anttt: Wollen 4 1 Pate setr 2 e eli bil 5 Dora Gröde! 22—— nuschlug iat bruge mein e etlct sich scht a Went rirtttung: 1 Free tun er E Spire 816 Nie ert Lesben, teengetm 1 pol u ditt berlates vetjcg enz biete date 1 Ss ligt: Naur- At iurgts, ud. L Setter. tet t. tete .* 3 1870. Danse Binge gulli 2 d eee 1 I f 1 Dienstag den 20. Bezember. V 2 450 nzeigel 1 Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Irledberg. f gti 1 1 cöberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — —* r e Betreffend: Bas Kreis- Ersaßzeschält für 1871, Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 8. d. M. im ersatzgeschaft in nachverzeichneter Weise statt sindet. 1 Montag den 2. Januar k. J, Morgens präcis 8 ¾ Uhr, Musterung der Disponiblen, und Zurückgestellten aus den Jahren e 1869 und 1870, der Militärpflichtigen aus 1871, der Gemeinden + Assenheim, Bauerubeim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchen⸗ brücken, Butzbach, Dorheim. Dienstag den 8. Januar, desgleichen der Gemeinden Doru⸗ Assenheim, Fauerbach v. d. H., Fauerbach b. Fr., Friedberg. Mittwoch den 4. Januar, desgleichen der Gemeinden Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Kirch⸗ Göns, Langenbain, Maibach, Melbach, Münster.(0 Donnerstag den 5. Januar, desgteichen der Gemeinden Münzenberg, Bad⸗Nauheim, Nieder⸗Florstabt, Nieder⸗Moͤrlen, Nieder⸗ Rosbach. 2 i g Freitag den 6. Januar, desgleichen det Gemeinden Nieder⸗ Weisel, Nieder⸗Wöllstadt, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ober-Rosbach. Samstag den 7. Januar, desgleichen der Gemeinden Ober⸗ W t, Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Pohl⸗Göns, Reichelsheim, Rockenberg, Rödgen. Montag den 9. Januar, desgleichen der Gemeinden Sch walhe im, Södel, Staden, Steinfurth, Trais-⸗ Münzenberg, Weckes⸗ heim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölsersbeim, Mobndach. Dienstag ben 10. Januar, Morgens 9 Uhr, Loos 1 iehung. Zur Musterung haben sich bei Meidung der gesetzlichen Strafen, die aus den nachfolgenden abgedruckten Bestimmungen der Militär- Ersatz-Instruktion für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 .f 1 zu ersehen sind, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem Staate des Norddeutschen Bundes angehörigen Militärpflichtigen, in 1851 geboren, welche f f ö 3 a. in einer Gemeinde des Kreises Friedberg ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz— haben und sich nicht in einem andern Thelle des Großherzogthums Hessen odet einem Siaate des Norddeutschen Bundes in einer der nach⸗ stehend unter b. angegebenen Eigenschaften aufhalten; b. in einer Gemeinde des Kreises Friedberg sich als Dienstboten, Haus⸗ und Wirthschaftsbeamten, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerks gesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähn⸗ licher Eigenschaft aufhalten, oder eine Lehranstalt in einer Ge⸗ meinde des Kreises Friedberg besuchen; ferner C. sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahr 1870 bezlehungsweise 1869 zurücgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblie⸗ ben, das heißt nicht eingestellt worden sind. Diese haben ihre Loosungs“ und Gestellungsscheine beziehungsweise Rekruten⸗Urlaubspässe mitzubringen. Entbunden von der persön⸗ lichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienst er⸗ theilt worden ist. r Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen, von seinem Vater oder seiner Mutter Zurückstellung in Anspruch genommen §. 176. 1 Strafe für untetlassene Meldung zur Berichtigung der Stamm⸗ rolle, bez. für unterlassene Gestellung zu den Musterungs⸗ oder Aushebungs⸗Terminen. 1) Militärpflichtige welche die im§. 59 vorgeschriebenen An⸗ und Abmel⸗ dungen zur Berichtigung der Stammrolle unterlassen, werben auf den Antrag der mit der Führung der Stammrollen beauftragten Behörden mit Geldfirasen bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu subsiituiren ist. 2) Miukepflichige, welche der nach den Vorschriften der 88. 71, 98 und 115 exlassenen Aufforderung: sich zur Musterung ober Aushebung vor die Kreis-, Departements⸗ oder Macine⸗ Ersatz⸗Cemm ssion des Bezirks, in welchem sie nach§. 20 gestellungspflichtig sind, zu siellen, keine Folge leisten, oder bei 21 ihrer Namen im Musterungs⸗ oder Aushebungs Lokale nicht an⸗ wesend find, werden auf den Antrag des Civil Vorsizenden der Kreis, bez. r Amtlicher Theil. Oberhessischen Anzeiger Nr. 146 benachrichtige ich Sie, daß das Kreis, Friedberg den 17. Dezember 1870.. Der Cioilvorsitzende der Großherzoglschen Kreis⸗Ersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. 3 wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten That⸗ sache erforderlichen Nachweise und Zeugnisse, insoweit dies bei den bereits porgelegten Protokollen noch nicht geschehen sein sollte, in dem zur Mustexung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. 1 10 Menn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähig⸗ keit eines Famillen angehörigen gegründet wird, fo hat der betreffende Familienangehörige sich selbst peg⸗ sönlich im Termine vor der Kreis⸗Etsatz⸗Commission einzufinden. Zarückstellungsansprüche, die noch nicht vorgebracht sind, müssen vor dem Musierungstermine bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei oder spätestens im Termine gehörig beurkundet vorgebracht werden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwache u. s. w. so ist dies durch amtlich ausgestellte, oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Buͤrgerweisters, Geist⸗ lichen, Lehrers u. s. w., nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaub⸗ würdigen Zeugen zu erhärten. f e r e Die Großherzoglichen Bürgermeisteteien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen eder in ihrer Gemeinde gestellungs pflichtige Militärpflichtige, gleich wie die zurückgestellten und disponiblen der Vorjahre— die auswärts ssch aufhalten schriftlich— zu der Muste⸗ rüng vorzuladen und mit den Strafen bekannt zu machen, die sie treffen, wenn sie nicht erscheinen. 5 f Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit) jedesmal präcis 8½ Uhr, zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäfts ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. 