1870. Samstag den 9. Juli. M 80. Oberhessischer Anzeiger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Be Besreffend: Die Regulirung der Einkemmensteuer. ein soll. N betreffenden Pflichtigen gerechnet. r n vd d nctez. Das Gesetz, die Einfuhrung einer allgemeinen Einkommensteuer betreffend, vom 21. Juni 1869 enthält keine Bestimmung über die igent Declaration ihrer Einkommensverhältnisse Seitens der pflichtigen, avon ausgehend, daß jeder Zwang in dieser Hinsicht ausgeschlossen n 4 Nach Artikel 20 sind die jedoch etwa einlaufenden frei— illigen Angaben der Steuerpflichtigen über ihre Einkommensver— altnisse zu den Hülfsmitteln bei Ermittelung des Einkommens der e Mit Bezugnahme auf die oben erwähnte Gesetzesbestimmung n bel, Scl werden die Steuerpflichtigen der Steuercommissariate Friedberg und ungen hierdurch ausdrücklich darauf aufmersam gemacht, daß es Amtlicher Theil. Niugen neut em a chu Mitgliedern N 9. über ihre Einkommens verhältnisse den Unterzeichneten, oder einzelen der Einschätzungscemmission schriftliche oder mündliche Auskunft zu ertheilen. Es wird das Einschätzungsgeschäft wesentlich erleichtern, wenn dergleichen Auskunftsertheilungen, namentlich auch in der Weise geschehen können, daß der Steuerpflichtige einfach die gesetzliche Steuerklasse bezeichnet, welche seines Erachtens seinen Einkommensverhältnissen entspricht, alsbald bewerkstelligt werden. Friedberg und Hungen den 1. Juli 1870. Die Vorsitzenden der Einschätzungscommissionen für die Steuercommissariate Friedberg und Hungen welche in beliebiger Form und 8 onen in jedem Stadium der Verhandlung unbenommen ist, freiwillig Schober. Hunsinger. ation Mac n en e Me n ng. n Unten Betreffend: Den Ankauf von Berner Rindoieh durch den landwirthschaftlichen Verein in Oberhessen. — Bun Nach der Belanntmachung des Herrn Präsidenten des land- Es ist zweckmäßig, wenn diejenigen Gemeinden und Private, „ wirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen(in Nr. 19 der welche Zuchtstiere der Berner Race zu erwerben wünschen, unter An- 1 landwirthschaftlichen Zeitschrift) vom 3. Mai l. J., wird der ober— gabe deren Stückzahl bei dem Herrn Präsidenten des Provinzialver— 3 sessische landwirthschaftliche Verein in diesem Herbste wieder eine An- eins sich baldigst anmelden, damit man in der Lage ist, zu beur⸗ . lahl von Zuchtbullen der Berner(Simmenthaler) Race durch eine[theilen, wie viel Stück Bullen zur Befriedigung des Bedürfnisses 7 Lommission ankaufen und dieselben wiederum zur Versteigerung ander Züchter anzukaufen sind. Je. n und Gemeinden der Provinz bringen lassen. Man wolle dies noch besonders beachten. 13 L.% Wir machen die Ortsvorstände und Vieh, Züchter unter dem Friedberg den 6. Juli 1870. 5 er b L. 10 f. Bemerken hierauf aufmerksam, daß auch Private auf eigene Kosten Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks⸗Vereins ebe sch bei dieser Gelegenheit Zuchtthiere der Simmenthaler Race mit des Kreises Friedberg W ankaufen lassen können. Ter a p p. at N in 4 Hessen. Darmstadt. Die„Hess. Volks- zu Echzell im vorigen Jahr wurde bestimmt, daß die Herren müssen auch bedenken, warum und 1 0. bn llätter“ schreiben: Sicherem Vernehmen nach ist Herr Oberförster Erdmann von Laubach ein wofür sie gewählt sind. Wir wollen mit diesen e e in der Einführung des mit dem 1. Januar 1871 Nibellement der projektirten Strecke aufnehmen Worten den Staub, unter dem das Comite be— e e ee in den norddeutschen Bundesstaaten und also auch solle. Soweit die Competenz des laubachischen graben zu sein scheint, einmal aufwirbeln und zu — den hierzu gehörigen Gebietstheilen des Groß- Comite's reichte, geschah es, während der andere größerer Thätigkeit in dieser Angelegenheit anreizen. n herzogthums zur Geltung gelangenden Strafgesetz- Theil der Strecke unvermessen blieb, weil kein Preußen. Berlin. Das neue Institut 4 Stirn luchs für den Norddeutschen Bund auch in den Geld für diese Arbeit vorhanden sei, ungeachtet der Correspondenzkarten macht viel zu schaffen. Provinzen Starkenburg und Rheinhessen nicht mehr zu zweifeln und werden sich die im kommenden perbst oder vielleicht noch früher wieder zusammen— hetenden Stände einer deßfallsigen Regierungs- borlage zu gewärtigen haben. — Nach der„Fr. Zig“ hat das Offzier⸗ torps der hessischen(25.) Division eine Ver— mehrung von 25 Reserve⸗Offizieren erfahren. —— Aus der Wetterau.“) Es er- sccheint uns endlich einmal an der Zeit, eine Sache 5 1 Fri — J k. 7. bor das Forum der Oeffentlichkeit zu bringen, —— ie sich bisher fast ganz der Beobachtung ent. 1 e zogen hat: wir meinen die Thätigkeit des 10 7 Comites zur Erbauung einer Eisenbahn 5 0. von Friedberg über Reichelsheim, Ech⸗ 1 k. ell ic. nach Laubach. Die letzte öffentliche 177 Kundgebung dieses Comite's datirt aus dem e, Sommer vorigen Jahres und wir fragen mit A* Recht: was ist seitdem geschehen, um die Sache . u fördern, namentlich den Anstrengungen anderer omite's gegenüber? Die Antwort aber lautet: Man zieht die An- N. Anse D 1% dis jetzt so gut wie nichts. N die A 19 1 gilegenheit auf die„lange Bank“, bis endlich eine 2 a 143 andere Route den Vorzug erhält(Oberhessische 12 Eisenbahn!!!) und wir wieder daneben sitzen. 