* * Nee . Donnerlag den 3. November. M 130. Oberhessischer Anzeiger. und Irland. 1870.— Nr. 582. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis da. Friedberger Iurligembiall Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. Nr. 44. Nr. 580. Vom 25. April 1870.— Nr. 581. Vertrag zwischen dem Generalpostamte des Norddeutschen Bundes und dem Generalpoftamte des vereinigten Königreichs Großbritannien Addftionalvertrag zu dem zwischen den Postvetwaltungen des Norddeulschen Bundes und der vereinigten Staaten von Amerika abgeschlossenen Vertrag für die Verbesserung des Pofldienstes zwischen den beiden Ländern unterzeichnet zu Berlin den 21. October 1867. Vom 7./23. April Belannimachung, betr. die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 20,000,000 Thlr. hoͤchster Erlaß vom 18. October 1870, betr. die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 3,700,000 Thaler. Nr. 45. Nr. 584. Gesetz, betr. die Eheschließung und die Beurkundung des Personenstandes von Bundesangehörsgen im Auslande. Vom 16. October 1870.— Nr. 383. Aller⸗ Vom 4. Mai 1870 Be Mit Bezugnahme auf unsere früheren Bekanntmachungen, wo⸗ nach wir mit unserem Büxreau eine Auskunftsstelle für Arbeitfuchende und für Arbeitgeber verbunden haben— die seither auch schon viel⸗ fach zur Vermittelung des Angebots und der Nachfrage nach Arbeit der metollurgischen Industrie und der Maschinen⸗ Fabrikation, benutzt worden ist— machen wir im Auftrage Großherzoglichen Ministeriums ferner darauf aufmerksam, daß die Handelskammer zu Cöln sich erboten hat, die Bemühungen aller Arbeitsuchenden durch Mittheilung eutsprechender Adressen von Arbeitgebern thunlichst zu unterstützen. Bei der Handelskammer zu Cöln sind in Folge der von der⸗ selben erlassenen Bekanntmachungen unverhältnißmaͤßig mehr An⸗ erbietungen von deutschen Arbeitgebern als entsprechende Nachfragen von Arbeitern eingegangen, und zwar insbesondere von Vertretern von Buchdruckern und Lithographen, sowie von Fabrikanten von Bekleidungs⸗ B Betreffend: Die aus Frankreich ausgewiesenen deutschen Arbeiter. mach ung. gegenständen und Militär Requisiten(in Holz und Leder). Die Handelskammer in Coͤln ist gerne bereit, ihr reiches Material in weiteren Kreisen nutzbar zu machen und will die Bemühungen der Arbeitsuchenden auf briefliche Anfragen— mit Angabe der bis— herigen Beschäftigung und des dermaligen Aufenthaltsorts— durch Mittheilung entsprechender Adressen von Arbeitgebern unterstützen. Arbeitsuchende können sich hiernach direkt an die Handels⸗ kammer zu Cöln wenden, oder sie können unsere Vermittelung in Anspruch nehmen, wozu wir nach wie vor gerne bereit sind. In letzterem Fall sind alle Gesuche und Correspondenzen für uns zu richten:„An das Büre au des Großherzoglichen Gewerb⸗ vereins zu Darmstadt.“ Darmstadt den 23. October 1870. Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein Schleiermacher. Fink. Kriegs nachrichten. Versailles, 28. Okt. Thiers ist seit drei Tagen im Besitz freien Geleites nach Versailles und der Erlaubniß, von Versailles nach Paris zu gehen und zurückzukehren; er besteht aber darauf, nicht auf dem Wege von Versailles, son⸗ dern auf dem von Orleans nach Paris hineinzu⸗ fommen.— Der Vorfall in dem benachbarten Bougival, der bisher sehr verschieden erzählt wurde, wird in der heutigen Nummer des„Nou— pelliste de Versailles“ offiziell folgendermaßen dar⸗ zestellt:„Ein sehr trauriges Ereigniß hat sich in diesem sonst so freundlichen und heiteren Dorfe jugetragen. Als während des Kampfes am 21. die preußischen Vorposten sich auf ihre Operations- basis zurückzogen, ehe sie die Offensive ergriffen, baben dem Anschein nach mehrere Einwohner Bougivals geglaubt, die deutsche Armee befände sich auf der Flucht. Sie haben alsbald mit Windbüchsen auf Soldaten vom 46. Regiment zeschossen, welche die Fahne dieses Regiments um⸗ zaben. Die Truppen, über die Theilnahme von Bürgern am Kampfe erbittert, sind in die Häuser zestürzt, aus denen die Schüsse gefallen und haben 19 Individuen verhaftet, die am Tage darduf dor ein Kriegsgericht gestellt worden sind. Dieses Hericht hat zwei derselben zum Tode verurtheilt und die Execution ist am 24. d. M. in Bougival vollzogen worden. Die Commune hat eine außer- ürdentliche Contribution von 50,000 Francs zu qahlen. Die Häuser, aus denen auf die deutschen Truppen geschossen wurde, werden in Brand gesteckt verden, und so haben einige Fanatiker eine ganze Ortschaft in tiefe Trauer versetzen können.