1870. Daienstag den 18. Octabet. 1 123 7 g 0 0 14 8 4 0 44*„ r Do 7 g * 1 ecken 1 dcdece, 1 9 5 aun 80 enthält die amtlichen Grsasse für den Kreis Ftiebberg. Friedberger Intelligenzblalt. Grscheint jeden Diensag, Donnerstag und Samsag. S 10*—— doltgt Col 1 1 8 Amtlicher Theil. 10 M. 1 Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: ecken W Nr. 48. Das Gesetz die Pensionirung der Volksschullehrer. 10 56 2 10 N Friedberg den 15. October 1870. Groß herzogliches Kreisamt Fttedberg dlerp.— 0 Tra pp. 00 gene Zetreffend: Den Krleg gegen Frankreich, insbesondere die Verrechnung von Gaben der Gemeinden an Friedberg am 15. October 1870. Soldaten im Felde. 8 f 8 er, Serpies Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg catend dete an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Gemeinde-Cinnehmer des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat durch Entschließung vom 10. d. M. zur Nr. M. d. J. 9606 bestimmt, daß die Vet⸗ echnung derjenigen patriotischen Liebesgaben, welche von Gemeinden der im Felde stehenden Soldaten an Geld, Kleidungsstücken ꝛc. gespendet werden, auf Grund des Art. 4 pos. 4 des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Gemeindeausgaben 2. und 3. Klasse betr., in der dritten Klasse u verrechnen sind. -n Wie geben Ihnen hiervon zur Nachachtung Kenntniß. Trapp. W. Berl, e eee 9 1 r en eee e eder eee emed 5 Ufen, de treffend: Die Rinderpesß. un l y Es sind nunmehr feit der Tödtung des letzten Stückes von an 4) Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen sub 3 werden mit eln 70, gn ur Rinderpest in Friedberg erkrankten oder derselben verdächtigen einer Strafe von 2— 60 fl. bestraft. un unn Thieren ebenfalls drei Wochen abgelaufen und hat die vorgeschriebene 5) Den Besitzern der insicirten Gehöfte zu Friedberg Albert Foucar, * 3 Desinfection der Ställe und Gehöfte, sowie eine Revisson des Gesund.“ Carl Müller, Friedrich Müller und Müller Falck sist die Wie⸗ 0— 1 zeitszustandes des gesammten Viehstandes auch dahiersein durchaus be— derbesetzung der verseucht gewesenen Stallungen mit Rindvieh, 4 u rt ha ziedigendes Resultat ergeben.— Wir erklären deshalb die Rindexpest Schaafen oder Ziegen vor dem 1. Dezember d. J. bei Meidung m Kreise Friedberg für erloschen und verordnen in Ausführung dessen einer Strafe von 10—100 fl. oder Gefängniß von 7—28 Tagen n und nach Maaßgabe der nunmehr anwendbaren gesetzlichen Vorschrift verboten und eine nochmalige Räucherung vor demnächstiger In⸗ psert Aid er zum Bundesgesetze vom 7. April 1869 und exlassenen Instruction gebrauchnahme bei gleicher Strafe aubefohlen, N 1 27 46 wie folgt: Die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Localpolizeibeamten 34 10 Die sämmtlichen durch unsere Bekanntmachungen vom 9., 14.] haben vorstehenden Erlaß sofort öffentlich bekannt machen zu lassen, 5 20. Septemder und 12. October d. J. Oberh. Anzeiger Nr. 107,[ sich darnach genau zu bemessen, das Polizeipersonal geeignet zu in⸗ 151 110, 112 und 121 für die Stadt Friedberg und die inficirten J struiren und wie geschehen anzuzeigen. 720 Gehöfte sowie den Kreis Friedberg, als Säuchegränzbezirk, er— Auch für, die Folge erwarten wir von allen mit Handhabung . luassenen beschränkenden Anordnungen treten mit nachfolgenden[ der Polizei beauftragten Personen besondere Aufmerksamkeit auf den 20 f Ausnahmen außer Wirksamkeit. Gesundheitszustand des Viehstandes und sofortige Anzeige bei allen 4 5 2 5 18 dürfen vor dem 28. November d. J. in keinem Orte verdächtigen Krankheitserscheinungen. 5 1215 des Kreises abgehalten werden. 8 3 5 3) Der Handel mit Rindpieh, und der Transport desselben zu diesem ieder gen ee, 275. Zwecke ist bis zum gleichen Termin innerhalb des ganzen Kreises Großherzogliches Kreisamt Friedberg . untersagt. Trapp. 777 N. 3 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 5 3 Die Gemeinderaths mitglieder Jacob Haub, Jacob Flos, Jost Fett, Conrad Hildebrand, Christoph Klöss, Jacob Häuser und Conrad Adami, sämmtlich von Hausen, sind auf den Feldschutz in der Gemarkung der Gemeinde Hausen verpflichtet worden. 24 wN 82 den 3 4e Aufforderung. 21 9 470 ugs Wilhelm Weickhardt von Butzbach, welcher als Unteragent zur Beförderung von Auswanderern für den Hauptagenten ene. dietz zu Gießen zur Beförderung nach Amerika durch den Schiffsbefrachter C. J. Klingenberg in Bremen coneesssonirt ist, hat derten 6.3 5 9 gent e!. It N diese Agentur niedergelegt. Gemäß des Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird die Niederlegung dieser Agentur zur offentlichen 1 benntuiß gebracht und bemerkt, daß Ansprüche an die von Wilhelm Weickhardt gestellte Caution innerhalb 6 Monaten, vom Tage der U U 0 Bekanntmachung an gerechnet, bei der unterzeichneten Behörde mit einer Nachweisung, daß bei Gericht Klage erhoben worden ist, geltend zu J 50 nachen sind, als sonst diese Caution ee wird. f 2 Friedberg den 12. October 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg 0 2 0 Ter a p p. lol Kriegs nachrichten. 