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Anzeiger Nr. 132, bei Meidung von Wartboten entgegen. Friedberg am 2. Dezember 1870. Trapp. Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 2. Dez., Mittags 1 Uhr. Der Königin Augusta in Berlin. Gestern gar kein Gefecht, beute die noch vom Feinde besetzten Punkte diesseits der Marne durch Preußen, Wür⸗ temberger und Sachsen wieder genommen Cham⸗ pigny und Brie sur Marne. Wilhelm. Versailles, 2. Dez., Nachts 12 Uhr. Die feindliche Armee von Paris hatte nach der vor- gestrigen Schlacht die am Ufer der Marne und unter dem Feuer der Forts liegenden Dörfer Brie und Champigny besetzt gehalten. Bei Tages⸗ anbruch wurden diese Dörfer heute von den Unseren genemmen. Gegen 10 Uhr ging der Feind auf's Neue mit überlegenen Kräften gegen unsere Vertheidigungsstellung zwischen Seine und Marne vor, wurde jedoch abermals in acht⸗ stündigem heißen Kampfe durch Truppen des 12. und 2. Armeecorps sowie der Würtembergischen Division siegreich zurückgeschlagen. Ein von der Armee Abtheilung des Groß— herzogs von Mecklenburg- Schwerin abgesandtes bayerisches Recognoscirungs-Detachement stieß gestern zwischen Orgeris und Putay auf avan⸗ tirende sehr überlegene feindliche Kräfte und ging in seine Stellung zurück. Als in Folge dessen die Armee- Abtheilung sich heute früh 9 Uhr zum Vorgehen formirte, wurde sie auf der Linie Orgeris⸗Baigneaur heftig angegriffen. Der Feind, bestehend aus dem 15. und 16. Corps wurde durch die 4. Cavalerie-Division und gefolgt vom ersten bayerischen Corps über Loigny geworfen, während die 22 Infanterie-Division unterstützt durch die 2. Cavalerie-Division Poupry mit Sturm nahm und bis dicht vor Artenay avancirte. Der Feind verlor viele hundert Gefangene. 11 CHeschütze wurden im Feuer genommen. Verlust guf unserer Seite nicht unbedeutend, der des Feindes sehr beträchtlich. v. Podbielsky. Jannville, 2. Dez. Heute Vormittags 8 Uhr ausgerückt entwickelte sich Schlacht vor⸗ wärts Bazoches les Hautes. ½10 Uhr Feind nach heftigem Kampf mit 17. Infanterie-Division, gefolgt vom 1. bayerischen Armee⸗Corps und unterstützt durch 4. Cavalerie- Division über Loigny geworfen 22. Infanterie- Division unterstützt durch 2. Cavalerie-Division Poupry mit Sturm genommen und Feind auf Artenay zurückgedrängt. Bei Loigny 16. fran⸗ zösisches Armee-Corps, bei Artenay 15. geschlagen. Viele hundert Gefangene eingebracht und 11 Ge- schütze im Feuer genommen. Feindlicher Verlust bedeutend, diesseitiger Verlust nicht zu übersehen, aber viel geringer. Friedrich Franz, Großherzog. Stuttgart, 3. Dez., Vorm. General Obernitz an Se. Maj. den König von Würtem⸗ berg. Malhouc, 3. Dez., 5½½ Uhr Morgens. die vom Feinde besetzte Linie Champigny⸗ Brie statt. Sehr beträchtliche feindliche Streitkräfte standen uns gegenüber. Die erste würtembergische Brigade betheiligte sich neben dem preußischen 2. Armeecorps und der sächsischen 24. Division von Morgens 7 Uhr bis Mittags 4 Uhr am Kampfe. Ein Theil von Cbampignp wurde genommen, die Stellung bei Villiers und Conilly behauptet. Offiziere und Mannschaften zeichneten sich durch hervorragende Tapferkeit aus. Der Verlust ist erheblich. Die 2. und 3. Brigade befanden sich in der Stellung von Sucy⸗Villeneuve⸗St. Georges und kamen nicht in's Gefecht. Versailles, 3. Dez. Der Königin Augusta in Berlin. Heute kein Gefecht von Erheblichkeit, doch scheint sich der Feind vor Vincennes noch zu verstärken. Treskow's Division hat gestern 7 Kanonen genommen, 1800 Gefangene gemacht, darunter 1 General, 20 Offiziere. Wilhelm. Versailles, 3. Dez. Die feindliche Armee in Paris hat heute keinen neuen Versuch zum Durchbruch unternommen. v. Podbielsky. Fontaine, 3. Dez. Heute Nacht Batterien erbaut, aus denen Belfort jetzt 8 Uhr Morgens beschossen wird. Regiment Osterowski nahm die nöthigen Positionen und vertheidigte sie mit großer Bravour. v. Treskow. Versailles, 4. Dez. Der Königin Augusta in Berlin. Gestern hat Prinz Friedrich Karl mit dem 3. und 9. Armeecorpe den Feind bei Chevilly und Chilleurs in den Orleans-Wald geworfen und 2 Kanonen genommen. Wilhelm. Dresden, 3. Dez. Ein Telegramm des Prinzen Glorg an den König von Sachsen meldet: Freitag früh um 7½ Uhr nahmen zwei Bataillone des 8. Infanterieregiments Rr. 107 Brie sur Marne, die Württemberger gleichzeitig Champigny durch Ueberfall. Später entwickelte der Feind große Massen. Das Gefecht endete gegen 3 Uhr mit der Behauptung unserer Stellung, aber be⸗ trächtlichen Verlusten. Besonders starke Verluste erlitten das Schützen- und das 8. Regiment. Diese und die anderen im Gefecht gewesenen Truppen fochten bewunderungswürdig. Einige Hundert Gefangene wurden gemacht. Aus Versailles, 28. Nov., wird der„K. Ztg.