1870 Donnersiag den 17. November. M 136. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ————— Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiciren: a Nr. 51. sub 1. Bekanntmachung, den zwischen dem deutschen Zoll und Pandelsverein und den vereinigten Staaten von Mexiko abgeschlossenen Frtundschafts⸗ dandels⸗ und Schifffahrtsvertrag betr. Nr. 52. sub 1. Bekanntmachung, die Abänderung des§. 15 der Juflruction zur Ausfütrung des Bundes gesetzes wegen der Quartierleistung für die cewaffnete Macht während des Friedenszustandes vom 25. Junt 1868 betr.— aud 2. Vorschrift, die Bestreitung des Schulgeldes für Soldatenkinder betr. J Nr. 53. Bekanntmachung, die Einleitungen für das Etsatzgeschäft für 1871 betr., Friedberg am 15. November 1870. re Kretsamt Friedberg r a p p. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. Nr. 46. Nr. 585. Bekanntmachung, detr. die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 Thaler. Vom 7. November 1870.— Nr. 586. Die Beflellung eines Viceconsuls betr. Setreffend: Die Anlegung und Führung der Militär⸗Stammrollen sowie die Anfertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten. Friedberg am 13. November 1870. 0 Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis⸗Ersatz⸗Commission des Kreises Friedberg — zan die Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es ist bestimmt worden, die Einleitungen für das Kreis⸗Ersatz⸗ Ich ersuche Sie daher, die Pfarrämter, die Geburtslisten über 1 zeschäft für 1871 sofort zu treffen und ist demgemäß die als bal die im Jahre 1854 geborenen Personen männlichen Geschlechts, mit bvige Aufstellung der Geburtslisten nach§. 55 der Militär ⸗Ersatz.] den erforderlichen Bescheinigungen versehen, bis zu dem angegebenen 1 mstruktion für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 und des Zeitpunkte bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien einzureichen. 0 5. 2 des Reglements vom 20. Juni 1868, Regierungsblatt Nr. 30, Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden das erforderliche erforderlich. Der Termin zur Abgabe an die Großherzoglichen* Formularpapier sofort beschaffen und den betreffenden Pfarrämtern zermeistereien ist auf den 1. Dezember d. J. festgesetzt worden. unter Vor N eses Aus schreibens behändigen. 1 f Trapp. Betreffend: Das Kreis⸗Ersatzgeschäft für 1871. Friedberg am 13. November 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem angeordnet worden ist, daß das Kreis⸗Ersatzgeschäft Weiter mache ich Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich nicht 0 ür das Jahr 1871 überall zu Lnfang Januar k. J. beginnen soll, damit begnügen dürfen, nur diejenigen Militärpflichtigen, welche in 1 o beauftrage ich Sie unter Bezugnahme auf die§. 58, 59 und 60 den Geburtslisten stehen oder sonst angemeldet worden, in die Stamm⸗ 1 der Militär⸗Ersatzinstruktion für den Norddeutschen Bund, Regierungs- rolle einzutragen, sondern es Ihre Pflicht ist, von Amtswegen zu blatt Nr. 21 von 1868 und das Reglement die Anlegung und Füh- ermitteln, welche Militärpflichtigen etwa außerdem vorhanden und bung der Militär⸗Stammrollen sowie die Anfertigung der hierzu er- gestellungspflichtig sind, und sie sogleich zur Anmeldung anzuhalten. Forderlichen Geburts- und Sterbelisten betreffend vom 20. Mai 1868, Ich empfehle Ihnen gleichzeitig in Ihren Gemeinden auf die Regierungsblatt Nr. 30 von 1868, in Ihren Gemeinden alsbald zur[schweren Nachtheile aufmerksam zu machen, die Diejenigen treffen, offentlichen Kenntniß zu bringen, daß alle im Jahre 1851 geborenen welche die Anmeldung innerhalb des oben vorgeschriebenen Termins Militärdienstpflichtigen sowie diejenigen, welche dieses Alter bereits unterlassen und verweise Sie in dieser Beziehung auf§. 176 und äberschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, die folgende der Ersatzinstruktion. dei der vorigen Musterung zurückgestellt worden sind und entweder im Die Einsendung der Stammrollen nach Vorschrift des Reglements Kreise ihr gesetzliches Domicil haben oder sich als Dienstboten, Haus-] vom 20. Mai 1868 vorbereitet, mit allen in dem§. 14 gedachten und Wirthschaftsbeamtg, Handlungsdiener, Lehrlinge ꝛc. in demselben Reglements genannten Listen hat bis zum Abend des 16. Dezember nufhalten, sich Behufs ihres Eintrags in die Stammrolle während[l. J., nöthigenfalls mit expressen Boten, bei Meidung von am der Zeit vom 17. Dezember J. J. abzusendenden Wartboten zu geschehen. 