1870. Dienstag den 1. März. N26. WII 180 2 6 5 1 ge i he 889 305 . f* 11 1 le„ d 51 2— . Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Hiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag,.* Serke. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: 28 2 terium mit dem Entwurf eines neuen auf dem Hrinzip der allgemeinen und direkten Wahl sußen— en Landtagswahlgesetzes beschäftigt, welcher Ent— vurf noch diesem Landtag zur Beschlußfassung vorgelegt werden wird. — Ueber den Platz, an welchem der für die en ichn Odenwaldbahn bestimmte Bahnhof angelegt werden a er eig oll, ist nunmehr von der Regierung eine Ent- rehtn. cheidung getroffen worden. Dieselbe hat den uten Anträgen der Hessischen Ludwigsbahn ihre Zu— dkasen! immung ertheilt und soll der Bahnhof auf dem ifchlen zroßen freien Platz vor der Stengel'schen Wirth— „chaft angelegt werden. 4 Preußen. Berlin. In der Sitzung des seichstags vom 24. d. wurde bei der dritten —— E ssung des Jurisdictionsvertrage mit Baden fol— a Lund ende Resolution durch den Abg. Lasker vor- te, eschlagen:„Der Reichstag wolle, bei Annahme , es Vertrags, beschließen, zu erklären: der Reichs⸗ * ag des norddeutschen Bundes spricht den unab— 4% lässigen nationalen Bestrebungen, in denen Re— rug ba zierung und Volk des Großherzogthums Baden 4 erase sind, seine dankende Anerkennung aus; ner Reichstag erkennt in diesen Bestrebungen den de ba eebhaften Ausdruck der nationalen Zusammen⸗— tus; uf. sehörigkeit und nimmt mit freudiger Genugthuung —ͤ een nöglichst ungesäumten Anschluß an den be— sritdbn fehenden Bund als Ziel derselben wahr.“ Der 2 Abg. Blankenburg stellte den Antrag, den Passus — s1ees Anschlusses Badens an den norddeutschen Bund zu unterdrücken, obwohl er gerne die na— 2 fonalen Bestrebungen Badens anerkenne. Der — Bundeskanzler Graf Bismarck bekämpft die Re— olution, mit dem Abg. Blankenburg billige er sie Anerkennung der nationalen Bestrebungen der adischen Regierung. Zum Anschluß an den und sei jedoch volle gegenseitige Freiwilligkeit ihne jeven Druck nöthig. Der Anschluß Badens ti zudem jetzt nicht wünschenswerth, denn die a Aufnahme Badens in den norddeutschen Bund 15 werde den Fortschritt der nationalen Sache in 0 ten Südstaaten hemmen und den bayerischen Wahlbewegungen Vorschub leisten. Außerhalb tes Bundes werde Baden für den nationalen Gedanken Heilsames wirken. Einen etwaigen 0 tirekten Antrag Badens auf Eintritt in den nord— teutschen Bund werde letzterer ablehnen, und sich dorbehalten müssen, einen günstigeren Zeitpunkt 71 tazu selbst zu bezeichnen. Graf Bismarck betont, 6 1 vas bereits für die Herstellung der Einheit l Deutschlands und die Machtstellung Preußens duch im Süden erreicht worden sei und fordert tie Ablehnung des Antrags als ferneren Beweis es Vertrauens. Nach längerer Debatte zieht * kasker seine Resolution zurück, da die gewünschten Erklärungen gegeben wurden, ein Mißtrauens- 2 zotum gegen den Bundeskanzler nicht beabsichtigt gewesen und die Debatte selbst ein Vertrauens- 4 totum für die badische Regierung enthalten habe. * — Der Reichstag nahm in dritter Lesung! das Nr. 5. sub. 1. Bekanntmachung, den Abschluß eines Auslieferungsvertrags mit Rußland betr.— sub. 2. Bekanntmachung, den zwischen dem deutschen Zoll⸗ ind Handelsveresn und Japan abgeschlossenen Handels- und Schifffahrtsverir ag beir.— sub. 3. Bekanntmachung, die Ernennung eines Biceconsuls der vereinigten Staaten voa Amerika für das Großherzogihum Hessen betr.— sub. 5. Uebersicht der für das Jahr 1870 genebmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse n den isr. Religlonsgemeinden des Kreises Friedberg detr.