wess den 1 dub delm Fertsch 1 10 ilch. turmfels, den * ich rde r el endete ionci u dard Hir 1870. Unnau nnen . rr * 1205 * Oberhes sischer Anzei ck. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Iutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — —— Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 6. Okt. Am 5. Okt. fanden Jatrouillengefechte der gegen die Loire streifenden „„ Cavaleriediviston statt. 1500 Mobilgarden vurden von der 6. Cavaleriedivision aus der HZegend von Montfort vertrieben. Vor Paris nichts Neues. Hauptquartier Corntz vor Metz, 8. Detober. Der Feind griff gestern Nachmittags : Uhr über Woippy(Dorf im Arrondissement Netz) die Diviston Kummer an. Heftiger Kampf zauerte bis in die Nacht. Der Feind wurde uberall mit großem Verlust zurückgeschlagen. Die Infanteriebrigade und Theile des 10. Corps kiffen kräftig ein. Vom Feinde fochten auch Hardetruppen. Gleichzeitig entwickelte der Feind auf dem rechten Moselufer mehrere Divistonen egen das 1. und 10. Corps. Es war dort leb⸗ afte Kanonade. Die Verluste, namentlich der Division und des 10 Corps, sind auf 500 Mann, ie des 3. Corps auf 130 Mann zu schätzen. v. Stiehle. Versailles, 7. October. Der Feind fährt Ort, mit seinen Festungsgeschützen auf einzelne Hosten zu feuern. Versailles, 8. October. Am 6. October segreiches Gefecht der badischen Brigade von Degenfeld zwischen Raon Etape und St. Die egen größere Massen Franctireurs und eine ubtheilung französischer Truppen unter General Hupré. Letzterer verwundet, Feind auseinander Esprengt. Vor Paris nichts Neues. v. Podbielsky. Karlsruhe, 8. October. Die„Karlsr. atg.“ bringt folgendes Telegramm:„Luneville, Oct., 8 Uhr 11 Min. An Se. königl. Hoheit den Großherzog von Baden. Etival(Dep. zosges, Arrond. St. Die), den 7. Oct. Gestern segreiches Gefecht von 9½ Uhr früh bis 4 uhr Mittags bei St. Remy und Nompatelize (nordwestlich von St. Dis) gegen französische mie und Garde mobile. Der Feind nach 4 chr in voller Flucht auf Rambervillers. Im befechte waren vom 3. Regiment das erste und das Füsilierbataillon, das 1. Leibgrenadier⸗ hegiment und das Füsilierbataillon des 6. Regi⸗ rents, zwei Escadrons vom Leibdragoner⸗ jegiment und die Batterien Göbel und Kurz. der Feind war mehr als doppelt so stark mit ei Batterien, nach Aussage der Gefangenen undestens 14000 Mann, durch Bataillone aus zum Süden unter General Petevin verstärkt. dae Haltung der Truppen war über alles Lob wrzüglich. St. Remy, Nompatelize und Bois s Jumelles mit dem Bajonett genommen; dei feindliche Offensivstöße wurden energisch Agewiesen. Der Verlust ist beträchtlich, 20 Offiziere und 410 Mann sind todt und ver⸗ rundet. Der Verlust des Gegners ist mehr is dreifach. 6 Ofsiziere und 600 Mann, neistens Linie, sind unverwundet gefangen, schlreiche Waffen erbeutet. Die Truppen swouakirten auf dem eroberten Schlachtfeld; in glorreicher Tag für die badischen Waffen. (gez.) v. Degenfeld, Generalmajor.“ Lille. Die Genietruppen haben die Redont K Herms und die Eisenbahnbrücke bei Chimay die Luft gesprengt; die Verbindungen mi —— Belgien sind also abgeschnitten.— Nach Berichten aus Poitiers sind die Landbewohner eines großen Theiles von Frankreich noch immer sehr kaiserlich gesinnt. Dieselben lassen es sich nicht ausreden, daß der Kaiser in Sedan verrathen wurde und daß die„Rothen“ an allem Unglück Schuld sind.— In Lyon und Umgegend sollen im Ganzen 30,000 Mann Truppen stehen. — Es wird der Cernirung von Paris sich nun wohl ungesäumt die Belagerung einzelner Forts an- schließen, sobald der etwa 100,000 Centner um⸗ fassende Belagerungspark eingetroffen sein wird. Die Belagerung einer fast zwei Millionen Ein- wohner zählenden Hauptstadt ist ein Unternehmen, welches noch vor Kurzem von vielen Seiten den Unmöglichkeiten zugezählt wurde. Außerdem aber steht im Westen und Südwesten des occupirten Gebietes die Armee, welche bisher vor Straßburg gewesen, zu weiteren Operationen verfügbar, nach⸗ dem der Oberbefehl über diesen Platz dem neu ernannten Gouverneur, Generallieutenant von Ollech, anvertraut worden. Ein Rückblick auf die Festungen Ost⸗Frankreichs zeigt als jetzt genommen: Straßburg, Toul, Marsal, Vitry, Sedan, Laon, Lützelstein, Lichtenberg und das von Alters her noch halb befestigte Weißenburg; als belagert: Pfalzburg, Bitsch, Soissons; als beobachtet oder cernirt: Paris, Metz, Thionville, Mezieres, Mont⸗ meby, Verdun, Longwp, Schlettstadt, ReuBreisach. Es sind demnach neun feste Plätze bereits in deutschen Besitz übergegangen, während deren zwölf noch zur Zeit von deutschen Truppen umstellt sind. — Wie Berichte aus Amiens vom 4. Okt. melden, wäre es bei Breteuil beinahe zu einem Kampfe zwischen 250 Mann des deutschen Corps, das in Beauvais steht, und einer Abtheilung Franzosen gekommen. Letztere waren ungefähr 8000 Mann stark und bestanden aus den Mobil⸗ garden der Marne und der Somme(darunter das erste Bataillon von Reims, in welchem die bekannten Champagner Namen Roederer und Cliquot vertreten sind), einem Theil des 43. Linien⸗Regiments und mehreren Dragonern. Die Franzosen, welche die 250 deutschen Reiter, die von Beauvais aus auf Recognoscirung gegangen waren, für den Vortrab einer größeren Armee hielten, geriethen sofort in Angst und Schrecken, und ungeachtet der Bemühungen einiger ihrer Offiziere, sie zum Stehen zu bringen, gingen sie alle durch, ohne auch nur einen Flintenschuß gethan zu haben. Ein Theil derselben wandte sich nach Arras, die übrigen nach Amiens, und die sie begleitenden Genie Soldaten sprengten überall die Brücken und Tunnels. — In einem aufgefangenen Luftballon, der von Paris nach Tours bestimmt war, fand man auch einen Brief des Erzbischoss von Paris an General Trochu, den dieser an die Regierung nach Tours sendet, zur Veröffentlichung an die französischen Landbewohner. Derselbe lautet:„Mein Herr! Ihre Beschwerde, daß einige Priester in ihren Predigten das Volk zum Widerstand gegen die jetzige Regierung aufgereizt, war eine gerechte! Ich habe diese räudigen Schafe aus der Diöcese entfernt.— Meine Gesinnung war immer eine freie; ich preise den Tag, an welchem sich Frank⸗ reich der Segnung einer Republik vollständig er⸗ freuen kann, und bin glücklich, Sie versichern zu können, daß sie auf die legale Unterstützung des ganzen Clerus von Paris zählen können.— Alle Priester meiner Dibcese haben das eifrigste Ver⸗ —— langen(de desir le plus evident) ausgesprochen, zur Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung mit⸗ zuwirken und die jetzige Regierung in jeder Weise zu unterstützen. Gott segne die Republik! Ge⸗ nehmigen Sie ꝛc.“ Altbreisach, 8. Oct., Morgens, Gestern Abend von 9 bis halb 12 Uhr heftiges Bom⸗ bardement Neubreisachs von drei Seiten. Großer Brand daselbst. Soeben wieder Fortsetzung des Bombardements, Altbreisach ist bis jetzt unberührt. Karlsruhe. Der Befehl über die zum neugebildeten 14. Armeecorps gehörende badische Division ist an Stelle des immer noch unpäß⸗ lichen Generals v. Beyer auf Kriegsdauer an den preußischen General v. Glümer übertragen worden. Derselbe hat sein Commando bereits angetreten. — Nach Mittheilungen, welche der Director des statistischen Bureau's in Berlin, Herr Geh.-Rath Engel, welcher in höherem Auftrage nach Straßburg gegangen war, um die Ver⸗ hältnisse zu prüfen, nach Heidelberg gebracht hat, sind über 400 Häuser abgebrannt, 8000 bis 10,000 Menschen obdachlos, nicht weniger als 1700 Civilpersonen getödtet oder verwundet worden, worunter 56 Mitglieder der Feuer⸗ wehr. Der Verlust an liegendem und fahren⸗ dem Gut wird an 180 Mill. Francs geschätzt. Ganz besonders hat auch der protestantische Theil gelitten, der überdies seiner deutschen Gesinnung wegen vielfachen Verdächtigungen und Kränkungen ausgesetzt war. Freiburg i. B., 8. October. Neu⸗Breisach hat die Uebergabe verweigert. Dasselbe wird vor⸗ erst mit leichtem Geschütz von verschiedenen Seiten seit gestern Abend bombardirt. Die Stadt brennt an verschiedenen Orten.— Nach glaubwürdigen Nachrichten aus dem Oberelsaß sollen dort Brunnen⸗ vergiftungen Flede sein, und mehrere deutsche Soldaten und Pferde, welche Wasser aus diesen Brunnen tranken, Symptome der Vergiftung ge⸗ zeigt haben. Hamburg. Dem„Fremdenblatt“ zufolge hat die betreffende Senats⸗ und Bürgerschafts⸗ commission 10,000 Thlr. für Straßburg bewilligt. Frankreich. Tours. Die„Corr. Hav.“ meldet: Paris war gestern(26.) Zeuge eines Schauspiels, das man niemals vergessen wird. Feige Soldaten wurden durch Paris geführt mit auf dem Rücken gebundenen Händen. Die Käppis und die Waffenröcke umgekehrt, gingen sie zwischen zwei Spaliers von Soldaten mit gesenkter Stirn, auf der Brust trugen sie einen Zettel mit folgen⸗ der entehrenden Aufschrift:„N. N. ist ein elender Feigling, er hat seinen Posten vor dem Feinde schimpflich verlassen.“ Diese Ehrlosen werden vor einem Kriegsgerichte erscheinen. Das Glücklichste, was ihnen widerfahren kann, ist zum Tode ver⸗ urtheilt zu werden.— Der General Duerot hat Paris auf einem Luftballon verlassen, um das Ober⸗ commando über die Loire-Armee zu übernehmen. — Der Lafayette ist aus Newyork, in Brest an⸗ gekommen. Derselbe soll 150,000 Stück Gewehre, 6 Millionen Patronen, 150 Freiwillige und 4½ Millionen Zwieback an Bord gehabt haben. — Den eingegangenen Pariser Nachrichten zu⸗ folge hat Gambetta anläßlich der Uebergabe von Straßburg und Toul eine Proclamation erlassen, in welcher es heißt:„Selbst im Augenblicke ihres Falles haben beide Städte ihre Augen auf Paris geworfen und noch einmal versichert, daß sie fest— alten an der Einheit und Integrität unseres Vatktlandes, sowie an der Untheilbarkeit der Republik.