu dürfen, N beauftragen Sie daher, solche Gaben in Ihren Gemeinden einzusamme 1 lun und sie entweder an das Comite zur Versorgung der hessischen zvachn in Darmstadt oder an die aterial-Com ission im Palai Prußen, Sr. Großherzogl. Hoheit des Prinzen Ludwig in Darm. port stadt zu senden, von wo aus sie dann rasch und sicher an ihren och 1000 Bestimmungsort gelangen werden. 1 vufdale in Anträge um Geldbewilligungen zur Anschaffung von Kleidungs⸗ Mund stücken ꝛc. ꝛc. wie sie nöthig sind, Seitens des Gemein deraths der Puge sich Gemeinden, genehmigen wir, ermächtigen Sie zugleich auch, das durch mukgesetzte die Sendung der Gaben nach Darmstadt(Geld wird portofrei be- hanf um fördert) entstehende Porto auf die Gemeindekasse anzuweisen. Ohren i Trapp. Parallel Aufruf zur Sendung wollener Hemden an die Truppen im Felde. 1 Mangels zuzuwenden. Fertigt so rasch und so reichlich als möglich 79 5 da hörten, wollene Hemden(nicht zu eng und nicht zu kurz) und lasset sie uns insener N. (zu Handen der Materialcommission im Palais Sr. Großherzoglichen sünenden Hoheit des Prinzen Ludwig dahier) zukommen. Wir werden den md heute jeweilig eingelaufenen Vorrath schleunigst unseren Truppen zuführen. hufig Mitte der künftigen Woche wollen wir die erste größere Senda Menge St abgehen lassen. I urrige Aufs Neue rufen wir die Opferwilligkeit unserer Mitbürger das feine an; aber wir sind gewiß, daß auch dieser Aufruf nicht ungehört Aue verhallen wird. die Berlin Darmstadt den 17. September 1870. ate Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die 155 Ihe Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. und 0 1 f„„Wie beit blreits ze dienen je r mee ee 11 6 f Fortdauer In den letzten Tagen sind sowohl in Friedberg wie in Butzbach Fugdtilegtt Widersetzlichkeiten gegen die verfügten Sperr- und Desinfections-⸗ Oporden bestimmungen vergekommen, welche dem Aufsichtspersonal Veranlassung Bett un zu Anzeigen gegeben haben. Wie diese Contraventionen bereits den Das betreffenden Gerichten mit Antrag auf Bestrafung mit hoher Geld⸗ Belfort strafe oder Gefängniß mitgetheilt worden sind, so wird auch für die und Neu Folge auf Unterordnung unter die angeordneten Maßregeln mit unserer! aller Strenge von uns und Seitens des sämmtlichen Aufsichtse, wird zu Polizei- und Wächterpersonals, welche angewiesen sind, Widerspenstige demgenne im gegebenen Falle selbst sofort zu arretiren, gesehen werden und Imppen ermahnen wir das Publikum deshalb wiederholt, alle Renitenz zu Kort unterlassen. die auf Friedberg den 20. September 1870. 1 Truppen Großherzogliches Kreisamt Friedberg utersüg ö Trap p. besazurg g von mochten etwa 500 Mann stark sein; trotz ihrer heiten aller Art wüthen in der Stadt sowohl bei 4* Ueberzabl und guten Bewaffnung wurden sie von der Civil- als auch bei der Militärbevölkerung. bon pren den Deutschen unter bedeutenden Verlusten in die Jeder Trunk Wasser muß bezahlt werden, da geworfen Flucht getrieben, auf unserer Seite sind mehrere dasselbe erst filtrirt und dann der Bevölkerung berein wr Heute ist in größeres verabfolgt wird. Längst schon ist Pferdefleisch die penn nz Detachement nach dem Kampfplatze marschirt, um einzige Fleischnahrung geworden, die Dörfer in fte 5g die Gegend zu säubern und die Dorsschaft, in unmittelbarer Nähe von Metz, die bis dahin noch werden d welcher der Kampf stattgefunden hat, in Strafe Etwas lieferten, sind ausgesogen und bei der„Shaßbur Man wird wahrscheinlich auf beden- letzten Kanonade in Brand geschossen worden. gon tenden Widerstand stoßen, da die Bauern Unter- Ihre Bewohner sind nach Metz geflüchtet und(der 1 vermehren dort die Zehrer an den dürftigen