U 11 — Fihent 11bt. 14 t Dienstag den 1. November. N 129. 1870. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Zetreffend: Kriegsfuhren, bier die Aufnahme von Kapitalien für die Kreiskasse des Krgises Friedberg. Friedberg den 27. Oktober 1870. a Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die sämmtlichen Kirchenvorstände und die Vorstände der milden Stiftungsfonds. Indem wir Sie auf unsere heutige Bekanntmachung obigen Betreffs aufmerksam machen, fordern wir Sie auf, sich angelegentlich garum zu bemühen, daß Kapitalien in dem erforderlichen Maße als Darlehn baldigst angemeldet werden. Insbesondere wollen Sie, im Falle entsprechende Baarmittel in den Ihrer Verwaltung unterstehenden Fonds vorräthig sind, die Großherzoglichen Bürgermeistereien mit den Gemeinderäthen in Erwägung ziehen, ob nicht diese günstige Gelegen— heit zur sicheren Kapitalanlage benutzt werden soll und bejahenden Falls sofort Vorlage machen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden angewiesen uns über alle bei denselben angemeldeten Kapitalien sofort berichtliche Anzeige zu erstatten. Trapp. betreffend: Die Voranschläge der isr. Religionsgemeinden des Kreises Friedberg für 1871. Das Großherzogliche Friedberg am 28. October 1870. Kreisamt Friedberg in die Vorstände der isr. Religionsgemeinden Assenheim, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Gambach, Griedel, Nieder⸗Weisel, Nieder- Wöllstadt, Staden, Steinfurth, Wölfersheim. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben in Nr. 70 des Oberhessischen Anzeigers sehen wir bis zum 10. k. M. der Einsendung der rubrizirten Voranschläge bei 1 Rthlr. Strafe entgegen. Trapp. Setreffend: Die Voranschläge der Gemeinden für 1871, insbesondere Rubr. 161 derselben, Beiträge zur Kretskasse. Friedberg am 29. October 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Vorstand der Gemarkung Straßheim. Binnen Kurzem wird Ihnen der von jeder Gemeinde und selbstständigen Gemarkung zu leistende Beitrag zu den Bedürfnissen er Kreiskasse pro 1871 genau bekannt gegeben werden. Da aber bis zur Feststellung der Repartition noch einige Zeit vergehen kann ind in den Gemeindevoranschlägen pro 1871, welche theilweise bereits vorgelegt, theils noch in der Aufstellung begriffen sind, die entsprechenden Summen vorzusehen sind, benachrichtigen wir Sie, daß für 1871 jede Gemeinde und selbstständige Gemarkung etwa der vierfache Betrag tes in 1870 geleisteten, Ihnen bekannten, Beitrags treffen wird. Sie werden daher unter Rubr. 161 die nͤßhige Summe vorsehen. n r ma ch unn g. detreffend: Kriegsfuhren, hier die Aufnahme von Kapitalien für die Krriskasse des Kreises Friedberg. In seiner heutigen Sitzung hat der Bezirksrath diesseitigen Ereises beschlossen, daß die für die bei den Kriegsfuhren entstandenen Entwerthungen und Verluste und für die geleisteten Fuhrdienste zu ewährenden Vergütungen aus der Kreiskasse vorgelegt und, soweit Ersatz durch den Staat nicht erfolgt, definitiv von dem Kreis über— tommen werden sollen. Die zu diesem Zwecke erforderlichen Mittel sind durch Kapital— tufnahme zu beschaffen und sind wir dierzu bis zum Betrage von 44,000 fl. ermächtigt worden. Indem wir daher Gemeinden-, Kirchen- und milde Stiftungs- sonds, Corvorationen und Private auffordern Kapitalien in be⸗ liebigem Betrage als Darlehen an die Kreiskasse bei uns bald⸗ möglichst anzumelden, bemerken wir, daß der Zinsfuß auf 5 0% stgesetzt ist und die weiteren Bedingungen bei uns zu erfahren sind. Die Anlehen erfolgen durch den Kreisverband unter Garantie! sämmtlicher Gemeinden und der selbstständigen Gemarkungen des Kreises und ist sonach hinlängliche Sicherheit geboten. Es erscheint im Interesse der Gemeinden und Kreisangehörigen wünschenswerth, daß der ganze Bedarf durch einfache Darlehen gegen von uns und die Bevollmächtigten des Bezirksraths im Namen des Kreises zu vollziehende Schuldscheine beschafft werden kann, da hier⸗— durch die bei den jetzigen Zeitverhältnissen nicht ohne Verluste zu bewerkstelligende Ausgabe von Partialobligationen vermieden wird. Angebote konnen auch bei den Großherzoglichen Buͤrgermeiste— reien des Kreises angemeldet werden, welche dieselben unverweilt zu unserer Kenntniß bringen werden. Friedberg den 27. Oktober 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. Kriegsnachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. garden aufgelöst. Der Feind verlor eine Mitrailleuse, eine Kanone und über hundert constatirt, daß der Feind den Ort mit sehr starken Kräften besetzt hielt. Infolge dessen zelegramm an J. M. die Königin Aug usta in Homburg. Versailles, 29. Okt. Das große treigniß, daß nun die beiden feindlichen Jrmeen, welche im Juli uns gegenüber traten, . Gefangenschaft sich befinden, veranlaßte nich, die beiden Commandirenden unserer Armeen Fritz und Friedrich Karl gestern i Feldmarschällen zu ernennen. Der este Fall derart in unserem Hause. Wilhelm. Versailles, 27. Okt. Ein würtem⸗ bergisches Streif-Commando hat nach sieg— tüchem Gefechte bei Montereau und Janzis Franctireurs gesprengt und Mobil— Mann an Todten und Verwundeten. 5 Offiziere, 279 Mobilgarden wurden gefangen, außerdem in Montereau 300 Nationalgarden entwaffnet. Diesseitiger Verlust 1 Fähnrich, 9 Mann todt, 1 Stabsoffizier, 1 Lieutenant und 40 Mann verwundet. Se. Maj. der König haben den General Freiherrn v. Moltke in den Grafenstand zu erheben geruht. ö Versailles, 30. Okt. Seitens der Maas-Armee wird gemeldet: Am 28. ver— trieb der Feind die bei Le Bourget öst— lich von St. Denis stehenden diesseitigen Vorposten. Gegen Abend wurde durch Re— cognoscirung der zunächst stehenden Replis griff die zweite Garde-Infanterie-Division am 30. an und warf nach heftigem und glänzendem Gefechte den Gegner aus der inzwischen von ihm befestigten Position. Bis jetzt über 30 Offiziere, 1200 Gefangene in unseren Händen. Diesseitiger Verlust noch nicht festgestellt, aber nicht unbedeutend. v. Podbielsky. Versailles, 27. Okt. Von den Auf- stellungen des 12. Armeecorps im Osten von St. Denis wurde gestern gemeldet, daß vorgestern Nachmittag Kanonenschüsse vom Montmartre nach der Vorstadt Vilette abgefeuert wurden und mehrere Stunden lang Gewehrfeuer in den Straßen der letzteren beobachtet worden ist. genden Bedingungen statt: Aus Versailles, 26. Okt., ist an die Herzogin in Meiningen folgendes Telegramm gelangt: Chartres war mit 6—7000 Mann und 6 Geschützen besetzt. In Folge Capitulation räumte der Feind die Stadt Nachmittags, Garde 1500 Mann streckten Waffen, wir nahmen Besitz ohne nennenswerthes Gefecht. Abkommen geschah, um Stadt zu schonen und unseren durch letzte Tage sehr ermüdeten Truppen Ruhe zu schaffen. Gez. Georg. Chartres hat sich bekanntlich am 21. Okt., Morgens, den Deutschen ergeben, nachdem die Stadt bedroht worden war, daß man sie, falls sie Widerstand leisten würde, niederbrennen werde. Die Garnison, die aus regulären und irregulären Truppen bestand, hatte übrigens einigen Wider stand geleistet. Die Uebergabe fand unter fol⸗ „Die französischen Truppen zieben binnen zwei Stunden ab; der Stadt wird keine Kriegssteuer in Geld auferlegt; die Requisitionen an Lebensmitteln, welche die deutsche Armee nothwendig hat, werden nur durch Vermittlung der Gemeindebehörde bewerkstelligt.“ Das Privateigenthum und die Personen werden respektirt. Die Nationalgarde gibt die Waffen auf der Mairie ab; die deutsche Armee rückt erst um 4½ Uhr in Chartres ein.“ — Nach einer Mittheilung der„Elberf. Ztg.“ aus dem Lager vor Metz vom 25. Okt. hat in der Nacht vom 24. auf den 25. ein Brief Ba- zaine's an den Prinzen Friedrich Karl die Unter⸗ handlungen wieder aufgenommen, welche zu der am 27. erfolgten Uebergabe geführt haben. Die Truppen hatten Befehl, sich am 25. früh in Ge⸗ fechtsbereitschaft aufzustellen, vermuthlich, weil man den Ausfall erwartete, der über das Schicksal der feindlichen Armee und der Festung entscheiden sollte. In Folge jenes Briefes erhielten die Truppen Gegenbefehl. — Ueber die Vorgeschichte der Capitulation von Metz wird der„K. Z.“ aus Corny vom 26. Okt. Folgendes mitgetheilt: Vorgestern Abend kam ein Brief Bazaine's im Hauptquartier an, mit der Bitte, anderen Tages dem General Chan⸗ garnier eine Audienz zu bewilligen. Prinz Friedrich Karl gewährte diese Audienz und bestimmte, daß der General von zwei Ordonnanz⸗Ofsizieren gestern um eilf Uhr bei den Vorposten abgeholt werden sollte. Diese trafen den General noch nicht dort. Das zwischen unseren Vorposten urd dem Feinde liegende, etwa 2000 Schritt breite Terrain wim; melte von unbewaffneten Franzosen, die sich bis auf 100 Schritt den Unsrigen näherten, um Kartoffeln, Trauben und Pferdefutter zu suchen, eine Scene, die sich alle Morgen wiederholte. Die Franzosen nehmen vor unseren Doppelposten die Mütze ab, zeigen auf den Bauch und machen die Geberde, daß sie großen Hunger haben. Unsere Soldaten winken dann, die Franzosen beginnen mit ihrer Arbeit und kehren zurück, sobald sie einen Sack voll haben. Hierdurch sind die Roth— hosen bereits so dreist geworden, daß wir sie gestern aus einem Orte, den sie besetzt hatten und durchaus nicht räumen wollten, mit Stöcken ver⸗ treiben mußten. Als der General nicht kam, nahmen unsere Ordonnanz Offiziere eine Parla⸗ mentärflagge und gingen, von Hunderten unbe- waffneten Feinden umschwärmt, bis zum franzö⸗ sischen Verhau, wo die Wache sie mit Gewehr bei Fuß empfing. Als sie sagten, daß sie den General erwarteten, zeigte der Wachthabende auf auf einen eben sich beranbewegenden Wagen. Changarnier, ein Greis von circa 80 Jahren, noch ziemlich rüstig, bat, so weit als möglich fahren zu dürfen, da er nicht lange gehen könne. Unsere Offiziere schickten nach ihrem Wagen und ließen denselben so nahe herankommen, daß der General nur über einen kleinen Graben zu klettern brauchte. Changarnier ist Republikaner, lebte seit dem Staatsstreiche im Exil zu Brüssel, stellte sich nach der Schlacht bei Wörth dem Kaiser zur Disposition und befindet sich seit dem 8. August in Metz, wo er Adlatus von Bazaine ist, ohne ein eigenes Commando zu haben. Die Augen wurden ihm verbunden, und hier angekommen, zum Prinzen geführt. Die Conferenz dauerte 1½ Stunde, worauf er wieder bis zum Wagen begleitet wurde. Der General Changarnier war gebrochen, und das Letzte, was er sagte, war: „Wir werden fallen, aber mit Ehren. Ich wünsche Ihnen, meine Herren, daß Sie und kein braver Soldat so etwas erleben mögen.