nnd 1870. ENT Donnerstag den 13. October. 121. neff u fz N — fe, K. 28. f Schneider tre Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Amaßt 500. berhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * cgeselle Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, b Wee Dfenstag, Donnerstag und Samistag, erscheinen wird. — Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.— 2 he 10 Bei der Verlags Expedition kostet das Blatt für die Monate Oetober, November und Dezember 30 kr. 1 r Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Ppststellen oder Postboten baldigst burt n f zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exem⸗ ein plare geliefert werden können. Die Expedition. niethe„ eee urin Amtlicher Theil. leit, Leß lem! Betrefsendz Die Rinderpesl. 1 B. A ran wt Nachdem seit der Tödtung des letzten Stücks von an der Rinder, pest in Butzbach erktallkten oder derselben verdächtigen Thiere mehr als drei Wochen vetstossen sind, eine Revisson des Gesundhelts⸗ zustandes des gesammten! Viehstandes ein vollkommen befriedigendes 0. Z. Neil ufen. e 11 Ergebuiß gehabt und die vorgeschriebene Desinfection der insicirten N Stalkungen und Hofraithen stattgefunden hat, werden die in unsern 1 Bekanntmachungen vom 14. v. M. und 2. d. M. bezw. 9. d. M. ban 1 n ür die Stadt und Gemarkung Butzbach, sowie die Gehöfte erde des Heinrich Klingel, Peter Störiko, August Sauerbier, Philipp r Ert ede Rumpf. Heinrich Feldmann daselbst verfügten Sperr- und Sicherungs- 4 maßregeln außer Witksamkeit gesetzt. Da jedoch die fur die Erklärung 7% Möbe s Elloschens dieser Kranker in der Stadt Friedberg gegebenen 4 Boraussetzungen noch nicht eingetreten sind, so bleiben die weiteren 4 Friedrit Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 9. v. M., insbesondere ae er 5e pos. 1. 2. 4 und 9, weicht unten nochmals abgedruckt sind, für den a Friedberg den 12. Oktober 1870. senet Deu 18 l ee e e en 1) Jeder Todesfall und jede Erkrankung eines Stücks Rindvieh, entirbuc einks Schafs oder einer, Ziege, welche nicht aus äußerer Verletzung 1 88% entstanden, ist ohne Ausnahme als verdächtig zu betrachten und 4%%% ohne Verzug dem Großherzoglichen Bürgermeistet, in Bad⸗Nauheim „ eee der Großherzoglichen Poli e und in Wickstadt dem 1%%% eee Fel 5 mmissär zur Anzeige zu bringen. Zur e u 1 Anzeige, ist jeder bee welcher zuverlässige Kunde von dem „ Todesfall oder der Erkrankung erlangt. N 1) Bis zum Erscheinen des von dem Bürgermeister sofort nach jeder . Anzeige, zu berufenden, Veterinärarztes hatß der Besitzer das er⸗ 110. krankte Thier unter Verschluß zu halten und wo möglich allein N zu stellen, Die vom Arzte 1 n Anordnungen sind genau * zu befolgen und nothi enfalls mittelst Zwangs von dem Orts⸗ bene en, polizelbe amten wuechl ren eee dan Zuwiderhandsungen gegen die Bestimmungen unter 1. und 2. b werden mit 2 bis 00 fl, bestraft und verwirken den unter Um⸗ ee ge, standen begründeten Anspruch auf Entschädigung. 2 1 pen) In dem ganzen Kreis Friedberg treten folgende Beschrän⸗ 1 e kungen des Verkehrs ein: machung. zum Seuchengränzbezirk erktarten ganzen Kreis Friedberg bis auf Weiteres noch in Kraft. Indem wir uns Seitens der Kreisangehörigen einer striften Befolgung und Seitens der Großherzoglichen Bürgermeistereien einer strengen Handhabung dieser letzterwähnten Vorschriften auch fernerhin versehen, bemerken wir weiter, daß den oben genannten Hofraithe⸗ besitzern nach Maßgabe des§. 45 der Instruktion des Bundeskanzlers vom 26. Mai 1869 und der§§. 25 und 30 der Großherzoglichen Verordnung vom 23. Mai 1867 bei Meidung einer Strafe von 10 bis 100 fl. oder Gefängniß von 7 bis 28 Tagen die Wiederbesetzung der verseucht gewesenen Stallungen mit Rindvieh, Schafen oder Ziegen vor dem 1. Dezember d. J. untersagt und bei gleicher Strafe die Vor⸗ nahme einer nochmaligen Räucherung vor demnächstiger Wieder⸗ besetzung anbefohlen worden ist. 8 Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. d. der Handel mit Rindvieh, überhaupt der Transport von Rindvieh, Schafen und Ziegen in den Orten außerhalb Fried⸗ berg und aus denselben ist untersagt; nur ausnahmsweise darf jener mit Schlachtvieh oder zu der als nothwendig nach⸗ gewiesenen Erganzung des Viehstandes unter Aufsicht der Behörde stattsinden. In diesem Falle ist der Transport mit einer Bescheinigung der Ortspolizeibehörde zu versehen, in welcher der Gegenstand des Transports möglichst genau bezeichnet und zugleich be⸗ zeugt wird, daß in dem Ort der Ausfuhr keinerlei Krankheit unter der betreffenden Viehgattung herrscht, und seit mindestens sechs Wochen eine solche nicht vorgekommen ist. Ein solches Attest behält nur während der genau darin zu bezeichnenden Zeit Gültigkeit und muß von dem Trans- portanten, im Falle der Ablieferung des Viehes an den Buͤr⸗ germeister des Bestimmungsorts, andernfalls aber wieder an den Aussteller sogleich abgeliefert werden. 