„ 7 Nn die Fenlards, ust cer dei ber Pes. 7 Maftrirte dersztitung dts Uustr. Zeitung! 1870. Samstag den 8. Januar. N 4. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblall. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag. Die Zahl unserer Abonnenten hat mit dem neuen Jahr aber— mals in erfreulicher Weise zugenommen. Wir haben indeß Fürsorge getroffen, daß noch eine Anzahl Exemplare voll— ständig von Nr. 1 an geliefert werden kann. beliebe man deßhalb baldigst zu machen. Bestellungen Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Anlegung und Führung der Militär-Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu ersorder— lichen Geburts- und Sterbelisten. Friedberg am 6. Januar 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Pfarrämt des Kreis. a Ich ersuche Sie, die Geburtslisten über die im Jahr 1853 geborenen Personen, männlichen Geschlechts, der Vorschrift des 5. 2 des Reglements vom 20. Mai 1868(in Nr. 30 des Regierungsblattes von 1868) Antegung und Führung der Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu erforderlichen Geburts, und Sterbelisten betreffend, gemäß bis zum 15. Jauuar d. J. bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien einreichen zu wollen. an Betreffend: Das Kreisersotz-Geschäft für 1870. Friedberg am 6. Januar 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-TCommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Polizei-Commissär zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf§. 58, 59 und 60 der Militärersatz— Instruktion für den Norddeutschen Bund, Regierungsblatt Nr. 21 und das Reglement, die Anlegung und Führung der Militär-Stamm⸗ rollen, sowie die Anfertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten betreffend vom 20. Mai 1868, Regierungsblatt Nr. 30 vom Jahr 1868, beauftrage ich Sie, in Ihren Gemeinden sofort zur offentlichen Kenntniß zu bringen, daß alle im Jahre 1850 geborenen Militär dienstpflichtigen, sowie Diejenigen, welche dieses Alter bereits uͤberschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der vorigen Musterung zurückgestellt worden sind, und ent weder im Kreise ihr gesetzliches Domicil haben, oder sich als Schüler, Dienstbote, Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehr- linge ꝛc. ic. in demselben aufhalten, sich behufs ihres Eintrags in die Stammrolle, während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnocts resp. Aufenthalts— ortes unter Präsentation eines Geburtsscheins, zu melden haben. Für diejenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr, Brot- und Fabrikherren zu dlesen Anmeldungen verpflichtet. Ich mache Sie weiter darauf ausmerksam, daß Sie sich nicht dabei begnügen dürfen, nur diejenigen Militär— pflichtigen, welche in den Geburtslisten stehen, oder sonst angemeldet werden, in die Stammrollen einzutragen, sondern, daß es Ihre Pflicht ist, von Amts wegen zu ermitteln, welche Militärpflichtigen etwa außerdem vorhanden sind und gestellungspflichtig sind und sie sogleich zur Anmeldung anzuhalten. Zugleich empfehle ich Ihnen in Ihren Gemeinden auf die schweren Nachtheile gufmerksam zu machen, die Diejenigen treffen, welche die Anmeldung innerhalb des oden vor⸗ geschriebenen Termins unterlassen und verweise Sie in dieser Be— ziehung auf§. 176 und solgende der Militärersatz Jastruktion. Werden Reklamationen auf Zurückstellung erhoben, so wollen Sie die Vorschriften des Reglements vom 12. Mai 1868, Regierungs- blatt Nr. 26, genau befolgen. Vor dem 1. März d. J. erwarte ich Vorlage der Stammrollen unter Beischluß der im§ 14 des Reglements vom 20. Mai 1868 bezeichneten Beurkundungen. Trapp. Betreffend: Das Kreisersatz⸗Geschäft für 1869. Friedberg am 6. Januar 1870. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Senden Sie umgehend die Stammrollen fuͤr 1868 und 1869 behufs Berichtigung anher ein. Trapp. Betreffend: Den Ankauf guter Zuchtstuten im Auslande, behufs deren Wlederverkaufs an inlandische Pferde züchter. Friedberg am 6. Januar 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zum Zwecke der Verbesserung der inländischen Pferdezucht mittelst Verbreitung guter Stuten wird in der Kürze wieder ein Ankauf von 10 Stück guten Zuchtstuten in Norddeutschland, behufs deren Wiederverkaufs an inländische Pferdezüchter, vorgenommen werden und sollen die angekausten Stuten gegen Mitte des Monats Februar 1870 unter den früheren Bedingungen zur Versteigerung gebracht werden. Wir beauftragen Sie, in Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 28. v. M. zu Ne. M. d. J. 12192 dies in Ihren Bürgermeistereien mit dem Aufügen öffentlich und den Pferdezüchtern noch besonders mit dem Anfügen dekannt machen zu lassen, daß der Versteigerungstermin noch näher veröffentlicht werden wird. Trapp. Betreffend: Die Rückversicherung der Ortsvlehversicherungskassen bel der Viehversicherungsanstalt für das Groß herzogthum pessen. Friedberg am 6. Januar 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg f an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Fauerbach b. J., Friedberg, Gambach, Bad- Nauheim, Staden und Wisselsheim. Unsere Auflage vom 3. v. M., erinnert am 22. v. M. in Nr. 151 des Oberhessischen Anzeigers, haben Sie binnen 3 Tagen bei Ordnungsstrafe zu erledigen. Tra p p. Betreffend: Die Taubstummenstatistik im Großherzogthum, insbesondere die Aufnahme taubslummer Kinder in die Taubstummen-⸗Anstalten. Friedberg am 6. Januar 1870. Das Großhe zogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände zu Assenheim, Bauernheim, Beienheim, Bedenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Jauerbach b. F., Hausen, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Maibach, Münster, Nieder-Mörlen, Ockstadt, Oppershofen, Pohl⸗Göns, Reichelsheim, Rockenberg, Roͤdgen, Schwalheim, Staden, Trais-Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim, Wohnbach. Unsere Verfügung vom 13. November v. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 139, wollen Sie binnen 8 Tagen erledigen. Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Groß berzogliche Regierungsblatt Nr. 60 enthält(Schluß): VII. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 24. Nov. den Stabsfourier im 2. Insanterie-Regiment, Röltger, zum Kanzlisten bei der Direktion der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn,— am 1. Dec. den Telegraphenboten bei der Bundestelegraphen⸗Stalion Darmstadt Breitwieser, zum Siempler und Diener bei der Haupt⸗Stempelverwal lung— zu ernennen;— an demselben Tage dem evangel. Pfarrer zu Ober⸗Ingelheim, Riisert, die erledigte erste evangel. Pfarrstelle zu Rodheim vor der Höhe zu übertragen;— am 2. Dec. den Kanzlei⸗ diener bel dem Katasteramte, August Haber, zum Kanzlei— diener bei der Obersteuer-Direktien zu ernennen;— am 6. Dec. dem evang. Pfarrer zu Ranstadt, Heinr. Reutzel, die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Nieder⸗Flörobeim,— dem evangel. Pfarrer zu Köngernheim, Dauber, die er⸗ ledigte evangel. Pfarrstelle zu Dexheim,— tem 2. evang. rrer zu Babenhausen, Müller, die erledigte evangel. Pant zu Pfungstadt,— am 8. Dec. dem evangel. Pfarrer und ersten evangel. Schullehrer zu Ermenrod, Broß, die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Pohl⸗Göns— und dem Schulamtsaspiranten Kaufmann aus Mainz die erledigte mittlere Knabenschulstelle zu St. Emmeran in Mainz, zu übertragen;— am 10. Dec. den Polizei⸗ Commissär 1. Klasse des Polizei⸗Commissariats Mainz III, Carl Phil. Conr. Bertram, zum Polizeicommissär 1. Kl. des Polizeicommissariats Mainz II und den Polizzicom⸗ missär 3. Klasse bei der Polizelverwallung der Kreiostadt Worms, Bender, zum Pollzeicommissär 2. Klasse des Polizeicommissariats Mainz III, zu ernennen;— am 11. Dez. dem Lehrer an der Realschule zu Frledberg, Hanssein, die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Rumpenbeim zu übertragen;— am 13. Dez. den von dem Herrn Grafen zu Stolberg⸗Wernigerode-Gedern auf die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Volkartshain präsentirten Pfarr⸗ amtecandidaten Kraus aus Usenborn,— den von dem Herrn Fürsten zu Leiningen auf die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Rothenberg präsentirten zweiten Diakonus und ersten evangel. Mädchenschullehrer zu Erbach, Kraus, für diese Stelle zu bestäugen;— den Gymnasiallehramte⸗ Accessisten Winter aus Darmstadt zum Lebrer an der Realschule zu Friedberg zu ernennen;— an demselben Tage dem Schulamis⸗Aspiranten Weicker aus Appenheim die erledigte evangel. Schulstelle daselbst zu übertragen; — am 23. Dez. den Hoffrotteur Georg Nestel zum Be⸗ schließer bei der Schloß⸗ und Palais⸗Verwaltung Darmstadt zu ernennen.