— lonnait 1 erturter vorbei dec ban dlung. Nuuet teh dezsgen weng ie„ Kirch gaßt. eben en, erhosa n rb rscheft.) bet 18 70. „ i. meldet, daß General b. Beyer am 30. vor Dijon 0 Grenadier Regiment„König von Preußen“ bei 8. bt 131. e gien con na 131* stag den 5. November. 4 Ram 121 2 1 9 bini: u 9 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zulelligenzblatl. „Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag N Betreffend: Die Unterstützung der hülfsbedürftigen Familien einbetusener Reserve⸗ und Landwehrmannschaften. Das Großherzogliche Kreisamt ö Nach einer Anzeige des Kreiskasserechners stehen noch viele von Ihnen mit Einsendung der Quittun Monat October, ja selbst einzelne mit denselben von der Unter Bezugnahme auf unser Nusschreiben vom 3 Tagen bei 3 fl. Strafe solche an den Rechner elnzusenden, N die Ehefrauen eine erhöhtere ge mit Quittungsformulaten an Sie durch Posteinzahlung zu defördern. 1 1. November bis Ende März die Unterstützun des Monats November die Unterstützungsbetr die Quittungen hierüber sofort zuzusenden. Wir erwarten, daß Sie Nachlässigkeit hierin, die sich Einzelne von Ihnen haben zu Schulden kommen lassen, Betreffend: Die Abhaltung von Vieh⸗ und Krämermärkten. Be ö SGrunberg den 31. Oktober 1870. Friedberg an die Großherzoglichen dieser Angelegenheit die Enn J. abgehalten werden wird. II Hälfte des Monats September, zurück. E 20. September d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 112, weisen wir Sie an binnen worauf Ihnen durch Posteinzahlun ist, haben wir den Rechner angewiesen, disciplinarisch ahnden. ee et ii eiiie Friedberg den 2. November 1870. Bürgermeistereien des Kreises. gen über die Unterstützung vom g das Gen zukommen wird. Da vom für die I. Hälfte Sie haben demselben größte Pünktlichteit widmen und werden fernere Trapp. tam a ch u n.. Es wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß der Vieh und Kramermarkt zu Grünberg nicht Donnerstag den 17. Nov., sondern Donnerstag den 1. Dezember d. N Großherzogliches Kreis amt Grünberg Dr. Dietz sch. Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 2. Nov. General v. Werder hartnäckigen Widerstand fand. Prinz Wilhelm von Baden nahm die Höhen von St. Apollinayy und die Vorstädte, worauf der Feind absog. Am 31. früh wurde die Stadt vor dem Mare über⸗ geben. Diesseits 5 Offiziere verwundet, 250 Mann todt und verwundet. Feindlicher Verlust sehr be⸗ deutend.— Vor Paris nichts Besonderes gemeldet. v. Podbielsky. Künheim den 2. Nov. Seit heute früh wurde das Feuer auf Neubreisach aus 3 Batterien bei Biesheim resp. Wolfgantzen, auf Fort Mortier aus 3 Batterien bei Altbreisach eröffnet. v. Schmeling. Karlsruhe, 3. Nov. Ein Extrablatt der „Karler. Ztg.“ veröffentlicht folgendes Telegramm: An den Großherzog von Baden, Karlsruhe. Gray, den 31. Oktober, Nachmittags 5 Uhr. Dijon ist durch General-Lieutenant v. Beyer mit den Brigaden Prinz Wilhelm und Keller nach heftigem Gefecht in Besitz genommen. Als am 29. höherer Weisung gemäß der Rückmarsch auf Vesoul bereits befohlen war, erfuhr ich durch Recognoscirung, daß Dijon General v. Beyer erhielt deßhalb den Befehl, den Ort in Besitz zu nehmen. In der Nacht zum 30. war der Feind auf drei Bahnen wieder in Dijon eingerückt und setzte dem Anmarsch hart⸗ näckigen Widerstand entgegen. Fünf Bataillone des Prinzen Wilhelm, unterstützt von sechs Bat⸗ terien, nahmen die Höhen von St. Apolinaire. Das Leib⸗Grenadier⸗Regiment nahm die Vorstädte von Dijon, bis es Nacht wurde. Der Ort brannte stark. In der Nacht zog der Feind ab und heute früh capitulirte die Municipalität. Lieutenant v. Stengel, Bissingen, Neff, Hofheinz und Regenauer sind leicht verwundet. Das(1.) Leib- Grenadier Regiment zählt 200 Mann, das (2.) Grenadier Regiment„König von Preußen“ 50 Mann todt und verwundet. Der Feind verlor sehr bedeutend, das Nähere noch nicht bekannt. 5 Das Bataillon Hossmann vom(1.) Leib-Grena⸗ dier⸗Regiment machte am 27. bei Esserteune(Dep. Saone und Soire, Arrond. Autun, bei Couches 500 Gefangene, das Bataillon Wolff vom 83 nicht besetzt sei. St. Seine 50 Gefangene, beide in vortrefflich geführtem Gefechte. v. Werder, General der Infanterie. Versailles, 1. Nov. Das in der gestrigen Abendausgabe der„Berliner Börsenzeitung“ er⸗ wähnte Gerücht von einem hier versuchten Atten⸗ tat auf den König und einer dabei stattgebabten Verwundung des Kriegeministers v. Noon 4st seinem ganzen Inhalte nach vollständig aus der Luft gegriffen. — Nach aus dem Hautquartier Versailles eingelangten Berichten dom 29. Okt. bat General v. Manteuffel das Commando der ersten Armee erhalten. Aus Paris sind im Hauptquartier be · stimmte Nachrichten eingegangen, daß der Fleisch⸗ vorrath in der belagerten Hauptstadt nur noch 12 Tage ausreicht. 