g 9 April tiber kr. pn Ulle. gel, 1 1 f Oberhessischer Anzeiger. F breiwillieen uerwehr t bei p. Sang 70 gt Gegtufaͤnde din allsettiges F416. su-Perein n Gartenba 7 rr Uran 1 3, ee tt Al Aal, b. Fertsch. war; bin, der Preis, eee 1 Jen Taler 1 god bt 1 e 5 Dee zimmer f. Arril n a* Ju. 112 —— Iticdbttg U. 111. Baut en 1 1 — 1 1 die Ausführungen des Vorredners. n 1 1 4 Dienstag den 15. März. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Fliegenwedelbandel ꝛc. und das Mitnehmen von Kindern und Frauenspersonen auf Reisen zu diesem Zweck. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Sie haben binnen 8 Tagen ein Verzeichniß Derjenigen auf— zustellen und einzusenden, welche in den Jahren 1867, 1868 und 1869 im Alter von 14— 20 Jahren sich ohne ihre Eltern und ohne kreisamtliche Erlaubniß aus Ihren Gemeinden entfernt haben, Großherzoglichen um im Dienste dienst zu suchen. Betreffend: Den Voranschlag des allgemeinen evangelischen Kirchensonds für das Jahr 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die I e e eee von Rechnung im Auslande, des bestehenden Verbots ungeachtet, sich Ver⸗ Ene nne Friedberg den 11. Marz 1870. Bürgermeistereien des Kreises. sogenannten Landgängern oder auf eigene 2 5 Friedberg den 10. März 1870. d üs Rte e. Den in Abdruck nachstehenden Auszug über die repartirten Gelder für 1870 theilen wir Ihnen unter der Auflage mit, die einzelnen Beträge zur Zahlung an die einschlägigen Großherzoglichen Distriktseinnehmereien den betreffenden Kirchenrechnern in Ausgabe zu deecetiren; Credit wird, soweit erforderlich, hiermit eröffnet. Zusammenstellung Trap p. der auf die evangelischen Kirchen- und milden Stiftungsfonds für das Jahr 1870 ausgeschlagenen Beiträge fur kirchliche und geistliche Zwecke. Kirche zu Assenbeim 1 fl. 36 kr.— Kirche zu Bauernheim 28 kr.— Kirche zu Bönstadt 15 fl. 23 kr.— Kirche zu Bruchenbrücken 1 fl. 5 kr.— Klrche zu zu Butzbach 13 fl. 58 kr.— Kugelhausfonds zu Butzbach 1197 fl. 21 kr.— Kirche zu Dorheim 53 kr.— Kirche zu Fauerbach b. F. 2 fl. 23 kr.— Kirche zu Jauerbach v. d. H. 23 fl. 18 kr.— Florstadt 11 fl. 54 kr.— Stadtirche zu Fried⸗ 1 kr.— Burgkirche zu Friedberg 1 fl. 30 kr.— pia Corpora zu Fried- derg 384 fl. 19 kr.— Kirche zu Gambach 2 fl. 12 kr. 23 kr.— Kirche zu Hoch⸗Weisel 2 fl. 13 kr.— Kirche zu Langenhaln 24 fl. 15 kr. — Kirche zu Melbach 2 fl. 52 kr.— Kirche zu Münster 1 fi. 58 kr.— Kirche zu berg 2 fl. Rosbach 42 kr.— Kirche — Kirche zu Griedel 2 fl.] Kirche zu Steinfurth 1 fl. Münzenderg 35 fl. 44 kr.— Kirche zu Nauheim 14 fl. 49 kr.— Kirche zu Nieder⸗ zu Nieder⸗Weisel 23 fl. 55'r.— Kirche zu Nieder⸗ Wöllstadt 1 fl. 24 kr.— Kirche zu Ober Rosbach 31 fl. 48 kr.— Kirche zu Ossen⸗ heim 1 fl. 22 kr.— Kirche zu Oftheim 13 fl. 44 kr.— Kirche zu Pohl⸗Gors 58 kr.— Kirche zu Reichelsheim 98 fl. 53 kr.— Kirche zu Schwalheim 120 fl. 31 kr.— Kirche zu Södel l fl. 41 kr.— Kirche zu Staden 136 fl. 43 kr.— 5 kr.— Kirche zu Trais-Münzenberg 30 fl. 43 kr.— Kirche zu Weckesheim 10 fl. 27 kr.— Kirche zu Wohnbach 154 fl. 15 kr. Hessen. Darmstadt, 11. März. Zweite Kammer. Auf der Tagesoronung stehen 2 An- träge des Abg. Dumont, den Erlaß einer be⸗ sonderen Städteordnung und die Bildung der Ortsvorstände betreffend, sowie der Antrag des Abg. Meßz auf Einführung freier Ortsvorstands— wahlen und Sicherung der Selbstständigkeit der Gemeinden. Diese 3 Anträge werden zusammen der Berathung ausgesetzt. Curtman spricht sich gegen Einführung des allgemeinen Wahlrechts aus, da der verschiedene Grad der Bildung auch verschie— dene Befähigung zur Theilnahme an der Leitung der Gemeindeangelegenheiten bedinge. George spricht sich gegen die Ernennung der Bürgermeister durch die Regierung aus, weil dadurch Leute, welche mit wenig Stimmen in den Ortsvorstand gewählt wurden, und das Vertrauen der Gemeinde nicht genießen, an die Spitze kommen können. Das Bestehen der drei Klassen sei schuld an der Wahl von Männern, welche nicht in den Gemeinde— rath gehören. Metz erinnert an die Ver- sprechungen des Edikts vom 6. März 1848, deren Erfüllung er fordere. Sein Antrag bezwecke auch die Beseitigung der dreierlei Wahlgesetze, welche wir jetzt haben, sowie vie Bevorzugung der Höchstbesteuerten. Er sehe zwar voraus, daß sein Antrag an dieser oder jener Klippe scheitern werde, aber die öffentliche Meinung über die Selbstständigkeit der Gemeinden werde einen mo— salischen Sieg erringen. Goldmann bestreitet Dernburg glaubt, daß der Regierung bei Abfassung des Gesetzes von 1852 mehr der Gedanke vorgeschwebt habe, vurch die Bürgermeister sich der Majorität für die Landtagswahlen zu versichern, als Er⸗ wägungen über das Interesse der Gemeinde. Zimmer, der schon mehrere Jahre das Amt ines Bürgermeisters bekleidet, erklärt, daß noch nie von Seiten der Regierung der Versuch gemacht Curtman behauptet habe, daß in den unteren Classen weniger Bildung zu finden sei, so halte er dem entgegen, daß gerade in der 3. Klasse die intelligentesten Leute, Beamte u. s. w. seien. Die Bürgermeister der Städte seien meist untüchtige Leute, was seinen Grund nur in der Art ihrer Wahl habe. Regierungscommissär v. Bechtold bestreitet, daß das Dreiclassensystem unter der Bevölkerung Unzufriedenheit errege, ebenso die Behauptung, daß die Stellung der Bürgermeister herabgezrückt worden sei. Auch in den Städten seien tüchtige Bürgermeister, wenn sie auch gerade nicht dem Gelehrtenstand angehörten. v. Biege- leben hält die jetzige Zeit nicht für geeignet zum Erlaß neuer Gesetze, wenn er auch mit dem Dreiclassensystem nicht einverstanden sei.