1 5 Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönliche An⸗ schauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, beziehungsweise eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist und sind deßhalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Ich bemerke Ihnen deshalb, daß im Großherzogthum für die Unfähigkeit zum Militär⸗ dienst in Folge erkannter Strafen die Bestimmungen in Art. 1. und 2. des Gesetzes vom 10. Mai 1842, welches durch Gesetz vom 8. April 1869 auch in den neu erworbenen Gebietstheilen eingeführt worden ist, maßgebend sind und daß mithin diese Unfähigkeit nicht blos in Folge rechtskräftig erkannter Zuchthausstrafe, sondern auch in Folge rechtskräftiger Verurtheilung zur Correctionshausstrafe 1) auf 2 Jahre oder länger, aß 2) auf 1 Jahr oder länger wegen Diebstahls, Unterschlagung, Fälschung oder Betrugs und 24 3) wegen Meineids 1 eintritt. Ter a p p. Departements⸗(Marine⸗) Exsatz⸗Commission mit einer Geldstrase bis du 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiten ist. 5 3) Unabhängig von den vorstehend ad 1 und 2 gedachten Strafen werden die Militärpflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, oder sich nicht vor die Ersatz⸗Behörden stellen, durch die in den nachstehenden 88. 177 bis 179 enthaltenen Bestimmungen betroffen, über deren Anwen⸗ dung lediglich die Ersatz-Behörden zu enischeiden haben. 8 §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle bez. der unterlassenen Gestellung zu den Musterungs⸗ oder Aushebungs⸗ a Terminen. N 1) Militärpflichtige, welche die im 5. 59 vorgeschriebene Meldung zur Eintragung ihres Namens in die Stammrolle underlassen haben, können je nach dem g 1 1 „(Isebabe. Bi Jabrlafsgten eder diescguichrät, welcher, Nie(zättenent unvtehk dung zuzuschreiben ist, unter Verlust; 3 4. der Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen“), b. des aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militördienst, rzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21, 7.) N iliiärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund der ufforderung, sich zur Musterung bez. Ausbebung zu stellen, keine Folge sten, verlieren: 5 2. die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen““), d. den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurück⸗ stellung bez. Befreiung vom Militärdienst.— Wer ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund bei Aufrufung seines * 2 Namens im Musterungs⸗ bez. Aushebungs⸗Lokale nicht anwesend ist, derliskt die vor“ stehend ad a, gedachte Berechtigung. Alle diese Militärpflichtigen werden wie unter die Passus 1 bezeichneten vorzugs⸗ weise zum Militärdienst herangezogen event. als unsichere Heerespflichtige nach Vor⸗ schrift des§. 179 behandelt. 12. 19 e) Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der etwa bereits erhal⸗ tenen Lodesnummer erwaßhsen it, ak.§. 178. ö „) Verlust der eventuellen Berechfigung, welche aus der etwa bereits erhal⸗ tenen Loosnummer erwachsen ist, ot.§. 178. 9 z* Jig jut bozüögeweisen Einstellung designirten Militärpflichtigen ränhen bl 4 zu ben gewöhnlichen Aus hebungen in ihrer Heimath verbleiben. 78. . F. 176 und 177 guf bisvontbe gebliebene Mili.. 8 5 wage in den Bo 141 bosnümmer lach disponsbel geblieben, sind den im§. 176 enihaltenen Strgsbestimmungen unterworfen; die Vorschristen des§. 177 finden jedch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wen sie in dem Aushebungsbezirk, in welchem sie zur Zeit det unterlassenen Anmeldu zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bez. verspäteten Gestellung 8 §. 20 gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreisen auf die Disponiblen ihrer Altersklrsse, ihrer Lobonummer nach in der vorgeschriebenen Reihenfolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären“). 5 Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müssen, gehen sie auch der wüchsen ad verlustig, welche ihnen aus etwaigen Reclamationsgründen er⸗ wachsen würde. 5 5 9).8. B. der Militärpflichtige A., 1855 geboren, ist 1875 in Teltow dispo nibel geblieben. Derselbe verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1875 auf die Disponiblen des Jahrgangs 1855 zurückgegriffen, es würde der A. in Gemäßhest der Vorschriften des§. 23 zur) Eiy n sein,, wenn er sich gestellt hätte. f 10 0 Da Letzteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs⸗ und Gestellungs⸗Attesf 0„ 1 Anwendung det Vorschriften 25 2100 Detteffend: Einen der Tollwuth verdächtigen Hund zu Büdesheim. an die Großherzogliche Polizei⸗Verwaltung ergeben wird, so wird er in der Folge perzuzeweise zur Einstellung gebracht. . Friedberg den 17. Dezember 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg f Bad⸗Nauheim, Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt und die Großh. Bürgermeistereien. Am 23. v. M. ist ein hellgelber Hühnerhund mit langem Behang und langer Ruthe, dem Philipp Eckhard zu Büdes heim gehörig, von Haus weggelaufen, wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, zist und bejahenden Falls Anzeige zu erstatten. nachdem er mehrere Hunde in Büdesheim gebissen, so daß der Verdacht nahe liegt, derselbe sei toll geworden. Indem beauftragen wir Sie, zu ermitteln ob der fragliche Hund in Ihrer resp. Gemarkung gesehen worden Ter a p p. Be kaun en t Betreffend: Die landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Station für das Großherzogthum Hessen. Nachdem die Commission für Organisation der landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Station für das Großh. Hessen die Vorbereitungen, welche ihr von der am 30. November a. p. zu Frankfurt a. M. ab⸗ gehaltenen Versammlung der Interessenten aufgetragen wurden, zum Abschlusse gebracht hat, ladet dieselbe alle Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft, welche geneigt sind, der Anstalt als Mitglieder bei⸗ utreten, zu einer Gencralversammlung auf onnerstag den 29. Dezember d. J. Nachmittags 2 Uhr in das Hotel Drexel zu Frankfurt a. M. mit der Bitte um recht zahlreiche Betheiligung ein. 0 Die Gegenstände der Berathung sind: ment ch„ag., uns f 5. Entwurf des Reglements für die Controle des Handels in Dünger, Futtermitteln ꝛc., der dieserhalb abzuschließenden Verträge und des Gebühren⸗Tarifes für Wie e 4) Vorlage der Commission, die Berufung eines Stations, Vor⸗ stehers betreffend. f 5 5) Wahl der Direction; 6). Verschiedene Mittheilungen. 