krͤltiger * dahu, Bosen. N. 6 eld, 2 Oratesa adgegete I Naaßbein — dugel rt; gehe egen Nag „ Sirtrbing les a0 krf Laget Gott. liengutllen. Thoma ung 1 1871. —— s Jebrua icke. 1870. Donnerstag den 17. Februar. M. 21. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt Erscheint jeden Dienstag, Dennerstag und Samstag. Hessen. Darnstadt. Die Regierung vat die Gesetzesvorlage über die Zusammenlegung der Grundstücke nunmehr an die Stände ge angen assen. Aus derselben ergibt sich, daß die Wünsche der landwirthschaftlichen Vereine und die Vor— chläge des Generalsektetärs derselben, Oekonomie⸗ ath Dr. Krämer, thunlichsf berücksichtigt wurden. Mainz. Nach dem„M. Anz.“ hat die Octroi-Commission die auf das„Octrei für Sleinkohlen“ bezüglichen, zum Theil gewaltsam veränderten Buchungen der Gemeindekasse mit der Zahl der an den Thoren verwertheten„Einfuhr- zettel“, soweit dieselben noch vorhanden, verglichen und herausgebracht, daß seit Einführung der Scheine das„Soll“ 258,562 fl. 45½ kr., da- zegen das„Haben“ 252,905 fl. 15 kr. belrägt, daß demnach in der Octroikasse für Steinkohlen 5657 fl 30½½ kr. feblen, ein Betrag, der auf rgend eine Weise unterschlagen wurde und daher unter allen Umständen von den Unterschlagern er etzt werden muß. Die Octroi-Commission hat das Ergebniß ihrer Untersuchung mit entsprechen— dem Berichte schon vor 2 bis 3 Wochen dem Broßh. Kreisamte übersendet, und diese Behörde gat die Acten, geprüft und richtig befunden, bereits der Großh. Staatsregierung unterbreitet. Die Bürgerschast harrt nun mit Ungeduld der Ent⸗ cheidung. — Die in Mainz erscheinende Zceitschrift „Israelit“ enthält nachstehendes Telegramm aus Paris:„Graf Daru, Minister der auswärtigen Angelegenheiten, hat Herrn Cremieux das Ver- prechen gegeben, dahin zu wirken, daß sämmtliche Hroßmächte gemeinsam im Interesse der bedrängten ind verfolgten Juden energische Noten an die zumänische Regierung ergeben lassen.“ Preußen. Berlin. ulttags 3 Uhr wurde der Reichstag des nord- veuischen Bundes im Weißen Saale des königl. Schlosses von dem Könige von Preußen im Namen zer verbündeten Regierungen mit einer Thronrede röffnet, in welcher die Mitglieder des Reichstages im Namen der verbündeten Regierungen zur letzten Session der Legislaturperiode willkommen geheißen verden. Der Reichstag soll in dieser Session berufen sein, die unter seiner Mitwirkung geschaffenen und durch einmüthiges Zusammenwirken der ver— bündeten Regierungen ins Leben getretenen In- ktitutionen zu ergänzen und fortzubilden. Zunächst wird die sofertige Vorlage eines Strafgesetzbuches für den norddeutschen Bund angekündigt und eine Reihe weiterer Gesetzesvorlagen in Aussicht gestellt. Sodann wird erwähnt, daß die Steigerung des Verkehrs und die Reform der Besteuerung des Zuckers es gestattet haben, in dem Bundeshaus haltsetat für das Jahr 1871 die Einnahmen an Zöllen und Verbrauchssteuern, sowie an Post— überschüssen böher auszubringen, als im laufenden Etat, wodurch die Aussicht gewährt ist, daß der zrößtre Theil der dauernden Mehrausgaben für die Fortentwicklung der Bundeseinrichtungen, iamentlich für die planmäßige Ausbildung der Zundesmarine, in eigenen Einnahmen des Bundes eine Deckung finde.—— Die Gesammtheit der Zerträge, heißt es weiter, welche den Norden Deutschlonds mit dem Süden verbinden, gewähren zer Sicherheit und Wohlfahrt des gemeinsamen tutschen Vaterlandes dit zuverlässigen Bürgschaften, velche die starke und geschlossene Organisation des orddeutschen Bundes in sich trägt. Das Ver⸗ rauen, welches unsere süddeutschen Verbündeten in diese Bürgschaften setzen, beruht auf voller Gegenseitigkeit. Das Gefühl nationaler Zusam- Redner wurde häufig von Beifall unterbrochen, mengehörigkeit, dem die bestehenden Verträge ihr namentlich aber ven einer siebenfachen Salve, als Dasein verdanken, das gegenseitig verpfändeteser von den Männern sprach,„welche ihre Partei Wort deutscher Fürsten, die Gemeinsamnkeit der unter dem Vorwand verrathen, daß sie sich für höchsten vaterländischen Interessen verleihen unseren das öffentliche Wohl aufopferten.“ Alle anderen Beziehunzen zu Süddeutschland eine von dem öffentlichen Versammlungen, welche stattfinden wechselnden Wege politischer Leidenschaften unab- sollten, waren polizeilich untersagt. hängige Festigkeit.