* 1 1 83 1870. Donnerstag den 17. März. M33. — Oberhessischer Anzeiger. aint 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Siedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samssag. at wird, zun en Betreffend: Die Portofretheit von Posftsendungen in Gemeindeangelegenhelten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Amtlicher Theil. Friedberg am 15. März 1870. d daß eine an die Großherzogl. Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, den Polizei-Commissär zu Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. auaufseher und die Gemeindeforstwarte als Gemeindebedienstete anzu⸗ n wurden, die von denselben aufgegebene und die an sie gerichtete Aversional⸗Verträgen portofrei zu befördern. entsprechend bedeuten. Tur a pp. derehrliches Wir benachrichtigen Sie, daß die Kreis boten, die Bezirks. B n. sehen sind und daß demgemäß die Postanstalten des Kreises angewiese — Correspondenz in Gemeindeangelegenheiten nach den bestehenden Sie wollen sich hiernach bemessen und die Gemeindeforstwarte czRanals. 7 ee Die Frühjahrscontrolversammlungen pro 1870 im Kreise Fried- ff u diser berg, bestehend aus der 1. Compagnie des 2. Bataillons 2. Landwehr⸗ — Regiments werden in nachstehender Weise abgehalten: . 6 4K. Auf dem Burgplatz zu Friedberg. Am 21. März Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu er⸗ U ng. scheinen sämmtliche Reservisten aller Waffengattungen, sowie die zur neder⸗ Dis position der Ersatzbehörden und die zur Disposition der Truppen— Vetkletder“ teile beurlaubten Mannschaften des Großherzogthums und des Norddeutschen Bundes, welche in nachstehenden Bürgermeistereien 1, domiciliren: b.* Bauernheim, Beienheim, Bruchenbrücken, Dorheim, Fauerbach b. F., 5 Jr Slade 1 Friedberg Bad⸗Nauheim, Nieder⸗Moͤrlen, Nieder-Roßbach, Ober⸗ ue.— Mörlen, Ober⸗Noßbach, Ober⸗Wöllstadt, Ockstadt, Ossenheim, n de Rall. Roͤdchen, Schwalheim, Wisselsheim. B. Auf dem Burgplatz zu Friedberg. — Am 21. März Vormittags 10 Uhr. Hierdei haben zu ite erscheinen die obengenannten Kategorien, welche in nachstehenden 0 b bffentl Bürgermeistereien domiciliren: Assenheim, Bönstadt, Dorn⸗Assenheim, Ilbenstadt, Langenhain mit Ziegenberg, Melbach, Nieder⸗Florstadt, Nieder-Wöllstadt, Ober⸗ 4 den sein Florstadt, Reichelsheim, Staden, Steinfurth, Södel, Weckesheim, poß Wickstadt, Wölfersheim, Wohnbach. ker Pot. nm a f’ A C. Auf dem kleinen Exereierplatz zu Butzbach. Am 21. März Nachmittags 4 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die obengenannten Kategorien, welche in nachstehenden Bürgermeistereien domiciliren: g Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder⸗Weisel, Ostheim, Oppershofen, Pohl, Gons, Rockenberg, Trais⸗Müͤnzenberg. Friedberg den 15. März 1870. JA. g. e d. Major und Bezirks⸗Commandeur. Die Großherzoglichen Bürgermeisterein werden angewiesen, vorstehende Bekanntmachung nicht allein in ihren Gemeinden zu ver⸗ offentlichen, sondern auch den betreffenden Reservisten, sowie den zur Disposition der Ersatzbehorden und den zur Dis posttion der Truppen⸗ theile beurlaubten Mannschaften des Großherzogthums und des Norddeutschen Bundes noch speziell bekannt machen zu lassen. Friedberg den 15. März 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Auswanderung mit der Familte. Zur Beseitigung von Zweifeln ꝛ0., welche Bestimmungen der— nalen bezuglich der Entlassung von Militärpflichtigen und Soldaten Behufs Aus wanderung mit ihren Familien in Geltung sind, bringen wlr in Folge Auftrags Großherzoglichen Ministeriums des Innern bom 8. 1. Mts. zu Nr. M. d. J. 2611 Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß: f Die Bestimmungen im Axt. 1. des Gesetzes vom 28. Januar 1853, die Auswanderung Militärpflichtiger betreffend,(Regierungs- blatt Nr. 7) sind durch die im Regierungsblatt Nr. 21 von 1868 bublicirte Verordnung vom 21. April 1868 resp. die Einführung des für den nonddeutschen Bund erlassenen Gesetzes vom 9. November 1867, die Verpflichtung zum Kriegsdienst betreffend, und der zu dessen Voll⸗ jug erlassenen Militär⸗Ersatz⸗Instruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 außer Wirksomkeit getreten, indem nunmehr bezüglich der Auswanderung Militärpflichtiger diejenigen Vorschriften in Anwendung kommen, welche in dieser Beziehung im§. 