“— Die Regierung bat befohlen, daß an Stelle der gegenwärtigen Statue der Stadt Straßburg in Paris eine neue Statue aus Bronze angefertigt wird, auf welcher die heldenmüthigen Thaten bei der Vertheidigung der östlichen Depar⸗ tements ihre Darstellung finden.— Das Fleisch fängt schon an in Paris zu fehlen.— Aus Tours wird gemeldet: Cremieux hat dem diplomatischen Corps angezeigt, daß die Verlegung des Regierungs- sitzes nach Toulouse, wo auch die Constituante zusammentreten werde, bevorstehe. Rouen, 7. Okt. Die Preußen halten ein Gehölz vor Gisors besetzt. Der Feind scheint in die Normandie einrücken zu wollen. Alle Maßregeln sind getroffen, ihm die Lebensmittel abzuschneiden. Havre ist in guten Vertheidigungs zustand gesetzt. — Im Westen Frankreichs spricht sich die oͤffentliche Meinung entschieden fuͤr den Frieden aus. So äußert sich das„Journal de Fecamp“ u. A. in folgender Weise: Ja der Friede ist das sehnliche Verlangen aller menschlich fühlenden Herzen in Frankreich, Deutschland und Amerika. Ja, der Friede ist der Wunsch Frankreichs. Ja, Frankreich besiegt und gedemüthigt, wüuscht und verlangt den Frieden. Jeder Widerstand ist künftig ohnmächtig. Er wird nur eine neue Hekatombe von einer Million Leichen zu der Million Leichen hinzufuͤgen, welche auf den Feldern von Weißenburg, Reichshofen, Jaumont und Sedan modern. Wir sind besiegt, zertreten, wie zu keiner Zeit eine Nation es gewesen ist. Hören wir auf, uns mit neuen Hoffnungen zu verblenden und auf eine unmögliche Ver⸗ theidigung zu viel Hoffnung zu setzen. Wir sind ehrenhaft besiegt. Unsere Armee, die nicht mehr ist, hat heldenmüthige Anstreugungen ge⸗ macht. Sie hat sich auch die Achtung der Sieger erworben. Die Ehre ist gerettet. Wir sind besiegt. Demüthigen wir uns! Haben wir die Würde des Unglücks! Unterwerfen wir uns schweigsam, bescheiden! Der Friede, der Friede allein, der überall von ganz Frankreich gefordert wird, kann die Zukunft des Landes retten, indem seine Menschen und Hülfsquellen geschont bleiben. Zur Stunde müssen wir im Hinblick auf das Ungluͤck des Vaterlandes den Muth haben, den Nacken zu beugen und um Frieden zu bitten.“ Belgien. Brüssel. Der„Moniteur“ bestätigt die Auflösung der beiden Observations⸗ armeen und der Armee von Antwerpen, sowie die Aufhebung des am 15. Juli creirten General- stabes. Die Nachricht verschiedener Zeitungen, die Verbindung zwischen Belgien und Lille sei unterbrochen, wird als unwahr bezeichnet. — 6. Okt. Die eben eintreffende„Liberte“ nennt die aus Tours von einem hochgestellten Diplomaten ihr zutelegraphirte neueste Combination einer kleinen bei Weißenburg an Deutschland zu gewährenden Gränzberichtigung eine für Frankreich äußerst glückliche; das sei aber alles, was Frank⸗ reich gewähren könne. — Die„Independance“ sagt über das Manifest Napoleon's:„Das Actenstück ist von einem solchen Cynismus durchtränkt, es bietet so schamlos auf Kosten eines verstümmelten Frankreichs an Deutsch⸗ land ein Bündniß zum Zwecke, es gegen Europa auf Halbpart auszubeuten, daß es wirklich aus der Feder jenes mondsüchtigen Abenteurers stammen muß, dem Frankreich die Capitulation von Sedan verdankt. So ist es denn festgestellt, daß die ver⸗ dienteste Schande und vie Erinnerung an dies neunzehn Jahre lange Verbrechen, das sich Kaiser⸗ reich nennt, nicht genug Gewicht bei ihm haben, um in seinem jämmerlichen Geiste den Traum einer Rückkehr nach Paris und die Wiedererschleichung des französischen Thrones mittels preußischer Ba⸗ jonette zu vernichten.“ Holland. Haag. Die Mittheilungen der „Independance“, die Mission des aus Luxemburg hier eingetroffenen Staatsministers Servais habe Bezug auf eine Abtretung Luxemburgs, werden für unbegründet erklärt; die Verhandlungen be⸗ treffen die en einer großen Summe, welche Holland an Luxemburg schüldel. — Luxemburg, 5. Okt. Glaubwürdige Per⸗ sonen, die heute hier angekommen sind, versichern, daß Thionville während des gestrigen Tages vollständig eingeschlossen worden ist. Alle Ver ⸗ bindungen sind abgebrochen. Großbritannien. London. Die Re⸗ gierung ist sehr mit Projekten beschäftigt, die zwischen Preußen und Rußland im Gange sind und die orientalische Frage betreffen. Die Karte von Europa soll umgestaltet und ein Congreß berufen werden. —„Daily News“ schreibt: Ein Brief von Garibaldi vom 27. Sept. befindet sich in unsern Händen, welcher das Gerücht, der General habe beabsichtigt, seine Dienste der französischen National vertheivdigungsregierung anzubitten, auf das prä⸗ ciseste und entschiedenste widerlegt. — Die„Times“ erhält folgende Depesche aus Versailles vom 7. Okt.: Burnside kehrt gestern von Paris zurück. Er sprach Favre, fand die Einwohnerschaft ruhig, die Physiognomie der Stadt unverändert. Er erwartet heute Bismarck in Ver⸗ sailles. Preußen würde der Einberufung einer constitutirenden Versammlung schwerlich Widerstand bereiten. — Dasselbe Blatt bringt auch die nachstehende Depesche:„Wilhelmshöhe, 6. Okt. Verschiedene Journale haben ein Document, unterzeichnet Napoleon und datirt Wilhelmshöhe, 26. Sept, veröffentlicht. Dieses Document ist apokryph, und Sie werden mich verbinden, indem Sie ihm widersprechen. Der Geheimsecretär des Kaisers Napoleon: F. Pietri.