1257 1. Versailles, 2. Nov. Gestern Mittag hatte Thiers eine dreistündige Besprechung mit dem Grafen Bismarck. Heute früh fand eine mili⸗ tärische Berathung beim König statt, welcher der Bundeskanzler beiwohnte. Um zwei Ubr war eine zweite Zusammenkunft des Letzteren mit Thiers. Versailles, 3. Nov., Vormittags. In Folge der gestrigen Verhandlung hat Graf Bis- marck dem Herrn Thiers zum Behufe der Vor⸗ nahme allgemeiner Wahlen in Frankreich einen fünfundzwanzigtägigen Waffenstillstand auf der Basis des am Tage der Unterzeichnung bestehenden militärischen Status quo angeboten. — Der König hat aus Versailles unterm 28. Okt. folgenden Armeebefehl erlassen: Soldaten der verbündeten deutschen Armeen! Als wir vor drei Monaten in's Feld rückten gegen einen Feind, der uns zum 1 70 herausgefordert hatte, sprach Ich Euch die Zuversichk aus, daß Gott mit unserer gerechten Sache sein würde. Diese Zuversicht hat sich erfüllt. Seit dem Tage von Weißenburg, wo Ihr zum ersten Male dem Feind entgegen tratet, bis heute, wo Ich die Meldung der Capitulatlon von Metz erhalte, sind zahlreiche Namen von Schlachten und Gefechten in die Kriegsgeschichte unver⸗ gänglich eingetragen worden. Ich erinnere an die Tage von Wörth und Saarbrücken, an die blutigen Schlachten um Meß, an die Kämpfe bei Sedan, Beaumont, bei Straßburg und Paris de.; jeder ist für uns ein Sieg ewesen. Wir dürfen mit dem stolzen Bewußtsein auf diese Zeit zurückblicken, daß noch nie ein ruhmreicherer Krieg geführt worden sst, und Ich spreche 85 Euch gern aus, daß Ihr Eures Ruhmes würvig sesd. Ihr habt alle die Tugenden bewährt, vie den Soldaten besonders zieren; den hoͤchsten Muth ihm Gefecht, Gehorsam, Ausdauer, Selbstverläugnung bel Krankheit und Entbehrung. Mit der Capitulatlon von Meß ist nunmehr die letzte der feind— lichen Armeen, welche uns beim Betinn des Krieges ent⸗ gegentraten, vernichtet worden. Diesen Augenblick benutze Ich, um Euch allen und jedem Einzelnen, vom General dis zum Soldaten, Meinen Dank und Meine Anerkennun auszusprechen. Ich wünsche Euch Alle auszuzeichnen un zu ehren, indem Ich heute Meinen Sohn, den Kronprinzen von Preußen, und den General der Cavalerie, Prinzen Friedrich Karl von Preußen, die in dieser Zeit Euch wiederholt zum Siege geführt haben, zu General⸗Feld⸗ marschällen befoͤrdere. Was auch die Zukunft bringen Möge— Ich sehr dem ruhig entgegen, denn Ich weiß, daß nüt solchen Truppen der Sieg nicht fehlen kann, und daß wir unsere bisher so ruhmvoll geführte Sache auch ebensg zu Ende führen werden. Wilhelm. us Metz, 31. Okt., meldet der Feldpost⸗ brief eines Franffurters:„In der Stadt liegen auf den Straßen Hunderte von todten, halb zer⸗ schnittenen Pferden; an jedem derselben sitzen einige Franzosen damit beschäftigt, die noch genieß⸗ baren Stücke herauszuschneiden und zu kochen. Die Ueberreste von diesem leckeren Mahl bleiben dann liegen und es ist unseren Truppen übetlassen, sie wegzuräumen und die Stadt zu reinigen. Allen lebenden Pferden sind, wie ich selbst sah, die Schwänze abgeschnitten, jedenfalls, um aus den Haaren Kissen für die 20,000 Mann Kranke, welche in der Stadt lagen, zu bereiten. Der Geruch von den zu Aas verwandelten Körpern der Pferde ist derart, daß man allein davon krank werden kann.“ — Englische Blätter bringen über die Be⸗ setzung von Metz folgendes Telegramm:„Am Frescatp nieder. 29. d., Morgens 10 Ubr, sind die Forts durch die Artillerie des 7. Corps besetzt worden. Nach⸗ mittags 1 Uhr verließ die kaiserliche Garde mit den Waffen die Stadt und legte dieselben bei Die andern französischen Truppen hatten die Waffen bereits in der Stadt im Arsenal niedergelegt und marschirten nach den ibnen an⸗ gewiesenen Cantonnements außerhalb der Forts, um ihre Abführung nach Deutschland abzuwarten. Um 4 Uhr wurden die französischen Posten in Metz von preußischen abgelöst, nachdem zwei Re⸗ gimenter Infanterie und ein Regiment Cavalerie einmarschirt waren. General Zastrow nahm von dem Gouvernement der Stadt und Festung Besttz. General Coffinieres hatte am 28. Okt. mehrfache Demonstrationen und Protestationen gegen die Capitulation zu bekämpfen.“ Altbreifach. Am 2. Morgens halb 8 Uhr hat gleichzeitig die Beschießung von Reu⸗ breisach, und des Forts Mortier begonnen, letztere von den zu diesem Zwecke auf dem ½ Stunde von bier gelegenen Isenberg auf⸗ gefahrenen dres badischen Batterien 24.Pfündern. Um 11½ Uhr trat in dem Bombardement eine Pause ein. Dasselbe soll gegen Abend in ver⸗ stärktem Maße wieder aufgenommen werden.. — Der Verlust der bayerischen Truppen in den Gefechten am 10. und 11. October bei Orleans ist glücklicher Weise viel geringer, als man anfänglich befürchtete. Todt blieben 11 Offiziere, 16 Unteroffiziere und 100 Soldaten, verwundet wurden 37 Offiziere, 47 Us teroffiziere und 499 Soldaten. — Aus Zabern meldet man der„Karlsr. Ztg.