2 2 — f Pbilippt kling g. bmachemmt in 20 — 7 rertag ien Mutter vel eee unde Da e een 16, Tunthatt 0* 42 f Jnchbel, Hirt. 1 td! tir“ ist jetzt amtlich bestätigt. Aten“ bees J Verbandstag der Starkenburger Erwerbs und interessanteste Momente die Mittheilungen und die Pflicht auferlegt sein soll, sofort oder selbst liche Obersten⸗ und Oberstlieutenantestellen ein- uuziehen. Dienstag den 14. Juni. N 69, berhessischer Anzeis cr. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblall. Erscheint jeden Dienstag, Dounerstag und Samstag. Be Unter Hinweis auf unsere Bekanntma Großherzoglichen 1.(Garde-) Jägerbataillous Amtlicher Theil. een e ee in dem Burggarten dahier ausnahmsweise nicht spielen wird. Friedberg den 11. Juni 1870. e chungen vom 21. und 26 v. M. bringen wir zur Kenntniß des Publikums, daß die Musik des Mittwoch den 13. d. M. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. In Beurlaubung des Kreisraths Haas, Kreisassessor. Hessen. Darmstadt. Der statutenmäßige Wirthschaftsgenossenschaften wurde am 10. d. im Gartensaale des Darmstädter Hofes abgehalten. Der Anwalt der deutschen Genossenschasten Schulze— Delitzsch war selbst anwesend. Aus dem von dem Schriftführer des Vororts Herrn G. K. Bern— hardt von hier erstatteten Bericht ersehen wir, daß bis jetzt 1700 Mitglieder dem Verbande an— gehören. Aus den Verhandlungen hoben sich als Belehrungen von Schulze⸗Delitzsch heraus, welche derselbe aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen zum Besten gab und die ihre anregende Wirkung auf die Anwesenden nicht verfehlten. Namentlich die Fragen über Größe der Stammarten, Ver— hältniß des eigenen zum fremden Capital, Conto- Corrent, Wechseldisconto und Sparkassen fanden die eingehendste Erörterung. Friedberg. Am 12. Juni sind Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu einem acht— tägigen Aufenthalt nach Jugenheim von hier abgereist. Friedberg. Mehrere Blätter bringen die Nachricht aus Berlin, daß das dortige Cadetten— corps wegen ausgebrochenem Typhus aufgelöst sei. Dieß können wir aus bester Quelle dahin berich- tigen, daß die Cadetten nur früher als in sonstigen Jahren in die großen Ferien entlassen wurden. Preußen. Berlin. Der Nachtheil, den man bei den neuen Correspondenzkarten vermuthete, Es sind die Karten „mit Mittheilungen solchen Inhalts, welchem offenbar die Absicht der Injurie oder einer sonst strafbaren Handlung zu Grunde liegt, insofern die Postbeamten dergleichen wahrnehmen, von der Postbeförderung auszuschließen, oder wenn die Karten bereits abgesandt sein sollten, dem Adressaten nicht zuzustellen, sondern als unbestellbare Brief— sendungen zu behandeln.“ Aus dieser doppelten Vorsichtsmaßregel ergibt sich, vaß den Postbeamten noch nachträglich sich der Lectüre derartiger Sen— dungen zu unterziehen, und das scheint weder zur Entlastung jener vielgeplagten Beamten, noch zur Bestärkung dessen, was man Briefgeheimniß zu nennen pflegt, wesentlich beizutragen. Bayern. München. Der Finanzaus- schuß der Abgeordnetenkammer hat beschlossen, die Präsenzzeit für die Infanterie auf acht Monate herabzusetzen, beide Cürassierregimenter und zwei weitere Reiterregimenter aufzuheben, die Regiments⸗ verbände abzuschaffen und damit zugleich sämmt⸗ Sachsen. Dresden. Das„Dresdener Journal“ erklärt die Zeitungs nachricht, daß der König Johann den Sächsischen Reichstags abgeord- ieten das Versprechen abgenommen habe, bei Berathung des Strafgeseybuches für den Nord— deutschen Bund gegen die Todesstrafe zu stimmen, Genugthuung Frankreich dem Protestantismus für eine Erfindung. Eisenach. Im Laufe dieser Woche wird links.) die deutsche evangelische Kirchenconferenz hiesiger Stadt wieder zusammentreten. Versammlung soll, nach einem feierlichen Gottes— dienst in der Wartburgkapelle am 16. d. M. durch den bisherigen Präsidenten, Prälat Dr. von Grüneisen aus Stuttgart, eröffnet werden. Die evangelischen Kirchentegierungen aus 17 Staaten unseres deutschen Vaterlandes werden auf der Conferenz vertreten sein. Auch Oesterreich hat in diesem Jahre die Beschickung der Versammlung zugesagt, welche aus 24 Abgeordneten bestehen wird. Unter den Gegenständen der Verhandlung erscheinen besonders wichtig: der Bericht über die einheitliche Herstellung, bez. Berichtigung des Textes der Luther'schen Bibelübersetzung, die kirch— liche Gemeindebesteuerung, die kirchliche Versorgung der ausgewanderten evangelischen Deutschen, so— wie eine neue Aufnahme der kirchlichen Statistik und die Feststellung eines einheitlichen evangel Kalenders. Würtemberg. Stuttgart. Der„Staats- Anzeiger“ enthalt folgende Mittheilung:„Die in den letzten Tagen hier abgehaltenen, zum Theil sehr stürmischen Arbeiterversammlungen, welche einen tiefen Riß unter den verschiedenen Arbeiter— parteien aufzeigten, haben am Abende des 7. d. mit einem bedauernswerthen Act roher