Donnerstag den 16. Zuni. N 70. berhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt * Gen b a * 0 1 de Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Die Voranschläge der ier. Religionsgemeinden des Kreises Friedberg für 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Vorstände der ier Religionsgemeinden von Assenheim, Bönstadt, Butzbach, Fauerbach, Friedberg, Florstadt, Gambach, Griedel, Hoch⸗Weisel, Münzen berg, Nieder-Weisel, Nieder⸗Wöllstadt, Staden, Steinfurth, Wölfersheim. Lan ziebrer. ichen. zen welcher mit eneienage in det lig Jeutt anlegit. Belreffend: Friedberg den 11. Juni 1870. dorndörfer. 8 Sie werden für die Einsendung der rubrieirten Voranschläge bis Ende Juli d. J. sorgen. Hierbei sind die Besiimmungen der 5 Verordnung vom 2. Nov. 1841, sowie die seither zu den Voraänschlägen gegebenen Entschließungen genau zu beachten. junge 4 9 In Beurlaubung des Kreisraths: Nine kleden Haas, Kreis, Assessor: tnemmtn. g — Betreffend: Die Abnahme des Verfassungsetdes vom 2. Quartal d. J. Friedberg den 15. Juni 1870. 9 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. fetde 8 Dienstag den 5. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, findet berg; Stephan Fuchs von Friedberg; Philipp Doͤpp von Melbach; f die Ausschwörung des Verfaffungseides auf dem Rathhause dahier Friedrich Männche von Melbach; Christoph Schier II. ven Nau⸗ durch die neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie diejenigen, welche heim; Heinrich Friedrich Karl von Nieder-Florstadt; Heinrich 5 sich verheirathet haben, ohne Ortsbürger zu werden, statt. Karl Sommer von NiederFlorstadt; Franz Möbs III. von Nieder⸗ Dneidet Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie vor dem Mörlen; Ph. Wilh. Möbs von Nieder⸗Mörlen; Heinrich Schnei— DN e Termin Bescheinigung hierüber, oder Bericht, daß Niemand vor— der III. von Ober-Mörlen; Konrad Schraub J. von Ober-Mörlen; Netlog det, handen ist, der den Verfassungseid abzuleisten hat, an uns ein. Joseph Fedler J. von Ober-Mörlen; Johannes Heil XVI. von α Haus. Die nachstehend aufgeführten noch im Rückstande befindlichen Ober-Mörlen; Jacob Ruͤhl III. von Ober-Mörlen; Johannes luna e Leute sind bei 1 Rthlr. Strafe vorzuladen und ist dieses in Ihrer Wilhelm Becker von Sber-Rosbach; Konrad Backes von Ober- 1 Vorlage unter namentlicher Aufführung zu bescheinigen. Rosbach; Heinrich Philipp Schütz von Ober⸗Wöllstadt; Philipp 4.1 5 In Beurlaubung des Kreisraths: Meisinger V. von Ober⸗Woöllstadt; Johannes Weil IX. von — f Haas, Kreis- Assessor. Oppershofen; Andreas Schneider II. von Ostheim; Jacob Nau⸗ jullge N Es sind im Rückstaud: 5 heimer von Rockenberg; Franz Ludwig Heller von Rockenberg; dit Lebt terien dei 1 Peter Höres von Bauernheim; Georg Holzer von Butzbach; Wilhelm Joh. Ph. Konrad Anfang von Rockenberg; Karl Schlosser von derdunaldet 4 Adam Diehl III. von Dorn⸗Assenheim; Christian Frick von Fried- Rockenberg; Wilhelm Hofmann von Wisselsheim. — 1 Age 1 Hessen. Darmstadt. Das Großherzog Panzergeschwader, welches die preußische und nord- bleiben wird. Der„Rheinische Kurier“ schreibt liche Regierungsblatt Nr. 21 enthält: deutsche Flotte bisher ausgerüstet, unter dem darüber:„Nach allgemein bekannten Naturgesetzen intern dei 1 I. B'rordnung, die Otganisation der Eichungsstellen[ Oberbefehl des Admirals Prinzen Adalbert von werden sich die durch die Frankfurter Canäle in der Datdeln, bereffend. Preußen in See, um seine Reise bis nach Madeira den Main geleiteten Kothmassen nach und nach eee ee e ———— ůů II.—IV. Uetersicht der für das Jahr 1870 geneb⸗ auszudehnen. Das Geschwader besteht aus den an beiden Ufern des Flusses bis abwärts Castel migten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse 8 5 g 5 ae 3— Gemeinden der Kreise Lindenfels, Alzey und Panzerfregatten„König Wilhelm“„Kronprinz“ in Gestalt. eines höchst eckelhaften Schlammes ab⸗ Qauterbach. i und„Friedrich Karl“ mit 1300 Mann Besatzung lagern. Zur Sommerszeit bei niedrigem Wasser⸗ 2 V. Bekanntmachung e 1 und dem Panzerfahrzeug„Prinz Adalbert“.— stand wird dieser Kothschlamm blosgelegt und da⸗ 2 eee. e e er 1870 benefsend des Rabbinen In Portsmouth ist die preußische Schrauben- durch der Einwirkung der Luft und der Sonnen⸗ — 70 3 VI. Abwesenbeitserklärung. Durch Urtheil Großb. fregatte„Friedrich Karl“ gedockt worden, um wärme ausgeletzt. Eine ganz natürliche Folge n Bezirksgerichts Mainz vom 28. Mal 1870 wurde behufs außer den Ausbesserungen der Schraube eine davon ist, daß das ganze untere Main- Ufer⸗Gebiet — demnächstiger Abwesenheiteerklärung des vordem in Zinthen Reinigung des Rumpfes durchzumachen. Die feiner förmlichen Verpeftung entgegengeht, die nach 153 if. eee Weihe at„Times“ äußert sich über das(in Frankreich ge- der Ansicht unserer Aerzte unter Umständen ver⸗ en 9* 1 7 75 7 g nde S911. Dienstnachrichten(bereits mitgetheilt). K baute) D f 3 1 0. 