“ unterm 30. October:„Heute kamen preu⸗ ßische Artilleristen auf dem Wege nach Pfalz⸗ burg mit sechs Stahlkanonen hier durch.“ Hessen. Darmstadt. Einem aus Rezon⸗ ville am 29. v. Mts. geschriebenen Briese eines Angehörigen des 3. Infanterieregiments entnehmen die„Heff. B.“, daß der größte Theil unserer zessischen Division bereiis am 30. October den Marsch nach dem Süden Frankreichs antreten sollte. Am 29. früh wurde der bereits mitgetheilte Tagesbefehl des Prinzen Friedrich Karl an die unter seinem Commando gestandenen Truppen verlesen, worauf die Truppen dem tapferen Prinzen ein dreimaliges Hoch ausbrachten. In demselben Augenblick ritt ein preußischer General an der 50.(hessischen) Brigade vorüber. Derselbe hielt mit seinem Stabe und sprach der hessischen Diviston seine Anerkennung für ihre Bravour aus, worauf er mit einem dreimaligen Hurrah für unseren Großherzog schloß, in welches die Brigade be⸗ geistert einsimmte. In Metz muß das Elend furchtbar gewesen sein. Da natürlich die Soldaten zuerst Nahrung erhielten, so blieb für die vor Beginn der Belagerung nach Metz geflüchteten Bewohner der umliegenden Ortschaften wenig übrig. Die armen, halbrerhungerten Leute, welche der Krieg überdies fast um ihre ganze Habe ge⸗ bracht hat, boten einen entsetzlich elenden Anblick. Preußen. Berlin, 2. Nov. Die„Pro- vinzial ⸗Correspondenz“ schreibt: Von den bisher vor Metz verwandten Truppen wird das 7. Corps in Metz bleiben und zugleich zu weiteren Opera⸗ tationen gegen Thionville verwandt werden. Die Division Kummer bringt gefangene Franzosen nach Deutschland und bleibt dann in der Heimath. Der größere Theil der Armee von Metz bleibt unter dem Oberbefehl Friedrich Karls, vermuth⸗ lich zu Operationen gegen den Süden und die Mitte Frankreichs. Die von der früheren ersten Armee verfügbar gewordenen Corps werden voraus⸗ sichtlich unsere Herrschaft im Norden ausbreiten und befestigen. — Wie man bei Eintreffen des königlichen Telegrammes aus Versailles vom 27. Okt. über die Einnahme von Metz alsbald annahm, enthielt dasselbe einen telegraphischen Schnitzer, der nun dahin berichtigt wird, daß die bezügliche Stelle heißen muß:„Das ist eines der wichtigsten Er⸗ eignisse in diesem Moment“ und nicht„in diesem Monat“, wie das Telegramm besagte. — Die„Nordd. Allg. Zeitung“ schreibt: Der Generalbefehl des Marschalls Bazaine ver⸗ bietet den Soldaten die Zerstörung von Waffen, weil dem Kriegsgebrauch gemäß Festungen und Bewaffnung an Frankreich nach dem Friedens ⸗ schluß zurückkommen, woraus geschlossen wurde, es seien Abmachungen getroffen, wonach wir Metz nicht behalten würden. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ glaubt, dieser Auffassung auf das Bestimmteste widersprechen zu dürfen. Kassel, 1. Nov. Die Kaiserin Eugenie war vorgestern Abend gegen 5 Uhr auf dem Bahnhof zu Wilhelmshöhe im strengsten Incognito ange⸗ kommen und im Hotel Schombardt abgestiegen. Hier verweilte sie jedoch nur sehr kurze Zeit, da sie ihre Wohnung im Schlosse beim Katser nahm, von wo sie gestern wieder weiter gereist ist. Sie war von zwei Damen begleitet und tief ver⸗ schleiert.— Marschall Bazaine fuhr gestern in einem zweispännigen Wagen zum hiesigen Gouver⸗ neur, Graf Monts, verweilte daselbst längere Zeit und begab sich hierauf nach Wilhelmshöhe zum Kaiser. — Dem Vernehmen nach wird Bazaine's Aufenthalt hierselbst wegen der beabsichligten Con⸗ ferenzen mit dem Kaiser auf Wilhelmshöhe sich auf einige Tage ausdehnen. Von seinen 9 mit⸗ gebrachten Pferden hat Bazaine 7 Stück ver⸗ kaust, und zwar für je 1000 Francs. N — Die Kaiserin ist erst am 2. d. Abend von hier und zwar nach Hannover abgereisl.— Die Marschälle Canrobert und Leboeuf sind am 2. d. dahier angekommen. — Am 1. d. Abends kamen mit dem Spät⸗ zuge der Main⸗Weserbahn von Mainz 21 ge⸗ fangene französische Generäle, 24 Offiziere, deren Adjutanten, und 70 Mann Ordonnanz⸗Soldaten unter Escorte von 2 Offizieren und 35 Mann Truppen des deutschen Heeres an, um hier zu übernachten. Am folgenden Tage wurden dieselben weiter befördert nach einer preußischen Festung. Bayern. München. Eine von hier aus⸗ gegangene Anregung, daß Bayern aus den von Frankreich zu erhebenden Kriegsentschädigungs⸗ geldern die im Jahre 1866 an Preußen bezahlte Summe von 30 Millionen Gulden in Form eines Prätipiums zurückerstattet erhalte, soll, gutem Ver⸗ nehmen nach, im Hauptquartier zu Versailles Aussicht auf Berücksichtigung haben. — Das„Südd. Corresp.