123 Wir können uns nicht erklären, warum so wenig 25 in dieser Sache geschieht. Auf der Versammlung 72* 11 22) Wir können nicht beurtheilen, ob und in wie weit 1 ie in nachslehenden Zeilen gegen das Elsenbahn⸗Comite 2— lahier erhobenen Klagen ihre Berechtigung haben oder 15 ficht. Durch bie Aufnahme dieses Artikels wollen wir — doch dem Comite Beranlassung bieten, etwa unbegründete ngriffe zurückweisen zu können. Die Reb. W dessen, daß Friedberg, Reichelsheim und Echzell zusammen viel mehr Beitrag verwilligt hatten, als hierzu nöthig gewesen wäre. Später trat der strenge Winter ein, und da war es natürlich nicht gut möglich ein Nivellement aufzunehmen. Nachdem nun im Anfang dieses Jahres das Eisenbahncomite es über sich vermocht hatte, sich etwas aus seiner Lethargie aufzuraffen, wurde im Frühjahr eine Deputation nach Darmstadt geschickt, und außerdem beschlossen, es solle alsbald das Nivellement aufgenommen und eine Eisenbahn— Versammlung abgehalten werden, um den In— teressenten von der Sachlage Kenntniß zu geben. Wir haben gewartet und gewartet: aber es wurde weder das Nivellement aufgenommen, noch eine Versammlung abgehalten. Vielleicht schämte man sich doch mit so mageren Resultaten einer Jahres- thätigkeit vor das Publikum zu treten. Beobachten wir die Comite's anderer Gegenden, so sehen wir dieselben eine enorme Thätigkeit entfalten. Vor etwas über einem Monat hat sich ein Comite für die Linie von Vilbel, über Altenstadt, Orten— berg ꝛc. gebildet und jetzt wird schon das Nivelle— ment aufgenommen, während wir schon ein Jahr lang darauf warten. Wir halten es für ganz ungerechtfertigt, daß diejenigen, die mit dem öffentlichen Vertrauen beehrt werden, so wenig für diese Sache thun. Da hat der eine keine Zeit, um sich viel damit abzugeben, der andere zu wenig Interesse an der Sache; aber daß Einer so ehrlich wäre, sein Mandat deßhalb niederzulegen, das kommt nicht vor. Mit der Ehre, Comitemitglied zu sein ists nicht gethan; Die„N Pr. Zig.“ wirft folgende Frage auf: „Muß der Adressat jede Correspondenzkarte, die ihm durch die Post übermittelt wird, annehmen, oder kann er eben so gut, wie bei jedem noch unerbrochenen Briefe oder einer offenen Post— anweisung auf Geld, den Empfang, auch nachdem er sie überlesen, ablehnen, se daß sie mit dem Vermerk:„Adressat nimmt nicht an“ wieder ihren Weg zurückwandert? Es wäre sehr wünschens⸗ werth, wenn eine amtliche Mittheilung hierüber erfolgte. Die Fälle, in denen eine solche Frage zur Entscheidung kommen müßte, werden ohnehin nicht lange ausbleiben.“ — Die„Provinzialcorrespondenz“ meldet: „Der König gedenkt vorläufig noch 14 Tage in Ems zu verweilen und dann für kurze Zeit nach Wiesbaden und Homburg zu gehen. In den letzten Tagen dieses Monats kehrt der König hierher zurück.“ — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt in einem Artikel über die Interpellation Cocherp's, erst aus der Rede des Herzogs v. Gramont sei zu ersehen, daß der Prinz v. Hohenzollern die spanische Krone angenommen habe. — Graf Bismarck soll, einer Mittheilung der „Baltimore Sun“ zufolge, an eine hervorragende Persönlichkeit in Washington geschrieben haben, es sei ihm von den Aerzten Ruhe und eine größere Seereise angerathen worden, und er sei demzufolge einem Besuch der Vereinigten Staaten nicht ab— geneigt. Er soll aber dabei zugleich angefragt haben, ob er erwarten könne, dort die ersehnke Ruhe zu finden. Das amerikanische Blatt bemerkt 0 nun dazu: Der arme Graf! Hier und Ruhe! Wieviel würde wohl unsere weibliche und männ⸗ liche Shoddy⸗ und sonstige Aristokratie im Verein mit den beutegierigen Preßhyänen nach zwei Wochen von dem berühmten Manne von„Blut und Eisen“ noch übrig gelassen haben?! — Ueber den Stand der Angelegenheit der Feier des 3. August wird in hiesigen Blättern Folgendes mitgetheilt: Die gemischte Deputation hat sich für Ablehnung jeder Betheiligung Seitens der Stadtbehörden ausgesprochen und der Magistrat sich dieser Entscheidung angeschlossen. Auf Antrag des Magistrats haben die Stadtverordneten vor drei Wochen die Gründung einer„Friedrich- Wilhelm⸗Stiftung“ beschlossen. Zu diesem Zwecke wird ein Capital von 100,000 Tylrn. zur För⸗ derung der Zwecke des deutschen Gewerbemuseums ausgesetzt. Wiesbaden. Hans Wachenhusen, der augenblicklich dahier weilt, erläßt folgende War⸗ nung:„Aus den Zeitungen ersehe ich, daß mein bisber von mir nur im„Hausfreund“ erwähntes Projekt einer deutschen Colonisation im Nil-⸗Delta von Schwindel-Agenten ausgebeutet wird, die namentlich in Westpreußen und im Königreich Sachsen ihr Unwesen treiben, den Leichtgläubigen Geld abnehmen und ihnen dafür große Strecken Landes in Aegypten versprechen. Ich warne hier⸗ mit vor diesen Betrügern. Die vom Vicekönige zur Etablirung einer deutschen Colonie bestimmten 5000 Feddan ägyptischen Bodens sind eine Schen— kung an mich persönlich, und nur mir ward es überlassen, von denselben an tüchtige deutsche Landwirthe zu vertheilen. Den vom ägyptischen Ministerium mir vorgelegten und von mir später dem hohen Bundeskanzler-Amte in Berlin zur Prüfung überreichten Schenkungsact habe ich nicht unterschritben, weil er nachträgliche Bedingungen enthielt, welche die mir vom Khedive gemachten Concessionen in Frage stellten.