otten Etempelpapiert. ether gegtnüln. zeige. tert nach ängertr ric uuser geliebin es Philippi Jen wit hen — * 8 4 4 7 1 er den Feind über Chillieurs aux Bois, Chevilly hinaus in der Richtung auf Orleans zurück. N Wallis! nne uz un unt 7 8 N 145. 1 9 un 1 dhe 2 Dionnerstag den 8. Dezember. 1 nzeiger. 1 19 9 Freren Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fritdberger Intelligenzblatl. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —.*—f. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Taubstummenstatistik im Großherzogthum Hessen; insbesondere die Aufnahme ö taubstummer Kinder in die Taubstummenanslalten. 51 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die sämmtlichen Schulvorstände. Der Einsendung der vorschriftsmäßigen Berichte in obigem Betreff sehen wir binnen 4 Wochen entgegen. Friedberg den 3. Dezember 1870. n Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Verfailles, 4. Dez., Nachts 12 Uhr. Der Königin Augusta in Berlin. Nach zwei; fägiger Schlacht der 2. und Mecklenburgischen Armee und des Corps Manstein die Vorstadt St. Jean und den Bahnhof Orleans heute Abend genommen. Die anderen Corps stehen bereit, morgen die Stadt zu nehmen. 30 Ge⸗ schütze, über 1000 Gefangene. Verlust mäßig. Diviston Wrangel verlor am Meisten. Hier heute Alles ruhig. Wilhelm. Versailles, 4. Dec., 10 Uhr Abends. Am 3. December warfen die Colonnen des General⸗Feldmarschalls Prinz Friedrich Karl Das 3. und 9. Armeecorps nahmen dabei je I Geschütz. Diesseitiger Verlust nicht bedeutend. Vor Paris brach der Feind die dem Gefechts⸗ elde vom 2. Dezember gegenüber geschlagenen Brücken bei Brie am 4. Dezember ab und zog sscch hinter die Marne zurück. Bei Aufräumung des Schlachtfeldes bei Amiens I fanden sich noch 9 feindliche Feldgeschütze und ein dedeutendes Kriegsmaterial vor. Versailles, 5. Dec. Der Königin Augusta in Berlin. Orleans ist noch in dieser Nacht besetzt worden, also ohne Sturm. Gott sei gedankt! Wilhelm. Versailles, 5. Dec. General-Feld⸗ marschall Prinz Friedrich Karl hat nach dreitägigen, stets siegreich vorschreitenden Kämpfen und nach Erstürmung des Bahn⸗ hofs und der Vorstädte am Abend des 4. und in der Nacht zum 5. December die Stadt Orleans besetzt. An 40 Geschütze und viele Tausend Gefangene in unferen Händen. Der Feind wird unausgesetzt ver- kolgt. Diesseitiger Verlust verhältnißmäßig. f v. Podbielsky. Argeuil, 5. Dec. Von der 1. Armee hat das 8. Armeecorps am 4. December ver⸗ schiedene glückliche Gefechte nordöstlich Rouen zehabt. 1 Geschütz und 400 unverwundete Befangene genommen. Diesseitiger Verlust 1 Todter und 10 Verwundete. v. Sperling. Wiesbaden, 6. Dez. Telegramm des Prinzen Karl an die Prinzessin Karl un Wiesbaden“ Versailles, 6. Dezember. Nachträgliches über Fritz Karl's Sieg bei Orleans: 77 Geschütze, Unzahl Militär⸗ Zquipagen, 4 armirte Dampfschiffe genommen. 10,000 Gefangene Loire-⸗Armee nach allen v. Podbielskpy. Richtungen versprengt. Schwerin. Die regierende Großherzogin empfing vom Großherzog folgende Depeschen: Orleans, 5. Dec. Gestern Vormittag gegen Orleans bis Chevilly nur leichte Gefechte. An 300 Gefangene, 1 General, 7 Geschütze, 1 Mitrailleuse. Unser Verlust bedeutend, na⸗ mentlich mecklenburgische Truppen. Orleans, 5. Dec. Gestern Nacht 12 Uhr nach mehrfachen glücklichen Gefechten hier eingerückt. Andere Armeccorps erst heute. 18 Geschütze, 4000 Gefangene genommen. Schone Cavalleriegefechte. Morgen weiter. Schwerin, 6. Dez. Die Großherzogin⸗ Mutter empfing von dem Könige von Preußen (ihrem Bruder) folgendes Telegramm: Versailles, 5. Dez., Abends. Dein Sohn hat in drei Tagen drei Siege erfochten: am 2. d. bei Bazoches, wo er 12 Kanonen genommen, am 3. d. bei Chrvilly, wo er 3 Kanonen ge⸗ nommen und am 4. d. nördlich und westlich von Orleans, wo Treskow 3 Dörfer stürmte, 22 Geschütze nahm und 5000 Gesangene machte. Am 3. und 4. Dez. fochten gleichzeitig des Großherzogs und Friedrich Karls Armee am und im Walde von Or⸗ leans. Manstein stürmte gestern Abend die Vorstadt St. Jean, besetzte Nachts noch die Stadt. Ver- luste nicht übermäßig. Hier hatten wir vor Vincennes drei sehr blutige Gefechte mit abwechfelndem Nehmen und Verlieren von Dörfern, bis der Feind gestern unangegriffen völlig abzog, nach großen Verlusten bei uns, namentlich des zweiten Corps und der Würtemberger, die heldenmüthig kämpften und viel verloren. Die Sachsen hatten geringere Verluste. Der beabsichtigte Durchbruch nach Orleans ist vollständig vereitelt. (Vorstehende Depeschen wurden bereits durch zwei Extrabeilagen den Lesern unseres Blattes mitgetheilt.) Stuttgart, 5. Dez. General v. Obernitz meldet telegraphisch an das Kriegsministerium: Die Verluste der würtembergischen Diviston am 30. Nov., 2. und 3. Dez. stellen sich wie folgt: Todt 13 Offiziere, 268 Unteroffiziere und