11 be. —— ,„ e * Nan, 3 8 3 1 857 N Aderũg eien m ber N 7 A det emu 1121 eiter, Rechen r brintlichen. „ Unterhalt tizweise Ulebtrlas 16 Zeitungen vr den Lehrer Qui u Cnpsarg ichen u Cigarren btrfinn B. Luguf 1 des Pillau ——— „ Ftuden Rhein uf diese Weise ohne Legitimation zu Hause befinden, sich dem Ver⸗ ecronif 5 b. Uhei anoforte. tr. 50 pre Uk mich K Kan 771 5 150 1 711 10 1. 1007 31 ichen 84. 1 110 7 9. 5 * N — N* 0 Samstag den 3. September. sischer Anzei Frirdberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nur diejenigen Einsendungen, welche bis spätestens Vormittags um 9 Uhr bei uns eingelaufen sind, können noch in der nächst⸗ erscheinenden Nummer des Anzeigers Aufnahme finden, da es uns sonst unmöglich ist, das Blatt rechtzeitig zur Post zu liefern. Amtlicher Theil. Zetreffend: Die Unterhaltung der Ortsstraßen und Vieinalwege. Friedberg den 2. September 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Viele Gemeinden stehen noch mit dem Anfahren und Verkleinern der zum Eindecken der Ortsstraßen und Vieinalwege im nahen Derbste erforderlichen Steine zurück, wir erwarten daher, daß diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden dies der Fall ist, sofort dafüt orgen, daß dem Bedürfnisse abgeholfen wird. Tour a p p. Gene net Detreffend: Die Pflege verwundeter und erkrankter Soldaten. Eine Verfügung des Großherzoglichen stellvertretenden Commandos er Großherzoglich Hessischen(25.) Division bringen wir nachstehend im Abdruck zur öffentlichen Kenntniß. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden hiermit an⸗ zewiesen etwa in ihrer Gemeinde sich aufhaltende erkrankte oder 1 Es ist vorgekommen, daß von der mobilen Armee zurückgekehrte Tranke und Verwundete sich, ohne irgend weitere Anzeige zu machen, n Selbstverpflegung nach ihrer Heimath begeben haben. Die stell⸗ ertretende Division macht darauf aufmerksam, daß alle, welche sich achte aussetzen, sich vorübergehend oder dauernd dem Kriegsdienste gaben entziehen zu wollen, und daß dieselben mindestens wegen der Inregelmäßigkeit ihres Verfahrens empfindliche Disciplinarstrafe zu ewärtigen haben. In den Fällen, in welchen die Bürgermeistereien durch ein ge— egeltes Schreiben erklären, daß der Kranke ohne Kosten für das Nich. ü. ng verwundete Militärpersonen noch besonders darauf aufwerksam zu machen. 5 Friedberg den 2. September 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. m Ae rar in seiner Heimath eine vollständige Pflege erhalten könne, wird, wenn gleichzeitig ein ärztliches Attest darüber beigebracht wird, daß für den Kranken selbst seine Verpflegung in seiner Heimath vorzu⸗ ziehen sei, ohne Anstand dazu die Exlaubniß ertheilt werden. Allen, welche sich gegenwärtig ohne Legitimation zu Hause be⸗ finden, sollen die aus den allgemeinen Verhältnissen hervorgehenden Entschuldigungsgründe bei ihrem unregelmäßigen Verfahren zu gute kommen, wenn sie sich sofort bei ihrem Bezirksfeldwebel anmelden und dessen weiterer Verfügung Folge leisten. Bickel, Generalmajor und stellvertretender Divisione⸗-Commandeur. S., een ee Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg werden ersucht sämmtliche Verwundete und Kranke, welche sich in folge der Kriegsereignisse in Ihren Gemeinden in Selbst⸗ oder Privat⸗ uflege befinden oder künftig dahin gelangen, anzuweisen sich entweder zersönlich oder durch Ihre Vermittelung schriftlich unter Vorlage der begitimation bei dem Bezirksfeldwebel sofort anzumelden. Die schriftlichen Anmeldungen müssen bezüglich der Betreffenden mthalten: Vor- und Zuname, Regiment und Corps, Geburts⸗ resp. Pomicilort, seit wann verwundet oder krank, Art der Verwundung ꝛc., aus welchem Kriegs- resp. Reserve⸗Lazareth, wann und in wessen Privatpflege übergegangen. mach ung. Die Großherzoglichen Herren Buͤrgermeister werden außerdem ersucht, dem Bezirksfeldwebel gleichzeitig eine Aeußerung darüber zu⸗ gehen zu lassen, ob den bezeichneten Militärs eine ordnungs mäßige Pflege zu Theil wird— und ob sich unter denselben solche befinden, welche ärztlicher Hülfe bedürfen. Friedberg den 1. September 1870. Jäger, Major und Bezirks Commandeur. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Adam Hartmann von Münzenberg ist auf den Flurschutz verpflichtet worden. De treffend: Das Auffinden einer unbekannten männlichen Leiche in einem Brunnen in Friedberg. Resol. Am 25. August d. J. wurde in einem Brunnen der hiesigen tadt eine unbekannte männliche Leiche aufgefunden. Sie war be⸗ leidet mit 1) einem Paar blau leinenen Hosen— 2) blau leinenen Strümpfen— 3) alten benagelten, zerrissenen Schuhen mit Huf⸗ „schlag— 4) weißem leinenen Hemde, an der Brust roth gezeichnet nit WI 5) blau leinenem Kittel— 6) blau leinenem Wams wit weißhornenen Knöpfen— 7] einer baumwollenen weißgestreiften Beste— 8) schwarzem baumwollenen Halstuch— 9) einem Paar sosenträger von Gurt— 10) einer grüntuchenen Schildfappe. Die Größe der Leiche ist sechs Fuß ein Zoll, ziemlich kräftiger Lau und guter Ernährung. Das den Kopf bedeckende Haar ist dacht, dunkelblond, theilweise mit Blut befleckt. Die Augen geschlossen, es rechte Auge krankhaft entartet, an der Stelle der Hornhaut ragt aus dem übrigens verkümmerten Augapfel ein kugelförmig gestalteter, bläulich-weiß, undurchsichtig aussehender Vorsprung hervor, Zustand, den man wissenschaftlich staphyloma bezeichnet, unzweifelhaft älteren Datums. Das linke Auge, wohlbehalten, zeigt blaß blaue Farbe. Die Nasenhöhle frei von Fremdkörpern. Mund fest geschlossen. Zähne unvollständig, nicht verletzt. Das Alter vermuthlich 40 Jahre oder mehr. Das Gesicht bartlos. Jndem man bemerkt, daß die Effekten des Verlebten in dem hiesigen Hospital aufbewahrt sind, ergeht die Aufforderung zur Her⸗ stellung der Identität die geeigneten Nachforschungen anstellen und etwaige Ergebnisse uns baldgefäaͤlligst mittheilen zu wollen. Friedberg den 26. August 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. ——1—— 22——ͤ Kriegs nachrichten. Offitielle militärische Nachrichten. Telegramm an J. M. die Königin Augusta in Berlin. Varennes, 30. Aug., 3 Uhr 30 Min. Nachmittags. Wir hatten gestern ein sieg⸗ reiches Gefecht durch das 4., 12.(sächsische) und 1. bayerische Corps. Mace Mahon geschlagen und von Beaumont bis über die Maas bei Mouzon zurückgedrängt, 12 Geschütze, einige tausend Gefangene und sehr viel Material in unsern Händen. Verlust mäßig. Ich kehre soeben auf das Schlacht- feld zurück um die Früchte des Sieges zu verfolgen. Möge Gott uns ferner gnädig helfen wie bisher. Wilhelm. Telegramm an J. M. die Königin Augusta in Berlin. Auf dem Schlachtfelde von Sedan, den 1. Sept., Nachmittags 3 Uhr 15 Min.: Seit halb acht Uhr siegreich fortschreitende Schlacht rund um Sedan. Die Garde, das 4., 5., 11. und 12. Corps und Bayern Der Feind fast ganz in die Stadt zurück⸗ geworfen. Wilhelm. Varennes, 1. Sept., Vorm. 9 Uhr 20 Min. Der Versuch Mae Mahon's, Metz zu entsetzen, ist durch die Operation der letzten Tage und die Schlacht am 30. August völlig vereitelt. In der Schlacht wurden mehr als 20 Geschütze genommen. Der Verlust des Feindes ist außerordentlich groß, der unsrige verhältnißmäßig gering. Heute früh haben preußische Ulanen und Husaren, letztere zu Fuß, zwei von stärkerer feindlicher Infanterie besetzte Dörfer in der Nähe von Sedan genommen. v. Podbielsky. Grandpré, 30. Aug. Dorf Von cg zwischen Vouzier und Attigny, von Infan⸗ terie, namentlich Turcos besetzt, hoch und stark gelegen, wurde gestern von zwei abge— sessenen Husarenschwadronen erstürmt. Be⸗ satzungen gefangen genommen.— Zwei Garde⸗Ulanen brachten Abends zwei General- stabsoffiziere als Gefangene ein. (Wiederholt.) Varennes, 30. August, 2 Uhr 30 Nachm. Die Avantgarde des 12. Armee⸗ corps(Sachsen) hatte heute Nachmittag ein glückliches Gefecht bei Nouart mit Truppen des französischen 5. Armeecorps. Die die Verbindung von Thionville mit Paris ver— mittelnde Eisenbahn ist zwischen Thionville und Mezieres an zwei verschiedenen Stellen durch diesseitige Detachements unterbrochen Zwei preußische Husaren-Escadrons stürmten abgesessen Voncg(Dep. Ardennes) und machten daselbst viele Gefangene an Turcos, Infanterie, Pompiers ꝛc. Buzancy, 30. Aug. Heute wurde die Armee Mac Mahon's bei Beaumont von uns angegriffen, geschlagen und gegen die belgische Gränze zurückgeworfen. Das Zeltlager der Fran— zosen wurde erbeutet; die meilenweite Verfolgung erst durch die Dunkelheit gehemmt. Die Zahl der genommenen Kanonen und der Gefangenen ist noch nicht übersehbar wegen der Ausdehnung des Schlachtfeldes. 