“ — Thiers ist, von Orleans kommend, den * Vormittags in Versailles eingetroffen und gat sich, nach kurzem Aufenthalt, nach Paris weiter begeben. Hauptquartier Cornp vor Metz, den 27. Okt. 1870. Aus Anlaß der Capitulation zon Metz erließ Prinz Friedrich Karl an sein Deer folgenden Armee-Befehl. Soldaten der „Hund II. Armee! Ihr habt Schlachten geschlagen und den von Euch besiegten Feind in Metz 70 Tage umschlossen, 70 lange Tage, von denen aber die meisten Euere Regimenter an Ruhm und Ehre reicher, keiner sie daran ärmer machte! Keinen Ausweg ließet Ihr dem tapferen Feinde, bis er die Waffen strecken würde. Es ist so weit! Heute endlich hat diese Armee, noch voll 173,000 Mann, die beste Frankreichs, über 5 ganze Armee⸗Corps, darunter die Kaiser-Garde, mit 3 Marschällen von Frankreich, mit über 50 Generalen und 6000 Offizieren capitulirt und mit ihr Metz, das nie⸗ mals zuvor genommen! Mit diesem Bollwerk, das wir Deutschland zurückgeben, sind unermeßliche Vorräthe an Kanonen, Waffen und Kriegsgeräthen dem Sieger zugefallen. Diesen blutigen Lorbeer, Ihr habt ihn gebrochen durch Eure Tapferkeit in der 2tägigen Schlacht bei Noisseville und in den Gefechten um Metz, die zahlreicher sind, als die es rings umgebenden Oertlichkeiten, nach denen Ihr diese Kämpfe benannt! Ich erkenne gern und dankbar Eure Tapferkeit an, aber nicht sie allein. Beinahe höher stelle ich Euren Gehorsam und den Gleichmuth, die Freudigkeit, die Hingebung im Ertragen von Beschwerden vielerlei Art. Das kennzeichnet den guten Soldaten! Vorbereitet wurde der heutige große und denkwürdige Erfolg durch die Schlachten, die wir schlugen, ehe wir Metz einschlossen, und— erinnern wir uns dessen in Dankbarkeit— durch den König selbst, durch die mit Ihm darnach abmarschirten Corps und durch alle diejenigen theuren Kameraden, die den Tod auf dem Schlachtfelde starben oder ihn sich durch hier geholte Leiden zuzogen. Dies ermöglichte erst das große Werk, das Ihr heute mit Gott vollendet sehet, nämlich daß Frankreichs Macht gebrochen ist! Die Tragweite des heutigen Ereig- nisses ist unberechenbar.— Ihr aber, Soldaten, die zu diesem Ende unter meinen Befehlen vor Metz vereinigt waret, Ihr geht nächstens verschie⸗ denen Bestimmungen entgegen. Mein Lebewohl also den Generalen, Offizieren und Soldaten der I. Armee und der Division v. Kummer und ein „Glück auf“ zu ferneren Erfolgen! Der General der Cavalerie: gez. Friedrich Karl. — Der„St.⸗Anz.“ begrüßt das große mili- tärische Ereigniß vor Metz wie folgt:„Die Blicke von Millionen sind heute auf Metz gerichtet, wo sich ein denkwürdiges Ereigniß vollzieht. Nach fünf großen Schlachten und Gefechten, nach zahl⸗ losen kleinen Kämpfen, nach unsäglichen Mühsalen und Entbehrungen, zieht unser Heer als Sieger in den gewaltigen Waffenplatz. Die französische Hauptarmee, an ihrer Spitze drei Marschälle von Frankreich, senkt die Waffen. Es ist der Kern der französischen Heere, der sich unserem königlichen Prinzen ergibt; Krieger von erprobter Tapferkeit, Führer von bewährter Umsicht. Die Sieger ver⸗ sagen dem Gegner, mit dem sie Monate lang gerungen, das Zeugniß nicht, daß er es an Kühnheit, Muth und Ausdauer bei der Verthei⸗ digung nicht habe fehlen lassen. Daß aber eine so große tapfere Armee einem solchen Geschicke anheimfallen mußte, steht einzig da in der Ge⸗ schichte. Indem unsere Sieger den schwerver dienten Lorbeer mit dem Danke ihres Königs und des Vaterlandes empfangen, erfüllt sie eine besondere stolze Genugthuung. Sie haben das Bewußtsein, daß sie in dem erkämpften Waffenplatze das stärkste Bollwerk für Deutschlands künftige Vertheidigung im Westen und eine vorzügliche Bürgschast zur Sicherung des Friedens errungen haben. Wir wollen aber heute auch der Helden gedenken, die ihr Leben hingaben in den blutigen Kämpfen um Metz. Hunderttausende daheim werden schmerzlich bewegt bei diesem Namen. Ihre feuchten Blicke richten sich nach der großen Grabesstätte, wo ihre Väter, ihre Gatten, ihre Söhne und Brüder schlummern. Das Vaterland trauert mit ihnen. Es bringt den gefallenen Helden ihre Lorbeerkrone in der festen Zuversicht, daß sie sicher ruhen werden in der mit ihrem Blute wieder erkämpften deut- schen Erde.“ — Die Bedingungen der Capitulation von Metz sollen folgende sein:„Die Festung Metz mit allen ihren ungeheuren Waffenvorräthen wird dem Prinzen Friedrich Karl übergeben. Die französische Garnison marschirt mit allen kriegerischen Ehren aus, streckt dann die Waffen und geht in die Kriegsgefangenschaft nach Deutschland. Die Offiziere behalten ihre Degen und ihr Privat- Eigenthum.“ — Zur Capitulation von Metz wird dem „Rhein. Kur.