legenmäntel,) 4 „Serdiette ruten derahe A ich, wi den neglichen Sin in dessen. ich in den 1870. Dienstag den 4. October. M 117. Oberhe Enthäl: die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zntelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. sischer Anzeiger. — Abonnements ⸗Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.— Bei der Verlags Expedition kostet das Blatt für die Monate Oetober, November und Dezember 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exem⸗ plare geliefert werden können. Die Expedition. Amtlicher Theil. f Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1871. Friedberg am 30. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Erledigung unserer Verfügung vom 13. Juli d. J. sehen wir binnen 8 Tagen bei Meidung der Absendung von Warkboten entgegen. Tur a p p. Betreffend: Die Verwendung der eingehenden Feldstrafdrittbeile zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Friedberg am 30. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ihnen durch unser Ausschreiben vom 30. Juli d. J. Amtsblatt ohne Nummer zur Einnahme⸗Dekretur überwiesenen Straf⸗ antheile werden Sie nunmehr zur Auszahlung an die Feldschützen anweisen und dafür sorgen, daß Auszahlung stattfindet. Trapp. Betreffend: Die Unterstützung der hülfsbebürstigen Familien einberufener Reserve- und Landwehrmannschaften. Friedberg den 1. October 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie aufmerksam, daß wenn Beurlaubungen von Reserve- oder Landwehrmännern aus dem stehenden Heere eintreten oder Todesfälle solcher zu Ihrer Kenntniß kommen, alsbald hiervon Anzeige zu machen ist. D kam t m a ch un g. Betreffend: Die Rinderpesß. Nach erhaltener Mittheilung hat der Herr Bundes⸗Commissär Fuhrwerk angeordnet. Friedberg den 2. October 1870. die Aufhebung der Grenzsperre gegen Nassau für Hunde- und Pferde⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg a Benn aum Betceffend: Die Rinderpest. Nachdem sich bei einer Revision der gegen das Umsichgreifen der Rinderpest zu Butzbach angeordneten Maßregeln ergeben hat, daß sowohl Seitens der Ortsangehörigen beziehungsweise der betrof— fenen Gehöftebesitzer sich denselben nicht in erforderlichem Maße unter⸗ geordnet und es andererseits versäumt worden ist, die unmittelbare Aufsicht über die Ausführung dieser Maßregeln mit der in der Natur der Sache begründeten und im Gesetz vorgeschriebenen Strenge und Energie zu handhaben, ist die Ueberwachung der Gehöfte und Orts— sperre einem heute eingetroffenen Militär-Commando anvertraut worden. Es liegt im Interesse des Publikums, den getroffenen An— ordnungen sich unweigerlich zu fügen, da abgesehen davon, daß dann Strafen vermieden werden, es wesentlich mit davon abhängen wird, ob die bereits in Aussicht genommene Verlängerung der Sperre noch weiter ausgedehnt werden muß oder nicht. Um jedoch den Orts— bewohnern bei der Dringlichkeit der Feldarbeiten eine nach dem Gesetze zulässige Erleichterung zu gewähren, verordnen wir unter Zustimmung des Herrn Bundes Commissärs wie folgt: 1) Zur Feldbestellung knnerhalb der Gemarkung Butzbach, mit Ausschluß des nördlich der Stadt zwischen den Chausseen nach Pohl⸗Göns und nach Lich belegenen Theils, dürfen bis auf Weiteres in der Zeit von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends Rindviehgespanne werwendet, die Gemarkungsgrenze darf jedoch mit denselben nicht über— schritten werden; ebenso sind dieselben von den nachbarlichen Flur— Grenzen entsprechend entfernt zu halten. ma chung. 2) Die Gemarkungsgrenze wied gleichfalls von Militär uber⸗ wacht, welches außer Uebertretungen vorstehender Bestimmung über— haupt den Verkehr mit Rindvieh und den Beschränkungen der Orts— sperre unterworfenen Gegenständen aus, nach und durch die Gemarkung Butzbach verhindern wird. 3) Der Desinfection haben sich alle die Stadt verlassenden Personen nach wie vor an den seitherigen Stellen an den Ausgängen der Stadt zu unterwerfen. 4) Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen sub 1 und 2 werden mit 10— 100 fl. oder Gefängniß von 7— 28 Tagen bestraft. 