“ gemeldet: Mittlerweile fangen die Dinge in Paris an, ungemüthlicher zu werden. Die neuesten Zeitungen vom 26. November kündigen an, daß vom 30. d. M. ab die Gasbeleuchtung völlig in Wegfall kommt. Seit dem 22. hat die Vertheilung des Salzfleisches begonnen und die— jenige des frischen Fleisches(mit Ausnahme des Pferdefleisches) aufgehört. General Trochu erließ leine Verordnung an die Journale, in welcher er denselben mit dem Kriegsgerichte droht, wenn sie Gestern fand von deulscher Seite ein Angriff gegen fortfahren würden, irgend welche Angaben über militärische Vorkommnisse zu veröffentlichen, da die früheren Anrufungen des Patriotismus der Blätter sich als unwirksam erwiesen hätten. Inzwischen scheint es dem General selbst nicht mehr recht geheuer zu sein innerhalb des Barrikadengürtels, den er unter Rochefort's Leitung durch die Bürger von Belleville innerhalb der Festungswerke hat errichten lassen. Dieser Barrikadengürtel hat, wenigstens in Belleville und La Villette, wieder eingerissen werden müssen, unter dem Vorwand, daß er bei den beabsichtigten Massenausfällen die freien Bewegungen der Truppen stören müsse. Aus Paris sind vom 30. v. M. folgende Nachrichten per Luftballon bekannt geworden: General Trochu und General Ducrot erließen unterm 29. eine Proklamation. General Trochu wirft die Verantwortlichkeit für das vergossene Blut auf Diejenigen, deren Ehrsucht die moderne Civilisation mit Füßen tritt. General Ducrot schwört, daß er nach Paris nur todt oder sieg⸗ reich zurückkehren werde. Die Angriffsoperationen begannen gestern Morgen durch Nationalgarden, welche den äußeren Bahnhof von Choisßp besetzten; gleichzeitig wurde l'Hay angegriffen. Heute und in letzter Nacht anhaltende Kanonade. Die Schlacht begann auf verschiedenen Punkten. Ducrot über⸗ schritt heute Morgen die Marne und besetzte Mont Mesly, welcher Ort Mittags wieder geräumt wurde. Zwischen Champigny, Brie und Villiers war der Kampf besonders heftig. Unsere Truppen überschritten die Marne auf acht Brücken. Ge⸗ neral Trochu brachte zu verschiedenen Malen den Kampf wieder zum Stehen, indem er die Linien- Infanterie durch seine Anwesenheit zu entschie— denerem Vorgehen veranlaßte. Der Kampf wurde durch formidables, unaufhörliches Artilleriefeuer, welches rings um Paris durch die Forts unter— halten wurde und sämmtliche Positionen des Feindes bestrich, unterstützt. Ebenso griffen die Kanonenboote auf der Seine und Marne, sowie gepanzerte Eisenbahnwaggons in den Kampf ein. Nachmittags zog sich das Gefecht nach Epinai, dessen sich General La Roneiere bemächtigte. Ge— neral Renault, Commandirender des zweiten Corps, sowie General La Charviere sind verwundet. Im Süden von Paris hatte General Vinoy ein de- deutendes Gefecht engagirt. Unsere Verluste an Verwundeten betragen etwa 2000 Mann. — Der Anfang des Endes, schreibt der Corre- spondent der„Dally News“ im Hauptquartier des Kronprinzen von Sachsen, zeigt sich in manchen Symptomen. Drei Tage vor der Capitulation von Metz erhielten die Armeelieferanten Ordre, sich bereit zu halten, um im Augenblicke ihre Vorräthe in die Stadt zu werfen und man darf jetzt wohl aus der Wiederholung des Befehls auf die Wiederholung der Veranlassung schließen. Verwichenen Abend wurde an alle Lieferanten für die Einschließungs-Armee telegraphirt, daß in Erwartung einer baldigen Capitulation sie sich gerüstet halten sollten, außergewöhnlichen An⸗ forderungen an ihre Magazine gerecht zu werden. Der Befehl war dringend und vtrursachte große Regsamkeit bei den Lieferanten. Unter der Ca- vallerie herrscht ebenfalls ungemeines Leben. sämmtlichen Truppenkörper von dieser Waffe haben Befehl erhalten, für 10 Tage Fourage einzulegen. Die gewöhnlichen Marschvorräthe sind für drei Tage berechnet und die vermehrte Quantität ist wegen des zu erwartenden Futtermangels in Paris angeordnet worden. — Aus dem k. Hauptquartier zu Versailles wird dem„St.