Vor⸗ die Va Der Kronprinz von Sachsen ist mit seinem räthen. Es verlautete kürzlich, daß man eine weil son Generalstabe am 15. d. vor Provins eingetroffen Depesche Bazaine's aufgefangen habe, worin er wird. und am 16. nach Nangis weiter vorgerückt. erklärt, sich aus Mangel an Proviant nur noch gewilh Er soll 18 französische Bauernanzüge requirirts ganz kurze Zeit halten zu können. Wie mir Ge ⸗ und 5 haben(wahrscheinlich für Kundschafter). fangene mittheilen, soll der Proviant für das deilschen 15. Sept. Ein Bericht- Militär noch mindestens auf drei Monate bemessen und don Auch hier hat sein. Um das Schicksal der Civilbevölkerung be⸗ Uzuholen sich die Rinderpest gezeigt; vor einigen Tagen kümmert sich der Commandant wenig; er ist dem Wunsch mußten mehrere Hundert Ochsen, die von der Jammer in der Stadt ebenso verschlossen, wie[heute n Seuche befallen waren, getödtet werden. Die Uhrich in Straßburg. sigen 10 Krankheit tritt auf der ganzen Etappenstraße, doch Einer Correspondenz der„Weser- Ztg.“ vom bash nur sporadisch, auf und denkt man in kürzester Kriegsschauplatze zufolge liegen seit dem 13. Sept. de g Zeit der Seuche Herr zu werden. Von Metz vor Toul in zwei Treffen das 75., 76., 89. zum D kommen die Nachrichten spärlich, doch scheint die bund 90. Linienregiment, das 11. Jägerbataillon, Din Tun Noth dort in erschreckender Progression zu sein. die Wandsbecker Ulanen, 2 mecklenburgische Dra⸗ ect Vor einigen Tagen führten unsere Ulanen, welche gonerregimenter und Artillerie. Es sind dies Obel g auf Vorposten lagen, einen kühnen Streich aus, Truppen des kombinirten Corps des Großherzogs den 0 indem sie ca. 300 französische Cavalleristen, die von Mecklenburg, die vom 1. bis 10. Sept. vor tun dg. ihre Pferde außerhalb der Stadt zur Tränke Metz gestanden hatten und dort von Landwehr⸗ W ritten, durch einen kühnen Ueberfall abschnitten Bataillonen abgelöst worden waren. f—— und sammt den Pferden gefangen nahmen. Fast Sedan ist durch den Commandanten, General 8 läglich treffen Ueberläufer in großer Zahl aus] v. Knobelsdorf, in Belagerungszustand erklärt er der Festung bei unseren Vorposten ein, sie können worden. Der Maire Philippotaux wurde diesen iin da 0 das Elend nicht schwarz genug malen. Krank- Morgen wegen seiner feindseligen Haltung ver⸗ Tage 1 1 f aun — U 27 1 3 Zuge er Nitdürge. ncht ungedon dessen für di Felde t u Buzbet Detinftcnont, Setarlasug 1 bereit d t deber Gl, 46 fir bt dase U r Miche, Deerirtaftgt ern und Neniteaz zu 1 Fruddes — u perde, d. u Ballen pirtele. eur Den u 516 babin 10 157 bel 5 f t, aber Mittags wieder freigelassen. Aus 1 in wird gemeldet, daß die Lazarethe in er dortigen Umgegend, wo es den Verwundeten eam Nöthigsten fehlte, geräumt seien und die teberfüllung in Sedan selbst aufgehört habe, iuchdem die Mehrzahl der Verwundeten nach sreußen, Frankreich und Belgien fortgeschafft norden; am 17. werde man in der Stadt nur uch 1000 bis 1200 nicht transportable Ver⸗ nundete in Pflege haben. Mundolsheim, 17. Sept. Je mehr die inge sich ihrer Entscheidung nähern, desto un ais gesetzter und furchtbarer wüthet der Geschütz⸗ lumpf um Straßburg. Für Leute mit zarten Ehren ist es zur Zeit nicht, gerathen, sich den Jarallelen zu nähern; ich glaubte heute Morgen J. Schiltigheim mehr als einmal, taub geworden 3 sein. Zuweilen meint man nicht zweifeln zu mürfen, daß man auf das donnerartige Aufschlagen muserer Projektile hin das Geräusch zusammen⸗ fürzenden Mauerwerks höre. In voriger Nacht und heute Morgen hat der Feind mit großer Leb⸗ beftigktit geantwortet und uns namentlich eine Tenge Shrapnells zugesandt; doch haben wir nur tenige Verwundete. Wie gewöhnlich