(Nur in den 2 wo Joraeliten wohnen.) 5 Nr. 6. suh. 1. Bekanntmachung, das Verfahren mit den nach dem Januar 1870 in das militärpflichtige Alter tretenden Studirenden der Theologte ezüglich Ableistung ihrer Miltlärdtenstpflicht betr.— sub. 3. Bekanntmachung, 5 Tarif für die Landpostbestellung bett.* Friedberg am 26. Februar 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg 1 1 N 0 F. a, piii 2 Hessen. Darmstadt. Die„Hess. V.“ Hierauf wurde der Jurisdictionsvertrag in dritter Budget für 1871 liegen nun, und zwar zum schreiben: Dem Verxehmen nach ist das Mini- Lesung genehmigt. ersten Male seit acht Jahren, in einem Gesetz⸗ entwurf vereinigt vor. Man bemerkt, daß in dem schleswig⸗holsteinische Pensto nagesetz an, stellte den bird en e Budget die Ausgaben der ministeriellen Entwurf über das Indigenat im norddeutschen Bunde zur zweiten Lesung im Plenum und ver— Dienstzweige um 16 Millionen böher bemessen sind und nur der Krieg 3,380,000 Frs. verliert. wies den Gesetzentwurf über den Unterstützungs- Die e sich wie felgt: Ein⸗ Wohnsitz, welchen der Bundes commissär für Hessen, Hofmann, von 21 Mitgliedern.— Die„Nordd. Allg. dementirt in entschiedenster Weise die von mehreren französische wäre Blättern verbreitete Nachricht, der Minister des Aeußern, Graf Daru, habe in Berlin, über die Eröffnungsrede des Reichstags pellirt und habe befriedigende Erklärungen erlangt. Bayern Augsburg. Von hier 1 5 ö— 92 vertheidigt hatte, an eine Commission 1,796,69,000 Frs. Ztg.“ 99,344,000 Frs. inter⸗[in Wien einen Besuch abstatten werde; aus Florenz gewesen, 1,886,035, 000 ue Francs, Ausgaben: berschuß der Einnahmen: nahmen: — Dem„Memorial diplomatique“ zufolge es jetzt entschieden, daß Victor Emanuel Kaiser von Oesterreich nach dem Osterfeste Marquis der soeben in Hof die offi⸗ dem der italienische Gesandte, hätte dem Wiener Pepoli, sind Schritte geschehen um die gegen Professor zielle. Ankündigung dieses Besuchs überbracht. Friedrichs verhängte Ausweisung aus Rom rückgängig zu machen, da der Nachweis geliefert einen daß an den vielbesprochenen Cor ien schon insoferne von Bedeulung ist, weil worden ist, spolfdenzen der„Allg. Ztg.“ Professor Friedrich se veröffentlichen n Montpensier, Spanien 2 Zeitungen Brief des Herzogs vo sich der Herzog darin über seine Throncandidatur in leiner Weise Antheil hat. zum ersten Male öffentlich ausspricht. Es hei 5 Oesterreich. In Wien haben in voriger Was meine Candidatur anlangt, so sei es hier Woche die Zeitungesetzer die Arbeit eingestellt, mit ein- für“ allemal ausgesprochen: Ich bing weil die Prinzipale nicht geneigt waren auf die denselben von Seite der Gehülfen gemachten Be— dingungen für Fortsetzung der Arbeiten ohne Weiteres und sofort einzugehen. In Folge eines zwischen fast allen Zeitungen Wiens getroffenen Uebereinkommens bringen die Blätter außer dem von einem gemeinsamen Comite redigirten und für alle Journale gemeinschaftlich gesetzten allgemeinen Theile zwar noch Leitartikel und besondere Nach— richten, aber nur in sehr verkürztem Ausmaß. Das Publikum amüsirt sich vorerst noch an der Neuigkeit; allein lange darf man die Entscheidung nicht hinausspinnen. Frankreich. Paris. Gesetzgebender Körper. Fortsetzung der Debatte. Ollivier erklärt, die Regierung werde bei den Wahlen die strengste Neutralität beobachten. Die Minister seien über— zeugt, daß die größten Gefahren für die Regie— rung erwachsen würden, wenn dieselbe das frühere Verhalten beibehalten würde.