“ Damit brach ein Strom von Thränen aus seinen Augen. Mit verbundenen Augen führte man ihn bis über die Vorposten zurück. Hier, nachdem ihm die Binde abgenommen, sah er die Kartoffelsucher und hielt eine Lobrede auf unsere Soldaten. Schließlich sagte er, daß er wünsche, die am Abend Statt findenden Unterhandlungen möchten zun Resultate führen. Das mit dem Prinzen Karl verabredete Rendezvous fand auf dem Schlosse Frescath Statt. Ein französischer Divistons⸗General und General v. Stiehle fanden sich dort ein. Wir stellten unsere Bedingungen auf Grundlage der Capitulation von Sedan und Straßburg. Der Franzose soll darüber zuerst wüthend gewesen sein, schließlich nahm er die Bedingungen aber doch mit nach Metz. — Von den Ereignissen, welche der Capi— tulation unmittelbar vorausgingen, gibt ein englisches Blatt folgende Mittheilungen: General Coffinidre, der Commandant der Stadt und Festung Metz, machte dem Marschall Bazaine am 21. v. M. die Eröffnung, daß er für die außerhalb der Festung gelagerte Armee keinerlei Mundvorräthe mehr liefern könne, und daß diese sonach selber sehen müsse, wie sie fertig werde. Darauf befahl Bazaine seinen Vor— posten, das Feuer auf die preußischen einzu— stellen, und stillschweigend erlaubte er seinen Mannschaften in Gruppen zu einem bis zwei Dutzend zu desertiren. Diese wurden von den Deutschen als Gefangene acceptirt; größere Massen indeß zurückgewiesen. Am Nachmittag des 24. Okt. brachte ein Spion die verläßliche Nachricht aus der belagerten Stadt, daß während der Nacht ein starker Ausfall in der Richtung auf Gravelotte zu gemacht werden sollte. Da das wiederholte Anerbieten Bazaine's, mit seiner Armee zu capituliren, entschieden abgewiesen worden war, sollte der Ausfall ohne jegliche Hoffnung auf die Rettung eines Theiles der organisirten Truppen, sondern nur zu dem Zwecke unternommen werden, um die Deutschen zu zwingen, sie zu Gefangenen zu machen, damit die Festung selber durch geringere In— anspruchnahme der noch vorhandenen Mund— vorräthe in den Stand gesetzt werde, noch einige Zeit länger auszuhalten. Um 7 Uhr Abends indessen war es dem Marschall Bazaine gelungen, den General Coffinière davon zu überzeugen, daß das unvermeidliche Blutver— gießen für eine bloße Verlängerung des Wider— standes um wenige Wochen ein zu theurer Preis sein würde. Dann wurde ein Parla— mentär zum Prinzen Friedrich Karl mit der Meldung geschickt, daß die Festung zu capi⸗ tuliren gesonnen sei. Dies war der erste Vor⸗ schlag, welcher die Festung und die außerhalb liegende Armee einbegriff. In Folge dessen erhielten die deutschen Truppen, welche sich in aller Stille gegen Gravelotte angehäuft hatten, Ordre, sich in ihre Lager zurückzuziehen. Am 25. nun folgten die oben geschilderten, von General Changarnier eingeleiteten lungen, welche die Capitulation zur Folge hatten. — In Metz machen die Deutschen bei der Uebergabe der Festung eine so große Kriegs— beute, wie sie noch nie erlebt wurde Nach einer Correspondenz aus Saarbrücken berechnet man dieselbe auf 3000 Geschütze und ungeheure Vorräthe an Waffen und Munition. Die Kriegskasse von 40 Millionen soll sich eben⸗ falls dort befinden und fast alle Staarskassen der östlichen Departements Frankreichs sind bei Ausbruch des Krieges in die Festung ge⸗ bracht worden; dieselben sollen über 20 Millionen Francs enthalten, wie die aus den Registern gesammelten Angaben des preußischen Gouver⸗ nements festgestellt haben sollen. — Nach Aussagen von Offizieren, welche in wurde er vom General v. Stiehle empfangen und den letzten Tagen vom Belagerungscorps bei Metz Verhand⸗ Cernirungsarmee von Paris abrücken. Das 7. (westphälische), das 8.(rheinländische) und das 10.(hannover'sche) Armeecorps würden(nach derselben Quelle) der Vogesenarmee zugetheilt, während das 9.(schleswig⸗bolsteinische Armeecorps mit der hessischen Division), das 1.(ostpreußische) Armeecorps und die Division Kummer zunächst zur Beaufsichtigung der Gefangenen bis zu deren gänzlichen Abführung nach Deutschland bei und in Metz stehen bleiben werden. jungfräuliche, das niemals eroberte Metz, mit seinem ungeheuren Kriegsmaterial, seinen Werk— stätten für den Bedarf der französischen Heere— das ist als reife Frucht der blutigen am 14., 16. und 18. August ausgestreuten Saat in unsere Hand gefallen. Der heutige Tag krönt die Krieg⸗ führung, welche mit dem heißen Gefechte am rechten Moselufer begann, die abziehenden fran⸗ zösischen Heere durch die heldenmüthige Tapfer⸗ keit unserer Truppen am Tage von Mars la Tour sesthielt und sie mit dem Siege vom 18. August in die gewaltige Veste bannte, aus der sie die Capitulation heute in unsere Gefangenschaft führt, indem uns als Morgengabe die Festung selbst mit zufällt. Der heutige Tag schmückt die Hundert tausende, welche unter harten Entbehrungen und steten Gefahren wachsam, aus dauernd, gleich tapfer gegen die Einförmigkeit und Anstrengungen des Dienstes, wie gegen die Ausfälle des eingeschlossenen gewaltigen Heeres ausharrten, mit dem Ruhm einer Waffenthat, die fort und fort leben wird in dem Gedächtniß unseres Volkes. Die That sache, daß ein Heer von weit über hunderttausend Mann Monate lang in Metz festgehalten werden konnte, widerspricht allen bisherigen Anschauungen. Eine solche Heeresmacht, sagte man, kann, wenn sie rücksichtslos den Versuch wagt, wenn es nicht darauf ankommt, ob ein Viertel oder die Hälste des Heeres darauf geht, gar nicht festgehalten werden. Und an Versuchen durchzubrechen, hat es wahr⸗ lich nicht gefehlt. Der Ausfall am 31. August und am 1. Sept., die Reihe von Ausfällen im Anfange dieses Monats stellten hohe Anforderun⸗ gen an die stete Kampfbereitschaft und an den Muth unserer Truppen. Alle jene Versuche sind gescheitert, und das Heer vor Metz hat durch seine Standhaftigkeit seinen gerechten Antheil an den Erfolgen, welche inzwischen unsere Truppen vor Paris herbeigeführt haben. Mit der Capitulation von Metz ist nun die Armee des Prinzen Friedrich Karl zum großen Theil für andere Bestimmungen frei geworden. Nichts ist wohl so sehr geeignet, eine Vorstellung von der kolossalen Größe unserer trotzdem etwa sieben Armeecorps vor Metz auf⸗ gehalten wurden, dennoch der Krieg unbeirrt in seinem letzten Ziele fortgesetzt werden konnte. Aus Straßburg schreibt der Oberrabbi⸗ ner Aron in der Zeitschrist„Israelit.“: Leider portion die Leiden der Belagerung materiell und geistig empfunden; eine große Zahl sonst vermög⸗ licher Leute ist an den Bettelstab gebracht. Mehrere Familienhäupter sind umgekommen, besonders viele, vor einigen Wochen erst verheirathete haben Wittwen, und viele Andere noch 3 bis 5 Waisenkinder hinterlassen. Es wohnen im Ganzen in Elsaß und Lothringen 55,000 Israeliten, die auf 4 Consistorien vertheilt sind. des bisherigen Frankreichs. Karlsruhe. b über Gefechte, die für ihn erfolgreich gewesen Angriffe der deutschen Truppen, deren schwere Verluste ꝛc. berichtet oder berichten läßt, ist eitel Erfindung, wie wir aus vollständig competenter Quelle versichern können. Die Truppen des Generals Cambriels wurden überall, wo man sie traf, geworfen; der deutsche Verlust ist verhältnißmäßig gering; den feind⸗ lichen beziffert ja schon hinlänglich der Umstand zurücklamen, wird unmittelbar nach ersolgter Ueber- 1 gabe und Besetzung von Metz das 2.(pommer'sche) und das 3.(brandenburgische) Armeecorps zur — Die„Weser⸗Ztg.“ schreibt: Metz, das Heeresmacht zu geben, als eben der Umstand, daß, haben die Israeliten Straßburgs in hoher Pro- In dieson beiden Pro⸗ vinzen wohnt demnach die Hälfte der Israeliten nach dem 22. v. M., über abgeschlagene voni 1— 1 Hef ber mel J fag net Frwartes westallit Frage d. J Domi fel alte 21 Ludvig Kreuzes die Groß ö kundige gesett ri 4 Euer Gr erster Kl Ignügen, wachrichsf die Pit liche Hol hefehlshe J Hauptgu. Ir treu — 1 Mit Prinzen Was General. Cambriels 23. d. Regime übertraf Comma Miiller ensheill. M. % Meclen die Zeit Großher eihallten erhalten Nach dr keage, Hiege. 2 Pasriot 1 babrät, Fend r. g Ra solgend. don si Privat 5 Fabre, 83 Acta Heere— 14, 16. ann * du Krieg. Gefechte an iedeaden fran mubige Tapftr⸗ b Nere la Tour 4 18. Auguf an der sit die Agenschast führt, tanz selbst mit at dit Hunden ttbchrungen und gleich tapftt krengungen del tingeschlossenn a dem Rule ent leben win ul. Dit Thal v bundtrttcusend der dit halte den tehalit dg bet es pa 4 JI. Aug 1 Ausfüllen u dt Aufemem⸗ und u d 21 Butz. in b bet turch stüut Autheil ag det r Tupem bet r Capitulalion nizta Friedri Setinnungt — iat getigutt, „ Orihe unfert „Untand, daß zer Nit a i unbeirrt dun len. det Dbenold 1* Leidu j tatltl pu, * debe und 1 aultritl. 5 bent rn * Mehlem iel, 100 a Binn von 15„unverwundet“ gefangenen Offizieren. Es war schwerlich die Absicht der Unserigen, unmirrelbar auf Besangon loszugehen. Nach einigen Rasttagen concentrirte sich, wie wir dernehmen, das Gros des Werder'schen Corps in und bei Gray, zwischen Besangon, Döle und Dijon, für zweckdienliche Operationen vortrefflich gelegen. Hessen Darmstadt. Ein Depesche von sier meldet: Privatnachrichten aus Versailles zu solge nehmen die Ministereonferenzen einen über Erwarten raschen Fortgang, so daß, in Folge vesentlicher Concessionen von Seiten Bayerns, die Frage der zukünftigen Gestaltung Deutschlands im Prinzip bereits entschieden sein soll und nur noch Formalitäten zu erledigen sind. Der Kaisertitel oll allgemein angenommen sein. L Der König von Preußen hat dem Prinzen zudwig von Hessen die Verleihung des eisernen Kreuzes erster Klasse in nachstehendem, zugleich die Großherzogliche Diviston ehrenden Schreiben undgegeben:„Ich habe in Anerkennung der fort— lesetzt rühmlichen Leistungen der unter Euer Groß lerzoglichen Hoheit Commando stehenden Truppen Euer Großherzoglichen Hoheit das eiserne Kreuz tester Klasse verliehen und mache Mir das Ver- nügen, Sie hiervon mit dem Hinzufügen zu be⸗ lachrichtigen, daß Ihnen die Decoration durch ies Prinzen Friedrich Carl von Preußen Köntg⸗ che Hoheit, General der Cavallerie und Ober- lefehlshaber der zweiten Armee, zugehen wird. Hauptquartier Versailles den 18. October 1870. Ihr treu ergebener Wilhelm.