ermattete des feindliche Feuer späterhin. Aus Mundolsheim, 17. Sept., enthalten de Berliner Zeitungen folgendes offizielle Tele- gamm: Das Couronnement vor Lünette 52 und vollendet. Ingenieur- Hauptmann Ledebur ind vor Lünette 53 drei Minengallerieen. Zwei breits zerstört, eine wurde von ihm entladen, denen jetzt für uns zu Communicationen. Vor Straßburg, 18. Sept. Heftigste dortdauer der Beschießung. Heute Nacht ist der zeldtelegraph bis in die dritte Parallele vorgeführt norden, und sind nunmehr sämmtliche Angriffs- nerke unter sich durch denselben verbunden. Das ganze Elsaß, mit Ausnahme des Bezirks Jelfort und der Plätze Straßburg, Schletistadt und Neubreisach, steht jetzt unter dem Einflusse u serer Waffen. Weiter nach Süden vorzugehen, närd zunächst nicht beabsichtigt, und befindet sich dungemäß die Hauptmasse der dorthin entsendeten Tuppen bereits auf dem Rückmarsche. Kork, 17. Sept. Vorgestern Abend wurden de auf der Sporeninsel postirten badischen Tuppen durch das 18. französische Regiment und uterstützt durch Artillerie von der Festungs⸗ bsatzung angegriffen. Der Feind wurde indessen um der 3. Compagnie und einem Theil von der 4 vom 6. Regiment und schließlich unterstützt om preußischer Insanterie über den Rhein zurück geworfen.— Durch den schweizerischen Hülfs- tcein werden täglich Hunderte von Straßburgern, wenn nöthig badischer Seits mit Genehmigung frier Fahrt, in die Schweiz befördert. Morgen werden die Klosterfrauen von Notredame gleichfalls ekraßburg verlassen. Vom Oberrhein, 16. Sept., schreibt man der„Allg. Ztg.“:„Seit zwei Tagen schweigt i Beschießung von Straßburg, und zwar wil fortwährend mit der Festung parlamentirt brd. Der Commandant ist in der That nicht ervillt, die republikanische Regierung anzuerkennen ud soll zwei Offiziere beauftragt haben, unter Nutschem Geleite nach Wilhelmshöhe zu reisen ud dort die Befehle des gefangenen Kaisers ein— holen. Man soll dem Commandanten den Uunsch gewährt haben und erwartet zwischen ute und morgen eine Entscheidung. Voraus- sien möchte ich jedoch, daß die Uebergabe sofort volgen wird.(2)— Heute ist die zweite preußische ssserve-Armee in der Stärke von 40,000 Mann jum Durchzug durch das Badische angesagt. De Truppen werden zu Offenburg anhalten, um gepeist zu werden, und dann unmittelbar ins Overland fahren, von wo sie bei Neuenburg über en Rhein gehen. Ihre Bestimmung ist, durch aas Oberelsaß nach dem Süden vorzudringen und lion zu besetzen. Hessen. Darmstadt. Nach der offiziellen Bulustliste hat die großh, hess.(25.) Division u den Kämpfen bei Metz am 16. und 18. August ungebüßt: Todte: 22 Ossiziere, 216 Mann, Ver- wundete: 46 Offiziere, 1360 Mann, Vermißte: 125 Mann. Im Ganzen 68 Offiziere, 1701 Mann. Totalverlust: 1769.— Nach den Waffen ⸗ gattungen treffen auf Todt. Verwundet. Vermißt. Zusammen. Infanterie 220 1294 122 1636 Cavalerie 1 15— 16 Artillerie 17 97 3 117 238 1406 125 1769 Leider sind von den in der Verlustliste als „verwundet“ aufgeführten Offizieren bis jetzt schon 6 verschieden; auch wird sich die Zahl der todten Mannschaften durch die nachträglich an ihren Wunden Verstorbenen noch beträchtlich erhöhen. Mainz. Man hat eine Reduttion des hie— sigen Verbandplatzes von 100 auf 50 Lagerstätten vorgenommen. Die Verwundeten- und Kranken- Transporte über die hiesige Etappe werden also in der nächsten Zeit nicht mehr so stark sein; da— gegen steigen die Anforderungen an die freiwillige Hülfsthätigkeit um Schutzmittel gegen die Einflüsse der schlimmeren Jahreszeit ganz außerordentlich, und es wird wobl an eine durchgreifende Organi— sation dieser Thätigkeit für die Feldtruppen gedacht werden müssen.