“ folgender Brigadebefehl des Gene⸗ rals v. d. Goltz mitgetheilt: Pange, 27. Okt. Der Marschall Bazaine will morgen mit ca. 150,000 Mann, wovon 25,000 Mann Kranke in Metz liegen, die Waffen strecken und die Festung übergeben. Die französischen Truppen werden mit klingendem Spiel und wehenden Fahnen auf verschiedenen Straßen aus der Festung Metz ausmarschiren, bei unseren commandirenden Generalen vorbeidefiliren und dann die Gewehre zusammen⸗ setzen. Bei dem commandirenden General des 7. Armee⸗ cocps marschirt das Corps Frossard, 3 Divisionen und die Brigade Mixte(20,000) zwischen Grigy und la Grange vorbei, setzt dann die Gewehre zusammen und legt die Fahnen, Adler und Musik⸗Instrumente nieder. Die Offiziere behalten ihre Säbel und kehren nach der Stadt zurück. Die Leute marschiren mit ihrem Gepäck in ein Bivouak bei Ars⸗Laquenexy. Die sämmtlichen Gefangenen werden auf einer nördlichen Straße nach Saarlouis und auf einer südlichen nach Saarbrücken escortirt werden und sind die letzten Transporte am fünften Tage abmarschirt. Der erste Abmarschtag für die sädliche Linie ist bis Pange. Die 26. Brigade erhält folgenden Auftrag: Das Füsilier⸗ bataillon 15. Regiments marschirt auf dem Eisenbahn⸗ damm über Juvy, Peltre, nach der Porte Serpendise (Haupthor zum Bahnhof) und hat dieses Thor um 12 Uhr desetzt. Die 5 anderen Bataillone der Brigade, wozu noch 2 Batterien und 2 Escadrons stoßen, stehen um 1 Uhr bereits ausgetreten verdeckt bei la Grange. Sobald die feindlichen Truppen bei la Grange vorbei ins Bivouak bei Ars⸗Laquenexy gerückt sind und die Bewachung dieses Bivouaks durch die 14. Division ausgeführt ist, rücken diese Bataillone in die Stadt und besetzen die Thore mil je 1 Bataillon. Da außer dem Eisenbahnthore noch 6 andere Thore sein sollen, so werden die beiden letzten Thore nur mit je 2 Compagnien zu besetzen sein. Für jedes Thor werden außerdem 3 Husaren eingetheilt werden. Die Thore werden militärisch besetzt und die nächst daran⸗ sloßenden Häuser für die Nacht zu Allarmhäusern ein⸗ gerichtet. Sind Patrouillen zu schicken, so dürfen dieselben nicht unter 20 Mann gemacht werden. Civilisten dürfen aus der Stadt gelassen werden, sind aber genau zu unter⸗ suchen, ob sie keine Waffen bei sich führen, die ihnen ab⸗ zunehmen sind. Zum Commandanten der Stadt ist der General Kummer ernannt, der mit den Linien⸗Regimentern um 1 Uhr eingerückt sein wird. Die Bataillone der Brigade müssen vorher gegessen und jeder Mann 80 Patronen und das Gepäck bei sich haben. Sämmtliche Wagen bleiben einstweilen in den Cantonnements zurück und können schwache Leute zu deren Bedeckung zurück⸗ gelassen werden. Die Markeiender können am Nachmittag nachfolgen. Notiz. Bis morgen Abend hat die fran⸗ zösische Armee, sowie die Einwohnerschaft von Metz nichts mehr zu essen.(gez.) Frhr. v. d. Goltz. — Wie aus Metz berichtet wird, sei fest⸗ gestellt, daß die dortigen Truppentheile(1., 7, und 8. Corps und die Division Kummer) theils dort verbleiben, theils nach dem Norden geschickt werden. Von Friedrich Karl heißt es in der „Karlsr. Ztg.“, er werde fortan die Opera⸗ tionen im Süden persoöͤnlich leiten. Seine Armee bestünde dann wie früher aus dem 2., 3. 9. und 10. Corps.— General v. Kummer ist, wie es heißt, zum Commandanten von Metz ernannt worden. 5 einer officiellen Depesche beträgt die Zahl der durch die Capitulation von Metz gemachten Gefangenen 173,000 Mann, excl. 6000 Offizieren nebst 3 Marschällen: Bazaine, Canrobert, Leboeuf. In dieser Ziffer ist na⸗ türlich die Besatzung der Festung Metz selbst, welche fast ausschließlich aus Mobilgarden be⸗ standen haben soll, einbegriffen. Bringt man hierfür 15— 20,000 Mann in Abzug, so bleibt als Stärke der Bazaine'schen Armee die Stärke von 150,000 Mann. Kurz nach den Schlach⸗ ten bei Metz wurde in einer officiellen preußi⸗ schen Depesche der Verlust der Bazaine'schen Armee in den Kämpfen vom 14., 16. und 18. August auf 50,000 Mann geschätzt. Wir er⸗ halten somit als Gesammtziffer der Bazaine'schen Armee circa 200,000 Mann. Weit mehr be— trug aber auch die Armee des Prinzen Friedrich Karl und die Steinmetz'sche am 18. August nicht, da das zweite Corps erst am Abend auf dem Schlachtfelde eintraf. Am 16. verfügte Bazaine über eine colossale Uebermacht ebenso— wohl wie über stark befe igte Positionen. Es ist demnach sehr erklärlich, daß unser Verlust in den Tagen vom 16. und 18. August auf 30,000 Mann angegeben wurde. Daß seit der Schlacht bei Rezonville und dem Rückzug Bazaine's in die Festungsenceinte von Metz eine Cernirungsarmee von 210,000 Mann zehn Wochen lang die Bazaine'sche Armee in der Stärke von 150— 170,000 Mann festhalten konnte, ist wohl die glänzendste Waffenthat des ganzen Krieges. Man bedenke, daß die Cer⸗ nirungsarmee auf einen Umkreis von acht Meilen vertheilt war. — Am 29. Okt. rückten die Besatzungstruppen zu allen Thoren der Festung Metz