— Bei der Abstimmung werden solgende Beschlüsse gefaßt: Der Antrag auf Beseitigung des Dreiclassensystems wird angenommen, dagegen die beantragte Be— schränkung des Wahlrechts auf Ortsbürger ver— worfen. Weiter wird nach Antrag der Majorität des Ausschusses für Beibehaltung des Wahlmodus in den Landgemeinden sich ausgesprochen, ferner der Antrag auf Beseitigung der Wählbarkeit von im Orte domicilirten Nichtortsbücgern und von inländischen Forensen, sowie der Antrag auf Auf⸗ hebung der Bestimmung, daß die Regierung den Gemeinderath auflösen kann, verworfen. Der Antrag Dumont's,„die Regierung um Erlaß einer besonderen Städteordnung zu ersuchen“, wird gegen 5 Stimmen angenommen. — 12. März. Die zweite Kammer geneh— migte die Uebereinkunft zwischen den Rheinufer— staaten, die Fischerei auf dem Rhein und seinen Zu- und Abflüssen betreffend. Weiter kommt zur Berathung die Vorstellung mehrerer Gemeinden des Kreises Büdingen um authentische Interpreta— tion des Gesetzes vom 14. August 1867 über die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände. Der wird, haben ditjenigen Gemeinden, deren Orte 1500 Klafter oder weniger— von deren Mittel- punkt an gerechnet— von einer Station oder Haltestelle der Eisenbahn entfernt gelegen find, den Mehrbetrag zu übernehmen.“ Nach der Auf⸗ fassung der Regierung ist dieser Artikel so aus⸗ zulegen, daß die Entfernung in gerader Linie, ohne Rücksicht auf die bestehenden Wege gemeint sei. Dieser Auffassung widerstreitet diejenige der Gemeinden. Der Ausschuß glaubt auf eine In- terpretation nicht eingehen zu sollen, um einer eiwa erforderlich werdenden richterlichen Entscheid ung nicht vorzugreifen. Die Kammer nimmt den ablehnenden Antrag des Ausschusses einstimmig an. Schließ⸗ lich faßte die Kammer noch den Beschluß mit allen gegen 15 Stimmen, die Regierung um Vorlage eines umfassenden Volks sschulgesetzes zu ersuchen. * Friedberg. Wir haben in diesem Blatte s. Z. den Antrag der Abgg. Curtman, Haber⸗ korn, Hunsinger, Kolb und Zimmer an die zweite Kammer gebracht, der das Profekt einer Eisenbahn von Alsfeld aus(anschließend an die zu erbauende Linie Hersfeld-Alsfeld) etwa über Laubach, Hungen, Echzell, Reichelsheim nach Friedberg der Förderung durch die großherzogliche Regierung empfahl, da der lokale Verkehr Ober— hessens naturgemäß nicht der Richtung der gegen— wärtig zum Theile noch im Baue begriffenen Bahnen folge, sondern, deren Richtung diametral durchschneidend, vor Allem Frankfurt erstrebe. Das Ministerium des Innern erkennt zwar an, daß durch Erbauung der proponirten Linie die Verkehrsinteressen eines großen Theiles von Ober— hessen wesentlich gefördert werden würden, hält aber den gegenwartigen Zeitpunkt nicht für geeig- net, um das fragliche Projekt in nähere Erwägung zu ziehen. Durch die eben im Bau begriffenen Eisenbahnen seien bereits die Kräfte des Landes nicht unbedeutend in Anspruch genommen, daher vorden sei, seine politische Gesinnung zu beein— unterliege es Bedenken, vor Vollendung dieser 0 lussen. Dumont tadelt, daß man bei Gemeinde wahlen, wo es doch zu wünschen sei, daß nur die HBesten die Verwaltung führen, allein die Beitrags- pflicht zu den Lasten als Norm nimmt. Wenn streitige Art. 3 dieses Gesetzes lautet:„Insoweit als Entschädigung für das abzutretende Gelände eine höhere Summe als der achtzigfache Betrag des Normalsteuercapitals desselben auc gemittelt Linien neue Projekte zu verfolgen. Der Aus- schuß schließt sich diesen Motiven an und bean— tragt, dem jedenfalls verfrüht erscheinenden Antrage keine Folge zu geben.“ Mainz. Ende voriger Woche wurde den Experten das Material für die Untersuchung der Octroiangelegenheit ausgehändigt. Die Commission zur Untersuchung besteht nunmehr aus den Herren Schalck, Staatsprokurator, Bezirks ⸗Gerichtsrath Lehne als Untersuchungsrichter, Gerichts ⸗Arcessist Hubert als Secretär, den Herren Bömper, Gram⸗ lich und Klein als Experten. Ein vorläufiges Zeugenverhör findet bereits statt, und es wurde mit den Octroigarden begonnen. Preußen. Berlin. Gegen die päpstliche Unfehlbarkeit erhebt sich jetzt auch das offiziöse Organ der preußischen Regierung, die„Nordd. Allg. Ztg.