Verrätz, en figurirte u, und inder lac, die si die Militär dafür Stel dassen batte Naun star 1500 Nan Aetuuten ur für letz Ein Kriz linen, un* au den Tu den den 5 d einem ebtn T verzweifti Kriegt, en tel und Nun der die Or Ausschub n t Katastrenn at Corps erung ju n audere Ell ud scch len err luft, 0 Alttzäll, Ai Deer 4 Techn dal ben trlastn binnen ker Veri — Df t Armet. etuirt un n alls die 8. len zur dt ind su dn u wee en gene 1 du Laut leich dne rope, isel 0 Trurpe. i n Nee niertptien sü 5 uli 1 · Betreffend: Das Feuerlöschwesen in den Markt- und Landgemeinden von L. Jung. 1870. Vonnersiag den 15. September. M109. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nr. 44. sub 1. 0 Staaten von Amerika für das Großherzogthum detr. Friedberg den 12. September 1870. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Bekanntmachung, der Abschluß eines Auslieferungsvertrags mit Belgien betr.— sub 2. Bekanntmachung, das Consulat der vereinigten Groß herzogliches Kreioamt Friedberg anne Das Großherzogliche Kreisamt Der Erledigung unserer Verfügung vom Friedberg am 12. September 1870. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 6. v. M. Oberh. Anzeiger Nr. 93 sehen wir binnen 5 Tagen entgegen. Trapp. Betreffend: Die Reclamattonen gegen die Einkommensteuer. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Langenhain, Bönstadt, Nieder⸗Rosbach, Ober⸗Rosbach, Ostheim, Reichelsheim, m Publikum bekannt werden und vorschriften möglichst vermindere. Proß herzoglichen Localbehoͤrden ihre Orts angehörigen, welche zum ghoßen Theil, wie nicht anders zu erwarten, die Größe der Gefahr Der Erledigung unserer Verfügung vom 13. v. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Der sofortigen Erledigung unserer Verfügung unangenehmer Verfügung entgegen. Friedberg am 12. September 1870. Bruchenbrücken, Friedberg, Hausen, Ilbenstadt, Nieder- Mörlen, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Steinfurth, Trais⸗Münzenberg und Weckesheim. M. sehen wir binnen 24 Stunden bei Meidung von Zwangsmaßregeln entgegen. . Friedberg am 12 September 1870. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. vom 13. Juli d. J. Nr. 83 des Oberhessischen Anzeigers sehen wir bei Meidung Trap p. * Zetreffend: Arlegssubren. Friedberg am 12. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der unten bezeichneten Gemeinden. Unter Hinweisung auf unsere Verfügung vom 7. d. M. Termine für die Abschätzung anberaumt worden sind: f A. Donnerstag den 18. d. M., . zu Ockstadt Vormittags 8 Uhr, für die Gemeinden Ockstadt, Ober Rosbach und Nieder- Ros bach; zu Steinfurth Vormittags 11 Uhr, für die Gemeinden Stein— furth und Wisselsheim; . zu Rockenberg Nachmittags 1 Uhr, für die Gemeinden Rockenberg und Oppershofen; . zu Griedel Nachmittags 3 Uhr, für die Gemeinde Griedel. 90 „ Oberhess. Anzeiger Nr. 106 benachrichtigen wir Sie; daß folgende weitere B. Samstag den 17. d. M., 1. zu Nieder ⸗Florstadt Vormittags 8 Uhr, für die Gemeinden Nieder-Florstadt und Staden; 2. zu Assenheim Vormittags ½11 Uhr, für die Gemeinden Assenheim, Ildenstadt und Bönstadt; 3. zu Bruchenbrücken Nachmittags ½3 Uhr, für die Gemeinden Bruchenbrücken, Fauerbach d. Fr. und Ossenheim. Sie wollen nach Maßgabe unsers gedachten Ausschreibens verfahren. Tur a pp. Fetteffend: Ote Rinderpeff. Friedberg den 14. September 1870. * Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großherzogliche Polizei⸗Verwaltung Bad⸗Nauheim, den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt, die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Ein schweres Unglück droht dem Wohlstand unserer Gegend. an mehreren Orten des Kreises ist die Rinderpest ausgebrochen und bedarf es der äußersten gemeinsamen Anstrengung in Durchfuhrung der gesetzlich vorgeschriebenen Maßregeln, um diesen fürchterlichen seind zu vertreiben oder wenigstens die Krankheit auf ihren heerd zu beschränken. Ihrer Aufmerksamkeit, Ihrer rücksichtslosen energie und Ihrer Pflichttreue ist es zum großen Theil in die Hand geben, daß dieses Ziel erreicht wird und versehen wir uns von nen mit Gewißheit, daß Sie es an keiner dieser Erfordernisse schlen lassen. Nur dann ist einige Hoffnung auf Erfolg zu hegen. Lon wesentlicher Bedeutung erscheint es daher nicht allein, daß Sie ch eingehend mit den bestehenden Bestimmungen, insbesondere dem Eroß herzoglichen Gesetz vom 22. Mai 1867, der dazu erlassenen Ver— dnung vom 23. desselben Mis. dem Bundesgesetz vom 7. April 1869 und der dazu gehörigen Instruction vom 26. Mai 1869, sowie mit en auf Grund dieser von uns erlassenen Bestimmungen vertraut nachen, sondern sich auch angelegentlichst bemühen, daß solche unter weisen wir die Großherzog chen Bürgermeistereien zu diesem Behufe an, die gedachten gesetz⸗ ichen Vorschriften und unsere jeweiligen Bekanntmachungen bei ersammelter Gemeinde bekannt zu machen. Wie wir bei nen jede üb angebrachte Milde in Handhabung der Maßregeln und jede Nachlässigteit vermieden wissen wollen, so werden wir darauf den, daß alle Uebertretungen Seitens des Publikums zur strengsten bestrafung gelangen und ist es unser Wille, daß