heraus und legten vor den Forts die Waffen nieder. Die Stadt wurde am Mittag von der Diviston Kummer besetzt. Kummer ist Platzcommandant. In die Forts sollen Bataillone des 7. Armeecorps ge— kommen sein. Bis spät in die Nacht rückten noch immer neue Bataillone aus. Die Noth soll furchtbar gewesen sein. Bemerkenswerth ist, daß sofort nach Oeffnung der Thore die benachbarten Dörfer sich wieder bevölkerten. Männer, Weiber und Kinder kehrten in die vielleicht verwüstete Heimath zurück. Das 15. Regiment rückte zuerst ein, dann folgte die 13. Division. Die Gefan⸗ genen werden via Saarlouis und via Courcelles befördert. Die erste Armee(darunter die hes⸗ sische Division) hat Marschbefehl; das 7. Armeecorps bleibt hier, das 8. und 1. geht nach Lille gegen Bourbaki. — Das„Echo du Luxembourg“ sagt über die Lage in Metz:„Seit 8 Tagen war die Lage nicht mehr haltbar. Die ganze Nahrung der Belagerten bestand aus Mehl und Wasser. Alle Pferde waren aufgegessen worden; die, welche übrig blieben, waren ungenießbar. Zwei Artillerie- Batterien waren noch allein bespannt. Der Typhus herrschte im Platz. Die Lage der Belagerer war kaum glänzender. Seit Mittwoch sind die preußi⸗ schen Pionniere mit der Wiederherstellung der Eisenbahn von Metz nach Saarbrücken beschäftigt; die Unterbrechung geht von Metz bis Courcelles und beträgt nur 10 Kilometres. Von Saar- brücken und Arlon gehen starke Transporte mit Lebensmitteln nach Metz ab.“ — Ein Telegramm der„N. fr. Pr.“ aus Berlin, 27. Okt., meldet:„Die Waffenstreckung der in Metz eingeschlossenen 173,000 Mann geht unter Manteuffel und Kummer ungestört vor sich. Die Uebergabe dürfte noch morgen oder übermorgen wegen Ueberfülle des Kriegsmaterials andauern. Unter der Kriegsbeute sind 4000 Geschütze größten Kalibers, viele gezogene Kanonen, Mitrailleusen 100,000 Chassepots. In den Lazarethen befinden sich 30,000 Mann. Unter den Gefangenen sind Leboeuf, Bazaine, Frossard, Boer, Coffinieres und dreißig andere Generale. Telegraphisch ist von überall die Zufuhr von Lebensmitteln nach Metz angeordnet, wo das Elend unbeschreiblich ist.“ Straßburg. Als die Placate, welche die Capitulation von Metz meldeten, angeschlagen wurden, versammelte sich vor einem derselben ein ansehnlicher Trupp Menschen und hörte der Rede eines gewissen Johann Geier zu, welcher nicht müde wurde, laut zu versichern, daß die officielle Depesche falsch sei und daß Metz noch heute so gut wie gestern von den französischen Truppen vertheidigt würde. Der Redner wurde von einem Polizeibeamten beim Kragen gefaßt und abgeführt. Er mußte die Nacht über auf der Wache ver⸗ bleiben, wo er wohl von seiner Ungläubigkeit curirt worden ist. Altbreisach 28. Okt. Die„Karlsr. Ztg.“ meldet: Gestern Abend gegen 8 Uhr fielen einige Schüsse aus dem Fort Mortier rheinabwärts; deßgleichen heute früh. Auch aus Neubreisach selbst wurde heute geschossen, und zwar in süd⸗ östlicher Richtung(Algolsheim). Seit heute sehen wir wieder die Cernirungs-Ulanen. Wie glaub⸗ würdig versichert wird, wäre dem Festungscom⸗ mandanten die Nachricht von der Capitulation von Metz von hier aus amtlich mitgetheilt worden. Hessen. Friedberg. Einer Corre⸗ spondenz des„M. Abdbl.“ aus Gorze vom 28. Okt. entnehmen wir Folgendes: Morgen also werden wir in Metz einziehen, und zwar hat die 18. Division die beiden Forts St. Quentin und Plappeville, 2 Bataillone der hess. Division und und zwar das 1. Bataillon vom 1.(Major Anschütz) und das 2. Bataillon(Major Hoffmann) vom 2. Infanterieregiment das Fort vorläufig zu besetzen, resp. die dortige Besatzung abzulösen. Natürlich sind Vorkehrungen getroffen, um ähnliche Ereignisse wie bei der Uebergabe der Festung Laon unmöglich zu machen, und gehen vorher deutsche Ingenieure nach Metz, um 19 die Minen zu untersuchen. Es heißt ganz allgemein, daß unsere hess. Diviston in der Richtung nach Dion oder Troyes dirigirt wird, und befinden wir uns vielleicht schon in den nächsten Tagen auf dem Marsche nach dem Süden. nach vem Frieden sehnen, und vorziehen würden, in Friedenszeiten eine Reise in das Innere von Frankreich zu machen, so haben wir doch diese Nachricht mit großer Freude vernommen. gestatten es die politischen Verhältnisse in Frank⸗ reich noch nicht, Frieden zu schließen, so wollen wir lieber weiter vorwärts marschiren und kämpfen, als unthätig den Winter hier liegen. — Nach Mittheilung der aus dem Lager vor Metz zurückgekehrten Mitglieder des Friedberger Unterstützungs⸗Comite's sahen dieselben bereits am 30. Okt. drei Compagnien unseres 1. Jäger- Bataillons von Noveant abmarschiren, während die vierte in Pagny zum Schutze des dortigen Lazarethes vorerst zurückblieb. Preußen. Berlin. Wie