7 über siegreiche wie n aue 8 Nach ee nun „lin! f ilitäris i vor Paris ersunden und nur auf die Stärkung aus Geestemünde sind am Mittwoch vor Helgoland Offieielle militärische Nachrichten. N 0 e nd N 0 1 417 U., 9 55 1, 13. Okt. erung schwacher Gemüther Frankreichs berechnet sind. 21 französische Schiffe erschienen, unter welchen — zent 0 Eber 1 hat estern die von Serbe Unsere Cernixungstruppen halten genau die Stellun- Fregatten und flachgehende Panzerfahrzeuge. lb.* 100 e Seite Plätze eigen eine zahl⸗ gen inne, welche sie am 19. Sept, erreicht haben. Augenscheinlich beabsichtigt die feindliche Flotte lach 11 91 te Artillerie zeig 5 Am 14, und 15. d. sanden kleine Patrouillen einen Angriff auf Wilhelmshafen(2) oder die tun en ben ee g v. Krenski Gefechte vor Paris statt. v. Podbielsky. Wesereinfahrt. U 1 b 5 a— 15. Ot Die„Börsenballe“ meldet: n Ventzel, 16. Oktober, 3 Uhr Morgens. Hessen Bingen. Der„E. Z.“ wird„Auf den Beobachtungsstationen der Elbmlündungen 1 5 toisson hat bade nach e 71755 von hier berichtet:„Der von der republikanischen sind auch gestern keine französischen Schiffe in N— nickiger Artilleric-Vertheidigung capitulirt. französischen Regierung für Straßburg ernannte Sicht gekommen. Auch gestern angekommene Ca- N v. Krenski. Präfekt Valentin, welcher auf Ehrenwort entlassen pitäne versichern, in der Nordsee keine französischen nung 1 war, ist vor Paris gefangen genommen worden Schiffe gesehen zu haben. Das Verschwinden der nn Versailles, 15. Okt. Es ist kaum nöthig, erwähnen, daß die von Tours verbreiteten und wird eben, von Nancy kommend, von drei bayerischen Soldaten nach Koblenz escortirt.“ franzostschen Flotte ist damit garantüirt. jedoch noch nicht Oesterreich. Wien. Es sind untrügliche Anzeichen neuer Verhandlungen der neutralen Mächte behufs Vermittlung zwischen den Krieg ⸗ führenden vorhanden. — Der„Karlsr. Ztg.“ schreibt man von hier:„Durch eine Kabeldepesche wird ein Wiener großes Bankhaus von dem demnächstigen Erscheinen einer Flotille der Vereinigten Staaten in der Nordsee benachrichtigt. Zu welchem Zweck, ist nicht hinzugefügt. Ich kann die Nachricht nicht bestätigen, sondern sie nur zunächst so wiedergeben, wie sie mir zukommt.“ — Ein Telegramm der„N. fr. Pr.“ aus London meldet, daß Rußland erneuerte Versuche zur Herbeiführung des Friedensschlusses gemacht und gegen die Beschießung von Paris remonstrirt habe.(2) Frankreich. Tours. Graf Chambord hat ein Manifest an Frankreich erlassen. Er sei bereit, sich dem Glücke Frankreichs zu weihen, die Fremden werden vertrieben werden, wenn die Opferwilligkeit des Landes alle Kräfte zusammen⸗ faßt.„Laßt Euch nicht durch unselige Illusionen verblenden; die republikanischen Einrichtungen werden auf monarchischem Boden nie Wurzel fassen. Mein Ehrgeiz ist, gemeinschaftlich mit Euch eine Regierung zu gründen, deren Grund- lage das Recht, deren Hülfsmittel die Ehrlichkeit und deren Endziel die Moral ist.“— Menotti Garibaldi wird in Tours erwartet. — Journale aus Tours vom 14. Okt. gehen über den wichtigen Verlust von Orleans hinweg. Gambetta's Siegesbulletin über die letzten Pariser Gefechte werden hoch erhoben. General Lamotte Rouge wird vermißt. Ein Leitartikel der„Liberté“ kommt zu dem Resultate: Frankreich zeige aller- wärts den höchsten Grad von Ohnmacht; mögen endlich wahre Patrioten die Wahrheit sagen. Die gesammte Regierung von Tours sei total unfähig. — Die Regierung veröffentlicht eine Depesche des Chaumont vom 15. d., nach welcher Keratry, der Paris am 11. verlassen, bei Bar⸗le⸗Due per Luftballon eingetroffen sei. Bei der Landung des Ballons wurde Keratry am Kopfe verwundet. Derselbe wird in Tours erwartet. Am 13. fand ein Ausfall aus Paris gegen Bagneux und Chatillon statt, bei welchem sich die Mobilgarde von Cöte d'or und Aube auszeichnete. Dampierre, der Commandant der Mobilgarde aus Aube, ward hierbei getödtet. Die Forts Montrouge, Vauvres und Issy deckten den Rückzug. — Die neueste„Gazette de France“ setzt die Polemik gegen die Regierung fort. Hauptvorwurf ist die Vertagung der Wahlen zur Constituante. Das Blatt beklagt auf's Tiesste die Verhaftungen und Absetzungen verdienstvoller Generale und anderer höherer Offiziere, sowie den Mangel an Energie gegenüber dem Treiben in Lyon. — Der aus Metz in einer bis jetzt noch nicht aufgeklärten Weise entkommene General Bourbaki ist am 14. in Tours angekommen und feierlich empfangen worden.— Der General- stab der Nationalgarde hat beschlossen, daß die fünf Bataillone Nationalgarde, welche bisher unter dem Commando Flourens standen, nicht ferner in einer Legion vereinigt bleiben sollen.