— g 1 ANN 2 ans 2 — — 97999799999 2A 8* 1 ö f 0 ae. N. * Samstag den 9. April. 43. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Dongerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 10. Nr. 11. sub. 1. sub. I. günstigungen für Soldaten im Norddeutschen Postgeblet betreffend. Friedberg den 6. April 1870. Bekanntmachung, das Portofteibeitswesen in den nicht zum Norddeutschen Bunde gebörigen Theilen des Großherzogthums betreffend. Gesetz, den Steuerfuß bei außerordentlichen Steuerausschlägen und Gemeindeumlagen betreffend. sub. 2. Bekanntmachung, die Portover⸗ Groß herzogliches Kreisamt Friedberg n Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 6. Nr. 437. Gesetz, betreffend die Kontrole des Bundes hausholtes für das Jahr 1870. Vom 11. März 1870.— Nr. 438. Verordnung, betreffend. die Einberufung des Bundesraths des deutschen Zollvereins. Nr. 440 bis 451 die Ernennung von Consuln betreffend. Nr. 7. Nr. 452. Gesetz, über die Auogabe von Banknoten. Vom 27. Marz 1870.— Nr. 453. Aufnahme des einen Theil der Stadt Magdeburg bildenden Ortes Suburg in die I. Servtsklasse. Betreffend: Bewegung der Bevölkerung, bier Mortalttäts⸗Statistik. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Amtsblätter Nr. 6 von 1868 und Nr. 6 von 1869 lassen wir Ihnen die von Großherzoglichem Ministerium des Innern unterm 24. v. M. zu Nr. M. d. J. 3177, Amtsblatt Nr. 5, in obigem Betreffe gegebenen Vorschriften unter Couvert zur pünktlichen Beachtung und mit dem Ansinnen zugehen, die Register über die Sterbfälle bis zum 5. Januar jeden Jahres an uns einzu senden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Vom 25. März 1870.— Nr. 439. Die Ernennung von Vereinsbeamten für das Zollwesen betreffend.— Allerhöchster Erlaß vom 17. März 1870, betreffend die Friedberg den 7. April 1870. 2 Martin Weitzel von Bönstadt wurde zum Polizeidiener der Gemeinde Bönstadt ernannt und verpflichtet. —— Hessen. Darmstadt. Ministerialrath Freiherr Carl v. Ricou ist auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen ersprießlichen Dienste in Ruhestand versetzt und Legationsrath Dr. Carl Neidhardt zum Mini⸗ sterialrath ernannt worden. — Die erste Kammer erledigte in ihrer Sitzung vom 7. d. eine Reihe Gegenstände, die ihr zur Beschlußfassung vorlagen, conform mit der zweiten Kammer. Das Schullebrerpensionsgesetz wurde in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der zweiten Kammer angenommen, jedoch ohne den zu Art. 2 beschlossenen, vom Abg. Dumont beantragten Zusatz, nach welchem die Gemeinde bei der Pensionirung eines Lehrers gehört werden soll, sowie ohne das von der anderen Kammer zu Art. 3 beantragte Ersuchen, nicht 40 Prozent, wie die Regierungsvorlage will, sondern 45 Proz. als Basis für den Pensionirungsmodus anzunehmen. Ebenso wurde der Beschluß der zweiten Kammer, die Beitragspflicht der Gemeinden statt auf 10 fl. auf 15 fl. für jede Schulstelle festzusetzen, ab— gelehnt. Preußen. Berlin. Wie die„Provin— zialcorrespondenz“ meldet, würden die Wahlen zum Abgeordnetenhause keinesfalls vor September stattfinden und voraussichtlich zuerst die Wahlen zum Reichstage vorgenommen werden.— Der Reichstag genehmigte in zweiter und dritter Lesung den von dem Abg. v. Rabenau eingebrachten Gesetzesantrag, betreffend die Ausdehnung des Gesetzes über die Braumalzsteuer auf die zum norddeutschen Bunde gehörigen Gebietstheile des Großherzogthums Hessen. — Die„Kreuzzeitung“ widerspricht dem Ge— rüchte von der Berufung des Geh Raths Engel zum zweiten Direktor der Central-Bodeneredit- gesellschaft. — Die hiesige Fortschrittspartei beginnt ihre Vorbereitungen zu den bevorstehenden Wahlkämpfen und hat ihr seitheriges Programm durch nach- stehende Punkte ergänzt: 1)(Deutsche Frage.) Die Einheit Deutschlands soll hergestellt werden auf dem Wege des Friedens und der freien Ueber- zeugung und im Innern des norddeutschen Bundes durch freiheitliche Entwickelung, Einführung der Grundrechte und eines constitutionellen Systems, das in einem verantwortlichen Ministerium die nöthigen Garantien besitzt. 2)(Militärfrage.) Verminderung sowohl des Präsenzstandes als der Dienstzeit des Heeres. 3)(Steuerfrage.) Keine Erhöhung der indirekten Steuern; Ueberweisung eines Theils der Grund- und Gebäudesteuer an die Provinzial- und Communalfonds zum Zwecke der Decentralisation. In Bezug auf die sociale Frage sind nähere Beschlüsse noch zu erwarten. Bayern. München. Die Kammer hat dem Antrage des Referenten Kolb gemäß statt der vom Kriegsministerium geforderten 7 Millionen nur 2,950,750 fl. für außerordentlichen Bedarf bewilligt.