5) Unsere Bekanntmachungen vom 9. und 14. v. M., Oberhess. Anzeiger Nr. 107 und 110, bleiben, soweit sie nicht durch das sub 1 Gesagte eine Abänderung erfahren haben, in ihrem ganzen Umfange in Kraft. Wir versehen uns nunmehr der striktesten Befolgung der ge— gebenen Vorschriften, da aus dem Umstande, daß seit einiger Zeit weitere Erkrankungsfälle an Rinderpest nicht vorgekommen sind, durch⸗ aus nicht auf gänzliche Beseitigung der Gefahr der Weiterverbreitung geschlossen werden darf. Friedberg den 2. October 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Nachstehende Verordnung der Königlich Preußischen Regierung zu Coblenz wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht. Gießen den 26. September 1870. Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhessen Dr. Goldmann. Polizei verordnung. Betreffend: Die Rinderpest.. Nachdem in der Großherzoglich Hessischen Provinz Oberhessen die Rinderpest ausgebrochen ist, so verordnen wir auf Grund. 11 des Gesetzes vom 11. März 1850 über die Polizeiverwaltung— unter Aufhebung unserer Verordnung vom 15. d. M., Amtsblatt S. 231— sowie in Ausführung des Gesetzes vom 7. April 1869, Maßregel gegen die Rinderpest betreffend,(Bundesgesetzblatt S. 105) und der dazu erlassenen Instruction vom 26. Mai 1869(ibid. S. 149), was folgt: 1) Cs ist verboten, folgende Gegenstände über die Grenze der Großherzoglich Hessischen Provinz Oberhessen in unseren Regie rungsbezirk einzuführen: alle Arten von Vieh(jedoch mit Ausnahme der Pferde und Hunde, insofern dieselben weder aus einem verseuchten Orte herstammen, noch einen solchen auf dem Transporte berührt haben und ersteres durch Bescheinigung der Behörde des Her— 3) kunftsortes nachgewiesen ist), alle vom Rinde stammenden thierischen Theile in frischen oder trockenem Zustande(mit Ausnahme von Butter, Milch und Käse), Dünger, Rauhfutter, Stroh und andere Streumaterialien, ge— 4) brauchte Stallgeräthe, Geschirre und Lederzeuge, unbearbeitete,(bez. keiner Fabrikwäsche unterworfene) Wolle, Haare und Borsten, gebrauchte Kleidungsstücke für den Handel. 6 2) Personen, deren Beschäftigung eine Berührung mit Vie bringt, z. B. Fleischer, Viehhändler und deren Personal durfen die Grenze auf dem Landwege nur bei Niederkleen oder Rodheim, und nachdem sie sich einer Desinfection daselbst unterzogen haben, überschreiten. In gleicher Weise hat die Desinfection auf u hof Wetzlar stattzufinden, sobald die Grenze der Eisenbahn überschritten worden ist. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen unterliegen — insofern die Gesetze keine höhere Strafe vorschreiben— einer Geldbuße von 2 bis zu 10 Thalern, an deren Stelle im Fall des Unvermögens verhältnißmäßige Gefängnißstrafe tritt. Auf Militär- Vieh: Verordnung keine Anwendung. Coblenz den 22. September 1870. und Futtertransporte hat gegenwärtige Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Ferrieres, 29. Sept. Se. Majestät der König recognoscirte am 28. die feindlichen Ver schanzungen von St. Denis bis Fort Romain- ville. Bei der Armee nichts Neues. Ferrieres, 30. Sept. Heute früh sind stärkere Massen französischer Linientruppen gegen das 6. Armeecorps aus Paris ausgebrochen. Gleichzeitig wurden die Vortruppen des 5. Armee⸗ corps durch drei Bataillone angegriffen, während eine Brigade gegen das 11. Armeecorps demon- strirte. Nach nur zweistündigem Gefechte, wobei der Feind sehr bedeutende Verluste erlitt, ohne daß die diesseitigen Reserven einzugreifen brauchten, zog sich der Gegner in großer Eile unter dem Schutze der Forts zurück. Die diesseitigen Ver⸗ luste sind noch unbekannt, aber nicht bedeutend. Beim 11. Corps nur 3 Mann. Mehrere hundert Gefangene sind in unseren Händen. v. Podbielsky. Versailles, 30. Sept. Heute, am Ge⸗ burtstage der Königin, hat das 6 Armeecorps mit großer Bravour einen Ausfall, welchen der größte Theil des Corps Vinoy gegen Süden unternahm, glänzend zurückgeschlagen. Ueber 200 Gefangene wurden gemacht. Der Kronprinz war während des ganzen Gefechtes zugegen. Gegen das fünfte Corps wurde ebenfalls ein feindlicher Ausfall nach Südwesten unternommen, welcher mit geringen diesseitigen Verlusten zurückgewiesen ist. a Karnatz. Mundolsheim, 30. Sept. Heute Eirzug in Straßburg. Sodann feierlicher Gottesdienst in der Thomaskirche, über 500 französische Offiziere unterzeichneten Ehrenscheine, 50 bis 100 gingen in Gefangenschaft. Zahl der Gefangenen noch nicht festgestellt, da noch fortwährend deren ein⸗ geliefert werden. Beute in Straßburg beträchtlich. 1070 Kanonen bis jetzt gezählt, 2 Mill. Staats- eigenthum in der Bank ermittelt. 