Ihre Thätigkeit uch in diesem Sinne die Nothwendigkeit in Anwendung der Straf— Es kann dies geschehen, wenn die nicht ahnen, da die lebende Generation in unserer Gegend solche aus eigner Erfahrung fast gar nicht kennt, geeignet gelehren, ins— besondere auch dafür sorgen, daß auf die Aussagen von Schäfern, Schmieden und anderen Empirikern in den einzelnen Fällen kein Gee wicht gelegt und deren Rathschlage nur dann von den Betroffenen beachtet werden, wenn sie im Hinweis auf Befolgung der Gesetze und Unterordnung unter die verfügten Maßregeln bestehen. Außer den Polizeidienern sind auch die Mitglieder der Aufsichts- Commissionen, die Feldschützen, Gemeindeforstwarte, Ortsdiener zur Aufsicht und Erhebung von Anzeigen befugt und verpflichtet und werden Sie solche sofort instruiren. Jede Nachlässigkeit Seitens der— selben würde disciplinäre Ahndung, bei grober Pflichtverletzung selbst bei mildernden Umständen Entlassung oder Stellung vor Gericht zur Folge haben; besonders eifrige und umsichtige Thätigkeit kaun und wird Veranlassung zu Belohnungen geben. Indem wir noch bemerken, daß ein besonderes Gewicht darauf gelegt werden muß, daß von jeder Erkrankung bei Rindvieh so rasch wie möglich, aus den Orten in welchen nicht der Telegraph zur Ver— fügung steht oder eine Postanstalt ihren Sitz hat, durch expresse Boten sowohl uns als Großherzoglichem Kreieveterinaramt Anzeige gemacht wird, heben wir hervor, daß ein Ersatz für an der Rinderpest gefallenes oder getödtetes Rindvieh aus der Bundeskasse nur bei sofortiger rechtzeitiger Anzeige des Besstzers bei Ihnen, dann aber auch im vollen Werth erfolgt, und sehen binnen drei Tagen bei Meidung von Wartboten dem Berichte der Localbehoͤrden entgegen, daß der Auflage dieser Verfügung nachgekommen ist. Angefuügt wird noch, daß die von den Aufsichts-Commisstonen aufzustellenden Viehstandstabellen nach dem Formular S. 275 des Regierungsblattes von 1867 einzurichten sind. Tera p p. —. — — Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Der Königin Augusta in Berlin. Reims, 11. Sept., 10 Uhr Abends. Trau⸗ rige Nachricht aus Laon, wo Citadelle gestern nach Capitulation und nach Einmarsch unserer Truppen in die Luft gesprengt ward. 50 Mann todt und 300 Mobilgarden, viele Verstümmelte, Wilhelm von Mecklenburg verwundet. Unbedingt liegt Verrath vor. Wilhelm. Aus Reims, den 12. Sept. wird gemeldet: Nach soeben eingegangener Meldung hat sich am 9. Sept. Laon der 6. Cavalerie⸗Division ergeben. Nach abgeschlossener Capitulation besetzte die Compagnie des Jägerbataillons Nr. 4 die Cita⸗ delle. Als der letzte Mann der Mobilgarde diese verlassen, sprengte der Feind vertragsbrüchig das Pulvermagazin in die Luft. Furchtbare Zerstörung in der Citadelle und der Stadt. Herzog Wilhelm contusionirt, 95 Jäger der Compagnie, über 300 Mobilgarden todt oder verwundet. v. Podbielsky. — Durch das letzte Telegramm des General quartiermeistere wird als Tag des Ereignisses von Laon der 9. Sept. constatirt. Die Depesche Sr. Majestät des Königs ist also mit untichtigem Datum versehen gewesen. Zu den drei gegenwärtig in der Bildung be⸗ griffenen norddeutschen Reserde⸗Armeen wird, wie es in der„Pf. Volksztg.“ heißt, süd deutscherseits noch eine vierte Reservꝛarmee hinzutreten, zu welcher der bisherige Linienantheil der Besatzungen von Rastatt, Germersheim, Ulm, Ingolstadt und die bayerischerseits bereits formirten vierten Bataillone, wie eine combinirte süddeutsche Landwehrdivision zu stoßen bestimmt sind. Das 88. Regiment Hessen⸗Nassau, welches bei Wörth mit ausgezeichneter Bravour gekämpft und furchtbar gelitten hat, war bei Sedan abermals im Kampfe. Glücklicherweise sind diesmal die Verluste bedeutend geringer. 9 Offiziere todt, 20 verwundet, 400 Soldaten theils todt, theils verwundet. Der Pariser„Public“ will Folgendes von der Katastrophe von Laon wissen:„Gestern Morgen um 9 Uhr begab sich eine Deputation der Einwohner von Laon, begleitet von einem Commando von 5 600 Preußen, zu dem Com- mandanten der Citadelle, General Ternin, um ihn zu bewegen, daß er diese einzig widerstandsfähige Position der Stadt dem Feinde übergebe. Der General ging auf diese Bitte ein und ließ un · mittelbar darauf die Citadelle räumen, die von Mobilgarden besetzt war; aber kaum begann der Feind in die Citadelle einzudringen, als der brave Ternin, dessen Namen der Nachwelt überliefert werden wird, die Citadelle mittelst einer von ihm zu diesem Zwecke angelegten Mine in die Luft sprengte. Er und 600 Preußen fanden durch diese heroische That ihren Tod.