Gewalt geschlossen. Bei der von dem Schuhmacher Wolf von Hamburg im Paul Kolb'schen Saale ver— anstalteten öffentlichen Versammlung erschienen, wie es scheint, auch Anhänger der feindlichen social-demokratischen Partei, und als einer der Letzteren das Wort verlangte, wurde er mit dem Rufe„hinaus“ empfangen, welcher Drohung so— fort die Thal folgte. Er wurde mit solcher Gewalt über die steinerne Treppe hinuntergeschleudert, daß er unten mit blutendem Kopse liegen blieb und wohl in Folge der erlittenen Verletzungen längere Zeit arbeitsunfähig sein wird. Oesterreich Wien. versammlung beschloß, über den Antrag auf Gründung eines deutschen Lehrervereins zur Tagesordnung überzugehen, und sprach sich für den Fortbestand der freien Lehrerversammlung aus. — Die„Neue freie Presse“ veröffentlicht ein Telegramm aus Pola, wonach daselbst die bevor— stehende Landung italienischer Freischaaren in Istrien angezeigt worden ist. Strenge Ueber— wachungsmaßregeln sind in Folge dessen angeordnet. An der Küste kreuzen Kriegsschiffe. Frankreich. Paris. Gesetzgebender Körper vom 9. Juni. Bezüglich einer Interpellation über die Nothwendigkeit, das Deeret vom 23. Prairial vom Jahr XII. umzugestalten, durch welches die Polizei der Kirchhöse geregelt wird, sagt Arago am Schluß seiner Rede:„.... Ich würde diese Discussion nich“ für hinreichend ent- Die deutsche Lehrer— schuloet.(Lärm auf einigen Bänken; sehr gut, Wenn ich mich irre, so werde ich erfreut in sein wenn Jemand mich eines Besseren belehrt; Die aber ich habe nicht nöthig, Ihnen zu sagen, daß mich kein Sectengeist erfüllt. Ich behaupte, daß in Frankreich der Protestantismus vor und haupt sächlich nach der Revocation des Ediets von Nantes auf die grausamste Art bebandelt wurde; ja, ich stebe nicht an, zu sagen, so grausam und abscheulich, daß die Geschichte aller Länder nichts dem Aehnliches ausweisen kann.(Kundgebungen in verschiedenem Sinne.) Nein, meine Herren, nirgends! Ich erinnerte soeben daran, wie Eng- land die Irländer behandelt hat; aber ich darf sagen, daß Frankreich gegen seine Protestanten grausamer verfahren ist, als England jemals gegen die Irländer.“ Einige Mitglieder rechts: Oh! oh! Das ist nicht wahr! Stimmen links: Ja wohl ist das wahr! Sehr gut! Der protestantische General Dautheville unterstützt in einigen Worten die Wünsche des Vorredners, worauf der Minister des Innern unter Bemängelung einiger der citirten Fälle die baldige Vorlage eines Gesetzes ankün⸗ digt, welches die Rechte und Pflichten eines Jeden in dieser Materie seststellen werde.— Month: Ich habe die Ehre, den gesetzgebenden Körper um die Ermächtigung zu bitten, an die Regierung eine Interpellation zu richten über das Einverständniß, welches so eben zwischen Italien, der Schweiz, Baden und dem Nordbunde bezüglich des Baues einer Eisenbahn über den St. Gotthardt zu Stande gekommen ist.(Große Bewegung.) Auf mehreren Bänken: Sehr gut! Ein Mitglied: Ge— wichtige Frage! Mony: Ich weiß vollkommen, daß die von mir angeregte Frage eine sehr delicate ist, und die Kammer kann überzeugt sein, daß ich. dieselbe mit der nothwendigen Zurückhaltung und Klugheit behandeln werde.(Sehr gut!) Der Bauten-Minister Plichon erklärt sich zur Beant- wortung der Interpellation bereit. Die Debatte wird auf den 20. d. festgesetzt. Spanien Madrid. Das Gerücht, die Regierung habe dem Herzog von Montpensier gut unterrichteten Kreisen als vöbig unbegründet bezeichnet. Der Herzog ist vielmehr in die Bäder von Trillo(Neu- Castilien) abgereist und wird binnen Kurzem nach Madrid zurückkehren. Die Gensdarmerie überraschte in der Rähe von Sevilla die Banditen, welche die Engländer bei Gibraltar gefangen genommen hatten. In dem stattgehabten Kampfe wurden drei Banditen unb ein Gensdarm getödtet. Ein großer Theil des geraubten Geldes wurde bei den Räubern noch vorgefunden. — In der Sitzung der Cortes vom 11. d. erkärte der Ministerpräsident Peim, er habe nach— einander vier Throncandidaten vergeblich zu ge⸗ winnen gesucht, er werde vielleicht in drei Monaten wickelt halten, wenn ich nicht betonte, wie viel einen findenz er denke dabei keineswegs an den einen Paß für das Ausland zugeschickt, wird in — Prinzen Alphons; niemals werde er die Restauration unterstützen, sondern energisch die Freiheit be⸗ wahren. Was Portugal anbetrifft, so habe die Regierung die monarchische Föderation der por⸗ tugiesischen und spanischen Nation angestrebt, welche ihre Autonomie beibehalten sollten. Der Minister- präsident versichert, daß die Deputirten Unruhen während des Interregnums nicht zu fürchten haften. Der Deputirte Rio Rosas verlangt die Aufhebung des Provisoriums. Die Sitzung wird geschlossen, ohne daß es zu einem Beschlusse kommt. — Auch der zweite der beiden gefangenen Engländer ist jetzt in Freiheit; er war heute in Puerto Santa Maria bei Cadiz. Dem Ver⸗ nehmen nach