8 Millionen Francs noch zweifelhaft. Munition, Tuchvorräthe sehr bedeutend. Leszinoky. Rheims, 30. Sept. Die Landwehrbataillone Landsberg, Frankfurt und Woldenberg vom 13. Armeecorps haben den 28. wiederholt Ausfälle der Garnison von Soissons abgewiesen. Die Garnison erbat eine Waffenruhe zur Abholung der Todten und Verwundeten. Diesseitiger Ver⸗ lust gering. v. Krensky. Vor Metz, 26. Sept. Während gestern Vormittag die nördlich von Metz belegenen Truppen des zehnten Armeecorps ihren Feldgottesdienst ab⸗ hielten, ertönten in der Ferne von den westlich der Festung gelegenen Forts Kanonenschüsse. Die⸗ selben dauerten von 9 Uhr bis geden Mitlag— Auch heute bei Tagesanbruch und später bis gegen 9 Uhr wurde daselbst wieder geschossen. Eine ernstliche Bedeutung haben indessen diese Kano— naden nicht. — Der Ausfall des Marschalls Bazaine aus Metz am 27. Sept. scheint mit nicht un⸗ Metz unter dem Schutze des Feuers der Forts Quelen und les Bottes, besetzte La Grange und Colomby und drang bis Ars-⸗Laquenexy vor. Hier hatten die Preußen eine starke Stellung mit Artillerie und schlugen die Franzosen mit Verlust zurück. Sie verbrennten La Grange und Colomby. Mehrere Dörfer geriethen in Brand durch das gegenseitige Feuern. Der Verlust der Preußen ist gering, darunter hundert Gefangene. Die Franzosen trugen ihre Todten fort.“ Auf den Höhen östlich von Metz vor dem Fort St. Julien soll zu gleicher Zeit auch ein Gefecht stattgefunden und sich das Fort St. Julien durch Granatfeuer lebhaft betheiligt haben. Im Gefecht bei Ars- Laquenexy waren unsere Infanterie- Regimenter Nr. 13, 15, 53 und das 7. Jäger-Bataillon. — Nach Mittheilung eines Soldaten vom Metzer Belagerungscorps vom 27. Sept. muß in der Festung schon bedeutender Mangel an Lebens- mitteln herrschen, indem die Vorposten Nachts häufig von großen Schaaren Franzosen beunruhigt werden, welche sich jedoch nur für den Bestand der Kartoffelfelder interessiren und dann eiligst mit ihrer Beute in die Festung schlüpfen. Aus Coin les Cuvry(bei Metz), 28. Sept., schreibt der„Trierschen Ztg.“ ein Trierer vom 2. rhein. Husaren-⸗Regiment Nr. 9 über den Ausfall der Metzer Garnison vom 27. d. M.: „Die Franzosen sind nächtlich mit einem Eisen- bahnzug dicht vor unsere Vorposten gefahren und sind dort unter dem Dampf der Locomotive ruhig ausgestiegen und hintendrein sind gleich Colonnen aus der Festung marschirt und überraschten unsere Truppen auf diese Art. Sie hatten in dem Zuge sogar Mitrailleusen, sie nahmen das Dorf Peltre, wurden aber bald darauf, nachdem sie noch das Dorf in Brand gesteckt hatten, von den Unseren zurückgeworfen. Trotzdem viele Kugeln um mich herumflogen, hat keine mich getroffen. Außer dem Dorf haben die Franzosen ein prachtvolles großes Schloß, Merch le Haut, in Brand gesteckt. Durch das Dorf ritten wir im strengsten Galopp, über Todte und Verwundete setzend, und um nicht zu ersticken, mußten wir den Athem anhalten. Es war überhaupt ein Ritt, der unsere Pferde ganz lahm machte, und der Herr Lieutenant sagte selbst, er hätte in seinem ganzen Leben nicht so scharf geritten.“ f Straßburg. Ueber die Bedingungen der Kapitulation von Straßburg wird mitgetheilt, daß die Offiziere auf Ehrenwort frei sind und die Mobilgarden in ihre Heimath(es sind lauter Elsässer) entlassen werden. Die Thore sind noch gesperrt; schon ist aber der Zudrang von allen Seiten her ein so ungeheurer, daß anzunehmen ist, man werde bald öffnen. Alle Straßen sind gefüllt mit Menschen, mit Wägen und Möbel⸗ transporten aller Art; auch Viktualien und sonstige ist, sind schon massenhaft unterwegs. Die Be— hinberungen der Communication zwischen den ein- zelnen benachbarten Ortschaften sind beseitigt. Wie versichert wird, geht die Hauptmasse der seit— bedeutender Kraftanstrengung unternommen worden zu sein. Der Times-Corresponvent telegraphirt hierüber aus Saarbrünken vom 28. Sept.:„Eine starle Colonne französischer Infanterie mit Cavalerie herigen Belagerungsarmee nach Paris; ein Theil der Artillerie befindet sich schon seit dem 28. Sept. Abends unterwegs dahin. Straßburg. Bedürfnisse, an denen ein Mangel zu vermuthen Mertens erlassene Verordnung macht den Bürgern bekannt, daß mit der Besetzung der Stadt der Belagerungszustand noch nicht aufgehört habe und daß alle Vergehen und Verbrechen civil. oder kriegsrechtlicher Natur standrechtlich behandelt werden würden. Alle Waffen sind abzuliefern, unterdrückt sind alle Zeitungen, Journale, Proklamationen, überhaupt alle Drucksachen, mit Ausnahme der vom Obercommando autorisirten Verordnungen. Weiter wird verfügt, daß wenn von einem Gebäude oder anderen Orte aus die deutschen Truppen mit Waffen insultirt werden würden, die Truppen autorisirt seien, in das be treffende Gebäude einzudringen und alle männlichen erwachsenen Personen darin ohne Weiteres nieder. zumachen.