Samstag den 12. Marz. 31. berhessischer Anzei 2 ge u ben he 0 ene zan ö . le ain i der t 14 1* 780 8 0 Enthält die amilichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. terceten det 4 1— 2 Amt Theil an dan mtlicher Theil. 4 10 80 Betresiznd: Die Abnahme des Verfassungseides dom I. Quartal d. J. Friedberg den 9. März 1870. 2 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 4 f. n— Dienstag den 5. April d. J., Vormittags 11 Uhr, findet die Ausschwörung des Verfassungseides auf dem Rathhause dahier durch * geftegt, die neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie diejenigen, welche sich verheirathet haben, ohne Ortsbürger zu werden, statt. Lr* der. Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie vor dem Termin Bescheinigung hierüber oder Bericht, daß keine neuen Orts- eg— bürger aufgenommen sind, oder keine Leute geheirathet haben, au uns ein. Die noch im Rückstande befindlichen jungen Ortsbürger sind bei 1 Reichsthaler Strafe vorzuladen. Ter a pp. 8 e der Grund flücke in der Gemarkung Rockenberg, Anlage von Gewannen und Friedberg den 10. Marz 1870. . Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zwischen dem 20. und 22. Januar l. J. ist ein Paquet Formularpapier, das zur Verwendung in obigem Betreffe bestimmt war, von unserem Büreau abgesendet worden, aber bei dem Großherzoglichen Katastergeometer König in Butzbach nicht eingetroffen. Da solches durch ein Versehen vielleicht einem von Ihnen zugekommen ist, so fordern wir denselben zur unverzüglichen Benach⸗ ite richtigung hiervon auf. r rtutfitt Fates cht, Set keis. n Gartenbau; taatt Srtt 1 . J., Mende en net mach u Von dem Vorstande des Vereins zur Gründung einer Anstalt für Bloͤdsinnige sind wir ersucht worden, allen edlen Gebern von Beiträgen zu Zwecken dieser wohlthätigen Anstalt, insbesondere auch den Kirchen- und Ortsvorständen für die aus den Kirchenfonds und Gemeindekassen bewilligten Gaben Dank und Erkenntlichkeit dieses Vorstandes auszudrücken. auf Friedberg den 10. März 1870. 14 neige scht e Naaduftig Mondigler! Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. n g. Die Mitglieder der lendwirthschaftlichen Bezirksvereins und wie läßt sich, wenn solches nachgewiesen wird, auf entsprechende adden Ne · sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Weise abhelfen? Eingeleitet von Herrn Rentamtmann Mengel n Meru, Mittwoch den 16. März d. J., Nachmittags 2 Uhr, zu Griedel. risinger. zu einer Besprechung nach Griedel in das Lokal des Herrn Bei— 3. Lassen sich mit Rücksicht auf die bestehenden Fruchtpreise die — geordneten Wetz ergebenst eingeladen. Körner vortheilhaft zur Füttereng verwenden Eingeleitet von 0 e 14 Gegenstände der Besprechung werden sein: Herrn Buͤrgermeister Fenchel zu Griedel. U 1. In den meisten Gemeinden der hiesigen Gegend wird landw. 4. Welche Kartoffelsorten haben sich in den letzten Jahren als 0 Fortbildungsunterricht immer noch nicht gegeben; ja er ist so— besonders ertragreich gezeigt und wie ist beim Setzen und dem er tab gar in einzelnen Gemeinden wieder ins Stocken gerathen. Anbau der Kartoffeln überhaupt zu verfahren, um hoͤchst mög⸗ r Welche Mittel sind zur Hebung desselben in Anwendung liche Erträge zu erhalten d eife, zu bringen und wie zweckentsprechende Einrichtungen dauernd Sind auch Versuche mit der Guͤlich'schen Anbauweise ge— dafür zu schaffen? Eingeleitet durch Herru Lehrer Repp zu macht worden und welches waren deren Ergebnisse? Eingeleitet 2 b, Gambach. von Herrn Verwalter Lorenz zu Muͤnzenberg. 0 2. Die Besichtigung der Zuchtbullen und Eber durch eine technische 5. Welches ist die zweckmäßigste Pflege und Ernährung des turmfels, Commission wird als sehr vortheilhaft angesehen, während die Milchviehes. Eingeleitet von Herrn Militär-Veterinararzt een Thatigkeit derselben Commission beim Ankause der Thiere manche Dr. Güngerich zu Butzbach. — Uebelstände im Gefolge haben soll. Ist Letzteres begründet und Butzbach den 2. Marz 1870. Sa Vorstehender Einladung füge ich bei, daß Herr Oekonomierath Dr. Krämer von Darmstadt seine Anwesenheit bei det Versammlung zugesagt hat. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg 1 7 1 1 0 1. „ aten Nu Tr a K 1 Fe*. 122 5 1 1 ce 3 Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ Egelsbach Heinrich Feurer das allgemeine Ehrenzeichen evangelischen Pfarrer zu Pfungstadt, Müller, zum Dekan tg 10 liche Regierungsblatt Nr. 7 enthält: mit der Inschrift:„Für Verdienste“,— und am 19. Febr. des evangelischen Dekanats Eberstadt zu ernennen;— am 4 Goll. 1 7 r 5 dem Hoschoristen Joh. Heinrich Kleyer, in Rücksicht auf 17. Februar der Eva Arnold aus Heidesheim die dierte tina II. Bekanntmachung der Gr. Ministerien des Innern] seine 50jährigen treu geleisteten Dienste das silberne Kreuz kath. Mädchenschulstelle zu Bingen— und an demselden — 1 und 9 N Jusiruktion zur Ausführung 155 Ges des Philippsordens— zu verleihen. Tage dem Schulamtsaspiranten Slamm aus Psaffen⸗ — 1 4* N Zuartierleistung für die Aalen Macht VII. Namensveränderungen. S. K. H. der Groß- Wies bach, im Königreich Preußen, die untere Elementar⸗ 10 während des Friedenszustanbes vom 7. August 1869 betr. herzog haben allergnädigst geruht: am 14. Februar dem klasse der kathollschen Schulen des Schulbezirks Si. Ignaz⸗ II. Bekaummachung Gr. Ministeriums der Finanzen, Conrad Frlebrich Klein von Gernsbeim zu gestatten, daß Stephan zu Mainz zu übertragen,— sowie den von dem 1 30 kl 5 een een Sächsischer Kassen— derselbe statt seines bisherigen künftighin den Familien-[Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die evangelische t 4 l. 4 6% 5 15. 