* griedberg e allen Oeco. * Arbeitet lest Ooͤrter⸗ eee den Leben 0 0. U. asserkur rapie. t. Dneumatische s Logis, der kann, hal n akob Heß den ahn ⸗Mai⸗ zualität. Sanenhandlung —— I- chile glettigem Cini 1* 1e! Junge Sperglermeistel Donnerstag den 5. Mai. — berhessisech zer Anze Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate Mai und Juni kann Verlags-Expedirion mit 20 kr., auf den bei den Poststellen mit 3 „Oberhessischen Anzeiger“ bei der kr. abonnirt werden. Aus dem Grußdertoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: l Reglement über die Anwendung des metrischen Maßes auf die bei der Verwaltung der Oomantal- und Communalwaldungen porlommen⸗ Bekanntmachung von eingezogenen Grundrentenscheinen betr. Nr. 16. sub 1. den Gegenstände betreffend. 2 4. Friedberg den 2. Mai 1870. Amtlicher Theil. Großherzogliches Kreisamt Friedberg T Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. Nr. 11. Nr. 466. und 468 Consuleinennung betreffend. Nr. 12. Nr. 469. Vom 20. März 1870. Nr. 470 und 471. Fre ch u Bekanntmachung, betreffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundestatbe des deulschen Zollvereins. Vom 16. April 1870. Ne. 487 Additional-Vertrag zu dem unterm 23./24. Februar 1839 zwischen dem Norddeutschen Bunde und Schweden abgeschlossenen Postvertrag Consulnbestellung betreffend. Be nag. Die Elisabethe Höfer von Reinhardshain, Kreis Grünberg, ist wegen unsittlichen Lebenswandels aus dem diesseitigen Kreise ausge wiesen worden. Im Betretungs falle haben die Großherzoglichen Localpolizeibehörden und die Großherzogliche Gensdarmerie dieselbe zu arretiren und hierher vorführen zu lassen. i i Friedberg den 2. Mai 1870. Großzhezogliches Kreisamt Friedberg. e Hessen. Aus Oberhessen. Das„Frankf. Termine ab sollen die genannten Artikel zollfrei Individuums sagt das„Officielle Journal“: Journ.“ meldet aus Berlin: Eine Anzahl Wirthe und Weinhändler von Gießen haben eine Petition an das deutsche Zollparlament um Beseitigung der im Großberzogthum Hessen bestehenden Zapfgebühr und Tranksteuer von Wein, resp. um Herbeifüh⸗ rung einer Uebereinstimmung der Gesetzgebung über die innere Besteuerung des Weins im ganzen Ge biete des Zollsereins gerichtet, und hält sich zur Zeit in Folge der in Hessen bestehenden Gesetz— gebung noch besonders dadurch beschwert, daß im Widerspruch mit Art. 5 des Zollvereins-Vertrages vom 8. Juli 1867 unter bb, wonach, wenn die Abgabe ohne Rücksicht auf den Werth des Weines erhoben wird, nur 25 Groschen von der Ohm zu 120 Quart preuß. als Maximum für die innere Besteuerung erhoben werden dürfen, dieses Maxi— mum in Hessen vielfach überschritten werde. Der Referent über diesen Gegenstand, Abg. Freiherr Nordeck zur Rabenau, hat in der Commission über die Sache referirt und folgende Anträge gestellt, die in der Commisston ungeachtet des Widerspruchs der Regicrungs-Commissäre einstimmige Annahme fanden.„Das Zollparlament wolle beschließen: 1) den Bundesrath des Zellvereins zu ersuchen, auf Grund des Art. 5 des Zollvereinsvertrages eine Uebereinstimmung der Gesetzgebung über die innere Besteuerung des Weins in den Zollvereins- Staaten herbeizuführen; 2) den Bundesrath des Zollvereins zu ersuchen, eine Untersuchung darüber anzuordnen, in wie weit die zur Zeit im Groß- herzogthum Hessen über die innere Weinbesteuerung bestehenden Gesetze und Verordnungen mit den Bestimmungen des Zollvereinevertrages ron 1867 im Wibderspruch stehen und nach Befund zu ver— anlassen, daß dieser Widerspiuch beseitigt wird.