(Anlaß zu diesem furchibaren Befehl soll die Ermordung dreier Badenser am Abend des Einzuges gegeben haben.) Die Truppen sind streng angewiesen, alles Privateigenthum zu schonen und Requisitionen dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Commandanten erfolgen. Die Wirthschaften wüssen um 9 Uhr geschlossen werden und jede Person, mit Ausnahme der Offiziere und Civilärzte, welche nach 9 Uhr auf der Straße getroffen wird, hat sofortige Arretirung zu gewär tigen. Durch die Thore können nur von Vor. mittags 10 Uhr ab die Frauen und Kinder fel passiren, Männer nur auf Grund eines Passir⸗ scheins. Die Verpflegung der Truppen erfolgt bis auf Weiteres aus den Magazinen, jedoch haben sich die Bürger auf Quartier und Ver- pflegung für 8000 Mann einzurichten, die in den nächsten Tagen eintreffen würden. Diese Truppen sind unterwegs und gehören, so viel man erfährt, zum 2. Armeecorps, welches bei Ars liegt. Aus Baden. Der„Karlsr. Ztg.“ zufolge geht die Hauptmasse der seitherigen Straßburger Belagerungsarmee nach Paris, die Artillerie ist schon auf dem Wege dahin. Das Gerücht ging, Schlettstadt habe capitulirt; dieß ist aber unbestätigt. am 29. Sept. noch gesperrt; der Zudrang von allen Seiten war ungeheuer; alle Straßen gefüllt mit Menschen, Wagen und Möbeltransporten. Aus Rastatt, 30. Sept. Gestern Abend nach 4 Uhr sind die Straßburger Kriegsgefangenen in der Stärke von etwa 15,000 Mann, escortirt von badischen Truppen, hier eingetroffen. Der Commandant Uhrich, der auf das Ehrenwot, vorerst nicht mehr gegen Deutschland die Waffen zu führen, entlassen ist, hat sich durch Baden in die Schweiz begeben um von da nach Frankreich zurückzukehren. g Breisach, 26. Sept. Vor Neubreisach sahen wir heute durch Fernröhre ungefähr 5-600 Mann französisches Militär campiren, nachdem am Vormittag ein weiteres Bataillon, in der Richtung von Mühlhausen kommend, in die Festung eine gezogen war; auch das Fort Mortier erhielt heute einen Zuwachs von 20—30 Mann. Die Be⸗ satzung der Festung beträgt jetzt etwa 5000 Mann. Aus Basel, 28. Sept., schreibt man: Durch die gestern erfolgte Uebergabe von Straßburg ist nun, mit Ausnahme von Schlettstadt, Colmar und MRreisach, der ganze Elsaß in den Händen der deutschen Truppen. Die letztere Festung, welche ö 5 Eine gleich nach dem Einzug vorgestern noch durch ein Bataillon Mobilgarden und Artillerie versuchte gestern einen Ausfall aus der deulschen Truppen in Straßburg vom General verstärkt worden ist, zählt 5000 Mann Besatzung, b mit sic Die Thore von Straßburg waren unter Benutzung! 0 ftpenf 0 und 5 1 1 als 2 zur 91 N dar dt dersel b 80 Erlaß deeupi Uemhen * de 1 8 gegen din dacht den dau ig der Stadt alm Berdtechen* tech erchtlich beben abzulier: 57 lat une , Jen narte artorir: ig, daß ra 8 Arn Urn as! nd alt nini * alert mar dagen, l Art N Arter 8 wird sich aber bei einer ernstlichen Berennung kaum lange halten können. Belfort dürfte jedenfalls stärkeren Widerstand leisten. Der dortige Commandant, General de Chargere, ist abgesetzt und der bei Sedan verwundete, aber wieder her— gestellte General Cambrial zu diesem Posten be— rufen worden. Hessen. Darmstadt. Se. Maj. der König von Preußen haben des Weiteren nach- venannten Ofstzieren und Mannschaften der Groß derzogtichen Division das eiserne Kreuz zweiter Klasse zu verleihen geruht: 1) Von der Pionnier— TCompagnie: dem Hauptmann Brentano und Sergeant Johannes Stork. 2) Vom 1. Inf. Regt: dem Hauptmann Römheld; Lieutenant und Jat.⸗Adjutant v. Grolman; den Sergeanten Joh. Diebel, August Kraft, Georg Wilh. Lang, Heinr. Engel und Theod. Könner. 3) Vom 2. Inf. Kegt.: dem Oberlieutenant Heydacker, Lieutenant und Regt. ⸗ Adjutant Hof, den Corporälen Joh. Jeppel, August Steinbach, den Musketiers Philipp saub, Friedrich Veith und Konrad Schwalb. ) Vom 1. Jäger⸗Bat.: dem Lieutenant Julius Jauß, dem Zugsfeldwebel Heinrich Groß, den Sergeanten Georg Schweitzer und Conr. Röder, em Corporal Daniel Lyncker und dem Garde— zäger Georg Friedr. Hofmann. 