1 1 Wied 1% namen Wolf,— dem Georg Hildendeutel von Pfassen⸗] Schulstelle zu Stockheim präsentirten Schulamtaaspiranten 11 K. 25 le Bekanntmachung Großh. Ober⸗Studien⸗Direktion beerfurth zu gestatten, daß derselbe statt seines bisherigen[Becker aus Reinheim für diese Stelle zu bestätigenz— 1 1 1. 10 derzeltiger Abministrater der Regierungerath May'schen] künstighin den Familiennamen Gimbel,— dem Adam 18. Februar dem evangel. Pfarrer zu Vosenheim, Engel— * Herbert aus Weiskirchen zu gestatten, daß derselbe statt] bach, die evangel. Pfartstelle zu Jugenheim,— und dem rl Schwarz zu Darmstadt). Schulunterstützungs⸗Stiflung ist der frllhere Kaufmann 5 IV. Abwesenhettserllärung, Durch Urtheil Großh. seines bisherigen künftighin den Famkliennamen Schrodt, — dem Johannes Schier zu Wenings zu gestatten, daß Garnisonsmitprediger CEyermann zu Darmstadt die evan⸗ gelische Pfarrstelle zu Bosenheim zu übertragen;— an 3 121 1 Bezirksgerichts Mainz vom 12. 1 1870 wurde] derselbe slatt seines bisherigen künstighin den Familien-] demselben Tage den Nolar mit dem Amlositze zu Pfed⸗ 11* 6 00 Behuss demnächstiger Abwesenheitserklärung des vordem] namen Krumm fübre— und am 22. Febr. der Ellsabeth,] dersheim, Heimburg, zum Ergänzungerichter dei dem . 1„ n Wörrstabt wohnhaft gewesenen Ackermannes Philipp] dem Johannes und der Katharina Felb zu Neu Isenburg] Friedensgeriche Pseddersheim— und am 20. Februar * Freitag dae Zeugenbewelgverfahren angeordnet. zu gestatten, daß dieselben künstighin stalt des bioherigen den provisorischen Fammwärter Sturm aus Erselden,— V. Promotionen der Großh. Landes Universität Gießen. VI Ordbensverleihungen. S. K. d. der Großherzog haben allergnäbigst geruht: am 8. Januar dem ordent— ichen Professor der mebieinischen Fakultät an ber Landes- Universitat Dr. Eugen Seitz das Ritterkreuz 1. Klasse des Ph ilippgordens,— am 25. Januar dem Friedens erschtsgelnar an dem Friedene gerichte Mainz 1 Franz bon: a Vogt das Ritterkreuz 2. Klasse dieses Ordens,— den Familtennamen Seiferlein— führen. VIII. Otensinachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht:; am 12. Febr. dem Schullehrer an der zweiten evangel. Schulstelle zu Osthosen, Kempf, die erste evangel. Schulstelle zu Osthofen und dem sevangel. Schullehrer an dem Landeszuchthause Lelihäuser die erste cvangel, Schulstelle zu Groß-Linden zu übertragenz— am 14. gebruar den Finanz-Aspiranten Hartmann aus die Finanz- Asplranten Gengenbach aus Darmstadt und Dauber aus Grünberg zu Zollaussehern— zu ernennen. IX. Charakterertheilungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Febr. dem Lohnkutscher Waas in Friedberg den Charakter ais Hoflohnkulscher und am 14. Febr. dem Kreisarzt des Kreigmedieinglamtes Gießen II., Dr. Kehrer, den Charakter als Medielnalrath zu verleihen. 9 em 18, Februar dem Bürgermeister der Bürgermeisterel[Reinheim zum Steucrausseher— und am 16. Febr. den X. Dienstentlassungen. S. K. H. der Großhekzog 7* ö N 1 f 25 2 4 haben allergnädigst geruht: am 12. Febr. den Schullehrer an der kathol. Schule zu Haßloch, Klepper, von dieser Stelle— und am 17. Februar den Schullehrer an der ersten evangelischen Mädchenschule zu Schlitz, Baumbach, auf ein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen Dienste aus dem Schuldienste— zu entlassen. XI. Concurrenz für: die evangel. Pfarr⸗ und Schul⸗ sielle zu Ermenrod mit einem Gehalte von 558 fl. 33 kr. — die zweite katholische Schulstelle zu Harheim mit einem Gebalte von 305 fl. nebst der Vergütung für Heizung des Schullokals. 