war die grö t Auforderuugn d dei den. „ Bedingung Oemeinsinm y ey ichen tandet m riedben Rhelh, chronik Uhein, oforte. t. g rn l mia. Gesang 00 K. 15 kr. 1870. Samstag den 20. August. M 98. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nur diejenigen Einsendungen, welche bis spätestens Vormittags um 9 Uhr bei uns eingelaufen sind, können noch in der nächst⸗ erscheinenden Nummer des Anzeigers Aufnahme finden, da es uns sonst unmöglich ist, das Blatt rechtzeitig zur Post zu liefern. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Die nachstehend abgedruckte summarische Uebersicht über Einnahme und Ausgabe des Mathildenstifts des Kreises Friedberg für das Rechnungsjahr 1868 bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg am 20. Juli 1870. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg Tera pp. Summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben bei dem Mathildenstift für den Kreis Friedberg für das Jahr 1868. Ord N.. 8 1 Aus vord. Rechnungsjahr bis Ende 1867 Rechnungsjahr 1868 Rubriken. tnnabme. Friedberg Butzbach Zusammen Friedberg Butzbach Zusammen 0 fl. kr. 1 8 1E 5 fl. 5 I. Einnahme ⸗Ueberschuß aus voriger Rechnung 15320 19½ 4675 45 199960 4½ II. J Geschenke ö III. I Einlagen 1) unverzinsliche 2) verzinsliche zu 3½ und 4% 80370 6706741 14743741 IV. Zinsen von Darlehen auf Obligationen 2786[36 1181128 auf Scheine bis 100 fl. 2862 41 144 22 5899] 41 16208 10 2150 40 3161521 auf Scheine über 100 fl. 106 2 J 1445 3 V. Zurückbezahlte Darlehen 1) Darlehen auf gerichtliche Hypotheken 2483740 8772 33609 40 2) Darlehen gegen Bürgschaftsleistung von Ge—⸗ ö meinden und Privaten bis zu 100 fl. 45575 12652 58227 3) über 100 fl. 20458 20458 4) Statsobligationen VI. J Miethe von Häusern und Pacht von Gütern VII. Erlös von Häusern 20 48 2048 40 32 4032 VIII. I Sonßige Einnahmen 242 242 VIIIa. J Rücker satz auf Kaufschillinge 1414 22 141 22 6676[ 45 641425 1309110 VIIIp.] Zinsen von Kausschillingen 2421 2421 1096[51 781 20 187811 Summe der Einnahme 18345 10½ 7737 6 26082 16½ 174804 58 13155519 306360] 17 Zusammenstellung. Aus vorderen Rechnungsjahren bis Ende 1867 18345 10½ 7737 6 26082 16 ¼ Rechnungsjahr 1868 174804 58 131555 19[30636017 Summe der Einnahme 193150 87 139292 25 332442 33½ Ausgabe. AX. Darlehen 1) auf gerichtliche Hypotheken 24345 32130 56475 2) Gegen Bürgschaftsleistung a. bis zu 100 fl. 71683 11333 83016 b. über 100 fl. f 16045 16045 2) Staatsobligationen à 4% X. Zurückbezahlte Einlagen 1) unverzinsliche 2) verzinsliche zu 3½ und 4% 61156 55011 106167 XI. J Zinsen von Einlagen zu 3½ und 4% 644 45 337 58 982 43 11382 40 12768 53 24151 33 XII. Verwaltungskosten 1) Gehalte 980 1120 32 2100 32 2) sonstige Kosten 204 187 27 39127 XIII. Steuern und Abgaben von Häusern und Gütern XIV. Unterhaltungskosten derselben XV. Wee e nebst fiche 1990 Kosten, welche in Folge Adjudication erloschen sin 2 XVI. Suußste Ausgaben f 190 40% 190 40% XVII. I Unterstützungen 219424 715 29 2909 53 XVIIa. I Cedirte Kaufschillinge 565911 90 5749 11 XVIIb. I Zinsenvorlage auf Werthpapiere Summe der Ausgabe 644 45 337 58 982 43 Teig 55 129401 21 307196 16½ Zusammenstellung. i a Aus vorderen Rechnungsjahren bis Ende 1867 644 45 337 58 982 43 Rechnungsjahr 1868 177794 55½ 129401 21 307196] 16 ½ Summe der Ausgabe 178439 40½ 12973919 308178 59½½ Vergleichung. Die Einnahme beträgt 193150 8¼ 139292 25 332442 33½ 6 Die Ausgabe berägt 178430 40% 12973919 308178 59½ Einnahme-Ueberschuß 14710 28 9553 6 24263 34 und diese besteht: f 18966 1) in baarem Vorrath 11878 1 7088 24 28 2) in Rückständen 2832 24 2464 42 5297 6 Summe wie oben 14710 28 9553 6 24203[ 34 Nachweisung des Aetiv- und Passiv⸗ Standes. kr TIN Friedberg Butzbach Z u s a m men Gesammtbetrag fl. kr. fl. kr. fl. e fl. r 1) Ende 1867 betrugen die Kapitalien 30570430 296904 602608 30 während 1868 wurden a. neu ausgeliehen 96028 59508 155536 b. zurückbezahlt 7041240 41882 112394 40 folglich mehr ausgeliehen 25615 20 17626 43241 20 645849 50 daher Ende 1868 Kapitalbestand 2) Ende 1867 betrugen die cedirten Kausschillinge 16061 42 18512— i115 34573 57 während 1868 wurden 3. angekauft 5868 18 90 5958 18 b. zurückbezahlt 6676 f 45 6414 25 13091 10 folglich mehr angekauft weniger„ 808 27 6324 25 7132 52 27441 5 daher Ende 1868 Ausstand 91 3) Ende 1867 betrug der Werth der adjudicirten Güter 396 396 während 1868 wurden 4. neu adjudicirt b. zurückbezahlt 20 20 ö folglich weniger adjudicirt 20 20 376 daher Ende 1868 Ausstand 4) Einnahme ⸗Ueberschuß das Soll der Einnahme beträgt 193150 87 139292 75 die Ausgabe- Abstattung ist 177738 ⁵24½ 1293986 2 Ueberschuß 15411 44 f 9895 56 e 1 Summe des Activstandes ö—— B. Passiosta ud. 1) Bestand der Einlagen Ende 1867 277529 318930 54 596459 54 während 1868 wurden a2. neu eingelegt 80370 67067 41 147437 41 b. zurückbezahlt 61150 55011 116167 ö folglich mehr eingelegt 5217 12550 J ö 31270 4 f 627730 35 daher Ende 1868 Stand der Einlagen ö 5 2) Die nicht bezahlten Zinsen von Einlagen betragen 70 16 342 50 1044 6 Summe der Schulden D Vergleichung. Das Vermögen beträgt 362360 49 33661346 69897435 Die Schulden betragen 297444 16 331330 25 628774 41 Reservefonds 64916 33 5283 2¹ ö 70199 54 verglichen bleibt 0 Ueberzahlung Hiervon kommen auf die vorhergehenden Jahre 62333 37½ 3884 29 0 66218 65 5 8„das Jahr 1868 2582 55½ 139852 f 3981 47½ Zusammen wie oben 64916(33 5283 21 70199 54 Friedberg den 11. Juli 1870. Der beauftragte Rechnungsrevisor Fa a tz. Betreffend: Die Ausführung des Voranschlags der Kreiskasse des Kreises Friedberg pro 1870, hier die Aufnahme von Capitalien für dieselbe. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 12. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 95, benachrichtigen wir Sie, daß Capitalien zu Darlehen uns in genügender Anzahl angebsten sind und das Beduͤrfniß vorläufig gedeckt ist. Ihre Vorlage, so fern sie noch nicht erfolgt ist, kann daher unterbleiben. Kenntniß setzen wollen. Friedberg den 19. August 1870. Von den uns bereits mitgetheilten Offerten werden wir Gebrauch machen, wovon Sie die Interessenten in Ter a p p. Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Pont⸗àA⸗Moussont, 17. Aug., 7 Uhr 10 Min. Abends. Generallieutenant von Alvensleben war mit dem 3. Armeecorps am 16. westlich Metz auf die Rückzugsstraße des Feindes nach Verdun vorgerückt. Blutiger Kampf gegen Divisionen von Decaen, l'Ad⸗ mirault, Frossard, Canrobert und die kaiserliche Garde. Vom 10. Corps, durch Abtheilungen des 8. und 9. Corps unter dem Oberbefehl des Prinzen Friedrich Karl successive unterstützt, wurde der Feind trotz bedeutender Ueberlegen— heit nach 12stündigem heißen Ringen auf Metz zurückgeworfen, Verluste aller Waffen auf beiden Seiten sehr bedeutend. Diesseits General v. Döring und v. Wedell gefallen, v. Rauch, v. Grüter verwundet. Se. Maj. der König begrüßte heute die Truppen auf dem siegreich behaupteten Schlachtfelde. A. B. v, Ver dy entwickelten in diesem Kampfe, in dem sie vier französische Armeecorps, darunter die Garden, sich gegenüber hatten, die sich tapfer schlugen und auch gut geführt waren, eine heldenmüthige Bravour und erhielten erst nach sechsstündigem Gefecht Unterstützung durch das inzwischen herangekommene 10. Armee— corps. Die Verluste sind auf beiden Seiten beträchtlich. Unser Erfolg ist ein vollständiger. Die Franzosen sind an ihrer Rückzugs— bewegung verhindert und nach Metz zurück⸗ geworfen; sie verloren im Ganzen 2000 Ge— fangene, zwei Adler und sieben Geschütze. Sie verletzten die Genfer Convention, indem sie auf die Verbandplätze und die Aerzte schossen. Berlin, 18. Aug. Das Telegramm, welches der König an die Königin aus Pont à Mousson vom 17. Aug. Abends gerichtet hat, meldet außer den bekannten Details, daß die Schlacht bei Mars la Tour stattgefunden hat. Die Cavalerie hat 2 Adler und 7 Kanonen genommen. 17. August. Marschall Bazaine,, Mundols helm, 16. August.(Abends im Begriff von Metz nach Verdun zurück-„ nh bagt dt eng e Ne eren zugehen, W am 16. August früh 9 Uhr Oswald und wurde mit Verla an Manaschasten von der 5 brandenburgischen Division, die und drei Geschützen zurückgeschlagen.(gez.) Werder. schon die Schlacht bei Saarbrücken geschlagen, Saarbrücken, 17. Aug. Der König hat angegriffen und festgehalten. Unsere Truppen den General Bonin, bisher Generalgouverneur im Bezirk des dritten und vierten Armeecorps, zum Generalgouverneur von Lothringen und den bisherigen Commandanten von Berlin, General— lieutenant Grafen Bismarck⸗Bohlen, zum General⸗ Gouverneur vom Elsaß ernannt. Wittow(Posthaus auf Rügen), 17. Aug. Eine Flottendivision bestehend aus der„Grille“ und den Kanonenbooten„Drache“,„Blitz“ und „Salamander“, ist heute Nachmittag westlich von der Insel Rügen im Gefecht gegen vier französische Panzerfregatten, eine Corvette und einen Aviso gewesen. Die feindliche Flotte ist gegenwärtig noch seewärts von Dornbusch(nördlichster Punkt der neben dem nordwestlichen Theile gelegenen Insel Hiddensöe). Dieselbe, unter dem Vite⸗ admifal, kam von Westen und wurde zuerst von der„Grille“ nordwärts von Darterort angetroffen, Wir haben keine Verluste. Der Sieg bei Metz vom 16., welchen der Telegraph aus Pont⸗à-Mousson meldet, kann von großer, nahezu entscheidender Bedeutung für den Ausgang des Krieges werden. Nach der Fassung der offizielle! Depesche muß als zweifellos ange⸗ nommen werden, daß es gelungen ist, die feindliche Armee auf ihrer Rückzugastraße vollständig zu durchbrechen und einen großen Theil derselben in die verlorene Position Metz zurückzudrängen. Die Corps Decaea, L'Admirault, Frossard, Canrobert und ein Theil der kaiserlichen Garde sind seit dem 16. nur noch in Bruchstücken bei der Haupt⸗Armee vertreten; der größte Theil ihrer Divistonen liegt samme der E und 9 Ueber Telegr bedeute cheile worden batrike heidi Aufge drei diesen ein K Detat ging Und ft Wenke. und 1 tiserne nach d dieser dieser don d stanzöf a 1870. Kreheb. daß Carualtt 6 sicht erfelg zatttesstnttt n — p. — 1 Amtttem engt Ant * 1 de dn d de 741. Hert rd! 2 General J F. Aug. Grill u Dl prflich 90· 714 1 franfefhe cinen „wart! gigen wan letzt decimirt, entkräftet und demoralisirt in den Festungsmauern von Metz. Die französische Armee kann nach einem solchen Schlage ihre Concentri⸗ rung bei Chalons nicht mehr beenden, und schon in allernächster Zeit dürfen wir der Nachricht von einer Entscheidungsschlacht entgegensehen, deren Ausgang unter den jetzigen Verhältnissen nicht mehr zweifelhaft sein kann. Das kühne Vor- dringen der dritten deutschen Armee, dem man bereits nicht ohne einige Besorgniß zusah, hat sich nun als eine Operation von glänzendem Erfolge erwiesen; es wird diese Armee bestimmt sein, der kranzösischen Hauptmacht den Gnadenstoß zu geben. Bazaine befindet sich mit seiner Armee in geradezu verzweifelter Lage; er wird erdrückt werden, wie Mac-Mahon bei Wörth, und hat nur noch die Wahl zwischen verzweifeltem, aber hoffnungslosem Kampfe und mutbloser Resignation. Saarbrücken, 16. August. Nach Aus- agen von hier eingetroffenen, in der Schlacht don Pange verwundeten Offizieren fand der Zu— ammenstoß bei Ars⸗Laquenexy statt, rechts seitwärts der Eisenbdaͤhn zwischen den Stationen Courcelles und Peltre, ungefähr eine Stunde vor Metz. leber die Verluste auf unserer Seite besagt das Telegramm nichts; leider sollen dieselben sehr dedeutend gewesen und namentlich einzelne Truppen⸗ heile des 7. Armeecorps stark mitgenommen vorden sein. Karlsruhe, 17. August. Amtlichen Nach- zichten der Karlsruher Zeitung aus dem badischen Hauptquartier Lampertheim vom 14. ds. zufolge vird jetzt in Straßburg an der Armirung der Wälle, der Rasirung der Glacis und der Ver— varrikadirung ic. eifrig gearbeitet. Die Ver— heidigungsarbeiten zu stören, ist die augenblickliche Aufgabe der Belagerer. Am 13. August fanden »rei kleine Gefechte mit glücklichem Erfolge zu »iesem Zwecke statt. Bei einem derselben wurde in Bahnzug im Bahnhofe von einem badischen Detachement in Brand gesteckt. Eine Feldbatterie zing bis auf 3000 Schritte an die Festung vor und feuerte auf die von dem Brand erleuchteten Werke. Der badische Verlust betrug 3 Todte und 17 Verwundete. — 18. Aug. Privatnachrichten zufolge hat zuch heute früh ein Ausfall aus Straß⸗ „urg statigefunden, welcher gleichfalls zurück— zeschlagen wurde. Kehl, 16. Aug. Die„B. Ldsztg.