“ L Unterm 22. d. wurde der charakterisirte Najor à la suite v. Zangen, Adjutant des Prinzen Carl, zum wirklichen Major ernannt, am dem Hauptmann Buff vom 2. Inf. 23. d. 5 Kegiment die Leibcompagnie dieses Regiments ibertragen und am 24. d. dem Hauptmann und Commandtur der Ersatzabtheilung des Großh. Atillerie-Corps, Herpel, der Charakter als Major ekheilt. Mecklenburg. Schwerin. Die offfeiösen „Mecklenburgischen Anzeigen“ bezeichnen das durch die Zeitungen laufende Gerücht, demzufolge der Großherzog Elsaß und Lothringen für Mecklenburg echalten solle, als eine absurde Erfindung. Bremen, 28. October. Dem Senate ging dus Belgien die telegraphische Meldung zu, daß blute 12 französische Schiffe mit je 800 Mann kmannung in der Richtung nach Norden aus Dünkirchen abgesegelt sind. Oesterreich. Wien. Die„Correspondenz Varrens“ schreibt: Die Bemühungen der Neutralen tihalten durch den Fall von Metz einen vermehrten Jachdruck. Paris befindet sich fast in derselben kige, wie Richmond im amerikanischen Bürger— Mege. Derjenige ist jetzt in Frankreich ein wahrer Jatriot, der von den großen nationalen Opfern ehräth, die Frankreich zehn Mal mehr als der deind schädigen. Frankreich. Lille. Ein Briefballon der fegierung, der in Paris aufgestiegen ist, brinat selgende Meldung: Thiers traf dort ein, begleitet zum seinem Privatsecretär und dem Rothschild'schen Privatcourier Lippmann, und confserirte sofort mit Fupre, Trochu, Arago und Ferry. Belgien. Brüssel, 29. Oct. In den bfficiellen Kreisen von Tours, wohin bereits gestern der Telegraph die Uebergabe von Metz brachte, i diese Nachricht rein unglaublich erschienen. depeschen, die gestern(am 28.) bei der Brüsseler HGesandischaft eintrafen, fragten an, ob die Nach— iht wirklich begründet sei. Selbstverständlich vorde ihnen dieselbe bestätigt. Die Auftegung ler diese schmachvolle Capitulation in den hiesigen Finzösischen Kreisen ist unbeschreiblich. 5 Italien. Florenz. Der König hat für i römischen Provinzen Dekrete, die Preßgesetze haltend, erlassen. Nach denselben ist die Person des Papstes der des Königs gleichgestellt, soweit as sich um die Aussorderung zu einem Attentat, V griffe gegen die persönliche Unverletzlichkeit und 4— Beleidigungen handelt. Ein anderes kret verfügt, daß Schriften, welche speziell vom Papste in Druck gegeben werden, den bestehenden polizeilichen Vorschriften nicht unterliegen. Amerika. Washington. Der vorläufige Auszug des herauskommenden jährlichen Berichtes des Schatzamtes weist während des Finanzjahres, welches mit dem 30. Junf endigt, Folgendes nach: Das Departement zahlte auf Rechnung der Staats- schulden 136 Millionen Dollars; die Einnahmen der internen Einkünfte nahmen gegen das vorige Jahr um 27 Millionen zu. Die Zunahme der Gesammteinnahme betrug 80 Millionen, die Zu⸗ nahme der Ausgaben 111 Millionen Dollars. Frankfurt. Am 28. d. kamen wieder 10 nach Frankreich bestimmte Locomotiven hier an. Davon sind 6 von Stroußberg gebaute Locomotiven nach Longwy, 4 von der Aklien⸗Gesellschaft in Berlin gefertigte für Rheims besiimmt. Dieselben gingen heute weiter.— Der Durch— marsch der Reservearmee geht unaufhaltsam fort, und werden Karl gezogen, und den ernssen bärtigen Wehr⸗ mĩnnern der Kummer's Division bleibt es vorbehalten, Bazaine's Garden bei Woippy am 7. Oktober die letzte Lection zu geben. Wo wurde je eine Festung, die eine Armee von 150,000 Mann in sich schloß, so lange be⸗ lagert, ohne daß der Belagerte, trotz seinet enormen Mittel zu einer offenffven Vertheidigung, auch nur einen vorübergehenden Erfolg errang? Schwer war der Dienst der Belagerer. Wäh⸗ rend ihre Waffenbrüder weiter nach Frankreich hineinzogen und sie der rasche Wechsel der Ereig⸗ nisse die Mühen des Krieges leichter ertragen ließ, wurde der Belagerer Zähigkeit und Aus⸗ dauer auf harte Probe gestellt. Anstrengend war der Vorpostendienst bei einem so gefährlichen Gegner; die Luft war durch die Gräber der die aus Frankreich kommenden französischen Militärzüge Gefallenen verpestet; anhaltende Regengüsse 17 erstaunen über die gewaltigen deutschen Militärzüge, welche ihnen begegnen. Noch wenige Wochen und eine neue höhten die Beschwerden des Bivouacs und gefähr⸗ Armee jugendlich krästiger Soldaten von dem größten Muth und der höchsten Begeisterung beseelt, steht wieder zum Kampfe bereit da. Mainz. Bedeutendes Aufsehen macht folgender Vor- fall. Ein in Diensten des Fuhrwerkunternehmer Kessel mit seinem, augenscheinlich durch Säbelhiebe am Oberdeck stark beschädigien, Fuhrwerk und mehrfachen Knochenbruch eines Beines hier ein. Kindern) wurde dasselbe heute Vormittag im Hospital amputirt und wird für das Leben desselben gefürchtet. Nach dem sofort vorgenommenen polizeilichen Verhöre sagte derselbe aus, daß er zwischen Zahlbach und Bretzen⸗ heim von drei Männern, anscheinend preußischen Soldaten, mit der Frage nach Geld angefallen und vom Bock gerissen worden sei. Im Falle habe er das Bein gebrochen. Die Säbelhiebe sollen von den Verfolgungen der Angreifer, welche dem Fuhrwerk nachgeeilt seien, herrühren, die Letzteren sind bis jetzt noch nicht entdeckt, die Untersuchung der Sache aber sofort eingeleitet.— Aus dem biesigen 18 Lager haben zwei Liniensoldaten den Weg zur Heimath gesucht, wurden aber ergriffen und werden nun nach dem Krsegsgesetz behandelt werden. München. Ein von den deutschen Consuln in Rio de Janeiro gemeinschaftlich erlassener Aufruf an die Deutschen (in Brasilien zur Unterstlitzung der verwundeten deutlschen Krieger und der Hinterbliebenen der Gefallenen hat sofort den Ertrag von 40.000 fl. ergeben. Die Capitulation von Metz. Der„Darmst. Ztg, entnehmen wir den nach— stehenden Artikel über dieses höchst wichtige, in der Geschichte aller Zeiten einzig dahende Ereigniß: Das Hurrah der Sieger an der Mosel hallt wider durch die Reihen des deutschen Heeres an der Maas und Seine, an der Eure und der Loire, von der Saone bis zu dem User des deut— schen Rheins, und neuer Siegesjubel tönt durch alle deutschen Gauen. Metz, die mächtige Festung, ist gefallen, Frankreichs letzte regulaͤre Armee kriegsgefangen! Die Mühsale einer Belagerung, die einzig in der Geschichte, sind zu Ende; der Siegespreis ist errungen, und das Heer der Belagerer bricht frohen Muthes auf zu neuen Kriegsthaten auf feindlichem Boden. Ist auch dieser Krieg nur ein ununterbrochener Siegeszug der deutschen Heere, und bewährte sich bei Spicheren und Weißenburg, bei Wörth, Sedan, Paris und Straßburg, an der Loire bei Orleans und an den Ufern der Meurthe und des Oignon überall derselbe deutsche Mannesmutb, dieselbe sitt— liche Kraft und Intelligenz, so waren doch die Schlachten um Metz die entscheidenden des ganzen Krieges. Am 14. August wird Bazaine vor Metz, auf dem rechten Ufer der Mosel, zum Kampf gezwungen und in seinem Abzug aufgehalten; am 16 August sieht er bei Flavigny und Mars-la-Tour sich von den Deutschen überholt, und am denkwürdigen Tage von Gravelotte wird er nach Metz zurückgedrängt und an die Mauern der Festung festgenagelt. Ein eiserner Gürtel, legt das Heer der Belagerer sich um die Festung, mit jedem Tage die Cernirungs— linie durch Schanzwerke verstärkend. Vergeblich versucht Bazaine am 1. September den Durch- bruch nach Norden, um mit Mae Mahon sich zu vereinen. Vergeblich ist jeder weitere Versuch, den Belagerer zurückzudrängen oder ernstlich zu schädigen. Wo auch Bazaine mit der Wucht seines Heeres sich hinwirst, überall prallt er zurück stehender Droschkenkuischer traf gestern Abend gegen 10 Aer Nichts vermochte die deutsche deten den Gesundheitszustand des Heeres. Ram der Soldat in der Reserve ins Quartier, so fand er ausgesaugte Dörfer mit einer feindlich gesinnten Bevölkerung, und trotzdem theilte er oft beim An blick der Roth mit dem Bauern die eigene Ration. ö MNornezucht zu lockern. Liebesgaben aus der Heimath bereiteten Dem Kutscher(Vater von sieben den Truppen in diesen schweren Tagen manche freundliche Stunde und bezeugten denselben, daß die Nation zu würdigen weiß, was sie aushielten. Endlich ist der Belagerten Widerstand ge⸗ brochen. Noth und Siechthum herrscht in ihren Mauern. Die jungfräuliche Festung erliegt nach ehrenvoller Vertheidigung. Wir haben, wie mit Straßburg, auch hier erobert, was wir zum Schutz unseres Herdes gegen ferneren jähen Ueberfall zu Eigen beauspruchen. Doppelt wichtig ist der Sieg in dem Moment, wo der verblendete Feind, obwohl zu Boden liegend, von dem Kampfe nicht absteht, und wo es gilt, ihm nochmals unsere ganze Stärke zu zeigen; doppelt wichtig in dem Moment, in wel⸗ chem die Stimme der Neutralen den Besiegten zum Frieden gemahnt. Es wird jetzt ein kriegserprobtes Heer von 200,000 Mann verfügbar, das den Partisanen⸗ krieg im mittleren und südlichen Frankreich nieder— zuhalten und zugleich die Belagerungsarmee von Paris ansehnlich zu verstärken im Stande ist. Und so ist der Fall von Metz ein neuer Schritt zum Ende des Krieges und dem allersehnten Frieden. Dank erfüllt uns gegen die Armee und ihre Führer. Eingedenk sind wir auch heute der Opfer, die um Metz gefallen. Und gerade die Hessische Division verlor dort ihrer Besten Viele. Von ihr dürfen wir aber auch rühmen, daß sie der hoben Auszeichnung, womit der Bundesfeldberr ihren hervorragenden Antheil am Tag von Grave— lotte belohnt hat, auch in den Tagen der Be— lagerung sich würdig zeigte. gur die Lazarethe zu Dad-Uauheim sind bei dem hiesigen Hülfsverein noch welter eingegangen: durch Herrn Polizeiraih Gleim, von Gustav fl. kr. Kaminsky, Banquier aus Berlin 20— von Herrn Major Jäger in Friedberg 10 von Frau Landgerichtsactuar Nau in Friedberg 3 30 durch Herrn Bürgermeister Keil in Melbach, Collectengelder 11 durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurt desgl. 