“, mit folgenden Worten:„Es gibt wenige Zeugnisse, welche so augenfällig beweisen, bis wohin sich der menschliche Geist verirren könne, als jenes Schriftstück, in welchem die Behauptung aufgestellt wird, daß der römische Pontifex nicht irren könne.“ — Im Anschlusse an die neuliche Mittheilung der„Berliner Börsenzeikung“ eröffnen andere Blätter nachstehende Steueraussichten:„Wie wir hören, liegt es allerdings in der Absicht, eine höhere Besteuerung von Bier, Kaffee und Tabak und zwar selbstredend nicht allein zur Erhöhung der Einnahmen, sondern auch zur Verminderung der directen Steuern herbeizuführen, welches letz- tere namentlich für die weitere Behandlung der Kreisordnung von erheblicher Bedeutung sein wird. In wieweit gleichzeitig eine Wiederaufnahme der Börsensteuer stattfinden wird, ist, wie es scheint, noch nicht entschieden.“ Bayern. Der von dem Abg. Kolb in Folge der ihm zugekommenen Petitionen gegen das neue Wehrgesetz an die Kammer gerichtete Antrag verlangt: 1) Bei der Infanterie eine achtmonat⸗ liche Präsenzzeit; 2) bei der reitenden Artillerie und dem Genie ein Jahr; 3) bei der Cavallerie zwei Jahre, jedoch zugleich eine Verminderung derselben und höhere Löhnung für die längere Dienstzeit. Er will ferner eine durchgreifende Reform und Verminderung der kostspieligen mili⸗ tärischen Bildungsanstalten, und beantragt schließ⸗ lich, nur 1,600,000 fl. für außerordentliche Militärbedürfnisse zu bewilligen, wofür der Kriegs- minister bekanntlich 2,791,000 fl. verlangt hatte. Würtemberg. Stuttgart. In der Kammer beantragte die demokratische Fraktion im Verein mit der großzdeutschen Fraktion: die Kammer möge die Regierung um Verminderung der Präsenzzeit des Contingents und Abänderung des Kriegs dienstgesetzes ersuchen. Baden. Karlsruhe. Die 2. Kammer hat den Gesetzvorschlag über die Aufhebung der Todesstrafe in zweiter Lesung mit allen gegen zehn Slimmen angenommen. Oesterreich. Aus Cattaro wird berichtet, daß in Folge der Kriegsverwüstungen und des langen Winters in einigen Gebirgsdörsern, z. B. in Braitsch und Maina, der Hungertyphus aus gebrochen sei. Selbst in den Küstenorten herrscht fortwährend eine große Theurung. In Cattaro kostet ein Ei acht Kreuzer, ein Pfund Hammelfleisch 70 Kreuzer und ein Pfund Kalbfleisch einen Gulden. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat dem Kanzler des norddeutschen Bundes, Graf Bismarck, die Anzeige gemacht, vaß schweizerseits der in Aussicht genommene Betrag von 20 Mill. Francs zum Bau der Gotthardtbahn gesichert sei, und nun definitive Entschließungen über die vom Aus lande zu leistenden Beiträge, namentlich des norddeutschen Bundes und der süddeutschen Staaten, wünschenswerth erschienen. Frankreich. Paris. Das„Memorial diplomatique“ meldet, die Antwort des päpstlichen Stuhles auf die Depesche des Grafen Daru sei nach Paris abgegangen. In derselben beeile sich das römische Cabinet, in das Verlangen des Tuilerienhofes, am Coneil durch einen Bevoll⸗ mächtigten vertreten zu sein, einzuwilligen, und versichert, der Repräsentant Frankreichs würde mit jener Hochachtung empfangen werden, welche die Nation, die er vertritt, beanspruchen düffe. — Wie die„Marseillaise“ meldet, ist es Rochefort neuerdings untersagt worden, mit irgend einem seiner Freunde zu verkehren. — Der Staatscath hat das Contingentsgesetz berathen. Nach einigen Erklaͤrungen zwischen den Herren Petetin, Bavoux und dem Kriegsminister wurde die Verringerung des Contingents für 1871 um 10,000 Mann genehmigt und bleibt dasselbe somit auf 90,000 Mann festgesetzt. — Der Anklageakt gegen den Prinzen Peter Bonaparte ist jetzt erschienen. Tas Schriftstück enthält zunächst über das Ereigniß die zwei schon bekannten Aussagen, die des Prinzen und die des Herrn de Fonvielle, welche sich in den Haupt⸗ punkten geradezu widersprechen. Der Prinz be⸗ hauptet, Victor Noir habe ihn in das Gesicht geschlagen, worauf der Prinz einen Revolver auf ihn abgefeuert habe. Da dessen Begleiter de Fonvielle sich unterdessen bemüht habe, einen her⸗ vorgezogenen Revolver zu spannen, so habe er auch auf diesen geschossen, ihn aber nicht getroffen, weil de Fonvielle sich hinter einen Sessel retirirte. Die Angabe de Fonvielle dagegen lautet: Der Prinz gab Victor Noir eine Ohrfeige, trat einen oder zwei Schritte zurück, zog plötzlich einen Re⸗ volver aus der Tasche, in welcher er seine Hand stecken hatte, und feuerte auf Noir. Dieser drückte seine Hände auf die Brust und ging durch die Thür hinaus, durch welche wir eingetreten waren. Alsbald richtete der Prinz sein Pistol gegen mich und feuerte ein zweites Mal, während ich ver⸗ suchte, mein Pistol zu ziehen, welches sich in einem Futteral in der Tasche meines Paletots befand Der Prinz stellte sich vor die Thür und zielte nach mir, feuerte ein drittes Mal seine Waffe ab, und ich ging hinaus, indem ich„Mörder!