“ Nach ander⸗ weitigen Mittheilungen ist der Name des Com- mandanten General Themenin; er wäre verwundet worden, habe aber die Katastrophe überlebt. Nancy, 7. Sept. Mit unendlicher Mühe ist es gelungen, auf Landstraßen so viele schwere Festungsgeschütze gegen Toul zu transportiren, daß die Beschießung nun beginnen wird. hofft, daß die im Ganzen kleine Festung, welche 2000 Mann Mobilgardisten und 1000 Mann Liniensoldaten als Besatzung enthält, sich bald ergeben wird, was von großer Wichtigkeit ist, um die Eisenbahn bis Chalons sur Marne, welche jetzt leider noch immer durch Toul versperrt wird, benutzen zu können. — Bei Vaucouleurs, vier Meilen von hier, auf der Straße nach Paris gelegen, erschien vor einigen Tagen plötzlich ein Strelfcorps von 1500 Mann französischen Liniensoldaten und Mobil⸗ gardisten unter Ausührung französischer Offiziere und nahm ein bayerisches Detachement von 35 Mann unter einem Offizier, drei Militärärzte und den Polizei- Lieutenant Hoppe aus Berlin, der in das Hauptquartier des Königs Die Aerzte sind zwei Tage in Gefangenschaft gehalten worden, dann befohlen war, gefangen. die Genfer Convention aufmerksam machte, wieder in Freiheit gesetzt, hier eingetroffen und haben die dienstliche Anzeige dieses Vorfalles gemacht. Polizei Lieutenant, den man seiner glänzenden Uniform wegen für einen preußischen General 4. Stunde entgegen, die sie nach Deutschland zur Man preußische Alle Soldaten, der bayerische Offizier und der berliner hielt und als solchen dem Volke zeigte, sind als Gefangene in die Gegend von Bordeaux ab⸗ geführt worden. — Von den furchtbaren Schlachttagen bei Mars la Tour und Gravelotte, klagt J. von Wickede in der„K. Z.“, schmachten noch immer Tausende von Verwundeten in den Lazarethen der dortigen Gegend und harren sehnsüchtig der besseren Heilung und Linderung zurückführen soll. Es ist oft entsetzlich, was diese massenhaft auf⸗ gehäuften Verwundeten, besonders in solchen Ge⸗ genden, wo die Eisenbahnen noch nicht hinfahren und sie einzeln mit Gespannen abgeholt werden müssen, zu leiden haben. Erlahme man doch ja in Deutschland nicht in dem Eifer für unsere ver⸗ wundeten braven Soldaten. Aus Brumath meldet die„Bad. L. Z.“ vom 9. September, daß General UÜhrich in Straßburg um einen viertägigen Waffenstillstand nachgesucht hat, nachdem ihm aus dem deutschen Hauptquartier die Nachricht über die Capitulation von Sedan und die Gefangennahme des Kaisers mitgetheilt worden war. Gleichzeitig erklärte sich Uhrich bereit, wegen der Uebergabe auf Grund freien Abzuges der ganzen Besatzung zu unter. handeln. Diese Grundlage wurde unsererseits für unannehmbar erklärt, freier Abzug grundsätzlich vielmehr nur den Offizieren(einschließlich Uhrich 2) zugestanden. Und als Uhrich hierauf nicht ein⸗ ging, wurde der Waffenstillstand abgeschlagen. Sicherem Vernehmen nach werden jetzt bei den Belagerungsarbeiten vor Straßburg zwei Luft⸗ ballons zur Ausspähung verwendet. Sie sollen bereits unterwegs, ja in Wendenheim angekommen sein. Durch das schlechte Wetter haben unsere Belagerungsarbeiten einigermaßen gelitten. Das Feuer des Feindes ist verhältnißmäßig schwach. Vor Straßburg(rechtes Rheinufer), 11. Sept. Mächtig aufsteigende Rauchwolken, aus denen man die Lohe deutlich in weiter Entfernung emporzüngeln sah, gaben Zeichen von einem colossalen Brand in der Mitte Straßburgs. Der— selbe begann Samstag nach 12 Uhr, wüthete den ganzen Tag und die folgende Nacht hindurch und hat bis heute noch nicht aufgehört. Allgemein wird behauptet, das prächtige Theater sei zum Opfer gefallen.— Ein Beispiel der Kaltblütigkeit und Entschlossenheit eines preußischen Kanoniers sei hier erwähnt: Am 6. d. M. Nachmittags flog eine Bombe aus der Festung in die Mitte einer preußischen Batterie. Einer der anwesenden Ka⸗ noniere besaß die Geistesgegenwart, dieselbe sofort zu ergreifen und in das freie Feld so weit als möglich hinaus zuwerfen, woselbst sie augenblicklich platzte. Er rettete dadurch nicht allein sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Kameraden. Er erhielt hierfür eine öffentliche Belobung und 20 Thaler als Geschenk. Aus Straßburg berichtet die„Karlsr. Ztg.“: Der gestern berichtete Brand fand nicht in der Kaserne St. Nicolas, sondern in der Citadelle selbst statt, in welcher nun, außer der Kirche, so ziemlich alles Brennbare verzehrt sein wird. Heute Tage abgegangenen, stimmten Materialzuge hat Prinz Alexander dem 00 2. Inf.⸗Regt., 1b Armee, die in diesen Schlachten gefangen und nach der Capitulation der wieder in Freiheit gesetzt worden sind, war die Behandlung der Gefangenen Seitens der franzö⸗ sischen Offiziere eine höchst anständige. wohner von Sedan dagegen verübten allerlei Brutalitäten gegen die Gefangenen. französischen Armee Die Ein⸗ Hessen Darmstadt. Mit einem dieser für die hessische Division be⸗ dessen Inhaber derselbe ist, 5000 Stück Cigarren übersandt.— Der hess. General⸗ consul Freiherr v. Schey zu Wien hat dem Hülfs⸗ vereine 1000 fl. zur Verwendung Armeedivision übergeben lassen. 1233 Thlr. und von der in herzoglichen Regierung rund 275 Thlr. zur be⸗ stimmungsmäßigen Verwendung zugewiesen worden. Mainz. Das tapfere 67. Regiment, welches in der Schlacht von Gravelotte am 18. August sich so sehr auszeichnete, dabei aber auch bei⸗ nahe zwei Drittel seiner Mannschaften einbüßte, wird hier erwartet. Dasselbe soll sich hier einige Zeit ausruhen und seine Ersatzmannschaften an sich ziehen, um später, wenn noch nöthig, neu organisirt wieder auf den Kampfschauplatz zu ziehen. — 12. Sept. Die farbigen Völkerschaften des Gefangenen Lagers sind heute Nacht mit 600 Spahis vermehrt worden.