52 der gedachten Militär-⸗Ersatz-Instruction getcoffen sind. Hiernach darf benjenigen, nicht bereits dem stehenden Heere angehörenden Militär, pflichtigen, welche sich in dem Alter vom vollendeten 17, bis zum pvollendeten 25. Lebensjahr befinden, auch wenn sie mit ihren Eltern auswandern wollen, die Entlassung aus dem Unterthanenverband nach einem nicht zum Norddeutschen Bund gehörenden Staate nicht ertheilt Betreffend: Die Entlassung von Militärpflichtigen und Soldaten aus dem Unterthanenverband Behufs Friedberg den 15. März 1870. Oeffentliche Bekanntmachung. werden, bevor sie ein Zeugniß der Kreis-⸗Ersatz-Commisflon darüber beigebracht haben, daß sie die Entlassung nicht blos in der Absicht nachsuchen, um sich der Militärpflicht im stehenden Heer zu entziehen. Was die im activen Dienst stehenden Soldaten betrifft, so wird diesen, einschließlich der zur Disposition Beurlaubten, so lange sie nicht zur Reserve übergetreten sind, nach den dermalen geltenden Bestimmungen die Dienstentlassung zum Behuf der Aus wanderung, auch wenn sie mit ihren Eltern auswandern wollen, uberhaupt nicht ertheilt, Es kommen daher die Bestimmungen des Gesetzes vom 21. Juni 1833, die Auswanderung der Soldaten mit ihren Familien betreffend, wonach Soldaten, welche mit ihren Eltern auswandern, die Dienstentlassung auch schon vor zurückgelegter Dienstzeit ohne Stellung eines Stellvertreters ertheilt werden kann, nicht mehr in Anwendung. Dagegen darf den Mannschaften der Reserve, in welche die Soldaten regelsweise nach drei jährigem activen Dienst übertreten, sowie den Landwehrmännern die Erlaubniß zur Auswanderung in der Zeit, in welcher sie nicht zum activen Dienst einberufen sind, nach§. 15 des erwahnten Gesetzes vom 9. November 1867(Regierungs- blatt von 1868 S. 142) nicht verweigert werden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Beba mn Nachdem der katholische Decan und Pfarrer Herr Keller zu 1 Kreis-Schul Commisslon Friedberg ernannt wurde, Kreis⸗Schul⸗Commission Friedberg auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste enthoben worden ist, wir dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß der katholische Pfarrer Herr Gabel dahier zum ordentlichen Mitgliede Groß⸗ mug eech un g. betreffend: Ote periodische Ernennung der Mitglleder der Kreis Schulcommisstonen, bier der Kreig⸗Schulcommisston Friedberg. Ockstadt von dem Amte eines ordentlichen Mitgliedes Großherzoglicher bringen Friedberg den 10. März 1870. Der Vorsstzende der Großherzoglichen Kreis Schul, Commission Friedberg on 5...— —— ä „322 ĩͤ Add Betreffend: Die Erledigung der Forstmeisterstelle in dem Forste Gießen. Es wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß dem ö n Oberfö N Verwaltung des Forstamts Gießen von Großherzoglicher Ober⸗Forst⸗ und Domänen⸗Direction übertragen worden ist. Friedberg den 15. März 1870. Be e Bek ann n d m ach u g. Großherzoglichen Oberförster Dr. Draudt zu Gießen vorläufig die ka n ät m c Betreffend: Prämien für die schwersten Bullenkälber. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der Jahr 1870 keine Mittel für Prämiirung von Laubach am 11. März 1870. 7 3 Großherzogliches Kreisamt Friedberg T i a nag. Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen für das Bullenkälbern verwilligt hat und ersucht zugleich die Herren Bürgermeister, etwa einlaufende Anmeldungen mit diesem Bedeuten zurückweisen zu wollen. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Ott o, Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Landrichter Eck⸗ storm zu Homberg ist zum Landrichter in Groß Umstadt ernannt worden. — 15. März. Zweite Kammer. Gegenstand der Berathung ist die Vorlage des Ministeriums des Innern, die Wahl des Gemeinderaths und des Bezirksraths betreffend. Das Motiv des Gesetzentwurfs ist in dem Umstande zu suchen, daß an Stelle der Personalsteuercapitalien bei Gemein deumlagen nunmehr die Einkommensteuer⸗ capitalien getreten sind, und dadurch der Census für die Wahlen einer Abänderung bedarf. Die sonstigen Bestimmungen des früheren Gesetzes er⸗ leiden durch das neue keine Abänderung, welch letzteres mit einer geringen Modification auch an- genommen wird, wie es die Regierung entworfen. Weiter kommt zur Berathung der Gesetzentwurf über die Pensionirung der Volksschullehrer. Der erste Artikel, welcher jedem definitiv angestellten Lehrer bei eintretender Dienstuntauglichkeit ein Recht auf Pensionirung einräumt, wird einstimmig, ein zu diesem Artikel von Dumont gestelltes Amendement, nach welchem bei Pensionirungen der Lehrer auch der Ortsschulvorstand und Gemeinde⸗ rath gehört werden soll, gegen 6 Stimmen an- genommen. Art. 2 bestimmt, daß auch ohne Rücksicht auf Dienstunfähigkeit ein Lehrer nach zurückgelegtem 70. Lebensjahre Pension beanspruchen kann. Metz beantragt, daß wie bei den Civil staatsdienern auch hier das zurückgelegte 40. Dienst⸗ jahr Anspruch auf Pension gewähre. Regierungs- Commissär v. Lehmann spricht sich gegen diesen Antrag aus, da die Lehrer in der Regel 10 Jahre früher definitive Stellung