1 5 Die Theilnehmer werden hoͤslichst ersucht, ihre Namen in die am Eingange in das Sitzungs Local aufgelegte Liste eintragen zu wollen. Exemplare der Entwürfe, welche Gegenstände der Berathung bilden, werden in der Versammlung mitgetheilt. Darmstadt am 30. November 1870 3 5* 1 * 1) Bericht der Commission über die Ergebnisse ihrer Thätigkeit; 2) Festsetzung der Statuten der Anstalt(Vgl. den Entwurf derselben der Zeitschrift für die landw. Vereine des in Nr. 1 J. Großherzogthums Hessen); Betreffend: Die Mathildenstiftung im Kreise Friedberg. An die Großherzoglichen Bürge Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Sti Steinhäuser dahier am 28. und 29. d. M. die Pfleggelder für das 2. Semester 1870 auszahlen wird. Namens der Commission für Organisation der landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Statton für das Großherzogthum Hessen: a Krämer. Friedberg den 20. Dezember 1870. rmeistereien des Kreises. e f iftung übergeben sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Beigeordneter Für den Votstand: Steinberger. Kriegsnachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Versailles, 15. Dez. Diesseitige Abthei⸗ lungen besetzten am 11. nach kurzem Gefechte Beaumont, westlich von Eoreux. Der vor La Fere erschienene Feind hat den Rückzug angetreten. n der Verfolgung des Feindes bis Oucques „(Dep. Loir et Cher, Arr. Blois) und Maves ebendaselbst) hat die Armee⸗ Abtheilung des Broßberzogs von Mecklenburg am 13. 2000 feind⸗ liche Marodeurs gesammelt. v. Podbielsky. Longuion, 15. Dez. Gestern Mittag fand der Einzug det preußischen Truppen in Montmedy statt. 65 Geschütze sind genommen, 3000 Ge⸗ fangene gemacht, 287 beutsche Gefangene, darunter 4 Offiziere, befreit worden. Diesseitiger Verlust während des Bombardements gering. v. Kamecke. Fontaine vor Belfort, 16. Dez. Die Festung setzt die energische Vertheidigung fort und macht viele Ausfälle. Der Wald vor Bos mont, Le grand Bois und das Dorf Andelnans sind von uns genommen worden mit einem Verlust von 2 Offizieren und 79 Mann. Der Feind verlor allein an Glfangenen 1 Offizier und 90 Mann. 85 v. Treskow. Versaillee, 16. Dez. Der Feind, von stärkeren diesseitigen Avautgarden am 15. ange⸗ griffen, hat Vendeme am 16. geräumt. Dijon, 17. Dez. General Goltz meldet soeben aus Longeau vor Langres den 16. Dez.: 1 Den Feind in seiner starken Stellung bei Longrau heute Mittag angegriffen und nach dreistündigem Gefechte in die Festung zurückgeworfen. Haupt⸗ sächlich engagirt Regiment Nr. 34 und Artillerie. Unser Verlust 1 Offizier verwundet und ungefähr 30 Mann. Der Feind war 6000 Mann stark z; sein Verlust ungefähr 200 Mann, darunter 64 unverwundete Gefangene. 2 Geschütze und 2 Munitionswagen im Feuer genommen. v. Werder. Versailles, 15. Dez. Der Frost hat auf⸗ gehört, der Schnee ist verschwunden. Bei der starken Nässe sind die Wege schwierig. Der Ge⸗ sundheitszustand der Truppen ist gut. Verfailles, 16. Dez. Eine Depesche der „Times“ meldet: Die Parise Forts sind ruhig. Deutscherseits wird die Erbauung von Batterien fortgesetzt. Ein französisches Detachement ist bei Chateaudun zurückgeschlagen. Vor Paris hat sich in, den letzten Tagen wenig Neues ereignet. Die Forts seuern sichtlich weniger; auch bemerkt man, daß die Pariser Armee ihre Feldgeschütze aus den Emplacements“ zurücknimmt, nach den Einen, weil sie, von Privat: fabriken gefertigt, weniger brauchbar seien, wie Andere wohl mit mehr Recht annehmen, weil Trochu seine gesammte Feldartillerie bei einem etwaigen neuen Ausfall verwenden will. Aus Havre wird der„Daily News“ geschrie⸗ ben, daß die Stadt sich zu einer Vertheidigung bis auf's Aeußerste vorbereitet, daß die Truppen f a N kampfbereit sind und die Bewohner zu dem Be⸗ fehlshaber volles Vertrauen haben. Die Festungs⸗ werke sind jetzt von den Mobilen besetzt und die Soldaten sind mit einer letzten Regulirung ihrer Geschütze beschäftigt. Die starke Geldcontribution, welche die Preußen in Rouen erhoben haben, gibt zu vielen Aeußerungen des Unwillens Anlaß, und die Bewohner von Havre erklären, dem Feind „anstatt 17 Millionen Francs 17 Mill. 75 verehren zu(wollen.“ Von anderer Seite wird aus Havre gemeldet, daß vor dem dortigen Hafen eine starke Flotte vor Anker liegt, daß diese aber, wenn sie auf die Deutschen feuern wollte, den Fahrzeugen in den Docks mehr Schaden zu⸗ fügen würde, als dem Feinde.— Die Normandie, die von den Lasten des Krieges, bisher noch nicht berührt worden, bietet treffliche Quartiere und reiche Requisitionen an Schlachtpieh, Getreide und Pferden, welche wie in Rouen mit sehr werthvollen Vorräthen von uns erbeutet wurden. Die Be⸗ völkerung ist wüthend, daß jetzt auch ihre Provinz herangezogen wird, und so grimmig auch Alle die Preußen hassen, so wüänschen sie doch dringend den Frieden. Der Gesundheitszustand der Truppen ist jetzt! bei mäßiger, trockener Kälte und guter Verpflegung srotz der oft sehr anstrengenden Märsche ein recht günstiger. Nur der Mangel an Offizieren, deren um 27. und 28. November bei Amiens wieder so unverhältnißmäßig viele geblieben sind, eischwerk den Dienst ungemein. — Jn Folge des Vorrückens der Manteuffel schen Armee nach dem Norden Frankreichs hat die bilder Arme Das genon als d * N Dips * * nelen z. r d tit der 1870. „ Dugermiisteten, dincttem gebiz i gtwerten. Jun f grieden won Trays. b daudelt in Düngt Fenzten Vertrage in tt Stations rn itt Nan in die t kite einten Arbe ber Straum 4. Bersuchs⸗ und un Dien Serechitt in den b uber. Dit Fe babtt. N Tien besetzt 185 1„ Aagulirung fe 2010 Feltcentuibrn * bahn Kretz udeben 10 506 Urilent 1 —„öttes, den 4 2¹„ een ug 1. Auf, Verfolgung der Deutschen Les befanden sich immer noch deren im Norden Frankreichs) Wirver be. gonnen. Der Unterpräfekt von Boulogne bat verordnet, daß dieselben binnen 24 Stunden Frankreich zu verlassen haben — Ein Correspondent der Pall Mall Gazette schreibt aus eigener Anschauung Einiges über den Einzug der Deutschen unter General v. Manstein in Orleans.„Die Truppen“, sagt er u. A., „rückten in der vollkommensten Ordnung ein. Da ich bisher stets auf französischer Seite war, so hatte ich keine Gelegenheit, mir ein klares Urtheil über die prächtige Verfassung dieser Truppen zu bilden. Die Ordnung und Disciplin im 9. Armeetorps wenigstens ist über alles Lob erhaben.“ Das Zeugniß dieses nicht für die Deutschen ein- genommenen Augenzeugen ist um ss befriedigender, als derselbe zur Zeit und kurz nach der Capitu⸗ lation von Sedan vom bloßen Hörensagen der preußischen Armee alle möglichen Schandthaten nacherzählt und den Offizieren sogar die Neigung zugeschrieben hatte, sich silberne Leuchter, Spitzen und andere Gegenstände in Feindesland anzueignen. — Ueber den Ueberfall in Ham wird der „N. Ztg.