“ Bayern. München. Das Collegium der Gemeindebevollmächtigten hat beschlossen, den Herren v. Liebig, Wilhelm v. Kaulbach und dem Dr. von Steinheil das Ehrenbürgerrecht der Residenzstadt zu verleihen. — Ein tragisches Exeigniß, das noch nicht völlig aufgeklärt ist, versetzt die Stadt in nicht geringe Aufregung. Der Pferdewärter des Kürassier⸗ Lieutenants Grafen Bacinetti ist Morgens früh in dem Zimmer seines Herrn erschossen gefunden worden. Die Pistole des Heren lag auf dem Tische. Das Urtheil der Todtenschau lautet auf Selbstmord. Dem gegenüber wird behauptet, daß die Schußwunde sich in der linken Brust befindet, und eine von links nach rechts gehende, so wie zugleich abwärts geneigte Richtung habe; auch seien die Kleider in der Nähe der Wunde zerfetzt gewesen. Man will, wie man der„N. fr. Pr.“ schreibt, daraus schließen, daß kein Selbstmord vorliegen könne und daß der Schuß überhaupt nicht dicht am Körper abgefeuert worden sei, son⸗ dern daß Jemand aus einiger Distanz gezielt und geschossen haben müsse. Bei demselben Lieutenant bat sich(2) schon früher ein Bedienter erschossen. Oesterreich. Wien. Die Wiener„Presse“ sagt:„Die Nachricht, daß unsere Regierung bereits den Beschluß gefaßt habe, sich der Candidatur des Prinzen von Hohenzollern gegenüber ganz passiv zu verhalten, scheint uns unrichtig. Wir glauben vielmehr, unser auswärtiges Amt ist von den Ereignissen in Spanien derart überrascht worden, daß es bis jetzt noch zu gar keinem Entschlusse, weder in der einen noch in der andern Richtung, gelangt sein dürfte.“ Frankreich. Paris. Die Nachricht von der Erhebung des Prinzen Leopold von Hohen— zollern auf den spanischen Thron wird von allen Blättern besprochen. Im Allgemeinen sind die⸗ selben in großer Erregung, daß ein preuß. Prinz die spanische Krone erhalten soll. Die Hofjournale wie das Pays sagen, daß Frankreich dies nicht zugeben dürfe. Der Frangais, das Organ des linken Centrums, meint, Frankreich dürfe nicht dulden, daß Preußen die Rolle in Europa spiele, bellisten, Carlisten und Republikaner sich vereinigen kämpfen. Die Patrie will wissen, daß die Spanier den Prinzen Leopold nicht annehmen werden. Ob⸗ gleich man in den offiziellen Kreisen diese ganze Angelegenheit für sehr ernst haͤlt, so bedrohen die ministeriellen Blätter jedoch keineswegs Spanien. Dieselben sollen nämlich die Instruktion erhalten haben, Preußen nicht zu verletzen und die Patrie sagt deßhalb, wie auch der Constitutionnel, daß es Spanien frei stände, zu thun, was ihm beliebe, und fügt hinzu, daß Frankreich Spanien gegen⸗ über seine bisherige Politik, nämlich die der Neutralität beibehalten werde. — Der„Constitutionnel“ veröffentlicht folgende ofsiziöse Note:„Aus Mittheilungen, welche uns vertrauenswürdig scheinen, geht hervor, daß Agenten des Marschalls Prim sich dieser Tage nach Preußen zu dem Prinzen von Hohenzollern begeben haben, um ihm die spanische Krone anzutragen, und daß Se. Hoheit dieselbe angenommen hat. Wir wissen noch nicht, ob der Marschall Prim, als er diesen Schritt that, in seinem persönlichen Namen han— delte, oder ob er von den spanischen Cortes oder dem Regenten irgend ein Mandat empfangen hatte. Auch wollen wir weitere Nachrichten abwarten, um ein Ereigniß zu würdigen, dessen Bedeutung Niemand enkgehen wird. Wenn der Marschall, wie Alles vermuthen läßt, ohne Mandat gehandelt hat, so beschränkt sich dieser Zwischenfall auf eine Intrigue; wenn dagegen die spanische Nation diesen Schritt bestätigt oder anräth, so müssen wir ihn vor Allem mit Achtung ins Auge fassen, welche der Wille einer ihre Geschicke regelnden Nation einflößt. Aber bei aller Hochachtung vor der Souveränetät des spanischen Volks, welches in diesem Falle der einzig competente Richter, könnten wir ein Gefühl des Erstaunens gicht unterdrücken, wenn wir das Scepter Karls V. einem preußischen Prinzen, dem Enkel einer Prin- zessin aus der Familie Murat, deren Namen nur durch traurige Erinnerungen an Spanien geknüpft ist, anvertraut sähen.“ — Ein Telegramm der„Agence Havas“ aus Madrid bestätigt, daß der Prinz von Hohenzollern die ihm von Prim angetragene Krone angenom- men hat. — Im gesetzgebenden Körper legten der De⸗ putirte Cochery und Genossen eine Interpellation über die Eventualität einer etwaigen Besteigung des spanischen Thrones durch den Prinzen von Hohenzollern auf dem Bureau des Hauses nieder. — In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 6. d. beantwortete Gramont die Interpellation Cochery's. Der Minister constatirt, daß Prim die spanische Krone dem Prinzen von Hohenzollern angeboten und dieser die Krone angenommen habe. Das spanische Volk habe sich bis jetzt noch nicht erklärt. Die Regierung habe keine Kenntniß von den eingeleiteten Verhandlungen, sie ersuche deß⸗ halb, eine