* 1 den 00 Suit 1g des Streit Dienstag den 15. Februar. 20. — Aiddersün, 1 trwurstnen Da „. Din d re Dar en 9 3 u ee lun De die zweit Det Borsard Dich nen Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amllichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. —— Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: 1 Nr. 3. Nr. 413. Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstags des Norddeutschen Bundes. Vom 6. Februar 1870.— Nr. 414. Bekanntmachung, ag dit Kleider letreffend eine Abänderung der Bestimmungen, unte welchen der Handel Deutschlands in Japan gelrieben werden soll. Vom 19. Januar 1870.— Nr 415. Bekannt⸗ 8 machung, die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrath des Norddeutschen Bundes vom 29. Januar 1870.— Nr. 416 und 417. Consuleinennungen betreffend. Nüdl, den Zetreffend: Das Krelsersatz-Geschäst für 1870. nut it id besorg en ditgten Presa A. t. Cent * Schwarz enlen Fubent Hol J. 4 Saane eb afernrics po Friedberg den 12. Januar 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Damit mit der Aufstellung der alphabetischen Liste begonnen werden kann, wollen Sie schon jetzt die Stammrollen für 1870 mit Be— legen einsenden. Zetreffend: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Fauerbach v. d. Die Erledigung unserer Auflage vom 24. Dezember v. J. Setreffend: Das Abledern und Verscharren gefallener Schafe. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg n die Großherzogliche Polizei-Verwaltung zu Bad- Nauheim, den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt und die zog d 9 3 9 5 5 ö Großherzoglichen Bürgermeistereien. herz 0 Ter a pp. 14 Friedberg den 11. Februar 1870. H, Fauecbach b. F., Hoch-Weisel, Nieder-Rosbach, Oppershofen. Oberhessischer Anzeiger Nr. 151 erwarten wir unfehlbar binnen 3 Tagen. N Friedberg den 9. Februar 1870. Es ist zu unserer Kenntuiß gekommen, daß in verschiedenen Orten des Kreises unter den Schafhirten die mißbräuchliche Eewohn— eit bestehe, namentlich am Milzbrand gefallene Schafe in freiem tee Tanne Felde liegen zu lassen und selbe gar nicht oder nur mangelhaft in denn d deainem Acker zu verscharren und nicht wie . Rodaug hen de ieidermath ut; dated ia lise Müller. 1 766 81% er und lu tut N 105* 10 des Finanzausschusses Bericht über die Vorlage 0 eellegien daßier erstattet. scbusses geht einstimmig dahin, daß die Sache vorgeschrieben auf den Wasenplatz zu bringen. Da diese Ungehöritzkeit sowohl die Weiter— serbreitung von Thierkrankheiten zu bewirken geeignet ist, wie auch lie gesundheitsschädlichen Aus dünstungen der verwesenden Cadaver ür die Einwohner nachtheilige Folgen haben können, diese Vornahme tuch den für das Abledern und Verscharren gefallener Thiere be— tehenden Vorschriften direct widerspricht, so sehen wir uns veranlaßt Die zu beauftragen: 1. Das Polizeipersonal, insbesondere auch die Feldschützen, zuzuweisen ein strenges Augenmerk auf diesen Mißbrauch zu richten Hetreffend: Das Impfwesen. und jede Uebertretung der Art. 299 und solgende des Polizei-⸗Straf⸗ Gesetzes Seitens der Schäfer zur Anzeige zu bringen. 2. Die Schäfer, und zwar die Gemeindeschäfer unter drohung der Dienstentlassung im Nichtbefolgungsfalle, Bestimmungen mit dem Anfügen hinzuweisen, Schafe nur auf dem in jeder Gemeinde abgeledert und verscharrt werden dürfen. 3. Die Schafbesitzer durch öffentliche Bekanntmachung darauf aufmerksam zu machen, daß sie als Eigenthümer für die vorschrifts— mäßige Verscharrung ihrer gefallenen Thiere verantwortlich, und sie bei Außerachtlassung der bestehenden Bestimmungen wie die Schäfer straffällig seien. Den Befolg wollen Sie berichtlich anzeigen. An⸗ auf diese daß die gefallenen bestehenden Wasenplatz — 1088. Friedberg den 11. Februar 1870. An die Schulvorstände ju Bauernheim, Bönstadt, Butzbach, Gambach, Griedel, Ilbenstadt, Ziegenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder-Wöllstadt, Ober⸗Mörlen, Ober-Rosbach, Ockstadt, Ossenheim, Staden, Weckesheim, Wölfersheim und Wohnbach. Wir erwarten alsbaldige Erledigung der Ihnen durch unser Ausschreiben vom 11. v. M. in Nr. 6 des Oberhessischen Anzeigers gewordenen Auflage. Großherzogliche Kreisschul⸗Commission Friedberg Ter a p p. J ne betreffend: Den Unterricht im Hufbeschlag zu Butzbach. Die öffentliche Prüfung der jungen Schmiede, welche den Unterricht im Hufbeschlag im Laufe dieses Winters besucht daben, soll Donnerstag den 17. d. M. Vormittags 10 Uhr zu Butzbach in der Reitercaserne stattfinden, zu der ich die Mitglieder des Vereins sowie Freunde dieses Unterrichts hiermit einlade. Laubach den 10. Februar 1870 Der Präsident des laudwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. a Hessen. Darmstadt. Die zweite Kammer vird, wie verlautet, am 28. d. wieder zusammentreten. — Der Abg. Freiherr Löw hat Namens Kammer wolle Gebäude verwilligen; vegen Baurs eines Gebäudes für Die Ansicht die Justiz— des Aus- für diese Summe zoch nicht reif ist, um der Kammer dieselbe vor— lalegen. Es sei vor Allem nothwendig, daß man aver übersehen könne, für welche Behörden, in velcher Ausdehnung und zu wie hohem Preise tebaut werden solle. Es werden hiernach folgende Anträge gestellt: 1) von der Majorität: die! bändes Friedberg. 