chung e atm Seite ren it) gesch X hett! m/ m Jespynbd. Elise Boll ohnung Nereuber dei her ttt det pet, u cue Notgent der 4. Wen. Jllbin 2 L. 5% 1 Fertsch —— te chen agel, beben. 3 47 Deritrigtx, 6. Seat e nt e und geh tn Nu 14 1 10187. n — ir grid . 9 . 0 111 1116 ettttlts * * rs 817 1 80 14 4120 1 Sen Nee“ 1870. Dienstag den 15. November. M 135. Oberhessif cher Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jntelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 11. Nov. Der Königin Augusta in Homburg. Vorgestern hat sich Ge neral v. d. Tann fechtend vor der Uebermacht don Orleans nach Toury zurückgezogen, wo er ich gestern mit General Wittich und Prinz Albrecht (Vater), von Chartres kommend, vereinigt hat. e Großherzog von Mecklenburg stößt heute zu ihnen. Wilhelm. Versailles, 11. Nov. General von der Tann hat am 11. Nov. kein weiteres Vorrücken es vor ihm befindlichen Feindes gemeldet. v. Podbielsky. Verdun, 11. Nov. Bei der Capitulation don Verdun wurden zu Gefangenen gemacht: 2 Generale, 11 Stabsoffiziere, 150 Offiziere und twa 4000 Mann. An Geschützen sind vor⸗ jefunden: 136 Stück verschiedenen Kalibers, außer⸗ dem 23,000 Infanteriegewehre, sowie bedeutende Bestände an verschiedenem Kriegsmaterial. v. Gail. Versailles, 12. Nov. Im Gefechte des Generals v. d. Tann am 9. d. M. wurden ämmtliche Angriffe des Feindes mit großem Ver⸗ uste für deuselben zurückgewiesen und erst hierauf der Abmarsch angetreten. Am 10. d. Mittags verirrte sich eine Abtheilung der bayerischen Munitionsreserve, bei welcher sich zwei Reserve⸗ geschütze befanden, und siel in die Hände des Feindes. Am 12. sind keine Bewegungen der Soire⸗Armee gemeldet worden. Auch vor Paris st nichts vorgefallen. v. Podbielskp. Versailles. Erhebliche Geldcalamitäten ind namentlich unter den ärmeren Klassen der Städte Frankreichs dadurch entstanden, daß die französische Regierung alle Sparkassengelder und das Vermögen der Corporationen und Gemeinden, das nach dem französischen Gesetze in den Staats ⸗ kassen deponirt werden mußte, sich angeeignet und zu Kriegszwecken verbraucht hat.— Mittels Rund⸗ schreiben an die Vertreter des norddeutschen Bun⸗ des notificirt Graf Bismarck den auswärtigen Mächten das Scheitern der Waffenstillstandsver⸗ handlungen und den bevorstehenden Beginn des Bombardemente. Thiers mußte in Paris durch Schildwachen vor dem tobenden Volke geschützt und bei der Abreise mittels starker Cavallerie⸗ dedeckung escortirt werden.— Die deutschen Truppen haben ein Schreiben Favre's an Gam⸗ betta aufgefangen, worin gemeldet wird, daß Paris bis zum 15. Nov. frisches Fleisch, dann och auf zwei Wochen gesalzenes Fleisch hat. Dieses Schreiben ist Herrn Thiers übergeben worden. — Wie dem preußischen„Staatsanzeiger“ zus Versailles geschrieben wird, erwartet man dört in den nächsten Tagen auch den König von Bayern. Es ist vielleicht nicht ungerechtfertigt, an dies Erscheinen des jungen Fürsten im Haupt⸗ quartier die Hoffnung zu knüpfen, daß die bayerische Regierung die bis daher erhobenen Bedenken gegen den Eintritt in den Nordbund fallen gassen werde. — Nach den vorliegenden telegraphischen Nachrichten kann die Räumung der Stadt Drleans von Seiten der deutschen Truppen nicht als beunruhigend erscheinen. Es handelt sich hier um eine Rückzugsbewegung ganz natür⸗ cher Art vor der angeblich 80,000 Mann starken * Loire⸗Armee, der eine schwache Truppe, wie das Tann'sche Corps unmöglich Stand halten konnte. v. d. Tann ist ziemlich weit, bis Toury nördlich von Orleans, zurückgegangen; dort ist das Corps des Großherzogs von Mecklenburg(das 13.), außerdem die ibm ursprünglich zugetheilte 22. preußzische Division(v. Wittich) von Chartres aus zu ihm gestoßen und die Verbindung mit der in Eilmärschen anrückenden Armee des Prinzen Friedrich Karl wird zur Stunde gleichfalls vollzogen sein, so daß der Feind der Gefahr ausgesetzt ist, durch die über Troyes, Auxerre, Ghien ihm in den Rücken kommende Armee des Prinzen von seiner Rückzugslinie nach Süden abgeschnitten und zur Capitulation gezwungen zu werden. Die Nach- richten von wichtigen Ereignissen auf diesem Punkte werden nun nicht lange auf sich warten lassen. — Aus Paris liegen Briefe und Corre⸗ spondenzen bis zum 7. vor. Sie behandeln die Periode der Waffenstillstandsunterhandlungen ꝛc. Alle stimmen sie dahin überein, daß das Scheitern derselben die Mehrheit der Bevölkerung stark ent- täuscht hat, daß die Regierung aber nichtsdesto⸗ weniger einen festeren Halt gefaßt, und daß man in allernächster Zeit einen starken Ausfall erwartet. — Laut einem Telegramm aus Petersburg hat der Kaiser von Rußland den Generalstabs- chefs der 2. und 3 deutschen Armee, v. Stiehle und v. Blumenthal, den Georgsorden vierter Klasse, verliehen. — Die Nachrichten aus Paris deuten an, daß man sich in der Berechnung der Lebensmittel, namentlich des Schlachtviehs verrechnet hat, und dem Correspondenten der„Daily News“ zufolge ist in den Restaurationen nur noch sehr selten Hammelfleisch zu haben, wiewohl dies dem Tarif gemäß billiger ist als Rindfleisch. Der Einzelne hatte seit vierzehn Tagen schon nur mehr ein Recht auf sechszig Gramme Fleisch(¼ Pfd.) per Tag, wozu es noch überdies einer besonderen Anweisung bedarf. Vom 1. Nov. ist die Ration auf 50 Grammt(¼0 Pfd.) reducirt, und auch die wird man nicht immer bekommen, denn um 7 Uhr Morgens ist in den Fleischläden nichts mehr zu haben. Schon um Mitternacht wird bei den Fleischhauern Queue gemacht. Butter fehlt ganz, Milz kostet das Pfund 5 Francs, Kartoffel ebensoviel das Maß und Bohnen sind nicht mehr zu haben. An Brod und Wein herrscht Ueber- fluß. Das frische Fleisch wird in 8 bis 14 Tagen aufgezehrt sein. Was die Stimmung angeht, so herrscht augenblicklich noch fast überall die Ansicht, daß Frankreich am Ende siegen muß, und daß die Welt in Staunen und Bewunderung über die Haltung von Paris die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Die Arbeiterklassen bekommen so gute Nahrung, wie sie je hatten, und haben weiter Nichts zu thun, als Soldat zu spielen. Noch hofft man, daß es zu einer wirklichen Ge. fahr nicht kommen wird, daß die„hehre Haltung“ von Paris den Feind von einem Angriffe abhalten wird, und daß die Pariser der Geschichte als Helden überliefert werden, ohne daß sie etwas Heldenmüthiges gethan hätten. Anfangs glaubte ich, so sagt der erwähnte Correspondent, die Ar- beiter würden sich gut schlagen, aber ich fange an, auch dies zu bezweifeln. Seit der Einschließung haben sie jeder ihre 1½ Fres. per Tag und die Lebensmittel für ihre Familien bekommen, ohne daß sie etwas anderes zu thun hätten, als zu exereiren, plaudern und vielleicht einmal in der Woche auf Wache zu ziehen. Ihnen behagt dieses Faullenzen so sehr, daß Privatwerkstätten 6 Fres. per Tag anbieten und keine Arbeiter um diesen Lohn bekommen können. — Der„Staatsanz.