unn bit 1 Kicdbel — eulherg ur 1870 — 4 0b 1870. Samstag den 19. Februar. 22. berhessischer Anzeiger. — Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Hriedberger Intelligenzblalt. ——— Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag. Amtlicher Theil. Belrefsend: Den Erlaß elner Spnagogenordnung für die taraelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg. Synagogen ordnung. Nach Vernehmung der Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg und mit Genehmigung Groß— herzoglichen Ministeriums des Innern vom 1 wir hiermit zur Erhaltung der Ordnung in §. 1. Dem Vorstande ist jeder in der Gehorsam schuldig und hat sich den Anordnung jelben sogleich und willig zu unterwerfen; eigneten Orts zu klagen. §. 2. Sollte ein fremder Glaubensgenosse die Synagoge be— suchen, so wird ihm der Vorstand einen angemessenen Platz anweisen. der Synagoge verändern sich nach der hergebrachten Ordnung und es ist daher keinem Gemeindsgliede er— laubt, seinen Stand gegen die bestehende Ordnung eigenmächtig und Die Stände in §. 3. willkürlich zu verändern. H. 4. ist untersagt. H. 5. des Gottesdienstes nicht verlassen. §. 6.. solche, welche der Vorsanger sagt und letztere Betreffend: Den Erlaß einer Spnagogenordnung für die Das es bleibt Gemeindsgliede unbenommen, wenn es sich durch Anordnungen und Befehle des Vorstandes gekränkt und beleidigt fühlt, späterhin ge⸗ Alles Reden, auch jede andere Unterhaltung, das un— götbige Hin- und Hergehen, sowie jedes sonstige unge ziemende Be⸗ H. nehmen in der Synagoge, insbesondere während des Gottes dienstes, Es bat ein Jeder vor dem Gottes dienst in der Synagoge sich einzufinden und darf sie ohne triftige Gründe vor dem Schlusse 1. August und 22. November v. J. z den Synagogen des Kreises Friedberg: Synagoge Anwesenden daß das Vorbeten en und Befehlen des- gestört wird. jedoch jedem§. 7. Bei dem lesen aus der Thora §. 8. Thora auftreten ständiger Kleidung. 1.0 8. 10. Nach 9§. 11. geahndet werden. Es durfen keine andere Gebete laut gesagt werden, als nur auf solche Art, zu Nr. und das die Synagoge diejenige zu Friedberg unter 6 Jahren, nicht mitgebracht werden. beendigtem gemessener Stille zu entfernen. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmmagen der§9. 1 bis incl. 9 sollen mit einer Polizeistrase von 10 Kreuzer bis 2 Gulden elstischen Religtonsgemeinden des Kreises Friedberg. roßherzogliche Kreisamt Friedberg M. d. J. 8205 und 11565 bestimmen Gebet nicht der übrigen Gemeinde Gebete für den Landesherrn und bei dem Vor⸗— hat sich Jeder zu erheben und bis nach Be— endigung des Gebetes und des Vorlesens stehen zu bleiben. Verheirathete Männer haben in der Synagoge mit einem Hute zu erscheinen, unverheirathete wenigstens alsdann, wenn sie zur wollen. Synagoge ist untersagt. erscheinen, als in reinlicher, seinen Verhältnissen angemessener, an— Das Wechseln der Kopfbedeckung in der Auch soll Niemand anders in der Synagoge dürfen Kinder unter 4 Jahren, in Gottesdienst hat sic) Jeder in an⸗ Friedberg den. 16. Februar 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Friedberg den 16. Februar 1870. an die sämmtlichen Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises. Wir beauftragen Sie die vorstehende Synagogenordnung in der Synagoge sofort wörtlich bekannt zu machen und daß dies ge · schehen, anzuzeigen. gering sein werden. Ein Abdruck derselben ist in der Synagoge an geeigneter Stelle anzuheften. mitglieder in den Besitz von solchen zu setzen, so wollen wir einen Separatabdruck in größerem Format veranlassen, dessen Kosten ganz Berichten Sie daher umgehend wie viel Exemplare Sie bedürfen. Da es sich empfiehlt auch die Gemeinde— Trapp. Hessen. Darmstadt. In dem weiteren Berichte des Finanzausschusses 2. Kammer über die Communalsteuern, erstattet von dem Abg. Goldmann, wird beantragt über die Recom— munication der ersten Kammer Beschluß zu fassen. Die Mehrheit des Ausschusses ist mit der Re— gierung der Ansicht, daß in Folge der Ablehnung des Gesetzes die Gemeinde-Umlagen lediglich