— Zur Verstärkung des Bela- gerungscorps vor Metz geht von hier das 3, Festungsartillerie-Regiment dorthin ab.— Wegen mörderischen Angriffs wurde heute im Lager auf dem Linsenberg ein Turco von einem Landwehr— mann des Wachecordons niedergestochen. Sachsen. Dresden. Nach dem„Dr. J.“ hat der König von Preußen nach der Schlacht von Sedan unserm Kronprinzen(an Stelle des demselben nach der Schlacht bei Metz verliehenen eisernen Kreuzes 2. Classe) das eiserne Kreuz 1. Classe und dem Prinzen Georg als derzeitigem comman— direnden General des k. sächsischen(12.) Armee⸗ corps das eiserne Kreuz 2. Classe verliehen. Leipzig. Am 16. d. fand hier die erste öffentliche Verhandlung vor dem Bundesober- handelsgerichte unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Pape und unter Theilnahme von neun andern Mitgliedern des Gerichtshofes statt. ö Bayern. Daß Bayern gegen den Einmarsch der Italiener in den Kirchenstaat protestirt habe, wie einige Blätter melden, ist ganz unwahr; unsere Regierung verhält sich in dieser Angelegen- beit als passiver Zuschauer, wir haben jetzt für andere Dinge zu sorgen, die uns näher liegen. Schweiz. Bern. Laut offizieller Mel⸗ dung an den Bundesrath bestand der gestern Abend 9 Uhr in Basel angekommene erste Transport flüchtiger Straßburger aus 240 Weibern, 70 Kindern und 40 Greisen. Dieselben wurden von Straßburg unter Husaren⸗Escorte an den Rhein geleitet und in 66 Waggons mit der Eisenbahn nach Basel spedirt. Die eine Hälfte des Trans- ports wird in dieser Stadt, die andere in Zürich untergebracht werden. Morgen wird ein zweiter Transport folgen. Im Ganzen sollen sich an 2000 Personen zur Uebersiedelung nach der Schweiz angemeldet haben. Abermals wurde in St. Louis bei Basel ein Luftballon aufgefangen, der aus Metz kam. In einem angehängten Säcklein waren 130 Briefe, wovon viele sich offen befanden. Der Finder hat einige gelesen und daraus die Wahr— nehmung geschöpft, daß Metz gut verproviantirt sei und die Zustände in der Festung noch nicht auf baldige Uebergabe schließen lassen. Die Briefe enthalten meist Privatmittheilungen an Verwandte und Freunde und wurden nun in Basel zur Post gegeben. Frankreich. Paris, 19. Sept. Officiell. In Pacis wird am 28. d. die Wahl von 80 Munieipalräthen vorgenommen werden. Die Re— gierung hat die Errichtung eines vollständigen Barrikadensystems beschlossen und Rochefort mit der Ausführung des Projectes betraut. 400 Ulanen sollen Versailles besetzt haben. Die regel— mäßige Postverbindung ist von heute ab unter— brochen, und soll ein Botendtenst eingeführt werden. Am Sonnabend und Sonntag haben Zusammenstöße zwischen preußischen Plänklern und Mobilgarden staltgefunden. Thiers ist in Tours angekommen. — 19. Sept. Nach dem„Electeur libre“ haben gestern kleine Rencontres bei Jvry(südlich von Paris, westlich von Charenton) und Chatillon (südlich von Paris, an der Straße nach Chevreuse) stattgefunden. Die Truppen befinden sich größten⸗ theils außerhalb der Forts, um den Feind zu be⸗ unruhigen; letzterer hat bei Choisy le Roi(süd— lich von Jury an der Bahn nach Orleans) die Seine überschritten. — Der„Siecle“ erklärt:„Einige Journale zeigen an, Hr. Thiers begebe sich nach London, St. Petereburg und Wien, um die Vermittelung der neutralen Mächte zu erlangen. Andere gehen so weit, zu behaupten, derselbe habe in seinem Portefeuille Friedensvorschläge. Wir dementiren förmlich diese Behauptungen. Die Regierung der nationalen Vertheidigung hat dem Pariser Depu- tirten keine derartige Mission gegeben. Wir sind überdies überzeugt, der Patriotismus des Hrn. Thiers hätte sich gegen eine so traurige Rolle ausgelehnt. Nein, Hr. Thiers ist beauftragt, die Regierungen in London, St. Petersburg und Wien über die wirkliche innere Lage Frankreichs aufzuklären und ihnen begreiflich zu machen, daß jetzt zwei Lösungen der Frage, die Zerstückelung Frankreichs und die Restauration der Bonaparte, unmöglich sind.