1. bis 18. Dezember l. J. Schließlich beauftrage ich Sie, nach Maßgabe des§. 6 des dei der Großherzoglichen Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes[Reglements„das Verfahren bei Anträgen auf Zurüͤckstellung Militär⸗ resp. Aufenthaltsortes, die in dem betreffenden Orte nicht geborenen pflichtiger in Berücksichtigung häuslicher Verhältnisse betreffend, Militärpflichtigen unter Präsentation eines Geburtsscheines, zu melden Regierungsblatt Nr. 26 vom 18. Mai 1868, alsbald auf ortsübliche Haben. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit ab- Weise bekannt zu machen, daß Diejenigen, welche eine Zurückstellung wesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod, und Fabrik, deanspruchen wollen, diesen Anspruch längstens bis zum 15. Dezember Herren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. l. J. bei Ihnen geltend zu machen haben, worauf von Ihnen alsbald Nach 5. 59 pos. 1 gedachter Instruktion sind auch die Militär-[nach Maßgabe des genannten Reglements, das Weitere zu verfugen oflichtigen aus den vorderen Jahren(Disponible) verbunden, sich ist und die vollständigen Protokolle anher sofort einzusenden sind. unter Vorzeigung ihres Loosungs- und Gestellungsscheines insolange Bei der Wichtigkeit und Dringendheit der Ihnen obliegenden zur Stammrolle anzumelden bis solche einem Truppentheile zur Ab⸗ Arbeiten, erwarte ich, daß Sie sich der größtmöglichen Pünktlichkeit eistung der Dienstpflicht förmlich äberwiesen oder durch Empfang befleißigen, damit nicht durch unvollstandige Arbeiten die Geschaͤftslast eines besonderen Scheines von der Anmeldung entbunden worden noch vermehrt und die ohnedies knappe Zeit nicht nutzlos verwendet ind. Solche Anmeldungen sind indessen nicht in die Stammrolle[werden muß. Nachlässig oder offenbar leichtfertig aufgestellte Stamm⸗ des Jahres 1871(vergleiche F. 9 des Reglements vom 20. Mai 1868 f rollen werde ich auf Ihre Kosten durch besondere Boten an Sie zur Nr. 20 des Regierungsblattes) einzutragen, sondern in der Stamm- Vervollständigung zurückschicken. nolle des betreffenden früheren Jahres anzumerken. e. 5 32369644—Uv— —— Oeffentliche Nachricht. Das nachstehende Verzeichniß der über die vom 12. November 1869 bis dahin 1870 in dem Bu . 1) Kreisbüreau 1 fl. 40¼ kr.— 2) Aßßenheim 1 fl. 40 kr.— 3) Beienheim 1 fl. 18 kr.— 4) Bönstadt 1 fl. 46 kr.— 5) Bruchenbrücken 45½ kr.— 6) Butz ⸗ bach 11 fl.— 7) Dorheim 1 fl. 18 kr.— 8) Dorn-Assenheim 30 kr.— 9) Fauer⸗ bach v. d. d. 2 fl. 15 kr.— 10) Fauerbach b. Fr. 1 fl. 10 kr.— 11) Friedberg 21 fl. 39 kr.— 12) Gambach 7 fl. 30 kr.— 13) Griedel 1 fl. 9 kr.— 14) Hausen 3 fl.— 15) Poch⸗Weisel 1 fl. 38 kr.— 16) Ilbenstadt 1 fl. 20½ kr.— 17) Kirch⸗ Göns 12 fr.— 18) Langenhain mit Ziegenberg 30 kr.— 19) Maibach 19 kr.— 20) Melbach 51 kt.— 21) Munsier 30 kr.— 22) Münzenberg 35 kr.— 23) Nauheim 22 fl. 16 kr.— 24) Nieder⸗Florstadt 1 fl. 28 kr.— 25) Nieder ⸗Mörlen 1 fl. 30 kr.— 26) Nieder Rosbach 1 fl. 20 kr.— 27) Nleder-Weisel 3 fl. 43 kr. 5 1 für 1870 eingegangenen Waisenhausbüchsengelder bringen wir zur öffentlichen Kenutniß. Friedberg am 15. November 1870. Ver e i ch u i freiwilligen milden Gaben für arme Watsen. sammen 131 fl. 3 kr. — 28) Nieder- Wöllstadt 5 fl. 7 kr.— 29) Ober⸗Mörlen 3 fl. 200 Oder⸗Rosbach 1 fl. 38 kr.— 31) Ober⸗Wöllfladt 3 fl. 15 kr.— 32) Ockstadt 51 kr. — 33) Oppershosen 29 kr.— 34) Ossenheim 1 fl. 9 kr.— 35) Oftbeim 24 lr. — 36) Pobl⸗Göns 1 fl. 35 kr.— 37) Reichelabeim 2 fl. 16 ½¼½ kr.— 38) Rocken⸗ berg 2 fl. 20 kr.— 39) Rödgen 37¼ kr.— 40) Schwalheim 36 kr.— 41) Södel 42½ kr.— 42) Staden 34 kr.— 43) Steinfurt 7 fl. 51 kr.— 44) Trais⸗Münzenderg 6 kr.— 45) Weckeshelm 40 kr.— 46) Wickstadt 1 fl. 54 kr.— 47) Wisselsheim 42½ kr.— 48) Wölfersheim 38½ kr.— 49) Wohnbach( fl. 12½ kr.— Zu ⸗ 9771 Großherzogliches Kreisam: Friedberg f Trapp. 1 reau Großherzoglichen Kreisamts Friedberg, sowir in den Gemeinden des Kreises Friedberg eingegan nen 32½¼ kr.— Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Versailles, 13. Nov. General v. d. Tann meldet, daß sein Verlust am 9. 