—— Unter den Regierungen,— Der sehr gemäßigte„Siecle“ knüpft an wie unter den Völkern der heutigen Welt ist die die neuesten Beschlüsse der Gerichtsbehörden und Ueberzeugung in siegreichem Fortschritte begr ffen, an die Mittheilungen der offieiösen Blätter über daß einem jeden politischen Gemeinwesen die un- entdeckte Complotie folgende eruste Worte:„Wir abhängige Pflege der Wohlfahrt, der Freiheit befinden uns in Lollster Reaction und wir bitten und der Gerechtigkeit im eigenen Hause zustehe alle Bürger, nicht aus dem Auge zu verlieren, und obliege, und daß die Wehrkraft eines jeden daß alle Hoffnungen auf Conststuirung des par⸗ Landes nur zum Schutze eigener, nicht zur Beein-lamentarischen Regimes an der Stelle des persön⸗ trächtigung fremder Unabhängigkeit berusen sei. lichen, die wir am 2. Januar hegen durften, am —— Schließlich wird die Hoffnung ausgesprochen, 10. Januar durch den Pistolenschuß von Auteuil det Reichstag werde durch die Lösung der vor- vereitelt wurden. Es stellt sich immer mehr heraus: liegenden Aufgaben die Erfolge des gegenwärtigen Das Kaiserthum ist mit der Freiheit unvereinbar. Reichstages zu einem Abschlusse bringen, welcher Großbritannien. London. Die„Times“ die damit verbundenen Mühen durch den Dank milden, daß die franzöfische Regierung dem Papste der Nation lohnen und diesem Reichstage eine ihr Miß vergnügen über die absolutistische Regierung hervorragende Stellung in der Geschichte der angedeutet und mit der Abberufung der Truppen vaterländischen Institutionen sichern wird. zwar nicht gedroht habe, aber doch bemerkte, daß — Der Reichstag ist bis zum 15. d. noch dieselbe längst beschlessen sei, da Frankreich die beschlußunfähig gewesen, da sich die erforderliche Integrität des Kircheustaats auch obne Besatzungs⸗ Anzahl Abgeordneten nicht eingefunden hatte. truppen garantiren könne. — Der Ausschuß des Congresses deulscher] Italien. Aus Rom wird vom Concil Volkswirthe hat beschlossen, den diesjährigen Con- gemeldet, der Papst habe erklärt, daß die Vor- greß in Lübeck abzuhalten. Zur Berathung schläge, welche schon von Commissionen untersucht Am 14. d. Nach⸗ kommen 1) das Armenwesen; 2) die gesetzgeberischen Aufgaben des norddeutschen Bundes gegenüber dem Bankwesen; 3) die Münzfrage; 4) die Strikes; 5) die Haftbarkeit für Seeunfälle; 6) die Canal- und Flußschifffahrt. Sachsen. Dresden. Der von der zweiten Kammer gefaßte Beschluß, die Regierung möge“ dahin wirken, daß sämmtliche zum norddeutschen Bunde gehörigen Staaten ihre besondere diplo— matische Vertretung aufgeben, wurde von der ersten Kammer abgelehnt. Bayern. München. Gutem Vernehmen nach besteht Fürst Hohenlohe auf seiner Entlassung. Ueber seinen Nachfolger verlautet noch nichts Bestimmtes. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ meldet in Bestätigung ver Nachricht von gemein— samen Schritten Oesterreichs und der übrigen katholischen Mächte gegen die Annahme des Syllabus durch das Concil, der österreichische Botschafter in Rom, Baron Trautmannnsdouyff, habe die betreffende Depesche des Grafen Beust bereits erhalten. — Aus den Provinzen kommen allerlei Hiobs— posten über die Folge der außerordentlichen Kälte in der vorigen Woche. In Wien sank die Tem- peratur nur bis zu 17 Grad, in Linz(Ober- österreich) bis 22, in Klagenfurt(Kärnten)] bis 28, in Klausenburg(Siebenbürgen) bis 29 und in Czernowitz(Bukowina) bis 31 Grad. Auf der Nordbahn erfroren 14 Ochsen, welche in offenen Wägen nach Wien transportirt wurden. Auf der Bahnstrecke Czernowitz⸗Suczawek mußten die Züge reducirt werden, da ein großer Theil des Personals in Folge der grimmigen Kälte dienstuntauglich wurde. Frankreich. In einer im Circus der elp- setischen Felder abgehaltenen öffentlichen Versamm— lung, welcher gegen 5000 Personen beiwohnten, hielt Hr. Jules Favre einen Vortrag„über die Bürgerpflichten.“ Die Herren Picard, Carrot und Glais-Bizoin bildeten das Büreau. Der bier umsteigen worden sind, einfach vorgelesen werden und dann ohne Discussion vom versammelten Concil ent- weder genehmigt oder verworfen werden sollen. Dieser Entschluß hat die lebhafteste Opposition erregt, besonders von Seiten der deutschen Bischöfe, die sich der Abstimmung enthalten werden, sobald es ihnen nicht erlaubt ist, über die vorgelegten Fragen zu diseutiren. Amerika. Die Begräbniß- Feierlichkeiten Peabody's haben am 8. Februar in Peabody (Massachusets) stattgefunden. Der Trauerzug, welchem sich Prinz Arthur von England, der bri— tische Gesandte und viele Abgesandtschaften ver— schiedener Staatslegislaturen und Municipalbe— hörden angeschlossen hatten, bestand aus mehr als 200 Equipagen und 5000 Personen zu Fuß. Frankfurt. In der jüngsten Sitzung des land⸗ wirchschaftlichen Monatsclubs, welche von 50 Mitgliedern besucht war, kam zunächst die beim Reichstage des nord— deuischeu Bundes zu überreichende Denkschrift, betreffend die Befürwortung der Branntwein-Fabrikalsteuer, zur Vorlage. Dieselbe wurde in all' ihren Theilen genehmigt und der Beschluß gefaßt, solche den verschiedenen landwirthschaft⸗ lichen Vereinen mit der Aufforderung zum Vorgehen in gleichem Sinne zuzustellen. Eine erregte Discussion ent spann sich hierauf über das landwirthschaftliche Unter⸗ richtswesen, namentlich über mehrere vom Referenten vorgeschlagene Resolutionen, welche sich dahin aussprachen, daß eines der fundamentalsten Mittel zur dedung der wirthschaftlichen und socialen Verhäͤltnisse des größten Theils der landwirrlbschaftlichen Bevölkerung in Förderung des landwirihschastlichen Fortbildungsunter⸗ richts zu suchen sei, und daß Fortbildungsschulen nur dann erfolgreich ins Leben