“ berichtet:„Das Gefecht der 9. Infanteriebrigade hat in dem südöstlichen Theile der Champagne, im Departement der Haute⸗ Marne, und zwar zwischen Bologne und Chaumont, stattgefunden. Die Brigade hatte am 5. Bologne erreicht und stieß in ihrem weiteren Vormarsch bei Brethenay auf französische Mobilgarden. Diese wurden längs der Marne südwärts bis nach Chaumont zurückgedrängt, bei welchem Kampfe sie 70 Todie und 40 Verwundete in unserer Hand zurückließen. Der Schauplatz des Gefechtes ist an und für sich der Beweis für das rastlose Vorrücken der zweiten Armee. Die wesentliche Bedeutung des Gefechts liegt darin, daß durch den fast vollendeten Vormarsch bis an die Gränze der Franche-Comte die Verbindung der zweiten Armee mit dem Corps des Generals v. Werder einer-, mit der Reserve-Division des Generals v. Schmeling andererseits als völlig gesichert er⸗ scheinen muß.“ Nanteuil. Man hat davon Abstand ge⸗ nommen, den eingestürzten Tunnel wieder her⸗ zustellen. Die Bergmasse ist so lose, daß die Erschütterung des durchbrausenden Eisenbahnzuges die aus ihrer bisherigen Lage gebrachten Stein schichten zur neuen Senkung bringen würde. Man ist anscheinend noch unentschlossen, ob man die bereits erwähnte Zweigbahn wieder in Angriff nehmen soll. f Metz. Der Gesundheitszustand in und um Metz ist andauernd befriedigend. In den preußi⸗ schen Lazarethen der, Umgegend sollen sich nur noch etwa 200 Kranke befinden. Auch mit Ent⸗ leerung der französischen Lazarethe in und um Metz konnte bereits der Anfang gemacht werden. Altbreisach. Die„Karlsr. Ztg.“ schreibt: Das Fort Mortier bietet das Bild der gründ- lichsten Zerstörung dar. Sämmtliche Gebäude sind der Erde gleich, mit Ausnahme der bomben⸗ festen Thorbaulichkeiten, worin sich auch die Küche und die Bäckerei befindet. Sämmtliche Eingänge zu den Casematten und dem Thor waren mit doppelten und dreifachen Lagen von Baumstämmen gedeckt. Von den 7 Geschützen des Forts sind 6 durch das feindliche Feuer unbrauchbar gemacht worden; nur eine Granatkanone ist unversehrt geblieben. Das Pulver wurde von dem ab- ziehenden Feind in die Wassergraben geworfen, Patronen und Bomben liegen in dem Ziehbrunnen und Tausende von Granat-⸗ und Bombensplittern sind in allen Richtungen zerstreut vorhanden. Wären die Geschütze nicht demontirt worden, so hätte sich die Besatzung noch mehrere Tage halten können; der Vorrath an Geschossen jeder Art würde dazu ausgereicht haben. Ihr Verlust be⸗ schränkt sich auf 2 schwer und 4—5 leicht Ver⸗ wundete; Todte hatte sie keine. Die Eroberung ist speziell das Werk der badischen Artillerie, die hier in dem gleichem, wenn auch wegen des ge— ringeren Operationsobjekts kleineren Siyl dasselbe geleistet, wie jüngst gegenüber der Straßburger Citadelle. Der Verlust der Belagerungstruppen soll bis jetzt ungefähr 11 Todte und 30 Ver- wundete betragen. Bern, 11. Nov. Gestern fand ein Gefecht bei Montbeliard statt. Die Deutschen waren siegreich und besetzten Beaucourt und Etupes. Bei Montbeliard findet laut offizieller Meldung die Concentration größerer französischer Truppen 1 7 1 1 7 1 4 . r —— — — I= — ä— r eee e —ů ů —————-„— — . massen flatt. Seitens der deutschen Truppen wird an der Juragränze ein Zusammenstoß erwartet. — Der„N. Zürch. Zig.“ wird telegraphirt: Garibaldi ist mit 12,000 Mann von Dole nach Belfort aufgebrochen. Preußische Ulanen zeigten sich in Ruits(Dep. Cöte d'Or, Arrond. Beanc, am Flusse Meuzin). In Lpon sind die Kellerräume des Hofel de Ville für die Aufnahme der Archive hergerichtet. Die Straßen außerhalb Lyons sind unterbrochen. Hessen Darmstadt. Von dem Bundes⸗ seldherrn wurden mit dem eisernen Kreuze zweiter Klasse beliehen: vom 3. Infanterie-Regiment Major und Bataillons⸗Commandeur v. Hessert, Major und etatsmäßiger Stabsoffizier Lannert; vom 4. Inf.⸗Regt.: Major und Bataillons⸗Com⸗ mandeur Keim, Feldoberstabsarzt Dr. Steinhäuser; vom Stab der 25. Cavalerie- Brigade: Ober- lieutenant und Brigade-Adjutant Frhr. v. Röder, Premierlieutenant Graf v. Wedell; vom 1. Reiter⸗ Regiment: Oberstlieutenant und Regiments. Com- mandeur v. Grolman; vom 2. Reiter⸗Regiment: Major und Regiments Commandeur Frhr. von Buseck, sowie Oderstabsarzt Dr. Böhm, Chefarzt des 4. Feldlazareths.— Einer Correspondenz des „M. Abobl.“ zufolge befand sich das Haupt⸗ quartier des IX. Armeecorps am 4. d., einem Rasttage, in Bar⸗le⸗Duc. Die Stadt, in ihrer Lage Heidelberg vergleichbar, war an diesem Tage von den in der Umgegend cantonnirenden Sol⸗ daten dicht gefüllt, die in den durch prachtvolle Gold- und Silberwaaren, vortreffliche Tuch und besonders in ganz Frankreich berühmte Conditor waaren sich auszeichnenden Läden Einkäufe machten. Die Division marschirte von da über St. Dizier nach Troyes, den äußersten rechten Flügel der nach Lyon marschirenden Südarmee bildend. Die Gegend von St. Dizier ist ganz flach, nur hie und da durch Wälder unterbrochen und vortrefflich angebaut. Die Einwohner seien zuvorkommend und die Verpflegung eine sehr gute gewesen. Auch echten weißen Champagner und Burgunder habe es zu kosten gegeben. — Dem„Schw. M.“ wird aus Brüssel ge⸗ schrieben: Zur Sache der Konstituirung Deutsch⸗ lands erwähnen wir hier das Detail, daß der Graf v. Enzenberg, großh. bess. Gesandter in Paris, und seit dem Ausbruch des Krieges in Brüssel sich aufhaltend, nach Darmstadt gerufen worden ist, um dort zu erfahren, daß er auf Wartegeld gesetzt sei, weil der Gesandtschaftsposten in Paris nicht mehr werde besetzt werden. Preußen. Berlin. Dem General von Steinmetz ist der russische St. Georgsorden 3. Klasse verliehen worden. Der Kaiser von Ruß. land hatte denselben an unseren König gesandt mit dem Wunsche, selbst darüber zu berfügen und ihn dem würdigsten Offzier der Armee zu über geben. Der König hat nun den Orden, begleitet von einem sehr huldvollen und die Tapferkeit des Generals ehrenden Schreiben, Herrn v. Steinmetz verliehen. — Wie versichert wird, enthalten die mit den süddeutschen Staaten wegen Beitritts derselben zum Norddeutschen Bunde vorbereiteten Verträge mit dem Bundespräsidium auch einige auf Aus⸗ dehnung der Bundescompetenz bezügliche Bestim⸗ mungen. Es bestätigt sich, daß Prinz Otto von Bayern an den König Ludwig die Einladung überbracht hat, nach Versailles zu kommen. — Die„Frkf. Pr.