“ Preußen. Berlin. Das Zollparlament setzte am 2. d die Berathung der Tarifvorlage bei Abschnitt II fort, welcher die im Eingengszell veränderten Gegenstänre behandelt. Die Positionen 1, 2 und 3, Baumwollengarn und Baumwollen: gewebe betreffenb, wurden mit seht geringer Ma— jorität angenommen. Bei der Berathung der Eisenzölle stellt Hoverbeck den Antrag, vor Po- sition 4 eine Bestimmung einzuschalten, nach welcher der Eingangszoll auf Robeisen aller Art und altes Bruchcisen bis zum 30. September 1873 2½ Sgr. per Centner betragen soll; von diesem eingehen dürfen. Meyer(Bremen) beantragt folgende Fassung:„Roheisen aller Art und altes Brucheisen sollen beim Eingang vom 1. Januar 1871 mit 4 Sgr., vom 1. Januar 1872 mit 3 Sgr., vom 1. Januar 1873 mit 2 Sgr. und vom 1. Januar 1874 mit 1 Sgr. verzollt werden. Vom 1. Januar 1875 ab sind diese Eisensorten zollfrei.“ Abg. Stumm erklärt sich gegen beide Anträge. Minister Delbrück rechtfertigt die Vor— lage und beleuchtet die Anträge Hoverbeck's und Meyer's, welche er nicht für annehmbar hält. Untuh will weitere Ermäßigungen. Schließlich wird der Antrag Hoverbeck in namentlicher Ab stimmung mit 125 gegen 113 Stimmen angenom- men, der Antrag Meyer mit 120 gegen 116 Stimmen verworfen Köln. Dem„Frankf. Journ.“ schreibt man von hier: In den letzten Tagen starben hiee zwei junge Männer, welche den Krieg von 1866 mit— gemacht, an den Folgen der erhaltenen Wunden. Die Fälle sind nicht selten, daß sich solche Krieger jenes Jahres, die anscheinend gesund aus dem Feldzuge heimkehrten, nach vier Jahren in schwind— süchtigem Zustande, mit dem ärztlichen Zeugniß, daß die Strapazen des Feldzuges die Krankheit veranlaßt hätten, an das Unterstützungs Comite wenden, weil sie für die Staatsunterstützung seiner Zeit nicht netirt worden sind. Es stellt sich somit heraus, daß der Menschenverbrauch in dem letzten, so kurzen Feldzug weit erheblicher war, als man früher annahm, vielleicht weit ernormer, wie ehe— mals in langandauernden Kriegen. Das hiesige Unterstützungscomtte, wesches noch über 20,000 Thlr. verfügt, hat bei den vielen der Unterstützung bedürftigen Irvaliten, Wittwen und Walsen jähr— lich 5000— 0000 Thlr zu verausgaben. Sachsen. Dresden. Der Großberzog von Hessen ist am 2. d., begleitet vom König und ber Königin, welche dem Großherzog bis Röderau entgegen gefahren waren, von Berlin hier eingetroffen und im„Hotel Bellevue“ ab gestiegen. — Der Großherzog von Hessen hat am 3 d. früh 7½ Uhr über Leipzig die Rückreise nach Darmstabt angetreten. Frankreich. Paris. Ueber die schon gemeldete Verhaftung(ines attentatverdächtigen „Schon seit einiger Zeit war die Polizei auf der Spur einer Verschwörung, die ein Attentat auf 05 Leben des Kaisers zum Zwecke hatte. Gestern Morgen um 9 Uhr hat die Polizei in der Rut des Moulins einen gewissen Baurie verbaftel. Dieser trug eine Summe Geldes und einen ge— ladenen Revolver bei sich, sowie einen Brief, datirt aus London und ausgehend von einem der Meist⸗ compromittirten vom Februar-Complot. Dieser Brief und die Geständnisse des Baurie lassen keinen Zweifel über die Motive seiner Ankunft in Frankreich und über die Absicht, sofort das beab— sichtigte Attentat auszuführen. Im Verlaufe des Abends wurden noch andere Individuen in Bellesille verhaftet; bei einem derselben hat man eine Kiste voll Bomben, eine gewisse Quantität Spreng- pulver sowie Anweisungen zu dessen Bereitung gefunden. Diese Verschwörung scheint zusammen zu hängen mit dem