u gtießem öchimpf ber 1870. — 404 — 12 1870. Samslag den 5. Februar. N16. berhessischer Anzeiger. Juthält die amtlichen Srlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. betreffend: Die Statistik der Bewegung 8. in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Amtlicher Theil. hier Einsendung der Register über die Zu- und Wegzüge für 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedb Assenheim, Dorn-Assenheim, Oppershofen, Rockenberg und den Polizeicommissär zu Wir erwarten die Einsendung der rubrizirten Register umgehend bei Meidung der Abholung. Friedberg den 1. Februar 1870 erg Gambach, Ilbenstadt, Bad-Nauheim, Hausen mit Oes, Wickstadt. Tur ap p. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog ⸗ che Regierungsblatt Nr. 3 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, de Besiätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. [Werden wir nachtragen. D. R.) II. Bekanntmachung Großberzogl. Ministeriums der finanzen, die Gewährung der Zoll- und Steuervergütung fir in das Ausland versendeten Tabak betr. III. Bekanntmachung derselben Behörde, die Dena heirung von Vieh⸗ und Gewerbesalz, sowie von Salz— tofällen betreffend. IV. Bekanntmachung, die Personenpostcourse, bezw. lie Personengeldsätze zwischen Lauterbach und Nieder— Döllstadt, Büdingen und Altenstadt, Lauterbach und Gedern, Gedern und Nieder⸗Wöllstadt betr. V. Uebersicht der im Jabre 1869 in den Irrenanstalten es Großhberzogthums verpflegten Kranken. VI. Namens veränderung. S. K. H. der Großherzog Aben allergnädigst gerubt: am 11. Jan. der Wilhelmine Roller zu Offenbach zu gesatten? daß dieselbe statt ihres sberigen den Familiennamen Kroll führe. VII. Eriheilung eines Erfindungspatentes. K. G her Großberzog baben allergnädigst gerubt: am 21. Januar tem Buchbinder August Markus zu Bessungen auf dessen Jachsuchen ein Erfindengspatent auf das durch Modell ind Beschreibung näher erläuterte Verfahren zur Fabrikation don wasserdichten Papierhüten zur Kopfbedeckung unter m Vorbehalt, daß durch das verliehene Patent Niemand der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile Ir Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten nf Jatre für den Umfang des Großherzegthums zu cheilen. VIII. Dienfinachrichten. S. K. H. der Großherzog ben allergnädigst geruht: am 4. Januar den Distrikts— tunehmer der Distrikiscinnehmerei Scholten II., Heos u die Distriktseinnehmerei Groß⸗Buseck,— den Distlikts⸗ annetzmer der Distriktieeinnehmerei Ulrichstein, Lehr, in die Tistriktseinnebmerei Schotten II., den Distriktsein⸗— uhmer der Distriktseinnebmerei Assenbeim, Seitz, in die Eistriktseinnehmerei Ulrichstein,— den Distrikteeinnehmer ar Distrilteeinnehmerei Lauterbach, Moter, in die Distrikts annchmerei Arheilgen,— den Distriktseinnehmer der Di— hiklseinnetmerei Homberg, Hoos, in die Dinriklseinnehmerei Kuterbach zu versetzen;— den Finonz-Aspiranten Veil⸗ Ain aus Romrod zum Distriktseinnehmer der Distrikts— ünehmerei Asse heim,— den Finanz⸗Accessisten Hechler s Bretzenheim zum Distrikiseinnehmer der Distrikte— ünnehmerei Homberg zu ernennen;— an demselben Tage um evangelischen Schullehrer zu Schlechtenwegen, Binde— weld, bie cvangelische Schule zu Selters,— dem Schul⸗ rer an der zweiten evangelischen Schule zu Hofheim, Haz, die erste evangelische Schulstelle zu Hosheim,— am Januar dem Schullehrer an der vierten evangelischen Schule zu Lampertheim, Geißler, die zweite evangelische sculstelle beselbn— und dem Schulamts-Aspiranlen nah aus Pfeddersheim die zweste evangelische Schulstelle u Hosheim zu übertragen,— den Hosküchenwärter Arn— ter zum Hofküchengebülsen— und den Bau-Aspiranten itting aus Keltenbeim zum Kreie baumeister des Kreis— kiamtes Oppenheim zu cenennen;— am 11. Januar len von dem Herrn Fürsten zu Solms Hohensolms-Lich e die erledigte cvangelische Schulstelle zu Hattenrod Mäsentirten Schulamis-Aspirxansen Braun aus Biedenkopf, in Königreich Preußen, für diese Stelle zu bestätigenz— en 15. Januar den Gerichtsvellzieher mit dem Amtssitze „Wölestein, Kehr, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amts i in Oppenheim,— die Gerichtovollzieher-Asplranten ügmann aus Oppenheim und Moll aus Wöllsiein zu S —. biclchlsvellzichern mil dem Amtssitze zu Wöllstein— zu dennen;— an demselben Tage dem Lebrer an der bie— bingen Garnise neschule zu Darmstadt, Garnisonsmitprediger Teich, bie erledige cvangelische Pfartstelle zu Köngernheim N uübertra en. IX. Cbaraklerertheilung. S. K. H. der Großherzog taten allergnädiast gerubt: am 8. Jan, dem Weinhändler Johann Nicolaus Karst zu Frandfurt ga. M. den Charakter ei Hoflieferant zu ertheilen. X. Coucurrenz für: die