— Die in Friedenszeiten aus 35,000 Mann bestehende bayerische Armee hat 101 Ge— nerale, active und pensionirte. Auf 350 Mann käme also schon ein General. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ bringt folgende anscheinend offiziöse Mittheilung über die Ministerkrise:„Graf Alfred Potocki hat die Bil— dung des Ministeriums angenommen. Was in Betreff der Intentionen des Grafen Potocki ver— lautet, so liegt ihm zunächst daran, sich mit der politischen Partei der Autonomisten und nament- lich mit deren Führer, Dr. Rechbauer, dessen politische Richtung und Tendenzen den Anschauungen des Grafen wohl am nächsten stehen, auseinander zusetzen. Ob, um Rechbauer zum Eintritt in das neue Cabinct zu gewinnen, oder nur um sich wegen der künftigen Politik auseinanderzusetzen, darüber besizen wir keine Nachrichten. Großes Gewicht scheint Graf Potocki auf die Erhaltung des Dr. Brestel für das neue Cabinet zu legen, und wird gewiß seinen ganzen Einfluß aufbieten, um Becstel zum Verbleiben zu veranlassen.“ — Die beiden Klubs der Linken und der auß ersten Linken des Reichsraths beschlossen, vor dem Schluß des Reichsraths eine Adresse an den Kaiser zu richten. Der frühere Minister Brestel lehnte den Wiedereintritt in das Cabinet ab. ( Das Abgeordnetenhaus hat eine Adresse an den Kaiser angenommen, welche besagt:„Das Haus bedauert lebhaft die Absentirung eines Theils seiner Mitglieder und hält an dem Reichs- gedanken und der Verfassung fest. Eine weitere Ablösung der Theile vom Ganzen durch Creirung neuer staatsrechtlicher Gebilde wäre Angesichts des herrschenden Dualismus bedenklich und würden die Machtstellung Oesterreichs gefährden, sowie den wahren Interessen seiner Völker und der Krone zuwiderlaufen. Das Haus sieht in dem Grundgedanken der Verfassung den Schutz aller Nationalitäten und wird jeder verfassungswidrig experimentirenden Regierung entschieden gegen- übertreten.“ — Im Herrenhause wurde folgende Resolution Schmerling's mit überwiegender Majorität an⸗ genommen:„Indem das Herrenhaus an den in der Adresse ausgesprochenen Grundsätzen festhält, erklärt es, daß es nur eine solche Regierung als eine ihrer Aufgabe richtig erfassende anerkennt, welche unter Festhalten an den freiheitlichen Prin- cipien, allen gegen eine starke Centralgewalt ge— richteten Bestrebungen entgegentritt.“ Frankreich. Paris. Nachdem im gesetz⸗ gebenden Körper bezüglich der Interpellation Choiseul's 1) über die Nothwendigkeit, die Volks- abstimmung der vorherigen Prüfung der Vertreter des Landes zu unterbreiten; 2) über die Noth wendigkeit, dem Lande die Wahl der Senatoren anheimzugeben, Gambetta, Ollivier und Andere sich an der Discussion betheiligt, nimmt die Kammer mit 227 gegen 43 Stimmen folgende Tagesordnung an, welcher die Regierung ihre Zustimmung gegeben hatte:„Nachdem die Kammer die Erklärungen des Ministeriums entgegengenommen hat, geht sie im Vertrauen auf dessen Ergebenheit für die kaiserliche und parlamentarische Regierung zur Tagesordnung über.“— In Folge der bei dem Vortrage Tardieu's stattgehabten Demonstra⸗ tionen beschloß das Deecanat der medieinischen Facultät, die Ecole de medeeine bis zum 1. Mai zu schließen. — Wie man der„Marseillaise“ entnimmt, haben 20,000 Bürger von Paris mittelst einer — National- Subscription die Summe aufgebracht, welche Henri Rochefort als Abgeordneten zukommt und die ihm für die Dauer seiner Haft entzogen bleibt. Der Abgeordnete Ordinaire wurde beauf⸗ tragt, dem Gefangenen diese Summe zu überreichen. — Der Bruder des gemordeten Victor Noir erklärt in der„Marseillaise“, daß er die von seinem Vater in dem Prozesse Bonaparte als einen Schadenersatz verlangten 25,000 Fres., worüber sich zwischen ihm und seinem Vater eine Spaltung ergeben habe, nach Maßgabe seines Verdienstes so viel als möglich an die Versorgungskasse der Schriftstellergesellschaft zurück zu zahlen sich ver⸗ pflichte. — In Börsenkreisen macht eine großartige Unterschlagung, welche ein Commis des hiesigen Hauses Rothschild sich hat zu Schulden kommen lassen, viel von sich reden. Der Betreffende— ein seit achtzehn Jahren im Hause beschäftigter und speciell mit dem Ein- und Verkauf von Metallbarren betrauter Mann hat im Laufe der Zeit Unterschleife gemacht, die nach den bisherigen Erhebungen, nicht weniger als drei Millionen Francs ausmachen. Der Schuldige