42 Offiziere und 667 Mann todt und verwundet beträgt. Der Feind gibt in einer offiziellen Nachricht seinen Verlust auf 2000 Mann an. v. Podbielskyßy. Les Errues, vor Belsort, 13. November. L'Isle sur le Doubs und Clerval(beide Ort. schaften einige Meilen südwestlich von Montbeliard) nach zwei kleinen Gefechten am 12. besetzt. Die Mobilgarden sind nach Süden abgezogen. Eine unterminirte Brücke ist entladen. Von Frane⸗ tireurs nichts zu sehen. Seit zwei Tagen Schnee. v. Podbielsky. Versailles, 11. Nov. General von der Tann hatte schon lange das Nahen der neugebil⸗ deten, wohl 80,000 Mann starken Loirearmer nach Versailles gemeldet. Der vorsichtige General, der mit seinen 17— 18,000 Mann Bagern den eben so glänzend erworbenen Kriegsruhm nicht ohne Weiteres aufs Spiel setzen wollte, war deß⸗ halb nicht mit größeren Massen dem Feinde aufs linke Loire⸗Ufer nachgezogen. Plötzlich erhielt er nun die Meldung, daß der Feind, der sich Anfangs südöstlich von ihm gesammelt, einen Flankenmarsch vollführt, sich westlich gezogen und bei Beaugeney. vier Meilen unterhalb Orleans über die Loire gegangen sei. Dies war die feindliche Haupt- macht. General v. d. Tann zeigte dies sofort dem Hauptquartier der dritten Armee mit dem Hinzufügen an, daß das Terrain um Orleans, die von Weinbergen umgebene Stadt, für eine Gefechts⸗Aufstellung wenig günstig erscheine. Er zog daher in nordwestlicher Richtung den Fran ⸗ zofen am 8. Nov. entgegen und nahm bei Ormes Stellung, ging aber am 9. sogar weiter bis Coulmiers vor, nachdem er in Orleans, zum Schutz von etwa 800 verwundeten oder kranken Bayern, noch eine kleine Besatzung zurückgelassen. In Coulmiers stieß er auf den von Beaugeney in der Richtung auf Paris marschirenden Feind, über dessen Uebermacht er keinen Moment im Zweifel sein konnte. Zwischen den beiden Armeen entspann sich nun ein mehrstündiger Artilleriekampf, der von französischer Seite nicht ohne Wucht ge⸗ führt wurde, so daß man sich überzeugt, die Loire⸗ Armee sei mit vortrefflicher und zahlreicher Artillerie versehen. Das war am 9. Nov. General von der Tann hielt es für angemessen, den eigentlichen Kampf mit so überlegenen feindlichen Kräften nicht aufzunehmen. Am Abend des 9. zog er sich, nachdem et noch die in Orleans gelassene Be⸗ satzung zurückgerufen, nach Toury zurück, einer Eisenbahnstation auf der Linie Orleans⸗Etampes, die gerade zwei Stationen nördlich von Artenay gelegen ist. Hier verblieb er ruhig am 10., ohne vom Feinde auch nur im geringsten behelligt oder verfolgt zu werden. — Aus Versailles eingelangte Berichte vom 12. d. melden:„Bei dem Angriff der Loire— Armee auf das erste bayerische Corps stellten die Franzosen in erste Linie gute Truppen(algerische und römische Regimenter). Die Regimenter wur- den dreimal zurückgeworfen.— Der Rücken der Einschließungstruppen ist auch im Norden von Paris durch neu eingetroffene Truppen gesichert. Wetter kalt, Schnee und Reif. Der Pariser „Figaro“ vom 11. d. spricht offen von der Un⸗ möglichkeit weiteren Widerstandes, tritt heftig gegen Favre und Trochu auf und scheint nur in der Uebergabe von Paris einen Ausweg zu sehen. Versailles, 9. Nov. Nach der Einnahme der von den Franzosen heldenmüthig vertheidigten Stadt Chateaudun(18. Oct.) rückten unsere Truppen nordwärts gegen Chartres vor, ohne Chateaudun, das bei dem Kampfe fast in einen Trümmerhaufen verwandelt worden war, besetzt zu halten oder auch nur ein Etappencommando dort zurückzulassen. Gestern ist nun die Nachricht hierher gelangt, daß am Sonntag Abends Chateau- dun wieder von 4— 5000 Mann französischer Truppen— angeblich unter Führung von Keratry — besetzt worden ist. Man vermuthet, daß dies die Avantgarde einer Armee von etwa 40,000 Mann ist, welche, auf Versailles rückend, den Versuch eines Entsatzes von Paris zu machen ge- denkt. Die in Chartres stehende 22. preußische Inf.⸗Div, unter General Wittich hat Befehl er⸗ halten, sofort wieder gegen Chateaudun vorzurücken; außerdem ist von hier aus die 17. Div. in der⸗ selben Richtung abgesandt worden. Mittlerweile rückt auch der Großherzog von Mecklenburg mit drei Armee⸗Corps in die vom General v. d. Tann innegebabten Stellungen ein, so daß auch die Truppen des Letzteren bei den Operationen gegen den Feind zu freier Verfügung stehen. Großbritannien. London. Die„Times“ hebt hervor, daß sämmtliche Großmächte den Pariser Vertrag unterzeichnet haben. Die„Times“ bezweifelt die Zustimmung Englands zur Annul⸗ lirung des Pariser Vertrags, Europa werde aber bereitwillig Rußlands Gründe für eine freund- schaftliche Vertragsrevistion anhören. Rußland. Warsch a u. Seit einigen Monaten werden die Reservisten der russischen Armee in aller Stille eingezogen. Ihre Einbe⸗ rufung hat nicht auf dem gewöhnlichen Wege, sondern durch geheime Befehle an die Kriegs- chefs statt gefunden. Diese hatten die Reser⸗ visten zu sich zu bescheiden und ihnen zu eröffnen, daß sie sich zu ihren Regimentern zu begeben haben, „um das neue Gewehr und dessen Handhabung kennen zu lernen.