9) Sodann wird in Gemäßheit des§. 10, pos 2 der Verordnung vom 23. Mai 1867 in jedem Ort des Kreises eine Aufsschts⸗ 1 ee a, alle Viehmärkte sind bis auf Weiteres eingestellt;. e bn b. dasselbe gilt von den nach Gewohnheit öfer oder zu bestimm⸗ Commission bestellt, welche besteht! 115 f 4 1 0 ten Zeiten an gewissen Orten stattfindenden Zusammenkünften aus dem Buͤrgermeister tesp, Localpolizei Beamten und drei 80% 500 von Käufern und Verkäufern, Händlern und Maklern zum von diesen zu ernennenden Gemeinderathsmitgliedern. 3 90. Behuf des An- und Verkaufs aufgetriebener derartiger Thiere; Diese Commisslonen haben sofort den Bestand der Viehgattungen .* c. das us treiben von Rindvieh auf Weiden ist untersagt, ebenso in jeder Hofraithe aufzunehmen und überhaupt nach Vorschrift des 155 Lalt⸗ dasjenige von Schafherden und Ziegen in diejenigen Theile[g. 10, pos 2 zu verfahren. Der Großherzogliche Kreisveterinärarzt 1 der Gemarkung, für welche und so lange es nicht durch die Dr. Born dahier ist beauftragt, von Zeit zu Zeit eine Revisson des be Polizeibehörde nach Anhörung des Veterinärarztes gestattet ist;“Standes vorzunehmen. 27600 5 1 f 5 Ans 3 l„ eur Kr iegs nachrichten. wohner der nördlich von Paris gelegenen Ortschaften Epernahy. Alle Bahnstrecken in der Richtung „ e 0 Offtetellfemtlitärische Nachrichten. tehren in ihre Dörfer zurück. nach Paris sind mit Munitionsfuhrwerken und e 6 Versaflles, 9. Okt. Eine Escadron des v. Podbielsky. schweren Geschützen 9 18— 14. 8 . ee, 16. Husarenregiments ist in der Nacht vom 7.; K wird ein combinirter Angriff auf Paris Seitens 5 aan bel uuf deß 8. 50 urch Veccälhere der Bewohner 1 1 N Wee unserer Artillerie nicht zu erwarten, sein. In K* 11 Able überfallen worden. Der Ort ist zur bestehend, unter General v. d. Tann hat am n N R580 n,, Strafe niedergebraunt Von der Lotte vorgegan 10. d. einen Theil der Loirearmee bei Orleans. Kärkter Verkehr erwartet; den 30 en liegt ene größere feindliche Abtteitüngen wurden am geschlagen. 1000 Gefangene und drel Geschützes bee e a 8 „„. von preußischen und baperischen Truppen süd⸗ roberk. Der Feind in regelloser Flucht bereits ein Fahrplan zu Grunde. Seit einigen 2 ch von Etampes gesprengt. Die geflohenen Be⸗ 5. 5 Tagen haben wir starke Nebel und kühle Nächte. n 1 * 9*** N 11 1% 90 Aus dem Lager vor Metz wird der„Times“ vom 5. d. geschrieben: Jeden Morgen hält Bazaine eine Parade über seine Truppen ab; er läßt sie allerlei Manöver, thatsächlich Scheingefechte, aus · führen, wodurch er im Stande war, einige Schein⸗ angriffe zu machen; aber seine Gefangenwäxrter sind jetzt zu sehr auf der Hut, um nicht auf solche Dinge vorbereitet zu stin.— Bezüglich der Ver⸗ proviantirung in Metz wird gemeldet: Pferdefleisch ist in Fülle vorhanden, und wir haben gute Brod⸗ vorräthe. Rind- und Hammelfleisch gehört schon seit lange zu unbekannten Dingen; Schweinefleisch kostet 5 sh. das Pfund; Butter ist außerhalb der Erinnerung, und Käse, Zucker, Salz und hundert andere, in der Regel als nothwendig erachtete Bedürfnisse werden als Luxusartikel angesehen, an die zu denken ganz überflüssig ist. — Der Sieg des badischen Brigade⸗Generals Degenfeld bei Rambervillers deckt die gefährdete Straße von Straßburg nach Paris über Luneville und Nanzig und trieb zugleich die von der Rhone Armee nach Norden vorpoussirten Truppen aus- einander. Durch die Besetzung des Vogesenpasses von Schirmeck ist es zugleich ermöglicht, den Rückzug der etwa noch im Elsaß sich herum⸗ treibenden Franctireurs und Mobilgarden auf Lyon zu bedrohen, während die anderen Brigaden des 14. Armeecorps dieselben vor sich hertreiben und die bei Neuenburg über den Rhein gegangene Reservedivision Neubreisach belagert. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogl. Kriegsministerium hat seine Verfügung, in welcher den kriegsgefangenen Offizieren das Tragen der Waffen gestattet war, zurückgenommen und durch eine andere ersetzt, in welcher der betreffende Passus entfernt, wonach es also den gedachten Offizieren nicht erlaubt ist, ihre Degen zu tragen. L. Aus Oberhessen. Seitdem durch den Abgang des Herrn Dr. Henkelmann zu Friedberg die von demselben gegründete Ackerbauschule ein⸗ gegangen ist und sich bedauerlicher Weise noch Niemand zur Wiederaufnahme derselben gefunden hat, befindet sich die Provinz Oberhessen ohne jede derartige Anstalt und sind Diejenigen, die ihren Söhnen eine böhere landw. Ausbildung geben können und wollen, darauf angewiesen, dieselben in außerhalb der Provinz bestehende Ackerbauschulen zu schicken. Es möchte zu diesem Zweck keine andere Anstalt besser geeignet sein, als die in Darmstadt bestehende Ackerbauschule, die in den Winterhalbjahren 1866/67 von 11, 1867/68 von 18, 1868/69 von 11 und 1869/70 von 22 Schülern besucht wurde. Wir machen umsomehr