. aaßttordesllich k. derm. und Lebl nagaß, neh. ta nordtensschen dei Abnahme 901 § Strauß 4 u lich beil Rechtshülfe vor. Jamstag den 7. Mai. M 54. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Hessen. Darmstadt, 4. Mai. Erste Kammer. Die Vorlage der Regierung wegen Aufbesserung der Gehalte der Kreisbauaufseher wird im Einverständniß mit dem Beschluß zweiter Kammer genehmigt; ebenso wird die Rechenschafts— ablage der Militärverwaltung der Jahre 1866 und 1867 ohne Debatte in allen Theilen für gerechtfertigt erklärt. Das von der zweiten Kammer gestellte Ersuchen, dahin zu wirken, daß in Mainz, Worms, Offenbach und Gießen Bankfilialen oder Agenturen errichtet werden, wird von Freiherrn v. Riedesel und Graf Görz bekämpft, erhält aber, durch Heyl und Mönch unterstützt, die Zustimmung der Mehrheit. Der Antrag des Abg. George wegen einheitlicher Stempelgesetz— gebung wird, gleichwie in der zweiten Kammer, verworfen; ebenso der vom Abg. Dernburg gestellte Antrag auf Freigebung der Advokatur. Ferner wird der Antrag des Abg. Edinger auf Reviston des Schuledikts resp. der Beschluß zweiter Kammer auf Vorlage eines Schulgesetzes ohne Debatte, dem Antrag des Ausschusses ent— sprechend, abgelehnt. Ein H. Merkel und Ge— nossen zu Allendorf a. d. L., welche ihre Kinder nicht nach Allendorf, sondern nach Ebsdorf in die Schule geschickt und deshalb mit Schulstrafen belegt worden, hatte sich beschwerend an die Stände gewendet und die zweite Kammer hatte das Gesuch der Regierung zur dringendsten Ab- hülfe empfohlen. Der Ausschuß beantragt Bei⸗ tritt zu diesem Beschlusse, der schließlich auch erfolgte. — 5. Mai. Der ersten Kammer lag heute die Uebereinkunft des Großherzogthums Hessen südlich des Mains mit dem norddeutschen Bunde und mit Baden über die gegenseitig zu gewährende Diese Verträge, welche noch nicht der zweiten Kammer vorgelegen haben, wer— den, nachdem Graf Görtz mündlich Bericht er— stattet, auf dessen Antrag einstimmig und ohne Discussion genehmigt. — Der Großherzog ist am 4. d. Abends 10 Uhr in bestem Wohlsein hier eingetroffen. — Die„Darmst. Ztg.“ bringt jetzt den Wortlaut des in dem Metz⸗Fendt'schen Preßprozesse erlassenen, nunmehr rechtskräftigen Urtheils. & Friedberg. Am 4. d. Mis. hielt die evangelische Conferenz für das Großherzogthum Hessen dahier ihre angekündigte Frühjahrs- Ver— sammlung. Der Besuch war ein zahlreicher und würde noch zahlreicher gewesen sein, wenn nicht in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten die meisten Geistlichen durch die Nähe der Confir- mation und durch die Schulprüsungen besonders stark in Anspruch genommen und am Reisen ver— hindert wären. Den Vorsitz führte, da der Prä— sident, Landrichter Königer, nicht hatte erscheinen können, in dessen Vertretung Professor Dr. Köhler von hier. Von den von Director Dr. Schwabe vorgelegten Thesen(über Lehrfreiheit in der evangelischen Kirche) fand der erste Theil(8. 1 eine eingehende und vielsach anregende Discusston, an welcher Professor Dr. Diegel von hier, Pfarrer Linß von Freilaubersheim, Pfarrer Luck von Wolfekehlen, Pfarrer Baur von hier, Pfarrver⸗ walter Dr. Krumm von Hering, Advocat Curtman von hier, Seminardirector Steinberger von hier, Pfarrer Schaub von Ulrichstein, Privatdocent Or. Weissenbach von Gießen nebst dem Vorsitzen- den sich betheiligten; die zweile Reihe der Thesen (§. 6— 0) konnte der Kürze der Zeit wegen uicht mehr zur Discussson kommen. In der ersten Thesenreihe, welche mit einem von Professor Dr. Diegel beantragten Zusatze angenommen wurde, werden die allgemeinen Grundsätze über die Lehr— freiheit in der evangelischen Kirche dargelegt. Eine unbedingte oder grenzenlose Lehrfreiheit, in dem Sinn, daß Jeder lehren und predigen dürfe, was ihm beliebe, kann es danach in der evange— lischen Kirche nicht geben; vielmehr ist diese„als eine bestimmte, sich selbst gleiche religibse Gemein— schaft, wie jedes individuelle oder gemeinsame Leben an das ihr innewohnende Lebensgesetz ge— bunden“(§. 1). Aber ebenso wenig darf in der evangelischen Kirche, wenn sie nicht sich selbst un— treu werden will, von einer gesetzlichen Verpflichtung der Geistlichen und Lehrer auf den Buchstaben irgend eines unabänderlich feststehenden Lehrsystems oder Bekenntnisses die Rede sein. Das Lebensgesetz, aus welchem die evangelische Kirche hervorgegangen ist, und von welchem sie nicht abgehen darf, ist eben nur das Evangelium; sie hat aber immer das Recht beansprucht,„sich dasselbe immer mehr innerlichst anzueignen“(§. 2), d. h. es immer besser zu verstehen, es sich immer mehr zur Klarheit und zur Anwendung auf alle Lebens- verhältnisse zu bringen, in seiner Auffassung und seinem Verständniß beständig fortzuschreiten. Es ist natürlich, daß auf diese Weise mancherlei abweichende Ansichten und Richtungen in der Kirche entstehen, Grundprincipien ihren Ursprung haben und sich deshalb gegenseitig anerkennen und achten müssen, ja sogar zur Gesundheit des Ganzen nothwendig sind.