auf die Grund⸗ und Gewerbesteuerkapitalien ausge— schlagen werden müssen, da das Personalsteuerge— etz mit dem 30. December 1869 erloschen ist, onach ohne anderes Gesetz keine Personalsteuer⸗ dapitalien gebildet werden können. Die Mehr- zeit hält durch einen solchen Zustand das Interesse der Grundbesitzer und Gewerbtreibenden aller Hemeinden und somit des ganzen Landes für zefährdet, sie glaubt, die Verantwortung hierfür icht übernehmen zu können, und glaubt schon zus diesem Grund, den Beitritt zu dem Beschluß er hohen ersten Kammer befürworten zu sollen ind beantragt deßhalb, deyselben(Art. 1 und 2 'etreffend) nunmehr zuzustimmen. Bezüglich einer ingelaufenen Eingabe des Stadtvorstandes der Kreisstast Friedberg, in welcher derselbe seine Ansicht über Art. 1 und 2 des Gesetzentwurfs zusspricht, welche dahin geht, daß die gesammten Linkommensteuerkapitalien zwar zugezogen werden, ber denjenigen Gemeinden verhältnißmäßig zu⸗ zukommen sollen, aus welchen das betreffende Einkommen fließt, beantragt der Ausschuß, durch die zu Art. 1 und 2 zu fassenden Beschlüsse die Eingabe des Stadtvorstandes der Kreisstadt Fried serg für erledigt zu betrachten. Preußen. Berlin. Auch am 16. d. war der Reichstag noch nicht beschlußfähig. An der Beschlußfähigkeit fehlten noch 10 Abgeordnete. — Am 17. d. endlich wies der Reichstag. die zur Beschlußfähigkeit nöthige Anzahl von Mlt- gliedern auf, so daß die Präsidentenwahl für den 18. anberaumt werden konnte. Bayern München. Es bestätigt sich, daß Fürst Hobenlohe am 14. d. sein Entlassungs- gesuch eingereicht hat. Ueber den Entschluß der übrigen Minister ist noch nichts bekannt, auch über die Wahl eines Nachsolgers des Ministers des Aeußern ist noch nichts beschlossen. — Als künftigen Minister des Aeußern nennt man für den Fall, daß Hohenlohe anf seinem Entlassungsgesuche durchaus besteht, den bayerischen Gesandten in Wien, Grafen Bray, den Diplo— maten, welcher im Jahre 1866 mit Baron v. d. Pfordten sowohl die Nikoleburger Verträge als den Berliner Frieden mitunterzeichnet hat. Sollte aber Graf Bray nicht gewillt sein, den Posten zu übernehmen, so rechnet man auf Herrn v. Lutz, den Minister des Cultus und der Justiz. Würtemberg. Stuttgart. Die Haltung des Bischofs v. Hefele in Rom, den Bestrebungen zwingen, die Majorität dürfe der extremen ultramontanen Partei gegenüber, erregt hier große Sympathie und Freude. Man — Dem Bürgerministerium in Wien drohen neue und schwerere Verwickelungen, als sie bis- her vorhanden waren, wenn sich folgende Nachricht der Karlsruher Ztg. bestätigen sollte:„Die polnischen Reichsraths Mitglieder haben bereits bestimmt erklärt, daß sie Angesichts der Stimmung in Galizien, falls nicht eine ihnen wie dem gali— zischen Landtage verantwortliche besondere Re— gierung und ein galizischer Minister im Rathe der Krone bewilligt werde, aus dem Reichsrathe auszuscheiden sich genöthigt sähen. Die Regierung scheint zur Nachgiebigkeit bereit, falls die Polen von der Forderung, djie Festsetzung des Modus der Reichstags-Wahlen ausschließlich dem gali⸗ zischen Landtage anheimzugeben, ablassen und für das Prineip direecter Reichsraths⸗Wahlen eintreten. — Durch eine königliche Verordnung wird die Ständeversammlung auf Dienstag den 8. März d. J. einberufen. Frankreich. Parise. Im gesegzgebenden Körper erklärte Ollivier, indem er die Einwände Jules Favre's gegen die Wahl der Enquetecom— mission beantwortet: die Wahl der Commission angreifen, hieße die Majorität zum Zurückweichen fe jedoch nicht vor der Minorität zurückweichen;z er erkenne in der Majorität die öffentliche Meinung. Ollivier be— war es zwar im Voraus von dem charakterfesten kämpft hierauf die Auflösung der Kammer, welche Mann überzeugt, daß er seinen Grundsätzen nicht die Linke verlangt. Die Regierung sei eutschlossen, werde untren werden, nichtsdestoweniger ist man doch auf dem liberalen Wege, den sie eingeschlagen, bei so manchen entgegegenstehenden Vorgängen sehr fortzuschreiten. erfreut, daß er sich so gut bewährt, denn er spielt