8 XII. Gestorben: am 31. Dec. v. J. der pensionirte Cantor und Schullehrer Roth zu Gedern;— am 3. Jan. die penstonirte Lehrerin Anna Keßler zu Mainz;— am 9. Januar der pensionirte Schullehrer Schwörer zu Klee⸗ stadt;— am 2. Febr. der Hauptzollamts⸗Rendant a. D. Finanzrath Habermehl zu Mainz;— am 3. Februar der pensionirte Förster Wohlfahrt zu Auerbach;— am 4. Februar der pensionirte Gendarm Heyl zu Michelstadt; — am 17. Febr. der Oberappellations⸗ und Cassations⸗ gerichtsraih Dr. Köster;— am 23. Febr. der Forstmeister Zentgraf zu Romrod;— an demselben Tage der Haupt⸗ zollamts⸗Pendant Martin in Gießen;— am 25. Febr. der Kreisbaumeister Metternich zu Worms;— am— 18 Februar der Kreiswundarzt Dr. Heußlein zu Groß ⸗Stein⸗ deim;— am 1. März der Advokat⸗Anwalt Börckel, Er⸗ gänzungsrichter an dem Obergerichte zu Mainz. Darmstadt, 8. März. In der zweiten Kammer sind neu eingelaufen eine Vorstellung des Eisenbahncomite's von Schotten, die Richtung der Bahn von Laubach über Schotten betr., und ein Antrag der Abgg. Hunsinger, v. Wedekind und Consorten auf Erbauung einer Bahn von Alsfeld nach Hersfeld. Die Kammer beräth zu⸗ nächst über die Recommunication der 1. Kammer bezüglich der früheren landgräflich hessen⸗hom⸗ burgischen Domanialgüter Hötensleben und Orbis⸗ elde. Diese beiden Güter waren im Friedens- vertrage mit Preußen von der Abtretung an letz ⸗ teres ausgenommen, woraus die Regierung ihre Eigenschaft ale Privateigenthum des großherzogl. Hauses ableitet. Die zweite Kammer beschloß bei der ersten Verhandlung, daß sie als Staats⸗ domäne zu betrachten seien, wogegen dle Este Kammer der Ansicht der Regierung beitrat. In seinem neuerdings erstatteten Bericht beantragt der Aus schuß, auf den früheren Beschlüssen zu beharren. Der Antrag des Ausschusses,„die beiden Güter für Staatseigenthum zu erklären,“ wird gegen 18 Stimmen, und der weitere Antrag,„die Re— gierung um eine deßfallsige Vorlage zu ersuchen,“ wird gegen 10 Stimmen angenommen. Den weiter zur Berathung kommenden Antrag des Abg. Dern burg auf Freigebung der Advocatur beantragt der Ausschuß vorerst mit Rücksicht auf die Arbeiten der zur Ausarbeitung der neuen Civilprozeßordnung in Berlin niedergesetzten Com- mission abzulehnen, da von der letzteren diesem Gegenstand besondere Aufmerksamkeit zugewendet werde. Der Antragsteller Dernburg findet das Abwarten hier nicht für geeignet; bekanntlich seien die preußischen Anwaltsverhältnisse die schlechtesten und sei ein Vorgehen hessischerseits in dieser An⸗ gelegenheit nur wünschenswerth. Schäfer be⸗ fürchtei, daß durch Freigebung der Advocatur im Sinne Dernburg's(d. h. für Jeden, welcher die juristische Staatsprüfung absolvirt) viele Advo⸗ eaten, um nicht am Hungertuche zu nagen, zu schlechten Mitteln, um Prozesse zu bekommen, greifen, und dadurch den ganzen Stand prosti⸗ tuiren würden. Hallwachs hält eine praktische Uebung nach absolvirtem Examen für durchaus nöthig; was die Disziplinargewalt über die Ad⸗ vocaten betreffe, so sei es der sehnlichste Wunsch der Gerichte selbst, derselben enthoben zu sein. Fink betrachtet die vorliegende Frage vom Stand⸗ punkt der Gewerbefreiheit aus und ist daher für den Antrag Dernburg's, desgleichen K. J. Hoff⸗ mann und v. Wedekind. Curtman be⸗ dauert, vaß die Regierung nicht streng an einer geschlossenen Zahl von Anwälten festgehalten habe. Volhard erklärt, daß er zwar gerne jede Maß⸗ regel zur Beseitigung des Coneessionswesens, na⸗ mentlich wenn es mit politischen Rücksichten zu⸗ sammenhänge, uyterstützen werde; in der Frei- gebung der Advokatur zu unbeschränkter Zahl könne er jedoch nur ein Unheil erblicken. Der Anwalt habe zwar viel Gelegenheit, heilsam zu wirken, aber auch das Gegentheil. Bei der Ab⸗ stimmung wird der Antrag des Ausschusses mit allen gegen 12 Stimmen verworfen. — Dem k. preuß. Generalmajor v. Wittich ist nun auch das erledigte Commando der 1. Inf. Brigade übertragen worden, so daß jetzt sämmt⸗ liche Waffengattungen der hessischen Division unter preußischen Commandeurs stehen. Die erste und zweite Infanteriebrigade befehligt Generalmajor v. Wittich, die Cavalleriebrigade General von Schlottheim, die Artillerie Oberst Stumpf. Wreußen. Berlin. Die„Provinzial⸗ Correspondenz“ widmet dem abgetretenen baperischen Ministerpräsidenten Fürst Hohenlohe, welchem das Streben vorgeschwebt habe, zwischen den süd⸗ deutschen Staaten und dem norddeutschen Bunde ein enges nationales Band herzustellen, anerken⸗ nende Worte und sagt dann in Bezug auf seinen Nachfolger, Graf Bray: die politische Vergangen · heit und bewährte Gesinnung des neuen Ministers, welcher auch bei dem Abschlusse des Schutz- und Trutzbündnisses zwischen Bayern und Preußen betheiligt war, dürfte als eine neue sichere Bürg⸗ schaft dafür gelten, daß die bayerische Regierung fest entschlossen sei, in der bisberigen nationalen Richtung ihrer Politik auch gegenüber dem nord- deutschen Bunde zu verharren. — Im Reichstage stellte Graf Schwerin den Antrag, die Fortsetzung der Berathung über den zweiten Theil des Strafgesetzbuch Entwurfs auf mehrere Tage zu verschieben mit Rücksicht auf die Frage, ob bei politischen Verbrechen die Zucht⸗ hausstrafe Platz greifen solle. Das Haus nahm den Antrag an. Bei der Generaldebatte sprachen die Abgg. Lasker, Schleiden und Kirchmann gegen, der Justizminister für die Zuchthausstrafe. — Im Reichstage wurde der Antrag Lehn- dorf's auf sofortige Vornahme der dritten Lesung der einleitenden Bestimmungen zum ersten Theil des Strafgesetzes abgelehnt. Der Bundeskanzler, Graf Bismarck, sprach gegen den Antrag. Er erklärte, man könne dem Bundesrath nicht zu⸗ muthen, über Bruchstücke eines Gesetzes zu be⸗ schließen. Der Bundesrath würde auf keinen Fall auf die Weiterberathung des Gesetzes verzichten, vielmehr würde er nach einem Wege zur Ver⸗ ständigung suchen, obschon die Meinungen des Bundesrathes durchaus nicht erschüttert wären. Die Bundesinteressen würden geschädigt werden, wenn der Bundesrath schon jetzt auf die Weiter- berathung verzichte; erst nach der Durchberathung des ganzen Gesetzes könnte der Bundesrath seine Entscheidung treffen. Köln. Die„Köln. Ztg.