“ — Dem Vernehmen nach hat der englische Botschafter in Tours neuestens noch einen Versuch gemacht, einen Waffenstillstand zu Wege zu bringen. Wir sind, soll Graf Bismarck geantwortet haben, zu jeder Stunde und an jedem Orte bereit, Frieden zu machen; über einen Waffenstillstand aber verhandeln wir jetzt nur noch in Paris. Italien. Florenz. Der Zeitung„Roma“ zufolge soll die Reise Thiers nach Florenz zum Zwecke haben, die in Nizza hervorgetretenen separatistischen Umtriebe zu besprechen, zu deren Unterstützung in Florenz ein Comite gebildet wurde. — In Calabrien hat ein Erdbeben statt⸗ gefunden, wodurch mehrere Ortschaften zerstört worden sind. — Der König wird anläßlich der Ueber⸗ gabe des Plebiscits eine umfassende Amnestie erlassen. — Aus einem von Garibaldi am 15. Sept. geschriebenen Briefe scheint der Grund ersicht⸗ lich, welcher die Pariser provisorische Regierung bestimmt hat, Garibaldi's Anerbieten abzu⸗ lehnen. Garibaldi richtet an einen Freund folgende Zeilen: Lieber Freund! Durch unsere zwei ausgezeichneten Freunde X. X. habe ich erfahren, daß die Majorität der nizzardischen Italiener für ein freies Nizza ist; diese Ansicht ist auch die meinige. — Das Resultat der Abstimmung in dem Kirchenstaat ist folgendes: eingeschriebene Wähler 167,548, abgegebene Stimmen 135,291, davon stimmten 133,681 mit Ja, 1507 mit Nein. 103 Stimmzettel waren ungültig. — 7. Okt. Die römische Deputation, welche dem Könige das Resultat des Plebiseits über⸗ reichen soll, wird morgen hier erwartet. Unmittel⸗ bar nach ihrem Eintreffen wird General Lamar⸗ morg als Generalcommissär mit ausgedehnten Vollmachten nach Rom abgehen. Ein durch die römischen Deputirten verstärktes Parlament wird Mitte November nach Florenz einberufen werden. Nußland. Petersburg. Das„Journal de Petersbourg“ constatirt, daß die preußische Note vom 1. October die Lage Frankreichs vollständig darlege und zweifelt nicht an deren Eindruck auf die Franzosen. Damit ist Waffen⸗ stillstand unvermeidlich und Waffenstillstand ist Friede. Bezuͤglich der Mittheilung der Zeit⸗ schrift„Roma“ über die Mission Thiers in Florenz fragt das Journal, ob Thiers aner⸗ mit 10 Groschen bezahlt. kennen wird, daß das Votum von Nizza im Jahr 1860 ein unfreies gewesen 9 1 zu welchen Conclusionen er sodann gelangen wird. E. Bad⸗ Nauheim. Der hiesige Gesa tordig gab am Sonntag Abend zum Beten der wundeten ein Concert mit theatralischen Aufführ Ganz überraschend waren die Leiflungen der Mi dieses. Vereins im Vortrage der beiden Thegtessrücke „Stiesmama“ und„Kürmärker und Picarde“, sowie in der Darstellung des Tableau die„Eroberung der ersten Kugelspritze.“ Die erzielte Einnahme betrug 200 fl. Frankfurt. Die Untersiützung, welche der hier ge⸗ gründete Straßburger⸗Verein gefunden, ist eine so überaus lebhafte, daß es dem geschäftsführenden Ausschuß moͤglich war, abermals einige seiner Mitglieder mit einer nam⸗ haften Summe nach Straßburg zu entsenden. Die be⸗ treffenden Herren verfolgen den doppelten Zweck, sich durch den Augenschein von den Nothständen zu Unkerrichten und an Ort und Stelle selbst Vorkehrungen zu treffen, welche von vornherein eine gerechte Vertheilung der Gaben regeln.— Am 7. d. kamen zehn in Straßburg gefangene Olftziete, ein Oberst⸗Mafor, zwölf Hauplleute, die anderen waren Lieutenants der verschiedenen Garden, hier an, und wurden in verschiedenen Hotels einquartirt. Starke Munitions⸗ colonnen ziehen nach Frankreich. Bomben, worin ein Mann Platz hat(dieselben schießen 250 Pfund), für Pafis bestimmt, fuhren vorüber. 5 5 Giesen. Am 5. d. wurde dahier vor den Assisen die Anklagen gegen die Falschmünzer⸗Gesellschaft(ep. Fälscher von Stagtspapieren), verhandelt, nämlich gegen den Photographen Perger und den Schneider Wagner. Der Apparat zur Anferligung, ja die Gassenscheine sesbst waren vorgefunden worden, aber der Photograph behauptele, sie nicht zum Ausgeben sabricirt zu haben. Schließlich wurden der Verfertiger Perger und det Schneider Wagner, der sie at delt i zu drei Jahren Zuchthaus verurtheil. Der zuetst mit in Untersuchung gezogene Schreiner Stülck⸗ rath war schon vorher aus Mangel an Beweis enllassen worden. j Offenbach. Von den in allen hiesigen Wirihschaften aufgestellten Büchsen zur Einsammlung von Gaben für die Angehörigen der im Felde befindlichen Soldalen ist eine im Gasthaus„ zum Tannenbaum“, im Augenblicke, wo Niemand vom Wirthspersonal im Zimmer war, ent⸗ wendet worden, deren Inhalt auf ungefähr 9 fl. geschätzt wird. Wie es heißt, soll der Thäter bereits ermittelt sein. Darmstadt, 6. Oct. Einer