auf diese Unterrichtsanstalt aufmerksam, als die an derselben wirkenden Lehrer, wie Oeco⸗ nomierath Dr. Krämer, Dr. Hallwachs, Dr. Thiel, Leisewitz u. s. w. für tüchtige Leistungen bürgen, außerdem aber auch gerade die Anforderungen, welche die jetzigen schweren Zeiten an die Leistungen des Landwirthes machen, Eltern um so mehr Ver⸗ anlassung geben sollen, ihren Söhnen eine tüchtige Aus bildung geben zu lassen, damit sie befähigt werden, an sie herantretenden Aufgaben immer⸗ mehr genügen zu können. Programme der Anstalt sind bei Chr. Küchler in Darmstadt zu haben. Gießen. Die Bahnstrecke Alsfeld⸗Lauterbach soll am 29. d. M. eröffnet werden; dagegen wird die Linie Gießen Fulda erst im nächsten Jahre vollendet sein, indem bei dem Bahnbau zwischen Lauterbach und Fulda sich unerwartete Schwierig- keiten ergeben haben. Preußen. Berlin. Die königliche Re- gierung hat mehreren Kabinetten eine Denkschrift mittheilen lassen, in welcher die Ueberzeugung ausgesprochen wird, daß die Hauptstadt Frankreichs über kurz oder lang fallen muß. Wird der Zeit⸗ punkt solange hinaus geschoben, bis drohender Mangel der Lebensmittel zur Capitulation zwingen, so müssen schreckenerregende Consequenzen entstehen. Der deutschen Armeeführung ist es in diesem Falle unmöglich, eine Bevölkerung von zwei Millionen nur einen einzigen Tag mit Lebensmitteln zu ver⸗ sehen. Die Umgegend von Paris bietet alsdann, da deren Bestände für die diesseitigen Truppen gebraucht werden, auf viele Tagmärsche eben so wenig Hülfsmitttel. Es ist daher den Bewohnern nicht zu gestatten, Paris auf Landwegen zu ver⸗ lassen. Die unausbleibliche Folge hiervon ist, daß Hunderttausende dem Hungertode verfallen. Der deutschen Armeeführung bleibe nichts übrig, als den Kampf durchzuführen. Wollen die fran ⸗ zösischen Machthaber es zu einem Extrem kommen lassen, sind sie für die Folgen verantwortlich.— Die Anordnung, daß die neu eingetretenen Ersatz ⸗ mannschaften erst nach dreimonatlicher Ausbildung auf den Kriegsschauplatz gesandt werden dürfen, bestätigt sich vollkommen. Es wird dabei auf die Rekruten ⸗ Ausbildung ein Zeitraum von sechs Wochen gerechnet, und weiter dargethan, daß er⸗ forderlichen Falls die vollständige kriegsmäßige Ausbildung, wenigstens für die Infanterie, in drei Monaten erfolgen kann.— Der wortbrüchige französische General Ducrot sollte seinen Aufent- halt in Stettin nehmen, wohin bereits sein Gepäck gesandt war und wo es noch gegenwärtig lagert. — Eine Versammlung von Katholiken hat einstimmig beschlossen, eine Adresse an den König zu richten, welche denselben bittet, dem Papste in seiner jetzigen Bedrängniß zu helfen. — Nach Berichten aus dem Hauptquartier ist gegenüber dem Unwesen bewaffneter Banden an⸗ geordnet, daß jedem Departement, in welchem Derartiges ferner vorkommt, die Contribution von einer Million Francs auferlegt werde. Gleich- zeitig werden die Gemeindeämter nachdrücklichst an ihre Pflichten erinnert. — Der„Weser⸗3ig.“ wird telegraphisch von hier gemeldet: Trotz entgegenstehender Meldungen wird versichert, daß die Session des Reichstages der Berufung des preußischen Landtages vorher⸗ gehen solle, nachdem der fast bedingungslose An⸗ schluß Badens, Hessens und Württembergs an den Bund in Aussicht stebt. Die Urwahlen zum Ab⸗ geordnetenhause sollen etwa den 12. November stattfinden. Kassel. Die„Hess. Morgenztg.“ schreibt: Auf„offiziellem“ Wege ist uns die Benachrichtigung zugegangen,„daß der französische General Castelnau noch nicht auf einen einzigen Tag Wilhelms höhe verlassen hat, daher auch nicht Ueberbringer eines angeblichen Manifestes oder irgend eines anderen Schriftstückes in das königliche Hauptquartier gewesen sein kann.“ Bayern. München. Es verlautet mit Bestimmtheit, daß die diesseitige Regierung den Eintritt in den norddeutschen Bund von einem Separatvertrage abhängig macht, der die Aus⸗ nahmestellung Bayerns genau feststellt.— Von den deutschen Damen in San Francis eo ist dem hiesigen Verein zur Unterstützung der An⸗ gehörigen im Felde stehender Soldaten durch die Vermittlung des Geh. Commercienraths G. Bleich röder in Berlin eine Schenkung von 7000 fl. zugekommen. Würtemberg. Stuttgart. Die Ver⸗ sammlung der liberalen Partei(regierungsfreund⸗ liche Mittelpartei zwischen den Großdeutschen und Nationalliberalen) beschloß eine Erklärung, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Das deutsche Volk erwartet die verfassungsmäßige Einigung Süd⸗ und Norddeutschlands. Die liberale Partei erwartet, daß die neu zu wählende Volksvertretung dem Staatsvertrag ihre Zustimmung ertheile, durch welchen auf der Grundlage des norddeutschen Bundes eine gemeinsame Gesetzgebung und diplo⸗ matische Vertretung des geeinigten Deutschlands, sowie ein einheitliches Heer erreicht wird. Frankreich. Aus Tours vom 9. Okt. wird gemeldet: Paris, 6. Okt. Es sind keine politischen Begebenheiten vorgekommen. Von St. Denis haben wir einen Recognoscirungs Ausfall auf 5000 Metres vor den Forts gemacht. In einer chemischen Fabrik in der Straße Favard hat eine Explosion stattgefunden. Mehrere Todte und Verwundete sind aus den Trümmern heraus- gezogen worden. Der Preis des Fleisches ist auf zwei Francs gestellt. — 10. Oct. Eine von 1500 Personen besuchte Versammlung sagt in ihrer Resolution, die Maß⸗ regeln der Regierung zur Vertreibung des Feindes seien weder so entschieden noch kräftig, als es der Ernst der Verhältnisse erheische. nothwendig sei es, die Regierung aufzufordern, Commissäre zu ernennen, die überall did Landes · vertheidigung zu organisiren hätten.