“ Amerika. Newyork. Aus Havanna wird vom 12. Nov. telegraphirt: Siegreiches Gefecht zwischen dem preußischen Kanonenboot „Meteor, Capitainlieutenant Knorr, und dem französischen Aviso„Bourvet“. Letzteres wurde. stark beschädigt und fluͤchtete in den Hafen von Havanna, wohin es von dem Meteor verfolgt wurde. Verlust des Meteors 2 Todte, 1 Verwundeter. Frankfurt. Aus den Localnachrichten der hiesigen Blätter theilen wir mit: Während der Strom der Kranken sich unaufhalisam aus Feindesland heraus nach dem Vater⸗ lande wälzt, richtet sich ein anderer nicht minder mächtiger gegen Frankreich. Es find die Ersatzbataillone der 107 auf feindlichem Boden stehenden Regimenter, von denen in ununterbrochenen Reihen ein ziemlicher Theil an der hiesigen Stadt vorüberzieht. Die Equipirung derselben ist eine sehr sorgfältige und warme. deren täglich viel. sämmtlich zum Schutze des Kopfes bei Kälte breite Kragen zum in die Höhe stellen. Jeder Soldat führt gleichzeinig wollene Hemden, Leibbinden ꝛc. mit sich. Vom Rhein. Ein Zahlenfreund hat die sämmt⸗ lichen von französischer Seite in die Welt gesetzten Kriegs berichte zusammengestellt und zu seiner und jedenfalls auch zu unserer Leser Ueberraschung herausgerechnet, daß nach diesen Berichten nicht weniger als etwa 2 Millionen deutscher Soldaten bereits dem Elan der französischen Waffen er⸗ legen sind. Außerdem hat nach und nach die ganze deutsche Gen eralität über die Klinge springen müssen. Moltke, Prinz Friedrich Carl und der Großherzog(7) von Nassau⸗ haben bereits ebenfalls ins Gras beißen müfsen. Endlich ist noch, nachdem die Franzosen auch den Kronprinzen auf dem Mont Valérien gefangen gesetzt haben, nach neuesten Nachrichten aus Lille der Chef des preußischen Militärcabinets, der General⸗Adjutant v. Treskow, durch eine Bombe elendiglich ums Leben gekommen. Das sind die riesigen Erfolge, welche bisher französische Flunkerei über die deutschen Waffen errungen hat. Leipzig. Die D. A. Z. erzählt: Nachstehende ver⸗ rätherische Schurkerei, welche einem Einjährig⸗Freiwilligen Sohn eines Professors, Wilhelm B., zum Dank für seine Menschenfreundlichkeit das Leben gekostet hat. Der Vorfall ist einem hiesigen angesehenen Verwandten des unglücklichen B. brieflich angezeigt worden: Am 21. October bei einem Patrouillengange vor Saulny dei Metz trat an Wilhelm und einen anderen Offizier ein verhungerter Ueberläufer der französischen Armee heran; sie erquickten ihn mit Speise und Trank; nachdem er noch die Hand zum Druck gereicht, ging er zurück und schoß von hinterwärts sein Gewehr auf seine Wohlthäter ab. Das Unglück wollte, daß die Kugel Wilbelm in die rechte Schulter öͤrang. Der Verräther büßte augenblicklich seine Schandthat mit dem Tode. Aus Schleswig wird ein Unglücksfall gemeldet. Am vorletzten Montag stürzte der schon bedeutend vorge⸗ schrittene innere Neubau der dortigen Michaeliskirche fo vollständig zusammen, daß nur die Umfassungsmauern stehen blieben. Ein Verlust von Menschenleben ist bei der Kathastrophe nicht zu beklagen. In Königsberg hat, wie die„K. H. Z.“ berichtet, ein Secundaner der Bürgerschule aus dem Erlös selbstge⸗ schnitzter Holzarbeiten 100 Mann der ersten schweren Fuß⸗ batterie des ostpreußischen Artillerie-Regiments Nr. 1 be. Metz mit wollenen Unterjacken und Beinkleidern beschenkt Die Liebesgaben sind mit dem letzten Colonnenzuge mitgeschickt' Paris. Charakteristisch für die Stimmung von. Paris ist folgende Anekdote, welche der Special-Corre⸗ spondent der„Daily News“ erzählt:„Ich trat in einen kleinen Tabaksladen, um mir einige Cigarren zu kaufen. „Wir werden also die Preußen in 20 Tagen vernichten“ bemerkte der Ladenbesitzer.„Wirklich?“ sagte ich.„Ja“, erwiderte er,„ich war heute auf der Mairie, eine Men Menschen stand vor der Thüre, die sich darüber beschwerten, daß sie kein Fleisch bekommen konnten. Ein Herr, Funktionär, stieg auf einen Stuhl und sagte:„Bürger und Bürgerinnen, verhaliet Euch ruhig; fahret fort, die bewundernswürdige Haltung zu bewahren, welche das Erstaunen der Welt wachruft. Ich gebe Euch mein Ehren⸗ wort, daß Vorkehrungen getroffen sind, um die Preußen binnen 20 Tagen von Paris wegzutreiben.