Complot, über welches die Instruktion fast zu Ende geführt ist. Seit gestern hat die Polizei die hauptsächlichen Führer der Internationale von der pariser Skction verhaftet, einer ungesetzlichen Verbindung, deren S Sitz außer⸗ halb Frankreichs ist. Sie sind der Justäbebörde überliefert. — Das diplomatische Corps hat sich am 2. d., den päpstlichen Nuntius an der Spitze, in die Tuilerien begeben. Msgr. Chigi richtete an den Kaiser eine Ansprache, welche den Gesinnungen der fremden Souveränen für Se. Majestät und für den kaiserlichen Prinzen Ausdruck gab. Das„Journal officiel“ meldet: Der französische Boischafter in Rom, Marquis 75 Banneville, hat in einer Depesche vom 28. v. M. an den interimistischen Minister des Auswärtigen, Herrn Ollivier, die Mittheilung gelangen lassen, daß die meisten der zur Zeit in Rom auwesenden französischen Bischöfe ihr Bedauern ausgedrückt hätten, bei der allgemeinen Volksabstimmung ihre Stimme nicht abgeben zu können. Diese Bischöfe, heißt es weiter, würden sich glücklich schätzen, der Renierung und dem Kaiser in Mitten der Be— völkerung ihrer Diöcesen ein Beispiel von Ver— trauen und Ergebenheilt darzubringen und mochten wenigstens den Gedanken bezeugen, von welchem sie beseelt seien. Sie fragen daher an, ob sie und die Geistlichen, welche fie nach Ram begleitet haben, ihre Stimmen auf der französischen Bot⸗ chaft abgeben könnten.— Cernuschi, der aus- gewiesene römische Emigrant, hat der Kasse des demokratischen Comites die Summe von weiteren 100,000 Frs. übermittelt. — Der„Siecle“ berichtet: Herr Protot, Advocat, gegen welchen ein Verhaftbefehl zur Aus⸗ führung gebracht wurde, hat Widerstand geleistet, indem er auf den Polizeicommissär Herrn Clement einen Revolverschuß gethan hat. Herr Pretot ist nach Mazas abgeführt worden. Man erfährt nicht, ob der Schuß getroffen hat. — Die Ansicht, daß das zu so gelegener Stunde aufgetauchte neue„Complot“ ein von dem Kaiserreich in Scene gesetzter, schon so oft da⸗ gewesener, abgenutzter Kunstgriff sei, findet immer mehr Anhänger und sowohl in der französischen als auch namentlich in der deutschen Presse be- gegnet man vielfach dieser Beurtheilung und Blätter wie die Köln. Ztg. und die Kreuzzeitung selbst, vermögen ihre Zweifel über die Art und Weise des Zustandekommens dieser wunderbaren Per- schwörung nicht zu unterdrücken. Die„Marseillaise“ parirt den Schlag, welchen die Polizei gegen die Demokratie führen wollte, mit folgenden einfachen Worten:„Seit dem 31. April haben die Ver⸗ haftungen in Paris wieder ihren Anfang ge nommen; die Regierung nimmt abermals ihre Zuflucht zur Gewalt und Einschüchterung. Die Polizei wird ohne Zweifel alle möglichen Mittel anwenden, um eine Volksbewegung und Unord⸗ nungen hervorzurufen, in der Absicht, die Wähler der Landbevölkerung und den furchtsamen Theil der Bourgeoisie einzuschüchtern. Heute haben wir die Verhaftungen, morgen wird die Reihe an den Casse⸗Tetes und übermorgen— wenn wir nicht wachsam sind— an den berüchtigten weißen Blousen sein. Unter solchen Umständen ewpfeblen wir den Bürgern auf's dringendste die größte Klugheit und die größte Ruhe. Lassen wir uns zu keiner Zornesbewegung, selbst zu der legitimsten, hinreißen; isoliren wir vielmehr die Agents pro- vocateurs, um in völliger Ruhe unsere Rechte zu wahren.