man hört, ist eine Verfügung des Kriegsministeriums ergangen, Inhalts deren auch den kriegsgefangenen franzö⸗ sischen Soldaten, wenn deren Bildungsstufe, Militärgrad und bisherige gute Aufführung es zulässig macht, die Begünstigung zu Theil werden soll, sich auf eigene Kosten Privatwohnungen zu miethen und innerhalb der Garnison sich frei zu bewegen. — Dem„Staatsanzeiger“ zufolge sind die Bedingungen der Capitulation von Metz wesent⸗ Privat gun 2475 e Obwohl wir uns alle Denn 5 1 0 be, — Aich! eitrag z 45 q. ner Mi Aufrufs ⸗ Weranlase — ried 5 Wir nachste Gotz emité zu Fnedberg. Hofmann, Morschel Sendung Fabhalf un, bi mir bet Namen seh aus dem A igkel, für das re 1 Der Geda lich wie die von Sedan. Die Uebergabe der Armee und der Festungsgarnison erfolgt als Kriegsgefangene, das Festungsmaterial wird Kriegs⸗ beute, den Offizieren bleibt, in Anbetracht der be⸗ wiesenen Bravour, der Degen. 8— Köln. In der Gegend von Kalk, unweit Deutz hat der Fiscus ein großes Terrain zum sofortigen Aufbau von Baracken für die Kriegs- gefangenen angekauft. Wie es heißt, sollen auch auf der Mülheimer Haide Gefangene untergebracht werden, da von Metz aus 15,000 Franzosen dorthin dirigirt werden sollen. Dieselbe Anzahl soll nach Coblenz transportirt werden, zu welchem Zwecke man daselbst auf die Errichtung eines zweiten Lagers bedacht ist.. Kassel. Die in Metz gefangenen französischen Marschälle Bazaine, Canrobert und Leboeuf sowie der General Changarnier haben die hiesige Stadt zu ihrem Aufenthaltsort gewählt. Canrobert ist bereits hier eingetroffen und hat Absteigequartier im„Hotel du Nord“ genommen, woselbst auch die anderen Herren im Laufe des Tages erwartet werden.— Wie die„Köln. Ztg.“ aus Wil⸗ helms höhe erfahren haben will, ist die Kaiserin Eugenie unter dem Namen einer Gräfin Clary dort angekommen. g Kassel, 1. Nov. Die Kaiserin Eugenie, welche in Wilhelmshöhe eingetroffen war, ist bereits wieder abgereist. f Hamburg, 31. Olt. Bei den gestern von Morgens bis Abends von Seiten des Geschwaders bei Cuxhaven stattgehabten Recognoscirungsfahrten wurden keine feindlichen Schiffe gesehen, ebenso-⸗ wenig von angekommenen Kauffartheischiffen. Bayern. München. Bayern hat für die Aufnahme von 19,000 nach Süd⸗ und Nord- bayern zu befördernden französischen Gefangenen aus Metz vas bezügliche Transportmaterial in . 5 1543 K Friedr. Gulever curses if den 22. an das fraße Nr. kt. Hech r uwicht eise tretende bescheid licht wir pan 1 2 A508 8 partial . 6 ier gu gefordert del dem ber Odi N Ba au 0 Bereitschaft zu halten, und es wird bereits in 1 den nächsten Tagen begonnen werden. Ein Theil hat den Weg durch die Pfalz, der andere durch das Elsaß einzuschlagen. I e — Der König hat auf die noch am Tage der Capitulation durch den König von Preußen. hierher ertheilte telegraphische Nachricht alsbald geantwortet:„Sr. Majestät dem König von Preußen in Versailles. Die für die Entschei⸗ 2500 dung des Krieges so bedeutsame Uebergabe vou lan Metz habe ich mit innigster Freude begruͤßt 51 Aren * Net l Jagt u, währen digt des dortige Hire De nan bött, ij dus erganges, efangentn frag * Glleurgsstufß * Arfübrung un Theil werden webnungen zu her sch ftti zu pelge sind die den ttz wesen du Uibergabe der den erfolgt al. Urdbetracht der h den Kalt, 1. . Terrain n it die Krege „ sollen aug tu untttgtbrat⸗ 150 Frarsen Dicselbe Arzl u n velchn tintl Auna 5 ** im ct franjefsch i kebetuf son litsen Verhältnisses taucht wieder auf. tial vin K; und sende ich Ihnen für Ihr freundliches Tlegramm meinen besten Dank. Wenn einst di Nachwelt die glänzenden Erfolge überblickt, wilche die deutschen Heere unter Ihrer Führung maufhaltbar erfochten, so wird sie Ihnen mit Nicht den Namen„Wilhelm, der Siegreiche“ belegen.“ HOesterreich. Wien. Das Gerücht von argeblichen Unterhandlungen zwischen Oesterreich urd Preußen behufs Schaffung eines freundschaft- Diesmal wrd gesagt, daß die Initiative von Berlin aus- gaangen sei und daß Braf Beust den Willen und di Hoffnung habe, schon der nächsten Delegation mt einem fait accompli entgegen treten zu können. Der deutsche Volksverein richtete eine Piition an den Gemeinderath, worin er denselben erucht: 1) aus Gemeindemitteln einen ausgiebigen Bitrag zur Unterstützung der Bewohner Straß— birgs zu votiren, 2) besondere Commisstonen aus stner Mitte niederzusetzen, um mittelst öffentlichen Afrufs⸗ Sammlungen von Haus zu Haus zu vranlassen. Friedberg. Von unseren Soldaten im Felde ist bei dee hiesigen Comits ein Dankschreiben eingelaufen, welches wr nachstehend zuc Veröffentlichung bringen: Gorze, den 27. October 1870. An verehrliches Omité zur Unterstützung hessischer Soldaten inc