fänden, als Staatsdiener. Art. 2 wird nach der Regierungs- vorlage angenommen, der von Metz beantragte Zusatz mit 32 gegen 10 Stimmen verworfen. Art. 3 handelt von der Höhe der Pension; in den ersten 10 Dienstjahren beträgt nach dem Gesetzentwurf die Penston 40 Prozent des dienst⸗ lichen Einkommens, für jedes weitere zurückgelegte Dienstjahr 1½ Prozent weiter. Der Ausschuß beantragt in den ersten 10 Jahren 45 Prozent des dienstlichen Einkommens, für jedes weitere Dienstjahr bis zum 40. Dienstjahr 1½ Prozent und vom 40. Dienstjahr ab nur 1 Proz. weiter. Art. 3 wird nach der Regierungsfassung einstimmig und ein Zusatzantrag von Volhard, nach welchem keine Pension unter 200 fl. betragen soll, gegen 2 Stimmen, der obengenannte Ausschußantrag in Form eines Ersuchens an die Regierung gegen 4 Stimmen angenommen. * Wie die„Hess. Volksbl.“ vernehmen, hätte der Gr. Oberstaatsanwalt die Seitens des Gr. Staatsanwalts am Bezirksstrafgerichte Darmstadt wider das Urtheil genannten Gerichtshofs in dem Metz⸗Fendt'schen Preßprozesse eingelegte Appellation nicht verfolgt, wonach das erstinstanzliche Urtheil die Rechtskraft beschritten hätte.— In derselben An⸗ gelegenheit wird dem„Fr. J.“ geschrieben: Hr. R. Fendt wird im Laufe dieser Woche die ihm vom hiesigen Bezirksstrafgerichte wegen Beleidigung ves Hrn. Hof⸗ gerichtsadvokaten A. Metz zuerkannte 14 tägige Gefängnißstrafe zu verbüßen beginnen. Das Urtheil des Bezirksstrafgerichts ist, da die Ober⸗ staatsanwaltschaft sich geweigert hat, die von dem Staatsanwalt bei dem Bezirksstrafgerichte erhobene Appellation fortzusetzen, rechtskräftig geworden. Gießen. Die Vorlesungen auf der groß⸗ herzoglichen Landes- Universttät im Sommersemester 1870 werden am 25. April ihren Anfang nehmen. Die Immatrikulation beginnt am 21. April. * Aus dem Kreise Grünberg. Nach dem Anzeigeblatt des Kreises Grünberg haben sich während der Jahre 1868 und 1869 zur Kreis- bezw. Departements⸗Ersatz⸗Commission 57 junge Leute nicht gestellt. Dieselben haben ohne Erlaubniß das Großherzogthum, bezw. den nord⸗ deutschen Bund verlassen und werden nun öffent⸗ lich aufgefordert, in die Heimath zurückzukehren. Bayern. München. Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer beantragt, statt des ge⸗ forderten Credits von 3,665,000 fl. für Rück⸗ ladungsgewehre nur 2,400,000 fl. für weitere 60,000 Gewehre, und von dem weiter verlangten Credit zu 1,791,000 fl. für Festungsdotationen, Garnisonsneubauten und Ausrüstungs⸗Gegenstände nur 52,000 fl. für Abänderungen am Armatur⸗ lederwerk zu genehmigen, das Uebrige bis zur Budgetberathung zu vertagen. Nürnberg. Am 12. d. fand dahier eine von der social⸗demokratischen Partei berufene Ver⸗ sammlung statt, deren Tagesordnung lautete: Protest gegen die neuesten kriegsministerlichen For⸗ derungen und gegen die stehenden Heere überhaupt. Neu an der Einladung war, daß auch die Frauen zu erscheinen aufgefordert wurden. Es wird in dem Aufruf ausdrücklich bemerkt, daß„das Ver⸗ sammlungsgesetz den Frauen die Theilnahme an politischen Versammlungen nicht verbietet, daß die Mutter, die ihren Sohn nicht dem Moloch der stehenden Heere geopfert,— die Schwester, die den Bruder,— die Braut, die den Bräutigam davor bewahrt wissen will, ihren Protest anschließen kann dem freigesinnter Männer.“ Würtemberg. Stuttgart. Der schon erwähnte Antrag in der Militärfrage, welcher der zweiten Kammer vorgelegt wurde, ist von 45 Abgeordneten unterzeichnet(absolute Mehrheit ist 46) und lautet:„In Erwägung, daß es die Wichtigkeit des Gegenstandes verlangt, schon bei Beginn der Budgetsession die Ansicht der Kammer der Abgeordneten über einen der Hauptabschnitte des Etats darzulegen, und daß es alsbaldiger Ausarbeitungen bedürfen wird, um noch während dieser Session eine entsprechende Ordnung dieses Gegenstandes herbeizuführen, beantragen die Unter⸗ zeichneten: Hohe Kammer wolle 1) der k. Staats⸗ regierung erklären, daß sie in den mililärischen Einrichtungen solche Aenderungen geboten finde, welche die großen volkswirthschaftlichen und finan⸗ ziellen Nachtheile des bestehenden Systems erheb⸗ lich, insbesondere durch Herabsetzung der Präsenz, zu mildern geeignet sind, und daß sie die Aus⸗ gaben für Zwecke der militärischen Einübung nicht in der bisherigen Höhe zu verwilligen vermöchte; 2) demgemäß die k. Staatsregierung bitten, noch im Laufe der Sesston entsprechende Vorlagen ein⸗ bringen zu wollen.