“ meldet: Die Absicht, den g Reichstag nach Versailles anstatt nach Berlin zu berufen, ist aufgegeben; der Tag des Zusammen⸗ tritts noch unbestimmt. Die Haltung Bayerns in der deutschen Frage soll neuerdings günstiger geworden sein. — unter den 53 französischen Regiments⸗ Adlern, die in Metz erbeutet und hierher gebracht wurden, und die gegenwärtig im Zeughaus auf⸗ gestellt sind, befinden sich mehrere, die noch die Namen Marengo, Wagram, Lützen, Solferino u. s. w. tragen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt anläß⸗ lich der Thatsache, daß das französische Schiff „Desaix“ die norddeutsche Barke„Charlotte“ in den Grund gebohrt hat, ohne die völkerrechtliche Norm, welche die Einleitung eines prisengericht⸗ lichen Verfahrens fordert, zu beobachten: Die französische Flotte schlägt ein Verfahren ein, wie solches dem unter civilisirten Nallonen bisher gel⸗ tenden Rechte geradezu widerspricht. g — Der„Staatsanzeiger“ schreibt:„Zuver⸗ lässigen Nachrichten zufolge ist der 21. November als Tag des Zusammentritts des Reichstags, dessen Sitzungen in Berlin stattfinden werden, in Aussicht genommen.“ Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bezeichnet die Mittheilung mehrere Blätter, an⸗ läßlich der Einberufung des Reichstages, daß die Aufnahme einer neuen Bundesanleihe bevorstehe, für jetzt als unbegründet, und fügt hinzu, es würde sich jedenfalls um die Eröffnung eines Credites für die Bundesverwaltung handeln; über die Modalitäten desselben scheint noch keineswegs ein Beschluß gefaßt zu sein. — Die„Kreuzzig.“ glaubt in Betreff des Bombardements von Paris die bestimmte Ueber ⸗ zeugung aussprechen zu dürfen, daß an maßgeben⸗ der Stelle keine falsche Großmuth obwalte und das Bombardement in kürzester Zeit erfolgen werde. Frankfurt. Wie biesige Blätter berichten, sollen fünf hier befindliche, theils hiesige, theils auswärtige Banquiers, welche auf das neue fran⸗ zösische Anlehen in London gezeichnet, verhaftet worden sein. Die„Frkf. Pr.“ nennt von diesen Verhafteten die Gebr. St. Goar. — Hiesige Blätter melden: Frankfurter, welche aus Straßburg hier eintrafen, versichern über⸗ einstimmend, daß man daselbst ein Werbebureau für Franctireurs entdeckt und die ganze Gesellschaft, als sie im Begriff stand, abzufahren, festgenommen hat. Die Bürger und Einwohnerschaft, stakt sich neutral zu verhalten, leistete den Freischärlern allen möglichen Vorschub. Hamburg, 11. Nov. Der„Börsenhalle“ zufolge hat der General Gouverneur die Schiff⸗ fahrt sowohl neutraler als deulscher Schiffe auf eigene Gefahr wieder frrigegeben. Cuxhafen, 10. Nov. Der Hamburger Post⸗ Dampfer„Westphalia“, welcher heute früh nach New⸗Nork in See gegangen war, kehrte um 10 ½ Uhr wieder zurück und ging hier vor Anker. Bayern. München. Eine Escorte preu⸗ ßischer Soldaten von der Division Kummer, welche Gefangene aus Metz hierher brachte, fand die herzlichste und begeistertste Aufnahme von Sei⸗ ten der Bewohner Münchens. Im Lorale des Bürgervereins wurde denselben zu Ehren eine Reunion veranstaltet, bei welcher die größte Be⸗ geisterung herrschte und Reden, Toaste und patrio⸗ tische Gesänge abwechselten; der Magistrat veran- staltete außerdem ein Banket in der Westendhalle, in der Königlichen Residenz fand Tasel zu Ehren der preußischen Waffenbrüder statt und die Königin⸗ Mutter beschenkte die Soldaten mit Leibwäsche, Cigarren, Tabak, Eigarrenspitzen und Tabaks⸗ pfeifen. Von dem Centralcomite des Landesver⸗ eins erhielt jeder Soldat 1 Einthalerstück, jeder Unteroffizier 1 Zweithal zück zum Andenken an die Stadt München. — Das bier verbreitete Gerücht, der Justiz⸗ minister und der Minister des Aeußern seien aus Versailles hierher zurückgekehrt, entbehrt der Be⸗ gründung.— Graf Beust ist am 11. November hier eingetroffen. Oesterreich. Wien, 12. November. Das Correspondenzbureau versendet nachstehendes Tele ⸗ ramm:„Wie versichert wird, sollen die diploma ⸗ sischen Vertreter Rußlands in Konstantinopel, Wien und London vfficiell angezeigt haben, daß Ruß⸗ land sich an die Verträge von 1856 nicht länger mehr gebunden erachte.“ Diese Nachricht des Correspondenzbureaus bedarf jedenfalls noch der Bestätigung und müßte eventuell eine solche bald stattfinden, da die behauptete Erklärung Rußlands auch in London und Konstantinopel erfolgt sein soll. Frankreich. Aus Paris wird gemeldet, daß die Regierung die Aufnahme eines neuen Anlehens in England beabsichtigt.— Die„Corre⸗ spondance Havas“ vom 7. d. berichtet: Ferry hat Rochefort aufgefordert, wieder in die Regierung einzutreten. Trochu ergriff energische Maßregeln gegen die in der Umgegend von Paris N streifenden Marodeurs. 0 N Tours. Eine Depesche des Generals Aurellet de Paladine an die Regierung meldet. setzung Orleans. Ein Tagesbefehl des vanzen der Loite- Armee, Aurelles de Paladin vom 10. November lautet:„Der gestrige Tag war unseren Waffen glücklich. Alle Positionen sind genommen, der Feind ist auf dem Rückzug begriffen. Die Regierung beauftragt mich, Euch zu danken. Ich thue es mit Freuden. Inmitten des Unglückes hat Frankreich die Augen auf Euch gerichtet. Machen wir alle Anstrengungen, dessen Hoffnungen nicht zu täuschen.“— Die Provinz sieht mit Schrecken die Fortdauer des Kriegs, den Ruin alles Wohlstandes und wird noch mehr durch die mit Bestimmtheit auftretende Nachricht ge⸗ ängstigt, die 250 Millionen, welche die französische Regierung kürzlich in London aufgenommen hat, seien bereits wieder aufgezehrt und man stehe im Begriff, in England eine weitere und größere Anleihe aufzunehmen. Ballonbriefe aus Paris, welche bereits über den Eindruck der Nachricht von der Verwerfung des Waffenstillstandes berichten, melden, Trochu habe sofort seinen Offizieren erklärt, daß jetzt der Kampf à outrance beginnen werde und er auf ihre Aufopferung bei einer Aufgabe rechne, welche die nationale Ehre erheische. — Ein Telegramm aus Orleans vom 11. d. meldet: Wir haben uns gestern den ganzen Tag in den Umgebungen von Coulmiers(20 Kilometer westlich von Orleans) geschlagen. Die Operation der französischen Armee ist vollständig General Palliere hat Chevilly(15 Kilometer nördlich von Orleans) besetzt. Wir haben 600 Preußen gesangen genommen mit Waffen, Bagage und zwei Kanonen. Man zählt auf 1200 ge⸗ fangene Preußen vor Ablauf des Tages. Wir haben Orleans besetzt. Vom Ministerium: Die Loire ⸗Armee unter dem Befehl des Generals Aurelles de Paladine hat sich gestern nach einem zweitägigen Kampf der Stadt Orleans bemächtigt. Unsere Verluste an Todten und Verwundeten er⸗ reichen nicht 2000 Mann, die des Feindes sind beträchtlicher. Wir haben zwei Kanonen preußischen Modelles erobert, sowie mehr als 20 bespannte und mit Munition beladene Caissons, eine große Menge Fourgons und Proviantwagen. Die Haupt- action concentrirte sich beim Kampf am 9. um Coulmiers. Der Elan der Truppen war be⸗ merkenswerth trotz dem schlechten Wetter.