Felde in Fiedberg. Heute überbrachten die Herren Posamentier Himann, Kaufmann Schleuning und Hofmaurermeister Horschel eine durch Ihre freundliche Bemühung gesammelte Endung Kartoffeln, die einem sehr dringenden Bedürfnisse abalf und mit großem Jubel aufgenommen wurde. Es i mir der sehr angenehme Auftrag geworden Ihnen im Amen sehr vieler hessischen Soldaten, namentlich Solcher aus dem Kreise Friedberg, für Ihre außerordentliche ITlstigkeit, wie den Gebern aus dem Kreise Friedberg zi das reichliche Geschenk unseren besten Dank zu sagen. Dr Gedanke an solche Opferfreudigkeit im lieben Vater⸗ lande feuert uns an, die oft wirklich ungeheuren Swapatzen des Feldzuges williger zu ertragen, da Air ehh daß sie uns auf alle Art zu erleichtern gesucht werden. Unsern besonderen Dank müssen wir aber noch obengenannten Herren, sowie den Begleitern früherer Sendungen aus⸗ sprechen, die in so aufopfernder Weise trotz unendlicher Schwierigkeiten Ihre Liebesgaben bis zu uns brachten. Mögen Sie alle, meine Herren, in dem Bewußtsein unseres Dankes Ihren schönsten Lohn finden, und nicht ermüden, zur Vollendung des großen deutschen Werkes das Ihrige beizutragen. Lassen Sie mich aber zu unserem innigen Danke noch die Bitte hinzufügen, unserer im Felde auch ferner noch zu gedenken und ihre freundliche Vorsorge für uns obwalten zu lassen. Indem ich Ihnen diesen Brief zur geeigneten Benutzung überlasse, zeichne ich hoch⸗ achtungsvoll im Namen vieler hessischen Soldaten. Dr. G. Schäfer. Feldassistenz⸗ Thierarzt. Frankfurt. Die Lokalnachrichten der hiesigen Blät⸗ ter enthalten folgende Mittheilungen: In der laufenden Woche wird der Transport der Capitulanten von Metz in die deutschen Festungen beginnen. Man hofft, die colossale Arbeit in etwa 150 Zügen zu bewältigen. Zu diesem Zweck werden alle abkömmlichen Waggons nach Metz dirigirt, und da auch Güterwagen ihre Verwendung finden sollen, so steht die Aufhebung des Güterverkehrs voxerst auf den badischen und pfälzischen Bahnen, sowie auf der Rhein⸗ Nahe⸗Bahn für einige Zeit in Aussicht.— Das an der polnischen Gränze aufgestellte Observationscorps von 30— 40,000 Mann ist vorige Woche vollständig nach Frankreich dirigirt worden.— Vor einigen Tagen wurde ein Fran⸗ zose, der an deutschen Truppen einen Vergiftungsversuch gemacht hatte, zur Verbüßung einer zwölfjährigen Zucht⸗ hausstrase nach Halle verbracht. Die Gewissensbisse der Magd, welche von dem Unmenschen gezwungen war, die Speisen zu vergiften, brachten diese zu einem reuigen Ge⸗ ständniß, wodurch das scheußliche Verbrechen glücklicher Weise ohne Erfolg blieb.— Wie vorsichtig man mit Aeußerungen an einem öffentlichen Platze sein soll, beweist folgender Vorfall. Ein Fremder ließ in einem hiesigen Hotel seine Ubr im Zimmer liegen. Im Eisenbahnwagen be⸗ merkte er den Verlust und sagte zu einem ihn begleitenden Manne, er möge auf Zimmer Nr. X die Uhr sich geben lassen und sie ihm schicken. Als der Betreffende in das Hotel kam und den Auftrag ausführen wollte, stellte sich * heraus, daß bereits vorher ein Individuum gekommen und unter Angabe der Zimmernummer die Uhr, welche unter dem Kopfkissen gelegen, geholt habe. Der Spitzbube ist noch nicht entdeckt.— Dieser Tage kam ein Soldat bier durch und wurde von einem babischen Sanitätler in die Heimath geleitet. Derselbe hatte einen Schuß hinter den Augen her, in Folge dessen er völlig erblindet ist. Der junge 25jährige Mann erhielt diese Schußwunde bei Gravelotte. Der Bedauernswerthe hatte von der Großher⸗ zogin von Baden, auf deren Kosten auch die Reise in die Heimath zu dem auf dem Sterbebette liegenden Vater des Verwundeten erfolgte, 500 Thlr. erhalten. Darmstadt. Ein auf einem benachbarten Hofgut beschäftigter Kriegsgefangener, Elsässer von Geburt, äußerte seinen Kameraden gegenüber seine Freude über die Capi⸗ tulation von Metz, was ihm eine furchtbare Tracht Prügel zuzog. Die gefangenen Elsässer sollen sich mit dem Gedanken Deutsche zu werden bereits ganz be⸗ freundet haben. Neuestes. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, den 31. Okt. Prinz Friedrich Karl meldet, daß von Metz 53 Adler und 5 Fahnen abgeliefert worden sind. Thiers ist heute Mittag aus Paris hierher zurückgekehrt. Sonst vor Paris Nichts vorgefallen. Die Vorposten des Generals v. Werder trafen am 27. in der Umgegend von Gray auf feindliche Truppen, schlugen dieselben überall in die Flucht und nahmen 15 Offiziere und 500 Mann gefangen. Versailles, 1. Nov. Verlust der 2. Garde⸗ Infanterie⸗Division im Gefecht vom 30. October 34 Offiziere, 440 Mann. Fort Valerien feuerte am 31. Abends und 1. November früh sehr leb⸗ haft, ohne daß diesseits irgend welcher Verlust. von Podbielsky. a Bekanntmachung. 