30,000 Mathildenplatzes als Bauplatz für das fragliche 29 die Kammer wolle 30,000 fl. zu einem Bau— platze für das zu errichtende Justiz-Collegienge- bäude bewilligen, und den Wunsch aufügen, daß der werde; 3) einstiamig: Anforderung für Aufbau des Justiz-Collegienge— im Betrage von Hand ablehnen, bis genauere Vorlage hinsichtlich des Bedürfnisses und der Kosten gemacht sein werde. Die Direktion des groß- erscheinen. Ankauf des herzoglichen Schullehrer-Seminars dahier bringt zur Kenntniß der Interessenten, daß die dießjährige öffentliche Entlassungsprüfung dieser Anstalt am 28.—31. März, die Aufnahmsprüfung neuer Zöglinge Montags den 4. April und die folgenden Tage stattfinden wird. Schulpräparanden, welche sich der Aufnahmeprüfung unterziehen wollen, haben sich spätesteus 14 Tage vorher mittelst Vor— legung ihrer durch die betreffenden Schulvorstände auf dem Dienstwege einzusendenden Zeugnisse an— zumelden, in dem bezeichneten Termin aber, Vor- mittags 8 Uhr, im Seminarlocale persönlich zu fl. zum von der Minorität: Mathildenplatz erworben die Kammer wolle die 190,000 fl. vor der Preußen. Berlin. Im Abgeordneten bause ergriff der Finanzminister bei der Berathung der Uebersicht des Staatsaushalts für 1868 das Wort um die stattgehabte Mehransgabe von 720,000 Thaler für die Verzinsung der Eisen⸗ bahnanleihe zu vertheidigen. Derselbe wies auf das dringende Bedürfniß bin, welches nament⸗ lich in Folge des Nothstandes in Ostpreußen vorlag. Die Finanzverwaltung habe im guten lauben auf nachträgliche Bewilligung gehandelt. Werde dieselbe verweigert, so wäre die Regitrung außer Stande, die Bahnen in Ostpreußen fort- bauen zu können. Graf Bismarck nahm in der⸗ selben Angelegenheit das Wort und sagte: Er erkenne an, daß in der vorliegenden Frage formell nicht richtig gehandelt worden sei, hoffe aber, daß bei vollständiger Klarlegung der Sache es tze— lingen werde, Indemnität dafür zu erlangen und das Haus zu bewegen, von weiterer Verfolgung derselben abzustehen. Redner hebt schließlich hervor, welch große Verdienste sich der frühere Finanz⸗ minister, an dessen Patriotismus und Rechllich⸗ keit nicht zu zweifeln sei, in schwerer Zeit um den Staat erworben habe. — Im Abgeordnetenhause wurde die Debatte über die Uebersicht der Einnahmen und Aus- gaben des Jahres 1868 forigesetzt. Nach längerer Discussion nahm das Haus mit großer Majoritä den Antrag der Budget-Commission an, die Mehr⸗Ausgabe von 720,000 Tylr. Zinsen nicht zu genehmigen. Der zweite Antrag der Budget Commission, die Staatsschuldeneommission zu be⸗ auftragen, aus den Akten der Staatsschulden⸗ verwaltung die Stellung derselben zu dem Vorgang zu constatiren, wurde bei namenflicher Abstimmung mit 166 gegen 155 Stimmen angenommen. — Die beiden Häuser des Landtags wurden am 12. d. Nachmittags im Auftrage des Königs durch den Grafen Bismarck mit einer Thronrede geschlossen. In derselben erkennt es die königliche Regierung mit Dank an, daß die beiden Häuser des Landtages zur Beseitigung der Schwierig— keiten der Finanzverwaltung bereitwillig die Hand geboten haben.— Es heißt dann weiter: Die herbeigeführte Minderausgabe, sowie die Einnahmen des Staatsschatzes haben es zur Genugthuung Sr. Maj. des Königs gestattet, für das Jahr 1870 das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben des Staates wieder herzustellen, ohne die Steuerkraft des Landes in erhöhtem Maße in Anspruch zu nehmen.— Dem Zusam— menwirken des Landtages mit der königlichen Re- gierung wird das Land eine erhebliche Zahl nütz⸗ licher Gesetze auf den verschiedenen Gebieten der Staatsverwaltung verdanken.—— Die bisherige Berathung der Kreisordnung hat in wesentlichen Theilen des vorgelegten Entwurfs Abweichungen der Ansichten des Hauses der Abgeordneten von denen der königlichen Regierung constatirt. Dem- ungeachtet gibt die königliche Regierung die Hoff— nung nicht auf, daß auf den Grundlagen des Entwurfs eine allgemeine Verständigung erreichbar sei und daß die weitere Berathung in beiden Häusern, wenn nicht zu einer endgültigen Verein- barung, doch zu einer erwünschten Klärung der Auffassungen führen und hierdurch die künftige Lösung der Aufgabe erleichtern werde.— Die königl. Regierung hält im Hinblick auf die bevor— stehende Session des Reichstags des norddeutschen Bundes eine einftweilige Vertagung des Landtages und die Wiederaufnahme der begonnenen wichtigen Arbeiten nach einigen Monaten für angemessen. — Nachdem der Antrag auf Vertagung von dem einen der beiden Häuser abgelehnt worden ist, liegt es in der Absicht der Regierung Sr Majestät, durch eine außerordentliche Session dem Landtage zur Sicherstellung wenigstens eines Theils der Ergebnisse der bisherigen Berathungen Gelegenheit zu geben. Bayern München. In der Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde der Adreßentwurf der Majorität mit 78 gegen 62 Stimmen an- genommen. Bei der Abstimmung fehlten 2 Stimmen der Patrioten, 11 Stimmen der Liberalen. Die zehn beanstandeten liberalen Wahlen(von München und Günzburg) wurden ungültig erklärt. — Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß Fürst v. Hohenlohe dem König ein Entlassungs- gesuch einreichen wird, es ist aber noch nicht bekannt, eb das Gleiche von Seiten der anderen Staatsminister geschehen wird. Der Fürst hat seine ministeriellen Collegen dringend gebeten, es nicht zu thun. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ wider- spricht dem von preußischen Blättern verbreiteten Gerüchte, König Wilbelm von Preußen habe dem Erzherzoge Karl Laͤdwig bei dessen Aufenthalte in Berlin das Versprechen eines Gegenbesuches in Wien gemacht. Davon ist hier nichts bekannt. Dagegen haben die Aerzte dem Könige dringend eine Cur in Karlsbad angerathen, und ist es, da derselbe hierauf eingegangen ist, allerdings möglich, daß er bei dieser Gelegenheit auch einen Abstecher hierher macht. Frankreich. Paris. Der„Figaro“ legt dem Kaiser folgende Aeußerungen in den Mund, vie er vor einigen Tagen im Ministerrath gethan hälte: „Legen Sie,“ hätte er gesagt,„die Gewalt nur 48 Stunden lang in meine Hand; ich werde einen neuen Staatsstreich machen, und wenn ich in diesen zwei Tagen die Leute, welche unter dem Vorwand, der Freiheit zu dienen, ganz Paris in Schach halten, unschädlich gemacht haben werde, werde ich das parlamentarische Regime wieder herstellen.“ Nach dem Schweigen des„Figaro“ über die Antwort der Minister zu urtheilen, scheint dieser Vorschlag denselben nicht eingeleuchtet zu haben. — Der Exkönig Georg von Hannover ließ ofsiciell dem Reste der hannover'schen Legionäre anzeigen, daß vom 15. April ab die Bezahlung des bisherigen Soldes aufhören werde und daß sie entweder nach Preußen zurückkehren oder die Auswanderung wählen möchten. — 12. Febr. Im Laufe des gestrigen Tages und der vorhergegangenen Nacht sind 35 Ver- haftungen vorgenommen worden. Die Verhaftungen erfolgten auf Grund eines Complots gegen die Regierung. Viele Waffen nebst Munition wurden bei den betreffenden Personen gefunden.— Die Journale veröffentlichen tinen Brief von Rochefort an den Präsidenten des gesetzgebenden Körpers, Schneider. Rochefort verlangt darin, daß dit Minister wegen Aufreizung zum Bürgerkriege in Anklagezustand versetzt werden. Diesen Brief wollte der Deputirte Ordinaire in der heutigen Sitzung des gesetzgebenden Körpers verlesen. Der Präsident consultirt das Haus, welches verneinend antwortet. Der Depautirte Ordinaire wollte darauf den Brief dem Präsidenten übergeben, dieser ver— weigerte jedoch die Annahme.— Die„France“ sagt, mehrere Verhaftungen seien durch ein Com— plot gegen das Leben des Kaisers hervorgerufen worden. Einem Gerüchte zufolge seien bei mehreren der verhafteten Personen Briese sehr compromittiren— den Inhalts für Rochefort gefunden worden. — Thiers, über dessen Gesundheitszustand in auswärtigen Blättern beunruhigende Nachrichten verbreitet worden sind, litt nur an einer leichten Erkältung und ist in der Sitzung des gesetzgeben— den Körpers wieder e schienen. Italien. Rom. Das authentische nach der Nationalität geordnete Verzeichniß der zum Coneil versammelten Bischöfe gibt folgende Zahlen: Italiener 176, Franzosen 81, Spanier und Poriugiesen 42, amerikanische Spanier und Por- tuziesen 39, Orientalen 58, England, Irland und Colonien 55, Vereinigte Staaten 40, Oesterreich, Ungarn, Böhmen, Galizien, Croatien 43, Preußen 8, Bayern 6, Belgien 6, Schweiz 4, Holland 3, Titularbischöfe in partibus, meistens Missionäre im Morgenland 119. Summe 680 Bischöfe. Unter diesen 680 sind nur 14 deutsche Bischöfe. Gewiß wenn es jemals eine Majorisirung, jemals eine Ueberwältigung der Gebildeten durch die Ungebildeten gegebea hat, so würde das der Fall sein, wenn 14 Deutsche durch Hunderte von Griechen, Syriern, Peruvianern, Bolivianern, Brasilianern ic zur Ann zhme von Dogmen ge⸗ zwungen werden sollten, deren bloße Möglichkeit sie bestreiten. Nußland. Petersburg. Durch einen kaiserlichen Erlaß ist jeden Soldaten, der mindestens zehn Jahre in der Armee gedient hat und vier Jahre Unterofficier gewesen ist, die Berechtigung verliehen, das Fähndrichs⸗Examen zu machen. Um den befähigten gemeinen Soldaten die Ge⸗ legenheit zu geben, sich die zum Offizierstande nöthigen Kenntnisse zu erwerben, soll bei jedem Regimente eine Schule errichtet werden, worin er sich zum Fähndrichs Examen vorbereiten kann. Diese Reform ist von großer Wichtigkeit, da bis- her nur die sogenannten Junker, d. h. junge Leute, welche den höheren Gesellschaftsschichten angehören, Officier werden konnten. Amerika. Washington. Aus dem Berichte des Finanzministers ersieht man genau, was er bisher gelelstet hat, und kann sich daraus eine deutliche Vorstellung von dem machen, was er in Zukunft leisten wird. In vier Jahren und vier Monaten ist die Nationalschuld um 309 Millionen verringert worden; dies ist 11 Procent der ganzen Schuld. Die Einlösung gebt jetzt in beschleunigtem Tempo vor sich; in den letzten sieben Verringerung der Schuld 56,065,660 Dollars— was einer Tilgung von 100 Millionen jährlich gleichkommt, so daß in diesem Verhältniß die ganze Nationalschuld in 13 Jahren ausgelöscht wird. * Friedberg. Vorgestern braie man uns einen jungen Schmetterling(Kohlweißling), welcher am 10. 