⸗Büreau“ meldet, d. d. München, 1. Nov.: Von gutunterrichteter Seite wird uns die Mittheilung, die Verhand- lungen in Versailles seien soweit gediehen, daß die Staaten eine gemeinschaftliche Vertretung des deutschen Bundes annehmen. Baden, Würtem⸗ berg würden Post- und Telegraphenwesen an Deutschland abtreten und die Eisenbahnfahrpläne den Bestimmungen des Bundes unterordnen. Bayern habe nur Letzteres zugesagt. Ueber ein gemeinsames Parlament, sowie das Verhältniß der deutschen Fürsten zum Bundesoberhaupt, welches den Kaisertitel annehmen dürfte, seien die Verhandlungen noch in Schwebe. — Die Stärke der mobilen bayerischen Armee, welche sich zur Zeit auf französischem Boden befindet, beträgt 95,000 Mann. In den Garni⸗ sonen befinden sich mit Einschluß der im vorigen Monat einberufenen Altersklasse 1849 39,000 Mann, so daß Bayern zur Zeit eine Heeresmacht von 134,000 Mann unter den Waffen hat. Die Ersatzmannschaft zweiter Classe, in der Stärke von ungefähr 20,000 Mann, ist bisher noch nicht einberufen, auch viele Landwehrmänner der Jahrgänge 1861 und 1862 sind noch beurlaubt. Oesterreich. Wien. Die„Abendpost“ nennt Gambetta einen politischen Garibaldi und bemerkt zu dessen Proclamation:„Die nächsten Tage werden die gebührende Erwiderung auf seine Fälschung und sein blödsinniges Raisonnement bringen. Hoffentlich werden dem französischen Volke endlich die Augen aufgehen gegenüber solchen Phrasenhelden, die unendlich mehr Schaden bringen, als verlorene Schlachten.“ Frankreich. Tours, 1. Nov. Gambetta hat folgende Proclamation an die Armee erlassen: „Soldaten! Ihr wurdet verrathen, aber nicht entehrt. Jetzt, wo Ihr der unwürdigen Führer entledigt seid, kämpfet für die Rettung des Vater⸗ landes, für den heimathlichen Heerd, Eure Familien, für Frankreich, Eure Mutter! Rächet Eure Ehre, welche die Ehre des Landes ist. Eure Brüder von der Rheinarmee haben ihre Stimme gegen jenes feige Attentat erhoben, ihre Hände von der fluchwürdigen Capitulation freigehalten. Führet Ihr den Sieg zu uns zurück, Euch sind die Ge⸗ schicke des Landes anvertraut.“ f — Hier eingetroffenen Berichten zufolge ist der Gesundheitszustand der Loire-Armee durchaus ungünstig.— Der„Univers“ meldet: Die Frant⸗ tireurs des Elsaß, der Bretagne und der Vogesen weigern sich, unter Garibaldi zu kämpfen. —„Constitutionnel“ schreibt, daß die von Thiers vorgeschlagenen Waffenstillstandsbedingungen keine politischen Stipulationen, keine Clausel be⸗ züglich der Einberufung einer Constituante ert⸗ hielten, da solche das Recht Preußens zur Ein⸗ mischung in die inneren Angelegenheiten Frankreichs in sich schlössen. Durch stillschweigende Ueberein⸗ tunst würde die Möglichkeit geboten, das Land zu consultiren. 4 Aus Paris wird gemeldet: Es sind Safe. Aussichten für das Zustandekommen eines Waffen⸗ stillstandes vorhanden. In Paris war am 28. v. M. das Gerücht von dem. 8 bereits an der Börse verbreitet.— Der Vorrath an frischem Fleisch ist fast zu Ende. Ein Pfund Butter kostet 25 Francs.— Thiers ist lau em⸗ pfangen worden. Belgien. Brüssel. Die„Independante belege“ äußert sich über die innere Situakion Frankreichs also:„Einige Puncte abgesehen, zeigt sich mehr Agitation und Lärm als männliche Die Klagen der französischen Journale Energie. über die Haltung einzelner Ortschaften, einzelner Maires und Municipalräthe, nicht Widerstand geleistet, beweisen, daß ein Alles durchdringender machtvoller Patriotismus, welcher bereit ist, Allem zu trotzen, Alles zu opfern, nicht vorhanden ist.“ — 3. Nov. Fast sämmtliche bisher hier ein⸗ getroffene französische Journale tadeln Gambetta, daß er voreilich den Stab über Bazaine gebrochen habe, und verlangen, daß man erst dessen Recht⸗ fertigung abwarten solle.. — Ein Telegramm der„Independante belge“ vom 1. d. meldet:„Die Preußen zeigen einen ausgezeichneten Tact. Die Kaisergarde hat am 26. v. M. verhindert, daß das Volk in Metz sich des Waffenarsenals bemächtigte. Gegen Bazaine und seine Collegen macht die Volsstimme allge⸗ mein ihrem stärksten Unwillen Luft.“ Großbritannien. London.„Daily News“ schreibt aus Tours vom 1. November: Das Entlassungsgesuch Bourbaki's wurde ange⸗ nommen. — Die„Times“ enthalten folgende Depesche aus Versailles den 1. November:„Thiers ist in der verwichenen Nacht von Paris zurückgekommen; er ist ermächtigt, auf der von Seiten Englands vorgeschlagenen Basis wegen des Waffenstillstandes zu unterhandeln. Thiers hatte eine lange Unter⸗ redung mit dem Grafen Bismarck. Er erklärte sich von dessen Aufnahme vollkommen befriedigt. Graf Bismarck erwiderte den Besuch Thiers. Thiers steht mit Tours in Verbindung.— Die Belagerungsarbeiten werden rührig fortgesetzt. Spanien. Madrid. Prim wird in der Versammlung der Cortesmajorität die Candidatur des Herzogs von Aosta zur Sprache bringen. Die Sitzung für die Abstimmung soll auf den 11. November festgesetzt sein. Es geht das Ge⸗ rücht, die Republikaner würden aus den Cortes ausscheiden. Italien. lorenz. Der spanische Ge⸗ sandte hat dem Hof und der Regierung die Zu⸗ stimmung der Großmächte zur Candidatur des Prinzen Amadeo angezeigt.