.— 1 aden daselbst ä ling achnacttmeist. zimmet, * dermieißen igel. Nr. 28. 1 then 1 1870. Dienstag den 21. Juni. N 72. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten, in hiesiger Stadt werden ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Abonnements⸗Ein ladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ W Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht Die Expedition. gas] abgeschlosse, u Stallang gegebn — Waaren tmpfts“ richt der Pol. ring M Jellsbilrung. mmtt, bachtem Bi ler. m Ni. 08 Aer Kl. um Ntttmann gt die nicht un n ul den Kuß uswahl Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. Nr. 17. Nr. 500. Reglement zur Ausführung des Wahlgesetzes für den Reichstag des Norbdentschen Bundes vom 31. Mai 1869. Vom 28. Mat 1870. Betreffend: Die Besteuerunz des Tabaks, hier die Verfolgung der im Jahre 1869 stattgehabten bezüglichen Contraventionen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Be eke t Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär- Ersatz⸗Instruction für den Norddeuschen Bund vom 26. März 1868 (Regierungsdlatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmel— dung schriftlich, unter Berücksichtigung der§§. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz⸗Instruction bis zum 1. August dieses Jahres, bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. J. stattfindenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. n n Der Meldung sind beizufügen: a) ein Geburtszeugniß(Taufsche in), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director, be— ziehungs weise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei⸗Obrigkeit auszustellen ist. f Da die Zeugnisse und Bescheinigungen bei den Acten zu ver— bleiben haben, so sind dieselben in den geeigneten Fällen in beglaubigter Abschrift einzureichen. d f Bei Nichibeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Ein⸗ reichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zu⸗ lassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Diejenigen, welche auf die ergangene Meldung den Berechtigungs— schein nicht zugeschickt erhalten, haben demnächst zur Prüfung zu er— 5 scheinen, da eine specielle Einladung hierzu nicht erfolgt. Friedberg den 17. Juni 1870. Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wenn gleich seither Tabak im hisigen Kreise nicht gezogen worden ist, so wollen wir Sie doch in Folge Verfügung Gr. M. d. J. vom 4. Juni d. J zur Nr. M. d. J. 54 52 auf die Bekanntmachung Gr. M. der Finanzen vom 18. Juni v. J. Regierungsblatt Nr. 26 verweisen, und Ihnen empfehlen, wenn wirklich in einzelnen Gemarkungen Tabak später gezogen werden sollte, die Steuerpflichtigen geeignet zu belehren und insoweit Ihnen Functionen überwiesen sind, dieselben pünktlich in Ausführung zu bringen. J. B. d 1 Haas, Kreis, Assessor, m a 1 n g. Der Prüfungstermin, sowie das Lokal, worin dieselbe vorge— nommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. Die unterzeichnete Commission macht außerdem Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachge- sucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige An⸗ meldung verloren gegangene Anspruch durch Resolution der Ersatzbe— hörden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen ver— pflichtet war, oder vermöge seiner Loos-Nummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann ein⸗ treten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz-Commission zu richten. Darmstadt den 10. Juni 1870. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige Beech st att. S trecker. auf folgende ee Die nächste Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirks vereins Friedberg, Section Butzbach, wird: ö Mittwoch den 22. Juni d. J., Nachmittags 2 Uhr, SOGriedel. zu Münzenberg in dem Saale des Herrn Bürgermeister Jager stattfinden. K Fragen der Tagesordnung sind: f 1) Ist dem, in trockenen Jahren und bei dem häufigen Mißrathen des deutschen Klee's immer wiederkehrenden Futtermangel nicht bis zu einem gewissen Maaße vorzubeugen und was muß noch im laufenden Jahre geschehen, um die vorhandene und voraus- sichtlich sich noch steiger de Futternoth moͤglichst zu lindern? Eingeleitet durch Herrn Bürgermeister Fenchel von dung. 2) Welche Erfahrungen sind bis jetzt bezüglich des Auftretens der Bräune bei den Schweinen gemacht worden; kommt dieselbe häufiger bei Schweinen vor, die in den Sommermonaten im Stalle bleiben, oder bei solchen die zur Heerde getrieben werdend Sind sonst und welche Präservativmittel dagegen mit Erfolg anzuwenden d Eingeleitet von Herrn Oekonom Kammer von Gambach. 