8. im Wirthslocale des Herrn K. Reuß II. dahier gefangen worden ist. Bei der gegenwärtigen sehr strengen Kälte eine gewiß seltene Erscheinung. — Ober⸗Mörlen. Der in Nr. 28 des Mainzer Abendblattes eine Entgegnung von 59 Zeilen Dimensiou liefernde H.Correspondent aus der Wefterau nithigt uns die Hülfe Itzres Blattes anzurufen. Dieser Correspon⸗ dent brachte nämlich in Nr. 18 des Mainzer Abeudblaltes eine kurze Notiz über die Gemeinde Ober-Mörlen, dahin gehend:„Dort sei der Gesundhestszustaud kein be⸗ friedigender, da fast kein Tag vergeht, aun welchem sich nicht in irgend einem Hause ein Todzer befindel.“ Diese Notiz ging auch in andere Blätter über, und fiel derart auf, daß der hiesige Gemeindearzt von mehreren Seiten interpellict wurde. Letzterer Umstand bewog uns in Eile eine Entgegnung an die Redaction zu senden, welche auch in Nr. 25 Aufnahme fand, und in welcher wir die Zahl der Todesfälle der 5 letzten Jahre zusammenstellten, woraus niß nachwies, denn in Ober-Mörlen, das circa. 2000 Seelen hat, starben 1865: 71 oder 3 55% 1866: 39 oder 1.95%, 186 7: 43 oder 2.15%, 1868: 53 oder 265%, 1869 aber nur gar 38 oder 1.90%.(Irrihümlich sagten wir in unserer Entgegnung in Nr. 25 es seien 39 gestoben, es waren aber doch nur 38.) Dabei passirie uns in Folge der Eile, womit wir erwiederten, und weil wir das Abene⸗ Blatt nicht halten das Versehen, zu behaupten: Der Correspondent habe gesagt: Jeden Tag sei ein Todesfall vorgekommen. Wit bereuen dieses Versehen, und nehmen feierlichst diesen durch viele anderweite Geschäfte vernr⸗ sachten, Irrthum zurück, und erklären, daß geschrieben stand: Es verging fast kein Tag, au welchem nicht in irgend einem Hause ein Todter sich befand. Wir siecken auch geduldig die Unarten ein, mit welchen der uns nue zu bekannte schreibselige angehende Jour nalist uns in Nr. 28 in den ersten Zeilen traktirt, zur Buße für unser Versehen. Allein dennoch geben wir diesem YCorrespon⸗ denten kein Recht zu sagen, daß in Ober⸗ Mörlen der Gesundheitszustand im Dezember 1869 und Januar 1870 ein ungünstiger sei. Denn welcher Stalistiker bemißt den Gesundheitszustand einer Bevölkerung nach den Todesfällen eines Monates? Nur unser Pfiffteus, der vom Erhabenen zum Lächerlichen euien kühnen Schritt macht, indem er sagt: Die außergewöhn⸗ ziemlich bekannt sind) diskufirt(0), bewaist Sterblichkeit aus dem Umstand, daß im Dezember 8 und im Januar 6 Personen mit Tod abgegangen sind, und dieset pfissige Statistiker verlangt nun, damit überbaupt der Obermörler Gesundheitszustand ein günstiger gen zunt werden lönne, daß das außerordentlich günstige und nur 1 KHusnahme bildende Sterblichkeiteverhältniß vom l. Januar bis 1. Dezember 1869, das 160% beträgt, auch im Dezember und im Januar obwelten möge. Wenn das nicht helle ungetrübte Weishein ist, dann wissen wir nicht was woch gescheidter sein kann. Während die Aerzte schon dann den Gesundheilsstand emer Bevölkerung befriedigend nennen, wenn 30 c der Bevölkerung in einem Jahre sterben, reißt der(wahrsch inlich in Rock nberg au⸗ sässige H⸗Correspondent) 2 Mongte beliepyi aus einer Periode beraus, und beweist den Gesundheilszustand als außergewöhnlich ungünstig, weil zufällig mm 2 Monaten mehr Personen starben, während in 10 Monaten vorher wenig gestorben sind. Auch scheint der ⸗Correspondent nichts von dem Princip der Ausgleichung zu kennen, das ber statlslüschen Ausstellungen und ben daraus fesullirenden Beh zuplun gen maßgebend sein muß. Wir wänschen zum Schlusse dem Mainzer Abendblatt recht viel Glück zum V Correspondenten, und freuen uns jetzt schon, gelegeut⸗ lich wieder von Gänsebraten in R. und von Schweine krankheiten aus dieser geübten Feder zu lesen, bitten aber Monaten, vom Juni bis December, betrug die sich ergab, daß 1869 gerade das günstigste Verhält⸗ liche Sterblichkeit würde in weiteren Kreisen(die 1 3 det icht versag kahn 0 und Un elbe persal Ii de und in de Vorträge 5 ballen, 1 Gebitie* wicd zd det„an theilgun lecht NU auch NI, beiten h. r e 901 sic d denhazer lach ung fragend ben. Lei noch eine viele der mit der 9380 7 Sehn der daselbft 0 Zeit abw Ausenibal tr noch o 70. gebe hiermit g curatorisc beffehende zu sonnen Jsogtwiß kiffen Bt unterzeic Ablauf d bis jeht btrabfolg Fit! 45 Die Ormarlun auf den Consolen werden be 10 Ja Orün 5 9 5 munge ohn daß önnen. erden d haber gig ö b können DGochen b ut aufzt duß vaselbst Elisabetha, ged. Löschborn, ist schon seit langer den Herrn H Correspondenten er möge, wenn es ihn wieder gelüstet, in Gesundheilsartikeln zu