unserer bellebtesten jüngeren Aerzte, Herr Dr. med. Otto Klunck, stab heute Mittag in Folge einer Vergiftung durch Leichen git, das am 1. d., als er die Leiche eines an dem Magenktebe vertorbenen Kindes, seeirt hatte, durch eine kleine Schnitt⸗ wunde einen Eingang in seinen kerngesunden Körper ge⸗ funden und den liebenswürdigen jungen Mann rasch dem Tode in die Arme filhrte. f Darmstadt. Nach dem Briefe eines hessischen Sol⸗ daten aus Gorze, war es letzte Woche einem Marketender gelungen, sich eine kleine Partie Butter anzulegen. An⸗ fänglich war der Preis per Pfund ein preußischer Thaler, aber die Nachftaße wat bald so stark, daß der Preis auf 2 Thlr. ging und trotz dieser Höhe konnte der massen⸗ haften Nachfrage nicht genügt werden. Hankkäse wurden mit 3 Sildetgroschen, dütto mit Brod und Bulter gar Für eine Dose voll Schnupf⸗ taback mußte ein leidenschaftlicher Schnupfer viele gute Worte und einen blanken Gulden bezahlen. Azi! Mainz. Der Hülfsverein für Krankenpflege. und Unlerstützung der Soldaten im Felde bat 400 Betten nach Ars sut Mosselle per Eisenbahn geschickt. Herr Dt. Wenzel, ein sehr gesuchter Arzt, welcher sich im nschluß an alle seine hiesigen Collegen mit demselben Eifer,* diese, seit Beginn des Krieges an der Pflege der Ber⸗ wundeten und Kranken, welche hier durchpassirten, be⸗ theiligte, ist nach Pent⸗à⸗Mousson und anderen Lazarett Stationen abgereifl, um eine bessere Organisation des Verpflegswesens der Krankentrausporte anzubahnen. Berlin. Hissige Blätter berichten:. Der Erfinder der Erbswürste, Koch Grüneberg, hat eine Masse aus Reis und Rindfleisch zusammengesetzt, aus der er lahr nannte Reiswurst fabricirt. Diese Wurst soll ebenso dauer haft sein als die Erbswurst und an Nahrhaftigkeit bieselbe sogar übertreffen. Nachdem die Veesuche gelungen, sollen 400 Personen mit Anfertigung von Reiswürsten in der Fabrik heschästigt werden.“. g 17 Berlin. Die Nat. ⸗Zig.“ widerlegt die Zeitungs nachricht, daß die bekannse Ktupp'sche Riesenkanone auf dem Wege nach Paris durch Berlin gekommen sei. Die⸗ selbe siehe ruhig in Essen, wo sie wohl auch verbleiben werbe. Paris. Dem Pariser, Figaro“ entnehmen wir folgenden „Une concesskon aux Prussiens““ überschriebenen, von Hrn. Philipp Gille unterzeichneten Artikel:„Wir haben ein aus ernsihaflen Leuten gebildetes Comiis niedergesebb welches sich in diesem Augenblick keiner anderen Beschäfligung hingibt, als der, ein schönes, wohlgelegenes, ein wenig ländliches Grundstück ausfindig zu machen, in welchem man die 400000 Preußen, die unter unsern Manern ihren Tod finden werden, begraben könne. Allerdings wird die Ausgabe für diesen Zweck beträchtlich sein; aber wenn ünsere Subscribenten bedenken wollen, daß, wenn man zehn Pteußen platt einen üder den andern legt, das Ganze kaum 3 Meter hoch ist(bei einer Dicke von 3⁰ Centim.), daß ferner die Länge eines Fußsoldaten mit In⸗ begriff der Pickelhaube 2 Meter, 8 Centimeler beträgt, wird Mun erkennen, daß das Capital der Auslagen nichts sehr beunruhigendes hal. Der Wunsch des Comiteg, das sich betreiis mit dem nöthigen Kalk, Chlor und Schweselsäure haben unterst. mehre Verwr trieben zugef schw Herz Hop. Diaco Pran ——— Preuss U Frank Nass * Narbe 59 U Sache Würte * U Bader S. 4815 Nr. 40, S. versehen hat, geht dahin, daß dieß Grundstück sobald als meme d e bc Bemerkung m v eterssch nach Beerdigung verlangt. Das ißt übrigens eine ganz zu ent⸗ schuldigende Neigung, und ist es nicht unsere Pflicht u i, ae 7 Folgil en Ke an den Geschmack aller französise emden Künfler, uns die Skizze eines Grab denkmals und des Gitters, 9 9 dasselbe umgeben soll, insenden wollten. Wir wollen kein prunkendes Denkmal. Nein, ein einfaches aber dauerndes; keine vergoldeten Stäbe, noch nichtssagende Ornamente— nur das Comfortable! Dhne übrigens den Intentsonen der Künstler vorgreifen zu wollen, erlauben wir uns, ihnen zu besehlen, hie und da im Gitter einige zierliche Arabesken mit der hübschen preußischen Pickelhaube anbringen zu wollen u. s. w.“ Die Pariser werden nicht schlimmer sein als unsere Nürn⸗ berger; sie werden wohl auch Keinen hängen, sie hätten üähn denn.) Ver loosun gen. Mailand, 1. Oct.(45⸗Fr.