— Aus Turin wird berichtet: Canzio schreibt im Namen Garibaldi's, dieser könne den noch kommenden Freiwilligen keinerlei Garantien bieten. — Die liberalen Blätter mißbilligen mit bemerkenswerther Einmüthigkeit und Energie die Haltung der provisorischen Regierung von Tours gegenüber der Capitulation der letzten kampffähigen französischen Armee. Das Circular Gambetta's wird von der„Riforma“ geradezu als eine Ab⸗ geschmackheit bezeichnet. Die„Italia Nuova“ findet, eine Fortsetzung des verzweifelten Kampfes sei jetzt, nachdem auch Metz gefallen, nur dann zu begreifen, wenn man die Lenker der französischen Politik für„wahnwitzige, in blödsinnigster Selbst⸗ täuschung befangene Tröpfe, oder für unerhörte Verbrecher“ halte, die aus egoistischen Motiven den Ruin des Vaterlandes herbeiführen. Frankfurt. Am Nachmittag des 1. November kam der Generalstab Bazdine's hier an. Derselde bestand aus 5 Generälen, 20 Stabsofftzieren und 106 Offizieren. Viele der höheren Offiziere hatten ihre Frauen und Kinder bei sich, einige ließen sie hier zurück und setzten um 5 Uhr ihre Reise nach Kassel allein fort. Was die Eisenbahn⸗ züge mit erkrankten Soldaten anlangt, so gehen dieselben wieder etwas lebhafter. Im Ganzen kamen gestern 1300 aus französischen Lazarelhen Evacuirte hier vorüber.— Welche Kosten der Stadt durch die Einquartirungen er⸗ wachsen, möge aus folgenden Zahlen erhellen: 5 Monaten Sept. und Okt. sind, abgesehen von den dahier die dem Feinde Theaserve Tanken Kitt hab Gallerie genen 2 Fund ber unf die Dat zur Ver bestebene Ma lc chen ein ds de 1 Ma fangener Hoft f 13 10 aht Müll besfeher Kegelb⸗ Oerbhal d un esend Das Richnel Fr! — 72609 f Idessen! 1. J n batrangtt et Act Derunge Worzubr Werglei hellt w th den, einzeln * dn den daß ein Allg Nunenus, delche Ades iu chien de bisher hier tir Aadtig Gambell eint gebroche ct desen Rich agendantt bel een zeigen king Aergarde dat u. Bell in Nit si Degen Baan Delefimmt lig M* der„Dailz eu J. Nerenber: As vurde ange belgendt Depesch u: Thiers ist u 1 zcrüdgelonnn; Seins Englan u Weftf- Lu d bine lange lin dard. Er enn eancr beffiehg Sesuch Lr Wudung.-. Mig srigtic. un bird in dit r eie Candibatut Spracht bringen. 75 sel auf den 47 80% dat 6. ant den ban sparischt r Agittung dit Cantidatut 14 1 St 4 urnisonirenden Truppen, von welchen ein Theil in regel⸗ äßiger Reihenfolge einquartirt wurde, von der städtischen e e Offiziere, 1691 Mann und 231 jerde bequartirt worden.— Einem hier in der großen olle Gold im Bezrage von 2000 Fres. am hiesigen ahnhof gestoblen. Der Verdacht fiel auf einen französi⸗ en Offiziersdiener. Die Untersuchung wird, da hier ine Zeit mehr übrig war, in Cassel geführt werden. Frankfurt. Wie man von hier berichtet, soll auf nokxdnung der Königin auf dem Neckarbahnhof eine Narmortafel angebracht werden, auf welcher die Zahl der er durchgekommenen Soldaten, die an dieser Stelle liebe⸗ olle Pflege genossen, verzeichnet sein soll.— In Be⸗ leitung mehrerer National- und Mobilgardisten wurde n französischer Pfarrer hier eingebracht und weiter nach Arfurt expedirt. Derselbe hatte die Bauern zum Wider⸗ und aufgefordert und in seiner Kirche Gewehre und H äbel versteckt. Nach seiner Aussage wurde er, als er tuf der Kanzel stand und predigte, verhaftet. Lauterbach. Am 30. Okt. wurde die Theilstrecke er Oberhessischen Bahnen— Lauterbach-Alsfeld— dem lerkehr übergeben, und es hatte sich in Folge dieses für ie hiesige Stadt so wichtigen und freudigen Ereignisses bi Abgang und Ankunft eines jeden Bahnzuges ein sehr zehlreiches Publikum im Bahnhof versammelt. Darmstadt. Nach Mittheilungen hiesiger Blätter lit der Großherzog befohlen, daß zu den kommenden theatervorstellungen die reconvalescenten, verwundeten und tanken Soldaten— Freund und Feind— freien Ein⸗ titt haben und zu diesem Zwecke ein Theil der ersten Hallerie reservirt werden solle.— Von den bei Metz Ge⸗ kngenen ollen vorest 600 Mann und 80 Offiziere dier imtergebracht werden, alle deßhalb erforderliche Anstalten 5 bereits getroffen und man erwartet stündlich die An⸗ uft dieses ersten Transports. Darmstadt. Die neunte Expedition des Comite's ur Versorgung hessischer Feldtruppen, aus 1500 Collis sestebend, ging am 3. d. von hier weg. Mainz. Der Lazareihzug der Ludwigseisenbabnge⸗ llschaft ist bereits fertig und war am Dienstag(1. Nov.) n ein geringes Einttittsgeld zum Besten des Lazareth⸗ 15 1 90 Publikum im hiesigen Bahnhof zur Ansicht uglich. 