⸗Anz.“ gemeldet, daß der General- Adjutant v. Boyen erkrankt ist. Herr Odo Russell hat täglich längere Besprechungen mit dem Bundes- kanzler und ist entschlossen einen längern Aufent— halt in Versailles zu nehmen. Die Gemächer von Trianon sind für einen Besuch des Königs Ludwig von Bayern in Stand gesetzt; doch ist eine offizielle und definitive Meldung von der Ankunft des Königs von Bayern noch nicht nach Versailles gelangt. — Der Londoner Globe erzählt, man habe im deutschen Hauptquartier zu Versailles sichere Nachricht, daß der General Aurelles de Paladine, welcher die Loire-Armee führt, Niemand anders sei als der Herzog von Nemours unter angenom- menem Namen(2). — Berichte aus Versailles vom 30. v. M. melden: Die bei dem gestrigen Ausfalle in unsere Hände gefallenen Leichtverwundeten sollten nach Paris zurückgeschickt werden. Dieselben weigerten sich jedoch und erklärten, daß sie lieber Gefangene bleiben wollten. Die Einnahme von Amiens hat auf die Bevölkerung einen großen Eindruck gemacht, ebenso die kräftige Zurückweisung der Loire-Armee bei Beaune la Rolande. — Das frühere französische Lager bei Chalons soll jetzt aufs Neue hergerichtet werden und zur Aufnahme von Gefangenen nach der Capitulation von Paris dienen. Voraussichtlich kommen da⸗ durch aufs Neue über 100,000 Mann in unsere Gefangenschaft und diese sollen nicht mehr nach Deutschland gebracht werden. Amiens. Der„Köln. Ztg.“ schreibt man: Es bestätigt sich, daß ein Theil der Preußen, welche in Amiens waren, diese Stadt verlassen hat und ouf der Landstraße nach Paris abmarschirt ist. Dieser Abmarsch scheint auch in Folge von telegraphischen Befehlen von Versailles stattgefun- den zu haben, da man bei dem großen Ausfall, welchen die Vertheidiger von Paris machten, der aber zurückgeschlagen wurde, für alle Fälle Vor⸗ sorge treffen wollte. — Aus dem Hauptquartier Beaune, 25. Nov. hat General v. Voigts⸗Rhetz folgenden Tagesbefehl erlassen:„Nachdem das 10. Armeecorps seit der Einnahme von Metz in anstrengenden Märschen und in steter Bereitschaft, mit dem Feinde zusammen— zustoßen, 50 Meilen zurückgelegt hat, hat es das Ziel dieser Leistung gestern durch eine Reihe ruhm⸗ voller und glücklicher Gefechte erreicht. Das Corps hat im Verein mit der hessischen Reiterbrigade durch einen schwierigen Flankenmarsch unmittelbar am Feinde seine Wiedervereinigung mit den übrigen, Sr. kgl. Hoheit dem Prinzen Friedrich Karl unter- stellten Armeecorps bewirkt und alle Versuche des Feindes, diese Bewegung zu stören, siegreich zurück— geschlagen. Indem ich Offizieren und Mannschaften meinen Dank und meine volle Anerkennung aus- spreche, erwarte ich, daß die Kriegsgeschichte auch ferner vom 10. Armeecorps nur rühmliche Thaten zu verzeichnen habe und daß es uns gelingen wird, uns auch weiter die Zufriedenheit unseres Königs und Kriegsherrn zu erwerben. gez. v. Voigts⸗Rhetz.“ — Nach den vorliegenden Berichten war das Hauptquartier des General- Feldmarschalls Prinz Friedrich Karl vom 22. d. ab in Pithiviers. Von hier aus fanden vielfache kleinere und größere Recognoscirungen statt, um Fühlung mit dem Feinde zu erhalten. Dieselben wurden zumeist unter großen Schwierigkeiten ausgeführt. Aus jeder Ferne, aus jedem Gehöfte bekommen die Cavaleristen Feuer; der einzelne Feldarbeiter wirft bei ihrem Naben den Spaten hinweg, ergreift seine Flinte, die neben ihm am Boden liegt und schießt, jedes Haus wird zu einer kleinen Festung, jeder Blaukittel zum Franctireur. Täglich werden Die solche bei den Generalcommandos eingebracht, denen die kriegsgerichtliche Entscheidung über solche Fälle anheimgegeben ist, vielfach werden mit den- selben Priester theils als Urheber, theils als Thäter mit eingebracht. Jeder, der mit einem Gewehr in der Hand betroffen, wird nach der Bekanntmachung des Obereommandos, die beim Einrücken in einen Landestheil, in Städte und Dörfer an die Ecken angeschlagen wird, zum Tode verurtheilt. Nur durch drakonische Strenge kann dieser meuchlerischen Weise, den Krieg zu führen, begegnet, und unseren Truppen Genugthuung ver— schafft werden. — Die durch die Sprengung mehrerer Viadukte unterbrochene Eisenbahnlinie Metz⸗Diedenhofen wurde wunderbar rasch wieder hergestellt. Am 