“ Frankreich. Paris. Am 27. Februar befanden sich in den Pariser Hospitälern im Ganzen 310 Pockenkranke, am 10. März dagegen 382, was beweist, daß die Seuche in der Zu⸗ nahme begriffen ist. Die Kranken in den Privat- häusern sind nicht minder zahlreich. — Wie aus guter Quelle verlautet, hat der österreichische Gesandte in Rom, Graf Traut⸗ mannsdorff, die Weisung erhalten, die Forderun⸗ gen Frankreichs beim päpstlichen Stuhl zu unter⸗ stützen; außerdem habe jedoch Oesterreich beschlossen, keinen Bevollmächtigten zum Coneil zu schicken, Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes erklärte Prim auf Anfrage Castelar's, daß er energisch jede Idee eines Staatsstreiches zurück- weise. Wenn jemals die Freiheit der Cortes be⸗ züglich der Wahl eines Monarchen bedroht sei, so würde er dieselbe gegen Jedermann vertheidigen. — Ueber das gemeldete Duell zwischen dem Herzog von Montpensier und dem Infanten Heinrich von Bourbon werden aus Madrid wei— tere Einzelheiten mitgetheilt, die sich aber nur auf die Vorgänge bei dem Acte selbst beziehen und über die Motive des Kampfes keine Aufklärung geben. Daß dieselben politischer Natur gewesen sind, möchte aus dem Umstande zu schließen sein, daß die Kampfzeugen auf Seiten des Infanten der republikanischen und die seines Gegners der Regierungspartei angehören. Das Duell war auf Pistolen und fand im Walde von Alarcon bei Madrid statt. Die Gegner hatten drei Mal geschossen, das erste Mal auf 10 Metres, das zweite Mal auf 9 Metres und das dritte Mal auf 8 Metres Entfernung, wobei der Infant jedes Mal den ersten Schuß hatte. Die Kugel drang hinter dem Ohre ein und der Tod erfolgte augenblicklich. f Rußland. Petersburg. Von dem in mehreren deutschen Zeitungen für den Sommer angekündigten Besuch des Königs von Preußen am hiesigen Hofe ist hier in maßgebenden Kreisen nichts bekannt. Amerika. Eine vom 12. d. datirte De⸗ pesche aus Washington meldet, daß der Senat mit 32 gegen 10 Stimmen die von Sherman beantragte Consolidirungsbill angenommen hat. In der jetzigen amendirten Form ermächtigt die Bill den Schatzsekretär zur Ausgabe von 1200 4 Millionen Dollars in Bonds mit 3 Klassen ein⸗ getheilt. Kapital und Zinsen sind in klingender Münze zahlbar und steuerfrei. Diese Bill ist an das Repräsentantenhaus gegangen und dort dem Finanzeomite zugewiesen. Man glaubt, dieselbe werde dort bedeutend modifieirt, vielleicht auch ganz zurückgewiesen werden. 1 L. Friedberg. Der im Oktober vorigen Jahres ge⸗ gründete mitteldeutsche Obst- und Gartenbauverein hielt am 15. d. Abends in dem Locale des Herrn Burck da⸗ hier eine Versammlung, welche recht zahlreich besucht war. Nachdem der Vorsitzende, Hr. Justizrath Dr. Geyger, die Versammlung begrüßt hatte, hielt Herr Klein einen Vortrag über Obstbaumpflege. Es ist gerade Dies ein Zweig der Landwirthschaft, der, wie vielleicht kein anderer, noch so sehr im Argen liegt, und der darum gar nicht eindringlich und gründlich genug erörtert werden kann, zumal der Obstbau fortwährend an Bedeutung gewinnt. Daran reihte sich ein interessanter Vortrag des Herrn Deines von Gießen über Traubenkultur mit praktischen Anweisungen. Assenheim, anknüpfend an seine sehr schöne Pflanzenaus⸗ stellung, eine kurze Anleitung zur Zimmerkultue. Der lebhafte Aufschwung, den ganz besonders der Obstbau in unserer gesegneten Wetterau genommen hat und immer noch mehr nehmen wird, wird hoffentlich diesem fungen Vereine immer mehr Gönner und Mitglieder zuführen. Die Versammlung beschloß noch, jeden ersten Dienstag eines Monats eine Versammlung der Section Friedberg in dem oben genannten Locale dahier abzuhalten. Friedberg. Die in den Statuten der von dem hiesigen Turnverein gegründeten Turnerfeuerwehr enthaltene Vestimmung, wonach bisher Nichtturner nur ausnahms⸗ weise mit Zustimmung sämmtlicher Mannschaften in die Feuerwehr aufgenommen werden konnten, bat eine Anzahl jüngerer Bürger veranlaßt, zur Gründung einer freiwilligen Bürgerfeuerwehr zusammen zu treten, und dem Stadt⸗ Hierauf gab Herr Hofgärtner Welle von 4 3 willige Fer die Aufnal licht Mun der Glan goth ni. chen dle ehienungs ö 1 Fond Mannschaft nach ber E diesen verein neu solmit und erweite „Fried be. gebracht, u daß die zu geireenen — D laß des de sind bei de binnen Ir sonf sie be lasses nich dried! N 582 Von Irledberg ö gelangend Marlen benage v 1 Vadtlhoh 0 Dart 705 R. 1 4 nedterg sen für das d enlauferde erdessen — ich beschlosen, . chicken. a Sung d adler db krrichts zurüg⸗ der Certes he⸗ 1 dedroht sti, n venheidigen. z dischen dem n Insanten Madrid wei ⸗ ader nur auf desichen und ae Aufklärung Natur gepesen cließen stin, des Jufanten Gegners der Duell war on Alarton en drei Mal Neunte, das a6 dritt Mal Infant jedes Kugil drang Tod krsolgit Bon den in dein Senmtt von Prußen enden Kreisen dali De⸗ A der Sena 70 Sherman nennen hal. 6. ven 1200 5 Klasts din. 1ubt, 1 . 