— Der Präfett von Toulon sagte in einer in Montauhan gehaltenen Rede:„Waffnet Euch mit Mißtrauen, Haß, Zorn und Wuth gegen die Royalisten, welche nichts anderes sind als Preußen im Innern unseres Landes.“ f — Gambetta hat eine Proclamation an die Bewohner der Departements erlassen, in welcher er sagt: Er habe auf Befehl der Regierung Paris verlassen, um Anweisungen und Befehle derselben zu überbringen. Die Revolution hatte weder Geschütze noch Waffen gefunden, jetzt sind hier 400,000 Nationalgarden, 100,000 Mobil⸗ garden und 60,000 Mann reguläre Truppen, täglich werden Millionen von Patronen angefertigt, die Forts sind von Marinetruppen besetzt. Wir haben 3800 Geschütze; bis jetzt ist der Feind verhindert, auch nur das kleinste Erdwerk zu er⸗ richten, die Festigkeit und die Erfahrung der improvisirten Soldaten wird täglich größer. 14 der Enceinte existirt eine andere aus Barrikaden. Es ist keine Illusion: Paris ist uneinnehmbar! Den Preußen bleibt nur der Aufstand und die Hungersnoth, aber zu keinem wird es in Paris kommen; Lebensmittel sind für Monate vorhanden, Es sei Pflicht der Bewohner der Departements, sich den Befeblen der Regierung, die nur die Rettung Frankreichs wolle, zu fügen; sobald das geschehen, wird die Regierung fest begründet sein. An Mannschaften fehlt es nicht, gefehlt hat der Entschluß, die Consequenz; die abgeschlossenen Lieferungsverträge sichern alle disponiblen Gewehre der Welt. Wir müssen alle Hütfskräfte anspannen, dem Feinde Hinterhalte legen und einen nationalen Krieg anfangen. Die Herbstregen werden kommen, die Feinde werden decimirt werden durch unsere Waffen, durch den Hunger, durch die Natur. Erheben wir uns in Massen, laßt uns lieber sterben, als die Zerstückelung Frankreichs dulden. Aus Lille vom 9. October wird der„Inde⸗ pendance“ telegrapfäirt:„Ein Kampf hat gesten bei St. Qubntin stattgefunden. Die Stadt, obgleich eine offene hat Widerstand geleistet, Der Präfect, Anatole de la Forge, kam auf den großen Platz, den Degen in der Faust und zu den Waffen rufend. Die Bevölkerung eilte in Masse herbei; die Arbeiter requirirten Waffen in den Läden. Alle marschirten gegen den Feind. Man errichtete eine Barrikade am Canal; der Faubourg d'Isle widerstand 5 Stunden einem regelmäßigen Angriffe, die Preußen zogen sich zurück. Die Belagerten erlitten einige Verluste. Der Präfect ist am Bein verwundet; die Preußen muͤssen bedeutende Verluste erlitten haben. Eine große Begeiste⸗ rung herrscht in der Gegend.“ i Aus Ham berichtet man unter dem 8. Oct.: „1200 Preußen, die aus St. Quentin durch die Nationalgarde zurückgetrieben worden sind, haben sich nach Ribemont zuruͤckgezogen.“ Aus Chartres schreibt man unter dem 8. Oct.:„Die aus Houdan kommende und in Dreux eingetroffene preußische Avantgarde melde, das ein Corps von 5000 Mann sich in Montargis befindet. Preußische Bedetten sind in der Nähe von Pithiviers, wo französische Truppen den Angel von Malesherbes erwarten. Die Preußen marschiten in Massen auf Etampes. Gestern passirten mehrere feindliche Colonnen, die nach Etampes und Voves marschirten, Laferts.— In Denonville sollen 150 Preußen von einem Corps Franctireurs cer nirt sein.(2) f — Nach einer Depesche der Corresp. Har. aus Vendome sollen die Preußen aus Jonv Toury und der Nachbarschaft von Malesherbes am 6. Nachmittags vertrieben worden sein und der Bahninspector von Vendome meldet gar, die Preußen seien in Chateaudun und a umringt und Tausende von Franctireurs un Nationalgarden eilten in den Rücken der Preußen, Abends brannte Taucrainville und gegen ben Morgen des 6. October meldet der Präfect bon Chartres, daß von Vendome her prrußjschf Dringend bömische bothob, c dn 1 bömisch und tr die! Freiheit Pabstes Ni von hi Kaisert einem begeben Schafs dakin Krieg A mation kriegfü Kriege zwecke Schiff aus 8 L selden se da die oder gan wie me — 2 — 1 = — *. 