ren en tags 3 1 aß t* deoschtt D Dae rg gertsch 77 Ein die alle Sotten Schloß. me u sehr bültgen den det Pei * ien * Serre pacdstl 1 kentungen. t Dunet un aud außtt Grödel. 4 ch Fertsch ferde, 1 22617 77 1870. Dienstag den 8. Februar. N 17. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Frlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samfiag. Für Februar und März kann man bei der Post mit 32 kr. abonniren. Abonnements(resp. für 5 Monate) angenommen. So weit der Vorrath reicht, werden die Rummern vom Monat Januar gratis nachgeliefert; Bei der Verlags- Expedition werden nur halbjährige Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 3. sub 2. Bekanntmachung, die Gewährung der Zoll- und Steuervergütung für in das Ausland versandten Tabak betr.— sub 3. die Denaturtrung von Vieh- und Gewerdesalz, sowie von Salzabfällen betr. Friedberg am 5. Februar 1870. Bekanntmachung, Großberzogliches Kreisamt Friedberg Hip. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 2. Nr. 411. Verordnung, betreffend die Einberufung des Bundesratbs des Norddeutschen Bundes. Vom 19. Januar 1870.— Nr. 412. Cousulbestellung. Hessen. Darmstadt. des Regierungsblattes Nr. 3 haben wir folgende des Innern, die Bestätigung von Stiftungen betreffend, Bekanntmachung des Großh. Ministeriums nachzutragen: Im Laufe des vierten Quartals 1869 sind von S. K. H. dem Großherzog nachstehende Suftungen und Vermächtnisse bestätigt und hierauf die betreffenden Be⸗ örden zu deren Annahme ermächtigt worden: 1) der Firma Gebrüder Bernhard zu Offenbach an die Stadt Offenbach, bestehend in einer Feuerspritze im Wertbe von 450 fl.;— 2) des Metzger Conrad Duchart zu Lauterbach im Betrag don 1200 fl. zu Gunßen Ler Lumen daselbst;— 3) der Sparkassen zu Groß-Gerau ind Langen an das Mathilden⸗Landkrankenhaus im Be⸗ rag von je 100 fl.;— 4) des Bürgermeisters Johannes Baptist Brun zu Büdesbeim an die katholische Kirche vaselbst im Betrag von 100 fl.;— 5) des Georg Fried Boxheimer I. zu Abenheim an die katholische Kicche gelbsi inn Beirag von 200 fl.;— 6) der Franziska Shlinger zu Mainz an die katholische Kirche St. Stephan aselbst im Betrag von 150 fl.;— 7) die Schenkungen en das israclitische Hospital zu Worms und zwar: 2) des Adolph Scheftil zu New⸗York im Vetrag von 200 fl.; „) des Louis Mai zu New Pork im Betrag von 100 fl.; des Leopold Sinsheim zu New⸗York im Betrag von 00 fl.; d) der Witiwe des Kaufmanns Eduard Eber— zadt zu Worms, Regina, geb. Fulda, im Vetrag von 200 fl.;— 8) die Schenkungen an den Verein zur Unteikützung von Invaliden und von Hinterbliebenen ge— allener Hessischer Soldaten vom Feldzuge des Jahres 1866 und zwar: 1) des auf Allerhöchsten Befehl am 30. April . J. im Hefthrater veranstalteten Militär⸗Mufik⸗Concertes, ihne Abzug der Kosten dem Verein überwiesen 383 fl. 42 kr.; 1) von der Spar⸗ und Leihkasse zu Lorsch 100 fl.; 3) von der Sparkasse zu Erbach 200 fl.; 4) von dem Spalkasse⸗ Verein zu Höchst 100 fl.; 5) von der Sparkasse zu Langen 50 fl.;— 9) der Mathildenstiftung für die Provinz Starkenburg an das Mathilden⸗Landkrankenhaus im Be— tag von 100 fl.;— 10) des evangelischen Pfarrers und Ockans Weiß zu Sand bach an die evangelische Kirche da⸗ lbst bestehend in zwet silbernen, inwendig vergoldeten Altarkannen im Werth von 246 fl. 45 kt.;— 11) des Utholischen Pfarrers Jacob Kraus zu Lorsch: 2) an die lütholische Küche zu Lorsch un Betrag von 4237 fl. 52½ kr., ) an dieselbe Kirche im Betrag von 100 fl., e) an den Armenfonds zu Lorsch im Betrag von 100 fl.;— 12) des Bischofs von Mainz an die katholische Kirche zu Darm— abt im Betrag von 200 fl.;— 13) der Heinrich Witzel Eheleute zu Nieder-Mörlen an die katholische Kirche da— lbst im Betrag von 120 fl.;— 14) des Ignatz Mischler I. zu Heppenheim an die katholische Kirche daselbst im Be— trag von 200 fl.;— 15) der Wiltwe Franziska Clemens zon Badenheim an die katholische Kirche daselbst- im Be— trag von 150 fl.;— 16) der Wittwe des Adam Sahm III. u Jügesheim an die katholische Kirche kaselbst im Be⸗ bag von 150 fl.;— 17) des Freiberrn Philipp Wam bolbt von Umfabt zu Birkenau an die katholische Kirche baselbst im Vetrag von 100 fl.;— 18) des Rentners Johann Kappes von Mainz an die latholische Kirche zu Lörzweiler, bestehend in einem Hochaltar aus Marmor im Intaufswerth von 400 fl.; 19) eines Ungenannten zu Friedberg, an den katholischen Pfarrbesoldungsfonde gestehend in einer 4½ procentigen Hessischen Lutwigs⸗ (senbahn⸗Obligation im Betrag von 100 fl.;— 20) die Schenkungen an die Ludwigs⸗ und Alscen-Slistung: 1 von ber Sparkasse zu Oppenheim⸗Nieder-Olm 100 fl., 5. desgl. zu Groß ⸗ Gerau 200 fl., o. desgl. zu Langen Zu dem Inhalte 100 fl., d. von der Mathildenstistung zu Friedberg 100 fl., er e, von dem Vorstand des Gesangvereins„Licberzweig“ zu Darmstadt, Reinertrag eines Concerts 217 fl. 36 kt., 1. von der Sparkasse zu Groß-Umstadt 75 fl., 8g. desgl. zu Nidda 30 fl.;— 21) des istgelitischen Frauenvereins zu Ober⸗Jugelheim au die dasige israelitische Religionsge⸗ meinde im Betrag von 115 fl. 3 kr.; 22) eiids und Elisabetb⸗Hospital Un genannten an das St. Vincens und Großhäudlers Johannes Haniisch im Betrag von 100 fl. zu Gunsten der Ortsarmen von Alsfeld;— 24) der Familie Böym zu Bingen an die katholische Kirche zu Bingen im Betrag von 150 fl.;— 25) des Domca- pitulars und Regens des bischöflichen Seminars zu Mainz, Dr. Christoph Moufang, an das bischöfliche Knabenconvict zu Mainz, besichend in 4½: Kure des