evangel. Pfarrstelle zu Ober— Ingelheim mit einem zu 1054 fl. 53 kr. veranschlagten jahrlichen Gehalte, der sich zur Zeit durch Verpachtung von Grundstücken auf ungefäbr 1350 fl. beläuft. XI. Gestorben: am 21. Dec. der Schullehrer Schick zu Seibelsdorf;— am 24. Dec. der Schullehrer Perth zu Sellnrod;— am 27. Dec. der Diftriktseinnehmer Flemming zu Butzbach;— am 4. Jan. ber evangelische Pfarrer und Dekan Stamm zu Stockstadt;— am 7. Jan der penfionirte Förster Roth zu Klein⸗Kretzenburg;— am * A* 17. Jan. der evangel. Pfarrer Erdmann zu Langenbain; em 19. Jan. der Sekretär am Bezirksgericht Mainz Dienst, zu Mainz;— am 21. Jau. der Vrückengeldcon⸗ treleur Koob zu Worms;— am 27. Jan, der Land⸗ richter Dr. Stockhausen zu Groß⸗Umstadt. Preußen. Berlin. Die„Provinzial⸗ Correspondenz“ meldet, der Reichstag werde etwa am 14. Februar einberufen und die gegenwärtige Landtagssession dadurch unterbrochen werden. Für die Eröffnung des Zollparlaments ist der 20. Febr. in Aussicht genommen. Der Reichstag wird sich nächst der Berathung des Bundeshaushalts pro 1871 und dem Bundeshaushaltsnachtrag pro 1870 vornehmlich mit dem Strafgesetzbuch für den norddeutschen Bund, dem Gesetz über die Bundes— staatsangchörigkeit, sowie dem Gesetz über die Be- seimmung des Unterstützungswohusitzes beschäftigen. Kassel. Nach der„Tagespost“ hat der König die einjährige Feßungshaft, zu welcher der Lieutenant v. V. zu Grebenstein wegen schlechter Behandlung eines Soldaten, der sich in Folge dessen das Leben nahm, verurtheilt wurde, um drei Monate erhöht. Ein solcher Entscheid steht bis jetzt wohl vereinzelt da. Bayern München. Geheimerath Dr. Justus v. Liebig hat in diesen Tagen die von der Gesellschaft für Kunst, Handel und Manufaktur in England zu Ehren des Prinzen Albert gestiftete goldene„Albert. Medaille“ erhalten. Es ist dieß eine um so größere Ehre, als alljährlich nur eine solche Medaille vertheilt wird, und die diesjährige die erste ist, die an einen Deutschen verliehen worden und nach Deutschland gekommen ist. — Eine königliche Entschließung vom 1. Febr., welche dem Präsidium der Reichsrathskammer über— mittelt wurde, lautet:„Die Adresse der Reichs— rathskammer hat durch ihre prineipiellen Angriffe auf den Gesammtbestand des gegenwärtigen Mi— nisteriums ohne jede thatsächliche oder gesetzlich greifbare Begründung dem Geiste der Versöhnung nicht entsprochen, welchen ich in der Thronrede der Landesvertretung entgegengebracht habe, und hier- durch die Möglichkeit ihrer Annahme für mich ausgeschlossen. Uebrigens werde ich deßhalb nicht ermüden, dem Lande die durch das Uebermaß der Par eibewegung gestörte Ruhe wiederzugeben. Von dieser meiner Entschließung ist der erste Präsident der Reichsrathskammer sofort zu verständigen. (gez.) Ludwig. Baden. Karlsruhe. In der zweiten Kammer legte der Minister der auswärtigen An— gelegenheiten Herr v. Freydorff den Jurisdictions- vertrag Badens mit dem norddeutschen Bunde vom 24. Januar vor. DOiesterreich. Wien. Die„Wiener 31g.“ veröffentlicht die Ernennung des Ministers Hasner zum Ministerprästpenten. Tas Ministerium der 1———* 2 1 präsident Hasner das neue Ministerium vor. Landeevertheidigung wurde dem Feld marschall⸗ Lieutenant Wagner übertragen, zum Minister des Ackerbaues Hr, Banhans, zum Minister des Cultus und des Unzkrichts Hr. Strohmeyer ernannt. Die übrigen Minister bleiben in ihrem Amte. Im Abgeordnetenhause stellte der Minister— Der⸗ selbe betonte in Uebereinstimmung mit der Adresse, daß der Ausgangspunkt für die Thätigkeit des Ministeriums die Verfassung sei. Dasselbe werde damit das Streben verbinden, den innern Frieden durch Gewährung berechtigter Wünsche zu be⸗ wahren. Die Lücken im Religionsgesetze seien auszufüllen, die Gewissensfreibeit sowie die Rechte des Staates zu wahren. Das Ministerjum werde stets eingedenk bleiben, daß es aus dem Parlamente bervorgegangen. — Das Haus nahm das Rekrutirungsgesetz für 1870 an, ferner das Gesetz, betreffend die Durchfübrungsbestimmungen für die Convertirung der Staatsschuld. Alsdann gelangten die Gesetze, betreffend die Einführung der neuen Goldmünzen und die Einforderung der Verzugszinsen bei Steuer- rückständen, zur Annahme. Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper kündigte der Deputirte Keratry eine In— terpellation an über die Nothwendigkeit, die be— stehenden Gesetze auf die Jesuiten und andert religibse Orven anzuwenden. — Im gesetzgebenden Körper wurde das Amendement des Deputirten Grevy zu dem Re- glement des gesetzgebenden Körpers, welches der Kammer das Recht ertheilt, zu ihrem Schutze die bewaffnete Macht in Anspruch zu nehmen, mit 217 gegen 43 Stimmen verworfen. Amerika. Washington. Das dieprä⸗ sentantenbaus ging in Betreff des Antrags: die Staatsschulden in Papiergeld zurückzuzahlen, mit 120 gegen 41 Stimmen zur Tagesordnung über. Der Vortrag de seinen — Friedberg. Bender führte Herrn Reallehrets Dr. Zuhörern in anmuthigem Gewande ein Stück Alterthum vor. Dr. Bender sprach über Pompeiil. Für geschichtsunkundige Leser möge vor— weg bemerkt sein, daß Pompeii, eine in der Näbe des seuerspeienden Berges Vesuv in Italien gelegene blühende Stadt von etwa 25.000 Einwohnern, durch einen Aus bruch dieses Vulkans im Jahre 70 n. Chr, verschüttet wurde. Die vulkanische Natlur des Berges war den Be— wohnern zwar bekannt, allein da er Jahrhunderte hindurch sich ruhig verhalten halte, so hielt man den Vulkan für gänzlich erloschen. Um so unerwarteter traf das surchl bare Ereigniß die Unigebung des Berges. Die Stadt Pompeli ward unter dem gewaltigen Aschen- und Stein rehen begraben und bis in die Neuzelt berein wußte man nicht einmal den Ort anzugeben, wo ehemals die Stadt gestanden. Da geschah es vor etwas über 100 Jahren, daß man bei zu anderen Zwecken vorgenommenem Graden auf sichere Spuren der einst verschütteten Stadt stieß. Die Hoffnung auf zu erbeutende große Schätze setzle alsbald viele Hände in Bewegung; allein man ging bei den Aus⸗ grabungen nicht planmäßig zu Werke, Vieles wurde zerstört oder bei Seite geschasst, und der Eiser ließ überdies bald nach, da man sich in seinen Erwartungen auf zu ergrabende Reichthümer getäuscht sand. Erst seit etwa 10 Jabren werden die Ausgrabungen auf Kosten der italienischen Regierung in geordneter Weise betrieben und wissenschaft— lich geleltet, und eiwa ½ der Stadt mit Straßen, Palästen, Tempeln, freilich Alleg in ruinenhaftem Zuflande, in nun⸗ mehr bloßgelegt. Die Einwohner mochten beim Einhitt der Katastrophe großentheils Zeit zu entfliehen gefunden haben, indessen mogen doch nach der Zahl der bis jetzt aufgefundenen Menschenkörper gegen 1500 Bewohner dabei ibren Tod gefunden haben. Einen Soldaten, noch mit der einen Hand die Pike haltend, fand man zusammen⸗ gekauert im Schilderhäuschen; die Pflicht hielt ihn zurück. Eine Mutter hatle sich auf der Flucht mit ihren drei Kindern in eine Nische niedergesetzt, um ein wenig Athem zu schoͤpfen; sie war nicht mehr aufgestanden.— Nach⸗ dem der Redner eine Uebersicht der Geschichte der Aus- grabungen gegeben, auch das Ereigniß selbst an der Hand des auf suns gekommenen Berichtes eines Augenzeugen, Plinius des Jüngeren, geschildert, gelangt er zu der Frage: Wozu diese Ausgrabungen? Was sollen uns Steine und Trümmerhausen? Antwort: Die Geisteswerke der Römer waren uns bekannt, bier schauen wir ihr Kultur⸗ leben. Und nun entrollt der Redner ein anziehendes Bild dieses Kulturlebens, indem er mit seinen Zuhörern einen Gang durch die Straßen der aus dem Grabe er⸗ standenen Siadt, zu ihren Bildsäulen, Tempeln und, Pa⸗ lästen antritt, mit glücklichem Griff überall die wichtigsten Berührungspunkte und die bervorstechendsten Gegensätze mit und zu unserer heutigen Kultur erörternd. Von be⸗ sonderem Interesse war die durch einen vorgezeigten Grund⸗ riß veranschaulichte Beschreibung eines altrömischen Wohn⸗ hauses und die Schilderung eines Tages aus dem Leben seiner Bewohner. Mit einem Blick auf die höheren Be⸗ ziehungen alles Kulturstrebens verabschiedete sich der Redner von seinen sichtlich besriedigten Zuhörern. Friedberg. Wie man vernimmt, wäre die Bil⸗ dung und Organisation der zur Bedienung einer städtischen Feuerspritze zusammengetretenen neuen Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr als gesichert zu betrachten. So erfreulich dieß ist, so muß doch bedauert werden, daß einer vollstäͤndigen Vereinigung mit der Turnerseuerwehr und Verschmelzung der Beiden Hindernisse im Wege zu stehen scheinen, deren Beseitigung im allseitigen Interesse ange⸗ strebt werden müßte, denn, wenn auch in einer von dem Turnverein ausgegangenen Berichtigung mehrere auf diese Hindernisse Bezug habende öffentliche Meinungsäußerungen als vollständig unbegr ündel bezeichnet werden, so schein! gleichwohl angenommen werden zu dürfen, daß dieß uicht vollständig, sondern nur zum kleineren Theil der Fall sein möchte, indem gerade die in den Statuten be⸗ gründeten Schwiertgkeiten, welche der Aufnahme mebrerer Nichtturner in das Steigercorps erst neuerlichst sich ent⸗ gegenstellten, zu der im Werden begriffenen Bildung einer weniger eingeengten allgemeinen Bürger⸗Feuerwehr Vetan⸗ lassung gegeben baben.