42 durch Herrn Bürgermeister Schmid, von dem Vorschuß⸗ und Creditverein zu Reichelsheim 50— von Herrn. Eduard Hirsch in Friedberg 130 Bierpfennige, gesammelt durch Herrn Gaftwirth Philippi in Melbach 8— von Herrn H. Schimpff in Friedberg bei der Nachricht der Capitulation von Metz 5— von der Gemeinde Ossenheim 1.— von Herrn Kirchentaih Goͤrtz und Familie in Nied er-Florstadt 11— An Naturalien: von Frau Abrie 7 Leibbinden, 10 Halstücher, 2 Paar Strümpfe; von Frau Heckler aus Malnz 1000 Cigarren; von Herrn Olto Prem in Mainz ½ Ohm Rothwein; durch Herrn Bürgermeister Keil in Mel⸗ bach 18 Kuchen; von der Gemeinde Ossenheim 3 Pfd. Butter, 7 Maas Milch und Suppengrünes; von Herrn Clavelle 10 Flaschen Rothwein; von Herrn Mafor Stock 150 Stück Cigarren; von Herrn Baron d'Ablaing 12 Flaschen Rhein⸗ wein; von Herrn Ernst Aletter 1 Hemd; von Frau Steuer⸗ nagel Wittwe 2 Paar Strümpfe; von Hrn. Georg Fritzel 5 Paar Strümpfe, 5 Handtücher, 2 Taschenlücher und an dem lebendigen Wall, den Prinz Friedrich Shirungtuch; von Herrn Christoph Pfeffer 1 Hemd 1 Kopfkissenüberzug. ä———— .— — — —— 9 9 1 1 1 1 —— Vorläusige Anzeige. 22 n re 2d fed eee Theatralische Abendunterhaltung zum Besten der Verwundeten staltfinden. Bekanntmachung. Markt in Friedrichsdorf bei Homburg v. d. H. 2568 Es wird hiermit zur öͤssentlichen Kenntniß gebracht, daß der nächste Markt dahier am Mittwoch den 2. November l. J. abgehalten wird. l a Die Mitglieder. 99 Der Bürgermeister 5 Gate S Meine Wohnung e 2578 befindet sich vom J. November an bei Herrn d des al Oeconomen Altmannsperger neben der Post eine dich nach u an ade hoch. eee wie seither Morgens vor 8 5 und Nachmittags von 2—3 Uhr. L. Bezüf Local⸗Veränderung. Br. el e . 5 1 2 1 2555 Mein Lager in Tuch, Buckskin, fertigen Herren: und Knaben⸗ Steinerne Töpfe und Krüge 1255 275 kleidern, früher Hauptwache 1, befindet sich jezt Zeil 32 im römischen 2579 sind in allen Größen wieder vorräthig bei) Geutg Kaiser Georg Groß. um i L 186 402 Fischer 100 Malter gute Kartoffeln r a n d f ur t a N. 2577 verkauft Ernst Philippi 3 in Frledberg. 5 155 FF 5 117 70 — N Ein Gummiübers chung e 5 2551 wurde verloren. Dem Wiederbringer eine Be⸗ dr 145 Regulir⸗Oefen neuester Construction S. alen Sch. 17 — halten wir empfohlen Des alten Schäfer Thomas 10 ö 5 N 2 eine 22. Prophezeinn r die Jahre 0 Philip Louis Marburg& Söhne„zur Reichskrone“ in Tranksurt a. M. 18471 Und 1812. 1* d 5 Preis: 4 kr. N Hofraithe-Versteigerung. 2546 Zum ersten Male nach einer Reibe von Jahren 00 9 2562 Mitlwoch den 2. November d. J., Vormittags Spiel k verkünvel der alle Schäfer Thomas Deuschland me(85 des 11 1 sollen im biesigen Ralbhause die zum Nachlasse pie werte N ue e ae d 1 40 U i ee gehsrenden beiden 2552 von 4 bis 120 Stücke spielend, worunter f 8 Wamben 5 15 J. w. zu leiden bab 1 Flur. Nr. Klftr. e mit. Glockenspiel, Trommel? und Bei den vielen Nachahmungen des Schäfer Thomas 142 1 2. 477. 18. Hofralthe in der Stadt, 1 e mit Mandoline, I ditten wir auf den Verlagsort Hamburg und Altona 792 36 2. 474. 7.8. desgl. daselbst mit Expresfion, u. s. w. Ferner: zu sehen. a e 1 4 449 e eee ee Spieldosen 2 m entsprechenden 5 8 1166 5ʃ¼ —„ alsbald die Genehmigung 0. 75 16 e Saeed solche 1 715* 5 5 aires, Cigarrenftänder, weizerhäuschen, Photo⸗ 5 f l . ucces Oriegerict iedb graphie Albums, Schreibzeuge Pemschglesen, Todes Anzeige und 9 anhsagung. 1 55 zog 3. g Friedberg Brlesbeschwerer, Globus, Ctgarrenetuis, Tabaks- 2580 Am 28. October, Abends 8 Uhr, stard 10 25 11 f f 8 15 Zündbolzdosen, Puppen, Arbeitstischchen, 5 wache e Kranksein unser lieber 1386 78 u or derun g. Flaschen, Portemonnates, Papiermesser, Stöcke, atte un ater 1 Stüble,— alles 13 irschloß⸗ ö ut 2550 Eigenthums⸗ oder sonstige Ansprüche an die im.— N e uupieh 1 5 in anne r. 9 7 9925 e un Oberhessischen Anzeiger Nr. 120, Ins. 2430, speeiell ver. J. H. Heller in Bern(Schweiz) Indem wir biermil Verwandten, Freunden zeichneten Parcellen dezüglich deren das Eigentbhum und 5 5 1 80. und Bekannten von unserem schmerzlichen Verlust 2850 5 die Zahlung der Kausschillinge urkundlich nicht oder Nur wer direct bezieht, erhält Heller' sche Nachricht geben, sagen wir zugleich Allen, welche 1 8 Woche pong ene Lie b sind binnen Werke. uns und bem Habnngeschtedenen so große Theil⸗ Am ochen vom ersten Erschelnen dieser Aufforderung ge. nahme erwiesen haben und ihn zur letzten Rube⸗ e* 1 e 5 Verloosung. ftätte geleiteten, unsern tlefgefühlten 8 b 15 1 a en Erwerbtitel im rubricirten Da 1 0 0 e 1 n t ae rundbuche verfügt werden wird. gemein gute Aufnahme fand, so habe auch für „ den 12. Juli 1870. 1 1 wieder F jeder 14.99 roßherzogliches Landgericht Frledber aufer erhält je nach dem Betrage ein oder 2 1 Reitz, ee ieee 5 mehrere Prämlenscheine. Ebenso findet auf Brodpreise vom 1.— 18. November. 16 1 Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. 5 eine n Nach eigener Angabe der Bäcker.. 15 1 5 5 bosung statt, das Loos zu aler, zwölf 6 g i 2 0 Eicheln ⸗Versteigerung. Loge Thaler, Ziehung 15 0 Abril. Für Frien e 5 2549 Nächsten Mittwoch d 2. 7 rospecte werden mit den Preiscouranten 8 65 nge 57 dae f Wen Aich Jedermann franco zugesandt. Fleisch ꝛc Preise vom 1 15. Nov. bel circa 70 Malter Eicheln öffentlich an den Meifibietend e N ee gegen S verstetgert. 4 ee Nach eigener Angabe der Metzger. fc: 6 Bad⸗ Nauheim am 28. October 1870. 5 ür Friedberg und Butzbach: Großherzogliche i Bad⸗Nauheim Emser Pastillen, 1 15 n ve 18 nd 28. 5 13 5 1 2489 aus den Salzen der König⸗Wilhelms⸗Felsen⸗ f 11 i 5 7 quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen Mit arnuhm für Friedberg e 12 kr. 9 a and— Le 5 0 inen beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung, Für Bad Nauheim: 1 1 .. H e e 3 0 1 1 in Friedberg bei Hof⸗Apotheker E. Görtz.„ ungem. 5 Bratwurst 28 12 1 ee 1 7 el 1 15 Die Administration der Felsenquellen. Saen 12„ Schwartenmagen 28„ 1878 fahren wird die Dresch⸗Maschine auf den Göpel estellt. 2575 Ein in allen haͤus⸗ 2 t Keil und Carre—„ Cervelatwurst—. Die von mir gelieferten Maschinen find vorzü lh ut lichen Arbeiten erfahrenes Mädchen 1 55 Kalbfleisch 16„ Fleischwurst 88 8 5 glich g b S Keil und Carre— Geräucherter Speck 32 148 g gearbeitet, haben leichtesten Gang und liefern vollkom⸗ Näheres bei der Exped, d. Bi. Ri 41 Di 5 40 0 menen Reirdiusch. eh 4. e 30 c 8 5 N 0 2 5 1 en 1 1 . r Gacen* Maschinen auf Probe und K irchenbuchsauszüg e. Sqhaassleisch—.(Solperfleisch 7 10 din A. Buch in 5 Evangelische Gemeinde. Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. Bu ungen. 8 Ausnahmspreise: Bei H, Löb Nieren sett 20 N 510 B 4 0 d 23. t Reinhard Wilhelm Gros, hies. Bürger, 310 D. Fritz 1 15 kr.— Bei W. Krauch 110 gegenwärtig Matertal⸗Verwalter in Bamberg, Sohn malz, unausgel. 28 kr. 10 H 7 des Bürgers und Metzgermelsters Georg Wilhelm Gros 8 5 2 2 rg 0 2581 2. Sorle zu 15 fr. Perlauft e e Kirchliche Anzeigen für Friedberg. i G. Witzel, Bäckermeister Getaufte: i Evangelische Gemtinde. 10 U 2 in Bad Nauheim. 23. October. Dem Lehrer an der Großherzoglichen“ Mittwoch den 2. November, Nachmittags 3 Uhr, Gauß 5 Taubstummen⸗Anstalt Johannes Schneider eine Tochter in der Burgkirche: Zu vermiethen Saule debe e ee 11 940 ee Betfiunde mit Ansprache von Herrn Diakonus Meper. 1 l 5 i i N i 35 f;. W 725 9 6 0 Großherzog⸗— Ale. 88. freundlich möblirtes Zimmer. lichen Jägerbataillon Matthias Hammer eine Tochter Verantw. Red.: Hermann Schimpf. 5„ Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpfen 181 Magdalena Katharina, geb. den 2. October. f(Hierzu eine Beila ge.) 11* N elde. berhessischer Anzeiger „ Geilage. g 4 M 129. derhaltung———— 5— en. Aubke, Oeffentliche Aufforderung. n 283 Nach Errichtung von Grundbüchern mit Parzellenvermessung für die Gemarkungen Ober- und Nieder-Florstadt haben die Grundbesitzer von dem ihnen nach Art:. 30 ung dis Gesetzes vom 21. Februar 1852 betreffend die Erwerbung des Grundeigenthums c. zustehenden Rechte Gebrauch gemacht und dem Gerichte ihre Erwerbtitel zum Zwecke iber g der Wahrung im ersten Theile des Grundbuchs vorgelegt. u*. dei dern Die nachbenannten Besitzer vermochten hinsichllich der bei jedem Ramen aufgeführten, mit den Kennziffern des neuen Grundbuchs(nach Flur und Nr. wie 1 285) i Na. Jed em und des alten Flurbuchs(nach Pag. und Nr. wie 225/11) bezeichneten Parzellen ihren Erwerbtitel— Ersitzung beziehungeweise unvordenkliche Verjährung— urkundlich gene derg icht nachzuweisen und haben deßhalb Edictalien beantragt, nämlich: g Wagner 4 Bezüglich der in der Gemarkung Ober⸗ 17) Valentin Kratz in Nieder-⸗Florstadt. 25) Franz Schuld von Staden. 8 Florstadt gelegenen Parzellen. 1— l 2„5 1 145 e 1 165 5% 6 285 88/90 6 141 137/%9 6 246 98/136 3; 1166 372/7 1 182 374s/20 1251 202/166 313 83/61 5 Ari nn 1330 218/357 1 348 224/53 1 402 237% 0 6 . 1285 22/11 32395 430% 1409 254/8 1422 239/10 1445 244¼4 20 Pbaunzs Braun ven Szoben, ae de 29 Georg Blech Erben(eingetragen im Güterverzeichnisse 1 467 249/56 1480 249/57 1535 58/796 130 12¼½4 6 168 132/3.44 6 204 129/½6.27 8 Groß. auf Georg Blech II.) von da. 3 7 3½10 4 2 1 5 80 27) August Braun von da. 72 373 /' 510 1 55 N 0 Aurtaftn„% 0 34 20% 6 200 60 1 8% 2% 24 0 b 14 4% 0 40 4%, 46 0 1 2 91 558/99 2124 370%8 2127 36/86 172 13/41 6 173 131/940 6 176 131½8 u Philip) Heinrich Kliehm von da(eingetragen im Güterver⸗ 2 130 369/13 3 54 394/47 3 64 390/60 g. Rn zeichniß auf Heinrich Kliehm I.). 3 148 414/17 3 196 424% 3 244 435/30 28) Philipp Braun von Staden. — 114 373/¼3 1230 378/10 1265 205/43 268. 