in] Auflösung. um der Favre Ordinalre erneuert das Gesuch besteht darauf, daß der That unter dem deutschen Episcopat eine Rolle. Prasident eine Mittheilung von Rochefort ent— 0 1 Der gesetzgebende Körper geht zur Tagesordnung über. Ordinaire, welcher fortfährt zu reden, wird zur Ordnung gerufen. Favre und Cremicux verlangen Beschleunigung der Vor⸗ untersuchung gegen die verhafteten Personen. Pelletan tadelt das Verbot einer öffentlichen Ver⸗ sammlung. Es entspinnt sich eine leidenschaftliche Discussion. Der Gesetzentwurf, betreffend die Aufhebung des allgemeinen Sicherheitsgesetzes, wird hierauf der Versammlung vorgelegt.— Der „Moniteur“ versichert, daß das Contingent für 1870 um 15,000 Mann vermindert werde. — In den Pariser Gymnasien gährt es selbst unter den Zöglingen; man hat die Pensionäre des Lyceums Saint-Louis eben heimgeschickt, unter irgend welchem Eß-Vorwande; nicht die Speisen, sondern der ungewöhnliche Eifer der Jungen, von Tagesfragen zu sprechen, hat aber diese Maßregel veranlaßt. — Die Liste der Personen, welche in Folge der Ereignisse der vorigen Woche in Haft behalten werden, wird mit jedem Tage größer, sie zählt schon 104 Namen, worunter man nicht weniger als 95 Individuen findet, welche eines Attentats gegen die Sicherheit des Staates beschuldigt sind. Daneben hört man noch beständig von neuen politischen Verhaftungen. — Der„Moniteur“ kann heute melden, daß die aun angekündigte Herabsetzung des Armee⸗ Effectivs sich auf mebr als 15,000 Mann be⸗ laufen wird. — Die„Patrie“ erklärt es für unrichtig, daß sich Oesterreich, Frankreich und Bayern ver- abredet hätten, dem päpstlichen Stuhle Vorstellungen wegen der Erhebung der Unfehlbarkeit des Papstes zum Dogma zu machen.— Es wird v»ersichert, Rochefort habe dem Prästdenten Schneider brieflich die Erklärung gegeben, er werde sein Mandat niederlegen, wenn der Präsident fortfahre, die Annahmt der ihm Seitens Rochefort's zugehenden Mittheilungen zu verweigern. Schweden. Der Reichstag nahm die Vorlage des Verfassungs-⸗Ausschusses an, welche den christ⸗ lichen Dissidenten und den Israeliten die Wähl barkeit in den Reichstag und das Recht, alle Staatsämter, außer den Ministerposten zu bekleiden, zugesteht. Großbritannien. Der lange Streit zwischen Amerika und England über die Alabamaange legenheit, von der man nach der bekannten Rede des Senators Sumner sogar eine Gefäbrdung des Friedens zwischen beiden Mächten fürchtete, ist nach einem Londoner Telegramm glücklich bei- gelegt. Im Unterhaus tbeilte der Unterstaats. sectetär des Aeußeren, Herr Otway, mit, daß Amerika die Nichtwiederaufnahme der Verhand- lungen beantrage. Dieses Verfahren ist der großen Republik würdig; sie verschmäht eine Geldentschädigung, hat aber England für ale Zeiten die Lehre gegeben, daß dieses nicht unge straft wieder gegen die Union conspiriren darf. Spanien Madrid. Wie sehr Handel und Wandel darnieder liegen, veranschaulicht eine Mittheilung spanischer Blätter, nach welcher in der Stadt Madrid seit der September-Revolution gegennehme. „Friedberg. Die deutsche Gesellschaft zur, Rettung Schiffbrüchiger hat soeben ihren, Bericht für das ver⸗ flossene Jahr ausgegeben. Die Schrift enthält ein reiches Material zur Beurtheilung der vor unseren Küsten sich ereignenden See- Unfälle und der Anstrengungen, die zur Rettung von Menschenleben gemacht sind, sei es von Slationen zur Rettung Schiffbrüchiger, sei es auf andere Weise. Durch deutsche Retlungsanstalten wurden 1869 im Ganzen 59 Persenen gerettet, gegen 68 im Jahr 1868, 128 im Jahr 1867 und 141 im Jahr 1866. Seit dem Bestehen der Gesellschast sind mithin 396. Menschen durch künstliche Reitungsgeräthe der Lebensgefahr entrissen. Gewiß wird die Schrift, die zur Vertheilung unter die Mitglieder der deulschen Gesellschaft zur Rettung Schiff⸗ brüchiger bestimmsist, dazu beizutragen, das Inieresse für das deutsche Rettungswesen wachzuhalten und hoffentlich manchen Menschenjreund aufmuntern, durch Zeichnung von selbst kleinen jährlichen oder einmaligen Beiträgen ein