1 vorstand e 44 * . diese ihre Absicht unter gleichzeitiger Vorlage eines Statutenentwurfes und der Offerte der Bedienung einer neu angeschafft werdenden städtischen Feuerspritze vor⸗ zutragen. So sehr dieß lödliche Vorhaben Anerkennung verdient und gefunden hat, so ist doch von dem Stadt⸗ vorstand, und nicht mit Unrecht, Bedenken getragen wor⸗ den, ob es gut sei, neben der bereits bestehenden und bewährten Feuerwehr eine zweue zu gründen und hat derselbe dieserhalb mit Einstimmigkeit den Wunsch aus⸗ gesprochen, beide Vereine möchten durch beiderseitiges Ent⸗ gegenkommen sich zu einem einheitlichen Ganzen verbinden. Diesem Wunsche entsprechend, hat nun die Turnecseuerwehr in ihrer jüngsten Generalversammlung beschlossen, die oben erwähnte Bestimmung bezüglich der Aufnahme von Nichtturnern aufzuheben, resp. dahin abzuändern, daß in Zukunft jeder unbescholtene hiesige Einwohner in die frei⸗ willige Feuerwehr aufgenommen werden kann, und daß die Aufnahme nicht mehr von der Zustimmung sämmt⸗ licher Mannschaften abhängig sein soll, sondern einem aus der Gesammtzahl zu wäblenden Verwaltungsrathe anheim gegeben wird. Das bewährte Steigercorps soll ungetrennt bestehen bleiben, aber noch weiter verstärkt werden; die Bedienungsmannschaft der Spritzen wird aufgelößt, die Mannschaften der projektirten Bürgerfeuerwehr, denen hier⸗ nach der Eintritt freigestellt ist, damit vereinigt, und aus diesen vereinigten Mannschaften die Bedienung der Spritzen neu formirt. Für die in dieser Weise neu organisirte und erweiterte Feuerlöschmannschaften ist die Benennung „Friedberger Freiwillige Feuerwehr“in Vorschlag gebracht, und darf der Hoffnung Raum gegeben werden, daß die zu einer freiwilligen Bürgerseuerwehr Zusammen⸗ getretenen die ihnen von Seiten der Turnerfenerwehr in anerkennenswerther Weise gebotene Hand nicht zurück weisen und den Vorwurf auf sich laden werben, einen in einer so wichtigen Sache doppelt beklagenswerthen Zwie⸗ spalt hervorrufen zu wollen. Gießen. Gegen alles Erwarten waren die Preise aller Viehgattungen auf unserem letzten abgehaltenen Markte viel höher als auf dem vorigen Markte, nament⸗ lich wurden Zugochsen zu ungewöhnlich hohen Preisen abgesetzt. Die aufgetriebenen bedeutenden Massen, Rind— vieh 1580 Stück und Schweine 1410 Stück, waren durch⸗ aus nicht im Stande, niedrigere Preise zu veranlassen, und ging fast alles Vieh rasch ab. Fettes Vieh wurde zwar ebenfalls gut bezahlt, doch war solches verhältniß⸗ 1 billiger als Zugvieh. Nächster Markt den 12. und . April. In Offenbach sind in verschiedenen Häusern die Blattern ausgebrochen, doch hat sich die in Folge dessen bei der dortigen Bevölkerung Anfangs kundgegebene Pa— nigue wieder gelegt, indem sich der Charakter der Krank⸗ heit bis jetzt als ein ziemlich ungefährlicher erwies. Heidelberg. Auch in weiteren Kreisen wird man sich dafür interessiren, daß nach unserer Schloßrnine ein neuer, schöner und bequemer Fahrweg angelegt werden soll. Der einzige, der bisher dahin führte, ging durch die enge, unsaubere„Bergstadt“ steil empor. Der neue wird den alten schon weit unten verlassen und zur Seite der Bergstadt, mit der prachtvollen Aussicht auf das Neckarthal, die Stadt, das Schloß und die Ebene, mählich emporsteigen bis unterhalb des Schlosses, dort zurück- biegen, um die Bergstadt oberhalb der Mitte zu durch⸗ schneiden und auf der andern Seite derselben hinter der südlichen Häuserreihe fortlaufend den Eingang des Schlosses zu erreichen. In Meiningen bat unlängst eine Käseausstellung statigefunden, bei welcher alle Käsesorten aus Holland bis zur Schweiz und sogar aus England vertreten waren. Der landwirthschaftliche Verein hatte dieselbe in Rücksicht auf die Bedeutung der Käse als Nahrungsmittel und in der Absicht veranstaltet, die Käseprobuktion im Lande zu vervollkommnen. Amerika. Was doch bei den Amerikanern nicht Alles möglich ist! In Pottawatonie County, Jowa, haben neulich zwei Brüder, Namens Kelser, deren einer Vater von drei, der andere Vater von zwei Kindern ist, nach gegenseiliger Verständigung und unter voller Zustimmung der Tauschobjekte ihre Frauen mit einander ausgetauscht. Der eine ist mit seiner neuen Frau nach Missouri aus⸗ gewandert, der andere wohnen geblieben. 5 Verloosungen. Petersburg. Bei der Ziehung der Prämienanleihe vom Jahre 1866 entfielen folgende Gewinne: Serie 13331 Nr. 24 200,000 Silb.⸗Rub., Serie 5262 Nr. 25 75,000 S.⸗R., Serie 8967 Nr. 49 40,000 S.⸗R., Serie 15073 Nr. 41 25,000 S.⸗R., Serie 13528 Nr. 41, Serie 10587 Nr. 8 und Serie 7222 Nr. 46 je 10,000 S.⸗R., Serie 11333 Nr. 21, Serie 5975 Nr. 44, Serie 8481 Nr. 49, Serie 3492 Nr. 29 und Serie 14565 Nr. 13 je 8000 S.