(Man darf nicht übersehen, daß vorstehende Nachrichten von der französischen Regierung ausgehen.) Marseille, 5. Nov. Gestern wurde hier die Versöhnung zwischen den Delegirten der Prä⸗ fectur und den höheren Offizieren der National- garde öffentlich gefeiert.— In Toulon wurde der Präsident des Civiltribunals, Roques, auf Befehl Cremieux verhaftet. Belgien. Brüssel. Die„Independance“ beurtheilt in objectiver Weise Favre's Circular und nennt den militärischen Standpunkt Moltke's in der Lebensmittelfrage einen vollkommen tadel⸗ losen und berechtigten. Die Correspondenz aus Tours in demselben Blatte signalisirt die Ueber- siedlung der Regierung nach Bordeaux und ein neues nothwendiges und in England aufzunehmendes Anlehen, sowie Gambetta's Plan, sich in den noch nicht occupirten Landestheilen das Votum der Volksvertretung ertheilen zu lassen. — Nachrichten aus Arlon zufolge marschiren die Preußen gegen Montmedy. Es wird ein neues Bombardement daselbst befürchtet. Preußische Vortruppen sind in Jametz(vor Montmedy) ein- getroffen. l — Der„Moniteur“ veröffentlicht folgende Depesche von einem in Paris aufgestiegenen Luft⸗ schiffer:„Nogent la Rotron, 5. Nov., 10 Uhr 40 Min. Morgens. Mit einem in Paris aufge⸗ stiegenen Ballon am 10. Nov. Abends 6 Uhr in Fresnay le Gilbert, 8 Cilometer von Chartres, herabgestiegen. Die Preußen bemächtigten sich eines Theils meiner Depeschen; ein Sack gerettet und sofort dem Eisenbahntrain anvertraut, der um 1½ Uhr nach Tours geht.“— Die„Indepen⸗ dance“ meldet aus Tours vom 8. d., Thiers elungen. ddt e betta 10 ufer 14. bell lot. 10 Nn Nondse 15 ie au ol dem i kein ande el carsosi hierhuse wendante Abends, unter de Par di 15 schließen 15 Gr bringt e f anz igen sig 81 Roman bestern mandel eil LErde! — — * — — Anton einen gericht 2 nehme Feldn worde I Heisere sallles . baum Schlat heitsba bühren beende schreite otigen Gegend Wurde daselbf se zu daß zu an dach he Unde 455 elche , keobac — bk . 8 porlir W. 85 due ansössh etrenmtn he 215 den steht 1 Aert 11 xbße⸗ we aut Part t der Nacht Aandts herichm 1 Oszieren erllan e deginntn per del kintt Aufgab Mt ccheische. deen dom 11. 0 1 den ganzen Tu) tg(20 gilenerd . Die Oprain Wärkig gelungu, 5(15 Klonen De baden 00“ * Gasen, Bag N 1200 g det Tages. U Nuiftrium: Di e des Were ztüttt nach n Orleans benächtg n Sram cttr g. „ des Ftindts in gntett prtußit“ 4% Y bespan gers, tine groß u. Die Hauy⸗ — m 9. un 1 Teen „ Weltr. ident Nachricht 4 eutzehen.) ddt dt⸗ J vad 5e dale ver d erte der Nation Teulen wu E Aoeuts, 7 1 Iutependen Ae. wide vor Dienstag Abend eintreffen, um Gam⸗ beta von der Nothwendigkeit, die Constituante aißerhalb Paris zusammenzuberufen, zu überzeugen. De„France“ behauptet, die neutralen Maͤchte wollten jetzt Europa einen Congreß proponiren. — Die belgisch-deutsche Telegraphenlinie ist gäört.— Der„Nouvelliste de l' Quest“ behauptet, 7 Armee Ketätrp's sei zur Einschiffung für die Jordsee bestimmt.— Ein Telegramm des„Daily Tlegraph“ meldet das Gerücht, daß Garibaldi sso ergeben habe. An dem anderen Gerüchte un dem Vorschlage eines europäischen Congresses si kein wahres Wort. —„Echo“ meldet: Louis Blanc ist in Ost⸗ ede eingttroffen. Zahlreiche aus Lille flüchtige srenzösische Familien sind in Tournay eingetroffen. — Während Gambetta Siegestelegramme herhersendet, veröffentlicht gleichzeitig dit„Inde⸗ pridance“ einen Bericht aus Tours vom 10. d. Pends, wonach alldort die größte Besorgniß witer der Bevölkerung berrscht, daß Prinz Friedrich 2 die Loire Armee zu umgehen und unter operation mit dem General v. d. Tann einzu- ließen beabsichtigte. Dit Loire ist bedeutend * geschwollen und unschiffbar geworden. Großbritannien. London. Die Times hingt aus der Feder ihres nach Metz entsendeten Epetial-Correspondenten die schwersten Anklagen igen Bazaine. Italien. Rom, 9. Nov.„Osservatore domano“ meldet, daß die italienische Regierung estern den Quirinal besetzt hat.— Der Com⸗ zandeur Guerra notificirte dem Municipium esiziell den feierlichen Einzug des Königs mit nde November in Begleitung sämmtlicher könig⸗ chen Prinzen und Prinzessinen, der Minister, er Repräsentanten der Mächte und der Vertreter der Presse. Florenz. Wie man versichert, hat Cardinal Intonelli an das diplomatische Corps in Rom enen Protest gegen die Besetzung des Quirinals 9 richtet. Nußland. Petersburg. Gutem Ver ⸗ tehmen nach ist der Kronprinz von Preußen zum zeldmarschall in der russischen Armee ernannt rorden. General Annenkoff aus der Suite des J baisers ist beauftragt, die Ernennung nach Ver⸗ seilles zu bringen. P. Aus der Wetterau.(Deutsche Freibeits⸗ taume). Auch in unserm Hessenlande wurden nach der Echlacht bei Leipzig unter Festlichkeiten sogenannte Frei⸗ lätsbäume gesetzt. In vielen Gemeinden sind sie ge⸗ lührend geschützt worden, in andern mußten sie leider, bonders wo sie auf Privateigenthum sianden, der sort⸗ reitenden Landwirthschaft weichen. So fällte man im wrigen Jahre auf einem herrschaftlichen Gute unserer begend eine schöne Freiheitslinde und in diesen Tagen vurde merkwürdiger Weise„gefangenen Franzosen,“ welche orselbst schon mehrere Wochen beschäftigt sind, der Auftrag, se zu Brennholz zu zerhauen.