eben so bumanes wie nationales Institul zu unterstützen. Durmstadt. Der Versuch ciner speziellen Rosenaus⸗ stellang, welchen der Gartenbauverein zu Darmfstadt im Juni vorigen Jahres machte, hatte sich des ungetheilten Beifalls der zablreichen Besucher und Besucheriunen zu erfreuen, so daß der Verein es unternommen hat, eine solche Ausstellung im Großen zu wiederholen. Lau Ankündigung wird dieselbe am 25., 26. und 27. Juni d. J. dahier abgehalten werden. Wie man hört, sind von den bedeu⸗ tendsten Rosengärtnereien Deutischlands, und den berühmten Firmen Frankreich's schon sehr umfangreiche uns werth⸗ volle Zusendungen angemeldet. Der Verein hat 16 Preie⸗ bewerdungen für die allgemeine Concurrenz und 6 für die Vereinsmitglieder,(davon 3 für Hof- und Handels gäriner, und 3 für Liebhaber), ausgeschrieben; natürlich steyt es den Vereinsmitgliedern gleichfalls frei, sich in her allgemeinen Concurrenz zu bewerben. In Heidelberg kam neulich der seltene Fall vor, daß ein 81 jd riger Mann, Wittwer und Vater von einigen vetheiraitheten, mit Kindern gesegueten Söhnen, mit einem kaum 19 jährigen Mädchen sich verehelichte. In Amerika ist eine neue Landplage aufgetreten, der Nartoffelkäfer, dessen Einschleppung man mit amerikanischen Saatkartoffeln fürchten. Derselbe, wurde Aufang dieses Jahrhunderts in der Nähe der Felsengebirge auf einer wilden Kartofselart als Schmarotzer entdeckt, ging beim Anbau der cultivirten Karloffel auf diese über und verbreitete sich seitdem unaufhaltsam gegen Osten. Etwa 1860 überschritt er den Misseui und machte von da jährlich eine Reise don etwa 50 englischen Meilen, so daß man in zehn Jahren sein Erscheinen am altantischen Ocean erwarten kann. Er trut in ungeheuren Massen auf. Der Marien⸗ oder Johanniskäfer, sowie einige andere derülgen die Eier und Larven des Kartoffelkäfers. „„ Glycerix als Heilmittel aufgesprunge⸗ ner Hände und Lippen. Indem wir auf frühere Mit⸗ theilungen über die vielseitigen Anwendungen des Glycerins verwetsen, wollen wir nur für die Jahreszeit einer noch wenig gekannten trefflichen Eigenschaft desselben gedenken, die aufgesprungene Haut äußerst rasch zu heilen, überhaupt auch die durch vieles Arbeiten rauh gewordene Haut der Hände weich und glatt zu machen. Das Glycerin ist äußerst billig, so daß man wohl für 2 bis 3 Krenzer schon ge⸗ nügende Mente für obigen Zweck auf längece Zeit erhält. Man verreibt einige Tropfen davon über die Haut(am besten Abends vor Schlasengehen,) nach 2 Tagen ist die Herlung vollendet. Das reine Glyeerin ist wasserhell je⸗ doch ölig, dick, schmeckt rein süß, kann ohne Gefahr ge⸗ nossen werden(sogar den Zucker ersetzen); das beim Ein⸗ reiben wunder Stellen enistehende deißende Gefühl geht rasch vorüber. — Die Gebrüder Senckenberg. Wer sich auch nur einmal in Frankfurt a. M. umgesehen und die verschiedenen Sehenswürdig— keiten daselbst besucht hätte, dem wäre der Name „Senckenberg“ geläufig geworden, der sich an eine Reihe von Anstalten knüpft, die jener Stadt ebenso sehr zur Zierde als zum Ruhm gereichen. Die Träger dieses Namens sind so merkwürdige mehr als 4000 Fabriken, Werkstätten und Geschäfte geschlossen worden seien. Es läßt sich daraus schließen, wie viele Familien zu Grunde gerichtet sein müssen und wie schwach es mit der Steuer⸗ kraft des Landes bestellt ist. Als eines von den Zeichen der in diesem Jahre mit schnelleren Schritten eingetretenen Verarmung meldet man, daß die jungen Frauenzimmer sich zu den Haar- kräuslerläden drängen, um durch den Verkauf ihrer Locken die Mittel zum nothdürftigsten Lebens- unterhalt zu erschwingen. Amerika. Die Lage der Dinge in Mexico wird nach den Berichten englischer Blätter schlimmer und schlimmer. Die Ausstände gewinnen an Zahl und Bedeutung und die Unzufriedenheit unter den Truppen ist allem Anscheine nach im Zunehmen. Es bestätigt sich, was schon vor Monaten gerücht weise verlautete, daß von verschiedenen Mit⸗ gliedern der Regieruag, dem Präsidenten mit eingeschlossen, Gelder für ihre Privatrechnung nach Persönlichkeiten, und