“ rief. Ich durchschritt mehrere Zimmer, stieg die Treppe hinab, auf welcher wir heraufgekommen waren, und traf auf dem Trottoir Noir im Verscheiden.— Nachdem die Anklageschrift die sich widersprechen⸗ den Aussagen der beiden Gegner ausführlich wiedergegeben, heißt es dort zum Schluß: Wie dem immer sei, und selbst wenn die Aussage des Angeklagten als richtig angenommen würde, steht doch jedenfalls fest, daß er mit Willen den Tod des Herrn Victor Noir verursacht hat. Die Ge— rechtigkeit kann nicht zugeben, daß ein Verbrechen durch die gewaltthätige Handlung, zu welcher das Opfer sich hätte hinreißen lassen, gerechtfertigt wäre. Es ist ebenso gewiß, daß der Angeklagte auf Herrn de Fonvielle zwei Pistolenschüsse ab gefeuert hat. Demgemäß ist der Prinz Peter Napoleon Bonaparte angeklagt: 1) Am letzten 10. Januar in Paris Auteuil das Verbrechen freiwilligen Todtschlags begangen zu haben, gegen die Person des Iwan Salmon, gewöhnlich be⸗ nannt Victor Noir, mit dem begleitenden Umstand, daß auf dieses Verbrechen das in Folgendem specificirte Verbrechen folgte, nämlich: 2) Am selben Tage, zur selben Stunde und am selben Ort gegen die Person des Herrn Ulrich de Fon⸗ vielle einen Versuch freiwilligen Todtschlags gemacht zu haben, welcher Versuch sich in einem Anfang von Ausführung kundgegeben hat und in Folge von Unständen fehlschlug, welche von dem Willen seines Urhebers unabhängig waren; wobei der Umstand zu vermerken, daß diesem Verbrechen das oben näher bezeichnete voranging. Diese Ver⸗ brechen sind vorgesehen und mit Strafe belegt durch die Artikel 2295 und 304 des Straf⸗ gesetzbuches. K. Gießen. Am Samstag Mittag wurden sechs bei dem Bau der Oberhessischen Bahn beschäftigte Arbeiter, welche sich des schlechten Wetters wegen in eine Sand⸗ grube retirirt hatsen, um dort ihr Mittagbrod zu ver⸗ zehren, von den zufammenrutschenden Sandmassen ver⸗ schüttet. Nur Einer derselben konnte gerettet werden, die übrigen fünf wurden als Leichen aus der Grube gebracht. In den Händen des einen Unglücklichen fand man noch Brod, Wurst und ein Messer, mit welch' letzterem er sich, wahrscheinlich als die zusammenstürzende Sandmasse ihn darniederdrückte, in die Schläfe gestochen hatte. Frankfurt. Auch hier mußte dieser Tage eine von den Schweitzerianern ausgeschriebene Arbeiterversammlung polizeilich aufgelöst werden, da sich in Folge des erhobenen Widerspruchs von Seiten eines der Schweitzergarde nicht angehörenden Arbeiters ein furchtbarer Lem erhoben hatte. Die Schweitzeriauer wollten das Local stürmen. Die Polizei mußte den Arbeiter Kolb in Schutz nehmen und nach Hause begleiten. Die Schweitzerianer riefen ihm zu:„Wir zerreißen Dich!“ Einer schrie sogar:„Deine Leber muß noch im Schlachthause hängen!“ Arbeiter Winkel bekam von einem Agitator einen Hieb über die Augen. ö Frankfurt. Der Kreisiug hat in Bezug auf die vom landwirthschaftlichen Verein, der Flora und dem Gartenbauverein an die Stadtverordnetenversammlung bezw. Kreistag gerichtete Eingabe, in dem bevorstehenden Flugjahr der Maikäfer eine Summe bis zu fl. 500. aus⸗ zusetzen, den Beschluß gefaßt, einen Preis für die ein⸗ gesammelten Insekten auf Kosten ber Kreiskasse zu bewilligen. Darmstadt. Die gemeldete Verhaftung des so uner⸗ wartet von hier verschwundenen Professors des höheren Schwindels, Steckewitz, in einem franzssischen Grenzorte hat sich nicht bestätigt, sein Aufenthalt soll jedoch bestimmt in London ermittelt sein und wird dessen Auslieferung nach Darmstadt, da es sich hier um ein gemeines Verbrechen handelt, sicher erfolgen, so daß seine hiesigen Freunde wohl bald die Freude des Wiedersehens haben werden und seufzen dürfen: Trennung ist unsere Hoffnung, Wieder⸗ sehen unser Loos. Darmstadt. In der vorigen Woche haben die Auf⸗ nahmsprüfungen für die einjährig Freiwilligen stattgehabt. Der Zudrang war dieses Jahr nicht so stark wie früher, da viele junge Leute ihre Berechtigungsscheine von Real⸗ schulen und Gymnasien erbielten. Dem Vernehmen nach ist in diesem Jahr die überwiegende Mehrzahl der Ge⸗ prüften bestanden. g Vom Nheine. Es ecircnliren falsche bayerische Zweiguldenstücken mit dem Bildniß König Ludwig I. und den Jahreszahlen 1845 und 1846, sowie salsche badische Zweiguldenstücke mit dem Bildniß des Großherzogs Leo ⸗ pold und der Jahreszahl 1847. Die Falsificate bestehen aus hartem Zinn und sind in nach ächten Stücken her⸗ gestellten Formen gegossen und oberflächlich versilbert. Berlin. Die siamesischen Zwillinge produciren sich jetzt, nachdem sie ihr Vermögen im amerikanischen Bürger⸗ kriege verloren, auf einer letzten Rundreise durch Europa Zur Zeit versucht Herr Renz mit diesem Weltwunder hier Geschäfte zu machen. Daß die Brüder das Geschäftliche ihres Unternehmens vortrefflich verstehen, beweisen die colossalen Bedingungen, unter welchen allein es dem Direktor Renz möglich geworden ist, die Brüder für seinen Circus zu engagiren. Sie erhalten allabendlich 250 Thlr., was im Monat die hübsche Summe von 7500 Thlrn. ausmacht. Dafür thun sie weiter nichts, als daß sie einen langsamen Rundgang durch den Circus machen, zwei mittelgroße grauköpfige Herren, elegant gekleidet und mit schlauem Gesichtsausdruck.