0 7 e Wann 0 e VIII. Concurrenz für die evangclische Schulstelle zu— Die„Berliner Montags Ztg.“ gibt den sculose ꝛc. hervorrufen kann. on jetzt zeig .. 7 + 8 mit— 1— 9 lt eren Wählern einen zeitgemäßen Rath, der zwar kein sich 85 oben erwähnte Frankfurter ee e ee e Pässen Originalwitz, sondern eine Reminiscenz aus der bei Griesheim in ziemlich bedeutendem Maße, ob⸗ 4⁰⁰ e eee n Confliktszeit von Anno 1863 aber nichts desto-][ wohl nur noch verhältnißmäßig wenig Abtritte in 0 IX. Geslorben sind: am 7. Mai der pensionirte Hof- weniger heute ebenso wie damals am Platze ist. den Main geleitet werden.— Wie soll es aber musikmeister Dimann zu Gernsheim;— am 13. Mai der Schullehrer Winter zu Nieder- Modau;— am 18. Mai der Hoföconomierath Jäger zu Darmstadt;— am 24. Mai der Landgerichtsactuar a. D. Claus zu Beerfelden. Jugenheim. Am 12. d. Nachmittags ist 43 der Kaiser von Rußland von Ems aus hier an- gekommen und auf Schloß Heiligenberg abgestiegen. Mainz. Der am 11. d. hier abgehaltene „, neunte Verbandstag der mittelrheinischen Genossen- schaften war von 23 Vereinen beschickt, zu welchen sich noch einige Gäste und der Genossenschafts⸗ anwalt, Herr Schulze ⸗Delitzsch, gesellten. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten ent- Das Bonmot lautet:„Wähle, wie Du, wenn Du steuerst, wünschen wirst, gewählt zu haben.“ — Wie die„Meckl. Ztg.“ schreibt, werden die von Mecklenburg- Schwerin emittirten neuen Rentereischeine von den Postämtern in Mecklen⸗ burg⸗Strelitz nirgends angenommen. Dafür rächt sich jetzt Mecklenburg⸗Schwerin und läßt die von Strelitz nach Höhe von 800,000 Thylrn. emittirten Renteikassenscheine ebenfalls an allen seinen Kassen zurückweisen. O Frankfurt. artige Unternehmungen, bevor sie in's Werk gesetzt Wie nöthig es ist, groß— nun werden, wenn einmal 80,000 Menschen täg⸗ lich ihre Kothmassen in den Fluß entleeren? In gerechter Würdigung dieser der Maingegend unter— halb Frankfurt drohenden Calamität hat denn auch der Gemeinderath der Stadt Höchst die Initiative ergriffen und bei Königlicher Regierung in Wiesbaden um Schutz nachgesucht. Dem Gemeinderath der Stadt Höchst gebührt hierfür der Dank der ganzen Maingegend und wollen wir hoffen, daß Königliche Regierung in Wies- baden dem Projekt der Stadt Frankfurt entgegen- treten und zeigen wird, daß die Zeiten vorüber . 1250 4 animirte Debatte über das werden, nach allen Seiten zu prüfen und alle sind in denen es einem einzelnen Gemeinwesen c 9% 90 0 175 Helga Oereine, die Sicherheit ober berells gemachte Ersahrungen in ernstliche gestattet war, zur Förderung etwaiger eigener 9 ee der Hypotheken als Personalcredit, den Verkehr Erwägung zu ziehen, zeigt auffällig die unter- Interessen das Gesammtwohl zu verletzen.“ eren b der Genossenschaften mit Nichtmitgliedern, und die nommene Canalisirung unserer Stadt. Nachdem ürtemberg Stuttgart. Die Mehr- * dieselbe schon weit vorgeschritten und beträchtliche heit des ständischen Ausschusses hat der Regierung 1 An Incasso-Frage, an welche sich ein Bericht über vie mit der Mainzer Volksbank verbundene Spar- tasse schloß. Als Vorort wurde Wiesbaden erwählt. Preußen. Berlin. In den nächsten Tagen geht der„K. Z.“ zufolge das ansehnlichste Summen verschlungen, lassen sich immer mehr Stimmen vernehmen, die ihre Zweckmäßigkeit in Zweifel ziehen. Ittzt gesellen sich dazu auswärtige Gegner, deren Veto wohl nicht ganz unbeachtet erklärt, daß die von letzterer zugesagte Abmin⸗- derung des Kriegsbudgets um 500,000 fl. nicht genüge. Vergebens suchte der Kriegsminister von Succow geltend zu machen, daß weitere Abstriche die vollständige Desorganisation der Armee zur Folge hätten. Der Ausschuß blieb unerschütterlich. — Der Kaiser wird am 20. d. von Jugen⸗ heim aus für mehrere Tage zum Besuche am hiesigen königlichen Hofe erwartet. Oesterreich. Wien. Die Hauptstadt Transleithaniens feierte am 10. d. das Trauerfest der Uebertragung der bisher verborgen gewesenen Leiche des Märtyrers Ludwig Batthiany in die Familiengruft; ein ominöser Zufall fügte es, daß diese Trauerfeier gerade am 10., dem dritten Jahrestage der Königskrönung, abgehalten wurde, jener Ceremonie, welche ein Sieg jener Politik war, die der Justificirte sein Leben lang verfocht. Graf Batthiany war, wie man weiß, kein Re⸗ volutionär im Style Kossuth's, er wollte ver⸗ mitteln zwischen der Dynastie, der er kreu ergeben war, und seinen Landsleuten; zum Lohn für seine Ergebenbeit wurde er— erschossen.„Dank vom Hause Habsburg!