— Am 29. Nov. wurde dem Kaplan Kö⸗ sterus zu Klein⸗Krotzenburg die katholische Pfarrstelle zu Nieder⸗Roden— und am 7. Dez. dem Pfarrer Dworzack zu Hirschhorn die kathellsche Pfarrstelle zu Biblis— übertragen. VIII. Charakterertheilungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigst geruht, am 27. Oktober dem Kreisbauaufseher⸗Aspiranten Friedel zu Darmstadt den Charakter als Hefbauaufseher,— am 7. November dem Dicckter des Hoftheaters und der Hofmusik, Tescher, den Charakter als Geheime Hofrath,— am 15. Nov. dem Dekan und evangel. Pfarrer zu Groß-Linden, Koch, den Charakter als Kirchenrath,— am 18. Nov. dem Zeichner bei der Ober⸗Bau-Direktion, Bayrer, den Charakier als Baumeister,— am 1. Dez. dem Elleuwaacenhändler Engel in Friedberg den Charakter als Hofagent— zu verleihen. IX. Dienstentlassungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Nov. den Schullehrer an der zweiten evangelischen Schulstelle zu Londorf, Bie⸗ denkapp, auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle,— am 15. Nov. den Dekan und evaungel. Pfarrer zu Groß⸗ Linden, Koch, auf sein Nachsuchen von dem Dienste eines Dekans des evangel. Dekanates Groß-Linden,— am 20. Nov. den Verwalter des Arresthauses zu Darmstadt, üller, auf Nachsuchen seines Dienstes, zu entlassen— und am 9. Dez. dem Hofgerschie-Advokaten bei dem Hof⸗ gerichte der Provinz Starkenburg und Wechselnotar für die Stadt Offenb ich Rödiger daselbst, die gebetene Ent— lassung als Wechselnotar zu ertheilen. X. Versetzung in den Ruhestand. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigst geruht: am 19. Okt. den Land⸗ gerichtsdiener bei dem Landgerichte Allenstadt, Glöckner, — am 21. Okrober den Gerichtsvollzieher mit dem Amts- sitze zu Wöllstein, Heiser— beide auf Nachsuchen— in den Ruhestaud zu versetzen. XI. Concurrenz für: die Stelle eines Steuercommissärs des Sileuercommissartats Höchst. Concurrenzfähige Be— werber haben sich binnen einer Frist von 14 Tagen an- zumelden;— die evangel. Pfarrstelle zu Hopfmannsfeld mit einem Gehalte von 773 fl. 50 ke; den sämmtlichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach steht das Präsentatious— recht zu dieser Stelle zu. — Die Nachricht von der Pensionirung des Generalmajots Bickel findet in offizieller Weise ihre Bestätigung. Preußen. Berlin. Die„Provinzial— Correspondenz“ schreibt bezüglich des Minister— wechsels in Frankreich, daß die Umstände, unter welchen der Wechsel stattgefunden habe, sowie die politische Ueberzeugung des zur Bildung des Ministeriums berufenen Staatsmannes eine neue Bürgschaft geben für die Aufrechterhaltung der friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen, welche auf Grund der Gesinnungen des Kaisers Napo— leon zwischen Frankreich und dem norddeutschen Bunde bestehen. — Seit Anfang Dezember schon haben in den Kohlengruben bei Waldenburg in Schlesien über 7000 Bergleute die Arbeit eingestellt, weil die Grubenbesitzer keine Arbeiter mehr beschäftigen wollten, welche dem Gewerkverein angehörten und schließlich mehreren Hunderten von Familieuvätern die Wohnungen gekündigt hatten, für den Fall solche nicht aus dem Gewerkverein austreten wür- den. Schlesische Blätter schätzen den durch diese ausgedehnte Arbeitseinstellung verursachten Schaden auf monatlich hunderttausend Thaler, doch wird diese Summe weit hinter der Wahrheit zurück bleiben, wenn man bedenkf, daß durch die Arbeits- einstellung von 7368 Bergleuten noch unzählige Handwerker und andere Arbeitskräfte in Mitleiden— schaft gezogen sind. Die Noth unter der dortigen Gesammtbevölkerung soll bereits groß sein und deßhalb werden an vielen Orten Sammlungen für die feiernden Grubenarbeiter eingeleitet. — König Wilhelm von Preußen hat nach Berliner Nachrichten dem Cultusminister v. Mühler wegen des Aufschwunges,(I) den das peeußische Unterrichtswesen unter seiner Verwaltung genom— men, die Allerhöchste Anerkennung ausgesprochen. — Der preußische Oberschulrath hat jüngst den Mangel an Lehrern bedauern müssen, welche die zum Verständniß der neuen Maß- und Be— wichisordnung nöthige Deeimalrechnung in den Volksschulen lehren können. Dieser Unterrichts- gegenstand war nämlich, als zu weitgehend, durch die Stiehl'schen Schulregulative bisher nicht nur in den Volksschulen, sondern auch in den preußischen Schullehrerseminarien ausgeschlossen. — Die