29. Nov. begann bereits wieder der Personen— verkehr, vermittelst der von der Saarbrückener Eisenbahn⸗Direktion gelieferten Wagen und Loco- motiven. Der Güterverkehr ist vorläufig noch eingestellt. Die seiner Zeit bei dem Ueberfall in Königsmachern in französische Gefangenschaft ge— ratheren Fuhrleute sind durch die Capitulation von Diedenhofen gleichfalls befreit worden. In der Festung hatten sie alle Qualen feindlicher Gefangenschaft zu bestehen gehabt. Straßburg. Von der Erlaubniß zur Rückkehr in die Heimath, welche solchen aus Elsaß stammenden gefangenen Soldaten ertheilt wurde, die Grundbesitz haben und sich schriftlich ver— pflichten, nicht mehr gegen Deutschland zu dienen, haben bereits 600 in Augsburg internirt gewesene Elsäßer Gebrauch gemacht und sich in ihre Heimath zurückbegeben.— Auf der Strecke zwischen Colmar und Mühlhausen sind am 29. Nov. Abends die Eisenbahnschienen aufgerissen worden. Der am Abend hinfahrende Betriebszug ist entgleist. Einige Beamten sollen verunglückt sein. Details fehlen noch. Vom Oberrhein. Es war vorauszusehen, daß die bunte zusammengewürfelten Schaaren Garibaldi's sich vor Allem nur zu jener Art hinter- listiger Ueberfälle, wie der von Ricciotti à la Italienne ausgeführte, eignen und nach den ersten gründlich derben deutschen Hieben nicht mehr Stand halten würden. Man wird sich daher nicht wun— dern, wenn General v. Werder meldet, daß Gari⸗ baldi's Rückzug in Flucht ausgeartet sei. Dem Feldbriefe eines Badeners aus Dijon vom 27. November Abends 8 Uhr entnehmen wir Folgen- des über den an diesem Tage stattgefundenen Zu— sammenstoß mit den Garibaldianern: Am 2. Dec. Abends gegen 6 Uhr vernahmen wir heftiges Feuer und bald darauf kam die Nachricht, General v. Degenfeld sei vom Feinde angegriffen und bitte um Unterstützung. Sofort Alarm. In zehn Minuten marschirten wir aus Dijon hinaus. Ich sah nur schadenfrohe Männergestalten gruppenweise beiein⸗ ander.... Bei St. Apollinaire wurde im Feld aufgefahren. Regen, was herunter konnte Hunderte von Garibaldianern, Spanier, Polen, Nizzaren und Franzosen, liegen mit eingeschlagenen Schädeln auf dem Schlachtfeld. Attaque auf Attaque. Die Batterie Holz fuhr im Galopp auf 400 Schritt vor den Feind und feuerte. Das Bataillon Unger ließ den Feind angreifen, und ein furchtbares Handgemenge entstand. Mit den Gewehrkolben wurde der Feind geworfen. Gari⸗ baldi war an der Spitze seiner Truppen auf einem Schimmel. Der Feind total geschlagen. Heute Abend sind wir in das erstaunte Dijon wieder eingerückt. Bergzabern. Am 21. d. fand zu Weißenburg die Arrestation eines Postbeamten auf dem deutschen Postamte in Weißenburg statt. Derselbe ist beschuldigt, das Privat⸗ vermögen des Marschalls Mace Mahon, das nach der Uebergabe von Straßburg poste restante dahin gesendet worden war, entwendet zu haben. Dasselbe bestand in französischen Staatspapieren im Werthe von 2 Millionen Franken und in Gold und Silber mindestens 100,000 Gulden. Man fand in der Wohnung des Verhafleten das gesammte Vermögen. Derselbe ist verheirathet, ohne Kinder, und hat überdies zwei Knaben aus Mainz einen von 14, den andern von 13 Jahren, entführt, und waren dieselben die ganze Zeit in Straßburg, woselbst er auf dem Oberpostamte verwendet und später nach Weißenburg versetzt worden war, in der Familie des Beschuldigten, der nach vorausgegangenen Recherchen endlich in Weißen⸗ burg entdeckt wurde. Die entführten Kinder führen den Namen Breiiing aus Mainz, deren Eltern wohnen auf der„großen Bleiche“ daselbst. Welche Bewandtniß es mit den entführten Kindern hat, ist noch nicht aufgeklärt. Man glaubt, daß die kinderlosen Eheleute sie aus Zunei⸗ gung mit sich genommen haben, weil dieselben sehr gut gehalten und wahrhaft elterlich behandelt worden sein sollen. Die Ehefrau befindet sich jedoch auf freiem Fuße. Auch wird erzählt, daß namentlich der ältere Knabe. mit dem Beschuldigten gegangen sei, um„in den Krieg! zu kommen. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.- Agent. Das Poftdampfschiff des Nordd. Lloyd Weser, Capi. W. H. Wenke, welches am 19. Nov. von Bremen abge⸗ gangen, ist am 1. Dezember Morgens nach einer schnellen Reise wohlbehalten in Newyork angekommen. a Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Donau, Capi. G. Ernst, welches am 19. November von Newyork abge— gangen war, ist am 3. December 11 Uhr Vormittags auf der Weser angekommen. Verloosunge u. Kassel. 