— Gefangene und Verwundete sind heute Nachmittag in einem Zuge von etwa 1000 Mann, Deutsche und Franzosen, von Sedan hier durch nach Frankfart passirt. Auf den Gefangenen von Wilhelmshöhe waren die französischen Soldaten schlecht zu sprechen.— Dem Verbot der Versammlung der„sotial demo- kratischen Partei“ ist auf Befehl des Gouverne⸗ ments die polizeiliche Ausweisung einiger orts⸗ fremden Mitglieder des Vorstandes derselben gefolgt. Vom Rhein. Ueber den gefangenen Kaiser Napoleon wird zwar wenig gesprochen, im All⸗ gemeinen wird ihm aber das schöne Fleckchen Erde „Wilhelmshöhe“ nicht gegönnt.„Der uns diesen Krieg gebracht, dem gebührt nicht ein solches Schloß!“ das ist die gewöhnliche Redensart des schlichten Landmannes und Bürgers, und geben wir dieselbe als ein Stimmungszeichen hier wieder. — Mit großer Bitterkeit äußern sich die hier durchkommenden Truppen über den dem Exkaiser angewiesenen Aufenthalt zu Wilhelmshöhe; noch bitterer aber darüber, daß sie, wie kürzlich in Mainz, den Befehl erhalten, die gefangenen fran⸗ zösischen Offiziere zu grüßen. Preußen. Berlin. Daß die französischen Schiffe sich aus der Ostsee zurückgezogen hätten, scheint eine falsche Nachricht zu sein. Aus Zu⸗ daß noch in den allerletzten Tagen Zeitung“, jedenfalls mehrere an unseren Küsten kreuzten, noch am 6. und 7. d. N — Man meldet von hier: Sicherem Ver⸗ nehmen nach entbehrt die Nachricht, der Gesandte Nordamerikas habe Vorschläge, betreffend dit Vermittelung, an die Regierung in Washington gelangen lassen, jeder Begründung. Ebenso un begründet ist die Nachricht, die Vereinigten Staaten brennt es wieder an mehreren Stellen, und zwar anscheinend nicht unbedeutend. Kork, 10. Sept. Soeben 2/ Uhr Nach- mittags furchtbarer Brand in Straßburg. Die Flammen vom Sturmwinde gepeitscht sind hier am Bahnhof in heller Lohe sichtbar. Mannheim, 11. Sept. Heute Mittag pas⸗ sirte auf der Reise nach Stuttgart der Mac Mahon'sche und Failly'sche Generalstab, soweit derselbe noch unverwundet, unsere Stadt. Der 61 jährige todtgesagte Failly war dabei. München. noch viel beträchtlicher, aber auf Vermittelung eines Präfekten, der auf Nach den allmählich hier an- langenden Mittheilungen sind die Verluste der bayerischen Armee in den Schlachten um Sedan als man bisher befürchtete. Nach den Aussagen von Angehörigen der bayerischen vollständig Null. Sie sagt weiter: hätten das Anerbieten ihrer guten Dienste gemacht. — Die„Kreuzzeitung“ schreibt bezüglich de neuen Pariser Regierung:„Wenn wir heute diese Herren als berechtigte Regierung anerkennen wollten, müßten wir morgen mit Rochefort, übermorgen mit einem Arbeiter-Ausschuß, am dritten Tage wieder mit den Bonapartisten pactiren. Die zur Zeit nach den Gesetzen des Staats- und Völker rechts allein berechtigte, von Deutschland aner“ kannte Regierung ist die des Kaisers Napoleon. Jules Favre und Consorten existiren für Deutsch⸗ land als Regierungsgewalten gar nicht.“— Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ erklärt in ihrem Leitartikel: Nach französischem Staatsrecht ist für Deutschland die Regierung im„Hotel de Ville“ für die hessische — Aus einer von Deutschen in Petersburg veranstalteten Sammlung(4935 Thlr.) sind rund St. Antonio(Texas) ebenfalls von Deutschen zusammengebrachten Summe (1000 Dollars) vom Bundeskanzler der groß⸗ 5 angehören; verlässigster Quelle weiß wenigstens die„Weser das Ereigniß 25 + ilgien m weilert; 500 Mar 1 weiter Ipänn dat zubringen, ge Iboumend Gefangene außer gaklungen Plateau Lager vol Kass Hauptgtbe dom Exke aber dul Es ent Kaffeküch wesen if brochen, annehme Br gouberne Ausschuf in Braut Ketten ge nach Lol anlaßt trlassene breiteten Moleste ringen nicht bes den stan mit den eint. Hosnun tinst die Va der„Jr. in der chu, lungen deufscht vñ General. dem Hülsz. A die dessische 1 Petersburg u.) ud rund None(Tixas) dachten Summ det groß. nent, welche A 18. Augr tall · Rao det Perun ort tige erheben gefolgt. genen Kalt un Laon beweise, daß man mit Leuten nicht wierhandeln kann, die zu solchen Gewaltthaten afrusen, sondern nur mit der Regierung, die ulkerrechtlich von uns anerkannt und bereit ist, des Völkerrecht zu achten. Dasselbe Blatt ver- Fentlicht ferner zwei amtliche Aktenstücke, welche Im Beweis liefern über die feindliche völkerrechts⸗ idrige Behandlung, welcher deutsche Militärs in Lelgien ausgesetzt waren. — Die„Zukunft“ meldet:„Unter den Deut⸗ ben, welche unter schweren Opfern, aber unge⸗ kürdet Paris verlassen haben, befindet sich Ludwig Simon(von Trier), bekannt aus den unvergessenen dagen des deutschen Parlamentes. Eine 15jährige rühsame Erwerbsthätigkeit in Paris— er gehört 1 den Nichtamnestirten im deutschen Vaterlande— i nun eine fast vergebliche geworden. Glogau. Das hier befindliche Baracken- ger der gefangenen Franzosen wird bedeutend weitert; noch im Laufe dieser Woche treffen 5500 Mann ein, welche den regulären Truppen gehören; außerdem ist angeordnet worden, tr weitere 6000 Mann Platz zu schaffen. Es tären dann im Ganzen 12,000 Mann unter- ubringen, wozu Zelte aufgeschlagen werden. Koblenz. Direct von Pont à Mousson bumend sind hier circa 2500 Mann französischer Gefangenen