3 Brüssel, 31. Aug. dane belge“ meldet aus Florenville(Dorf in Belgien, Carignan gegenüber) vom heutigen Tage: Nach- dem Mac Mahon in der gestrigen Schlacht bis auf die Höhen von Vaux(ganz nahe bei Mouzon) zurückgeworfen war, erneuerten die deutschen Truppen heute den Angriff. Die Schlacht begann heute um 5 Uhr Morgens. Die Deutschen rückten vor und besetzten bereits Carignan. Mac Mahon zog sich nach Sedan zurück, wo seine Einschließung wahrscheinlich ist. Die preußischen Truppen eroberten vier Mitrailleusen. Der Kampf näherte sich der belgischen Gränze bis auf 10 Kilometer. — 1. Sept. Bei Virton, nächst der bel⸗ gischen Gränze, schlägt man sich von Neuem seit heute Morgen 5 Uhr. Mac Mahon hat 6000 Mann Verstärkung erhalten. — 1. Sept. Zufolge einer hier eingetroffenen Depesche befindet sich der französische Generalstab in Verwirrung und die französische 1 in vollständiger Auflösurg. Der Bahnhof von Carig⸗ nan steht in Flammen. Die Massen der deutschen Südarmee 1705 den Marsch auf Paris durch das Seinethal zu⸗ nächst aufgegeben und eine Schwenkung nach Norden angetreten zu haben. Der unerwartete Marsch des Herzogs von Magenta nach Nordosten bedingt einen Halt des Vormarsches der deutschen Truppen nach Paris. Von dem Augenblick an, wo Mac Mahon auf Rethel, Vouziers marschirte, scheint man im deutschen Hauptquartier den Angriff auf die in offenem Felde sich stellende französische Nordacmee beschlossen zu haben. Die Spitze der kronprinzlich sächsischen Armee wurde daher statt auf Rheims⸗Soissons auf Mezieres, Sedan gerichtet, das königliche Hauptquartier von Bar⸗le-due nord⸗ westlich nach Varennes verlegt und die Marsch⸗— richtung der deutschen Südarmee auf die Marne statt auf die Seine gerichtet. Im Zusammen⸗ hange damit wird der Abmarsch des Generals Steinmetz von Metz in der Richtung auf Mont- medy, wie gemeldet wurde, stehen. Dem Marschall Mac Mahon stehen etwa bei Damvilliers die drei Corps von Steinmetz, etwa bei Busancy⸗Duc die drei Corps der vierten Armee gegenüber, während die deuische Südarmee von Chalons über Rethel und von Bar ⸗le- duc über Varennes ihm in den Rücken marschirt. So wäre auch um Mac Mahon eine eiserne Kette gezogen, der er sich um so weniger wird entziehen können, als die deutschen Armeen ihm überall mit Uebermacht begegnen. Mittlerweile nun verkündigen uns schon Sieges depeschen, daß die letzte noch verfügbare französische Feldarmee unter Mac Mahon dicht an der bel⸗ gischen Grenze von sächsischen und bayerischen Truppen geschlagen und meilenweit unter Er⸗ oberung einer großen Zahl von Gefangenen, Kanonen und sonstigem Material, worunter ein ganzes Zeltlager, verfolgt wurden. Näheres über die Endresultate dieser Kämpfe müssen wir noch erwarten. Saarbrücken, 31. Aug. Der als Par⸗ lamentär nach Verdun gesendete Premierlieutenant Schimpff wurde mit Flintenschüssen empfangen, wodurch der Trompeter verwundet wurde. Vor Straßburg. Am Samstag Vormittag begab sich dec Bürgermeister von Straßburg noch- mals zum Gouverneur, um ihn im Namen der Bürger zu bitten, die Stadt zu übergeben, indem er ihm vorstellte, wie nutzlos er den Wohlstand Straßburgs zu Grunde richte. Der General Uhrich erwiderte, er kenne seine Pflicht und würde Den, der ihn daran hindere, standrechtlich er⸗ schießen lassen. f — Nach den Mittheilungen eines Kaufmanns aus Saarbrücken, welcher seit sechs Jahren ein Geschäft in Straßburg betrieb, und sich nun glücklich aus dem Bombardement der Festung gerettet hat, haben die durch die Geschütze in der schönen alten Reichsstadt angerichteten Verheerungen einen furchtbaren Umfang erreicht. Abgebrannt sind: Die neue Kirche, die Stadt- bibliothek, ein Mädchenpensionat, das neue protestantische Gymnasium, welches mit Ver— Die„Independance . W 7 wundeten belegt Kellermanns⸗Quai, der li Weißthurmthor⸗Straße; beschädigt ist die 9 fectur; in der Meisenstraße sind 12 H 0 gseht vi abgebrannt; in der Münsterstraße 30 Hö der Justiz-Palast ist z in Asche Die Kanonenburger⸗ adt ist von den Flammen verzehrt, ebenso das deck'sche Haus sammt dem Kasino. Auf der Straße wurden viele Civilpersonen getödtet, Einer Frau wurde durch eine Bombe der Kopf hinweggerissen. der dem mörderischen Feuer schutzlos preisge⸗ gebenen Bewohner ist eine grenzenlose. N — Sobald Straßburg in unseren Händen if, N wird Alles aufgeboten werden, um auch Pfalzburg zur Uebergabe zu nötbigen. Schon jetzt werden Vorkehrungen zu ernstlichstem Angriffe auf dit kleine Feste getroffen, und eine Abtheilung des Belagerungsheeres(man spricht von 10,000 Mann) wird dorthin abmarschiren. — Der Commandant von Straßburg Uhrich ist, der„A. A. Z.“ zufolge, ein geborener Frei burger und mit der Schwester des Badewirths Jockerst von Griesbach verheirathet, bei der sich seine sieben Kinder befinden. 1 In Basel ist am 29. d. eine Dame mit zwei Kindern angekommen, welche sich am Morgen aus Straßburg flüchtete. Sie erzählte Folgendes: Alle zwei Tage läßt der Festungscommandant General Uhrich Anzeige machen, daß er Frauen und Kindern, welche die Stadt verlassen wollen, auf die Dauer einer halben Stunde ein Thor öffnen lasse, wodurch sie sich entfernen können. Diese Gunst wird jeweils durch Austrommeln kurz vorher bekannt gemacht. Nun stürzt sich Alles, was fort will, in der Kleidung, in der man sich gerade befindet, mit dem Nothwendigsten und Unent⸗ behrlichsten zum Thor und ergreift die Flucht. So machte es unsere Dame von heute Abend. Andere Flüchtige geben Folgendes Bild: Ueberall Jammer und Elend, Muthlosigkeit und Schrecken. Viele Leute sind seit 6 Tagen in den Kellern versteckt und getrauen sich nicht hervor, aus Furcht, zusammengeschossen zu werden. Die Verwirrung und Zerstörung sei unbeschreiblich; wer sich flüchten könne, der thue es. Uebrigens werde die Geschichte nicht lange mehr dauern, denn wenn die Ver⸗ wüstungen in dem Maße wie seither zunähmen, so sei die Stadt bald nichts mehr als ein Schutt⸗ haufen. Diese Leute wollen indeß von dem Ein- sturz und dem Brand des Schiffes des Münsters nichts wissen, sagen dagegen, daß mehrere Kugeln in dasselbe eingeschlagen hätten und auch der Thurm beschädigt sei. — Auf dem Schlachtfelde von Wörth sieht es noch arg genug aus, und Waffenstücke, Tornister u. dgl. sind nicht bloß in hohen Haufen aufgethurmt, sondern liegen noch zahl⸗ reich auf dem Felde zerstreut. Es ist viel gestohlen worden, und an einer Menge von Helmen fehlt bereits alles Messingzeug. Die Mangelhaftigkeit der Eisenbahn hemmt den Be⸗ hörden die Hände, und so ist alles blos durch Bauernwagen mit Escorte nach Rastatt zu schaffen. Bei meiner letzten Reise über diese Gegend habe ich mich auch über eine Thatsache vergewissert, welche sehr bezeichnend für die französische Kriegsführung ist. Als am 6. Aug. die Schlacht bei Wörth Morgens 6 Uhr begonnen hatte und der Kanonendonner immer stärker erscholl, saß Mac Mahon noch um 9 Uhr ge⸗ müthlich beim Kaffee und bei der Pfeife im Wirthshausgarten zu Froschweiler, und meinte auf die dringende Mahnung des Wirths: das seien bloß Plankeleien, und die Leute würden auch ohne ihn mit den Preußen fertig werden. Seine Stabsoffiziere lagen noch um halb elf im Bett und mußten erst herausgejagt werden. Daher war auch nichts für den Rückzug vor— gesorgt und derselbe in so klägliche Verwirrung ausgeartet. Dem„Figaro“ wird aus Rheims geschrieben: Bei der Feuersbrunst im Lager von Chalons hat Die Verwirrung und 0 üben 91. 1 dg. alf! 5 öde 2 nan Sene gleif Schi Tomi — stadt dersel mit Vere fünt bin ghel Wie nich jbsss gleie über rlaf a gebe einel die thei 5 Paar Schuhe verbrannt und die Robilgarden gehen barfuß! Dann hat man die Mobi n bald nach links, bald nach rechts gehetzt, als ob man mit ihnen nichts anzufangen. wüßte. Täglich erwarte man Siege... morgen, übermorgen ganz gewiß! Jetzt erzählt man schon, daß zwei Ulanen— vor Paris in Layvilette sich gezeigt hätten! In Rbeims war bereits am 25. Aug. uuf die Angst der Bevölkerung so groß, daß es, als persogen N. man Gewehrfeuer hörte, einem herbeigeeilten Done der 40 General nur mit Mühe gelang, den Leuten be⸗— ung und aa greiflich zu machen, daß sich seine Soldaten im batte n Schießen übten; Alles schrie:„Die Preußen beten, eie kommen!“ Azenlose. 1 en! inan danden if Hessen Friedberg. Nach nahezu vier⸗ „ pfahen, monatlichem Aufenthalte in unserer Stadt hat Shen tt wan S. K. H. der Großherzog, dieselbe am 1. Sept. wieder verlassen, um sich in die Residenz Darm- sstadt zurück zu begeben. Wie verlautet gedenkt Nen) derselbe die Lazarethe unserer Provinz zum Oefteren imit seinem Besuche zu beehren und bei dieser Veranlassung in Friedberg jedesmal einen mehr stündigen Aufenthalt zu nehmen. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ bringt folgendes Telegramm aus Florenz: Min- ghetti hat in der Kammer erklärt, er habe in Wien eine Allianz zwischen Italien und Oester- „ Dens neich zur Garantierung der Integrität des fran⸗ 27 dc an Ng zösischen Gebiets vorgeschlagen, und versichert e belgeng, gleichzeitig, Graf Beust habe eine Circular-Depesche fangang, über die Bedeutung der letzten Anwesenheit Chotek's erlassen. Frankreich. Paris, 31. Aug. Gesetz⸗ Zebender Körper. Der Deputirte Keller verliest einen Brief aus Straßburg, wonach die Preußen die Stadt, nicht die Wälle beschießen. Ein Vier⸗ theil der Stadt sei verbrannt. Die Einwohner zögen den Tod der Ergebung vor. Der Feind i werwende Kriegsgefangene zum Graben der Tran⸗ cheen. Die Kammer erklärt hierauf, Straßburg der baun Um. habe sich um das Baterland verdient gemacht, es e Ache werde nicht aufhören, französisch zu bleiben. Keller ene Schncen. beantragt die Ernennung einer Commission, um een Kelen die Bevölkerung zu bewaffnen. Graf Palikao 4 aus Fut pelobt ebenfalls die Bewohner Straßburgs, aber De Uetze nuch die Armee und der Commandant sei zu be— . e sch lien oben. General Werder habe gesagt, es sei Sache ent e dae der Bevölkerung, die Garnison zur Capitulation den dir n. zu bewegen. Der Commandant Uhrich habe er— klärt, er werde den Platz bis auf den letzten Stein vertheidigen und die Stadt in die Luft prengen, wenn sie die Vertheidigung der Citadelle hindern solle. Palikab spricht gegen den Antrag Reller's und verlangt Vertrauen. — Durch Decret vom 29. d. ist General damotte Rouge zum Commandanten der National- garde ernannt worden an der Stelle des Generals Soumain, dessen Entlassung angenommen ist. — Der Kriegsminister hat befohlen, daß zsunderttausend Mann Mobilgarde aus den 3 Departements nach Paris marschiren sollen, e um an der Vertheidigung Theil zu nehmen. bebe fed 1 de al, 1 Hafrustücke, * in dobden Mac Mahon 30,000 Mann zur Deckung des kaiserlichen Prinzen, der sich zu Avesnes aufhält, verlangt. Mac Mahon soll dies abgeschlagen haben. — 31. Aug., Nachts. Die belgischen Truppen patrouilliren eifrig längs der Gränze; auf der ganzen Linie sind Posten aufgestellt. In dem Gehölz, welches Carignan gegenüber Frankreich von Belgien trennt, sind bereits französische Ver⸗ sprengte bemerkt worden. — 1. Sept. Dem Vernehmen nach haben die an der französischen Gränze aufgestellten Truppen die strengsten Instruktionen erhalten, um jede eventuelle Verletzung der Neutralität Belgiens zu verhindern, namentlich sollen, falls der Kaiser Napoleon den Wunsch zu erkennen gibt, die bel— gische Gränze zu überschreiten, Adjutanten ihm vorher den Degen abfordern. Ferner hat die Regierung längs der Gränze an den Uebergangs⸗ straßen Pfähle mit der Aufschrift:„Neutrales belgisches Gebiet“ anbringen lassen. 1. Sept. Aus Paris wird gemeldet, Palikao habe den Pariser Blättern die Weisung ertheilt, bei Strafe der Unterdrückung, sich jeder Mittheilung über Truppenmärsche zu enthalten. Die Demolirung der in dem Festungsrayon ge— legenen Baulichkeiten ist nahezu beendet.—„Echo du Parlement“ berichtet aus Boullion vom 31. Aug.: „Die Preußen rücken auf Sedan los, um die Festung einzuschließen. Das erste französische Corps wird heute, von Carignan kommend, in Sedan erwartet. Mouzon und Bazeilles sind theilweise in Brand gesteckt. Italien. Florenz. Vom norddeutschen Bundeskanzler ist eine Note eingelaufen, werin er gegen die Verletzung des Völkerrechts Seitens der Franzosen durch Schießen auf die Parlamen— täre protestirt und anzeigt, er werde künftig keine Parlamentäre ins feindliche Lager schicken. Rußland. Die Petersburger Blätter veröffentlichen mit der Bezeichnung„Officiell“ das folgende Actenstück: Berlin, 22. August 1870. Am 19. d. M. wurde ein preußischer Parlamentär, der eine weiße Fahne führte und von einem Trompeter begleitet war, zum feindlichen Lager geschickt, um Meldungen der französischen Aerzte, im Interesse der französischen Verwundeten, die sich in den Händen der deutschen Armee befanden, zu überbringen. Dieser Parlamentär näherte sich den französischen Vorposten im Schritte und der Trompeter blies. Ungeachtet dieser üblichen Vor⸗ sichtsmaßregeln feuerten auf ihn alle feindlichen Patrouillen, denen er begegnete, und nachdem der Trompeter schwer verwundet worden, mußte er umkehren. Wir protestiren feierlich gegen diese Verletzung des Völkerrechts.(Gez). v. Thile. Frankfurt. Dieser Tage kamen verwundete deutsche Krieger hungrig in eine hiesige Bahnhofs-Restauration und bestellten sich eiwas zu Essen; ibre Geldbeutel waren natürlich sehr schmal. Da beschlossen die Kellner, den braven Soldaten ein Souper zu geben. Es wurde den Hungrigen tüchtig servirt; auch an einem guten Trunk Wein fehlte es nicht. Als die Leute nach ihrer Schuld fragten, waren die beiden Kellner verschwunden und jene erhielten die Antwort, es sei Alles belegt. den permanenten feindlichen Kugelhagel, ihre Tornistet auf die Brust geschnallt. Nach der S lacht überzeugten sich gar Viele, wie sie daburch am Leb erhalten waren, denn sie nahmen eine„icht geringe Anzahl von Kugeln heraus, die stalt in die Brust ins Kalbfell gefahren waren. Diez. Der entwichene Raubmörder Blank von Irm⸗ kraut wurde dieser Tage schon über Hadamar per Eisen⸗ bahn nach Diez geschlossen und wohlverwahrt in sein lebenslängliches Asyl wieder eingebracht. Düsseldorf. Dieser Tage sahen wir einen verwun⸗ deten Grenadier, welchem das Schloß seiner Säbelkoppel das Leben gerettet hatte. Eine Chassepotkugel hatte das⸗ selbe ganz gekrümmt und war darin stecken geblieben. Da dieser Fälle mehrere vorgekommen sind, jo schickte eine vorsorgliche Mutter alsbald ihrem Sohne ein seidenes Vorhemdchen, welches ganz mit harten Thalern waltirt war. München. Einige Herren, die einen Lebensmittel⸗ transport nach Nancy gebracht hatten, sind kürzlich hieher zurückgekehrt; einer derselben rauchte dieser Tage eine Tabakspfeife au, die er sich dort gekauft hatte; auf einmal springt der Kopf, dessen Boden offenbar mit Pulver und dergl. angefüllt war, und Kupferftücke fliegen ihm und seinen Nachbaren ins Gesicht, glücklicherweise, obne sie erheblich zu beschädigen. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe. Achte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: a) an Naturalien: ¼ Ohm Aepfelwein(von Ober⸗Rosbach), 57 Maaß Branntwein(6 von Echzell, 41 von Wickstadt, 10 von Ober⸗Nosbach). 41 Flaschen Wein (9 von Beienheim, 25 von Echzell), 40 Maaß Milch, 66 Pfund Wurst und Fleisch, 128 Kuchen(von Ockstadt), 744 Laib Brod(82 von Dorn⸗Assenheim, 160 von Bauern⸗ beim, 114 von Beienheim, 171 von Echzell, 145 von Ober⸗Rosbach, 70 von Nieder⸗Rosbach), 2991 Eier(752 von Bauernheim, 450 von Beienheim, 315 von Nieder⸗ Rosbach, 1474 von Echzell), 67 Pfund Butter, 10 Glas Gelée, 30 Pfund Kaffee, 25 Pfund Dörrobst, 130 Gebund Stroh(36 von Fauerbach, 94 von Leidhecken). b) an Geld: 9 fl. von Beienheim, 3 fl. 15 kr. von Södel, 1 fl. 45 kr. von Florstadt, 1 fl. 45 kr. von Ockstadt, 4 fl. 41 kr. von Nieder⸗Rosbach, 18 fl. 22 kr. an kleineren Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend sowie aus der im Bahnhofe aufgestellten Büchse. 8. Liste im Ganzen 38 fl. 48 kr., dazu von voriger Lisie 1471 fl. 30 kr., zusammen 1510 fl. 18 kr. Unter bestem Danke für die reichen Spenden bittet um gütige weitere Gaben Friedberg den 2. September 1870. * Das Comité für die Erfrischung der durchpassirenden Krieger. Sitzung des Lokalgewerbvereins am 3. September, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Besprechung über Annahme des anzu⸗ stellenden Stadtbaumeisters als Lehrer an der hiesigen Ge⸗ werbschule. Friedberg den 1. September 1870. Der Vorstand. Um den dahier in Pflege befindlichen 160 verwundeten Soldaten einige Unterhaltung zu verschaffen, bitten wir um leihweise Ueberlassung von passenden Lesebüchern; auch Zeitungen werden dankbar angenommen. N Unser Vorstandsmitglied, Herr Lehrer Quehl, wird Bücher und Zeitungen in Empfang nehmen. Auch freiwillige Gaben an Cigarren verkürzen sehr die Lazareth-Langeweile. Bad⸗ Nauheim, am 28. August 1870. Der Vorstand des Hülfsvereins. act Neugt 0 Belgien. Brüssel. Die„Indenpedance“ Vom Rhein. In der Schlacht von Meg batten die Grünen, schreibt: Der Kaiser Napoleon hat vom Marschall Soldaten des 43. Regiments, zu einigem Schutz gegen 10 Nat bn— 1 los u 2— 2 Au 1 2126 Frisch angekommen, neue Damenkleider⸗ . 0 stoffe, RNegenmäntel, sowie Tuch und Buckskings 150 451 Nn bei Mayer J. Hirsch. baent 5 41* 7 11 Aus a 0. 75 L nnd Panorama- Karte 1 E b 0 4 f— 2 1*„ 150 d eu 4 ö kl, „ deutschen Meeresküsten. a, deen und Ibelin erte % 4 g(Sehr schönes Blatt von größter Deutlichkeit.) 2 5. ee e e Leere Stück-, Luder und * rr orrätht el ndernage in 15 „ eult 7 rieb e Nauheim. 4 Halbstück- Faß 40 n 100 5 2107 verkaufen 8 5 15 4 f Meine Obstkelter Veergder bel 1 Geda. 155 1470 1 110 ist aufgeschlagen und sieht zur Benutzung bereit — 1 Wilh. Wind. pier ragen * 060 Fahnen! Illuminations⸗Sachen! Bonner Fahnen fabrik. Bonn. Neuestes. Angekommen: Friedberg den 2. September, 6 Uhr Nachmittags. An General v. Borke in Königsberg i. Pr. St. Barbe bei Metz, 1. Sept., 9 Uhr 54 Vorm. Seit gestern früh ist Marschall Baza ine mit seiner ganzen Armee im Kampfe gegen das erste Armetcops und der ihm zugetheilten Diviston von Kummer bei Tag und Nacht gewesen, und gestern in der Nacht und beute überall siegreich zurückgeschlagen worden. f Die Franzosen haben mit großer Tapferkeit gefochten, mußten aber den Ostpreußen weichen. Prinz Friedrich Carl, der Oberbefehlshaber der Cernirungstruppen, hat gestern und heute dem 1. Armeecorps seine Anerkennung und seinen Die 4. Landwehr⸗ an dem heutigen Siege ruhmreichen Glückwunsch ausgesprochen. division 43 bei K. Friedrich neben der Post. Antheil. v. Manteuffel. 2 * W. Fuhrländer 2108 500 Stuck ¼ breite ächtfarbige Kattune feinster Qualität, für Kleider und Ueberzüge, die Elle 9 kr. 200 Stück/ breite Glanz-Meubles⸗ Kattune und Meubles ⸗Kattune mit Bordüren für Vorhänge, die Elle 9 kr. 300 Stück feinster Pariser Jaconets, die Elle 12 kr. in den brillantesten Dessins. 