“ berichtet: La Fere, 10. Dez. Die friedliche Feld ⸗Eisenbahn⸗ Abtheilung Nr. 3 hat gestern ein herbes Geschick erfahren. Derselben war vom Obercommando des Manteuffel'schen Corps nach der Uebergabe von La Fere der Auf⸗ trag geworden, die Bahnstraße bis Amiens so weit sie feindlicherseits zerstört war, wiederherzu⸗ stellen. Beim Eintreffen derselben war die Cita⸗ delle und Stadt Ham von 2 Bataillonen Infan⸗ terie, 1 Schwadron Ulanen und 2 Geschützen besetzt, die jedoch leider sofort abzogen; dieser wichtige Punkt blieb sonach nur von den 120 Mann der e ee bewacht, denen von La Fere noch eiwa 50 nun Infanterie zur Unterstützung beigegeben waren. Sämmtliche Mannschaften halte man in der Cita⸗ delle kasernipt. Hinsichzlich der Verpflegung der Leute war es nicht zu vermeiden gewesen, dieselben bei den Bürgern ihre Mahlzeiten einnehmen zu lassen, in der Art, daß die Hälfte derselben voll⸗ ständig bewaffnet die Citadelle verließ und nach dem Essen wieder in dieselbe zurückkehrte. Am 9. Abends 6 Uhr traten die Offiziere aus einem Cafe, in dem man plaudernd die Abendstunde verbracht. Mit einem Mal von allen Seiten Franzosen. Sie waren wohl unterrichtet und wußten genau, daß um 6 Uhr die Hälfte der Mannschaften in die Stadt zum Essen ging. Es waren Mobilgarden. An Widerstand war nicht zu denken und Alles suchte nach der Citadelle zu gelangen. Doch leider war diese bereits auf die ersten Schüsse, die hin und wieder fielen, ver! schlossen worden; so blieb nichts übrig als sich zu ergeben. Nur sehr wenigen, den Lieutenants Bothe, Gronen und sieben Mann gelang es zu entkommen und nach schrecklichem, fast siebenstündigem Fuß. marsch in tiefem Schnee auf dem Eisenbahndamme, unter Vermeidung aller Dörfer, nach La Fere zu gelangen. In Metz wurde in der Nacht vom Sonntag auf Montag eine preußische Schildwache meuchlings erschossen und sind mehrere verdächtige Individuen verhaftet. Im Falle der Attentäter nicht aus- findig gemacht wird, soll der Stadt eine Contri⸗ bution von 50,000 Frs. auferlegt werden, die bei abermaligen meuchlerischen Anfällen verfünffacht wird Vorige Woche würden in Privatgebäuden zu Metz mehrere Kisten verborgener Chassepotge · wehre und Patronen confiseirt. 5 Von Strasburg ist ein Eisenbahnzug mit Belagerungs material für Belfort nach Mühlhausen abgegangen. Derselbe war von 250 Soldaten begleitet. Drei Lokomotiven waren vorgespannt. — Die Sammlung in Zürich für Strasburg ist geschlossen; sie ergab 56,653 Fr. 35 C. 0 Vom Oberrhein. Die Herren Amadeus Schlumberger von Mühlhausen und Heylandt von Colmar haben die französischen Gefangenen in Frankfurt, Mainz, Koblenz und Köln besucht und ihrem Hülfscomite Bericht erstattet Diese Rap porte fallen für die deulschen Lazareth- und Milltär⸗ gefangenschaftszustände sehr günstig aus, obschon — ist, wozu die Hülfscomites neue Anforderungen an das Publikum stellen. Herr umberget um a gefangenen Elsaͤsffer häden sich den Delegirten gegenüber über ihre Behandlung günstig aus⸗ gesprochen. f — Aus Kassel, 15. Dez., schreibt das „Fr. J.“: Gestern sind zwei Extrazügk mit je zehn Riesenmörsern, von Spandau nach Paris und entsprechender Munition, unter Führung des Hauptmanns Collet, hier durchgekommen. Für jedes Geschütz sind tausend Geschosse, jedes Ge⸗ schoß zu 25 Centimeter Durchmesser, vorhanden. Diese Mörserbatterien sind vollständig nach eigener Construktion ihres Führers angefertigt und sollen von hier ab binnen acht Tagen an ihrem Be- stimmungsorte Paris sein. Demnach scheint es doch wohl noch zur Beschießung desselben zu kommen. Die Wirkung dieser Gesch itze soll eine ganz furchtbare sein. Darmstadt. Eingetroffene Feldpostbriefe vom 11. d. melden, daß die hessische Division am 8. und 9. Orleans verlassen hat und auf dem linken Ufer der Loire vorgerückt ist. Wäh⸗ rend die auf dem rechten Ufer 41 7 Divi⸗ stionen v. Wrangel und 8. Fc exeits bei Beaugeney den Feind trafen und sich zu den energischen Kämpfen vom 9. und 10. veranlaßt sahen, marschirte die hessische Division unbelästigt bis etwa 1½ Meile nordöstlich von Blois, wo das 4. Regiment am 9. Abends ein kleines Ge— fecht bestand. Am 10. langte man Blois gegenüber an; die Brücke war gesprengt und kam es mit dem in der Sadt postirten Feinde zu einem mehr⸗ stündigem Gefechte. An demselben nahmen 2 Batterien, Theile des 3. Regiments und das 1. Jäge hataillon Antheil. Am 9. siel der Viee⸗ feldwebel Bender vom 4. Infanterieregiment; Lieutenant v. Ritgen vom 1. Jägerbataillon wurde am 10. leicht verwundet. Außerdem verlor die Artillerie 2 Mann, das 1. Jägerbataillon 1 Mann und das 4. Infanterieregiment(Compagnie Göbel) 16 Mann an Todten und Verwundeten. Hessen. Dürmstadt. Die 2. Kammer tritt am 20. d. M. um 10 Uhr wieder zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung 1) über die Vorlage des Mini⸗ steriums des Aeußeren Vereinbarungen zwischen a) dem Großherzogthum Hessen, dem Präsidium des norddeutschen Bundes und dem Großherzog thum Baden, b) dem meer Hessen, dem norddeutschen Bunde und Baden einerseits und dem Königreich Württemberg andererseits, c) dem Präsidium des norddeutschen Bundes und dem Königreich Bayern die Gründung eines deutschen Bundes und die Verfassung desselben betreffend. 2) Die Vorlage Gr. Kriegsministeriums, die Be⸗ willigung eines weiteten Credits zur Fortführung des Krieges und Bestreitung der Kosten für Unterhaltung und Verpflegung der Gefangenen, für Errichtung von Reservelazarethen u. s. w., betr. — Der Direktor der Oberstudien Direktion Geheimerath Kritzler wurde zum Präsidenten des Oberconsistoriums und Provinzial Direktor Willich genannt v. Pöllnitz zum Direktor der Oberstudien⸗Direktion ernannt. — Die nunmehr vollendete Strecke der Oden; wald hahn Darmstadt⸗Ober⸗Ramstadt wurde am 15. d. den Commissären der Gr. Regierung über⸗ geben, und wird am 19. d. der Betrieb auf dieser N binnen. * Igien Brüssel, 16. Dez. Die„Ind.“ melder:„Der König von Holland hat an die Regierung von Luxemburg telegraphirt:„Ich werde den Vertrag, die Ehre und die Unabhän⸗ gihkeit des Landes beschiömen und billige Alles, was die Regierung that.“ — Aus Brüssel vom 14. Dez. wird gemeldet: „Eine hochgestellte Pariser Persönlichleit, die es fertig brachte, Paris zu verlassen, ohne einen Ge⸗ leitsschein zu besitzen, ist in Brüssel angekommen. nicht verkannt wird, daß noch Vieles zu thun bestimmt, mit 400 Mann Bedienungsmannschaft Dieselbe begab sich(zu Wagen) zuerst nach St. (Cloud, wy sie die Nacht verbrachte, und dann nach Versailles, von wo aus sie die Gränze er⸗ sa 5 e ierung thut gewissenhast, reichte, ohne weiter belästigt zu werden. Dieser 1 5 ist, abe das Unglück if 75 war in Begleitung Auer en. edürfnissen zu genügen.