(Beifall, besonders von der Linken. Die Rechte verharrt im Still schweigen. Die Sitzung ist für einige Augen— blicke aufgehoben.) Bei Wiedereröffnung der Sitzung erklärt Pinard: Angesichts der Erklärung Ollivier's sei es unmöglich, das Cabinet zu unterstützen; er schlägt folgende Tagesordnung vor: Die Intervention der Regierung bei den Wahlen ist manchmal eine politische Nothwendigkeit. Thiers beschwört hierauf die Kammer, zur einfachen Tagesordnung überzugehen. Ollivier erklärt, das Cabinet gcceptire einzig und allein die einfache Tagesordnung. Picard und Favre erklären hierauf, die Linke werde für das Ministerium stimmen. Bei der Abstimmung wurde die einfache Tages- ordnung mit 188 gegen 56 Stimmen angenommen. (Lebhafte Bewegung.) — Das ordentliche und das außerordentliche g Kronprätendent gewesen und werde es nie fein! Wenn Politiker von verschiedenen Parteien an meine Person gedacht haben, so ist das ihre Privatsache. Keinerlei Comprsmiß existirt zwischen ihnen und mir. Ich kenne viele von ihnen nicht einmal dem Namen nach, obwohl ich ihnen allen für die mir zugedachte unverdiente Ehre zu herz- lichem Danke verbunden bin. Mir genügt es, — obgleich die Bestrebung, die Schicksale dieser großen Nation zu lenken, rühmlich und herrlich wäre,— mir genügt es, sage ich, ein spanischer Bürger und ein spanischer Soldat zu sein, und meinem Vaterlande, in welchem ich 21 Jahre glücklich gelebt habe, in welchem meine Frau und meine Kinder geboren sind, treu zu dienen! § Friedberg. Die„W. Ztg.“ bringt die Nachricht, daß der großherzogliche Kreisbaumeister Metternich in Worms in Folge eines Schlagaufalles am 24. d. plötzlich verschieden ist. Herr Metternich, der noch im besten Mannesalter stand, war eine Reihe in Jahren auf dem hiesigen Kreisbauamte als Aceessist beschäfti t und hat zu jener Zeit sich in hiesiger Stadt und Umgegend manche Freunde erworben, welche seinen frühen Tod mit Theil— nahme vernehmen werden. Grosigerau. In unserem Städtchen ist am 24. d die renovirte und umgebaute Kirche mit großer Feierlich— keit eingeweiht worden. Die jetzt eingeweihte Kirche ist bereits die vierte, welche auf diesem Platze errichtet wurde. Die erste wurde im achten, die zweite im zwölften Jahr⸗ bundert aufgebaut. Letztere wurde 1634 in den Stürmen des 30 jährigen Krieges zerstört und 1655 die dritte Kirche eingeweiht. Die heutige soll sich durch architektonische Schönheit und treffliche Akustik auszeichnen. Graz. Bezüglich der Assatire Unger geht der„Presse“ eine telegtaphlsche Notiz aus Graz zu, wonach die Zahl der für seine Ermordung sprechenden Momente um ein neues und sehr schlagendes vermehrt worden ist. Der Arzt, der die Todtenschau vollzogen, soll nämlich aus⸗ gesagt haben, daß Unger hohl im Bette gelegen habe, Woraus dervorgeben würde, daß et erst nach dem Eintestte der Todesstarre in das Bett gelegt worden sei 2 1 r SR —— 3— — ͤ— 1 —— die feste Erdrinde wirkt. * Die Fast nacht. Mancher freute sich wohl schon Wochen lang auf die Fastnacht und sang nach der munteren Weise: In vierzehn Tag' ist Fastnacht, Da wird was angestellt, Heut hab' ich guten Lohn gemacht, Und frag was kost't die Welt? Und heute ist sie da diese Zeit der Fröhlichkeit und deßhalb geben Sie gefälligst diesen meinen Worten am Fastnachtstage eine Stelle in Ihrem Blatte.