Stadtverordneten von Berlin haben am 21. d. einen Beschluß von allgemeinem In- teresse und großer Tragweite gefaßt, nämlich ihrer— seits den Paragraphen der preußischen Verfassung, welcher die Unentgeldlichkeit des Volksunterrichts verheißt, vom 1. Januar 1870 an in's Leben treten zu lassen. Sachsen. Dresden. Die Commission der ersten Kammer stellt den Antrag: die Regierung möge dahin wirken, daß der Entwurf eines Straf- gesetzbuches für den norddeutschen Bund erst Fach⸗ kundigen vorgelegt werde; die Commission wünscht namentlich den Wegfall der Todesstrafe und des Adelsverlustes. — Eine von den Arbeitervereinen nach Mitt weida berufene Volksversammlung wurde aufgelöst und dabei der Rechtspracticant Stück von Mann- heim, welcher als Redner aufgetreten war, verhaftet. Bayern. Die Kammer der Abgeordneten sowie der Reichsrath haben am 4. d. ihre Sitzungen begonnen. Das Parteiverhältniß in der Kammer der Abgeordneten ist folgendes: Zur patriotischen Partei gehören 80, zur Fortschrittspartei 63 Ab- geordnete; 11 Abgeordnete haben sich bis jetzt keiner dieser Parteien angeschlossen. Würtemberg. Stuttgart. Eine am 6. d. dahier abgehaltene Landesversammlung war zahlreicher besucht als je. Außer den hiesigen waren mehr als 400 Delegirte aus allen Theilen des Landes anwesend. Einstimmig wurde ein Adressensturm an die Kammer gegen das Kriegs- dienstgesetz beschlossen. Baden. Von Mannheim wird gemeldet, daß Nachrichten von Friedrich Hecker ange— langt seien, nach welchen derselbe den Verkauf seiner Farm beabsichtige und im Frühjahre nach Deutschland zurückzukehren gedenke. Oesterreich. Wien. Zum sechsten oder siebenten Male wird ein Besuch des Königs Viktor Emanuel in Wien annoncirt. Die italienische Gesandtschaft soll nämlich Erkundigungen ein— gezogen haben, ob der Kaiser sich in den nächsten Wochen in seiner Residenz befinden werde, woraus man den beabsichtigten Besuch folgert. — Militärische Vorsichts maßregeln, welche wegen einer in der Brigittenau stattgehabten Ar— beiterversammlung getroffen waren, haben sich als ganz überflüssig erwiesen, da die Versammlung einen ruhigen Verlauf nahm. Frankreich. Paris. Die Criminalakten in der Angelegenheit Traupmann's sind dem Justizministerium überliefert worden und werden unverzüglich der Kanzlei des Cassationshofes zu ⸗ gehen. Man meint, daß diese Justizbehörde spä⸗ testens Freitag ihr Urtheil fällen wird. — Das„Journal officiel“ schreibt: Die vor- züglichsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres be⸗ weisen, daß die Völker und Fürsten den Wunsch hegen, Gefühle gegenseitiger Achtung und frucht bringender Solidarität vorwalten zu lassen. Im Innern habe Frankreich eine neue Aera der Ver- söͤhnung und des Fortschritts inaugurirt, nach Außen finde es bei allen Mächten für das fried⸗ liche und civilisatorische Werk Sympathie. — Dasselbe Blatt veröffentlicht ein vom 5. d. dalirtes kaiserliches Dekret, welches den bisherigen Präfekten des Departements de la Seine Herrn Haußmann seiner Funktion enthebt und Herrn Chevreau an seiner Stelle zum Präfekten ernennt. Eine vom„Journal officiel“ mitgetheilte Uebersicht weist nach, daß im Ganzen 92,411 Personen von der am 14. Aug. 1869 erlassenen Amuestie Gebrauch gemacht haben. 5 — Man liest im„Gaulois“: Wie wir vor— hergesehen, wird die religiöse Frage die erste oder eine der ersten sein, über welche die Discussion sich nach Wiederbeginn der Session entspinnen wird. Am 10. Januar wird von der Linken ein Interpellationsgesuch in 2 der Besetzung Roms durch französische Truppen eingebracht werden. Dänemark. Kopenhagen. Die Kriegs- fregatte„Tordenskjold“ geht nach China zur Legung des Kabels für den chinesischen Telegraphen ab. Der Prospekt der Gesellschaft verlangt 350,000 Pfund. Spanien Madrid. Die Cortes sind bis zur Wiedereinberufung vertagt. Im Sitzungs- saale herrschte große Bewegung. Man discutirte die Cabinets- und dynastische Frage. — Ein hiesiges Blatt meldet, daß am Dienstag zwei Pistolenschüsse auf den Regenten abgefeuert wurden. Er blieb jedoch unverletzt. — Wie man versichert, wird die Regierung bei den Cortes die Dictatur beantragen. Italien. In Rom hat kürzlich die Taufe der Tochter des ehemaligen Königs von Neapel in äußerst brillanter Weise stattgefunden. Car- dinal Patrezzi vollzog die Taufe, Cardinal An⸗ tonelli vertrat den Papst als Pathen, 14 weitere Cardinäle wohnten bei, dann noch die Kaiserin von Oesterreich, 22 Prinzen und Prinzessinnen der Familie von Neapel, noch mehrere Herzöge ꝛc., Botschafter und Legitimisten. Der Papst sandte als Taufgeschenk einen mit dem Wappen der Königin in Gold gestickten Pelzmantel und eine mit Rubinen besetzte Camee. Die kaiserliche Nacht„Greif“ hat den Befehl erhalten, sich vom 18. Januar an bereit zu halten für die Kaiserin von Oesterreich, um sie nach Triest zurückzubringen. Es ist nicht wahr, daß der Kaiser von Oesterreich in Rom erwartet werde.