5) Vom 3. Inf.-Regt.: dem Major Schulz, Oberlieutenant Kölsch, den Sergeanten Heint. Grünewald und Heinr. Geiß, den Corporälen Herm. Stahl und Wilh. Bretsch, sowie dem Gefreiten Franz Steeb ) Vom 4. Inf.- Regt.: Hauptmann Metzler, Oberlieutenant Schweikhardt(als Adjutant zur 0. Infanterie Brigade commandirt), und Ge⸗ eiter Martin Grooßmann. 7) Vom 2. Jäger- at.: Hauptmann Frhr. v. Weitershausen, den Sergeanten Peter Schmidt und Adam Hofmann, en Corporälen Aug. Winter und Ludw. Hohen- in. 8) Von der Feld Artillerie: Hauptmann Veygand, Oberlieutenant Draudt, Sergeanten Voseph Heyder und Joh. Pabst, Gefreiter Lorenz Löbel und Kanonier Joh. Sulzbach. 9) Vom 1 Reiter⸗Regt.: den Stabsordonnanzen Johannes Hörr und Wilh. Albert. 10) Vom Sanitäts- tesen: dem Divisions⸗Generalarzt Dr. Plagge bas Kreuz am weißen, schwarz gerändeiten Bande), ind dem Sergeant Jacob Wilhelm. — 29. Sept. Die erste Kammer trat in rer heutigen Sitzung dem Beschlusse der zweiten kammer bei, die Regierung unter der Anerbietung, ne erforderlichen Mittel zu bewilligen, um Be⸗ waffung der für die hessische Division nöthigen, richt etatsmäßigen Bedürfnisse zu ersuchen. Kriegs- ninister Dornseiff sprach der Kammer seinen Dank als und erklärte, daß man bereits 1500 wollene kemden nach dem Kriegeschauplatz geschickt habe und das Bedürfniß nach anderen Gegenständen darch amtliche Erhebungen festzustellen suche. Den antrag Dumont auf Erlaß einer besonderen eitädteordnung betreffend beschließt die Kammer 1 Uebereinstimmung mit der zweiten Kammer, sesen Gegenst ind der Regierung zur Berücksich⸗ ung und weiteren Prüfung zu überweisen, lehnt sngegen, gleichwie die zweite Kammer, die weiteren unträge von Metz und Dumont in Betreff Ab⸗ nderung der Gemeinde-Ordnung kurzer Hand ab. — Nach eingetroffenen Nachrichten von der üsischen Division ist Generalmajor v. Wittich is Divisionsgeneral der 22. preußischen Diviston zun großen Armee vor Paris versetzt worden. Mainz. Der Durchzug der päpstlichen Armee e begonnen; morgen werden 3000 Zuaven von erselben erwartet. Preußen. Berlin, 2. October. Der „Staatsanzeiger“ veröffentlicht einen königlichen Ellaß, welcher bestimmt, daß die von den Armeen tupirten Bezirke, die nicht dem Genkralgouver- ument von Elsaß Lothringen zugewiesen worden ird, unter die Verwaltung des Generalgouverne— umts zu Reims gestellt werden. Zum General- nuverneur zu Reims ist der Großherzog von Jacklenburg ernannt. — Die„Kreuzztg.“ sagt: Nicht mehr das Do sondern das Wie? der deutschen Einigung zu erledigen; kein Stamm, keine Partei zweifele, daß die militärische und diplomatische Leitung in Preußens starker 1 bleiben müsse. In der reformirten Bunde berfassung dürfe die Selbst⸗ ständigkeit der Einzelstaaten nicht weiter beschränkt werden, als die gemeinsamen Interessen erheischen. Der Träger der deutschen Centralgewalt müsse nicht ferner als Präsident, sondern mit einem Namen bezeichnet werden, der den monarchischen Charakter unzweifelhaft constatire. Ob deutscher König, ob deutscher Kaiser, die anderen deutschen Könige würden am Besten wissen, welchem Titel sie den Vorzug geben.— Die Königin besichtigte gestern den württembergischen Sanitätszug, der Verwundete hierher gebracht, und sprach den be⸗ treffenden Personen ihre Dankbarkeit für die Königin Olga aus. N Frankreich. Tours. Die„Times“ er- wähnt, daß General Ambert, des ewigen„Vive la république“ müde geworden, seinen Truppen erklärt, es wäre besser, wenn sie, statt zu schreien, auf das Exerciren Acht gäben, worauf Ambert von seinen eigenen Leuten arretirt, als Reactionär vor die provisorische Regierung geschleppt und, was kaum glaublich erscheint, weder von dieser noch von Trochu seine Befreiung erlangen konnte, — 1. Okt. Aus Paris eingetroffenen Nach- richten vom 26. v. M. zufolge sind in Vincennes und St. Denis Kriegsgerichte eingesetzt, um über Angriffe auf Eigenthum und Wegelagerung sum— marisch abzuurtheilen.— Pariser Nachrichten vom 27. Sept. melden:„Ein Erlaß des Ackerbau⸗ ministers vom 26. ordnet an, daß, mit dem 28. beginnend, das Fleisch von 500 Ochsen und 4000 Hämmeln täglich zur Verfügung der Pariser Ein- wohner gestellt werden soll. Das 05 soll für Staatsrechnung Lon Fleischern verkauft werden, deren Namen in den Mairien angeschlagen werden. Der Verkauf geschieht zu einer festgesetzen Taxe.