⸗Loose von 1861). Bei der heute stattgefundenen Ziebung wurden folgende Serien gezogen: 25 27 184 415 545 588 701 664 994 1029 1045 1076 1167 1614 1694 1886 2421 2763 2797 2816 2948 3610 4219 4573 4703 4763 4792 4815 5386 5422 5475 5949 6135 6390 7160 7267 7394 7601 und 1930. Es fielen auf Serie 4150 Nr. 25, S. 7601 Nr. 44, S. 7267 Nr. 28, S. 2948 Nr. 34, S. 4792 Nr. 12, S. 5474 Nr. 36, S. 5386 Nr. 40, S. 1076 Nr. 49, S. 2816 Nr. 36, S. 7394 Nr. 18, S. 1886 Nr. 16, S. 232 Nr. 7, S. 27 Nr. 31, S., 1029 Nr. 21, 7160 Nr. 4, S. 1076 Nr. I, S. 5475 Nr. 2, S. 22 Nr. 32 und auf S. 7394 Nr. 25 je 1000 Fr. Die Zahlung erfolgt am 2. Januar k. J. Friedberg, 10. October. Die erste Sen- dung der für unsere Truppen bestimmten Kleider, rischungen und sonstigen Liebesgaben ging unter egleitung des Comftemitgliedes G. Hieronymus am 25. September hier ab und kam am 30, eptember Abends glücklich, nach oftmaligem Auf- enthalt an den verschiedenen Stationen, in Ars sur Moselle an. Da jedoch am folgenden Tage eine Verlegung unserer Diviston erfolgte, mußten die Sachen nach Noviant zurückgehen und konnten nur die für das 2. Infanterie-Regiment bestimmten Pakete am Tage der Ankunft abgeliefert werden. Das einen Tag später in Noviant eingetroffene 1. Jäger-Bataillon konnte erst an diesem Tage die für dasselbe bestimmten Gegenstände erhalten. Die übrigen Pakete, deren Bestimmungsort durch die Verlegung am ersten Tage noch nicht angegeben werden konnte, wurden einem von Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Ludwig bestimmten Verwal- tungsbeamten zur Beförderung überliefert. Die angetroffenen Bekannten, sowie die Mannschaft überhaupt, waren guten Muthes und freuten sich sehr Leute aus der Heimath zu sehen. Die jetzt bezogenen Quartiere sind gut und tragen, gegen- über den früheren kalten und nassen Bivouaks, zum günstigen Gesundheitszustand sehr viel bei. Die Verpflegung ist jetzt so gut, als sie unter derartigen Verhältnissen nur sein kann. Dem Mangel an wollenen Kleidungsstücken u. s. w. ist durch die vielen Liebesgaben sowie durch die militärischen Lieferungen, mit wenig 2 abgeholfen und wäre zu rathen, dergleichen 3 nur noch auf speziellen Wunsch des Einzelnen zu senden, was ja durch den jetzt geregelten Postver⸗ kehr bald zu erfahren ist. Was die Verpflegung anbelangt, so mangelt nur eine Lieblingsspeise unserer Leute„die Kartoffel“, sie gehört dort zu den selteneren Gerichten. Es wäre bei so günstiger Ernte gewiß leicht möglich aus unserem Kreise der Divistion einige Waggonladungen zu senden. Als die Soldaten von einer derartsgen Sammlung hörten, drückten sie von allen Seiten ihre Freude darüber aus. Gewiß gibt auch Jeder gerne für die Leute, welche unsere Felder vor einer so gräu⸗ lichen Verwüstung bewahrt haben, wie man stie dort sieht. Man ersucht nun hiermit alle Ge⸗ meinden der Umgegend eine Sammlung guter Kartoffeln zu veranstalten und dieselben bis zum Samstag den 15. Oet. in den Bahnhof Friedberg zur Verla⸗ dung zu bringen. Das Comite für die durchpassirenden Krieger hat sich be— reit erklärt dann für deren Weiterbe⸗ förderung Sorge tragen zu wollen. Die Lazarethe zu Bad- Nauheim gaben seit Mitte August d. J. schon weit über 200 verwundete und kranke deutsche Krieger aufgenommen, und besorgten wir, unterstützt durch die unentgeltliche Hülfe von etwa 40 edlen Frauen und Jungfrauen, die Pflege jener Braven mit einem Aufwande von mehr als 6000 Gulden. Unsere eigenen Mittel sind nicht blos erschöpft, sondern weit überschritten, und heute schon müssen wir den Berwundeten die besonderen Gaben an Getränken und Tabak verkürzen, um in der guten, aber durchaus zweckentsprechenden und nicht über— triebenen Verpflegung Kostenersparnisse zu erzielen.. 5 Bis jetzt sind mehrere Tausend Gulden freiwilliger Gaben unserer Kreisbewohner dem Hülfscomité der lieben Nachbarstadt Friedberg zugeflossen, wir haben noch nicht 150 fl. aus dieser reichen Quelle der offentlichen Opferwilligkeit erhalten. Wir können aber unsere schwere Aufgabe ohne Unterstützung von außen nicht länger erfüllen, und richten deßhalb an alle Kreisbewohner die Bitte, Herz und Beutel aufzuthun, und uns ihre Gaben an Geld und jeglichen Lebensmitteln zu übersenden; letztere finden Verwendung in dem Hospital für unbemittelte Kurfremde, welches gegenwärtig ausschließlich als Lazareth für Verwundete dient, und sind daselbst drei edle Diaconissinnen mit Pflege der Soldaten und Führung der Küche beschäftigt. Bad⸗Nauheim den 7. October 1870. Eile thut noth! Der Vorstand des Hülfs vereins: Der Vorsitzende Schutt. Der Schriftführer Siebert. 2 Den Au-& Perkauf von Staatspapieren Provision besorgt gegen billige F. Hirschhorn in Friedberg. An- und Verkauf 13 von Coupons etc. besorgt billigst Staatspapieren, J. A. Nauheim in Fredberg. Nach dem Coursblatt der vereinigten Frankfurter Zeitungen. Frankfurter Dörse. Bei den mit“ bezeichneten Effecten versteht sich der Cours pro Stück in 5275 Hl.(Kurhessische und Braun- Schweiger Loose in Thlr.) bei allen übrigen Effecten in 0%. 8. October 1870. Staatspaplere. Bank- und Creditaetien. Anlehens-Loose. Preussen 4½% cons. Anleihe 91½ G. 4%»Darmst. Credit à fl. 250 322 P. 1 8 4½0%% ee 01% 0. 3% Frankfurter Bank à fl. 500 129 b. N 3 . 0% 5—— 50%»Oesterr. Creditanstalt ö fl. 16024 ½ à 41 b. 1 927. 55 22 Frankfurt 3½%„ 5 80½ P»»Oeésterr. Nationalb. à fl 600 6 Kr. tgl.[676 P. raf erde Thlr. 20 17½ 6. aue 77000 Bone aun 2 975 W. ene 4% baer Erk. 4 Tn. 10006 C. 5 3½%„ 5 4 40 4½% Bayer. Ostbahn à fl. 200 121 P. nn„53„* 3% 65 Turhessen] 40% 750 5—— 4½%„* neue Em.