“ ö ie wurde zwar mehrere Male angehalten, aher da der Herr deutsch sprach, so half er sich durch. Derselbe versichert, daß sie nur Paris verlassen, weil er, falls es zur Capitulation komme, Unruhen befürchtete. Er ist der Ansicht, daß sich Paris vielleicht noch einen Monat halten kann, gibt aber zu, daß die mittleren und unteren Klassen schon jetzt furchtbar leiden und daß die Regierung bald genöthigt sein wird, an den größten Theil der Pariser unentgeltlich Nahrungsmittel zu vertheilen. Diese Persönlichkeit verließ Paris vor 8 Tagen.“ — Die„Independance“ beklagt die franzö⸗ sischer Seits erfolgte Versetzung der nordfranzö⸗ sischen Häfen in Blokadezustand als einen Act, der die schwersten internationalen Confequenzen mit sich führen, voraussichtlich aber zunächst die verschärftesten Requisitionen zur Folge haben werde. —„Echo du Parlament“ schreibt:„234 französische Soldaten wurden an der Luxemburger Gränze durch belgisches Militär angehalten und nach Namur geführt.“ Italien. Florenz. Garibaldi erhielt das Groß'reuz der Ehrenlegion. Von einer Auflösung seiner Legion ist keine Rede.— Es gilt als sicher, daß der Papst während der Anwesenheit des Königs den Vatican nicht verläßt.— Die Vor⸗ bereitungen zum Empfang des Königs werden in Rom mit größtem Eifer betrieben. — Aus Catanea wird gemeldet:„Der englische Aviso„Psyche“, auf welchem sich eine Anzahl englischer Gelehrten zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß befand, ist gescheitert. Die Passagiere und die Mannschaft sind gerettet. Italienische und englische Kriegsschiffe waren mit der Rettung des Schiffes bemüht.“ — Wie verlautet, wird König Amadeus am 19. Dez. in Spezzia eitzschiffen und nach Carthagena in See gehen; ein spanisches Ge⸗ schwader und zwei ilalienische Schiffe dienen ihm als Ehrengeleite.: » Friedberg. Sowohl für die im Reservelazarethe dahier befindlichen Soldaten, als auch für die Kinder der im Felde stehenden hiesigen Militärpersonen werden Weihnachtsbescheerungen veranstaltet und sind zu diesem Zwecke durch die sehr dankenswerthe eifrige Bemühung einzelnet Herren ansehnliche Beiträge zusammengekommen. Friedberg. Am 22. December tritt eine totale Sonnenfinsterniß ein, wie sie erst 1887 wiederkehrt. E⸗ ist deßhalb wohl am Platze, darauf aufmerksam zu machen, damit Niemand versäumt, die Augen gen Himmel zu erheben, um das großartige Schauspiel, wenn möglich, zu beobachten. Der Anfang der Finsterniß ist um 10 Uhr 50 Minuten. Anfang der cenkralen(tstalen) Verfinste⸗ rung 12 Uhr 10 Min.; cenfale Verfinsterung, Mittags um 12 Uhr 56 Min., Ende der centralen 9 um 1 Uhr 54 Min., Ende auf der Erde überhaupt 3 Uhe 18. Min. Diese Finsterniß wird im Allgemeinen fast in ganz Europa gesehen. * Friedberg. Nachdem der Bau der im Hofe dec Klosterkaserne erbauten Baracken vollendet, sind am Samo⸗ jag noch 50 französische Kriegsgefangene eingetroffen, zo daß jetzt 200 sich dahier befinden.— Gießen. Es sind hier noch 4 große Baracken zur Aufnahme französischer Gefangenen erbaut worden und jetzt bewohnbar. Dem Vernehmen nach werden noch 800 erwartet, und da bisher, außer etwa 60 Offizieren und deren Burschen, bereits 500 hier waren, so würden dann etwa 1120 hier internirt sein. Frankfurt. Der Verkehr auf unseren Bahnen ist eben ein ganz außerordentlich starker und wird das Material stark in Anspruch genommen. Jeder Zug bringt Ersatztruppen nach Frankreich, welche alle heiter und frohen Muthes, mit einer wahren Siegesgewißheit in den Kampf ziehen. Dazwischen durch bewegen sich riesige Munitions; Colonnen, in welcher die langen Geschützrohre der 24Pfün⸗ der allgemeine Ausmerksamkeit erregen. Die Zahl der in der letzten Zeit auf den Kriegsschauplatz abgegangenen Geschütze ist eine ganz beträchtliche, und waren die meisten für Paris bestimmt. Die Gefangenentransporte nach Deutschland geben daneben auch ununterbrochen. Paris. Einige Mitglieder des Paciser Jockey-Clubs gaben dieser Tage ein Diner, welches gus folgenden Ge⸗ richten bestand: Radieschen, einmarinkrter Häring, Zwle⸗ beln nach der Mode der Provence, gesalzene Butter, ein⸗ gesalzene Gurken, Oliven, Pferde- Bouillon, Esels⸗C en mit gelben Rüben, Mauleselsleber mit Cham ns, Pferdenieten mit weißer Sauce, Karpfen, Sellerie, 9 tes Hundefleisch, Hundebraten, unter der Asche gekochze Ratten, Rattenpaslete,, Aal, Salate, holländischer Käse, Aepfel, Birnen, Conftluren und italienischer Kuchen mit Chesterkäse. — —ů 7 Soeben ist erschienen und bei Bin dern agel& Schimpff in Friedberg zu haben: Geschichte n des Krieges von 1870. Von Karl Winterfeld. ö f Mit 14 Karten und mehr als 5035 Abbildungen. Preis geh.: Beim Friedensschluß wird noch ein Schlußheftßfolgen, welches bei einem Umfang von 5 dis 6 Druckbogen den Preis von 9 kr. nicht übersteigen wird. f I kr. 2970 Die Angehörigen von im Felde stehenden, in Friedberg heimaths berechtigten Soldaten, welche für letztere eine Geldunterstützung wünschen, werden bei den Unterzeichneten zu melden, da spätere Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können. Friedberg den 15. December 1870. C. gebeten, sich bis zum Dienstag Abend 6 Uhr J. A. F. Walz. J. Koob. L. Ferber. Mein assortirtes Lager 5 5 2 8 Sorten, Tafel⸗ und Hängelampen, Gypsfiguren in schöner Aus wahl bringe ich auf Weihnachten in 2948 in Glas- und Porzellanwaaren, empfehlende Erinnerung. Friedberg. Spiegeln in allen Georg Groß. Gold⸗& Silberwaaren, 2949 goldene Damen: Uhren CEylinder⸗& Anker⸗Remontoires(obne Schlüssel aufzuzieben). Alles unter Garantie. Friedberg. von Thaler 15. an, silberne und goldene L. Han au, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter. Von heute an nur 2 Tage, Dienstag und Mittwoch. Indischer Kunstgemälde Salon. Erste Abtheilung. Täglich neue Aufstellungen der rühmlichst bekannten harles' schen enthaltend: Malerlsche Anfichten, archlteltonisch⸗artistisch⸗plastische Darstellungen, sowie akademisch⸗plastische Gruppen. Zweite Abtheilung. Die Mon o⸗Niese 0 2 1146 Dritte Abtheilung. Die Geheimnisse von London, a a Vierte Abtheilung. Reise durch die schönsten Gegenden der Welt. Ne 15 1 Sl 3 8 Sch enthä e neuesten Schlachten vom Jahre 1870, die lacht von Panorama Weißenburg, Wörth. Mars⸗la⸗tour u. Sedan, die Gefangennahme von Kaiser Napoleon III., sowie Paris im