Steinkohlenvergwerkes„Vereinigte Sälzer et Newack“ bei Essen, im Königreich Preußen, im ungefähren Werth von 6000 fl.;— 26) des Rentiers Johannes Kappes zu Mainz an die katholische Kirche zu Lörzweiler, bestehend in verschiedenen, in der dasigen Gemarkung gelegenen Grundstücken, im Gesammtwerth von 1000 fl;— 27) des Bischofs von Mainz, Freiherrn v. Ketteler, an die katholische Kirche zu Friedberg im Betrage von 400 fl.;— 28) des Generallieutenants Carl Freiberr Pergler von Perglas zu Darmstadt: a. an das Mathilden⸗Landkranken⸗ haus zu Darmstadt im Betrag von 100 fl., b. an das barmherzige Schwesternhaus zu Darmstadt im Betrag von 100 fl;— 22) des katholischen Pfarrers Krautheimer, zu Mainz an das Armen-Kinder-Justitut im Carmeliter- Closter zu Mainz, der sogenannten Freischule, im Betrag, von 1000 fl.;— 29) des Beigeordneten Nikolaus Jockel und dessen Ehefrau: a. an den Acmenfonds zu Gernsheim im Betrag von 300 fl., wovon der Antheil des Mannes mit 150 fl. speciell zur Verbesserung des Armenhauses verwendet werden soll, b. an die latholische Kirche zu Gernsheim im Betrags von 100 fl., e. der Einsiedelcapelle zu Gernsheim im Betrag von 100 fl; 30) des Bischofs von Mainz, Freiherrn v. Ketteler, an die kath. Kirche zu Flonheim im Betrag von 200 fl. — In diesem Jahre steht unserem Lande ein politisches Jubiläum, die Feier des 50 jährigen Bestehens der hessischen Versassung, in Aussicht. Die hessische Verfassung datirt vom 17. Dezem- ber 1820. In der Sitzung der zweiten Kammer vom 21. Dezember wurde dieselbe von dem da— maligen Staatsminister v. Grolmann feierlich übergeben. — Hauptmann Weyland vom 4. Inf.⸗Regt. wurde wegen gestörter Gesundheit in den Ruhe— stand versetzt.— Der Major v. Herget im Kriegsministerium ist mit dem Commando einer Abtheilung der Feldartillerie betraut und durch Hauptmann Ronstadt von der Artillerie im Kriegeministerium ersetzt worden. — Dem Vernehmen nach wird der Finanz— ausschuß zweiter Kammer nunmehr darauf an— tragen, dem Beschluß der ersten Kammer, wonach nur die Hälfte der Einkommensteuerkapitalien bei zu Mainz im Betrage von 1000 fl.;— 23) der Wittwe 8 2 12 des zu Alsfeld verstorbenen nordamerikanischen Bürgers Ausschlag der Communalsteuer in Ansatz gebracht werden soll, zuzustimmen. Der Abg. Du mo 1 enthielt sich der Berathung und Abstimmung, weil diese nochmalige(dritte) Verhandlung der Sache für verfassungswidrig hält. Mainz. Mit Bezug auf die hiesigen Octroiunter⸗ schlagungen ist folgende Nollz interessant. Die Kebleneinfuhr mit Octroiquittungen der Stadt⸗ kasse betrug im Monat Januar 1870 49,830 Centner gegen 39,617 Centner im Januar 1869 und 25,670 Centner im Januar 1868. — Ein Sattler von Bingen, der in einem dortigen Wirthsbaus über den Gre herzog rai⸗ sonnirt batte, wurde in der Sitzung is Bezirks⸗ strafgerichts zu Mainz am 4. Februar wegen Majestätebeleidigung zu 8 Monaten Corrections⸗ haus verurtheilt. So berichtet das„Fraukf. J.“ Preußen. Berlin. Beßufs Entgegen⸗ nahme ihrer Creditive, durch welche sie beim Nordbund beglaubigt werden, wurden am 4. d. in besonderer Audienz empfangen der badische Gesandte Freiherr v. Türkheim, der baperische Gesandte Freiherr v. Perglas, der württembergische Gesandte Freiberr v. Spitzemberg und der bess. Gesandte Legationsrath Hofmann. — Der Minister des Innern kündigt darauf an, daß der Reichstag am 14. d. M. einberufen werden solle. Da ein gleichzeitiges Tagen des Reichstags und des Landtags nicht zuläaͤssig er- scheine, so hält die Regierung zur Erledigung der noch schwebenden wichtigen Fragen eine Ver- tagung des Landtags für geboten, und hat dazu die königliche Ermächtigung nachgesucht, welche vor einigen Tagen ertheilt und in Folge deren das Ministerium beauftragt sei, das Haus zu ersuchen, zur Vertagung des Landtags vom 14. Februar bis zum 2. Mai seine verfassungs⸗ mäßige Zustimmung zu geben. — Im Ber des norddeutschen Bundes bestehen gegenwäßsig zon Militär- und Bil- dungsanstalten sieben preußische Cadetten- häuser und das sächsische Cadetten-Corps mit zu— sammen 1820 Cadetten und Penstonären; sieben Kriegsschulen(eine davon noch in der Bildung begriffen), die vereinigte Artillerie- und Ingenieur- schule, die Militär-Akademie zu Berlin, zusammen mit etwa 900 Ossizieren und Offizier-Aspiranten. Vier Unteroffizier Schulen mit 1984 Füselieren ober Unteroffizier-Zöglingen, das Lehr-Bataillon mit einem Sommerbestand von 636 Unteroffizieren und Gemeinen, die Militär-Schießschule in Spandau zu 58 commandirten Offizieren, 128 Unterofsizieren und 315 Gemeinen, das Militär-Reit-Institut zu Hannover und die damit verbundene Cavallerie- Unteroffizier-Schule mit 90 commandirten Ofst— zieren und 180 bis 200 Gefreiten, die Artillerie- Schießschule zu Berlin mit einem Stamm von 13 Offizieren und 144 Mann und jährlich 54 tommandirten Offizieren und ebenso vielen Unter⸗ offizieren; die Central-Turn-Anstalt mit 54 com- mandirten Offizieren und 162 Unteroffizieren; die Feuerwerksschule mit 200 Unteroffizieren; die beiden ärztlichen Institute mit zusammen 152 und die Thierarzneischule mit 100 Studirenden. End⸗ lich die 4 Militär ⸗Waisenhäuser in Potsdam, Schloß Pretsch, Annaburg und Struppen, wovon die drei ersten preußischen Anstalten 1200 Kinder enthalten. Für die Marine treten noch hinzu die Stecadetten Abtheilung mit 100 und die Schiffs · jungen- Abtheilung mit 330 Köpfen. Ohne die Zöglinge der Waisenbäuser würde sich die Zahl der die übrigen Anstalten besuchenden