Mann- schaften; verwundet 47 Offiziere, 1345 Unter- ofsiziere und Mannschaften; vermißt 1 Offizier, 354 Unteroffiziere und Mannschaften. In Summa 61 Offiziere, 1967 Unteroffiziere und Mannschaften. Der Verlust an Pferden beträgt 148. Seitens der würtembergischen Truppen wurden 1400 Ge⸗ fangene gemacht, darunter 34 Offiziere. Versailles. Gute Rechner haben heraus- gebracht, daß von den südlich und westlich ge- legenen Forts allein in der Nacht vom 28. zum 29. Nov. eine Pulver- und Geschoßverschwendung getrieben worden ist, welche sich auf eine Aus- gabe von 120,000 Thalern für diese 12 Stunden allein beziffern läßt. Während der Haaptausfall am 29. Nov. gegen das 6. preußische Corps und seine Stellungen bei Villeneuve St. Georges ꝛc. gerichtet war, dirigirten sich gestern die Streit- kräfte des Generals Ducrot vor den Forts Cha— renton, Vincennes und Rosny gegen die Posi⸗ tionen der würtembergischen Division, zwischen Seine und Marne, so daß der Hauptkampf(denn es wurden gleichzeitig auch mehrere andere kleinere Ansfälle und militärische Demonstrationen an verschiedenen Punkten unternommen) sich auf die Dörfer Champigny sur Marne, Villiers sur Marne und Brie sur Marne concentrirte. Es scheint dies eine letzte und äußerste Anstrengung der Be⸗ lagerten gewesen zu sein, da der Kampf, mit großer Hartnäckigkeit geführt, sich bis nach 6 Uhr hinzog, wiewohl schon um Mittag vollständig ent⸗ schieden war, daß ein Durchbruch auch an dieser⸗ Stelle nimmermehr gelingen werde. Einen Moment lang scheint während des Gefechts am Morgen die würtembergische Division ihre Fühlung mit dem 6. Corps verlassen zu haben. Augenblicklich erhielt die Reserve Artillerie des 1. bayerischen Corps, welche dem preußischen 6. Corps zugetheilt ist, Weisung, sich fertig zu machen, um in die vermuthete Lücke sofort einzutreten. Noch ehe aber diese Artillerie den ihr vorgeschriebenen Weg zurückgelegt, konnte sie schon Contreordre erhalten, da ihre weitere Mitwirkung sich als unnöthig er wiesen. Die Fühlung der beiden Truppenkörper war völlig wieder hergestellt. Eine Unzahl von Gefangenen ist unsererseits gemacht worden; doch haben jetzt schon verschiedene Truppentheile fol⸗ genden Usus eingeführt, um die Anzahl der Mit⸗ esser in Paris nicht noch selbst vermindern zu helfen. Wenn Feinde umzingelt sind und sich ergeben müssen, so entwaffnet man sie vollständig, legt Chassepot, Säbel, Munition 1c. bei Seite und jagt sie dann mit Kolbenstößen in die fran⸗ zösischen Linien zurück. Für Den und Jenen, welcher sich der Pferde- und Salzfleischkost halber nicht ganz ungern fangen ließ, muß dieses Verfahren allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. — Die„Nordd. Allg. Zig.“ schreibt: Aus Paris kingetroffene militärische Nachrichten drücken Bewunderung aus über den Heldenmuth, welchen die Würtemberger gemeinschaftlich mit ihren Waffen⸗ brüdern aus Pommern und dem Königreich Sachsen bei den französischen Ausfällen am 30. Nov. und 2. Dez. bewiesen baben, indem sie sich 80,000 Franzosen entgegenwarfen und sie auf's Haupt schlugen. — Aus einem würtembergischen Feldpostbrief: Boisy St. Leger(südöstlich bei dem vielgenannten Mont Mesly), den 1. Dez. Mit dem frühen Morgen standen wir heute wieder bereit bis in die Nacht, aber der Feind scheint gestern genug bekommen zu haben, denn er zeigte sich heute sehr sanftmüthig. Leider stellen sich unsere Verluste als nicht unbedeutend heraus, namentlich hat die 1. Brigade viel gelitten, die den Angriff des weit überlegenen, von dem Feuer seiner Forts unter- stützten Feindes aufhalten mußte, nachdem die Sachsen, welche kaum erst in unsere frühere Stellung eingerückt waren und daher dieselbe nicht kannten, allein nicht fertig werden konnten. Bei allen Verlusten haben wir viel Glück gehabt. Wir haben einen dreifach überlegenen Angriff zurückgeworfen. Dabei kamen alle Waffen zu schöner Verwendung; Infanterie stürmte den Mont Mesly, ohne zu schießen, in wohlgeordneten Kom⸗ pagniekolonnen mit Hurrah und schlagenden Trom⸗ meln, namentlich das 2. Bataillon 8. Inf.-Regt. v. Wölkern; Reiterei ritt rechtzeitig geworfene Infunkerie an und machte zahlreiche Gefangene; Artillerie schoß ausgezeichnet. Kurz, unsere Leute waren ganz gut. Die Franzosen hatten alle für 6 79 e. Proviant bei sich. Bei dem Ausfall am 30. ritt laut Tele- gramm des Prinzen Wilhelm von Weimar an den Köpig von Würtemberg die würtembergische CavalekieEstadron Gernsdorf ein französisches Bataillon zusammen. — Der„Times“ wird aus dem Hauptquartier unter'm 3. Dez. ttlegraphirt, daß nach den für die deutschen Truppen siegreichen Gefechten am 2. Dez. bei Champigny, Brie und Villiers an der Südfronte von Paris deutscherseits nur die Orte Champigny und Villiers besetzt gehalten wurden, da das Dorf Brie dicht unter den Kanonen vom Fort Rogent liegt und dessen Besetzung unnbthige Verluste hervorrufen würde. — Von den Werken zum Schutze der deut— schen Linien unter dem Oberbefehl des Kronprinzen von Sachsen meldet der Correspondent der„Daily News“, daß an ein Durchbrechen der Pariser dort nicht zu denken sei.