ist bei Gibraltar so eben ein neuer Banditenstreich versucht worden. Die Räuber versuchten, zwei englische Offiziere von der Be satzung gefangen zu nehmen, und diese verdaukten ihr Heil nur der Dazwischenkunft spanischer Gensdarmen, welche auf die Banditen feuerten, einen derselben verwundeten und einen anderen gefangen nahmen. Italien. Florenz. In Folge des Ab⸗ bruches der offieiellen Beziehungen des portugie⸗ sischen Ministerpräsidenten Saldanha mit dem Gesandten Italiens, Marquis Aldoini, ist der Letztere mit Urlaub abberufen worden. Bis die portugiesische Regierung Aufklärungen gegeben hat, werden die diesseitigen Beziehungen mit der por⸗ tugiesischen Gesandtschaft in Florenz des offiziellen Charakters entkleidet. Rom. Nach einem aus Konstantinopel zu- gegangenen Bericht hat sich die Trennung der armenischen Kirche vom römischen Stuhl definitiv vollzogen und soll eine gleiche Bewegung der Moroniten, der Syrer, der griechischen Melchiten und endlich der Kopten bevorstehen. Türkei. Konstantinopel. Die Zahl der bei dem Brande verunglückten Personen hat noch immer nicht festgestellt werden können. Der Sultan, die Behörden sowie die Bevölkerung haben die von dem Brande Betroffenen ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses mit Lebens- mitteln, Decken, Haus- und Wirthschaftsgeräth⸗ schaften versorgt. Viele Türken haben obdachlos gewordene Christen in ihre Wohnungen aufge⸗ nommen. Die von den Türken eröffneten Sub⸗ striptionen ergeben große Summen. Griechenland. Athen. Flourens ist hier angekommen; der französische Gesandte richtete eine Note an die griechische Regierung, worin er dessen Ausweisung verlangt. Donaufürstenthümer. Ueber die be⸗ reits erwähnte Nachricht von der Judenverfolgung in Bottuschan resolvirt sich der Berliner Ober- osficiöse ganz kurz dahin, daß nichts weiter vor⸗ gegangen, als„daß einigen Einwohnern von ein paar jungen Leuten Fensterscheiben eingeworfen worden sind“. Die„Alliance israélite“— meint die„N. A. Z.“— muß nachgerade einsehen, daß sie durch Verbreitung solcher Erfindungen mehr ihrer Sache schadet, als der rumänischen Regierung. Bockenheim. Die berühmten Siamesischen Zwillinge werden auf ihrer Durchreise nech Paris in dieser Woche, Donnerstag und Freitag, im Garten des Cafe Concordia sich produciren, indem es Herrn Simon gelungen, dieselben für beide Tage zu engagiren. Darmstadt. Die Osische Wirihschaft im Kieswege war am 9. d. Abends der Schauplatz einer furchtbaren, stundenlang währenden Schlägerei des Militärs, wobei von dem Säbel tüchtig Gebrauch gemacht wurde. Gens⸗ darmerie, welche Ruhe stiften wollte, erwies sich machtlos, einer von den Soldaten verhöhnten starken Patrouille gelang es nur momentan die Ordnung herzustellen. Nach ihrem Abzug fing der Scandal von Neuen an bis end⸗ lich nach 10 Uhr die Verhaftung einiger Haupttumultanten der Scene ein Ende machte. Darmstadt. Die jüngsten statistischen Mittheilungen bringen einen Bericht über die Einfuhr und Ausfuhr des Großherzogthums über Bremen im Jahre 1869. Dar⸗ nach ging aus dem Großherzogthum nach Bremen ein Werth von 307,257 Thlen. und von Bremen nach dem Großherzogthum ein solcher von 435,360 Thlrn. Unfer unseren Exportartikeln finden wir Cigarren 16,000 Thlr., Wein 167,000 Thlr., Leder 40,000 Thlr., Lederwaaren 10,000 Tölr. Importirt wurden haupftsächlich Tabake, über 300,000 Thlr., Petroleum 24,000 Thlr., Holz⸗ waaren 21,000 Thlr. und Maschinen 18,000 Thlr. Ver⸗ gleiche weise betrug im Vorjahr ber Werth der Ausfuhr aus dem Großherzogthum nach Bremen 258,473 Thlr., derjenige der Einsuhr Bremens nach dem Großherzogthum 481.504 Thlr. Während daher die erstere um 48,784 Tholr“ im Werthe gestiegen ist, zeigt letztere einen Rückgang im Werthe von 46,144 Thlrn. Die Zufuhr nach Bremen beruht zunächst in dem vermehrten Weinexport des Groß⸗ herzogthums, der im Jahr 1868 einen Werth von 111,494 Thlrn., in 1869 einen solchen von 167,182 Thlrn. erreichte, mithin im letzteren Johre eine um 55,689 Thlr. höhere Ziffer ausweist. Auch andere Artikel, wie Galanterie⸗ und Kurzwaaren, Baumwollenwaaren, Holzwaaren u. s. w. repräsentiren größere Werthsummen, sie werden jedoch zum Theil wieder durch die verminderte Einfuhr von getrock · neten Früchten, Hopfen, Manufacturwaaren u. s. w. ab⸗ sorbirt. In der Einfuhr von Cigarren, Leder und Leder⸗ waaren ist keine wesentliche Veränderung eingetreten; ihr Werth belief sich in 1868 auf 52,336 Tolt. in 1869 auf 51.097 Thlr. Die letztgenannten Artikel inel. Wein be⸗ tragen 76,4 Proz. des Gesammtwerthes der Aussuhr aus dem Großherzogthum nach Bremen, Wein allein 54,4 Proz. Was die Werthsabnahme der Einfuhr Bremens nach dem Großherzogthum anbelangt, so ist solche vorzugsweise in dem gesunkenen Import von Rohtabaken und Stengeln zu sinden; 1868 wurden für 376,471 Thlr. 1869 nur für 315,118 Thlr., in letzterem Jahre also für 61,353 Thlr. weniger Rohtabake ꝛc. bezogen. Ebenso haben Harze mit 13,187 Thlr., Petroleum mit 3961 Thlr. geringerem Werthe, wle der gänzliche Ausfall des Artikels Baumwolle, in 1868 mit 6366 Thlr., zu dem gedachten Rückgang beigettagen, während denselben das Steigen der Arfikel Kaffee, Reis, Holzwaaren(Cigarrenkistenbretter), Ma⸗ schinerieen und Maschinentheile, letztere um 15,177 Thlr., nicht zu compensiren vermochte. Tabak allein ist an der Gesammisumme der Einsuhr Bremens nach dem Groß⸗ herzogthum mit 72,4 Proz. betheiligt. Mainz. Vor einigen Tagen entfernte sich, wie dem „Rh. K.