“ veröffentlicht ein Zusatzkapitel zu dem Dekret über das Primat des römischen Papstes, welches besagt, daß der Papst in der Definition von Sachen des Glaubens und der Moral nicht irren könne. Bayern. hat bei der zweiten Kammer bereits Eingaben aus 30 Gemeinden der Pfalz mit 3768 Unter- schriften gegen das jetzige Militärsystem zur Vor⸗ lage gebracht. — Wie eine Correspondenz der„Augsburger Abendztg.“ aus München mittheilt, wird sich Fürst Hohenlohe nicht in die Beschaulichkeit müßigen Stilllebens zurückziehen, sondern in München bleiben, wo er vorerst seine Pflichten als Reichs ⸗ rath„mit möglichstem Nachdruck“ zu erfüllen gedenkt. Würtemberg. Die Agitation gegen das Wehrgesetz ist noch immer im ganzen Lande wach und hat den Landes ausschuß der Volkspartei zu dem Beschlusse veranlaßt, daß in allen Bezirken möglichst zahlreiche Deputationen, aus 10, 12 und mehr Männern bestehend, gewählt werden und sämmtlich an Einem Tage, nämlich am Sonn⸗ tag den 20. März, in Stuttgart erscheinen sollen, um jede dem Landtagsabgeordneten ihres Bezirks, welcher politischen Richtung er auch angehöre, einen Besuch abzustatten und die in dem Bezirk angenommenen Adressen behufs der Beförderung an die Kammer zu überreichen. Nach der Ueber- gabe der Adressen sollen sämmtliche Deputationen zu einer Landesversammlung zusammentreten, in welcher weitere Beschlüsse gefaßt werden sollen. Oesterreich. Wien. Eine Original⸗ Correspondenz der„Presse“ aus Cattaro enthält Folgendes: Die österreichische Regierung habe Ende Februar von einer geheimen Verabredung München. Der Abg. Kolb unter den um die Suttorina wohnenden Christen⸗ stämmen Kenntniß erhalten, wonach die kürkischen Lager überfallen und die türkischen Truppen nach dem Meere zu gedrängt werden sollten. Die österreichische Regierung habe in Folge dessen einen dichten Truppencordon ziehen lassen, und die türkischen Truppen verschanzten sich aufs Beste, um den beabsichtigten Ueberfall zurückweisen zu können. — In den letzten Wochen haben in Istrien wiederholt Erderschütterungen stattgefunden. Im Bezirke Volosca zählte man deren 22. Am heftigsten waren dieselben in Clana, wo sämmt⸗ liche 140 Häuser mehr oder minder beschädigt wurden; 37 sollen jetzt gänzlich unbewohnbar sein. Die Kirche wurde wegen der im Innern derselben eingetretenen Beschädigungen gesperrt. Die Bevölkerung, von welcher Niemand verun⸗ glückt ist, lagert im Freien. Frankreich. Paris. Die„Presse“ sagt: Der Finanzminister Hr. Buffet scheint den großen Gehältern den Krieg erklärt zu haben; er darf sicher sein, in diesem Kampfe eine gewisse Popu⸗ larität zu gewinnen. Nachdem er das Prinzip durchgesetzt hat, daß kein Gehalt 70,000 Francs übersteigen darf, erwirkte er die Abschaffung der drei großen Militärcommandos; dann kam die Reihe an den Grafen Palikab, dessen Bezüge ebenfalls verkürzt wurden, und heute vernimmt man, daß der Gehalt des Gouverneurs der In- validen ganz gestrichen worden ist. — Die Linke soll beabsichtigen, aus Anlaß des Contingentsgesetzes einen Antrag auf Herab⸗ setzung desselben um 40,000 Mann, statt der vom Kriegsminister bewilligten 10,000 Mann, ein⸗ zubringen. Aegypten. Die Festlichkeiten zur Eröff⸗ nung des Suezcanals kosten dem Vicekönig von Aegypten 50 Millionen Franes. Da in Folge dessen unangenehme Oppositionsregungen in dem Parlamente befürchtet werden, ist der Constitutio⸗ nalismus in Aegypten einstweilen wieder gestrichen worden. — Friedberg. Herr Dr. Lorenz beschloß am Dienstagabend den Ciclus der diesmaligen Wintervor⸗ lesungen mit einem Vortrag„über die Versorgung der Städte mit Wasser“. Bei der Bedeutung, welche die „Wasserfrage“ für Jedermann und insbesondere für die Bewohner unserer Stadt hat, wird es den Lesern d. Bl. erfreulich sein zu vernehmen, daß auf mehrseitig ausge⸗ sprochenen Wunsch und mit dankenswerther Bereilwillig⸗ keit des Herrn Redners sein ebenso interessanter als ge⸗ diegener Vortrag über diesen Gegenstand demnächst voll⸗ tändig zum Abdruck kommen wird, worauf jetzt schon hinzuweisen wir nicht ermangeln wollen. B Friedberg. Eine uns soeben zugegangene Mit⸗ theilung wird gewiß in Friedberg und Umgegend mit größter Freude begrüßt werden. Die Windecker'sche Garten⸗ wirthschaft wird nämlich mit dem bevorstehenden Sommer pachtweise in die Hände des Herrn Gastwirth Simon zu den drei Schwertern übergehen. Hoffen und wünschen wir, daß es Herrn Simon gelingen werde, die alte