Belagerungszustand, sämmtl. Militär fleht man in voller Bewegung avanciten u. reteriren. Sechste Abtheilung. Der Sturz der Eisenbahn bei Geißlingen, en 48. September 16s. Das Siebente Se en Die Erschiefung des Kaisers Maximilian bei Qucretaro, ae eke. e ent⸗ 1. galt as: Die weltberühmte Somnambule, gage eee 2 nigsad 1„mi l Riesen 1. Kondor, ap fel. ee e ie den 1 z geln. 2958 Eintrittspreis 6 kr. die Person. Kinder zahlen bis Abends 10 Uhr. Der Schauplatz befindet sich am Matnzerthor. Stereoskopen, n Stereoskopie. aris und Perlin. nebst seinem feier⸗ nur die Hälfte. Geöffnet täglich von Vormittags 11 A. Weiand aus Leubroth. ee eee 2965 Donnerstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden den Georg Bopp's Ebeleuten nachfolgende Gegenstände in deren Behausung öffentlich meifibietend verkauft: 1) 2 Pferde, 2) 2 Fohlen, 3) 1 Mutterschwein mit 7 Ferkeln, 4) 2 Kühe, 5) 1 Rind, 6) 3 Wagen, 7) 1 Fuder 24 Gebund Korn, eic, 129„ Gerste, 9%„ Weklzen, ID A me 2* Hafer, 11) ungefähr 65 Malter Kartoffeln. Assenheim am 17. Dezember 1870. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches e Assen heim e ft. Unterhosen, 2937 Uunterjacken, gestrickte Socken, bet Conrad Heß, gegenüber dem Rathhause. Weihnachtsgeschenkk. 2938 Baschlick, Kaputzen, Kopfshawls, Seelenwärmer, Winterhandschuße, Foulards, Regenschirme, Portefeuille⸗ waaren, schwarze Broschen und Ohrringe, Medaillon c. Herrenkragen und Binden, Filz⸗ und Seidenbüte bei Friedberg. L. Backes. Eine Chaise 2675 fleht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. J tische Obergährhefe 2863 bei E. Altmannsperger. Fische Obergährhese 2966 bei Adolf Engel im deutschen Haus. 2968 Derjenige Herr, welcher am Sonntag Abend im Hotel Trapp einen schwarzen Regenschtem wohl aus 2959 Oer unterztichnete pratt. Arzt bat seinen Wohnss von Altenstadt nach 2 ö wohnt dort vorläufig im Hause des Herrn Kaufm find 1 einspännige offene Ehatse, 1 Schlitten, sown ar mstadt verlegt a0 10 dennsgst in der Bleichsttahr.— Des Ueberzugs wehen sonslige Fahr und Reit⸗Requlsiten aus freier Hand zu kaufen.— Bezüglich meiner Aug stände hat meln seil⸗ herlaer Buchfübrer, derr debrer Nathan, Vollmacht Altenstadt den 19. Dezember 1870. 10 f Dr. med. A. Klein. Kalender pro 1871. Illustrirter Soldatenkalender 1s kr Illustrirter Familienkalender 12 bei Bindernagel& Schimpff. 5 9955. Der a Lahrer Hinhkendt Dote für ist erschienen und zu haben bei allen Buch⸗ händlern und Buch⸗ bindern. 2 2960 In Friedberg bet Bindernagel& Schimpff⸗ Glacé- Handschuhe, Militärhandschuhe, 44 sowir Handschuhe fil d' Beosse ze. c. bes K. Friedrich neben der Post. N 3 0 77 Hessischer Hausfreund 1 h Gustav⸗ Adolf Kalender 8, Land- Kalender 9055 11 do. do. durchschossen 6% Kirchen buchsaunszüg e. Evangelische Gemeinde. 5 Beerdigte: 5 15. Dez. Frledrich Jakob Lorenz, Statlong⸗Assisten an der Main ⸗Weser⸗Bahn zu Gleßen, alt 37 Jahre 3 Monate 14 Tage, 1 den 13. Dezember. 22. August. Friedrich Ludwig Wagner, Musketten im II. Großherzoglichen Infanterie⸗ Regiment, starb am 22. August zu Anodux la Grange an den Folgen eines Granatschusses ins rechte Bein und die rechte Hand, alt 23 Jahre. Katholische Gemeinde. Beerdigte: 22. August. Karl, Söhnchen des Johann Jakob Stamm, Sergeant im 1. Jäger-Bataillon, alt 10 Monale und 11 Tage, 1 den 20. August. 11. Sept. Der Musketier Heinrich Linke aus Poör⸗ nig, Kreis Grlenderg, Provinz Schlesien, alt 22 Jahte. + den 10. September. 12. Sept. Peter Jung, Musketier im II. Großh. Hess. Inf.⸗Reg., aus Ober-Mörlen, alt 27 Jahre, 1 dem 11. September. 5 10. Sept. Peter Scholl, Füfilier im Königl. Preuß. 2. rheinischen Inf.⸗Reg., aus Berghain in Rheinpreußen, alt 26 Jahre, 1 den 15. September 17. Sept. Peter Constanzly, Landwehrmann des Königl. Preuß. 4. Landwehr Regiments Nr. 58, l 31 Jahre, 1 den 15. September. i 30. Sept. Hermann Stahl, Soldat des Königl. Preuß. 1. Landwehr ⸗ Regiments Nr. 25, alt 28 Jahre, T den 28. September. 9 6. Oct. Katharina Dönges, Wittwe aus Frledberg alt 80 Jahre, T den 4. October. 4 16. Oct. Joseph Ptosotowitz, Füfilter im Kön. Preuß. 1. ostpreußischen Inf.⸗Reg. Nr. 44, aus Dakgu, Kreis Rosenberg, alt 28 Jahre, 1 den 14. October. 20. Oct. Andreas Lindenblatt, Grenadier im Königl. Preuß. Garde⸗Grenadler⸗Regiment Kaiser Aleranden Kr. 1, aus Sautoppen, Provinz Preußen, alt 27 Jahre + den 19. October. 27. Oct. Helurich Bernhard Böckmann, Musketier im Rönigl. Preuß. 1. wesippälischen Inf.⸗Reg. Nr. 13. aus Seppenrade, Regierungsdezirk Münster, alt 23 Jahre 1 den 26. October. n 30. Oet. Der biesige Bürger und Kammmachk! Philipp Karl Klefer, alt 60 Jahre, T den 28. October 14. Nov. Goltfried Diegener, Soldat im König, Preuß. 8. ostpreußischen Juf.⸗Reg. Nr. 45, aus Kadienen, Kreis Elbing, Regierungsbezirk Danzig, alt 22 Jahre 4 den 12. November. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. —— Verseben mitgenommen hat, wird aufgefordert, denselben bei der Exped. d. Bl. abzugeben. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) — Ion Hatha lüberwi fur hon uleist Dieselt aus be saltön suliche hohen, sͤlers sörden de H. feng fille J. De sautet fach Nich bun bas tiahoe zu v holt 0 dender 14 nder l di 1 wossen 6 d 2 inden ——* wernagtl K chin Aüschuhe indschuhe, cose 1 drich uten der S 741g Sentindt t Letten „ Se al 7 3 7— in bela. 5 2 aba d binn Siatient⸗Afis 1 — f 1 . 14 * 2 . bolt, f N n Beilage. 1 Duerhessscher Aweiger. Preußen. Berlin, 16. Dez. Abgeord⸗ Zum Präsidenten ist v. Forkenbeck pit 339 von 346 Stimmen, zum Vicepräsidenten Köller mit 326 und v. Benningsen mit 230 g wählt. 1 Die Subseription auf die neuen Schatz⸗ weisungen des norddeutschen Bundes ergab in deutschland mehr als das Vierfache, in England sahezu das Dreifache des aufgelegten Betrages. 4 Von den finanzvorlagen wird dae Budget zur Plenarbe. uthung gestellt, die übrigen der Budgeteommission Der Minister des Innern legt die für Hohenzollern ortropirte Verordnung wegen der uterstützung der Familien der Landwehrleute vor. Dieselbe wird zur Schlußberathung gestellt. — Der„Neuen Fr. Presse“ wird von hier zus von„Kaiser und Reich“ gemeldet: Die Kai- erkrönung wird in Berlin stattfinden. Das kai⸗ der bohenzollern im Schatten des einköpfigen Reichs Die preußischen Be⸗ hörden behalten das Prädicat„königlich“; nur die Hofämter nehmen die Benennung„kaiserlich tenbaus. — 17. Dec. Abgeordnetenhaus. iber wiesen. erliche Reichswappen wird das Wappen üdlers in sich aufnehmen. söniglich an“. — die„Kreuzzeitung“ schreibt: telle des Cireulars des 3. Dec. in Betreff der Luxemburger Angelegenheit autet:„Die königliche Regierung hält sich dem⸗ lach in ihren milikärischen Operationen durch keine Rücksichten auf die Neutralität Luxemburgs mehr zebunden und behält sich vor, ihre Ansprüche gegen Großherzogthum wegen der ihr durch Nicht; einhaltung der Neutralität zugefügten Beschädigung zu verfolgen.