“ gemeldet wird, der Gerichtsvollzieher Th. zu H. in Civilkleidern von Haus unter dem Vorgeben, nach Flörsheim gehen zu müssen. Nachmittags empfing seine Frau einen mit 3 Thlru. beschwerten Brief von Mainz, worin ihr Mann Abschied von der Welt nahm mit dem Zusatze, daß er den Tod einer Gefängnißstrafe vorziehe, zu welcher ihn Familiensachen ꝛc. bringen würden, Bald nachher gelangte auch schon die Nachricht nach H., daß der Mann auf der Gustavsburg in einer Gartenlaube sich erschossen habe.— Die Leiche wurde in Bischofs⸗ heim beerdigt. Trier. Am 7. Juni fand zu Echternach die soge⸗ nannte Springprocession statt. An derselben betheiligten sich im Ganzen 10.823 Personen. Darunter sind 7850, welche die eigentliche Processien der Springenden bildeten; bei ihnen waren 8 Fahnenträger, 109 Musikanten, 104 Zugführer(die Echternacher Pompiers), 32 Turner (Musikanten), 17 Gendarmen und Polizeidiener. Die Procession der Betenden und Singenden zählte 38 Geist⸗ liche, 900 Sänger, 1763 Beter. Brieg. Ein enssetzliches Ereigniß hat sich, wie man der„Schl. Zig.“ melder, in Schreibendorf zugetragen. Die Wirthin des Gasthauses in genanntem Dorfe ließ am Pfingsisonnabend einen an der Straße betrunken liegenden Mann für die Nacht mitleidig in den Gasthaus⸗ stall schaffen. Am andern Morgen wurde er dort im Blute schwimmend gefunden. Ralten waren über den im tiessten Rausche, vielleicht auch in einem Starikrampfe sinn⸗ und hilflos Daliegenden hergefallen und hatten ihm — buchstäblich verbürgt!— das Gesicht fast vollfländig abgefressen! Ohren, Nase, untere Augenlider, Wangen bis auf die Muskelschicht, Lippen, Kinn,— vollständig abge⸗ nagt! Die Augäpfel sind verletzt, aber nicht zerstört; die Kaumuskeln, namentlich auf der rechten, am meisten aus⸗ gesetzten Seite, zerfresen. Der Unglückliche, in dem eine Meile weiter entfernten Dorfe Leubusch am Walde ortsan⸗ gehörig, wurde nach dem Krankenhause der Stadt geschafft und befindet sich dort in ärztlicher Behandlung. Das Unerhörte des— in nochmaliger Wiederholung mit allen hier dargestellten Einzelheiten vollständig verbürgten — Falles macht begreiflicher Weise in Stadt und Um⸗ gegend das größte Aussehen. Einiges über die landwirthschaftlichen Verhältnisse des Kreises Friedberg. Von Dr. K. Henkelmann. Der aus 52 Ortschaften bestehende Kreis Friedberg bildet mit dem Kreist Vilbel und Theilen der Kreise Nidda, Gießen und Büdingen hauptsächlich jenen fruchtbaren Landstrich, der unter dem Namen Wetterau bekannt ist, von der schon im 16. Jahrhundert unser berühmter Landsmann Erasmus Alber aus Staden sagt:„Es ist die Wetterau von Gott reichlich gesegnet, denn da wächst gut Weizen, schöner Roggen, Gersten, Haber, Erbeyßen, Flachs und guten Wein und das mehr, denn sie bedürfen, können auch die Nachbarn, so in ihrem Lande nicht Getreyds genug haben, mit Getreyd reichlich versehen. Man braut auch ziemlich gut Bier in der Wetterau. Es ist eine gesunde Luft im Lande, auch gute, beide Süße ⸗ und Sauerbrunnen. Grün Fleisch gibts Kauffs genug im Lande, desgleichen gute Fische. Denn in der Wetterau sind sechs nam⸗ haftiger Wasser, der Mayn, die Lahn, die Kintz, die Nidder, die Nidda und Wetter daher das Land seinen Namen hat, dazu viel ander kleiner Wasser, so aus den Bergen springen, darinnen Forellen, Kreßen, Koben, Krebs, Grun⸗ Da ist gesunde Weide deln und Irlitzen sind. 2 für das Vieh. Da sind sehr viele Gänse, Enten, Hühner, Tauben ꝛc. schöner Gärten, darinnen köstlich und mancher Art Obst wächst, als Aepfel, Birn, Quidsam, Pfersinge, Spillinge, Pflaumen, Welschnüsse, Haselnüsse. Im Lande wachsen Himbeeren, Erd⸗ beeren, Heydelbeeren, Maulbeeren 1c. An etlichen Orten wachsen Kastanien und Mandeln Zwei Städte sind in der Wetterau, da man Salz seudt, nemlich Urba und Nauheim, sind beide hanauisch.