— Es steht zu erwarten, uß zum Andenken an die jetzige große Zeit, zur Erinnerung n die einheitliche Erhebung gegen den alten Erbfeind zuch dem Fiiedensschlusse manche Giche, manche deutsche nde gesetzt wird. Einsender möchte schon jetzt darauf zufmerksam machen dazu nur solche Standorte zu wählen, zelche Gemeindeeigenthum und nicht allzu abgelegen sind, damit die Bäume von dem Publikum schützend hobachtet werden können. Frankfurt. Seit Freitag ist auf unseren Bahnhöfen ene seither ungewohnte Stille eingetreten. Die letzten hefangenen von Metz(etwa 2500 Mann), die übrigens r abgerissen aussahen und größtentheils ohne Winter⸗ keider und Schuhwerk waren, wurden nach Colberg trans⸗ fortirl. Daß noch kleine Krankentransporte vorkommen, die durch Translocationen und Evacuirung der Lazarethe verursacht werden, ist selbstverständlich. Darmstadt. Vom nächsten Mittwoch an finden da⸗ hür kige Ausfellung französtscher Ttophäen zum n des Hülfevereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde statt und zwar im Local des Herrn Fabrikanten Blumenthal. Ausgestellt werden die dei Wörih erbeutete französische Mitrailleuse nebst anderen französischen Beutestücken, wie Chassepots⸗, Snider- und Tabalidre⸗Gewehre, Grenadier- und Kürassier⸗ helme, Sappeur⸗Aexte, Pauken, Tornister. Vom Rhein. Die deutschen Heere, welche Frank⸗ reich besetzt halten, umfassen gegenwärtig an streitbaren Kräften circa 690000 Mann mit 160,000 Pferden. Der Unterhalt dieser Armee erfordert an Lebensmitteln läg⸗ lich 225,000 Stück Brode, 185 Stück Rindvieh, 400 Ctr. Speck ꝛc., 540 Centner Reis, 160,000 Quart Branntwein, 10 Centiner Kaffee, 3400 Wispel Hafer, 6800 Centner Heu und 1000 Schock Stroh. Kassel. Am 10. d., Nachts, hat in dem Bahnhofe zu Kassel ein Zusammenstoß zwischen einem Güter- und Personenzug staugefunden. Das Unglück, eessen Ursache noch nicht sest ermittelt werden konnte, hat glücklicherweise keine anderen Folgen gehabt, als daß mehrere Personen⸗ und Güterwagen nur unbedeutend beschädigt worden sind. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen; auch sollen nur einzelne leichte Verwundungen vorgekommen sein. Der allergrößte Theil der Passagiere kam mit dem bloßen Schreck davon. Dortmund. Das hiesige Kreisgericht macht bekannt, daß im Lause dieses Sommers über 1700 unächte Ein⸗ Thalerstücke zu Heerdt bei Düsseldorf angefertigt und davon gegen 1200 bis 1400 Stück in Düsseldorf, Köln, Krefeld, Barmen, Elberfeld und Dulsburg verausgabt worden sind. Gegen 6 der vperausgabten sind einge⸗ gangen, die übrigen sind noch im Umlauf. Sie tagen die Jahreszahl 1868 ober 1869, sind um etwa ¼ dicker, als die ächten, im Herzblatt des Adlers meist mat ausge— führt und von unächtem Klang. Das Kreisgericht ersucht vor⸗ kommenden Falles um Einlieferung dieser unechten Thaler. Forbach. Nach Mittheilung eines preußischen Offi⸗ ziers(Augenzeugen) ereignete sich am Sonntag Nach⸗ mittag auf dem Forbacher Bahnhofe eine entsetzliche Scene. Einen dort eingefahrenen, stark besetzten Zug französtscher Gefangenen umringten sosort nach dem Stillhalten eine Masse Civilisten, den hungrigen Soldaten Speise und Getränke bietend. Eine große Anzahl derselben stieg aus den Wagen auf die Schienen, das freundlich Gebotene in Empfang nehmend. Als die Haltstist zu Ende, ertönte das Signal zum Weiterfahren und der Zug setzte sich langsam in Bewegung, während die Soldaten noch immer in die Waggons strebten. Mehrere stürzten bei der zunehmenden Schnelligkeit des Zuges herunter, ohne Schaden zu nehmen. Ein Mann jedoch gerieth so un⸗ ücklich unter die Schienen, daß er von den Rädern buch⸗ blich über den Lenden entzwei geschnitten wurde. Berlin. Der„N. Fr Pr.“ wird von hier gemeldet: Sie dürften wissen, daß für die erste eroberte französische Fahne von einem hiesigen Bankier eine Summe von tausend Louisd'ors ausgesetzt worden ist; ebenso ist die Thatsache nicht neu, daß der preußische Soldat, der sie bei Wörth eroberte, ein Jude ist. Als der tapfere Mann und Jude vor wenigen Tagen nach Berlin kam, wohin er Gefangene escortirt hatte, ergriff die jüdische haute nnance mit Enthusiasmus die Gelegenheit, den Helden festlich zu bewirthen. Es gab ein brillantes Banquier⸗ Banket und an SFr ef i s thronte der jüdische Sieger von Weh an ließ ihn unzählige Male hoch⸗ leben und forderte ihn am Schlusse des Bankets auf, doch die näheren Details seines kühnen Streiches zum Besten zu geben.„Ach sehen Sie“, sagte der brave Füsilier sehr bescheiden,„die Sache ist bei Weitem nicht so gefährlich gewesen, als sie allgemein geschildert wird. Als wir Sturm auf die Höhen liefen, sehe ich plötzlich einen Franzmann mit der Fahne stehen. Jetzt oder nie! sagte ich mir und sprang auf den Kerl zu: Gieb die Fahne her, schreie ich, denn ich muß die 1000 Louisd' ors haben.... Der Andere ruft; Comment s'appelle?(Wie heißt 2) Ah, schreie ich hocherfreut, du blst auch ein Jude — so gib die Fahne her, bekommst 500 Louisd'ors von meiner Prämie. Hier ein Wechselchen!.... Gesagt, ge⸗ than. Ich sprang mit der franzöfischen Fahne zurück und jetzt bin ich hier und bitte schoͤn um mein Geld, weil ich die Hälfte davon fortschicken muß.“ Die Gesell⸗ schaft wollte zwar mit Recht dieser Erzählung keinen Glauben schenken, aber der humoristische Füsilier war jetzt erst recht der Held des Tages. Braunschweig. Einer unserer Husaren schreibt; „Du wirst Dich erinnern, daß nach der Schlacht von Mars la Tour, den 16. August, ich Dir geschrieben, daß eine Schwadron unseres Regiments an diesem Tage auch eine feindliche Batterie genommen habe. Trotz der Bemühungen des Commandeurs ist dieselbe bislang dem Regiment nicht zugeschrieben worden. Wir hatten näm⸗ lich, nachdem die Bedienung der Batterie niedergehauen, letztere vollständig verlassen stehen lassen müssen, weil der Commandeur das Regiment, der erheblichen Verluste wegen, weiter rückwärts wieder sammeln und rangiren mußte. Nun hat sich folgende für das Regiment wichtige Geschichte zugetragen. Bazaine, der seinen Adjutanten als Unterhändler ins große Hauptquartier zu Bismarck geschickt hatte, läßt sich erkundigen, welches Husaren⸗Re⸗ giment(schwarz mit gelb) am 16, an dem und dem Orte und um die und die Zeit eine Attaque gemacht und dabei eine Batterie genommen habe. Da nun nach genauer Beschreibung der Uniform und Angabe des Ortes und der Zeit nur unser Regiment es sein konnte, läßt Bazaine durch seinen Adjutanten unserm Regiment sagen: Er grüße den Commandeur und das tapfere Husaren⸗ Regiment auf das Freundlichste und spreche seine Achtung aus für das schneidige Draufreiten. Er selbst habe an jenem Tage in der Batterie gehalten und habe sich plötz⸗ lich von Husaren umringt gesehen, die teuflisch auf ihn eingehauen hätten, einer seiner Adjutanten sei vom Pferde geschossen und er selbst sei glücklicherweise nur mit flachen Hieben nicht schlecht tractirt— kurz er sei mit genauer Noth entkommen. Wenn wir nur eine Ahnung davon gehabt, wir hätten ihn sicherlich gefaßt. Auf diese Weise kommen wir doch noch zu unserm Recht und es herrscht im Regiment darüber eine sehr fröhliche Stimmung.“ Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten sind weiter ein⸗ gegangen und werden dankend bescheinigt: fl. kr. von Herrn Dr. Matthias 2 15 durch denselben von Herrn Dr. A. Trapp 10— von Herrn Semtinarlehrer Stamm—— von Herten D. und M. 2— für 30 Pfund Lumpen 2— Ungenannt 1— Malerialten: Von Frau Kirchenrath Görtz in Florstadt 2 Säcke Kartoffeln, 1 Säckchen Dörrobst, 1 Korb Gemüse, von der Bürgermeisterei Ossenbeim 1 Säckchen Dörrobst, 1 Butterweck, 1 Kanne Milch; von Herrn Emmel in Berstadt 1 Butlerweck; aus der Gemeinde Ober-⸗Rosbach 2 Wagen voll Wirsing, Weißkraut, Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln, Sellerie und Quch, 2 Körbe Frischobst, 18 Pfund Dörrobst, 45 Eier; von den Herren Kammer und Thomas in Fauerbach 1¼ Korv Gemüse und 2 Körbe Rüben. Von der Gemeinde Gettenau zur Beförderung an Hessische Division im Felde: 1225 Pfund Mehl und die Ohm Kümmel⸗ Branntwein. Unsere Bitte um fernere Liebesgaben halten wir no th gedrungen aufrecht. Friedberg den 10. November 1870. Für das Comité: J. Huber, Rechner. Sendungen zur Hessischen Division! Unsere Expedition Nr. 8, welche unter der umsich⸗ tigen Führung unseres Delegirten Herrn Dr. Meis am 26. October a. c. von hier avging, kam am 5. d. Mis. in Bar⸗le⸗Duc zu unserer Division und konnte während des Marsches derselben durch diese Stadt den verschiedenen Regimentern und Abtheilungen die je für dieselden be⸗ slimmten Päckereien übergeben. Die Expedition Nr. 9, unterm 3. November von hier abgesandt, folgt zur Zeit unsern Truppen nach dem mitt⸗ leren Frankreich und hoffen wir, daß auch sie dald im Stande ist, sich ihres Auftrags zu entledigen. Den Abgang der Expedition Nr. 10 müssen wir noch einige Zeit zurückhalten, bis wir erfahren, daß unsere Division wieder einige Zeit in einem Standquartier ruhig liegen bleibt. Den Tag des Adgangs werden wir de⸗ kannt geben. Allen! die seither mit Baarmitteln den Verkehr un⸗ serer im Felde stehenden Soldaten mit den Angehörigen in der Heimath unterstützt haben, danken wir und bitten, uns auch in der Folge in derselben Weise zu unterstützen. Darmstadt den 10. November 1870. Das Comité zur Versorgung Hessischer Feldtruppen Ohly. Blumenthal. Cdict grau g. 809 Heinrich Bangel, Privatseribent in Friedberg, lessen Vermögen überschuldet ist, bat am 10. September 1 J. mit der Mafortidt seiner bekannten Gläubiger sich trrangirt. Unbekannte Gläubiger, denen dle Einficht ter Aclen freisteht, haben binnen 14 Tagen ihre For derungen dahter anzumelden und etwalge Einwendungen zwrzubringen, als sonst Zuftimmung zu dem abgeschlossenen Vergleich unterstellt und demselben die Beffätigung er⸗ heilt werden wird. grtedberg den 1. November 1870, Goßberzogliches Landgericht Friedberg Re itz Sleinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Eine Grube Dung 678 hat zu verkaufen W. Schreiber. Bekanntmachung. 2659 Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Gegen⸗ stände, als: 130 Stück Bettteppsche, 5 Centner alte Lumpen, 2 Centner altes Eisen, eine Quantität Blechgefäße, eine Parthie altes Glas, öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Marienschloß am 7. November 1870. Großherzogliche Landegzuchthaus⸗Kasse Schäfer. Ein möblirtes Zimmer ca. ca. 2648 gleicher Erde ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei Joh. Fillmar. Arbeits ⸗Versteigerung. 2667 Freitag den 18. November, Mittags 1 Udr, sollen zu Ober ⸗Florstadt die Handarbeiten auf den Vizinal⸗ wegen in der Gemarkung Oder⸗Florstadt, beginnend mit dem 1. Januar 1871, auf die Dauer von 3 Jahren an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Ftiedberg den 11. November 1870. Der Bezirke⸗Bauausseher Schneider. Emser Pastillen, 2489 aus den Salzen der Koͤnig-Wilbelms⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfoblen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säuredildung, Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ dirten Schachlel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bei Hof⸗Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen. 2574 Unser Lager von Regulir⸗Oefen neuester Construction halten wir empfohlen Louis Marburg& Söhne„zur Utichskront“ in Kranksurt a. M. Bekanntmachung. 2106 Es wird bierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ dracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Ober⸗ Mörlen mit den dazu gehörtgen Parzellen⸗ karten auf dem Ortsgerichtsbüreau zu Ober-Mörlen zur Einfsicht offen gelegt worden ist. Die Betheiligten find defugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Ortsgerichts⸗ Vorfteher der Gemeinde Ober⸗Moͤrlen Grundbuchs⸗ Auszüge(Geschosse) zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rückfichtlich des Besitzstandes und der Größenangabe für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anffände entweder auf gütlichem Wege dei dem Ortsgerichts⸗Vorsteher der Gemeinde, vor welchen sie ihre etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beselligen und, insoferne dleses nicht von Erfolg ift, ihre Ansprüche bel dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen der⸗ selben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daseldst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Ortsgerichts⸗Vorsteher zu Protocoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäß⸗ beit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums betr. beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu seben wünschen, aufgefordert die nöthigen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu slellen, und, wenn dieses ein anderes, als das unterzeschnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 28. Februar 1871 zu Ende. Bad⸗Nauheim am 27. Auguft 1870. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Edictalla dung 2668 Einwendungen gegen das von der Witlwe des Peter Wolf II. von Opvershofen mit den Gläubigern ihres verstorbenen Ehemanns unterm 3. d. M. abgeschlossene Arrangement find von den unbekannten Gläubigern desselben sogewiß unter Geltendmachung ihrer Forderungen innerbalb 4 Wochen vorzubringen, als sonst dasseibe bestätigt und vollzogen werden wird. Butzbach den 5. November 1870. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Versteigerung von Bauarbeiten. 2676 Nachstehende auf die Erbauung einer neuen Wasserstube bei Bingenbeim bezughabende Arbeiten und Materiallieferungen, bestehend in: in a 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 1119 24 2) Steinbauerarbeit 2037 4 3) Zimmerarbeit 198— 4) Erdarbelten 176 22 5) Schlosserarbeit 31 44 1 Lieferung von 280 C. Meter Mauersieinen 373 20 1 4„„ Mauersand 125 24 80 8 100 Bütten schwarzen Kalk 200— 9) 5„ 45 Tonnen Portland⸗ cement 435— 10) 3„ 247½[J M. Kleferndiele 536 15 11) 1„ 3831 C. M. beschlag. Klefernholz 80 27 sollen Donnerstag den 24. November l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in dem Wirthslocal des Großherzogl. Bürgecmeisers Herrn Lahm zu Bingenhelm ö entlich an die Wenigsinebmenden versteigert werden. Plan, Voranschlag und Bedingnißbeft liegen bei unlerzelchneter Stelle zur Einsicht der Uebernahms⸗ luftigen vom 17. bis 23. d. M. offen. Nidda am 12. November 1870. Großperzogliches Kreisbauamt Nidda Wetter. Ein Lehrling 2671 wird in eine Conditorei in Darmstadt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. K 115 Bekanntmachung. 2669 Für biesige Saline sollen auf dem Submissions · wege 12 Centner Roggenstroh angekauft werden und sind Lieferungsanerbietungen bis zum 19. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf unserem Amtslokal einzureichen. Bad⸗ Nauheim den 11. November 1870. Kretas, NA Nauheim 0 E. Arbeits- Versteigerung. 2670 Dienstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem BürgermeistereiBüreau zu Stammheim. nachbenannte, an der Niddabrücke daselbst vorzunehmende Arbeiten öffentlich an die Wenigfinehmenden veraccordirt werden, als: Zimmerarbeit, veranschlagt zu 569 fl.— lr. Schlosser⸗ und Schmie dardelt 46„ 48 Welßbinderarbeit 30„— Vilbel den 10. November 1870. In Auftrag 2 Großherzoglicher Bürgermeisteret Stammheim Bo lk, Bezirks Bauausseber. Der Familien⸗Kalender für 18 71 Preis: 14 kr. und zu baden bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 77 ist erschienen I. P r e is medaille. Amsterdam. Pilsen. Wittenberg. 1869. 1869. 1869. 8 Liebe's Liebig Nahrungsmittel in„löslicher“ Form, im Vacuum dargestellt vom Apotheker J. Paul Liebe in Dresden. 1457 Dieses lieblich schmeckende Präparat gibt durch einfache Lösung in lauwarmer Milch und Wasser nach Vorschrift(ohne das um⸗ ständliche Kochen) die berühmte Liebig' sche Suppe. Ersatzmittel für Muttermilch, Nahrungs mittel für Blutarme, Reconvalescenten, Magen⸗ leidende, Sieche ꝛc. Flacons 3 ¾ Pfd. Inh. mit Anweisung à 36 kr. in Friedberg bei Hof ⸗Apotheker Görtz, in Bad⸗ Nauheim bei Apotheker Dr. Uloth. Medizinische Glycerinseise, Glyeerinseife mit Photographien deutscher Heerführer 2637 billigst Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. 5 Eine Chaise 2675 fleht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Fine dseshe namhafter Kinderhellanstalten Entbindungsinstitute bedient sich des Präparates. Brodpreise vom 16.— 30. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach: unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.— 30. Nov. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butz bach: unverändert. Für Bad Nauheim: Ochsensleisch pr. 20 kr. Schweinefleisch pr. J 19 kr Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 24„ „ungem.—„ Bratwurst 2 Hammelfleisch 12„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre—„ Cervelatwurst— Kalbfleisch 16„ Fleischwurst 28„ Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ NRierenfeit 24„ Dörrfleisch— Hammelsfett 16„ Schinken W Schaaffleisch—„ Solpeffleisch 8 Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. Ansnahmspreise: Bei H. Löb Nierenseit 20 kr. Bei W. Krauch Schmalz, unausgel. 28 kr. Für Schulen: Die Wacht am Ahein für zwei Stimmen mit Text. Preis: 1 kr. örtedberg. Bindernagel& Schimpff, Anzeige. 2679 Ich erlaube mir hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich von heute an in dem Hause des Herin Schneldermelster Friedrich, Eck der Kirchgasse Nr. 4305, wohne und empfehle mich in allen in mein Fach ein; schlagenden Arbeiten bestens. Friedberg, 14. November 1870. Wilh. Kunze, Schuhmachermeister. Meine Wohnung 2578 befindet sich seit dem 4. November bet Herm Deconomen Altmannsperger neben der Post, ein Stiege hoch. Sprechstanden wie seither Morgens vor g und Nachmittags von 2—3 Uhr. Dr. med. Wagner. Fastenbrezeln empflehlt Fr. Reuß. Danksagung. 2673 Wir fühlen uns verpflichtet dem Herrn Medseinal⸗ rath Dr. Ebrbardt in Bad Nauheim unsern innigsten Dank für die uns zu Theil gewordene unermüdliche, um⸗ fichtige ärztliche Behandlung und die so edle Menschen⸗ freundlichkeit öffentlich biermit aus zusprechen. Den barmherzigen Damen, die uns so liebevoll ge⸗ pflegt, und den unverdrossenen Hülfeleistungen des Herrn F. W. denkel, sowie Herrn Philipp Münch, auch den freundlichen Wärtern, die uns bedient, unsern innigsten Dank und Gottes Lohn. Mebrere Verwundete und Kranke im Lazareth⸗Saal II. zu Bad Nauheim. Ausverkauf 2617 Wegen Aufgabe meines Waarengeschäfts ver⸗ kaufe von heute an alle Putz⸗& Modewaaren, 2672 sowie eine Partle frisch angekommener Wollenwaaren unter dem Fabrikpreise. Putzarbeiten werden nach wie vor stets prompt und billig besorgt. 144 Dora Grödel. Für Schneider! 2652 Für mein Herrenkleider-Geschäft suche ich noch 3 bis 4 tüchtige Arbeiter zu sofornigem Eintritt gegen guten Lohn. 1 Büdingen. Max Wertheimer, Abraham Lismann Sohn's Nachfolger. CTodes-Anzeige und Dauksagung. 2677 Es hat dem Allmächtigen gefallen unsere Mutter und„Großmutter a Frau Scheuermann, geb. Eich, nach kurzem Leiden in ein besseres Jenseits ab⸗ zurufen. ö Wir sagen Allen, welche die Verstorbene zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, unsern innigsten Dank. Die Hinterbliebenen. B27 ĩ ͤvVbbbbbbb0be. Kirgen buch gans üg k. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: J 8. November. Ludwig Heinrich Schulze, hies. Bürgel und Glasermeister, alt 51 Jabre 1 Monat 29 Tage, T den 7. Nov. 9. November. Katharina Scheuermann, geb. Eich, Wittwe des bies. Bürgers und Spenglermeisters Valentins Scheuermann, alt 72 Jahre, u den 7. Nov. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 16. November, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche: Betkunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Degel Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 geschäff dige istrufl 90 2 be rfotde gane peltes 9 fuͤr dat so bea der M blatt tung sorder Regie. öffentl Milte überse bei de Kreis und aufhe der bei esp, Mila haben weser Herr oflic unte! zur eiftü kines sind. des Nr. rolle len; n n, Hberhessischer Anzeiger. u un d eg 5 Ole Anlegung und Fübrung der Militär⸗Stammrollen sowie dle Anfertigung der hierzu 5 erforderlichen Geburls- und Sterbelisten. Friedberg am 13. November 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis⸗Ersatz-Commission des Kreises Friedberg kLetreffend: * er l an die Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. br 2 dh Es ist bestimmt worden, die Einleitungen für das Kreis-Ersatz— Ich ersuche Sie daher, die Pfarrämter, die Geburtslisten über n zig, feschäft für 1871 sofort zu treffen und ist demgemäß die alsbal, die im Jahre 1854 geborenen Personen männlichen Geschlechts, mit * tige Aufstellung der Geburtslisten nach 8. 55 der Militär-Ersatze[den erforderlichen Bescheinigungen versehen, bis zu dem angegebenen— cbnacherntss ustruktion für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 und des Zeitpunkte bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien einzureichen. 2 des Reglements vom 20. Juni 1868, Regierungsblatt Nr. 30, Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden das erforderliche ohnu ö forderlich. Der Termin zur Abgabe an die Großherzoglichen Bür- Formularpapier sofort beschaffen und den betreffenden Pfarrämtern 1 lermeistereien ist auf den 1. Dezember d. J. festgesezt worden. unter Vorzeigung dieses Ausschreibens behändigen. werd 9 Trapp. abet Rerzent bg ed. Wagner etreffend: Das Kreis⸗Esatzgeschäft für 1871. Friedberg am 13. November 1870. ezelnn Ft. Reuß 4 —*.. das Jahr 1871 überall zu Lnfang Januar Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem angeordnet worden ist, daß das Kreis-Ersatzgeschaft k. J. beginnen soll, ung. 5 beauftrage ich Sie unter Bezugnahme auf die 58. 58, 59 und 60 den dem Malt er Militär-Ersatzinstruktion für den Norddeutschen Bund, Regierungs— ab n m lat Nr. 21 von 1868 und das Reglement die Anlegung und Füh— ung der Militär- Stammrollen sowie die Anfertigung der hierzu er⸗ dert wurtnüdhht, n de e die Neue mprtchen. * i ge liebevoll? tri d net det pt m Nine, aux t. txserm innig unden und rut UL bet Neusten perkaul Sasrtagtig ü cage, an Wolleuwaaren 0 n un uch Wit ieider! % 5c 10 r amt ge 5 —— darlfagunl 4 Wertbeimet, 1 aden unsen 1. gen 1 0 'orderlichen Geburts- und Sterbelisten betreffend vom 20. Mal 1868, Regierungsblatt Nr. 30 von 1868, in Ihren Gemeinden alsbald zur fentlichen Kenutniß zu bringen, daß alle im Jahre 1851 geborenen Militärdienstpflichtigen sowie diejenigen, welche dieses Alter bereits überschritten aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, die sei der vorigen Musterung zurückgestellt worden sind und entweder im Treise ihr gesetzliches Domicil haben oder sich als Dienstboten, Haus- end Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge ꝛc. in demselben zufhalten, sich Behufs ihres Eintrags in die Stammrolle während zer Zeit vom 1. bis 18. Dezember l. J. ei der Großherzoglichen Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes esp. Aufenthaltsortes, die in dem betreffenden Orte nicht geborenen Milnärpflichtigen, unter Präsen tation eines Geburtsscheines zu melden vaben. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit ab⸗ wesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod⸗, und Fabrik⸗ Herren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Nach 5. 59 pos. 1 gedachter Instruktion sind auch die Militär- oflichtigen aus den vorderen Jahren(Disponible) verbunden, sich unter Vorzeigung ihres Loosungs- und Gestellungsscheines insolange zur Stommrolle anzumelden bis solche einem Truppentheile zur Ab⸗ eiftung der Dienstpflicht förmlich überwiesen oder durch Empfang eines besonderen Scheines von der Anmeldung entbunden worden ind. Solche Anmeldungen sind indessen nicht in die Stammrolle des Jahres 1871(vergleiche§. 9 des Reglements vom 20 Mai 1868 Nr. 20 des Regierungsblattes) einzutragen, sondern in der Stamm⸗ rolle des betreffenden früheren Jahres anzumerken. Weiter mache ich Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich nicht damit begnügen dürfen, nur diejenigen Militärpflichtigen, welche in den Geburtslisten stehen oder sonst angemeldet worden, in die Stamm— rolle einzutragen, sondern es Ihre Pflicht ist, von Amtswegen zu ermitteln, welche Militärpflichtigen etwa außerdem vorhanden und gestellungspflichtig sind, und sie sogleich zur Anmeldung anzuhalten. Ich empfehle Ihnen gleichzeitig in Ihren Gemeinden auf die schweren Nachtheile aufmerksam zu machen, die Diejenigen treffen, welche die Anmeldung innerhalb des oben vorgeschriebenen Termins unterlassen und verweise Sie in dieser Beziehung auf. 176 und folgende der Ersatzinstruktion. Die Einsendung der Stammrollen nach Vorschrift des Reglements vom 20. Mai 1868 vorbereitet, mit allen in dem§. 14 gedachten Reglements genannten Listen hat bis zum Abend des 16. Dezember I. J., nothigenfalls mit expressen Boten, bei Meidung von am 17. Dezember l. J. abzusendenden Wartboten zu geschehen. Schließlich beauftrage ich Sie, nach Maßgabe des§. 6 des Reglements„das Verfahren bei Anträgen auf Zuruckstellung Militär⸗ voflichtiger in Berücksichtigung häuslicher Verhältnisse betreffend, Regierungsblatt Nr. 26 vom 18. Mal 1868, alsbald auf ortsübliche Weise bekannt zu machen, daß Diejenigen, welche eine Zurückstellung beanspruchen wollen, diesen Anspruch längstens bis zum 15. Dezember l. J. bei Ihnen geltend zu machen haben, worauf von Ihnen alsbald nach Maßgabe des genannten Reglements, das Weitere zu verfügen ist und die vollständigen Protokolle anher sofort einzusenden sind. Bei der Wichtigkeit und Dringendheit der Ihnen obliegenden Arbeiten, erwarte ich, daß Sie sich der größtmöglichen Pünktlichkeit befleiß igen, damit nicht durch unvollständige Arbeiten die Geschäftslast noch vermehrt und die ohnedies knappe Zeit nicht nutzlos verwendet werden muß Nachlässig oder offenbar leichtfertig aufgestellte Stamm⸗ rollen werde ich auf Ihre Kosten durch besondere Boten an Sie zur Vervollständigung zurückschicken, Ter a p p. — 1.— a 22 6 e 14 4 * 2— ewa NM ö Betref 2 — — — 2 — — Betr