eingetroffen. Darunter befanden sich, außer 7 Generalen, 240 Offziere aller Waffen- attungen. Die Mannschaften wurden auf das plateau der Karthause in das dort errichtete große lager von 600 Zelten untergebracht. Kassel. Vor einigen Tagen brach in dem Hauptgebäude des Schlosses Wilhelmshöhe, das m Exkaiser jetzt bewohnt wird, Feuer aus, das Her durch schleunige Hülfe wieder gelöscht ward. es entstand in einer im Erdgeschosse liegenden faffeküche, die lange Zeit nicht im Gebrauch ge⸗ resen ist. Wäre das Feuer bei Nacht ausge⸗ krochen, so hätte es leicht einen größeren Umfang nehmen können. Braunschweig. Auf Befehl does General- wuverneurs der Küste wurden die Mitglieder des Lusschusses der social⸗demokratischen Arbeiterpartei in Braunschweig und Wolfenbüttel verhaftet, in Letten geschlossen und unter militärsscher Bedeckung ich Lötzen gebracht. Diese Maßregel soll ver- mlaßt sein durch einen von genanntem Ausschusse classenen, in mehreren tausend Exemplaren ver- sreiteten Aufruf, der die deutschen Arbeiter zum proteste gegen die Annexion von Elsaß und Loth⸗ ungen und zur Agitation für einen Frankreich icht beschämenden Frieden auffordert, da sie in sen französischen Arbeitern nur ihre Brüder sehen, nit denen gleiches Loos und gleiches Streben ste int. Es wurde in dem Aufrufe zugleich die Hoffnung ausgesprochen, daß auch in Deutschland tnst die Republik proclamirt werden möchte. Bayern. München. Wie ein Telegramm ler„Presse“ versichert, wird die bayerische Regierung in der deutschen Frage demnächst einen Schritt hun. Es sollen in kürzester Frist Unterhand- lungen wegen Eintritt Baperns in den nord- heutschen Bund von hier aus eingeleitet werden. — Das„Fr. J.“ meldet von hier: Im Schoße unseres Ministeriums beräth man sich über die Frage, in welcher Weise eine gemeinsame Ver- setung des deutschen Volkes in einem parlamen⸗ turischen Körper geschaffen werden könne. Man lat sich dort bereits über das Prinzip geeinigt, saß eine solche ins Leben gerufen werden müsse, ind man deliberirt nun die Schritte, welche zur Erreichung des vorgesteckten Zieles führen. Aschaffenburg. Mehrere Züge, welche hier durchgingen, brachten zusammen 4800 fran⸗ pösische Gefangene. Am 12. auch kam direct von Se⸗ han ein bayerischer Spitalzug mit 270 verwunde— sen Bayern, wovon 90 schwerverwundet waren. Sie wurden nach Würzburg gebracht. Bei Sedan sollen nach Angabe von Ossizieren 6000 Mann Bayern todt und verwundet geblieben sein. Würtemberg. Stuttgart. Sicherem Zernehmen nach ist der frühere Minister des znnern, v. Linden, zur Uebernahme einer Präfektur in den eroberten französischen Provinzen berufen Borden. — Kriegsminister v. Succow reist im Auf⸗ trage des Königs in das preußische Hauptquartier ab. Ulm. Zwei Batterien Festungs⸗ Artillerie nebst dem Stab sind nach Kehl abgegangen. Es sind 2150 Mann französische Gefangene einge⸗ troffen, welche von einer Compagnie des 60. preußischen Landwehrregiments(Brandenburger, darunter viele Berliner und Potsdamer) trans- portirt worden waren. Die Aufgabe dieser Com- pagnie, eine so große Anzahl Gefangener zu transportiren, war Anfangs, solange der Trans- port durch Frankreich ging, keine ganz leichte, doch erzählten sie, daß sie, wenn die Bursche un ruhig geworden seien, mit dem Wort Hurrah am besten die Ordnung hergestellt hätten. Vor dem Hurrah der Deutschen hätten die Franzosen einen heilsamen Respect. Die Gefangenen bezogen das Lager auf der Gänswiese. Baden. Karlsrube. Der Grosherzog von Baden hat von Mundolsheim aus ein Tele- gramm an den hiesigen Oberbürgermeister gerichtet, worin er das Anerbieten verschiedener Gemeinden, zu Ehren seines Geburtstags eine Sammlung für die verwundeten zu veranstalten, dankend an⸗ nimmt. Die Sammlung hat gegen 250,000 fl. eingetragen. Schweiz. Ueber die Verwendung der schweize⸗ rischen Militär Aerzte theilt der Berner Bund mit, daß dieselben in den deutschen Lazarethen, nicht unmittelbar vor dem Feind, sondern in den Reservelazarethen, welche auf den Schlachtfeldern die ambulanten Lazarethe ablösen, verwendet würden, während die ins französische Lager zur Hilfeteistung gegangenen sich bitter beschweren, da sie nicht als Offiziere angesehen, ihre Uniform nicht gewürdigt würde und sie ganz einsach als Sanitätscorps dem Corps Douay incorporirt worden seien. Großbritannien. London. Die„Times“ enthalten folgendes Telegramm aus Philadelphia vom Sonnabend: Die Regierung der vereinigten Staaten hat den Gesandten bei dem norddeutschen Bunde, Bancroft, instruirt, die guten Dienste Amerika's anzubieten, obwohl die Regierung der Union um den Schein der Einmischung in die europäische Politik zu vermeiden, keine gemein- schaftlichen Vermittelungsversuche mit den übrigen Mächten unternehmen könne. — 12. Sept. Die Ankunft der Kaiserin Eugenie in Hastings wird bestätigt.— Sechs französische Panzerschiffe passirten heute Morgen, südwärts steuernd, die Goodwin Sands(Sand- bänke in der Straße von Dover).