1. Dec. Bei der heute stattgefundenen 51. Serien-Ziehung des vormals kurhyessischen Staats⸗ Lottetie-Anlehens vom Jahre 1845 sind folgende 60 Serien⸗Nummern gezogen worden: 63 79 220 256 201 305 326 522 650 708 1010 1195 1361 1677 1693 1724 1948 2252 2324 2455 2463 2508 2540 2657 701 2737 2990 3013 3199 3208 3279 3325 3376 3529 3626 3643 3911 3995 3997 4157 4203 4777 5105 5119 5395 5455 5530 5602 5751 5786 5808 5883 6068 6071 6087 6235 6242 6270 6352 6472. Karlsruhe, 20. Nov. In der heutigen Serien⸗ Ziehung der 35-Gulden-Loose wurden folgende Serien ge⸗ zogen: Serie 1 6717 871 7664 1463 2437 5507 5868 3951 5962 6836 7908 5726 2977 4458 5638 7884 4998 6455 und 4188. Wien, 1. Dec. Bei der heutigen Ziehung der 1864er Loose fiel der Haupttreffer auf Serie 3885 Nr. 64; auf Serie 2446 Nr. 64 25,000 fl.; auf Serie 1542 Nr. 12 15,000 fl.; auf Serie 2446 Nr. 6 10,000 fl.; auf Serie 1542 Nr. 16 5000 fl. Weitere gezogene Serien sind: 437—855 2593-3450. Braunschweiger Lotterie. Ziehung vom 28. Nov. Hauptgewinne: Nr. 34,593 und 52.943 je 2000 Tylr., Nr. 24,781, 6671, 43,926, 24,093, 50,095, 25,088 19,515 und 19231 je 1000 Thlr. Musikalisches für den Weihnachtstisch —„Salon⸗Perlen“ betitelt sich das neueste Unter⸗ nehmen, durch welches Henry Litolff's Verlag in Bra unschweig seine allbeliebte musikalische„Collecuon“ abermals um einen neuen Band in glücklichster Weise bereichert hat. Das vorliegende Werk kommt gerade zur rechten Zeit, um sich zum nahenden Weihnachtsfeste auf's Vortheilhafteste einzuführen. Dasselbe enthält 17 brillante Compositionen für das Pianoforte, von denen sieben ältere beliebte Stücke von Arditi, Badarzewska und Lepbach sind, während die übrigen 10 neueren Piecen von Spindler, Richard, Sutter, Lee, Ketterer, Clements und Wollenhaupt sich im Originalbesitz des obengenannten Verlages befinden. In den früheren theuren Einzel-Ausgaben haben sich dieselben bereiis des allgemeinsten Beifalle zu erfreuen gehabt und werden also um so sicherer in der jetzigen wirklich erstaunlich billigen Gesammi-Ausgabe in jeder Familie willkommene Gäste sein. Der in Stich, Druck und Papier sehr elegant ausgesiattete, ansehnliche Band in großem Quart-Format enthält nämlich 74 Seiten und kostet nur 1 fl. 12 kr., während früher jede einzelne der 17 Nummern beinahe ebenso theuer war! Die Tonstücke sind durchweg gefälltg, obne trivial zu sein, und reich an einschmeichelnden, gra- ziösen Melodien. Dabei sind sie sehr leicht zu sptelen und eignen sich deshalb vorzüglich auch zu einer Festgabe für unsere Musik treibende Jugend, für welche Passendes auf dem Felde der Klaviermusik oft recht schwer auszusuchen ist. Mit einem Worte, wir sind überzeugt, daß jeder Empfänger des neuesten Bandes der„Collection Litolff“ seine Freude daran haben wird, diese so harmonisch aneinandergereihte Schnur von„Salon-Perlen“ auf seinem Weihnachtstische blitzen zu sehen und auf seinem Pianoforte klingen und rauschen zu bören. Gaben für Straßburg gingen weiter ein: von Herrn Pfarrer Bornagius aus der Gemeinde Fauerbach 10 fl. 24 kr., von Herrn A. Bauer 30 kr., Zeugengebühr von Herrn Ph. Keil in Melbach fl., von Herrn Oberförster Rumpf in Ockstadt 3 fl., von Herrn Carl Stelz 30 kt.; in Nauheim gesammelt von Herrn Bürgermeister Schutt, Ph. J. Weiß und Stadt⸗ rechner Grünewald 21 fl. 44 kr.; bei Herrn Director Dr. Schwabe Ungenannt 1 fl., N. N. 1 fl.; von Herrn 3. Grödel Witwe 1 fl. 45 kr., von Herrn Dr. Lorenz noch⸗ mals 1 fl. 30 kl., von Herrn Moschoruß in Oppenheim 2 fl., von Herrn Decan Buchbold in Ossenheim 3 fl., von Herrn Pfarrverwalter Eckhard in Dorheim 1 fl. 10 kr., N. N. 35 kr.; bei Herrn Hofgerichtsadvokat Trapp IV. von Frau Schmidt 1 fl., Ungenannt 4 fl. 40 kr., von Herrn Landrichter Reitz 4 fl., von Herrn Pfarrer Baur 2 fl., von Frau Professor Dieffenbach 1 fl., von Fräulein K. Ullrich 1 fl.(Beide letztere unter Ungenannt angezeigt) von Herrn Kaufmann Nußbaum 2 fl., von Herrn Dr. Wagner 2 fl., von Herrn Seminarlebrer Stamm 5 fl., von H. K. 48 kr. Bei der Expedition d. Bl. sind ferner eingegangen; von den Herren Reallehrer Klein 1 fl. 45 kr, Hofgerichts⸗-Abvokat Seyd 10 fl., Ungenannt 2 fl. Oef 0 11 Baan! eint 1 f ugs Glänbd! 