“ schreibt: Gestern feierten die Straßburger ihr Napoleons- est. Dasselbe wurde dieses Mal Morgens um “ Uhr von badischen Pionnieren angeschossen, so aß vom Donner unsere Häuser erzitterten. Die serne Brücke nämlich die unterhalb der Orangerien nach der Ruprechtsau führt, ist von denselben in zieser frühen Stunde gesprengt worden. Daher nieser feierliche Festanfang. Den Tag über wehte zon den sog. Schnecken des Münsterthurms die ranzösische Tricolore, auf welche Kundgebung man wohl das Fest beschränkt hat, denn während des Tages lag tiefe Stille über der Stadt. Der onst am Abend des 15. August im Lichtglanz und in allen Farben prangende Münster hatte zieses Mal sein Haupt in Nebelschleier gehüllt. — Vorgestern Abend ist bei einem Ausfall in er Ruprechtsau einer unserer Pionniere todt zeblieben, ein anderer verwundet worden. Die bichtung der Umgebung der Festung ist sehr un— vollständig. Vionville, 13. August. Der„Köln. Ztg.“ vird von hier aus geschrieben: Unsere Vorposten sehen bereits hinter Metz und haben heute Morgen mitten aus den französischen Vorposten heraus in Fouragemagazin weggeschleppt. Keine Aus- scht auf einen Kampf innerhalb der Festungelinie. Norgen werden die Unserigen wohl schon über sieselbe hinaus in der Richtung von Chalons narschiren. Unsere Eisenbahntechniker haben bereits ihre Schienen bis hinter Metz ge— gt.(Es wird wohl die Bahn Nanzig-Frouard⸗ Fontenay gemeint sein.) Forbach. Von dem Schlachtselde bei For- lach liest man noch folgende Mittheilungen: Der Weg von Saarbrücken bis hier war zum Theil nit Blutlachen bedeckt. Ueberall sah man Leutt beschäftigt, Todte zu beerdigen, während die Ca- daver erschossener Pferde am Wege lagen. Alles aber ist nichts gegen das Bild, welches sich am Bahnhofe Forbach darbot. Man sollte glauben, die ganze französische Armee hätte ihre Vorräthe hier aufgespeichert, so reichlich haben wir hier Alles vorgefunden. Viele tausend Säcke Hafer, große Lager Brode und Mehl, ein Schuppen Champagner und andere Weine, sage 1 Schuppen voll. Große Offiziers-Bagage, Bibliotheken, Waffen, Munition, Uniformen u. s. w. Alles in bunten Haufen durcheinander. Auch große Massen feiner Damengarderobe unter der Offtzier⸗ Bagage, was darauf schließen laßt, daß die Armee die demi-monde bei sich führte. Hessen Friedberg, 19. Aug. Des Großherzogs K. H. hatten sich heute Vormittag mit— telst Exfrazug nach Gießen begeben, um die daselbst befindlichen Verwundeten mit einem Besuche zu beehren und die dortigen Lazaxetheinrichtungen zu besichtigen. S. K. H. besuchten sowohl die Klinik als auch die Turnhalle, unterhielten sich aufs Huldreichste längere Zeit mit jedem einzelnen der Verwundeten und sprachen sich sodann noch sehr be— friedigt über die dortigen Lazaretheinrichtungen aus. Friedberg, 19. Aug. Heute Morgen gingen die Mitglieder des hiesigen Sanitätscorps, die sich zum auswärtigen Dienst gemeldet hatten, 23 an der Zahl, in Folge einer von Darmstadt im Auftrag des Fürsten Pleß ergangenen Auf- forderung, nach Pont-à-Mousson ab. Es sind dies die Herren: Wilh. Kümmich, Jac. Kühnle, Friedr. Büdel, Ludw. Deweil, Friedr. Müller, Gust. Müller, Rich. Volk, Carl Wagner, Conrad Stotz, Flegler, cand. theol., Gust. Zinßer, Jacob Weiffert, Herm. Zöll, Heinr. Bertermann, Weigold, cand. theol., Werner, cand. theol., Wahl, cand. theol., Adolph de Beauclair, Carl Holder, Friedr. Rodaug, Gg. Hanstein, Friedr. Nees, L. Schmidt. * Friedberg. Dem„Staatsanzeiger“ zu- folge war unsere, die 25.(Großh. hess.) Division in der Schlacht bei Mars la tour am Kampfe betheiligt. Näheres ist bis jetzt nicht bekannt. Mainz. Dieser Tage traf dahier auch ein Bahnzug ein, welcher mit der Auflese von dem Schlachtfelde befrachtet war. Mehrere Wagen bargen Tornister von Freundes- und Feindesseite bunt durcheinander, einige andere waren mit Chassepots und Zündnadelgewehren, Kürassen und Helmen gefüllt. Einen Wagen hatte das groteske Inventar einer französischen Regimentsmusik aus— gefüllt. Nicht eine, sondern drei französische Lokomotiven und etwa vierzig Wagen, darunter einige schöne neue Personenwagen der franzö— sischen Westbahn, laufen als Prise im deutschen Dienste und cursiren fast täglich über den hie— sigen Bahnhof. Auf den französischen Strecken sind dagegen bis jetzt etwa sechszig der schönsten, schwersten und leistungsfähigsten deutschen Ma- schinen im„Dienste des Vaterlandes“, das heißt des Krieges. Preußen. Berlin, 18. August. Der „Staatsanzeiger“ meldet: An Stelle des Generals Bonin ist der General v. Canstein, bisher Gou— verneur v. Magdeburg und stellvertretender com— mandirender General des 4. Armeecorps, zum Generalgouverneur von Berlin ernannt. Den bisherigen Commandanten von Berlin, Grafen Bismarck-Bohlen, wird Generallieutenant Stück- radt vertreten. Unter den Gefangenen bei Mars la tour befinden sich auch zwei Generale. Die 25. Division war ebenfalls am Kampfe betheiligt. — Die erste Nummer der preußischen Verlust- listen ist im„Staatsanzeiger“ publicirt. Sie umfaßt die Vorpostengefechte bei Saarbrücken, die Schlachten von Weißenburg und Wörth, aber nur zum Theil, da die Listen noch nicht voll— ständig und correet eingegangen sind. Ebenso sind auch die Verlustlisten der bayerischen württembergischen Armee bereits im Drucke er— schienen, Bayern München. Alle wegen Preß⸗ vergehens oder Majestätsbeleidigung Verurtheilten in Bayern sind amnestirt worden. Aschaffenburg. und ist eine große Anzahl französischer Eisenbahnwagen, die von unsern Truppen erbeutet worden sino, hier durchgekommen. Am 16. d. passirten auf einmal 36 Stück den hiesigen Bahnhof. Frankreich. Paris. Die„Histoire“ meldet:„Die Kaiserin hat in Aussicht der ernsten Eventualitäten cin Inventar der Kronjuwelen aufnehmen lassen, damit man sie nicht anklage, solche für ihren persönlichen Gebrauch behalten zu haben, wie man dies der letzten Königin von Spanien nachgesagt hat.