⸗R., Serie 6484 Nr. 14, Serie 4290 Nr. 4, Serie 5483 Nr. 18, Serie 16472 Nr. 9, Serie 3434 Nr. 5, Serie 11332 Nr. 7, Serie 1106 Nr. 31 und Serie 8211 Nr. 29 je 5000 S.⸗R. Oeffentliche Ladung. 714 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach- laß des dahier ledig verstorbenen Tonrad Böhmer find bei dem Scribenten Heiarich Rausch in Friedberg dinnen Friß von 14 Tagen so gewiß anzumelden, als sonft sie bel der Feststellung und Vertheilung des Nach; lasses nicht berücksichtigt werden. Friedberg den 3. März 1870. Großberzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 382 Vom 1. März ab werden bei dem Postamte in Frledberg außer den derelts gegenwärtig zum Verkauf gelangenden Sorten noch Bundee⸗Wechsel⸗Stempel⸗ Marken und gestempelle Wechsel⸗Blankets zum Stempel⸗ betrage von 22½ Groschen ausgegeben werden. Darmftadt den 25. Februar 1870. Der N»Poftdirector 0 l Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 705 Mittwoch den 23. I. M. soll in dem Domantal- wald ⸗District Mark nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisbolz. Holzart. ee eee Buchen 4 140 4 550 Eichen— 26— 10 As pen— 6— 9 Nadelholz——— 41 (theils in längeren Schichten.) 11 Eichenstämme von 6— 11“ Durchmesser und 15-457 Länge mit 159 Cubikfuß, * 5 3 Nadelholzstämme von 6—9“ Durchmesser und 1050“ Länge mit 31 Cubikfuß. 21 Eichenssangen von 3½— 5“ Düurchmesser und 15—25“ Länge mit 48 Cubikfuß(Wagnerholz), 210 Buchenstangen von 2½—3½¼“ Durchmesser und 15—25“ Länge mit 298 Cubikfuß(Wagner holz), 2112 Nadelbolzstangen von 1— 5“ Duichmesser und 5 5-40“ Länge mit 771 Cubiksuß, zu Bohnen⸗ 1 stangen, Baumftützen, Leiterbäumen und dergl. f . 1 geeignet. Zausammenkunft Vormittags präcis 9 Uhr auf der bg e an dem Wellerbergsgrund. Nidda am 10. März 1870. 5 Großherzogliche Obersörsterei Nidda Georgi. Bekanntmachung. 741 Die Genehmigung der gesirigen Holzversteigerung im Domantalwald Frauenwald wird den Steigerern blerdurch mit der Anordnung bekannt gemacht, daß die bsuhrscheine bet Großberzoglichem Rentamt Friedberg vom 22. d. M. an in Empfang zu nehmen find und der ersle Abfuhrtag auf den 23. d. M. bestimmt worden ist. Ober⸗ Rosbach den 15. März 1870. Großherzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach : Bingmann. ö Haus⸗Verkauf. 678 Das in der Hurg gelegene Fr. Schweitzer sche N. ist aue freier Hand zu verkaufen. Kauflustige N „„„„„ꝙ:.ũ ollen sich an Pen. Kupferschmied M. Mondigler J. dahter wenden. Bekanut machung betr. Holzversteigerung in den bei Ober⸗ Rosbach gelegenen Domanialwald-Districten Westerfeld'scher Wald und Mainzerhecken. 735 Es kommen zur öffentlichen Versteigerung an die Meiflbietenden: Dienstag den 22. d. M. Stecken Buchen⸗ 3 Stecken Birken⸗, 19½ Stecken Eichen⸗Scheitholz; „ Stecken Birken ⸗ Nadel⸗Prügelholz; Stecken Eichen⸗ und Birken⸗, 5½ Stecken Nadel⸗ Stockholz; Wellen Buchen⸗, 12489 Wellen Eichen- 730 Wellen Birken- und 1200 Wellen Nadel-Retoholz. Mittwoch den 23. d. M. 115 Eichenstämme mit 2707 Cubiksuß, 37 Fichtenstämme„ 312* 1 Birkenstamm„„ 3 15 Fichtenstangen„ 63„ Ferner kommen noch zum Ausgebot 194 Gebund Ginstern. Jedesmal Morgens um 8 Ubr wird in Oder⸗ Rosbach ein Zeichen geläutet und deginnt dann die Versieigerung gegen 9 Uhr am Forstgarten im Wester⸗ feld'schen Wald Ober⸗Rosbach am 12. März 1870. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosdach AN Jochem, Forst⸗Accessist. Holz ⸗Versteigerung. 734 Dienfiag den 22. d. M., Vormittags um 9 Uhr an; sangend, werden im Gemeindewald Fauerbach v. d. H., in den Districten Oberberg und Haide, nachfolgende Holzsortimente versleigert: und Eichen⸗, 4½ * 1 2 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 9 1 1 Prügelholz, 3) 104 7 2 Stockholz, 4) 2400 Stück 1 Wellen, 5) 20 Eichen⸗Werkholzstämme, 300 Cubikfuß haltend. Der Anfang wird im District Oberberg gemacht, gegen Bürgschaft wird das Holz bis Ende October d. J. geborgt. Fauerbach v. d. H. den 14. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach v. d. H. Philipps. Holz-Versteigerung. 740 Im Licher Stadtwald, Distrlet Langenbuchen, kommen den 23. und 24. d. M. nachverzelchnete Dolz⸗ sortimente zur Versteigerung; Mittwoch den 23. März. 104 Eschen⸗, Fichten, Buchen- und Linden⸗Stämme von 6— 19“ Durchmesser und 15607 Länge, 900 Eichen-, Buchen und Fichtenstangen von 15 bis 60“ Länge. Donnerstag den 24. März. 340 Stecken Buchen-, Eichen⸗, Nadel- u. Weichholz⸗ Scheide und Prügelbolz, 120 Stecken desgl. Stockholz, 9000 desgl. Wellen, 4 Doppel Stecken Etchenholz. Der ledesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Dattenröder Vieinglweg. Lich den 15. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich Helm. Ein Webergeselle Stecken Bekanntmachung. 