Offiziere, Offizier⸗Aspiranten, Studirenden, Cadetten, Unter- ossiziere, Mannschaften und Zöglinge nach den geringsten Etatssätzen auf 7343 Kopfe berechnen, wozu indeß das Offizier ⸗, Lehrer-, Beamten., Aufsichts⸗ und Dienstpersonal mit mindestens 500 bis 600 Köpfen noch hinzutritt. Weitaus die meisten dieser Anstalten stammen erst aus dem Zeitraum seit 1861, auch die älteren Institute aber haben durchgängig seitdem eine umfassende Erweiterung erfahren, und sind außerdem bekannt- lich noch mehrere Anstalten dieser Art, so nament- lich eine oder zwei Unteroffizierschulen, für eine fernere Errichtung in Aussicht genommen. Sachsen. Dresden. Die 2. Kammer hat zum Neubau eines Hoftheaters 400,000 Thlr. bewilligt. f Bayern. München. Bei der Adreß⸗ debatte im Abgeordnetenhause begründete der Re- fertnt den Adreßentwurf. Der Ministerpräsident Hohenlohe antwortete in ausführlicher, vom Bei- fall vielfach unterbrochenen Rede ungefähr Fol- gendes: Der Minister bezeichnete den Kampf in diesem Hause als einen Theil des gegenwärtigen Welikampfes, worin die Gegner die Neugestaltung des Staates, gestützt auf den Absolutismus der Kirche, anstreben. Zu der Schaffung einer ne⸗ tionalen Verbindung sei die gemeinsame Behand- lung gewissec Staatsrechte, nicht deren Abtretung erforderlich. Die Aufgabe Baerns sei eint höhere, als zum Glacis für Oesterreich zu dienen; Bayern müsse vielmehr die aufrichtige Versöhnung Oesterreichs und Preußens anstreben. Diese bildet die Garantie für die Erhaltung des europäischen Friedens. Was der Fürst im Zollparlamente gesprochen, habe er nicht, wie ihm vorgeworfen sei, auf fremdem Boden und in einer fremden Versammlung, sondern auf deutschem Boden, in deutscher Versammlung gesprochen. — In der Abgeordnetenkammer hat Fürst Hohenlohe auf eine betreffende Aeußerung des Abg. Kolb die Erklärung abgegeben, daß Preußen eint Einigung mit den Südstaaten nur in Form eines Eintritts in den Nordbund annehme und schon früher erklärt habe, es sehe den Anträgen entgegen, ob, wann und unter welchen Bedingungen wir eintreten wollen. Es sei aber nicht rathsam, daß Bayern allein vorgehe, der Friedensvertrag von 1866 erheische ein gemeinsames Vorgehen der Südstaaten und dieses sei ebenso schwierig als langsam zu Stande zu bringen. Oesterreich. Wien. Für das Maxi⸗ milian⸗Denkmal in Triest sind 69,000 fl. einge⸗ kommen. Das Comite macht bekannt, daß auf dem Josephsplatz eine Broncestatuß des Erzherzoge und Kaisers errichtet werden soll.— Die Beiträge für das Schillervenkmal in Wien belaufen sich jetzt auf 41,000 fl. Man hofft, noch in diesem Winter die erforderliche Summe zusammenzubringen. Frankreich. Im gesetzgebenden Körper interpellirte Gambetta die Regierung wegen der Freiheit des Buchdrucker- und Buchhändlergewerbes. Der Minister des Innern erwiderte, die Regierung habe noch nicht Zeit gehabt, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. — Ein Gesetzentwurf des Herrn v. Keratry, dem zufolge binnen fünf Jahren allen Bürgern, welche nicht lesen und schreiben können, das Stimmrecht entzogen werden soll, ist von der Commission für die Kammer ⸗Initiative verworfen worden. — Nach dem„Constitutiounel“ soll die Ab⸗ schaffung der großen Militärcommandos im Werke sein; sodann iff die Anordnung bevorstehend, daß kein Beamter, wer er auch sel, und wie viel Functionen oder Würden er auch versehe, einen höheren Gehalt als 60,000 Frs. beziehen dürfe. Von diesem letzteren Verbote wären nur die Minister und Botschafter ansgeschlossen. Großbritannien. London. Living⸗ stone soll erschlagen sein. Der Capitän Ernest Cochrane, welcher an der Weßküste Afrika's das britische Kriegsschiff Peterel befehligt, schreibt unterm 9. Januar d. J. an seinen Schwieger- vater Richard Doherty:„Einige Zeilen, um Ihnen mitzutheilen, daß Dr. Livingsstone von den Eingebornen 90 Tagereisen vom Kongo ge— tödtet und verbrannt worden ist. Er war durch eine Negerstadt gekommen und schon drei Tage weiter gewandert, als der König der Stadt starb Die Einwohner erklärten, Livingstone habe ihn behext, ließen ibn zurückholen, sagten ihm, er habe ihren König behext und müsse sterben. Darauf tödteten und verbrannten sie ihn. Diese Nachricht kommt hierher durch einen portugiesischen Händler, der die Gegend bereist hat. Livingstone war an den Seen im Quellgebiete des Kongo und arf dem Wege zu dem Strome selbst, an dessen Mündung er berauskommen wollte. Ich glaube, daß diese Nachricht wahr ist.“ Wir drauchen kein Wort darüber zu verlieren, wie ungemein beklagenswerth es für die Wissenschaft wäre, wenn der kühne Reisende wirklich ein so schmähliches Ende gefunden haben sollte. Italien. Der Correspondent der Londoner „Times“ meldet, es sei im Schooße der Opposition beschlossen, daß, falls die päpstliche Unfehlbarkeit zur Erörterung gebracht werde, die gallikanische Partei, mit den Prälaten Darkboy und Dupanloup an der Spitze, 47 deutsche, österreichische und ungarische, sowie eine ziemliche Anzahl anderer Bischöfe das Concil verlassen würden. Man habe sich zu diesem Aaswege als dem milderen entschlossen, da derselbe nur einen Protest enthalte, während tin ähnlicher Schritt nach der Abstim⸗ mung ein Schisma darstellen würde. Rußland. Reisende erzählen, in Warschau sti am 30. Januar, als der Oberpolizeimeister, General Wlassoff, in Begleitung zweier reitender Polizisten durch die Krakauer Porstadt fuhr, aus dem Garten eines Hauses ein Schuß gefallen. Es wurde Niemand verwundet. Man behauptet, die Polizei selbst habe diesen Coup