“„Natürlich“, setzte der Bürger hinzu,„der Functionär würde nicht so geredet haben, wenn die Regierung ihm nicht die Pläne enthüllt hätte.“ In diesem Augenblick trat ein anständiz gekleideter Mann in den Laden und bat um einen Beitrag zur Construction einer Maschine, die er erfunden, um die ganze preußische Armee mit einem Male in die Luft zu sprengen. Ich erwartete sicher, der Ladenbesitzer würde den Mann einem Polizeidiener überantworten, siatt dessen gab er ihm 2 Fres.“ Der Correspondent drückt die Zu⸗ versicht aus, die Pariser Regierung werde nicht eher auf⸗ hören, Widerstand zu leisten, bis die Stadt entweder in wirklicher Gefahr sich befindet oder bisteren Mangel und Entbehrungen gelitten hat. 5 In Paris bleiben seit einigen Tagen viele Menschen auf dem Boulevard Rochechouart vor einem Metzgerladen stehen, worin man Katzen und Hunde verkauft, die, mit Laub eingefaßt, vor dem Laden hängen. Die Mobilen aus Loiret, die auf dem Boulevard Rouchechouart lagern, kaufen In einem kleinen Laden werden auch Ratten feilgeboten und stark gekauft. In Paris wird nämlich jetzt das Ratlienfleisch als besondere Delicatesse empfohlen. So schreibt der„Combat“: Man ist in vollem Die Mäntel haben Zuge, die Rattenjagd zu organisiren; sie wird Material rd dei. Nn keatth en Waffen * de zangt beute 8 2 — 5 Frankfurter Börse. br die Verpfleguung von Paris liefern. Manche schmeicheln sch bereits von diesem Fleische gegessen zu haben und ver⸗ chern, 1 1 etwas Superdes sei. Es soll Saaten de Zartheit des Fleisches von einem jungen Huhn un vortrefflichen Nachgeschmack des Kaninchenbratens in sch veteinigen. Gesegnete Mahlzeit! a 92 London entdeckte die Polizel einen Diebeshehler, der sich seit wenigen Jahren das kleine Vermögen von 15,000 L. St. erworben hat. Wie aus den vorgefundenen Correspondenzen und Documenten hervorgeht, hat derselbe mit den Berliner Einbrechern und den Gaunern von Profession in ganz Europa in Geschäftsverbindung ge⸗ standen. Zur Ausführung besonders großer gewinnver⸗ sprechender Coups leistete er den Gaunern bebeutende Vorschüsse; den Transport des gesiohlenen Gutes nach London besorgte er dann meist selbst. Die bevorstehenden Gerichtsverhandlungen werden einen Einblick in das ganze europäische Gaunernetz gestatten. Arbeits- Versteigerung. 370 Dienßsag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, len in dem Bürgermeisterei-Büreau zu Stammheim chbenannte, an der Niddabrücke daselbst vorzunehmende beiten öffentlich an die Wenigsinehmenden veraccordirt erden, als: Zimmerarbeit, veranschlagt zu 524 fl. 22 kr. Schlosser⸗ und Schmiedardelt 46„ 48„ Weiß binderarbeit„ Vilbel den 10. November 1870. a In Auftrag Großherzoglicher Bürgermeisterei Stammheim Volk, Bezirks⸗Bauausseber. Arbeits-Versteigerung. 85 Montag den 21. November, Nachmittags 1 Ubr, ll auf dem Büreau des Bürgermeisters zu Münzen ⸗ erg das Liefern und Befestigen von Elsenstäden zu nem Geländer öffentlich an die Wenigstnehmenden in decort gegeben werden. Koffenüberschlagssumme bierfür 266 fl. 40 kr. Gambach am 14. November 1870. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher. Mobiliar ⸗Versteigerung. 581 Montag den 21. November d. J., Vormittags Uhr anfangend, sollen in der Bebausung des Peter Jönig II. Erben von Nieder⸗Mörlen in Auftrag de Großherzoglichen Landgerichts nachstehende Mobiliar; g genstände erbvertheilungshalber an den Meistbietenden wersteigert werden: 11 Ochse und 2 trächtige Fahrkühe, 2) trächtiges Rind, 3) 1 Mutterschwein und 2 Springer, 4) Gänse, 12 Hühner und 1 Hahn, 5) 1 vollständiger Wagen, 6) 1 Spitz⸗ und 1 Schaufelpflug, 7) 1 eiserne Egge, 8) überhaupt alle nur erdenkliche Oeconomie- und Hausgeräthe ꝛc. Nieder⸗ Mörlen den 15. November 1870. In Auftrag Groß berzoglichen Landgerichts Bad⸗Naubeim Goßherzogliches Ortsgericht Nieder⸗Mörlen Mö bs, Borsteber. Eine schwere Kuh mit Kalb, 286 gefahren und ohne Fehler, hat zu verkausen Odstadt. Martin Gröninger II. Stroh ⸗ Lieferung. 2687 Freitag den 18. November d. J., Vormittags 11 Ubr, soll im biesigen Rathbause die Lieferung von 4 Fuder Wgizenstrob für den städtischen Faselstall öffent⸗ lich an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 15. November 1870. Großherzogliche n Friedberg Stein hä u f r Beigeordneter. Stroh ⸗ Lieferung. 