es spiegelt sich in ihrem Leben ein so interessantes Stück Frankfurter Zeit« und Sittengeschichte aus dem vorigen Jahrhundert ab, daß es angezeigt erscheint, hier einige Notizen daraus folgen zu lassen. Dieselben sind einer Biographie der„Gebrüder Senckenberg“ von dem Stadtarchivar Kriegk in Frankfurt entnommen, einem Werke, das bei der Gründlichkeit und Ausführlichkeit, womit es sich über Frankfurter Zustände im 18. Jahrhundert verbreitet, um so mehr Beachtung verdient, als die Bedeutung und die Verdienste dieser Stadt um unsere nationale Entwickelung in unseren Tagen eine so verschiedene Beurtheilung erfahren. Die drei„Gebrüder Senckenberg“ sind die Söhne des Physikatsprimarius Dr. Johann Hart⸗ mann Senckenberg, der als geschickter und viel“ begehrter Arzt 1730 im hohen Alter starb. So verschieden die Lebenswege der drei Brüder sich gestalteten,— gemeinsam war ihnen eine riesige London und dem Festlande versandt werden. berufliche Tüchtigkeit, harrlichkeit im Handeln, seltene Energie und Be- die nur bei dem jüngsten Bruder vorherrschend nach der schlimmen Seite sich äußerte, und eine ausgesprochene Neigung zu Sonderbarkeiten und Wunderlichkeiten. Der älteste der drei Brüder hat die glänzendste Lebensbahn durchlaufen. Nachdem er auf der Universität Gießen, die er schon mit 15 Jahren bezogen, Jurisprudenz studirt und dann eine weitere Reihe von Jahren in seiner Vaterstadt, in Halle und Leipzig mit seiner Ausbildung sich beschäftigt, wurde er der Reihe nach Professor zu Göttingen, zu Gießen, Justizrath und Gesandter in Diensten des Fürsten von Nassau⸗Oranien und endlich Reichshofrath in Wien, wo er, zur Würde eines Reichsfreiherrn erhoben, 1768 starb. Kein Mensch ist vielleicht je arbeitsamer gewesen als er; seine ganze Zeit brachte er buchstäblich über Büchern und Akten zu. In seinem mittleren Lebensalter soll er kaum 4 Stunden des Nachts geschlafen haben, und nie machte er einen Aus- gang, als um in aller Eile ein dringendes Ge⸗ schäft in der Stadt zu besorgen. Dabei war er ein Mann von strenger Sittlichkeit und unbeschol⸗ tener Rechtlichkeit. Daß seine Uabestechlichkeit als Richter selbst auf dem damaligen schlüpfrigen Boden von Wien über jeden Zweifel erhaben blieb, muß ihm hoch angerechnet werden. Johann Erasmus. Von feinen Manieren, geist⸗ reich, gelehrt, ehrgeizig, war er bald in den ton⸗ angebenden und regierenden Kreisen seiner Vater⸗ stadt heimisch, und wurde noch nicht 30 Jahre alt bereits in den Senat gewählt. In diesen Kreisen herrschte aber dazumal— und zwar nicht blos bei dem Adel, sondern auch bei den Patri⸗ zierfamilien— Frivolität und Sittenlosigkelt en hohem Grade. Von Frankreich batte man Sprache, sittliche Laxheit, Genußsucht und Egoismus unter dem Titel„feinere Bildung“ für unsere deutschen Höfe und Höfchen und den höheren Bürgerstand importirt, der Zeit nicht zurück. Das war nun der rechte Boden für die Wirksamkeit eines Joh. Erasmus Senckenberg. Reizbar, intriguant, wollüstig, wie er von Haus aus war, ließ er seinen Leiden⸗ schaften ungescheut die Zügel schießen. Sein Leben war eine Reihe von Intriguen, Aus⸗ schweifungen, Scandalen mit lüderlichen Per⸗ sonen, Rechtsverdrehungen, Unterschlagungen, Be⸗ stechungen, Fälschungen und anderen Verbrechen, ohne daß man wagte, ihn zur Rechenschaft zu ziehen, da alle Welt den geschäftsgewandten Böst⸗ wicht, dem die mannichfaltigsten Waffen zu Gebote standen, fürchtete. Erst nachdem er sein freches Spiel 20 Jahre lang getrieben, wurde er ver⸗ haftet und ein Criminalprozeß gegen ihn anhängig gemacht, der erst mit seinem Tode endigte. Zu um so größerem Segen gereichte der Stadt Frankfurt das Leben des 3. Bruders, des Joh. Cbristian Senckenberg. Göthe sagt von ihm in „Wahrheit und Dichtung“:„Der dritte Bruder, heit, behielt bis in sein höchstes Alter immer ein etwas wunderliches Aeußere. Man sah ihn nie anders auf der Straße, als in Schuhen und Strümpfen und einer wehlgepuderten Allonge⸗ Perrücke, ven Hut unter'm Arm. Er ging sch nell, doch mit einem seltsamen Schwanken vor sich hin, so daß er bald auf dieser, bald auf jener Seite der Straße sich befand und im Gehen eine Zick⸗ Zacklinie bildete. Spottvögel sagten, er suche zu gehen, die ihn in gerader Linie verfolgen möchten, und ahme dieienigen nach, die sich vor einem Krokodil fürchten. Doch all' dieser Scherz verwandelte sich in Ehrfurcht gegen ihn, als er seine ansehnliche Wohnung mit Garten und allem Zubehör auf der Eschenheimer Gasse zu einer großartigen medieinischen Stiftung widmete.