500 Stück seinste/ breite Piqué-Kattune (Brillantines) neueste Dessins, die Elle 12 kr. Große Auswahl in den feinsten Stoffen für Herbstkleider: Alpacenas, Lenos, Sultanos, Atlas, die Elle 18, 18, 20, 2 kr.. breiten weißen Piqué, die Elle 12 kr. % breiten schweren weißen Satin für Ueber⸗ züge und Unterröcke, die Elle 12 kr. % breiten Prima Shirting, weiß, grau, schwarz, die Elle 7 kr. Nachfolger, in 23 Vilbeler Straße 23. Durch große Einkäufe bin ich in den Staud gesetzt, wieder zu den fruheren Preisen zu verkaufen und zwar: 5 breiten feinen weißen Mull für Kleider, die Elle 12 kr. Schwarzen Orleans und Alpacca, die Elle von 16 kr. an. 300 Stück ¼ breites schweres Leinen, die Elle 12 kr. 500 Dutzend weiße, rein leinene Taschen⸗ tücher, das Dutzend 2 fl. 80 kr. % breite Fahnenstoffe, schwarz, roth, gelb, weiß, die Elle 10 kr. 2½ Ellen lange, 2 Ellen breite leinene Tisch⸗ tũ cher, das Stück 45 kr. 2½ Ellen breite schwere Leine für Bett, tücher, das Betttuch 4 Ellen lang, ohne Nath, 1 fl. 44 kr. 3 Ellen breite schwere Leine für Betttücher das Betttuch 4 Ellen lang, ohne Naht, 2 fl. 16 kr. Schweren schwarzen Mooreens für Unter- röcke, die Elle 22 kr. Frankfurt a. M. 10 10% breiten reich ramagirten Vorhangs“ Mull mit Bogen, die Elle 15 kr. Große rothe Cachemire Tischdecken, das Stück 1 fl. A8 kr. und 2 fl. f Große Cachemire-Commodedecken, das Stück 1 fl. und 1 fl. 24 kr. 200 Stück schwere rothe wollene Holter fur zweischläfrige Betten, das Stück 5 fl. 30 kr. 200 Stück schwere weiße wollene Colter, das Stück A fl. Schwere graue wollene Colter, 2 fl. 30 fr. und 3 fl. 30 kr. Schwere weiße Piquôò decken für zwei⸗ schläfrige Betten, das Stück 2 fl. 30 kr. 10% breiten englischen Waterproofs in den neuesten Farben, für Regenmäntel, die Elle A8 kr. das Stuck 0 Tischtücher, Handtücher, Servietten, Strohsackleinen zu bedeutend herabge⸗ setzten Preisen. Muster von allen Artikeln seude franco. Freiwilliges Sanitätscorps. Heute, Samstag Abend 9 Uhr, Versammlung der Krankenträger im oberen Local des Herrn C. F. Walz. wird dringend verlangt. Besprechung und Feststellung des Wachtdienstes. Allseitiges Erscheinen Der Ausschuß. Bettteppiche Leibbinden, 2125 in verschiedenen Farben, wollene Hemden, Unterjacken Flanelle jeder Art, Zwillich, Barchend, Bettzeuge, Strohsacktuch, Lein wand und Handtücher empfiehlt in guter Waare zu billigen Preisen für Herren und Damen, Mayer J. Hirsch. Verloosung zum Besten des Baues der katholischen Kirche zu Friedberg. 2118 Bei der am 1. September unter polizeilicher Aufficht staltgehabten Verloosung haben folgende Num⸗ mern gewonnen: 9. 21. 26. 43. 50. 62. 63. 67. 76. 109. 110. 111. 120. 126. 144. 158. 194. 208. 215. 219. 221. 269. 272. 310. 315. 319. 333. 335. 336. 341. 369. 383. 418. 421. 422. 430. 438. 514. 521. 523. 527. 528. 541. 558. 639. 666. 671. 681. 687. 689. 696. 800. 826. 844. 851. 858. 864. 868. 904. 908. 911. 912. 918. 920. 932. 952. 955. 961. 976. 982. 1010. 1047. 1066. 1108. 1114. 1164. 1170. 1171. 1181. 1287. 1362. 1368. 1389. 1465. 1478. 1508. 1531. 1596. 1611. 1626. 1631. 1686. 1713. 1722. 1819. 1827. 1828. 13. 1846. 1847. 1849. 1934. 1940. 1997. . 2040. 2044. 2049 2081. 2084. 2092. 2132. 2164. 2172. . 2253. 2262. 2285. 2364. 2365. 2382. . 2471. 2476. 2483. 2567. 2568. 2604. 2646. 2647. 2077. 107 185˙ 309 367. 505˙ 635 · 768 77. 101. 106. 159. 161 175. 285. 292. 294. 343. 344. 366. 455. 483. 491. 585. 593. 611. 718. 756. 765. 874. S9. 895. 901 935. 945. 946. 949 1026. 1031. 1045. 1117. 1124. 1141. 1150. 1159 1182. 1195. 1234. 1250. 1270. 1390. 1416. 1424. 1452. 1456 1536. 1539. 1544. 1566. 1593. 1643. 1647. 1656. 1660. 1661. 1731. 1741. 1751. 1772. 1804 1832. 1833. 1836. 1837. 1841 1851. 1858. 1872. 1905. 1912. 2009. 2012. 2018. 2019. 2022. 2051. 2052. 2053. 2070. 2074. 2096. 2101. 2109. 2110. 2121. 2178. 2182. 2204. 2203. 2212. 2303. 2304. 2317. 2335. 2340. 2416. 2417. 2425. 2441. 2453. 2494. 2525. 2531. 2533. 2543. 2618. 2628. 2630. 2631. 2640. 2682. 2686. 2687. 2688. 2691. 2699. 2732. 2738. 2757. 2759. 2763. 2770. 2790. 2793. 2802. 2807. 2808. 2810. 2824. 2834. 2847. . 2856. 2868. 2875. 2876. 2877. 2891. 2895. 2903. —2 2949. 2962. 2967. 2968. 2982. 2986. 2990. 2991. Die Gewinnste können jeden Tag Morgens von 11 bis 12 und Nachmittags von 1 bis 3 Übr gegen Aufweisung des betreffenden Looses im kath. Pfarrhaus dahter abgeholt werden. Frledberg am 1. September 1870. Für den Kirchenvorstand Gabel, Pfarrer. Ein freundliches Logis 2094 in der Burg im Schweitzerischen Hause, bestehend in 4 Zimmern mit Speisekammer und 2 Holzsäällen, nebstemem Gärtchen am dause ist zu vermlethen und am. Oktober zu beziehen. Näheres bei M. Mon- digler I. zu erfahren. Ein sehr gut gearbeiteter Festungsplan von Paris Preis 12 kr. ist vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Auhrer Sleinhohlen 2100 u 48 kr. per 60 Dan. Kümmich. Tapeten-& Fenster-Ronleaur. 1746 Tapeten von 7 Tr., solche mit 2 und 3 Farben 10 kr., schwere Glanztapeten mit 3 und 4 Farben von 15 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Holländische und marinirte Här inge 2113 bei J. A. Windecker. Drei Sorten Aepfelmühlen, 2114 sowie alle Sorten Wasser⸗ und Pfuhlpumpen empfiehlt zu verschiedenen Preisen und unter Garantie Frtedberg. Johannes Fillmar, Mechantikus. WMeinfässer 2101 in allen Gattungen bei 5 b. Dan. Kümmich. Corseten 498 billig bet. Friedrich neben der Post in Friedberg. Neue holl. Vollhäringe! 2098 bet Wilhelm Fertsch. Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu haben: Wacht am Rhein! Iuustrirte Kriegschronik Nr. 5.— Preis 9 kr. Die Wacht am hein. Marsch für Pianoforte. von K. Werner. Zweihändig Preis 11 kr., vierhändig Preis 14 kr. Germania. 22 vaterländische Lieder für Gesang mit Pianoforte. Preis 21 kr. Für Pianoforte allein 18 kr. Ne u ex st e Frankfurter Latern. Preis: 6 kr. Danksagung. 2117 Allen Denjenigen, welche meinen innigfigeliebten Gatten 5 a 0 Heinrich Mun ker zu seiner letzten Ruhestätte begleiteten, sage ich meinen ttefgesühlten Dank. 1 Die trauernde Gattin. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. g Pfarramtswoche Herr Pfarrer Diegel. 12. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Mickel. Nachmitlags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkir Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Uhrig. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 13. Sonntag nach Pfingsten. Schutzengelfest. Vormittags? 8 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Vesper. II gens 7 Ubr. Verantw. Red.; Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Bindernagel& Schinipff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 36, Praktischer Rathgeber Nr. 6 und eine Beilage.) Beginn des Goltesdienstes an den Wochen tagen Mor: b — 0 fusef 00% D. bet! cdi wiede sind ange fürs dessen Denn den di licht nit B und e Werse. ben K bor, Masse und f K auf d burg Stauf badisc gustor N Aug don Dae boch linge genom mittelt genon Mili unser — 9 daß r schieß Fluch 2 Verg schie halten 9 819.“ amm Feind werker sch bald Zelt de wurd schüt Fort gänz Feut begri zurüg Feind . dene Col 6 Stic p fl 300 weden Colte/ olter — 1 en fü dic 2 L aterproofs 1 Augenwärtl, 5 et, Serpietten deutrat gerate —— f„ rieten Uhu. mofort. r. i er, 1 f. nia. u Och 5 0 104 und die Armee von Metz zur Uebergabe auf— des Sn für das völkerrechtswidrige Verfahren, mit dem genommener Plünderung, vornehmlich an Lebens- 1 Kriegs nachrichten. Karlsruhe, 31. Aug. Vierzig bis fünfzig französische Mobilgardisten baben heute Morgen bei Bellingen(5 Stunden unterhalb Basel) über den Rhein gesetzt und den Telegraphen be— schädigt; sie gingen alsdann ohne weitere Exzesse wieder zurück. Energische militärische Maßregeln sind gegen eine Wiederholung derartiger Einfälle angeordnet. — 29. Aug. N Straßburg hat furchtbar gebüßt dessen Commandaat gegen Kehl vorgegangen ist. Denn es ist erwiesen, daß am 19. d. M., nach- dem die ersten Schüsse von diesseits gefallen waren, nicht auf unsere Batterieen, sondern sofort nur mit Bomben auf die Stadt Kehl geschossen wurde, und ebenso, daß erst dann die Exlaubniß zum Werfen von Brandkugeln nach Straßburg aus dem Hauptquartier ertheilt wurde, als festgestellt war, dag Kehl einem Trümmerhaufen gleiche. Massenhaft verlassen die Straßburger die Stadt und flüchten theilweise auf deutschen Boden. Kehl, 28. Aug. In der Nacht vom 27. auf den 28. brannten 20 Häuser in Straß burg— darunter die Präfektur— ab. Die Stauschleiße im ersten Wallgraben wurde von badischen Truppen unter der heftigsten Kanonade zerstört. Müllbeim(im badischen Oberlande) 31. Aug. Heute früh hat ein französisches Corps won über 400 Bewaffneten(nach der betreffenden Depesche sind es nur 40—50 gewesen), darunter edoch nur weniges reguläre Militär, bei Bel- ingen den Rhein überschritten. Nach vor mitteln ꝛc., sind dieselben in vier diesseits mit— zenommenen großen Kähnen rheinabwärts gefahren. Militär ans Rastatt, telegraphisch requirixt, ist nterwegs, um wiederholten Einfällen vorzubeugen. — Aus Alt- Breisach theilt man uns mit, aß man dort, wegen einer zu befürchtenden Be— chießung von Neu⸗Breisach aus, Alles zur Flucht vorbereitet habe. Vor Straßburg, 30. Aug., Morgens. Zergangene Nacht und heute früh lebhafte Be— schießung, zum ersten Male mit Bomben. An- altende Brände in Straßburg. Magny bei Metz, 26. Aug. Der„Elberf. Ztg.