An⸗ ziehungskraft des früher bestandenen Etablissements dem neuen wieder zuzuwenden. Wir zweifeln nicht im Ent⸗ ferntesten, daß es bei dem Ordnungs- und Schönheitssinn des Herrn Unternehmers und bei der gewohnten prompten und präeisen Bedienung, sowie der bekannten guten Küche des Hauses an zahlreichen Besuchern der beiden schönen Gärten nicht fehlen werde und gratuliren deßhalb im Voraus dem Herrn Simon zu seinem Unternehmen. B Friedberg. Der vor Kurzem ins Leben gerufene Handelsverein in hiesiger Stadt, der bereiis 60 Mitglie⸗ der zählt, entfaltet eine sehr rührige Thätigkeit. In einer am gestrigen Abend statigehabten Versammlung, welche sehr zahlreich besucht war, beschloß man die Eingabe einer Pelition an die zweite Kammer der Stände zur Befür⸗ wortung des von mehreren oberhessischen Abgeordneten gestellten Antrags wegen Erbauung einer Eisenbabnlinie Alsfeld-Grünberg-Hungen⸗ Friedberg. Die bereits vor⸗ bereitete Eingabe wurde sofort von sämmtlichen Auwesen⸗ den unterschrieben und ist bereits dem Abgeordneten der Stadt, Herrn Hofgerichts⸗-Advokat von Wedekind, der sich der Sache mit großem Interesse anzunehmen versprochen hat, übergeben worden. Hoffen wir, daß die Eingabe nicht ohne Erfolg sej. Der zweite Gegenstand, die Qualität des Leuchtgases in hiesiger Stadt betreffend, führte eben⸗ falls zu einer Eingabe an den Stadtverstaud, in welcher derselbe gebeten wird, von dem ihm zustehenden Rechte der höchsten Strafansetzung wegen des gegenwärtig außer⸗ ordeutlich schlechten, der Gesunodheit im höchsten Grade schäblichen Gases, Gebrauch zu machen. Die Eingabe wurde sofort entworfen, allseitig unterschrirben und an ihre Adresse expedirt. Wünschen wir auch ihr den besten Erfolg. Den Handelsverein aber beglückwünschen wir zu seiner bisherigen Tätigkeit, welche auch ferner eine ersprieß⸗ liche sein möge. 0 1 1 willeken Junbeims i es zu „Fubnhost Eriuschiun Skadi 90 Seiten de Ai geschose, Kiufri a och nicht butch Spe verein fi Militärs n aumüßigten hochs wich ue dltset Ang die Beibehn und Using, Homburg! „fande fein mer wu Amal De Umgebung det Stadt erwünschtt Aon geru Aufgabe bemüht if jährige T deinem St Von allen Stad am sammenw und Viel Fran Sipung man sich Feridide Wesen a sunbamen und socia Wirthschajt Wiribschaf der Ansich bilbungew den etrer bimausgeh wissensche Wie sehr Dirgunger Fran bei dem 2 solchm de. don paus vbamamlic Dauftan baufg an eien, ahn Darn bgenen — 2 3 di dran. Bad Nauheim. Der hiesige Kurverein hat boden 3 des zweiten Jahres seines Bestehens in dem %, dag Aurzlich veröffentlichten Jahresberichte den Bewohnern ollen. die Nauheims Kenniniß von seiner Thätigkeit im verflossenen Folgt de 5 Jahre gegeben. Es ist aus demselben ersichtlich, daß der fla sen Kutverein, sein Ziel unverrückt im Auge haltend, eine en, und für die Hebung und Blüthe unseres Badcortes sehr er⸗ aufg Beste sprießliche Wirksamkeit nach allen Seiten hin entfaltet. rücdtisen Zunächst hat er sich bemüht, durch die Presse und zwar u burch eine Reihe von Artikeln in öffentlichen Blältern den ig Ig. und durch die Herausgabe und Verbreitung eines Schrift⸗ 1 Nirien chens„Der Fremdenführer für Bad Nauheim und Umgegend“ Ander. J in weiteren Kreisen die Aufmerksamkeit auf die Heilquellen u 22. A Nanheims zu lenken. Den Bemühungen des Kurvereins „ 0 lin. ist es zu danken, daß die Beleuchtung der Allee nach dem Bahnhofe ausgeführt wurde und daß ferner die demnächsige Errichtung einer Bundes⸗Telegraphen⸗Station in biesiger Stadt gesichert erscheint. Die Hospitalfrage wurde von Seiten des Kurvereins in die Hand genommen und der Ankauf des Dürrholz'schen Hauses(Villa Paradies) ab⸗ geschlossen, wobei vorläufig zwar die Stadt Nauheim als Käuferin aufgetreten, da der Kurverein Corporationsrechte noch nicht besitzt, jedoch die Zurückgabe an den Kurverein durch Seporatvertrag gesichert ist. Sodann hat der Kur— verein sich für Verwilligung von Freibädern für kranke Militärs vom Feldwebel abwärte und von Bädern zu ermäßigtem Preise für höhere Grade bemüht, er hat der göchst wichtigen Frage der Gründung eines Kurfonds für das Ini Nauheim steie Beachtung geschenkt und für Realisirung 0,000 7 dieser Angelegenheit nach Kräften zu wirken gesucht, auch 9 Rancs die Beibehallung der Fahrpostverbindung zwischen Nauheim Soßrgg der und Usingen, sowie die Ausdehnung der Fahrpost zwischen dann lam die Homburg und Friedberg bis nach Nau heim zum Gegen⸗ desen Bezüge fande seiner Bemühungen bei der Oberpostbehörde gemacht. a 3 Ferner wurde auf Kosten des Kuxvereins wiederum eine Ait dernimmt . en bechidigt i Irgetn da gesperrt. rand perun. „Preße⸗ Jig: M den großen dea; tr dai stwise Poyu⸗ Anzahl Bänke angeschafft und an geeignete Orte in der ts der In ⸗ Umgebung der Stadt vertheilt, die Begießung der Straßen der Stadt ermöglicht und andere eben so zweckmäßige als ut Anlaß erpwünschte und gebotene Einrichtungen gefördert und ins 2 Leben gerufen. Es erhellt