Discusston zu vertagen, welche jetzt nicht zum Zwecke führen würde. Die Regierung werde in ihrer bisher beobachteten neutralen Stellung verharren, werde aber die Installation eines Prinzen auf den spanischen Thron durch eine fremde Macht zu verhindern suchen. Gramont erklärt, nachdem er die Mäßigung Frankreichs gegenüber Spanien betont, weiter, daß die Pla⸗ cirung eines ausländischen Prinzen auf den Thron Karl's V. das europäische Gleichgewicht zu Frank⸗ reichs Nachtheil störe. Picard verlangt die Mit⸗ theilung aller Dokumente, welche zur Klärung seines Urtheils dienen könnten. Man müsse sich ohne Beistimmung der Repräsentanten des Landes nicht in einer neuen Situation engagiren. Minister Chevandier de Valdrome antwortet, daß der Augenblick einer Diskussion noch nicht ge⸗ kommen sei. Die Regierung könne jetzt keine andere Erklärung abgeben. Da Cremieux auf dem Verlangen Picard's besteht, ergreift Minister Ollivier das Wort und sagt, die Erklärungen des Herzogs v. Gramont ließen die Frage nicht un⸗ klar, ob die Regierung den Frieden wolle oder den Krieg herbeiführe; die Regierung wünsche die Oesterreich früher gespielt. Der Moniteur droht nicht, aber er sagt voraus, daß die Isa— womöglich die Erhaltung des Friedens, aber in heiner für Frankreich ehrenhaften Weise. Die Re⸗ gierung sei überzeugt, daß die Erklärung des werden, um den gemeinschaftlichen Gegner zu be⸗ Herzogs v. Gramont eine friedliche Lösung berbei⸗ Es handle sich hier nicht um einen 0 geheimen Zweck; würde ein Krieg nothwendig, so führen werde. werde ihn die Regierung ohne Zustimmung des gesetzgebenden Körpers nicht unternehmen. Ollivier versichert schließlich, daß kein Hintergedanke dabei existire, wenn die Minister sagen, sie wünschten den Frieden. — Der„Constitutionnel“ findet in der Er⸗ klärung Gramont's die richtige Antwort gegen⸗ über dem„feindseligen Acte, welcher in der Can⸗ didatur eines hohenzollern'schen Prinzen liege“. Der gegen Preußen wie Spanien gleichmäßig scharfe Artikel betont, daß der Frieden von den Entschließungen Spaniens und Preußens abhänge und fügt hinzu, am 6. d. in Paris eingetroffene Nachrichten ließen auf eine günstige Wendung den Die hervorragendsten Mitglieder 10 der liberalen Partei in Spanien desavouirten das Dinge hoffen. Vorgehen des General Prim in dieser Angelegen⸗ heit.„Wenn das spanische Volk,“ so schließt der Artikel,„einen ihm aufzuzwingenden König von selbst zurückweist, so haben wir von Preußen Nichss weiter zu fordern. Die Ordnung wird alsdann zurückkehren, ohne daß eine der drei Mächte irgend eine Concession zu geben oder zu verlangen hat. Dieß ist die von uns gewünschte Lösung.“ — Tie„Agence Havas“ meldet aus Madrid vom 7. d.: Wie man versichert, habe die spanische Regierung sich dahin entschieden, den Mächten offiziell mitzutheilen, daß sie den Prinzen von Hohenzollern zum Candidaten für den spanischen Thron gewählt habe. 5 Großbritannien. London.„Times“ und„Standard“ sprechen sich gegen die Candi⸗ datur des Prinzen von Hohenzollern aus. Eng⸗ land könne die Wahl nicht billigen. Die Blätter hoffen, daß die durch die Ausstellung der Can⸗ didatur geschaffene augenblickliche Spannung sich bald lösen werde. Mit der Anschauung Prim's sei der Beschluß der Cortes noch nicht gegeben. — Die„Morning Post“ veröffentlicht ein Telegramm aus Tientsin, nach welchem am 21. Juni in Peking ein gegen die dort anwesenden Franzosen gerichteter Volksaufruhr ausbrach. Alle französische Priester, die barmherzigen Schwestern, der Chargé ctaffaires Graf Rochechouart, der französische Consul sowie drei Russen wurden ermordet. Die Cathe⸗ drale wurde niedergebrannt. Spanien. Madrid. Der„Impartial“ will wissen, daß in dem Ministerrathe zu La Granja vollständige Einmüthigkeit in den Ansichten der Minister geherrscht, und daß der Regent die Haltung Prim's gebilligt habe. Das Ministerium sei ermächtigt worden, diejenigen diplomatischen Unterhandlungen anzuknüpfen, welche es für ge⸗ ziemend erachte, um den Cortes einen Candidaten für den spanischen Thron vorzuschlagen, der den Wünschen der Majorität entspreche. Die Cortes würden am 22. d. M. zusammentreten und solle am 1. August die Königswahl statthaben. I Friedberg. Der Wetterauer Zweigverein der Gustav⸗Adolf⸗Stiftung feierte sein Jahresfest am 26. v. M. in dem benachbarten Södel. Das Dorf war zu Ehren des Tages reichlich mit Ehrenpforten, grünen Bäumen, Kränzen, Fahnen ꝛc. ꝛc. geschmückt. In der sehr stark besuchten Kirche hielt Professor Köhler aus Friedberg 6, 38:„Gebet, so wird euch Den Rechenschaftsbericht erstattete Pfarrer Meyer aus Friedberg. Wir können hier aus dem reichen die Festpredigt über Luc. gegeben.