gerusen werden können, wenn der Staat den Schullehrern in den Seminarien eine über das jetzige Maaß hinausgehende Ausbildung vor Allem in den Naturwissenschaften verschafft, um dieselben dadurch zu befähigen, Fortbildungsunterricht zu ertheilen; und wenn die Gemeinden die Pflicht einseden lernen, alle Be dingungen solcher Fortbilduntzsschulen(Locale, Lehrmittel, Heizung, Licht, Remuueration des Lehrers) zu slellen. Die Beschlußnahme über diese Resolutionen wurde dei dem Auseinandergehen der Ansichten der am 7. Marz stallindenden Sitzung vorbehalten. Frankfurt. Seither mußten die Reisenden, welche von Basel und dem Rhein herauf nach Berlin ꝛc. reisten, Dieser Mißstand wird im Laufe dieser der 1 1 Woche dadurch beseitigt, daß eine directe Beförderung vom Weser⸗Bahnhof aus über die Verbindungsbahn stattfindet.— Die Taunnsbahnverwaltung hat einen in jeder Beziehung lobenswerthen Beschluß gefaßt, indem von jetzt ab nicht allein für die dritte Klasse Damen ⸗Coupés, sondern auch Heizung mittelst Füllöfen noch in dieser Woche eingeführt doird. Möchten die Staatsbahnen diesem schönen Beispiele folgen; namentlich dürfte die Weserbahn dessen eingedenk sein. Mainz. In Folge der anhaltenden strengen Kälte bat sich das Rdeineis so stark eingestellt, daß jetzt der Strom auch vor unserer Stadt mit einer festen Decke versehen ist. Im ganzen Hafen, fast ein Drittheil der Breite des Stromes, ist dieses bereits seit einigen Tagen der Fall. Das glücklicher Weise seltene aber prachtwolle Schauspiel hat auch seine Schatltenseiten. Dei der Unzu⸗ länglichkeit und unpraktischen Anlage unserer Winterhäfen it es den Schiffern und Mühblenbesitzern nur mit großen Kosten gelungen, ihre Gefäße zu bersen. Hundert Gulden Schlepplohn verlangte die Taunusbahn auf der kurzen Strecke quer über den Strom für je eine Rheinmühle.— Von Ober⸗Wesel meldet man, daß sich das Eis schon bis unterhalb Bacharach gzestellt hat. Aus Coblenz kommt die Mittheilung, daß die Mosel auf einer Strecke von 12— 14 Stunden fast ohne Unterbrechung fest zu⸗ gefroren ist. Worms. Wir haben kürzlich berichtet, daß vor einigen Wochen dahier ein junger Mann ankam und fich einer hiesigen Wittwe als deren Sohn vorstellte, welcher vor mehreren Jahren nach Amerika ausgewandert sei. Die Wittwe in das größte Erstaunen dadurch versetzt, da sie bereits seit mehreren Jahren im Besitze eines Te des⸗ scheines dieses ihres Sohnes ist(er soll nämlich in den letzten amerikanischen Kriegen gesallen sein,) gab sich in den ersten Momenten der Ueberraschung wirklich der Illu⸗ sion bin, das sich ihr vorstellende Individuum könne am Ende doch ihr Sohn sein und der in ihrem Besitze befindliche Todesschein sei vielleicht irrthüm⸗ lich ausgestellt, wie dies in längeren Kriegen leicht vorkommen kann. Die Gesichtszüge dieses gleichsam von den Todten auferstandenen Sohnes kamen ihr aber immer unbekannt vor; hierüber setzte sie sich jedoch mit dem Gedanken hinweg, daß vielleicht klimatische Verhältmisse diese Veränderung in der kurzen Zeit der Abwesenbeit bei ihm bewirkt hälten. Merkwürdigerweise erkennen aber auch dessen Schul⸗ und andere Freunde ihn nicht ale denjenigen an, der er sein wollte; auch er erkannte sie nicht mehr.— Gestützt auf die gute Aufnahme, welche er bei seiner angeblichen Mutter gefunden, machte er sich in kurzer Zeit nicht unbedeutende Anschaffungen auf Kosten der Mütter und— verschwindet. Jetzt erst sieht die un⸗ glückliche Frau, daß sie betrogen wurde. Dieses Indi⸗ viduum soll außer Landes verhaftet und eine Untersuchung gegen dasselbe in vollem Gange sein. Newyork. Ein Darmstädter Bankhaus veröffentlicht die ihm auf erfolgte Anfrage bei einer der ersten Firmen in Newyork bezüglich der amerikanischen Eisenbahnprieri⸗ täten gewordene Auskunft, welche lautet: Die sämmtlichen verschiedenen Eisenbahnprioritäten verdienen kein Ver⸗ trauen. Amerikanische Eisenbahnwerthe, welche gut fun⸗ dirt sind, haben stete in Amerika selbst reißenden Absatz gefunden und besitzen, wie die Newyorker Courszettel aus⸗ weisen, die höchsten Ceurse daselbft. Wenn alse zu deren Export nach Europa gegriffen wird, se geschieht dies dem⸗ nach aus dem Grunde, weil selbe in Amerika nicht leicht verkäuflich sind, ws um so sprechender für die Beurthei⸗ lung dieser Effecten hinweiß, als doch diese Prioritäten zu einem außerordentlich billigen Preist bei verhältnißmäßiz sehr großem Zinsfuß aus gebeten werben. Wenn sich Frankfurter Firmen mit deren unaufhörlichen Ankündigung beschäftigen, se i dies daraus zu erklären, daß bei deren Verkauf ein hoher Provisionssatz eingeräumt wird, der um so verführerischer wirkt, als diese Effeeten von diesen Häu⸗ sern nur in Option genommen werden. Die geseßliche Verfassung für Eisenbahnwerthe, resp. Verwaltungen in Amerika lassen weiten Spielraum zu Uebertretungen und Unregelmäßigkeiten und laufen die amerikanischen Priori⸗ täten dadurch um so größere Gefahr, als das Actienkapi⸗ tal dieser Gesellschaften nur klein gegriffen und meist mit dem Verkauf der Pcioritäten begonnen wird, etze ein Actienkapital nur existirt. Ans der Periode von 1848, wo an ähnlichen Eisenbahnwerthen ungeheure Verluste erlitten wurden, nachdem auch deren Vortheile fortwährend auspesaunt worden waren, sollte das deutsche Publikum eine Lehre ziehen. 