arrangirt, um neue strenge Maßregeln zu rechtfertigen. Amerika Washington. Der Sena! hat einen Gesetzentwurf angenommen, welcher die Regierung zu einer weiteren Ausgabe von 65 Mill. Papiergeld auterisirt. Frankfurt. Der hiesige„Beobachter“ erzähll folgende, von anderen Blättern bis jetzt noch nicht gemeldete schreck⸗ liche Begebenheit: Zwölf junge Schlitischuhläufer— wer sie warten, weiß dis jetzt Niemand— liefen auf den ziemlich einsam gebliebenen Eisflächen des Ryeines zwischen Schierstein und Walluf, wagten sich wahrschein lich zu weit oder nahmen den flimmernden Reflex des Sonnenlichtes auf dem Wassec für festes Eis— genug. sie verschwanden jählings in dem tiefen Strome. Man hörte noch einen Hilferuf, man sah noch die Mützen auf dem Strome schwimmen— dann war's vorbei, Rettung nicht möglich. Das Schlittschuhlaufen, das Eisvergnügen ging inzwischen ruhig weiter, wenige Menschen nur hatien den furchtbaren Vorgang wahrgenommen.(27) Franfurt. Vor einigen Tagen verstarb dahler im Alter von 79 Jahren eine Dienstmagd. Dieselbe kam im Alter von 19 Jahren aus Kassel hierher, trat in Diensten und blieb ununterbrochen 60 Jahre bei ein und derselben Familie. Das ist gewiß ein höchst seltenes Beispiel von Treue und Anhänglichkeit. Frankfurt. Dieser Tage schickke ein auf dem Römerberg wohnender Colonialwaarenbändler seinen Haus⸗ knecht zur Eisenbahn, zwei Kisten, darunter eine Zimmt ent⸗ haltend, zu holen. Auf dem Rückweg kehrte er in der, Heimath“ ein und stellte den Wagen vor die Thür. Ein vagirender, schon bestrafter Bursche ging vorüber, gewahrte das ohne Aufsicht befindliche Gut und nahm schnell die Kiste mit Zimmet. Er machle sich sofort auf den Weg, seine Beute abzusetzen, und kam noch eher als der Hausknecht zu dem Eigenthümer der Kiste und bot sie sammt Inhalt zum Verkauf an. Der Kaufmann wurde auf die Zeichen aufmerksam, sah seine Papiere nach und hielt den Burschen einige Zeit hin. Inzwischen kam der Hausknecht und meldete dem Prinzipale den Verlust. Der Dieb wollte sich, sowie er dies hörte, schnell enlfernen, wurde aber so— fort sestgenommen And verhaftet. Darmstadt. Die über den Weggang des Herrn Domcapitular- Dr, Lüft nach hiesigen Zeitungen gebrachte Mittheilung beruht nach denselben Blättern auf einer Er⸗ findung, da Herr Dr. Lüft in seiner bisherigen Stellung zu bleiben gedenkt. Ans Worms schreibt nan: Das fünfte mittel⸗ rheinische Bundesschleßen wird zufolge Beschlusses des Central⸗Comites in den Tagen vom 19. bis 23. Juni 1870 in unserer Stadt abgehalten werden. Man er⸗ wartet zuversichilich eine recht zahlreiche Betheiligung, in⸗ dem unsere Stadt, sowie die Schützengesellschaft, alle Vor⸗ kehrungen treffen werden, um dem Feste einen würdigen Verlauf zu sichern. Nürnberg. Auf eine an den hiefigen Turnverein ergangene Anfrage, ob derselbe bereit wäre, ein deutsches eine ablehnende Antwort ertheilt, weil zur Zeit die Ab⸗ haltung eines großen Festes weder vom nationalen, noch vom turnerischen Standpunkte aus als wünschenswerth erscheine. Die Todtenliste des Jahres 1869. (Didaskatia.) Wenden wir den Blick zurück auf das ver⸗ flossene Jahr, so bleibt das Auge am längsten haften bei Dem, was wir verloren haben. An der Spitze der in diesem Jahre Verstorbenen sehen wir einen Mann von epochemachender Bedeutung: Alphons v. Lamartine, der Stolz Frankreichs und die Zierde der französischen Literatur. Man muß eine lange Pause machen nach diesem Namen, denn nicht leicht ist's, ihm einen Namen von gleichem Werthe anzureihen. So folgen wir denn der landläufigen Ordnung, die bei den gekrönten Härptern beginnt, und constatiren zunächst, daß aus der Liste der europäischen Herrscher im ver— flossenen Jahre kein einziger durch den Tod ge⸗ strichen wurde. Belgien verlor seinen zehnjährigen Kronprinzen und Frankreich die Prinzessin von Bourbon, Herzogin von Aumale, die fern von ihrer Heimath auf englischem Boden starb, und die Prinzessin Elise Bacciochi, die Tante der Kaiserin. In den Krtisen der europäischen Diplo⸗ matie hat der Tod durch das Hinscheiden des Grafen v. d. Goltz und des kürkischen Diplomaten Fuad Pascha starke Lücken gelassen. Der Clerus hat noch vor dem Concil einige seiner Stützen eingebüßt, so den Agramer Cardinal Haulik, den Cardinal Reisach, den Lemberger Metropolitau Litwinowicz. Die europäischen Heere haben einige ihrer Spitzen verloren. Der französische Kriegs- minister Marschall Niel, der Sieger von Solferino, starb nach kurzer Krankheit. Armee zählt unter ihren Todten die Generale Ruckstuhl, Zobel, Rühling, Wernhardt, Mayrhofer, Lebzeltern, Ottinger, Gerstner, Cordon und Henri⸗ quez; in England starb der alte Admiral Hastings, in Rußland der bekannte Admiral Mentschikoff und in Amerika der ehemalige Kriegsminister Stanton. Reiche Ernte hielt der Tod unter den Staatsmännern, Volksvertretern und öffentlichen Persönlichkeiten. Frankreich trauerte am Sarge des Senators St. Beuve, Senatspräsident Trop⸗ long und Minister de Moustier starben gleichfalls in diesem Lande. Ungarn beklagte den Tod seines großen Patrioten Szemere, das österreichische Herrenhaus derlor den Baron Hock. Es starb das Haupt der protestantischen orthodoxen Partei Dr. Hengstenberg, der berühmte Rechtsanwalt Hirsemenzel; in der Schweiz wurde Siegwart⸗ Müller in die Todtenliste eingetragen und der be— rühmte militärische Schriftsteller Jemini; England begrub den Earl Derby, die Wittwe Palmerston's, den Chartistenführer Ernst Jones und den be— rühmten Philanthropen Peabocy, der