— Die defensive Haltung der deutschen Truppen verursacht lebhafte Unruhe, da man Vorbereitungen eines formitablen Angriffes vermuthet. — Aus Paris liegen jetzt nähre Nach- richten über die socialistischen Unruhen vor, die vom 8. bis 10. dort große Beunruhigung ver— ursachten. Die vom„Journal officiel“ veröffent⸗ lichten Decrete waren die Veranlassung. Vor dem Hotel de Ville fanden wiederholt Demonstrationen statt, die sich am 9. fortsetzten. Die Regierung ließ mehrere Redner, die auf den Straßen aufreizende Ansprachen hielten, verhaften. Für den 10. be— fürchtete man den Ausbruch eines durch Flourens vorbereiteten Aufstandes. Um diesen unmöglich zu machen, erfolgte die starke militärische Besetzung Belleville's. Der Oberstlieutenant der National- garde, Sapia, wurde, ob in Folge dieser Vor— gänge steht nicht fest, vor ein Kriegsgericht gestellt. Belgien. Brüssel. Der hier eingetroffene „Siecle“ bringt von einem sich nennenden ein— geweihten(Max Pohl) ein sehr detaillirtes Ver- zeichniß aller vom Exkaiser seit 1854 gemachten ausländischen Capitalsanlagen unter der Anführung des Namens aller vermittelnden Bankiers. Der Totalbetrag des Kapitals beläuft sich auf 66 Millionen. Der„Siecle“ enthält ferner eine Mittheilung aus Cherbourg, wonach im dor⸗ tigen Hafen 750 Gewehrkisten aus England ein⸗ getroffen sind und theilt mit, daß demnächst General Ducrot mit dem Luftballon in Südfrankreich ein⸗ zutreffen gedenke. — Die„Independance belge“ begleitet mit sehr mißtrauischen Bemerkungen die Proklamation Gambetta's vom Freitag, betreffend die totale Zurückwerfung der Belagerungsarmee vor Paris, womit die Nationalregi rung offenbar die bar— barische Niederbrennung von St. Cloud be— schönigen will. Großbritannien. London. Staats- sekretär Cardwell hat in Oxford eine Rede über die gegenwärtige Lage gehalten, in welcher er hervorhob, daß England, sobald sich die Gelegen— heit darbieten sollte, für den Frieden zu wirken, dieselbe ergreifen werde; vorher aber würde man nur Oel ins Feuer gießen, wenn man eine Ver⸗ mittlung versuchte. — Der„Standard“ hat eine Depesche aus Wien vom 11. Okt., welche sagt: Das Circular Bismarck's wird hier als ein Anzeichen gedeutet, daß Preußen jetzt die Intervention der Mächte wünscht. Die jüngste Erklärung des„Journal de St. Petersbourg“, der Frieden sei nur vor dem Bombardement von Paris möglich, und andere Anzeichen ermächtigen zu dem Glauben, daß Ruß- land die einzige Macht ist, die mit ihrer Inter⸗ vention Glück haben könnte, — Die„Times“ macht folgenden Friedens⸗ vorschlag: Nach Schleifung sämmtlicher elsässer und lothringer Festungen sollen England, Ruß⸗ land und Oesterreich mit jedem der beiden Kriegführenden einzeln und collectiv einen Garantievertrag abschließen, dem eventuell An⸗ gegriffenen beizustehen, wofern der Angreifende nicht früher die Vermittelung der Neutralen angerufen habe. Italien. Florenz. Garibaldi's Abgang nach Frankreich gab Anlaß zu diplomatischen Ver⸗ handlungen. Die Regierung erklärte den Mächten schon vorher, daß Garibaldi seit 1866 der italieni⸗ schen Armee nicht mehr angehört, daß sie ihn, soweit es die Gesetze zuließen, an der Ausführung seines Vorhabens hinderte, und daß derselbe, nach— dem er sich der Ueberwachung entzogen, in Frank- reich nur als Privatmann erscheine.— Thiers ist in einstündiger Audienz vom Könige empfangen worden.— Die„Riforma“ bezeichnet die spanische Throncandidatux des Prinzen Amadeus als ein Glied des reactionären Complotts zwischen Italien und Preußen.— Mazzini wurde in Freiheit gesetzt. » Friedberg, 16. Oct. Mit großem Jubel wurde gestern Nachmittag die Schließung der wegen der Rindec⸗ est erbauten Räucher⸗Häuschen begrüßt. Seit heute orgen ist auch die Passage der bisher abgesperrten Straßen wieder frei gegeben und sind somit die Bewohner derselben und der ganzen Stadt überhaupt von einer zwar gebotenen, aber sehr lästigen Maßregel befreit. Wir hoffen, daß der seit mehreren Wochen bestandenen Geschäftsstille, worunter die ganze Stadt, besonders aber die betreffenden Straßen, empfindlich zu leiden hatten, der altgewohnte lebhafte Verkehr rasch wieder folgen wird. E. Ockstadt. Die Spenden, Deutschlands ruhmbedeckte Kriegerschaar schon reichlich flossen, wurden durch eine neue vermehrt. Es galt dies— mal speciell den im Felde stehenden Kämpfern Ockstadt's, und betraf die Sendung 25 wollene Hemden. Zu diesem Zwecke gingen ein von: Herrn Dekan Keller 3 fl. 30 kr., Herrn Oberförster Rumpf 5 fl., Frau Johann Weid— mann II. Wittwe 2 fl., von den Herren Jakob Diener 1 fl., Martin Grönniger III. I fl., Johann Mörler II. 1 fl., Andreas Gröninger III. 30 kr., Joseph Dienst I. 1 fl. und von Anna Maria Gröninger ledig 1 fl., zusammen 16 fl. Hierzu flossen aus der Gemeindekasse noch 45 fl. 21 