3) Welches ist die zweckmäßigste Pflege und Ernährung des Milchviehes Eingeleitet durch Herrn Militärveterinàrarzt Dr. Güngerich von Butzbach. N 4) Ist es von Vortheil für den Landwirth seine Arbeitspferde selbst zu züchten, oder dieselben erwachsen zu kaufen“ Eingeleitet durch Herrn Lehrer Loos von Soͤde l. 5) Welche Versuche sind in der neueren Zeit bezüglich des Seck'schen Pfluges gemacht worden, bat sich derselbe Eingeleitet durch Herrn die vorhandnen Wiesen theilweise noch in gehalten werden und von den Wiesenbesitzern nicht gesucht wird, die, durch in mehreren Gemarkungen bereits mit ausgezeichnetem Erfolg ausgeführten, künstlichen Be⸗ und Entwässerungen ꝛc. ꝛc. zu erzielenden Vortheile auch für ihre Wiesen zu gewinnen. Oekonom Bender in Gambach 6) Wie kommt es, daß in unserer, im Ganzen wiesenarmen, Gegend, bewährt? so schlechtem Zustande Mörlen. Betreffend: Die Mathildenßiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg. An sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie, Deujenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfle unser Rechner, Herr Beigeordneter Steinhäuser dahier, Donnerstag den 23. d. M., scheinigungen die Pfleggelder für das 1. Semester 1870 auszahlen wird, a Person hier einzufinden haben oder sich durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertreten! Ich lade alle Vereins mitglieder, alle Freunde der Landwirth⸗ schaft und insbesondere die Herren Lehrer ergebenst ein. 1 Butz bach den 14. Juni 1870. 5 glinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst mitzutheilen, daß weßhalb sich die Berechtigten in diesem Termin entweder in eigener assen müssen. Kann der Bezirksverein in dieser Beziehung Einfluß üben und auf welche Weise. 9 Eingeleitet durch Herrn Wiesenbaumeister Nir-Feld und Herrn Bürger meister Jeckel von Ober, Greb von Hesch ler. Friedberg den 28. Juni 1870. nach Einbringung der vorschriftsmäßigen Be⸗ Für den Vorstand der Mathildenstiftung Ste i n be ger. 7 Hessen. Darmstadt. Am 2. Juni ist der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Landes ⸗Universität, Dr. Friedrich Heinzerling, auf sein Nachsuchen von seinem Dienste mit Wirkung vom 1. October 1870 an, entbunden worden. — Die durch Ernennung des Dr. Victor v. Bojanowsky zum Legationsrathe bei der Gesandtschaft des Norddeulschen Bundes in St. Petersburg und zum Bundesconsul daselbst er⸗ ledigte Stelle eines Großherzoglichen Consuls in Moskau für die nicht zum Norddeutschen Bunde gebörigen Theile des Großherzogthums wurde dem Bundesconsul Dr. August Hoyer daselbst übertragen. — Die Landgerichts-Assessoren Dr. Emil Koch in Ulrichstein, Dr. Wilhelm Beck in Beer⸗ felden und Joh. Baptist Herrmann in Lorsch sind an die Landgerichte Lich, Ulrichstein und Beerfelden versetzt worden;— die Gerichtsaccessisten Carl Beisler aus Seligenstadt, Carl Gilmer aus Altenstadt und Wilhelm Hallwachs aus Darmstadt wurden zu Assessoren in Seligenstadt, Grünberg und Lorsch, der Bezirksstrafgerichts⸗ Secretär Dr. Otto Trapp in Michelstadt zum Assessor in Grünberg ernannt und die durch letztere Ernennung erledigte Stelle wurde dem Gerichtsaccessisten Ernst Löwer aus Darmstadt zur provisorischen Verwaltung übertragen. — Der Oberstlieutenant v. Grolman vom 1. Reiter ⸗Regiment wurde mit der Führung des 1. Reiter⸗Regiments und der Major Freiherr von Buseck mit der Führung des 2. Reiter⸗ Regiments beauftragt. Die Majore Freiherr von Ricou vom 2. Reiter⸗Regiment und von Sanders vom 1. Reiter ⸗Regiment wurden zu etatsmäßigen Stabsoffizieren in ihren Regimentern ernannt. — Von den in Hessen im Ersatzjahr 1869/70 eingestellten 2569 Rekruten waren nur 9 Mann ohne Schulbildung, davon 7 aus Oberhessen. Friedberg, 20. Juni. Eine Abtheilung preußischer Artillerie vom 11. Regiment, auf dem Marsch nach Mainz, wo das 3. und das 11. Regiment zu Schießübungen sich vereinigen, hat von Samstag auf heute hier Rasttag gehalten. Am Samstag Abend spielte die Musik des hiesigen Jägerbataillons, gestern Mittag die preußische vor dem Hotel Trapp dahier— Gießen. Am 16. d. wurde dahier eine Falschmünzer⸗Gesellschaft entdeckt. In der Nähe von Gladenbach ist ein verdächtiger badischer Zehnguldenschein beanstandet, angehalten und der Inhaber nach Villenburg gebracht worden. Dort hat derselbe gestanden, er habe ihn von einem hiesigen Verwandten; der Staatsanwalt ist sogleich hierher geeilt, der angegebene Verwandte hat den Photo— graphen bezeichnet, und in dessen Atelier hat man nicht nur den ganzen Apparat zur Verfertigung badischer Zehnguldenscheine, sondern eine ziemliche Anzahl derselben gefunden. Preußen. Berlin. Wie die„Kreuzztg.