— Sollte nicht möglich zu machen sein, daß der Turnverein, der sich durch die Gründung seiner freiwilligen Feuerwehr ein so großes Verdienst er⸗ worben hat, eine entsprechende Abänderung der Statuten eintreten ließe? Wenn die Turner die Bedienung ihrer beiden Spritzen, wie bisher so auch fernerhin, sich aus⸗ schließlich vorbehalten, die Aufnahme neuer Mitglieder in das Steigercorps aber nicht von der Zuftimmung der Mitglieder des Turnvereins abbängig gemacht, sondern den Steigern unter sich üderlassen wird, so müßte die Sache sich ordnen lassen. Die neu gebildete Feuerwehr würde dann neben den Turnern die Bedienung anderer Spritzen übernehmen, und das bisherige Turner⸗Steiger⸗ Corps durch Aufnahme brauchbarer neuer Mitglieder zu dem Steigercorps einer allgemeinen Feuerwehr sich ewe tern und den Kern desselben bilden.— Seid einig— Einigkeit macht stark! Frankfurt. Samstag den 5. d. wird in den groß⸗ artigen Räumlichkeiten der landwirihschastlichen Halle der erste große Maskenball abgehalten werden. Derselbe wird nach Allem, was man darüber hört, von den ver⸗ schiebensten Bevölkerungsklassen zablreich besucht werden und so ein ächt carneralistisches Gepräge erhalten. Bei der ungeheueren Zahl von Gästen, welche die Halle faßt, sind kleine Maskenscherze leichter durchzuführen, als in be⸗ schränkten Räumlichkeilen und für Besucher, welche am Tanze nicht theilnehmen, bieten die mit Tischen und Bänken versehenen Galerien sehr bequeme Gelegenheit, das bunte, fröhlige Maskengewühl zu betrachten. Frankfurt. Ein Wirth, welcher von der Anficht ausgeht, daß an den Gästen nach 11 Uhr wenig zu ver⸗ Görlitz. Vor einigen Tagen vergnügten sich mehrere hiesige Schüler auf der Eisbahn. Nachdem sie durch Schlitischuhlaufen gehörig erhitzt, waren sie leichtsinnig genug; sich, um sich abzukühlen, auf das Eis zu legen. Einer von ihnen, Namens P. ging sogar so weit, die Mütze abzunehmen und den erbitzten Kopf fest auf das Eis zu drücken. Bald nach seiner Nachhausekunft klagte der Knabe über Unwohlseln; der von den besorgten Eltern herbeigerufene Arzt konnte jedoch keine Krankheits⸗ erscheinungen entdecken, bis plötzlich der Patient anfing, zu phantasiren. Obwohl der Hausarzt bei der Gefährlich⸗ keit des Falles sofort einen zweiten Arzt requirirte, so war doch keine Rettung mehr möglich. Der Knabe erlag am zweiten Tage einer rheuma ischen Gehirn- Affection, der Folge seiner Unvorsichtigkeit. Laßt Euch dies zur Warnung gesagt sein, Ihr kleinen Schlitischuhläuser! Landwirthschaftliches. Aus Nr. 43 der Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Ver(ine des Großherzogtbums Hessen, vom 26. October 1869, entnehmen wir bezüglich der Anwendung der Hülfs⸗ dünger folgende demerkenswerthe Mittheilungen: Ueber die bon dem landwirthschastlichen Kränzchen für Rodheim und Umgegend verwendeten Hülfsdünger liegen nun ge⸗ nauere Berichte vor, nach welchen sich deren Verwendung, besonders die des aufgeschlossenen Peru-Guano's als sehr vortheilhast bewiesen hat. Wenn auch nicht alle Resultate mit Zahlen streng nachgewiesen werden konnten, so war man doch einstimmig in dem Urtheil über den günstigen Einfluß desselben auf Stroh⸗ und Körnerbildung. Herr W. Seibold J. zu Nieder-Eschbach hatte, um nur einen Versuch ausführlicher zu erwähnen, ein Grundstück von 90[U Klaster, welches in 1868 mit Dickrüben be⸗ pflanzt und im vergangenen Herbste mit Waizen bestellt worden war, bei der Saat durch Auscinanderpflügen in 2 glache Theile getheilt. In der zweiten Hälfte des Menals März war die eine Hälfte mit 33 Pfund auf⸗ geschlossenem Peru-Guano bestceuf worden, während die andere Hälfte ungedüngt war. Bei der Erndte lieferte die letztere Hälfte 204 Pfund Stroh und 94 Pf. Waizen, die mit aufgeschlossenem Peru-Guano bestreute Hälfte aber 495 Pfd. Stroh und 209 Pfd. Walzen, also 291 Pfd. Stroh und 115 Pfd. Waizen mehr. Wird der Ctr. Waizenstroh mit 45 kr. und das Malter Waizen mit 12 fl. berechnet, so ergibt dies einen Mehrertrag von 9 fl. 5 kr. Hiervon ab die Auelagen für 33 Pfd. auf⸗ geschlossenen Peru-Guano mit 3 fl. 10 kr., so ergibt sich ein Reinertrag von 5 fl. 55 kr., auf den Normalmergen berechnet 52 fl. 35 kr., gewiß ein Resultat, das Nach⸗ ahmung verdient. Die Versuche mit Superphosphat, schwefelsauerem Kali ꝛc. sind dagegen weniger günflig ausgefallen und glaubt man dafür den Grund in der späteren Verwendung und in der ungünstigen Witterung des diegjährigen Jahrganges suchen zu dürfen. Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler. 18. Vom Prtuerberg und kothen Schutt bei Lich. Nordwärts von der Stadt Lich, zwischen den zwei neuen Chausseen an der Oelmühle ist ein Platz, welchen man Breuerberg oder Warnsberg nennt. In einem Eichwäldchen erhebt sich ein kleiner Hügel, wo sichs so schön im Sommer ruhen läßt und wo eine so hübsche Aussicht ist, datz sich manchmal viele fröhliche Menschen hier an Festtagen zusammenfinden. f Es ist da noch ein alter Keller, und wohin wan sich wendet, da sieht man die Trümmer von alten Ziegeln und die Spuren von altem Gemäuer. Ja man bemerkt sogar noch, daß sich ein Graben einst um den Platz herum gezogen hat. Die Sage geht, es habe vor uralten Zeiten ein schönes Schloß hier gestanden und es sei ein unterirdischer Gang noch da, der ziebe bis zu dem„rothen Schutt“, wo auch eines gestanden habe. dienen ist und daß um diese Zeit die verheiratheten Männer nach Hause gehören, ist auf den originellen Ein⸗ fall gekommen, von 11 Uhr ab für seine Speisen und Getränke(Aepfelwein z. B. 6 kr. per Schoppen) das Doppelte zu nehmen. Die Gäste jedoch schlugen ihm ein Schnippchen, indem sie, einer nach dem andera, nach 11 Uhr aus den Taschen der Röcke eine Flasche heraus- zogen, welche sie sich zu einer anderen Tageszeit haben füllen lassen.— Sehr gelungen, kann nur in Frankfurt vorkommen. In Gonzenheim bei Mainz ist die Polizeibehörde dieserx Tage zur Fesenehmung eines etwa 16 jährigen Dlenstmäschens geschritten, auf dem der Verdacht von fünf der schwersten Verbrechen ruht. Am letzten Samstag brannte die Scheune, den folgenden Tag ein Stoß Wellen im Geböfle eines dortigen Büraers nieder und am da⸗ rauffelgenden Tage brach im Wohnhanse desselben eben— falls Feuer aus. Genügende Gründe boten die Verhaftung des Dienstmädchens, dessen Mutter in demselben Orte dient. Aus den Vernehmungen der Letzteren ging hervor, daß ihr kürzlich zwei Kinder so rasch und unter solchen Umständen slarben, daß die Vehörde bereiis die Aus⸗ grabung und gerichtliche Obduction der Leichen angeordnet hat, als welche die Mutter nach eitzer Acwesenhelt von wenigen Stunden ihre beiden gesund zurückgelassenen Kinder, von ihrer älteren Schwester bereits mit Leichen⸗ kleidern und kodtenkrünzen angethan, wieder sand. Der„rothe Schutt“ ist eine mäßige Anhöhe an der Nordostseite von Lich und beherrscht durch seine Lage das von Nordosten kommende Wetter thal, wie der Breuerberg das nordwestliche Thal nach dem Albacher Hofe zu beherrscht. Da mögen dann wohl in alten Zeiten Völker diese beiden Punkte benutzt haben. Für J. Weis in Wingershausen empfingen wir noch Ungenannt! fl., von Ch. K. in M. 1 fl., Emmrich Hanstein 30 kr., so daß sich der Gesammt⸗ betrag der bei uns eingegangenen Gaben auf 17 fl. 27 kr. beläuft. Indem wir unsere Sammlung hiermit für ge⸗ schlossen erklären, werden wir obigen Betrag Herrn Pfarrer Briegleb in Wingershausen übermitteln und dessen Empfangsbescheinigung seiner Zeit veröffentlichen. Die Expedition. g An milden Gaben empfingen wir noch nachträglich für: 1) Ludwig Michel in Steinfurth Ungenaunt 1 fl., Eine neue Unwahrheit tischt der Friedberger Correspondent des Wetterauer Boten seinen Lesern in der jüngsten Nummer genannten Blattes auf— diesmal unter dem Zeichen der Stadtbrille, welche jedoch merklich trüb angelaufen ist. Es wird dort zuerst die von uns als„unwahr“ bezeichnete Darstellung der Klagesache des hiesigen Stadtrathes in der alten Weise wiederholt, selbstverständlich aber der von uns gemachte Vorwurf der Unwahrheit todkgeschwiegen. Das ganze zurecht gemachte Ragout des Correspondenten hat daher von vornherein einen widerlichen Beigeschmack. Um der Sache diesen zu nehmen und dieselbe etwas genießbarer zu machen, ist der alten Unwahrheit eine neue bei⸗ gemengt und wiederum auf die leidige Angelegenheit der Reichstagswahl zurückgegriffen. Der Correspondent be⸗ hauptet nämlich:„wir hälten in einer von einem Privat⸗ manne in Folge eines Juserates angestrengten Klage wegen Verleumdung und Ehrenkränkung die Nennung des Einsenders verweigert und die Verantwort⸗ lichkeit dieses Inserates übernomme n.“— Auch diese Darstellung ist unwahr und dreist entstel li. „Wir haben uns gegen den speziell wider uns gerichteten Theil der Anklage vertheidigen müssen und vertheidigt und einige Ausfälle der Anklageschrift gebührend zurückgewiesen, dabei aber die ausdrückliche Erklärung zu Protokoll gegeben, daß wir zur Nennung des Einsenders bereit seien, falls der Ju halt er⸗ wähnten Inserates strafbar gefunden würde. Die Klage ist wie bekannt abgewiesen worden und damit war die Sache erledigt. So ist der Sachverbalt wahrheitsgetreu, so steht er schwarz auf weiß in den Akten zu lesen und hiergegen wagt man mit den vorgebrachten Verleumdun⸗ gen aufzutreten! Das Publikum wird sich in diesem Streite bereits sein Urtbeil gebildet haben, nach Obigem um so leichter, und wir dürfen jedenfalls getrost sein, daß es auf Seite des Rechts und der Wahrheit und nicht— auf Seite der Unwahrheit und Verleumdung steht. Den der Unwahrheit bezüchtigten