“ — Der älteste Sohn des Vicekönigs von Egypten, Mehemed Tewfik Pascha, trifft demnächst aus Konstantinopel hier ein und wird der Gast des Kaisers sein. Krakau. Hiesige Blätter bringen ausführ- liche Berichte über die nationale Reunion, welche Polen aus allen Landestheilen in den Pfingst⸗ feiertagen hier feierten. Die Zahl der auf Ein- ladung des Krakauer Handwerkervereins eingetroffe nen Gäste belief sich auf etwa 750; davon waren 400 aus Lemberg und anderen Städten Galiziens, 300 aus Oesterreichisch⸗ und Preußisch⸗Schlesien und nur 50 aus dem Königreich Polen, dem erklärt, daß er hierauf nicht eingehen könne, und die Commission wird nun einstimmig die Ver⸗ werfung dieser Regierungsvorlage empfehlen. — Im Ministerrath ist, wie die„Liberte“ erfährt, beschlossen worden, die auf die Gotthardt ⸗ bahn bezüglichen Actenstücke noch vor der Ver⸗ handlung über die Mony'sche Interpellation in der Kammer vertheilen zu lassen. Italien. Rom. In der General Con- gregation des Coneils vom 10. ds. bekämpfte Bischof Dupanloup unter dem tiefen Schweigen der Versammlung das Bestreben, Prärogative des Papstes in übertriebener Weise zu vergrößern. Man glaubt, die Diskussion über das Primat werde im Laufe dieser Woche geschlossen werden. Gegen das Dogma der Unfehlbarkeit sind noch 72 Redner eingeschrieben. Florenz. Die Banden der Republikaner lösen sich mit derselben Leichtigkeit und Geschwin ⸗ digkeit, mit der sie sich bildeten. Ihre Hoffnung auf Straflosigkeit ist gänzlich in Erfüllung gegan⸗ gen und sie kebren von ihren Unternehmungen heim. Zu Allem diesem trägt viel die Apathie des Landes bei, und diese ist wieder eine natür⸗ liche und einigermaßen gerechte Folge des Ver- haltens der Regierung. Der Kriegsminister hat im Parlamente die geringe Energie, mit welcher der Aufstand unterdrückt wurde, entschuldigen wollen, indem er zugleich das schlechte Vorhaben der Aufwiegler beschönigte. Unser Angriff war schwach, sagte er, weil der Widerstand auch nur schwach war. — Hier ist die große Neuigkeit des Tages Großberzogthum Posen und Westpreußen gekommen. die Ankunft der chinesischen Gesandtschaft. Die Die Festversammlungen hatten einen ausgeprägt polnisch⸗nationalen und ziemlich stürmischen Cha- rakter. Bei dem Festmahl, an dem etwa 800 Personen Theil nahmen, wurden mit Begeisterung aufgenommene Toaste auf die Wiedererstehung Polens, die Emigration, die polnische Demokratie u. s. w. ausgebracht. Frankreich. Paris. Man bestätigt jetzt von allen Seiten, daß das Ministerium ohne Verzug ein neues Wahlgesetz einbringen und für dasselbe die Dringlichkeit verlangen werde. Der „Liberte“ zufolge erzählte Herr Ollivier einer dritten Person, daß dieser Entwurf von ihm in derselben Zeit ausgearbeitet worden wäre, da er sein Buch vom 19. Januar schrieb. Damit steht nicht die Meldung des„Francais“ in Widerspruch, daß die leitenden Ideen der Vorlage dem Pro- gramm des linken Centrums entsprechen. — Dupuy de Löme und Bshic haben ihr bekanntes Projekt zur Herstellung einer Linie von starken Steamern zwischen Calais und Dover, welche im Stande wären, einen ganzen Eisen⸗ bahnzug von dreißig Waggons zu tragen(wo- durch man künftig von Paris nach London fahren kann, ohne den Wagen zu wechseln, und dabei über zwei Stunden gewinnt), dem Ministerium für öffentliche Bauten vorgelegt, mit dem Gesuch, daß die hierzu nöthigen Arbeiten in dem Hafen von Calais möglichst beschleunigt würden. In Dover bereitet die englische Regierung schon die nöthigen Arbeiten vor, daß jene ungeheuren Paket ⸗ bvote mit Leichtigkeit anlegen können. — In Sachen der St. Gotthardtbahn steht der„Moniteur universel“ mit seinem chauvinisti⸗ schen Gepolter bis jetzt noch allein. Selbst Blätter, wie die„France“ und„Presse“, die gewiß nicht in dem Verdacht der Preußenfreund⸗ lichkeit stehen können, ermahnen die Kammer zu einer besonnenen und streng sachlichen Behandlung der Frage. — Die Gesellschaft für Förderung der Kunst hat ihre goldene Albert⸗Medaille für„hervor- ragendes Verdienst um die Förderung von Kunst, Manufactur und Handel“ dieses Jahr dem Hrn. v. Lesseps verliehen und zwar wegen seiner„durch Verwirklichung des Suez Canals um Kunst, Manu⸗ factur und Handel erworbenen Verdienste.