„Durch eine Reihenfolge von Dämmen(schreibt er) ist das Wasser der Mollette gestaut worden und bildet eine lange zusammenhängende Ueberschwemmung von beträcht- licher Tiefe und Breite auf der ganzen Strecke von Sevran bis Dugny. Zwei Unterbrechungen sind allerdings vorhanden. Die eine bei Pont Iblon, die andere bei Aulnay. An dem ersteren Punkte ragt die Straße allein aus dem Wasser hervor und bildet ein Defile. Zum Schutze des— selben ist Le Bourget eine Meile weiter stark besetzt und dient als Brückenkopf. Das franzö⸗ sische Ende ist durch ein starkes tüchtiges Erdwerk gekreuzt, Auf der deutschen Seite liegen rechts und links Batterien, welche kreuzweise die Straße bestreichen, weiterhin wieder zwei correspondirende Batterien und wieder weiter rechts und links noch andere Batterien, so daß keine Maus sich unge- straft über die Chaussee bewegen kann.“ Nancy. Von der Präfektur des Murthe— Departements liegen mehrere Verordnungen vor, u. A. eine solche, wonach sämmtliche Gemeinden Lothringens zur Zahlung einer Contribution von 750,000 Francs ale Schadloshaltung der seiner Zeit aus Frankreich Ausgewiesenen und zum Er— satz der durch die französische Flotte an gekaperten Schiffen verursachten Verluste angehalten werden; eine andere, durch welche die Gemeinden zur Lie- ferung von wollenen Decken in natura oder in Geld veranlaßt werden und endlich eine dritte, in welcher die Maires dafür verantwortlich gemacht K. J. Hoffmann 19, und ist, daher, da Edinger, 1 Nächpös br Mito 16 Stimmen erhielt, gewählt Die Zeit der nächsten Sitzung ist noch nicht festgesetzt. Staatsminister Delbrück leitet die allgemeine De⸗ batte über die Verträge mit den süddeutschen Staaten mit dem Hinweis auf den provisorischen Zustand der Versassung des norddeutschen Bundes ein. Der Minister erklärt, der Anschluß der süd— deutschen Staaten sei durch Art. 79 vorgesehen. Die Vorlagen streben die Vereinigung aller Glieder Deutschlands an, welche gegen Erwarten schnell durch ein großes weltgeschichtliches Ereigniß er⸗ folgte. Die Initiative zur Einigung kam im September von Bapern. Redner sti zur Anhörung der bayerischen Vorschläge nach München entsandt, instruirt, sich jeder Aeußerung zu enthalten, welche als ein Druck Seitens des Präsidiums zu deuten wäre. Inzwischen regte Würtemberg Unterhand⸗ lungen an, Baden beantragte den Eintritt in den Bund, Hessen meldete seinen Anschluß. So ent⸗ standen die Versailler Conferenzen. Red nei betont, daß in den zuerst vorgelegten Verträgen manche Bestimmungen sich befänden, welche den bayerischen Intentionen entsprungen seien; ob sie ohnedem aufgenommen worden wären, sei dahingestellt. Naheliegende Fragen sind unberücksichtigt gelassen. Nur das Nothwendigste zur Fortentwickelung der staatlichen Einigung Deutschlands ist aufgenommen. Das Weitere bleibt der künftigen Entwickelung und Vereinbarung mit dem künftigen Parlament übetlassen. Die Aenderung der Verfassung charak- terisirt sich in der Verstärkung des förderativen Bundescharakters, wie in der Natur der Sache begründet. Ohne Anerkennung des berechtigten föderativen Elementes war der Beitritt Süd- deutschlands unthunlich. Redner wendet sich so⸗ dann zu dem Heerwesen und weist das Vorhanden⸗ sein gemeinsamer großer Grundlagen nach. Die Abweichungen für die einzelnen Staaten seien zu- meist transitorischer Natur. Bapern sei der mili⸗ tärische Oberbefehl seines Königs im Frieden ein— geräumt. Dies sei durch die realen Verhältnisse gerechtfertigt. Die Zusammensetzung des Bundes- rathes und des diplomatischen Ausschusses sei lediglich durch die Verstärkung des förderativen Elementes erforderlich, ebenso die Bestimmungen über die Kriegserklärung. Man muß dem Aus- lande klar machen, daß der Bund wesentlich defen— siven Charakters ist. Reduer rechtfertigt das Arrangement in den Steuerfragen. Den Wünschen Bayerns und Würtembergs auf eine interne selbst— ständige Post- und Telegraphenverwaltung konnte werden, daß den von der Regierung in Tours an die wehrpflichtigen jungen Leute des Bezirks ergangenen Aufforderungen, die sich bei der fran⸗ zösischen Armee zu stellen, keine Folge geleistet werden darf. Hessen. Darmstadt, 5. Dez. II. Kam- mer. Der neugewählle Abg. Krämer wird ein- geführt und verpflichtet. entsprechend nimmt die Kammer den mit dem norddeulschen Bund und dem Großherzogthum Hessen abgeschlossenen, bereits bekannten Vertrag über Gründung eines Deutschen Bundes nebst den dazu gehörigen Aktenstücken entgegen, welche der Ministerpräsident v. Dalwigk mit einigen einleitenden Worten, in welchen derselbe die Wich