— Eine veröffentlichte Statistik bringt den Effektivbestand der päpstlichen Armee auf 14,826 Mann. Rußland. Nach den vielen einander widersprechenden Gerüchten, welche über das Be⸗ finden des Kaisers von Rußland die Runde gemacht haben, ist die folgende Notiz aus der medizinischen Fachschrift Lancet bemerkenswerth: „Die Krankheit, an welcher der Kaiser Alexander leidet, ist die Milzsucht— ein in der kaiserlich russischen Familie erbliches Uebel, welches äußerst schwierig zu bekämpfen ist. Wie es heißt, weist der Kaiser, dessen robustes und gesundes Aeußere sich bedeutend geändert hat, oft die ihm gebotene Nahrung zurück, und schließt sich von allem Ver- kehr mit der Außenwelt und von allen gesell⸗ schaftlichen Vergnügungen ab, welche er früher zu besuchen pflegte.“ S. Hungen. Am 28. v. M. wurde die Babnstrecke Gießen-Hungen durch eine Probefahrt unter Beiheiliaung des Ministerpräsidenten v. Dalwigk und einiger Mini- stertaläthe, sowie des Eisenbahn-Verwaltungs-Comites und anderer bevorzugten Persönlichk iten eröffnet. Zur Begrüßung des um 11 Uhr Vormittags von Gleßen ein— treffenden Zuges halten sich der Bürgermeister und mehrere Gemeinderälhe unserer Stadt sowie eine große Anzahl Neugieriger eingefunden. Der Bürgermeister richtete an Diossso als De und E. ö dude hett* ide pi. Dir dor. et be. Duc d engl u. Ju dtr Ber. N, nach a4 fried t. en g. 5. eberigen * Herrn U bttrg erntunt. Agelzeille 92,411 trlastnes Dir der- erste odtt ittussion dispinnen lnlen tin Bestzung t dtrdtn. Arg · 1 gur tgrayhen verlangt net sind Situnge · tiscutirtt Dirnsdag dgeftutrt lierung it Taust Naptl „ Cer⸗ Aal An · veilere Taistrin int der nig k., fende pte det aud tint an den an berkn ich 1 St vahl, watt irg den 148ʃ0 2 den einige Worte der Begrüßung, worauf kurzem a seine Rückkehr nach Gießen ags darauf, am 29., wurde die Bahn dem öffentlichen Verkehr übergeben und wird seitdem von den nahellegenden Städten und Dörfern fleißig benutzt, na⸗ menilich war dieß an den beiden Neujahrstagen der Fall, die gar manchen Bewohner unserer bisber slillen und ent⸗ legenen Gegend zu seiner, ersten Eisenbahn⸗ Platsirfahrt veranlaßten.— An der Sirecke nach Büdingen wird rüstig gearbeitet und darf man wohl hossen, dieselben bis zum August fertig zu sehen. 1 Fraukfurt. Die Versammlung des landwirihschaft⸗ lichen Monatsclubs war äußerst zahlreich besucht. Herr Oekonom Dieffenbach trug Namens der Commmission die Grundzüge der bei dem Reichstage des norodeutschen Bundes einzuceichenden Denkschrift, betreffend die Ein⸗ führung der Brenncrei⸗Fabrilaisteuet, vor und fanden die⸗ selben allgemeine Billigung.— Hinsichtlich der Anwerbung schwedischer Arbeiter wurden weitere interessante Mit⸗ ihtilungen gemacht: demnach stellt sich der Transport per Kopf incl. Verköstigung von Schweden hierber auf 18½ Thlr. wovon dem Agenten, welcher die Lieferung über⸗ nimmt, 15 Thli anzubezahlen sind, der Rest bei Ablie— ferung zu geben ist. Mit jedem Arbeiter wird ein Con⸗ trakt Namens des Miethenden auf ein Jahr abgeschlossen und erhält ein Hausmädchen 18—22 Thlr.; ebensoviel ein Milchmädchen, welches gleichzeitig das Füttern der Kühe besorgt; ein Stallknecht 22— 30 Tytr., ein Voll knecht 34—37½ Thlr. z. ein Halbknecht(meistens Bursche von 18—20 Jahren) 22—30 Thlr.; ein Mädchen für die Feldwirthschaft 15— 22 Thlr., ebensoviel ein Mädchen für Spinnereien. Die schwedischen Arbeiter wurden, was die Kost anlangt, als äußerst genügsam geschildert. fort erklärten sich 15 Oekenomen bereit, derartige Arbeiter zu nehmen, und verabredeten dieselben auf Montag den 17. Januat zum Austrag der Sache eine Zusammenkunst im„Hotel Drexel“. Hieran schloß sich noch eine längere Debatte über das Verhäliniß der Dienstyerrschaft zu den ländlichen Dienstboten. Da indeß die Ansichten in dieser wichtigen Angelegenheit sehr auseinander gingen, wählie man schließtich eine Commission, welche die Sache prüsen und weitere Vorlagen machen solle. Fraukfurt. Am Neujahrsabend wurde einem hiesigen Zamilienvater die Wiege gestohlen; das Kind jedoch wurde vom Diebe nicht annectirt.