(So der nicht mehr zur Discussion ge— kommene F. 6). Der Mittelpunkt des Evangeliums aber ist„die durch den Glauben anzueignende freie Gnade Gottes in Christo“, Urkunde und einzige Richtschnur christlicher Lehre die heilige Schrift(§. 3). Die evangelische Kirche kann und soll ihre Lehrer und Prediger nur darauf verpflichten, daß sie von diesen evangelischen Grundprincipien nicht abgehen; innerhalb der hierdurch gegebenen Grenzen muß ste ihnen freie Bewegung gestatten.— Hinsichtlich der Thesen 6—9 sprach die Versammlung schließlich ohne Discussion deren wesentlichem Inhalte nach ihre Zustimmung aus. Dieselben ziehen aus den oben angedeuteten theoretischen Grundsätzen die prakti— schen Folgerungen.„Wer mit jenen Grundlagen evangelischen Glaubens gänzlich zerfallen ist und sie glaubt bestreiten zu müssen, kann nicht Lehrer der evangelischen Kirche sein“(F. 6); er hat als gewissenhafter Mann sein Amt freiwillig niederzu— legen oder muß, wenn er dies nicht will, vom Amte entfernt werden.„Das Recht der Beur— theilung und Entscheidung solcher Fälle kann nicht in den Händen der Kirchenbehörden allein, am wenigsten der vom Staate bestellten, ruhen, son— dern einer aus der Kirche selbst hervorgegangenen Repräsentation, in wescher auch die theologische Faculiät des Landes oder der Provinz ihre Ver- tretung hat. Der Kirchenbehörde käme dagegen das Recht und die Pflicht zu, wie überhaupt die gunze Dienstverwaltung, so auch die Ausübung der Lehrthätigkeit zu überwachen und aus eigenem Ermessen oder auf erhobene Anklage die Angelegen— heit vor die synodale Repräsentation mit ihren Anträgen zu bringen“(§. 7).— Am Schlusse der Diseussion fand die Neuwahl ves Ausschusses, dessen Mandat statutengemäß abgelaufen war, stalt. Der Vorsitzende bemerkte dabei, daß, da allen Wahrscheinlichkeit nach in der Kürze in Sachen der bevorstehenden Kirchenversassungeände— welche aber alle in denselben rung von dem Ausschuß im Namen der Conferenz öffentliche Schritte würden geschehen müssen, es für denselben gerade jetzt besonders wünschens⸗ werth sei, ein ausdrückliches Mandat von der Conferenz zu besitzen, weshalb eine förmliche Wahl, nicht blos eine Verlängerung des Mandates en bloc nothwendig sei. Die Abstimmung ergab Wiederwahl des seitherigen Ausschusses. Derselbe besteht aus folgenden Mitgliedern: Landrichter Königer(Seligenstadt), Obergerichtsrath Mohr mann(Mainz), Pfarrer Linß(Freilaubersheim), Oberpostmeister Pfaltz(Darmstadt), Director Dr. Schwabe(Friedberg), Prof. Dr. Köhler(Fried- berg), Pfarrer Baur(Friedberg), Pfarrer Schenk (Walldorf), Apotheker Brill(Steinheim), Decan Meyer(Büdingen), Seminarlehrer Wahl(Fried- berg), Obersteuerrath Baur(Darmstadt), Diako⸗ nus Meyer(Friedberg), Decan Habicht(Rüssels⸗ heim), Pfarrer Reutzel(Niederflörsheim), Hofrath Becker(Darmstadt).— Als Gast war zur Freude der Versammlung Pfarrer Ebert von Kassel, der Vorstand der kurhessischen, mit der hiesigen ver— bundenen sogenannten Guntershäuser Conferenz, anwesend. Mainz. Vor einigen Wochen versuchte ein Soldat des 19. Regiments im Mittelpunkte der Stadt einer von ihrer Tochter begleiteten Frau am Abend auf offener Straße einen Pack Weiß- zeug zu entreißen. Nach gepflogener Untersuchung hat ihn jetzt das Militärgericht zu 10 jähriger Festungsstrafe, weiteren 10 Jahren Polizeiaufsicht und Verlust der Cocarde verurtheilt. Das Urtheil ist den Betroffenen mitgetheilt worden, was bei der hiesigen Einwohnerschaft einen günstigen Ein- druck machte, zumal man bisher nicht gewöhnt war, über die von Seiten der Militärgerichte wegen Vergehen gegen Bürger erlassenen Urtheile irgend welche Kunde in die Oeffentlichkeit gelangen zu sehen. Preußen. Berlin. Das Zollparlament fuhr in der Berathung über die Tarifvorlage fort. Ein Antrag Hoverbeck's, den Reiszoll pro Centner auf 15 Sgr. zu normiren, wurde angenommen. Hierauf folgte die Berathung über die Erhöhung des Kaffeezolls, welcher in der Regierungs vorlage auf 5 Thlr. 25 Sgr. festgesetzt ist. Finanzminister Camphausen empfiehlt dringend die Annahme der Vorlage, warnt vor der Ansicht, der Tarif werde auch ohne die Erhöhung des Kaffeezolles an⸗ genommen werden, und sagt, die Regierungen könnten sich durch die Zollermäßigungen nicht schlechter stellen lassen, als sie stehen. Delbrück empfiehlt ebenfalls die Vorlage und spricht sich gegen den Antrag Miquel aus, nach welchem die Kaffeesteuer auf 5½ Thlr. normirt werden sollte. Roß will in die Erhöhung der Kaffeesteuer nur bei Herabsetzung der Eisenzölle willigen, Löwe gegen die