tigkeit des Gegenstandes betont, übergibt. Der Vertrag wird dem zweiten Ausschuß zur baldigen Verichterstattung überwiesen, und wird derselbe heute schon seine Thätigkeit beginnen. Eine Vor— lage des Kriegsministeriums verlangt für Fort' setzung des Krieges u. s. w. einen weiteren außer ordentlichen Credit von 3,622,000 fl. Metz interpellirt über die Erfüllung einer amtlichen Zusage des hessischen Zollvereinsbrvollmächtigten, betreffend die Aenderung der Besteuerung des Weins. Hallwachs dringt auf baldige Be— rathung seines Antrages wegen Unterstützung der Familien im Felde stehender Soldaten. Schließ— lich wurde an Suelle des verstorbenen Abg. Hunsinger ein Mitglied des Finanzausschusses gewählt, Von 37 abgegebenen Stimmen erhielt um so mehr genügt werden, als die Bundesgesetz⸗ gebung dabon unberührt bleibt. Der bayerische Vorbehalt über die Selbständigkeit auf dem Ge— biete des Heimaths- und Niederlassungsrechts wiege schwer. Bayern habe soeben erst eine neue Sotialgesetzgebung mit gutem Resultate eingeführt, deßhalb hatte Bapern unüberwindliche Bedenken gegen die Annahme einer neuen Gesetzgebung. Der Tagesordnung Die Verträge sind auf dem Boden der Thatsachen erwachsen. Ich bitte Sie, diesen Standpunkt zu theilen. Ich erinnere Sie, daß es mehr als ein⸗ mal Daeutschland nicht zum Segen gereichte, das Erreichbare dem Besseren geopfert zu haben. Dem Abg. Schulze gegenüber, der den Antrag der Fortschrittspartei, die Verfassung einem allgemeinen beutschen Reichstage vorzulegen, befürwortet, weist der Bundesbevollmächtigte Pape nach, daß die Regierungen verpflichtet stien, nach Maßgabe der Verfassung des norddeutschen Bundes vorzugehen. Abg. Friedenthal spricht für die Annahme der Verträge, wünscht jedoch die Creirung eines Oberhauptes und fragt, wie es damit stehe. Staatsminister Delbrück erklärt hierauf: Prinz Luitpold hat vorgestern ein Schreiben des Königs von Bayern überreicht(Del⸗ brück verliest dasselbe), dessen Inhalt folgender ist: König Ludwig von Bayern bietet dem Könige Wilhelm die Kaiserwürde an. Die Fürsten, welche in Versailles anwesend sind, stimmten zu; die Zu- stimmung der übrigen Fürsten und der freien Städte bleibt abzuwarten. An Preußen. Berlin, 5. Dez. Reichstag. der Debatte betheiligen sich noch Wind 5 welcher eine Constituante zur Gründung der fassung wünscht, und Lasker, der die Amendirung der Verträge hofft. Nächste Sitzung Dienstag, — 6. Dez. Reichstag. Fortsetzung General⸗Debatte über die Verträge mit den süü deutschen Staaten. Für dieselben sprechen Wagner, Miquel, Bethusy⸗Huc, dagegen Bebel, Löwe und Ewald. Abg. Duncker befürwortet die An⸗ nahme seines Antrages. Der Schluß der Debattz wird angenommen. Der Antrag Duncker ab⸗ gelehnt. Das Haus beschließt die Vornahme der zweiten Lesung im Plenum. Die nächste Sitzung findet morgen statt. f — Das Schreiben des Königs von Bayern an den König Wilhelm lautet wie folgt:„Nach dem Beitritt Süddeutschlands zum Verfassungs⸗ bündniß werden die Ew. Majestät übertragenen Präsidialrechte über alle deutschen Staaten sich erstrecken. Ich habe mich zu deren Vereinigung in einer Hand in der Ueberzeugung bereit erklärt, daß dadurch den Gesammtinteressen des deutschen Vaterlandes und seiner verbündeten Fürsten ent⸗ sprochen werde, zugleich aber im Vertrauen, daß die dem Bundespräsidium nach der Verfassung zustehenden Rechte der Wiederherstellung eines deutschen Reiches und der deutschen Kaiserwürde als Rechte bezeichnet werden, welche Ew. Majessäl im Namen des gesammien deutschen Vaterlandes auf Grund der Einigung seiner Fürsten ausüben, Ich habe mich daher an die deutschen Fürsten mit dem Vorschlage gewendet, gemeinschaftlich mit mir bei Ew. Majestät ig Anregung zu bringen, daß die Ausübung der Präsldialrechte mit Führung des Titels eines deutschen Kaisers verbunden werde. Sobald mir Ew. Majestät und die verbündeten Fürsten ihre Willensmeinung kundgegeben haben, würde ich meine Regierung beauftragen, das Weitere zur Erzielung der entsprechenden Verein- barungen einzuleiten.“ * Wie aus gut unterrichteter Quelle berichtet wird, ist man der Ueberzeugung, daß der König von Preußen auf Wunsch der deutschen Fürsten, indem er den Titel eines Königs von Preußen fortführt, den Kaisertitel als Bezeichnung der höchsten Würde in Deutschland annehmen werde. — Die„Kreuzzeitung“ hört, daß die Ein— berufung des Landtags zu einer kurzen Session für den 12. d. M. in Aussicht genommen ist — Die„Frkft. Pr.“ schreibt: In Reichs⸗ tagskreisen wird die unveränderte Annahme der süddeutschen Verfassungsverträge als gesichert be⸗ trachtet.— Im Falle fortdauernder Weigerung Frankreichs zur Beschickung der Pontusconserenz soll dieselbe ohne Theilgahme Frankreichs zu⸗ sammentreten. — Von Seiten des Kriegsministeriums sind, nach der„Br. Ztg.