476/34 4 65 5059/2 4 150 535525 503 577/ 6 164 133s%8 6 171 132/42 1266 205/34 ½ 1 416 2388/1 1569 52/84 206 540/.2.3 4 251 452/15 4278 460/ 6 202 128/½3.24 6 184 126/11 f erschuh f 5 0 2 8 d des dis e,,% 46 270, 20) ron Clauß il. oon l. 8 3 62 3960/56 58 3 186 452/10 3 376 328/7 4 387 280/32 4 445 266/ù7 4 468 270/2829) Ernst lauß„von Nieder⸗Florstabt resp. dessen Erben. erttuzet eint 2 5527 145/½36 5 30 167/80 5 83 17% 5 139 308/12 1401 236/h 5 167 309/11 5 401 325%17 9 Kaspar Reichhold von da(eingetragen im Güterver⸗ 5.432 9001 5 423 516/16 5 204 9242/70 30) August Hirsch von da resp. dessen Erben. eichniß: Kaspar Reichold J.) 5 280 547%2 5 289 549/61 5 295 345%¼1 1 189 375, 85 N Thomas e l 9 306 34/800 5 8ʃ7 340/½19 5 837 387 5 23 191 22925 g 07 3762 g 5 368 327% 5 380 329/13 D 15 2 die Jahre) Philipp Huber von da(eingetragen auf Philipp Huber I.). 5 457 183/56 5 485 1600 5 509 1955 1 115 4 424 287/25 5 119 30/8, 116 20/10 1 59 29/52 1 168 3728[5 561 1838/1 5 570 160/86 5 576 158/29 1232 370% 1271 205/½2 1 280 223% 6 5 262/ 6 24 256 17 6 81 11½1 31) Konrad Wiltheiß von da. — 1301 212 1311 215/½25 1312 216/26 5 108 9 98 6 112 117/14 6 191 9 80 5 5 162/ 1 1365 2286 1 366 229/11 1 403 237/76 209 106/17 6 221 102/160 6 234 89,¾144 17 5 l 4 2% 1443 24½0 1 305 67/07 6 286 88/9 6 280 88/86 6 288 85/4 peinich une ene em en Leung auß un eme g, 527 60/67 1 531 59/83 2 2 570/866 317 8/58 6 322 80,0 3 7„ ladtn bobtt, 3 0 3 147 414/16 g 231 570/88 2 89 558/30 2 103 555/14 a 1 5 „n een Tens 212 553/1 2117 555/11 2144 361½ 18) Kirche(eingetragen? Kirchendaugut, der evangelischen,, 33) Johannes Traudt II. von da resp. dessen Erben. 1 145 4111 3 213 43035 3 308 42215 1204 383— 55 e 293 225/15 5 Miel rue 1 1 145 413/12 13 4 3 3 271. * ede 105 220,0 4 120 22052 4148 5200 1 304 213/1 2 1 3% 214 364% K e 1165 519% 4240 452/13 4 265 455/30 2 150 30% 4 1 7% 50 395/93„ 800 83% n ů 11409 284% 4 465 2695 5 9 163/90[3 118 4079.30 3 171 4282 4 179 517/3635) Heinrich Dauernheim V. von Nieder-Florstadt resp. 65 177½4 5 133 303/15 5 256 542/14 219 297% 4292 430% 4304 442/14 dessen Erben. Danlsagun 3267 544/00 5 523 14/0 6 16 254¼ 5 275. 5 175* 4 75 7 5 130 43/4 K 9 19 255/11 6 41 259/35 6 129 121½ö32.33 1 7 5 117 1 0 3417 ö i 1 r, fan 9 336 7837 8 341 1281 6 369 69711 5 460 182/ 5 469 150/53 5 586 157/21 36) Georg Arheilger Wittwe von da. 1 1er laber f 5 590 155/17 6 84 260/67 6 263 92/1104 44 238% 3 108 40% 1 3 139 412/80 6) Jakob Schmidt II. von da. 6 267 92/107 6 319 81/54 6 324 80/8 5 599 154% 5 193 319s½8j3 221 571/91 3 188 425/10 6 309 84/676 362 67/1 6 375 70/7 37) Karl Wenzel von da(eingetragen auf Karl Wenzel J.). 7) Kaspar Kern von da. 3250 542s¼26 Johannes Senzel(eingetragen im Güterverzeichniß auf Johannes Senzel I.) von do. 1448 2459 1490 252/72 2 161 364½0 9 8 163/¼8 6 247 97/132 9) Maria Scheerer von da. 17, 39% 6 59 107% 10) Johannes Hartmann II. von da. 1157 199% 1368 229/12 1 481 249%00 5 30 25722 11) Bernhard Schiel Wittwe von da. 1581 50/9 12) Gemeinde Ober-Florstadt(eingetragen im Güterver⸗ hichniß: Gemeinde, die bürgerliche, zu Ober- und Unter⸗ Florstadt). 147 10/0 1 66 Pag. und Nr. fehlt 182 4½½ 186 33/ö74.75 1111 6/( 7 1 149 1 145⁵ 1 627.628.629.630.63 1.632 5833/1 1 634.635 581/12 1 635 41/1 1636 1 637 650 4%/öꝛ 2121 von 582/2 2428 41/3.4 3 140a v. 41/4 3 378 7 1.2 v. 5832/1 79.10 von 5833/1 51.2 91 1 651.652 2 204.205 Wege, Bäche, 3382 4 485.486 5 607.608 1 378.379 711 83 92 Gröben. 3 Schulgut, eingetragen im üterverzeichniß: Gemeinde, die 148 30/8 149 117³ bürgerliche, zu Ober- und Unter⸗ Florstadt. 13) Heinrich Karl Senzel von da(eingetragen im Güler⸗ verzeichniß: Heinrich Karl Sensel I.). 1147 245%%8 1 626 43/1 4 427 288/27 9111 291 6 281 89%2 10) Heinrich Peter Dauernheim von Nieder⸗Florstadt(ein⸗ güragen auf Heinrich Dauernheim II. in Ober-Florstabt). 1644 35/½.3½ 15) Heinrich Christoph Stoffel Witwe, Katharina, geb. Gauß(eingetragen. Heinrich Christoph Stoffel I. von Ober⸗Florstad t). 1178 373/13 1 303 236s/1 6 295 87/82 16) Anna Maria Will von da. 1281 224% 5 255 542/30 6 83 11½½3 19) Pfarrei, evangelische(eingetragen: Pfarrei, evangelische, Ober⸗ und Unter⸗Florstadt). 1250 201/15 1 369 229/13 1412 235/11 1140 367% 2 147 362,6 2 157 364/16 3 121 409/36 4 15 464% 4 207 300%16 4 301 443/17 4 383 279/28 6 97 114/57 6 198 12718 20) Wilhelm Kratz von Nieder-Florstadt(eingetragen auf Wilhelm Kratz J.). 1278 223/ 1302 21ʃ2/8 1319 213/(14 1341 220%7 1 373 230/17 1 533 59/81 3 237 431 3 316 486/32 3 351.352 491% 4 2 468/10 4 192 513/19 5 12 164/12 5 139 305/21½¼ 5 153 51½%4 5 228 537% 5 393 324/14 5 568 159/35 5 571 159½%5 6 71 260/40 6 243 97/134 6 349 74/19 6 350 74/19 21) Philipp Alles von Nieder-Florstadt(eingetragen auf Philipp Alles I.). 1215 381/22 1244 2000/9 1245 200/10 1343 220/50 3 3 387/12 3 285 479% 2 59 563/(.53 1385 233/L5 1 386 234/6 4 77 507%2 4 196 512/14 4 226 295 4 282 461/12.14 4 299 444½1 443/19 4335 445% 5 296 344½/0 5 300 344/6 5 301 343/35 5 420 190/41 189/40 5 458 182% 5 560 1382 6 35 258/28 6 220 102/159 6 361 71/1 22) Friedrich Koch III. von da. 2 71 56/1 23) Johannes Götz von da(eingetragen auf Johannes Götz I.). 12 19%/ 1255 220/%0½10 1273 206/36 ½0 1515 62/7 ½0 3 164.165 417/1½10 4 361 275/8¼1 5 275 546/49 ½0 5 462.463 182/1½0 6.180.181 5 585 157ö22½ 6 188 125/10½0 6 100 114/39 ½ 24) Karl Schmidt von Ober-Florstadt resp. dessen Erben (eingetragen auf Karl Schmidt J.). 1 449 245%0¼% 5 7 163%/ 6 280 89/95 6 354 72/9 3 10 386/½¼ 3 158 415/25 ½10 4211 299/18 9 334 337/½½10 126/12 ½1 6 366 68/9 ¼½0 11 287 5 50 170/ö5 38) Friedrich Clauß von da resp. dessen Erben. 1382 323/38 eingetragen auf Friedrich Clauß I. von 6 355 72/8 Nieder⸗Florstadt. ö 4 420 287/21 ¼x0 287/21 eingetragen auf 5341 33/3 5 342 ae of Clauß I. von 6 60 108/85 Nieder-Florstadt. 39) Ludwig Billasch von da. 3 142 413/%13 40) von Löw, Freifrau zu Staden, modo deren Erben. 1 625 43/½ 4 78 507%5 5 25 166/25 1 7 33/71 1180 373/14 1246 201/11 1291 226/17 1 300 212/ 1 338 219%/5 1381 232/27 1392 2526.30 1 427 240%/14 1528 60/%86 2 62 562/50 2 68 561/44 2 120 5553/5 2 136 368/86 2 180 359% 3 63 396/59 3 105 405/19 3 129 410%4 3 155 4145/3 3 197 424½ 3 259 475%½9 4 24 466/12 4 49 502%7 4132 531½¼2 4 199 51½½0 4214 299/11 4360 275%/7 4 368 276/14 4433 289/83 4 459 268/19 4 471 27/4 5 11 164/11 5 55 17/14 5 107 292/7 5 216 315/11 5 244 540/20 5 285 548/57 5 379 329/12 5 565 160/39 6 80 1110/0 6 126 120/29 6 287 88/88 41) Katharina Görg, Witiwe des Johannes Braun von Nieder- Florstadt(eingetragen auf Johannes Braun J.). 1 396 236/%ö 42) Karoline Görg von da. 1398 236/½ 0 43) Konrad Schäfer von da modo dessen Erbe. 1397 236s/½ 44) Marie Elisabethe Pfaff von da. 3 290 480/10. 45) Nikolaus Schaubach von da. 3 193 424½/½ 46) Heinrich Peter Schaubach von da modo dessen Erben. 3 194 424/½ 47) Elisabetha Schaubach, Christian Rack Wittwe von da, 3 195 424% 48) Weifert Stelz von da. 225/13 3 314 485%/ö27 49) Heinrich Hergert von Stammheim. 5 507 575/6 50) Johannes Eckhold von da. 6 142 1377 ½ 6 175 13½7 51) Georg Heppner III. von da. 5 506 575% 52) Jeremias Reichhold II. von da. 6 174 13/7/ 53) von Schenk, Freiherr zu Schweinsberg. 1360 227/4 2 154 363/13 2 177 359/24 3 96 403/7 3 163 4160 4 183 515/30 4200 51ʃ½% 4270 459% 4 288 462/20 4341 207% 4431 289/%1 5 91 174% 5 186 320/36 5 442 185/19 5 443 185% 5 562 16½¼⁰ 42 5 598 154½/ 6 4 2863/6 6 64 108/10 6 195 124½ 6 200 128/21 6 278 90/97 54) Peter Kliehm II. von Ober⸗Florstadt modo dessen Erben. 3 48 3928 1201 370%/½28½¼ 0 1175 373/13½ 1 325 21% 1 473 25% 1571 52/47 2 1 ½¼½ 4 63 308/49 4356 274% 3 472 15½½0 1641 36/¼ 2 70 561/14 3 198 424% 1 2223 6/7½½% 1 24 29/51 55) Margaretha Schmidt, Wittwe des Peter Kliehm II. von Ober⸗Florstadt(eingetragen auf Peter Kliehm II.). 1 192 375%3 170 229/14 1 487 2518 1598 48/26 2 200 3555/1 2 203 355/( 4236 450/1 4 399 282/10 5 542 14½/19 5 329 144/53 5 476 150/64 6 137 123/41 6 332 79%2 1125 23½%½0 5 501 375/10 56) Kaspar Heinrich Baßler von da. 1345 22½½1 1603 47/1 5 226 537½⅝ B. Bezüglich der in der Gemarkung Nieder⸗ Florstadt gelegenen Parzellen. ) Katharina Musch, Georg Arheilger Wittwe in Nieder⸗Florstadt. 1 203 498 51s/́101 10 232 233 132/ö25 1 554 91. 139/½ 2 248 172 183/10 4b 2 350 237 192/150 2 343 240 193/1530 3 338 342 264/ä13 4331 232 337%%333 4408 408 354/16 5 67 67 367/ 5 626 540 507/79 b 5 345 652 522/½%4 5 369 597 527/89 10 388 393 606/½. 20 9 67 27 627% 33a 8 203 319 652/113 8 2 71 750/35 92432 199 790/19 9 290 276 838/88 5312 594 327/59 4 284 310 322/41 5 336 649 522/34 4379 378 3477/8 7 197 286 422/44 5 469 384 57785 8 240 358 645/78 3 40 38 63 918/4 2) Ernst Dauernheim I. von da. 5 290 409/17 3) Georg Karl Hirsch von da modo dessen Erben. 1 238 1328 1352 882/8.9 1 638 15/9 2 109 206/28 3 362 260/8 7376 717/12 9. 507 853/ 17 66 B 12/10 4) Heinrich Dauernheim IV. von Nieder⸗Florstadt. 1422 75/11 5) Philipp Alles von da modo bessen Erben. 5 405 529/ 5 465 5792 5 574 56/1 5 715 499/39 6 1 491/46 6 210 439% 7 120 684%½ 7 380 710% 7 340 719% 7 739 681/28 7 441 673% 8 413 785/ö 9 28 82/8 9 32 813/52 9 55 817/73 9 113 819/81 9 119 820/87 9 458 847/21 10 313 59½ 11 3 610/% 3211 237/24 6 29 484/15 7 140 688/16 9) Katharina Görg, Johannes Braun Wittwe daselbst. 1458 77½⅝3 1459 1½1ʃ 10) Karoline Görg von da. 1458 77% 1459 1½1 11) Heinrich Görg I. daselbst modo dessen Erben. 1112 45%9 1111 45/9 Eingetragen mit ½ auf Heinrich Görg und mit ½ auf Johannes Hachenburger Wittwe. 0 5 339 406/5(eingetragen auf Heinrich Görg.) 12) Heinrich Adam Alt von da. 5 1 128.130 23/5 1 134 80/6 13) Heinrich Musch 1. von da. 7 164 413/ 14) Johannes Götz von da modo dessen Erben. 1 677.678(vormals Gemarkung Ober-Florstadt) 417/33 ½0 2 78 208/36d 9 511 853% 10 218 135/12 3 19 9965/16 2 95 203/14 4 49 302/%2 5 189 39/87 5 468 578/06 5 601 503/57 7 242 698/40 7 451 668/33 9 102 623/ 18 10 35/11 15) Gemeinde der Jaraeliten daselbst. 1 165.164 39/77 1119 99% 16) Heinrich Karl Schaubach von da(eingetragen auf Heinrich Karl Schaubach I.). 