“ Großbritannien. London. Im Hause der Lords legte Lord Clarendon die Correspon⸗ denz über die marathonische Affaire auf den Tisch nieder. Lord Carnanon, sprach dem Lord Clarendon und dem Unterstaatssecrelär des Auswärtigen Hrn. Hammond den wärmsten Dank des Hauses aus für die Art ihres Vorgehens in der Sache. Auf der griechischen Regierung laste eine schwere Verantwortung; ihr Endurtheil werden beide Häuser zurückhalten müssen bis der Sachverhalt vollständig vorliege. Dieser Ausschub aber, das hofft Redner aufs innigste, werde das jetzt vor⸗ herrschende Gefühl des Grauens und Abscheues nicht abschwächen, noch ein Jota von der Strafe nehmen, welche geübt werden müsse, wenn die Stunde der Abrechnung gekommen sei. Donaufürstenthümer. Der„N. fr. Pr.“ schreibt man von Galatz:„Laut telegraphischen Berichten rottete sich am 24. April um 8 Uhr Abends der Pöbel in Tekutsch(Hauptstadt des Distriktes gleichen Namens) zusammen, übersiel und mißhandelte die dortigen jüdischen Einwohner — bestehend aus circa 36 Familien— verwun⸗ dete mehrere Personen, plünderte ihre Wohnungen und Verkaufslocale, demolirte die Synagoge und, wie es bei den aufgeklärten Rumänen gewöhnlich Gebrauch, raubte and zerriß die dort vorgefun- denen Thoras. Dieser Uafug dauerte ohne jede Intervention Seitens der Ortsobrigkeit vier Stunden; erst um Mitternacht, sei is, daß dieses Häuflein wehrleser Opfer schon gänzlich aus⸗ geplündert und genügend geschlagen und mißhan— delt war, oder daß die Angreifer schon ermödet waren, zog sich diese Horde wieder zurück. Frankfurt. Ju der letzten Monatssitzung des land⸗ wirihschasttichen Monats-Clabs im„Hotel Drexel“ hielt Hr. Major v. Grolman einen anziehenden Vortrag über Züchtung des landwirchschaftlichen Ardeilopferdes, Die Beschlußsassung über einen in vergangener Sitzung ge⸗ stellten Antrag, die, interessante Verhandlung über den landwirihschafilichen Fortbiloungsunlerricht auch für weitete Kreise nutzbringend zu machen, wurde auf eine spätere Zusammenkunft veriagt. Vom Main. Die Landwirthe, welche sich schwedische Arbeiter kommen ließen, sind theils gut, theils schlecht mit denselben gefahren, namentlich war Letzteres da der Fall, wo die Burschen von der Landwirihschaft nichts verstanden. Allgemeines Lob findet ihr zuvorkommendes Benehmen und waren sie da, wo sie bei Herrn A. durchgegangen sind, bis zum letzten Augenblick artig, so daß man ihre Absicht gar nicht merkte. Die Polizei wurde gegen einige Ausreißer, jedoch vergeblich, zu Hülse gerufen. Ein Theil derselben arbeitet in Offenbacher Fabriken. Am 20. lrifft wieder ein Transport Schweden in Niederwöllstadt ein. Gießen. Der biesige„Anzeiger“ schreibt: Wie groß der Aberglaube noch im Volk wurzelt, davon legt auch unser benachbarter Ort Wieseck Zeugniß ab. Ein Knabe von dort bekam Krämpfe und weiß in diesem Zu⸗ stande genau Tag und Stunde anzugeben, wann dieselben wiederkehren. Zu allem Ueberfluß gibt er an, daß, so lange eine Person, welche er genau beschreibt, sich im Zimmer befindet, seine Krämpfe andauern. Es haben nun einige alte Weiber nichts Eiligeres zu ihun, als die Meinung zu verbreiten, daß der Junge verhext set und zwar von derselben Person, welche er in seinem Delirium so genau beschreibt. Ein in Wieseck sich aufhaltender Schreinergeselle will nun den Jungen kuriren und hat herausgebracht, daß diese Persönlichkeit, welche den Jungen verbext haben soll, kein anderer sei, als der Ortsbürger Balthaser Weller. Er gibt sogar weiter an, daß er sich im Walde mit diesem Manne hetumgeprügelt babe und daß er ein Mal unter dem Arme trage; gewiß das güastige Zeichen, um einen der Hexerei zu beschuldigen?! Der fragliche Schteinergeselle treib! sogar seine Hexenkaren so weit, daß er in das benachbarte Lollar gerufen worden sein soll, um dort ein Paar verhexte Kühe zu kuriren.