— Die Zeitungen bringen aus dem Circus Renz folgendes Anekdötchen: Vom Olymp betrachtete eine Frau mitseidig die Siamesen.„O Jott!“ rief sie,„is det'n Unjlick; nee, so zusammenjewachsen zu sind, et is doch schrecklich!'N Ilück is et man noch, det et Brüder sind! Wenn det nu Fremde wären—, hurrjehs, die Keile, die't da manchmal jeben würde!“ Wien. Die 19. allgemeine deutsche Lehrerversamm⸗ lung in Wien ist auf den 8., 9. und 10. Juni berufen. Das vorläufige Programm enthält mehrere bedeutungs⸗ volle Themata. Wir heben daraus folgende hervor: 1) Die deutsche Nationalschule. Ein fär die deutsche Lehrerversammlung bestimmter, bisher noch nicht mit⸗ getheilter Vortrag Diesterwegs mit Ergänzungen von Richard Lange in Hamburg. 2) Die Volksschule eine Schule des Charakters, von Pfarrer Dr. Rieke. 3) Die Selbstbildung des Lehrers, von Schulvorsteher Schnell. 4) Das Lehrerseminar nach den Forderungen der Jetztzeit, von Seminarinspekior Kehr in Gotha. 5) Ueber die Gründe für die Verlegung der Lehrerseminare in größere Städte und warum das Internat im Widerspruch mit der Bestimmung des Volksschullehrers stebt, von Dr. Brüllow, Berlin. 6) Die Möglichkeit, der Volksschule die ihr gebührende nationale Bedeutung zu verschaffen, von Toselowski in Berlin. 7) Entstehung, Einrichtung und Auflösung des im Jahre 1848 gegründeten allgemeinen deutschen Lehrervereins nebst Antrag auf Wieder herstellung desselben, von Dr. Moritz Schulze in Ohrdruff. Für Sectionsversammlungen sind bereits angekündigt: für Taubstummen⸗, Blinden⸗ und Idiotenlehrer; für Kinder⸗ gärten; für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht. Eingesandt. Mit ungeheuchelzem Erstaunen haben wir die welt⸗ berühmte Uhr des Herrn Johann Barth, welcher eden in unserer Stadt weilt, gestern Abend gesehen. Niemand, der nur einigermaßen die Mittel hat, sollte versäumen, dieses an wahre Zauberei grenzende Kunstwerk, zu be⸗ schauen. Jeder, der diese Uhr gesehen, fragt einen Andern: Wie ist es nur möglich, ein solches Kunstwerk zusammen zu bringen? Sie zeigt nicht allein die Stunden des Tags, sondern auch die Monate, das Jahr und ähnlich wie bei der Straßburger Uhr erscheinen bei dem Stundenschlag verschiedene Figuren wie die zwölf Apostel des Heilandes ꝛc. mit der größten Präeision. Wer dieses Riesenwerk, welches 200 Cubikfuß ausfüllt, nicht gesehen hat, möchte an unseren Ansführungen zweifeln, aber versichern können wir, daß das hier Gesagte noch viel zu wenig ist. Das ganze hiesige und auswärtige Publikum von nah und fern eile deshalb hierher in das„Steinerne Haus“ und beschaue für wenig Geld etwas, was sonst so leicht nicht mehr geboten werden dürfte. Sehr wünschenswerth wäre etz, wenn die betr. Behörde dem Herrn Joh. Barth die Zeit seiner Aus⸗ stellungserlaubniß verlängern würde, damit dem Publikum Gelegenheit gegeben wäre, das Werk wiederholt zu 1 betrachten, denn es wird einem erst bei wiederholtem Sehen die große Kunst, die darauf verwendet wurde, so recht klar. Friedberg im März 1870. Mehrere Einwohner, Naurt! Steinb Zimme Oachde Schreu Schlof Glastt Weißb! dfaflen lucseru Ried — f 714 Jon laß des ind bei de binnen sonfl sie de lasses nich Frier 8 710 Di n dem v Allenber 3350 E 2000 1650 Lehlet Zummchen Oka n einheln g 5 der g Menllicht Lauf kahme d Dattrshe Asse. 1 über, den Nenl⸗ temen nach 3280 8 det& · 7500 Ml. I aß sit cinen wecken, zwei t, den Dr. Lelteschult die deten, ven Funding une 4% Agentien Sete bertelung a ae will der teen „4 Jumund, e een * 1 be⸗ *** Andetg 5 in der 1 9 5 5 N 2 N I n* Mobiliar berseigerung, 11 886 Donnerstag den 17. Marz, Vormittags um 9 ÜUbr Fat der verstorbenen Josepha anfangend, wollen die llstadt nachbenannte Gegen⸗ Becker zu Ober ⸗W ände, bestehend in: 4 vollstärdigen Betten, 1 Secretär, 2 Kommoden, 2 Kleiderschränken, 1 Sepha mit Roßbaar gefüllt, nebst mehrerem Zinn und sonstigen Haus- u. Küchen⸗ gerätbschaften. 8 tiner öffentlichen Versteigerung aussetzen. Oder⸗Wöllstadt den 9. März 1870. In Auftrag Feuerbach, Ortsgerichts⸗Vorsteher. Arbeits⸗Versteigerung. 92 Nächsten Mittwoch den 16. d. M. Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Gemeindehause nachstehende n der Kirche und den Pfarrgebäuden Sahier vorzu⸗ nehmende Ardeiten nebst Materiallieferungen an den enigsifordernden öffentlich versteigert ren 1. Maurcrarbeit, veranschlagt zu 14 58 Steinbauerarbeit 5 32 Zimmerarbeit 73 25 Dachdeckerarbeit 2 48 Schreinerarbeit 15 17 Schlosserarbeit 5 53 Glaserarbeit 3 30 Weißbinderarbeit 3— Pflaftererarbeit— 48 Lieferung von 1600 Backfleinen. 