machen, erst in den Sterberegistern der betreffenden Gemeinden nachsehen, und dann erst— corresponditen. Aus der Wetterau. Wir können uns nichl versagen über ein landwirthschaftliches Kränzchen zu derichten, das sich in letzterer Zeit für Reichelsheim und Umgegend zu Reichelsheim gebildet hat. Das selbe versammelt sich alle 14 Tage Sonntags Abends 7 Uhr abwechselnd im Nassauer Hof, im Gasthaus zur Lilie und in dem zur Rose und werden in demselben, theils Vorträge über dem Landwirth nützliche Gegenstaͤnde ge— halten, theils auch verschiedene zeitgemäße Fragen aus dem Gebiete der Agricultur discutirt. Die Tagesordnung 8 wird jedesmal im Kränzchen vorber sestgestellt und in der„landwirihschaftlichen Zeitschrift“ publicirt. Die Be- theiligung ist trotz des kurzen Bestebens desselben eine echt erfreuliche und nehmen nicht nur Landwirthe, sondern auch Männer aus andesen Ständen, wie z. B. die dortigen beiden Herren Doctoren, sowohl der der Medizin als auch der der Veterinärmedizin, regen Theil daran. Namentlich hat sich der Erstere dieser beiden Herren, Herr Dr. Mol⸗ denhager daselbst, durch Eröffnung eines Cyclus von Be- trachtrungen aus der Agriculturchemie, in populärer an- prechender Form gehalten, ein besonderes Verdienst erwor- deu. Leider ist die Betheiligung von Auswärts bis jetzt noch eine geringe, da die heurigen Wilterungsverhältnisse diele Herren vom Besuch abhalten; doch doffen wir, daß mit der Zeit die Einwohner unscter vielen, meist sehr! nahe gelegenen Nachbarorte durch das Interesse an der Sache zur regeren Theilnahme angetrieben werden möchten. Eschersheim bei Frankfurt. Am Sonntag den 6 v. ging ein in der biesigen Gemarkung wohnendes Ehepaar in die Kirche und ließen ihre 16jährige Tochter, nachdem sie das Haus wohl veischlossen, allein zurück. Kaum waren dieselben fort, als zwei Kerle vor die Thüre kamen und an derselben Einlaß verlangten. Als dieser nicht gewährt wurde, fingen sie an, dieselbe mit Gewalt zu erbrechen. Das Mädchen trat an das Fenster und verwies den Bur— schen iyr Unterfangen. Diese wollten jedoch nicht dorauf böͤren, sondern verlangten das Herabwersen von Geld. Als dies verweigert worden, machten sie sich von Neuem an die Arbeit. Das Mädchen ergriff nun die geladene Flinte ihres Vaters und drohte Jedem mit Erschießen, wenn er es wagen würde, weitere Gewalt anzuwenden. Als die Spitzbuben sahen, daß es ihr Ernst war, ergriffen sie die Flucht. Frankfurt In ber Nacht vom Samstag auf Sonn— tag gegen 1 Uhr brach in dem Dachstocke des Gasthofs zum„Landsberg“ Feuer aus, welches das ganze Dach einäscherte. Die in die Flammen geschleuderten Wasser⸗ massen durchweichten das Haus bis zum ersten Stock. Wenn auch in diesem ältesten Theile des Hotels der Wiribschaftsbetrieb gestört ist, so erleidet er doch, da die großen Nebengebäude unversehrt sind, keine Unterbrechung. Das Feuer soll in der Geräthkammer entstanden sein Von Wiesbaden meldet man: Während nech die surchtbarste Winterkälte uns maltrattirt, sind am 10. d. zwei Störche über die Fichten des Nerobergs fliegend be⸗ obachtet worden. Havelberg, ein Stäbichen in ber Nähe Berlin's, ist am 6. d. durch einen Brand heimgesucht und dadurch die halbe Unterstadt in Asche gelegt worden. Von circa 300 Häusern sind 80 zerstört. 173 Familien in der Stärke von 700 Köpfen waren momentan ohne Obdach bei einer schneidenden Kilie von 160. Die Betroffenen baben fast ihre ganze Habe eingebüßt. Der durch den Brand verur⸗ sachte Schaben wird auf ½ Million Thaler geschätzt. Nur den muthigen und ausdauernden Anstrengungen ber Berliner- Feuerwehr, die nach den Berichten der dortigen Blätter mit einer an Hereismus gränzenden Hingebung der Kälte und dem Elemente Trotz bot, verdankt man die Ertettung der nech übrigen Stadt. 439 Die internationale Akademie für Handel und In⸗ dusleie in Paris, hat der Chocoladen⸗ und Zucker waaren⸗ fabrit von Franz Stollwerck& Söhne in Köln die goldene Medaille zuerkanntz es ist dies die höchste Auszeichnung, welche bis jetzt in dieser Branche ertheilt wurde. Oeffentliche Gemeinderaths-Sitzung Heute, Dienstag 15. Februar, Nachmittags 4 Uhr. Berathung des Gemeiudevoranschlags Tagesordnung: für 1870. ita lla dung. 3380 Tobias Löschhorn von Södel, außerehelcher Sohn der vormaligen Wittwe des Jobann Georg Geller Zeit abwesend, obne daß Nachricht über Leben und Aufenthalt desseiben ander gelangte. Da derselbe, sollte r noch am Leben sein, am 10. September l. J. das 70. Lebensjabr zurück gelegt haben würde, so ergebt slermit an ibn sowie on Alle, welche an sein bisher zuratorisch verwaltetes, dermalen in ungefähr 300 fl. sestehendes Vermögen Erb- oder sonfsige Ansprüche bilden u können glauben, blermit die Aufforderung, dieselden ogewiß innerbald drei Monaten, von dem Tage der fen Veröffentlichung dieser Ladung an laufend, bet Interzetchneter Gerichtsstelle anzumelden, als sonst nach Udlauf dieser Frist das Vermögen obne Caution an die s jetzt bekannt gewordenen nächflen Intestaterben erabfolgt werden