hieraus, daß der Kurverein seine uf Herab⸗ Aufgabe zum Wohle unseres Badeortes zu lösen eiftigst datt der dem bemüht ist und daß er mit Befriedigung auf seine zwei⸗ Nans, ein; jährige Thätigkeit zurückblicken kann. Möge er sich in . seinem Streben auf die krästigste Weise unterstützt sehen 8 von allen Bewohnern Nauheims, denen das Wohl unserer 1 r Erof⸗ Stadt am Herzen liegt. Nur durch einmüthiges Zu⸗ Bicrkönig von Da in Folge ung in den u Constitutio · fart gestrichen sammenwirken kann auch hier Ersprießliches geleistet werden und Vieles bleibt ja noch zu thun übrig. Frankfurt. In der am Montag stattgebabten Sitzung des landwirihschaftlichen Monatsclubs beschäftigte Foribildungsunterrichts und nahm schließlich folgende Thesen an: 1) Der Club der Landwirthe erblickt eines der sundamentalsten Mittel zur Hebung der wirthschaftlichen und socialen Verhältnisse des größten Theiles der land wirthschaftlichen Bevölkerung in der Förderung des land— wirthschaftlichen Fortbildungsunterrichts. 2) Er ist ferner der Ansicht, daß der allgemeinere Ausschwung des Fort⸗ bildungswesens wesentlich davon abhängt, daß der Staat den Lehrern in den Seminarien eine über das jetzige Maß binaus gehende Ausbildung, vor Allem in den Natur⸗ wissenschaften, verschafft und daß die Gemeinden einsehen, wie sehr es in ihrem Interesse liege, alle äußeren Be⸗ bingungen solcher Fortbildungsschulen zu gewähren. Frankfurt. Hiesige Blätter warnen das Publikum, zei dem Ankaufe von Loosen auf der Hut zu sein, da mit solchen Loosen, welche nicht täglich im Coursblatt stehen. don Haustrern großer Unfug getrieben werde. Es wird namentlich darauf aufmerksam gemacht, daß von diesen paufirern Matländer 10» Francs⸗Loose zu 4 fl. 40 kr. säufig angeboten würden, während solche nur 4 fl. werth ien, ähnlich gehe es mit Loosen auswärtiger Lolterien. Darmstadt. In einem in ber Nähe des Bahnhofs gelegenen Hotel hielt sich seit etwa einem halben Jahr Gatten a7 — 8 man sich eingehend mit der Frage des landwirihschaftlichen ein angeblicher Professor Steckowitz mit Familie auf, da ihn die Flüssigmachung einer Erbschaft in Bayern hier unfreiwilllg zurückylelt. Man zweifelte um so weniger an ber Richtigkeit seiner Angaben, als bäufig Briefe und Telegramme unter der angegebenen Adresse hier anlangten und das Auftreten des Herrn Professor das eines Gent⸗ lemans war. Bald halte der Herr Professor sich eine große Zahl von Freunden erworben, welche sämmtlich dem höheren Bürger- und Beamtenffand angehörten und die sich ein Vergnügen daraus machten ihm in häufig vor⸗ kommenden„momentanen“ Verlegenheiten mit zum Theil seyr bedeutenden Beträgen auszuhelfen, wogegen er ihnen Actien eines mythischen Bergwerks, Hohenröhn“ beponitte. Diese edle Aufopferung seiner Freunde mußte natürlich dem Herrn Professor den Aufenthalt hier sehr angenehm machen, so daß derselbe den Entschluß faßte hier für die Dauer sein Domicil zu nehmen, weßhalb er sich auch um die Aufnahme in den hiesigen Bürgerverein bewarb. Seinem Wunsche wäre jedenfalls willfahrt worden, wenn nicht ein unvorhergesehener Vorfall dazwischen gekommen wäre. Der Herr Professor schien Wind bekommen zu baben, daß die Lausanner Polizei sich mehr mit seiner Persönlichkeit befaßte, als ihm lieb sein mochte und reiste in Folge eines erhaltenen Telegramms, welches die schwere Eikrankung einer nahen Angehörigen meldete, die Gemahlin des Herrn via Köln nach Paris ab. Am folgenden Tag benachzichtigte der Herr Professor den Oberkellner, daß er in Folge einer Einladung bei einem hiesigen Gesandten nicht an der Tafel speisen werde. Da die Rückkehr des Herrn Professors indessen am Abend und auch am andern Morgen nich nicht erfolgt war, schickte man zu dem be— treffenden Gesandten, wo sich denn herausstellte, daß dem— selben ein Herr dieses Namens gar nicht bekannt sei und die sofort angestellten Recherchen ergaben, daß der Vogel, nachdem er bei seinen Freunden noch bedeutende Summen, man spricht im Betrag von über 7000 fl., geborgt hatte, ausgeflogen war. Weitere Nachforschungen ergaben, daß man hier das Opfer eines der raffinirtesten Gauner ge— worden und daß der Betreffende, Sohn eines bayrischen Lehrers Namens May, schon Monate lang von der Polizei versolgt wurde, während er hier ein äußerst angenehmes Leben führte. Dieser Hochstabler gehört jedenfalls einer größeren Gaunerbande an, von welcher er rechtzeitig ge— warnt, sich dem Arm der Gerechtigkeit zu entziehen wußte. — Dem Vernehmen nach soll die Verhaftung dieses Schwindlers mittlerweile in einer französischen Grenzstadt erfolgt sein. Die Familie Senckenberg in Friedberg. Die in Nr. 22 d. Bl. enthaltene Mittheilung über die Gebrüder Senckenberg in Frankfurt, deren Einem die Senckenbergischen Stiftungen daselbst ihren Ursprung verdanken, veranlaßt mich zu der weiteren Mittheilung, daß der Vater jener Brüder, der 1730 verstorbene Physikatsprimarius Dr. Joh. Hartmann Senckenberg, ein