3 Bütten Kalk. 4„ 0.20 Sand. Nieder ⸗Flotstadt am 9. März 1870. Der Kirchenvorstand. Oeffentliche Ladung. 714 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß des dabier ledig verstorbenen Tonrad Böhmer find dei dem Scribenten Deiarich Rausch in Friedberg binnen Friß von 14 Tagen so gewiß anzumelden, als sonft sie dei der Fefstellung und Vertheilung des Nach; fasses nicht berücksichtigt werden. Friedberg den 3. März 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Holz⸗Versteigerung. 116 Dienstag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen un dem Freiherrlich von Rothschild'schen Walde „Altenberg“ öffentlich meistbietend versteigert werden: 3350 Stück Birken⸗Prügel⸗ und Reisholz⸗Wellen, 2950 Eichen⸗, gemischte A 1650„ 1 langt Wellen(Faschinen). Letztere eignen sich zu Bohnengerten, sowie zum zumachen der Gärten. O karben den 12. März 1870. Freiherrlicher Revierförster Hilgenteirner Geländeverkauf, 7* . 14 Kalksteine enthaltend. us Ein in der Nähe der Staatsstraße von Vildel nach Frankfurt gelegener, Gräflich Solms⸗Wildensels'scher r in Berkersheimer Gemarkung von ungefähr einzelnen Abthellungen 1 Mittwoch den 23. l. M., 111 Vormtttags 10 Uhr, f auf der Könlglichen Bürgermeisteret zu Berkersheim zur öffentlichen Verstelge ung. Kaufliebhaber wollen sich, wegen vorheriger Einsichts⸗ gahme desselben, an pderrn Bürgermeister Falk in Hberkersheim wenden. Assenheim den 11. März 1870. A ung üst, Kammer ⸗Essessor. 9 f Holz⸗Versteigerung Oberförsterei Lich. 725 Künftigen Montag den 28. d. M., Morgens 9 Ubr, soll im District Hard auf dem Muschenheimer Weg an⸗ sangend und im Difirlet Muckenwald versteigert werden: . 2 Stecken Buchen Scheitholz, b 1 2* Eichen⸗ 67 26 Buchen⸗Prügelholz, 1᷑06 4 Eichen- u. Tannen⸗Stockholz, 2850 Wellen desgl. Reisholz, 9h) ftarke Eichen Stämme von 6455 Cubikfuß, 65„ Tannen⸗„„ 3007 4 66„ Eichen⸗Stangen„ 351. N00„ Taänden-⸗„„ 1049 5 etch am 14. März 1870.* N 8 0 gürstliche Oberförsterei Lich Eigenbrodt. Ein praͤchtiges Logis, 20 mit und obne Möbel, für ledige Personen ist bacant breite Straße 120. Morgen Gehalt, welcher Kalksteine enthält, kommt] Bekanntmachung. 1 Die em l., 2. und 3. März l. J. im Moc städter Markwalde abgehaltene Polzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Freitag den 18. März d. 3. bestimmt. Nieder⸗Mocffsadt den 10. März 1870. Der Markmeister Reuther. 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Verlag von G. Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig und vort, sowie in jeder Buchhaudlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen. Bad Nauheim. Zu vermiethen 718 ist auf den 1. April in dem schönsten Theile der Stadt, der Parkstraße, ein großer Kaufladen, welcher sich zu zwei getrennten Geschäften eignet nebst dazu gehöriger Wohnung. Das Ganze besteht aus dem Haupt laden, sowie zwei Piscen, von welchen die eine ebenfalls zum Laden, die andere zum Wohnen benutzt werden kann; anschlteßend daran befindet sich die Küche und gehört ferner noch eine Mansarde, Keller und Hofraum dazu, sowie Waschküche und Mitbenutzung von Regen⸗ und Brunnenwasser. Näheres beim Eigenthümer Bad Nauheim den 9. Februar 1870. B. Schwab. 1 guterhaltenes Taselklavier 722 von angenehmem Ton steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.. 720 Wegen Wegzugs des seitherigen Miethers ist mein Logis anderweil zu vermiethen. K. So mmer. Mehrere ordentliche junge Mädchen 724 gesucht bel Trapp& Münch. Praktisches Schachbüchlein, oder deutliche Darstellung der Regeln des Schachspiels. Anschaulich gemacht und erläutert durch die sinnreichsten Züge und Musterparthien berühmter Schachspieler. Von Alphons von Breda. Prels 30 kr. NB. Wer dieses prakissche Buch genau durchnimmt, wird bald eine solche Fertigkeit erlangen, daß er alle 12 Schachspieler durch die Feinhest seines piels übertrifft Vorräthig dei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 731 Die Gartenlaube bringt in Nr. 11 folgende Beiträge: Aus eigener Kraft. Erzablung von W. v. Pillern, ged. Birch.(Fortsetzung.) Gaudeamus! Von G. Arnold. Mit Bietor Scheffel's Portrait.— Eine Thierversteigerung in Antwerpen. Von Brehm.— Das amerikanische Hotel. — Ein Tempel der Hauscultur. Mit Abbildung: Bor dem Ausstellungs gebäude in der Karlsaue del Kassel. Vom deutschen„Cantor ⸗ Fritz“ in Ungarn. Von H. Beta.— Blätter und Blüthen: Packträger, Omnibus und Schlebkarren.— Eln Pebel der Kunst Industrie.— Kleiner Briefkasten. 2 2 in Köln a. Rh. 5 Bedeutendstes Etablissement des 5 preuß. Staates.— Prämtirt wegen Reellttät und Preiswürdigkeit. Vertreten in allen Städten des Continente.— Man wolle Stegel und Fabrikmarke beachten. 