1 Mainz. Hier werden vorerst 25,000 Mann ge⸗ sngener Franzosen in den Kasernen untergebracht werden. Suite mit durchpassirten französischen Oberst wurde eine g Zur leichteren Controle einer so großen Anzahl hat das Gouvernement angeordnet, des Abends 10 Uhr die Thore K und erst mit der Reveille 918 zu lassen, wodurch aber dem Verkehr durchaus kein Eintrag eschehen soll und bürgerliche Personen ungehindert passiren können. Ferner wird das Publikum gewarnt, mit den Gefangenen in Verkehr zu treten. Nierstein. Am 29. d. wurde dahier die älteste Frau des Ortes und vielleicht auch die älteste Person im Großherzogthum zu Grabe getragen. Die Verstorbene war am 19. December 1767 in Alsheim geboren und starb am 28. Oct. b. J., erreichte sonach ein Alter von 103 Jahren. Außer ihrem Manne, der schon vor 52 Jahren gestorben, überlebte dieselbe von ihren elf Kindern acht. Sie hinterläßt also drei Kinder, dann 26 Enkel und 52 Urenkel. Aus Bonn meldet man:„Die Offerte der hiesigen Fahnenfabrik, eine Fahne gratis zur Auspflanzung auf den Tuilerien in Paris zu liefern, und die von derselben ausgesetzte Prämie für denjenigen Preußen, welcher zu⸗ erst eine Fahne auf den Tuilerien aufpflanzt, ist von dem Kriegsministerium dankend entzegengenommen worden. Wünschenswerth wäre es, wenn sich diesem patriotischen Acte andere Patrioten anschlössen.“(Wenn nun Glück oder Zufall wollen, daß nicht ein Preuße, sondern irgend ein anderer von unseren tapferen deutschen Streitern diese That ausführt, erhält derselbe die ausgesetzte Prämie nicht 77 Die Red.) Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec. Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Cap. Haack, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Mlller's Nachf., am 2. Nov. von Hamburg nach New⸗Pork ab. Außer einer starken Brief- und Packetpost hatte dasselbe 96 Passagiere in der Cajüte und 678 Passagiere im Zwischendeck, so wie 625 Tons Ladung. Das Posidampfschiff des Nord. Lloyd Deutschland, Capt. H. A. F. Neynaber, welches am 15. Oktober von Bremen abgegangen war, ist am Abend des 31. wohlbe⸗ halten in New⸗York angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Ohio, Capitän C. Basse, welches am 12. Okt. von Bremen abgegangen war, ist wohlbehalten in Baltimore angekommen. Häberle 5 fl., G. Hiero Gaben für Straßburg. Bis jetzt gingen ein von: H. Bechstein 10 fl., Dr. Diegel 5 fl., durch benselben vom rner'schen Institut 6 fl., E. Ermus 2 fl., W. eee 5 fl., Pfarrer Gabel 5 fl., nimus 2 fl., M. Hirsch 2 fl., J., Huber 5 fl., durch denselben von Kirchenrath Görtz und Familie in Nieder-Florstadt 8 fl., Dr. Köhler 1 fl. 45 kr., bei demselben weiter eingegangen 2 fl., Dr. Lorenz 2 fl., Dr. Mathias 5 fl., Diakonus Meyer 1 fl. 45 kr., Nebhuth 2 fl., Stadtrath Rausch 2 fl., durch denselben von Karl Walz 1 fl., Lehrer Kempf 30 kr., Stadtrath C. Scriba 2 fl., Dr. Schmid 3 fl. 30 kr., Dr. Schwabe 3 fl., 30 kr., Beigeordneter Steinhäuser 5 fl., Stadtrath A. Steinhäuser 2 fl., Dr A. Trapp 10 fl., Adv. Trapp IV. 5 fl., durch denselben von Fräulein Helena Groß 1 fl. 45 kr., Hofapotheker C. Görtz 1 fl. 45 kr., Bürgermeister Wolf in Rödgen 1 fl. 30 kr., Ungenannt ein 20 Francsstück, Taubstummenlehrer Rühl 2 fl., durch Dr. Schmid von C. H. 2 fl., Fr. H. M. 1 fl. 45 kr., Frl. L. Br. 1 fl. Bei der Expedition d. Bl. eingegangen von: St. 2 fl. 20 kr., Frau Oberfinanzraih Reuß 1 fl., Director Schäfer 30 kr., Frau Kreistath Diessenvach 1 fl. Besiegt und gefangen. Im Schloß zu Wilhelms böhe Da sitzt Napoleon— Im Herzen tiefes Wehe Um den verlornen Thron! Am fernen Inselstrande, Da weilt des Kaisers Sohn— Verbannt vom Heimathlande, Verbannt— Napoleon! Et hatte tasch begontgen, In frevlem Wahn den Krieg— Und rascher noch gewonnen Die Gegner Sieg auf Sieg! Ein Kaiser— und gefangen! Mit ihm sein ganzes Heer— Er fühlt ein schmerzlich Bangen, Sieht Frankreich nimmermehr—! Friedberg, 1. November 1870. Eduard N. ofraithe⸗ und Güter- Versteigerung. 13 Montag den 5. Dezemder d. J., Vormittags 5 Ühr, sollen im hiesigen Rathhause die der Heinrich Nüller II. Wittwe dahier gehörenden Immobilien, testehend in einer Hofraithe mit Scheuer, Stallung, segelbahn, Hinterbaus und Hausgarten, sodann eines Ferbbauses an der Usa, verschledene Grabgärten, Acker⸗ nd und Wlesen in biesiger Gemarkung öffentlich meist⸗ etend versteigert werden. Das Verzeichniß kann auf dem Bürxeau des Unter⸗ sichneten eingesehen werden. ö Friedberg am 20. Oetober 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg 29. Edictal ladung. 509 Heinrich Bangel, Privatseribent in Friedberg, uessen Vermögen überschuldet ift, hat am 10. September 1 J. mit der Majorttät seiner bekannten Gläubiger fich dzangtrt. Unbekannte Gläubiger, denen die Einsicht der Acten freisteht, haben binnen 14 Tagen ihre For⸗ derungen dahter anzumelden und etwaige Einwendungen 0 Zufti zu dem abgeschlossenen vergleich unterstellt und demselben die Beftätigung er⸗ bellt werden wird. Friedberg den 1. November 1870. g S roßherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Proklam. 