“ — Die wuthschnaubenden, derzweifelten Artikel der Pariser Blätter sind mitunter zu ergötzlich, als daß wir nicht zur Heiterkeit unserer Leser hier ein Pröbchen geben sollten: Das„Pays“ sagt in einem„Sieg oder Tod“ überschriebenen Artikel:„Erhebe dich, Frankreich, schwinge alle deine Standarten, die Oriflamme von St. Denis, die rothe Fahne, die Tricolore. Lass' den gallischen Hahn los und den kaiserlichen Adler, pflanze das Lilienbanner auf oder die phrtgische Mütze; nur vorwärts! Sie sind nach Frankreich gekommen; sie werden da bleiben. Nicht Einer wird zurück- kebren, um in den Dörfern Deutschlands zu er⸗ zählen, daß sein Fuß den Boden der französischen Nation besudelt hat. Und die, welche nicht in den Ebenen der Champagne den ewigen Schlaf schlasen werden, sollen in den Rhein hinabkollern, um den Völkern des Nordens die große nationale Rache zu verkünden!“ — Die France bringt verschiedene Einzel- heiten über die Verluste der Franzosen in der Schlacht bei Wörth. Von den 600 Mann des 8. Cuirassierregiments haben sich nur 170 wieder zusammen gefunden, fast alle Offiziere desselben sind verwundet oder todt. Der Oberst des 9. Cuirassierregiments ist getödtet, der Oberst⸗ lieutenant, drei Escadronchess und an 30 Offiziere dieses Regiments sind todt oder werden vermißt, 220 Mann desselben haben sich wieder gesammelt. Der Oberst des 1. Cuirassierregiments soll ge⸗ fallen sein. Die Obersten des 56. und 96. Linien- regiments sollen todt sein. Die Oberstlieutenants des 1., 2. und 3. Zuavenregiments, des 56. Linien- und ein Commandant des 96. Linien- regiments sind verwundet. Dasselbe Blatt ver- öffentlicht einen Brief des Obersten Bocher vom 3. Zuavenregiment, woraus hervorgeht, daß von 65 Offizieren 47 verwundet, todt oder vermißt sind. Zwei Bataillons-Commandeurs sind ver⸗ wundet, ein dritter todt, der Oberstlieutenant tödtlich verwundet. Drei Adjutanten todt, ebenso fast alle Unteroffiziere und Sergeanten. Von dem ganzen Regimente sind nur 5—600 Mann übrig geblieben, ohne Zelte, ohne Gepäck, nur mit ihren Waffen. Der Oberst sagt, das Regiment, ohne Offiziere und fast ohne Unteroffiziere, könnte vor⸗ läufig nicht wieder in's Feld geführt werden. Der Oberst hat seine Pferde und alle seine Bagage verloren, sowie die ganze Reglimentskasse. — 17. Aug. Im gesetzgebenden Körper sagt der Kriegsminister bezüglich der Nachrichten von der Armee: Wir haben einen kleinen Erfolg. Die Feinde griffen Pfalzburg an und verloren 1300 Mann.(22 Von deutscher Seite liegt bis jetzt keine bezügliche Nachricht vor.) Der Minister bittet die Kammer, im Uebrigen diese Fragen zu vertagen, bis wichtige Nachrichten eingegangen wären. Thiers drückt die Hoffnung aus, daß die Stadt Paris dem Feinde eventuell unüberwind— lichen Widerstand entgegenstellen werde, dazu müsse man in der Umgebung des Feindes Mangel her- vorrufen, dagegen in Paris Ueberfluß anhäufen, indem man den Landbewohnern gestatte, sich mit all ihren Produkten in die Hauptstadt zu flüchten. (Allgemeine Zustimmung.) Minister Duvernois erklärt auf Befragen, daß die Frage der Nahrungs- stoffe der beständige Gegenstand der Ueberlegung des Ministeriums sei; die Regierung sei voll⸗ kommen in der Lage, die Verproviantirung, be— sonders durch das von dem Abg. Thiers vor- geschlagene Mittel, garantiren zu können. Die Kammer wird morgen wieder tagen. Die Aus- treibung der Deutschen dauert fort.“ — Die Franzosen betrachten das Treffen In den letzten Tagensvor Metz am 14. d., worüber doch ganz verlässige Berichte aus dem Hauptquartiere des deutsch lk Bundesoberfeldherrn vorliegen und einen Sieg der deutschen Waffen constatiren, ohne Weiteres als von ihnen gewonnen. Der „Constitutionnel“ schreibt frischweg:„Die Preußen wurden mit großen Verlusten geschlagen. Es ist der Anfang der Revanche. Trotz dieses Erfolges jedoch ist wahrscheinlich, daß Marschall Bazaine seinen Rückzug auf die Maaslinie fortsetzen wird. Diese Bewegung erscheint nöthig, um nicht vollständig auf unserem rechten Flügel von der Armee des Kronprinzen um⸗ gangen zu werden, welcher nach Besiegung des Corps von Mac Mahon mit großer Rasch— heit vordringt. Das Ziel des Kronprinzen liegt auf der Hand: Er will sich auf den Ruͤcken der Armee des Marschalls Bazaine setzen, während die beiden anderen preußischen Armeen von vorn angreifen sollen. Dieses Manöver ist zu offenkundig, als daß es nicht längst von unseren Generalen durchschaut worden wäre. Wenn die Armee des Kron— prinzen ihren kühnen Marsch fortsetzt, so wird ein Augenblick erscheinen, wo sie selbst zwischen die in Chalons unter Trochu concentrirten Streitkräfte, zwischen die reorganisirte Armee Mac Mahon's und zwischen die Armee Bazaine's gerathen wird. Warten wir daher die Ereig— nisse mit Vertrauen und ohne Ungeduld ab.“ Mittlerweile ist die Sache indeß anders gekommen. — In gleicher Weise schreiben sich aber die franz. Großsprecher auch den Sieg hinter Metz bei Mars la Tour vom 16. d. zu. Das„Journal officiel“ bringt folgende Depesche des Marschalls Bazaine aus dem Hauptquartier vom 16. d.: Diesen Morgen führte die Armee des Prinzen Friedrich Karl einen sehr lebhaften Angriff auf den rechten Flügel unserer Position aus. Die Cavaleriedivision Forton und das zweite Corps Frossard hielten guten Widerstand. Die en echelons rechts und links von Rezonville auf— gestellten Corps nahmen successive Theil an der Action, welche bis zur einbrechenden Nacht dauerte. Der Feind hatte beträchtliche Streit⸗ kräfte entfaltet und erneute mehrere Male seine Angriffe, welche nachdrücklich zurückgewiesen wurden. Am Ende des Tages suchte ein neues Armeecorps unseren linken Flügel zu umgehen; wir haben überall unsere Positionen behauptet und dem Feinde bedeutende Verluste zugefügt. Die unsrigen sind sehr ernsthafter Natur. General Bataille ist verwundet. In der stärksten Action griff ein Regiment Ulanen den General— stab des Marschalls an. 20 Mann der Escorte wurden kampfunfähig, der commandirende Capitän getödtet. Abends 8 Uhr war der Feind auf der ganzen Linie zurückgedrängt. Man schätzt die Zahl der engagirten Truppen auf 120,000 Mann. Eine andere Depesche des Marschalls Bazaine, datirt vom 17. d., 4 Uhr Nachmittags, sagt: Gestern wurde während des ganzen Tags eine Schlacht zwischen Doncourt und Vionville geliefert. Der Feind wurde vor Anbruch der Nacht in seine Position zurückgeworfen. Ich habe meine Bewegungen einige Stunden unterbrochen, um die Munition zu vervollständigen. Wir hatten den Prinzen Friedrich Karl und Steinmetz vor uns. Belgien. Brüssel. Hiesige Blätter melden: Die Pariser Südbahn trifft Vorbereitungen, um bei einer Invasion der Hauptstadt ihre Bureaux schnell nach dem Süden verlegen zu können, eventuell nach Lyon oder Montereau.