“ Material, das dieses Referat bot, nur einige kurze ai miitheilen. Die letzte große Hauptversammlung gehalten worden. Hauptversammlung, die in Bayern von Seiten des Cen⸗ tralvereins gehalten worden ist. Die erste hat in Nürn⸗ berg 1862 statigefunden. Damals, im Jahr 1862, vetrug die Summe der im letzten Rechnungsjahre verwendeten Gelder in runder Zahl 165,000 Thlr., in Beyreuth dagegen konnte der Rechenschaftsbericht 194,000 Thlr. als den Betrag der Ausgabe im letzteren Rechnungsjahre abgeben. Eine solche Steigerung in Ausgabe und Einnahme ist eingetreten trotz des Krieges vom Jahre 1866 und trotz der ungünstigen Zeitverhältnisse in den darauf folgenden Jahren. Die Einnahme des letzten Jahres ist überhaupt die größte Jahreseinnahme gewesen, welche der Verein seit seinem Vestehen gehabt bat. Es ist dem Verein mög⸗ lich gewesen in dem letzten Jahre 904 Gemeinden zu unterstützen— 121 mehr als im Jahre zuvor. Die Zahl der in demselben Jahre eingeweihten Kirchen, Kapellen 2 2 — E 3 2 . 22 benflichen fc bei, det mehrere vieeft blachle 20 fl. noch 15 fl. zu nicht sonderli. hunt bei dem lhliche Nacht in einem ge deemde in mehrere Stun Alnander ab. Helen Direkt Seminatlehre Wohnbach. von Seilen d als derselbe Lulherdenkm Verf 1891 Mon sollen auf bauung me fahrten für Bauarbesten arbeit öffen gegeben wer 2 2 2 — 2 — 2 — 2 Gustav⸗Adolf⸗Vereins ist im vorigen Herbste zu Beyreuh Es war dies überhaupt die zweite ens abbäng: uungetroffent Dadung der * Nuzlirder ouirten daz er Angelegt. o schließt de onig von selli tußtn Nicht wird alsdan Lachtt irgend erlangen hat 5 ing. aus Nadm dit spanisch dir Machte don tx spanischn Piinzen . gegeben ftatlicht eu an 21. Juni 5 Jnpatnt nathe zu& ben Aufchn 1 Regen d 1 init 5 Ale matisch * 8 2 E— tröge, und Bethäuser ist 41, daneben wurde der Bau von 35 Schulhäusern und 26 Pfarrhäusern vollendet. Das Be⸗ dürfniß nach Hilse hat sich freilich nicht vermindert. Nur 15 Gemeinden konnten als künftighin der Unterstützung nicht mehr bedürftig aus der Pflege des Vereins enllassen werden; dagegen verlangen jetzt 1000 Gemeinden noch nach Hilse, und 165 Kirchen und Kapellen, 173 Schul⸗ bäuser und 85 Pfarrhäuser follen aufgebaut werden. Erfreulich ist die Einnahme an Legaten gewesen; es sind deren 80 dem Verein zugewendet worden, darunter eins von über 10,000 fl. Seit dem Jahre 1850 wird auf der jäbrlichen Hauptversammlung immer eine größere Gabe einer besonders bedürftigen Gemeinde zugewiesen: die so⸗ genannte Liebesgabe. Voriges Jahr kamen 5375 Thlr. zur Verwendung. Diese Summe erhielt Madrid. Wenn Madrid gerade für diese Unterstützung auserwählt, warum es zwei andern sehr bedürftigen Gemeinden vorgezogen wurde, bedarf wohl keiner Erklärung, der Name der Stadt besagt für sich schon genug.— Aus der Chronik unseres hessischen Hauptvereins sei erwähnt, daß die Einnahme im letzten Jahre sich auf ungefähr 12,000 fl. belaufen hat. Der Wetterauer Zweigverein insbesondere hat im letzten Jabre eingenommen a. aus Jahresbeiträgen 424 fl. 9½ kr.; b. an Collecte 78 fl. 19 ke. Friedberg hat zu dieser Einnahme beigetragen 147 fl. 17 ke. an Jahres⸗ beilrägen und 8 fl. an Collecte. Der Friedberger Frauen⸗ verein hat eine größere Anzahl Kleidungsstücke nach Wartenburg in Ostpreußen schicken können. Au baarer Einnahme wurden ihm zugewiesen 32 fl. So viel aus dem Rechenschafisbericht.— Zur Verschönerung der gottes⸗ dienstlichen Feier trug der Södeler Gesangverein wesent⸗ lich bei, der unter Leitung des Herrn Lehrer Hahn mehrere vierstimmige Gesänge vortrug.— Die Festcollecte brachte 25 fl. ein, zu welcher Summe der Gemeinderath noch 15 fl. zulegte.— Das Wetter war an jenem Tage nicht sonderlich günstig. Aus diesem Grunde mußte die sonst bei dem Jahresfeste des Wetterauer Zweigvereins übliche Nachfeier im Freien unterbleiben. Dafür kamen in einem geräumigen Wirthshaussaal Einheimische und Fremde in großer Zahl zusammen. Dort wechselten mehrere Stunden bindurch Ansprachen und Gesänge mit einander ab. Die Ansprachen wurden gehalten von den Herren Direktor Schwabe, Pfarrverwalter Schneider, Seminarlehrer Wahl, Pfarrer Meyer, Pfeifer aus Wohnbach. Besonders erfreut wurde die Versammlung von Seiten des Herrn Reimer aus der Gambacher Mühle, als derselbe ein von ihm auf die Enthüllung des Wormser Lutherdenkmals verfaßtes Gedicht vortrug. Frankfurt. Am 6. Juli, Morgens um ½4 Uhr brach in einem der ättesten und dich tbepölkertsten Stadt⸗ 3950 in der Rosengasse, ein heftiges Feuzr aus, selches ank der raschen Hülfe sich jedoch nur auf den Dachflock eines Hauses beschränkte. C. Darmstadt. Die von der Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft ꝛc. c. in Gemeinschaft mit den Vertretern der landw. Abtheilung an der Großherzog⸗ lichen polytechnischen Schule zu veranstaltende Ausstellung und öffentliche Prüfung von Mäh⸗Maschinen ist nunmehr einer Ankündigung in der landw. Zeilschrift zufolge auf Freitag den 13 Juli festgesetzt worden, und wird diesesbe um 10 ußr früh beginnend, zunächst in Roggen und in Luzerne auf den Feldern des Karlshofes bei Darmstadt(unmittelbar an der Odenwald ⸗Eisenbahn) staufinden. Es sollen im Ganzen 10 verschiedene Con⸗ structionen amerikanischer und englischer Mähmaschinen für 17 verschiedene Arbeits- Verrichtungen in Thätigkeit gesetzt werden, so daß dem landw. Publikum eine seltene und höchst werthvolle Gelegenheit dargeboten werden wird, sich über die neuesten Fortschritte in diesem wichtigen Zweige des landw. Maschinenwesens zu informiren. Der