“ wird geschrieben: Heute Mittag Alarm ämmtlicher um Metz befindlichen Truppen. Der Feind eröffnete aus den nördlich gelegenen Festungs— werken und Forts ein lebhaftes Feuer und ließen ch dabei einige Compagnieen Soldaten außer— halb der Festung blicken, während nach kurzer geit aus den diesseitigen Werken die ganze fran— zösische Armee einen Ausfall versuchte. Hierbei wurden sie von ihren schwersten und besten Ge— schützen unterstützt besonders aus dem hochgelegenen ort St. Quentin. Der Ausfall mißglückte zänzlich, denn sie wurden von einem lebhaften feuer der Unsrigen, welche auf ihrem Posten sind, tegrüßt und gleich nachher bis in die Festung zurückgeworfen. Viele Todte und Verwundete des seindes blieben auf dem Platze. Unsere Artillerie hat tüchtig mitgewirkt und noch bis heute Abend sch mit Metz unterhalten. Die Maßregeln werden werstärkt; heute oder morgen soll die Besatzung gefordert werden und dann, wenn sie nicht erfolgt, Metz beschossen werden. Unsere langen gezogenen 24 Pfünder baben wir schon hier, auch wird das (üntreffen von schwerem Belagerungsgeschütz, den „Düppeler Brummern“, stündlich erwartet. In St. Dizier haben sich die preußischen Uanen(welche jetzt die Helden zahlloser Geschichten nd), wie der„N. Fr. Pr.“ berichtet wird, den paß gemacht, allerhand verwirrende Befehle mit der Signatur des Präfekten oder Bazaines nach den südlichen Departements zu schicken, Truppen indungen abzubestellen, eine Revolte in Paris auzuzeigen u. dgl. mehr. Im Pariser Ministerium n, Bherhessischer Anzeiger. M104. 2 des Innern hat man beinahe einen Tag verloren, alle diese Mystificationen zu redresstren. Hessen. Darmstadt. Der Großherzog hat die Errichtung eines Lehrstuhls für das Lehr⸗ fach der Landwirthschaft an der Landesuniversität genehmigt und den außerordentlichen Professor an der Königl. Universität zu Berlin, Dr. Albrecht Thaer, zum ordentlichen Professor in der philo— sophischen Facultät der Landesuniversität, insbe— sondere für das Lehrsach der Landwirthschaft, ernannt. — Oberstlieutenant v. Zwenger, Commandeur des 4. Infanterie-Regiments, und Hauptmann von Hombergk, vom 2. Jäger-Bataillon, welche beide in der Schlacht bei Metz vom 18. August schwer verwundet worden waren, sind ibren Wunden erlegen. Dagegen soll der todtgesagte Lieutenant Anton noch leben und Hoffnung zu seiner Wie- derherstellung vorhanden seim, — Bis zum 20. v. M. hat die hiesige Central— stelle der hessischen Hülfsvereine 106,809 fl. ver- einnahmt, darunter noch etwa 12,000 fl. Vereins ⸗ vermögen aus 1866, 1000 L. St. vom deutschen Comite in London, 5000 fl. vom Comite in Antwerpen, 3400 fl. von Deutschen in Petersburg, 19,250 fl. vom deutschen Centralcomite in Berlin und 52,123 fl. aus Sammlungen im Großbher- zogthum selbst. Fast genau ebensoviel, nämlich 52,046 fl., betragen die Ausgaben der hiesigen Landescentralstelle für Zwecke des Vereins. — In vielen Blättern erhebt sich lauter Tadel über die Wirksamkeit der Johanniter-Ritter. Es kann nicht unbemerkt bleiben, daß auch ein Auf— satz, dem die„Darmstädter Zeitung“ Aufnahme gewährte, in welchem über die neulich stattgehabte Entsendung von Krankenpflegerinnen des„Alitce— Frauenvereins“ zu dem Feldlazareth der hessischen Diviston Bericht erstattet wird, Gelegenheit nimmt, der Johanniter-Ritter zu gedenken. Die Beob— achtungen des Verfassers bestätigen das ungünstige Urtheil, das man sich bisher auch anderwärts über dieses Institut bildete. — Einem Privatbrief aus dem Lager der hessischen Diviston bet St. Marie aux Chenes vom 21. Aug. entnehmen wir der„Darmst. Ztg.“ Folgendes: Gestern haben wir hier ein Standlager bezogen. Um Metz liegen ungefähr 200,000 Mann; sie find ausschließlich zur Bewachung der Festung bestimmt. Sechs Armeecorps sind nach Chalons aufgebrochen und nehmen an dem Marsche nach Paris Theil. An Bequemlichkeiten fehlt es uns hier nicht, denn nach der Schlacht von Verneville fiel uns ein ganzes französisches Lager mit tausenden von Zelten, Tornistern und Offtzierskoffern in die Hände. Schreiber dieses sitzt gegenwärtig selbst unter einem französischen Zelt, auf einein franzö— sischen Stuhl und an einem Tische gleichen Ursprungs. Des Nachts ruhen meine Kameraden und ich auf französischen Teppichen oder künstlich gearbeiteten Betten. Die frische Luft bekommt uns ganz gut; sind wir auch alle etwas schmäler geworden, so sehen wir doch gesund aus. 1 Friedberg. Von den nach der Schlacht bei Metz in den Zusammenstellungen der Verluste der hessischen Division als vermißt erwähnten Soldaten soll weitaus der größte Theil wohlbe— halten bei den Fahnen wieder eingetroffen sein. Viele befanden sich unter den kürzlich aus Metz entlassenen deutschen Gefangenen. Mainz. Die vor einigen Tagen hier durch— passirten französischen Mobilgarden(850 Mann) bildeten den Rest zweier 2 Stunden vor Chalons von der pommer'schen Landwehr versprengten Ba— taillone. Die Garden waren bereits bewaffnet und sollten in Chalons eingekleidet werden. Von etwa 1300 Mann, welche Stand hielten, wurden gegen 400 kampfunfähig gemacht und obiger Rest gefangen genommen. Es befanden sich unter den Leuten einige Leichtverwundete. Preußen. Berlin. Der Generalmajor v. Schlottheim, Commandeur der großherzoglich hessischen 25. Cavaleriebrigade, ist zum Stabschef des Kronprinzen von Sachsen ernannt, der General- major v. Rantzau, attachirt der 3. Cavalerie— Division, hat das Commando der 25. Cavalerie— Brigade erhalten. Eine dahier stattgebabte Versammlung aller Parteien, welche von dem Ober bürgermeister Seydel und den Abgeordneten v. Unrub und Löwe berufen war, nahm einstimmig einen Aufruf an das deutsche Volk an, in welchem dasselbe zu einer Adresse an den König aufgefordert wird. Die Adresse spricht sich beunruhigt über die Be- richte aus, daß fremde Einmischung bemüht sei, den Preis unserer Kämpfe zu beschränken. Deutsch⸗ land muß die Förderung seiner Wohlfahrt allein berathen. Das Volk erneuert daher das Gelöb— niß, treu auszuharren, bis es der Weisheit des Königs gelingt, unter Ausschluß jeder fremden Einmischung Zustände zu schaffen, welche das friedliche Verhalten des Nachbarvolkes besser als bieher verbürgen, die Einheit und Freiheit des gesammten deutschen Reiches begründen und gegen jede Anfechtung sicher stellen. — 31. Aug. Die„Provinzial-Correspondenz“ schreibt:„Nachdem die Vermuthung entstanden war, Mac Mahon suche auf Umwegen an der belgischen Gränze unversehens nach Metz zu mar- schiren, um die Vereinigung beider französischen Heere zu erzwingen, erfolgte der Marsch unserer Armeen auf drei Linien. Der Kronprinz mar⸗ schirte von Nancy südlich über Commerey, Bar le Due, St. Dizier nach Vitry, die vierte Armee unter dem Kronprinzen von Sachsen etwas nörd— licher von Pont à Mousson über die mittlere Maas in der Richtung von Metz⸗Chalons; nörd— lich führte General Steinmetz seine vor Metz durch andere Truppen ersetzten Corpe über Verdun nach Reims, rechts bis an die belgische Gränze reichend, um eventuell Mac Mahon zu begegnen. So umfaßte unsere Armee bei dem Marsch auf Paris die ganze Linie von der belgischen Gränze längs der Maas bis zur Aube und konnte mit der Zuversicht vorrücken, daß Mae Mahon keines- falls unbemerkt auf Metz marschiren könne.“ — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erfährt aus bester Quelle, daß in England die öffentliche Meinung mehr und mehr anfängt, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß wir mindestens die Vogesengränze fordern könnten, neben einer Entschädigung für Kriegskosten im Betrage von einer Milliarde. Wir denken aber, daß wir da— zu noch die Mosellinie mit Metz haben müssen und, so Gott will, auch haben werden. Königsberg. An der Börse beschloß die zablreich versammelte Kaufmannschaft einstimmig eine Adresse an den König analog der Berliner Petition mit der Bitte, um Fernhaltung fremder Einmischung bei den event. Friedensverhandlungen. Frankfurt. Die hier durchpassirten ge— fangenen Mobilgarden waren größtentheils mit blauen Bousen bekleidet; sehr viele trugen ihre gewöhnlichen Civilkleider. Die Herren sahen nichts weniger als kriegerisch aus und sagten, sie hätten bei ihrem Auszuge in den Krieg nicht einmal Gewehre gehabt, sie hätten sie sich erst von den Schlachtfeldern holen sollen. Banern. München. Das hiesige Ge— meindecolleg hat dem Magistrate ein Procent der Bruttoeinkünfte der hiesigen Gemeinde zur Unter— stützung der nothleidenden deutschen Gränzpro⸗ vinzen zur Verfügung gestellt. Der König von Bayern verlieh dem Kronprinzen don Preußen aus Anlaß der sieg— reichen Führung des Commandos bei Wörth das Großkreuz des Militär-Max-Josephordens, — Der Bürgermeister, die Abgeordneten und die Vorstände der liberalen Bezirksvereine haben an den König Ludwig eine Glückwunsch⸗ Adresse gerichtet, worin dieselben ihr Vertrauen auf die 1 1 —— Wiedererwerbung von Elsaß und Lothringen, auf rie Zurücdkweisung jeder fremden Einmischung in die Frledensverhandlung sowie auf eine würdige Gesammtvertretung des deutschen Volkes ausdrücken. Würzburg. Die von hier abgeführten französischen Ossiziere erhielten bei ihrer Ankunft in Erfurt die Ordre zur sofortigen Weiterreise nach Stettin.