— Das Amtsblatt fordert nicht weniger als 32 Reservisten, welche der 21. Division angehören, auf, sich zu stellen, widrigenfalls sie als Deserteure erklärt würden. Franfurt. Die vorjährigen Manöver bei Vilbel und Bergen haben in der Form eines Processes ein Nach spiel bekommen. Nach der Fahrt des Königs durch Vilbel siritten sich zwei wohlhabende Einwohner, der eine von Obereschbach, der andere von Odererlenbach, ob der König einen Helm oder eine Mütze aufgehabt habe. Es kam zur Wette von 20 Friedrichsd'or. Es wurde nun constalirt, daß der König eine Mütze aufgehabt hade. Damit gab sich der verlterende Theil jedoch nicht zufrieden und verweigerte die Bezahlung der Wette. Darüber wurde der Gewinnende beim Landgerichte in Vilbel klag⸗ So⸗ ihr ein Vorbild nehmen! bar und wurde diesem nun der Beweis auferlegt, daß der König nicht, wie Beklagter behauptet, eine Pickelbaube, sondern eine Mütze aufgehabt habe. Das Zeugenverbör findet diese Woche statt, unter den vorgeschlagenen Aus⸗ kunstspersonen befindet sich auch ein Generalabjutant des Kinigs; einer beantragten Vernehmung des Letzteren wurde nicht statigegeben.— Hieraus erhellet, daß man sich wie um des Kaisers Bart, so auch um des Königs W streiteu kann. Lauterbach. Dieser Tage wurde von einem hiesigen Fabrikanten ein Schwein geschlachtet. Da daslelbe in den Füßen schwach war und etwas lahmte, so fand sich einer det hiesigen Aerzte veranlaßt, das Fleisch micro⸗ seopisch zu untersuchen, wobei sich ergab, daß dasselbe ein große Menge eingekapselter Trichinen enthielt. Ein Be— weis, daß auch die Trichinose in hiesiger Gegend zu finden und beim Genuß von Schweinefleisch Vorsicht zu em— pfehlen ist. Biebesheim, im Kreise Groß⸗Gerau, hal 3 Schulen. Die beiden ersten Lehrer sind Männer in den 70er Jahren und zählt der ältere— Roth— bereils 56 Dienstjahre, die er zum größten Theile in der Gemeinde verlebie. Nunmehr möchte der würdige Veteran feinen langjährigen und gesegneten Wirkungskreis verlassen und den Rest seiner Tage in Ruhe verleben. Auf eine dies⸗ sallsige Anfrage Seitens des Großh. Kreistrathes erklärte! sich der Ortsvorstand sosort und gern bereit, ibrem alten! treuen Lehrer Wohnung und vollen Gehalt als Pension zu belassen, wogegen derselbe dem an seine Stelle ernannt werdenden Vikar nur ein Stübchen einräumen möge. Ehre der Gemeinde Biebesheim! Möchten sich andere Ge— meinden so lange wir ein Pensionsgesetz entbehren, an Essen. In der Krupp'schen Fabrik erfolgte am 4. d. die Exploston eines Dampfkessels, wodurch Gebäude zer— stört wurden und Todte nebst vielfachen Verwundungen vorkamen. Auch die benachbarten Häuser haben Schäden erlitten. Gleich nach der Katastrophe wurden von der Krupp'schen Feuerwehr und massenhaft requtrirten Ar— dettern die umfassendsten Rettungs- und Räumungsar⸗ beiten bewerksteklligt. Wie viele Verunglückse zu beklagen sind, ist noch nicht festgestellt. Chemnitz. Das hiesige„Tageblatt“ berichtet Folgen⸗ des über einen Eisenbahnunfall, der durch einen Zusammen⸗ sioß zweier Züge in nächster Nähe dieser Tage erfolgte. Der Zusammenstoß war so hestig daß eine größere Zahl Wagen ca. 12—15, darunter ein Personen⸗ wagen, zertrümmert oder stark beschädigt wurden. Einem Bremser wurden beide Beine abgequetscht, so daß derselbe nach einer halben Stunde verschied. Außerdem erhielten sechs Passagiere starke Verletzungen. Baden. Der Spielpächter in Baden-Baden zahlt für die Jahre 1870 und 1871 500,000 fl. jährlichen Pacht, sodann zu nützlichen Einrichtungen; Theater u. s. w. für beide Jahre 216.000 fl. Am 31, Dezember 1871 bort das Spiel in Baden auf. Schwe z. Die„Luz. Ztg.“ meldet aus Andermatt, daß daselbü der Thermometer am 29. Dez. 23 Grad Kälte zeigte.— In Zürich wurde am Sylvesterabend ein aus Schleften gebürtiger Preuße fesigenommen, ber sich zu Hause als Cassier eines bedeutenden Geschäsies eine Unterschlagung von wenigstens 40.000 Thlr. zu schulden kommen ließ. Er lebte als reicher Pankce in Luzern unt suchte sich einen Bauplatz, um eine hübsche Villa zu er⸗ . nun sind ihm alle diese Projekte apgeschnitten worden. Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler. 15. Vom Schiffloch bei UAntet-Klorstadt. Das die Wetterau durchziehende Flüßchen Nidda entspringt im„Landgrafenborn“ auf der Höhe des Vogelsberges, unweit dem„Geiselstein“ und den„sieben Ahorn“ und nimmt, nachdem es bei den Städtchen Nidda und Staden vorbei— gegangen, unweit Ober Florstadt die Horloff in sich auf, bis es endlich bei Höchst in den Main fällt. Zwischen Unter-Florstadt und Wickstadt ist in der Nidva eine gewaltige Tiefe, welche das Schiffloch heißt. In ihm soll eine Kirche mit ihrem Thurme, wenn man sie bineinßellte, unter- gehen. Einst war aber ein kühner Schwimmer da, der spranz hinein und tauchte in die Tiefe. Man hielt ibn für verloren, doch kam er nach einiger Zeit wieder herauf und hatte unter jedem Arme einen Fisch und einen zwischen den Zähnen, alle von außerordentlicher Große und von einer Gestalt, wie man in der Nidda noch nie gesehen datte, und er brachte sie mit heraus auf das Land. Man horchte staunend auf das, was er von der Ticse unten erzählte. Dort, sagte er, sei eine ungeheure Menge von Fischen selbst von noch gewaltigerer Größe, als die mitgebrachten, und die stünden da, wie hier oben die Ochsen und Küde an den Krippen. Dann ging er abermals hinunter zu den Fischen, um noch mehr herauf⸗ zuholen, und sich noch mehr unter ihnen umzu⸗ sehen. Die Umstehenden warteten begierig und lange bis er wieder heraufkomme, aber— Minute um Minute verging,— sie warteten vergebens, — der kühne Schwimmer kam nicht wieder herauf. 5 Die drei großen schweren Fische legten sie auf einen gerade vorbeifahrenden Wagen, um sie mit in die Stadt zu nehmen, und deckten Tücher darüber,— aber als sie nach Hause kamen und die Fische herabnehmen wollten, waren sie ver⸗ schwunden. Ualional-Piehversichcrungs-Gesellschaft in Cassel 88 versichert Pferde, Rindvieh, Schweine und Schafe gegen alle Verluste incl. Seuchen und Unglücksfälle. Voll⸗ Zahlungen der Schäden. fortige Regulirung. Wechsel im Viehstande gestattet ohne Anzeige. Für größere Landwirthe separate Abtheilung. Versicherung ganzer Gemeinden, sowie Rückversicherung bestehen- der Ortevrreine unter erleichterten Bedingungen. von der Agentur Echzell, B. Heidingsfelder. Agenten werden an allen Orten angestellt! Briefe franco an die General-Agentur Darmstadt: J. Gg. Schröder. 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Abtheilung. 119 1) Recitativ und Chor aus der 4) Arie für Sopran aus der„Schöpfung“ J. Dapdn. J. Hapdn..; N Di 3 Romanze in F- dur für Violine. L. v. Beetboven. 5) Quartett für Streichinstrumente F. Oleß. 3) Recinatsv und Chor aus„Paulus“ F. Mendelsobn- 6) Im Grünen, Chor. F. Bender. Bartholdy. II. Abtheilung. „Entflieh mit mir“ 10. Zigeunerleben, Chor mit Clavier. R. Schumann. 7. Drei Volkslieder 1150 fiel ein Reif- 5. Mendelsohn⸗ „Anfihrem Grabe“ Bartholdy. 1. Adagio für Str ichquartett. Schubert. 8. Fuge für Clavier.. J. S. Bach. 12. Auf dem See, Chor. F. Mendelsohn⸗ 9. Lied für Sopran. Schubert. Bartholdy. Ae een Einzelkarten zu 24 kr. und Familienkarten für 3 Personen zu 1 fl. sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen zu haben.— Ausführliches Programm und Text der Gesänge werden am Eingang ausgegeben. Die Hälfte des Reinertrags ist für milde Zwecke bestimmt. Vorlesungen im Saale des Hotel Trapp. 91 Dienstag den 11. Januar. Dr. Moldenhauer aus Reichelsheim: Die mecha⸗ nische Theorie der Wärme: Die Wärme aufgefaßt als eine Art der Bewegung. Beziebung derselben zur Einheit der Naturkräfte und der Erhaltung der Kraft. Anfang präcis 8 Uhr. Vertrauensvoll wendet sich der Kranke stets zu erprobten Mitteln. 99 Kindt bei Brepell, 30. Junt 1869. Da ich vor ein paar Jabren Malzerteakt von Ihnen bezogen und mir derselbe gut bekommen ist,(folgt Bestellung). Anna Bötzkes.— Niederkleen bei Wetzlar, 19 März 1869. Ihr vorzügliches Malzextrakt⸗Gesundheitsbier hat mir so vortrefflich gemundet, daß ich um baldige Uebersendung von weiteren 25 Flaschen und Brustmalzzucker ergebenst bitte. Johann Zoerb, Oekonom.— Poller boff dei Lindlar, im März 1869. Nach Gebrauch Ihrer Brustmal;-Bondone bin ich von meinem hartnäckigen Huslen und Heiserkeit beftett worden. Joseph Brochhagen.