“ — Die Commisston des gesetzgebenden Körpers für den Zeitungsstempel verlangte von dem Finanz⸗ minister, daß die proponirte Herabsetzung des Stempels statt am 1. Januar 1872 schon am Chinesen sehen und sterben— scheint bei den Florentinern das Losungswort zu sein. Die Gassenjungen betrachten es als eine Heldenthat, die armen Fremden am Zopf zu ziehen. Seit einigen Tagen hat der Bürgermeister denselben eine Leibgarde zur Verfügung gestellt, die sie gegen die Aufdringlichkeiten des neugierigen Publikums vertheidigen soll. — In der Sitzung der Deputirtenkammer vom 13. d. theilte in Erwiderung auf eine Inter⸗ pellation des Deputirten Massari wegen der mit Portugal schwebenden Differenz der Minister des Auswärtigen, Visconti ⸗Venosta, mit, daß der Herzog v. Saldanha dem diesseitigen Gesandten in Lissabon, Marchese Oldoini, eine Note über⸗ mittelt habe, in welcher der Herzog erklärt, daß die Weise, in welcher der italienische Gesandte sich über die letzten Ereignisse in Lissabon geäußert habe, ihn verhindere, noch ferner offizielle Be⸗ ziehungen zu Oldoini zu unterhalten. h Darmstadt. Vom 3. bis 5. Juli findei dahier wieder eine Ausstellung landwirthschaftlicher Maschinen statt und werden hierbei alle neueren und erprobten Ma⸗ schinen und Geräthe zu finden sein.— Der außerordenk⸗ liche Mangel an ländlichen Arbeitskräften erfordert ge⸗ bieterisch die Anwendung der Maschinen. Es liegt daher gewiß sehr im Interesse der Landwirthschaft, daß sich diese Maschinen⸗Ausstellungen alljährlich wiederholen, zu⸗ mal dem Landwirth hierdurch Gelegenheit geboten ist, nicht nur zu sehen, zu prüfen und Vergleiche anzustellen, sondern auch durch das Zusammentreffen mit vielen Be⸗ rufsgenossen sich über die zweckmäßigste Anwendung und die bereits gemachten Erfahrungen mit den neueren Maschinen und Geräthen zu berathen.— Gleichzeitig(den 4. Jult) hält der landwirthschaftliche Bezirksverein Darm⸗ stadt eine Viehschau dahier ab, bei welcher Veranlassung für ca. 500 fl. Geldpreise zuerkannt werden. Die Hälfte dieser Preise ist für das vorzüglichste Vieh der Schweizer⸗ schläge,(Berner, Schwytzer und Kreutzungen), die andere Hälfte für Landschläge(Odenwälder und Vogelsberger) bestimmt.— Auch ausgezeichnete Schweine der englischen und Landrace werden mit Geloͤpreisen bedacht werden.— Die Geldpreise sind für die vorzüglichsten Leistungen, für gute Leistungen werden Ehrendiplome ausgestellt.— Am 3. Juli findet der diezjährige Prämien⸗Zuchtviehmarkt statt und hat das städtische Markt⸗Comité zu diesem Zwecke mehrere hundert Gulden für Prämien verwilligt.— So sehen wir denn in den ersten Tagen des nächsten Monats wieder einem zahlreichen Besuche von auswärts entgegen. M.⸗Gladbach. Ein schaudererregendes Verbrechen, das zur Ehre der Menschheit glücklicherweise höchst selten vorgekommen sein mag, wurde am Donnerstag zur Mittags⸗ stunde zwischen hier und Ohler von einem in einer hiesigen Fabrik beschäftigten 19jäbrigen Arbeiter an einem neun⸗ jährigen blühenden Knäbchen begangen. Das Kind hatte seinem Vater das Mittagessen gebracht und befand sich 1. Januar 1871 eintreten solle. Herr Segris einem Vorwande in ein hohes Roggenfeld lockte, zu Boden warf und mit einem Holzschuh so lange auf den Kopf desselben losschlug, bis das Kind regungslos da lag. Hierauf entblößte der bestialische Mensch den Knaben und schniit ihm den Unterleib auf, daß das Eingeweide hervorquoll, worauf er sich in der Meinung, das arme Opfer sei tobt, entfernte. Einige des Weges kommende Schüler des hiesigen Progymnasiums fanden das Kind, welches mit aller Sorgfalt aufgenommen und ins katholische Krankenhaus gebracht wurde. Hier liegt dasselbe nun in einem nicht zu beschreibenden erbarmungswürdigen Zu⸗ stande, den Kopf zerschlagen, am Halse die Spuren der versuchten Erwürgung und mit einer 9 Zoll langen tiesen Schnittwunde am Unterleibe. Als die Polizei den Elen⸗ den, welcher von dem verstümmelten Kinde erkannt und deutlich bezeichnet worden, verhaftete, war derselbe in größter Gemüthsruhe in der Fabrik bei der Arbeit, leug⸗ nete auch keineswegs die That, wofür er keinen Grund anzugeben wußte, und blieb selbst beim Anblick selnes Opfers ohne die geringste Spur von Gemüthsbewegung, zeigte übrigens, daß er vollkommen geistig gesund und die That im nüchternen Zustande begangen hat. Aus Santiago in Chile meldet ein Schreiben vom 8. April in der„Allg. Ztg.“, daß wieder die ganze West⸗ küste von Südamerika in vulkznischer Bewegung sei. In Pasado und Puerta⸗de⸗Venado auf eine Entfernung von 2 Seemeilen in Bewegung, hob sich an einzelnen Stellen, sank an andern und es bildeten sich Risse und tiefe Schachte; zwischen der Bay von Guayaquil und dem Meere entstand ein Hügel und wenige Meter davon ent⸗ fernt eine Lagune. Dtese vulkanische Bewegung dauerte 5 bis 6 Tage und ging von Ost nach West. Gleichfalls am 29. März wurde die Statt Mendoza in der argen⸗ tinischen Republik, unweit der chilenischen Grenze östlich von den Cordilleren, welche erst vor einigen Jahren durch ein Erdbeben verwüstet worden war, wobei mehr als 12,000 Menschen das Leben verloren harten, wieder von einem Erdbeben heimgesucht, welches fast sämmtliche Ge⸗ bäude der Stadt in Ruinen verwandelte. Auch in Chile hatte man in den letzten 14 Tagen vor dem 8. April drei starke Erderschütterungen verspürt. Anschließend