——* el. 11 7 111 8 P. Bayern 50% 9 9 96¾ ½ b. 3½% Oberhess. à fl. 350 Vollbez. 65% G. N H, d 17 K. 5 4½% ½ jähr. Oblig. 91 b. 3½% Oberhessische 65% Einz.]——* 25 43½ 68 4⁰ 85 G.„5 5 5 Gaclsen 50% Obllg. Tur A 105 100 b. Frioritäts- Obligationen. Ga e 55. Wwürtemb. 4½0% Obligationen 90 b. u. G. 50% Elisab.-Coupous i. S. 1. Em, 76 b. egen N ir L—— Mee e 80 a. 200 den 1800 737 v 3½%% 1 2 1 4½% Hessische Ludwigsb. i. fl. 93 P. e e eee Baden 0% 5 98¾ b. 60% Oest. Südb. Bonds per 1874 98 p. 1 rd fl. 100 v 1858 b W. 18 5 4½% Obl. Thlr. à 105—— 5%„» Prioritäten 73½ P. 5 N J IL 5 4,0 blteetton 8% r. 1 e e„ r Wechsel in süddeutscher Währung. 5 31½%„„1842 81% b. 3%„ Stasts-Bahn 55% b. r. Hessen] 5% Obligationen 101½ G. Amsterdam fl. 100 100 J G. 2 4 92½ b. 1 Preuss. Kasseusch. 1 44%/ Augsburg fl. 100 100 B. 5 3/0„ 87½ d.* Preuss. Friedrichsdorf 9 57-59 Berlin Thlr. 60 100% B. bosterreich 4½0% Suberrente 531½6 48% b 5 Pistolen 9 42 6. u. fehl. Bremen Thlr. 50 Lsd. 95 ¼ B. 4½0% Papierrente 45% G. 2 Holl. fl. 10 Stücke 9 54—56 Cöln Thlr. 60 104 B. 0 45½ 6. 7 Dueaten 5 33—35 Hamburg N. B. 100 88 b. Russland 5% Obl. 1. Lst. A fl 12A uE 4„ al marco 5 32—35 Leipzig Thlr. 60 104% B. dehweden 4½% Obl. in Thalern 87½ b. 2 20 Fraues-Stüeke 9 26—28 London Lost. 10 119 b. 5 4½% Opl. 4, L. x fl. 12——'— Engl. Sovereigns 11 51-55 Paris Frs. 200 5 2 H.-Amer. 60% Bonds 1882 v. 62 95½4 b 8 Russ, Imperlales 9 44— 46 Wien fl. in österr. Währung 94% b „ 6% Bonds 18835 v, 65 94½6 b volles in Gold 22527 Dlaeonto. 94 in Prenkfurt a. M. Zeil 29. 8. Lindhelmer Söhne An- und Verkauf aller Werthpapiere unter Zusicherung reeller Bedienung.— Auskunft Über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. W. wird gerne ertheilt. Unsere bis zuͤ den allerneuesten Romanen ergänzte eih⸗Bibl iothek ist für den Winter wieder hier in Friedderg und empfehlen wir dieselbe zur gef. Benutzung. Friedberg. Bindernagel 8 Schimpff. Regenschirme, 2897 äußerst billig, bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. eien 2201 Gegen Heinrich Crispens II. von Lindheim ist der förmliche Concursproceß erkannt worden. Es werden daher Diejenigen, welche an dessen Vermögen e ed zu bilden vermeinen, hiermit aufgefordert, diese im Termn Montag den 21. November l. J., Vormittags 9 Uhr. bei dahiesigem Gerichte so gewiß anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als fie sonst ftillschweigends— ohne besonders er⸗ folgendes Präclufivrecret— von der Masse ausgeschlossen werden. In dem bemerkten Termine soll zugleich die Güte versucht, beim Fehlschlagen derselben aber ein Gläubiger⸗ ausschuß und ein Massecurator ernannt, Beschlüsse über das Massevermögen, über die dem Ausschusse einzu⸗ räumenden Befugulsse, üder Bestellung eines Contra⸗ dictors ꝛc. gefaßt werden. Die Gläubiger, welche nicht persönlich erscheinen oder nicht gehörig vertreten find, werden hierbei überall als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beigetreten angesehen. Altenstadt den 10. September 1870. Großberzogliches Landgericht Altenftadt Hoffmann, Landrichter. Arbeits ⸗Versteigerung. 2425 Donnerstag den 13. October J. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in Pohl⸗Göns im Gasthaus zur Krone nachstehende Arbeiten unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt zu 12 fl.— kr. 50 Cubikfuß Mauersteine zu brechen 2 Dieselben beizufahren— 5 ½¼0 Cub.⸗Klftr. Sand zu liefern 2 25 Cutikfuß gelöschten Kalk zu liefern 2„ 40, Bußbach am 8. October 1870. Der Bezirks⸗Bauaufseher Burk. Aufforderung. 2423 Alle Diejenigen, welche noch Holzgelder an die Casse des unterfertigten standesherrlichen Verwaltungs⸗ Amtes schulden, werden hierdurch aufgefordert, solche im Laufe dieses Monats an den festgesetzten Zahltagen (Donnerstags) um so gewisser zu entrichten, als im Unter⸗ laffungsfalle gerichilsche Beitreibung erfolgen wird. Schloß Ilbenstadt den 7. October 1870. Gräflich Leiningen'sche Rentei Bier a u. Bekanntmachung. 2424 Bei der heute stattgebabten Vetrloosung von Partial⸗Obligationen der tsraelitschen Gemeinde Vilbel ist Nr. 10 à 100 fl. zur Rückzablung gezogen worden. Der Inhaber dieser Obligation wird hierdurch auf⸗ gefordert, vorgenannten Betrag am 31. Dezember d. J. bei dem Rechner genannter Gemeinde gegen Rückgabe der Obligation und der noch nicht fällig gewordenen Zinscoupons zu erheben, mit dem Anfügen, daß die Berzinsung derselben mit dem 1. Januar 1871 aufhört. Vilbel am 1. October 1870. Der tsraelitsche Vorstand. Ein Erker mil Vorsiell- Läden 2431 ist billig abzugeben bei Friedberg. W. Bernbeck. 2426 Ein gebrauchter, sehr gut erhaltener Vietoriawagen ein einspänniges Chaisengeschirr zu C. Hüttenmüller, Katserhosstraße 5. Ein Dienstmädchen 2381 findet alsbald in einem kleinen Haushalte einen latz. Dasselbe muß anstellig und relnlich sein, selbst⸗ ändiges Kochen wird nicht verlangt. Zu erfragen bei der Expedltlon. verkaufen bei Frankfurt a. M. Auszuleihen. 