Vorlage, Benda dafür. Schließlich wird dieselbe mit 187 gegen 63 Stimmen ab- gelehnt. Der Rest der Tarisvorlage wird an⸗ genommen. Hierauf folgt die Vorlage über die Bestcuerung des Stärkezuckers. Camphausen recht- fertigt dieselbe durch den Hinweis auf die ver— traglichen Verpflichtungen und die Zunahme der Stärkezucker-Industrie und betont die Nothwendig- keit einer gleichmäßigen Besteuerung der Zucker- fabrikation. Bei der Spezialdebatte werden sämmt⸗ liche Paragraphen einzeln abgelehnt. — Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge wird der Kaiser von Rußland wegen Ablebens. des jüngsten Sohnes des Großfürsten-Thronfolgers, Großfürsten Alexander Alexandrowilsch, die Reise nach Deutschland erst am 11. d. M. antreten. Am 13. b. trifft der Kaiser hierselbst ein und setzt nach einigen Tagen die Reise nach Ems fort. — In dem Zollparlament wurde der Handels vertrag mit den Hawaischen Inseln ohne Debatte angenommen; es folgt hierauf die Discussion über den Antrag Bamberger wegen Ausdehnung der Münzreform auf die süddeutschen Staaten. Minister Delbrück erklärt die Bereitwilligkeit des nord- deutschen Bundesrathes, dem Antrag zu entsprechen. Becher spricht in Namen der süddeutschen Fraktion gegen den Antrag, welcher die Competenz des Zollparlaments überschreite und die Landesver⸗ tretungen präjudicire. Der Antrag wurde schließ⸗ lich angenommen. Würtemberg. Stuttgart. Der König beeidigte den neuernannten Unterrichtsminister, seitherigen Kammerprästdenten v. Geßler. Nach der Beeidigung richtete der König an den Minister folgende Worte:„Ich komme Ihnen mit vollem Vertrauen entgegen und erwarte, daß Sie die wichtigen Interessen Ihres Departements, denen ich hohen Werth beilege, pflegen und mir bei⸗ stehen werden, auch ferner den confessionellen Frie- den zu erhalten.“ Frankreich. Paris. Das„Journal offttiel“ bekämpft die jedes Anbaltes(7) ent⸗ behrende Ungläubigkeit der oppositionellen Blätter in Bezug auf das Complot; es sagt, die öffent⸗ liche Meinung werde richten. — Die„Agence Havas“ meldet, daß mehrere gegen das Plebiscit gerichtete Versammlungen in den Provinzialstädten von der Bevölkerung unter dem Rufe:„Es lebe der Kaiser! Nieder mit der Republik!“ aufgelöst wurden.— Am 3. d. wur⸗ den in Marseille mehrere Mitglieder des repu⸗ blikanisch⸗sockalistischen Comites verhaftet. In St. Quentin ist es in Folge der Verhaftung des dortigen Präsidenten der Société internationale zu Ruhestörungen gekommen, indem eine Anzahl von Arbeitern den Versuch machte, den Gefangenen zu befreien. Die Nationalgarde und die Gendarmerie stellten die Ordnung noch vor der Ankunft der herbeigerufenen Truppen wieder her — Das„Journal officiel“ veröffentlicht einen Bericht des Generalprocurators Grandperret über die Complotangelegenheit. Der Bericht sagt, daß geheime Clubversammlungen zu dem Zwecke eine Emeute hervorzurufen und den Kaiser zu ermorden, bereits seit dem Juli v. J. stattgefunden hätten, und legt den Zusammenhang des Februarcomplots mit der gegenwärtigen Verschwörung dar. — Das gouvernementale Centralcomite für für das Plebiscit erläßt folgenden seinen letzten Aufruf, welcher schließt:„Vernünftiger Weise ist kein Schwanken möglich; geht also zur Abstimmung und stimmt Alle mit Ja. Auf diese Weise zählt ihr euch, und da ihr ohne jeden Zweifel weitaus die zahlreichsten sein werdet, so sichert ihr die richtige Vertretung eurer Interessen und eurer Ansichten in allen Kundgebungen des allgemeinen Stimmrechts. Ihr thut noch mehr: ihr füllt den Graben der Revolutionen aus, in welchen alle Regierungen gestürzt sind. Welches ist die Re⸗ volution, die Frankreich nicht Milliarden gekostet bätte? Wähler! Wollt ihr die Freiheit? Stimmt mit Ja! Wollt ihr die Ordnung? Stimmt mit Ja! Wollt ihr den Bestand? Stimmt mit Ja! Wollt ihr das Gedeihen? Stimmt mit Ja! Wollt ihr unsere Bemühungen, unsere Hingebung an⸗ erkennen? Stimmt mit Ja!“ — Die Unversöhnlichen und die Linke be⸗ schäftigen sich unausgesetzt mit der Armee und die Regierung soll über die Aufwieglungsversuche nicht ganz beruhigt sein. Das Comite der Linken hat ein Manifest an die Armee erlassen, worin diese aufgefordert wird, mit Nein zu stimmen.„Ehe ihr Soldaten seid, heißt es darin, seid ihr Bürger. Wenn ihr glaubet, daß eine Regierung, die euch während eurer besten Jahre euren Bürgerpflichten, eurer Arbeit entzieht und Fremde aus euch macht in eurem eigenen Lande,— eure Freiheit nicht verletze, dann simmt mit Ja unter den Augen eurer Vorgesetzten Wenn ihr dagegen an euren heimathlichen Herd zurückkehren wollet, wenn ihr es müde seid, als Wall und Werkzeug einer Politik zu dienen, die ihr selbst bekämpfen werdet, wenn ihr nicht mehr Soldat sein werdet: wenn ihr diese gottlosen und unfruchtbaren Kriege ver⸗ dammt, die euch euer bestes Herzblut kosten: dann stimmt kühn mit Nein. Fürchtet euch nicht vor Verfolgungen, welche euch diese Handlung der Mannhaftigkeit zuziehen möchte: der Geist Frank— reichs wird euch beschützen. Vertraut einander! Gerade die besten unter euren Commandanten seufzen schwer über gewisse Befehle, die sie euch zur Ausführung übergeben müssen, auch sie wollen, daß die Armee eine nationale und nicht eine dynastische Institution sei, auch sie verwünschen den Cäsarismus ꝛc. ꝛc.