5 440 584/116 7 397 679/19 17) Sophie Wiltheiß, Wittwe des August Hirsch von da (eingetragen auf August Hirsch). 5 66 366/ö5 8 420 786/ð8 9 292 837/ 9 541 85½¼16 18) Jakob Groner Erben baselbst. 142/33 19) Konrad Heppner daselbst. 1 372.373 72/147 b 20) Valentin Stork daselbst. 1533 1 98 24/46 1402 97/13 2 85 20/4 2 410 944½3 3 277 275% 7 4 37 304/ 4 402 352/09 5 62 366/ 5 265 538/16 5 266 337/15 6 79 473/( 75 7 41 445% 7 387 683/35 7 479 726/ 7 480 726/10 8 336 777/11 8.08 77% 17 105 B/ 10 32 974½1. 6) Heinrich Lehr I. Wittwe daselbst modo deren Erben. 1 223 61/120 1224 85%64 1226 13/2 2 11t 90/3 2 47 908/½8 2 108 206/29 2 185 172/47 2 246 183/105 2 282 209% 3 99 246/12 4259 317/14 4 369 343/29 4 385 348/5 5 101 373/8 5 173 386/59 5 309 408/13 5 400 530% 5 443 583/112 5 480 576/76 5 710 500/45 5 718 499/½6 6 37 482¼ 6 38 4822/4 6 64 476/00 6 72 475%%82 6 83 472/70 6 146 461/11 17 61 433/14 17 63 434%/7 7 118 428/1 7 179 415% 7 411m 6767/4 7 420 670/4 7 485 727/14 7 514 753/43 8 112 756/69 8 137 7617/92 8 158 662/4.5 8 181 656/130 8 363 769/18 8 388 780/15 9 16 810%/½%6 9 345 827/15 10 375 604/10 11 32 614/21 11 56 619% 18 20 34/3 18 32 39½/10 18 49 37% 10 52 970% 10 200 959/½ 10 214 955/ 10 243 886/4 10 274 891½¼8 7) Maria Margaretha Stoffel, Wittwe des Konrad Clauß I. daselbft. 1390 423/84 1591 14/5 2 176 175ë5 2213 179/35 5 30 352/½ 9 454 851/18 17 160 49/14 - 8) Kirche Florstadt. 1444 67/133 1 650 422/50 1655 42/54 2377 220/ 3 100 246/13 923/15 3 141 92½%êů· 3252 270% 3 344 263/6 4 28 248/9 4 193 330/33 5 19 554/11 5 5 33 363/17 5 50 360/ 3 273 274/23 1237 13½% 132 21) Ludwig Billasch daselbst. 1 430 7/14 1431 7/14 1 504 107/ö17 0 22) Peter Jockel daselbst. 1 579 99% 23) Heinrich Dauernheim II. von da. 5 260 540/26 e 24) Heinrich Christian Schreitz von Echzell. 5 340 406% 25) Philipp Huber von Ober⸗Florstadt. 1517 104½% 2 104 205/23 3 117 923/14 3 132 925% 3 189 322/½ 3 341 263/9 4 278 3205/34 4281 321/37 5 147 38½ö2 5 300 535% 5 350 523/,39.40 6 4 490%/%3 6 59 479/102 6 185 452/10 7 188 47/4 7 267 694/18 7 445 669/40 8 32 743% 8 45 746/18 8 1653 660/15 8 178 657/133 8 220 648/92 8 348 773/7 10 38 973/½2 10 254 888/12 17 16 19 22/15 17 120 19 46/47 1 646 153/78b 2 105 206/27 2 230 394%3 2 306 214%/1 2 307 214/12 2311 2ʃ5/16 2 418 946/31 3116 923/13 3 342 263/8 4 99 293%/6 5 142 380/27 5 205 393/½ 9 223 544/48 5 301 535% 5 672 519è%0db 5 673 520% 0a 5 721 498/34 5 671 520/1 7 65 422/2ʃ 7 66 421/40 7 201 423/ 8 7 382 682/⁰õ31 7 383 682/82 7 459 667/27 7 460 667/26 8 33 744% 8 36 744/7 8 347 7783/8 8 349 773% 8 366 6603/1. 2b 5 26) Gemeinde Nieder-Florstadt(eingetragen auf den Namen der Gemeinde Ober- und Unter⸗Florstadt). 13 2 396% 13 1 1003/8 1 21 137½%% ee 1258 154/1 1325 885%/ 1 326(fehlt die alte Bezeichnung) 1 331 884%/7 1 384.410.415(—) 1 446 10/2 1 1 522 1 523 i 1 524 153/81 1 525 1 525 21(vormals Gemarkung Ober⸗Florstabt) 44/8 41/4 23 24(vormals Gemarkung Ober-Florstadt) 582/1.583/1 2 5 2 10 2 396 225/6 2 430 912/05 2 50 940% 3 121 33 1.2(vormals Gemarkung Ober-Florstadt) 581/12 3a 3(vormals Gemarkung Ober-Florstadt) 5832/1 35 1.2(vormals Gemarkung Ober-Florstadt) 5833/11 4332 5 2380„ i e e 9 194 9 536 979/50 9 539 98/1 9 542 852/21 10 1 98/1 10 2 982/7 10 61 98/4 10 213 954% 10 282 894/44 10 309 154½/% 10 311 59½1 10 405 609/35 11 68 1003/%.10 11 83 1003/6 11111 225/1—5 226/—10 227/11—15 121 1002/ 228—230/17—27 231—232/1—9 14 2.3 1003/6 144 154/ 14 5 146 1003/6 15 1 1003/6 17 54 74 84/2 636 66/55 84/1.2 17 17 109—112/½1—45 114—115/1—7 17 29 17 60 56—62/1—35 17 109 151/1 159/75 17 179 56/%—5 10/1 104/19 105/11 108/́20 18 1 116% 120%5 124% 130/35b 1 505 107/170 33) Philipp Umsonst von da. 1 433 5% 17 159 19 849/13 Schreitz I.). 1 648 153/79 1003 15 2 1003/ 17 27 17 172 96/1 100% 18 53 123/1118 18 54 121/11 122/10 18 61 163/61 165/75 18 62 196/66—70 18 63 183/1—5 184/610 187%%1—25 188/27 30 185/11—15 186/16 20 189/135 190/36—40 191/4145 192/46—50 193/41—45 192 46—50 193/51—55 194/56—60 195/165 18 64 197/ö 1 222/139 18 65 54/% 18 76 1002/4 18 77 148/7 150/18 18 78 14/1 148/ù6 18 82 136/1 139%0 18 83 1002/ 18 84 131/1132 8 140/21 146/55 169/91 172/110 18 85 86/1 85/46 18 108 166/76 168/00 19 3 133/½.4 19 4 133/⁰1 10 308 900/91 1 679 v. O. F. 3 aus 149 41/4 18 109 160/46 162/60 68/1 73/28 1002/ 19 1 1002è 1 19 2 133/ bis 135/1 173/ bis 182ò50 27) Konrad Wiltheiß von Nieder⸗Florstadt. 2 360 190/139 5 278 339/21 28) Georg Wagner von da. 1171 136/¼2½ 1 599 14/0 1 605 146/45 2 220 180/90 17 100 2/10 0 29) Wilhelm Kratz I. von da modo dessen Erben. 4 138 137 5 693 702 9 9 288 274 7 501 497 3, 2 18 96 20 14 1 502 244 1 521 106/13 1 622 149%7 2 94 203/13 2 181 173/54 2 249 184/107 3 236 937% 3 256 270/& 3.117 289% 4137 284/12 4434 338% 5 41 361/10 5 88 370/24 5 316 407/10 5 325 407/9 5 326 407% 5 426 587/133 5 525 559/86 5 557 564/17 5 811 505/56 5 692 516/5 6 16 488/32 6 82 473/ù72 6 193 458/12 7 182 416/20 7 500 730/%0 8 21 741/81 8 251 642/65 8 295 635/25 9 52 817/70 9 71 628/27 9 328 831 9 455 851/18 10 51 97/8 10 296 897ù86 10 359 600% 0 11 100 400% 17 58 10/8 18 17 34½/7 9 205 931/15 9 215 8698 30) Peter Alt von da. 17 147 19 347% 31) Maria Elisabetha Weigand, Valentin Kaul Witte f daselbst. 1 193.201 33/105 32) Georg Hirsch I. modo dessen Erben von da. 34) Heinrich Unger modo dessen Erben von da. 35) Gemeinde Nieder-Florstadt(Schulgut)(eingetragen: Schulgut, Gemeinde Ober- und Unter⸗Florstadt). 1324 885/1 1438 8/15 1439 75%1 2 2 vormals Ober⸗Florstadt 41/34 2 389 223/ö16 2 390 223/16 3 72 229% 3 95 245% 4 392 350/ö2 5 22 553/⁰9 5 26 5553/8 7 50 431 7 363 723/13 9 227 870/15 36) Heinrich Kehr von de. 9 505 854% 37) Peter Schreitz II. von da(eingetragen auf Peter 38) Wilhelm Reichhold Eheleute modo deten Erben von da. 1 29 49/47 87/75 1 595 145 ˙Bc7 1 600 145/40 2 217 181/91 5 84 369/20 9 488 848 9 503 854½/ 39) Konrad Kautz von da. 2 359 190/140 30) Heinrich Clauß II. von da. 1349 92/½.8.9 2 136 167.22 5 14 555/17 5 11 60 2 75 von Schenk'sches Erblehen der 7 196 422/45 Familie von Löw. 9 98 625/11 41) Johannes Kratz III. von da. 2 29 904s/½0 2 138 166/20 3 102 921/1 3 260 271/10 4 305 333/12 4 326 337/&1 6 90 471/65 8 102 755/63 1 46 128/ö1 1 628 150/62 f 42) Ernst Hübner von da. 1142 81/41 1 147 81/44 1 148 33/5 43) Konrad Lemp's Erben von da. 1 249 63/1242 44) Konrad Schäfer von da. 5 von Schenk'sches Erblehen der Familie 5 322 325/40 N 1 10 . 140 0 J 7) Georg 0. f 10 150 10 6 6 00 El. 9 n 8. 5 27 4 2*⁰ 10 00 4% 5 19 47 85 15 22 54 56) a 50) Karl 0 1 an gerechr o „Nel. unbrauch lagerten wird gel wachen Bonh, Amhahl, ist al hitte; mit den begeben. bogen f Paris; weigert wieder Bitle au gewiesen nochmal ob mit abzuwg Die krie 100 gegeben 0 eber lehren cschast d 0—* 11 106% 1181 175584 36 270% 1 85 s 407% * Win A Widd N Kin 70 730090 10* 765 7* 100 2(5 5 6 Ln angtttagen 45) Weifert Stelz von da. 1497 108/1 8 254 642/62 9 237 873/26 46) Heinrich Traudt 1. von da. 1491 109% )) Georg Karl Scheerer I. von da(eingetragen: Georg Karl Scheerer). 274 320% 9 4275 320/30 8) Nikolaus Schaubach Erben(eingetragen auf Nikolaus Schaubach Wittwe). 1298 18/34 1299 79s/½3 1 633 151/87 49) Philipp Lux von da. 9183 159% 4 50) Elisabetha Buseck, Georg Rehm Wittwe von da. 9247 872/24 51) Johannes Roth Erben von da. 1257 409/19 11 20 4½½j3 52) Abraham Roihschild von da. 1333 196/167 53) Bernhard Volk von da. 1190 4½ 0b 54) Christian Zimmer Erben von da. 9447 850/13 9 517 858/27 55) Konrad Wolf II. von da. 9232 533/422 9 509 833/öa 56) Heinrich Peter Schreitz Erben von da. 1520 106/12 2 326 26/4 5 632 509% 65 476/88 6 92 406/93 6 167 463/133 1287 707 7 422 67/6 17 95 19 4/17 5 8 20 35/14 57) Heinrich Christian Schreitz in Echzell. 340 406% ) Martin Schreitz von Ober⸗Florstadt modo dessen Erben. 9220 870/11 5) Kail Schreitz I. von Nieder- Florstadt modo dessen Erben(eingetragen auf Karl Schreitz). 1473 67,132 4 139 284,13 5 128 378,16 5. 99 373,80 5 3594 496,22 9 175 159,21 10 262 889,19 60) Jakob Schneider von da modo dessen Erben. 9 246 872,25 61) Jakob Umsonst von da modo dessen Erben. 18 105 20 29,4 62) Friedrich Scheerer Erben von da. 1 462 77,25 ½ 1 463 12,23 ½ 9 58 625,15 63) Heinrich Clauß II. Wittwe von da modo deren Erben. 9 443 849,10 64) Nikolaus Blech von Ober⸗Florstadt modo dessen Erben. 3 264 272,13 1186 402,19 65) Georg Blech von da. 9 59 626,16 66) Henriette Traudt von Nieder-Florstadt. 1 636 152,71 9 229 871,18 9 492 840,4 67) Heinrich Christoph Dauernheim von Ober⸗Florstadt modo dessen Erben. 515,33 8 23 742,85 68) Heinrich Kliehm von Ober-Florstadt. 224,4 69) Wilhelm Grünewald von da. 19 23,1 70) Jakob Schmidt II. von da. 2 398 942,13 2 399 942,132 71) Elisabetha Weißenborn, Bernhard Schiel Winwe von da. 1 652 vormals Gemarkung Ober⸗Florstadt 3 204.205 3271 274,21 72) Johannes Schreitz II. von Ober-Florstadt. 17 107 19 ½ 73) Johannes Treut von Bauernheim. 7 257 696,29 8 8 738,680 5 406 2392 18 18 2 87 202,6 3123 927, 3 254 270,2 74) von Löw, Freifrau zu Staden, modo deren Erben. 9 389 3 259 27ʃ8 3283 276,33 3 288 277,38 9343 263,7 2355 259,2 4 87 294,35 1365 342,24 4 406 353,15 5 48 366 5 162 384,47 5 558 564,16 7 42 445, 8 69 750,36 8 304 634,16 9 304 836,31 10 307 899,70 1653 vormals Ober⸗Florstadt 3 422,56 1 386 vormals Ober⸗Florstadt 3 423,62 75) Maria Elisabetha Pfaff von Nieder⸗Florstabt. 9 325 830,2 11 74 397,6 76) Heinrich Alles I. baselbst. 1612 148,532 2 206 178,80 2 210 179,82 2 293 211,132 2 335 196,664 3 183 240,62 5 132 378,19 5 553 565,222 8 98 755,602 8 198 652,115 9 37 814,552 9 167 157,½. 12 10 57 970,1 10 269 890,25 17 121 19 44,38 18 12 20 34,10 77) Freiherr von Schenk zu Schweinsberg. 