— Nach Privatnachrichten aus Paris hat Baron Malortie einen Aufruf an die in Frankreich lebenden Han— noveraner erlassen, worin er dieselben zur Bildung eines hannover'schen Freischützencorps auffordert, das sich der französischen Armee anschließen soll. — Der Kaiser, der kaiserliche Prinz und Prinz Napoleon haben sich von Verdun nach Rheims begeben. Großbritannien. London. Carl Gran⸗ ville versandte am 11. August eine Cireulardepesche, welche die deutschen Beschwerden gegen eine an⸗ geblich einseitige Neutralität widerlegt, indem sie nachweist, daß England getreulich an den Grund— sätzen festhält, wie sie bisher und im Krimkrieg von Preußen gehandhabt würden. Spanien. Madrid, 11. Aug. Eine all⸗ gemeine politische Amnestie ist erlassen worden. Das vom 9. d. datirte desfallsige Decret ver⸗ fügt sie für alle seit dem 29. Sept. 1868 bis zum Datum dieses Decrets wegen politischer Verbrechen Verurtheilte, die sofortige Nieder⸗ schlagung aller aus solchen Gründen anhängigen Processe und die sofortige Freilassung aller aus gleichen Gründen Inhaftirten ist angeordnet und auch die Zusicherung völlig straffreier Rück⸗ kehr für alle als politisch Gravirte aus Spanien Ausgewanderte. Italien. Florenz. In der Deputirten⸗ kammer erklärt Lanza:„Die Ereignisse haben unsere Haltung nicht modifitirt, aber sie ließen es dringlich erscheinen, die nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um ohne Schwäche und ohne Beun— ruhigungen dazustehen. Auch müssen wir der inneren Sicherheit wegen unsere Stteitkräfte ver⸗ stärken. Demgemäß hat die Regierung beschlossen, noch zwei weitere Altersklassen einzuberufen, und verlangt dafür einen Credit von vierzig Millionen, welchen die Nationalbank beschaffen wird; auch verlangt die Regierung die Autorisation, die Aus- fuhr von Pferden zu verbieten.“ — Die„Opinione“ sagt:„Mazzini wurde in Palermo verhaftet und auf einem Panzerschiff nach Gaßta gebracht. Er kam von Genua.“ (General Medici, einstiger Gesinnungsgenosse und Freund Mazzini's, soll den Fang persönlich voll- zogen haben.) Berichte aus Florenz besagen: Es scheint begründet zu sein, daß in den Tuilerien Anstalten zur Fortschaffung der Effecten getroffen werden. Rei- sende aus der Schweiz behaupten, in Arenenberg (der bekannten Villa des Kaisers) seien viele Kisten aus Paris angelangt. Nachrichten aus Paris melden die Unhaltbarkeit des Ministeriums Palikao; die Bewaffnung der Nationalgarde sei unmöglich. Es herrsche Mißtrauen in die Regierung wie in die Feldherren. Aus Nizza berichtet man von Regungen wegen Rückanschlusses an Italien. In Sicilien dauern die anti⸗französischen Demon⸗ strationen fort.— Der preußische Gesandte, Graf Brassier, soll der Regierung zur sofortigen Be⸗ sitznahme von Rom gerathen haben. Die Be⸗ ziehungen Italiens zu Preußen sind vortrefflich. Turin. Die„Gazz. di Torino“ schreibt: „Der preußische Gesandte Graf Brassier de Saint- Simon soll dem König Victor Emanuel die be⸗ stimmtesten Versicherungen der Sympathie seiner Regierung für Italien gegeben und auf das Be- stimmteste erklärt haben, das Berliner Cabinet werde der Verwirklichung des nationalen italieni⸗ schen Programms keinerlei Hinderniß in den Weg legen.“ Frankfurt. Täglich treffen Züge theils mit Ver⸗ wundeten(Franzosen), theils mit sonstigen erkrankten Militärs(Bayern, Sachsen, Preußen) hier ein. Die Ver⸗ wundeten wurden verbunden und gelabt. Als ein junger blessirter Franzose allenthalben französisch angeredet wurde und gewahrte, daß man sich theilnehmend seiner annahm, wurde er zutraulich und reoselig und meinte, es komme ihm in Deutschland wie in Frankreich vor, denn alle Welt spreche hier französisch. Unter den angelaugten Franzosen befand sich einer mit sechs Schußwunden; in dem hiesigen Bürgerspital liegt ein 87er(Preuße), welcher 12 Bayonnetwunden aufzuweisen hat. Frankfurt. In den Straßen unserer Stadt hätte kürz⸗ lich der Stift eines Künstlers das Motiv zu einem schönen Bilde finden können. Eine hochbetagie Mutter kam mit ihrem verwundeten Sohne, den sie schon als todt beweint, von Hanau hier an, und wollte mit ihm, da er sich kräftig genug fühlte, auf die Taunusbahn gehen. Die alte Frau trug das Gepäck ihres Kindes auf dem einen Arme, während sie den Sohn mit dem anderen im Gehen unterstützte. Der Weg war mühsam und für den armen Soldaten schmerzlich. Da kam eine Equipage des Weges, der Insasse sah die Scene, stieg aus, ließ das Paar in den Wagen sitzen und auf die Eisenbahn fahren. Vom Rhein. Die neulich von verschiedenen Blättern gebrachte Warnung an Feldsoldaten, keine Messer, Geld⸗ beutel, Münzen, Amulets ꝛc. am Leibe zu tragen, scheint doch nicht üserall zutreffend zu sein. So meldet die„K. Z.“; „Ein junger Mann aus Düsseldorf, welcher beim 39. Infanterie-Regimente steht, entging dem sicheren Tobe dadurch, daß eine französische Kugel auf sein auf der Brust befindliches Portemonnaie k raf, worin sich ein Zehn⸗ groschenstück und einige Kupfermünzen befanden, welche ganz gebogen wurden. Eine starke Contusion war die Folge und am andern Tage war seine Brust schwarz und blau gefärbt. Für sein Leben ist aber keine Gefahr vor⸗ handen.“ Köln. In der„K. Z.