“ Und wie dieser gelehrte Mund die Wetterau beschrieben, so ist ihr von schönen Lippen, der großen deulschen Kaiserin Maria Theresia ein gleicher Lobspruch erklungen. Einst, so er⸗ zählt vor etwa 20 Jahren, ein damals noch lebender, alter ehemaliger Wetterauer Reichssoldat, der sich unter der Begleitung des Burggrafen von Friedberg in Wien befunden, habe die Kaiserin in ihrer Stadt Wien ein großes Hoffest gefeiert, bei dem die Gäste in den mannigfachsten Costümen und Trachten des deutschen Kaiserreiches erschienen seien. Da hätten fremde Gesandten die Kaiserin beglückwünscht, ob des Reichthums und der Pracht ihrer Unterthanen. Maria Theresie habe hierauf geantwortet: In dem kleinsten Ländchen ihres Reiches ackerten die Bauern mit silbernen Schaaren. Und als man die stolze Kaiserin gefragt, welches Ländchen sie hier bei meine, habe sie das Kaichener Gericht genannt, welches einst unter dem Burggrafen von Friedberg stand. So weit die Stimmen aus alter Zeit über die Wetterau, denen wir aber auch heute noch darin beistimmen, daß die Wetterau in Bezug auf Boden, Klima, Reichthum der Produkte und Leichtigkeit des Absatzes zu den gesegnetesten Land⸗ strichen des deutschen Vaterlandes gehört. Und wenn auch die Landwirthschast hier und da mit größerem Erfolge betrieben werden sollte als hier, so können wir dieß weniger den besseren klima⸗ tischen, Boden⸗ und Absatzverhältnissen, als viel⸗ mehr der größeren Betriebsamkeit und Intelligenz der Bewohner solcher Gegenden zurechnen. Es ist eine bekannte Sache, daß je reicher die Natur eine Gegend beschenkt hat und je weniger Hinder⸗ nisse dieselbe dem Menschen bei Gewinnung von Bodenerzeugnissen entgegensetzt, dieser um so weniger geneigt ist, seine Kräfte und sein Nach⸗ denken höher anzustrengen, als es gerade nöthig ist, um seinen bescheidenen Theil hinnehmen zu können, zumal wenn dieser ohne besondere An⸗ strengung eben so groß oder noch größer ist, als der in weniger zünstig situirten Gegenden mit großer Mühe dem Boden abgerungene. Dieß ist und war seither in der Wetterau der Fall und mag der Hauptgrund sein, warum man den Wetterauer Landwirthen, unter denen es gewiß sehr intelligente und strebsame Leute gibt, nachsagt, daß sie im Ganzen betriebsamer sein und inten⸗ siver wirthschaften könnten. Allein dieß ist nicht der einzige Grund, auch die eigenthümlichen Besitz⸗ verhältnisse fallen hier sehr in die Wagschaale. Ursprünglich war die Wetterau zum größten Theile kaiserliches Kammergut, in dessen Nähe die kaiser⸗ lichen Villen lagen, auf denen die Ministerialien lebten, welche Jahrhunderte lang die Milde und auch die Noth des Kaisers zu Schenkungen und Vergebungen benutzten so, daß dem Kaiser am Ende in der Wetterau nichts mehr übrig blieb und diese in zahllose kleine Ländchen zerfiel, welche noch zu Anfang unseres Jahrhunderts als von einander unabhängige Besitzungen bestanden. Der Kreis Friedberg allein ist z. B. aus 19 solcher verschiedenen Landestheilchen zusammengesetzt, ohne die ehemaligen Besitzungen der Klöster und hohen Geistlichkeit von Mainz, Kloster Fulda, Arnsburg, Engeithal, Ilbenstadt, Thron ꝛc. Mehr als 70 verschiedene adelige Familien waren Wetterau begütert und da dieselben ihre Güter meist nicht selbst administrirten, und Jahre lang abwesend waren, war an Verbesserungen weder Es sind im Lande viel 1 5 N dil Ko qu erwe von St nnen, eig! ö ba au! 9 cells. und die leihe l allein,! von unter schen der ga größen pachll An denn ni N in der 1 g 0 hum ke 1 Pachtpr, sc zi Vupach In und son es sog sch fin Mlnnen Terti. Bildr Grob Kalt) kohle kalk Burg hier gi sandf berg u Abdrüc Steinb einem der O Nenge uf den lite, Gleichen — E Duwe fr. dre 0 welch Nechele! iz. abwesend ausgewa Der de ktden innen g dahser 0 und dae laß den Ir die Wetterau 1 Appen, der 2 Thbertsig Ein 0 er damals noch tr Neichesoldat, 1 Burggrafen de die Kaiserin deffs gestien, dtn Costümen cdes erschienen en dit Kaiserin and der Pracht e bade bitrauf n kändche Bauern u as man die ichen sie hit tt Gericht Burggrafen 9 alter Zeit ubs auch denn 10 tan in Bug Prod uln und egit dard · gebot, Und und ba nit ett als dier, deßitttn llima · en, als viel ind Jnitligen matechntn. Ei nacher dit Nan ptnigtt Hinder · Frin nung vel bitstt um ind stin Na i getatt vöths 6699 1 —— 1 ——— von Seiten der Pächter noch Verpächter selten zu denken. Aehnlich ist es heute noch. Es gibt nig Ortschaften in der Wetterau, namentlich in unserem Kreise, in welchen sich keine Pachtgüter fänden, ja einzelne Gemarkungen bestehen zu 1½2 aus Pachtland. Die einzelnen Pachtgüter sind theils parzellenweise, theils im Ganzen verpachtet und die Verpachtungen geschehen theils auf Brief— leihe, theils auf Zeitpacht Im Kreise Friedberg allein, besttzen wir 32 größere Guts wirthschaften von 300 Morgen an bis zu 2000 Morgen und unter diesen sind 21 Pachtgüter und nur 11 stehen unter Selbstadministration, während sich in der ganzen Provinz Rheinhessen nur 27 solcher größeren Güter befinden, von denen nur 5 ver— pachtet sind, 22 also selbst administrirt werden. Außer diesen größeren Gütern liegen noch eine Menge kleinerer zerstreut inden Gemarkungen, welche fast alle parzellenweise verpachtet sind und die Existenz vieler kleineren Landwirthe bedingen. Daß unter solchen Umständen nachhaltige