199 Ein Ladenmädche 717 aus anständiger Familie und von an⸗ genehmem Aeußeren wird nach Frankfurt a. M⸗ in ein Schuh⸗ u. Manufactur-⸗Maaren⸗Geschäft gesucht. Offerten sub 380 befördert das Frankfurter Annoncen Büreau(C. Hock) Frankfurt a. M., Schnurgasse 19. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken⸗ Unterhosen 7 zu verschiedenen Preisen bet K. Friedrich neben der poßt in Friedberg. Glyeerinseife, feinste Transparent, per Dutzend 48 kr.— 36 kr.— 26 kr. per Stück 6 kr.— 4 kr.— 3 kr. empfiehlt Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. Ein Wagen, 691 zum Ein- u. Zweispännig⸗ Fahren, noch in guten Zu⸗ stande, hat zu verkaufen Friedberg. Heinr. Engel II. 0 4 — 8 8 567 Des alten Schäfer Thomas seine 21. Prophezeihung fuͤr die Jahre 1870 und 1871. Preis: 4 kr. Von Kaisern, Königen u. Volk gebraucht, 578 von den ersten ärztlichen Autoritäten als heilbringend anerkannt, sind die Johann Hoff'schen Malzseifen zur Stärkung des Korpers allen anderen Fabrikaten vorzu⸗ ziehen.— Die Malz⸗Kräuter-Bäderseife wirkt ungemein krästigend, die Malz-⸗Kräuter-Tollettenseife entfernt, längere Zeit angewendet, Flechten, Sommersprossen, Hautprickeln und macht spröde und aufgesprungene Haut wieder gut. Dr. Stark k. Stabsarzt in Loslau.— Und ferner? Bei gichtischen und rheumatischen Leiden wirkt die Hoff'sche Malz⸗Kräuter-Baderseife stets mit gutem Erfolge. Dr. Weinschenk, Oberarzt in Stolp.— Gern will ich Ihrer Fabrikate, deren Nutzen von Stimmberechtigten anerkannt ist, eingedenk sein und solche am Krankenbett anwenden. Dr. A. A. Jeitteles, Professor der Mediein in Olmütz * — f 1 0 9 719 zeigen hiermit an, daß deren seit langen Jahren(kl. Kornmarkt 7) gehabte Niederlage von heute an nach der Schnurgasse 23 1 0 — in das Lokal des 0 40 N n f Dörr flerrn A. J. Stiebel, Kopf- und Kurzwaarenhandlung, 1 0 verlegt ist und werden dieselben das seit mehr als 60 Jahren genossene Vertrauen auch weiter durch strenge Reellität rechtfertigen. Im Anäl 1 sich vor Täuschung zu hüten, bemerken dieselben ausdrücklich, daß die jetzt in dem Hause kl. Kornmarkt 7 errichtete Niederlage ähnlicher Artikel, die als zur Bequemlichkeit des Publikums errichtet, angekündigt wird., 1 weder von ihnen herrührt, noch in irgend einer Beziehung zu denselben steht, noch aus denselben Bezugsquellen 1 0 1 ö stammt, worauf man besonders zu achten bittet. 2 7 1 Die Administration der Dr. Sulzberger'schen Kranken⸗ u. Armenstiftung in Salzungen 1 macht hiermit bekannt, daß ihre Fabrikate für Frankfurt a. M. und Umgegend nur in dem Hauptdepot der af die 1 Herren N. E. Wild sel. Erben jetzt Schnurgasse 23 in Frankfurt a. M. sich ächt befinden und daß eine 1 andere oder zweite Niederlage derselben in Frankfurt nicht existirt, worauf man ein verehrliches hen si 1 Publikum besonders aufmerksam macht, um sich vor Schaden zu bewahren und vor Täuschung zu hüten. I Ourespe 9 777 v 1. 1 Die Eröffnung des Suez kanals. 1 Die berühmte Welt-& Lebens uhr;„. 8 b 6 75 1. 5 5 5 g 5 5 2 5 9881 Preis: 12 kr. 10 Frirtb berg, bel 1 728 hat seither einen solchen Zuspruch gehabt, daß ich mich, um mehrseitigen 2 Vorrätbig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Riginen 1 Wünschen zu genügen, entschlossen habe, dieselbe noch bis Donnerstag den 17. März K 1 2 0 3 g 8 aufgestellt zu lassen. J. Barth. 8 eder 1 N i . 8 8 0 2 2 ee Se eee DNN Nn e N 2 8 1 0 einen 1 eee eee Versteigerung. 1 8 5 5 727 Wegen Aufgabe eines Herrenkleider⸗ Ghee b. 1 1 5 Lagers werden nun 1 Das Friedberger Gas und sein Lieferant. wee, 1e mar d 8, f . 1 Nicht leere Worte, Herr! Gutes Gas, Herr! Nachmittags e— f Bau 1 721 Der in Nr. 30 d. Bl. erhobene Appell an Pflichtgesühl und Gewissen des hiesigen Gasfabrikanten Herrn] en dem Hause des Herrn Sang zur Stadt Frie 1 Schwarz bet die erwünschte Wirkung nicht gethan. Statt zu schwelgen, reumüthig in sich zu gehen und New Nork auf dem Haagk neue Herren⸗ Mö 1 den Vorsatz zu fassen, am Wohlbefinden, Gesundheit und Leben seiner Nebenmenschen durch Lieferung giftigen kleider in verschiedenen Stoffen an die Meist⸗ Nod 1 Gases 15 fernerhin nicht mehr zu versündigen, schwingt sich Herr Schwarz in Nr. 31 d. Bl. auf's hohe Pferd bietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich 75 1 und erklärt:. a. 1 1) daß er, was die„Unreinheit des Gases“ anbelange, sich der betr. Behörde gegenüber verantworten versteigert. 27 e resp. rechtfertigen werde, 12 8 r 4 1704 2) daß er es„nicht würdig halte“(soll wohl bedeuten: unter sesner Würde?), auf die persönlichen erscheinet 1 Angriffe zu antworten.* 5 0 40 Bürgerm l Was nun den ersten Thell belrifft, so nimmt sich derselbe ungefähr so aus, als wenn ein Apotheker, der 5 Asen 4 14 aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit Arsenik statt Zucker in die Arznei thut und so Urbeber einer Vergiftung 1 115 117 wird, die beschwerdeführenden Bethetligten mit den Worten abferligen wollte: ich habe mit dem unfreiwilligen 547 werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten 1 ne Arsenikconfumenten und seinen Angehörigen gar nichts zu schaffen und werde mich vor meiner Behörde ver⸗ Mustern fagonnirt dei 1 Flor l antworten.