— Wäre es unter so bewandten Umständen nicht am Platze, daß von Seiten der Behörden solchem Unfuge gesteuert wird, zumal der intelligente Theil der Bewohner von Wieseck solches Treiben mit Abscheu ansieht. Darmstadt. Bei dem vom badischen Reunverein in Mannheim veranstalleten Rennen gewann beim Offi⸗ ziershürdenrennen(Distanz 1600 Meter, 6 Hürden) wo⸗ bei 7 Pferde gingen, die Fuchssinte„Lobe“ des Grafen Isenburg-Philippseich,(Oberlieutenant im hiesigein 2. Reiterregiment,) den ersten, von dem Prinzen Wilhelm von Baden gestistesen Ehrenpreis, und eine Geldprämie von 300 fl. Bingen. Vor einigen Morgen fuhr der Aßmanus⸗ bäuser Markinachen, mit ungefähr 20 Personen und Ge⸗ päck schwer beladen, nach Hause zurück. Kaum in der Milte des Rheins angelangt, schöpfte er Wasser und sauk vor den Rheinmühlen unter. Durch das Geschrei der Passagiere aufmerklam gemacht, ließ ein Müller seine Muhle stille steßen, an deten Rädern einige Personen sich anklammerten, bis sie durch Kähne geholt werden konnten; andere wurden von dem gerade vorüberfahrenden Traject⸗ boot mittels seines heruntergelassenen Nacheus und durch mehrere Schiffer Nie sogleich herbeieilten, aufgefischt. Ein Mann schwamm auf die Insel des Mäusethurme. So ist glücklicherweise kein Menschenleben zu beklagen. Ueber⸗ ladung des Kabnes soll wie häufig so auch hier Ursache des Unfalls gewesen sein. Heidelberg. Daß hie und da noch Hexenverfolgungen vorkommen, ist leider nichts Ungewöhnliches; auch hier sah sich dieser Tage eine Frauen sperson genöthigt, Schutz zu suchen vor den wiederholten öffentlichen Anschuldigungen von zwei jungen Frauen, welche behaupten, daß ibre Kinder von derselben behext seien(1)(Siehe den Artikel unter Gießen.) Ems.(Falsches Papiergeld) Kürzlich wurde in einem hiesigen Bankgause eine falsche Thüringer Banknote über 20 Tylr. eingenommen. Die Note, die sehr schlecht liihographirt ist, trägt das Dalum: Sonders⸗ hausen, den 1. Mai 1856. Wir machen bei Vorkommen auf dieses Falsificat aufmeiksam. Ueber eine Räuber⸗Affaire bei Athen, welche vor einigen Wochen sich ereignete und seit⸗ dem die Tagespresse, namentlich die englische, leb⸗ haft beschäftigt, kommen jetzt folgende Details in die Oeffentlichkeit: Der erst vor wenigen Tagen in Athen eingetroffene Lord Jocleyn F. Muneaster, der mit seiner jungen Gattin und dem Bruder der Gräfin de Crey, Herrn Frederie Vpuer, auf einer längeren Reise begriffen war, wandte sich am 9. April an die britische Gesandtschaft in Wien und ließ bei der griechischen Regierung anfragen, ob man ohne Gefahr das Schlachtfeld von Marathon besuchen könne. Die Antwort war, es sei durchaus keine Gefahr vorhanden. Banditen gebe es überhaupt in Attica nicht, es solle indessen zum Ueberfluß eine Escorte gestellt werden. Letztere war denn auch, bestehend aus vier Gendarmen, früh Morgens am 11., als sich die Reisegesellschaft zu ihrem Ausfluge auf den Weg machte, zur Stelle. Außer Lord und Lady Muncaster und Herrn Vyner nahm noch ein eng lischer Advokat, Hr. Lloyd, nebst Frau und Töch⸗ terchen, der Legationssekretär Herbert und der Legationssekretär von der italienischen Gesandt⸗ schaft, Graf de Boßt, an der Partie theil. In zwei Wagen(die Escorte war beritten) besuchten die Reisenden das Schlachtfeld. Auf der Rück fahrt nun, unweit Pikermis(vier Wegstunden von Athen), als sich eben die Gesellschaft in fröh⸗ lichster Stimmung befand, wurde sie durch mehrere in großer Nähe aus dem Dickicht abgefeuerte Flintenschüsse aufgeschreckt. Die Kutscher trieben ihre Pferde an, und bald waren sie aus dem Bereiche der Kugeln, als plötzlich neben ihnen neue Schüsse aus einem zweiten Versteck fielen. Doch auch diesem Hinterhalt entrannen sie glück⸗ lich durch die Schnelligkeit der Pferde. Schlimmer aber erging es ihnen beim dritten Hinterhalte. Bei einer Biegung des Weges machten die Pferde plötzlich Halt, indem vor ihnen eine zahlreiche Räubertruppe gelagert war, die, das Gewehr im Anschlag, den Kutschen Halt gebot. Die vier begleitenden Gendarmen warfen sich da plötzlich auf die Räuber und schossen auf sie, wurden aber don einem Kugelhagel empfangen, der zwei Gendarmen vom Sattel warf und ein Pferd tödtete. Die Reisenden wurden unter Drohungen aus den Wagen gezerrt und genöthigt, mit den Banditen den Pentelikus hinaufzusteigen. Man war indessen noch nicht 50 Schritte vom Wege entfernt, als eine Militär-Patrouille von 6 Mann sich näherte und auf die Räuber zu feuern begann. Der Ueberzahl der Bande gegenüber, die zwischen 20 bis 30 Mann zählte, fanden es die Soldaten jedoch für gerathen, das Feuer einzustellen, um⸗ somehr, als dasselbe den Gefangenen gefährlich werden konnte; die Räuber setzten darauf die beiden Damen, Lady Muncaster und Frau Lloyd, nebst deren 5jährigem Töchterchen in Freiheit und sandten dieselben mit den 2 underletzten Gendarmen nach Athen zurück, wo sie Nachts ankamen und die traurige Geschichte von ihter Lustpartie er⸗ zählten. Die englische und italienische Gesandt⸗ schaft wandte sich sofort an das Kriegsministerium und es wuide unverzüglich Besehl gegeben, daß eine Schwadron Cavallerie und eine Abtheilung Infanterie aufbrechen sollte, die Räuber zu ver— folgen. Nach reiflicher Ueberlegung hielt man es jedoch für besser, diesen Befehl zu widerrufen. Mittlerweile mußten die Herren der Gesellschaft bergauf bergab, durch Dick und Dünn der Bandt folgen, welche in erster Linie sich genöthigt sah, an ihre Sicherheit zu denken. Erst nach zwei⸗ tägigem Umherziehen, wobei außer Wasser und Brod wenig Nahrung abgefallen war, sandte der Räuberhauptmann Lord Muncaster als Abgeord-⸗ neten auf Ehrenwort nach Athen, um Kleider, Lebensmittel und das Lösegeld zu besorgen. Die erste Forderung von 50,000 L. wurde nach einigem Verhandeln auf 25,000 L. herabgesetzt, und das war die Summe, welche Lord Muncaster decken mußte. Mit Hülfe der Gesandtschaft gelang es, die nöthigen Gelder aufzutreiben, und der Ab⸗ gesandte benachrichtigte den Räuberbauptmaun, daß die geforderte Summe gezahlt werden solle⸗ Da inzwischen aber einige Zeit verflossen war, die griechische Presse nach Kräften Capital aus der Sache schlug, um das Ministerium anzugreifen, und letzteres sich halb genöthigt sah, etwas zu thun und Truppen zur Verfolgung der Schnapp hähne ausrücken zu lassen, so gingen die Räuber auch einen Schritt weiter und verlangten ihrer- seits Straflosigkeit. War man arch zur Zahlung des Lösegeldes bereit, die Amnestie konnte jedoch mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Verfassung nicht bewilligt werden. Die Räuber, vom Militär blofirt, suchten nach Euböa zu entkommen, zuvor erstachen sie aber die Gefangenen, welche wegen Ermattung nicht folgen konnten. Bald darauf kam es zu einem Gefecht zwischen Militär und Briganten, in welchem die Letzteren 9 Todte (darunter den Chef der Bande) verloren. Einer der Briganten fiel verwundet in die Hände der Soldaten. Zwölf der Räuber, unter welchen sich vier Verwundete befanden, wurden eifrigst verfolgt. Verloos ungen. Wien, 2. Mai. In der heutigen Nummel-Ziebung der 1860er Loose siel der Haupttreffer auf Serie 4840 Nr. 4; der zweite Treffer auf Serie 10494 Nr. 19; der dritte auf Serie 14308 Nr. 6. Auf Serie 7600 Nr. 9 und Serie 3792 Nr. 5 fielen 10,000 fl. dazu erf 1 neigetur die Wen 1244 zunächf Difrlet Berffel 85 A 4 20 Mundez 8— froh. 00 0 nehrer. 