kr. wodurch die Auslage für Stoff und Arbeitslohn(16 Stück fertigten hiesige Wohlthäterinnen unentgeltlich) zusammen mit 61 fl. 21 kr. gedeckt wurde. Recht herzlichen Dank hierfür im Namen der— viele Mühsale ertragenden— Vaterlandsvertheldiger. Möchte es ihnen bald vergönnt sein, in eigner Person ihren Dank in trauter Heimath abzustaften, oder, was wohl angemessener ist, möchten wit für deren Gut sie Blut, Gesundheit und Leben zu opfern bereit standen und noch stehen, ihnen recht bald unusere Aner- die von hier für kennung durch warmen Händedruck und festlichen E npfang zollen können. Frankfurt. Nach Meldung der T e 0 f e Noten der Bank für Süddei 1 land. Ein solches Falsiftkat, welche t kürzlich in Form eines Zehnguldesscheins zu Gesicht ge⸗ kommen, ist bezeichnet: Fol. 208, Nr. 12,790, H Serie XXIII“ und gehört zu denjenigen, welche 1868 verurtheilten nassauischen Fälscherbande versertig worden sind. Es sind selbstredend immer noch vereinzelse Exemplare bieser Fälschung, welche alle die Bezeichnung Lit. H. Serie XXIII.(ragen, in Umlauf, nachdem die bis⸗ her vorgekommenen von der Bank zu Gunsten der gul⸗ gläubigen Besitzer eingelöst worden sind. Das Gleiche ist vezüglich des in der Notiz genannten Scheines geschehen. Gießen. Von dem Schwurgerichtshof der Proving Oberhessen vom IV. Quartal l. J. wurden in den nach⸗ bemerkten Anklagesachen erkannt: Am 3. October, gegen Caroline, Johannes Köhler's Wittwe von Gleimenhain, wegen Kindesmords, eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren. Denselben, gegen Andreas Buchhaupt von Dirlammen und Conrad Häuser von Frischborn, wegen Meineids, bezw. Anstiftung hierzu, und zwar: gegen Ersteren eine Correec⸗ lionshausstrafe von 1¼ Jahr und gegen Letzteren eine solche von 1 Jahr.— Den 4. Oct., auf Freisprechung von der gegen den Lehrer Ludwig Göbel von Nieder Erlenbach, wegen Verfühcung zur Unzucht erhobenen An⸗ klage, nachdem die Geschwornen ein„Nichtschuldig“ aus⸗ gesprochen hatten.— Den 5. Oct., gegen Hugo Perger, Photograph aus Elberfeld und Johann Georg Wagner, Schneider zu Gießen, wegen Fälschung von Staatspapieren im Complott, und zwar gegen einen Jeden Zuchthaus⸗ strase von 3 Jahren.— Den 6. Oct., gegen Joh. Jacob Knaf aus Büdingen, wegen ausgezeichneten Diebstahls, eine geschärfte Zuchthausstrafe von 4½ Jahren.— Den 7. Oct., gegen den Gemeinde- und Sparkasse⸗ Rechner Mathäus Oßwald aus Herbstein wegen Veruntreuung im Dienst, Unterschlagung und Schrifstfälschung, neben Dienst⸗ entsetzung, eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren.— Den 8. Oct., gegen Johanes Alt aus Melbach, wegen Meineids, eine Correctlonshausstrafe von 3 Jahren. Denselben, gegen Hartmann Kick aus Alsfeld, wegen verschiebener Dieb⸗ stähle, eine geschärfte Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten.— Den 11. Oct., auf Freisprechung von ber gegen Johannes Winkler aus Nieder⸗Eschbach wegen Brandstistung erhobenen Anklage, da das Verbict ber Ge⸗ schworenen auf„Nichtschultdig“ lautete. Groß⸗Gerau, 12. Oct. Die„Darmst. Ztg.“ bringt von hier folgende Nachrichten: Nachdem schon seit einigen Tagen von Einzelnen unterirdische Detonationen vernom⸗ men worden sind, werden wir soeben, 10 Minuten vor 3 Uhr Nachmitlags, unter heftigem Sturm durch eine mehrere Secunden anhaltende Erderschütterung, deren Ge⸗ cäusch den Sturm übertönte, überrascht. An Stärke kam sie den heftigsten, die wir seit Anfang dieses Jahres 1 lebt, gleich. Man hat hier die Bemerkung gemacht, da das Auftreten der Erdbeben gewöhnlich gleichzeitig mit der Veränderung der Witterung ist.— 14. Oct. Dem gestern gemeldeten Erdstoß ist heute Morgen um 8 Uhr 47 Minuten ein neuer, von Westen nach Osten gehendet gefolgt, der dem gestrigen an Stärke fast gleichkam, aber von keinem Geräusch begleitet war. Die angegebe des gestrigen ist auf 3 Uhr und einige Minuten richtigen. Der gestrige ist auch im Freien worden. 15. Oct. Dem von mir annon Erdstoß von gestern Morgen ist gestern Mittag um 3 Uhr ein von starkem dumpfen Ton begleiteter Stoß gefolgt, der die Wände erdröhnen und die Fenster klirren machte. Seitdem hat Einsender nichts gespürt. Ich mache darauf aufmerksam, daß Falb auf den 24. d. M. den Wiederkehr der Erdbeben in Aussicht gestellt hat.