1b. N. onlune 10 Arrang Wahl Conte Of ligle! weheichr weliehut micht bean te An nd so ddieser bel de Awidrig in erf Woumt Dit Ftzogl 5 835 deute Aton ö Aung f pr ein A 200* N 1 M uin A ee N 6332 6472 7 K tri su Waldrach e ank von benen aetit wel 1 W vnrten Leffentliche Bekanntmachung. 27 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Vermögen des 152 Bopp in Assenbeim und mer Ehefrau. Wilbelmine, geb Hock, üder welches dr formelle Concurs erkannt ist, sowie etwaige Vor— gsrechte find von den gerichtodekannten und unbekannten Gäubigern derselben Mittwoch den 14. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, de Meidung des Ausschlusses von der Masse dahier a zumelden. Zugieich soll in diesem Termin, wenn nicht ein Nrangement zu Stande kommt. üder Masseverwaltung, Dahl eines Gläubigerausschusses, wenn nöthig eines Conttadictors verhandelt werden. Die ausbleibenden oder durch gehörig Bevollmäch⸗ täte nicht vertretenen Gläubiger werden den Geschlüssen dr Mehrbeit der erscheinenden Gläubiger beitretend an— sehen. ö zrtedberg den W. October 1870. Großherzogliches Landgericht Frtedberg Rei * Oeffentliche Aufforderung. 251 Nach Errichtung von Grundbüchern mit Parzellen— vrmessung für die Gemarkungen Ober- und Nieder Forftadt baben die Grunddefißer von dem ihnen nach 21. 30 des Gesetzes vom 21 Februar 1852 betreffend de Erwerbung des Grundeigentihums ze. zustebenden echte Gebrauch gemacht und dem Gerichte ihre Erwerb— bel zum Zwecke der Wabrung im ersten Theile des Frundbuchs vorgelegt. Die in Nr. 129 des Oberh. Anzeigers Ins. 2583 her bezeichneten Besitzer vermochten hinfsichtlich der dt jedem Namen aufgeführten, mit dem Kennziffer des zuen Grundbuchs(nach Flur und Nr. wie 1 285) und dis alten Flurbuchs(nach Pag. und Nr. wie 225/11) dzeichneten Parzellen ihren Erwerbtitel— Ersitzung baiehungsweise unvordenkliche Verjährung— urkundlich cht nachzuweisen und haben deßhald Edictalten 4 I baantragt. Ansprüche jeder Art an die dort benannten Parzellen ud so gewiß innerhald 6 Wochen, vom ersten Erschemen deser Aufforderung in der Landeszeitung an ßerechnet, br dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, worigenfalls den detreffenden Parzellen der Erwerbtttel in ersten Theile des Grundbuchs beigefügt werden wird. Friedberg den 12. Juli 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Brod ⸗ Lieferung. 2093. Mittwoch den 14. Dezember or. Vormittags Ubr, wird die Lieferung des Brodbedarfs pro . Quartal 1871 für die hiesige Garnison auf dem Spumissionswege in Accord gegeben. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Groß— hrgoglichen Zahlmeisters Böcking zur Einsicht offen. Friedberg den 29. November 1870. Euler, Hauptmann und Compagnteführer. Cdietal ladung. 235 Nach erkanntem formellen Concurs über den k eutend überschuldeten Nachlaß des Metzgers Heinrich röninger von Friedberg wird Termin zur Anmel— ung und Begründung der Forderungen und sonstigen Ufprüche auf Mittwoch den 8. März 1871, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des stillschweigend eintreten— den Ausschlusses von der Masse anberaumt. Im Falle des Abschlusses eines Arrangements find i ausbleibenden oder durch Bevollmächtigte nicht ver rilenen Gläubiger den durch die Majorität gefaßt pirdenden Beschlüssen als beitretend anzusehen. Friedberg den 25. November 1870. Großherzogliches Landgericht Frleoͤberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Mobiliar⸗Verstei Nobiliar⸗Versteigerung. 231 Donnerstag den 8. Dezember(. J., Vormittags Ubr anfangend, soll das zum Nachlaß der Friedrich zo bel Ehefrau gehörige Mobiliar, bestehend in: 1 Kletderschranßk, 1 Kommode, 2 Betistellen, mehreren Stühlen, 1 Küchenschrank, verschiedenen Küchen— geräthen, Schuhmacherwerkzeug, mehreren Vogels— beden und Käfigen, 1 Wachtelgarn nebst Pfeife und sonfligen Gegenständen n deren Behausung gegen gleich baare Zahlung ver— leert werden. Friedberg. In Auftrag M. Schwarz, Hoftaxator. Medizinische Glycerinseise, Glyeerinseife nt Photographien deutscher Heerführer Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. „a7 billigst Hofguts⸗ Verpachtung. 