“ Nur noch einige Züge aus seinem Leben seien dem hin⸗ zugefügt. Nachdem er in Halle Mediein studirt, practicirte er in Frankfurt, des Broderwerbs wegen, ohne noch ein Examen gemacht zu haben, erwarb Arbeitskraft, ungewöhnliche wissenschaftliche und dann in Göttingen die Doktorwürde, lebte hierauf eine Zeitlang in den Niederlanden und kam Gleichfalls Jurist war der lüngste Bruder, und Frankfurt blieb hinter dem Geist 4 ein Arzt und ein Mann von großer Rechtschaffen⸗ dadurch den abgeschiedenen Seelen aus dem Wege fene 1 gönnt, 10— 1 N 705 berg desßer dei br, Hahl Heiondere W dauungöo: icht un s Ne eiztalle Kernlltit * sagern: 1 N * . tagt soließlich wieder nach Frankfurt zurück, um sich n g. 175 immer niederzulassen. Sein ernster Sinn Neigen achte ihn unter Andern auch in vielfache Be⸗ * hrung mit den separatistischen Bestrebungen, die Nun hegs dmals in Frankfurt stark vertreten waren. Was * o suchte, fand er indeß nicht bei ihnen, wahre 15 N nligiöse Befriedigung, und bald zog er sich wie⸗ dend* Ir zurück. In seinem Tagebuch findet sich aus Sarge er Zeit die Bemerkung:„Pietisten sind meist bunt 8. e, die sich dafür als Heilige ausgeben; 5 1 e guten unter ibnen sind recht gut, die bösen ee, scht bös.“ Die Hauptaufgabe seines Lebens war aun And Akademie zum Besten seiner Vaterstadt werden sollte. Zu diesem Zweck wurde ein Anatomie- gebäude, einn chemisches Laboratorium, ein botanischer Garten bergestellt und ein Spital zu bauen be— gonnen. Mitten in seinen edlen Bestrebungen ereilte ihn der Tod in Folge eines Sturzes bei der Beaufsichtigung des Spitalbaues. Seine Leiche war die erste, die in der von ihm gegrün— deten Anatomie geöffnet wurde. Seine Grab— stätte hatte er sich im voraus im botanischen Garten herrichten lassen. Sein edles Thun hat den Gemeinsinn und die Opferwilligkeit zu humanen 1 ine großartige Stiftung, die eine Art medizinische öffentlichen Zwecken unter seinen Mitbürgern mächtig! Nr. 52853 und angeregt. Seine Stiftungen sind vervollständigt und bedeutend erweitert worden, und noch lange wird der Name Johann Christian Senckenberg in Frankfurt mit Dank und Ehrfurcht genannt werden. Verloos ungen. Darmstadt. Bei der am 15. b. vorgene mm/ nen Ziehung der Gr. Hess. Fünfundzwanzig⸗Gulden⸗Loost find nachstehende Rummern mit den bveigesetzten hohen Preisen gezogen worden: Nr. 85826 15 000 fl., Nr. 12442 4000 fl., Nr. 26049 2000 fl., Nr. 20603 1000 fl., Nr. 3767 unt 84658 400 fl., Nr. 74490 und 68418 200 fl., 54495 je 100 fl. zur Börd, * Holz-⸗Versteigerung. 10 Montag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, den in dem biesigen Gemeindewald, Dissriet Köpschen, üb; 2 Stecken Buchen Scheitholz, A ninlere 3 Eichen⸗„ 1 Nach. 2— Buchen Prügelbolz, 8* Eichen 4 u Aus. 85 Buchen Stockbolz, te Ge⸗ 4150 Stud Buchen⸗ Wellen, 1 13 Eschen⸗Werkbolzstämme von 7— 15“ mittl. 3 Durchmesser und 15 46“ Länge, deco! 2„ Buchen- Werkholzfsämme von 16— 17“ dlichkeit als mittl. Durchmesser und 25— 35“ Länge, Boden ent ch meistbtetend verfieigert werden ch, unt Bönsadt den 17. Februar 1870. 1 Bürgermeisterei Bönstadt iber 1 ait inger Pastillen, den en, t bergestellt aus den Salzen des Rakoeczi, über tr Bat Iisen deilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath 0 gat I, Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Duuf handeln. 