“ wird der Frankfurt⸗ Offen bach er freiwilligen Sanitätscolonne folgendes Lob gespendet:„Diese wackeren Leute treten sehr tactvoll nach allen Richtungen hin auf, machen den Eindruck einer kernhaften, eingeübten und opferwilligen Truppe. Was sie zur Bequemlichkeit der Verwundeten mitführen, ist Alles höchst comfortabel und elegant; ihre persönlichen Costümi⸗ rungen dagegen sind sehr schlicht und bescheiden. Das Auftreten dieser Mannschaft, ebenso entschieden wie human, läßt in den Leuten turnerische Elemente vermuthen. Ich verfolgte mit dem Fernrohr die Kreuz- und Querzüge dieser fliegenden Colonne durch unser Lager. Voran auf hochflatternder Fahne das rothe Kreuz, bewegt sich der Zug von einem Truppentheile zum andern, bis er zuletzt sich in die waldige Umgegend des Spichererberges verliert, um baselbst den letzten Verwundeten nachzuspüren.“ Bonn. Der Name des Dichters der„Wacht am Rhein“ ist nach einer Mittheilung des Professors Dr. K. Hundeshagen in Bonn Max Schn ecken burger aus Thal⸗ heim im Königreich Württemberg. Derselbe dichtete das Lied bet Gelegenheit der Thiers'schen Kriegsdrohung und trug es in einem Kreise von Männern vor, welche sich zu der Zeit in dem„Stadthaus“ der zum Kanton Bern gehörigen Stadt Burgdorf zur geselligen Unterhaltung zu versammeln pflegte. Zu diesem Kreise gehörte auch Pr. Hundeshagen, damals Professor an der Hochschule zu Bern. Max Schneckenburger war ein sehr gebildeter und strebsamer Kaufmann von hoher Begabung. Er foll be⸗ reits um das Jahr 1851 gestorben sein. Durch diese Mittheilung wären dann die Buchstaben M. Sch., welche als Zeichen des Verfassers des Textes der„Wacht am Rhein“ unter einigen Compositionen stehen, entziffert. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe. Sechste Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: a) an Naturalien: 64 Pfund Fleisch und Schinken (60 von Ossenheim), 8 Pfund Wurst, 281 Laibe Brod (157 von Vonhausen, 74 von Ossenheim, 50 von Bauern- deim), 75 Pfund Dörrobst, 6 Pfund Kaffee, 4 Pfund Käse, Gelée, Kartoffeln, Suppenzeug, Bohnen, Erbsen, 584 Eier(504 von Ossenyeim, 80 von Bauernheim). b) an Geld: Vonhausen 1 fl. 24 kr. dazu von voriger Liste 1445 fl. 47 kr., zusammen 1447 fl. 11 kr. Wir haben telegraphisch in Saarbrücken angefragt, wohin die nächste Sendung Lebensmittel zu richten sei, sind jedoch bis zu diesem Augenblicke noch ohne Anweisung, jo daß über die Verwendung der gespendeten Gaben momentan keine Rechenschaft abgelegt werden kann. Aus diesem Grunde bitten wir, unter bestem Danke für die seitherigen Spenden, mit den Gaben vorerst einzuhalten, damit die Lebensmittel nicht verderben. Sobald weiterer Bedarf nöthig wer⸗ den sollte, werden wir uns erlauben in diesem Blatte davon Anzeige zu machen und sind über⸗ zeugt, daß die Opferwilligkeit unserer Landgemein⸗ den sich auf's Neue glänzend bewähren wird. Friedberg den 19. August 1870. 10 Das Comité für die Erfrischung der durchpassirenden Krieger. Zu haben bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Nauheim: Eine Karte von Frankreich mit Extraplan von Paris fl. 1 12, die als ganz vorzüglich empfohlen werden kann: Die Bergmann'sche Specialkarte in einzelnen Blatt à 36 kr., sowie die große Karte des Kriegs schau⸗ vlatz es zu fl. 9. Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschledenen Prelsen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Brodpreise vom 16. bis 31. August. Für Butzbach: Erste 8 F 18 kr.] Zweite Sorte 4 2 3 ku. ee eee ee Verantw. Red.: Hermann Schiͤmpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 34 und eine Beilage.) Beilage. Aberhessischer Anzeiger. M 98 Hessen. Darmstadt. Hiesige Blätter melden: Bis zu welcher Höhe die Franzosen ihre tolle Verfolgungssucht gegen die in Frankreich lebenden Deutschen treiben, möge folgender Vor- fall beweisen, der gewiß nicht vereinzelt dasteht. Eine hiesige Dame, seit einiger Zeit an einen deutschen Fabrikbesitzer in Compiegne, welcher bereits neun Jahre lang in Frankreich ansässig ist, verheirathet, meldet ihrer Familie aus Bonn, wohin sie sich begeben, daß sie aus Frankreich auegewiesen sind. Vor einigen Tagen machte ein Polizei⸗Commissär ihrem Mann die Anzeige, daß er sich mit seiner Familie binnen 24 Stunden aus Frankreich zu entfernen habe. Er übergab seine Fabrik und sein Haus an seinen Buchhalter und reiste mit Frau und Kind nach Bonn zu seinen Eltern. Was aus seinem Eigenthum wird, mag der Himmel wissen. Mit ihnen auf demselben Zug befanden sich an hundert deutsche Arbeiter- familien, die man fortgeschickt hatte, wie sie eben gingen und standen, theilweise, weil sie sich ge— weigert hatten, an den Schanzarbeiten von Paris Theil zu nehmen. Bad- Nauheim, 17. Aug. Vorgestern Nachmittag besichtigten S. K. H. der Großherzog ganz unerwartet das hiesige zur Aufnahme der Verwundeten fertige Militär⸗Reserve-⸗Lazareth, und sprachen sich gegen mehrere gerade anwesende Mitglieder aus dem Vorstande des freiwilligen Hülfsvereins sehr befriedigt aus über innere Ein⸗ richtung und gute Ventilation der Säle. Se. Kgl. Hoh. verweilten circa/ Stunden, unter- hielten sich währenddem in der leutseligsten Weise mit den anwesenden Herren, und ertheilten letz⸗ teren viele praktische Winke für den kommenden Lazarethbetrieb. Heute wurde allen bei Einrich- tung des Militär- Reserve-Lazaretbs betheiligten Bewohnern Bad⸗Nauheims der landesherrliche Dank für diese ihre Leistungen öffentlich verkündigt. Offenbach. Die ersten Verwundeten vom Kriegsschauplatz bei Metz, beinahe 200 in. 20 Waggons, sind am 17. in unserer Stadt ange- kommen. Die Vorkehrungen zu ihrer Aufnahme und Pflege sind mit aller Sorgfalt getroffen. Worms. Am Dienstag Abend tras per Riedbahn der k. russische Oberst vom Generalstabe des Kaisers von Rußland, Baron Fedler hier ein. Derselbe fuhr nach kurzem Aufenthalt mit der Ludwigsbahn in's Hauptquartier des Königs von Preußen um dem Könige im Auftrage des Kaisers von Rußland zu den bis jetzt erfochtenen Siegen über Frankreich zu gratuliren. Preußen. Berlin. Aus dem Haupt- quartier ist die Weisung hier eingegangen, für Rechnung der preußischen Staatskasse und durch Vermittlung des hiesigen amerikanischen Gesandten dem amerikanischen Gesandten in Paris zunächst 50,000 Thlr. zur Unterstützung der preußischen aus Paris ausgewiesenen Staats angehörigen als erste Rate zur Verfügung zu stellen. Wie die „B. B. Z.