0 1* 1b dine Wtheilungen im Anrücken begriffen seien. Mit der e ee WN„„ 5 1 u 15 1 13 Comman⸗ al die 5 i reit,. ö 90 etrunkenen, m danten von Straßburg Ni gemein hat. * das i scheint a r ee zu sein im Verlauf eine solche Dimension an, daß sich fast sämmf⸗ roß⸗ Gerau. Am 10. October Morgens um 3 8 r drühd Aus o ue n wird da f 1 liche Bewohner der Gemeinde daran betheiligten. Der] Uhr fand vei uns wieber ein lang angehaltenes unte rir⸗ Achun, prußischer Abtheilungen an der Epte signalistre,] Bürgermeister und einige Ortsvorsteher, welche die Strei⸗ disches dumpfes Rollen und Getzie stat, worauf alsbald att di 300 duen die unter Befehl des Obersten Cassagne aan bee 1 12 o eln 5 aß 0 5 8 1 . dach. ö 1 1 6, gelang e er au ilbel herbeigerüfenen Polizei„Landau. Aus Antrag des omite's zur Unter⸗ u g chenden 1 weichen 1 252 6 Kämpfenden zu beruhigen und mehrere der Anstifler in's flützung der Stabt Straßburg“ hat sich am 7. October Weng zi, Wends hatten die Preußen Pach un ernon] Amtsgefängniß zu bringen. Herr Dr. Lobstein mit 2500 fl. als erste Geldgabe nach oder Epte besetzt. Frankfurt. Dieser Tage kam ein Trupp Berliner] Straßburg begeben. Italien. Florenz. Die„Gazetta uffiziale“ wröffentlicht ein Dekret, durch welches Rom und de Provinzen des Kirchenstaates Italien einver- labt werden. Dem Papste verbleiben die Würde ud die Unverletzbarkeit der persönlichen Sou⸗ vränetätsrechte. Im Wege der Gesetzgebung wrden die Bedingungen für die Wahrung der Citerritorialität und die freie Ausübung der geist⸗ lchen Autorität des Papstes festgestellt. Lamar⸗ word wird zum Statthalter der römischen Pro⸗ unzen ernannt. Zugleich wird eine Amnestie für gwisse politische Verbrechen und Vergehen gewährt. — Der König hat eine Ansprache an die rimische Deputation gehalten, in welcher er her⸗ vrhob, daß die endliche Einigung des Vaterlandes siy durch den nahezu einstimmigen Anschluß der renischen Provinzen vollzogen habe. Als König ufd Katholik habe der König die Absicht, indem e die Einheit Italiens proklamire, zugleich die Neiheit der Kirche und die Unabhängigkeit des Jupstes zu sichern. Rußland. Petersburg. Man meldet vn hier nach Berlin, daß der Kaiser und die Hiserin in den allernächsten Tagen sich zu enem längeren Aufenthalt nach der Krim bazeben. — Preußen macht Massenankäufe in russischen echafspelzen. Die russischen Journale sehen burin die Ueberzeugung Preußens, daß der Hieg nicht sobald ein Ende nehmen werde. Amerika. Washington. Eine Procla⸗ tution des Präsidenten verbietet den Schiffen der snegführenden Mächte, in den Häfen der Union ciegsmaterial zu verladen oder sonstige Kriegs⸗ ecke zu verfolgen, und gestattet den betreffenden Schiffen nur einen 24stündigen Aufenthalt. Friedberg. Vor einigen Tagen passixte wiebeß ein us 8 Locomotiven bestehender Zug unseren E eden sollen für den Dienst in Frankreich i 8 n die in Straßburg erbeuteten Smeg defect bar ganz zerstört seien. Die Schornsteine derselben würden, n man hört, in der Maschinenwerkstätte zu Frankfurt eher noch niedriger gemacht, damit die Fahrt durch die stmzösischen Tunnels möglich wird. Friedberg. Allen Denjenigen, welche Straßburg n besuchen Willens sind, wird die Mittheilung von In⸗ ttesse sein, daß man auf der dortigen Präfectur gegen chen preußischen Thaler eine Karte lösen kann, deren Besitz in Zutritt zu allen Festungswerken gestattet. Aus dem Kreise Vilbel. In Haarheim fand bei Ellegenheit des Kirchweihfestes eine sehr großartige Knaben, welcher sich s. Z. dem Heere angeschlossen hatte, zerlumpt und zertissen, mit Schmutz über und üver bedeckt, mittels Zwangspaß in die Heimath birigirt, hier durch. Die an sich ganz fidelen Bürschchen erzählten ihre Aben⸗ teuer vor Paris in der schönsten Weise, und meinten, daß sie, wenn sie sich ausgeruht, doch wieder zur Armee gingen. Daß die Knaben den einmal gefaßten Vorsatz auch zur Ausführung bringen, fand alsbald seine Bestätigung, denn als die kleinen Erzähler inmitten eines Kreises standen, Leben, Thaten und Jerfahrten schilderten, kam der Weserzug an, aus welchem ein Bube, der vor einigen Wochen aus dem Felde nach Hause dirigirt worden war, ausstieg, und Armee des Prinzen Karl zurückkehrte. Die Berliner Jungen freuten sich herzlich, ihren Kriegskameraden wieberzusehen, und nun kam die Reihe an ihn, von der Heimath zu erzählen.— Große Munitions⸗Colonnen passtren Frank⸗ furt. Auf einen Wagen hatten die Soldaten die Auf⸗ schrift gemacht:„Offenbacher Pfeffernüsse für Paris“. Die Nüsse, welche sie damit meinten, waren Bomben im Ge⸗ wicht von 150 Pfund. Darmstadt. Hiesige Blätter bringen folgende, auf die Verpflegung der hessischen Division Bezug habende Mittheilung: Vom Kriegsschauplatze zurückgekehrt, erlaube ich mir den Angehörigen unserer hessischen Soldaten mit⸗ zutheilen, daß unsere Division seit cirea 8 Tagen in und um Gorze Quartiere bezogen hat und die Verpflegung nach vielseitiger Erforschung eine durchaus gute genannt werden kann. Wenn früher manchmal Mangel eintrat, so war vielfach das Ausmarschiren nach andern Gegenden schuld, wo Proviant-Colonnen häuftg nicht gleich folgen konnten, da das Ziel des