Ver— besserungen, welche meist erst in der nächsten Zu⸗ kunft Erfolge bringen, für die Gegenwart aber viel Kosten verursachen, von den Pächtern nicht zu erwarten sind, erklärt sich hiernach sehr leicht; denn nur der eigene Besitz, die Liebe zum Eigen- thum kann zu solchen Opfern anspornen. Die Pachtpreise bei parzellenweiser Verpachtung bewegen sich zwischen 12 bis 30 fl. pro Normalmorgen, bei Verpachtungen größerer Güter zwischen 8 bis 13 fl. In geologischer Hinsicht bildet die Wetterau und somit auch der Kreis Friedberg einen Theil des sogenannten Mainzer Beckens. sich findenden Ablagerungen dieses vorweltlichen Binnenmeeres gehören meist der mittleren Tertiärepoche, den sogenannten miocänen Bildungen an und erscheinen haup sächlich als Grobkalk[Litorinellen- und Cerithien⸗ Kalk), Blättersandstein und Braun- kohlenletten mit Braunkohlen. Grob⸗ kalk enthalten z. B. die Höhen bei Bönstadt, Burggräfenrod, Groß und Kleinkarben und der hier gebrochene Kalk ist hydraulisch. Der Blätter⸗ sandstein findet sich bei Münzenberg, Rocken⸗ berg und Bönstadt, besonders schön mit vielen Abdrücken von Dikotpledonen- Blättern auf dem Steinberg bei Münzenberg. Er liegt hier über einem braunen, äußerst festen Conglomerate. An der Ostseite des Steinberges bemerkt man eine Menge gewaltiger Quarzfelsblöcke, welche man auf den ersten Blick für erratische Blöcke halten könnte, da sie in der ganzen Gegend nicht ihres Gleichen haben; allein bei näherer Betrachtung Die bier findet man, daß sie unzweifelhaft durch vulkanische Thätigkeit umgewandelte Sandsteine sind, und ihre Entstehung dem ganz nahe liegenden vul⸗ kanischen Basaltfelsen zu verdanken haben, auf welchem die schöne Schloßruine Münzenberg mit ihren zwei starken Thürmen(das Wetterauer Tintenfaß genannt), steht. Die Steinbrüche im Blättersandstein zu Münzenberg und Rockenberg sind von einiger Wichtigkeit, da die daraus ge brochenen Steine sehr gesucht sind und von dortigen Steinhauern zu Treppen und Fenstersteinen, Krippen, Grabdenkmälern u. dgl. bearbeitet und weithin verfandt werden. Das werthvollste Tertiärgebilde ist jedoch für die holzarme Wetterau die Braun⸗ kohle, welche bier mächtige Lager bildet und theils als erdige Braunkohle, theils als Holzkohle in ganzen Baumstämmen mik Rinde, Bast und deutlichen Holzringen vorkommt und eine Menge Ueberteste von Blättern(Abdrücken von Taxus-, Ahorn, Ulmen, Buchen“, Kastanien⸗ und Weinrebenblätter) Samen(Kerne von Weinbeeren und andern Früchten) und Früchten namentlich von Wallnüssen, Tannenzapfen ic. enthält. Braunkoblenbergwerke finden sich zu Dorheim, Bauernheim, Ossenheim, Weckesheim, Dornassenheim, Wölfersheim, Salzhausen, Ber- stadt, Hessenbrücker Hammer ic. und zu Melbach wird ein neues in Angriff genommen. Die be— deutendsten dieser Bergwerke waren seither Dor— heim und Salzhausen, welche aber beide stark im Abbau begriffen sind. Die erdige Braun- kohle wird in besonderen Formen zu kubischen Stücken ähnlich wie Lehmsteine geformt und unter dem Namen Klötze als Brennmaterial abgesetzt, welche außer zur Heizung der Stubenöfen, auch zur Dampfkesselfeuerung der Brennereien, sowie bei der Salzsiederei zu Nauheim die ausgedehn— teste Anwendung finden, während die theureren Holzkohlen mehr zum Feueranmachen benutzt werden, wozu sie sich ihrer leichten Brennbarkeit halber sehr eignen. Erst seit dem Anfange unseres Jahrhunderts sind die reichen Braunkohlenlager der Wetterau bekannt und benutzt worden, klagt doch der alte Chronist Winkelmann im vorigen Jahr- hundert noch: „Hätt' die Wetterau Heu und Holz, So wär sie noch einmal so stolz.“ Jetzt haben wir Beides, die fehlenden Wiesen ersetzen wir seitdem durch schöne Klee- und Luzern schläge ꝛc. und für die mangelnden größeren Wäl— der ist uns durch Aufschließung unserer reichen Kohlenlager Ersatz geworden, sie sind ein wahrer Segen für die Wetterau. 1 Dem unteren Braunkohlenletten einge) entquellen der weithin bekannte udwigsbrunnen bei Großkarben und der Selzerbrunnen bei Okarben, derselbe, dessen Wasser regelmäßig an der Main⸗Weserbahnstation Großkarben den Eisenbahnreisenden offerirt und viel nach Außen versendet wird. (Fortsetzung folgt.) »Das einzige Frankfurter Blatt von nationaler Tendenz, das„Frankfurter Tageblatt nebst Handels⸗ courier,“ hat sich in den Kreisen der füddeutschen Handelswelt schnell Bahn gebrochen. In der That ver⸗ bindet dasselbe mit vieler Frische der Schreibart große Vollständigkeit namentlich der Handelsberichte, bringt einen vollständigen Coursbericht, Verloosungs tabellen ze. ꝛc. Preis mit Postaufschlag fl. 2. 