“ hört, ist dieser Weisung bereits Seitens der Seehandlung nachgekommen worden. — Die Organisation der von deutschen Truppen besetzten französischen Gebietstheile schreitet schnell vorwärts. In Nancy ist ein norddeutsches Haupt- pestamt eröffnet. Eine große Anzahl preußischer Beamten ist nach jenen Landestheilen dirigirt.— Die Grafen Johannes Renard und Guido von Henckel Donnersmarck sind soeben in das Haupt- quartier des Königs berufen worden und bereits dahin abgereist. Wie es heißt, ist der Erstere zum Civil- Gouverneur des Elsaß, ver Letztere aber zum Civil- Gouverneur von Lothringen designirt. — Die Staptverordnetenversammlung geneh- migte am 16. d. mit großer Majorität den Antrag des Magistrats, an sämmtliche Städte der seche östlichen Provinzen und Schleswig⸗Holsteins einen Aufruf zur Linderung des Nothstandes in der Rheinpfalz zu erlassen, sowie eine Beihülfe von 50,000 Thlrn. zu bewilligen. ———— — Die„Provinzial ⸗Correspondenz“ sagt be⸗ züglich der Ausweisung der Deutschen aus Frank- reich, daß vorläufig die nothwendigsten Unter⸗ stützungen gewährt seien, und fügt hinzu: Wirksame Abhülfemittel werden demnächst in Angriff zu nehmen sein, auch die Besitznahme der vormals deutschen Provinzen Frankreichs wird dazu vor⸗ aussichtlich Gelegenheit bieten. — Die Ersatztruppentheile aller Waffengattungen det preußischen Armee sind seit der kurzen Zeit ihrer Formation durch Einstellung von ein- und dreijährigen Freiwilligen überall bereits über die Etats hinaus zu solcher Kopfzahl angewachsen, daß dieselben angesichts der überraschend fort— schreitenden militaͤrischen Ausbildung der jungen Leute im Stande sein werden, der Feldarmee nöthigenfalls schon in nächster Zeit einen Succurs von circa 200,000 kräftigen Kriegern nachfolgen zu lassen. — Die durch die Zeitungen laufende Nach- richt, daß vom Consistorium der Provinz Bran- denburg gegen einzelne Geistliche, welche in ihrer am außerordentlichen Bettage, den 27. Juli, ge— haltenen Predigt den Krieg als Strafgericht Gottes dargestellt haben, die Disciplinaruntersuchung ein- geleitet sei, wird von der„K. Ztg.“ als unbe- gründet bezeichnet. — Der Eroberer der ersten französischen Kanone in diesem Feldzuge ist, wie die in Görlitz erschei— nende„Nied. Ztg.“ berichtet, der Feldwebel Meyer der 1. Compagnie des 5. Jägerbataillons. Die demselben resp. den sonst bei dieser Waffenthat betheiligten Jägern zufallenden Prämien sind sehr bedeutend. Eine flüchtige Zusammenzählung der⸗ selben ergibt die Summe von circa 3000 Thlrn. Stade, 15. August. Soeben trifft hier die Nachricht ein, daß der der Hamburg-Newyorker Gesellschaft gehörige Dampfer„Cuxhaven“ gestern Morgen vor der Mündung der Elbe von fran— zosischen Kriegsschiffen verfolgt und beschossen, jedoch glücklich den feindlichen Angriffen ent- gangen sei. Köln, 11. August. In Folge der massen⸗ haften Ausweisung von Deutschen aus Frankreich ist vom norddeutschen Bunde angeordnet worden, daß allen bedürftigen ausgewiesenen Deutschen das erforderliche Reisegeld gewährt werden soll. Die Einleitung zur freien Beförderung der Ausge— wiesenen ist getroffen. Hanau. Die Zahl der Verwundeten im Philippsruher Schloß, in der Kaserne, im Alt- städter Schloß und in Wilbelmsbad dürfte sich auf 11— 1200 belaufen. Hamburg, 15. August. Der Hamburger Senat veröffentlicht die ihm von dem großbritanni⸗ schen Consul zugestellte französische Anzeige der Blokade. Bayern. München. In dem auf die Dauer der Kriegszeit für die protestantische Kirche unseres Landes vom Oberconsistorium verordneten Kirchengebet kommt u. A. die bemerkenswerthe Stelle vor, Gott wolle die rechte Einig keit im ganzen deutschen Volkerhalten, damites demselben gelinge seine Selbst⸗ ständigkeit und Freiheit durch diesen Kampf zu wahren. Frankreich. Paris. Die mit der Be⸗ aussichtigung des norddeutschen Botschaftshötels beauftragten Hausdiener sind ebenfalls ausgewiesen worden. Der mit der Vertretung der Deutschen in Paris beauftragte Gesandte der Vereinigten Staaten hat das Hötel unter die Aussicht einiger Amerikaner gestellt. — 16. Aug. Gesetzgebender Körper. Der von Ferry beantragte Gesetzentwurf auf Ein- verleibung der Jahrgänge 1865 und 1866 in die Mobilgarde mit der Abänderung, daß die Ausnahmebestimmungen des Gesetzes von 1832 aufrecht erhalten bleiben, wird angenommen.— In Beantwortung einer Interpellation erklärt Ministerpräsident Palikao: Die Preußen Jaben darauf verzichtet, die Rückzugslinie der französischen Armee zu durchschneiden und die Verbindung unserer Armee zu verhindern. Telegramme, welche von der Gendarmerie stammen, aber nicht offiziell sind, sagen, daß die Preußen sich nach drei oder vier sich aufeinander gefolgten Engagements gegen Commercy gewandt haben. Die Preußen erlitten also eine Schlappe(22)(Ein Marsch der deutschen Truppen gegen Commercy ist durchaus kein Rückzug, sondern direkter Vormarsch in der Richtung nach Chalons, das 22 Stunden von Commerey, und 32 Stunden von Metz entfernt liegt. D. Red.) — 17. Aug. Im gesetzgebenden Körper erklärte gestern Ferry mit Indignation und Be— stürzung(Unterbrechungen) die beiden Maßregeln in der kaiserlichen Proclamation an die Einwohner von Metz gelesen zu haben. Er enthalte sich, dieselben zu qualificiren. Heftiger Tumult. Der Präsident schneidet dem Redner das Wort ab. Derselbe muß von der Tribüne herabsteigen. Un- geheure Aufregung. Das Gerücht von einer Schlacht ist verbreitet.