— Von den aus Frankreich vertriebenen Deutschen ist eine große Anzahl in größter Hülflosigkeit auch hierher nach London gekommen, und wir freuen uns, mitzutheilen, daß der hiesige deutsche Turnverein, der sich seit Ausbruch des Krieges in jeder Be⸗ ziehung höchst lobenswerth hervorgethan, es ver⸗ sucht hat, sich der Aermsten so weit wie möglich anzunehmen und ihnen Arbeit zu verschaffen. Italien. Florenz. Graf San Martino ist in Rom eingetroffen und soll am 9. d. eine Besprechung mit dem Cardinal Antonelli gehabt haben. Man versichert, mehrere angesehene Prä— läten seien zu einem Einvernehmen mit Italien geneigt. Dem Papste sollte neben der Ueberlassung der Civita Leonina auch das Gesandschaftsrecht gewahrt bleiben. — Die„Gazzetta officiale“ schreibt: Der König hat in Folge des Vorschlages des Mini- sterrathes am 11. d. besohlen, daß die k. Truppen in das päpstliche Gebiet einrücken. Ro m. Placate des republikanischen Comites laden die Römer ein, nicht mehr die römische, sondern die italienische Republik zu proclamicen, und verheißen das Aufpflanzen des Banners der Republik gleichzeitig in allen Hauptstädten Italiens. — Das Cardinalcollegium nahm im Prineip die Intervention der Truppen des Königreichs an. Es werden keine Anstalten zum Widerstand ge⸗ troffen. — In Nizza ist ein Aufstand ausgebrochen. Alle Behörden sind gesprengt, alle politischen Ge— sangenen wurden freigelassen. Vor dem italienischen [Consulat fanden lebhafte Demonstrationen statt. In Mentone wurden die Zollregister, sowie die Büsten und Embleme Napoleons verbrannt, Die Menge schrie:„Wir sind Italiener!“ Von hier ist eine Deputation zu Garibaldi abgegangen mit der Bitte, zu kommen und die italienische Re⸗ publik zu proklamiren. Türkei. Constantinopel. In den grie⸗ chischen Gewässern ist eine bedeutende russische Flottille unter Admiral Boutakoff eingetroffen. Rußland. Petersburg. Bei Be⸗ sprechung der Mission des Herrn Thiers sagt das „Petersburger Journal“: Hoffentlich werde der⸗ selbe nach Beendigung seiner Mission Frankreich eine Ueberztugung beibringen, welche einer glück— lichen Lösung günstig sein werde. Hierzu sei erforderlich, daß Thiers selbst manche seiner Ten⸗ denzen und Ueberzeugungen opfere; dies werde ein großes Beispiel für Frankreich sein, wo der Einfluß Thiers, wie seine Mission beweise, größer als jemals sei. Amerika. Newyork. Ein in Washington abgehaltener Ministerrath beschäftigte sich mit den von Bancroft eingesandten Vermittelungsvorschlägen. Der Ministerrath wies Bancroft an, zu erklären, Amerika sei bereit, auf Wunsch der kriegführenden Parteien seine guten Dienste für die Herbeiführung des Friedens anzubieten, jedoch nicht in Verbin- dung mit anderen Mächten, um jeden Schein einer Einmischung in europäische Angelegenheiten zu vermeiden. 2 Friedberg. Von einem der Verwundeten, die bis⸗ her in hiesigem Reservelazarethe verpflegt und am 7. Sept. an die nächste Etappen⸗Commandantur entlassen wurden, ging uns heute ein Schreiben zu, aus dem wir Nachfol⸗ gendes der Oeffentlichkeit übergeben zu sollen glauben: Ew. Wohlgeboren erlaube ich mir die ergebene Mittheilung zu machen, daß der gestern von Ihnen abgegangene Transport Verwundeter von... nach hier geschickt und sich in dem im hiesigen Schlosse eingerichteten Lazarethe befindet. Der Aufenthalt hier ist ein schöner, die Verpflegung gun Die mir in Ihrem Lazarethe zu Theil gewordene außer⸗ ordentlich brillante Verpflegung und liebevolle Aufnahme veranlassen mich, Sie, wie alle Herren und Damen, die an derselben geholfen, meiner größten Dankbarkeit zu ver⸗ sichern. Worte reichen nicht hin, Ihnen den Dank darzu⸗ bringen, den Sie um mich und meine Kameraden verdient. Dem Herrn Arzt bitte ich gleichfalls meinen herzlichen Dank übermitteln zu wollen; stets werde ich des Herrn Doctors, sowie Ihrer Aller mit aufrichtigster Verehrung gedenken und wünsche, daß Sie durch gutes Gelingen Ihrer edlen Bestrebungen belohnt werden mögen. Indem ich nochmals bitte allen Damen und Herren, die an meiner Verpflegung Theil genommen haben, meinen berzlichen Dank übermitteln zu wollen, bitte ich mir er⸗ lauben zu wollen, bei meiner beabsichtigten späteren Reise nach Friedberg Ihnen nochmals mündlich herzlich zu danken. Mit vorzüglicher Hochachtung und herzlichem Gruß dc. Frankfurt. Vor einigen Tagen kam auf die Neckar⸗ Bahn kurz vor dem Abgang eines Zuges ein Arbeiter mit einem Kinde Hals über Kopf in den Wartesaal gelaufen und bat ein dasitzendes Frauenzimmer einen Augenblick das arme Kind zu halten, damit er ihm etwas Milch hole. Das Mädchen gewährte die Bitte, und ist noch zur Stunde im Besitz des Kindes. Der Eigenthümer ist noch nich: entdeckt. Frankfurt. Auf unseren Bahnhöfen herrscht gegen⸗ wärlig ein kriegerisches Leben. Züge mit frischen Truppen zum Ersatz des Abgangs kommen aus den östlichen Pro⸗ vinzen, wahrend aus Frankteich Züge mit Gefangenen und Verwundeten abwechseln. In einem am 12. mit etwa 600 verwundeten Deutschen und Franzosen angelangten Zuge, welche nach Chemnitz, Gera, Zeitz und Steitin be⸗ nimmt waren, befanden sich 3 französische Generäle der Divisionen Froboulait und Ducas und der Brigade-General De l' Article. Zwei derselben waren verwundet. Außerdem befanden sich mit ihnen in demselben Zuge noch 23 Offi⸗ ziere, meist vom Artillerie- und Geniecorps. Da in Folge der Gefangenen-Traneporte eine große Masse Waggons 1. und 2. Klasse im Gebrauch sind, so tritt oft Mangel an denselben ein und unsere Truppen, sowie die französischen, müssen sich alsdann in Wagen 3. Klasse behelfen. Die Franzosen glaubten sich berechtigt da über zu klagen, zu⸗ mal da einige verwundete Soldaten, die wegen der Schwere ihrer Verl tzungen nicht auf einem Strohlager oder einer barten Bank transporürt werden konnten, in einem Salon⸗ wagen mitfahren sollten. Auch einer der Generäle murrie darüber; als ihm aber gesagt wurde, daß sich deutsche Generäle und Osfiziere nicht genirten, mit ihren Soldaten zu fahren, beruhigte er sich und nahm seinen Platz ein. Ein anderer von baierischen Truppen eskortirter Zug brachte 1800 Gefangene mit 63 Offizieren nach Wesel. Unter den letztern befand sich der Sohn des Exkriegs ministers Palikao, Comte de Montauban. Nach seiner Aussage kommandirte er die Hälfte des 4. Husaren-Regi⸗ ments als Oberst-Lieutenant und wurde bei Sedan vom Kaiser zum Obersten des 3. reitenden Jaͤgerregiments er. nannt. Derselbe trug 15 Dekorationen. Später kam ein dritter Gefangenentransport, nach Sachsen bestimmt, von 1200 Mann nebst 20 Offizieren durch. f Wiesbaden. Ein hiesiges Handlungshaus, dessen Reisender von einem Hause in Rouen im Juni d. J. eine Besiellung erhielt, empfing am 2. Sept. von dieser französischen Firma einen Brief, dessen wortgetreue Ueber⸗ setzung hier solgt. „Rhein. Kur.“ vorgelegen.)„Mein Herr ich nehme keine Artikel an, welche von so einer schmutzigen Nation wie die Ihrige kommen;— man müßte nicht einen fran⸗ zösischen Blutstropfen in den Adern haben, um eine Nation, welche nicht das Mittel findet, in ihrem Lande zu leben und welche immer Frankreich nöthig hat, um seine Producte abzusetzen, leben zu lassen. Preußen muß sehr arm sein, um nicht zu Hause leben zu können, ohne zu uns zu kommen und uns auszubeuten. Ich kann selbst nicht begreifen, wie Sie die Idee haben konnten, mir in einer solchen Zeit zu expediren;— dieses beweist, daß Sie herzlose Menschen sind, welche nur von Frankreich leben. Schande und Schmach(Honte et malédictlon) auf Euch Alle, schmutzige Race von Preußen, welche zu uns kommen, uns auszubeuten und uns zu bestehlen. (Das Original hat der Redaction des 180 140 5 1 5 Sie können mit Ihrer Waare machen, was Sie wollen, aber nie wird dieselbe Über meine Schwelle kommen. Ich grüße Sie, weil die Höflichkeit es mir gebietet, aber mit der Ibnen gebührenden Achtung.“ 8 0 Essen, 11.„Sept. Ein enssetzliches Unglück hat sich beute Morgen um 4 Uhr in der Nähe des A lenessenet Bahnhofs ereignet. Von einem die Station Altenessen belf eaten due mit gefangenen Franzosen entgleisten die rei letzten Wagen, von denen der erste, ein baierischer, umschlug, Von den Insassen des Waggons geriethen zwei, ein Zuave und ein französsscher Linien⸗Infankerist, unter denselben und wurden gräßlich zerquelscht und verstümmelt todt hervorgezogen. Außerdem erlitten ein preußischer Soldat von der Begleitungsmannschaft einen Armbruch und zwei französische Jnfanteristen nicht unbedeutende Verletzungen. Berlin. Welch' werthvolles Material auf deuischer Seite im Kampfe steht, mag folgende Notiz darthun: Das zweite preußische Garde-Landwehrregiment, das dem Belagerungscorps vor Straßburg zugetheilt ist, hinterließ in der Heimath nicht weniger als 7003 Kinder. 14 1 unmittelbaren Verluste auf 1230 Mill. Fres., die mit 40 baren auf 2280 Mill. Fres., Kriegsentschädigung für be zurückeroberten Lande Elsaß und Lothringen, insbesondege be: auf 200 Mill. Fres., Summa Summarug 4990 e 5 nken. 1 In Stett 10 ein französischet Kriegsgefangent als man ihm mittheilte, daß der Kaiser Napoleos 30 5 sei, nur die trockene Antwort: Moi aus J a Die Damen Friedbergs werden gebeten, anstatt wie bisher im Prediger Seminarsaale, vom nächsten Donnerstag an sich im Hause des Herrn Professor Roth, gleicher Erde, zur Arbeit einzufinden und ist dies Lokal jeden Montag, Dienstag, Donnerstag L Berlin. Dr. G. Hirth berechnet die Koslen der mili⸗ tärischen Action Deutschlands auf 1250 Mill. Fres., die und Freitag von 2 Uhr an zu diesem Zwecke geöffnet.. Die amtlichen Perlustlisten welche nunmehr als Beilage zur Darmstädter uns zur Einsicht offen. Die Redaction des Oberhessischen Anzeigers. der Großh. Hess. Division, Zeitung im Druck erschienen sind, liegen bei Ossenheimer Wäldchen. 