befindet sich bereits in Mazas. Er scheint den größten Theil der defraudirten Summen in Börsenspeculationen verloren zu haben. — Am 7. d. beantragte Choiseul im gesetz— gebenden Körper, die Kammer wolle den Tag für seine auf das Plebiscit bezügliche Interpellation bestimmen. Justizminister Ollivier beantragte die Debatte über diese Interpellation auf 2 Monate zu verschieden. Obgleich Choiseul, Keratry, Jul. Favre energisch gegen diese Frist protestiren, wird die vom Minister beantragte Vertagung mit 171 gegen 48 Stimmen angenommen. — Die„Presse“ en Das Plebiscit wird am Sonntag Quasimbbo, am 24. April, in allen Gemeinden Frankreichs vor sich gehen. Dieses Datum ist von dem Kaiser gewählt und von den Ministern angenommen worden. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein langes Rundschreiben des Unterrichtsministers Hrn. Segris, an die Präfekten, welches sich mit dem Volksunterricht beschäftigt. Der Minister constatirt, daß noch 300,000 Kinder an diesem Unterricht gar nicht und 150,000 Kinder nur in unzulänglicher Weise Theil nehmen. Der Minister läßt die Frage der absoluten Unentgeltlichkeit offen und ordnet nur an, daß alle Zöglinge, welche ihre nothdürstige Lage geltend machen, gratis zu- gelassen werden sollen. Er verspricht ferner be- deutende Staatssubventionen an die Gemeinden zur Vermehrung der Schulhäuser. Großbritannien.„Daily News“ geben der französischen Regierung, welche das Verdict von Tours etwas in Verlegenheit setzt, den Rath, sie solle den Prinzen Peter Bonaparte zum Statt⸗ halter von Neu⸗Caledonien ernennen, dessen Be— völkerung aus französischen Verbrechern und ein- gebornen Cannibalen bestehe; dort wäre die er⸗ probte Wildheit dieses Herrn immerhin am Platze. London. Die hiesigen Blätter beschäftigen sich mit der Ausweisung dreier Engländerinnen aus Rom. Als muthmaßliche Veranlassung geben einige Blätter an, die Magd der Ladies habe für eine gegenüber wohnende Familie, die man wegen garibaldischer Sympathien in Verdacht ge— halten, heimlich Briefe expedirt. Dagegen wird von anderen Blättern angedeutet, man habe die Engländerinnen im Verdacht gehabt, italienische Bibeln importirt und zu verbreiten versucht zu haben. Nußiland. Petersburg. Nach Been⸗ digung der Truppenübungen bei Krasnoj Selo wird der Kaiser mit der Kaiserin nach der Krim reisen und von dort aus den Kaukasus besuchen, vorher jedoch wird er sich zur Badekur nach Ems und zum Besuche an den Darmstädter Hof begeben. L. Friedberg. Am Dienstag dem 5. d. M. ver⸗ sammelten sich im Lokale des Herrn Burck dahier die Freunde des Obst- und Gartenbaues aus Friedberg und der Umgegend. Die Versammlung konstituirte sich als Sektion„Friedberg“ des Obst- und Gartenbauvereins für Mitteldeulschland. Herr Leyrer Lang übernahm auf Wunsch der Versammlung den Vorsitz. Nachdem verschie— dene Herren die Wichtigkeit des Obst- und Gemülsebaues für unsre Gegend, namentlich für Friebberg, und wie viel noch zu thun sei, hervorgehoben und ihte Erfahrungen in einzelnen Zweigen mitgetheilt hatten, wobei sich eine leb⸗ hafte Discusston entspann, wurde eine Arbeit des Herrn ee Welle von Assenheim über die in den intermonaten im Garten N Arbeiten vor⸗ gelesen. Eine größere Arbeit über Zwergobstzucht mußte wegen vorgeschrittener Zeit auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung, welche den ersten Dienstag im Monat Mal stattfindet, gesetzt werden, Hoffentlich wird die Betheiligung an derselben, namentlich aus Friebberg, eine recht zahlreiche sein, da ja die Wichtigkeit und das Nutzenbringende dieser Versammlungen allgemein an- kannt ist. A. Nauheim. Nach langen, harten Wintermonaten hat uns der April plötzlich schönes, warmes Frühlings, wetter gebracht und ein Jeder beeilt sich, die lang ent⸗ behrte srische Luft auf einem Spaziergang in's Freie zu genießen. Lasset uns mit Beginn der Saison auf den schönsten Punkt unsrer Umgebung aufmerksam machen, der bis jetzt bei Weitem noch nicht die Beachtung gefunden hat, die er in Wirklichkeit verdient; es ist unser Johannis⸗ berg, mit dessen Aussicht und Panorama, nach dem Urtheile vieler Kurgäste, sich nur Schloß Eberstein bet Baden-Baden messen kann. Nachdem seit einigen Jahren die Babdirektion durch Restaurirung des Thurmes sowie durch Anlage eines neuen, schönen Weges auf der Süd- seite des Berges sich hochverdient gemacht hat, soll jetzt auch der bisherige Fahrweg durchgehends chaussirt werden, wodurch das Erreichen dieses reizenden Ortes, zumal