91 kesonders empfehlenswertb gegen Trägbeit der Ver- 1 dieses Nuungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, at zicht klutleere, wie auch gegen Dämmorrhoiden Neigung zu Datri⸗ Licht und Scropbeln. Preis per Flacon 30 kr. Nur mein ächt käuflich in Friedberg del Hof-Apotheke 8 Görtz. prag— 88 Baier. Mineralwasser⸗Versendung. tan une* r 1. Re akuchenl le Butgerstam den 1 62 bels f frisch von der Müble bei „ n Wilh. Fertsch. nem lig, wie l. 1 fütterungsarti ze t 80. Mein Lager in Roggenklele, Weizenschaglen und n, i Veizenkleie, Korn- und Weizen ⸗ 1 sowie Palm · 1 lenklete empfehle billigst.. Strauß. 275 Mobilar- Derlei gerung. 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Blätter und Blütben; Lehrernotb.— Keiner Briefkaßen. en gros ———— 472 Nach der Composition des Kgl. Geh. Hof⸗ rathes und Professors der Mediein Dr. Harleß gefertigt. haben sich die Stollwerckischen rust⸗Bonbons seit 30 Jahren heilend und len bei Husten, Heiferkeit, Luftröhren⸗, Kehlkopf⸗ und chronischen Lungencatarrhen be⸗ währt. Dieselben sind in allen Städten und rten käuflich. Banu 9 13z. 432 Unser woblassortirtes Lager in Baubelz, sowie böbmischen Dielen in allen Sorten mit dickem Schnitte bringen in empfehlende Crinnerung und bemerken noch, daß zu reellen und billigen Preisen—— Bender& Schwarz. Bad Nauheim. Mübel-Lager. 19 Große Auswahl. Solide Arbeit. Reelle Preise.— Lager in gemalten Rouleaug, Galerien. H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. Die billigste und beste Moden-Zeitung a ist unstreitig Die Modenwelt. Preis für das ganze Vierteljahr 36 Kr. 3556 in Deutschland hat die Modenwelt in Rut and Verbreitung allen anderen Môden-Zeitungen den Rang abgelaufen, was sie ihrem vortrefflichen Iahalte, ihrer grossen Reichhaltigkeit und ihrem billigen Preise zu ver- danken hat.— Vornehmlich nimmt die Modenwelt Rücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger auf die der grossen Welt. Sie empflehlt sich deshalb vorzugsweise allen Müttern und Töchte u die Gefallen daran finden, ihre eigene und der Kinder Toilette, wie die gesammte Leibwäsche selbst herzustellen. Kbonnements werden jederzeit angenommen iu der Buchhandlung von RNindernagel& Scehimpir in Friedberg eee eee eee M zaschinengarn& Ein⸗ schlagbaumwolle, Sean“ cee. empfeblen billigst Geschwisten — 1 Schloß. E An-& verkauf von Staatspapieren Großherzoglichen Hof⸗ Agenten Jacob Engel. 187 wird zum Tagescours besorgt durch den Verloren. 491 Am Donnerstag Nachmittag wurde zwischen 1 und 2 Uhr, entweder auf der Rosbacher Chaussee oder in Friedberg, eine Kleidtasche verloren, worin sich ein Portemonnaie mit 17 bis 18 fl., ein goldenes Medaillon an einem schwarzen Sammetbändchen und 2 Schlüssel befanden. Der redliche Finder dieser Gegenstände wird gebeten, sie gegen eine gute Velohnung im Zinßer'schen Madchen-Institute abzugeben. Hotel zu den drei Schwertern. Sonntag den 20. Februar Streich- Concert mit Tanzkränzehen, von der ganzen Kapelle des hiesigen Jager⸗ Bataillons. Anfang 7 Uhr.— Schluß 12 Uhr. Entrée für Herren Is Fr., für Damen 9 kr. 465 Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein H. J. Simon. 1* 8* 2 *. 2 Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. 453 Diejenigen Mitglieder des Vorschuß⸗ und Credit-Vereins, welche den neuen, in der am 9. Februar stattgehabten General-Versammlung beschlossenen Statuten, wonach der hiesige Vorschuß und Credit-Verein unter das Genossenschaftsgesetz tritt, beitreten und auf Grund derselber ihre Mitgliedschaft beibehalten wollen, werden ersucht bis zum 1. März l. J. längstens diefes durch ihre Unterschrift auf unserem Geschäftslokal zu erwirken. Der Vorst and. Geschäfts⸗ Verlegung. 441 Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Geschäftsfreunden die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen mein Geschäft aus dem Graf'schen indat früher Bäcker Steinhäuser'sche Haus, nächst der Post, verlegt habe. Bitte das mir bisher geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu bewahren. Friedberg den 13. Februar 1870. Wilh. Rumpf, Anzeige. 