“ meldet, hat der König für die Abgebrannten in Konstantinopel 20,000 Fr. gegeben. Erfurt. Nach dem am 4. Juli v. J. zu Eisenach gefaßten Beschlusse soll der diesjährige thüringische Juristentag hier in Erfurt abgehalten werden und ist dazu Sonntag den 3. Juli d. J. bestimmt worden. Schwetz(in Westpr.) Die„Ostbahn“ theilt folgenden„Ukas“ mit, der dem Schneider— meister K. in U. vom hiesigen Landrath zugegangen ist:„Nachdem Sie unterm 22. Mai c. nochmals erklärt haben, das Amt eines Gemeindedieners daselbst nicht annehmen zu wollen, mache ich Ihnen bemerklich, daß Sie als Mitglied der Gemeinde zur Uebernahme eines derartigen Com- munalamtes verpflichtet sind und hierzu event. ge⸗ zwungen werden müßten. Ich fordere Sie auf, sich binnen spätestens drei Tagen zur Uebernahme des qu. Amtes zu melden zur Vermeidung einer Exeeutivstrafe von 3 Tagen Gefängniß, die im Weigerungsfalle sofort vollstreckt und bei fort gesetzter Weigerung wiederholt werden würde. Der Landrath.“ Hannover. Der Husarenlieutenant Graf Stolberg in Lüneburg hat sich bereit finden lassen, dem Polizeicommissär Mottka(gegen welchen er sich einer schweren Beschuldigung schuldig gemacht hatte) in Gegenwartedes Commandeurs und des Adjutanten des Regiments und zweier Zeugen des Vorfalles eine Ehrenerklärung zu geben, wo⸗ durch die Angelegenheit ihre Erledigung gefun- den hat. Bayern. München. Wie dem„Bayer. Kur.“ aus„authentischer Quelle“ mitgetheilt wird, hat Pater Hötzl unterm 8. Juni aus Rom an seinen Obern ein Schreiben gerichtet, in welchem es heißt:„Heute Morgen wurde ich nach längerem Warten auf eine Resolution aus dem Vatican, mit der Nachricht überrascht, daß Se. Heiligkeit mich um 11 Uhr mit dem hoch- würdigsten General in einer Privat- Audienz empfangen werde. Ich wurde väterlich zärtlich aufgenommen. Obwohl meiner Abreise von hier kein Hinderniß mehr im Wege stünde, kann ich doch vor Peter und Paul nicht weggehen, weil es der Wunsch des h. Vaters ist, daß ich dieser Feierlichkeit noch anwohne. Baden. Mannheim. Aeußerem Ver- nehmen nach gedenkt man auch in Baden dem Beispiel Bayerns in Einführung der Correspon- denzkarten nach den gleichen Grundsätzen wie im norddeutschen Bunde zu folgen. Frankreich. Paris. Prevost⸗Parodol ist zum Gesandten in Washington ernannt trotz des Widerstands, den die durch das plötzliche Ein⸗ treten eines fremden Elementes in ihrem Avance⸗ ment beeinträchtigten angehenden Diplomaten gegen ihn geltend machten. Das akademische Schooskind des Hauses v. Orleans hat definitiv mit seiner bisherigen politischen Gesinnung ge⸗ brochen. Die Ernennung Prevost⸗Paradol's hat eine größere Bedeutung, da seine unaufhörlichen, sehr intimen Beziehungen zu Hrn. Thiers bekannt sind; er hat sich um den diplomatischen Posten nur mit Zustimmung seines väterlichen Freundes und Rathgebers beworben. — Die Befürchtungen für die Ernte nehmen zu. Es fehlt an Futter in ganz Frankreich, die Wiesen und Weiden sind versengt von der bren⸗ nenden Sonne.— Der Kaiser, den die offiziösen Organe gesünder als je schildern, leidet an Gicht. Um sich davon zu überzeugen, braucht man ihn nur auf der Terrasse des Tuileriengartens wandern zu sehen: er schleicht wie ein gebrechlicher Greis dahin, wenn er auch corpulenter ist als sonst. Die große Hitze kann übrigens das Leiden wieder hervorrufen, an dem er im vorigen Sommer zu St. Cloud so ernstlich litt. Er wird in einigen Tagen nach diesem Landaufenthalte übersiedeln. — Der Staatsgerichts hof ist auf den 18. Juli nach dem Schloß der Stadt Blois einberufen, um in dem Complotprozeß über 74 Angeklagte zu erkennen. Herr Zanziacomi ist zum Präst⸗ denten des Staatsgerichtshofes ernannt; das Parquet wird aus den Herren Grandperret, Dupré-Lasale, Bergognis und Lepelletier bestehen. Die Ausloosung der Geschwornen in den General⸗ räthen soll bis spätestens den 25. d. M. erfolgen. — Nach der„Agence Havas“ hat der Kaiser, trotzdem er noch immer etwas leidend ist, dem Ministerrath am 18. d. präsidirt.