Marsches, nur dem Führer be⸗ kannt, geheim gehalten werden mußte. Jedenfalls ist unsere Division nicht schlimmer daran ge⸗ wesen, als andere deutsche Truppen es ebenfalls waren, wie ich auf den fünf Touren, welche ich bis heute nach Frankreich machte, mich überzeugt habe. Daß aber Graf Erbach⸗Schönberg nicht allein von den Verwundeten, sondern auch von allen Soldaten wie ein Vater verehrt wird, da er wie ein solcher jederzeit für dieselben sorgle, wird gewiß in unserem engeren Vaterlande mit Freuden begrüßt werden. Als Liebesgaben find immer erwünscht: Sodawasser, Sherry, Thee, Schinken un Weißwein. Sollte man gute Kar⸗ (offeln in größerer Menge hinbringen, so wäre bieses sehr erwünscht, da die dortigen schlecht sind. Darmstadt, 10. October 1870. E. Reutet. ü Nach den„H. V.“ sind als Ausent⸗ allso te egsg ugene Officiere außer Daxmstadt, die Garnisonsstädse Gießen, Friedherg, Offenbach, Baben⸗ e und 2 bestimmt. uon; kriegsgefangene terofficiere daun fin und ach untergebracht.— Nach einem hier cursirenden Gerüchte, soll im Gasthaus„Zum Darmstädter Hof“ seit einigen Tagen General Uhrich aus Straßburg logiren und unter diesem Namen auch Einkäufe in ver⸗ schiedenen hiesigen Läden gemacht haben. Eingezogenen Erkundigungen zufolge logirt in dem genannten Gasthof zwar eine Persönlichkeit, welche den Namen Uhrich führt und sich auch an verschiedenen Plätzen(wohl zum Scherz) vorerst in Darmstadt, für den General ausgegeben, in der That aber außer dem nun mit Papieren wohl versehen, auch unisormitt, zur Jena. Fr. J. Frommann bahier erläßt einen Aufruf, der mit den Worten schließt: Wie vor 28 Jahren ganz Deutschland Hamburg hat wieder aufbauen helfen, als es durch die Gewalt des Elements verwüstet war, so laßt uns auch Straßburg wieder aufbauen, das wir selbst haben verwüsten müssen, und damit diesmal den 18. October feiern. Stuttgart. Herr Maler Robert Heck, welcher während der Belagerung Straßburgs seine Skizzen auf⸗ nahm, stieg am Tage nach der Uebergabe auf die Spitze der Münster⸗Pyramide und zeichnete dort eine flüchtige Skizze von der Lage der Lünetten 52 und 53. Bei dieser Gelegenheit sah er auf der obersten Krone des Thurmes die Hälfte der preußischen Zwölspfünder⸗Granale liegen, welche den Kreuzstamm halb durchgeschlagen und von dort abprallend, die Spitze des Querastes am Kreuze abgerissen hatte. Beide, die Granathälfte und das Kreuzstück, nahm er mit heim, sowie ein Stück der weißen Uebergabefahne, die am Fuße der Pyramide aufgesteckt war. Diese Dinge sind nun auf einem Sammtpolster bei Autenrieth ausge⸗ stellt und werden Demjenigen übergeben, welcher in 14 Tagen das höchste Gebot macht.(Erlös für die Wittwen und Waisen unserer Tapfern.) Berlin. Dem Vernehmen der„Voss. Zig.“ nach wird die durch den Armee⸗Intendanten Engelhard ge⸗ gründete Erbswurstfabrik demnächst noch eine bedeutende Erweiterung erfahren. Außerdem ist in Rücksicht auf die namentlich im Umkreise der Cernirungsarmee von Metz ausgebrochene Rinderpest auf Anordnung der dortigen Armee⸗Intendantur in der genannten Fabrik die Bereitung von Dauerfleisch, Büchsenfleisch und Hartbonillon in Aus⸗ führung genommen worden.— Eine zweite Fabrik für Bereitung von Dauer⸗ und Büchsenfleisch ist in Frank⸗ furt a. M. für den Fall errichtet, daß der Transport von Berlin aus zu großen Schwierigkeiten unterliegen, oder die dortige Erbswurstfabrik nicht im Stande sein sollte, den erhöhten Bedarf sicher zu stellen. Die Versendung all dieser Präparate an die verschiedenen Armeen und zunächst an die Armee vor Metz wird in regelmäßig bestimmten Terminen per Eilgut erfolgen, (Theodor Griesinger, 1870! Der große Entscheidungskampf zwischen Deutschland und Frankreich. Mit zahlreichen Illustrationen in 12 bis 15 Lieferungen.) Es ist dies ein pattiotisches Geschichis⸗ werk, das nicht blos üder die Kriegs⸗Ereignisse aufklärt, wie wir sie in den Zeitungen lesen, sondern uns all die Sünden jener Nation aufdeckt, deren oberster Typus der Kaiser Napoleon ist. Darum sollen es nicht blos die Männer lesen, sondern auch die Frauen, damit sie welschen Tand und welsche Lüge gründlich verachten lernen, beson⸗ ders aber sollen es die Söhne und Töchter lesen, um für alle Zukunft gestählt zu sein gegen die Pariser Verlockungen, und einen freien deutschen Pulsschlag zu bekommen gegen das bis ins innerste Mark verdorbene und vergistete Franzosenthum, das bereits anfing, sich auch dem Deutsch⸗ thum mitzutheilen. Es ist darum ein Werk, das ganz dazu angethan ist, in der Familie aufbewahrt zu werden. Die Ausstattung und Illustrationen lassen nichts zu wünschen übrig und der Preis von 14 kr.— 4 Ngr. ist für eine Lieferung ein sehr billiger. X Braunkohlen- Verkauf. 55 Für die gegen Credit zu beztehenden Braunkohlenklötze beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer ergwerk mit dem 1. October d. 3. eine neue Creditperlode, laufend dis Ende Dezember d. J. und verbunden un einer Zahlungsfrist bis Ende März 1871. Der Preis bleibt wie seither. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bet Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, „ fedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Mblung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse eins erforderlich. Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen⸗ Dorheimer Bergwerk den 24. September 1870. Großherzogliches Bergamt Dorbeim. Deffentliche Bekanntmachung. bo Forderungen an den Nachlaß des Schneiders Eulhelm Gliem zu Reichelsheim sind binnen vier Wochen geltend zu machen, widrigenfalls dieselben bei de Ordnung des Nachlasses unberückfichtigt bleiben. Friedberg den. September 1870. Hrobbemege g Friedberg E N Bekanntmachung. 400 Die Partial⸗Obligatlon der Gemeinde Framers⸗ tüm Nr. 29 ist bis zum 31. Dezember 1870 rück⸗ Albar. Dem Inhaber derselben wird der Betrag an em Tage durch das Handlungs haus J. Lindheimer A Fraulfurt a. M. gegen Aushändigung der Ortginal⸗ Olltgatton ausbezahlt werden, indem vom 1. Januar 1 an die Verzinsung aufhört. Framersheim am 3. October 1870, Großherzogliche— Framers heim — ru g. a a Aufforderung. 2423 Alle Diejenigen, welche noch Holzgelder an die Casse des unterfertigten standes herrlichen Verwaltungs⸗ Amtes schulden, werden hierdurch aufgefordert, solche im Laufe dieses Monats an den festgesetzten Zahltagen (Donnerstags) um so gewisser zu entrichten, als im Unter⸗ lassungsfalle gerichtliche Beitretbung erfolgen wird. Schloß Ilbenstadt den 7, October 1870. . Gräflich Leiningen'sche Rentei . Bie pa u. Fäselochs ⸗Versteigerung. 2435 Olenstag den 18. October, Morgens 10 Uhr, soll ein der Gemeinde Leid hecken gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs versteigert werden. Leidhecken den 9. October 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken Selz am. Verloosung der Schwalheimer Kirchenobligationen in 1870 2436 Verloost wurden die Nr. 41, 49 und 137. D Beträge derselben sind Ende d. J. bei dem Unterzeich⸗ neten in Empfang zu nehmen. Weitere Zinsen können nicht beansprucht werden. Von der Verloosung in 1868 ist die Nr. 120 bis jetzt noch nicht eingelöst worden. Schwalheim den 7. October 1870. Wiederhold, Kirchenrechner. Arbeits⸗Versteigerung. 2439 Montag den 17. October, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Ockstadt folgende Arbeite an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: I. Im Rathhause. a) Schreinerarbelt, lt. Kossenüderschlag 26 fl. 36 kr. b) Weißbinderarbett MN II. Im 2. Schulbause. a) Glasetrarbeit 34% 10% b) Schlosserarbeit W% 40 o) Weißbinderarbeit 2„ 40„ d) Maurerarbeit 112— Friedberg den 12. October 1870. Der Bezirks ⸗Bauaufseber — Auszuleihen. 2404 Aus der Kirchenkasse zu Reichelsheim find 250 fl. zu 5% auszuleiben. Reichelsheim am 4. October 1870. Der Kirchenvorstand. 1 Unsere bis zu den allerneuesten Roknöften,eranzte Leih⸗Bibliothek ist für den Winter wieder hier in Friedberg und empfehlen wir dieselbe zur gef. Benutzung. Friedberg. 2 Bindernagel N S Schimpff. Winterhandschuhe 2445 in schönster Auswahl bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Alle Jotten Filz-, Salband-,Litzen-, Calven-Schuh& Stiesel 2443 in großer Auswahl, sowie die besten Sorten Filz und patentirte Gesundheits⸗ Sohlen als untrügliches Mittel gegen Nässe und Kälte und alle sonstige in mein Fach einschlagende Artikel empfehle bestens Louis Waas, Schuhmachermeister. Die landwirthschaftliche Lehr⸗Anstalt in Worms a. Rh., i 2209 welche in den letzten Lehrrursen von 51 badischen, 94 bagerischen, 17 würtembergischen, 101 preußischen, 36 säͤchsischen, 6 haunover'schen, 11 österreichischen, 21 schweizerischen und 24 anderen ausländischen 18 bis 40 Jahre alten, Landwirthen besucht wax, beginnt unter Zusammenwirkung von 11 Fachlehrern ihren zehnten fünfmonatlichen Wintercursus am 1. November d. J.— Gleichzeitig beginnt auch das neue Semester der bereits stark besuchten Deutschen Müllerschule in Worms a. Rh. Programme versendet auf Verlangen gratis und franco Der Vorstand: Dr. Schneider. 2426 0 Fin gebrauchter, sehr gut erhaltener 20 1 Vietoriawagen 88 5„ un an und Zwelbäntdigfahren sowie SS U El 258 ein einspänntges Ehaisengese rr zu 1 it ö 2 5 verkaufen bei E. Hüttenmüller, 22 250 Frankfurt a. M. Kalserhofstraße 5. . Die Nr. 2, die neueste 8 N a 7 5 8 f 1* 2 242 Von dem Werner'schen Wohn⸗ 885 1 Se hause ist der 2. und 3. Stock zu ver Der Commandeur des I. balrischen Armeccofps. Mit miet hen und sogleich beziehbar. Porträt des Generals von der Tann.— Amata.(Forts.) Novelle von Hans Tharau.— Die Porträts des Kron prinzen von Preußen und des Prinzen Friedrich Katt von Preußen.— Die Explosion von Laon. Von Max Allihn.— Kriegsgenrebilder. II. Mit 4 Illustrationen. — Der große Generalstab bei und nach Tische. Von unserem Berichterstatter Dr. Hans Blum.