Vorführung geht eine sehr eingehende Prüfung der Maschinen durch eine Commission von Sachverständigen voraus, deren Urtheile am Tage der öffentlichen Probe verkündet werden sollen. Dem Vernehmen nach werden auf dieserhalb an sie ergangene Einladung auch die Ver⸗ treter der landw. Centralstellen mehrerer Nachbarsiga ten erscheinen. Groß-Gerau. Da seit dem 2. Juni, also seit fast 5 Wochen, keine Erderschütterungen mehr stattfanden, so gaben wir uns der Hoffnung hin, wieder festen Boden unter unseren Füßen zu haben. Am 5. d. Morgens um 43 Uhr wurden wir eines Andern belehrt durch einen sehr starken, doppelten Erdstoß, dem ein Dröhnen voraus— ging und der eine mehrere Sckunden dauernde Er— schütterung zur Folge hatte. Gegen 5 Uhr fand aber— mals eine schwache dröhnende Erschütterung statt. Heidelberg. Seit neuerer Zeit kommen auf den Eisenbahnen, namentlich auf der Strecke zwischen Frank⸗ furt und hier, und hauptsächlich bei Schnellzuͤgen sowie an den Bahnhöfen wieder häufig Taschendiebereien vor. Es scheint, daß wie im vorigen Jahre gerade um die— selbe Zeit, wieder eine ganze Bande solcher Industrieritter unsere Gegend unsicher macht. Unsere Polizei hat daher auch ihre Vorsichtsmaßregeln verdoppelt, und ist es der— selben gelungen, dieser Tage eine ganz fein gekleidete Engländerin, die sich als Geschäftstheilhaberin der Lang— fingerzunft besonbers verdächtig gemacht hat, einzubringen. Dieselbe soll sich schon seit einigen Tagen auf u 25 Bahnhöfen herumtresben. Ein Polizist hotte ihr 29 auch seine ganze Aufmerksamkeit geschenkt und beobachllete eines Tages, wie sie sich in einen— nicht für Damen eingerichteten— Abtritt des badischen Bahnhofs zurück⸗ zog. Nachdem sie sich daraus entfernt hatte, wurde der Abtritt untersucht und fand sich daselbst ein leeres Porte⸗ monnaie vor. Gleich darauf meldeten sich zwei weitere englische Damen, welchen das Portemonnaie mit ziemlich bedeutendem Inhalt abhanden gekommen war. Die Be⸗ treffende sitzt in Haft und harrt ihres Schicksals. Verloosungen. Venedig, 30. Juni. Bei der am 30. d. dahier staltge⸗ fundenen Ziehung der Venediger Frs. 30-Loose wurden folgende Serien gezogen: Serie 88, 4163, 4343 und 9308. Sodann folgende größere Gewinne: Serie 83 Nr. 14 mit 20000 Frs., Serie 4163 Nr. 5 mit 1000 Fre. Madrid, 1. Juli. Bei der am 1. Juli stattgefundenen 7. Ziehung der 3pCt. Madrider Loose wurden folgende größere Gewinne gezogen: Nr. 85284 mit 380,000 Realen, Nr. 42727 312197 à 7600 Realen, Nr. 245372 107280 341867 267861 386226 274503 372312 143356 99340 104388 74549 216898 355513 156100 à 1140 Realen, Nr. 154929 257768 242332 152566 196426 161278 285572 358058 125415 400605 297833 224097 292643 161440 155997 151477 202623 393243 41168 369308 114509 199798 132361 à 760 Realen. Jür die von ihrem Manne verlassene Frau ist sernet eingegangen: Bei J. Cronenderg: Von C. Scriba 30 kr., J. Engel, Hofagent, 1 fl., M. M. 30 kr., Ungenannt 30 kr., Ungenannt 18 ke., C. Kramm vom Teichhause in Bad⸗Nauhe im 30 kr. Bei G. Philippi: Von N. Engel 30 kr., Chr. Ritzel 30 kr., N. Erhardt 30 kr., St. K. 12 Kr., N. Ruppel 6 kr., Peter Döll 12 kr., N. Stern 12 kr., N. Lichtenstein 12 kr, N. Manasse 6 kr., G. Schenk 18 kr., M. H. 30 kr., B. G. 18 ke., N. R. 18 ke., A. Velte 30 kc., N. Manasse 6 kr., E. Hessenberger 18 kr., W. Bend⸗ heim 18 kr., Ungenaunt 6 kr., J. Fischer 12 ke, L. Oppen⸗ heimer 24 kr. und einige Kleidungsstücke, B. G. 30 kr. Bei J. Engel: Von einigen Angehörigen der 4. Com⸗ pagnie 2 fl. Bei der Expediton: Von Dr. Schwabe 1 fl., Un⸗ genannt von Bad-Nauheim fl., P. W. 30 kr., M. 30 kr. Vergebung von Bauarbeiten., 1891 Montag den 11. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Büreau des Unterzeichneten die zur Er⸗ bauung mehrerer Stauschleußen, Kanäle und Ueber⸗ fahrten für die Gemeindekunstwiese dahter erforderlichen Bauarbeiten: 1 1) des Steinhauers, veranschlagt zu 202 33 2)„ Maurers, 205 24 3)„ Zimmermanns, 23 36 4)„ Schlossers, 21 332 sowie 5) eine zu 180 fl. 30 kr. veranschlagte Planir⸗ arbeit öffentlich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lufttragende hierzu eingeladen. Ober⸗Mörlen am 8. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen Zed e l. 1 Bekanntmachung 1887 Mitwoch den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll ein der Gemeinde Nieder⸗Florstadt gehörender, jum Schlachten geeigneter Faselochse meistbietend ver sieigert werden. Nieder ⸗Florstadt am 7. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt Wagner. Gesittete Mädchen 4724 könen das Kleidermachen erlernen. Geübtere werden unentgeltlich angenommen bei Frau Lehrer Heß. VB. Unterricht in Zuschneiden und Maßnehmen wird extra ertheilt. Möbel-Lager. 989 Alle Sorten Möbel, für deren Güte garantirt, sind in großer Auswahl zu haben bei Friedberg. J. Pfeffer, Hof⸗Möbelschreiner. 