2841 Das Gräflich Leiningen'sche Hofgut der„Nonnen⸗ bof“ bet Ilbennadt in der Wetterau, bestehend in 3 Morgen 140[◻Klafter Hofratthegrund, 11 28 1.5 5 Gärten u. Baumstücke, * 43 0 75 Wlesen, und 396„348.7 2 Ackerland, zus. 455 5 3.0„ Großherzoglich Hess Normalmaß= 493 Morgen, 2 Viertel, 31,4 Ruthen Ilbenstädter Ortemaß, mit ausgedehnten Wohn- und Oeconomiegebäuden und der Schäfereigerechtigkeit in der Gemarkung Nieder-Ilbenstadt, soll für die Zeit vom 22. Februar 1872 bis Ende 1880 auf dem Sub⸗ missionswege wieder verpachtet werden. Die Pachtbedingungen liegen in der Kanzlei des unterfertigten standes herrlichen Verwaltungsamtes und ben Großberzoglichem Oder-Domänen-Registrator Augst in Darmstadt zur Einficht offen. Deßfallfige Offerten beliebe man bis längstens 31. Dezember d. J. mit der Aufschrift„Submission wegen Verpachtung der Nonnenbofes“ versehen in den bierorts aufgehängten verschlossenen Kasten einzulegen oder einlegen zu lassen. Bemerkt wird hierbei noch, daß die Gebote in Ildenstädter Ortsmaß abzugeben sind. Schloß Ilbenstadt den 29. November 1870. Gräflich Leiningen-Westerburgische Rente! Blerau. Arbeits ⸗Versteigerung. 2832 Dienstag den 18. Dezember, Mutags 12 Uhr, soll auf dem Bürrau des Großherzoglichen Vürger⸗ meisters zu Ober-Mörlen das Herstellen der Kirchenuhr einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Kostenüberschlagessumme beträgt 121 fl. 30. kt. Gambach den 4. Dezember 1870. Schneider, Bezirks-Bauaufseher. e Kriegs-Nummern des Omnibus. Illustrationen in: No. 50. Bayerische Cavalerie auf dem Marsche. Die Verfolgung der Deutschen in Paris. Bremerhafen während der Blokade. Auf Vorposten.„Herr Hauptmann, da hab'! ich schon wieder ein Paar.“ Viertel- Preis pro Nummer 3½ kr., jahrlich 46 kr. KAissinger Pastillen, 2523 hergestellt aus den Salzen des Rakoczi, über dessen heilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Diruf handeln. Besonders empfehlenswerth gegen Trägbeit der Ver⸗ dauungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Hämmorrhotden, Neigung zu Gicht und Scropheln. 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Werner.(Forts.)— Vor dem Fort Nogent bei Paris. Briefliche Mittheilung und Illu— stration: Deutsche Feldwache nächst dem Fort Nogent, von uuserem Feldmaler F. W. Heine.— Schulkindkrankbetten oder Schulktankbeiten? Obne phos⸗ phorhaltiges Gehirn kein Verstand, kein Gemüth, also keine geistige Thätigkeit. Strafpredigt für Eltern, Lehrer und Schulvorsteher. V. Schieswerden des Schulkindes. Von Beck.— Eine Zillerthaler Sängerfamilie. Von Ludwig Steub.(Fortsetzung.)— Ein Hauptquartier auf dem Marsche. Von Ludwig Pietsch.— Aus eigener Kraft. Von W. v. Hillern., geb. Birch.(Fortsetzung.) — In baiertscher Privatpflege. Originalskizze. Von W. Roegge in München.— Blätter und Blälben: Vom Feld und Bett der Ebre. Mit zwei Abbildungen: Bei Mars la Tour: Unter Schlafenden und Todten— Soldatengrab auf den Speicherer Höhen. Nach der Natur aufgenommen von K. Kogler — Die gerettete Uhr.— Ein Erinnerungsdlatt für die Opfer von Laon. Mit dem Portrait des Haupt- mann Mann.— Die große Bute an alle deutsche Kinder.— Ein wirklich gutes Bilderbuch.— Kleiner Briefkasten. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist zu haben: (Ein schoͤnes Bildungsbuch für Tochter.) Die Hestimmung de Jungfrau. 2849 Entbält das Nöthige über Anstand, Anmuth, Würde, Freundschaft, Liebe, Ehe, Reinlich⸗ keit, Wirtbschaftlichkeit. Vom Benehmen gegen den Jüngling, das Benebmen als Gattin, Er⸗ zieberin und vom gesellschaftlichen Umgang. Von Dr. Seidler. 10. verb. Aufl. 1 fl. 12 kr. Dieses schöͤne Buch enthält die Anwelsung, wie die Jungfrau sein soll, um ihre natürliche Be- stimmung in allen Fällen zu erfüllen. 5 Seeed ee eee. See ec eee ne Bindernagel& Schimpff in Friedberg! empfehlen ihr sehr reichhaltiges Lager von Weihnachtsges. chenkien. LEinsichtssendungen können zu jeder Zeit erfolgen. 