— Am 29. Aug. passirten dahier sechs geheizte Locomotiven, welche nach Nancy zum Betriebe der Bahn bestimmt sind; auch eine größere Anzahl sächsischer und preußischer Bahn- Inspectoren und Postbeamten gingen bereits nach dem Elsaß und Lothringen ab. Landau. Das 30. baperische Landwehr⸗ bataillon(Speier) passirte unseren Bahnhof. Sein Bestimmungsort u ist Weißenburg, wo es bei den Bürgern einquartirt werden soll, zur Strafe dafür, daß in einem dortigen Hause, wie man vernimmt, französische Soldaten seit dem 4. Aug. verheimlicht worben waren. Außerdem müssen von den Bürgern täglich 2 Franken jedem Sol- vaten Kriegsentschädigung ausgezahlt werden. Würtemberg. Stuttgart, Gutem Ver- nehmen nach hat der Minister des Auswärtigen, Freiherr v. Varnbüler, seine Entlassung erbeten und erhalten. Freiherr v. Svitzemberg, ber diesseitige Gesandte am Verliner Hofe, ist hierber berufen. — Der„Staatsanzeiger“ meldet die Eat- lassung des Frbrn. v. Barnbüler von der Ver- waltung seiner Ministerien sowie von dem Präsi⸗ dium des Geheimen Rathes, unter allerhöchster Anerkennung der von ihm geleisteten Dienste. Zum interimistischen Nachfolger ist Graf Taube ernannt. Oester reich. Wien. Die Aufstellung dreier neuer Reserve- Armeen in Norddeutschland wird hier sehr bemerkt. Man erblickt in dieser Maßregel einen eminent politischen Act, ein sehr handgreifliches Argument für den in der gesammten deutschen Presse verfochtenen Satz, daß jede fremde Einmischung bei den Fried ensverhandlungen, welche Deutschland den Preis seiner so blutig erkauften Siege schmälern könnte, ferngehalten werden müsse. Frankreich. Paris, 30. August. Der Personenverkehr zwischen Paris und Brüssel ist bis auf weitere Ordre eingestellt worden, ebenso der Personenverkehr zwischen Paris und Calais und der zwischen Paris und Boulogne wird demnächst gleichfalls eingestellt werden. — Im gesetzgebenden Körper sagt Picard, hinter dem Rücken des Ministeriums bestände eine geheime Regierung. Der Minister des Innern, Chevreau, erwidert, der jetzige Moment, wo man von Einigkeit spreche, sei für solche Insinuation unpassend. — Das Ministerium des Junern veröffent— licht unter Reserve folgende Mittheilungen: Der Marsch des Feindes auf Paris scheint aufgehalten zu sein. Mac Mahon setzt seine Bewegung fort. Derselbe hat kein ernsthaftes Engagement gehabt. Chalous scheint bestimmt 1 zu sein. Die Nationalgarden von isne und anderen Departements organisiren sich, um dem Feinde einen kräftigen Wider- stand entgegenzusetzen. — Nach der„Presse, würden das Kriegs— ministerium, das Ministerium des Auswärtigen, das Finauzministerium und das diplomatische Corps sich nach Bourges, das Ministerium des Innern nach Tours begeben, während das Justizministerium und der öffentliche Unterricht in Paris verblieben. — Die österreichische Gesandtschaft und das österreichische Generalconsulat retteten vor— gestern nach Brüssel ihre Archive und Werth— gegeustände. Seit Freitag sind nahezu 80,000 personen von Paris fluͤchtig nordwärts gereist. 30. August.„Figaro“ veröffentlicht ein Telegramm aus New-Nork, wonach aus verschie— denen Städten der Union 20 Schiffe von sehr starlem Tonnengehalt und außerordentlich armirt, ausgelaufen selen, die eine Verstärkung der deut— schen Kriegemarine bilden sollen. Die Absicht dieser Flotte sei, die französischen offeuen Städte zu plündern. Diese Nachricht rief allgemeine Be— uuruhigung und Bestürzung bervor, so daß die — Regierung die Nachricht mit 0 Bestimmtheit dementirte, mit dem Bemerken, daß auf a Maßregeln ergriffen seien, um diese Flotte energisch zu empfangen. 1 — Dem„Schwäb. Merk.“ wird von hier telegraphirt:„Die Situation der Fremden wird stündlich beängstigender, unter 3000 aus Splonsr· wuth seit Donnerstag Verhafteten sind selbst 150 Oesterreicher. Metternich remonstrirt. Das deutsche „Hotel Meyerbeer“(in den elyseeischen Feldern) wurde von Volkshaufen verwüstet. In den Markt- hallen kam es zu Gräuelscenen wegen übertriebener Forderungen der Bauern für Lebensmittel.“ Belgien. Ein am Pariser Bahnhofe an- geschlagenes Placat kündigt an, daß bis auf weitere Ordre seit dem 30. Aug. Morgens 7 Uhr die Personenzüge nech Belgien eingestellt sind. — Es ist den französischen Präfecten der nördlichen Gränzdepartements der Befehl ertheilt worden, den General Cluseret zu verhaften, wenn er französisches Gebiet betreten sollte. — 31. Aug.„Etoile belge“ meldet aus Carignan vom 30. v. M.: Der Kaiser ist- in Ferme la Hibella eingetroffen und wird Jer er- wartet. Der kaiserliche Prinz soll in Avesnes (befestigte Stadt im Nord Departement) sein. Die„Independance belge“ meldet: Der Kaiser weigert sich, die von Palikao angeordnete Er- setzung Failly's durch Wimpffen(5 Corps) zu bestätigen. — Dasselbe Blatt hat eine Depesche aus Avesnes, Departement du Nord, erhalten, nach welcher der kasserliche Prinz am 30. v. M. Abends um 5 Uhr in Begleitung von einigen Hundert- garden dort eingetroffen und in dem Hause des Gerichtsprästdenten von Avesnes abgestiegen ist. — 31. Aug. Nach der„Etoile belge“ sind die Preußen so eben in Carignan eingerückt in Folge eines am 31, stattgefundenen Gefechts mit beträchtlichen Verlusten auf beiden Seiten. Die Preußen haben 4 Mitrailleusen erobert. Die Einwohner vor Carignan flüchten. Heute Morgen hat ein neues Gefecht sich entsponnen bei Armigny (zwei Kilometer von Douzy auf der Straße von Sedan nach Montmedy). Die belgischen Recog⸗ noscirungstruppen stehen an der Gränze. Das Hauptquartier des Grafen v. Flandern ist n Philippeville aufgeschlagen. In den Gränzwäldern zwischen Belgien und Frankreich zeigen sich Nachzügler. Frankfurt. Dr, Frank v. Lichtenstein, ein junger hiesiger hoffnungsvoller Arzt, welcher am 1. December als Assisteut in das biesige Bürgerspital eintreten sollte, hatte sich als Freiwilliger dem Gardeschützenbataillon angeschlossen. Im Begriffe, auf dem Verbandplatze in der Schlacht bei Graveloite einen Verwundeten zu verbinden, traf ihn eine Kugel in die Brust, welche ihn augenblicklich tödtete. Mehrere Milglieder des hiesigen freiwilligen Sanstätscorps, welche die Schlacht miigemacht und auf den Verbandplätzen thätig waren, besiäligen, daß trotz der Genfer Flagge auf diese geschossen worden sei.— Alle hier ankommenden, aus Frankreich ausgewiesenen Deutschen stimmen darin überein, daß die schändlichsten Gewaltthätigkeiten von der Regiezung wle vom Volke gegen die Deulschen verübt würden. Die Schilderungen sind der Art, daß jedem Hörer das Herz in Uunmuth über diese Bestialitäten auswallt.— Unter Begleitung des Fürsten von Isenburg fuhren gestern mehrere Bienstmänner nach Metz um dort die Leiche des Fürsten von Isenburg-Wächtersbach auszugraben und hierher zu bringen. Frankfurt. Der General von Voigts-Rhetz schreibt (nach Angabe der„Köln. Zig.“) an den Oberpräsidenten von Hannover:„Um gesund bei der Cernirung von Metz zu bleiben, sind Rum, Chocolade, starke Weine, Leibbinden, Fußlappen(auch wohl wollene Strümpfe und Socken 7), Schinken wünschenswerth.“ Ein beherzigens⸗ werther Fingerzeig für die Hülfsvereine!— Die bei den Franzosen so belieble Verletzung der Genfer Convention hat in dlesen Tagen auch einen unserer Mitbürger in große Gefahr gebracht. Herr Dr. med. G. Schott, Feld- arzt im 3. badischen Dragoner Regiment, wurde, während er beschäftigt war, Verwundete bei der Vorpostenketie vor Straßburg aufzusuchen, nebst den ihn begleitenden drei Krankenträgern von den Franzosen gefangen genommen und trotz energischer Prolestaulon nach Straßburg ab⸗ geführt. Der fanalische Pöbel bedrohte die Gefangenen der Art, daß man sie in einem Wagen durch die Ssadt lransportiren mußte. Etst am folgenden Morgen wurden sie wieder in Frelhett gesetzt.— Da sich in letzter Zeit außerordentlich viel Leute an die Eisenbahnwaggons heran⸗ drängten und bei den Gefangenen ihr Französisch an den Maun zu bringen suchten, wobel nicht zu vermeiden war, daß verletzende Aeußerungen flelen, so ist der Verkehr mit den Gefangenen strengstens untersagt: Diejenigen, welche ee mit denselben zu thun baben, sollen ihre Conversation auf bas Nothwendigste beschränken. 