geborener Friedberger und Enkel eines hiesigen Pfarrers war. Er war am 15. Januar 1655 dahier geboren, als zweiter Sohn von Johann Senckenberger(dies die ursprüngliche Form des Namens), welcher, 1610 zu Troppau in Oberschlesien geboren, hiesiger Bürger und Apo— theker wurde und sich am 28. November 1643 mit Anna Katharina Henriei, Tochter des Stadt— pfarrers Johannes Henrici, verheirathete,„Schöff und des Raths“ wurde, 1651 und 1653 zweiter Bürgermeister, 1659, 1663, 1669 und 1674 erster Bürgermeister war und als solcher starb. Er wurde am 10. Sept. 1674 beerdigt, und hinterließ außer seinem obengenannten Sohne Johann Hartmann einen älteren Sohn: Johannes Henritus und mehrere Töchter; eine Tochter war mit Pfarrer Walther zu Liederbach, eine andere mit Pfarrer Rodaug zu Nieder Rosbach ver⸗ heirathet. Wie er, so gelangten auch seine Söhne und einer der hiesigen Enkel seines Namens zu den höchsten Aemtern in des Heil. Röm. Reichs Stadt Friedberg. Joh. Hartm. Sencken⸗ berg wurde 1676 zu Straßburg Licentiat der Medicin, wirkte dann in Friedberg als Physicus ordinarius und wurde 1685 zweiter Bürgermeister. Die drei Söhne aus seiner ersten Ehe mit Maria Margaretha von der Birghden, von welchen zwei in Friedberg 1682 und 1684 und der dritte in Frankfurt 1688 geboren wurde, starben im Kin- desalter; die berühmt gewordenen Gebrüder Senckenberg stammten aus der zweiten Ehe des Johann Hartmann Senckenberg, mit Anna Mar- garetha Raumburger aus Frankfurt. Nach Frank⸗ furt ist Johann Hartmann Senckenberg wahr- scheinlich 1688 übergezogen. Während Johann Hartmann Senckenberg in Friedberg als Arzt wirkte, war sein älterer Bruder Johannes Henricus, geb. om 31. Det. 1647, Apotheker und hierin des Vaters Nach- folger; auch er wurde, wie es sein Vater gewesen, Rathschöffe und 1590 zweiter Bürgermeister, 1699 erster Bürgermeister. Er verheirathete sich am 18. Nov. 1690 mit Anna Dorothea Bausch, starb am 25. April 1707 und hinterließ außer mehreren Töchtern, deren eine an Pfarrer Cor- nelius in Reichelsheim verheirathet war, zwei Söhne: Otto Rudolf und Johann Heinrich. Otto Rudolf, getauft am 1. Oct. 1691, war, wie sein Vater und Großvater, Apotheker, Raths schöffe und Bürgermeister, nämlich 1727 zweiter und 1733, 1738, 1743 erster Bürgermeister. Er starb am 4. März 1745 ohne männliche Nachkommen, und mit dem Tode seiner Tochter Maria Philippine, gestorben am 27. Jan. 1781, erlosch hier der Name Senckenberg. Otto Rudolfs Bruder Jobann Heinrich, getauft am 21. Dec. 1697, war Weinwirth und Handelsmann und starb am 25. Nov 1750 als Stadtwagen⸗ meister. Er hatte neben mehreren Töchtern zwei Söhne, die aber beide im Kindesalter starben. Mit dem zweiten derselben, Johann Christian, dem Pathen des Stifters der Frankfurter Anstalten, getauft am 6. Sept. 1745 und gestorben kurz nach seinem Vater am 29. Dec. 1750, starb der Mannsstamm der Familie in Friedberg aus. Das Haus der Familie Senckenberg, worin Johann Senckenberg, sein Sohn Johann Heinrich und sein Enkel Otto Rudolf als Apotheker wohnten, ist das jetzt dem Herrn Hofapotheker Sturmfels gehörige Haus. K. Baur. Repskuchen! gets frlsch von der Müble bei D Wilh. Fertsch. Eine gut erhaltene Treppe 1 ist billig zu verkaufen. Dr. med. Trapp. Aerztliche Empfehlung. 164 Die Stollwerck'schen Brustbonbons baben bor allen andern gegen Helserkeit, Husten, ꝛc. empfoh 1 nen Mitteln den ganz besondern Vorzug, daß sie, nur aus Zucker und Pflanzensäften bestehend, vom Körper icht afficinitt werden und die Verdauung nicht stören. Sie werden nebenbei von Kindern und zarten Personen gerne und mit Erfolg genossen, wie ich mich selbst durch Jersuche in dem unter meiner Leitung stehenden Pospftal ber zeugt babe. Breslau, 21. Februar 1847. 14 Dr. Bürkner, pract. Arzt, Wundarzt ꝛc. Man findet die Stollwerck'schen Brufbonbone echt bversiegelten Pacheten mit Gebrauchsanweisung à 14 kt. I rlerberg del Wilh. 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Jahrganges 688 Vlerteljährlich 1 fl. 3 kr Wöchentlich 1 Nummer uzhstzg ut upon ub ann r in enthält: Eine Cabinetsintrigue(Fortsetzung.) Historischer Roman von G. Hiltl.— Studentenmütterchen.(Fortsetzung.) Von Arnold Wellmer.— Zur Charakteristik der Frauen- frage. I. Von Dr. R. König.— Eine Stunde unter dem Preisgeflügel. Mit 6 Illustrationen von R. Krelsch⸗ mer.— Die gespenstische Baßgeige.(Schluß.) Von Max von Schlägel Am Famillentische: Nomaden leben am Ufer der Welchsel. Zu dem Bilde; Polnische Flöͤßer auf der Rast. Von Ernestine Friedrichsen. Zu Bestelungen empfehlen sich Bindernagel und Schimpff in Friedberg. Ein Laden 695 mit Wohnung, in der besten Lage der Stadt, ß zu vermieten. Näheres dei der Erped. d. Bl. 0 1 5 .———— . TT.. ̃— V—... ͤ————.—— r T r 2———— f 8. 8 n 2 5 8 Frühjahrs 708 Unsern geehrten Abnehmern die ergebene Anzeige, daß wir wegen vorgerückter Saison von heute an bis zum 1. 