* Freiburg. Am 11. d. kündigte sich der kommende Winler durch schneebedeckte Gipfel der Berge des Schwarz⸗ wel E ber die obeten m Erzgebirge waren am 10. October die obet 1 9 dichten Schneedecke Höhen zum ersten Male mit einer überzogen. Schweiz. Am 8. d. wurden die ersten maßgebenden Versuche mit dem Personentransporte auf der Rigibahn, angestellt. In weniger als einer halben Stunde wurd der Weg durch den Tunnel und über den malerischen Schurlobel bis nach Freiburg, 2000 Fuß verticale Höhe über dem Vierwaldstädter See, mit überraschender Sicher⸗ heit zurückgelegt. Auch die Fahrt zu Thal ging in gleicher Weise von Statten. Die Eröffnung der ganzen Ba n- strecke wird erst in nüchstem Frühjahre erfolgen können, da durch den Krieg eine Stockung in der Lieferung der aus der Gegend von Metz bezogenen Schienen eingetreten i. Vor Paris. Aus dem Vorpostendienst erzählt Wachenhusen folgende interessante Episode: Eine Jäger Patrouille vom 5. Bataillon geht diesseits der Seine. Plötzlich ruft es von drüben aus einer französischen Pa⸗ trouille über den Fluß herüber in deutscher Sprache an sächsischen Accent:„Seid Ihr nicht Jäger?“„Jal“ 10 die Antwort.„Ist bel Euch nicht ein Befteiter Klenke; „Je wohl! Bei der dritten Compagnie:“ Das ist mein Bruder! Sagt ihm doch, daß ich gezwungen worden, Soldat zu werden! Könnt Ihr uns nicht herüber holen? Wir sind hier viele Deutsche, die nur darauf warten, da Ihr kommt und uns holt! Zur Erklärung fügt der Er⸗ zähler hinzu, daß dieser vermeintliche Franzose ein beulscher Schlossergeselle ist, der in Paris Arbeik gefunden und zwangsweise eingekleidet wurde. Durch Gefangene sei diese Manier, Fremde zu Soldaten zu pressen, übrigens mehr⸗ fach bestätigt worden.. London. Englische Blätter melden über die neue Erfindung eines„Rateten-Telegraphen:“ Der Er⸗ * von f 17 sender zurüc 9 der B Abl. soll, Div reth 6 — g * 90 e Sim 7 1 7— ri „ 18 * 1** 4 f ö 7 * rr ** 0 a 1* finder eines neuen militärischen Nacht⸗Telegraphen, ein ungari ae im Dienste der Vereinigten Staaten, Hat füt eine Erfindung an das preußische Kriegs⸗ ministerfum verkauft. Mit Hülfe dieser Erfindung, die nuf dem Gebrauch verschiedenfarbiger Raketen basirt, kann eine Verbindung zwischen zwei Armeen, die 20 Meilen won einander entfernt sind, hergestellt werden. Sie würde „ B. Bazaine in den Stand setzen, mit dem Befehlshaber von Thionville zu verkehren. Jede Rakete stellt 6 Worte Har, und eine Mittheilung von 300 Worten kann also zurch 50 Raketen übertragen werden. Der Schlüssel zu gieser Telegraphenschrift, die so geändert werden kann, daß die dem Feinde unverständlich bleibt, enthält alle in der Strategik und Taktik gebräuchlichen Wörter; der Preis imer Rakete beträgt etwa 2 Schilling(20 Sgr.). An die Anperwandten hess. Foldaten. Eine größere Anzahl Packete, welche seiner Zeit dem Etappen⸗Eommando oder dem Comité zur Versorgung hessischer Feldtruppen oder dem Huͤlfsverein für verwundete oder erkrankte Soldaten im Felde zur Beförderung übergeben wurden, ist als unbestellbar zurückgekommen und ist der Unterzeichnete beauftragt, die Ab⸗ ender zu ermitteln und die Packete per Post surückzusenden. Hervorgehoben wird hier nur, daß mit ler Bezeichnung unbestellbar keineswegs das Ableben des Adressaten angedeutet werden oll, sondern daß sich derselbe in einem der Division zur Zeit unbekannten Laza⸗ veth befindet. Darmstadt im October 1870. H. Blumenthal. Darmstadt, 13. October. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kennmiß, daß wir in 6 verschiedenen Sen⸗ dungen, welche am 2., 11., 19., 27. September, 3. und 12. Hage abgegangen und sämmtlich an ihren Be⸗ stimmungsorten angekemmen sind, an unsere Division vor Metz Folgendes befördert haben: 1) Liebesgaben fir die Division im Allgemeinen, theils aus den uns zugeftossenen Geldgaben angekauft, theils in Natur von freundlichen Gebern gespendet: 14,000 Paar wollene Strümpfe, 500 Fußlappen, 4000 wollene Leibbinden, 700 Unterhosen und Unterjacken, circa 1000 wollene Hemden, 53,000 Cigarren, 1000 Pfund Tabak, 350 Pfeifen, 32 Faß Branntwein und Liqueur, 10 Faß Wein, 400 Flaschen Rum, circa 300 Pfund Chocolade, 200 Pfund Seife, 200 Pfund Stearinlichter, circa 250 Pfund Kaffee, 10 Malter Kartoffeln(zur Probe zunächst für bivouaktrende Truppen), 6 Zelte. 2) Sen⸗ dungen an einzelne Officiere und Soldaten von Ange— hörigen und Freunden: 10,600 Collis, verpackt in circa 6000 Kisten im Gewicht von/— 4 Centner. Hierbei befinden sich auch die an den hiesigen Hülfsverein und au das Etappenbureau abgegebenen Gepäcke, welche von diesen Stellen an den Versendungstagen zur Mitbeförderung an uns übergeben wurden. Durch die von uns angeregte und in größtem Maßstab ins Werk gesetzte Paketbeförde⸗ rung, durch welche bei der Unmöglichkett Pakete an unsere Soldaten durch die Post zu befördern, einem dringenden Bedürfniß abgeholfen wurde, sind, abgesehen von Nahrungs⸗ und Stärkungsmitteln, mindestens weitere 15,000 wollene Hemden, Leibbinden und ebensoviel Pagr Strümpfe unseren Truppen zugeführt worden. Allseitigem Verlangen gern entsprechend, werden wir die Beförderung von Sendungen an unsere Division fortsetzen und wird Ansangs oder Mitte nächster Woche eine weitere Sendung abgehen. Bei Zu⸗ schriften und Paketsendungen bitten wir genau die Adresse des unterzeichneten Comiles zu beobachten. Uusere Expe⸗ ditionskosten(Anschaffung von Kisten, Fuhr⸗ Packer⸗ und Trägerlohn ꝛc.) belaufen sich bereits auf circa 1500 fl. Wir bitten deshalb uns außer allgemeinen Liebesgaben, namentlich an Branntwein, welcher fortwährend dringend begehrt wird, auch reichliche Geldbeiträge, Friedberg. sowohl zur Bestreitung der Kosten als auch zur Anschaffung jeweilig gemeldeter einzelner Bedürfnisse der Truppen zu⸗ fließen zu lassen. Am Schlusse unserer Thätigkeit wird die Veröffentlichung aller Geber erfolgen. Namens des„Comites zur Versorgung der hessischen a Feldtruppen.