— Da ich vor einigen Jahren durch den Gebrauch Ihres wohlthätigen Malzextrak.-Gesundbeitsbiers vollständig wieder bergeftellt bin, so finde ich mich bei meinem Unwohlsein verpflichtet, mich eiligst wieder an Sie zu wenden. Rheinheim(Pfalz), 7. September 1869. M. Simon, königl. Post⸗Expedltor. 4 Des Hoflieferanten Johann Hoff's Filiale in Köln. bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. Zur Beachtung. 115. Einem geehrten Publikum zeige hierdurch ergebenst an, daß diese Woche eine frische Sendung Filzpantoffel, Stiefel, mit und ohne Besatz, aus der besten Fabrik Deutschlands erhalten habe und ditselben wegen raschen Absatzes zu sehr billigen Preisen verkaufe. Gleichzeitig bringe mein Lager in Herren ⸗Zugstiefletten aller Art in feinster und bester Arbeit und in schönen Mustern, sowie Mannsschuhe, Pantoffel aller Arten, Damenstiefel von den feinsten bis zu den gewöhnlichsten, eine große Auswahl in Kinderstiefeln, überhaupt alle in mein Fach einschlagende Artikel von bekannter Güte in empfehlende Erinnerung. Zahlreichem Zuspruch sehe migegen Lonis Leopold. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) beilt brieflich der Specialarzt für Epllepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 6 Mitterstraße 6.— Berests über Hundert geheilt. Brod-Häckerei Strauß. 1 Zweispäunigen Wagen en, (Hierzu Niederlagen Junggesellen⸗Elub. 113 pHeute Abend 8 Uhr Generalversammlung, wozu sämmtliche Mitglieder dringend eingeladen wer⸗ den. Tagesordnung: Definitive Wahl des Vorstandes; Feststellung der Statuten; verschärfte Strafbestimmungen bet Peiratden. J. V. d. Präfidenten Der erste Vorstebet F. An die Bewohner Kriedbergs. 104 Einige Tage vor Weihnachten wurde von Seiten unserer auswärtigen Mischlteferayten der Preis der Milch, und zwar— nach glaubwürdigen Aussagen— auf Anregung eines uns Friedbergern nach allen Seiten hin wohlbekannten Herrn und Milchlieferanten von 8 auf 10 Kreuzer erhöbt. Da jedoch inzwischen Herr Pachter Nungesser von Staden, welcher seither keine Milch hierher lieferte, sich freiwillig erbot, dieselbe für 8 Kreuzer per Maas und zwar in preiswürdiger Waare zu liefern, so fordern wir alle unsere Mitbürger hiermit dringend auf, Herrn Pachier Nungesser in seinem Unternehmen auf das Beste zu unterfützen, die Anreger der Preis Erboͤhung aber durch Nichlabnahme ihrer Milch gebührend zu würdigen. l Friedberg den 8. Januar 1870. Einer für Viele. Hulssische Jardinen! 5 zum berabgesetzten Preis von fl. 2. per Fässel frisch eingetroffen bei Wilh. Fertsch. Uegenschirm 45 in Seide, Alpaka und Baumwollc, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich, neben der Poft. Geschäfts-Empfehlung. 108 Einem geebrten Publicum diene hiermit zur Nach⸗ richt, daß ich mich dahter als Schneider etablitt babe. Prompte und reelle Bedienung versprechend, bitte ich zugleich um geneigten Zuspruch Stephan Fuchs Meine Wohnung befindet sich in der Metzgergasse bei Herrn L. Waas, Schuhmachermeister. Höhere Arbeitseinstellung!(Strike.) 100 Näberes im Laubfroschkalender für 1870. Preis 11 kr. Vorräthig bei allen Buchhändlern und Buch ⸗ bindern Untergährhefe, 118 per Maas 3 kr., jeden Tag srisch bei G. Steinhäuser II. Todes ⸗ Anzeige. 110 Allen Verwandten und Freunden die schmerz- liche Anzeige von dem dahier kurz vor ihrer beabsichtigten Rückkehr nach Friedberg htute Morgen nach 7 Ubr erfolgten Hinscheiden unserer theuren Mutter, Schwiegermutter und Groß⸗ mutter, der Frau Zolleinnehmer Dauernheim, mit der Bitte um stille Theilnahme.— Alten stadt den 5. Januar 1870. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.. 1. Sonntag nach Epiphanie. 9. Jan. Missionsfest. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkircher Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Sommerlad. Gottesdienst in der Burgkirchen Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Flegler. Katholischt Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag nach Epiphanie. Fest der heiligen drei Könige. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr feierliche Vesper. 5 4 Verantw. Ned. Hermann Schimpff 0 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Unterhaltungs-Blatt Nr. 2 und eine Beilage.) zu ar Stift 1870 die k worde epa sorge Belt Krei stüͤtz Kür; curs daher dem — 1010 Neuf wich getret lieuter Relrete übt dab eher 0 nagt sigen kulirt ogie