371 Zahlungen an mich sind frauco zu richten an — J. Nußbaum, Ostendstraße Nr. 3 in Frankfurt a. M. 489 Mein wohlassortirtes Lager aller Sorten Papier, Schreibmaterialien und Eigarren, sowie feinste Violett-Königstinte, Chinesisch⸗Grün, Carmin, roth und blau, ferner roth, blau und schwarze Stempelfarbe, sowie feinste Copirtinte in Flaschen und Krügen in jeder Größe, flüssigen Leim zꝛc. empfiehlt billigst J. M. Büdel vis-A- vis dem Rathhaus. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) hellt brieflich der Specialarzt für Epelepsie Doctor O. Killiseh in Berlin, 6 Miitelstraße 6— Bereits über Hundert geheilt. ausgeführt Bäckermeister. Bluthusten mit Gefahr auf Lungenlähmung, geheilt. 471„Mein gefährlicher langanhaltender Bluthusten machte mich bet meinem vorgerückten Alter wegen einer Lungenlähmung sehr besorgt. In dieser Noth grlff ich denn zu der überall so gerühmten Hoff'schen Malz Gesundheste-Chocolade, von der ich läglich zweit Tassen trank. Diese und die Brustmalzbonbone, 4415 ae e mit anwandte, retteten mir das Leben.“ Dr. Professor der Medizin G. Sporer in a zig. Dolhaln⸗Baelen, 5. November 1869. Senden Sie mir wiederum 12 fl. Malz⸗Extraet⸗ Gesundheitsbter, dieses so vorzüglichen Pellmtttels. Clem. Hoffsümmer. Des Hoflieferanten Johann Hoff's Filiale in Köln. Verkaufsstellen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. Zwei Wagnergesellen Ein ordentlicher Zunge 42 finzen dauernde Beschaftlgung bel Wagnermelster 480 wird in die Lehre genommen bei Schuhmacher⸗ Haustein in Friedberg. meifser J. A. Windecker in der Burg. (Hierzu 497 Montag den 21. d. M., Abende ½8 Ubr, präcts, Uebung sämmtlicher feuerwehr in der Turnhalle. D. z. Vorsteher Georg Falck. 469 Nächsten Sonntag den 20. Februar findet auf dem hiesigen Teichhaus Turuer⸗-Ball statt wozu alle Turner freundlichst eiuladet Der Vorstand. 474 Für eine größere Schreinerwerkstätte Frankfurts wird ein braver Junge in die Lehre gesucht. Lehrzeit 4 gabre. Kost und Logis frei. Näheres zu erfragen bei Friedberg. Adam Holler, Hellgehülfe. Aufforderung! 483 Es scheint dringend geboten, daß der biesigte f Dandelsstand zur Wahrung setner Interessen einen Handels- Verein gründet. Wir ersuchen daher alle htesigen Kaufleute Samstag Abends 8 Uhr im oberen Locale des Herrn C. F. Walz zu erscheinen, um das Nöthige in dieser Sache zu besprechen.. Wilhelm Fertsch. C. Seriba. pp. Georg Groß (Bernbeck). welches kochen Ein braves Mädchen, wn, de haupt in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist und nur dic besten Zeugutsse aufzuweisen hat, wird gegen hohen Lohn zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Dasselbe müßte sich jedoch auch zur Mitrelse nach Italten entschließen können. Näheres bei Dr. Henkelmann in Friedberg. 30 Gebund Haferstroh, 492 2 bis 3 Centner Heu und einige Malter Kartoffeln kann ich noch abgeben. Karl Lang am Mainzerthor. jraunkohlen. 431 Von der Haigerer Braunkoblengrube ist uns der alleinige Verkauf übertragen worden und besorgen wir in ganzen Waggonladungen zu den billigsten Preisen. In einzelnen Centnern geben ab à 24 kr. pr. Centner. Bender& Schwarz. alsbinden 42 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards, seldene Umknüpftücher und schwarze seldene Halstücher bel K. Friedrich neden der Post. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. S oon t ag Se xages i m. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst iu der Burgkirche: Vormittags: Herr Candibat Mickel. Nachmittags: Fällt aus. Sonutag den 27. Fevruar Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Sonntag Sex age ssi m ä. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. b Nachmittags: ½'2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdiensses an den. Morgens 7¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Perlag von Bindernagel& Schimpff. Unterhaltungs- Blatt Nr. 8 und eine Beilage.) Mannschaften der freiwilligen Turner. 2 Nauheimer Turnperein. D n Apollo-Ketzen! 296 in ganz vorzüglicher Qualltät, per Pfund 24 kr., bel 111 Wilh. Fertsch. Gubil Ausz Herta. Wag nein 5 dg Gest Dübel fark, bc 11 J cc dem Grün A det groß besch birzen Ang nor und 11. Meu⸗ U, schlag 14 Ausliese 1 lage ssatlilis M. Jacheng,