“ Belgien. Brüssel, 19. Sept. Nach einer Pariser Correspondenz der„Independ.“ vom 16. Abends wurde Vaillant angeblich mit com⸗ promittirenden Papieren verhaftet. — Einem Gerüchte zufolge hätte die am Tage der Schlacht von Sedan stattgefundene Gränz⸗ verletzung von 10,000 Franzosen, welche, wie wir seiner Zeit berichtet, auf das belgische Gebiet zurückgeworfen, wieder auf einer anderen Seite apf französischen Boden zurückkehrten, zu ferneren diplomatischen Vorstellungen Preußens Veranlassung gegeben; doch bleibt die Bestätigung abzuwarten. Großbritannien. London. Jules Favre hat an Lord Lyons auf wiederholte Anfrage amt⸗ lich geschrieben, daß die Blokade in der Ostsee aufgehoben sei. Rußland. Petersburg. Das„Peters- burger Journal“ bespricht die Verantwortlichkeit des Kaisers Napoleon für den Krieg und meint, daß der Kaiser der Urheber des Krieges sei. Das Blatt hofft, daß der Friedensschluß bald aus richtiger Würdigung der Nothwendigkeitea und mit Berücksichtigung der Ehre der Kriegführenden dervorgehen und dem weiteren Blutvergießen ein Ziel setzen werde. An anderer Stelle lobt das Journal, daß das Circular Favre's die Ent⸗ scheidung dem durch die Constituante auszusprechen⸗ den Nationalwillen unterwerfe und hält die Zu⸗ sammenkunft Bismarck's und Favre's für ein glückliches Ereigniß. In Petersburg herrscht die Cholera. Nach einer Correspondenz der„Nat.⸗Ztg.“ vom 15. d. betrug die Zahl der Erkrankungen 217, wovon ein Drittel gestorben ist. Es werden um— fassende polizeiliche Maßregeln getroffen; das Weitere hofft man von der eingetretenen sehr kühlen Witterung. Friedberg. Es liegt uns ein Schreiben aus Ars sur Moselle, 14. September, von einem hessischen Unteroffiziere vor, in welchem derselbe mit den verbind⸗ lichsten Ausdrücken des Dankes den Empfang der ihm von Seiten seiner Heimaihgemeinde S. zu Theil gewordenen Geldunterstützung dem betreffenden Orisvorstande mittheilt, sodann gleichzeitig mit der Versicherung,„daß jeder Soldat, insbesondere die von der Heimathgemeinde gestellten Männer, steis ihrer hohen Aufgabe eingedenk, freudig Gut und Blut für die heilige Sache des Vaterlandes zu opfern bereit sein werde“, der großen Strapatzen unserer Soldaten erwähnt und in folgenden Worten eine dringende Bitte ausspeicht:„Die Gr. Hess. Dioision bat, trotz aller An⸗ strengungen von Seiten der Verwaltungs- und Verpflegs⸗ behörden, großen Mangel an Leibwäsche u. dgl. besonders an wollenen Leibbinden, dergl. Hemden, Unterfjacken und Strümpfen, welcher Mangel um so fühlbarer wird, da die Division meistens im Felde liegt und mit Regen und schlechter Witterung stets zu kämpfen hat. Der Feind würde, und käme er mitten in der Nacht auf unverhoffte Weise, wenig bleiche Gesichter finden; die Natur aber hat verheerende Mittel, welchen schwerer zu widerstehen ist, als Chassepot und Mitrailleuse und nur in oben erwähnten Gegenständen liegt einigermaßen ein Gegengift für diese täg— lichen Naturbeschwerden. Unsere Lazarethe füllen sich mit Kranken, die kalten und nassen Nächte werden immer länger und der Dienst, besonders der des Soldaten auf Vorposten, wird immer anstrengender. Ich erachte es daher für meine — 1 S 7 * Pflicht, umsomehr, da ich die Opfersreudigkeit der Ge⸗ meinde S. kenne, einen Wohllöblichen Gemeinderath hierauf aufmerksam zu machen und zu bitten, wenigstens denjenigen Soldaten, welchen die Mittel und sonslige Verhältuisse es nicht gestarten für ihre Gesundheit in diesen Beziehungen besonders Sorge zu tragen, eine Unterstützung in oben erwähnter Weise zukommen zu lassen. Würde meine Bitte auch in anderen Gemeinden Nachahmung finden, wäre es um so angenehmer, der Dank werden unsere Thaten, wird unser Verhalten sein.