0 0 um a de kichen 0 aus dem ben ihnen Lersteck itlen aun sie glück. 5 Sling: 1 bierzalte Vie die pferde ide zahlreiche das Gewehr in det. Die vier 1 da plötzlich „ dudtn aber u, der wei and eir Pferd auer Drohungen digt, nit de tuttn degann et, die jzwischen ts die Soldaten tigzustellen, us⸗ gtnen gesährlic darauf die d Frau klotzt, Frtibeit und teten Gendarmen tt ankamen un t Luswartie. gegeben, daß tint Ablbeilng Nauber zu u hielt nan ta zu wid errusen det Gisellschaf dünn der Band 5 genötbigt sah Irn nach zwe att Wastt un sandte da r als Adgeork, un Kltidel, Die * 1 besorgen. kurdt a0 tiniges ett, unt dn Nuntaster deten sichelt gelang bt, der 1, fur 5 Aüsberbarpinann, n nenden solt⸗ 1 Versteigerung von Straßenarbeiten. 1232 Die zur Verschmälerung der Fahrbehn auf der — Straße Ilbenstadt: Relchels helm, in der Ge⸗ markung Dorn Assenbeim und Reichelsheim erforderlichen Arbelten, veranschlagt zu 450 fl., sollen Montag den 9. Mat J. J., Mitiage 1 Uhr, im Gasthaus zur Post zu Reichelsheim und die Arbeiten zur Verschmälerung der Fahrbahn auf der Straße Gießen Frankfurt von der Gemarkung Dortelweil bis Vilbel, veranschlagt zu 667 fl. 8 kr., sollen Dienstag den 10. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, auf dem Cbausseebaus bet Dortel⸗ weil unter den bei der Verstetgerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstfordernden ver⸗ geben werden. Friedberg den 30. April 1870. Großberzogliches Kreisbauamt Ftiedberg Re u 5 Versteigerung von Pflasterarbeit. 1243 Mentag den 9. Mat l. J, Morgens 11 Ubr, soll die Fertigung eines Stücks Gossenpflaster im Gaft⸗ dause zur Post in Reichelsheim, nebst Fieferung der dazu erforderlichen Matetialien unter den bei der Ver— fleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigftfordenden vergeben werden... 1) Pflafterardeitslohn, veranschlagt zu 124 56 2) Lieferung von 62,5 Cubikmeter Pflaffe: steine 187 30 3) Lieferung von 47 Cubikmeter Kies 101 50 4) Bchauen der Pflasterßteine 125— 5) Steimnaussetzen 6 15 6) Kies messen 3 8 Friedberg der 30. April 1870. Groß herzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u 5. Holz- Versteigerung. 1244 Dienstag den 10. Mai d. J. kommen zunächt Oder ⸗ Rosbach gelegenen Domanialwald— Diftriet Kellerberg, Schlag Nr. XVI., zur öffentlichen Versteigtrung: 8850 Wellen Eichen- und Bicken⸗Reisholz, 330„ Nadel⸗Reis holz. Zusammenkunft und Anfang der Verstetgerung präcis ½9 Uhr Mortzens und zwar am Oder⸗Rosbacher Zeld dei den ersten Dolznummern Ober ⸗Rosbach am 2. Mai 1870. Großherzogliche Oberförßerei Obet-Rosbach . E. d. St.: Jochem, Forst⸗Accessist. Arbeits⸗Versteigerung. 1249 Samstag den 7. Mal d. 3. Mittags 12 Uhr, ell auf dem Gemeindehaus zu Södel fur 200 fl. Tbauffitarbeut, sowie ur 50 fl. Steine zu zerschlagen einer öffentlichen Versteigerung ausgesitzt werden. Dambach den 3. Mat 1870. Schneider, Bezuks⸗ Bauaufseher. Arbeits ⸗Versteigerung. 