— Hier ein- getroffene Nachrichten aus Rom vom 15. Juni melden, daß die Diekussion über die Unfehlbarkeit an jenem Tage begonnen hat. Belgien. Brüssel. Dem„Echo du Parlement“ haben am 17. d., nach stattgehabtem Ministerrathe, sämmtliche Minister einstimmig be⸗ schlossen, dem König ihre Demission einzureichen. Dänemark. Kopenhagen. In der dänischen Volksvertretung erzählte im Monat April d. J. der bekannte Führer der sogenannten Bauernfreunde, er habe mit eigenen Augen die schriftlichen Beweise gesehen, daß in der Zeit von 1865 und 1866 Graf Bismarck zwei Pro: positionen an Dänemark gemacht habe, nämlich eine, welches Stück von Schleswig Dänemark für seine Neutralität verlange, sobald der damals schon bis zu Gastein zugespitzte Conflikt mit Oesterreich zum Krieg führe, und die zweite dahin gehend, welchen Preis es verlange für seine Cooperation gegen Oesterreich, den Preis eben; falls in schleswig'schem Territorium berechnet. Die Aussage von Hansen gewinnt an Bedeutung, wenn man erwägt, daß er in nahen Beziehungen steht zu dem vor einigen Wochen entlassenen Minister⸗Präsidenten Graf Frijs. Spauien. Madrid. Montpensier wird im Laufe dieser Woche auf dem Wege von Santander wieder nach Madrid kommen. Die carlistischen Blätter kündigen ein Manifest des Don Carlos an, welches erklärt: daß die Entfernung Cabrera's in keiner Weise die Partei theilt. Der Prätendent fordert seine Freunde auf, einig zu sein. nahen Triumph als gesichert. Italien. wird von hier telegraphirt: Dem Vernehmen nach soll die Dogmen⸗Deputation in Folge der Fran⸗ zösischen Note, welche für den Fall der Verkün⸗ digung des Unfehlbarkeits⸗Dogma's mit dem Abe zuge der Truppen droht, beschlossen haben, die Definitionsformel abzuändern und auf die persön⸗ liche Unfehlbarkeit des Papstes zu verzichten. 1 — Es geht hier das Gerücht von einer be⸗ deutenden Erkrankung des Paystes. 99 Griechenland. Athen. Die Gesammt⸗ Er verkündet einen eee eee kit von ars, 0 An got wi Momt des Gre halen Herstorb file n. missg Fra „ bereit, de Fprößere Rom. Dem„N. W. Tagblatt“ Lubsan ft jd en, w Füimge edielte dohwen ih des Der Herzog von beschädig Dar amis D der Bla schiedens zugeno * M wirksamkeit der Regierung hat sich, seitdem die Orte ze, Wiedervergeltungsfrage in ein diplomatisches en dg. Stadium getreten ist, auf die Verfolgung der Rauber beschränkt. Sie thut ihr Moöglichstes, kandwitth. um durch beispiellose Energie den Schandfleck rein zu waschen: die verfolgenden Truppen, sowie die inquirirenden Richter sind gleich thätig, um dem er Lande Genugthuung zu verschaffen. In ganz . Nordgriechenland sind in der letzten Woche wieder 1 1870 außerordentlich glückliche Erfolge gegen die Räuber erzielt worden, indem mehrere vereinzelte Räuber, zu verschiedenen Banden gehörig, gefangen oder getödtet wurden, und eine ganze Räuberbande, die des Spyropulos, vollständig aufgerieben worden ist. Rußland. Warschau. Alle Fremden werden hier wegen der bevorstehenden Ankunft des Kaisers Alexander strenge überwacht. Man mun⸗ dutdeilen, daß nͤßigen Be, det in eigener II u. kelt von einem Complot gegen das Leben des Czars. Die Polizei wurde verstärkt. — Amerika. Mit der letzten amerikanischen ie an ich. Post wird der in Baltimore erfolgte Tod von uch dan i Jeromt Napoleon Bonaparte, Neffen Napoleon's des Großen und Sohn des Königs von West— phalen(aus dessen erster Ehe), gemeldet. Der Verstorbene war 64 Jahre alt und wird von seiner neunzigjäbrigen Mutter, die in Baltimore ansässig ist, überlebt. zertens wandern techlicher Grit i als sonft. Leiden wiede en Sommer zu vird in einigen t übtrfitdeln. den 18. Jul eis ein beruft 74 Angeklagt it zum Priß⸗ trnannt; das 1 Orandpertt, tletier besither. in den Gentril⸗ k. N. erfolgen. dat der Kaist, Frankfurt. Am 15. d. Miitage brach in dem Schwanbeimer Wald ein starkes Feuer aus, welches er⸗ hbeblichen Schaden anrichtete. Die Rauchwolken wälzten sich bis in die Stadt. Eine große Menschenmenge schaute vom Katharinenthurm aus dem großartigen Brande zu. Zur Bewältigung des Brandes stand milttärische Hülfe bereit, doch gelang es, das Feuer noch rechtzeitig, ohne größere Anstrengungen zu machen, zu löschen. Circa 160 Morgen Stadtwald wurden durch das Feuer beschädigt. Darmstadt. Nach Mittheilung des Kreismedicinal⸗ amis Darmstadt I. an Großh. Kreisamt hat die Zahl der Blatternerktankungen dabier und zwar in den ver⸗ schiedensten Straßen und Richtungen der Stadt dergestalt dent it, den zugenommen, daß eine auffallend große Empfänglichkeii dir. jür das Blatterncontagium vorhanden zu sein scheint, 1 Die hiesigen Einwohner werden daher durch die Verwal— en 10. Juni wüungsbehörde eindringlich aufgefordert, sich durch den t Unfchlbarltit Kreisarzt oder durch ihre Hausärzte nachimpfen zu lassen, änsbesondere auch ihre, wenn auch ftüher schon geimpften, Kinder von 12 Jahren ab zur Nachimpfung zu schicken. Darmstadt. Am 3. Dezember vorigen Jahres wurde 3 der Viehstand des Großherzogthums aufgenommen. Der⸗ selde ergab 43,745 Pferde, 279,497 Stück Rindvieh, 174,554 Schafe, 182 978 Schweine, 71,683 Ziegen, 580 Esel und Maulesel, endlich 39,619 Bienenstöcke, welche einen Gesammtwerih von 33,117,349 fl. repräsentiren. Gegen das Vorjahr ergibt dies eine Werthabnabme im Betrage von 989480 fl. Der damalige Capitalwerth des *. K „„che du 5 daugebabten dntinnig be ien tinpurtichn . J. 0 it in Nun der sogt nannt die zur Ausloosung gelangende Sexienzahl 100 und der. kleinste Gewinn 65 Thlr. beträgt. Schon mit der nächsien Ziehung steigt für die folgenden fünf Jahre die Zahl der zur Ausloosung kommenden Serien auf 120 und der kleinste Gewinn auf 70 Thlr., während der größte Gewinn der vorerwähnten fünfjährigen Periode 40,000 Thlr. berrägt. Nassau. Am 13. d. ist die Kreuzblume, die das Steindenkmal krönt, gesetzt worden. Es ist nun bis auf die Seitenpyramiden fertig, welche binnen kurzer Zeit auf⸗ gebaut sein werden. Dann wird auch das Gerüst, das den freien Blick hindert, abgelegt werden. Köln. Die beiden Vereine Columbia und Union veranstalteten in diesem Frühjahre Wettflüge der Brief— tauben in großem Maßstabe, haben aber dabei das Pech gehabt, daß von über 600 aufgelassenen Tauben über 400 bis jetzt ausgeblieben sind, ohne Zweifel wegen der ungünstigen Witterung. Man hofft, daß das Preisfliegen am 19. und 26. d. M. von Bremen und Hamburg wegen der in Aussicht stehenden hellen Witterung ein besseres Resultat zur Folge haben werde. Hamburg. Am 15. d. war es cin Jahr, daß die deutsche Nordpolexpedition in See gegangen ist. Ende Juli v. J. wurden, wie man sich erinnert, die Schiffe zum letzten Mal von einigen Grönlandsfahrern gesehen. Bei Reichenbach wurde letzter Tage ein 14jähriger Knabe weit unten im Thale von einem mächtigen Läm— mergeier überfallen, zu Boden geworfen und erlitt an Kopf und Brust durch den Schnabel und die Krallen des Geiers ziemliche Verwundungen. Der Ueberraschte erhob ein Zetergeschrei und wehrte sich nach Leibeskräften. Mit Noth konnte er sich dem Raubvogel entwinden, der, von einer herbeieilenden mit einem Karste bewaffneten Frau endlich verscheucht, sich langsam kreisend stolz in die freien Lüfte schwang. Gegen den Moorrauch. „Alljährlich geschieht es, daß dald nach Eintritt der ersten trockenen Frühlingstage langsam am westlichen Horizont ein gelblichgrauer Nebel emporsteigt und sich all⸗ mählig wie ein Schleier über die Gegend legt, ein Vielen Unheimlicher, Allen beschwerlicher Gast. Die Sonne wird verdüstert, die grünen Farben von Wald und Feld nehmen einen falben Schein an, ein häßlicheg, brenzlicher Geruch läßt sich spüren, die Brun fühlt sich beklemmt, die Seele zu trüben Betrachtungen gestimmt.“ So schildert ein Comiteebericht aus dem Herzogthume Aremberg-Meppen vor Kurzem den Moorrauch, und leider müssen wir in diesen Tagen wieder die Wahrheit dieser Schilderung em⸗ pfinden. Es gap eine Zeit, wo man es sich ruhig ge— fallen lassen zu müssen glaubte, wenn wir nach langem Winter und stürmischem Vorfrühjabre den Genuß der schönen Frühlingszeit uns vergällt sahen durch den häßlichen Moorrauch. Das Moorbrennen, meinte man, sei eben das Mittel zur Kultivirung des Moores und somit zur Existenz der Moockolonisten unbedingt noth⸗ wendig. Die Dinge liegen jetzt glücklicherweise anders. Aus den landwirthschaftlichen Kreisen unseres Norddeuisch⸗ lands heraus, haben sich zahlreiche Stimmen für Be⸗ seitigung des Moorbrennens erhoben, indem sie nachweisen, daß diese Art der Kultur nichts als ein Raubsystem sei. Während der ersten 7 bis 8 Jahre wird die beste oberste Kruste weggebrannt, dann bleibt der Boden 30 bis 40 Jahre brach liegen, bis er schließlich ganz ruinirt ist.„Im Interesse der Landeskultur,“ sagt ein uns vorliegender Bericht des landwirthschaftlichen Vereins sür Westfalen, „muß man die Kulturmethode des Moorbrennens bekämpfen: sie beraubt den Boden und gewährt doch als einzigen Er— trag nur einen mäßigen Tagelohn; sie führt die ganze Gegend dem Untergange entgegen, ohne ihr als Ersatz erspartes Kapital zu geben, sie bringt zugleich für Millionen eine Verkümmerung der frischen freien Lust, und das Moorbrennen könnte schon deshalb mit Fug und Recht von der Polizei verboten werden. Kein einzelner Mensch hat das Recht, 100, ja 1000 seiner Nachbarn auszuräuchern, diesen für einen Thaler Schaden zu thun, damit er selbst einen Pfennig Nutzen habe.“ Die Schwierigkeit besteht darin, daß der Moorcolonist, mittellos wie er ist, ohne Hülfe nicht zu einer andern Kultur⸗ methode übergehen kann. Es müssen kostspieliege Ab⸗ wässerungskanäle geführt, bessere Werkzeuge angeschafft, künstliche Düngmittel verwendet werden. Bereits bestehen aber schon verschiedene Vereine, welche sich die Abstellung des Moorbrennens und dessen Ersetzung durch bessere Kulturmethoden ernsflich zum Ziele gesteckt haben, so die „Gesellschaft für Moorbewirthschaftung und Abstellung des Moorbrennens im Kirchspiele Neu-Aremberg“ und zwei Vereine derselben Tendenz im Hümling.