“ Ohly. Blumenthal. Danksagung. Der Gesangverein„Concorbia“ dahier veranstaltete am 9. d. M. ein Concert, verbunden mit theatralischer Auf⸗ führung, zum Besten der in den Lazarethen zu Bab⸗Nauheim verpflegten deutschen Krieger. Durch die vortrefflichen Leistungen aller Mitwirkenden wurde allen Theilnehmern, welche den Saal im Hotel Iburg dichtgebrängt füllten, ein genußreicher heiterer Abend, und unserer guten Sache ein baarer Zuschuß von 145 fl. als Reinerttag des Concerts. Im Namen unseres Vereins sprechen wir dem Gesang⸗ vereine„Concordia“ und insbesondere allen seinen bel der Aufführung mitwirkenden Mitgliedern für die edle Anter⸗ stützung unserer guten Sache unseren aufrichtigen Dank aus. Bad-Nauheim am 16. October 1870. Der Vorstaud des Hülfsvereins. Der Vorsitzende Der Schriftführer Schutt. Dr. Siebert. Befestigungspläne Paris& Metz. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Güter ⸗Verpachtun'g. 468 Donnerstag den 20. October d. J., Vormittags i Ubr, soll im hiesigen Rathhause auf freiwilligen An⸗ Zag der Frau Apotheker Werner Wittwe dahier ein Hrundstück 190 Klafter, Baumffück an der Homburger Ubaussee, auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Gleichzeitig wird bemerkt, daß Frau Werner einen Ebeil ihres Gemüse⸗ und Obfibaumgartens am Schützen⸗ nin und Haingraben auf mehrere Jahre aus der Hand verpachten will. Friedberg am 15. October 1870, Großherzogliche r Friedberg d B.: l Stein ha 1 er, Beigeordneter. Befanntmachung. 700 Die Partial⸗Obligatton der Gemeinde ßramers⸗ eim Nr. 29 ist bis zum 31. Dezember 1870 rück⸗ khlbar. Dem Inbaber derselben wird der Betrag an hesem Tage durch das Handlungshaus J. Lindbelmer Frankfurt a. M. gegen Aushändigung der Ortginal⸗ ion ausbezahlt werden, indem vom 1. Januar zan die Verzinsung aushö rameroheim am 3. October 1870. Großherzogliche. Framers heim rug. Bekanntmachung Bet der heute slattgebabten Verloosung von Jartial- Obligationen der tsraclitischen Gemeinde Vilbel Nr. 10 à 100 fl. zur Rückzablung gezogen worden. Der Inhaber dieser Obligation werd hierdurch auf⸗ ordert, vorgenannten Betrag am 31. Dezember d. J. bü dem Rechner genannter Gemeinde gegen Rückgabe der Obligation und der noch nicht fällig gewordenen N zu erbeben, mit dem Anfügen, daß die arzinsung derselben mit dem 1. Januar 1871 aufhört. Vilbel am 1. October 1870. 1 Der israelitische Vorstand. Steinkohlen Lieferung. 73 Mittwoch deu 19. October d. J., Vormittags br, soll im hiesigen Rathhause die Lleferung von 20 Centner Steinkoblen I. Serte für die Real“ und Huuflerschule dabier öffentlich an den Wenigstfol dernden Accord gegeben werden. Irledberg am 15. October 1870. Großherzogliche Bürgermeiferel Friedberg B. d. B: Stein ha ß er, Beigeordfseter. Arbeits⸗Versteigerung. 4 Otenstag den 25, October, Vormittags 11 Uhr, ollen auf dem Gemeindehause zu Griedel nachstehende Ichesten einer öffentlichen Versßeigerung ausgesetzt werden: 1) Pflasterarbeit, It. Kostenüberschlag 90 fl. 2) Anfahren der Pflassersteine und Pflaster⸗ sandes aus den Griedler Stein- u. Sand⸗ brüchen 72„ 6) Anfahren der Pflastersteine und Messen des Sandes 5 12 Oam bach den 14. October 1870. Schneider, Bezirke VBauaufseher. Karte von Frankreich (die Departements in Vuntdruck) Preis: 1 fl. 12 fr. empfehlen Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Lieferung für das Landes zuchthaus. 2482 Donnerstag den 27. October l. J., Vormittags 10 Übr, werden dohier für 1871 im Soumissionswege zur Lieferung vergeben: 1) Reiserbesen(find Muster einzusenden), 2) Papier und sonstige Schreibmaterialien(find Muster einzusenden), 3) ungebleichte Leinwand(. g. Futterleinen), 4) gebleichtes Leinengarn Nr. 20(find Mufler ein⸗ zusenden), 5) blaues und graues Leinengarn Nr. 20, 6) Hessenzwilch, 7) Halstücher und Sacktücher, a 8) Arbetteutensilien für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, 9) Stahl- und Eiseawaaren, 10) Leim(find Muster einzusenden), 11) Seilerwaaren, 12) Diesen und Latten, 16 Holzbohlen in verschiedenen Sorten, 14) Roßhaare, 15) einfaches Fensterglas in verschtedenen Dimenstonen. 