Correspondenten des Weit. Boten halten wir weiterer Beachtung nicht für werth, mag er auch fortfahren als Anonymus mit gewohnter Feigbeit seine Angriffe gegen uns und unser Blatt zu richten. Eins aber wollen wir ihm noch unter die Nase reiben. Wenn der Friedberger Correspondent nach seinem Aus⸗ spruche nicht weiß, wessen er sich bei uns noch versehen kann, so ist ihm jedenfalls mitlletweile die Ueberzeugung beigebracht worden, daß wir uns von ihm mit einen un⸗ wahren Behauptungen weder imponiren noch gar ins Bocksporn jagen lassen; er wird jetzt so viel wissen, daß er nicht einen von Denen vor sich hat, die sich von ihm gängeln und terrorisiren lassen, und gehorsam nach seiner Pfeife tanzen. Er wird schließlich erfahren haben, daß wir uns in dem Bewußtsein, Recht und Wahrhein auf unserer Seite zu haben, in der That„mit siinlicher Entrüstung'! gegen seine Unwahrheiten zu wahren und zu wehren wissen und dieß hier, einem ganzen Gewebe von Unwahrheiten gegenüber, eingedenk des Sprüchwortes: Auf einen groben Klotz, gehört ein grober Keill Die Redaction des Oberhessischen Anzeigers. Nachschrift. Die allerneueste Nummer des„Welt. Boten“ bringt eine lange Erwiederung auf unsere„Er⸗ klärung“, die wohl alles Andere sein kann, nur keine Widerlegung unseres Vorwurfs der Unwahrheit gegen den Friedberger Correspondenten. So wie dieser Artikel ge⸗ schrieben ist, immer wie die Katze um den heißen Brei, so kaun man nur schreiben im Bewußtsein die Unwahrheit gesagt zu haben. Wir dagegen vaben das Bewußtsein die Sache beim wahren und rechten Namen genannt zu haben und wenn auch der Correspondent mit wohlfeilen hoͤhnischen Bemerkungen sich über unsere publieistische Befähigung aus⸗ lassen will, so wäre es ein Leichtes ihm entsprechend dienen zu können. Der Redacleur des Oderh. Anzeigers mach! durchaus keinen Anspruch auf Gelebrsamkeit, er ist auch kein sindirter Mann, aber das hate er doch wohl im Leben gelernt, sich so deutlich auszudrücken, um vom Friedberger Correspondenten des Weil. Bolen nicht mißverstanden werden zu können. Wenn der oben erwähnte Artlkel sagt: „Der Redakteur des„Oberh. Anz.“ ließ Mitgliedern des Gemeinderashs durch einen Lritten, der namenk⸗ lich bezeichnet werden kann, die Offerte machen, den Verfasser des gedachten Juserates zu nennen, jedoch nur unter der Bedingung, daß gegen denselben weder Klage erhoben, noch von der Namensmittheilung irgend ein Gebrauch gemacht werden dürse“ so ist hier abermals die Unwahrheit gesagt, der. Redakteur weiß von allen Dem kein Wort. Man nenne ungenirt den Namen dieses Dritten. Wenn nicht der Correspondent, so hat hier der zur glücklichen Stunde aufgetriebene Dritte gelogen. Schließlich müssen wir noch die Bemerkung anfügen, daß die Redaktion des Wett. Bolen sich geweigert hat, zuerst unsere„Erklärung“ aufzunehmen mit dem Bemerken, daß sie eine„faktische Berichtigung“ veröffentlichen werde. Wir haben hierauf eine solche, sehr ruhig gehaltene„Be⸗ richtigung“ dem Wetterauer Boten übersendet,—— abet auch diese hat er nachträglich zurückgewiesen aus zarter Rücksicht gegen sein Schooßkind, den Friedberger Corre⸗ spondenten, und hat dadurch, indem er uns eine Rechte fertigung in seinem Blatte und die uns schuldige Genug— ) für die bedürftige Familie dahier von Frau H. Engel 30 kr., welche Velräge wir den Betreffenden zugestellt haben. Die Expeditlon. thuung verweigerte, die sonst jede ehrenhafte Redaklion gewährt, Unwahrheit und Verleumdung in seinen Schuß genommen. Wir überlassen auch dieses Benehmen dem gerechten Urtheile eines unparteischen Publikums. D. O Hebtrirctt ur Anzt srnansat Frit —— 1 976 Ca Otmarlu 1 in deim öffennssch werden! 501 0 te 979 Ju gegtnwe 380 De die Unter eunung des Juzalt er: den würde lattttt, f. ten zu lesen Neu mtung bh 8 Aacdenk del get. : Anztigerk. e t btt„t unert„ 11 un, unt de ben aut „ 148 We! .* polizeiliche Pekauntmachung. 378 Nachdem die Wahrnehmung gemacht worden ift, daß von elnem Theile der diesigen Einwohner und Jewerbtreibenden seit dem Eintritt des Frostes durch vas Ausschütten und Auslaufen von Wasser in die Straßen auf eine wahrhaft rücsichtslose und den Gesetzen dohn sprechende Weise gehandelt wird, so schärfen wir Fletdurch in spectelem Auftrage Großberzoglichen Kreis, umts Friedberg den Art. 113 dee Poltzeistrafgesetzes, welcher hier wortlich in Abdruck folgt, ein: „Bei bartem Frost dürfen, sowelt nicht von der „Poltzeiverwaltungsbebörde Ausnahmen zugelassen „werden, keine Flüssigkeiten in größerer Menge auf „die Straßen geschüttet oder geleitet werden. Ins⸗ „besondere gilt dieses Verbot für Diejenigen, welche „laufende Brunnen in ihren Hofrauben baben und „für Diefenigen, welche zu ihrem Gewerbebetrieb „. B. Blerbrauex, Branntweinbrenner, Seifensieder „ic. zꝛc. viel Wasser brauchen. Zuwiderhandlungen „werden mit 30 kr. bis 3 fl. bestraft.