2208 Nächsten Sonntag als am 18. September findet zur Feier der Kiechweihe dahier Harmoniemusik statt. Die Einnahme der Zu recht zahlreichem Besuche ladet ganz Musik soll den verwundeten Kriegern zufließen. ergebenst ein. G. F. Korndörfer. Oberhessische n Eisenbah 2200 Für die Beförderung von Roberzen, Steinen, Holz aller Art, Braunkohlen ꝛc. zwischen diesseitigen Stationen und Stationen der Main⸗Weser⸗Babn, tritt an Stelle des Tarifs vom 15. April er., vom 15 Sep⸗ tember curr. ab, ein neuer directer Tarif in Kraft. Tarisexemplare find auf unseren sämmtlichen Stationen, sowie auf dem Bäreau unserer Central Verwaltung in Gießen, gratis zu haben. Gießen den 10. September 1870. Der Verwaltungsrath. Edictalla dung. 2201 Gegen Heinrich Crispens II. von Lindheim ist der förmliche Concursproceß erkannt worden. Es werden daher Diejenigen, welche an dessen Vermögen Ansprüche zu bilden vermeinen, hiermit aufgefordert, diese im Termn Montag den 21. November l. 3. Vormittags 9 Uhr, dei dahiesigem Gerichte so gewiß anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sie sonst ftillschweigends— obne besonders er folgendes Präclussvrecret— von der Masse ausgeschlossen werden,. In dem bemerkten Termine soll zugleich die Güte versucht, beim Fehlschlagen derselben aber ein Gläubtger⸗ ausschuß und ein Massecurator ernannt, Beschlüsse über das Massevermögen, über die dem Ausschusse einzu⸗ räumenden Befugnisse, über Bestellung eines Contra⸗ dictors ꝛc. gefaßt werden. Die Gläubiger, welche nicht persönlich erscheinen oder nicht gehörig vertreten find, werden hierbei überall als den Beschlüssen der Mehrheit der erschtenenen Gläubiger beigetreten angesehen. Altenfladt den 10. September 1870. Großberzogliches Landgericht Altenftadt Hoffmann, Landrichter. Bekanntmachung. 2202 Freitag den 16. d. M., Miitags 1 Ubr, werden circa 80 Malter Aepfel, der Gemeinde Ober⸗Ros bach ent an Ort und Stelle öffentlich meistbietend ver⸗ eigert. Ober⸗ Rosbach am 12. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Rosbach Blecher. Lehrlingsstelle 2194 i zu besetzen bei Rud. Herm. Müller Colonialwaaren und Delicatessen⸗Geschäft in Brod ⸗ Lieferung. 2205 Montag den 19. er,, Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedarss pro IV. Quartal 1870 für die hlesige Garnison auf dem Soumissionswege in Accord gegeden. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Zahl⸗ 08 Böcking(Breitestraße Nr. 549) zur Einsicht offen. Friedberg den 13. September 1870. Weder, Oberlieutenant und Compagnieführer. Glacé-Handschuhe f Feed neben der Post. Brodpreise vom 16.—30. September. Für Friedberg und Butzbach: unverändert. i Für Bad Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. 1„ ee eee e eee, e e. Erste Sbete 4 g 19. kr. Zwefte Sorte 4 8 16½ kr. *„„ 9 1*** 84* 5* 1„*** 1„ 470* Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.30. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Ochsenfleisch pr. 8 20 kr., Schweinefleisch pr. F 19 kr Kuhfleisch, gem. 17„ Lebere u. Blutwurst 24„5 „ ungem.—„ Bratwurst 28. Hammeeffleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre—„ Cervelatwurst—„ Kalbfleisch 16„ leischwurst 28 Keil und Carre—„(Geräucherter Speck 32„ Rierenselt 20„ DDörrfleisch 7 Hammelsfett 16„ Schinken 7 Schaaffleisch— Solperfleisch N Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 28 kr. Ausnahmspreise: Bei H. Löb Hammelfleisch 14 kr. — Bei S. Löb Kuhfleisch 15 kr., Hammelfleisch 12 ke., Hammelsfett 18 kr. Bei Gebr. Rosenthal und S. Rosenthal Nierenfett 24 ke.— Bei W. Bieler Schwartenmagen 26 kr.— Bei D. Fritz Schinken 30 kr., Schmalz, unausgel. 28 ke.— Bei W. Krauch Schweine fleisch 18 kr., Schwartenmagen 28 kr., Fleisch⸗ wurst 26 kr., Bratwurst 26 kr. Für Bu tzb ach: Frankfurt a. M Ochsenfleisch pr. J 20 kr., Schweinefleisch pr. F 19 kr. Kuhfleisch, gem, 16„ Leber- u. Blutwurst 20„ Rindfleisch, gem, 16„ Bratwurst 24„ Hammellleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 36 Kalbfle isch 14„ Doörrfleisch 2„ Schaaffleisch—„ Schinken 28 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgel. 28„ Bei Bindernagel& Schimpff in Friedber und Naubeim ist zu haben: 5 5 Illustrirte Kriegschronik Nr. 7.— Preis 9 kr. Die 1 94 9 Wacht am Nhein. 0 Marsch für Pianoforte. von K. Werner. ue. Zweihändig Preis 11 kr., vierhändig Preis 14 kr. 91 Germania. 22 vaterländische Lieder für Gesang mit Pianoforte. Preis 21. k Für Pianoforte allein Zündnadeln. Ernste und heitere Bilder aus dem deutschen N gegen Napoleon III. Nr. 1— 6 5 18 kr. Jedes Blatt 6 kr. 1 Der wahre Jakob. Nummer vom kaiserlichen Altweibersommer. Fra (Im Monat der Republik.) Preis: 6 kr. Ein Logis 2203 hat zu vermietben. i Heinr. Waas, Schuhmachermeistet. Fruchtpreise. Per Malter. 1 riedberg, 14. Sept. Waizen 13 fl. 30 kr. 111 0 fl. 20 kr.; Gerste 8fl.— kr.; Hafer 6 fl. 30 kl. Frankfurt, 12. Sept. Waizen 14 fl. 15 kl.; Kor! 10 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.;— Hafer 10 fl. 45 kr. Grünberg, 10. Sept. Waizen 14 fl. 25 fr.; Korn 10 fl. 22 kr.; Gerste 7 fl. 47 kr.; Hafer 5 fl.— kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 14 fl. 36 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln— fl. Mainz, 12. Sept. Waizen 14 fl. 51 kr.; Korn 10 fl. 32 kr.; Gerste 8 fl. 15 kr.; Hafer 6 fl. 43 kt.; Kartoffeln 5 fl. 30 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 32—356 fl. 1 f Istaelitischer Gottesdienst in Friedberg. Weg i n Freitag Abends 6¼ Uhr. Samstag Morgens 8 Übr. — kx. Verantw. Red.: Heumann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff,. (Hierzu eine Beilage). 00 Für nkfurter Latern. 1870 — Es f Müller zu ziehungs w. 9. d. M.! wendig ger 0 infecti I. Il das in Zuwi Mamung III. flucht erkle N duntsgese blbnung 5 iernach ) Alt viel Fed wer gem ist c) Die (Fl Hor Stre Vetrefft