2 Die Erdbeben. Vortrag von Herrn Reallehrer Klein. Wir sind gerade in der letzten Zeit wieder nachdrücklich daran gemahnt worden, daß es unter unsern Füßen nicht geheuer ist. Fast überall auf der ganzen Erde, in Amerika, im südlichen Eismeer, in Kleinasien, in fast allen Theilen von Europa kamen zum Theil oft wiederholte und heftige Erderschütterungen vor, und noch leben in unserer nächsten Nähe die Bewohner der Ebene zwischen Rhein und Main unter dem beängstigen⸗ den Eindruck fortdauernder Erdstöße und Deto— nationen. Die Vorträge des Herrn Reallehrers Klein über diesen Gegenstand sind darum recht eigentlich„zeitgemäß“, und erscheint es bei dem Interesse, das ausnahmslos alle Leser d. Bl. an der Erdbebenftage nehmen müssen, geboten, über diese Vorträge etwas ausführlicher zu be⸗ richten, als es sonst der hier gestattete Raum ermöglicht. Der Redner begann seinen ersten Vortrag mit einer ergreifenden Schilderung der in Rede stehen⸗ den schrecklichen Naturerscheinung, unter speciellem Hinweis auf das Erdbeben von Caracas im Jahre 1812, das von Lissabon 1755 und das don Calabrien 1783. Es kam ihm darauf an, gleich von vornherein drei Punkte festzustellen: die über alle Begriffe entsetzliche Wirkung der Erd- beben, ihre Häufigkeit und ihre ungeheure Aus- dehnung(das von Lissabon erstreckte sich über den 12. Theil der gesammten Erdoberfläche). Zu der Frage nach der Ursache dieser Erscheinung übergehend, bezeichnet er seinen Standpunkt zu derselben, indem er sich zu der von Alexander o. Humboldt aufgestellten Theorie bekennt, welche die Erdbeben mit den vulkanischen Eruptionen in Verbindung bringt und sie als eine Folge der Gegenwirkung des feuerflüssigen Erdinnern gegen die erstarrte Erdrinde darstellt. Zur Erläuterung des damit Gesagten erinnert Redner an seine im vorigen Jahte gehaltenen Vorträge und wieder⸗ holt in kurzer Uebersichtlichkeit die einzelnen Stadien, die bei der Bildung des Erdkörpers zu unter scheiden sind. Erstes Stadium: Die Erde war ein Gas ball von ungeheurer Ausdehnung. Zweites Stadium: Dieselbe ist durch Verdichtung und Zusammenziehung zu einer glühenden Masse ge- worden. Drittes Stadium: Durch Wärmeaus⸗ strahlung erkaltete die Oberfläche, es bildete sich eine feste Rinde, die jetzt in einer Dicke von etwa fünf Meilen das noch feuerflüssige Erdinnere ein- schließt. Eine Folge der Erstarrung war aber Zusammenziehung der Erdrinde und dadurch zu⸗ sammenpressender Druck auf die eingeschlossene feuerflüssige Masse, die ihrerseits, da sie wenig zusammenpreßbar ist, eine Rückwirkung auf die Erdrinde ausüben mußte, wodurch dieselbe an verschiedenen Stellen riß und der Lava einen Ausweg gestattete(Vulkane), oder wenigstens in erzitternde Bewegung versetzt wurde(Erdbeben). Dasselbe Verhältniß von Ursache und Wirkung existirt aber noch immer, und auch unsere heutigen Erdbeben Ind darauf zurückzuführen. Diese Theorie fand alsbald nach ihrem Auf⸗ treten Gegner. Es bildete sich eine sog. neue Schule. Sie will von einem feuerflüssigen Erd⸗ innern nichts wissen, sondern erklärt die Erdbeben so: In der Erde entstehen in Folge Jahrhunderte langen Ausspülens und Auslaugens durch das Wasser Höhlungen von bedeutender Größe. Die vieselben einschließenden Gebirgsmassen geben end ⸗ lich nach und stürzen mit riesiger Wucht in die hohlen Räume. Daher die Erschütterungen, daher das unterirdische Getöse. Zur Widerlegung dieser Theorie legt sich Redner drei Fragen vor: 1. Gibt es so bedeutende Höhlungen(etwa von einer Meile Umfang)? 2. Wenn's deren gibt, werden die darüber befindlichen natürlichen Ge⸗ wölbe einstürzen? 3. Könnten, wenn dies geschähe, dadurch Erschütterungen hervorgebracht werden von der Stärke und dem Umfang unserer Erd- beben? Antwort? Höhlen gebe es allerdings, es seien viele bekannt, nur reiche selbst die bedeutendste, die Mammuthshöhle in Kentuckg in Amerika, auch nicht im entferntesten an die in Anspruch genommene Größe heran. Die Behauptung aber, es seien eben nur erst die kleineren entdeckt, die größeren dagegen noch nicht aufgefunden, würde sich ebenso ausnehmen, wie etwa die, man habe von einer Anzahl verloren gegangener Stecknadeln und Kanonenkugeln zwar alle Stecknadeln auf⸗ gefunden, doch nicht eine einzige Kanonenkugel. Oder sollten dieselben in einer Tiefe sich finden, bis wohig der Mensch noch nicht gedrungen? Die neue Schule läßt sie durch das Wasser entstehen; alles Wasser aber deingt von der Oberfläche nach dem Erdinnern, in größere Tiefen wird selbst- verständlich nur der geringere Theil gelangen, und dieser sollte größere Höhlen ausspülen als die bedeutendere Wassermasse in der Nähe der Oberfläche? Facit: Es gibt keine Höhlen von solcher Größe. Aber zugegeben, sie seien vor⸗ handen, wie steht's mit dem Einsturz? Abgesehen davon, daß da oder dort einmal sich ein paar Kubikklafter Gestein loslösen können, becneint Redner auch diese Frage. Bekannt sei, daß Gewölbe um so besser trügen, je dicker sie seien. Ein einfaches Experiment weise aber bestimmter nach, was es mit dem Einsturz auf sich habe. Man lege eine Eierschale auf den Tisch mit der Höhlung nach unten, und man hat eine von der sog. neuen Schule vorausgesetzte Höhle en miniature. Nun stülpe man eine ent⸗ sprechend weite Blechröhre darüber von beträcht⸗ licher Höhe, fülle sie vorsichtig bis oben mit Sand, und das Gewölbe darunter, die Eierschale, wird nicht eingedrückt werden. Die ganze Sandmasse bildet nämlich ein System von Gewölben, die alle ihren Stützpunkt in der Wand der Blechröhre haben. Ja die Blechröhre kann weggenommen werden, ohne daß der Sand herausfällt. Genau so ist's mit der überall eingeklemmten und ein⸗ gezwängten Erdmasse über einer Höhle. Redner will indessen über die Maßen splendid sein. Er will auch den Einsturz zugeben; was wäre auf vie 3. Frage zu antworten? Einer der gegnerischen Wortfährer nehme ein Einsinken von einem Zoll an; Redner hat keine Veranlassung darüber hinaus⸗ zugehen. Gesetzt den Fall nun, ein Berg von einer Meile Umfang, etwa der Winterstein, senke sich um einen Zoll,, würde, fragt der Redner, eine Erschütterung dadurch entstehen, daß 300 Städte und Dörfer in einem weiten Umkreis bis zur völligen Unkenntlichkeit verwüstet würden, wie bei dem Erdbeben von Calabrien 17832 Dabei sei noch Folgendes beachtenswerth. Bei einem Erd⸗ beben in Südamerika wurde ein gegen 20“ in die Erde eingerammter Mastbaum herausgestoßen und in die Höhe geschleudert; Leute wurden weit über die Häuser in den Hafen geschleudert und so gerettet. Bei dem Erdbeben, das im Jahre 1797 die Stadt Riobamba in Südamerika zer störte, fanden sich Leichname auf einem mehrere hundert Fuß hohen Hügel. Die Gewalt des Stoßes hatte die Unglücklichen dort hinaufgeworfen. Was beweise das? Die Stöße kommen von unten, ihre Wirkung geht nach oben; nicht umgekehrt, wie es sein müßte, wenn sie die Folgen von Ein- senkungen wären. Ferner: Eine Bergsenkung sei nothwendig ein einmaliges, rasch vorübergehendes Ereigniß. Eine mäßige Erschütterung möge da ⸗ durch bewirkt werden, dann aber sei die Sache abgethan. Wie stimmt dazu die Allgemeinheit und die bis in's Unzählige gehende Häufigkeit der Erdbeben?„In Südamerika,“ sagt Alexander v. Humboldt,„sind sie zu Zeiten fast tägliche Er⸗ scheinungen, Niemand macht sonderlich Aufhebens davon, und wenn man aus allen Theilen der Erde Nachricht haben könnte, so würde sich zeigen, daß kaum ein Tag verginge, ohne daß irgendwo Erdstöße verspürt würden“; die Erdbeben von Großgerau zählen auch schon in die Hunderte. Und endlich: Woher die Lavaströme des Vesur von oft 4 Meilen Länge, des Skapta Jökul auf Island, aus dem bei einer furchtbaren Eruption drei Ströme sich ergossen von zusammen 32 Meilen Länge? Woher die ganze zu Tage getretene Lava⸗ masse, die Redner auf ¼ Kubikm., d. h. auf eine Größe berechnet, als wenn der Raum von hier. nach Niederwöllstadt, Holzhausen, dem Winterstein und von da nach Friedberg bis zu einer Höhe des 35 fachen unsers Kirchthurms mit feuerflüssiger Masse angefüllt wäre? Die sog. neue Schule habe darauf die Antwort: Steinkohlenflöze sind da unten in Brand gerathen, daher die glühen⸗ den Ströme. Wohl gebe es brennende Stein- kohlenlager, so z. B. nicht fern von uns in Kurhessen, am Rhein, aber Lava sei noch keine ausgeflossen. Zur Lavabildung gehöre mehr als Hochofen⸗ hitze und dazu wiederum gewaltiger Luftzutritt, und der gerade fehle unter der Erde. Da sei das Brennen nur mehr ein Glimmen. Nein, diese Massen seien keine Produkte von unterirdischen Steinkohlenbränden, sie entstammten dem feuer: flüssigen Erdinnern, das zur Zeit noch die Mächtig⸗ keit von der Kleinigkeit von etwa 1700 Meilen Durchmesser hat. Das beweise auch die Ueber- einstimmung in der chemischen Zusammensetzung aller Lavaergüsse, auf welchen Theilen der Erde und zu welchen Zeiten sie auch hervortraten. „Almey' del Frier eigert: 20 75½ 100% 9447 8095 2497 621 4380 Ni 158 sougestt. dung —— 5 In und Sau Jselgendt! Diensta 0 mein Nin n ** 0 I ale auf 1 15 Nan* dungen ie tut · en betracht, n Sen alt, din Sudugst den. dit alt N Olechtöhrt Asenennt A. Genau u ud tis Me. Nidaer u fein. Et dart auf gtgatrischen ten Zel Udet hinaus · Berg vor erdtin, senkt tent, tiut 300 Stade tis dig lar den, wie hel T Dadei se tinem Erd ten 200 in tanigtstoßen wurden del Reudert u; u in John dantrila in- ta uthtr Gewalt da n arfgtwerin u den uin, * Arlehn r 0 Ein · gienlurg dei ddtigtdtdtt 1b nöge de⸗ d bit Sache Agentirbtt „* Haufzlt 2 Alcan löglicht E. 9 Auspeben Edietal ladung. 