“ — Der, Commandant des Forts Issy, welcher am 26. Sept. zur Uebergabe gufgefordert wurde, erwiederte, so lange er lebe, werde das Fort nicht übergeben werden.— Ueber die feindlichen Kriegs— operationen wird gemeldet: Der Feind scheint einen bestimmten Angriffspunkt noch nicht gewählt zu haben; er errichtet vorläufig nur eine Circum- vallation außerhalb der Tragweite der Geschütze. Die Geschütze der Forts schießen auf jeden feind- lichen Convoi, sowie auf jede größere Recognos— cirung innerhalb der Sehweite, und fast immer mit glücklichem Erfolg. Der Feind errichtet bei Versailles ein verschanztes Lager und scheint Vor⸗ bereitungen zu treffen, den Winter vor Paris zu— zubringen.— Binnen wenigen Tagen werden in Paris 250 Bataillone Nationalgarde, jedes zu 1500 Mann, unter Waffen stehen.— Die zweite Lieferung der in den Tuilerien mit Beschlag be— legten Papiere ist veröffentlicht. Dieselbe theilt u. A. eine Depesche der Kaiserin an den Kaiser mit, aus welcher hervorgeht, daß es die Absicht des Kaisers war, nach den ersten beiden Nieder lagen nach Paris zurückzukehren.— General Trochu hat eine Proclamation erlassen, welche die statt— gehabten Störungen der Ruhe, sowie die vor— gekommenen Verletzungen des Hausrechts scharf tadelt. Ein entsprechender Tagesbefehl vom General Tamister ist an die Nationalgarde gerichtet. Rouen, 30. Seßt. Skräßburtzs Fall wurde von der Pariser Regierung am 29. Vormittags zugestanden. Der Eindruck auf das Volk ist tief⸗ ernst. Die Regierung berieth 5 Stunden ohne Resultat über die zukünftige Haltung. Favre sprach für Wiederaufnahme der Waffenstillstanbs⸗ Verhandlungen. Nachmittags war erst darüber ein Beschluß in Aussicht gestellt. 8 Belgien. Brüssel. Der hier eingetroffene „Constitutionnel“ meldet:„Rochefort hat Flourens zur Unterstützung bei der Organisation der Barri— kadenausstellung, welche am 27. September be— gonnen hat, berufen.“ N — Dem„Journal de Bruxelles“ zusolge wurden die Milizen der Jahrgänge 1863, 1864, 1865 von der Infanterie und der Artillerie zu Fuß, sowie alle verheiratheten Mannschaften be— urlaubt, außerdem sollen mit dem 1. Okt. die Observationvarmee und die Armee von Antwerpen nebst dem Generalstab aufgelöst werden. 1 Großbritannien. London. Der Minister⸗ rath hat beschlossen, die bisherige Politik der ab⸗ wartenden Neutralität festzuhalten. 1 — Der Agent des Lloyd meldet aus Calais, daß das Einschiffungsverbot nur für Franzosen zwischen 30 und 35 Jahren gilt. — Die Napoleonische„Situation“ ist der Ansicht, daß Jules Favre, wenn er aufrichtig Frankreichs Interesse im Auge hatte, statt blos die augenblicklichen Vortheile für sich und seine Genossen zur Aufregung der Massen zu Rathe zu ziehen, den Waffenstillstand hätte annehmen müssen. In einem andern Artikel zeigt die„Situation“, daß die jetzige Regierung der Nationalvertheidigung nur auf Lug und Trug beruhe und die Unwahr— heit mit der Besetzung des Mont Valerien nur eine der vielen lügnerischen Auskunftsmittel einer Regierung sei, welche durch die Lüge sich empor⸗ gebracht und durch die Lüge sich oben zu erhalten suche. Das Kaiserthum war bekanntlich die Wahr⸗ heit selbst. — Die„Times“ enthalten folgende Depesche aus Lyon vom 29. September:„Gestern wurde eine regierungsfeindliche Demonstration versucht, General Cluseret erzwang sich Eingang in das Stadthaus und haranguirte das Volk. Die Na⸗ tionalgarde stellte die Ruhe wieder her. Cluseret sammt den anderen Rädelsführern wurde verhaftet. Blutvergießen fand nicht statt.“ Italien. Florenz. Der„Spinlone“ zufolge hat sich die Nachricht, der Papst habe die Absicht ausgesprochen, Rom zu verlassen, nicht bestätigt. Die italienischen Truppen haben in Folge der Aufforderung des Papstes die Engelsburg besetzt. Rom ist ruhig. Rußland. Petersburg. Das Peters- burger Journal dementirt in formeller Weise die Nachricht von dem Ankauf amerikanischer Panzer— schiffe und Truppenansammlungen im Südwesten, sowie die Berufung Ignatieff's nach Petersburg anläßlich Verwickelungen mit der Türkei. Ruß⸗ land habe stets in lopaler Weise eine Politik des Friedens und der Vorsicht befolgt.