1 1 6 9 Am 27 August kam ein aus 40 Wag ndener Zug mit thells schwer, theils leicht verwundeten Franzosen hier an. Die ersteten blleden hier, die letzteran wurben unter Begleitung von. des hiesigen Sanitätscorps nach Breslau birigirt. Die meisten Gefangenen waren Spahis und Turkos vom reinsten Ebenholz, schwarz, breisen aufgeworfenen Lippen und gebrückter Nase. Die Freundlichkeit, mit welcher man den Gefangenen entgegenkommt, steigert, wie es scheint, auch deren Ansprüche, denn mehrfach wurden von ben selven Confituren und Chocolade verlangt. Darmstabt. Daß die in bem Bessunger Orangerie haus liegenden verwundeten Turcos noch nicht„so zahm wie eine Hauskatze“ geworden sind, wie sich ein auswärtiges Blat von hier berichten läßt, beweist eine kürzlich dort gespielte Scene. Ein am Fuß bedeutend verwundeter Turcos, der im Freien auf einer Bank saß, gerieth mit einem andern verwundeten Franzosen in Händel. Der ganz wüthend gewordene Turcos, der 11. auf seinen Fuß treten konnte, erbob die Bank gegen seinen Widersaget und drohte ihn todtzuschlagen. Nur mit großer Mühe gelang es, den Wüthenden, der, wie wir hören, zun weile von hier weggebracht werden soll, von Gewaltthäligkeit abzuhaften. Darmstadt. Am 29. August starb in Pont à Mousson Ernst Schwab, der 20jährige Sohn des hiesigen Kauf— manns Theodor Schwab. Im Dienste der Humanstät war er mit dem Grafen v. Erbach⸗Schönberg(der zu denjenigen Johannitet Rittern zählt, die sich durch freund- liches Benehmen auszeichnen) als freiwilliger Kranken- pfleger vor 14 Tagen von hier abgerri. Er erlag den Strapazen und Entbehrungen, die mit dem Amt, das er übernahm, verbunden sind. In Weinheim a. d. B. wurde, wie von bort kom⸗ mende Leute versichern, zeitweise das Bombardement vor Straßburg deutlich vernommen. 11 Trier. Eine ergreifende Episode erzählt die„Trler. ig.“ aus der Schlacht bei Metz wie folgt: Die brei öhne des Metzgers Peter Blau, die bei dem zweiten Garde ⸗Grenadier Regiment in derselben Compagnie und in demselben Gliebe nebeneinander standen, sind in dem blutigen Gefecht bei Metz vom 18. Aug. gleichzeitig von dem feindlichen Blei getroffen worden. Einer wurde leicht verwundet, der zweite aber schwer, während der dritte, von zwei Kugeln in die Brust getroffen, dort auf der Stelle geblieben ist. Als seine beiden Brüder neben ihm N einer ihn fragte, wie er sich befinde, war sein letztes Wort:„Deck mich zu, es wird mir kalt!“ Der Leichtverwundete ist bereits hier bei seinen Eltern ein⸗ getroffen, die Ankunft des andern wird noch erwartet. erlin. In der preußischen Verlustliste Nr. 3 finden wir als Verwundeten genannt Herrn v. Schenk, Lieutenant im wesipreußischen Kürassir-Regiment Nr. 5. Ueber die Art der Blessur ist dem Namen beigefügt:„Von seinen Quartiergebern in Wörth durch Messerschniste an beiben Händen verwundet.“ Lazareth Turnhalle. Unser Magazin und Büreau ist von heute an nicht mehr in dem Lokal Frohsinn, sondern in dem Hause des Herrn Heinrich Müller II. Wwe., hinter der Turnhalle gelegen. b Alle Gaben bitten wir bei dem Rechner des Hülfsvereins Herrn Jean Huber abzugeben und diejenigen Gegenstände, welche dem Verderben unterliegen, auf unserem Büreau, Nachmittags von 2 bis 4 Uhr, zum Abholen bei Bedarf, anzu- melden. Artikel, die gegen Zahlung geliefert werden sollen, dürfen nur gegen Bestellzettel, ge— zeichnet von einem der Verwaltungs Mitglieder abgegeben werden und sind diese sammt Rechnung allwöchentlich läugstens bis Samstag 4 Uhr auf unserem Büreau einzureichen, Friedberg den 3. September 1870. Die Verwaltungs Commission. Ph. Billa u. Reallehrer Blickhahn. E. Ermus. Fr. Hecht. J. Hoffmann. Reallehrer Dr. Schmid. Director Schäfer, Bitte um Wein und Cigarren für das Laza⸗ reth Turnhalle, welche beide Artikel sehr nöthig thun und mangeln. 0 Für das Comité: Jean Huber. Schwarze Kaiser-Cinte et in Flaschen 8 und 14 kr. stets zu bahen bei Bindernagel& Schimpff⸗ — 07 witst * Grummetgras⸗Versteigerungen. 2083 Das 1870er Grummetgras von den Großherzoglichen Domanlalwitsen des Rentamts Nidda kommt unter den vorher bekannt ßemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Verfleigerung. 2 Größe 8 der Versteigerungstermin * Gemarkung. Wiesen. 1070 Ort d. Zusammenkunft. * Morgen. 1 Berftadt 24 Samstag den 3. September, Ober- Weidwiese. Nachmittags 1 Uhr, 9 Salzhausen 15 Montag den 5. September, Am Gesundbrunnen. 2 J Vormittags 10 Uhr, Unter⸗Schmitten 7 Montag den 5. September, Bruchmühle. Nachmittags 2 Uhr, Bingenheim 40 Dienstag den 6. Seplember, Brühlwiese. 3 0„ Vormittags 10 Uhr, f Heuchelheim 9 Dienstag den 6. September, Im Ried. Vormlitags 11 Uhr, 4 Lißberg 89 Mittwoch den 7. September, J Am Schießplatz. Vormittags 11 Uhr, 5 Blofeld 30 Donnerstag den 8. September.[ Brühlwiese. 5 0 Vormittags 10 Uhr, ö Leid hecken 8 Donnerßtag den 8. Septembet,[ Sauerbrunnen. Nächmittags 4 Uhr, Gettenau 5 Samstag den 10. September, Große Karbische Wiese 6 Nachmittags 4 Uhr, ö Bisses 4 Samstag den 10. September, Kindswiese. ö Nachmittags 5 Uhr, 7 Nidda 85 Montag den 12. September, Seewiese. Vormittags 10 Uhr. 8 Ech zell 87 Dienffag der 13. September, Echzeller Teich. Vormittags 10 ÜUbr, Zu Nidda wird vor dem Beginn der Grummetgras⸗Versteigerung die Obsterndte von den auf der See“ wiese befindlichen Aepfel- und Zwetschenbäumen versteigert. Bingenheim im August 1870. G oßberzogliches Reatamt Nidda Welcker. f a 5 1 Grummetgras⸗-Versteigerung. 2 Das diesjährige Grummetgras von den Freiherrlich Löw' chen Wiesen kommt zur öffentlichen Ver- eigerung: 85 Größe . der f a 3 Gemarkung.] Wiesen.] Versteigerungstermin. Ort d. Zusammenkunft. n 8 Morgen. 1 Nieder-Mockstadt 20 Montag den 5. d. M., Vormit- bei Herrn Gastwirth Schöhl. tags 40 Uhr, 5 2 Jauernbeim 9 Dienstag den 6. d. M. VBormit⸗* Pöres. tags 8 Uhr, N 3 Nieder ⸗Florstadt 90 An demselben Tage, Nachmittag“,„„ Wagner. 1 Uhr, Nieder⸗Florstadt den 1. September 1870. Freiherrlich Löw'sche Rentei Müller. 1959 Im Besitz mehrerer Strickmaschinen sind wir jetzt im Stande, Bestellungen in Strümpfen moch schneller und billiger als seither in Ausfuͤhrung bringen zu können. Fertige Strümpfe sind in allen Größen vorräthig. Geschwister Schloß. Die Fabrik Künstlicher Mineralwasser von Dr. W. Uloth in Bad⸗ Nauheim 1647 liefert Soda- und Selters wasser, Limonade gazeuse und alle medicinischen Wasser in vorzüglichster Qualität und zu billigsten Preisen. a Zur Fabrikation wird nur natürliche, der Erde entströmende Kohlensäure verwendet. Original-Mähmaschinen 3 Singer Manufacturing Cie. in New Tork. 1 1 Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen 1. 77. 1 2 Nr. 2 Masclinen für Schneider H. 115. Nr. 2„ mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 122. 1635 Un vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs⸗Certifical beigegeben, welches in New, Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. a Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und koͤunen solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger. General-Agent der Singer Manufacturing Ciel, Zeil 37, Frankfurt a. M. E dei c tagchla dung. 2046 Nachdem über das 19 überschuldete Vermögen des Jsgak ßröhlich von Butzbach der sormelle Con- curs erkannt worden ist, wird zur Anmeldung von An⸗ sprüchen jeder Art und Beschlußfassung über die weltere Behandlung der Sache Termin auf Freitag den 23. September l. 3, Vormittags, unter dem Anfügen anberaumt, daß die ausbleibenden oder durch nicht gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger von der Masse ausgeschlossen und als den Beschlüssen der Mehrzahl der erschlenenen Gläubiger auch im Falle eines Arrangements zustimmend angesehen werden sollen. Butz bach den 10. Augud 1870. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer, Königer, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor Bekanntmachung. 2106 Es wird bierdurch zur öffentlichen Kenntiniß ge⸗ bracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Ober-Mörlen mit den dazu gehörtgen Parzellen⸗ karten auf dem Ortsgerichtsbüreau zu Ober⸗Mörlen zur Einsicht offen gelegt worden ist. Die Betheiligten find befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Ortsgerichts⸗ Vorfteher der Gemeinde Ober-Mörlen Grundbuchs ⸗ Auszüge(Geschosst) zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteten auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. 0 Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksfichtlich des Besitzstandes und der Größenangabe für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frisft von sechs Monaten ihre Anftände entweder auf gütlichem Wege bei dem Ortsgerichts-Vorstehen der Gemeinde, vor welchen fie ibre etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen und, insoferne dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzsireitigkeiten zufländigen Gerichte geltend zu machen. If dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen der⸗ selben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbsi eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angeflellt hatten. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Befitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Ortsgerichts Vorsteher zu Protocoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichen Falls dei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäß⸗ belt des Art. 30 des Gesetzes dom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigentbums betr. beigefügten Etrwerbtitel berichtigt zu seden wünschen, aufgefordert, die nöthigen Anträge dinnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu flellen, und, wenn dieses ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerfstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 28. Februar 1871 zu Ende. Bad⸗Nauheim am 27. August 1870. Groß berzogliches Landgericht Bad-Nauheim Ulrich, Schnitispahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Aufforderung. 