158 Nachdem Peter Henkel, Sohn des verstorbenen Sattlers Deinrich Ludwig Karl Wilhelm Henkel von ier, unter Zustimmung des für seinen abwesenden bruder Karl Henkel ad hune actam bestellten Curators nit nachfolgenden Immobilten: Gemarkung Bad⸗Naubeim. p. M. B. 530. Brl. 1. Rib. 2½. Acker am Eselsweg, 5 359.„—„ 35.„ neben dem Ock⸗ städter Weg, 1 53.„—„ 34.„ ind. rotben Heil, 898.„ 1.„ 23½.„ am Ocfstädter Weg, 555 8 21 auf dem Haag, U* 8 hertauft bat, so wird genannter Carl Henkel mit Rück- icht auf das ihm zustebende Miteigenthumsrecht bter⸗ utt aufgefordert, binnen 2 Monaten, von beute an, des⸗ allsige Erklärung dahier abzugeben, widrigenfalls nach Tntrag seines Curators verfahren wird. Bad⸗Naubeim den 18. Januar 1870. rr N Nr Bad⸗Nauheim rich. Holz⸗Versteigerung. 20 Montag den 21. Februar wird in den Frh. „ Frauckenstein'schen Walddiftricten„Rabennest' u. Allmey' in den Gemarkungen Ockstadt und Straßheim el Friedberg nachverzeichvetes Durchsorstungsholz ver⸗ eigert: 2¾ Stecken Buchen ⸗ Scheitholz, 57t* 8 Piugelbolz, 10 Eichen⸗. 5447 Wellen Buchen⸗Reisholz, 8395 7 Eichen und Birken ⸗Reisholz, 2497„ Aspen- und Weiden⸗ 62 Stück Eichen⸗Stangen von 3—7“ mittl. Durch⸗ een„ messer u. 15—20˙Länge. Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr in em Oistrict„Rabennest“ zunächst dem neuen Wege statt. Credit dis zum 1. September 1870. Ockstadt am 9. Februar 1870. Der Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberförster ilbrand. W 1 Holz⸗Versteigerung. 38 Mittwoch den 23. d. M., Morgens 10 Uhr, blen in dem Fürstl. Walddistritt Herrengarten dei Dillingen: 163 Eichen⸗Stämme zusammen 7239 Cubikfuß, 10„ Stangen 2 40 5 durchschnittlich von 15“ Stärke und 20-607 Länge; dann im Distrikt Eichkopf ebendaselbst: 9 Eichen⸗Stämme zusammen 547 Cubiksuß, 28 Kiefern⸗„— 205 5 1001„ Stangen 5 2406 5 vnkauft werden. Donnerstag den 24. d. M.. Morgens 10 Uhr, vörd die Versteigerung ebendaselbst mit Brennholz d zwar: 260 Stecken Eichen-, Buchen- und Kiefern ⸗Scheit- und Prügelholz, 86 Stecken desgl. Stockholz. 460„„ Reiser und 158 Schichten Durchforstungsreiser srtgesetzt. dungen am 8. Februar 1870. Zürstliches Rentamt Diemme. Versteigerung. 54 Im Licher Stadtwald, Digricten Ettingshäuserkopf id Saulach kommen den 22., 23. und 24. d. M. selgende Holzsortimente zu Versteigerung: dienstag den 22. u. Mittwoch den 23. Februar. 172 Fichten⸗ und Kiefern- Stämme bie 13“ Durch- messer und 707 Länge, 1615 Fichten ⸗ und Kiefern⸗Stangen. Donnerstag den 24. Februar. 30 Stecken Kieferr-Prigelbolz, 36„„ Stocktholz. 5150 Klefern⸗Wellen. Der sedesmalige Anfang ift Morgens 9 Uhr an der Feder-Bessinger Grenze am Ettingshäuser Fußweg. Lich deu 14. Februar 1870. Großherzogliche Vürgermeisterei Lich elm. Holz-Versteigerung. 164 1 Stecken Birken⸗Scheitbolz, 1 Nadel- 1 131½„„ Prügelbolz, 9„ Stockholz, 7618 Stück„ Wellen, 4 Läste Allerleiholz. Gegen Bürgschaft wird das Polz bis zum 1. Oet. J. creditirt. Ober⸗Mörlen am 14. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermelsterel Ober-Mörlen 24 4. Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr an] angend, sollen im hiesigen Gemeindewalde, Distriet! Tbitz, nachbezeichnete Dolzsortimente versteigert werden:] 458 Nachdem sich ergeben hat, daß für das hiesige academische Hospital seit Jahren von Privaten, Gemeinden, öffentlichen und Gewerbskassen für die Verpflegung und Behandlung ihrer Angehörigen vielfach großere Beträge erhoben, als mit der Kasse der Anstalt verrechnet und abgeliefert worden find, so sehen wir uns veranlaßt, die Bedingungen bekannt zu machen, unter welchen heilbare Kranke in dem hiesigen Krankenhause jederzeit Aufnahme finden können. Fur Kranke, welche kein besonderes Zunmer für sich in Anspruch nehmen, wird berechnet: für die gesammte Verpflegung und Behandlung täglich 18 kr.(5 Sgr.) Wenn der Aufenthalt der Kranken sich über 100 Tage hinauszieht, die Kosten also 30 fl. erreicht haben, stellt das Hospital von da ab keine weitere Forderung, wenn die Beendigung der Behandlung einigermaßen in naher Aussicht steht. Im entgegengesetzten Falle wird man es dem Kranken und dessen Angehörigen frei stellen, einen neuen Vertrag ein⸗ zugehen, oder das Hospital zu verlassen. Jedenfalls wird ohne diese Voraussetzung keine höhere Rechnung gestellt werden. Für ein noch nicht einjähriges Kind mit Wärterin wird bezahlt täglich 24 kr.(7 Sgr.) Das Hospital trägt keine Kosten für Transport oder fär Bekleidungsgegenstände, welche den Kranken außerhalb des Hospitals mitgegeben werden müssen. Die Kosten der Beerdigung müssen von den Angehörigen getragen werde. Für die Behandlung der Krätze wird, ohne Rücksicht auf die Dauer, berechnet: 5 fl. Personen, welche ein Zimmer für sich allein in Anspruch nehmen, zahlen pro Tag 1 fl. (17 Sgr.) Der Verwalter ist verpflichtet, für jede Vorlage oder definitive Zahlung eine Quittung auszustellen, auch wenn sie nicht verlangt werden sollte. Die Directoren der Abtheilungen sind ermächtigt, theilweisen oder völligen Nachlaß zu bewilligen. a Man erwartet der Regel nach bei dem Eintritte der Kranken entweder eine Anzahlung, deren etwaiger Ueberschuß bei dem Austritte zurückgegeben wird, oder die Beibringung einer Bescheinigung, welche die Zahlung sicher stellt. Gießen den 1. Februar 1870. Die Direction des academischen Hospitals Dr. Wernber. Dr. Seitz. Spielkarten 2613 zu 56 kr., 1 fl., 1 fl. 6 kr., 1 fl. 12 kr., 1 fl. 18 fr., 1 fl. 24 kr. und 1 fl. 30 kr. per Dutzend mit Stempel empfiehlt P. Ganß in Vilbel Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. 