an den Artikel des„Oberh. Anzeigers“, das Werner'sche Mädchen⸗Institut betreffend, bedarf es zwar keiner weiteren Worte, doch können Einsender dieses nicht umhin öffentlich zu erklären, daß hier nur der Wahrheit die Ehre gegeben wurde. Die Frl. Werner haben bisher ihrem Institute mit einer Umsicht und Ausdauer vorgestanden, daß mit Hinzu⸗ ziehung neuer entsprechender Lehrkräfte, einer Französin und Engländerin, zu erwarten steht, daß es sich jedem größern Institute an die Seite stellen kann. Der Neubau, der allen Anforderungen entsprechen soll, schreitet mit Riesenschritten seiner Vollendung entgegen und werden die Anlagen des Gartens zweckenisprechend für das Institut hergerichtet. Was die Lehrmethode der Frl. Werner betrifft, so haben sie nach dem Erfolg zu urtheilen, welchen wir bei den Prüfungen und durch die Leistungen einzelner Schülerinnen, wahrzunehmen Gelegenheit hatten, nicht zu bereuen, diese nach dem Muster größerer Institute geübte Methode eingeführt zu haben. Niemand wird sagen können, daß in Bezug auf fremde Sprachen ein nur oberflächliches Wesen sich bekunde. Neben Grammatik, die tüchtig geübt wird, ermangeln die Frl. Werner nicht für die nöthige Conversation Sorge zu tragen und um sich selbst der deutschen Lehrfächer mehr widmen zu können, haben sie die obigen Engagements in fremden Sprachen bewirkt. Es ist diesem Institute nur das gedeihlichste Forikommen zu wünschen. I In der Beilage zu Nr. 135 der Main⸗Zeitung wurde unter„Verschiedenes“ nachstehende Anzeige gebracht, die gewiß auch in hiesiger Stadt und Umgegend mit Freuden gelesen wird, datirt: Darmstadt, 10. Juni. Besucher der hiesigen, sehr interessanten Ausstellung in der Turnhalle mögen, wenn sie Liebhaber des Clavierspiels sind, nicht an dem von Herrn C. L. Glück in Friedberg ausgestellten Pianino vorübergehen, ohne sich dasselbe angesehen und angehört zu haben. Schon das Aeußere dieses Instruments besticht durch Eleganz und Geschmack. Noch mehr ist das Ohr überrascht durch die Größe und Fülle des Ton's. Herrn Glück junior, einem talentvollen strebsamen jungen Manne (Sohn des genannten Herrn C. L. Glück) ist es ge⸗ lungen durch eine sinnreiche Aenderung des Resonanz⸗ bodens und des Kastenbaues, dem Pianino im Discant wie im Baß einen überall gleichmäßigen großklingenden und gesangreichen Ton zu verleihen; er hat durch diese glückliche Erfindung ein Problem gelöst, an dem die besten Techniker der renommirtesten Berliner und Pariser Fabriken ihre Combinationsgadbe vergeblich versuchten. Dem Ver⸗ nehmen nach interessiren sich die ersten Pianofabriken für diese(in unserem Lande bereits patentirte) Ersindung unseres jungen Landsmannes, dessen Talent und Streben hoffentlich vom besten Erfolg gekrönt sein wird. Herr 1 55 hat ein gleiches Instrument auch in Cassel aus⸗ gestellt. Gustav- Adolf- Verein. Das in voriger Nr. des Anzeigers angekündigte Jahresfest des Wetterauer Zweig⸗ Vereins der Gustav⸗ Adolf⸗Stiftung in Södel, kann eingetretener Hindernisse auf dem Heimwege, als ihm in einem tiefen Hohlwege der Unmensch begegnete, der das arglose Kind unter irgend wegen vorerst nicht abgehalten werden. Der Vorstand. Ecuador gerieth am 29. März die Küste zwischen Cabo⸗ — Def 1510 50 ner II. bobier, e Ober- Regulirus welden. dihmer dem gede Buch zu geschrltte Frie Oef 18 8 laß des Naubein 14 Tag in den geichnet Berthel Verstor E Vet 1616 soll au zweiftöd befadlic 5 Heugras⸗Versteigerungen Friedberg am 10. Junf 1870. K bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg. 1 1599 Das dieß jährige Deugtas von nachgenannten Großherzoglichen Domanialwiesen wirr in folgenden Terminen öffentlich an den Mifibietenden verffeigert: . TrTZ 8 8—— N S 8 15 Ort der 8 emarkung. 155 Versteigerungstermin. 5 8 Wiesen. Zusammenkunft. 1 Morgen. U 1 Otkarben, Groß und Klein⸗] 66 Montag den 20. Juni 1870, Vor⸗[Auf dem Selzerbrunnen 5 Karben mittags um 9 Uhr, bei Okarben. * 2 Bauernbeim und Ossenheim, die] 234 Freitag den 24. Juni 1870, Vor⸗ Bauernheim bei Gaftwirth g sog. Markwiese mittags 10 Uhr, Dötes. 3 Lindteim 33 Mittwoch den 22. Jun 1870, Vot⸗ J Lindheim bei Gaffwirth mittags 10 Ubr, Koch. 4 J Hainchen 40 Miltwoch den 22. Juni 1870, Mit. Painchen bei Gastwirth tage f Uhr, Jacob Schmidt. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. 8 Deffenfliche Aufforderung 1 1515 Forderungen an den Nachlaß des Jalob Böb⸗ mer II. von Ober⸗Ros bach sind dis zum 20. Jun l. J. dahier, oder dei dem Vormunde Anton Buch II. in — Oder Rosbach anzumelden, widrigeafalls sie bei wen, Regulirung des RNachlasses keiye Berücksichtigung finden „ Aachsalls 0 werden. Gleichzeitig werden die Schuldner des Jakob die Böhmer II. aufgefordert, ihre Verbindlichkeiten bis zu big dem gedachten Termine durch Zahlung an den Vermund rd Buch zu erfüllen, widrigenfalls gegen sie klagend vor⸗ red geschritten werden wird. r un. Friedberg den 21. Mai 1870. Ammtliche Ge. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Auch in hlt Reltz, Hofmann, en 8. April ds, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 0 5 8 Oeffentliche Aufforderung. eee, 1578 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ n: Justitut laß des Forftwarts Ehristoph Schäfer von Bad⸗ Nauheim find binnen einer zerstörlichen Frist von 14 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, bei dem unter zeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der Bertheilung des Nachlasses unter die Intestaterben des Verstorbenen nicht berückfichtigt werden können. Bad⸗Naubelm am 2. Jun 1870. Großberzogliches Landger cht Bad⸗Nauhe im J. B. v. L.: Schnittspahn, Landgerichts Assessor. Verstetgerung auf den Abbruch. 1616 Montag den 20. d. M., Vormittags 10 Ubr⸗ soll auf diesigem Rathhause das Wohnhaus Nr. 88, zweistöckig von Eichenholz erbaut und in gutem Zustande befindlich, 40.5“ lang, 23“ breit, an den Meisftbietenden gegen gleich baare Zahlung oder genügende Bürgschaft öffentlich meistbietend versseigert werden. Bönstadt den 10. Jun 1870. In Auftrag Groß berzoglichen Ortsgerichts Bönstadt Geibel, Vorsteher. Lieferung von Erleuchtungsmaterial für das Garnison-Lazaretb Friedberg auf das 2. Halb- jahr 1870. 1636 Samflag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll die obige Lieferung auf dem Lazaret)⸗Büreau unter den daselbst zur Einsicht bereit liegenden Bedingungen ten Wette, dec 2 Hin ner Framosia f sii jecoem Wü rnddn tin tlu 1 betta, nicht u Inti gäb daes, sebt durch Summisfion vergeben werden. n, ven Friedberg den 14. Junt 1870. ö + e den Großherzogliche Garnison⸗Lazareth-Commission n gun, Daudkstel,. Dr. Steinhäuser, — aug Haupimann u. Compagntechef. Stabsarzt. eee Heugras⸗Versteigerung. 10* pam 1634 Freitag den 17. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll 16 un das der blesigen Gemeinde zustehende Deugras in ein⸗ 100 1 1 ge zelnen Abthellungen auf biesigem Rathhause versteigert erat; werden. s , een Ossenbeim den 13, Junt 1870. 4 kee Großherzogliche Bürgermeisterel Ossenhelm 1* 1 Mau l. 1 ee Bekannt eee ekanntmachung. ** ball ft 1639 Die am 14. Juni in den Frö. v. Francken⸗ dune, ane ein'schen Walddistricten Mörler Unter und Zwerg⸗ schlag abgehaltene Versteigerung ist genehmigt. Als erster Fahrtag wurde Montag den 20. Juni anberaumt. Ockstadt den 15. Junt 1870. J. A.: Rumpf, Forst⸗Accessist. Jeden Bandwurm 1403 entfernt binnen 2 bis 4 Stunden vollftändig, 1 7 1 206. Cite 1* ö 1.0 4 — a. ö lan 0 1 Eu und gefabrlos; ebenso sicher beseltigt auch — i, 4 leichsucht und Flechten und zwar brieflich Boigt, N Arzt zu Croppenstedt(Preußen). N a N Arbeits ⸗Versteigerung. 1642 Freitag den 17. Juni, Vo mitlags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause dabier nachstehende Arbeiten an die Wenigfinehmenden in Accord gegeben werden: 1) Die im Jahr 1870 innerhalb der Stadt vor⸗ kommenden Reparaturen am Pflaster. 2) Btechen und Fahren von 1 Cb.Klfu. Schichten Pflastersteinen oder Lieferung derselben. 3) Brechen und Fahren von 8 Cb. ⸗Klftr. Chaussee⸗ Unterhaltungsffeinen oder Lieferung derselben. Friedberg den 13. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fou e an Versteigerungs⸗ Anzeige. 1649 Da die am 4. d. M. zu Ober Florstadt ab⸗ gehaltene Arbeitsversteigerung nicht genebmigt werden kounle, well die Forderungen den Ueberschlagspreis überstiegen, so sollen die fraglichen Arbetten in loco Oder-Florstadt Freitag den 24. Juni, Vormittags 10 Uhr, nochmals öffentlich ausgeboten werden und Falls an⸗ nehmvare Gebote nicht erfolgen sollten, werden dann die Arbeiten aus der Hand vergeben. Friedberg den 14. Jani 1870. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. 7 28 0 U Heugras-Versteigerung. 1651 Das diesjährige Heugras von den Großberzog⸗ lichen Domanialwiesen hiesigen Rentamts kommt n nachstehenden Terminen und Orten, fedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, zur öffentlichen Versteigerung: Mitiwoch den 22. Junt, Gemarkung Ulrichstein, beginnend an der Brauwiese, von 90 Morgen, einschließlich der Ober⸗Seibertencöder Herrn— und Försterswiese, ferner von 7¾ Morgen der Sauer— wiefe,(im Grund an der Bach), der Bleiche und der Wiefe unter der Stehr'schen Hofratthe zu Sigmunds⸗ häuserhof. Samstag den 25. Juni, Gemarkung Petershainerhof von 28½½ Morgen des untersten Grundes. Montag den 27 Juni, Gemarkung Bobenhausen, in der Wohnung des Groß herzoglichen Bürgermeisters Möser, von 6 Morgen, der Gerichts- und Mahlwiesen und von 6¾ Morgen der Wiese„am Windhain“. Dienstag den 