— Es bestätigt sich, daß Marschall Baraguay d'Hilliers in brüsker Weise von dem Minister Palikao seines Commando's in Paris enthoben wurde, welcher hierzu gar nicht einmal die Genehmigung des Kaisers oder der„Kaiserin-Regentin“ eingeholt haben soll. — Wie ein aus Chalons in Paris einge— troffenes Schreiben eines Mobilgardisten besagt, hatte man für den 10. Gewehre— versprochen. Einstweilen bezieht die Mobilgarde, mit einem Stocke bewaffnet, die Wache, und doch versichert der Kriegsminister Dejean, über drei Millionen Gewehre zu seiner Verfügung zu haben! In Paris war bertits die Rede davon, die Leute mit den alten Steinschloßgewehren zu bewaffnen. — Im Lager von Chalons ging es am 10. August Abends laut einem Briefe eines Augen- zeugen in den„Daily News“ drunter und drüber, Man exereirte die Mobilgarde mit größtmöglichster Schuelle, aber nur wenige der Mannschaften hatten Waffen; der Rest ist mit Stöcken bewehrt. Das Lager war voll von Verwundeten, aber vom Kriegsschauplatze lagen keinerlei Nachrichten vor. Am 11. herrschte dieselbe Unordnung und die Verwirrung war so groß, daß der Berichterstatter erklärt, nie etwas Aehnliches für möglich gehalten zu haben. Jede Compagnie der Mobilgarden hatte nur 15 Gewehre, mit denen man abwechselnd die Mannschaften drillte. Es war bereits die Rede davon, die Leute mit den alten Steinschloß⸗ gewehren zu bewaffnen. Von der Stellung des Feindes hatte Niemand eine Ahnung. — Ueber die Formation, Bekleidung und Bewaffnung der Nationalgarde gibt ein Ministerial⸗ erlaß an die Präfekten und Mairs folgende Vor- schriften:„Die Uniform soll in einer blauen Blouse nebst Ledergürtel mit einer kreuzförmigen rothen Tresse am Aermel, in einem Leinenbeutel mit einem Tragband und Käppi bestehen. Sagen Sie mir, ob Sie sich diese Gegenstände binnen drei, vier Tagen dort verschaffen können. Das wäre dem Zusenden von Paris aus, wobei Zeit verloren ginge, und das vielleicht unmöglich wäre, bei Weitem vorzuziehen. Die Staͤmme sollen am Vereinigungsorte einen tuchenen Waffenrock zugetheilt bekommen. Jeder Mann soll sich mit zwei Hemden und einem Paar Schuhe dersehen. Vorläufiger Sold 1 Francs täglich. Stellen Sie den Commandirenden, welche es unter die Haupt- leute vertheilen werden, gleich ein Mandat für drei Tage aus. Für die Mobilgardisten gewöhn⸗ liche Soldatenkost. Ueben Sie vorläufig auf's Gewehr ein, welches die Feuerwehrleute gern her⸗ leihen werden.— Patriotische Aktion.— Mit 100 Gewehren können 100 Leute sich von 5—7 Morgens, 100 andere von 7—9 Uhr u. s. w. üben.“ à fl. 1. 48 kr., fl. 1. 24 kr., Friedberg und Nauheim. Kriegskarten à 36 kr., 27 kr., 18 kr., 14 kr. Bindernagel& Schimpff. Freiwilliges Sanitätscorps. 2055 Heute Abend Versammlung der Krankenträger im oberen Local des Herrn C. F. Walz. Vr. 2 1 Singer Manufacturing Cie. 7 Lit. 4. Neue Pamilien-Nähmaschinen Nr. 2 Maschinen für Schneider 0 mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 122½. Original-NMähmaschinen in New Tork. fl. 77. fl. 115. 1035 Um vor Taäuschung zu schützen, wird jeder Original⸗Maschine ein Ursprungs⸗Certificai beigegeben, welches in New- Pork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen üdergeben u nd koͤnnen solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie don demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Ma nufncturing Cie Zeil 37, Frankfurt A. M. 1959 Im Besitz mehrerer Strickmaschinen sind wir jetzt im Stande, Bestellungen in Strümpfen noch schneller und billiger als seirher in Ausführung bringen zu können. Fertige Strümpfe sind in allen Größen vorräthig. Geschwister Schloß. Die Fabrik künstlichet Mineralwasser von Dr. W. 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J, Vormittags. unter dem Anfügen anberaumt, daß die ausbleibenden oder durch nicht gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger von der Masse ausgeschlossen und als den Beschlüssen der Mehrzahl der erschlenenen Gläubiger auch im Falle eines Arrangements zustimmend angesehen werden sollen. Butz bach den 10. Augud 1870. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer, Königer, 2M. Landrichter. Landgerichts, Assessor. Grummetgras⸗Versteigerung. 2047 Dienstag den 23. d. M., Vormitiags 9 Uhr, sollen circa 25 Morgen Grummetgras von der biesigen Gemeinde versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Roder Weid. Das Grummetgras ist an Qualltät vorzüglich gut. Niteder⸗Mörlen den 19. August 1870. Großherzogliche 1 Nieder-Mörlen ö b s. Pferd ⸗Versteigerung. 2054 Montag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll in ver Hofralthe des Joseph Diel dahler ein Wallach⸗ Pferd, 10 Jahre alt, der Gemeinde gehörig, öffentlich versteigert werden Ober⸗Wöllstadt den 19. August 1870. Großherzogliche Bürgermelsterei Ober⸗Wöllstadt Feuerbach. 2050 Der Unterzeichnete hat sich seit dem 14. d. M. dahter als practischer Arzt niedergelassen. Reichelsheim i, d. W., 17. August 1870 Dr. med. Ludwig Schäfer. Obst⸗Versteigerung. 2048 Montag den 22. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen im Herrngarten dahier die Mirabellen von 22 und die Reineclauden von 5 Bäumen öffentlich versteigert werden. Florstadt den 17. Auguff 1870. Freiberrlich Löw'sche Rentei Müller. Arbeits- Versteigerung. 2045 Montag den 22. d. M., Vormittags 9 Ubr, soll auf dem Rathhause zu Melbach nachfolgende Arbeit wenigfinehmend versteigert werden: 1) Pflaflerarbeit, veranschlagt zu 82 fl 2) Anfahren von Pflastersteinen 30„ 3) Graben des Pflastersands 21 4) Fahren des Pflastersands 33 5) Aussetzen der Pflastersteine und Messen des Pflastersands 12„ 6) Wegfahren des ausgegrabenen Grundes 22 und alter Steine Großherzogliche Bürgermeifterei Melbach Kell. Meldach am 18. Auguft 1870. Ein Kölner Sparkassenbuch 2040 wurde verloren. Es wird um dessen Rückgabe an die Exped. d. Bl. gebeten und eine Belohnung zu⸗ gesichert. Schulschreibhefte, 1745 mit(4 Blätter gut linfirtem Papfer, in verschie⸗ denfarbigen Decken per Dutzend 24 kr., bei Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Durchsichtige Glycerinseife! 16 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 8 kr. Wilh. Fertsch. Glacée-Handschuhe c ec Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu haben: UAnsere Pflichten in dem gegen⸗ wärtigen Kriege. Eine Predigt von J. J. Kurz, Benesictat in Odkftadt. Der Erlös ist zum Beßßen der Verwundeten bestimmt. Preis 6 kr. Klee zu verkaufen. 2053 Montag den 22. d. M., Vormittags 11 Uhr, läßt der Unterzeichnete am Söderweg 1½ Morgen ewigen Klee an den Meistbie tenden gegen Baarzahlung verkaufen. J. P. Schäfer. 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Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 6¼ Ubr. 18 —