bei Regenwetter um Vieles erleichtert wird; für Bequemlich— keit und Annehmlichkeit der Besucher des Johannisbergs ist in der dortigen, neuerdings vergrößerten Restauration, die Sommer und Winter geöffnet ist, auf das Beste gesorgt. Nieder⸗Möllstadt. Am 6. d. trafen 103 schwe⸗ dische Arbetter dahter ein und wurden von den Interessenten übernommen. Frankfurt. Von bem herrlichsten Frühlingswetter begünstigt, ist der diesmalige Pferdemarkt verlaufen. Massenhaft hatten sich schon am ersten Tage die Bewohner der näheren und ferneren Umgegend dazu eingefunden, darunter eine nicht unbeträchtliche Anzahl Käufer von Arbeitepferden. Das Geschäft war äußerst lebhaft und der Umsatz namentlich in Wagenpferden mittlern Schlags und Reitpferden ein ganz außerordentlicher. Am Platz sind bei Eröffnung des Marktes 1418 Pferde gewesen, eine Zahl, die fast derjenigen des Marktes von 1863 gleichkommt. 1862 am Frühjahrsmarkt waren angetrieben 1250 Stick Pferde, 1863 1510, 1864 1430, 1805 1436, 1866 1445, 1867 1373, 1868 1384, 1869 1272.— Der zweite Pferdemarkltag übertraf den ersten noch an Ge⸗ schäftsthätigkeit. Der Umsatz in Wagen und Arbeits⸗ pferden war ein ganz eminenter. Um ein Beispiel an⸗ zuführen, sei erwähnt, daß auf dem Götheplatze allein 243 Stück Pferde verkauft und gebucht wurden, und dabei sind die Preise keineswegs billige zu nennen. Fraukfurt. Bis zu Anfang laufender Woche waren von hier für 138/900 fl. österreichische Sechser nach Wien gesandt worden. Diese Münzsorte kommt nur noch sehr selten im Kleinverkehr vor, dagegen zeigen sich jetzt viele österr. Sechser älteren Datums mit dem Reichsadler, welche unbeanstandet genommen und gegeben werden. Frankfurt. In den Palmgärten werden gegen⸗ wärlig alle Anstalten geirossen, um das Palmenhaus und die Blüthenhäuser für die kommenden Samfag beginnende erste Ausstellung herzurichten. Großartig ist der Eindruck, wülchen das herrliche Palmenhaus mit seinen Gewächsen auf den Besucher macht. Die Temperatur, welche in dem Hause herrscht, wird durch einen Wassersall auf's Wohl⸗ thuendste gemildert. Der Duft in den Blüthenhäusern würkt angenehm erregend auf die Nerven. Die Blüthen⸗ pracht ist eine ausgezeichnete und im ersten Augenblick für das umherirrende Auge überwältigend. Diese erste Ausstellung wird die Bürger⸗ und Einwohnerschaft von dem wirklichen Werth dieses herrlichen Besitzthums über zeugen. Darmstadt. Der am 6. d. Abends um 7½ Uhr von Mainz hier ankommende Eisenbahnzug wäre beinahe verunglückt. In der Nähe von Weiterstadt passirte ein Bauer mit Baumstämmen die Ueberfahrt über den Bahn⸗ damm. Der Zug war im Herannahen, als gerade die Achse an dem Wagen des Bauers brach. Der Bauer be— hiell Geistesgegenwart genug, dem Zug entgegen zu laufen; der Locomotloführer bemerkte ihn, und es gelang noch rechtzeitig, den Zug zum Stehen zu bringen. Biebrich. Zu einem hiesigen Arzte kam in der verflossenen Woche eine anscheinend fein gekleidete junge Dame und stellte sich demselben als die hinterlassene Tochter einee kürzlich in einer preußischen Stadt verstor⸗ venen namhaften Universtlätsprofessors der Mediein vor. Sie erklärte demselben unter Thränen, augenblicklich ohne die nöthigen Geldmittel zu sein, um weiter reisen zu können, und bat um eine kleine Unterstützung, die ihr auch in Betracht des guten Namens ihres Vaters sofort gewährt wurde. Bald nach ihrem Weggange vermißte der Arzt sein Etui, welches viele werthvolle Instrumente enthielt. Dasselbe war spurlos verschwunden, und hatte jene feine Gaunerin einen Augenblick der Abwesenheit des Doctors benutzt, um sich dasselbe anzueignen und mit⸗ zunehmen. Bremen. Der Jahresbericht der deutschen Gesell— schaft zur Rettung Schiffbrüchiget für 1869 ergibt aufs Neue, wie nöthig die Thätigkeit dieser Gesellschaft ist, und wie viel Möglichkeit sie hat, noch mehr zu wuken, wenn ihr überall in Deutschland steigende Theilnahme und Unter⸗ stützung zu Theil wird. In 1869 verunglückten nicht weniger als 114 Schiffe, worunter 56 deussche, 25 bri⸗ tische, 10 holländische ꝛc. und zwar 55 Seeschiffe, 55 7 Küstenfahrer und 4 Dampfer. Ole große 1765 der Seeunfälle, nämlich 71, kommt auf die Norbseskilste; bie Ostseckiiste weist nur 43 auf. Durch Küstenrettungsstationen wurden hierbei 59 Menschenleben gerettet.