215 Det Bäcker Conrad Nickel zu Bruchköbel hrt heute seine Ueberschuldung bei Gericht angezeigt und zum Güteversuch behufs Abwendung des förmlichen Concurses Termin auf den 6. Dezember d. J., Vormittags 9— 10 Ubr, u das Lokal des unterzeichntten Gerichts— Schloß⸗ aße Nr. 26— anberaumt, wozu die Gläubiger des flickel mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die acht erschelnenden als dem Beschluß der Mehrheit bei⸗ lietend angesehen werden und ein etwatger Vergleichs⸗ bischeld nur durch Anschlag im Gerschtslotal veröffent- licht wird. Hanau am 2. November 1870. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. Cd st e r. Um vdt. Strohmeper. 7 4 7 Hafer⸗ und Stroh⸗Lieferung. 219 Dienstag den 8. November d. J., Vormittags 1 Ubr, soll im hlesigen Rathhause die Lieferung von 2 Malter Hafer und 5 Fuder Kornstroh für das Anselvieh, der Stadt Friedberg öffentlich an den Dienigstfordernden in Accord gegeben werden, Friedberg den 4. November 1870. 0 Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg 90** 23 Steinhäuser, Beigeordneler. Versteigerung. 2607 Wegen Abzugs des Großherzoglichen Rentamt⸗ manns Welcker zu Bingenheim werden in der Rentamlshoftatthe daselbst folgende Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert, und zwar: Dienstag den 8. November d. J., Vormittags 8½ Uhr beginnend, 1) 1 Pferd, seither einspännig gefahren, 2) 1 Fohlen, 2½ Jabr alt, 3) 3 Kühe, trächtig, 2 davon find Zugkühe, 4) 2 Schweine, Läufer, 5 1. leichte Chaise, zum Einspännig ⸗ ahren, 6) offenes Korbwägelchen, dessen Sitze in Federn bängen, desgleichen, 7) 1 Sch itten, 8) 1 Oeconomiewagen mit sämmtlichem Zugehör, 9) 1 einspänniges Chaisengeschirr, 10) 1 Pferdegeschirr mit Hintergestell, 11) 2 Pferdehalster, 1 Tränktrenze, verschledene Ketten, 12) 1 Fahrgeschirr für zwei Kühe, 13) Pferde- und Kuhpeitschen, 14) 3 verschiedene Pflüge, 1 Egge mit Schleife, 15) 1 Pfuhlfaß, 2 große Regensässer, Stalleimer, Bültten, Dickwurzmühle, 1 Stoßtrog 16) 1 päckselbank, 1 mit Stößer, 17) 1 Schubkarren, 1 Kastenkarren, 1 Sense, Dresch ⸗ flegel, 1 Heckenscheere, verschiedene Hacken, Schip⸗ pen, Rechen, 18) mehrere Stecken Brennholz, auch etwas Werk⸗ holz, Bohnenstangen, 19) 30 Malter Karioffeln, 20) 15 Wagen Dickwurz und 2 Wagen Weißerüben, 21) 20 Malter Hafer, 8 Malter Korn, 23) 1 Fuder Lornstroh und 4 Fuder Haferstroh, 22) 40 Centner Deu, 50 Centner Grummet, eine Quantität Spreu. Bingenheim am 4. November 1870. eee Bingenheim a h m. Stroh⸗- Lieferung. 2618 Dienstag den 8. November d. J., Vormittags 11 Ubr, soll im biefigen Rathhause das zur Elnwinterung der städtsschen Wasserleitung, Brunnen und Pumpen er- forderliche Materlal, nämlich: 2 Fuder Kornstrob, 3½ Fuder Watzenstrobh, 1 Fuder Gersten⸗ oder Wirrstroh und 2 einspännige Wagen Pferdedünger öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. „Friedberg am 4. November 1870. Großherzogliche N ee Frtedberg 55 d. B.: 0 Steinhäuser, Beigcorpneter. Zugpferd en de Schmiedemelster Oberländer in Friedberg. 2624 Ein vler⸗ jähriges gutes L. g N— Anzeige. 2511 Einem geehrten Publikum biermit die ergebene Anzeige, daß sich von heute an meine Wirthschaft und Metzgerei in meinem neuen Hause nächst dem Bahnhofe befindet. Gleichzeitig empfehle ich Stallungen zum Einsteklen von Pferden ze. Friedberg den 21. October 1870. Wilhelm Wind. Medizinischer Malz zucker, 2622 bestes Mittel gegen Heiserkeit und Huflen. Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. 2575 Ein in allen bäus⸗— sucht lichen Arbeiten erfahrenes Mädchen Stelle. Näberes bei der Exped. d. Bl. Kriegs nummern der Gartenlaube. Die Nr. 44 bringt folgende Beiträge: Aus eigener Kraft. Von W. v. Hillern, geb. Birch.(Fortsetzung.) — Zuflucht unter der Erde. Aus einem Briefe unseres Feldmalers F. W. Heine. Bauernhödle bei Annet. Nach der Natur auf ⸗ genommen von unserem Feldmaler F. W. Heine.— Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Fünfter Brief. Im Schlosse von Corny.(Schluß.)— In den Parallelen einer belagerten Festung. Von Fr. Gerstäcker. Wit drei Abbildungen: Gezogene Riesenmörser vor Straßburg. Nach der Natur aufgenommen am 28. September von R. Heck;— Die Lunetten 52 und 53 vor Straßburg. Nach der Natur vom Thurm des Münsters aus aufgenommen von R. Heckz — Das Steintbor in Straßburg, am Tage der Uebergabe. Nach der Natur aufgenommen von R. Heck.— Blätter und Blütben: Am Ziel. Von Robert Heck.— Bitte eines Todten.— Die Waisen des Kriegs.— Reuesse Helenomedaille.— Zwei Preis⸗ fragen.— Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unsefer unbemtttelten Wehrleute. Ein Branntweinbrenner wird gesucht. Näheres bei G. Mondigler, Kupferschmied. Corseten& Cxinalines 2611 2558 empfteblt K. Friedrich neben der Post. Mit Abbildung: In der⸗ Den Lazarethen zu Bad sind am vorigen Sonntag direct vom deutschen Belagerungscorps vor Metz wieder 80 Mann zugegangen, die nach monatelangen übermenschlichen Strapazen der Ermattung und Krankheit nicht länger widerstehen konnten, und deßhalb nun gerechten Anspruch auf die Pflege ihrer deutschen Mitbrüder und Mitschwestern haben. In unseren Lazarethen krank; wir können um so besser pflegen, je mehr Liebesgaben uns zufließen, sind aber ohne letztere der Deßhalb helft, ihr reichen Wetterauer Oeconomen; helft Alle und bedenkt, wie viel mehr ihr dem Sache nicht gewachsen. Franzmann hättet geben müssen, wenn unsere Soldaten ihm nicht als eherne Mauern Frauen und Jungfrauen, Euere Nauheimer Schwestern leisten uns in der Pflege unserer Soldaten unbezahlbare Dienste, deßhalb unterstützt sie, sammelt Geld und andere nützliche Dinge bei Eueren Männern und Brüdern und sendet sie uns, seid der besten Verwendung sicher!—— Bad Nauheim den 29 Oktober 1870. Der Vorstand des Der Vorsitzende Schutt. a 2 -Uauheim lagern jetzt 130 deutsche Soldaten, zumeist den Weg versperrt hätten! Ihr Wetterauer Hülfsvereins für Pflege der Soldaten. Der Schriftführer Dr. Siebert. Jum Festen der Verwundeten. f Sonntag den 6. November, Abends ½8 Uhr, Cheattalische Abendunterhaltung im Saale des Hotel Trapp. Zur Aufführung kommt: Die Lützower, oder: Die Weihe der Fahne. Vaterländisches Schauspiei in 3 Akten. 2501 Familienbillets, für 3 Personen gültig, 1 fl., Einzelbillets: erster Platz 24 kr., zweiter Platz 15 fr. sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr bei den Herren Bindernagel und Schimpff, C. F. Walz, und W. Wind an der Eisenbahn und Abends an der Kasse zu baben. Die Mitglieder. 2574 Unser Lager von Regulir⸗Oefen neuester Construction halten wir empfohlen Louis Marburg& Söhne„Zur Utichskrone! in Frankfurt a. M. 2. Original-Nähmaschinen 1 Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 77. * Nr. 2 Maschinen für Schneider l. 115. 8 Nr. 2„ mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 122˙½. 1635 Um vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original⸗Maschine ein Ursprungs⸗Certificat beigegeben, welches in New⸗Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unter sschrift trägt. Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. 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EN i 17555 ee e der— U 82 8 U böͤberer 1 d 3 alle Mit ee Hund 1 N N ieder des im vergangenen Auguft von bler abgegangenen 5 f 1 Besdelt Ahnen damals ertheilten Carl Söllner, Mesgermeister. egitimations⸗Bescheinigungen bis zum Schluß. nächner Woche an mich zurüdzuliesern. e Zu vermiethen Friedberg, 4. November 1870. 2 2582 ißt ein großes freundlich moͤdlirtes Zimmer. Dr. Köhler füfagasse Nr. 384. sIrtiwilige Pürgerfeuerweht. N. Singer Manufacturing Cie. in New- Vork.. 2623 Uebung Sonntag Morgen ½8 Ubr am Spritzenhaus. Lehrerconferenz, Seetion Ockstadt, i 2610 Dienstag den 8. November, Nachmittags 1 Uhr. Ausverkauf. 2617 Wegen Aufgabe meines Waarengeschäfts ver⸗ kaufe von beute an allt 15 Putz⸗& Modewaaren, sowie eine Partie srisch angekommener Wollenwaaren unter dem Fabrikpreise. Putzarbeiten werden nach wie vor stets prompt und dillig besorgt. 5 Dora Grödel. Ueue Kastanien! 77. 2485 bei Wilh. Fertsch. E Hammelsleisch 2616 das Pfund zu 12 kr. Wilh. Kreuter. Zur Siegesfeier 2620 Salon und Luftfeuerwerk. Wilh. Sturmfels. Dan ksagung. 2614 Allen Denen, welche unserer innigfigeltebten gulen Mutter und Schwiegermutter Jakobine Kinzenbach während ihrer Krankheit Theilnahme erwiesen und sie zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren tief gefübllefen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 2 Sr===YY= Y———————³ ZW——————ů—— Kirchliche Anzeigen sür Fritdberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Köhler. 21. Sonntag nach Trinitatis. Reformationsfest. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Wahl. Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Bernhard. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 22. Sonntag nach Pfingsten. Fest des heiligen Martinus, Patrons vom Bisthume Mainz. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 7¼ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Vormütags: Herr Seminarlehrer Stamm. ö Katholischt Gemeinde. ö Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff⸗ (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 45 und eine Beilage.) die zu Unter den 9 918 zt welche enden Herr Dat We Vith Wir —