“, im preußischen Staate bei verschiedenen Kaufleuten 750,000 Paar wollene gestrickte Strümpfe bestellt worden, welche bis zum 15. Dezember feitig und an diesem Tage abgeliefert werden müssen. Um einen so großen Auftrag schnell ausführen zu lassen, hat man diese Lieferung so eingetheilt, daß sich die Unternehmer in allen größeren Städten daran betheiligen durften. — Der bayerische Minister Lutz ist hier ein⸗ getreffen, um gemeinschaftlich mit dem Bevoll⸗ mächtigten des norddeutschen Bundes den Beitritt Würtembergs, Badens und Hessens zum Vertrage Bayern zu vermitteln. Am 11. d., Mittags 1 Uhr, findet die diesfallsige Conferenz im Bundeskanzler⸗ amt statt. 0 — Der Bundeskanzler bat dem Bundesrat ein Exposs über die Pontusfrage nehst den ein⸗ schlagenden Aktenstücken zugehen lassen und sieht einer Aeußerung des Bundesraths über das deutsche Inieresse zur Sache entgegen. Preußen erkennt bekanntlich in der von ihm im Pariser Frieden übernommenen Collektivgarantie keinen Kriegsfall für sich und Deutschland wegen der auf die Neu- tralistrung des schwarzen Meeres bezüglichen Be⸗ stimmungen. Dem Reichstage soll eine ähnliche Vorlage wie dem Bundes rathe zugehen. l Kassel. Die Kaiserin Eugenie ist, wie elle Correspondenz des„Frankf. Journ.“ wissen will, zu Wilhelmshöhe angekommen. „ 5 r Beweg salgend J. De Ollean lle er Af Uutelle herblie land Nallon Aurel 1 Orl uhr! La C Zug nach fand Räu falls Nam un 3 ö — 2644 um knnen gend drel befät Arge Ait Würtemberg. St art. Der„Staals- unzeiger“ mel! Der König stimmt dem Vor ⸗ dlage des gs von Bayern zu, gemeinschaft⸗ ch mit den deutschen Fürsten bei dem Könige, F e weg ut den 1 on Preußen anzuregen, daß mit der Führung des vundesprästoinms der Kaisertitel verbunden werde. Im 6. d. ist der Adjutant des Königs, Oberst- ene ei sutenant Fränzinger, mit einem Handschreiben 15 bes Königs nach Versailles abgegangen. e, Schweiz. Bern. Ein Telegramm des 4 eit dir 95 er 0 Bundes“ aus Pruntrut vom 5. December meldet 2 Batrauen, 5 dee dur Uasasin aerkatcbanz ting ranch Keiserpin Gd. Naitt en Battrlanda rim autiba die beasschen Firia „ gentinschaftlich u. ungrig 5 bringa 10 dalitchtt dit Fü getion. auert verbunden wen: ab dit verbündtt f Htergeben habe Nat Legierung „ erge die Loire-Armee hat den Marsch eingestelln, da „agen f vor sich beträchtliche Streitkräfte des Feindes be,. c funden hat. 5 sositionen zurückgegangen, welche sie vor Orleans Fhauptet hat. Zahn: ein en siegreiches Gefecht der Preußen mit Francti⸗ Sun nurs bei Montbeliard.— Delle ist abermals von un Preußen besetzt. Bei Belfort lebhafte Kanonade. Frankreich. Tours, 4. Dezember. Die veröffentlicht folgende Mittheilung: Die französische Armee ist in feste Dieselbe hat die Forisetzung der bewegung vertagt. Der Feind scheint seine Streit- 5 „ fhäfte zwischen Pithiviers, Artenay und Orgeres 2 concentriren. Tours. Die hiesige Regierung verbreitet lgende Nachricht: In der Nacht vom 3. zum Dez erklärte General Aurelles für nöthig, rleans zu räumen und den Rückzug auf das Ake Loire-Ufer anzutreten. Die Regierung war ur Ansicht, Orleans zu halten, da aber General zurelles bei der Nothwendigkeit des Rückzuges urblieb und versicherte, die Truppen würden nicht tand halten, ließ man ihm volle Freiheit der Am 4. d. M. telegraphirte General zurelles, er habe seine Ansicht geändert, er wolle i Orleans Widerstand leisten. Der Kriegsminister fihr nach Orleans ab, doch mußte der Zug bei „ berftragen, l lr Chapelle halten, da preuß. Cavalerie auf den dice One lt hte ö imd, welcher mittheilte, daß der 7er e däumung von Orleans verlangt habe, widrigen- g. ß 14 der beusschen Fenn 1 14 riet en Pr % Saacnung du * duntbnen werde. daß dit Ein⸗ Errt kreten Sessen ict gerenrtn U 217 1 1 1 1 e ene Ferie 0 4 5 gg „ lage 70 1 1 10„ * N tn 1 1t! e ee 1 1 15 en 4 110* 10 5 , n dug schoß. Der Minister kehrte 3 Uhr Morgens teryrechtudtn Inti uch Tours zurück, wo er eine Depesche Pallier's Feind die fils die Stadt beschossen würde. Pallier gestand Lamens Aurelles zu, daß Orleans geräumt werde. len Mitternacht war die Stadt von den Preußen daß dort die größte Rathlosigkeit hertsche. Die besetzt. Von Aurelles sind der Regierung keine wilt n Nachrichln ge 48 10 1 — Die neuesten Depeschen aus Tours melden, Generale der Westarmee und General d' Aurelles de Paladines gestehen zu, daß Orleans ohne Schwertstreich besetzt wurde. Die Volksstimmung schwankt aus einem Extrem in's andere. — Ein Telegramm des„Echo du Parlement“ aus Tours meldet:„In den Kämpfen am Sonntag wurde das Truppencorps der ehemaligen päpst- lichen Zuaven bis zu drei Viertheilen aufgerieben. Colonel Charette wurde schwer verwundet.— Die Loirearmee wich bis nach Blois zurück.