250 Samsiag den 7. Nat d. J., Vormitiage 10 Uhr, goll arf dem Gemeindehaus zu Wölfersheim nach⸗ ehende Arbeit elner öffentlichen Versteigerung aus⸗ gesetzt werden: 1) Pflasterarbeit, lt. Kostenüberschlag 506 fl. 2) Brechen, Anfahren von Steinen und Sand, sowie Aufsetzen der Steine und Messen des Sandes 3) Zimmerarbeit 10„ 4) Maurerarb eit 9 Gambach den 3. Mai 1870. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseher. Bekanntmachung. 1251 Montag den 16. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll auf hiesigem Rathhaue das den Heinrich Pöl Eheleuten dabier gehörige vorm. Faulflch'sche Chaussee haus mit dem dabei befindlichen Gelände öffentlich meist⸗ bietend verfseigert werden. Bönstadt den 2. Mat 1870. Großherzogliches Ortogericht Bönfladt Geibel. Arbeits ⸗Versteigerung. 1255 Samstag den 7. d. M., Nachmittags 2 Ubr, soll auf dem Büteau des Unterzeichneten für 562 fl Pflafßerarbett einer öffentlichen Versselgerung auegesetzt werden. Münzenberg den 2. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg Jäger. Korn-, Weizen-XGerslenstroh, 1256 sowte Spreu bat zu verkaufen W. Gatzert in Heuchelheim. Corleten de billigu bel R. Friedrich neben der Post. in dem Großherzogliche Realschule zu Fliedherg. 1241 Die öffentliche Prüfung an der Realschule wird Dienstag und Mittwoch den 17. und 18. Mai, Morgens 8 Uhr und Mittags 2 Uhr, im Realschulgebäude, der Schulagetus Donnerstag den 19. Mat, Mittags 3 Uhr, im Saale des Hotel Trapp stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten wir die Eltern, sowie die Gönner und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler(dießmal für die Vorschule schon mit dem S. Lebensjahre) können Freitag und Samstag den 10. und 11. Junt, Morgens von 9—12 Uhr, in dem Conferenzzimmer des Realschulgebäudes unter Beibringung von Zeug nissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 13. Juni die Aufnahms prüfung statthaben wird.— Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 14. Juni seinen Anfang. Großherzogliche Direction der Realschule Dr. Möller. Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. 1247 Der Geschästsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs⸗Abschlusses für das Jahr 1869: Grundkapital) Inge,, 5,250,000.— Prämien- und Zinsen⸗ Einnahme für 1869(excl. der Prämien für CCCCCCCCCCVVVVVꝙVVVCVVTPCVTCTCPCCCCCCCCGCCGTCT(TTTTT(TT(TkéT'T.kk'b.'Tk.'... 3,180 958. 3 Prämien⸗Reservenn. 52 5.128 595. 24 l. 13 359 353. 27 Versicherungen in Krast am Schlusse des Jahres 18899...„1,862.5 28,066. Friedberg und Bad Nauheim den 1 Mai 1870. Louis Winheim. H. E. Wiegand, Agenten der Geseilschaft. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) bellt brieflich der Specialarzt für Eptlepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 6 jetzt: Loutsenstraße 45.— Bereits über Hundert geheilt. bie Aunoncen-Expedition von 6. L. 04 UBE& Comp. in Brussel Rue de Pepin 83. en Stadt, Schulerstrasse 11 Munchen Kaufipg Fruntfunt u. M. markt 7. Sbullgarl Humburg Königstrasse 25 21 Neuer Wall 62. befordert täglich zu den Originalpreisen Inserate in alle Zeitungen aller Länder,, liofeft über jede Annonce den Beleg gtatis und bewilligt bei grösseren Aufträgen die günstigsten Bedingungen. 1260 Ausfährliehe Zeitungsverzeiehuisse Sratis- franco. Mageusalz, Uegenschirme 1252 bekannt als Bullrichs Untversal Reinigungssalz, gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. 1c. in /, ½, 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr biulgen Preisen bei K. Friedrich, neden der pet. ———.½ Pfunden empfiehlt 45 A. 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