16) Eichenbolzdauben zu Küserwaaren, 17) Spiritus, 18) Soda(ecalelnirte), 19) Boy, 20) ausgeschnittenes Leder zu Fuß bekleidungen, Rind⸗ leder, Schafleder und Weberschurzfelle. Alle Forderungen find nach dem neuen Maas⸗ und Gewichtssystem des norddeutschen Bundes zu machen und die Offerten in den vor dem Directortlal-Büreau aufgebängten Soumissionskasten einzulegen. Die Liese⸗ rungsbedingungen find täglich von 8 bis 12 Uhr Vor⸗ mittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Directlons-Büreau einzusehen. Marlenschloß den 14. October 1870. Großherzogliche Landeszuchthaus Direction Seriba. II Aduno dos ue aneg- ang Masa dels nato eee lb Das Marmor-Geschäft von. F. Rossbach in Mainz 2318 empfleblt sich in Anfertigung von Marmor- Arbelten aller Art, namentlich auch N e Grabdenkmälern 2c. * Lieferung für das Landeszuchthaus. 2481 Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden vahier für 1871 zur Lieferung versteigert; 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 250„ Wirfing, 3) 60 Centner Sauerkraut, J) circa 58 Centner Ochsenfleisch, en e Schweinefleisch, A Kaldfleisch, e Schweineschmalz. Marienschloß den 14. October 1870. Groß herzogliche F did aus Oirettlon eri ba. Güter Versteigerung., 2492 Montag den 24. October d. g., Vormittags 10 Uhr, sollen im biesigen Ratbhause auf freiwilligen Antrag der Fraulein Sophie Groß dahier deren nach⸗ beschriebene Güterffücke: Gemarkung Friedberg. Pag.⸗Nr. Ruthen. a 695/11. 387. Acker im Lachenfeld am flumpfen Graben, 710/39. 125. Acker im Lachenfeld an der Ros⸗ bacher Grenze, 167/. 310. Garten am großen Paingraben. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Pag.⸗Nr. Rutben. 39% 6. 228 ½. Acker gegen den rothen Thurm am Eselsweg, 372/40. 138. Acker unter der Judenbobl am Edelspfad, öffentlich meiffbietend versteigert werden. Friedberg am 15. October 1870. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Wohnung zu vermiethen. 2433 Der zwelie und dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Erflerer kann sogleich, Letzterer am 1. Januar 1871 bezogen werden. Frtedberg den 2. October 1870. K. Reuß II. * Regenschirme N 0 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bet K. Friedrich, neben der Post. Soeben angekommen Spinnstube Bindernage für & Schimpff in Friedberg. Auf Der in voriger Nummer dieses Blattes erlassene im Felde stehende Division hat bis fetzt schon ein dieser Gabe Etwas zu Theil werden zu lassen, vervollständigen zu helfen und uns dieselden Friedberg zur Verladung abliefern zu wollen. Bis jetzt find 56 Mltr., Ockstadt mit 26 Mitt., Södel mit 24 Mltr., eingetroffen; Ober Mörlen mit 71½ ru f. Aufruf zur Sammlung von Kartoffeln für unsere schönes Resultat geliefert. Um aber allen Soldaten von bitten wir, die Sendung durch weitere Beisteuer von Kartoffeln bis längstens Mittwoch Na chm titage 4 Uhr im Bahnhof Mltr., Nieder⸗Rosbach mit 42 Mltr., Nauheim mit Ilbenstadt mit 2 Mltr., Bönfladt mit 1 Mltr., Friedberg mit 2 Mltr., Wölfersheim mit 18 Mltr., zusammen 242 ½ Malter. Bis zur oben genannten Zeit einlaufende Pakete adressirt, ebenfalls mit dieser Sendung befördert werden und das den für dessen richtige Ablieferung besorgt sein. können, wenn richtig verpackt und für einzelne Soldaten begleitende Comits⸗Mitglied wird Zug Das Comité für Unterstützung der im Felde stehenden hessischen Truppen. 2445 in schönster Auswahl bei Winterhandschuhe K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Kebeus- Versicherungs⸗ und Ersparniß-Bank in Stull gart. 2478 Der Zugang von Versicherungsanträgen beginnt günfligen Frieden und mit dem dadurch wiederkehrenden um das künftige Wohl der Seinigen tritt nach dieser vater heran. Wir nehmen somit Anlaß, zum Beitritt 3 aller und jeder Derzeitiger Versicherungsstand: SARnehhnsee Jahres- Einnahme an Prämien und Zinsen Ueberschüsse werden an die Versicherten Die Jabres⸗Prämte berechnet sich für eine Versicherung von mit den Aussichten auf einen baldigen, für Deulschland geschäftlichen Vertrauen sich wieder zu heben. Die Sorge ernsten Zett mtt verstärkter Mahnung an den Familien⸗ u unserer auf Gegenseitigkeit beruhenden Anstalt, wobei Gewinn ausschließlich den Versicherten zu gut kommt, einzuladen. 19,232 Policen 5 84⅝ Millonen Gulden. 1 . 3½ 1 fl. 4,400,000. „fl. 1,101,530. fl. 1000. auf Lebenszeit nach Verhältniß der mit ** vertheilt 8 bis jetzt vertheilten Dividende von ca. 39 Procent der Prämie für einen 25 30⸗ 35. 10 0. 0. olabrgen auf fl. 13½. 15. Statuten, Prospekte ꝛc. unentgeltlich bei den Gießen, Lehrer Rahn in Kirchgöns. 165% 19½¼ 23½. 29½. 37½ Agenten Lehrer Lang in Friedberg, Emil Gail in 2493 Bei Bindernagel 8 Schimpff in Fried⸗ berg ist zu haben: Ueber den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Ein Rathgeber für junge Männer und für Alle, die sich die Neigung des weiblichen Geschlechts durch ein kluges Benehmen erwerben und erhalten wollen. Nebst passenden Galanterten und Heiraths⸗ Anträgen. i e Ein vollständiges Logis 2453 in meinem Hinterbau ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Ehr. Hofmann Wittwe. 