457 Die Geschaftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1809 waren überaus günstiger Art. Durch einen reichen Zugang an neuen Versicherungen(3182 Personen mit 6,620,800 Thlr.), welcher erheblich größer war als in irgend einem der früheren Jahre, ist die Zahl der Versicherten auf 35150 Pers., die Versicherungssumme auf 65,050000 Thlr., der Bankfonds auf etwa 16,300000 Thlr. gestie gen. Bei einer Jahreseinnahme von 3,000000 Thlr. waren uur 1340000 Thlr. für 780 ge storbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurückbleibt und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aus sicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden nahe an Drei Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt. Die im Jahre 1870 für das zum Theil von schweren Ereignissen heimgesuchte Versicherungsjahr 1865/68 zur Vertheilung kommende Dividende beträgt 34 Prozent. Versicherungen werden vermittelt durch Hofgerichts⸗ Advocat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnehmer Louis Höhler in Büdingen. Schneider, Holz- AA 462 Montag den 21. l. M., Vormittags Ubr an⸗ fangend, soll im Gambacher Gemeindewald nach verzeichnetes Holz meistbietend versteigert werden 37 Stecken Buchen ⸗Prügelholz,. 137 5„ Stockholz, 463 die außer dem Hause für ein Perrenklelder⸗ 10000 Buchen⸗Relsbolz⸗Wellen, Fabrikgeschaͤft en gros zu arbeiten beabsichtigen, finden immerwährend Beschäftigung. Solche, die für ein ähnliches Geschäft bereits gear⸗ beitet haben und Näbmaschinen besitzen, erhalten den Vorzug. Meldungen find Schnurgasse 38, 1. Etage, in Frankfurt a. M. anzubringen. Thee, Die Zusammenkunft ist am Kirch⸗Goͤnser Weg an 292 e gres 4 en detall, reine uuverfälschte direct der langen Schneise. Gambach den 14. Februar 1870. importirte Waare empfieblt Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. Groß berzogliche Bürgermeisterei Gambach La u k. 429 Das von Herrn Assessor de Beauclair dewobnte Logis ist anderweitig zu vermietben und vom 1. Mai Rath und Hilfe beziebbar. Auf Verlangen kann dasselbe auch schon 72 für Alle, die sich geschwächt haben, bietet in vollkommen reeller Weise das Buch: früber abgegeben werden 0 Friedberg den 11. Februar 1870. Dr. Betau's Selbstbewahrung Adolph Engel, Metzgermeister. mit 27 pathol.-anatom. Abbildungen. Filet-Vecken, 72. Auflage erschienen und hat, lt. allen Regiecungen vor— 1232 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen Personen ihre Gesundbeit verschafft. Verlag von . Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig und dort, sowte in jeder Buchhahdlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen. l Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen J 8 und 14 kr. stets zu baben bel gelegten Denkschrift in 4 Jahren über 15,000 Bindernagel& Schimpff. K. Friedrich neben der post. Hotel zu den drei Schwertern. 0 W in eee 459 Fastnachts⸗Abendunterhaltung ö Streich Concert an Liederkranz. Sonntag den des Hotel Trap y. Beginn Der Vorstand. mit Tanzkränzcehen, ausgeführt von der ganzen Kapelle des hiesigen Jäger ⸗ Bataillons. Anfang 7 Uhr.— Schluß 12 Uhr. Die Möbel- Verloosung 456 findet den 21 d. M. bei Herrn Gastwirth Heinrich Entrée für Herren Is kr., für Damen 9 kr. Aletter flat. Theilnehmer find freundlichst eingeladen. 1 465 Zu zablreichem Besuche ladet ergebenst ein H. J. Simon. e e ee, Jean Will. 5 0 5 1 5 5 Choeolade, per Täfelchen 1, 2 und 3 kr. 1 Vorschuß- und Credit-Verein Zu Reiche gheim. Sede e el acer ee 1 5 8 zur Linderung bel Husten und Heiserkelt, 464 Sonntag den 20. d. M., Mittags 3 Uhr, General-Versammlung im Gasthaus Amerikanische Malz⸗ Bonbons empfehlt zur Lilie daselbst. 455 10 Tagesordnung: 90 1) Festsetzen der Dividende fürs Geschäftsjahr 1869. 2) Wieviel Procente des Reingewinns pro 1869 werden sollen. 3) Festsetzen der Gehalte der Verwaltungsbeamteu für 1870. 4) Ergͤnzungs wahl der Rechnungsprüfungs⸗Commission. Geschäfts⸗ Verlegung. 441 Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Geschäftsfreunden die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen mein Geschäft aus dem Gras'schen in dae früher Bäcker Steinhäuser'sche Haus, nächst der Post, verlegt habe. Vitte das mir bisher geschenkte Wohlwollen auch zum Sicherheitsstock geschlagen Christian Han Montog den 14. d. M. nach Leiden sanft entschlafen ist. . wir allen Denen, welche den seiner letzten Ruhestätte deg innigften Dank. M. Philippi, Hof⸗Conditor. —. 3 A Codes-Anzeige und Danksagung. 