3 Nach angestellten Ermittelungen ist der Schmied z iedrich deck zu Dörnigheim übetschuldet. Zum Guteversuch behufs Abwendung des förmlichen Con⸗ tu ses ist Termin auf dem 22. Noverber d. J., Vormittags 9—10 Uhr, n das Local des unterzeichneten Gerichts— Schloß sirße Nr. 26— anberaumt, wozu die Gläubiger des 1. Heck mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die night erscheinenden als dem Beschluß der Mehrheit bet⸗ trend augesehen werden, und ein etwaiger Vergleichs. becheid nur durch Anschlag im Gerichts local veröffent⸗ lt t wird. 0 panau am 22. October 1870. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. Cö st e r. vdt. Stönkel. Bekanntmachun 295 Bei der heute flattgehabten Verloosung von ertial- Obligationen der Gemeinde Fauerbach b. Fr. st Nr. 63 à 100 fl. zur Rückzahlung gezogen worden. der Inhaber dieser Obligation wird hierdurch auf- ctordert, vorgenannten Betrag am 31. Dezember d. J. g 2576 Kriegs-Nummern des Omnibus. IIlustrationen iu: No. 46. Marschall Bazaine in Metz liest in Gegenwart seines Adjutanten die Nachricht von der Capitulation Mac Mahon's bei Sedan. Nach der Schlacht bei Gravelotte am Abend des 18. August 1870. Balerische Cavalerie passiren das Hauptquartier des Kronprinzen in Ligny. Stadthaus in Vaucouleurs. Das Hauptquartier des Königs in Pont à Mousson. Preis pro Nummer 3½ kr., Viertel- jährlich 46 kr. Haushälterin. Große wollene und seidene Halstüche 2560 für Herren und Damen dußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. 2584 Man frage nur die vielen Käufer der so reizenden Walzer:„Burschentänze“ von Johannes Schondorf„Frühlingsreigen“ von Julius Lammers—»Jugendträume“ von O. Hüdner⸗ Tramo, und man wird den ganz außerordent⸗ lichen Werth derselben überall bestätigen bören. — Preis pro Opus(4 Bogen ftark) nur 12½ Sgr. Zu beziehen von Robert Apitzsch in Leipzig und durch alle Buch- und Mufikaltenhandlungen. ie dem Rechner der hiesigen Gemeinde gegen Rückgabe 8*— E 1 1 e Ne 2594 Zur Bedienung von zwei alten kränklichen Leuten, 2285 U e 1 1 22 dautt ba ch b. Fr den 31. October 1870. selbfiständigen Führung deren kleinen Paus haltes und 2 Großherzogliche Bürgermessterei Fauerbach b Fr. Kochen wird eine diesen Anforderungen entsprechende S— J. E. d. B.: 1 Fraueneperson gesucht. en.— Die Nr. 5, die neueste 1— Helfrich, Beigeordneter. Auskunft erthellt dle Expedition d. Bl.— 123 Kriegsnummer, enthält: 2 2 i S 880 8 8 5 Eine Scheuer Der Commandeur des III. Armeceorps. Mit Porträt 9 5 2586 hat zu vermsethen 0 des Generallteutenants von Alvensleben.— Amata. Heinrich Hanstein in Friedberg.(Forts.) Novelle von Pans Tbarau.— Auf der Lauer 42 mit transportablem Göpel find bei mir angekom⸗ men. Der Göpel bleibt während der Arbeit auf Rädern und wird durch Unterlegen fesigemacht. 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Zu Bestellungen empfeblen fich: Bindernagel& Gegen Uheumatismus 2585 diesem allverbreiteten Uebel, dessen eigentliches Wesen bis jetzt so häufig verkannt wird, weßhalb auch alle bigher dagegen angewandten Mittel gar keinen oder höchstens nur einen vorübergehenden Erfolg baben konnten, gibt allen an diesem Uebel Leidenden die sicherste und schleunigfie Hülfe an die Hand, die in klarer und überzeugender Weise geschriebene Schrift: Rheumatismus und Laͤhmungen. Deren wahre 11 N 1 1 1 t bc 0 B r 0 0 Natur, Ursachen und gründliche Heilung, mittelst Schimuff———— 1— Eis* 9 einer 0 vollständig ee und unfebl⸗ Einen aten e ee! 2. Sorte zu 15 kr., verkauft 9 baren Methode. 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November, Abends ½8 Uhr, Chratralische Abendunterhaltung im Jaale des Hotel Trapp. Zur Aufführung kommt: die Lützower, oder: Die Weihe der Fahne. Vaterländisches Schauspiel in 3 Akten. 2601 Familienbillets, für 3 Personen gültig, 1 fl., Einzelbillets: erster Platz 24 kr., zweiter Platz 15 kr. sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr bei den Herren Binder nagel und Schimpff, C. F. Walz und W. Wind an der Eisenbahn und Abends an der Kasse zu haben. Die Mitglieder. Winterhandschuhe in schönster Auswahl bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. 2445⁵ Local⸗Veränderung. 2555 Mein Lager in Tuch, Buckskin, fertigen Herren und Knaben⸗ kleidern, früher Hauptwache 1, befindet sich jetzt Zeil 32 im römischen Kaiser. L. Fischer 14 Fran u r n 8% M. Dampfsage Etablissement. 2540 Die Eröffnung meines neuen Dampfsäge⸗ Werkes in Oberfranken(Bayern) beehre ich mich hierdurch ergebenst anzuzeigen und empfehle dasselbe besonders den Herren Holz händlern und Bau Unternehmern bei Bedarf in allen vorkommenden Sorten Bord, Diel, Sparren und Bauholz⸗Dimensionen. Gefl. Aufträge bitte an mein Haus in Frankfurt a. M. zu richten. ö Ed. Lejeune. 