bei seinen Lebzeiten Tausende und Tausende glücklich zu machen wußte; Italjen Cairoli, den florentinischen Volkstribun, den Bäcker Dolsi und eine Reihe außerhalb Italiens minder genannter Persönlich— keiten; Rom endlich den Bruder des Papstes, Grafen Mastai⸗Feretti, der, 90 Jahre alt, in Folge eines Falles starb. Wissenschaft und Kunst haben in dem vergangenen Jahre dem Tode reichen Tribut gezollt; es starb der berühmte Physiologe Purkynie in Prag, der greise Rechts- gelehrte Springer, der Vorarlberger Naturdichter Michael Felder, der Naturforscher Zelebor, der Physiologe Carus, der Alterthumsforscher Welker, der Romanschriftsteller Heinrich König, die Freundin Goethe's, Frau Schöff Brentano, die Buchhändler Sauerländer, Vieweg und Enke, der berühmte Turnfest für 1870 oder 1871 zu übernehmen, hat dieser Die österreichische ic die Int genan Abenden N Keise red Iörlede un Angedert als leert baff! —— Wiest Abocse sind allen: N. Nr. 20801 14051 4% 100 f. 7 7 I Ben i n haben wir genommen U. L. Gl. keinen auße um Distar tr beflen m lich gen ale war 9 Fingang lan beider Ep iin Bubef Weit abgeh after, de Witbeßetun, t als an wöhnlich f vtich — eff. did lach U bergen Watthän 1 Lone 5 diger f ungen, 0 che aul: 1 Weltr dem dad In der Wang 0 igen, hot Nesalten Altrus Sign lil, ben ttrepelilag att tinigt ritat⸗ ze A1 ge 4 9 21 — — t Oenttalt Aatbefn 1 Henn Hastingt, Naler Oberbeck, der Bildhauer Im- Hof, der holera-Throretiker Pfeufer und jenseits des Octans das literarische Curiosum Franz Bacherl. Von Nuflkern und Musik- Schriftstellern sind zu registriren: der berühmte Mozart ⸗Biograph Otto Jahn, der Clavierspieler Drepschock, der Geiger Molique, die Sängerin Grisi, der Compositeur Grysar, der deulsche Liedercomponist Methfessel und der Balladen⸗ Lomponist Karl Löwe. Die deutsche Bühne verlor zen Stuttgarter Hofschauspieler Dr. Grunert. ange noch ist die Todtenliste des Jabres nicht schöpft, und viele Namen müßten wir aufzeichnen, zollten wir die Reibe jener Verstorbenen, die im Frtist ihres Heimathsortes und unter ihren Be efsgenossen eine hervorragende Stellung ein— tahmen, nur halbwegs vollständig hiehersetzen. Doch Das geht über den uns zupgemessenen Raum und über das Ziel, das wir gesetzt, hinaus. gicht die Schlechtesten waren Die, deren Namt de genannt wird, wenn von großen oder bedeu⸗ inden Männern die Rede ist, die aber im stillen Freise redlich und ehrlich ihre Pflicht erfüllt haben. triede und Ruhe ihnen Allen und ein rühmliches Angedenken Jenen, die des Todes Sense nicht as leere Halme, sondern als volle Aehre hinweg— grafft! 5 Verloos ungen. Wiesbaden. Bei Ziebung der nassauischen 25: fl. Lose find größere Gewinne auf folgende Nummern ge— en: Nr. 17625 15.000 fl., Nr. 65655 3000 fl., F. 26801 2000 fl., Nr. 80631 1000 fl., Nr. 1808, 4881 400 fl., Nr. 42725, 23433 200 fl., 24126, 31701 400 fl. Eingesandt. In Bezug auf das Eingesandt in Nr. 11 des Ober⸗ leichen Anzeigers „Musikalisches betreffend“ zurn wir Einsicht von der Erfindung an Pianino's Fommen und müssen gesteben, daß uns das von Herrn L. Glück jun, gefertigte prachtvolle Piauino durch scten außcrordenilich gesangreichen, klaren, großen Ton in Discant wahrhaft überraschte. An allen Pianinos enn besten und renommirtesten Fabriken ist nie der Discant in vichnigem Berhäliniß mit den übrigen Toulagen, und dar war bisher die Ursache, daß das Pianino nicht den Eu gang fand, der ihm, vermöze seines schönen Baues paciser Spiela t ꝛc. ꝛc. gebührte. Herr Glück bat durch ere Ber besserung diesem Uebelftand in überraschendster Bese abgeholjen. Erfreulich iß's ferner für Pianino⸗ Eiiher, daß uns Herr Glück die Versicherung gab, seine Dypefferung lasse sich au bereits gespielten Pianino ebenso als an ncuen anbringen, und werde dadurch der ge⸗ wiynlich zu schwache Distant, stark, klingend und gesang⸗ ktio. Mehrere Musikfreunde. 71 Bilanz. Was Du nicht willst, das man Dir thu', Das füg' auch keinem Andern zu. In der Nummer des„Wetterauer Boten“ vom gestrigen Seuntag ist der Friedberger Corxespondent desselben so freundlich, in feierlicher Weise sich von une zu vetabschie⸗ den als von einem Gegner(So, so!) und von einem Stereite(Et, ei!), mit dem er sich ungerne befaßt habe und auf den er sich wenig inbilde.— Sehr offen berzig! Der Correspondent hat einen schönen Zug der Offenherzig⸗ keit hier kund gegeben; einbilden kaun er sich freilich nichts auf unseden Streit, den übrigens er allein mit sseinen Angriffen angezettelt hat, während wir, im Stande der Nolhwehr befindlich, uns unserer Ebre zu wahren hatten und gewahrt baben. Wir baben uns überbaupt mit dem Correspondenten in uuserem Blatte noch niemals befaßt ohne seine vorausgegangene Provocation, auch im öffentlichen und Privatleben sind wir unseres Wissens ihm nie in einer Weise entgegengetreten, die ihn zu seinen immer und immerwieder sich erneuern⸗ den gehässigen Verdächtigungen und unwahren Auslassungen gegen uns hätte reizen können und di selben einigermaßen enischuldigen sieße. Es nehmen sich darum beute seine er— zwungenen Seufzer des Abschiedes wahrbaft rührend aus und würden ihm das reizende Aussehen lief gekränktet Unschuld verleihen können, wenn nicht der durchsichtige Teint einige sehr merkl che Flecken von frischer Berührung mit der„Unwahrheit“ durchschimmern ließe. Dennoch koͤnnen wir noch Mitleid mil dem Correspondenten haben, wenn wir sehen, wie er sich in eine Sackgasse von„Un⸗ wahrheiten“ verlaufen hat, aus welcher er nun einen an⸗ ständigen Ausweg nicht zu finden vermag, und können deßbalb nicht übers Herz bringen, trotzdem er uns in gnädigster Form dereils Abschiedsaudienz ertheilt hat, ihm nicht nech einen guten Rath mit auf den Weg zu geben. Der Correspondent hat nämlich die allerneueste Ver- theidigung seines Trumpfes mit dem Dritten so undbe⸗ greiflich ungeschickt angesangen als nur mĩglich; denn so, wie er's gemacht, wird ihm Niemand glauden, daß er einen Dritten überhaupt nur hinter sich hat. Warum nennt wet nicht ohne alle Schonung und namentlich ohne alle Schonung gegen den gleich so sehr verdrossenen Redacteur des Anzeigers, der im Stande ist, grob zu wer⸗ den, wenn man ihn nur mit so ein Bißchen Unwahrheiten vei seinen Mitbürgern als characterlos verdächtigen und verleumden will, warum nennt er nicht den Namen jenes Dritten, seines rettenden Engels?! Statt dessen werden unbegreiflicherweise wir nach Butz bach in die Langgasse auf das Redactionsburcau scines Leivorgans verwicsen, dort sollen wir erfahren können, was man in Friedberg nicht weiß, nämlich den Namen jenes geisterhaften Dritten! Aber wie ist's denn mit dem Pu blikum, das gerade soll den Namen des Dritten doch wissen? Dumm, sehr dumm war das von dem Correspondenten; wenn jetzt Jedermann glaubt, daß der mit unwahren Mittheilungen ausslaffirte Dritte gar nicht existirt, oder nur als vierte Unwahrhbeit, so ist ger seldst schuld daran. Nur keine Schonung gegen Andere, wo es sich um die eigene Ehre handelt, Herr Correspondent, Muth gefaßt und heraus mit dem Namen— mag auch daraus werden, was da will! Der wehmüthige Abschiedsartikel des Corresponbenlen des„Wetterauer Boten“ zwingt uns noch zu einer aller⸗ letzten Bemerkung. Man beliebt dort zum bösen Spiele gute Miene zu machen(das soll sehr gesund sein!) und scherzt(um's ernsthaft zu nehmen, dazu ist's zu heiler) mit beinabe liebenswürbiger Naivetät den Lesern vor, wit hätten in unsetrer Erwieberung das umgangen, um was es sich in der ganzen Sache handelt.(110) Wir fragen, kann man sich deutlicher aussprechen, kann man Angriffe prompler und präciser bedienen, kann man einem Gegner noch directer zu Leibe gehen, als wir gethan?— Und 9% sprechen wir uns denn nochmals deutlich aus, indem wir abermals erklären: 1) Es ist nicht wahr, daß wir die Nennung des Ein⸗ sendets des sog. Schmähinserates gegen den biefigen Stad worstand seiner Zeit verweigert und die Verant⸗ wortlichkeit dafür selbst ünernommen haben. Wir sind in dieser Sache niemals weder gerichtlich noch privatim um Nennung angegangen worden. 2) Es ist nicht wahr, daß wir die Verantworllichkeit für das erwähnte Inserat gegen einen Privatmann über⸗ nommen haben; wir haben uns nur nothgedrungen vertheidigen müssen und vertheidigt gegen den speziell wider uns gerichteten Theil der Anklage, dabei aber ausdrücklich zu Protokoll erklärt, daß wir den Einsender zu nennen bercit seien, wenn der Inhalt des Inscrates strafbar gefunden würde. 3) Es ist endlich nicht wahr, daß wir ge zen irgend Jemand die Bereitwilligkeit erklärt haben, den Ein⸗ sender des sog. Schmähinserates gegen den Stadtvorstand unter irgend welchen Bedingungen neunen zu wollen. Diese ganze Angabe ist von A—3 eint abgeschmackte Lüge und Erfindung! Es ergeben sich hiernach 171-3 grobe Un⸗ wahrheiten, mit welchen das Conto des Correspondenten belastet bleibt, so lange er dasselbe nicht durch Beweise des Gegenthelles bereinigt bat. Wir baben unsere Bilanz gezogen. Und nun nur nech ein Wort an die Nachsicht des Publikums, das wir mit dieser Angelegenheit nochmals zu bebelligen genöthigt waren. Wir bitten, nicht übersehen zu wollen, daß wir uns im Stande der Nothwehr befinden gegenüber malitissen Angriffen auf uusere Ehre und unsere bürgerliche Stellung. Welcher Schrei der Entrüstung würde die Wetterau durchbebt und min⸗ destens ein ganzes Quartal des„Wetterauer Boten“ aus- gefüllt haben, wie Donnerkeile hätte uns der gewaltigen Worte Wucht darniedergeschmettert, wenn uns die Kleinigkeit ven drei green Unwahrheiten dem Correspondenten gegenüber entschlüpft wäre! Das wolle man bedenken, und man wird unsere scharfen(und das sollten sie rechtschaffen sein), aber auf Wahrheit begründeten und von den Gefühlen tiefstet Eutrüstung dictirten Abfertigungen am Platze und der Temperatur entsprechend finden. Die Redaction. Deffentliche Aufforderung. Nachdem Großberzogliches Pofgertcht der Provinz Olerbessen über das Vermögen des Metzgermeiftets Netdäns Jamin von Bad Naubeim den förm— in Concurs erkannt bat, werden dessen sammtliche eubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer For⸗ * sowie zur Geltendmachung etwaiger Verzugs che auf: Montag den 7. März k. 3, Vormittags 9 Ubr, Ar dem Rechts nachibetle des siillscweigend eintreteuden oa von der Concursmasst, geladen. In der erwähnten Tagfahrt soll sodann über Ver— sitrung der Masse, definitive Beflellung eines Güter— dieztre, sowie über die Wahl eines Gläubigetaueschusses dasandelt werden, was unter dem Anfügen bekannt acht wird, daß bezüglich det weder in Selbsiperson ie tinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Man— cenie vertretenen Gläubiger der stillschwetgende Bet rh zu den ron der Mebrbeit der Erschienenen auch glich einte etwa zu Stande kommenden Arrangements gaht werdenden Beschlussen unterstellt werden wird. Jad Naubeim den 27. November 1869 robberzogliches Lan gericht Bar Nauheim Ulrich, Schnittspabn, Landrichier. Landgerichts Assessor. hersteigerung auf den Abbruch. % Frellag den 11. gebruar, Vormittags 10 Ubr, ol an der Gräflichen Ziegelhütte Nr. 2 zu Offen- eim ein in gutem Zustand befindlicher Trockenbau, lang, 36“ breit, von Holz errichtet, auf den Ab uc meistbietend öffentlich versteigert werden. Issenheim den 2. Februar 1870. Der Gräfliche Baumeister ler. Kiesern- etc. Zapfen kauft die Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. 