“ Das Auffichtspersonal ist nicht nur zur strengsten Ueberwachung angewtesen, sondern wir werden auch jede Uebertretung so oft eine solche eintritt, zur Bestrafung zur Anzeige bringen lassen und hierbei den Maxtmal⸗ drafansatz beantragen. Friedberg am 4. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Bekanntmachung. 76 Call Zeuns Erben beabsichtigen ihte in hiesiger Semarkung gelegenen Immobilien Mittwoch den 9. Februar d. J., Nachmittags 3 Uhr, u dem Locale des Herrn Caspar Holler IV. einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Kaufliebhaber werden bierzu eingeladen. Fauerbach b. Fr. den 2. Februar 1870. Groß herzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Holler, Vorsteber. 2 2 Stein⸗ und Holzverkauf. 179 Im Steinbruch der Gemeinde Leidhecken stehen zegenwͤrtig eine große Parthie sehr schöne Mauersteine aum Verkauf vorrätbig. Für die früheren Markberechtigten kostet die Cubik⸗Klafter 7 fl. 16 kr. Für alle sonstigen Stein⸗Empfänger 8— Außer diesen Beträgen find durchaus keine Neben⸗ zebühren mehr zu entrichten. Wer Steine zu haben wünscht, braucht sich nur an die unterzeichnete Bürgermeisteret zu wenden, von welcher der vorgeschriebent Absuhrschein ertheilt wird. Borlänsig wird hier weiter bemerkt, daß in etwa 3 Wochen im hiesigen Gemeindewald circa 100 vor- lügliche Eichen Bau-, Werk- und Nutzholzstämme zur Bersteigerung kommen. deidhecken den 4. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Leidhecken Selzam. Versteigerung. 336 Donnerstag den 10. d. M., Morgens 9 Uhr, läßt vie Unterzeichnete in ihrer Behausung folgende Oeconomie- geräthschaften gegen gleich baare Zahlung versteigern: 1 einspännigen starken Pferdewagen, 1 Schaufelpflug, 1 Spitzpflug, 1 Egge, 1 Kummet und sonstiges Pferde⸗ geschirr, Spann-, Zug- und Hemmkette, J Pferdereif, 2 steinerne Schwelnetröge, 2 Kühjoch, 2 Paar Küh⸗ zugketten, 1 Koppelkette, 1 Kuhveichsel, 1 Fruchtfege⸗ mühle, 1 Schrotsäge, 1 große Waage, noch wie neu, Darmflädter Gewicht, 2 große eiserne Keile, 2 große 4 hohe hölzerne Keile mit Eisenbeschlag, 1 starken zwelräderigen Handwagen, 1 Pfuhlfaß, 1 Heugabel 1 langen Misthaken, 4 Rodhacken, 1 Pickel, 3 Schieb tarren, 1 Stoßeisen, 1 Backtrog, 2 Backkörbe, 5—6 Fuder Sttoh, 1 große Parthie Dickwurz, 1 Parthie Spreu, 25 Pfund ewigen Kletsamen, 1 Ackerleine, 1 Paar Leitzügel, 2 Fegefiebe, 2 Kuhhalsbänder. Bad Nauheim. Johannes Heß Wittwe. Bad Nauheim. Mübel-Lager. 9 Große Auswahl.— Solltde Arbeit.— Reelle preise.— Lager in gemalten Rouleaux, Enlerien. H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. Baumwollen Einschlag⸗ u. leinen Maschinengarn 204 biülgst bei H. W. Hatteroth Nachfolger. Ein braver Hausbursche 348 wird auf Petritag gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. dei 344 Herren gewandt.. erkrankungen und Schwachbeitozustände vorkommen.“ in Perwang. tlonen⸗— sagt er—„heilt dies Mittel gründlich Linderung darln finden.“ Deurtheilung ächter Heilnahrungsmittel seiteus der „Ihre Brust-Malzbonbons leisten mir ausgezeichnete Otenste. Aerzte. 355 Unter der Menge der Herren Aerzte, deren Zahl sich nunmehr auf fast 6000 beläuft, und die die Hoff'schen Malz⸗Heilfabrikate in ihrer Praxis verordnen, führen wir beute einige wenige neutren Datums an.— An des Hoflieferanten Johann poff's Filiale in Köln.— Heiligenhaus, Kreis Elbferfeld 1869. „Ich kenne Ihr Malzextrakt Gesundheitsbier seit 20 Jahren in der Praxis und babe dasselbe viel an⸗ In unserer Gegend wird dasselbe erst recht von Wirksamkeit sein, da hler viele Lungen Dr. Glück, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. A. Gruber, prakt. Arzt Dr. Julius Hauer, Miiglied der k. k. med. Facultät, empfieblt am 29. November 1869 als das befle Hilfs⸗ und Hellmittel das Hoff'sche Malzertract-Gesundheltsbier. „Kleine katarthalssche Affec⸗ und schnell aber auch schwere Bruftkranken werden Verkaufsstellen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. Patent-utter-Schneidmaschinen. 283 Durch neuerdings vergrößerte Fabrik-Einrichtungen bin ich jetzt wieder im Stande Aufträge rasch auszuführen. Ein jährlicher Absatz von 2600 Stück garantirt für die unübertroffene Zweckmäßigkeit dieser beliebten Maschinen. Preise: fl. 35. fl. 49. fl. 53. fl. 56. fl. 68. fl. 8 franco Bahnfracht. Abbildungen und Beschreibungen werden auf Wunsch franco zugesandt. Heinrich Lanz in Mannheim, bis Ende 1869 in Firma J. P. Lanz 8 Comp. Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg Glycerinseifen-Abfall 7 sehr gut schäumend, per Pfund 36 kr., Toilettenseifen-Abfall, in schönen Stücken, per Pfund 24 kr. Wilbelm Fertsch. „Anerkennung und Wiederbestellung!“ begründeten den Ruf des R. F. Daubitz'schen Kräuter⸗Liqueurs.“) Herrn R. F. Daubitz in Berlin, Charlotteustraße 19. 357(Im Auszuge.) Ich habe schon in Altona von Ihrem ausgezeichneten Liqueur Ge⸗ brauch gemacht, und kann Ihnen aufrichtig sagen, daß mir derselbe gegen Verstopfung und Verschleimung die besten Dienste geleistet hat u. s. w. Folgt Bestellung. Achtungsvoll Frau E. Kjaer. Dalwegade Nr. 186. Friedericia(Jütland), 14. Sept. 1869 Niederlage dei J. A. Windecker in Friedberg. 1 Des alten Schäfer Thomas seine 21. Prophezeihung für die Jahre 1870 und 1871. Preis: 4 kr. Halsbinden 42 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, setdene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich neden der Pot. Repshuchen! 23 ftets frisch von der Münle dei Wilh. 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Friedri „ur. er in groͤßter Auswahl bei Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Glaͤser ze.) Bindernagel& Schimpf. 187 wird zum Tagescours besorgt durch den Ja An-& Verkauft von Staatspapieren Großherzoglichen Hof⸗ Agenten cob Engel. Zum„Würtemberger Hof.“ Streich⸗ Sextett der Musik des hiesigen Jägerbataillons, Samstag Abend den 5. Februar, um 7 Uhr anfangend. G. Steinhäußer. Aufenthalt unwiderruflich bis Montag den 7. Februar. Kleeberg's Menagerie. 370 Heute Samstag und morgen Sonntag große hier noch nie gesehene Vorstellung einer als Thierbändigerin sich produzirenden Dame. Madame Kleeberg wird einem geehrten Publikum den Beweis liefern, daß selbst eine Dame den Muth besitzt, sich in die Käfige der gefährlichsten Raubthiere zu begeben und die schwierigsten Produktionen mit ihnen auszuführen. Programm der Dressur: Zuerst begibt sich Madame Kleeberg in einen Käfig von gestreiften und gefleckten Hyänen oder Tigerwölfen vom Cap, sowie sibiri⸗ schen Wölfen, vereinigt mit einem russischen Bären. Nicht allein, daß die Hyänen der Dame Fleisch und Zucker aus dem Munde nehmen, sondern auch, daß sie das kleinste Stück Zucker, welches dieselben schon genommen, aus dem Rachen der Thiere wieder nimmt, ihnen sogar Gesicht und Hände in den Rachen legt, ihnen ein lebendes Tamm vorhält und auf Commando dasselbe von den Raubthieren liebkosen und auf dem Rücken tragen, ja sogar dieselben uber Reife 8 Stöcke voltigiren läßt.— Hierauf begibt sich die Dame zu einem afrikanischen, 4 Fuß hohen und 7 Fuß langen Löwen und wird die schwierigsten Exercitien mit denselben ausführen. Dann: Fütterung sämmt licher Raubthiere. Die Vorstellungen finden täglich zweimal statt: Nachmittags 4 und Abends 7 Uhr. Preise der Plätze: Erster Platz 18 kr.— Zweiter Platz 9 kr. Um zahlreichen Zuspruch bittet F. Kleeber g r Sonntag den 6. d. M., als am Tage des hiesigen Sängerballs, wird auch Ball in meinem Saale ein Ball abgehaten, und lade ich sowohl Sänger als 2 Nichtsänger mit dem Bemerken ein, daß sowohl für gute Musik als auch für Speisen und Getränke bestens gesorgt sein wird. 361 Schwalheim den 3. Februar 1870. Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. Generalversammlung: Mittwoch den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im C. F. Walz'schen Lokale. 369 Cour. Stamm. Tagesordnung: Berathung der neuen, dem Genossenschafts⸗Gesetz untergeordneten Statuten 367 Der Vorst and. Vorlesungen im Saalt des Hotel Trapp. 363 Dienstag den 8. Februar d. J. Reallehrer Klein: Die Erdbeben und ihre Urfachen. Erster Vortrag. Anfang präcis 8 5 Anzeige. 371 8 au mich sind fnancs zu richten au J. Nußbaum, Ostendstraße. Nr. 3 in Frankfurt a. M. piep tische Krämpfe(Fallsucht) 1 brieflich 5 Specialarzt für Epelepsie Doctot O. 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Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakenus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Weckerling. Gottesdienst in der Vurgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köbler. Nachmittags: Herr Candidat Flegler. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 5. Sonntag nach Epiphanie. Fest Maria Lichtmeß. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentage Morgens 7¼ Ubr. 0 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. ö (Stern Unterhaltungs-Blatt Rr. 6 und eine Beilage.) J die Oenall 9 Hef des Reg Bekannl Innern, nachzutre Im S. K. H Vermäch! hörden zu ) det die Sud Werthe zu Qaule Amen e und Lang ag von d. 5 h in Borhe ascloft in hlunger LVaselbst ur an das i Abdol ph S 1 bes e 0) bes get 10 1 8 abt zu W 00 fl.; Unagütu fallener He 9 und— 1. 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