745 Ote Holzversteigerung vom 10. und 11. d. M. im Gemeindewald von Ober-Lais und Fauerbach ist genehmigt und ist als erster Fabhrtag Dienstag der 22. d. M. fefigesetzt worden, an welchem Tag auch gleichzeitig die Ueberweisung stattfindet. Ober⸗Lais u. Fauerdach, 15. März 1870. Großberzogliche Bürgermeifiereien Ober⸗Lais u. Fauerbach eee Se u m. Holz ⸗-Versteigerung. 737 Freitag den 18. l. M., Morgens um 9 Uhr an⸗ fangend, soll im Gemeindewald Nieder- Rosbach nachverzeichnetes Gehölz, als: 6 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 36 Buchenstöcke, 2— Eichenftöcke, 175 Birken⸗ und Eichen⸗Wellen, 18 Eichen⸗Stämme von 15— 35“ Länge und 5½½ dis 11“ Durchmesser, 258 Cubikfuß haltend, 14 Eichen⸗Stangen von 15—30 Länge und 4½—5“ Durchmesser, 54 Cubikfuß haltend, melstbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist oberbalb dem Bainhardswald. Nleder⸗Rosdbach am 15. März 1870. Großherzogliche n Oder⸗Ros bach o st. * Arbeits-Versteigerung. 739 Samstag den 19. März, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bürtau des Unterzeichneten das Aufbrechen und Wiederherstellen einer Cbaussee, veranschlagt zu 76 fl., Pflafterarbeit 10 fl., sowie das Brechen und Fahren der Steine an den Wenigfinehmenden versteigert werden. Rockenberg den 15. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Rockenberg Krämer. Holz ⸗Versteigerung. 738 Künftigen Dlenstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, gelangen im s. g. Haincher Domansalwald, Distriet Steinrutsche, zur Versteigerung: 70 Stecken Buchen ⸗ Scheitholz, 3„ 5 Prügelbolz, r 8 Kiefern- 1c. 30%¼„ Buchen ⸗Stockholz, 7200 Wellen„ Relsholz. 1300„ Kiefern- ꝛc.„ Die Zusammenkunft findet Vormittags ½10 Uhr am Pflanzgarten des genannten Diftriets statt. Heldenbergen den 15. März 1870. Großherzogliche Oberförsterei Altenstadt feinste Transparent, ver Dutzend 48 kr.— 36 kr.— 26 kr. per Stück 6 kr.— 4 kr.— 3 kr. empfiehlt Wilh. Sturmfels, N Dof⸗Apotbeker. Dachschiefer, 589 sehr haltbar, sest und schön blau, in einer immer größeren Tiefe gewinnend, verschiedene Sorten sind wieder auf der Grube„Maria bier zu den billigsten Pretsen zu baben. 8 Gladenbach bei Gießen den 28 Februar 1870. 567 739 kann gegen guten Lobn dauernde Arbeit erhalten, Näheres bel der Exped. d. Bl. Die Diery'sche Schtefergruben⸗Gesellschaft zu Gleßen J. V. Verwalter Krug. 3—— —— . — ̃— — — —— — N 6 gbau-Gesellschast. Friedberger Vergbau-Gesellschaft. 666 Die diesjährige General-Versammlung der Herren Actionäre der Friedberger Bergbau⸗ Gesellschaft findet Donnerstag den 31. März 1870, Nachmittags 3 Uhr, im Hotel Trapp in Friedberg in der Wetterau statt. Nach F. 23. der Statuten müssen diejenigen Herrn Actionäre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Sitze der Gesellschaft in Friedberg bei Herrn Director Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren und dient die Bescheinigung der Hinterlegung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. g 6 Friedberg si. d. Wetterau den 8. März 1870. Der Geérant. Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. Dritte Einzahlung. 588 In Gemäßheit dee§. 4 der Statuten wird hiermit eine dritte Einzahlung auf die zum Bezug von Actien der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft berechtigenden Interims,Certi— ficate, und zwar von 20 Procent des Nominalbetrages der Actien, also mit 70 Gulden oder 40 Thaler per Stück auf die Zeit vom 11. bis 19. April 1870 einschließlich festgesetzt. Bei dieser Einzahlung werden die Zinsen auf die bereits eingezahlten 40 Procent für die Zeit vom 19. Oktober 1869(incl.) bis(excl.) 19. April 1870 im Betrage von fl. 2. 27 kr. oder Thlr. 1. 12 Sgr. per Stück vergütet, und sind daher auf jedes Interims-Certificat effectiv zu zahlen fl. 67. 33 kr. oder Thlr. 38. 18 Sgr. Die weitere Verzinsung der Interims-Certificate mit dritter Einzahlung läuft vom 19. April 1870 an. In dem nämlichen Termin kann statt der Theil auch Vollzahlung geleistet werden. Wer die ausgeschriebene Einzahlung nicht leistet, hat von dem Betrag derselben sechs Procent jährlicher Verzugszinsen vom 19. April 1870 an und eine Conventionalstrafe von fünf Procent zu zahlen und wird unter Angabe der Certificat-Nummer während der ersten vier Wochen nach Ablauf des Zahlungstermins durch dreimalige Bekanntmachung aufgefordert, die rückstandig gebliebene Einzahlung sammt Verzugszinsen und Couventionalstrafe binnen zwei Monaten nach Ablauf des Zahlungstermins nachträglich zu leisten. Solche Interims-Certi— ficate, bezüglich deren dieser Aufforderung vor Ablauf der weiteren zwei Monate nicht voll⸗ ständig nachgekommen sein wird, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf bereits geleisteten Ein— zahlungen aber, sowie alle Anrechte daraus verfallen zu Gunsten der Gesellschaft. Es sind die Interims⸗Certificate vorzulegen und mit denselben nach der Reihenfolge der Zahlen geordnete Nummern⸗Verzeichnisse in doppelter Ausfertigung einzureichen, wozu Formu— lare bei den Zahlungsstellen ausgegeben werden. Die Zahlungen haben zu geschehen: in Frankfurt a. M. bei Herren Gebrüder Bethmann, 15 5 5„ v. Erlanger und Söhne, 17„5 6 Herrn M. Königs warter, „ Berlin 1 1 Jo s. Jaques, „Stuttgart„ der Württembergischen Vereinsbank, „Darmstadt„ Herrn M. Wolfskehl, „ Gießen„ ͤunserer Hauptkasse. Gießen den 21. Februar 1870. Der Ver walt u neges wat h: Baron R. v. Erlanger, Ferdinand, Fürst zu Bsenburg, Präsident. Vice⸗Präsident. 16 großer* 1 U 1 16 großer Hirschgraben. Für Fr U 3 0. 81 655 Billigste Gelegenheit für Vorhänge jeder Art, in allen Breitea, sowie auch fur alle andern Weißwaaren findet man im forkgesetzten Ausverkaufe des Schweizer⸗ Stickereigeschäfts 16 großer Hirschgraben in Frankfurt a. M. — 2 4 2 7. 2 N SEpileptische Krämpfe(Fallsucht) 7 bellt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Hillisch in Berlin, — 6 Mitteiftraße 6— Berests über Hundert geheilt.. Obstbäume. 743 In den Baumschulen der Unterzeichneten können eine größere Anzahl Zwergstämmchen, zum Theile for⸗ mirt, abgegeben werden. Lang, Weinel, 2 Lehrer. Aechter bayrischer, medizinischer Malzzucker, 566 anerkanntes bestes Mittel für Heiserkett und Husten, arzllich 9 e bel 732 werd 0 saconn Wilh. Sturmfels werden gewaschen und neu faconnert in der Stroh. * Sturmfels, Hof⸗Apotheker. hutwascherel von L. Backes 1 J a in 7 5 Ein Bursche gesucht,——. 694 welcher in der Bedienung gewandt und mit Be. 9 handlung von Pferden veriraut ißf, sowie perfect fahren aumwachs und reiten kann. Frledberg den 10. März 1870. in diversen Sorten bei A. Stahl Wittwe. Gatrinirter Aal, à 42 kr, per Pfund, Geräucherter Aal, 653 2 48 kr. per Pfund bei Wilh. Fertsch. Strohhüte 746 Stifft. 575 e 828 3 8 b 1 187 Papierkragen 43 bei K. Friedrich neben der Pot. Schwarze Kaiser-Cinte 4 ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei 4 Bindernagel& Schimpff. Düngemittel 58 der. Chemischen Fabrik Griesheim— in Frankfurt am Main. 645 Sauere phosphorsauere Kalke(Superphos⸗ phate) zur Düngung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reys u. s. w. in drei Sorten. 1 Phosphorit⸗ Phosphat, das robe Knochenmehl ersetzend, Hülfsdünger. 1 Gedämpftes Knochenmehl,(guantsirt) in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Maschinen⸗ und zur Handsaat). 4 Griesheimer Guano(Kali⸗Dünger) feines Pulver“ für Getreide, Reps, Tabak, Kartoffeln, Hopfen u. s. w. Weinberg⸗Guano(Weinberg⸗Dünger). 9 Wiesendünger(Fali⸗Dünger). N Peru⸗Guano⸗ Phosphat.(Gesäuerter Peru⸗ Guano.) I jufsandes Peruanischer⸗Guano, Baker⸗Guano. 5 Mischungen von Superphosphaten mit Kalisalzen. g Futterknochenmehl. s 0 Sodagyps, fein gemahlen. 74 Heltess Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. Billige 11 Preise.— Preislisten, Gebrauchsanweisungen und Ana⸗ iysen gratis.— Garantie der Analysen.— Controle Großher der landwirthschaftlichen Vereine. 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K 1 dbcziglich D 5 5 Verdrech an sagung. mung 744 Allen Anvetwandten und Bekannten, welche mir jblestehen, so innige und liebevolle Beweise ihrer Thellnahme blechen während der Krankheit meines Gaiten, des früheren Graf 90 Bürgermeisters dieser Stadt, f 4 Abs ö Adam Bender, 1 imm gegeben haben, sowie allen Denjenigen, welche denselden augenon zu seiner letzten Ruheftätte geleiteten, sage hierdurch— meinen tiefgefühlten Dank. der Sta Friedberg den 16. März 1870. 4 Ab Ole trauernde Gatter. Noten 8 Fruchtpreise. rath zu ber Malter. der Zei Friedberg, 16. März. Waizen 10 fl. 43, t. dur Ker Kor: 7 fl. 55 kr.; Gerste 7 fl.— kr.; Hafer 4 fl. 45 kr. ibewies Frankfurt, 14. März. Waizen 11 fl. 30 kr. Stras Kor! 8 fl. 50 kr.; Gerste— fl.— kr.;— Hafer 8 fl. 20 fr. 15 ges Grünberg, 12. März. Walzen Jo ft. 56 fr.; d. Korn 8 fl. 15 fr.; Gerste 6 fl. 35 kr.; Hafer 5 fl. 16 f., F. 79 Molter— fl.— kr.; Erbsen 12 fl.— kr.; Linsen— flz beantra — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartosseln 3 fl. 20 fr. 0 Mainz, 11. März. Waizen 11 fl. 29 kr.; Korn 1 1 7 fl. 52 fr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 33 kr; zerbric Kartoffeln 3 fl. 44 kr.; Roggenstroh per 100 Gebun?d sial. Cor 20—22 fl.— kr. n 3 5 5 den pi Astaclilischer Gottesdienst in Friedberg. 8. Beginn:. dach Freitag Abends 5½½ Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff, a Druck und Verlag von Bindernagel 4 Schimpf. — 2 52 — 2 — E