2404 Aus der Kirchenkasse zu Reichelsheim find 250 fl. zu 5% auszuleihen. Reichelsheim am 4. October 1870. Der Kirchenvorstand. 23871 Unterjacken, Unterhosen, Kami⸗ söler, Strümpfe, Tücher, Salband⸗ schuhe, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel empfiehlt Conrad Heß, gegenüber dem Ralhhause. 5 Ein Brauntwein-Brenn-Apparat, 2289 neuer Constructtoß, ve Blase elrka 40 Maaß Füllung haltend, erst einige Jahre im Gebrauch, mit allem Zubehör, die Gährungsbütten 230 Maaß haltend, ist wegen Aufgabe der Oekonomte sehr billig zu verkaufen. Auch werden Zahlungstermine auf Verlangen anberaumt. Näheres ber Gottfried Mondigler, Friedberg. Kupferschmied. 2361 Unterzeichneter hat sich hier als Arzt niedergelassen und wohnt bei Hrn. Lederhändler M. Reis. Friedberg. Dr. med. Schott % Kriegs-Nummern des Omnibus. Illustrationen in: No. 43. General Uhrich. Commandant Strassburgs. Abfahrt der Landwehr. Vorstadt Strassburgs während des Bombardements. Denkmal Friedrieb's des Grossen in Berlin naeh Eintreffen der Siegesnachrieht am 2. Sept. 1870. Preis pro Nummer 3½ kr., Viertel- jährlich 46 kr. Arbeiten gewandtes Näheres bei ädchen der Exped. d. Bl. 5 2382 2412 Von dem Werner'schen Wohn⸗ hause ist der 2. und 8. Stock zu ver⸗ miethen und sogleich beziehbar. Das Marmor-Geschäft von J. F. Rossbach in Mainz 2318 empflehlt sich in Anfertigung von Marmor⸗ Arbeiten aller Art, namentlich auch von Cheminckes, Grabdenkmälern ꝛc. II dunn o nao- nlp N An Arbeiterinnen Ein in allet hüugtüten wird gesucht. hen vo- aug sofort gesucht. Bet wem? sagt die Exped. d. Bl. Spielkarten, 2429 guter Qualität, zu billigen Preisen bei Friedberg Garde, Cigarren u. Schreibmaterialiengeschäft. aan, dert 2432 für Flanellhemden werden gegen gute Bezahlung e Dian e, nnr 100 Befestigungspläne 4 n von paris& Miet haben bei Binder nagel& Schimpff in berg und Nauheim. N 2 Preßhefe, 1 1 4 2428 bester Qualklät, das. Pfund 28 r., 2 Pfau 48 kr., empfiehlt Georg Schneider, Friedberg. Ludwigs flraße 500. Ein tüchtiger 15 Schuhmachergeselle ö findet dauernde Arbeit und guten Lohn bei Frtedberg. bilipp Weckerling Schuhmachermeister. 5 Auszuleihen 2346 aus der Kirchenkasse zu Steinfurth 220 à 5%. b Der Kirchenvorstand. Wohnung zu vermiethen. 2433 Der zweite und dritte Stock meines Hausks zu vermiethen. Ersterer kann sogleich, Letzterer 0 1. Januar 1871 bezogen werden. ene Friedberg den 2. October 1870. 0 e. neuß Zu verkaufen. 0 11651 2406 Eine große Hofraithe, bestehend aus einen ö bel stöckigen Wohnhaus, Scheuer, e nebst Hausgarten, wobet 150 Morgen zum Einerndten üdei⸗ nomulen werden, ist unter günstiger Bedingung auß freier Hand zu verkaufen. Auch können 20 Morgen Ackerland und Wiesen mit verkauft werden. jedes 5 Die Hofralthe eignet sich auch zum Betriebe anderen Geschäftes. Nieder⸗Mötlen bei Bad Nauheim. Peter Joseph Möbs. 2434 Bei Bindernagel& Schimpff in Fried“ berg ist zu haben: (Anstands⸗ und Umstands Regeln, feines Betragen) Neues Komplimentirbuch, oder Anweisung, sich in Gesellschaften anständig zu her tragen, nebst 18 der nöthigßsen Anstands⸗ und B il⸗ dungeregeln, 40 Toasten, Polterabend⸗ scherzen und einer Blumen sprach e. Bon Fr. Meter. 27. Auflage, 45 kr. Zwölf und einen balben Silbergroschen kann man nicht nüt licher, als zur Anschaffunßz dieses im jeder Hinsicht guten Buches verausgaben. Kirchen buchs ans ug. Evangelische Gemeinde. Getaufte: f 2. October. Dem dahier in Arbeit fiehenden Bürgen zu Kirtorf im Kr. Alsfeld und Schneider Andreas Kaspar ein Sohn Johannes, geb. am 9. August. 2 2. October. Dem Bürger zu Erzhausen im Kreise Darmstadt, Schlosser und Corporal im 1. Großherzogl. Jäger⸗Batalllon dahier Christian Lotz ein Sohn Heinrich, geb. am 4. September. 194ð N 2. October. Dem Gefreiten im 1. Großherzoglichen Jäger-Bataillon dahier und Zimmermann Heinrich Füllen ein Sohn Johann Heinrich, geb. am 19. September. 2. October. Dem hies. Bürger, Schuhmachermeisten und Schuldiener an der Realschule Konrad Herold Zwillingssöhne Dantel Christian Konrad und Johann Karl, geb. am 13. September. 4. October. Dem hlesigen Bürger Advokaten Eduard Trapp IV. eine To Amalie, geb. am 20. Auguft. 2 6. October. Eine uneheltche Tochter Barbars Katharina, geb. am 29. September. 10 Beerdigte: 0 8. October. Friedrich Benjamin Weber, Bürger u der Kreisstadt Erbach und Postconducteur dahier, a 47 Jahre 4 Monate 16 Tatze, 1 den 6. October. Kirchliche Anzeigen fuͤr Fried berg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 12. October, Nachmittags 4 Uhr, eee 3 Beifsunde mit Ansprache von perten Pfarrer Ba Verantw. Red.: Hermann Schimpff. d Hofgerichtz⸗ Ker Adele Emma Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. „ Clacé-Haudschuhe, Keren — 10 (Hierzu zwei Beilagen.) Belre