1853 Sonntag den 3. d. M. hat sich mein Hühnerhund, männlichen Geschlechts, von brau— ner Farbe ohne Abzeichen, auf den Namen RNammas hörend, von dem hiesigen Selzer— brunnen aus verlaufen. Wer mir denselben zurückbringt, erhält eine angemessene gute Belohnung. Gleichzeitig wird vor dessen An— kauf gewarnt. Groß⸗Karben am 5. Juli 1870. G. Fauerbach. Einen Lehrling 1882 sucht Hach, Shuhmachermeister. Zur Nachricht 1869 allen Denjenigen, welche fich bei dem Wieder⸗ aufbau des Wohnhauses der H. Schmidt I. Eheleute dahter durch Actien bethetligt baben, daß das paus am 18. d. bezogen werden wird. Die gezeichneten Beträge werde ich durch Herrn Peter Döll n gegen Aushändigung der Actien demnächst erheben lassen 5 Philipp Ritzel, Friedberg. Gerber. Das Wollkämmen 1870 zu Röcken und Decken, sowte das Aufarbeiten alter Roßbaare, besorgt schnell und gut Johannes Becker Witwe. Ein Portemonnaie, 1871 10-12 fl. enthaltend, wurde am 6. Jult auf der breiten Straße verloren. Der redliche Finder wolle dasselbe gegen eine Belohnung auf der hiefigen Bürger⸗ meisterei abgeben. Ein möblirtes Zimmer nebst Gärtchen ist erbvertheilungs⸗ halber aus freier Hand zu verkaufen. Dr. Müller, raunsurt a. n, Großer Hirschgraben Nr. 5, 1809 behandelt speclell Unterleibskranke und die Krankheiten der Frauen. g Sprechstunden: Vormittags von 10 bis 1 Uhr. Krippen, Tröge& Gossensteine 1821 aus s. g. Lungflein(Dolerit) empfieblt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Auch nimmt dieselbe Bestellungen auf Brunnen⸗ Keltersteine, Treppentritte ic. aus S — = — — — 8 89 E — — S. S 3 1834 der alsbald eintreten kaun, wird gesucht von Adam Nausch[I., Mehlhandlung. Ein 2pferdiger eiserner Göpel 1814 ist billig zu verkaufen. Echzell. v. Harnier' che Verwaltung. Regen- und Fonnenschirme 1807 werden steis prompt und billigst reparitt von S. Garde, Schirmmacher, Jndengasse. Ein ktästiger Zunge kann mit oder ohne Lehrgeld in dle Lehre treten bel Friedrich Ritzel, Hufschmied. Futtermehl, 1848 sowie Maggenklete billigst bei 1835 acob Stern, nächst der Burg. Tapeten-& Fenster-Bonleaur. 1746 Tapeten von 7 kr., solche mit 2 und 3 Farben 10 kr., schwere Glanztapeten mit 3 und 4 Farden von 15 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei Louis Weis, den Apotdeken gegenüber, Eine Partie Mist 1886 bat zu verkaufen J. Falck. Ein möblirtes Zimmet, 1797 auf die Straße gebend, hat zu vermietben Adam Engel, Breitestraße Nr. 28. Empfehlung. 1761 Fertige Frauen- und Kinderstiefe! verkauft zu billigen Preisen Fehler, Schubmachermeiser, Wohnung bei Hrn. Bollonier in der Usagasse. Durchsichtige Glycerinseise! 16 anerkannt bestes 4 Nane Wilb. Fertsch, Haut, empfiehlt in Stücken 7 Protestanten⸗Versammlung zu Nidda 1872 Sonntag den 10. Juli, Nachmittags 3 Uhr, in der Ludwigshalle. Herr Hof⸗ gerichtsadvokat Ob ly von Darmstadt und Herr Stadtpfarrer Manchot von Bremen haben ihre Theulnahme zugesagt und werden über das Wesen und die Zwecke des Protestantenvereins Vorträge halten. Der Vorstand des Protestanten vereins zu Nidda. Schwalheimer Brunnen. 1884 Sonntag den 10. Juli, Nachmittags 4 Uhr CONCERT, ausgeführt vom ganzen Musikcorps des Großherzoglichen I.(Garde-) Jägerbataillons. Entrée 12 kr. George Bailly. Er wiederung. 1892 Die vorige Nummer des„Anzeigers“ bringt eine gegen mich gerichtete Erklärung des Verwaltungs raths der hiesigen freiwilligen Turnerfeuerwehr, welche mich zu solgender Erwie⸗ derung veranlaßt, weil möglicherweise der eine oder andere meiner Mitbürger mein Verhältniß zu genanntem Vereine nicht näher kennen möchte. Da mir auf eine frühere Erklärung: von meinem Amte als Vorsteher der Turnerfeuer⸗ wehr zurücktreten zu wollen,(weil die Turner einige meiner besten Kräfte, welche dem Turn⸗ vereine nicht mehr angehören wollten, aus der Feuerwehr ausgestoßen und dadurch andere kräftige und sehe brauchbare Mitglieder zum Austritte veranlaßt hatten, mir aber als Ersatz nur einige junge zum Dienste noch unbrauchbare Leutchen geboten wurden) entgegengehalten wurde, ich muͤsse den Ablauf der für drei Jahre gültigen Wahlzeit abwarten, so nahm ich Veranlassung, an diesem mit dem 13. März d. J. eingetretenen Zeitpunkte mein Amt nieder⸗ zulegen. In diesem Blatte habe ich damals den geehrten Gebern, sowohl hiesigen Einwohnern als den Vertretern der verschiedenen Feuerversicherungs⸗Gesellschaften(die Stadt und der Turn; verein haben nichts gegeben), öffentlich Rechnung abgelegt und wird man daraus ersehen haben, daß die Kasse sters Vorlage von mir hatte. Ich mußte damals eine längere Re ise antreten und übergab dethalb die Rechnung sammt Belegen und Einlagebüchelchen Hrn. Ober⸗ brandmeister Ruths mit der öffentlichen Aufforderung an die Interessenten, Einsicht von den Papieren nehmen zu wollen, den Turnern aber wurde durch Herrn Ruths persönlich erklärt, daß er beauftragt und bereit sei, auf Verlangen Rechnung ꝛc. denselben vorzulegen. Trotzdem aber ist in der erwähnten Erklärung zu lesen, daß man sich bis jetzt umsonst bemüht habe, von mir eine Abrechnung in der Feuerwehrangelegenheit zu erlangen! Mit der Abgabe der betreffenden Aktenstücke an Herrn Rukhs habe ich aber selbstver⸗ ständlich nicht darauf verzichtet und auch durchaus nicht darauf verzichten wollen, über die zweckentsprechende Verwendung der von mir und meinen Beauftragten