2688 Freitag den 18. November d. J., Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Rathhause das zur Einwinterung der städtischen Brunnen und Pumpen erforderliche Material: 1½ Fuder Kornstrob, 3½ Juder Waizenstrob, 1 Fuder Gersten- oder Wirrstroh und 2 einspännige Wagen Pferdedünger öffentlich an den Wenigftfordern⸗ den in Accord gegeben werden. Friedderg den 15. November 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg s, Steinbäußer, Beigeordneter. Holzgelder, 2684 welche für ersteigtes Holz aus dem Gemeindewald Ockstadt bis zum 11. November d. J. exeditirt, sowie alle sonft fälligen Gemeindegelder find bei Meidung des Zwangverfabrens bis Ende d. M. anher zu bezahlen. Zahltage Mittwoch und Freitag. Ockstadt am 13. November 1870. Gröninger, Gemeiynde-Rechner. s Kriegs-Nummern des Omnibus. Illustrationen in: No. 48. Landwehrmanus Abschied. Kampf im Gehölze bei Illy am 1. Sept. 1870. Die Austreit ung der Unnützen und Gefährlichen aus Paris. Fouragirende Ulanen. Viertel- Preis pro Nummer 3½ kr., jährlich 46 kr. Pie malerialitichen Idten in der modernen Volkserziehung und ihre Gegensätze zum Reiche Gottes. Zur Orientirung a über die Förderungen der modernen Erziehungswissenschaft. Von R. Möbins, Pfarrer in Bönffadt. Preis: 1 fl. 12 kr. Voträthig bei Bindernagel& Schimpff in Daheim Die Nr. 7, die neueste Kriegsnummer, enthält: Wöchentlich 1 Nummer. usgesteg nt mupposh en ud jquvqcpng zun ung Vier teljährlich 18 Sgr. Amata.(Forts.) Novelle von d. Tbarau.— Port des General von Moltke. Von C. Schweitzer.— von Schenkendorf als Vaterlandsdichter. Von Dr. Schmid — Die neue Garmania. Von H. Jenny.— Im Luft schloß Ludwigs XIV. Von Dr. H. Blum.— Die Tage von Sedan. Von W. Friedrich. Nebst 3 Bildern von Demselben.— Am Familtentische: Eine Stimme aus dem framfischen Volke. Von Dr. H. Blum.— Im Lazareth zu Vionville. Von einem sächsischen Feld⸗ dialonen.— Eine Stimme aus dem Elsaß. Von K. S—d. — Straßburg während der Belagerung.— Zu Stras⸗ burg auf der Schanz. Gedicht von K. Gerok.— Eine Gabe deutsch⸗amerikanischer Kinder für die Verwundeten. Preis pro Nummer 9 kr. Zu Bestellungen empfehlen sich: Bindernagel& Schimpff in Frierberg. jalsbinden 42 und Sphlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich neden der Post. 5 Medizinischer Malzzucher, 2622 bestes Mittel gegen Heiserkeit und Huften. Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheke r. 2 PEN * K „ Den An- F Verkauf von Staatspapieren Proviston besorgt gegen billige F. Hirschhoru in Friedberg. „ An- und Verfcauf von Coupons etc. besorgt billigst Staatspapieren, J. A. Nauheim in Friedberg. Nach dem Coursblatt der vereinigten Frankfurter Zeitungen. Bei den mit“ bezeichneten Effecten versteht sich der Cours pro Stück in 52½ fl.(Kurhessische und Braun- 15. November 1870. schweiger Loose in Thlr.) bei allen übrigen Effecten in 0%. Staatspapiere. Bank- und Creditaetien. Freussen 4½% cons. Anleihe!—— 4%»Darmst. Credit à fl. 250] 320 b. 7 4½%„ 5 30% Frankfurter Bank à fl. 500 130 b. 1 4%* 5—— 50%»Oesterr. Creditanstalt d fl. 1600 236 4 4¼ à 6 4 4% b. lrankfurt 3½0%„ 5 79% P.»Oesterr. Nationalb. à fl 600 6 kr. tgl.] 698 à 700 à 697 b. N 4½j%„ 2 90½ b. 755 1% 0 0 N 85½ b. Eisenbahn-Aetlen. „ 3½%„ 2 83 P. 4½ỹm Bayer. Ostbahn à fl. 200 121½ b. Iurhessen] 4% 1 4—— 4½%„ 3 neue Em.“—— Bayern 50%„ 7—— 3½j% Oberhess. à fl. 350 Vollbez.“—— 5%% ½ Jähr. Oblig. 85% G. 3½% Oberhessische 65% Einz.]“—— 40% 5½ G. Fürtemb. 4½% Obligationen 90% p. Prioritäts- Obligationen. 1 4% 1 85 ½ P. 50% Elisab.-Coupons i. 8. 1. Em.“— 2 3¼% 5 805% b.„ ee Baden 0% 7 97½ b. 4½0% Hessische Ludwigsb. i. fl.] 93 ½ P. 2 4½% Obl. Thlr. 4 105—— 00% Oest. Südb. Bonds per 1874 98 F. 1 4% Obligationen 85% b.„ Prioritäten 74% p. i 3½%„ V. 1842 82½ b.. 5 N 45/8 b. G. Hessen] 50% Obligationen—— 30%„ Staats-Bahn 55% b. 40% 5 92 b. 7 3½0 5 1 88 G.— Preuss: Kasseusch. 1 44½ 45 ½ Zachsen 50% Ob lig. Thlr. à 105 100 P. 5 Preuss, Friedrichsd'or 9 58-59 Oesterreich] 4½0% Silberrente 54½ ½ b. 8 Pistolen 9 47—49 . 4½0% Papierrente 1— Holl. fl. 10 Stücke 9 54—56 4 4½0% 5 3 2 Ducaten 5 35—37 Zussland 50% Obl. 1. Lst. à fl 12 84/ b. 4„ al maroo 5 3638 eh weden 4½0/ Obl. in Thalern] 89 P. 2 20 Franes-Stüecke 9 33—34 1 4½0%ũ Obl. i. L. a fl. 12 87 P.— Engl. Sovereigns 11 54—57 .-Amer. 60% Bonds 1882 v. 62 94¾ 8 ½ b. 8 Russ, Imperlales 9 48—50 N 6% Bonds 1885 v». 651 93 b. Dollars in Gold 227—28 Anlehens-Loose. 3½% Preuss. Prior. à Thlr. 100 *Kurhessische Thlr. 40 Nassau fl. 25 39 ½ P. Braunschweig Thlr. 20 16‘ P. 4% Bayer. Pr.