wird. Friedberg den 3. Dezember 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg . Aufforderung 22 Die Parzellen Fl. III. Nr. 309 und 310 in der bemarkung Gutz bach findes sich in dasigem Flurbuch auf den Namen Jobannes Grüninger VI. und lonsorten zu Bugbach eingetragen. Als dlese Consorten verden bezeichnet: 1) Jacob Wilbelm Grüninger III., 2) Johannes Grüninger IV., 3) Bernhard Grüninger III., ) Johannes Grüninger VII., 5) Zobannes Grü— ninger VIII., 6) Jobannes Flach, 1 dne daß sich dieselben jedoch als solche legitimiren kunen. Wegen des statfgehabten Verkaufs der Stücke norden diejenigen, welche etwa sonst noch als Tbeil⸗ srber Eigenthumsansprüche an dieselben glauben bilden 5 zu deren Geltendmachung binnen sechs ochen bei Strafe stischweigenden Ausschlusses, bler— nit aufgefordert. Buß bach den 15. Januar 1870. . Großhberzogliches Landgericht Brtzbach Dr, Gilmer. Bekanntmachung. 37 Meine ungefähr 5 Minuten oberhalb der hiesigen euabt, Station der Maln⸗Weser⸗ Bahn, gelegene, mit Valänglicher Wasserkraftstets versehene s. g. Weißmühle, nelche sich auch zur Anlegung elner Fabrik eignet, nebst 17 und Ockonomiegebäuden, will ich freiwillig ver⸗ tuen. Termin bierzu babe ich auf den 8. März d. J., bormittags 10 Übr, an Ort und Stelle bestimmt, wozu % Kaufliebhaber mit dem Bemerken einlade, daß ich uf Verlangen auch noch ettea 69 K. Acker kand und Biesen mitperkauft. Neustadt in Kurhessen am 28. Januar 1870. Jakob Gies. Holz⸗Versteigerung. 4% Nächsten freitag den 18. d. M., von Morgens Uhr ab, werden in biesigem Stadtwalde, in den Lüftrieten Zwergheege und Sumpf, folgende Holz ertmente: 10774 Wellen Eichen Reiserholz, 158 5 Nabel 5 Siecken Eichen ⸗Stockholz, 10 Väste Allexleibolg, 17 Stück Eichen Stämme von 15-38“ Länge und 5½ 10“ Hurchmesser, zusammen 213 Cb.-Fuß, 33 Stück Eichen Stangenbolz entlich meistbietend versseigert und der Anfang in der qwergbeege emacht. Bad Nauheim den 11. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermelsterei Vad-Nauhelm Schutt. Holz-⸗Versteigerung. 408 Donnerstag den 17. Februar 1870, Vormittags 9AUbr anfangend, werden in den Frelherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof- Hasselheck: 4½ Stecken Birken-Prugelholz, 10% 1 Kiefern Prügelhoz, 34„ Birken⸗Stockholz, 5½ 1 Kiefern ⸗Stockholz, 200 Wellen Buchen-Reiserholz, 3721 0 Birken-Reiserholz, 5621„ Kiefern-⸗Reiserholz, 1700 Stück Kiefern Bohnenstangen, 227 Gebund Ginstern. an den Meiftbietenden versteigert Der Zusammenkunftsort ist auf dem Hofe Hasselheck, woselbst mit dem Verkaufe der Bohnenstangen der An- fang gemacht wird. Friedberg den 9. Februar 1870. In Auftrag: Der Frb. v. Nitter'schen Guts⸗Verwaltung zu Rüdesbelm Heidt. 7 NN et b Holz⸗Versteigerung. 420 Freitag den 18. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen in den Gräflich Lelningen schen Wald- Distrikten „Jungfernwald“ und„Eichereck“ dei Ildenstadt: ½ Stecken Buchen⸗Prügelbolz, 11 grobes Eichenstamm Prügelholz 21/8 5 5 Fichtenstamm⸗* 5 8 Eichen⸗Stockbolz, 1 2 Lärchen⸗„ 5 4 2 Fichten: 1500 Stück Buchen- Wellen, 4225„ Eichen⸗ 9 300 e eee 700„ Sahlweiden 50„ Lärchen⸗ 500 7 Fichten 100„ Kiefern- 25„ Dorn⸗ 5 2 Eicherstämme, der eine von 17“ mittl. Durch⸗ messer und 387 Länge, der andere von 16“ mittl. Duschmesser und 25“ Länge, 5 Lärcheuftämme ven 8—9“ mittl. Durchmesser und 30- 40“ Länge, 21 Fichtenstämme von 6-15“ mittl. Durchmesser und 40-75“ Länge, 150 Stück Kiefern-Baumstützen und 7„ Bohnenftangen öffentlich an den Meistbietenden verstelgert werden. Gegen oldunngsmäßige Bürgscheine wird zur Be— zahlung des Steigschillings Frist bis 1. September d. J. gegeben Schloß Ilbenstadt den 8. Februar 1870. Gräflich Leiningen'sche Rentei Bie rau. CGdietal ladung. 443 An sämmtliche Gläubiger der dahier ledig ver storbenen Sophie Staub ergeht die Aufforderung, ibre Forderungen und sonstigen Ansprüche binnen Frift von 14 Tagen so gewiß bei dem unterzeichneten Land- gerichte schriftiich und speeisictrt anzumelden, widrigen falls sie bei der Feststellung und Regulsrung des Nach⸗ lasses nicht berücksichtigt werden, Friedberg am 10. Februar 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger. Landrichter. Landgerichts-Assessor. Kiefern- etc. Japfen kauft die 102 Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. Friedberger Hülfsverein. 418 Die Jahres-Versammlung des Hälsoverelns, in welcher der Jahresbericht erstatter, die Ergänzungs⸗ wabl des Vorstandes vollzogen und die Vereins ssache be⸗ sprochen werden wird, wird Donnerstag den 17. Febr., Abende 6 Uhr. im Hotel Trapp ftattfinden. Alle Mit⸗ glieder des Vereins werden biermit zur Betberligung sfreundlichst und dringend eingeladen. Zur Betheiligun) an einem einfachen Abendessen, welches sich an die Verhandlungen anschließen wird, wird durch Vorlegung einer Liste noch besonders eingeladen werden. Diejenigen Mitglieder des Pülfsvereins, welche für hte Dienstboten die Gesinde-Prämie deanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Trtue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel wäh end einer mindtstens fünffäbrigen ununterbrochenen Dienfizeit dem Unterzeichneten bis zum 1. März zu übergeben. Für den Vorstand: Ba ur. Holz-⸗Versteigerung. 