“ Großbritannien. London. Vor einigen Abenden wurde den Herren Flourens und Tibaldi ein Banket unter dem Vorsitze des Hrn. Le Lubez gegeben. Hr. Flourens stellte seine Theilnahme an den jüngsten Verschwörungen in Paris positiv in Abrede. Es wurde ein Toast ausgebracht auf die Herren Rochefort und O' Donovan Rossa. Donaufürstenthümer. Ein Erlaß des rumänischen Ministeriums besagt, daß„Juden und Vagabunden“ der Uebertritt über die Gränze nach Rumänien ferner nicht gestattet wird. Der kaufmännische Forkschrittsverein zu Czernowitz hat sich deßhalb telegraphisch an den Ministerprästdenten Grafen Potocki gewendet, um die Intervention der österreichischen Regierung herbeizuführen. Friedberg. Im Saale„Zu den drei Schwertern“ wird heute Samstag eine Ausstellung amerikanischer optoplastischer Ansichten eröffnet. Wir lassen hier folgen, was das„Braunschw. Tageblatt“ über diese Bilder ver⸗ öffentlicht:„Die Ausstellung ist so gelungen angeordnet, daß man sich der Täuschung vollständig hingeben kann, als stehe man theils auf einem hohen Thurm und sebe über das Häusermeer von Newyork, Baltimore und Phila⸗ delphia hinweg bis an den meilenweit entfernten Horizont, oder man stehe dicht vor einzelnen Bauwerken dieser Städte, von denen uns dae Capitol in Washington, die katholische Kirche in Newyork besonders angesprochen haben. Noch interessanter sind aber eine Anzahl Ansichten vom Niagara⸗ fall und der über ihn führenden Hängebrücke, unbestritten das genialste und großartigste Bauweik unserer Zeil. Da alle diese Ansichten in den natürlichen Farben dargestellt sind, so scheint Alles vor unsern Augen zu leben, und je länger wir unsern Blick darauf richten, um so plasischer tritt auch jeder Stein, jedes Blatt hervor. Alle diese amerikanischen Ansichten sind vor ungefähr zehn Jahren von einem französischen Photographen an Ort und Stelle! aufgenommen worden und zwar nur in diesen einzigen Exemplaren, so daß in der That etwas Aehnliches nicht wieder gesehen werden kann. Der Intendant der Newyorker Firma Kornfield hat sich durch Ausstellung derselben in Europa den wohlbegründetsten Beifall erworben. Derselbe ist stets im Saale anwesend und macht mit der größten Bereitwilligkeit den Cicerone bei dieser Wanderung zu den Sehenswüldigkeiten der westlichen Hemisphäre. Außer diesen amerikanischen Ansichten sind noch vier sogenannte Revolber⸗Stereoscope aufgestellt. Die Bilder in demselben sind gleichfalls wahrheitsgetreu colorirt. Der Eintritls⸗ preis ist im Verhältniß zu dem dafür Gebotenen ein sehr bescheidener, so daß sich auch Unbemittelte diesen Genuß und zugleich Erweiterung der Kenntnisse unserer Erde ver⸗ schaffen können.“ Frankfurt. Am 1. d. M. versammelten sich dahier etwa 40 Thierärzte aus dem Großherzogihum und den angränzenden Ländern und Frankfurt zur Constituirung eines thierärztlichen Vereins. Dieselbe erfolgte durch Berathung und Annahme der Statulen, worauf alsbald zur Wahl des Vorstandes geschritten wurde. Zum Präsi⸗ denten wurde erwählt Hr. Prof. Pflug in Gießen, zum Secretär Hr. Kreisthierarzt Dr. Neischer in Vilbel, zu Mitvorständen die Herren Obermedicinalrath Dr. Wüst in Darmstadt, Veterinär- Assessor Dr. Kastres in Mainz und Kreisthierarzt Dr. Winkler in Gießen. Der Consti⸗ tuirung folgte ein gemeinsames Mahl im„Hotel Drexel.“ Mainz. In einer hiesigen Gastwirthschaft hat sich ein Fremder mit Blausäure vergiftet. Derselbe war aus Amerika herübergekommen. Bei der Leiche, welche duich die Polizei auf den allgemeinen Friedhof gebracht wurde, fand man ein Portemannaie mit Geld und in den Hosen des Verstorbenen über 1700 fl. gemünzies Gold, sowie außer Ringen noch ungemünztes Gold. Ueber die Perso⸗ nalien des Unglücklichen ist Nichts bekannt. Lampertheim. Seit einiger Zeit wird von einer nicht unbedeutenden Anzahl verkommener Subjekte aus der badischen Gemeinde Käferthal in den Waldungen der— Gemeinde Viernheim die Wilddieberei geschäftsmäßig be⸗ trieben und sind dieser Tage zwei Gensdarmen nach letzt⸗ genanntem Orte commandirt worden, um mit Unter⸗ stützung des dortigen Forstpersonals, welches mit diesen verwegenen Menschen bereits blutige Kämpfe hatte, dem Unfug in gebührender Weise entgegenzutreten. Verloos ungen. 