„Die Zahl der Seeunfälle und Rettungen aus Schiffbruch wird in den einzelnen Jahren außerordentlich schwanken, je nach den Verhältnissen der Witterung; das vorige Jahr lehrt indeß wieder, daß auch in einer nur durch einzelne, stür⸗ mische Zwischenfälle unterbrochenen Zeit viel Unglück An⸗ gesichts unserer Küste sich ereignet. Dies sollte für bie deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger die stärkste Mahnung sein, an ihren Bestrebungen festzuhalten und unbeirrt kräftigst weiter zu arbeiten.“ London. Das deutsche Hospital in London beging unter dem Vorsitze des Herzogs von Cambridge den 25. Jahrestag. Die Vermuthung, Baron Friedrich v. Diergart aus Bonn sei der Schenker der zum Besten des Hospilals in bdiesem Jahre eingegangenen 10,000 Pfund, hat sich als richtig herausgesiellt. Während des vorigen Jahres fanden nicht weniger als 1110 Patienten in ihm Aufnahme und weitere 14,110 ärztliche Behandlung. Zwei Drittel der Gesammtzahl waren Deutsche. Die europäischen Heere. Es dürfte von Interesse sein, zu einem Zeit punkt, in dem die Reorganisation der Armeen der Großmächte überall wenigstens prinzipiell der Hauptsache nach zum Abschluß gekommen ist, die numerischen Stärken der verschiedenen Heere und ihr Verhältniß zum Vudget und zur Einwohner⸗ zahl vergleichend neben einander zu stellen. Wir folgen hier einer Uebersicht, welche die„Mili⸗ tärischen Blätter“ veröffentlicht haben. Frankreich hat 400,000 Mann stehendes Heer, 100,000 Mann erste und 228,000 Mann zweite Reserve und eine Mobilgarde von 330,000 Mann, was im Ganzen eine Armee von 1,058,000 Mann ergibt, die von einer Bevölkerung von 37,500,000 Einwohnern aufgebracht wird. Es sind dies jedoch Truppenstärken, deren Aufstellung man erst beab⸗ sichtigt und die keineswegs jetzt schon in diesem Umfang vorhanden sind; so erreicht z. B. die Mobilgarde im Jahre 1870 erst eine Stärke von 100,000 Mann. Das jährliche Rekrutencontin⸗ gent Frankreichs beträgt 100,000 Mann im Alter von circa 22 Jahren. b Das Norddeutsche Bundesheer ist die bewaff⸗ nete Macht einer 30 Mill. starken Bevölkerung. Es besteht aus 300,000 Mann stehendes Heer, 350,000 Reserven und einer Landwehr von 370,000 Mann, zusammen also aus 1,020,000 Mann. Das jährliche Rekrutencontingent beträgt auch hier 100,000 Mann. Die Rekruten werden im Alter von 20 Jahren ausgehoben, dienen 3 Jahre bei der Fahne, treten dann 4 Jahre in die Reserve und sind nach fünfjähriger Landwehr⸗ pflichtigkeit, also im Ganzen nach einer Dienst⸗ pflicht von 12 jähriger Dauer frei. Oesterreich hat eine Gesammtkriegsstärke von 1,053,000 Mann bei einer Bevölkerung von 36 Mill. Seelen. Die Armee besteht aus 245,000 Mann stehendes Heer, 545,000 Mann Reserven, 52,000 Mann Grenztruppen und 200,000 Mann Das jährliche Aushebungs⸗Contingentk Diese Rekruten dienen 3 Jahre im stehenden Heere, 7 Jahre in der Landwehr. beträgt 97,000 Mann. Reserve, 2 Jahre in der Landwehr und werden dann nach einer zwölfjährigen Dienstpflicht entlassen. Rußland hat neuerdings seine Armee nach dem preußischen System reorganisirt. völkerung von 67 Mill. Einwohner kommt ein stehendes Heer von 700,000 Mann, das im Krieg durch Einberufung der Beurlaubten auf 1,200,000 Mann gebracht werden kann. Rußland hebt jährlich 100,000 Mann im Alter von 21 bis 30 Jahren aus; dieselben sind auf 15 Jahre Auf eine Be⸗ — 3 2 — 2 4 — 2 2 8 22 D — — 2 — 2 8 — viese 180 I umprodul 1— „Die 5. 9 2 Belth Pri Bunte 1— 90 dbb All doch Horde Eladt ri, haben, w choses shrittsmaß eicnelen 1 Fried Tr 5 ls de ˙sollen im Fiuchtvot maolterwe. Jrlet 33 1021 8 Stadilirt boosung fiimmt r blerauf Alcchent 13 Hofte 10³3 9 sollen in Firma Immobll bestehend Ludwigs 1 masso mehrere den Me Fre Oewlr td 0 5 node, sonslge aatsg Ir . N diensipflichtig, werden aber für die Hälfte diesen Zeit beurlaubt. Die Armee Großbritanniens kann einschließlich ö der indischen Truppen auf 188,000 Mann stehen⸗ des Heer, 130,000 Mann Reserven und 184,000 Mann zweite Reserve, also im Ganzen auf 502,000 Mann angenommen werden. 