1 170 156,3 3 35 918,1 3 43 919,9 3 33 940,5 3 59 940,5 3 66 226,1 3 71 228,5 3 78 230,12. ½ 3 82 230,12 3 169 243,12 3 180 24/2 3 242 938,11 3317 268,7 3 325 266,25 4 78 296,44 4283 321,39 4 209 322,45 4380 347,9 4 393 351,1 4413 355,21 5 9 356,22 5 17 354,13 5 78 368,14 5 123 377,12 5 136 379,21 5 152 382,37 5 157 383,42 5 181 389,72 5 324 525,47 5 357 525,47 5 412 514,28 5 470 578,90 5 527 558,4 5 550 566,27 5 565 562,9 5 575 493,6 5 629 509,1 5 696 516,1 6 162 362,20 7 13 450,2 7 56 432,0 7 88 438,36 7 107 430,12 7 124 685,1 7 190 419,26 7 200 423,47 7 218 703,63 7 219 703,63 7 266 694,20 7 324 712,15 7 334 715,4 8 15 740,76 8 89 753,52 8 151 6864,12 8 187 655,124 8 236 646,81 8 268 639,48 8 298 635,22 8 354 772,1 9 99 625,12 9 144 550,16 9 188 949,5 9 191 949,5 798,22 9 479 843,2 10 26 Sc0,36 10 354 600,16 10 30 975,26 10 144 964,4 Ansprüche jeder Art an diese vorbenannten Parzellen sind so gewiß innerhalb 6 Wochen, vom ersten Erscheinen dieser öffentlichen Aufforderung in der Landeszeitung u gerechnet, bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, wiorigenfalls den betreffenden Parzellen der Erwerbtitel im ersten Theile des Grundbuchs beigefügt werden wird. Friedberg den 12. Juli 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Kriegs nachrichten. Vor Paris. Nach einem Berichte der „Wes. Ztg.“ beginnt das Commando von Paris brauchbare und lästige Elemente aus der um⸗ lagerten Stadt zu entfernen. Vom 19. Oktober nord genanntem Blatte geschrieben: Unsere Feld- nachen berichten, daß in der Nähe des Dorfes Lony, im Nordwesten von Paris, eine große Anzahl, über 1000 Personen beiderlei Geschlechts, neist alte Leute und Kinder, Durchzug verlangt hitten; sie seien aus der Stadt entfernt worden, zit dem Bedeuten, sich in das flache Land zu higeben. Als ihr Gesuch nicht gewehrt wurde, gen sie endlich nach langem Verhandeln nach Jaris zurück, wo ihnen jedoch der Eintritt ver- neigert wurde, denn sie erschienen nach einer Zeit kkeder und wiederholten die bereits abgeschlagene itte aufs neue. Auch von uns wieder zurück- gewiesen, blieb ihnen nichts übrig, als ihr Heil nochmals an den Mauern von Paris zu versuchen, o mit besserem Erfolg als das erste Mal, bleibt arzuwarten. — Auf Befehl des Königs Wilhelm sollen de kriegsgefangenen Offiziere sortan ausnahmslos nnch Deutschland abgeführt werden, weil das gchebene Ehrenwort vielfach gebrochen worden. leber sechszig auf Ehrenwort entlassene Offiziere schren freiwillig zurück, weil sie die Kriegsgefangen⸗ schaft dem heimischen Terrorismus vorziehen. — Aus dem sächsischen Feldlager vor Paris wird dem„Dresd. Journal“ d. d 22. d. ge · scrieben:„Heute ist die erste Locomotive von Soissons in Sevran angekommen, die Eisenbahn auf dieser Strecke also vollständig betriebsfähig, nde, da die Verbindung mit Chalons ebenfalls hergestellt ist, für unseren Armeeverkehr von großer Eedeutung ist. Mit diesem Umstande zusammen⸗ galten, ist es nicht unwichtig, daß vor einigen agen eine Compagnie unseres 2. Grenadier⸗ gegiments Nr. 101 von Sevran aus, wo die⸗ (be auf Feldwache lag, in Gemeinschaft mit einer Compagnie preußischer Garden, durch die fran- isischen Vorposten hindurch 40 Eisenbahnwagen dus Nachts erbeutet und mittelst Stricken, an die ich die halbe Mannschaft spannte, während die andere Hälfte schob, auf den Bahnhof Sevran geschafft hat. Die ganze Sache war schon seit mehreren Tagen vorbereitet, konnte aber nicht eher gebracht werden. Sie gelang vortrefflich dadurch, daß die Hälfte der Leute ausschwärmten, um, eventuell zur Deckung dienend, die feindlichen Vorposten zu beschäftigen, während die andere Hälfte die Wagen nach Deutschland zu dirigirte. — Ueber den Ausfall der Pariser Garnison aus dem Fort Valerien am 21. Okt. Morgens wird berichtet: Gegen 10 Uhr kamen die Bela— gerten etwa in Stärke von 18— 20,000 Mann aus dem Fort Mont Valerien heraus und schoben ziemlich die Hälfte ihrer Truppen über Rueil nach Bougival sowie in der Richtung nach Vaucresson, unterhalb von St. Cloud vor, so daß die An- nahme nicht unberechtigt war, die Franzosen möchten den Plan hegen, hier unsere Reihen zu forciren und direct auf Versailles und das Haupt quartier vorzudringen. Die in Bougival in ein zelnen Häusern postirt gewesenen Vorposten zogen sich ihrer Ordre gemäß auf ihre Soutiens zurück. Die Franzosen schienen eine Umgehung zu besorgen und gingen über das von uns verlassene Bougival nicht hinaus, sondern setzten sich unmittelbar in demselben fest; sie suchten es sogar zu halten. Nun gingen die preußischen Truppen zum Angriff über und nahmen die Franzosen von vorn und der Flanke, so daß sie nach kräftigem Widerstande delogirt wurden und in Folge ihrer Festsetzung im Dorfe eine ziemlich beträchtliche Anzahl von Gefangenen einbüßten, die sich nicht zeitig genug hatten retten können. Bei dieser Gelegenheit ging die 10. Division mit dem Bayonnet gegen zwei dort aufgestellte Geschütze vor, die sie mit stür⸗ mender Hand trotz des verheerenden Mitrailleusen⸗ feuers der rückwärts aufgestellten französischen Streitkräfte nahm. Dies entschied natürlich den Rückzug der Franzosen, der eben so natürlich vom Fort beschützt wurde, so daß an eine weitere Verfolgung unsererseits nicht zu denken war. Ein Theil des Dorfes Bougival war während des Kampfes durch die vom Mont Valerien geschleu-⸗ derten Granaten in Brand geschossen worden. Gleichzeitig hatte ein Scheinangriff nach dem nörd⸗ licher gelegenen Argenteuil hin stattgefunden, wo— selbst das sächsische Armeccorps den Ausfall kräftig als in einer völlig dunkeln Nacht zur Ausführung zurückschlug. — Ueber das Gefecht von Oignon schreibt der„St. A.“: Auf dem Marsche von Vesoul, der Hauptstadt des Departements Haute Saone, bis in die Gegend des Oignon, von welchem Vesoul kaum 4 Meilen nördlich liegt, hatte die badische Division unter General v. Beyer fast Schritt für Schritt dem Feinde das hügelige Terrain in mehreren Zusammenstößen abgewinnen müssen. In der Gegend der Dörfer Rioz und Etuz batte General Cambriels sich dem weiteren Vordringen des 14. Corps energischer zu wider setzen begonnen. Die Avantgarden-Brigade von Degenfeld hielt das Gefecht hin, bis die beiden Infanterie Brigaden Prinz Wilhelm von Baden und von Keller zu ihrer Unterstützung herankamen; der Kampf entbrannte dann in Folge des feind⸗ lichen Widerstandes immer heftiger, bis endlich trotz des letztern General Cambriels über den Oignon Fluß zurückgeworfen, aus dem Dorfe Auxon-Dessus vertrieben und auf Besangon zurück— gedrängt wurde. — Dem„Staatsanzeigec“ zufolge muß das veröffentlichte Schreiben eines angeblichen Husaren über die Einäscherung von Ablis, das als „eine hübsche Stadt von 6000 Einwohnern“ be- zeichnet wird, dahin berichtigt werden, daß das am 8. d. in Brand gesteckte Ablis ein Dorf von annähernd 1000 Einwohnern war und daß die erwäbnte„befohlene Plünderung“ nicht vorge— kommen ist. Preußen. Berlin. Die Stadtverord⸗ netensitzung beschloß folgende telegraphische Adresse an den König:„Die in öffentlicher Sitzung ver⸗ sammelten Stadtverordneten von Berlin bringen Ew. Majestät die wärmsten Glückwünsche zu der Capitulation von Metz und rufen Ew. Mafestät und dem deutschen Heere ein donnerndes Hoch!“ — Der„Staatsanzeiger“ bespricht die Capitulatson von Metz und bemerkt dabei:„Hiermit ist der festeste Punkt der Mosellinie den deutschen Waffen U — 4 wieder überantwortet, welchen nunmehr als desen⸗ sives Bollwerk in deutscher Hand festzuhalten, vom militärisch- strategischen Gesichtspunkt beleuchtet, absolut nothwendig ist.“— Der„Correspondance de Berlin“ zufolge dürfte Napoleon, dessen Ge⸗ sundbeitszustand ein milderes Klima erfordere, möglicherweise bei Ablauf November Wilhelmshöhe mit Elba vertauschen.— Dem„Staatsanzeiger“ zufolge hat die in Betreff der Laoner Affaire angestellte Untersuchung ergeben, daß der Comman⸗ dant General Theremin an der Explosion völlig unschuldig ist. Wahrscheinlich habe der vermißte Artillerie-Aufseher das Pulvermagazin in die Luft gesprengt. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht einen Erlaß des Königs an den General- Gouverneur der Rheinlande, gleichlautend mit dem Exlasse an den General-Gouverneur der Küstenlande in Be⸗ treff der Nichtanwendung des Paragraphen 5 des Gesetzes über den Belagerungszustand, die Sus⸗ pension des Paragraphen 30 der Verfassungsur⸗ kunde betreffend, bis zur Beendigung der Wahlen. — Die Militärverwaltung ist eifrig bemüht, für die Winterausrüstung der Truppen zu sorgen. Dieselbe soll zwar hauptsächlich durch Requssitionen aus den occupirten Gebieten beschafft werden, doch sind auch sehr umfassende Lieferungsverträge mit inländischen Fabriken abgeschlossen, welche bis spätestens zum 15 Nov. perfect werden müssen. Auch die Verproviantirung soll wo möglich aus den besetzten französischen Provinzen beschafft, doch sollen Fleischconserve⸗ und Erbswurst⸗Fabriken in Frankfurt, Soissons und Straßburg zur Mit⸗ wirkung dabei angelegt werden. Die Kranken- transportwagen werden mit eigenen Vorrichtungen zur Heizung durch eiserne Oefen versehen, wobei jedoch für die erforderliche Ventilation besonders gesorgt ist. — Die„Kreuzztg.“ schreibt: Man erzählt sich hier, die letzte Sommation an die Stadt und Festung Paris werde am 29. d. übergeben werden. Im Falle der Ablehnung werde, so nimmt man an, in den ersten Tagen der nächsten Woche das Bombardement beginnen. Da nach der Capitu⸗ lation von Metz alle Blicke auf die Hauptstadt Frankreichs gerichtet sind, geben wir die Nachricht hier wieder, doch ohne sie sicher zu verbürgen. Coblenz. Von den in Metz capitulirten und gefangenen Franzosen sollen weitere 10 bis 12,000 Mann hierher gebracht werden, und man ist eifrigst beschäftigt, auf der Bubenheimer Fläche große Baracken zur Aufnahme derselben zu er- bauen. Durch das Eintreffen einer so großen Masse unerwarteter Gäste steigen die Lebensmittel aller Arten bedenklich. Wiesbaden. Zufolge eines vom k. Haupt⸗ quartier ausgegangenen Befehls sollen sämmtliche erkrankte deutsche Soldaten aus Frankreich fort⸗ und in Deutschland untergebracht werden, um den vielen erkrankten französischen Soldaten, welche bisher in Metz gelegen haben, und deren Zahl an 20,000 betragen soll, Platz zu machen. Schweiz. Genf. 29 geflüchtete Locomo⸗ tiven aus Dijon sind hier eingetroffen. Durch einen Zusammenstoß derselben im Bahnhofe wurden eine Locomotive und die Dammbrücken stark beschädigt. Frankreich. Tours. Der„Siecle“ ent- hält einen Brief aus Tours, nach welchem die ehemalige Partei der Linken des gesetzgebenden Körpers, vereint mit einem Theile des ehemaligen linken Centrums, lebhaft für den Abschluß eines Waffenstillstandes und die Berufung einer Con- stituante agitiren.