“ Der betreffende Orts⸗ vorstand hat alsbald beschlossen, seinen 12 im Felde stehen⸗ den Angehörigen je 2 Hemden, 2 Paar Socken und 1 wollene Jacke durch Vermittelung des hiesigen Comite's zugehen zu lassen. Möchte dieß Beispiel rasche und zahl⸗ reiche Nachahmung in den Nachbargemeinden finden. * Darmstadt, 19. September. Heute Nacht sandte das„Comite zur Versorgung der Hess. Feld⸗ truppen“ seine dritte Sendung zu unserer Division nach dem Kriegsschauplatz. Dieselbe bestand hauptsächlich aus von dem Comite angekauften Gegenständen, als: 5000 Paar wollenen Strümpfen, circa 1000 wollenen Hemden, Jacken, Unterhosen und Binden, 7000 Cigarren, 800 Pfund Tabak, 4 Ohm Branntwein, 300 Tabakspfeifen, Seife, 3 Briespapier und Couverten, Kräuter- Liqueur, Chocolade Außerdem unterzog sich dasselbe und 5 Pfund Zelten. der Mühe, Liebesgaben zur Besorgung an einzelne Sol⸗ daten anzunebmen und empfing es deren 3000 Pakete. Von diesen Einzelsendungen liefen gestern und vorgestern circa 2000 ein und war es so zu sagen eine Riesenauf⸗ gabe die Beförderung bis heute Abend zu ermöglichen; jedoch diene den vielen Gebern zu Notiz, daß noch alle Pakete abgingen, die bis Abends 9 Uhr eingeltefert waren. Am letzten Tage kamen sehr viele Zusendungen von Gemeinden, welche jedem ihrer im Felde stehenden Angehörigen eine Liebesgabe zuschickten. Welch große Freude werden unsere Truppen bei Empfang dieser Gegenstände haben. Begleitet wurde die Sendung von den Herren Adv. Ohly, Techniker Neumann und Löffler.— Die vierte Sendung wird wahrscheinlich kommenden Montag von hier abgehen und unterzieht sich das Comite sehr gerne auch fernerhin der sich gestellten Aufgabe, zählt indessen mit Bestimmtheit darauf, daß ihm außer diesen massenhaften Einzel Collis auch baare Geld⸗ mittel zur Anschaffung von wollenen Bekleidungsstücken, von gulem Branntwein, Cognak, Rum, Fleisch⸗Extract, Chocolade, Tabak, Cigarren ꝛc. ꝛc. überbaupt von Gegen⸗ ftänden, die den Soldaten bei guter Gesundheit erhalten, da dieses die Aufgabe ist, die sich das Comite zur Versorgung der Hessischen Feldtruppen gestellt hat. (Die Aufgabe des sehr segensreich wirkenden Hülfsvereins desteht in der Fürsorge für verwundete und erkrankte Soldaten.) Alle Zusendungen haben zu geschehen unter der Adresse:„An das Comite zur Versorgung der Hess. Feldtruppen, zu Handen des Herrn Ma⸗ schinenfabrikanten H. Blumenthal zu Darm⸗ stadt.“ Frankfurt. Am Samstag kamen hier 70 verwundete Bayern an, welche über Belgien in die Heimath befördert wurden. Dieselben waren voll des Lobes über den Em⸗ pfang und die Bewirthung, die ihnen Morgens um 2 Uhr von der Bevölkerung in Lüttich zu Theil wurde.— Die hiesigen Lazareihe sind nun bis zum letzten Bette belegt. Falls keine Verlegung von Reconvalescenten stattfindet, dürfte geraume Zeil verstreichen, bis wieder ein Soldat aufgenommen werden kann. Viele Gemeinden in der Nachbarschaft Frankfurts, welche Beiten hergerichtet und gerne in der Genesung K Soldaten vetpflegen würden, haben bis jetzt vergeblich auf Zusendung gewartet. Der lodtgesagte Füsilier Krause, erg d enen n zosen in diesem Wi n A wundet und fand verflossene Woche als Unterofftzie fnahme im hiesigen Lazareth.— 150 aus Paris ausgewiesene Dirnen kamen bier an und lenkten ihre Schritte nach den nahen Bädern. 