1 Norddeutschland stellt Einen von 300 der arbeitenden Bevölkerung ein und unterhält eine stehende Armee von 300,000 Mann, mit einem Oesterreich Kostenaufwand von 72 Mill, Thlen. nimmt Einen von 370 und unterhält 308,000 Mann reguläre Truppen mit einem jährlichen Bei Rußland Kostenaufwand von 60 ½ Mill. eere. tig tu Zeit. der Arten der prinzipiell der emmtn ist, die zen Here und at Ciawohner⸗ i füllen. Wir de die„Mili⸗ den. ebendts Het, ) Nann zweite 30,000 Nann, 958,000 Mann en 37,500,000 iind dits jedoch nan erst btab⸗ den in diesen icht z. B. die unt Starke von Rekruttntontis- Nan im Alter kit bewaß · Berellerung. tedendts en, sendwehr ven — 1,020,000 agent beträgt lclrunn werdtl eben, dienen P ͤ ˙¹ m 5 a 4 h niger Landwehr ⸗ g eintr Diens⸗ 3 — 15 sich das Verhältniß wie 1: 660 und 000 Mann stehendes Heer werden mit 152½ Mill. Thlr. unterhalten. Frankreich nimmt Einen von 600 und bringt 400,000 Mann stehendes Heer mit einem Kostenauswand von 105 Mill. Thlrn. auf. England entzieht nur Einen von 2000 der Production, aber bezahlt für 188,000 Mann reguläre Truppen 106 ½ Mill. Thlr. Wie viel wirthschaftliche Vortheile würde Europa mehr haben können, wenn nicht jährlich diese 1,896,000 Mann und 49½½ Mill. Thlr. so unproductiv verwendet würden! Literarisches „Die Hausfrau.“ Blätter für das Hauswesen zur Belehrung und Unterhaltung. Monatlich 4 Nummern. Preis vierteljährlich 48 kr. Leipzig, Carl Minde. Bereits liegt ein ganzer Jahrgang und auch eine An zahl Nummern des zweiten Jahrganges dieser böchst ge⸗ diegenen Selce vor uns, die da einem wirklichen und zwar liessten Bedürfnisse der Frauen- und Jungfrauenwelt abzuhelsen berufen zu sein, sich die schöͤne Aufgabe gestellt. Was wir bis jetzt in der„Hausfrau? für die Hausfrauen⸗ welt gelesen, ist ebenso interessant wie für das Leben auch technisch wichtig. Des berühmten Leipziger Prosessors und Polizeiarztes Dr. Reclam's Abhandlung über„Fleisch⸗ bereitung“ z. B. ist ebenso gründlich wie populär und bekundet das freffliche Streben einer wahren Volksschrift, solche Kräfte für sich zu gewinnen, wie Reclam ist, der es wie nur Wenige seines Faches versteht, das chemische, physiologische und dergl. Wissen Allen mundgerecht zu machen. Dann lesen wir sehr Gutes über Federbetten, Waschmaschinen, über Lüftung der Schlafzimmer, über die Küche als chemische Werkstätte der Hausfrau; serner über Ernährung, Bleichen u. s. f., u. s. f.— Zahlreiche kleinere praklische, technische, eulinarische und andere Mit- theilungen nebst einer anziehenden Unterhaltungslectfüre finnlichen den Text, namentlich wo neue Erfindungen für Küche, Keller, Salon, Schlaf- und Kindeezimmer dc. ab⸗ gehandelt werden. Die höͤchste und sehr lobenswer the Tendenz dieser Zeitschrift ist die Verbreitung wirklich ge⸗ sundbeitsdienlicher, guter und nützlicher Kenntnisse für alle Hausfrauen, Mütter und solche, die es werden wollen. Wir möchten dies Blatt, wenn es in diesem Sinne fort⸗ arbeitet, wie es begonnen, aus vollster Ueberzeugung als die beste Bildungsschuse für künftige wahre und gediegene Hausfrauen begrüßen, welches Volksbuch weder in den höchsten Kreisen der Aristokcatie noch in der Mansardstube des Bürgers fehlen sollte. Manche junge Frau mit Pensionate⸗ oder Kloster— erziehung wird es sich zum Glücke rechnen, hier endlich eine Schrist gesunden zu haben, die da im Stande ist, sie erst ihrem wahren Beruse als rationelle„Hausfrau“, als verständige Herrin des Hauses entgegenzuführen. Die Wissenschast für's wahre Volkswohl bat in diesen Blättern eine ihrer schönsten Pflege- und Missionsstätten erheben das Ganze vollkommen zu Dem, was der Titel uns verspricht. Vielfache gute Holzschnitte zieren und ver⸗ gefunden. Aufforderung. 1024 Alle Lieferanten, Handwerker und Arbeiter, welche noch Forderungen aus dem Rechnuagsjahr 1869 an die Stadt Friedberg oder den Augustiner⸗Schulsonds dahier daden, werden in Folge des berannabenden Bücher— schlusses hierdurch aufgefordert, ihre Rechnungen vor⸗ schriftsmäßig attestirt binnen 8 Tagen an den Unter⸗ zeichneten einzureichen. FIrtedberg den 8. April 1870. Groß herzogliche Bürgermeisterel Friedberg Foucar. Frucht⸗Versteigerung. 1014 Otenstag den 12. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen im bsigen Rathhause 100 Malter Korn von den Irnchtvorsäthen des vereinigten Armenfonds dahier zwel⸗ molterweise öffentlich melstbietend versteigert werden. Friedberg am 8. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Foucar. 1021 Die Parttal⸗Obligation Nr. 41 des Anlehens der Stadtkirche Friedberg vom 1. Juli 1844 ist durch Ver⸗ loosung auf den 1. Januar 1870 zur Rückzahlung be siimmt worden. Der Inbaber derselden wird wiederholt hierauf ausmerksam gemacht, um das Kapftal bet dem Kirchenrechner Heldt sofort zu erbeben. — m 7²—mN.NÄÄ.1: 1 Hofraithe- und Güter⸗-Versteigerung. 1023 Montag den 25. April d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die zur Debltmasse der irma Georg Wagner's Wittwe dahler gehorenden Janssen in Friedberger und Ockstädter Gemarkung, destehend in elner sehr geräumigen Pofratthe in der Ludwigsstraße mit/ Morgen Hausgarten und einer mafsiv von Stein erbauten großen Scheuer, sowle mehrere Morgen Ackerland und Wlesen öffentlich an den Meistbletenden verstelgert werden. Friedberg am 8. April 1870. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Frledberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Rouc ar. Waaren- und Mobiliar-Versteigerung. 1022 Mittwoch den 27. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hlesigem Ratbhause die zur Debit⸗ masse der Firma Georg Wagner's Wittwe dahler gehörenden Waarenvorräthe und Mobilien, bestehend in iner großen Quantität feiner und ordinärer Cigarren, verschledenen Sorten Kaffee, Tabak, Liqueuren, Zucker, Gewürzen, Oel und sonfligen in einem Colonlalwaaren⸗ eschaͤft vorkommenden Arlikeln, sodann an Mobilten: 0, e, Schränke, Betisteflen, Beitwerke, Com⸗ mode, Sopha, Weißzeug, Porzellan und Glas, sowie sonsiige Hausgerathschasten öffentlich meistbletend gegen Baarzahlung versteigert werden. Zrledberg am 8. April 1870. 4 In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Jou car. LKKleesamen! 839 in schönster Qualltät bei Wilh. Fertsch. Einen braven Hausburschen 800 sucht zu sofortigem Elintettt zrledberg. Joh. Bechstein II. Fasel⸗Zucht⸗Eber. 10 Em balblähriger Fasel-Zucht⸗Eber slebt bei mir zu verkaufen Buß bach. Johannes Wendel, Küfer- und Eichmelsler. hHoöchst empfehlenswerthes Andachtsbuch! 1017 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen; in Friedberg duich Bindernagel& Schimpff: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Urumann, Arnold, Tranke, Schmolz, Stark, Cersteegen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. Zwanzigste Auflage. 116 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlsiiche. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis; fl. 1. 24 kr. ganteg N 0 Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 20 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 106,000 Erempl. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichsache Auswahl acht, evangelischer Kern⸗ gebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird. Die Ver- lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend 2 herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communtongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. Allgemeine Versorgungs⸗Anstalt im Großherzogthum Baden. Gegründet im Jahre 18385. Capital- Vermögen am Schlusse des Jahres 1868: fl. 8,889,427. 642 Diese auf Gegenseitigkeit beruhende Anstalt schliezt alle Arten Versorgungss, Aussteuer- und Lebensversicherungs⸗Verträge gegen billige Prämien ab. Durch die im Jahre 1869 zur Vertheilung kommenden Dividenden von 15% des Deckungskapitals oder durchschnittlich 44% der Praͤmie der einfachen Lebens-Versicherung ermäßigen sich die Prämien für ein Kapital von fl. 1000. eines 2c jährigen auf fl. 9. 37 kr.; eines 30 jährigen auf fl 12. 5 kr.; eines 38 jährigen auf fl. 14.; eines 40 sahrigen auf fl. 17. 5 kr.; eines As jährigen auf fl. 21.; eines 50 jährigen auf fl. 26. 37 kr.; eines 58 jährigen auf fl. 34. 58 kr.; eines 60 jährigen auf fl. 47. 14 kr. Zum Abschluß von Versicherungen empfiehlt sich: Bitsch, Lehrer Fenster-Tafelglas 996 in Friedberg. Eine Grube Dung 1010 hat zu verkaufen J. Stöppler Wew. Einen Zapfjungen in allen Nummern billigst bet Carl Bauer in Assenbelm. 0 0 1003 sucht C. F. Walz. 3 ur Aus sa at. Eine Wohnung 869 Wecken, Erbsen, Gerste und Hafer, Auf Verlangen 947 in dem vormals Karl Waem tb schen Hause Nr. bh ist zu vermiethen. Näheres bet 7 rledberg. C. Heidt. Militärhandschuhe 40 von 36 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei M. Friedrich neben der Post. Gefl. zu notiren! 730 Wer irgend etwas in elne oder mebrere Zelsungen elnzurücken hat, der wende sich vertrauenspoll ay die Annoncen Expedition von Mudolf Mosse in rünchen, Nürnberg, Wilen, Berlin, Hamburg, Bremen, deken sollder Ruf eine reelle und prompte Bedienung garan⸗ Urt. Eln Manusertpt genugt für mebrere Zeitungen. Spesen oder Porto werden nicht berechnet. Wie geehrten Auftraggeber baben nur die von den Zeitungen selbst aufgestellten Orliginal-Preise(Juserttong Gebütren) zu entrichten. Jeber gewünschte Rath wird unentgelt⸗ lich ertbetlt. Insertlons Tarif(completies Zestungs⸗ Credit. Simon Strauß, Metzger gasse. Geklengte Tannemzapfen 1015 verkauft billigst die 1 Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. a Die neuen Tapeten-Muster in schönster Augwabl find bei mir angekommen und er— warte recht viele Besiellungen.