5 Braunschweig, 1. Mat. In der heutigen Serien⸗ ziehung der Braunschweiger 20⸗-Thlr.⸗Loose von 1808 wur⸗ den folgende 68 Serien gezogen: Serie 233 821 825 830 845 1018 1068 1147 1189 1663 1726 1748 1997 2034 2242 2383 2489 2588 2921 3007 3171 3260 3550 3707 3785 3843 4174 4731 4740 4978 4986 5250 5383 5385 5453 5455 5917 6326 6748 6803 69 78 6986 7235 7328 7366 7543 7725 7776 7816 7971 8106 8237 S4d0 8433 8577 8583 9031 9152 9295 9330 9352 9426 9556 9782 9793 9857 9877 9924.— Die Gewinnziebung findet am 30. Juni d. J. statt. Venedig, 30. April. In der heutigen Ziehung der 30⸗Frs.⸗Loose von 1869 wurden folgende Serien gezogen: Serie 5202 und 12335. Bei der Gewinnziehung fielen auf Serie 12335 Nr. 21. 100,000 Frs., Nr. 11 2000 Frs., Nr. 7, 8 und 25 je 400 Frs. Für hülfsbedürftige Jsraeliten in Palästina ist weiter eingegangen: Bei B. Grödel von einem Un⸗ genannten 18 kr., desgleichen 1 fl., desgleichen 45 kr., M. Nußbaum 2 fl., Löb Herz 2 fl., Gebrüder Bendheim 2 fl., Löb Oppenheim 1 fl. 30 kr., M. Reiß 3 fl., L. Goldmann 4 fl., Joseph Butzbach 1 fl., L. Fürth 1 fl. 45 kr., A. Nauheim 1 fl. 45 kr., Wittwe Nußbaum 1 fl., B. Grödel 1 fl. 45 ke.— Bei Mayer Hirsch: Von Mendle Garde 36 k., Sal. Simon in Melbach 1 fl., Z. Grödel Wittwe 3 fl. 30 kr., Eduard Hirsch 1 fl.— Bei S. Schloß: Von J. Haas in Bönstadt 1 fl., J. Löwenthal daselbst 1 fl., J. Löb daselbst 1 fl., Isaa Löwenthal daselbst 1 fl. 10 kr., Feist Löwenthal daselbst 48 ke., Michael Müller daselbst 30 kr., Fr. H. E. Fried⸗ berg daselbst 30 kr., K. J. Schloß daselbst 36 kr., J Stern in Bruchenbrücken 1 fl. 30 ke. Im Ganzen 36 fl. 58 kr. Um weitere Liebesgaben wird gebeten. Süße Orangen! Wilh. Fertsch. Strohhüte 1415 in sehr großer Auswahl und zu außerordentlich billigen Prelsen, Kinderkäppchen zu 24 kr., Herren⸗ und Knabenhüle zu 20 und 24 kr., bei urich Diehl, Usagasse. ehl. 1191 Großes Lager in allen Sorten Mehl aus den hesten österreichischen und inländtschen Mühlen empfiehlt billigt L. H. 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Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr, bet Bindernagel& Schimpf. 2 5 n dusen 8 dt use e g. eng de mit Unter mit biesen re baite dernen nach letz dem 8A 5 748 7 37 1 Arbeits-Versteigerung. 1262 Montag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen die zum Abbruch des seitder von Herrn Professor Thurn bewohnten Gebäudes im Schullehrerseminar zu Friedberg nöthig werdenden Maurer-, Zimmer-, Dach⸗ decker⸗ und Schreinerarbeiten auf Ort und Stelle öͤffent⸗ lich an den Wenigflfordernden versteigert werden. Die Bedingungen nebst Voranschlag liegen auf unserem Büreau zur Einsicht offen. Friedberg den 4. Mai 1870. ee Friedberg e 1 Lattenverkauf. 994 Auf dem Gräflich Solms-Laubach'schen, an der Landstraße nach Friedberg gelegenen Hofe zu Utpbe, liegen 7 bis 8000 Stück schöne Dachlatten von 12 Fuß Länge(à 100 5 fl.) zum Verkauf bereit, und können kläglich gegen Baarzahlung abgeholt werden. Utpbe den 5. April 1870. Gräfliche Rentei Utphe Henckel. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 12060 Dienstag den 17. Mai d. J. kommen aus dem Domanialwald⸗Distriet„Krugenberg“ zur öffent⸗ lichen Versteigerung: Scheitholz. Prügel holz. Stockholz. Reis holz. eee eee Holzart. Buchen 375½ 38 40 123 Eichen 9 1 5 5 2 Eichenstämme von 29— 34“ Durchmesser von 15—35“ Länge mit 420 Cubikfuß, 10 Buchenstämme von 20— 29“ Durchmesser und 6—357 Länge mit 952 Cubikfuß, sowie 1 Stecken Eichen ⸗Nutz⸗Scheitholz. Mittwoch den 18. Mai d. J. aus den Diflricten „Dainwiesenrain, Hainkohl, Holderberg, Hainbach und Neuwiesenkopf.“ Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. S e Holzart. 3 n. Buchen 241½ 113 102½ 660 Elchen 1 3 4 8⁵ Aspen— 28— 31 um Theil Stammreiser in 5 schichten u. 1. ganzer Länge, 13 Eschenstämme von 5½— 7“ Durchmesser und 25—50“ Länge mit 119 Cubikfuß, 1 Eichenstamm von 35“ Durchm. und 25 Länge mit 240 Cubikfuß, 1 Nadelholzstamm von 11“ Durchm. u. 47“ Länge mit 45 Cubikfuß, 18 Eichenstangen von 4½— 5“ Durchmesser und 20-40“ Länge mit 83 Cubiksuß, sowie 1½ Stecken Eichenwerk⸗Scheitholz. Donnerstag den 13. Mai d. J. aus den Districten„Fauerbacher⸗ Hecken, Kohlplatten⸗ wald, Eschberg und Hain.