12 ke. vierteljährig. Er⸗ scheint täglich zweimal. Fünster deutscher Zournalistentag zu Frankfurt a. M. am 3. und 4. Juli 1870. Dem Beschlusse des Ausschusses zufolge wird det fünfte deutsche Jeurnalistentag in den Tagen des 3. und 4. Juli d. J. in unserer Stadt abgehalten werdey. Dem⸗ gemäß beehren wir uns, die Herausgeber und Redacteure deutscher Zeitungen und Zeilschriften zum Besuche dieser Versammlung hiermit einzuladen. Die Tagesordnung hat der Ausschuß vorläufig in folgender Weise festgesetzt: 1) Die Frage des Autorenschutzes; 2) Altersversorgung für Journalisten; 3) Cautionen, Inseraten- und Stempelsteuer; 4) Preßgeseßgebung und Preßmaßregelungen; 5) Aenderungen in den Satzungeu des Journalistentages. Die Vorbesprechung der Mitglieder wird am 2. Juli Abends 8 Uhr stattfinden, die eigentlichen Sitzungen werden Sonntag den 3. Juli Vormittags 9 Uhr ihren Anfang nehmen.— In einer zweiten Bekanntmachung wird das Versammlungslokal angegeben, sowie Mittheilung über etwaige Fahrpreisermäßigungen der Eisenbahnen ge⸗ macht werden.— Anmeldungen und Anfragen sind an das Lokalcomité des deulschen Journalistentages, Eschen⸗ heimer Gasse 31, in Frankfurt a. M. zu richten. Frankfurt a. M., den 9. Juni 1870. Im Auftrage des Ausschusses: Die Redaction des Fransurtet Journal. Die Redaction des Abeitgeber. Die Redaction des Frankfurter Beobachter. Die Redaction der Frankfurter Zeitung. Der Wetterauer Zweig⸗Verein der Gustav⸗Adolf⸗ Stiftung wird Sonntag den 26. Juni Nachmittags 2 Ubr, in Södel sein Jahresfest feiern, wozu alle Freunde des Vereins ein⸗ geladen werden. Herr Decan Strack von Großen-Buseck wird die Festpredigt halten. Friedberg den 14. Juni 1870. Der Vorstand. ECdictalladung. 1268 Die Anna Margarethe Codurger, Wittwe des Wilhelm Volz zu Reichelsbeim Kr. Friedberg, ist mit Hinterlassung eines Testamentes, in welchem sie den Dansel Conrad Coburger zu Reichelsheim als Universalerden eingesetzt hat, im März J. J. gestorben, und ergeht auf Antrag an den abwesenden, vor vielen Jahren angeblich nach Brafilien ausgewanderten Heinrich Coburger von Reichelsheim oder dessen Descendenz, als die nächsten gesetzlichen Erben der Wilhelm Volz Wittwe die Aufforderung, binnen einer Frist von drel Monaten jenes Testament dahler anzufechten, als sonst Verzicht hierauf unterstellt und dasselbe vollstreckt, insbesondere der gesammte Nach⸗ laß dem Testamentserben überwiesen werden wird, Friedberg den 26. April 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 1618 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach' laß des Philipp Görtler, ledig, von Ossenheim, find bis zum 25, J, M. dahter anzumelden, widrigenfalls sie bei Regelung des Nachlasses nicht berücksichligt werden. zrledbderg den 1. Juni 1870. 2 Groß herzoglichts Landgericht Friedberg Reltz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Gras Verstei gerung. 1614 Donnersiag den 16. d. M., Mittags 1 Ubr, wird das Gras von ohngesähr 15 Morgen Gemelnde- und circa 3 Morgen Schäferel-Wiesen auf dem Rathhause zu Ober Rosbach öffentlich meistbietend versteigert. Ober Rosbach am 9. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Rosbach Blecher. Aufforderung. 1331 Der sett langen Jahren abwesende Johannes Winter von Hoch⸗Weisel hat am 12. März d. J. das 70. Lebensjahr zurückgelegt und so lange keine Nachricht von sich gegeben, daß sein Tod angenommen werden muß und der von seinen nächsten Angehörigen und präsumtiven Erben gestellte Antrag auf Ueberlassung seines Vermögens gegen Caution begründet erscheint. Als nächste Elben haben sich ausgewtesen seine Brüder Johann Conrad Winter II., Conrad Winter III. und Deinrich Winter, sowie die Kinder seiner verstorbenen Schwester Anna Elisabetha, der Ehefrau des Heinrich Bink, Conrad Bink II., Johann Conrad Bink III., Heinrich Bink und Catharina, die Ehefrau des Bernhard Hartmanns Denn, sämmtlich von Hoch⸗Weisel. Es werden demnach Johannes Winter oder dessen etwaige Lelbeserben, sowie alle diejenigen, welche nähere Erbansprüche an den Nachlaß des Johannes Winter alauben bilden zu können, biermit aufgefordert, binnen 3 Monaten vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an sich dahier anzumelden, widrigenfalls das seither curatorisch verwaltete Vermögen des Abwesenden den angeführten Präsumtiverben gegen Caution überwiesen werden soll. 5 Butzbach den 4. Mai 1870. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer. Arbeits⸗Versteigerung. 1626 Die zur Herstellung eines Ueberfahrtskanals an der Straße Friedberg- Domburg an der Ge— markung Straßhe im erforderlichen Maurer⸗ und Chaussirarbeiten, veranschlagt zu 73 fl. 21 ke., sollen Freitag den 17. Junt, Mittags 4 Uhr, auf dem Rath— hause zu Ockstadt an die Wenigstfordernden versteigert werden. a Friedberg den 11. Juni 1870. Groß berzogliches Kreisbauamt Friedberg Reuß. Kirschen-Versteigerung. 1027 Die Kirschen an den Bäumen auf den Staats- straßen im Baubezüik Friedberg sollen an den unten näher bezeichneten Tagen und Orten an die Meist— bietenden versteigert werden: 1) Auf der Straße Nieder- Wöllstadt— Hanau und Ilbenstadt— Reschelsbeim Montag den 20. Junt, Morgens 8 Uhr, auf dem Chausseebaus bei Ildenstadt. 