— Buchbinder Schneider in Hungen. 676 Steinkohlen, 900 erste Qualltät, empfiehlt zu billigen Preisen verzeichuisß mit Angabe der Zeilenpresse und Auflage) Ph. Dan. Kümmich. gratis und fran ko Brauerei zur goldnen Reichskrone. 1009 Von Sonntag den 10. d. Mts. an Lagerbier. C. F. Walz. Palmengarten-Gesellschaft Frankfurt a. M. Hrsie Pflanzen- und Blumen-Ausstellung (früher herzogliche Wintergärten zu Biebrich) in dem neuen Palmengarten auf der Bockenheimer Landstraße zu Frankfurt a. M. Eröffnung am 11. April 1870, Morgens 10 Uhr. Vom 11. bis zum 13. April beträgt der Eintrittspreis à Person fl. 1. 987 Vom 14. April ab beträgt der Eintrittspreis 2 kr. per Person; für Kinder die Hälfte. An den Ausstellungstagen sind die Palmengarten von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nach- mittags geöffnet. Eingang: Bockenheimer Chaussée. Das Büffet befindet sich am Ausgang des Palmenhauses. Der Verwaltungsrath. Das Neueste in 5 Sonnen-& negenschirmen 833 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich deten der Post in Friedberg. Mein Strohhutlager, 995 besonders in feinen Herrenhüten, bringe für diesen Sommer in empfehlende Erinnerung und verkaufe wie immer zu sehr billigen Preisen. Die beliebten Knabenkäppchen zu 24 kr., Herren- und Knabenhüte neuster Façon zu 20 und 24 kr. sind wieder angekommen und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Heinrich Diehl, Usagasse gegenüber Herrn Kaufmann Huber. Modell- Hüte, 1008 nebst Herren⸗, Damen- und Kinderstrohhüten, sowie auch gli empfiehlt in größter Auswahl zu möglichst billigen 3 Elise Hanau, geb. Simon. Cigarren⸗Etuis und Portemonnaies, 998 in den verschiedensten Mustern, empfiehlt zum Fabrikpreis E. Oppenheimer. Eine große Auswahl in Sonnenschirmen 1005 von 54 kr. an bis zu den feinsten empfiehlt L. H ir sch. Zur Aus saat Vorschuß, 1. Sorte per Gescheid 5 1 1012 reinen Sommerweizen bei J. 2. Simon Strauß, Metz gergasse. e mb Haleael, Frische Repskuchen K. Friedrich, neden der Pofl. 1019 billigsi bel Ph. Dan. Kümmich. 2. 5 in guter Qualltät bei Z Ilische Onrtgilthet 1004 bei C. Altmannsperger. Eine sehr gute Obstkelter 990 mit Mabltrog und Stein, aus dem Nachlaß der verstorbenen Sophie Staubi, stebt zu verkaufen bei Heinrich Waas III. Grabsteine, 859 Kreuze, Schrifttafeln, Bücher, Schriftrollen u. s. w. find slets vorräthig auf meinem Lagerplatze am Ver⸗ sorgungs hause. Melchior Boll, Friedberg. Steinhauermeister. 9 Veredelte Rosen, 1000 mehrere Sorten, 4 zu verkaufen Georg RNausch I. Wittwe 0 in der Kirchgasse. Möübel-Lager. 989 Alle Sorten Möbel, für deren Güte garantirt, sind in großer Auswahl zu haben bei Friedberg. J. Pfeffer, Hof⸗Möbelschreiner. Jonnenschirme 1020 10 großer Auswabl billigst bei Geschwister Schloß. Geschästs-Anzeige. 1002 Einem bilesigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahter, Frankfurt a. M., etablirt babe und empfehle mich in Anfertigung Feuerfester Cassaschraͤnke nach der neuesten, gediegensten Constructlon. Preise äußerst billig. Cassetten aller Dimensionen, Sicher⸗ heitsschlösser jeder Art in Brama, Chub, Feri ze. Langjährige Praxis, sowle Erfahrungen in mehr⸗ fachen Feuerproben, setzen mich in den Stand jeder Concurrenz die Spitze zu bieten. Zeichnungen, sowie Preiscourant gratis. Heinrich Briel, Schlossermeister, Frankfurt a. M., Steingasse Nr. 8. Todes Anzeige. 1011 Allen Freunden und Bekannten widmen wir die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unsere liebe Tante, Schwester und Schwägerin Elisabethe Werner Donnerstag Abend nach sehr schmerzensvollem Krankenlager in ein besseres Jenseiss abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag Nachmiltag um 5 Uhr statt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Palmarum. Buß und Bettag. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkircher Vormittags: Herr Candidat Orth. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Mickel. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Palmsonntag. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. 5 Beginn des Gottesdienstes an den drei ersten Wochen⸗ tagen Morgens 7¼ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Perlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs⸗ Zlatt Nr. 15 und eine Beilage.) benach das K die J Friedb findet. 1850 dispor täglich tand der J für di Beien N füt d Faue für d Oes, berg, die Florst Wolf die U Ober Osthe die J Nödge Weckt Dier 5