“ 8 Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reis holz. SA. Holzart. Buchen 1170 8⁵5 29 ½¼ 102 Eichen— 91½ 17 98 Aspen 1 36— 71 Weiden——— 121 (zu Zumachreisern und Korbweiden geeignet im Hain) 180 Eichenftämme von 5¼½— 7“ Durchmesser und 20-35“ Länge mit 1377 Cubiksuß, 2 Fichtenstämme von 5½— 6“ Durchmesser und 55“ Länge mit 33 Cubikfuß, Eichenstangen von 4½— 5“ Durchmesser und und 20—30“ Länge mit 301 Cubikfuß, 3 Buchenssangen von 3½— 5“ Durchmesser und 15-20“ Länge mit 7 Cubikfuß, 12 Fichten⸗Lärchen⸗Stangen von 3—4“ Durchmesser und 40-60“ Länge mit 47 Cubikfuß. Das in den Districten Hainbach u. Neuwiesen⸗ kopf zerstreut sitzende Holz wird im Disttict Holder⸗ verg, die Weidenreiser im Hain und das Windfall: holz im Eschberg, im Distriet Fauerbacher; Hecken mitversteigert und wollen sich Steigliebhaber, die dasselbe einzusehen wünschen, an Forflwart Daub in Bobenhausen wenden. Die Zusammenkunft ist am ersten und zweiten Tage an der Hainwiese im Distriect Krugenberg, am dritten Tage im Disirset Kohlplattenwald am Victnalwege sedesmal Morgens um 9 Uhr. Ortenberg am 2. Mal 1870. Großherzogliche Obezförsterei Ortenberg T. h a l ein 68 Bekanntmachung. 1281 Die Begrasung des israel. Friedhofes dohler pro 1870 soll Montag den 9. Mal, Nachmittags 2 Uhr, auf hiefiger tor. Gemeindestube meistbietend, unter den vor der Versteigerung bekannt zu machenden Bedingungen, vergeben werden. Frtedberg. Für den Vorstand r Ein braves Dienstmädchen 1274 wird zu Kinrern in Dienst gesucht. bei der Exped, d. Bl. In die Mathildenstiftskasse zu Friedberg 1296 werden Einsagen angenommen und bis zu 1000 fl. 4% Zinsen bezahlt. fur alle andern eißwaaren Schweizer⸗Stickereigeschäfts. Friedberg. S ehrt. 16 5** 50 2 E Für ühahr. 1268 Billigste Gelegenheit für Vorhänge jeder Art, in allen Breiten, sowie auch findet man im fortgesetzten Ausverkaufe des 16 großer Hirschgraben in Frankfurt a. M. Das Neueste in 1214 in großer Auswahl bei Sonnenschirmen Geschwister Schloß. Vergebung von Bauarbeiten. 1264 Die zur Erbauung eines Schulhauses dahler auf dem Submissionswege eingegangenen Forderungen für die Maurer-, Zimmer-, Schreiner- und Weißbinderarbeit, sowie für die Lieferung des Sandes und der Bruchsteine haben die Genehmigung nicht erhalten und sollen diese Arbeiten und Matersalien nächsten Montag den 9. Mai d. J., Nachmittags 1 Ubr, nochmals durch öffentliche Verflelgerung auf hiesigem Rathhause vergeben werden. Nieder⸗Wöllstadt den 3. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Wollstadt oe. Sen ie enen g. 1292 Montag den 9. Mai l. J., Vormittags 10 Ubr, wird in hiesigem Rathhause die Anlieferung von 10 bis 15 Centner Heu für den flädtischen Faselstall an den Wenigfülnehmenden versteigert. Friedberg den 6. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg Fouc ar. Schaafpferch-⸗Versteigerung. 1291 Montag den 9. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hiesigem Rathbause 10 bis 15 Schaspferche öffentlich meistoittend versteigert. Friedberg den 6. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Bekanntmachung. 1277 Der nächste hiesige Vieh- u. Krämer⸗ markt findet den 10. l. M. statt, was hier⸗ mit öffentlich bekaunt gemacht wird. Reichelsheim den 4. Mai 1870. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Reichelsheim Sch mid. Arbeits-Versteigerung. 1285 Donnerstag den 12. Mai, Vormittags 10 UÜbr, sollen auf dem Rathhause zu Bönstadt nachstehende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden versteigert werden: A. Für die Wasserleitung: f 1) Schreinerarbeit, lt. Ueberschlag 78 80 2) Schlosserarbeit 24— 3) Lieferung eines gußeisernen Auslaufstocks 25— 4) Lieferung eines gußessernen Troges 15— 5) Zimmerarbeit 4 48 B. Für das Schulhaus: 1) Weißbinderarbeit 24 46 2) Dachdeckerarbeit 5 24 C. Unterhaltung der Vieinalwege: 1) Maurerarbeit 92 29 2) Lieferung von 13 Bütten grauen Kalk 19 30 3) 5„ 0,750 Cub. Kiftr. Mauersand 15— 4) 75„ 2200 Stück Russensteinen 33— 5) Steinhauerarbeit 98— 6) Das Brechen, Fahren u. Zerschlagen von 11 Cubik— Klafter Unterhaltungssteinen, entweder im Ein⸗ zelnen oder auch die zerschlagenen Steine zur Lieferung. 1 Friedberg den 6. Mai 1870. Der Bezirks Bauaufseher Schneider. Haus Verkauf. 1286 Die zur Concursmesse des Metzgers Mathäus Jam in dahler gebörige Behausung: P. M. B. 1274= 14 Reih. Hofraitbe in der Neustadt, neben Dermann Blensdorf, wird Donnerstag den 12. Mat d. J., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause elner nochmaligen aber letzten Versteigerung ausgesetzt. Bad- Naubeilm am 4. Mal 1870. Näheres Großberzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauhelm Schutt Lieferung für das Landeszuchthaus. 1288 Montag den 16. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, werden dahier 6 Centner Hammelwolle in Ausgeboten von je 1 Centner öffentlich versteigert und 40 Stück wollene Bettteppiche durch Soumission zur Lieferung vergeben. Muster und Lieferungs- Bedingungen liegen auf unserem Büreau zur Einficht offen. Marienschloß den 4. Mai 1870. Großherzogliche Landes zuchthaus⸗Directlon S er i. Bekannten nnz. 1278 Die am 28. und 29. v. M. abgehaltene Holz⸗ versteigerung im Gemeindewald Nieder ⸗Florstadt ist genehmigt und der erfte Fahrtag auf Montag den 9. d. M. besilmmt, worunter auch das der Pfarrei ge⸗ hörende Holz begriffen ist. Nieder⸗Florstadt am 4. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder⸗-Florstadt Wagner. 8 Faselochs ⸗Versteigerung. 1282 Freitag den 13. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll in der Stein'schen Wirthschaft ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Fafelochs meistbietend versteigert werden. Beienheim am 4. Mat 1870. Großherzogliche ee Beienheim u t h. R. F. Daubitz'scher Kräuter⸗Liqueur), fabricirt vom Apotheker R. F. Daubitz in Berlin, Charlottenstraße 19. Geehrter Herr Daubitz! 1275 Seit 10 Jahren gebrauche ich bereits Ihren mir so sehr wohlthuenden Kräuter-Liqutur, und würde ich wohl ohne den denselben schon lange nicht mehr unter den Lebenden sein.— Der Kräuler-Liqueur hat mich von einer- bedeutenden Verschleimung befreit, und dis jetzt immer gesund erhalten, so daß ich ihn nicht mehr entdebren kann. Ich ersuche Sie daher u. s. w. Mit Hochschätzung Jachmann, Chausseegelderheber. Grapow, bei Woldenberg, 22. Febr. 1870. ) Zu haben bel J. A. Windecker in Friedberg. Hafer 1270 im Malter, sowie in Mesten, wird zu billigen Preisen abgegeben bei Jacob Stern n äschstder Burg. Ziegel-Kohlen, 1298 erste Sorte, sehr stückceich, per Centner 29 bre im Waggon bedeutend billiger, empfiehlt die Stein⸗ kohlenhandlung G. H. Freundlieb. Dielen, Latten und Stollen 1223 empfiehlt zu Hanauer Prelsen g Ph. Dan. Kümmich. Ein Logis, 1265 welches bis zum 1. August oder auf Verlangen ae e eee chwarze seidene Halstücher, 381 sowle farbige Umknüpftücher und Foulards bei K. Friedrich, neben der Post. Die amerikanische Weltausstellung 1271 wird heute um 11 Uhr Vormittags im Saale„Zu Iden drei Schwertern eröffnet. heutigen Anzeiger bei. Das Programm dieser Ausstellung liegt dem 1279 Wir erlauben uns dem geehrten Publikum in Bad⸗ Nauheim und Umgegend anzuzeigen, daß wir unter der Firma E. Fögen 8 Comp. ein Lager in Agath⸗, Bijouterie- und Elfenbeinwaaren, sowie ein Atelier für Gravierarbeiten in Stein⸗Muscheln und Elfenbein ꝛc. ꝛc. errichtet haben. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß alle in diesem Fache vorkommenden Unter reeller Bedienung bitten um gefällige Beachtung C. Fögen& Comp., Fürstenstraße 375 und Parkstraße vis-à-vis dem Hötel Bellevue Bad Nauheim. Reparaturen bestens besorgt werden. Kirchweihfest zu Nieder- Möllstadt. 1253 Sonntag und Montag, als den 8. und 9. Mai, wird das hiesige Kirchweihfest gefeiert und erlaubt sich Unterzeichneter alle Freunde des geselligen Vergnüͤgens hierzu ergebenst einzuladen. C. Leichner, Gastwirth zum Darmstädter Hof. Palmengarten-Gesellschaft. 1272 Die erste Pflanzen⸗ und Blumen-Ausstellung wird Montag den 9. Mai, Abends 6 Uhr, geschlossen. Der Eintrittspreis beträgt bis dahin à Person 80 Kreuzer, Kinder die Hälfte. Am Sonntag den 8. Mai ist der Eintrittspreis ausnahmsweise auf 12 Kreuzer (Kinder die Hälfte) herabgesetzt. Am Donnerstag und Montag haben die Actionäre freien Eintritt. Nach Schluß der Ausstellung sind Gärten und Palmenhaus bis auf Weiteres für die Actionäre unentgeltlich zu besichtigen, Nichtactionäre zahlen 30 Kreuzer Eintrittsgeld. Frankfurt a. M., 2. Mai 1870. Der Verwaltungsrath. Neue freiwillige Feuerwehr. 1280 Durch überhäufte geschäftliche Arbeit verhindert, gelangen wir erst jetzt zu einer Erwiederung auf die Annonce in Nr. 50 des Anzeigers. Zuerst zwetfelt ein Anonymus daran, daß wir wirklich von vielen Seiten gedrängt worden selen; es ist dies aber kein„Vorwand“, sondern die Wahrheit, und wir gestehen dem Anonymus durchaus das Recht nicht zu an unserer Aussage zu zweifeln. Der Anonpmus scheint gewaltig erbost darüber, daß Jemand(außer ihm?) an eine Verbesserung der Feuerwehr„denkt“ und scheint uns eigennützige und selbftsüchtige Ideen unlerschleben zu wollen. Unsere frühere Annonce mag vielleicht nicht ganz richtig stilnfict sein, das geben wir zu, jedoch hätte man abwarten sollen, in welcher Weise wir die Reorganisation in die Hand nehmex würden. Die Aufforderung zur Meldung bezweckt weiter nichts, als eine möglichst große Anzahl von hiesigen Einwohnern für die Sache zu interessiren und zum Beitritt zu veranlassen(auch solche, die bereits einer Spritze zugetheilt find), um dann vor die zuständigen Dehörden treten zu können und zu sagen:„Schet, die hiesige Bürgerschaft befitzt Gemeinfinn genug, um die Idee einer allgemeinen freiwilligen Feuerwehr zu verwirklichen, hier ist ein verbesserter Statuten⸗ Entwurf, nun prüft denseiben und organisirt hr, denen es zukommt.