“— Dasselbe Blatt meldet wieder Kurzem ein Munitionspark von Wagen von hier nach Paris abgegangen ist. Man bringt dies wobl mit Recht mit den schließlichen Anordnungen für das Bombardement Die„Kreuzztg. tobt aufgefundenen bran⸗ ergab die Leichenschau: Durchschneiden der Pulsadern und Abschneiden des linken Ohres. — Die„Schles. Zeitung“ meldet: Zur Be⸗ ruhigung der leider so zahlreichen Familien, die Kampfe für das Vaterland in französischen Boden gebettet haben und diese auf n einzelnen Schlachtfeldern zerstreut begraben Nachricht mitgetheilt werden, laut Cabinetsordre vom 16. Nov. gesohlen hat, daß in den occupirten ffanzösischen andestheilen die Grabstätten gefallener oder ge— etworben und ie einzelnen Gräber zu gibßeren Grabstälten zu ewige m Gedächtniß vereint und erhalten werden das daß vor 1000 von Paris in Zusammenhang. erzählt ferner, bei einem denburgischen Kürassire ein Schuß in den Unterleib, ihre Theuren im issen, kann die daß der König orbenet deutscher Krieger käuflich sollen. damer Bahnhose ein. Hose des Laboratoriums aufgestellt werden. oblenz. beiden Personen .— kamen. Bri beutel sowie 4 er born. niedergtfallenen Pariser bis jetzt das Folgende: am 15. d. Morgens um Reise hierher in etwa 8 Stunden zurück. ven beiden Ballonreisenden gibt sich der ältere, ein Mann von 40—50 Jahren, für einen Luft⸗ Postbeamte zu— schiffer aus, während der jüngere sein vorgibt. Döring und Die Schluß Grafen Bismarck vom ziemlich kostspieligen Krieges. Unter Führung des Premier ⸗Lieutenants Förtsch vom hess. Feld⸗Artilletie⸗Regiment Nr. 11 trafen vor einigen Tagen avs Metz 73 Mitrailleusen, und 30 französische Vierpfünder auf dem Pots“ Dieselben werden auf dem Unter Eskorte brachte man die hier ein, welche mittelst Luft⸗ ballans die unfreiwillige Reise von Paris nach Deutschland gemacht und in der Nähe bei Herborn Man fand bei denselben drei eine schwere Kiste; diese Gegen⸗ ande wurden der Milltärbehörde abgeliefert und die 2 Gefangenen auf den Ehrenbreüstein gebracht. Bezüglich des in unserer Nähe Luftballons erfährt man Der Ballon verließ Paris 5 Uhr, legte also die Von Preußische Sle wurden in Sinn durch Herrn dessen Arbeiter festgehalten und nebst Briefsack, Gepäck und Gonvel auf das Werk der Herren Döring und Hoffmann verbracht bis zum Eintreffen weiterer Anordnungen der Behörden. Durch das Auswerfen des Briessackes(5 Fuß lang, 2 Fuß dick) war derselbe aufgeplatzt und sein Inhalt theilweise auf dem Waldboden zer⸗ streut, auch hatten die Reisenden Zeit gefunden, einen Theil der Briefe, wahrscheinlich Regierungs- depeschen, zu zerreißen. Briefe und Schnitzel wurden sorgfältig gesammelt und abgeliefert. Zwei Stunden vor dem Niedergang schon sollen zwei Briefsäcke ausgeworfen worden sein; auch fand sich ein, jedenfalls für Brieftauben bestimmter Korb, jedoch leer, in der Gondel. Die Gefan⸗ genen nebst Gepäck wurden gegen Abend an's Amt in Herborn abgeliefert. Auch der Ballon soll eine Stunde von Herborn beim Dorfe Bicken eingefangen worden sein. Wiesbaden. Nach einer statistischen Zu- sammenstellung des Generalpostamts des nord- deutschen Bundes sind bis Ende Oktober d. J. von der im Felde stehenden Armee 2½ Million Thaler nach Norddeutschland gesandt worden, vor- zugsweise Ersparnisse der Offiziere und sonstiger Militärbeamten. Das wäre also doch vorerst wenigstens eine einträgliche Seite des im Uebrigen Sachsen. Leipzig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sind Bebel und Liebknecht wegen Hochverraths, beziehentlich vorberestender Handlungen zum Hochverrath, verhaftet worden. Bahern. München. Laut einer vom Könige vol Bayern am 16. Der. nach Versailles abgesandten telegraphischen Mittheilung sind der und freien Städte beigetreten. „migkeit, lichen Bedarfs der Kriegsverwaltung Kriegeleistungen und deren Vergütung. Gulden bewilligt. tretung Luxemburgs, zu dementixen. neutralen Mächten mitgetheilt. Häfen verlassen. der Seeseste her zu verproviantiren. — 16. Dez. bei der Loire Armee. wann er hierher kommt. gefunden. Stellungen zu behaupten. aus Havre stammenden Nachricht, gramm nach Bordeaux gesandt sei. — 17. Dez. bei Montrichard jedoch wieder zurückgezogen. Die von dem Könige in der Kaiserangelegenheit er⸗ griffenen Initiative sämmtliche deutsche Fürsten Baden. Karlsruhe. Die Abgeordncten⸗ kammer hat die Verfassungsverträge mik Einstim die Militärconvention mit allen gegen eine Stimme(die des Abg. Kaiser) angenommen. Ein Abgeordneter enthielt sich der Abstimmung. — Die Abgeordnetenkammer genehmigte den Gesetzentwürf, bekreffend die Deckung des erfordert. für den Krieg, sowie den Gesetzentwurf, barressend die Durch ersteren wird ein weiterer, vom 15. Januar bis 15. März 1871 reichender Credit von 4,575,000 Luxemburg. Die„Luxemburger Zeitung“ ist ermächtigt, das von belgischen Blättern ver- breitete Gerücht, der Großherzog von Luxemburg verständige sich mit Preußen betreffs einer Ab⸗ Frankreich. Bordeaux. Die Regierung hat die Häfen von Havre, Dieppe und Fecamp in Blocadezustand versetzen lassen und dies den Die Schiffe der neutralen Mächte müssen innerhalb elf Tagen diese Der Zweck der Maßregel sei, den Pieußen die Möglichkeit zu nehmen, sich von Gambetta verweilt noch immer Es ist noch unbekann!, Eingetroffenen Nach- richten zufolge hätte gestern ein Kampf zwischen General Chanzy und preußischen Truppen statt⸗ General Chanzy fährt fort, seine Bezüglich der angeblich Trochu habe einen erfolgreichen Ausfall gemacht, erklärt der Souspräfekt von Havre, daß kein derartiges Tele- Aus Tours wird gemeldet: Plänkler baben sich am 17. Dezember (östlich von Tours) gezeigt, hiesige Regierung modifieirt die Blokade⸗Erklärung dabin, daß Rouen, Fecamp von Havre jedoch hiervon ausgenommen bleiben solle.— General Lecomte hat gemeldet, daß er bei La Fere einen Proviantzug weggenommen hat. — Die Armee des Generals Chanzy ist Freitag nicht angegriffen worden. Die Nachricht, ein Adju⸗ tant Trochu's sei dahier eingetroffen, ist unrichtig. — Ein Regierungsdecret verlängert das be⸗ stehende Wechselmoratorium bis zum 15. Januar. — Thiers ist nach Pau abgereist. — Der Correspondent der„Times“ in Tours schildert die dortige Stimmung als eine durchaus düstere.