0 Edictalladung. 105 Der Bevollmächtigte der mit ihren Kindern im Ausland befindlichen Jobann Jacob Daub III. Witwe von Nieder- Welsel, Jacob Ad ami von dausen, hat gemeinschaftlich mit dem für diese Kinder gerichtlich beftellten Curater Gerhard Adami von Nieder ⸗Weisel Immobilien, Nieder Welseler Ge markung, versteigern lassen, die zum Theil der genannten Wittwe, zum Theil aber auch deren Ki dern, als Erben ihres verstocbenen Vaters eigenthümlich find, um damit Schulden derselben zu tilgen. Da nach bier einschlagigem Solmser Landrecht der Wittwe der lebens längliche Nieß⸗ brauch am Nachlasse tbres Mannes zusteht, und da die Witiwe sowohl, als idte Kinder an undekannten Orteu des Auelandes sich befinden, so werden sie auf diesem Wege aufgefordert, dabter über die vorsetende Versteigerung, eventuell betreffs der Verwendung des Kaufgel es sich dinnen 3 Monaten à dato zu erklären, als sonßt nach den Anträgen des Bevollmächtigten und Curators verfahren werden wird. Bugzbasch den 21. Dezember 1869 Dr. Gilmer, Fresentus. Landrichter. Landgerichts Assessor e, 2 1. Versteigerung. 354 Donnerstag den 10. und Freitag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, lassen die Erben des verstorbenen Peter Paas von hier in brer Behausung nachfolgende Gegenstäude, als: 2 gute Ockonomiepferde, 2 vollständige Wagen 1 Cbaise, 4 Pflüge, 2 Eggen, eine vollsfändige Branntwelnbrenneren nach neuester Art, ca 50 Fuder verschtedenes Stroh, mehrere Hundert Körbe Spren und viele Haus- n Wirthschafts-Geräthschaften öffentlich melstbietend versteigern. Nleder⸗Wöllstadt den 2. Februar 1870. In Auftrag Großherzogliches Ortogericht Nieder⸗Wöllsladt Stoll Bekanntmachung. 76 Carl Zenn Erben beabsichtigen ihre in biesiger Gemarkung gelegenen Immodilien Nittwoc den 9. Zebruat d. J. Nachmittags 3 Ur, in dem Locale des Perrn Caspar Poller IV. einer öffentlichen Versteigerung aus juseßen. Kaufliebhaber werden bierzu eingeladen, Fauerdach b. Fr. den 2. Februar 1870. Oroßberzegliches Ortsgerict Fauerbach d. Ir. Doller, Vorfteber. Holz ⸗Versteigerung. 383 Mittwoch den 16. Februar d.* sollen aus dem Rockenderger Markwalde folgende, dem Großberzoglichen Forssfiskus gebörige Delzfortimense öffentlich versteigert werden: 319½ Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, 531 4 15„ Prügelbolz, 5325 Buchen Wellen. Jusammenkunft Morgens um 9 Ubr im Forsshaus im Rockenderger Warkwalde. Arnsburg den 4. Februar 1870. Großberzogliche Oderförsterei Münzenberg Stumpf e 384 Die in dem biesigen Gemeindewald am 4. d. M. abgehaltene Dolz⸗Verstelgerung ist genebmigt. Der erste abrtag ist Mittwoch den 9. d. M. und ist dag Holz innerhalb 3 Wochen abzufabren. Assenbeim den 6. Februar 1870, Groß berzogliche enen Assendeim R* Thee, 292 o groe 4 en detall, teine unverfälschte direct importtrte Waare empfiehlt a Wilb. Sturmfels, Hof⸗Apotheker 1 ö * ö 1 1 .————— 5-K Credit-Berei iedb 0 orschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. Generalversammlung: Mittwoch den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im C. F. Walz'schen okale. f Tagesordnung: Zerathung der neuen, dem Genossenschafts⸗Gesetz untergeordneten Statuten. Die statutenmäßige General- Versammlung, worin die Wahl des Vorstandes, Beschluß⸗— fassung über die Dividende u. s. w. stattfindet, wird am Anfang des Monats Marz abgehalten. 392 Der Vorst and. 381 Mein diesjähriges Verzeichniß über Gemüse-Landwirthschaftl., Wald-& Blumensamen iß erschienen und wird zur gefälligen Benutzung gratis und franco versendet. Georg Andreas, niere., We 4. X 390 in verschiedenen Sorten empfehle bestens Malte rläcke E. F. Schleuning. An die Mitglieder des Vorschuß⸗& Creditpereins dahier. 391 Wir erlauben uns hierdurch an die Vereinsmitglieder die dringende Bitte, sich in der auf Mittwoch den 9. dieses Monats ausgeschriebenen Generalversammlung, trotz der dazu, besonders für die auswärtigen Mitglieder, ungelegen anberaumten Zeit, und trotz des, in Anbetracht der großen, zum Zutritt berechtigten Mitgliederzahl, höchst unpassend gewählten Locales, sich recht zahlreich zu betheiligen. Wir sind der Ansicht, daß eine Revision der Statuten— dieß ist Zweck der General— Versammlung— zur Zeit für die Vereins mitglieder weniger wichtig ist, als andere brennendere Vereins⸗Fragen, die wir doch noch gerne auf Grund der alten Statuten erledigt sehen möchten. Mehrere hiesige und auswärtige Vereins mitglieder. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 6 Mittelstraße 6— Bereits über Hundert geheilt. Holz⸗Versteigerung. 383 Montag den 14. Februar, Morgens 10 Uhr, sollen dahter 60 Stück Erlenbäume von 8 bis 16“ Durchmesser und 15 bis 25“ Länge öffentlich meistbietend versteigert werden. Trais⸗ Münzenberg den 5. Februar 1870. Großherzogliche e ee Trais⸗Münzenberg o rr. Bekannt machung. 