“ Was nun das„Besser“ anlangt, so wollen wir dafür nur anführen, daß man mit 250 freiwilligen Leuten noch dreimal soviel ausrichtet, als mit 600 gezwungenen; das wird une denn doch wohl Niemand absprechen wollen. Ueber unseren Staluten⸗ Entwurf weiter abzuurtbeilen, dazu gestehen wir dem Anonpmus durchaus keine Berechtigung zu, wenigstens so lange nicht, als bis er aus seiner Anonpmität heraustritt, damit wir sehen, ob er etwas Derartiges denn auch beur⸗ theilen kann. Daß„Elwas faul im Staate Dänemark ißt“, d. h. in der alten Feuerlöschordnung, dafür wollen wir einen Gewährsmann anfähren, der denn auch wohl von Ihnen, Herr Anonymus, als Autorität anerkannt werden wird, wir meinen den sachkundigen Oberbrandmeisser, Herrn Ruths. Herr Ruths fühlte ganz richtig die ängel der alten Löschordnung und daß dleselbe geändert werden müsse, und er war deßhalb die Veran⸗ lassung, daß die neue Feuerwehr sich bildete. Auch ließ es derselbe nicht an prektischen Andeutungen fehlen, die wir bet unserem Statuten⸗Entwurf benutzten. Es handelt sich also nicht um eine blose„Umformung“, sondern um etwas wirklich„Besseres“.— Was nun? Herr Anonymus!—. Daß im verehrlichen Stadtvorstande gegen das Projekt einer allgemeinen freiwilligen Feuerwehr so entschleden ausgesprochen worden sein sol, können wie uns kaum denken, denn die so bereitwillige Ueber⸗ laffung der Spritze Nr. III ßist ein Anfang dazu, wenn auch erst ein kleiner. Und wir wollen nicht raffen und nicht ermüden, sondern auf diesem Grundffeine weiter bauen und der„gesunde Sinn der hiesigen Bevölkerung“ bilst uns dazu! Von allen Seiten werden wir ermuntert, und so fordern wir wiederholt zu noch zahl⸗ reicherem Beitritte auf. Der provisorische Vorstand der neuen freiwilligen Feuerwehr. Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 1186 Wir nehmen jeder Zeit Kapitalien auf Spareinlagen à 4%. Zins Anfang einen Tag nach der Einlage. Der Vorstand Hecht. Ermus. Weis. 20 Das Neueste in 21 5* 7 5 5 8 8— Filz und Seidenhüten, bowie alle Sorten Kork, Rips⸗ und Stoff⸗ hüte in verschiedener Fagen und Farbe in großer Auswahl empfiehlt zu reellen Preisen G. A. Velte. Die Aufbewahrung von Peszen bringe ich in empfehlende Erinnerung. Abziehbilder Roggenkleie, (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.).., 1209 Weizenkleie, Weizenschalen nebst Futter⸗ in größter 1 bei„ 1 1 zu sehr billigen Preisen bei Bindernagel& Schimpff. Jacob Stern nächß der Burg. (Hierzu Unterhaltungs⸗ Blatt Nr. 19, Junggesellenverein. 1289 Heute Abend 8 Uhr Sitzung im Vereinslokale. Tagesordnung: Berathung über definitive Miethe des Lokales. Gründung einer Filtale in Nauheim. Bericht über das zu edirende Epos: Die M'. lchiade. Zum Schlusse: Begleitung der eingeladenen Nauheimer Jung⸗ gesellen unter den Klängen des von H. componirten: Probirmarsches. Neuangekommene Thiere: Ein männ⸗ licher Königslöwe aus Afrika, zwei provocirte weibliche Puma aus Vorderindien. Der Vorstand. Zur Nachricht. 1254 Wäbrend meiner Abwesenheit werden die Herren Dr. Trapp und Stabsarzt Dr. Schäfer meine Praxis zu besorgen- die Güte haben. Friedberg den 2. Mat 1870. Dr. Steinhäußer, Stabsarzt. Ausverkauf. 1295 Unterzeichnete verkauft sehr billig versch iedene Werkzeuge für Dreher, sowse Pfeifen unter dem Fabrikpreis. P. Starck's Wittwe. 1287 Auf dem Wege von Bruchenbrücken nach Friedberg wurde vorigen Donnerstag ein Ranzen mit Werkzeug verloren und wird der redliche Finder Für Confirmanden 1299 Taschentücher, Manschetten, Kragen, Halsbinden, Handschuhe, Corseten ꝛc. zu billigen Preisen. K. Friedrich neben der Post. Ein möblirtes Zimmer 1195 hat zu vermiethen Wittwe Kunze, Ufagasse. Die Schönfärherei 1293 empfiehlt sich im Färben und Drucken aller mög⸗ lichen Stoffe in den medernsten Farben unter Zu⸗ sicherung schneller und reeller Bedienung. Gleichzeitig bringe ich dem geehrten Publikum von Bad Nauheim und Umgegend zur Nachricht, daß ich Herrn Carl Hartmann in Bad Naubelm ein Commissionslager übergeben babe und bei demselben eine Musterkarte zu Jedermanns Einsicht offen liegt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. b Pfarramtewoche: Herr Pfarrer Baur. Sonntag Jubilate. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vorminags: Herr Diakonus Meyer. „Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche⸗ Vormiltags: Herr Pfarrer Köhler. N Nachmittags: fällt aus. Sonntag Cantate, 15. Mai, Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 3. Sonntagen ach Oster n. Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Cyristenlehre und Andacht. Der Gottesdienst an den Wochentagen beginnt Mor⸗ gens 6¼ Ubr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff, Praktischer Rathgeber Nr. 2 und eine Beilage.) empfehle eine schöne Auswahl gestickter A. Metzendorf in Friedberg Star hessen Verg durch betral Tier gin dauer die 9 Grun ende gesu it, 01 fellu Delt getre Mai bean Zw. Mil 0 Wurd zuck Hare Es Tar Mini lach der Reis Zoll wird Reg men dad vere Bei auf 05 affe 95 Gan far late bart pro ö ah ki gabe bung bildy Enn Gr der c