— Der Kaiser empfing gestern Hrn. Thiers. Offenbach. Am 21. v. M., hat der biesige Hülfs⸗ verein an unser Jägerbataillon vor Metz 650 Flaschen Kornbranntwein, 500 wollene Hemden, 1000 Leibbinden, 2000 Paar wollene Socken ꝛc. abgehen lassen. Diese und die früheren Sendungen haben im Lager die größte Freude erregt. Darmstadt. Unternehmende Köpfe bringen große Transporte von Lebensmitteln nach Straßburg, wo sie sehr gute Geschäfte machen sollen, denn die Nold und die Entbehrungen, welche die Einwohnerschaft während der Belagerung gelitten, sind unbeschreiblich. Butter, Milch, Eier frische Gemüse waren selbst für alles Geld nicht mehr aufzutreiben. Mainz. Um der weiteren Verschleppung der Rinder⸗ pest vorzubeugen, wird von nun an den auf den fran⸗ zösischem Boden slehenden Truppen kein lebendes Schlacht⸗ vieh mehr nachgeführt werden. Es wird vielmehr dahier eine Militärschlächtetei im großartigsten Maßstabe auf der Gustavsburg angelegt werden, so daß dort täglich 800 Stück Ochsen können abgeschlachtet werden, deren Fleisch eingesalzen dem Heere zugeführt werden wird. VMerloosun gen. Karlsruhe, 30. Sept. Bei der heullgen Prämsen⸗ Ziehung der badischen 35 fl. Loose fielen auf solgende Loose die beigesetzten Gewinne: Nr. 250755 35,000 fl., Nr. 253315 10,000 fl., Nr. 24010 4000 fl., Nr. 295905 266490 24015 27690 und 366582 je 2000 fl., Nr. 177960 352106 262953 355936 216591 303897 339405 32717 260489 24478 250771 und 260476 je 1000 fl. Original-Recensionen über die„Victoria“. Der Jahrgang 1870 der„Victor ta,“ Muster und Modezeitung, liegt nunmehr vollständig vor. 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Octoder d. J., Vormittage 11 Uhr, soll im biefigen Rathhause die zum Nachlasse der Margaretbe Vogelsberger dahler gehörende Hofralthe: Gemarkung Friedberg Flur. Nr. Klftr. II. 477. 18 Hofrattbe mit Pofraum und Hinter- haus in der Stadt auf freiwilligen Antrag der Erben öffentlich meistbietend versteigert werden. Ole betreffende Hofralthe ist in der Ludwigstraße in dem belebtesten Theile der Stade auf dem Marklplatze belegen und ist ganz desonders zu einem kaufmänntschen Detailgeschäft geeignet. Friedberg den 30. September 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. O bst⸗Versteigerung. 2357 Nächsten Mitiwoch den 5. k. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr ab, wird das gemeinbeitliche Obst, de⸗ slebend aus Btrnen und circa 300 Malter Aepfeln, in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle meifibietend versteigert und der Anfang in der s. g. alten Lehmkaute gemacht. Bad⸗ Nauheim am 28. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim Schult Bekanntmachung. 2340 In der Behausung des verlebten pract. Arztes Dr. med. Trapp dabier werden Donnerstag den 6. Oetober l. J., Morgens 9 Uhr, folgende Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung versteigert: 1 Pferd, 1 einspännige Chaise, 1 Oekonomiewagen, 1 Sattel nebst Zaum, 2 einspännige Chaisengeschirre, 1 Paar Chaisengeschirre mit Brustblättern, 1 einspänniges Wogengeschtrr, Strohbank, Hafer⸗ kasten, Wafferjoch ꝛc. Friedberg den 28. September 1870. In Auftrag Schwarz, Hof⸗Taxator. Ein Dranntwein-Prenn-Apparat, 2289 neuer Conftruction, die Blase circa 40 Maaß Füllung haltend, erst einige Jahre im Gebrauch, mit allem Zubehör, die Gährungsbütten 230 Maaß baltend, ift wegen Aufgabe der Oekonomie sebr billig zu verkaufen. Auch werden Zahlungstermine auf Verlangen anberaumt. Näheres ber Gottfried Mondigler, Friedberg. Kupferschmied. Das Marmor-Geschäft von J. F. Rossbach in Mainz 2318 empflehlt sich in Anfertigung von Marmor ⸗ Arbeiten aller Art, namentlich auch von Chemincçes, Grabdenkmälern ꝛc. II dug v nv ag azad Fele uno-zu I nt EEE ·’·ůw-w--.:u·:ůãů e 2379 Wer kennt nicht den reizenden Walzer: An der schönen blauen Donau!— Bedeutend darüber aber steben jedenfalls die drei nachfolgen. den großen Walzer: Frühlingsreigen von Julius Lammers— Zurschentänze von Johannes Schon⸗ dorf— Jugendträume(Pretscompoflttton) von O. Hübner Trame, welche in claviergemäßer Bearbeitung Nichts zu wünschen übrig lassen.— Preis pro Plece(4 Bogen stark) nur 12½ Sgr. und zu beziehen von Robert Apltzsch in Leip⸗ zig sowie durch alle Buch- und Mufikalienhand⸗ Kische Obergährhefe 2378 bei H. Sang, zur Stadt New⸗Nork. Wohnung zu vermiethen. 2380 Der zweite und drltte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und kann bis zum 1. Januar 1871 be⸗ zogen werden. Vorschus- und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro September 18 70. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. Sept. 1870 fl. 6129. 