“ — Der„Constitutionnel“ vom 2. December enthält die Ernennung Bourbaki's zum Comman- danten des 18. Armeecorps der Loire-Armee; der— verläßt die ringsum gewonnenen Positionen. Von ntergang zu verwandeln. Havre's Flagge muß, eine der ersten, auf den Mauern des befreiten Paris wehen! Erhebt Euch! Schwören wir, nicht zurückzukehren, so lange Frankreich nicht wieder an der Spitze der befreiten Nationen marschirt! Obercommandant Ballier, Souspräfekt Chamel, Maire Guillemard.“* a Belgien Brüssel. Die durch Pariser Ballon hierher gelangte Nummer des„Journal officiel“ vom 28. Nov. sagt: Wir wissen nicht, ob Europa sich dahin entscheidet, Frankreich in den Stand zu setzen, daß es unter, Umständen, welche die Wahlfreiheit und das Ansehen der Gewählten schützen, eine Nationalversammlung selbe soll sich bereits auf seinen Posten begeben baben. Ein Decret der Regierungsdelegation in Tours dehnt das Verbot der Ausfuhr für Cerealien auch auf Algier aus.— Pröclamaksonen des Re⸗— gierungscommissärs Testelin und des neuen Com- mandanten der Nordarmee, Faidherbe, beklagen die erwiesene Unfähigkeit der bisherigen Officiere der Mobilgarde, namentlich in Amiens, und ordnen die Wahl der Officiere durch die Truppen an. Bezüglich der wachsenden Disciplinlosigkeit unter den Truppen verfügen sie gleichzeitig, daß im Wiederholungsfalle die Truppen Marschbefehl zum Vorrücken gegen den Feind erhalten würden.— Ballondepeschen aus Paris vom 4. d. bestätigen völlig die letzten Angaben aus Versailles und zeichnen sich nur in gewohnter Weise durch Ueber⸗ treibungen aus, indem sie die deutschen Verluste auf 20,000 Mann angeben. Sie melden ferner: eaß die Anhänger Blanquis eine Demonstration der Frauen vorbereiten für den Augenblick, wo Hungersnoth sich füblbar machen wird.— Eine Anzahl französischer Nationalgarde aus dem De— partement du Nord hat sich auf belgisches Gebiet geflüchtet. Havre, 4. Dez. An der Börse wurde folgender Aufruf angeschlagen:„Citoyens! Die Republik hat decretirt: Es muß gesiegt werden! Die Befreiungsstunde hat geschlagen! Der Feind einberufe. Das Gemetzel wird aber unbedingt fortdauern, wenn Europa ee duldet und Preußen nicht davon absteht. Wie es auch kommen mag, und überhaupt keinen Krieg will(2), wird aus dem Kampfe mit ungeschmälertem Gebiete und unverletzter Ehre hervorgehen. Großbritannien. London, 5. Dez., Nachts. Genkral Manteuffel hat Rouen besetzt. Spanien. Madrid. Die Studenten in Madrid, Sevilla, Santiago, Saragossa und Sala— manca veranstalten große Demonstrationen gegen dit Wahl des Herzogs von Aosta. Italien. Florenz. Die hier eingetroffene Commission der Cortes hat dem Herzog von Aosta offiziell die spanische Krone überreicht; der Herzog nahm dieselbe an. 2 Australien. Die australischen Posten be⸗ richten alle von dem ungeheuren Aufsehen, welches die Nachrichten von der Capitulation von Sedan in den Colonien erregten. Die Deutschen waren in Melbourne ganz außer sich vor Freude über die großen Erfolge der vaterländischen Waffen, und Engländer, Schotten und Amerikaner stimmten in den Jubel ein. Nur die Irländer hielten es wie anderwärts mit den Franzosen. Sammlungen für die Verwundeten wurden von beiden Parteien eifrig betrieben. Die Nachricht gelangte, bei ⸗ läufig bemerkt, nach Sydney in 19 Tagen. 244 Die in der öffentlichen Aufforderung vom 21. FJumobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils kuinen sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich auswelsen. Oeffentliche Aufforderung. Juli l. J. aufgeführten Besißer der dort verzeichneten veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, Es werden deshalb Dritte, welche aus mend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen % det Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerunggurkunden ohne Rücksicht auf sie bsftätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche, nach Maßgade des Art. 29 des Gesetzes vom ., Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. 5* Friedberg den 10. September 1870. Groß berzogliches Landgericht Frledberg Rei ß. Bekanntmachung. 298 Am Mittwoch den 14. Dezember J. J., Morgens Uhr, werden zwei ausrangirte 6sitzige Postwagen in entlicher Auction zum Verkaufe gestellt. Es können ee Wagen täglich hler in Augenschein genommen erden. Die Verkaufsbedingungen werden dei migerung bekannt gemacht. Friedberg den 28. November 1870. Postamt. Brentano. Lieferung von Erleuchtungsmaterialien be das Garnsson⸗Lazareth Friedberg auf das erste f Halbjahr 1871. 42 Montag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, ell die obige Lieferung auf dem Lazareth⸗Büreau unter nm daselbst zur Einsicht bereit liegenden Bedingungen srrch Summission vergeben werden Frtedberg den 5. Dezember 1870. Hoffmann. Arbeits- Versteigerung. 59 Samsiag den 10. Dezember, Vormittags 11 Uhr, ell auf dem Büreau des Großberzoglichen Bürger⸗ det Ver⸗ „ weiflers zu Münzenberg für 1200 fl. Plankrarbelt entlich an den Wenigsinehmenden versteigert werden. Gambach am 6. Dezember 1870 N Schneider, Bezirks-Bauaufseber. Ruhter Steinkohlen, 2 kus erste Qualität, bet a h. Dan. Kümmich. ——— Immobilien⸗Versteigerung. 