2361 Unterzeichneter hat sich hier als Arzt niedergelassen und wohnt bei Hrn. Lederhändler M. Reis. Friedberg. Dr. med. Schott. Weinfässer Ph. Dan. Kümmich. Neue Kalanien 2485 bei Wilh. Fertsch. Ein vollständiges Logis 2491 gleicher Erde, welches bis zum 1. Dezember be— zogen werven kann, hat zu vermsethen H. Mopdigler, Mechaulker. Feiust blauer Vitriol 2487 billigst bei Ph. Dan. Küm mich. .. RNepskuchen! stets frisch von der Mühle, bei Wilh, ertsch, 2488 2486 ass Friegs-Nummern des Omnibus. IIlustrationen in: No. 44. Der sächs, Reiter Mucke befreit seinen Lieu- tenant von 8 französ. Chasseurs im Gefecht bei Buzan cy. Französische Verwundete von bayrischen Mann- schaften escortirt. Aufgebotene Bauern zur Beerdigung der Todten. Die französische Flotte bei Helgoland. Wilhelmshöhe bei Cassel, der gegenwärtige Auf- enthalt Napoleon's III. Preis pro Nummer 3½ Kr., Viertel- jährlich 46 kr. Enfer pastillen, 2489 gus den Salzen der König⸗ Wilhelms ⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung, Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bei Hof⸗Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen. Ein solides junges Mädchen, 2485 von freundlichem Aeußern, aus guter Familie, welches im Nähen erfahren, wird an ein Büffet gesucht. Näheres bei der Exped d. Bl. 2⁴90 ertheilt Lehrer Eberhard, wohnhaft bet Nicolaus Müller. Eine Grube Dung 2479 hat zu verkaufen H. Ehrhardt. Zwei Eber 2480 sind zu verkaufen bei Pachter Burkhard auf dem Löwenhof. 1871. Ansangsgründe im Clavier Unterricht f 4 an 2 1 D eee 2 Verloren. 0 3476 Eine füberne Cplinderubr mit kleinem Setichen wurde in Bad Nauhein oder dessen Umgebung am 11. d. M. verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dleselbe gegen eine gute Belohnung im Hotel Iburg in Bad Nauheim abgeben zu wollen. E nad Frische Repskuchen 2480 billigt bei Ph. Dan. Kümmich. Kopftücher bei K. Friedrich neben der Post i n Friedberg. Zu verkaufen 2475 ein zweijähriger und ein halbjähriger Zlegend ot, beide weiß. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. Eine gesunde Wohnung 2477 für eine kleine Familie oder für eine einzelf Person(ohne Möbel), freundlich gelegen, mit herrlich Aus ficht, ist zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. Todes- Anzeige und Danhsagung. 2483 Am 11. October, Nachts 11 Uhr, ftarb nach längerem Leiden unser innigstgellebter Sohn, Bruder und Neffe f 7 Fritz Falck in seinem noch nicht vollendeten 28. Lebensjahre. Indem wir biermit Verwandten, Freunden und Bekannten von unserem schmerzlichen Ver⸗ luste Nachricht geben, agen wir zugleich Allen, welche uns ihre Theilnahme erwiesen haben und den Dahingeschiedenen zur letzten Ruhestätte ge⸗ leiteten, unseren innigsten Dank. Friedberg. 1 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes⸗ Anzeige. 2487 Freunden und Bekannten die traurige An⸗ zeige, daß unsere liebe Schwester und Schwägerin Katharina Zobel, geb. Rudolph, nach kaum viertägigem Leiden dem Herrn ent schlafen ist.. 2 Die Beerdigung findet Dienstag den 18. d. M. Nachmittags 2 Uhr, statt. ug zn Fauerbach b. Fr. W ee Die trauernden Hinterbliebene Kitchen buchsauszüget. Evangelische Gemeinde. 4 Getraute: g 902 15. October. Jobannes Betz, hiesiger Bürger 15 Dachdeckermeister, Sohn des hiesigen Bürgers und Hof Dachdeckers Jost Heinrich Betz, und Marle Johann Katharina Susanne Preußer, Tochter des vetst. Großh Bürgermeisters Joh. Philipp Preußer. l Getaufte: ani 9. Oclober. Dem hies. Bürger und Schuhmacher meister Georg Kautz eine Tochtet Maria Katharina, geb. den 17. September. 9. October. Dem hies. Bürger und Schuhmacher Michael Joseph Ehrhardt eine Tochter Karoline Sophle Elise, geb. den 13. September.. erke 14. October. Eine uneheliche Tochter, geb, de 30. September. 5 1111 08 14. October. Johann Friedrich August Falch, Sohn des bies. Bürgers und Schreinermeistsers Paul Josep Falck, alt 27 Jahre 9. Monate 26 Tage, et den 11. Oct. 14. October. Juliane Briel, Töchterchen des hies Bürgers und Dteners am Schullehrerseminar Georg Briel, alt 1 Monat 24 Tage, 1 den 12. October. 14. October. Daniel Cbristian Konrad August Herold, Söhnchen des hies. Bürgers und Realschul⸗ dieners Konrad Herold, alt 1 Mongt weniger 1 Tag/ den 12. October. 1 Kirchliche Anzeigen füt Fried herg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 19. October, Nachmittags 4 Uhr, in der Burgkirche: Betfunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Otegel Beerdigte: Verantw. Reb.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimph. (Hierzu eine Beilage.) Bette vollst haft el mit de wieder Bette pos. 3 nachge der in 14. oflich Siege auf di mitget bielstz daß 0 ud 9 Oesch ern worde