(Auch in Bremen hat sich soeben ein Verein gegen das Moorbreunen ge— bildet.) Die Regierung hat den Bau von Kanälen be⸗ günstigt resp. in Angriff genommen. Allein diese Ab⸗ hülfsmittel sind nur local und nicht von dem Umfange, welchen das Uebel erheischt. Haben doch allein die Moore im Meppen'schen, Bentheimischen und in Ostfriesland eine Größe von 59 Quardratmeilen. Der Vorschlag der land⸗ wir thschaftlichen Zetlung für Westfahlen und Lippe, daß man einen„Norddeutschen Zentralverein für Beseitigung des Moorrauchs“ gründe, scheint deßhalb in unserer Zeit der Selbsthülfe wohl der Beachtung werth.„Dieser Ver⸗ ein,“ so lautet das proponirte Programm,„muß überall das Interesse für die Sache wecken, viele Hundert Lokal⸗ vereine müssen seine Organe sein, er muß das Material sammeln, Jedermann zugänglich machen, beim Publikum, in der Presse, bei den Behörden agitiren.“ Die Bedeutung dieses Vorschlags hat die wirthschaftliche Gesellschaft für Nordwestdeulschland auf ihrer vorigen Herbstver— sammlung in Emden ausdrücklich anerkannt und sie bat ihren Vorstand ermächtigt, in Verbindung mit näher bezeichneten Sachverständigen der Gründung eines solchen Vereins näher zu treten. Hoffentlich ist seitdem eiwas in der Sache gethan. In der holländischen Proving Friesland ist man unendlich viel weiter in der Moorkultur⸗ Eine umfassende Kultiftrung der Moore durch Kanalisirungen würde ein großartiger Fortschritt für die wirihschaftlichen Verhältnisse Nordwestdeutschlands sein. Dank und Bitte! Es sind uns bis heute zu einer Verloo⸗ sung zum Besten des Baues einer ka- tholischen Kirche zu Friedberg an 300 recht geeignete Gegenstände gütigst zugesendet worden. Wir sagen dafür allen Wohlthätern in unserer Stadt, sowie außerhalb, besonders in Bad Nauheim, unsern herzlichsten Dank. Ueberzeugt jedoch, daß noch viele Bewohner Friedbergs, denen bis jetzt unsere Verloosung nicht bekannt geworden ist, auch gerne eine Gabe zu einem so edlen Zwecke spenden, erneuern wir hier unsere Bitte, uns mit zur Verloosung geeig⸗ neten Geschenken zu beehren. Großherzogliches Kreisamt Friedberg hat am 5. April 1870 die Erlaubniß zur Verloosung ertheilt. Loose à 15 kr. sind bei den weltlichen Mit⸗ gliedern des katholischen Kirchenvorstandes, den Herren: Jacob Burck, Jacob Morschel, Postmeister Brentano und Martin Mondigler I., sowie im katholischen Pfarrhause dahier, woselbst auch die zur Ausloosung bestimmten Gegenstände eingesehen werden können, zu haben. Der Tag der Ver- loosung, die unter polizeilicher Aufsicht stattfindet, wird in diesem Blatte angezeigt werden. Friedberg, am 20. Mai 1870. Für den Kirchenvorstand: Gabel, Pfarrer. Aug di Viehstandes belief sich auf 34,106,829 fl. Diese Abnahme aut Aug 1 krifft jedoch zum weitaus größten Theil die Provinz Ober⸗ i in der 3˙ hessen, welche, durch die anbaltende Trockenheit des Sommers 110 zpti Pis⸗ heimgesucht, keine zureichende Erndte an Futlergewächsen „, ini erzielte und in Folge dessen ihren Viehstand auf das 1 Nothwendigste beschränkte. Auch in Starkenburg machen i Dan 1 sich diese Verhälinisse, wenn auch im minderen Grade, v btr dame fühlbar, während in Rbeinhessen, hiervon noch weniger gent nil berührt, sich der Viehstand nach Werih und Stückzahl tt dabin gehoben hat. 1 Jet fa Kassel. Die am 1. Juli stattfindende Prämienziehung uugt füt 45 ber kurhessischen 40 Thaler⸗VLoose ist die letzte, in welcher den Prin acht 2 5 2 n e Oeffentliche Aufforderung. 5 Bel putze 1578 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach un Bc ea Magde wars Cbriffepb Schäfer von Bad⸗ 40 tallass NMauheim fird binnen einer zerfförlichen Frift von 8 14 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung J 900 in den öffentlichen Blättern an gerechnet, bei dem unter 10 Henzes a0 7 7 Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der 1 Wecht 0 ertheilung ves Nachlasses unter die Intestaterben des a Nad. Berstorbenen nicht berückfichtigt werden können. 1 igen 6 Bad Nauheim am 2. Junt 1870. 11 4 1 ö en Ne Bad⸗Nauhelm ches, e.: Leden Wa S b 7 h n, N sordtrl tin Landgerichts Assessor. 1 A N lünen Gras-Versteigerung— 7 1707 Künftigen Freitag den 24. d. Mis., Vormittags 18 200% 9 Uhr, wird das Gras von den gemeinheitlichen Wiesen dahier auf hiesigem Rathhause in einzelnen Abthellungen verfleigert. Niedber⸗Wöllstadt den 18. Junk 1870. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1686 Mitiwoch den 22. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathbause auf freiwilligen Antrag der Litquidations Commission des aufgelösten Friedberger Schützenvereins und zum Zwecke der Regelung der Angelegenheiten dieses Vereins die erst vor einigen Jahren neu massiv von Steinen erbaute Schützenhalle nebst Schleßmauern am Usaflusse und dem Nauheimer Promenadewege, ganz in der Nähe der Stadt gelegen, gettennt und im Ganzen öffentlich melfsbietend ver⸗ steigert, auch bei entsprechenden Geboten den Letzl⸗ bletenden die Genehmigung alsbald ertbeilt werden, da wahrscheinlich weitere Versteigerungen dieser Objekie nicht flastfinden. f Frievberg den 17. Juni 1870. f Großherzogliches Ortsgericht Friedberg F oe ue . 1——— 7 51 Grasversteigerung. 1698 Donnerstag den 23. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Wirthschaftslocal der Pyilipp Arnolds Wittwe in Niederwöllstadt das diesjährige Heu und Grummetgras von circa 190 Morgen Gräfl. Wlesen in Niederwöllssädter Gemarkung in einzelnen, meift zwei Morgen Lokalmaas haltenden Abthellungen, zum Verkauf. den 16. Junk 1870, 31 ü. 5 1 Großherzogliche 1 e. Nieder ⸗Wöllfladt + 800 5 10 10 l. 14 4 A 1 7 4 10. nnonee. 10 em. 1 1704 Der obere Stock meines Hauses ist zu vermlethen *— 61000 und kann Ende September bezogen werden. * M Philippi, Hofconditor. Assenheim Gräff. Solms Rödelhelm'sche Renskammer. Oeffentliche Aufforderung. 1618 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß des Philipp Hörtler, ledig, von Ossenheim, sind bis zum 25.. M. dahier anzumelden, widrigenfalls sie bei Regelung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Friedberg den 1. Juni 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Heugras-Versteigerung. 1696 Mittwoch den 22. Juni d. J. Vormittags 9 Ubr anfangend, soll das der biesigen Gemeinde gehoͤrige Deugras von eltea 150 Morgen auf dem Rathhause dahler verfleigert werden. Staden den 14. Juni 1870. ö 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Staden Da uch. Bekanntmachung. 1643 Meine Wobnung befindet sich von beute an in dem pause des Herrn Friedrich Schwab auf dem Seltersberg(Neue Straße neben dem Hessischen Hof in der Nähe des Eisenbabhnhobes). Gießen den 15. Juni 1870. Diery, Hofgericht Addokat. Heugras-Versteigerungen. Zu Nidda werden nach beendeter Gras⸗Versteigerung 4 Abtheilungen der Johannktter-Scheuer auf ein Jahr vergeben. 2 Bingenheim am 1. Juni 1870. Großberzogliches Rentamt Nidda E Vorläufige Kunst⸗ Anzeige. 1703 Im Laufe dieser Woche trifft die aus 17 Personen bestehende Anglo Americanische Französische Gymnastiker⸗, Luftturner⸗, Balett- und Seiltänzer⸗Gesellschaft Lorch Harry, Nachfolger Blondin's, hier ein und eröffnet einen Cyklus von Vorstellungen. Ergebenst Louison, Geschäfts führer. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killisch in Berlin, jetzt: Louisenstraße 45.— Bereits über Hundert geheilt. ˖ 1240 besonders eine schöne Auswahl Herren- und Knabenhüte, empfiehlt zu sehr billigen Preisen K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1702 Dienstag den 5. Jul, Vormittags 10 Uhr, soll die Wohnung der Löd Ehrmann Wittwe dahier, be⸗ stehend in einem fast neuen, von Stein erbauten zwet⸗ stöckigen Wohnhause mit Wirthschaft und Ladeneinrich⸗ tung, ferner einem neuen Zackofen mit den dazu ge⸗ hörenden Geräthschaften, Scheunen, Stallung, Garten an der Hauptstraße dem Landgericht gegenüber gelegen, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Altenstadt am 15. Junt 1870. Großherzogliches Ortsgericht Aftenstadt .eu d err. Gras ⸗Versteigerung. 1701 Freitag den 24. l. M., Vormittags um 9 Uhr, soll die diesjährige Graserndte von circa 120 Morgen gemeinheitlichen Wiesen auf hiesigem Rathhause öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden. Relchelshe im den 16. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim Schmid. Gras⸗-Versteigerung. 1700 Freitag den 24. l. Mis., Vormittags um 10 Uhr, soll die dießjährige Graserndte von 8 Morgen Kirchen⸗ und Pfarrwiesen auf hiesigem Rathhause öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Reichelsheim den 16. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterel Reichelsheim Sch mi Grassaamen-⸗Versteigerung. 1697 Nächsten Mittwoch den 22. d. Mts., Vormittage 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause die diesjährige Grassaamen-Erndte des blesigen Stadtwaldes öffentlich an den Meifibtetenden versteigert. Bad⸗ Nauheim am 16. Juni 1870. Großherzogliche 1 Bad⸗Naubeim chu tt. Arbeits-Versteigerung. 1705 Da vie am 25. v. Mis. zu Nleder-Florstadt ab⸗ gehaltene Arbelts⸗Versteigerung nicht genehmigt werden konnte, weil die Forderungen die Ueberschlagspreise über⸗ stlegen, so sollen die fraglichen Arbeiten sowie weiter 1. Pflasterarbeiten mit Jubegriff der Stein⸗ und Sand⸗ fuhren, veranschlagt zu 700 fl., 2. Eine gußeiserne Druckpumpe, veranschlagt 60„ Freitag den 24. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, nochmals öffentlich ausgeboten werden und falls annehm⸗ 0 werden dann die bare Gebote nicht erfolgen sollten, Arbeiten aus der Hand vergeben. Nleder ßlorstadt am 18. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt Wagner. Heugras⸗Versteigerung. 1709 Samstag den 25. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr anfangend, soll auf hiesiger Gemeindestube das der hiesigen Gemeinde gehörige Heugras versteigert werden. Ober⸗Florstadt am 18. Juni 1870. Großherzogliche e Ober⸗Florftadt f d z Reichhold, Beigeordneter. TAGE RIA Handels-Courier. 1622 Nationale Tendenz. Reichhaltiges Handels- blatt. Feuilleton. Erscheinen: wöchentlich 13 Mal. Vierteljährlicher Preis in Frankfurt fl. 1, 45., mit Postaufschlag fl. 2. 12. 0 Kuh in Nassau an der Lahn.— Aus der Wandermappe der Gartenlaube. Nr. 6. Rheinfahrten. Von Mainz nach Bingen.— Die Darsteller aus dem Passionssplel in Oberammergau 1870: Cbristus— Zoseph Mair. Johannes— Johann Zwirk. Petrus— Jakob Hett. Maria— Franziska Flunger.— Schulkind⸗ krankheiten oder Schulkrankheiten? Ohne phosphorbal⸗ tiges Gehirn kein Verstand, kein Gemüth, kein Wille, also keine geisssge Thätigkeit. Straspredigt für Eltern, Lehrer und Schulvorsteher. IV. Von Bock. f Glacé-Landschuhe, Fried ch Roggenkleie, Luttermehl und Palmkernmehl, in bester Qualltät, ewpfiehlt 2 2 L. H. Strauß. !!C(((üõũũ d „Giesshübler Sauerbrunn.“ „König Otto's Quelle“ bei Karlsbad. (Der österreichlsche Selter's.) Reinster alkalischer Säuerling. 1300 Das speelfische Gewicht ist 1.0025 bei 8 Grad R. Summe der fefsen Bestandtheile 12.2314, darunter in Civil⸗Pfund: Kohlensaures Natron= 6.8507; kohlensauren Kalk= 1.93013 kohlensaure Magnesia— 1.3580; freie Kohlen?! säure= 45, 15 Kublkzoll. 8 Die Anwendung der Gieshübler Quellen ist entweder eine selbstständige oder dient zur Unter⸗ ftützung anderer Kuren in vielen Fällen. 5 Seine Wirkung ist säuretilgend in den ersten Wegen und im Blute, seine Anwendung findet statt: Bei Uebersäurung des Magens, Katarrh der Respiratlonsorgane, Gicht und Nierenleiden und im Diabetes mellitus. N 5 Als Erfrischungsgetränke mit oder obne Wein; ist der Giesshübler Sauerbrunn sehr beliebt und angenehm.— Versendung in Glasflaschen und Thonkrügen.— Broschüren, Preiscourante ꝛc. 1682 gratis durch die Giesshübler Brunnenverwaltung von Mattoni ck Knoll in Karlsbad. 5 Eigene Niederlagen in Wien, Tuchlauben 14 und Maximiliansstraße Nr. 5. Todesanzeige. 1708 Freunden und Bekannten dle traurige Nach⸗ richt, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Tochter und! Schwester„ Elise Gökus, geb. Hübrecht, nach langem Leiden am 19. d. Mts., Abends 6½ Uhr, in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet heute Abend 6 Uhr statt. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beerdig te: 16. Junt. Magdalena Henriette Wüstenfeld, Tochter des 1 bies. Bürgermeisters Emmerich Felir Wüstenfeld, alt 85 Jahre 6 Monate 4 Tage, F am 14. Juni. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Ueue Häringe 4 5— 1711 Das 1870er Heugras von den Großherzoglichen Domanialwsesen des Rentamtse Nidda kommt unter den 11 vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung 1710 bet Ehristian Werner-. ö 8 2555 a ü Ein Logis, 15 * Gemarkung 98 Versteigerungstermin. Ort d. Zusammenkunft. 1706 im zweiten Stocke meines Pauses, ist zu ver⸗ n 2 A Wiesen. 1870. mietben. Wilh. Baumann Wittwe. 5 d Morgen. 5 2 5 Heugras-Versteigerung.— 8 1 5 45 1 Blofeld 30 n 1 0 Juni, Nach Brühlwiese. 1699 Kunstigen Dennerstag den 28. d. Mie., Nach n Donnerftag den 23. Junt, Vor- Echzeller Teich. mittags 2 Uhr, lasse ich mein gesammtes Heugras meist⸗ 12 2 0 Echzell 87 38 3 9 1 5„ ede 17. gun 1870 b Donnecstag den 23. Juni, Nach⸗ ehrwiese. 5. mittags 2 Ubr, 5 2— Köhler, Pfarrer. 0 Gettenau 5 Freitag den 24. Juni, ittags[Große Korbische Wiese. 5 f 5 12 Uhr, S Donne 3 Bisses 4 Freitag den 24. Juni, NachmitKindswiese. Die Gartenlaube tags 6 Ubr, bringt in Nr. 24 folgende Beiträge: Zum Deimathland 1 Leidhecken 8 Samstag den 25. Juni, Nach-] Am Sauerbrunnen fieht mein Verlangen. Gedicht von Katl Heinrich jähr mittags 3 Ubr, Schnaufer.— Det Bergwirth. Geschichte aus den 4 Dauernheim 2 Samstag den 25. Junt, Nach⸗ Heegwehrwiese. bairischen Bergen. Von Herman Schmid. ortsetzung. 5 1 mittags 4 Uhr,— Meine Elsvögel. Mit Abbildung; Eis vögel. N 5[Nidda 8⁵ Montag den 27. Juni, Vormit. Seewtese— Nach der Natur aufgenommen von Ludwig Beckmann. tags 10 Uhr,— Vom Eck⸗ und Edelstein der Deutschen. Von Karl Besu