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Gewiß werden Viele diese schöne Gelegenheit, gediegenen Musikunterricht erhalten zu können, gerne benutzen. Um die Vortheile der anerkannt ausgezeichneten Unter— richtsmethode des Herrn Fritsch recht Vielen zugänglich zu machen, haben wir uns entschlossen in Gemeinschaft mit demselben eine Musikschule mit unserem Institute zu verbinden. Zunächst handelt es sich um Klavier- und Violinunterricht. Ein jeder Schüler, der diesen Unterricht wöchentlich zweimal besucht, hätte wöchentlich ein Honorar von nur 40 kr. zu bezahlen, vorausgesetzt, daß 36 Schüler zusammenkämen. Die Theilnahme ist auch Knaben gestattet. Herr Fritsch nimmt anderweitig für die Stunde 1 Thlr., 2 fl. und mehr, welchen Betrag man ihm für seine Leistungen an seinem früheren Wohnorte gerne vergütet hat. Von einer zahlreichen Betheiligung wird es abhängen, ob unser Unternehmen zur Ausführung gelangen kann. Friedberg den 2. Dezember 1870. Amalie, Marie& Lina Werner, Elegante Instituts⸗Vorsteherinnen. 2837 für Herren empfiehlt zu mäßigem Preise inter überzieher 8 D 15 8 U 70 4 5 C. F. bree— Casseler Lotterie. 2 25 2839 Am 1. Dezember beginnt die Einzählung der Loose- und Gewinn— rt in die Glücksräder öffentlich vor Notar und Zeugen und dauert 14 Tage. Am 15. Dezember, präcis 2 Uhr Nachmittags, beginnt die Ziehung und dauert 5 Tage. Bis zum 15. Dezember sind noch Loose a 1 Thaler das Stück— soweit der Vorrath reicht— zu haben bei dem General-Agenten der Ausstellungs-Lotterie Paul Altvater in Frankfurt a. M., sowie bei Eduard Hirsch in Friedberg und Kaufmann Ph. J. Weiß in Bad Nauheim. Cassel am 30. November 1870. Der Vorstand der Industrie⸗Ausstellung. Mein Lager in bekannten, guten Seidenstoffen und Sammeten erlaube ich mir hiermit von Neuem zu empfehlen Jean Underberg, Frankfurt a. M., Bleidenstraße 8, 1. Stock. 3845 Frankfurter Friedberg. Ehre, 2843 Jeden, der das Inserat 2744 der antibürger⸗ meisterlichen Wähler in Bruchenbrücken gelesen, wird nicht umhin können, dleselben für wackere Palrloten zu erklären. Auch ich, wenn gleich ihr Gegner, kann mir nicht versagen, denselben dieses Zeugniß biermtt öffentlich aue⸗ zustellen und mein tiefstes Bedauern auszudrücken, ihnen bet solch edlen Gefinnungen die Qual der Wahl ver⸗ ursacht zu haben und zu dem Ende die unschuldige Ursache zu sein, daß auch nicht das Geld für das Wahlgetränke und die sonstigen Wabimittel für den edlen patriotischen Zweck verwendet worden ist. Bruchenbrücken. Best, Bürgermeister. Huhrer Steinkohlen, 2816 erste Qualität, Pb. Dan. Kümmich. Alle Sbeben 2729 Formularien und Stempelpapiere be Louis Weis den Apotheken gegenüber. EEE T Todes ⸗ Anzeige. 2846 Am 8. November d. J. flard nach längerem Leiden zu Bourg in Frankreich unser geliebter Bruder und Schwager Bierbrauer Johannes Philippi in seinem 58. Lebensjahre. Indem wir hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten von unserem schmerzlichen Verluste Nachricht geben, bitten wir zugleich um stille Theilnahme. Friedberg. Die trauernden 8 in erb fene Todes Anzeige. 2847 Es bat dem Allmächtigen gefallen unsern geliebten Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Friedrich Keller nach längerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Verwandten und Fteunden widmen wir diese Anzeige mit der Bitte um stille Theil⸗ nahme. Ossenheim am 5. Dezember 1870. Die trauernden Hinterbliebenen, Die Beerdigung findet Mittwoch den 7. Dez., Nachmittags 3 Uhr, statt. FTPFPPTPbFPPTbPTTVTVTTTTVVTVTTTT—T—T—T—T—T—T—T—T——T——— Kirchen buchganszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: Dem bies. Bürger und Gastwirth Joharn 27. Nov. geb. am 9. October. 27. Nov. Friedrich Schwarz ein Sohn Wllhelin, geb. am 29. Oet. Beerdigte: 27. Nov. Henriette Ziegler, geb. Hebl, Wittwe des 1 Bürgers und Fischhändlers Christian Ziegler zu Suhl in der Königl. Preuß Provinz Sachsen, alt 66 Jahre 27 Tage, t am 25. Nov 29. Nov. Jakob Fritz 3 hies. Bürger und Schreinermetster, alt 28 Jahre 9 Monate 15 Tage, am 27. Nov. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 7. Dezember, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche: Betflunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Baur. Aatholische Gemeinde. Heute den 6. Dezember, Nachmittags 4 Uhr, bei der Schlußfeter des ersten Gebetstriduums wird Se. Dochwürden Herr Dekan Brentand aus Heldenbergen die Predigt halten. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. — Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) Nitelbsezettung Herausgegeben von F. Stoltze. Preis: 6 kr. Vorrätbig bet Bindernagel& Schimpff dem Ehre gebühr. Of! 1 Der gige mee St. g Martin Hertlein eine Tochter Anna Elise Dorothea, Dem bies. Bürger und Kaufmann Guflav Abend