1 0* 337 68„ O! 7 Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für dle Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten im Felde und deren nothleidenden Familien sind weiter eingegangen und werden dankbar quittirt: 08 45 durch Frau Regierungsrath Trapp vom Vor⸗ stande des Gesangvereins zu Nieder- Weisel gesammelt von dessen Mitgliedern durch Herrn Pfarrer Müller aus den Wochen⸗ beilrägen in Nieder⸗Ros bach von E. B. in O. 5— von Herrn Friedrich Tönges Erlös seines Ge⸗ 15 dichts, gratis gedruckt von den Herren Bindernagel& Schimpff 6 30 durch die Herren Lehrer Brand und Becker in Dorn⸗Assenheim von den Schulkindern— 48 durch Herrn Pfarrer Müller in Staden: a) aus Staden 430 b) Ungenannt— 30 c) aus Stammheim 8 45 durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurth Ertrag einer Sammlung in einer Abenbkirche 5 8 durch Herrn Pfarrer Bornagius Kirchenopfer in Fauerbach 3 30 durch Herrn Pfarrer Buchhold in Ossenheim: a) Kirchenopfer in Ossenheim 16— d) Kirchenopfer in Bauernheim 4— durch Herrn Pfarrer Breidenstein in Söbel Kirchen⸗ opfer von zwei Sonntagen 14 2 Zeugengebühren von Herrn Gemmecker— 20 durch Herrn Müller Bopp aus dem Hülfsverein zu Reichelsheim 50— durch Fräulein Reitz aus einem Vergleich 10— durch Herrn Pfarrer Eckhard Kirchenopfer aus ö Dorheim 7— Collecten in Friedberg 1 30 von den monatlichen Spendern Friedbergs für den Monat September 104 35 Erlös aus Leinwand⸗Abfällen 448 durch E. gesammelt in Fauerbach 8— 48 337 53 hierzu die letzte Bescheinigung 3775 27½ zusammen 4113 20¼ Htervon haben wir bereits für unsere Lazarethe, Unter⸗ slützungen ꝛc. 2126 fl. 34 kr. verausgabt. Im Laufe dieser Woche machen wir noch eine bedeutende Exlra⸗Aus⸗ gabe für wollene Hemden, Binden und Strümpfe, welche direct an das Heer auf den Kriegsschauplatz gesandt wer⸗ den. So lange wir Krieg, Verwundete und kranke Krieger haben, darf Oferwilligkeit und Bruderliebe nicht erkalten. An Materialien: aus Fauerbach von Verschiedenen 2 Körbe Kirchweihkuchen, 2 Körbe Gemüse, 48 Eier, 76 Eier, 2 Laib Brod, Chatpie, 4 Stück Kuchen, 10 Eier, 192 Eier, 30 Stück Kuchen, 1 Ratankuchen, 13 Eier, 4 Stück Kuchen, Charpie, 1 Korb Gemüse; von F. Heimburg Min 2 61 ü MNMnum dul 5 ö in Bönsladt 100 Eier, 5 Pfund Butter? durch die Herten Wee eee eie ee Lehrer Brand und Becker von den Schulkindern gesam in Dorn⸗Assenheim ace Laib Brod, Charpie Land ae We e ee e ompressen, 2 Tragbinden; von Frau Oberpfarret in Ober⸗Rosbach 18 Spieusäckcchen, 1 Pack Charpie, Gittercharpie, 8 Betttücher, 5 Hemden, 2 Servietten, Pack Leinwand, 22 Binden, Fompressen 1 Zwilchsag 4 Paar Socken; von Herrn Pachter Ch. Leonhard in St furth 100 Eier; ct Herrn zellen 1 5 Ei n Butter; durch Herrn Bürgermeister Kail in Melbach 65“ Pfund Butter, 631 Eier, 5 Flaschen Wein, 3 nd Kaffee; aus dem Zinßer'schen Instiiut Charpie, Binden; von Herrn Pachter Hill in Fauerbach 6 Flaschen Wein. Goit segnet Geber und Nehmer, darüm stets auf zul werkthätigen Liebe. 11 a u fun Friedberg den 19. September 1870. 100 5 ö Für das Comit6'e: J. Huber, Rechner. 1 ö 351 1 n 1 5 N Unterstützung det im Felde stehenden hessischen Truppen. Dem in voriger Nummer dieses Blattes er schienenen Aufruf, betreffend die Sammlung snötbiger Gegenstände, als: Unterhose wollene Hemden, Jacken, Rum, Brannt⸗ wein, Chokolade, Tabak, Cigarren, Kaffee u. s. w. und besonders Geld zur Anschaffung obiger Gegenstände, möchten wir noch beifügen, daß Packete an einzelne Soldaten zur Weiterbeför⸗ derung ebenfalls angenommen werden, jedoch müssen dieselben mit einer genauen Adresse ver ⸗ sehen sein. Außer unster Annahmestelle im Bahn⸗ hof zu Friedberg sind die unterzeichneten Mit⸗ glieder