2) Auf der Straße Gießen— Frankfurt a. M. Montag den 20. Juni, Mittags 3 Uhr, det Bad⸗ Nauheim Abthellung 117. 3) Auf der Straße Hessenbrückerhammer— Butzbach Diensiag den 21. Juni, Morgens 9 Uhr, in dem Local des Herrn Blerbrauer Melchtor zu Butzbach von Abthetlungsnummer 253—273. 4) Die auf derselben Straße Mittags 2 Uhr zwischen Ober⸗Hörgen und Eberstadt bei Abthellungs⸗ nummer 249, sodann hinter Eberstadt bei Ab⸗ theilungsnummer 243. Friedberg den 9. Juni 1870. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u ß. —. 1 9 0 1 Holzversteigerung. 1593 Freitag den 17. Junk l. J. Vormittags 9 Uhr, werden in dem Walddistriete Jungfernwald dei Ilbenstadt; 39 Stecken Elchen-Schälprügelholz und 3030 Stück Eichen⸗Schälholzwellen öffentlich an den Meistbtetenden versteigert. Gegen genügende Bürgschaft wird Jablungsfrist ble zum 1. September l. J. verwilligt. Schloß Ilbenstadt den 9. Juni 1870. Gräflich von Leiningen Westerburgische Rentei Bier a u. „ ee bie d deb e e ee k eee Darmstadt. Ausstellung landwirthschaftlicher Maschinen Iii l. eee e e, ee eee Strohhüte 1240 besonders eine schöne Auswahl Herren und Knabenhüte, empfiehlt zu sehr billigen K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Preisen Epileptische Kr heilt brieflich der Specialarzt für Eptlepsie Doctor O. Killisch 6 jetzt: Louisenstraße 45.— Bereits über Hundert geheilt. ä mpfe(Fallsucht) in Berlin, Bekanntmachung. 1617 Donnerstag den 16. d. M., Mittags 12 Uhr, soll das Fahren, Liefern und Zerschlagen von 1 Cubik⸗ Klafter Chauffirsteinen an den Wenigstnehmenden ver⸗ accordirt werden. Weckesheim am 9. Juni 1870. Großherzogliche 7 Weckeshelm 1 tate r. Versteigerung auf den Abbruch. 1616 Montag den 20. d. M., Vormittags 10 Übr, soll auf diesigem Rathhause das Wohnbaus Nr. 88, zweistöckig von Eschenbolz erbaut und in gutem Zustande befindlich, 40,5“ lang, 23“ breit, an den Meistbtetenden gegen gleich baare Zahlung oder genügende Bürgschaft öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 10. Juni 1870. In Auftrag Großberzoglichen Ortsgerschts Bönstadt Geibel, Vorsteher. Kirschen ⸗Versteigerung. 1621 Donnerfag den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Stein'schen Wirthschast dahler die der hiesigen Gemeinde zustehenden Kirschen von circa 60 Bäumen oͤffentlich an den Me istbtetenden versteigert werden. Beienheim am 11. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeistetrei Beienheim u t h Arbeits- Versteigerung. 1624 Mittwoch den 15. Juni, Vormittags 8 Uhr, werden auf dem Ratbhause zu Ockstadt nachstebende zur Herstellung der Emporbühne in der Kirche daselbft vorkommenden Arbeiten an die Wenigstnehmenden ver⸗ fleigert, als: Schreinerarbeit, It. Kostenüberschlag 170 fl. Weißbinderarbeit 40„ Friedberg den 11. Junt 1870. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. PFPMANüCCC o ͤ v Die billigste und beste Moden-Zeitung ist unstreitig Die Modenwelt. Preis für das ganze Vierteljahr 36 kr. 1631 In Deutschland hat die Hodenwelt an Ruf und Verbreitung allen anderen Moden-Zeituugen den Rang abgelaufen, was sie ihrem vortrefflichen Inhalte, ihrer grossen Reichhaltigkeit und ihrem billigen Preise zu ver- danken hat.— Vornehmlich nimmt die Modenwelt Rücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger auf die der grossen Welt. Sie empflehlt sich deshalb vorzugsweise allen Müttern und Töchte n, die Gefallen daran fluden, ihre eigene und der Kinder Toilette, wie die gesammte Leibwäsche selbst herzustellen.— Abonnements werden jederzeit angenommen in der Buchhandlung von Bindernagel& Scehimpff in Friedberg und Nauheim. 22.% œö.! Ges uch t 1628 wird ein Hausmädchen und Kindermädchen zum sofortigen Eintritt. M. Philippi. Fellerie- und Lauchpflanzen, 1623 das Pundert 6 kr., können abgegeben werden bei Eine Partie Dung 1629 ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 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Heinrich Weisensee, Ortsbürger zu Peiterweil und Bäcker, dermalen dahier wohnhaft, Wittwer, und Marie Ziegenhain aus Wallenrod, Tochter des 4 das. Ortsbürgers und Drehers Johann Konrad Ziegenhain. a Getaufte: 5. Juni. Dem bles. Bürger und Photographen Karl Ludwig Reitz eine Tochter Johanna Christina, geb. den 25. Mail. 5. Juni. Dem hiers. Bürger und Schuhmachermeister Joh. Friedrich Ludwig Waas ein Sohn Friedrich Ludwig, geb. den 23. Mat. 6. Juns. Dem hies. Bürger und Schuhmachermeister Job. Anton Windecker II. eine Tochter Henriette Marle Wilbelmine, geb. den 14. Mai. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Peter Mann Wittwe. * Courierzug 1. und 2. Klasse. 1 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimcpff. 1 — 157 8 Enthä — 96— Beltef an di Verord HBeltef belreffent II.— nigen! in den Mulerdae V. Skuctar u Offen VI. Schiksge dmchf waändaf Augend