9 Wechsel„ 24518. 31 Depositen„ 600.— Inkasso⸗Wechsel 1 1. 93122 Conto⸗Corrente 26483. 19 Spar⸗Einlagen 1892.— Darlehen„ 2325.— Stamm ⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 100. 18 Reservefonds, Jahresbeiträge— 18 Eintrittsbeiträge 9. Wechsel⸗Zinsen 265. 30 Depositen⸗Zinsen Conto⸗Corrent⸗Zinsen Conto⸗Corrent-Proviston Agio⸗Gewinn auf Sorten Humoristisch · satyrische 4 5 L 111 19 Flugblätter (den Krieg betreffend) 1 Nummer 1— 25 à 6 kr. Friedberg. Mehrere Tausend Gulden Gemeinde⸗ Obligationen aus de Kreise Friedberg und Vilbel hat in Auftrag 17 billig abzugeben 237 Friedberg. Eduard Hirsch. Ein in allen häuslichen 24 wird gesuchl Arbeiten gewandtes üdchen Näheres del der Exped. d. Bl. 2382 D 1 2 * Ausgabe. Wechsel fl. 31096.— Depositen 5 100.— Inkasso⸗Wechsel 1 834. 11 Conto⸗Corrente„ 18258. 2 Spar⸗Einlagen„ 3679. 46 Darlehen„ 4100.— Spar⸗Einlage⸗Zinsen 5 38. 12 Darlehen⸗Zinsen 517 107. 26 Wechsel⸗Zinsen 1. 25 Wechsel⸗Spesen 0 7. 30 Unkosten 5 1 Kasse⸗Bestand pro 1. Oct. 1870„ 4797. 45 fl. 63295. 24 Eingang. Ausgang. 9 fl. 16646. 20 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 16692. 3 „1161. 23 Wechsel zum Incasso„ 502. 42 Der Vorstand 2384 Hecht. Ermus. Weis. Befestigungsplan von Paris. Preis 12 kr. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Fried⸗ berg und Nauheim. Ein Krankenwagen 2369 ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 2303 Kriegs-Nummern des Omnibus. Illustrationen in: No. 42. Der Feldpostillon. König Wilhelm empfängt durch Moltke die Nach- richt des Sieges bei Gravelotte. Gefecht sächs. Reiter gegen franz. Chasseurs bei Buzancy am 27. August. Oberstlieut. v. Verdy und Hauptm, v. Winterfeld als Parlamentäre bei Gravelotte. Preis pro Nummer 3½ kr., Viertel- jährlich 46 kr. Jeden Bandwurm 2017 entfernt binnen 2 bis 4 Stunden vollständig schmerz, und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt, Arzt zu Croppenstedt(Preußen.) Ein Dienstmädchen der Expedttlon. 1 Runa Zwei möblirte Bimmer 2370 hat zu vermiethen J. Ruppel, Metzger. Ein gutes Zugpferd 2376 hai billig zu verkaufen 2381 findet alsbald in einem kleinen Haushalte einen Platz. Dasselbe muß anstellig und reinlich sein, selbst⸗ fländiges Kochen wird nicht verlangt. Zu erfragen bet Bäckerei Strauß 2371 Von Dienstag Abend 5 Uhr an bis Mittwoch Abend 6 Uhr ist mein Geschäft des Feiertags wegen geschlossen. ö Mehrere reingehaltene Julast- Faß 2375 zu Aepfelwein sind wegen Aufgabe meines Ge. schäfts pretswürdig zu verkaufen. Friedberg den 3. October 1870. N 0 H. Engel II., Metzgermeister. 2377 verkauft billig 5* Friedberg. Gartenschütz Müller. Filet-Decken, 18 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen 22 K. Friedrich neben der Post in Frledberg. Eine große Sendung neuer Carricaturen ist soeben angekommen. Friedbecg und Nauheim. 0* Bindernagel& Schimpff Mehl-Offerte. 2372 Größere Sendungen von ungarischen Meblsorten! sind wieder eingetroffen und empfehle solche billigst L. H. Strauß. Danksagung. 0 2374 Allen Denjenigen, welche unsere innigstgelieblk; Mutter, Schwiegertochter, Schwester und Tante 6 Maria Magdalena Fritz, geb. Porn, zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren! herzlichsten Dank. Friedberg den 3. October 1870. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute:. 29. Sept. Hermann Stier, Bürger und Maschinen schlosser zu Bessungen bet Darmstadt, Sobn det verst. dafigen Bürgers und Maurers Wilbelm Stier I. un Anna Dieffenbach, Adoptivtochter des pens. Großherzogl. Diftriets⸗Einnehmers Georg Christoph Dieffendach dahles. Getaufte: 29. Sept. Dem Bürger zu Seckbach, Kreis Hana und Schuhmachermeister Johannes Kaspar Oitzel eint: Tochter Maria Philippine Dorothea, geb. den 16. Sepl. Beerdig te: 29. Sept. Maria Magdalena Fritz, geb. Horn Wittwe des verff. hiesigen Bürgers, Gemeinderaths und Hof- Bäckers Friedrich Karl Fritz, alt 51 Jahre 1 Mona 1 den 27. September. Kirchliche Anzeigen für Kriedbeth. Evangelische Gemeinde. ö Mittwoch den 5. October, Nachmittags 4 Uhr, . in der Burgkirche: 1 Betfunde mit Ansprache von Herrn Diakonus Mepel, Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Friedberg den 2. October 1870. K. Reuß II. Friedberg. Martin Becker. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu eine Beilage.) 10 bis 15 Mesten Zwetschen 15 — 9 4 Vorrälbig bei Bindernagel& Schimpff Helre