28. Jun:, beginnend am alten Selgenhof von 80¾ Morgen, selther unter Bewirthschaftung des Neu-Selgenhofs geftandenen und in dessen Nähe gelegenen Wiesen(darunter mehrere Morgen Kleegras). Hierbei wird bemerkt, daß nach ad⸗ gehaltener Grasversteigerung eine Vermiethung von Spelcher- und Scheunk⸗ Räumlichkeiten des Selgenbofs stattfindel. Mittwoch den 29. Juni, beginnend an der Schwahn bei Sigmundshäuserhof von 52½½ Morgen, seither unter der Bewirthschaftung des Neu⸗Selgenhofs gestandenen Wiesen(darunter mehrere Morgen Kleegras). Dilenstag den 5 Gemarkung Petershainerhof von 65 Grundes. ut, orgen des obersten Mlitwoch den 6. Jul, Gemarkung Betzenrod von 125 Morgen der Lelhwiese. Die Wiesenwärter find angewiesen über dle einzelnen Wiesen und Loosabtheilungen auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Schotten den 8. Juni 1870. Großherzogliches Rentamt Schotten Schllepha ke. Das neue Strufgesctzbuch für den norddeutschen Bund den verschledensten Auagaben vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in in Frledberg u. Bad Nauhelm. Holzversteigerung in den Domanial⸗Waldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. Montag den 20. Juni 1652 werden in den Diffricten Linnes, Hasenköpfchen und Dörrenberg nachstehende Holzsortimente verstelgert. 4A Brennholz. Holzart Scheidh. Prügelh. Stockh. Nelsh. Stecke nu. Buchen. I. Cl. 64⅝% 00 ¼ 126 Birken— 5 17 7— Nadelholz— 197½(in Schichten von 1011 und 15 Fuß Länge Aspen⸗Vorwuchs—— K* 980 B. Bau c. Holz. 1 Eichenstamm von 8½ Zoll Durchmesser, 30 Juß Länge mit 17 Cubikfuß. 6 Nadelstämme von 5½— 9 Zoll Durchmesser, 20 dis 40 Fuß Länge mit 72 Cubikfuß 11 Buchenstämme von 18—32 Zoll Durchmesser, 15 bis 40 Fuß Länge mit 1379 Cubtkfuß. Die Versteigerung beginnt Morgens präcis 8 Uhr. Zusammenkunft am Schmelzweg. Eichelsdorf den 1. Juni 1870. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf Sep Gutsverkauf. 1653 Der Unterzeichnete beabsichtigt seinen elgentbüm⸗ lichen Grundbefitz, welchen er seit Jahren in Staden bewirthschaftet bat mit seiner dazu gehörigen großen Dofraithe unter annehmbaren Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen und zwar nach Belteben mit oder obne Inventar und Ernte. Dieser Grundbesitz entbält an Ackerland, Gärten, Wiesen und Baumstücken 77363 Großberzoglich Hessische Quadrat. Klafter. Die Hofralthe liegt angrenzend an dem Niddafluß, ist sehr geräumig und dauerhaft gebaut. Kaufliebbaber hierzu können noch außer mir mit Herrn Hofmetzger C. F. Walz in Fried⸗ berg darüber unterhandeln, vorbehältlich meiner Ge⸗ nehmigung, den Handel auch abschlteßen. Staden in der Wetterau, Kreis Friedberg, den 15. Juni 1870. Johs. Mat Das norddeutsche Militair Pädagogium, Berlin, Schönhauser Allee 27, 1383 bereitet für alle Militair⸗Eramina(auch Frei⸗ willigen Ex.), sowie für alle Klassen des Gpmnastums incl. des Abiturienten Examens vor. Junge Leute jeden Alters werden zu jeder Zelt aufgenommen. Moderne Sprachen, Fechten, Turnen, Exereiren. Garantie wird geleistet. Jeder besteht das Examen. Schon 1700 vorbereitet. Frankfurter TAdEBLATT und Handels-Courier. 1622 Nationale Tendenz Reichhaltiges Handels- blatt. Feuilleton. Erscheinen: wöchentlich 13 Mal. Vierteljabrlicher Preis in Frankfurt fl. 1. 45. mit Postaufschlag fl. 2. 12. Ein braver Junge 1513 kann, mit oder obne Lehrgeld, in die Lehre treten bei Frtedberg den 1. Juni 1870. Hermann Neisel, Drehermeister. Färber⸗Lehrjunge 1615 wird zur Erlernung der vollständigen Kleider Färberei, Druckerei und Wascheret angenommen. Offerten sub J. A. 187 an die Annoncen⸗ Expedition von G. L. Daube& Comp. in Frankfurt a. M. 7— ist zugelaufen. Der Eigen⸗ Eine Gans toilet kann dieselbe gegen Erstattung der Inserotgebübren und Futtergeld in Em⸗ pfang nehmen. Zu erfragen bet der Exped. d. Bl. 16568 Bekanntmachung. 1643 Meine Wobnung befindet sich von beute an in dem dause des Herrn Friedrich Schwad auf dem Seltersberg(Neue Straße neben dem Hessischen Dof in der Nähe des Eisenbahnboses), Gleßen den 15. Juni 1870, Dier y. Hofgerichts⸗ Advokat. Windecker's Felsenkeller. 1644 Sonntag den 19. Juni 1870, Nachmittags CONCERT, ausgeführt von der Musik des hiesigen Jäger- Bataillons. Export⸗Lagerbier in Zapf. Enke ö kr⸗ H. J. Simon. 6 und Skantige Schornsteinröhren, 1655 bestes Material, zum raschesten und billigsten Aufbau der Kamine, liefern wir in Folge der Uebernahme eines Commissionslagers zum Fabrikpreis ver Stück 22 kr. Gebrüder Grödel. Sonnenschirme, K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. 36 äußerst billig, bei a. ˙·AwwAw.A•·•··ꝛ¹·¹ Z. T———ůͤͤ Die Fabrik künstlichet Miineralwasser von Dr. W. Ulot h 1647 liefert Soda- und Selters wasser, Limonade gazeuse und alle medicinischen Wasser in vorzüglichster Qualität und zu billigsten Preisen. Zur Fabrikation wird nur natürliche, der Erde entströmende Kohlensäure verwendet. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) . DD 6 jetzt: Loulsenstraße 45.— Berelts über Hundert geheilt. beilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 1632 Von heute an verkaufe ich in meiner Niederlage außer den Schnupf⸗ tabaken von Gebrüder Bernard auch deren sämmtliche Kau⸗ tabaksfabrikate und empfehle solche zur geneigten Abnahme. Wiederverkäufer erhalten dieselben zu Fabrikpreisen. Offenbach a. M. den 11. Juni 1870. 5 Joseph Kößler. FEEEFCTCCCCCCCCCCCCCCCCCCC „ Original-UMähmaschinen New- Tork. e ee e Singer Manufacturing Cie. in ö Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 77. Nr. 2 Maschinen für Schneider fl. 115. Vr. 2„ mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 122%. 1635 Um vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original⸗Maschine ein Ursprungs⸗Certificat beigegeben, welches in New, Pork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. M. Französischer und englischer Unterricht! ½ Morgen Heugras 1641 für junge Kaufleute verschiedenen Alters beginnt wieter Mittwoch den 22. Jun. Auch für solche junge 1645 verkauft Friedberg. K. Heidt. Leute, die noch gar kein Französisch oder Englisch ge lernt haben, wird ein Cursus eröffnet.. Bei Bindernagel 8 Schimpff in Frisedberg Zinßer. und Bad Rauhe em ist vorräthig: Ein goldner Uhrschlüssel Was führt nach Rom? 1633 wurde auf der Straße von der Eisenbahn nach Antwort: der Blinden⸗Anstalt, oder von da bis Bad⸗Nauhei f j i zul g ei auf dem Promenadeweg vergangene Woche er. Nicht die i ae sondern er rotestantenverein. 1.— Turnverein. 1650 Freitag den 17. d. Generalversammlung,(Turn⸗ feft in Lich, Feldbergsfest.) Um allseitiges Erscheinen wird gebeten. 2 1657 Freitag Abend 8 Uhr Generalversammlung im oberen Lokale des Herrn Ph. Windecker. Der Vorstand. 1648 sucht Georg Kautz, Schuhmachermelster. Rechtfertigung. schlechtes Bier, welches Wirth A. Reimer in Rödgen bei Gelegenheit der Fahnenwelbe als von mir bezogenes Bier bezeichnete. Ich muß deßhalb zu meiner Recht⸗ Bier, wie es in meiner Wirthschaft verzapft wird und von dessen Güte sich Jeder beim Besuche derselben überzeugen kann, geliefert habe, daß Reimer aber von anderer Seite bezogenes Bier, für dessen Güte ich natürlich nicht stehen kann, als das meinige verkauft hat. Friedberg den 15. Juni 1870. C. F. Walz. 1638 In ein hiesiges Spezeret- Geschäft wird ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Zinßer e Mädchen-Iustitut zu Friedberg. 1640 Das neue Schuljahr beginnt Montag den 20. Juni, Vormittags 9 Uhr. Anmeldungen nimmt noch jederzeit entgegen Zinßer. Todesanzeige. 1637 Den 14. Juni, Abends gegen 7 Ubr, starb dahiter 8 Fri. Magdalena Wüsteufeld, 85 Jahre alt. Die Beerdigung findet statt Donnerstag den 16. Juni, Abens 5 Uhr. In Auftrag: Dr. Pilger, Hofrath. ßFFFFEE!UC ˙ A0 000ç0T0T0T0T0TbT0T0T0TbTbTbTbTbT Brodpreise vom 16. bis 30. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 8 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kr. **„ 9* 1. 0** —* 10* ̃—t:**. 1* 4 0 ½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren Lake Für Bad Nauheim: Kasseler Brod 4 8 18 kr. „ en Erste Sorte 4 1 17½ fr. Zweite Sorte 4 8 15½ fi. „ 0„ 74 77*„* 4* ** 1* 72*„ 0 1* Für Butzbach: Zweite Sorte 3 2 15 kr. Erste Sorte 4 7 17 kr. „ 5 2* 8„ 7— 2 777 5 „* 1* 4 ¼ 77„* 1„ 3%* Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 16.— 30. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und 5 Butz bach unverändert. Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 15. Juni. Waizen 14 fl. 45 luz Kerr 9 fl. 30 kr.; Eerste 8 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 45 k. Frankfurt, 14. Juni. Waizen 14 fl. 30 kr.z Korn 10 fl. 45 kr.; Gersie— fl.— kr.;— Hafer 8 fl. 30 kr. Grünberg, 11. Juni. Waizen 14 fl. 2 kr. Korn 11 fl. 17 kr.; Gerste 8 fl. 46 kr.; Hafer 6 fl. 24 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— f. Mainz, 10. Juni. Waizen 14 fl. 29 kr.; Korn 10 fl. 20 fr.; Gersse 7 fl. 50 kr.; Hafer N 5 fl. 40 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 2 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Der redliche Finder wird freundlich gebeten denselben gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bl. abgeben Von G. Baist, Pfarrer in Ulfa. zu wollen. Preie: 42 kr. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf, Einen Lehrling fertigung bemerken, daß ich an Reimer nut gutes 6 fl. 5 kr.; 2 — Ireiwillige Dürgerfenerwehr. 1654 Von mehreren Selten kamen mir Klagen zu über — kr.; Saamen 25 fl.— tr.; Kartoffeln 5 fl. 2 1. g * Bund. zollämte etre! an di werd 1 verein. Mi M slallfin