gesammelten Gelder zu wachen und nöthigenfalls selbst zu verfügen, wozu ich glaube um so mehr Veran⸗ lassung zu haben, da der Turnverein die ihm zu Zwecken der Feuerwehr überlassenen Requissten als Eigenthum des Turnvereins betrachtet, ich mich aber in meiner mehrerwähnten Auf⸗ forderung den Gebern gegenüber verpflichtet habe,„die gespendeten Gelder auf das Vortheilhafteste und nur zum Besten der Stadt anlegen zu wollen. Denn wurden die vorhandenen, für die jeweilige Feuerwehr bestimmten Geräthschaften Eigen thum des Turnvereins sein, so würde bei einer möglichen Auflösung desselben(ist schon da gewesen!) eine Veräußerung des Vereins⸗Eigenthums stattfinden müssen und damit die erlösten Gelder der Kasse des Turnvereins zufließen, wozu solche von den Gebern gewiß nicht bestimmt wurden. Daß man mich auch von anderer Seite noch als Densenigen betrachtet, welcher uͤber das erwähnte Eiulagebüchelchen und die eingegangenen Gelder zu verfügen hat, mag daraus ersichtlich sein, daß mich Herr Oberbrandmeister Ruths mit Schreiben vom 30. Juni ersuchte, über das ihm s. 3. übergebene Büchelchen ꝛc. zu verfügen, in Folge dessen ich auch diese Papiere wieder in Verwahrung nahm. Als ich nun am 4. d. bei der Kasse des Vorschuß⸗ vereins sonstige Geschäfte zu besorgen hatte, erfuhr ich dort zu meiner großen Verwunderung, daß die von mir deponirten 200 fl.(in welchem Betrage 18 fl. 59½ kr. als ein von mir zur Abrundung gemachter Zuschuß inbegriffen) gegen Revers Dritter erhoben werden sollten, obgleich statutengemäß nur der Besitzer des Einlagebüchelchens als der zum Empfange der Einlage Berechtigte betrachtet werden kann. Diese Mittheilung veranlaßte mich, den einge⸗ legten Betrag sofort einzuziehen, den von mir gemachten Zuschuß zurückzunehmen und den Rest mit den erwachsenen Zinsen, zusammen fl. 185., auf hiesiger Bürgermeisterei zu deponiren. Alle in erwähnter Erklärung angebrachten Phrasen und Grobheiten zu beantworten, halte ich nicht der Mühe werth, auch gestehe ich gerne ein, in diesem Punkte den Herren Gegnern nicht gewachsen zu sein, und kann wohl dem Publikum in dieser Angelegenheit das Urtheil um so ruhiger überlassen, da ja zur Genüge bekannt ist, daß fast sämmtliche Gelder nur durch mich, zu sammengebracht wurden, die Anschaffungen ebenfalls nur durch mich geschahen, (Porto und Fracht zahlte ich 7 Jahre lang aus meiner Tasche), daß ich ferner meinem Geschäfte die so nöthige Zeit entzogen und im Eifer für die Sache meine Gesundheit geschädigt habe. Wie bereits mehrfach erwähnt, wurde die betreffende Sammlung für höchst nöthige Gegenstände und zwar zunächst zur Anschaffung einer neuen Spritze von mir unternommen und dies auch den Gebern durch die Sammelnden ausdrücklich bemerkt, weßhalb auch mir die Pflicht zur Verwendung in diesem Sinne auferlegt bleibt. Dem angedrohten Schritte gerichtlicher Klage will ich mit Ruhe entgegensehen. Friedberg. Fr. Roß bach. 100 bis 250 fl. ene Preiskegelschieben. D. Fritz. Annonce. 1850 Alle geschäftlichen Aufträge sür mich, welcher in Ganz m, Art sie auch selen, bitte ich bei Herrn Hof Schlosser selwisene Rumpf, nächst der Stadtkirche, abzugeben. 1 2 5. Vin 2%„ „ s 2 S842 8 S SS 2 2 — 23 8 2 88 3 D 23 8 2 2 2— 2 2 9 5 1— — 5 a— 1 8 2 1 — 2 28 2 8 0— == SCO„„ 5 N 8 5 8 3 Enthält di l S2 2 3 38332 38 * 2 52 2 4 — 2— 2 e. 8 8 15 S= 2 8 etteffen! 2 8 5 1 S. S. S 8 9 3 N. 8 5—** 1 8 S— 1— bei Meiduf — 2— — 2 2 2 5 2 S888 8 8 5 bettesfend 2 2 2 2 0—.— SS S —— 2— E 1 S288 3 S 22 S. ne.— S des Oberhe — 325 3 berests erst, S 8 04 2 5 S S 22 2 2 N SA S 3 0 Hessen 2 ie— 22 S dhe Regi S= De ZS eee SSN 2 4 S SS„ I Schng S833 S SS 1 28. uh ee 3 885 2823 8 2 05 I Guldenülgun S* dulden Staat —=— 2 A l. 80 GEA 258 f . e 25 657305. I Vecloohung. 2 rercon erenz, be Section Friedberg, In bahn 1868 Dienstag den 12. Juli d. J. f f Zugung 760 8 I Sanesguld Bad Nauheim J ung ftr 8 6 9 39,800 fl. 2 schen Anlete a Kapital 1890 Das Stechen um die Preise Sonntag den 06 77800 10. d. M., Nachmittags 2½ Uhr. 9 bolbene Sta dale e hie Cal. I e zu. chigen nie H. Engel, Büchsenmacher, Luplalg in Gießen. Zu verkaufen. n. 15 planmz 1877 Ein Paar einspännige Erndteleitern, 1 Sättelchen dun Rol mit Hintergeschtirr, 1 gutes Pemmklotz mit starker Pemm⸗ 0 9 8,756 schraube, 1 vorderes Wagenrad, 1 Hintergestell mil 100 starker Achse, 2 Paar Rückriemen mit Zugkettenn. N K. Mulch. Evangtlische Gemeinde. 1 Pfarramtswoche Herr Pfarrer Diegel.„ 4. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Wahl. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Sch wa be. 0 (A ben d ma h l.) Nachmittags: Herr Candidat Jakobi. Katholischt Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 5. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 6½¼ Ubr. Häringe! 1674 tönnen aus der Ofsenbeimer Klrchenkasse aue. 5 geliehen werden. Keller, Kirchenrechner. 1668 bet W.. Fertsch. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 7 (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 28 und eine Beilage.) 7 ddt vom Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2 000,75 aten