2861 Montag den 16. Januar 1871, Vormittags 11 Uhr, sollen die dem Apolheker Hermann Otto zu Rüdesbeim eigenthümlich zustehenden, in der hlesigen Gemarkung belegenen Immobilien, nämlich: 3) 12 Ruthen 41 Schuh Hofratthe in der Untergasse, zwischen Wilhelm Schmid und dem Kirchhof, Nr. 7 des Stockbuchs, b) 6 Nuthben 59 Schuh Garten bei dem Hause, zwischen dem Kirchhof und sich selbst, Nr. 1707 des Stockduchs, o) 10 Ruthen 14 Schub Acker auf dem Altendorf, zwischen Reinbard Knöpp Wittwe und Nicolaus Steten, Nr. 1714 des Stockbuchs in dem hiesigen Rathhause zwangsweise versteigert werden. Reichelsheim den 5. Dezember 1870. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim Schmid Faselochs-Versteigerung. 2851 Dienflag den 20. d. M., Vormittags 10½ Uhr, soll in der Stein' schen Wirthschaft ein der hlesigen Gemeinde gehöttger Faselochs meifibietend versteigert werden. ö Beilenheim am 5. Dezember 1870. Großherzogliche er Belenheim u t h. Ein tüchtiger Pranntweinbrenner 2832 wird gesucht. Näheres bet Gottfried Mondigler. Hofguts⸗Verpachtung. 2841 Das Gräflich Leiningen'sche Hofgut der„Nonnen⸗ hof“ bei Ilbennadt in der Wetterau, bestehend in 3 Morgen 140[◻IKlafter Hofratthegrund, 11 33 4 Gärten u. Baumstücke, 43„ 09 7 Wiesen, und 396 e 8 Ackerland, zus. 455 333,6„ Großherzoglich Hess Normalmaß- 493 Morgen, 2 Viertel, 31,4 Ruthen Ilbenstädter Ortsmaß, mit ausgedehnten Wohn und Oeconomiegebäuden und der Schäsereigerech tigkeit in der Gemarkung Nieder ⸗Ilbdenstadt, soll für die Zeit vom 22. Februar 1872 bis Ende 1880 auf dem Sub⸗ missionswege wieder verpachtet werden. Die Pachtbedingungen liegen in der Kanzlei des unterfertigten standes herrlichen Verwaltungsamtes und bel Großberzoglichem Ober-Domänen⸗Regiffrator Augst in Darmstadt zur Einsicht offen. Deßfallsige Offerten deliede man bis längstens 31. Dezember d. J. mit der Ausschrift„Submission wegen Verpachtung dee Nonnendofes“ versehen in den bierorts aufgebängten verschlossenen Kasten einzulegen oder einlegen zu lassen. Bemerkt wird hierbei noch, daß die Gebote in Ildenstädter Ortsmaß abzugeben sind. Schloß Ilbenstadt den 29. November 1870. Gräflich Leiningen⸗Westerb urgische Rentei Bie ra u. Versteigerung. 2856 Der Unterzeichnete läßt Montag den 12. Dez., Mittags 12 Ubr, nachsolgende Viehgattungen versteigern: 1) 2 fette Schweine, 2) 3 gute Ziegen, Platiköpfe, trächtig, 3) 9 fette Gänse, 4) 3 Enten und f a f 5) 10 größtentheils diesjährige englische Hühner, wozu Lustiragende hiermit eingeladen werden. Wölfersheim den 5. Dezember 18790, 1 Konrad Stieber III. golländischen Syrup und Gienenhonig in beffer Qualität dei 9 Ph. Dan. Kümmich. 2817 uns hangt es ab, seinen Rückzug in Flucht und Frankreich, welches keinen Krieg gewollt hat(2) Itiedberg.— 3 2869 in Saale„Zu den diei Schwerter.“ Sonntag den 11. Dezember 1870. 1. sten der im Felde stehenden hessischen Soldaten. Theatralische Abendunterhaltung untet gütiger Mitwickung tines Mitgliedes des Datmstädter Hostheaters. Zur Aufführung kommen: u. A. W. Zum Be S. oder: Die Einladungskarte. Schwank in 2 Aufzügen Hierauf: Der gerade Weg der beste. Lustspiel in 1 Aufzug. Zum Schluß: Gesang, vorgetragen in Tyroler⸗Costüms. Kasse Oeffnung 7 Uhr, Anfang ½'8 Uhr. D Der Saal ist geheizt. Eintrittspreise: Familienbillets, für 3 Personen guͤltig, 1 fl., Einzelbillets: reservirter Platz 42 kr., erster Platz 24 kr., zweiter Platz 15 kr., Galerie 9 kr. sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr bei den Herren Bindernagel& Schimpff. C. F. Walz, Wilh. Wind an der Eisenbahn und Abends an der Kasse zu haben. Familienbillets werden an an der Kasse nicht ausgegeben. Die Mitglieder. Meue freiwillige Bürger Feuerwehr. 2866 General Versammlung Freitag Abend 8 Uhr im oberen Locale des Herrn C. F. Walz. Der Vorstand. Das Verkaufslokal 2 ganze Eingeraube, sowie Lungen, Lebern, Herz. Silzen, Därme ce. aus der Königlichen Feldschlächterei am Grindborn befindet sich von heute ab Saalgasse 13, Frankfurt a. M. Brust⸗, Katarrh und Lungen⸗Leidenden 2852 find dle schlelmlösenden Johann Hoff'schen Brust⸗Malzbonbons als bestes Heil⸗ und Linderungsmittel ärztlich empfohlen. Durch den Gebrauch Ihrer Brust⸗Malzbonbons, die bin ich schon von meinem Lungenleiden wieder bergestellt worden. beobachtete ich bei anderen Katarrhleidenden. 