423 Donnerstag den 17. und Freitag den 18. l. N., desmal Morgens um 9 Übr aufangend, soll im Gemeindtwald Nieder Rosbach nachverzeichnetes Gebölz meifbietend versteigert werden: 28 Stecken Nadel⸗Scheitholz, . Atrken- und Eichen⸗Prügelbolz, 58¾ Nadel- Prügelbolz, 2 5 Erlen 1 46 ½— Nadel⸗Stockholz, 350 Buchen ⸗ Wellen, 429 Eichen⸗ 5404 Nadel⸗* 124 Nadel⸗Stämme von 20 bis 45“ Länge von 5½ bis 8½,“ Durchmesser, mit 1287 Cudikfuß, 2517 Nadelstangen von 15 dis 457 Länge und 2—5“ Durchmesser, mit 5392 Cubikfuß, 225 Bohnenstangen melstbietend versteigert werden. Die Zusammenkanft ist vor dem Rotbfloß beim Holz selbfl. Es wird am ersten Tag das Brennholz und ein Drititheil des Stamm- und Stangen holzes verkauft. Nieder- Rosdach am 10. Februar 1870. Großherzogliche 1 Nieder⸗Rosbach 0 ft. Edictal ladung Den Nachlaß der Marie Katharine, Wittwe des Rentamtsdieners Johann Heinrich Heß, geb. Hitzel, zu Friedderg detr. 444 Forderungen und sonstige Ansptüche an den rubrt⸗ eitrten Nachlaß find binnen Frist von 14 Tagen so gewiß da⸗ bler schriftlich anzumelden, als sonst sie dei der geststellung und Auseinandersetzung des Nachlasses außer Beräck⸗ sichtigung bleiden. Frtedberg am 10. Februar 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Faselochs⸗Versteigerung. 448 Donnerstag den 17. d. M., Mittags 1 Uhr, soll in biesigem Rathbause ein der Gemeinde zustebender, zur Zucht untauglich gewordener Faselochs oͤffentlich ver⸗ steigert werden. Dorheim den 12. Februar 1870. Großherzogliche ä Dorbeim Re u ß. 292 en gros& en detail, reine unverfälschte direct importirte Waare empsieolt N Wilb. Sturmfels, Hof- Apotheker Vorlesungen im Saale des 450 Die auf heute, Dienstag den 15. Februar erst nächsten Dienstag statt. Hotel Trapp. „angekündigte Vorlesung fällt aus und findet Vorschuß-& 453 Diejenigen Mitglieder des Vorschuß⸗ un am 9. Februar stattgehabten General⸗Versammlung beschlossenen Statuten, wonach der hiesige Vorschuß und Credit⸗Verein unter das Genossenschaftsgesetz tritt, derselber ihre Mitgliedschaft beibehalten wollen, längsteus dieses durch ihre Unterschrift auf unse Creditverein zu Friedberg. d Credit-Vereins, welche den neuen, in der beitreten und auf Grund werden ersucht bis zum I. März l. J. rem Geschäftslokal zu erwirken. Der Vorstand. Ai zeschäfts⸗ Meinen geehrten hiesigen und auswärtige Geschäft aus dem Gra Bitte 441 ich unterm Heutigen mein Haus, nächst der Post, verlegt habe. fernerhin zu bewahren. Friedberg den 13. Februar 1870. Wilh. Verlegun N* n Geschäftsfreunden die ergebene Anzeige, daß f'schen in dae früher Bäcker Steinhäuser'sche das mir bisher geschenkte Wohlwollen auch Numpf, Bäckermeister. 442 In der Kasst der Nenten⸗ und Lebens⸗Versicherungs⸗ Anstalt zu Darmstadt nicht unter 500 fl., gegen gute Hypotheken leihen bereit. Darmstadt. liegen größere und kleinere Kapitalien, jedoch mit mindestens doppelter Sicherheit zum Aus, Die Direction. beill brieflich der Specialarzt für Epil 6 Miitelstraße 6— Beret Epileptische Krämpfe(Fallsucht) epsie Doctor O. Killiseln in Berlin, ts über Hundert geheilt. 7 * 5 Holz-Versteigerung. 438 Mittwoch den 23. d. M., Morgens 10 Uhr, sollen in dem Fürstl. Walddistrilt Herrengarten dei Dillingen: 163 Eichen⸗Stämme zusammen 7239 Cubikfuß, 10„ Stangen 75 40 1 durchschnittlich von 15“ Stärke und 20-60“ Länge; sodann im Distrikt Eichkopf ebendaselbst: 9 Eichen⸗Stämme zusammen 547 Cubikfuß, 28 Kiefern⸗„ 1 20⁵ 3 1001„ Stangen 5 2406 1 verkauft weiden. Donnerstag den 24. d. M., Morgens 10 Übe, wird die Versteigerung ebendaselbst mit Brennholz, und zwar: 260 Stecken Eichen-, Buchen und Kitfern⸗Scheit⸗ und Prügelbolz, 86 Stecken desgl. Stockholz. 4600„„ Retiser unb 158 Schichten Durchforstungsreiser fortgesetzt. Hungen am 8. Februar 1870. Fürstliches Rentamt De m me. Holz ⸗Versteigerung. 446 Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr an; fangend, wird in dem Maibacher Gemeindewald, District Haasenberg und Mühlkopf, solgendes Gehölz öffentlich versteigert: 10 1 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, 2) 1* Aspen⸗„ 3 268„ Buchen Prügelholz, 4) 10. U Aspen„ 5 13* Buchen Stockholz, 6) 78%* Asdpen⸗ 67 7) 14475 Stück Buchen⸗Wellen, dio,„ Fiche! 100„ Aopen⸗„ 5 575 Nabels 11 4„ Eichen⸗Stammholz, 12) 1„ Fichten⸗ 5 13) 1„ GEichen⸗Stangenbolz, 14) 184 ZFichten⸗ 75„welche sich zu Leiterbäumen und Sparren eignen, 15) 875„ Kiefernbohnenstangen, Dle Zusammenkunft ist in loco Maibach. Es wird bemerkt, daß das Holz gegen vorschrifts⸗ mäßige Bürgscheine bis den 1. Seplember d. J. ge⸗ borgt wird. Maibach den 11. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Malbach rip. 429 Das von Herrn Assessor de Beauclair bewobnte Logis ist anderweltig zu vermtethen und vom 1. Mai beziehbar. Auf Verlangen kaun dasselbe auch schon früher abgegeben werden. Friedberg den 11. Februar 1870. Darmstädter Viehmärkte. 