des Comite's ebenfalls zur Entgegennahme obiger Artikel bereit. a 9 71 8 Abgang der ersten Sendung Sonntag den 25. September, Einlieferung der für dieselbe be⸗ stimmten Gegenstände bis längstens Samstag den 21 Sept., Nachmittags A Uhr Das Comite zur Erfrischung durchziehender Truppen und Versorgung der hessischen Feldtruppen: C. Bindernagel. G. Hieronimts. J. Kob b. J. Morschel. A. Metzendorf. J. Pfeffer. Ph. Ritzel. G. Schulhof. G. Schwarz. C. F. Schleuning. A. Velte. Zu oben erwähntem Zwecke kamen uns bereits folgende Geldbeträge zu: H. Sch. 4 fl., Hofger.⸗ Adv. Seyd 10 fl., Frl. Sch. 1 fl., N. B. 2 fl. zusammen 17 fl. f ung, titan Wir sind gerne bereit, weitere Geldbeträge in Empfang zu nehmen und im Vereine mit dem bier bestehenden Comite zweckmäßigst zu verwenden, bitten deßhalb um weitere Zusendungen Die Expedition des Ober h. Anz, Chlorkall und Salzsäure 2264 empfieblt zur Desinfection der Rinderställe A. Stahl Wittwe. Fässer⸗Versteigerung. 2267 Montag den 26. September, Vormittags 11 Uhr, läßt Unterzeichneter 1 4 Partie gut erhaltene Weinfässer, als: 10 Stückfaß, 10 Zulast⸗, circa 50 1½, 2 und 3 Ohmfaß, wie auch kleinere Gebinde, öffentlich versteigern. Friedberg. Ph. Dan. Kümmich. Ge s u ech t 2253 wird für einen größeren städtischen Haushalt eine tüchtige gesunde Köchin im Alter von eiwa 30—40 Jahren gegen guten Lohn. Gute Zeugnssse find unerläßlich. Franco⸗Offerten sind zu richten an Fräulein Kasten in Bad Naubeim. Für Joldaten im Feldt 2266 empfehle den Angehörigen als bequemsses und bestes Nahrungsmittel Fleisch⸗Extraet und Condensirte Milch. Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheke zum Mohren. Eine Grube Mist 2260 hat zu verkaufen Ambr. Strauß iin der Burg. Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschledenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Frucht preise. per Malter. Friedberg, 21. Sept. Waizen 13 fl. 30 kr.; Kor 9 fl. 20 kr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 6 fl. 30 kr. Frankfurt, 19. Sept. Waizen 14 fl. 54 kr.; Kor! 10 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.z— Hafer 10 fl. 36 kr. Grünberg, 17. Sept. Waizen 14 fl 20 kr.; Korn 10 fl. 26 kr.; Gerste 7 fl. 24 kr.; Hafer 5 fl. 2 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 3 fl. 3 fr. Mainz, 16. Sept. Waizen 14 fl. 47 kr.; Korn 10 fl. 16 kr.; Gerste 7 fl. 28 kr.; Hafer 6 fl. 33 kr.; 1 üßen Aepfelwein B e 105 95 Heidrich Gerth. S Warnung. 2254 Da sich meine Frau, Elisabetha, geb. Diehl, aus Stammheim, heimlicher Weise von mir entfernt hat, so warne ich Jedermann derselben auf meinen Namen zu zu borgen, da ich für nichts bagze werde. ii Bruchenbrücke n. J. Stock, Bahnwärter. u eine schwarze seidene ie einem Paletot gehörtg, verloren. Man dittet den I Finder, dieselbe gegen eine Belohnung bei der krptd. d. Bl. abzugeben. 120 110 n= Au F ie Danksagung. 2265 Für die vielen Bewelse von herzlicher Theilnahme während des elswöchigen Krankenlagers und bei der Beerdigung meines geliebten Gatten, des pract. Artes Dr. med. Hermann Trapp, i Namens der Hinterbliebenen meinen innigsten Dank. H 0 4 12401 10 Friedberg den 20. September 1870. 0 5 8 Elise Trapp, geb. dor. 1 Nagler! Asraclitischer Gollesdienst in Friedberg. Sue Wine ihr. 1 Samsiag Morgens 8 Ubr. — f —— Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Kartoffeln 4 fl. 48 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 32—39 fl. 3 ggenstroh p Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage). 8 5 . N * Dienstag, N — Betresfe an die entgegen Betreff Gießen sind, de Betreff 2 dermale solche f 9. Jani gesetzt, bei unse auf An werden herigen auf da Haris f Wulfe dez