„Siecle“ bekämpft diese Agitation. Tours. Girardin hat eine Schrift veröffent⸗ licht unter dem Titel„Appell an das Volk“, worin der Regierung der Rath ertheilt wird, bevor sie den Krieg fortsetzt, eine allgemeine Abstimmung zu veranlassen. Die Stimmzettel sollen mit„Frie⸗ den!“„Krieg!“ versehen sein. Der Verfasser verwirft die Idee der Einberufung einer Consti⸗ tuante.— Wie die„Gazette de France“ meldet, hat der Zar in einem Schreiben an den König von Preußen um freies Geleit für Thiers nach⸗ gesucht.— Die„France“ schreibt:„Die Schritte der Neutralen hinsichtlich des Waffenstillstandes beweisen, daß Europa aufhört, ein gleichgültiger Zuschauer der Ereignisse zu sein.“—„Union“ bezeichnet die Einberufung der Nationalversamm- lung als unerläßlich, um den Socialismus und die Dictatur in den Departements zu bekämpfen und die Bedingungen für einen ehrenvollen Frieden zu erlangen. Dem„Rappel“ zufolge hat Trochu die Auflösung des Offiziercorps des Bataillons Blangin wegen Streitigkeiten bei den Wahlver⸗ sammlungen angeordnet. Die Verfolgung Flourens“ ist wieder aufgenommen.— Der„Siecle“ zeigt an, daß sich eine orleanistische Friedenspartei in Tours mit Thiers, Grevy, Guyot-Montpayroux, Wilson, Lefevre-Pontalis als Führern und einem Journale, betitelt„La Constituante“, zur Ver tretung ihrer Interessen gebildet hat. Das Blatt meldet ferner, daß 15,000 Mann der besten Marinetruppen in Cherbourg wegen ihrer anti⸗ republikanischen Gesinnung in völliger Unthätigkeit gehalten werden. — Bezüglich der von der Regierung beab⸗ sichtigten Kriegssteuer meldet man, daß dieselbe in einem Zuschlage von 25 pCt. zu den gewöhnlichen jährlichen Steuern bestehen soll. Die Beiträge sollen innerhalb 10 Tagen entrichtet werden, da die Regierung bedeutender Mittel bedarf. Die Ausgaben bis Mitte November werden auf min; destens 200 Millionen Francs veranschlagt. — Von Seiten der Regierung wird versichert, Thiers habe den preußischen Geleitschein erhalten und werde nach Paris abreisen.— Nachrichten aus Vesoul zufolge hat der Feind diese Stadt geräumt und sich westlich nach Vaivre und Scey gezogen.— Eine Depesche aus Tours, 27. Oct., lautet:„Eine starke preußische Colonne hat am 25. französische Recognoscirungstruppen auf dem linken Loire-Ufer angegriffen, sich aber nach einigen Flintenschüssen zurückgezogen. Die Preußen sind von Gisors weggezogen; sie haben am 25. d. das Dorf Longchamps angegriffen, sind aber zu⸗ rückgeschlagen worden. Nachrichten von Orleans sagen, daß die Läden geschlossen, die Frauen in Trauer sind.“ — Der„Liberte“ zufolge beabsichtigt die Re⸗ gierung in Tours, Cremieux mit der Umgestaltung der Militärverwaltung Algeriens in eine Civilver⸗ waltung zu betrauen. Die Regierung hat ein Comite von Ingenieuren unter der Leitung Fran⸗ queville's zur Ausarbeitung eines Projectes, die Errichtung einer Reihe von verschanzten Lagern in den Provinzen betreffend, eingesetzt.— Die „France“ führt in einem Artikel über die gegen⸗ wärtigen Waffenstillstandsverhandlungen aus, daß der Abschluß eines Waffenstillstandes durchaus nothwendig sei, gleichviel, ob man an die spätere Fortsetzung des Krieges denke oder vorziehe, durch sofort zu bringende Opfer neue herbe Prüfungen zu vermeiden. Jedermann müsse unter den gegen- wärtigen Umständen das Zustandekommen eines Waffenstillstandes, sowie den Zusammentritt einer Constituante für wünschenswerth halten. Das Journal„Union“, dieselbe Frage behandelnd, schreibt, es sei Zeit, daß der Wille des Landes einen sichtbaren feierlichen Ausdruck finde; nachdem das persönliche Regiment des Kaisers vom Lande verurtheilt, dürfe demselben kein neues persönliches Regiment auferlegt werden. — Grevy hat einen neuerlichen Protest gegen die Regierung wegen der Vertagung der Wahlen gerichtet. Belgien. Brüssel. Die„Independance belge“ veröffentlicht ein Telegramm aus Tours, welches wiederholt meldet, die Regierung bleibe dabei, keine Bedingungen eines Waffenstillstandes zuzulassen, welche eine Abtretung von Land in sich schließen.— Thiers ist nach Paris abgereist; derselbe geht von dort nach Versailles, woselbst er am 26. October eingetroffen sein dürfte.— Die Bank von Frankreich ist nach Bordeaux verlegt worden. Die Militärbehörden treffen die strengsten Maßregeln zur Wiederherstellung der Disciplin. Unter den Soldaten wurde in letzter Zeit wegen Vergehen gegen die Subordination häufig ein Exempel statuirt. — Die„Indep, belge“ meldet:„Changarnier hatte die traurige Mission, die Verhandlungen über die Capitulation von Metz zu führen. Lüttich. In Folge von Fluchtversuchen der hierselbst internirten Franzosen ist denselben ver⸗ boten worden, auszugehen oder Besuche zu empfangen. Großbritannien. London.„Dailg News“ veröffentlichen ein neues Communique aus Chislehurst, welches versichert, Eugenie habe allen bisherigen Verhandlungen ferne gestanden; sie werde nur, wenn eine Abtretung des Elsasses und Lothringens nicht mehr in Frage stünde, ihr Mög⸗ lichstes thun, sich mit Frankreich zu verständigen zum Zwecke der Erlangung eines ehrenvollen Friedens. * Friedberg. Der ungewöhnlich heftige Sturm am Abend des 26. d., welcher auch bei uns an Dächern, Schorn⸗ steinen und Bäumen verheerende Wirkungen ausübte, ist nach den vorliegenden Berichten aus Offenbach, Frankfurt, Darm⸗ stadt, Mainz, Bingen, Worms, Heidelberg, Karlsruhe, dem badischen Oberlande, Nürnberg u. a. O. überall noch surcht⸗ barer und verheerender gewesen als bei uns, indem Dächer voll⸗ ständig abgedeckt, leichte Gebäude umgewehr, Bäume ent⸗ wurzelt und auf dem Rheine Schiffe von den Ankern los⸗ gerissen wurden. Im Rheingau sanfen auf dem Strom 10 oder 11 Fahrzeuge mit zum Theil werthvollen Ladungen. Eine derselben, neue Fässer, trieb der Orkan von Freiwein⸗ heim stromauswärts an das Ufer bei Oestrich. Bei Rüdes⸗ heim sanken 4 Kohlenschiffe und vor Bingen eine Bagger⸗ maschine der Ludwigs-Eisenbahn-Verwallung. Auf dem Rochusberge riß der Sturm den größten Theil der englischen Lazarethbargcken um. Die Kranken wurden im„Hotel Hart⸗ mann“ daselbst untergebracht. Menschenleben sollen keine zu beklagen sein.— In Worms hat der Sturm surcht⸗ bar gewüthet und großen Schaden veiursacht, insbesondere den alt ehrwürdigen Dom stark mitgenommen. steine, im Gewicht von 5— 6 Centnern wurden wie leichte Federbälle herabgeschleudert, eine Menge Fenster zer⸗ trümmert, sowie das Dach theilweise beschädigt, ein Schick sal, welches gleichfalls viele Privatgebäude theilen. Das Dach des Stationshauses wurde abgedeckt, von der Güter⸗ halle die Asphalt Bedachung sweggeschleudert. Auf der Strecke Worms ⸗Osthofen und Gundersheim-Epelsheim trieb der Orkan schwer beladene Eisenbahnwaggons auf den Schienen fort, brachte ein mit Steinen beladenes Schiff zum Sinken, riß die Rheinmühlen von ihren Ankern los, eniwurzelte eine Menge Bäume in der Promenade, kurz überall bietet sich ein Bild der grauen⸗ haften Verwüstung dar. Auch der weithin bekannte gleich⸗ sam ein Wahrzeichen bildende prächtige wohl 160 Fuß hohe Lutherbaum bei Pfiffligheim existirt nicht mehr als solcher. Nur ein etwa 20 Fuß hoher Stumpf mahnet an die Vergänglichkeit alles Irdischen, möchte es auch noch so stark und prächtig erscheinen.— Die Berichte aus Mannheim lauten noch trauriger, auch dort hat der Bahnhof furchtbar gelitten, das Maschinenhaus ist zu⸗ sammengestürzt und hat 5— 6 Lokomotiven unter seinen Trümmern begraben. Daselbst sind ebenfalls Schiffe ge⸗ sunken und Häuser vollständig zerstört. Glücklicherweise gelang es ein zum Ausbruch gekommenes Feuer sofort im Keim zu erslicken und so ein wahrscheinlich unsägliches Unglück abzuwenden. Das Militär war um eintrelenden Falls sofort kräftige Hülfe zu leisten in den Casernen confignirt. Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten im Felde und deren nothleidenden Familien sind weiter eingegangen und werden dankend bescheinigt: fl. kr. durch Herrn Bürgermeister Schmid vom Hülfs⸗ verein in Reichelsheim durch Herrn Rentamimann Ravenstein von Herrn Freiherrn von Franckenstein in Ockstadt monat⸗ licher Beitrag pro Oktober 30— aus der Collecte Friedbergs 1 durch Herrn Regierungrath Trapp aus der Syna⸗ goge zu Münzenberg S1 von der Freimaurerloge dahier 50— durch Herrn Lehrer Jung in Reichelsheim von den Schülern der 1. Schule daselbst 23 von Herrn H. Schimpff bei der Nachricht der Capitulation von Metz 5 An Materialien; durch Frau Pfarter Breidenstein in Södel(3. Sendung) 31 wollene Leibbinden, 30 Paar wollene Strümpfe, 6 Hemden, 3 Betttücher, 1 Pack Tücher, diverse Leinwand, Charpie und Verbandzeug; durch Herrn Bürgermeister Keil in Melbach 14½ Kuchen; aus der Gemeinde Fauerbach ca. 25 Ctr. Kartoffeln; aus Niederwöllstadt: von Herrn H. Stoll 2 Säcke Kartoffeln, 1 Korb gelbe Rüben; von Herrn W. Buff 2 Säcke Kartoffeln; von Herrn K. Stoll 1 Sack Kartoffeln; von Herrn H. Fauerbach 1 Sack Kartoffeln; von Herrn G. Pflug 2 Säcke Kartoffeln; von Herrn F. Weith 1 Sack Kartoffeln und 1 Korb gelbe Rüben z von Herrn H. Bausch 1 Sack Kartoffeln; von Herrn K. H. Bausch 2 Säcke Kartoffeln; von Herrn Gastwirth Ph. Lud. Diehl in Oberwöllstadt 2 Malter Kartoffeln; von Herrn Wagner in Bönstadt 1 Kuchen; von Fräulein Kirchner in Ziegenberg gesammelt: 1 Körbchen Dörrobst, 27 Eier, 12 Kuchen, 1 Topf Honig; von Herrn Oberförster Schallas in Wickstadt 1 Buiterweck. Unsere Ausgaben in voriger Woche übersteigen unsere Einnahmen um das Doppelte; wir bitten um fernere Gaben in Geld, Eiern, Butter, Gemüse und Dörrobst.— Friedberg den 30. October 1870. Für das Comité: J. Huber, Rechner. Quader⸗ Belref 1 nach w und fü fach zu benutzt Minist Cola f Mitthe untersti 2 selben erbietu von 2