— Aus Pont⸗ à⸗Mousson und Umgegend. Von unserem Specialartisten W. Friedrich. Mit 3 Illustrationen von demselben.— Eine stille Siegesfeier.— Am Familtentische; Charpie Gedicht ven P. Ühse.— Nächtliches Abenteuer eines Blanen. Von ihm selbst erzählt.— Im Zeltlager der franzö fischen Gefangenen vor Köln. Von H. Loning.— Aus dem Briefe eines Arztes.— Brief eines Königs⸗ grenadiers.— Der Füßelier Zernicke in der Schlacht bei Mars la Tour. Von Julius Sturm. Preis pro Nummer 9 kr. Besselunger empfehlen sich Binder nagel& S kuf in Fkterberg. f Buchen ⸗ Scheitholz. 2441 Aus dem hiesigen Holzhof kann, soweit der Vor⸗ rath reicht, gegen baare Kisten Buchen ⸗ Scheitholz, welches im vergangenen Winter gefällt worden, der Stecken zu 7 fl. bezogen werden. Laudach den 11. October 1870. Die Verwaltung des Gräflichen Polzhofs. Bel Binderuagel& Schimpff i Frlebberg ißt zu haben: 2101 a Wacht am Rhein! Illustrirte Kriegschronk Nr. 12.— Preis 9 kr. Die Wacht am hein. Marsch 5 Pianoforte. „Werner, Zweihändig Preis 11 r., viethändig Preis 14 ke. Germania. 22 vaterländische Lieder für Gesang mit Pianoforte. Preis 21 kr. Für Pianoforte allein 18 kr. Zündfadeln. Ernste und heitere Bilder aus dem deutschen W gegen Napoleon III. k. Jedes Blatt 6 kr. * N HAW. 2437 Es ist wahr!— Die als so schön empfoh⸗ lenen Walzer:„Frühlingsreigen“ von Julius Lammers—„Jugendträume“(Preiscompofitton) von O. Hübner⸗Trams—„Burschentänze“ von Johannes Schondorf find offenbar bedeutende Compositlonen, welche an keinem Pianoforte fehlen dürften.— Preis pro Opus(4 Bogen stark) nur 12½ Sgr. Zu beziehen von Robert Apitzsch in Lespig und durch alle Buch- und Mufikalien⸗ handlungen. Ein in allen häuslichen wird gesucht. Arbeiten gewandles Näheres bei 2 Mädchen der Exped. d. Bl. 2382 2444 Arbeiterinnen zum Anfertigen von Flanellhemden werden gegen guten Lohn gesucht bei L. Hir sch. Nummer vom kaiserlichen Altwelbersommer. reis 6 kr. i Frankfurter Latern. (Im Monat der Republik.) Preis: 6 kr. (Hierzu ei Hoffnung auf ein gesundes, Der wahre Jakob. 1 nue IA 1901 1 4 17000 5 1 I gnueg f Geffentlicher Dank 5 n en 2440 Den Herren Hofmaler Georg Hie ron ima. und Kaufmann Carl Adam zu Friedberg sagen hien durch sämmtliche Friedberger Soldaten, welche derzeit ih das gute deulsche Recht im Fesde stehen, für die so a opfernde persönliche, sowie pünktliche Besorgung allen Alsichen und Packete von den lieben Angehörigen aut der Heimath einen öffentlichen, herzlichen Dank, iu den freudiges Wiederseben. Ars sur Moselle den 2. October 1870. In besonderem Auftrage f H. Wagner, 1 Corporal im 2 Groß h. Hrss. Inf.⸗Rig⸗ Keiwillige Jürgerseuerwehl, 2442 Versammlung im oberen Windecer sch Locale Donnerftag den 13. d. M., Abends 8 Uhr. Der Vorstanb. 1 2361 Unterzeichneter hat sich hier als Ar niedergelassen und wohnt bei Hrn. Lederhändlis, M. Reis. 9 90 9014 Friedberg. Dr. med. Schott mehrere Tausend Gulden Gemeinde Obligationen aue d Kreise Friedberg und Vilbel bat in Auftrag 50 billig abzugeben N r Eduard Hirsch. Friedberg. D eee 0 Preßhefe, 2428 bestet Quntität) dg, Pfund 26 kri, 2(Ye 48 kr, empfiehlt Georg Schneider, Friedberg. Ludwigs flraße 500. Eine große Sendung neuer Carricaturen ist soeben angekommen. Friedbecg. Bindernagel& Schimpf Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschtedenen Preisen bei „ K. Friedrich neben der Post in Friebberz. Todes Anzeige. I 2438 Gottes unerfotschlichem Necla bat des gefallen, unseren vielgeliebten Sohn, Bruder und Schwager Adam Lauda u un seinem 19. Lebensfabre in ein besseres Jenseits zutufen. Als Freiwilliger im Großh. Hessischen 3. Infanterie⸗Regiment verschied er am 10. d. M. zu Pfeddersheim in Folge der sich vor Metz zu⸗ gezogenen Ruhr und des Typhus. 7 g Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 11. October 1870. Die trauernden Hinterbliebener, Frucht prei se. . Per Malter. 7 Friedberg, 12. October. Waizen 13 4.00% Korn 9 fl. 20 kr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 5 fl. zu! Frauefurt, 10. October. Walzen 13 fl. 54 fl Korn 10 fl. 45 fr.; Gerste— fl.— kr. 3 Hafer 10 fl 80k. Grünberg, 8. October. Walzen 14 fl. 2 fe Korn 10 fl. 44 kt.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 10 12 Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 9 fl. 35 kr.; Wicken 70 — tr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 2 fl. 22 kr. Mainz, 8 ebs Waizen 13 fl. 40 kr. 2 10 fl. 3 fr.; Girsze 8 f. 45 kr.; Hafer 7 fl. 13 f Kartoffeln 4 fl. 48 kr.; Roggenstroh per 100 Gebunn * Sfratlilischer Gottesdienst in Friedberk⸗ Begin n: ech Freitag Abends 5½ Uhr, Samstag Morgens 8 Ubr. — Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Perlag von Bindernagel& Schi myff. ne Beilage und Praktischer Rathgeber Nr. 7.) 2 find, peufftle Nr. 57 Nit. 57. Corps Divist. schluge Arden; Gefar