-L. à Thlr. 100 106 b 40% Badische„„ 7—— Badische fl. 35 58½ b * Ansbacher à fl. 7 13 P. „Gr. Hessische fl. 50 8 1 80 5 1 25—— Meininger fl. 7. Loose 5% P. Oesterr, fl. 250 von 1839—— „ 40% fl. 250 von 1854 68 P. „ 50% fl. 500 von 1860 74½ b. „ 4100 fl. 1864 1. hies. Wahr. „ rd. fl. 100 v. 1858 h. W. * Weehsel in süddeutscher Währung. Amsterdam fl. 100 100 ½% Ub. Augsburg fl. 100 100 B. Borlin Thlr. 60 104 G. Bremen Thlr. 50 Lsd. 97¼ B. OCöln Thlr. 60 105 Hamburg M. B. 100 88 b. Leipzig Thlr. 60 104% G London Lst. 10 119 b Paris Frs. 200—— Wien fl. in österr. Währung 96 0 Disconto 3 in P'rankfurt a. M. Zeil 29. S. Lindheimer Söhne An- und Verkauf aller Werthpapiere unter Zusicherung reeller Bedienung Auskunft über Verlaosungen, Coupons-Zahlungen u. s. W. wird gerne ertheilt. Die vier Lazarethe zu Vad-Uan e Bekanntmachung vom 10. d. M. in Nr. 134 dieses Blattes um weifere Gaben an Geld und Naturalien, wie Cier, Butter, Kartoffeln, Gemüse, Dörrobst ꝛc.-— Bad⸗ Nauheim am 13. November 1870. ̃ bitten im Anschluß an die kreisamtlich ec Der Vorstand des Hülfs⸗Vereins. Große colorirte Schlachtenbilder. Erstürmung von Weißenburg. 2. Schlacht bei Wörth. Bombardement von Straßburg. Nr. 1. 3. A. Unter dem rothen Preis per Stück 18 kr. 0 bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 2683 Zn J. D. Sauerländer's Verlag in Frankfurt a. M. ist erschienen und in allen Buch⸗ bandlungen zu haben, in Friedberg bei Bindernagel & Schimpff: Die Spinnstube. Volksbuch für das Jahr 1871. Begründet von W. O. von Horn. Kreuz bei Rezonville. Regenschirme, K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. 2397 äußerst billig, bei In Verbindüng mit namhaften Volksschriftstellern fort⸗ geführt von H. Oertel. Sechsundzwanzigster Jahrgang. Mit Stahlstich und vielen Holzschnitten. 80. geh. 45 kr. g 55 Inhalt: Gott zum Gruße von d. Oertel.— Das Glück auf Umwegen von Jostas Nordheim.— Eine Anekdote von W. O. von Horn.— Wie Zwei in einer Nacht curirt wurden von E. Frommel.— Oberhessische fe stgesetzt. Du 31. December 1869 bis 19. December 1870 mit fl. 1 wogegen die Zinsen auf die berelts eingezahlten 60 Procent für die Zeit vom 19. April bis 19. December 1870 im Betrage von fl. 4. 54 kr. oder Thlr. 2. 24 Sgr. pe Es find mithin per Stück zu zahlen nebst Actien⸗Stückzinsen 1 —„ abzüglich Zinsen auf eingezablten Betrag netto Mit den Interims⸗Certisicaten sind nach der Reihenfolge der Zahlen geordnete Nummern in doppelter Ausfertigung einzureichen, wozu Formulare bei den Zahlungsstellen ausgegeben werden. Wer die ausgeschriebene Einzahlung nicht leistet, Verzugszinsen vom 19. December 1870 an und dreimalige Bekanntmachung aufgefordert, die rückständig Eisenbahn⸗Gesellschaft. Vierte Einzahlung. 2549 In Gemäß beit des§. 4 der Statuten wird biermit die vierte und letzte Einzahlung auf die zum Bezug von Actien der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft fünfzehn Procent des Nominalbetrages, also mit 52½ vom 12. bis 19. December 1870 einschließlich Durch diese Einzablung werden die Interims- Certificate für Vollzahlung liberirt und es erfolgt unter Einztehung derselben die Aushändigung der ausgefertigten Actlen mit Dividende Coupons. Da sich sonach der Dividende⸗ Coupon für das Betriebsjahr 1870 bei den Actien befindet, so sind die Stückzinsen für die Zeit vom eine Conventionalßrafe von fünf Procent zu zahlen und wird unter Angabe der Certisicat⸗ Nummer wäbrend der ersten vier Wo Auf dem Bodensee von W. O. von Horn.— Siehe, der Hüter Israel schläft und schlummert nicht von N. Fries.— Räthsel.— Bücherblättlein.— Anekdoten. — Altes Gold.— Wenn auch durch die Kriegsstürme verspätet, wird von ihren zahlreichen Verehrern auch dleses Jahr will⸗ kommen geheißen werden. 51 Meine Wohnun 2578 befindet sich seit dem 4. Movember bei Herrn Oeconomen Altmannsperger neben der Post, eine Stiege hoch. Sprechstanden wie seither Morgens vor 8 und Nachmittags von 2—3 Uhr. 6 Dr. med. Wagner. berechtigenden Interims⸗ Certificate im Belaufe von Gulden oder 30 Thaler per Stück, auf die Zeit 1. 52½ kr. oder Thlr. 6. 23 Sgr. 6 pf. zu vergüten, Stück abgesetzt werden. ECF—V—F——— fl. 52. 30— Thlr. 30.— Sgr.— Pf. i ICT 2682 So muß die 190—.— 1 5 5 0 ö fl. 64. 22½— Thlr. 36. 23 6„ schaffen sein— sagt vie Hamburger Zwischenae 8 4. 54 8— 25 2 1„ Zeltung über die sich immer mehr Weltruf er⸗ fl. 59 280% Tbl. 33. 