2105 Die Gläubiger des verstorbenen Metzgers Heinrich Gröntiuger von Friedberg und seiner überlebenden Wittwe, welche Namens übrer minderjährigen Kinder die Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten hat, werden aufgefordert, ihre Forderungen und sonfligen Ansprüche, insoweit dieses noch nicht geschehen, binnen Frist von 4 Wochen dabler spezificirt anzumelden, als sie sonst bei der Nachlaßcegulirung außer Berück⸗ sichtigung bleiben. Friedberg den 25. August 1870. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assesser. Aufforderung. 2104 Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaff der Joseph Dickenberger Ebeltute von Ilbenstadt find binnen Frist von 14 Tagen so gewiß dahier anzumelden, als sonst sie bei der Regultrung des Nachlasses nicht berückfichtigt werden. Friedberg den 27. August 1870. Großberzogliches Landgericht Frledderg 0 Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Grummetgras— Versteigerung. 2110 Dienstag den 6. d. M., Vormittags 9 Ubr, sollen ca, 40 Morgen der Gemeinde Nieder⸗-Mörlen zussehendes Grummelgrag an Ort und Stelle meist⸗ bietend versteigert werden Die Zusammenkunft ist an der Naubesmer Grenze. Nieder⸗Mörlen den 1. September 1870. Großherzogliche dene Nieder⸗Mörlen ö deo. ——— ͤ——o— ——— A fl. 1. 48 kr., n Eine Karte von Frankreich Die Reymann'sce Specialkarte Friedberg und Nauheim. Kriegskarten mit Extraplan von Paris fl. 1 12, die als ganz vorzüglich empfohlen werden kannz 9 2 1 r* in einzelnen Blatt à 36 fr., sowie die große Karte des Kriegsschauplatzes zu fl. 9. Bindernagel& Schimpff. 2 ii r 2095 12 2 8 Lazarethe. Militärbemden, ordonanzmäßig angefertigt, das Stück fl. 1. 15 kr. Graue Militärkolter, das Stück fl. 3. 15 kr. W. Fuhrländer Nachfolger, Vilbeler Straße 23 in Frankfurt a. M. Bekanntmachung. 2124 Dienstag den 6. September 1870, Nachmittags 2 Uhr, werden in den städtischen Obstanlagen ver⸗ schiedene Sorten Frühbirnen und Aepfel meiflbietend, verseigert. Der Anfang ist am neuen Thor. Friedberg den 2. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Arbeits ⸗Versteigerung. 2103 Mittwoch den 7. September, Vormittags 8 Ubr, werden auf dem Rathhaus zu Ockstadt, die zur Ex⸗ dauung eines Kanals über den Hauptgraben beim Ort vorkommenden Arbeiten an die Wenigstnehmenden ver-]? fneigert: fl. kr 1) Maurerarbeit, It. Koßenüberschlag 34 45 2) Brechen, Fahren und Aufsetzen der erforder⸗ lichen Mauerfieine 22— 8 3) Lieferung und Messen des Mauersandes 8 6 4) Lieserung von 1400 Stück Russensteinen 18 12 5) Lieferung von 4½ Bütten Kalk 7 30 Friedberg den 1. September 1870. Der Bezirks Bauaufseher Schneider Grummefgras⸗Versteigerung. 2121 Dienstag den 6. Sepiember d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll das der biefigen Gemeinde ge⸗ börige Grummetgras von circa 150 Morgen auf dem Rathhause dahler versteigert werden. Staden den 1. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterel Staden Da uch. Bekanntmachung 2122 Dienstag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, sell das der Gemeinde Nieder ⸗Florstadt gebörende Grummetgras, circa 140 Morgen, meiftbietend ver⸗ steigert werden. Nieder⸗Florstadt am 1. Sepiember 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Florstadt Wagner. Augenkranken ist das weltberühmte, wirklich ächte Dr. White's Augenwasser von Traugott Ehrhardt in Großbreitenbach in Thüringen à Flacon 10 Sgr. bestens zu empfehlen. Man verlange aber nut fiets nach Dr. White's Augenwasser von Traugott Ehrhardt, denn nur dieses ist das wirklich ächte. Dasselbe ist mit Allerhöchst fürffl. Concession beliehen und hat sich seiner unübertrefflichen Heilkraft wegen sett 1822 großen Weltruhm erworben, welches Tausende von Aitesten bescheinigen. Aufträge bierauf übernimmt Herr Jos. Hoffmann in Friedberg. 2109 Anerkennung und Wiederbestellung find die untrüglichsten Beweise für die Güte eines Fabrikats. Ew. Wohlgeboren ersuche ich ganz ergebenst mir um⸗ gehend noch(hier felgt Auftrag) Ihres vorzüglichen ächten Dr. Whites Augenwassers von Traugoit Ehr⸗ bardt, welches meine kranken Augen vollständig wieder hergestellt, zu übersenden. Dlese vortreffliche Essenz für einen Freund, welcher auch an schliwmen Augen leidet. Blotto, Kreis Culm in Westpreußen, den 24. November 1869. A. Stange, Tischler. Ferner: Bewogen durch den guten Erfolg, Ihres vortreff⸗ lichen, ächten Dr. White'schen Augenwassers von Traugott Ehrhardt, erlaube ich mir Ste wledetholt um gefällige Zusendung(hier folgt Auftrag) ergebenß zu ersuchen. Schlüchtern, den 3. November 1869. Fr. Hopf, Lebrer. Bad Nauheim. Möbel-& Spiegellager, Sommer ⸗Jalousien empfiehlt zu Fabrikpreisen H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. 1468 2 Verkäufe u. Derpachtungen von Gütern, Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern ꝛc. Licitationen, Gesuche und Offerten Jjeder Art, Familien-Nachrichten, Engagements ꝛc. betreffende Ankündigungen werden ohne Pro⸗ vision oder Porto- Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und cract befördert durch Rudolf Mosse, Annoncen⸗Expedition, 45 Zeil, ranhfurt a. M., Zeil 45, 2 gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis⸗Courant u. Anschläge gratis u. franco. NB. Meine Provision beziehe ich als officieller 1 Agent von den betreffenden Zeitungen. 5 Alleinige Inseralen-Pacht: „Fliegende Blätter,“„Kladderadatsch,“ „Nigaro.“ ? Kriegs-Nummern des Omnibus. — a Illustrationen iu: No. 38. Transport gefangener Franzosen auf der Verbin- dungst ahn um herlin. Episode beim Transport französischer Gefangenen in Berlin. Der kaiserliche Prinz und General Frossard. Ludwig II., König von Bayern. 0 Preis pro Nummer 3½ kr., Viertel- jabrlich 46 kr. 7*— — 1 Versteigerungs⸗ Anzeige. 2116 Auf Anstehen der Erben werden am Mittwoch den 7. September, von Morgens 9 Uhr an, die zum Rücklasse des verstordenen Freiherrlich v. Francken⸗ flein'schen Rentbeamten Tro sch in Ockstadt gehörigen Gegenstände, bestehend in: Möbern, Spiegeln, Uhren, Weißzeug, Porzellan, Glas, irdenem und steigernem Geschirr, Blechwaaren, Fässern, Büften, Gartengeräthen, Brennholz, ver⸗ schiedenen Flaschen und guten Weinen 2 gegen Baarzahlung öffentlich versteigert und Kouf⸗ liebbaber hiezu eingeladen. Ockstadt den 1. September 1870. Schwarz, Großh. Hoftaxator. N 7,8131870 57 Deutsche Kriegs-& Paterlandalieder. Den deutschen Heeren gewidmet. Zum Besten der Sanitätsvereine. Preis 6 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Frledberg und Nauheim. Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschledenen Preisen bei 0 vorschus⸗ und Crtdil⸗Vetein zu griedberg (Eingetragene Genossenschaft.) * A d-Nibnebet fl... Kasse⸗Bestand pro 1. August 1870 fl. 6848. 1 Wechsel f„ 11668. 40 Depositen 171 N 5 345. 5 Inkasso⸗Wechsel„. 5 ö Conto⸗Corrente„ Spar⸗Einlagen n Darlehen„ 1100.— Liquidation 4 2.— Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 94. 8 Wechsel⸗Zinsen 204. 58 Depositen-Zinsen Agio⸗Gewinn . 48 — — — 5 D f Ausgabe. Effecten, Actien der deulschen Ge⸗ nossenschaftsbank in Berlin, II. Rate fl 525.— Wechsel„ 13519.— Depositen 5 334.— Inkasso⸗Wechsel 5 491. 44 Conto⸗Corrente„ 2065. Spar⸗Einlagen„ 121 Darlehen„ 3000.— Mobilien und Utensilien 5 6.— Spar⸗Einlage⸗Zinsen 2— 46 Wechsel⸗Spesen 5 16. 55 Unkosten 5 36. 28 Kasse⸗Bestand pro 1. Sept. 1870„ 6129. 9 fl. 27356. 15 Eingang. Ausgang. fl. 1827. 25 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 2528. 10 417. 24 Wechsel zum Incasso„ 544. 32 Der Vorstand f Hecht. Ermus. Weis. N 2111 ngs⸗ orräthig in à 30 kr. nur beker C. Görtz. e Wissenschaftlich empfohlen gegen Magen⸗ atarrhe, Säurebildung, Aufftoßen, Berdaun schwäche, Atbemnoth und Harngri plombirten Schachteln mit Gebr. allein ächt in Friedberg bel Pofapot 341 1 k Die Administration der Felsenquellen. Schulschreibhefte, 1745 mit 14 Blätter gut liniirtem Papter, in verschie⸗ denfarbigen Decken per Dutzend 2⁴ kr., bet 5„den Apotheken gegenüber. ou Schwarze seidene Halstücher, 381 sowie farbige Umknüpftücher und Foulards bel K. Friedrich, neben der Post in Frledberg. Dr. Müller, Kandsurt a. 45, Großer Hirschgraben Nr. 5, 0 1809 behandelt spectell Unterleibskranke und dle Krankheiten der Frauen. Sprechstunden: Vormittags von 10 bis 1 Ubr. Jurchsichtige Glycerinseife! anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empftehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10 12. 18 kr. Wilb. Fertjch Arippen, Tröge& Gossensteine 1821 aus s.. Lungstein(Dolerit) empfieblt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad- Nauheim. Auch nimmt dieselbe Bestellungen auf Brunnen⸗ tröge, Keltersteine, Treppentrttte ꝛc. aus genannter Steinsorte entgegen. Für Elementarlehrer. 2096 Ein unverheiratheter Schulamtscandidat oder auch eln tüchtiger Aspirant wird zu sofortiger Ver⸗ wendung in der ersten Elementarklasse eines größeren Inftituts gesucht. Zeugnisse in Abschrift und Gesuche frankirt unter Chiffre S. 600 an die Annoncen⸗ Expedition K. Friedrich neben der Post in Friedberg. von D. Frenz in Mainz zu richten. Belt! Ihne von Inner das 6 N darf der be amt g. . dasselt laubni, füt nö äh Obst Eigen Wird Term schütz Oetre