460 Verwandten Freunden und Bekannten hier⸗ mit die schmerzliche Anzeige, daß unser innigst⸗ gellebter, guter Gatte, Vater, Bruder u. Schwager ste in langem schweren Indem wir um stille Theilnahme bitten, sagen Verstorbenen zu leiteten, unsern Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. fernerhin zu bewahren. Friedberg den 13. Februar 1870 1 Wilh. Rumpf, Bäckermeister. 9 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) 40 heilt brieflich der Speeialarzt für Epilepsie Doctot 0. HKillischa in Berlin, 0 6 Mittelstraßge 6— Bereits über Hundert geheilt. per Malter. Friedberg, 16. Februar. Korb 8 fl.— tr.; Gersie 7 fl.— k Frankfurt, 14. Februar. Kort 8 fl. 50 kr.; Gerste— fl.— kr. Grünberg, 12. Februar. —— Kor! 0 10 Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Linst 10 7 5 3— kr.; Saamen— fl.— kre; Zschokke's Stunden der Andacht Mainz. 11. Februar. Waizen 1 f.. ieferungsausgabe für den erscheinen im Verlage von Eugen Grosser in Berlin in füuer wohlfeiler L — A aritten Theil des bisherigen Freises. 22 fl.— tr. 8 fl. 15 kr.; Gerste 6 fl. 51 kr.; Hafer 5 Kartoffeln 3 fl. 44 kr.; Roggenstrob Waizen 10 fl. 40 kr.; 4 fl. 45 ke. Waizen 11 fl. 15 kr.z — Hafer 8 fl. 12 ktz Waizen 10 fl. 50 kt.; fl. 15 ke. n— fl. Kartoffeln— fl.— kr. fl. 12 kr.; Korn r. 3 Hafer 7 5 kt.; Hafer 5 fl. 20 kr; per 100 Gebund Die erste Lieferung, 61 Seiten gross 80, deutlicher Druck auf schönstem Papier, ist für = nur 11 Kreuzer Selbst der Unbemitteltste kann sich jetzt anschaffen“ Andacht. 6 in jeder Bushhendlung zu haben. Eschokke's Stunden der eee Samstag Morgens 8½ Uhr. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: 1 10 465 Vorräthig dei Bindernagel& Schimpff in Friedberg er Vero 1 32 Den An-& Verkauf von Flaalspapieren besorgt gegen billige 14 32 Provision 1 Schimpf. Druck uns Verlag von Bindernatzel& Schinepff. F. Hirschhorn in Friedberg. von Staatspapieren, Coupons etc, besorgt billigst J. 4. (Nach dem Syndicats-Coursblatt.) 9 33 An- und Verlauf 0 Frankfurter Börse. Nauheim in Friedberg. 15. Februar 1870. Staatspapi ere. ö Vollbz. Actien, Priorit.& Obligat. 104 Preussen 40/0 We 925 P. Baden 4½½% Obligat, à 105 86 6 P. 30% Frankfurter Bang 8 fl. 500 123/ b. u. G. 2 0 0. 82½ G. 5 40% do. b. u. G. 4% Darmstädter Bank à fl. 250 320 b. u. G. Frankfurt 30% o Obligationen 17 7 Gr. Hessen 4% Obligationen 887— 30% Oesterr. Nat.-Bank-Actien 5 696 b ex. D. 1 8 30, do. 1¾ P. 3½% do. 88½ P. 50% Oesterr. Cred.-A. Oest. W. o. 254 à 52 0 Nassau 4½0% Obligationen 93½ P. Oesterreich] 50 o Einh. Staatsch. i. S. 57 b. u. G. 4½% Bayer. Ostbahn 3 fl. 200 120 ¼ b. 3 0 8 22 05 808* 5 5 97% 5 1 i. P. 49% 19 90 G. 20%%% e 1997 1 1 237% 6. 0 gat. a 46 P. 5 5 9/8 G. 50% Elisab.-B. Pr.-Obl. 1. Em. G. Bayern 50% Obligationen 101½ 9 Russland 5% Obl. i. La 1283 6. 5% Elisab-G. Pr.-Obl. 2. Em. 14% P. 9 5 4½% 1½ Jahr. 92½ P. Finnland 4½10% O. i. R. à 105 83% P. ½ 6 6% Oest. süd. Lom. E.-B. i. fr. 74102 P. 1 5 40% do. 86% P. Schweden 4½% Obl. Thlr. à 105 88 ¼ P. 30% Oest. Süß. St. Lomb. E.-B. Pr. 50 P. 49¼ 1 sachsen e a 105 101% P.% 6 5 4½% Obl. i. L. à fl. 1208/ P. 30% Oecsteri. St.-Eis. Pr.-Obl. i. fr. 58 G. 1 0 Würtemb. 4½0% Obligationen 91½ P. N.-Amer. 60% Bonds 18821 v. 62 92½ 3% b. u. 6. 30% Liv. Pr.-Obl. Lit. C., PD.& 5/2, 31⅛% P. /8 G. 1 2 4 do.—— 5 60% Bonds 18857 v. 65 92 918 92 b. 5% Tose. Centr. E.-B. Pr.-Obl. 50 ¼ F. 5 Kurhess. 40 Thi.-Loose 57 ½ b. u. G. 5 Amsterdam K. 8. 100½/ b. u G. Preuss. Kassensch. fl. 1 44%— 45 ½ Nass. 25 fl.-Locse—— Augsburg k. S. 99¾ 6. 1 5 Preuss. Friedriehsd'or„ 9 57½—58½ 1 8 4% Bad. P.-H. Tur. 100 109 P. 8 Berlin Thlr. k. S. 104% G. 9 12 Pistolen„ 9 4648 1 3 Badische 35 fl.-Loose 58 P.% G 2 Bremen Thlr. k. S. 97 J B.—„ Doppelte„ 9 47—49 1 Gr. Hess. 50 fl.-Loose 175 ½½-P. S Cöln Thlr. 9 105 B. 1 7 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 17 2 1 25* 46 P. 2 Hamburg M. B. k. S. 88 ½ 9/8 b. Ducaten„ 535-37 6 2 Oesterr. fl. 250 v. 1839—— 7 Leipzig Thlr. k. S. 105 B. 10% 6. al mareo„ 536-38 4 2 9 4% 250 v. 185.%—— 2 London Lst. k. 8. 1195/8 1 7e b. 1 20 Franes-Stücke 5 9 28½—29½ 1 2„ 5% 500 1. 1860% 79½ 3 ½ b. u. 6. 2 München fl. k. S. 998/ G. 1 2 Engl. Sovereigns„ 11 54-58 ö— 100 f.„. 1861 h. W. 118 b. 50 paris Fr. 200 k. S. 95 94¼8 b. u. G. 18 Russ. Imperlales„ 9 47-49 2 95 100 Pr.-L. v. 185%—— Wien 5. W. k. 8. 95// b. u. G. 2 5 Francs Thaler— 1 Schwed., Thlr. 10-LL. 12½ P. 2 Bankdisconto 40% G. Dollars in Gold„ 227-28 S. Lindheimer Söhne in Frankfurt a. M. Zeil 29. 5 4 An- und Verkauf aller Werthpapiere unter Zusicherung reeller Bedienung.— Auskunst über Verlaesungen, Coupons Zahlungen u. 3. W. wird gerne ertheilt. — Enthält — gelte sse henoglie wir hier 5 Gehorse selben Gemein! Besehle eigneten 8 5 suchen, 5 hergebk aubt, willkürl 4 goöthige nehmen st unt ssch ei des 1 0 solche⸗ Bett 16 schehel * mitgs gering — 0 al die e Goldm Munjca Die 9 Nerung des Ge die G schlage etz m songch dpi heit der 0 Gemej efahr licht l dus di ker hes und he betreff angela!