5 Kasseler Loose beer Dou. Ein schwarzer Regen schirm 2590 ist einem Schulknaben in der Nähe der Krauch'schen Wirihschaft, zwischen Friedberg und Schwalheim, ab⸗ handen gekommen. Der Finder wolle denselben gegen eine Belohnung dei der Exped. d. Bl. abgeben. 50 bis 60 Zimmerleute& Schreiner 2592 sosort bet gutem Verdient gesucht bei Philipp Forster, Heinr. Korb, Zimmermeiffer in Offenbach. Zu vermiethen 2597 ein Laden nebst Wohnung auf der Breitenstraße. Näheres bet der Exped. d. Bl. Todes⸗ Anzeige. 2605 Es hat dem Allmächtigen gefallen, unsern geltedten Gatten und Vater, den Großherzoglichen Districts⸗Einnehmer und Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heimischen Rentmeister Ja e o b Weis, in seinem 89. Lebensjahre nach schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Auswärtigen Freunden und Bekannten dies zur Nachricht mit der Bitte um stille Theilnahme. Ossenheim den 1. November 1870. Die trauernden Pinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 3. Nov., Nachmittags 3 Uhr, statt. Fruchtpreise. Per Malter. 5 11 Friedberg, 2. November. Waizen 13 fl. 45 lx. 2 Schuhmachergesellen eee Kor 9 fl. 20 fe. Cerste 8 fl. 10 kr.; Hafer M. 30 fe ö 2603 d Dietz, Schu lter, im. Frankfurt, 31. October.(200 Zollpfund.) Waizen 5 A 85 5 ald(100 0 113 Gerste 0. W 9010 5 Rübe Zollpfd.) ohne Faß 29½; Branniwein(500, E 1 n G* 1 t e n 5 Tr. per 160 Lit.) ohne Faß 31½. 10 s 2600 155 Rthn., auf dem S ain ist zu verkaufen Grünberg, 29. October. Waizen 13 fl. 20 kr. Friedberg. 1 phie Groß. Torn 10 fl. 30 kr.; Gerste 7 fl. 5afr.;: Hafer 5 fl. 16 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 24 kr.; Wicken— fl. Eine freundliche Wohnung 2604 für eine Familie ist im oberen Stock meines Hauses zu vermiethen und den 1. Februar beziehbar; auf Ver⸗ langen früher. K. Lang am Mainzerthor. — kr.; Saamen 17 fl. 30 kr.; Kartoffeln 2 fl. 51 kr. Mainz, 31. October. Waizen 13 fl. 2 kr.; Korn 10 fl. 25 kr.; Gerste 7 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 57 kr.; . 4 fl.— kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 1 Danksagung. 2587 Den Herren Posamentir Pofmann, 10 Schleu ning und Hofmaurermeister Morschel hiermit unser innigster Dank vargebracht, indem ie uns mit aufopfernder Mühe die Liebesgaben des Kresseg Friedberg in so reichlichem Maße überlieferten, daß wir davon ganz überrascht waren. Die im Felde stehenden Friedberger des II. Infanterie Regiments. Angekommen Jündnadeln Ur. 3, ouch sind Nr. 1— 12, sowie andere Carricaturen zu haben bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 9 Casino. 2589 Samstag den 5. November findet von 6—7 Uhr Abends die Wahl des Präsidenten pro 1870/71 und von 7—8 Uhr die Wahl des Vorstandes statt. Der Vorstand. Carl Trapp Sophie Trapp b geb. Breidenstein, Vermählte. Friedberg den 6. October 1870. (Durch Zufall verspätet.) 2588 Ein Portemonnaie 2596 mit circa fl. 6. ist dei uns gefunden worden. C. Seriba'e Buchhandlung. Ein möblirtes Zimmer 2606 nebst Cabinet, welches sogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Glasermeister L. Schulze, Kirchgasse. Wollene Hemden, Leibbinden, Unterjacken ⸗Unterhosen 2559 zu verschiedenen reisen bei K. Friedrich veben der Post. Vorschuß- und Credit-Verein zu Kriedberg. (Eingetragene Genosseuschaft.) Ausweis pro October 1870. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. Oct. 1870 fl. 4797. 45 Wechsel„ 18443. 3 Depositen„ 870.— Inkasso⸗Wechsel„ 874, 12 Conto⸗Corrente„ 16599. 13 Spax⸗Einlagen„ 3521. 34 Darlehen„ 2000.— Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 185. 54 Reservefonds, Eintrittsbeitrag 2 3— Wechsel⸗Zinsen„ 489, 33 Depositen⸗Zinsen 5 30. 25 Agio⸗Gewinn auf Sorten 12 10. 10 fl. 47825. 9 0 Ausgabe. Wechsel fl. 20372. 36 Depositen„ 2510.— Inkasso⸗Wechsel„ 900. 51 Conto⸗Corrente„ 14126. 36 Spar⸗Einlagen„ 4311.— Darlehen„ 600.— Stamm⸗Antheile⸗Rückzahlungen 2 32. 27 Spar⸗Einlage⸗Zinsen 3 2. 18 Darlehen⸗Zinsen 5 1 Wechsel⸗Zinsen 5 44. 31 Wechsel⸗Spesen 15 1. 29 Unkosten 1. 57. * Kasse⸗Bestand pro 1. Nov. 1870 fl. 47825. 9 Eingang. Ausgang. fl. 33474. 22 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 28840. 38 „ 1073. 21 echsel zum Incasso„ 93. 30 Der Vorstand 5 N Hecht. Ermus. Weis. Ssratlitischer Goltesdienst in Friedberg. e ginn: Freitag Abends 4% Uhr. Samsiag Morgens 8¼ Ubr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und, Perlag von Bindernagel& Schimpff. . 1(Hierzu eine Beilage.) S . 3 gelteff Monat 3 Tage 1. Nov des M die Qu Nachla Bette sonder. * 7 Off 11 melde hark on 2 und d, 91, ft geben. lodt v deuten