380 Wegen Aufgabe seiner Oekonomie läßt Conrad Rau II. zu Alfeustadt in der Johannes Pfeifer'schen Hofraithe daselbst Dienstag den 15. Februar, Vormittags 9 Uhr anfangend, nachbenannte Gegenstände als: 2 Pferde, 1 Mutterschwein mit Ferkeln, eine größere Ouantität Dickwurzein, Heu, Kornstroh, Weizenstroh, Juttersttoh und Spreu, sodann Wagen, Pflüge, Eggen, diverse Ketten, Brennerei⸗ und sonstige Bütten, e S D D 22 DN Daten boden dra Gee Herenemse, Serhes e Zu verkaufen 5 7 . sodann einen Glaswagen in C Federn, ehr gut und dauerhaft gebaut, nebst zwei Chaise- 25 9 f 3 baise. F 333 ein noch sehr guter Flügel aus der Fabrik von Rittmüller in Göttingen. i geschirren— diversen Acker⸗Geschirten entlich meistbietend gegen Baarzahlung versteiger nee Se eubelm, Corisroße 343. 00 Aerztliche Begutachtung. 382 Die Chocoladen des Hauses Franz Stollwerck Söhne zu Köln babe ich nach eingehender Prüfung dei Kranken, Reconvalescenten und Schwächlingen mit ausgezeichneten Erfolgen angewendet. Dieselben find Wissenschaftlich empfohlen gegen Magen⸗ katarrhe, Säurebildung, Aufftoßen, Verdauungs⸗ lombirten Schachteln mit Gebr.-Anw. à 30 kr. u allein ächt in Friedberg bet Hofapotheker C. Görtz. 154 schwäche, Athemnoth und Harngries. Vorkäthitz in C Bekanntmachung. Acchte Harzer Kanarienvögel, sietzt meine 15 Paar Stiefel sammt dem Reff der Looft Das Nähere 0 K DE D Dee N e d ee nicht alle ln fret von jeglicher Beimischung, sondern unter⸗ scheiden sich von andern Fabrikaten durch größern Cacao⸗ gehalt, feinere Verarbeitung, erhöhtes Aroma und stete Gleichheit der Qualitäten. Mein auf längjähriger Erfahrung beruhendes Urtheil geht dahin, daß diese Chocoladen in sanitätlicher Hinficht vor allen andern empfohlen zu werden verdienen. Dr. Stark, Königl. Stabsarzt. Nan findet diese allgemein anerkannten Cbocoladen in Originalpackung in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Butzbach bei Val. Wießler, in Hungen bei A. Buch, in Bad Nauheim bel Conditor B. Schier. Kaputzen, Seelenwärmer, Kopftücher, 46 sowie sonftige Winterartikel äußerst bilig bei K. Friedrich, neben der Post. Ein junges Mädchen, 349 aus guter Familie, such“ als Stütze der Hausfrau am liebsten bei einer Pfarrersfamllie auf dem Lande eine Stelle. Franco⸗Offerten besorgt die Exped. d. Bl. 317 Meine ungefähr 5 Minuten oberhalb der hiesigen Stadt, Station der Matn⸗Weser⸗Bahn, gelegene, mit. hinlänglicher Wasserkraft stets versehene s. g. Weißmühle, welche sich auch zur Anlegung einer Fabrik eignet, nebst 4 Teich und Oekonomiegebäuden, will ich freiwillig ver⸗ kaufen. 0 Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle bestimmt, wozu ich Kaufliebhaber mit dem Bemerken einlade, daß ich auf Verlangen auch noch eirca 69 K. Acker Land und Wiesen mitverkaufe. Neustadt in Kurhessen am 28. Januar 1870. Jakob Gies. Jctup S vo nv av Mazudms 1 0e zue d ͤugog 120 ur ut odo mau un peine unk ubvogß 1 phie mu 20 usin⁰ν,ν,ie Zwei tüchtige Schreinergesellen 372 finden dauernde Arbeit bel Jérémie Gauterin ö in Friedrichsdorf. Termin blerzu habe ich auf den 8. März d. J., 1 Soeben i wieder angekommen: * Ein Gischofsbrief vom Concil 8 und eine deutsche Antwort. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Katholieis⸗ mus und Jesuitismus. Von einem protestantischen Christen(NIppold),. Preis: 18 tr. Bindernagel& Schimpff. Turnverein. 387 Freitag den 11. d. W. Generalversammlung. Ein braver Hausbursche 348 wird auf Petritag gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Ein silbern-plattirter Schlüssel 393(Ring) von einem Chaisengeschirr wurde verloren und bittet man um Rückgabe an die Exped. d. Bl. Danksagung. 388 Nach dem Tode unseres Austrägers des Conrad Böhmer füblen wir uns gedrungen allen unsern ge⸗ ehrten Geschäftsfreunden, die durch ihre gütige Nachficht, sowie allen Denjenigen, die durch ihre thätige Hülfe es demselben ermöglichten trotz seines gebrechlichen Körpers über fünf Jabre seine Obliegenheiten zu unsrer Zufrieden heit zu erfüllen, unsern besten Dank zu sagen. Friedberg den 7. Februar 1870. C. Seriba's Buchhandlung. 386 Roller mit Flötenton und Nachtigallschläger zu verkaufen. Friedberg, Vorstadt 137. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken« Unterhosen 17 zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Jriedberg. Zur Nachricht. 389 um irrige Meinungen zu besänftigen, babe ich Herrn Gastwirth Aletter förmlich übertragen, bitte daher Jeden, welcher Loose bei mir genommen uud noch nicht dezahlt hat, an denselben zu entrichten, wo auch nech Loose zu haben sind. Tag und Stunde der Ver loosung werde ich vorher veröffentlichen. Bad Nauheim den 8. Februar 1869. H. Muth. Rath und Hilfe 72 für Alle, die sich geschwächt haben, bietet in vollkommen reeller Weise das Buch: Dr. Betau's Selbstbewahrung 5 mit 27 pathol.⸗anatom. Abbildungen. Dasselbe ist bereits in 72. Auflage erschienen und hat, lt. allen Regierungen vor⸗ gelegten Denkschrift in 4 Jahren über 15,000 Personen ihre Gesundheit verschafft. Verlag von G. Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig und dort, sowie in jeder Buchhandlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen. in den verschiedeysten Ausgaben vorrätbig bei Bindernagel& Schimpff. Glace-Handschule Se Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beerdig te: 2. Februar. Gustav Momberger, Lientenant im Großherzoglichen 1. Jäger-Bataillon, alt 20 Jahre 8 Monate 22 Tage, 1 den 1. Februar. 5 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schivepff. Wechselstempel-Steuer-Gesct 1 87⁰ — — dee an die tupfehle vorschriff Du Friedbert aus den Kreise 5 Sorten, Ausschuf Bettefft D unter J stadt ei fottges und en Von ö zweit. gangen; e liche Re I. 5, reh Aus der ind meb alle oje srhnung suchen 1 angkomn suche 0 werber duschiezen