29 6 wecbenden drei reizenden Walzer: Burschentänze von Johannes Schondorf— Früblingsreigen von Jullus Lammers Jugendträume(Preis⸗ Tompofition) von O. Hübner Trams. Preis pro Opus(4 Bogen stark) nur 12½ Sgr. Zu be⸗ ziehen von Robert Apitz sch in Leipzig und durch alle Buch und Musikalienhandlungen. „Verzeichnisse hat von dem Betrag derselben sechs Precent jährlicher 1 nach Ablauf des Zahlungstermins durch gebllebene Einzahlung sammt Verzugszinsen und Con⸗ ventionalstrafe binnen zwei Monaten nach Ablauf des Zahlungstermins nachträglich zu leisten. Solche Interims⸗ Certificate, bezüglich deren dieser Aufforderung vor Ablauf der weiteren zwei Monate nicht vollständig nach. gelommen sein wird, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf beretts geleisteten Einzahlungen aber, sowie alle Aurechte daraus, versallen zu Gunsten der Gesellschaft. Die 3 haben zu geschehen: n 5 7 Frankfurt a. M. bet Herren Gebrüder Bethmann, Heren M. Königswarter, Kriegsnum mern der Gartenlaube. von Erlanger& Söhne, Die Nr. 46 bringt folgende Beiträge: Hermann 77* „ Berlin„„ Jos. Jacques, Novelle von C. Werner.(Forts.)— Die Weber⸗ „ Stuttgart„ der Württembergischen Vereinsbank, vögel im Berliner Aquarium. Von Brehm. Mit „ Darmstadt„ Herrn M. Wolfskehl, Abbildung. Nach der Natur gezeichnet von E. Schmid „ Steen„ unserer Hauptkasse. in Leipzig.— Kampf und Kampfpreis. Gedicht von Gießen den 15. October 1870. Emil Rittershaus.— In der Villa Mac Mahon's. Mit Der Verwaltungsrath: Baron R. von Erlanger, Präsident. Illuftration: Artilleristen⸗Frühflück vor Paris. Nach der Natur aufgenommen von unserm Feldmaler F. W. Heine.— Drei Mächtige zwischen ihren vier Ferdin 2 Wänden. Skizze aus dem großen Hauptquartier.— and Fürst zu Bsenburg, (K% Pride t. Wir halten bei Vorkommen sowohl für klei Central⸗Bureau für Inserate bestens empfoblen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr. Zeitungs- Expeditionen befördert und nur zu den Ortginalpreisen voranschläge gratis und umgebend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jäger ssche Buch, Papier- und Landkarten⸗Handlung. Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. Bei den Cernirungstruppen. Erinnerungen an die Tage dor Metz. Mit zwei Abbildungen: Wache im Dorse Marly vor Metz. Beim Baterischen in Fleury vor Meß. 5 von Chr. Sell.— An die patriotischen Geber laube!— Aus eigener Kraft. Von W. v. Birch.(Fortsetzung.) Frucht preise. i Per Malter. Friedberg, 16. November. Waizen 14 fl. 15 Kor! 9 fl. 30 kr.; Eerste S8 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 45 kl. Frankfurt, 14. November.(200 Zollpfund.) Waizen 14—15½; Korn 11½; Gerste—; Hafer 9½ 11; nere wie größere Aufträge unser 325 Hillern geb. der Kosten ⸗ Zeitungs⸗ Expeditionen berechnet, Magensalz, 1252 bekannt als Bullrichs Universal⸗Reinigungssalz gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. ꝛc. in /, ½, ½ Pfunden empfiehlt J. A. Windecker in Friedberg. Ein möblirtes Zimmer 2685 hat zu vermiethen Adam Engel, Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 29½; Branntwein( Tr. per 160 Lit.) ohne Faß 31. a Grünberg, 12. November. Waizen 14 fl. 20 ke. Korn 10 fl. 45 kr.; Gerste 7 fl. 24 kr.; Hafer 5 fl. 21 ke. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 15 k.; Wilden— fl. — kr.; Saamen 17 fl.— tr.; Kartoffeln 2 fl. 57 kr. . 00% 1 Für Wirthe& Fabrikanten. 2039 Eine frequente Gastwirthschaft mit geräumigen, neuen Localltäten, Scheuer und Stallungen, schönem Garten in freter Lage, ist mit oder ohne dazu gehörigem Inventar und Gut unter günstigen Bedingungen zu ver⸗ kaufen.— Die Localitäten eignen sich auch zum Fabrik⸗ betrieb.— Näheres durch die Exped. d. Bl. unter Lit. A, B.: 26890 Ein Foulardtuch wurde von einem Dienst⸗ mädchen verloren. Der redliche Finder wolle dasselbe 10 fl. 48 kr.; Gerste 7 fl. 46 kr.; Hafer 6 fl. 38 kr. e 4 fl. 16 kr. Roggenstroh per 100 Gebund 32— 5 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. — Hofbäcker. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) bet der Exped. d. Bl. abgeben. Nach der Natur aufgenommen der Garten- Mainz, 11. November. Waizen 14 fl. 11 kr.; Son heim die alte, nunmehr neu verjüngte Spinnstubse gewiß 1 voraut selben Corps flssg den 7 stzunt beher Beha Kräst 1085 keguläd mann werde stits ehm würde starkes Diesem g. Ar bis zu dem Lallgen punkte baufzub heran Arnet Ih he dordit woge 5 war. mitch gewes gerin strecky