5 Dr. Sporer, Protomedicus und K. K. Gubernalrath in Abazzia. Ich babe in meinen Vorlesungen auf den von Ihnen präparirten Malzextract aufmerksam ge— macht und meine Verwunderung geäußert, daß nicht schon vorlängst ein Fabricat wie das Ihrige erzeugt, indem der Nutzen der Malz⸗Decocts in alrophischen und zur Atrophie hinneigenden Zuständen von Stimmberechtigten anerkannt wird. Gern will ich daber, obwohl ein geschworener Feind aller markt- schretersschen Anpreisungen, Ihres in diese Categorse nicht gehörenden Präpargtes auch in Zukunft ein⸗ gedenk sein. Dr. A. A. Feiteles, Professor der Medizin in Olmütz. Johaun Hoff's Filiale in Cöln. Niederlagen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. ieee eee eee eee eee 2853 für stärkend auf die Schleimhäute wirken, Aehnlich günstige Wirkungen eee e billigst bei 2827 zu Pfubl und Sauerkraut, is allen Gröben Georg Groß. N Danksagung. 2860 Den Bürgern der Stadt Nauheim, sowle Herrn Dr. Bode jun., den geehrten Damen: Fräulein Schutt, gersme, Grunewald, Reuß, Gleim. Klinlerfuß, Grünewald, dem Sanitätscorps be⸗ sonders Herrn Will, und Bangel, sage ich für ihre liebevolle Behandlung, die mir während meines Aufenk⸗ halts im Kursaal 1 geworden, meinen herzlichsten Dank. Den beiden Wärtern, besonders dem luftigen Perrn Langsdorf meinen extra ordinären Dank für das viele nächtliche Wachen, das er so pflichtgetreu melnet⸗ wegen gethan. August Wagner, Husar der 4. Eskadron 2. Rheinisches Husaren⸗Regiment Nr. 9. Anf Wlederseben! Drahtwaaren, Konrad Heß. gegenüber dem Rathbause. Ceipziger Schaumconfelt. 2864 Leichtes, glacirtes Taiggebäck in allen Figuren, ca. 115 Stück auf's Pfund. Preis per Pfund 32 k. Wiederverkäufer, Markthändler und Conditoren er⸗ halten bet Abnahme in Cir. Rabatt Versendungen per Nachnahme. Carl Bender, Domplatz 2 in Frankfurt a. M. Die Pächter 2857 der Güterstücke von Gottl. Kettinger Erben werden hiermit aufgefordert, den per Martint d. J. schuldenden Pachtzins innerhalb 14 Tagen an den Unter⸗ zeichneten zu berichtigen. Friedberg den 5. Dezember 1870. Der Bevollmächtigte: W. A. Müller, Ludwigstraße Nr 12. 2855 Die Hamburger Zwischenaet⸗Zeitung sagt: Die ausgezeichneten drei Walzer Jugendträume (Preiscompositton) von O. Sübner Trams— Butschentänze von Johannes Schondorf— Früb⸗ lingsreigen von Julius Lammers find leicht ge⸗ setzt und alle barocken Sprünge moderner Tanz⸗ compofitlonen vermieden. Preis pro Opus(vier Bogen fark) nur 12½ Sgr. zu beziehen von Robert Apitzsch in Leipzig und durch alle Buch- und Musikalienhandlungen. Eine Partie Pelz- Felle 2854(verschiedes) für Handschube und Kappen passend, sowie eine Partie Salband für Winterschuhe find billigst zu haben bei S. Wolf in Hungen. Gutkochende große Linsen, Holz ⸗Versteigerung. 2865 Im Licher Stadtwald, Distrikt Großhäusergericht, kommen den 14. und 15. d. M. nachverzeichnete Holz⸗ sortimente zur Verfleigerung: ö Mittwoch den 14. Dezember. 60 Etchen⸗, Els beer⸗, Linden⸗ und Fichtenstäm me von 6—25“ Durchmesser und 15—50“ Länge, 300 Buchen⸗ und Eichen⸗Wagnerstangen, 20 Stecken Eichen⸗Werkholz. Donnerstag den 15. Dezember. 230 Stecken Buchen⸗, Eichen⸗, Weichholz ⸗ Prügel, 1221* desgl. Stockholz, 10480 Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Häusergericht. Lich den 5. Dezember 1870. Großherzogliche Bürgermelsterei Lich Helm. Regenschirme 2865 in großer Auswahl bei 5 r ie d be rg. 2 Medizinischer Malhuchker, 2622 bestes Mittel gegen Heiserkeit und Husten. Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. Fruchtpreise. 1 14 Per Malte. 0 Friedberg, 7. Dezember. Waizen 14 fl. 45 kr.z Kork, 10 fl.— kr.; Eerste. 9 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 15 kr. Frankfurt, 5. Dezember.(200 Zollpfund.) Waizen 14½—15½; Kor: 12¾; Gerste—; Hafer 9½—11¼½; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne, Faß 303 Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß 31. 0 Grünberg, 3. Dezember. Waizen 15 fl. 16 kr.; Korn 11 fl. 22 kr.; Gerste 7 fl. 51 kr.; Hafer 5 fl. 35 kr.; Molter 10 fl. 50 kr.; Erbsen 12 fl. 16 kr.; Linfen 16 fl. — kr. z Saamen— fl.; Kartoffeln 3 fl.— kr. Mainz, 2. Dezember. Walzen 13 fl. 43 kr.; Korn 11 fl. 20 kr.; Gerste 6 fl. 40 kr.; Hafer 6 fl. 8 kr.; 7 4 fl. 30 kr. Roggenstroh per 100 Gebund Uelzener Flachs, 2867 Prima- Qualität, bei Georg Groß. Alle Sorten 2729 FTormularien und Stempelpapiere bei Louis Weis den Apotheken gegenüber. 2868 Erbsen, Bohnen billigst bei a Georg Groß, U. Todes Anzeige- 2863 Freunden und Bekannten machen wir hier⸗ mit die schmerzliche Mittheilung, daß unsere gute Schwester f g Aug eu st e f am 5. Dezember, Abends 9 Übr, nach mehr⸗ wöchentlichem Kranlenlager von uns geschieden it. Mit gerührtem Herzen sagen wir zugleich unsern tiefgefühlten Dank für die der Verstorbenen so reichlich bewiesene Liede und Theilnahme Die Beerdigung findel Donnerstag Nach⸗ mittags 2 Uhr statt.: a Geschwister Ninck. Friedberg. Istatlitischer Gottesdienst in Friedberg. Beg in n:. Freitag Abends 4 Uhr. ö Samsiag Morgens 8½ Ubr. — Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. (Hierzu Praktischer Rathgeber Nr. 9 und eine Beilage.) Leere Oelfässer, 1 4 * 1 ö 1 Ratht die 3. setzen, gemes gehen