„Bestimmte Information habe ich nicht,“ schreibt derselbe,„aber ich zögere nicht, meine Ueberzeugung auszusprechen, daß die Loire⸗Armee der Vergangenheit angehört. Sie hat Ausbrüche der Tapferkeit gezeigt und selbst Augenblicke des Erfolges gehabt, aber diejenigen Eigenschaften, nicht. Was wird Paris sagen, wenn in jener halbausgehungerten Stadt die Nachricht eintrifft, daß jetzt alle Hoffnung auf Hülfe von Außen ver⸗ gebens ist! In den Provinzen gewinnt tagtäglich die Ueberzeugung mehr Boden, daß ein längerer Widerstand Wahnsinn ist. Thiers, sicher kein Feig⸗ ling, hat seine Ansicht dahin eingestanden, daß es jetzt Zeit sei, nachzugeben. Wie sehr müssen ihn jetzt seine Festungswerke reuen, die nur dazu dienen, das Elend Frankreichs zu vermehren! Ohne sie würden wir jetzt Frieden haben.“ Lille. Die Journale verbreiten, um das Publikum aufzuregen und zu täuschen, die absur⸗ Cernirung von Versailles. Valenciennes. Der„Courr. du Nord“ schreibt in Betreff der Wiederbesetzung von Ham: „Dieser Handstreich hat eine strategische Bedeutung. Der Besitz von Ham war dem Feinde nothwendig, um mit der Eisenbabhn direkt nach Amiens und Rouen zu gehen. Jetzt ist dieser Weg wieder verschlossen und die Verbindung zwischen der Armee des General Manteuffel und dem Gouverneut von Rheims aufgehoben. Dieser Erfolg der Nord- armee ist von guter Vorbedeutung für deren künf⸗ tige Operationen. Die preußischen Depeschen können nicht mehr sagen, daß die Armee im Pas- de Calais zerstreut ist und nicht zur Organisakion gelangen kann. Wir sind überzeugt, daß diese heldenmüthige Armee den preußischen Telegrammen noch oft blutige Dementis geben wird.“— Das Blalt berichtet ferner, daß ihm ein durch die Periser Ballonpost in ganz Frankreich zu verbrei⸗ tender Aufruf eines Capitäns Beaurepaire zuge- kommen ist, in welchem zur Bildung einer Armee von Freiwilligen,„Die Tirailleure der Republik“ genannt, aufgefordert wird. Es heißt in dem Auf⸗ ruf:„Es handelt sich nicht um ein Freicorps, sondern um eine neue Armee, die Armee der Zukunft.“ Großbritannien. London. Bezüglich der Erwiederung Lord Granvilles auf die preußi⸗ sche Note in der Luxemburger Angelegenheit ver- lautet von unterrichteter Seite Folgendes: Lord Granville erklärt die Bereitwilligkeit der groß⸗ britannischen Regierung, mit den übrigen Tractats- mächten gemeinsam die Beschwerden des Grafen Bismarck auf das Freundschaftlichste zu erörtern, und weist gleichzeitig auf die Bedenken einer ein⸗ seitigen Lösung des Vertrages hin. — Ein Berliner Telegramm der„Times“ versichert, die Luxemburger Frage werde voraus- sichtlich ohne Complication vorübergehen. Preußen werde nur dann Repressalien ergreifen, wenn Luxemburg offen den Feind unterstügzt. — Ein Telegramm der„Times“ aus Pest meldet: Als Erwiederung der preußischen Recla⸗ mationen wegen Luxemburg hat die Regierung von Bordeaux an die ungarische Regierung die Forderung gerichtet, letztere möge 3000 öster⸗ reichische, zu Truppentransporten dienende Eisen⸗ bahnwaggons von Preußen zurückfordern. — Die Zeichnungen auf die norddeutsche und Dieppe in Blokadezustand erklärt, der Hafen Bundesanleihe betragen hier 7¼ Mill. Pfd. St. welche ein triumphirendes Ende sichern, besaß sie desten Gerüchte und Lügen über eine angebliche ——————— 2 Bad Nauheim. 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Januar 1871, 15 71 Ubr, sollen die dem Apotiheker erb o zu Rüdesheim eigenthümlich zustehenden, in der hlefigen Gemarkung belegenen Immobilien, nämlich:; a) 12 Ruthen 41 Schuh Hofratthe in der Untergasse, zwischen Wilhelm Schmid 584 b Nr. 1706 des Stockbuchs, b) 6 Rutben 59 Schuh Garten bei dem Hause, zwischen dem Kirchhof und sich selbst, Nr. 1707 des Stockbücs, o) 10 Ruthen 14 Schuh Acker auf dem Allendorf, zwischen Reinhard Knöpp Wlttwe und Nicolaus Steten, Nr. 1714 des Stockbuchs in dem hiesigen Rathhause zwangsweise perßeigerl werden. Reichelsheim den 5. Dezember 1870. In Auftrag Großherzoglichen Landgerschts Free Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim Schmid. Oeffentliche Aufforderung. 2957 Ansprüche an den Nachlaß des Jakob Krick zu Ossenheim find so gewiß innerhalb 14 Tagen dahiet anzumelden, widrigenfalls sie bei der Regelung der Vermögens ⸗Verhältnisse keine Berücksichtigung finden werden. Friedberg den 14. Dezember 1870. f Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Holz Versteigerung. 2944 Donnerstag den 22. I. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder NS bach nachverzeichnetes Gehölz, als: 1 11ů—9— Stecken Buchen⸗ Re 2 ar Birken⸗ 5 3) 1 Eichen⸗ 5 5 5 1 Aspen⸗ „rn Cc race en 6) 69½ Eichen⸗„ 5 7). 10 5 Aspen⸗* 8) 3 Buchen. Stockholz, 9) 29 15 Eichen⸗* 10) 3½„ Aopen. 11) 512 Buchen⸗Wellen, 1 12) 1675 Eichen⸗ 5 13) 191 Aepen⸗ 14) 39 Nadel⸗ 15) 65 Eichen Stämme 5½ 15“ Durtheste und 10307 Länge, Eschen⸗Stangen von 3—5“ wf und 15—25“ Länge, meifibietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß sich das Prügel, sowie das Stamm⸗ und Stangenholz sehr gut zu Wagnerholz eignet. Die Zusammenkunst ist am Pflanzgarten vor der 16) 65 Wasserdell. Nleder⸗Rosbach am 15. Dezember 1870. Großherzogliche e Nieder⸗Ros bach o st. Erhaltung der Gesundheit. Verlängerung des Lebens. Huseland's Suabrobiotil die Kunst das en Leben zu verlängern. Auf's Neue durchgesehen und mit Anmerkungen vermehrt von Dr. M. Steinthal, Köntgl. Preuß. Geh. Sanitäts⸗Rath, Vorsitzender der Hufeland'schen med. Gesellschaft in Berlin. Hufeland hat in diesem unsterblichen Werke aus seinen reichen Erfahrungen, aus seinem vielsetttgen Wissen, aus seiner langjährigen Praxis einen Schatz gesammelt, dessen goldene Wahrheiten für Alle und für alle Zeiten die größte Beherzigung verdienen.— Fern von jedem gelebrten Prunk, fern von jener Trocken⸗ heit, die die meisten dieser Bücher kennzeichnet, gibt der berühmte Verfasser in der Makto⸗ biotik in einfacher, klarer, allgemein verständ⸗ licher Sprache, Regeln und Anweisungen zur Erhaltung und Befestigung der Gesundheit, geschöpft aus einem edlen Gemüthe, und aus dem reichen und lautern Quell der Natur.“ .—. in 5 Lieferungen à 18 kr. e 1 1 uh 1 uon vlg 2931 Das Möbellager von Geor g Sauer, Schäfergasse 13, in Frank⸗ furt a. 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Franckensteinssche Oberförster Rumpf. Oberh ersatg Maste 1869 Assenk brücke Assenb Gamb Gons. Mun; Nod Wei