401 Der erste Milch-, Zucht:& Arbeits⸗ Viehmarkt in diesem Jahr findet statt Dienstag den 1. März. Wir laden zu fleißigem Zutrieb hiermit ein. Nach befeits vorliegenden Anmeldungen ver— spricht der Markt ein sehr lebhafter zu werden. Darmstadt den 5. Februar 1870. Das Viehmarkt-Comite Fuchs, Präsident. Obligations-Verloosung. 445 Bei der beute stattgebabten Verloosung der für 1869 abzutragenden Parttal-Obligation hiesiger Gemeinde is die Nummer 111 mit 100 fl. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber dersellben mit dem Anfügen mitgetzeilt wird, daß der Betrag bis zum 30. April d. J. bei der hiefigen Gemeindekasse, gegen Rückgabe der Obltgation und der nicht fälligen Zins⸗ coupons, in Empfang zu nehmen ißt, da von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Okarben den 11. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Okarben Fauerb ach. Verkauf fetter Hämmel. 447 Donnerstag den 17. Februar, Mittags 12 Uhr, sollen dahier bei Gilbert Gorr J. 29 Stück fette Hämmel öffentlich versteigert werden. Tralis⸗ Münzenberg den 12. Februar 1870. Großherzogliches Ortsgericht Trais⸗Münzeuberg Der Vorsteher: Gor r. Holz o fei gerung. 437 Mittwoch den 16. l. M., Vormittags 11 Uhr, sollen im Relchels heimer Gemeindewald öffenulch meistbtetend versteigert werden: / Stecken Buchen Scheitholz, 58 1 1 Prügelholz, 1 15 1 Stockholz, 65 ½ 6 7 Reisholz, 2 1 Fichten⸗„ Die Zusammenkunft ist am Tanzplatz. Reichels beim den 11. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim Sch mi d. Unterhosen und Unterjacken Casino. 449 Die für das nächste Damencasino am 20. Februar angekündigte Theatervorstellung kann eingetretener Hindernisse wegen nicht stat'finden, dagegen wird ein Clavterspieler engagirt werden. Der Vorstand. Kraft und Macht! Da Beide noch vereint im Dasein wartn Wohl Mancher seufzend auf zum Pimmel blickte Und um Erlösung bat in den Gefahren, Weill Tyrannei die Herzen schfer zerdrückte. Ote Eiche ward gefällt, nun jauchzet Brüder, Nach zehnjährigem Kampf find wir befreit, Daß wir gerungen mit dem Kollos mit sehr kräftigen Glieder und haben auch nicht Geld und Gut gescheut. Ermuthigt in die Zukunzt blickend ünmertbin Und voffend, daß uns Gott noch wire erlösen. Nun atbmet auf, Kraft und Mack ist all dahin, e wir sind nunmehr erlöst vom Bösen. 45 0 Ein großer Herd, 451 für einen Gasthof sehr geeignet, mit 2 Bratöfen, Wärmofen, kupfernem Schliff ꝛc. ꝛc. wird billig abgegeben. Näheres zu erfragen im Café fltangais in Nauheim. Emser Pastillen, 62 aus den Salzen der König- Wilhelms ⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der vlom: birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Laget in Friedberg bei Hof-Apotbeker C. Görtz. a Die Administration der Felsenquellen. Einen Nußbaum, Bel Bindernagel& Schimpff in Frtedberg ift wieder vorräthig 22 Des alten Schäfer Thomas seine 21. Prophezeihung für die Jahre, 1870 und 1871. Preis: 4 kr. Brodpreise vom 16. bis 28. Februar Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 8 14 kr. Zweite Sorte 48 12 tt. *** 7* 7.*„** 5 ee 3½ 3„ 2½ Loth Milchwaaren kr. 3 Loth Wasserwagren 1 kr. Für Bad Nauheim und Butzbach unverändert. Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach! unverändert. Ausnahmspreis Hammeifleisch 15 kr. bei J. Han⸗ stein und W. Kreuter in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Katholische Gemtindt. Nächslen Donnerstag den 17 Februar, Morgens 9 Uhr. wird in der St. Georgs Kapelle der Tranergottes dienst für die in München am 8. Februar d. J. verstorbene Freifrau Leopoldine zu Franckenstein, Mutter des Herkn Reichsrathes Freiherrn Georg zu Franckenstein, abgehalten werden. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauf te: 6. Februar. Dem Bürger zu Wimpfen am Berz und Bierbrauer dahier Jakob Engel eine Tochter Dorothea, geb. den 13. Januar. 0 . erde ade 7. Februar. Johann Friedrich Konrad Böhmer, Sohn des 5 bies. Bürgers und Kupferschmieds Christtal Böhmer, alt 24 Jabre 6 Monate 17 Tage, gest. den 5. Februar. 11. Februar. Georg Christian Keller, Taglöhnet dahler und Bürger zu Zepenheim, alt 54 Jadre, gef. den 9. geb uar. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Adolph Engel, Metzgermeister. 160 billigst bei K. Friedrich, neben der Post. ruck und Verlag von Vindernagel& Schimpf. Fleisch/ ꝛc Preise vom 16.— 28. Febr. 870 — I 1 — Hess bat die 0 den Hund esu. 4 ber landn schläge de fa Dr. Mai! Oclrol⸗ Sdeifah. veränderte Zahl ber getel“, se urd hera Scheint! gegen da daß dem! 5057 fl irgend eil 440 19“ lang, von 23“ Durchmesser, 79 Cubikfufß haltend, hat zu verkaufen 2 Bönstadt. Martin Strauch. unter all faßt wert das Erg dem Be Großh. hal die! der Gr Bürger scheidun „ Jergel Dorje; Ageleg sprechen Groß und de rumänf 91 lllags deulschen Sahosse der verb köfsne, in Nam Sesson perden. berufen 0 und dur bündahen stitution, wird eie sün den Nahe Sodann Verkehr Juckerg alten ollen Aberschl ba