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Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. 704 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, datz die Dividenden pro 1865 für die mit Anspruch auf Gewinn ⸗Antheil abgeschlossenen Versicherungen, welche jenem oder einem der früheren Jahre angehören, auf 19 Procent der für das Jahr 1865 gezahlten Prämie festgestellt ist und statutenmäßig bei den Prämienzahlungen im Jahre 1870 in Abzug kommen wird. Berlin den 31. December 1869. Direction der Berlinischen Lebens-Versicherungs⸗Gesellschaft. v. Bülow. Herzog. v. Magnus. G. Winckelmann. Busse. Directoren. Vollziehender Director. Zum Abschluß von Versicherungen empfiehlt sich Friedberg. Louis Winheim, Agent. Rechnungs-Abschluß der freiwilligen Feuerwehr zu Friedberg. 708 Von der Gründung der freiwilligen 1 5 zum 13. März 1867 gingen ein: fl. a. an freiwilligen Beiträgen 9 122 1 d. von der enewersche moogestisco Colonia 150— c. von der Aachener und Wungener 150— d. diio Phönin„ — 472 1 Ausgabe für 1% von e und Ausrufung 88210 Uebenzablung 16 20¼ Nach obigem Abschluß bis 13. März 1870 wurden weiter n für: siten 1e. 59 39 Bel dem Vorschuß⸗ und fehbonen wur⸗ den verzinslich angelegt— 200— — 275 59½¼ Hierauf gingen ein: 3. durch freiwillige Beiträge fl. 247 29 b. Zinsen von 200 fl. vom 8. Okt. 1868 bis 1. Januar 1870 fl. 9 31 — 257— mithin bleibt Ueberzahlung 18 95 Ich ersuche Jeden, welcher bei der Sammlung der lreiwilligen Beiträge shätig war und von mir über ab⸗ gelieferte Gelder Quittung erhalten hat, sich über den richtigen Elntrag dieser Beträge bei Herrn Ober⸗Brand— meister Ruths, welchem ich die betreffende Rechnung nebfl Einlag. buch übergeben habe, 0 zu wollen. Arsedberg den 12. März 1870. F. Noßbach. Bernhard's Alpenkräuter⸗ Liqueur! 607 Dieses von den meisten Autoritäten Baperns be⸗ gutachtete Destilat ist aus anerkannt magenftärkenden und dabei mildest wirksamen Pflanzengebilden, mit Aus⸗ schluß aller draflisch wirkenden Stoffe sorgfältigst de⸗ reitet. Dasselbe hat im In- und Auslande die vollste Anerkennung gefunden. Alpenkräuter⸗Ligueur⸗Jabrik München und Salzburg Wallrad Ottmar Bernhard. Alleinige Niederlage für TWilbe und Umgegend bei Wilhelm Fertsch. Erwiederung. 706 Auf Annonce— Friedberger Gas— erwtiedere ich nur, daß, was die Unreinbeit des Gases anbelangt, mich der betreffenden Behörde gegenüber verant⸗ worten resp. rechtfertigen werde, was jedoch die persön⸗ lichen Angriffe anlangt, so halte ich es nicht würdig auf eine solche Annonce zu antworten. G. Schwarz. Verwalter der Gas-Anstalt. 691 zum Ein- u. Zweispännig⸗ Fahren, noch in goten Zu⸗ Heinr. Engel II. Urgenschirme 25 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Ein Wagen, stande, hat zu verkaufen Friedberg. Preisen kei K. Friedrich, neben der Poft. Vormittags: Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. 4 Beginn des Gottesdienstes an den Wochensagen Mor⸗ gens 7¼ Uhr. Versammlung der freiwilligen auf dem Haagk. 1 gewünscht. Falck. Obst- und Gartenbau-Verein. 662 Zu einer Versammlung des Obst⸗ und Gartenbau⸗ Vereins in dem Saale des Herrn Bierbrauer Bur ck in Friedberg am Dienstag den 15. März d. J., Abends 6 Uhr, wird hiermit eingeladen. N Qatinirter Aal, à 42 3 per Pfund, Geräucherter Aal, 653 à 48 kr. per Pfund bei Anfrage gefährdenden Gases mit fl. 5 zahlen muß 2 698 Bitte den vor längerer Zeit entliehenen Turner⸗ 10 0 richt ge gürtel sofort zurückzugeben, andernfalls ich genöthigt bin denselben mit Nennung des Leihers zurückzufordern. Philipp Hottes. Ein möblirtes Zimmer sür e inen einzelnen Herrn wird pr. 1. April zu Adressen wolle man unter Nr. 112 in. der Exped. d. Bl. hinterlegen. 4 684 miethen gesucht. Kirchliche Anzeigen für nber Evangelische Gemtinde. Sonntag Reminiscere. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche: 1 Vormittags: Herr Candidat Mickel. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkir che Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: fällt aus. Burgkirche. Katholische Gemeinde. Zweiter Fastensonnkag. 10 Uhr Hochamt und Predigl. Verantw. Red.: Hermann Schimpff, Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpfl. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 11 und eine Beilage.) % Curner-geuerwehr heute Abend um 8½ Uhr bei H. 70 1 Da verschledene wichtige Gegenstände 9 zur Berathung kommen, wird allseitiges 1 3 dogs Enthält — ele ff ö zustellen 1869 in freisam geltreff Beträge Eredit! der auf K zu Bonste zu Bud Kirche zu Jauerda⸗ Kammer träge de sonderen Orzevor Abg. J wahlen Gemein 5 i der Ber Wilh. Fertsch. da der! f 8 dene Be an Herrn Gas- Fabrikanten Schwarz hier. 709 Ist das wohl ein reeller und solider Preis, wenn man das Tausend Cubikfuß stinkenden, dle Gesundhelt gegen G der Ger spricht st durch d welche 1 gewählt Das Be 1 1 Wahl 15 rah a 0 bach Erfilun die 810 wir j Antrag derde, Seb dalischen die 9 Aus 0 Alaubt, iche bab I 1 5 Sonntag Abend um sechs Uhr Missionsstunde in ar die