(Wer ist denn die Behörde des Herrn Schwarz?) Ne 2 6 Wich in Daß mit dem zweiten Theil der Schworz'schen Erklärung nichts bewiesen und nichts widerlegt ist, leuchtet K. Friedrich neben der Post. 1 1 in. Weiß denn Herr Schwarz nicht, daß die von ihm gebrauchten Worte eine Redensart find, welche man aus i dem Munde des Unschuldigen und Gerechten ebenso leicht zu hören bekommt, wie aus dem Mund des Sünders 1 und Missethäters? Und wie sonderdar! Seinen Nebenmenschen für schlechte Waare viel Geld abzunebmen, seinen 2 15 Nebenmenschen oftmals Aergerniß zu geben, seinen Nebenmenschen an Gesundheit und Leben zu schaden, das Todes„Anzeige. 1 f. hält der Herr nicht unter seiner Würde, wohl aber hält es der Herr unter seiner Würde, auf Angriffe zu ant a 14 worten, die durchaus gerechtfertigt und ausschlteßlich im Interesse von Hunderten von Menschen geschehen sind.. D 1 5 ö Wohlan, mag Schwachheit oder Hochmuth oder die Erkenntniß der Unmöglichkeit, etwas zu seiner Rechtfertigung ee, eee Großonkel, den srüberen 5 05 vorzubringen, bei Herrn Schwarz die Quelle jener Redensart sein, Einsender will, eingedenk der Sprüche: 1 Gal. 6, 1 und Jak. 5, 19 und 20 es noch nicht unter seiner Würde halten, Herrn Schwarz zu antworten und N zwar Folg nves: Die seit mehreren Jahren unter der Direction des Herrn Schwarz ausschließlich stehende NM hiesige Gasfabrik lieferte nicht etwa blos in der letzten Zeit und nur selten, sondern seit Jahren und häufig 1 schlechtes Gas, d. h. ein Gas, weiches nicht nur schlecht leuchtet, sondern auch wegen der giftigen Luffarten, die deim Verörennen desselden theils ausffrömen(Ammonsak), tbeils sich erst bilden(schweflige Säute) ganz dazu angethan ist, kranken Menschen den Tod zu bringen, gesunde Menschen krank zu machen, Alle ader, die in einer tavon verpesteten Luft auch nur kurze Zeit alhmen, in ihrem Wohlbefinden mehr oder weniger empfindlich zu flören. Der Ursachen, aus denen eine Gasfabrik häufig schlechtes Gas liefert, gibt es vornehmlich zwet: Es kann sein, daß der Gasfabrikant sein Geschäft nicht hinreichend versteht. Von einem Fabrikanten solcher Art 0 wäre zu erwarten, daß er Opferfähigkeit besäße und, indem er das Wohl zahlreicher Nebenmeuschen höher an- 5 schlägt als seinen Vorcheil, vom Geschäft ganz zurückträte. Thut er das nicht, dann versündigt er sich an seinen 0 N Nebenmenschen. Es kann ferner sein, daß der Gasfäbrikant mit dem Gewinn, den er hat, nicht zufrieden ißt]! 1 und daß er, um einen höheren Gewinn zu erzielen, billiges, d, h. schlechtes Material verwendet, beziehungsweise Bürgermeister Adam Bender, 60 in seinem nahezu vollendeten 79. Lebensjahre gestern Morgen kurz nach 3 Übr durch den Tod zu entreißen. Wir widmen diese Nachricht ent⸗ sernten Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Thellnahme. Friedberg den 14. März 1870. a Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 15. d. M., [Nachmittags um 4 Uhr, fdatt. 1 r nicht oft genug erneuert. Daß eine Handlungeweise solcher Art an das Criminelle——̃— 100 erla 0 reift, wud im Hinblick auf die Größe des Schadens und Unheils, welche dieselbe im Gefolge haben muß, 1 N 5 om 2 4 Jeder, dessen fütliche Begriffe nicht verwirrt sind, willig zugeben. K Ir 0 b 1 b 1 ch 3 f U 33 9 k. lig 1 Welche von beiden Ursachen im vorliegenden Fall platzgreifend sind, verdient durch eine gründliche Unter⸗ Evangelische Gemeinde. 1 2 N suchung klar gefellt zu werden. Getraute: 5 1 Für dießmal und zum Schluß nur noch Eines: Wenn Einsender in dlesen seinen Beschwerden und An⸗ 27. Februar(In Ortenberg.) Heinrich Ludwig 1 schuldigangen statt die Worte„Gas anstalt, Gasgesellschaft ꝛc.“ zu gebrauchen, den Namen des Gasfabrikanten Schenk Königl. Preuß. Stations Assistent bei der Station N selhst hereinzog, so geschah dieß keineswegs aus Nelgung zu persönlichen Angriffen, sondern lediglich deßwegen, Friedberg der Main⸗Weser⸗Bahn und Auguste Bechthold, fli e well Einsender der Meinung ist, daß er bierdurch kräftiger auf den nach seiner Ueberzeugung alleinigen Urheber Tochter des Großherzoglichen Landgerichtsdieners Joh. l des pebels einwirkt. Friedrich Bechthold. 5 aus Ein junger Mensch, F g N 8 Brodpreise vom 16, bis 31. März. U N ertige u 00 zer Nach eigener Angabe der Bäcker 1 der eine gute Vorbildung genossen hat, kann als Lehr⸗ f n Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach ling in unsere Buchhandlung eintieten. 509 in allen Dimensionen bis 60 Länge und 10“ Stärke, unverändert.. . Dindeenagel& Schtapff. Pa 10 fir stanee Sende ese ubteg ene 95 * 8 1 3 9755 leisch/ ꝛc Preise vom 16—31. darz. 9 Getreide- Presshefe! S. 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