— Fasinacht heißt der Tag vor dem Aschermittwoch, weil bei seinem Ende, Nachts 12 Uhr, die Zeit der Fasten beginnt. Mit ihm schließen sich die Lustbarkeiten, welche schon zwei Tage, in manchen Städten selbst mehrere Wochen vorher unter dem Namen„Carneval“ ihren Anfang nehmen. Diese Fastnachtsbelustigungen sind heidnischen Ursprungs. Man feierte nämlich im heidnischen Rom um diese Zeit das Fest der großen Götter- mutter Cybele mit Spielen auf den Theatern und mit Aufzügen und Vermummungen im Circus und dann das Fest der Saturnalien mit mimischen Tänzen und Gastmählern.— Diese Feste mit großer Ausgelassenheit und entsetzlicher Entartung gefeiert fand das Christenthum vor, ohne sie, weil sie zu tief im Volksleben gewurzelt, gänzlich aufheben zu können. Deßhalb suchte es alles Sündhafte davon zu entfernen, gestattete aber gern jede unschuldige Freude, sollte auch die Heiterkeit auf's Höchste steigen. Und so berrscht denn auch jetzt noch in dieser Zeit auf dem Land und in der Stadt bei Jung und Alt allgemeine Fröhlichkeit. Tanzbelustigungen, Aufzüge, Maskeraden und lustige Schwänke aller Art rufen uns zu:„Juch Hei sa hoch! es ist Fastnacht!“— Schreiber dieser Zeilen wünscht jedem Leser eine freudige Fastnacht in oben an gegebenem richtigen Sinn. Niemand aber gehe in der Freude zu weit, oder mache gar aus der Fa st nacht eine Faß nacht, denn sonst könnte er sich selbst, oder es könnten ihm Andere schlimme Fastnachtsstreiche spielen. 2 Die Erdbeben. Zweiter Vortrag des Herrn Reallehrer Klein. Hatte der erste Vortrag sich die Aufgabe ge⸗ stellt, die Humboldt'sche Theorie über die Natur der Erdbeben in ihren Hauptzügen vorzuführen und die gegentheilige Erklärungsweise der sog. neuen Schule zu beleuchten, so lag der Zweck des zweiten Vortrags hauptsächlich darin, jene Theorie näher zu begründen, will sagen nachzuweisen, warum und wie das feuerflüssige Erdinnere auf Zu diesem Zweck ging der Redner vor Allem näher ein auf die ungeheure Kraft, womit erkaltende Körper sich zusammen⸗ ziehen. Ein eiserner Reif von mächtiger Dicke im glühenden Zustand um einen Mühlstein gelegt, würde bei seinem Erkalten sich zusammenziehen mit solcher Gewalt, daß er entweder den Mühl stein zermalmen oder selbst in Stücke springen würde. Aehnlich verhält es sich mit dem Granit, demjenigen Gestein, womit so zu sagen das Grund- gemäuer der Erde aufgeführt ist. Statt des Mühlsteins denke man sich die Erdkugel und statt des Eisenreifs einen Granitgürtel von einer Quadrat Meile Querschnitt, so zieht sich derselbe beim Erkalten mit einer Kraft zusammen, die gleich kommt der Zugkraft von 150,000 Mill. Pferden, einer Anzahl, die Pferd an Pferd gedrängt aufgestellt, beiläufig das Gebiet des norddeutschen Bundes bedecken würde. Und doch wäre ein solcher Granit⸗ gürtel gegen die Erdrinde nur das, was etwa ein dünner Drahtreif ist gegen eine fingerdicke Eisenschale! Was mußte geschehen in Folge der über alle Begriffe mächtigen Gewalt, womit die erkaltende Erdrinde sich zusammenzog, während die von derselben eingeschlossene feuerflüssige Masse, wie alle Flüssigkeiten äußerst wenig zusammenpreßbar, diesem Druck nicht nachgeben konnte? Ganz das⸗ selbe, was mit dem um den Mühlstein gelegten Eisenreif sich zeigte: die Erdrinde riß auf in Spalten und Löchern, Lava stieg empor, über lagerte die oberen Oeffnungen und erstarrte zu mächtigen Gebirgen. Die Riesengebirge der Alpen, des Himalaya u. s. w. sind so entstanden. Eine wichtige Frage it nun die: Erkaltet vie Erdrinde noch heute? Ganz gewiß, wenn auch unendlich langsam. Nach Versuchen von Professor Bischof in Bonn über die Erkaltung einer glü⸗ henden Basaltkugel von 3 Fuß Durchmesser brauchte die Erdrinde, um von der Schmelztem⸗ peratur des Granits(etwa 1200 Grad) zur gegen- wärtigen Temperatur an ihrer Oberfläche zu er⸗ kalten, 350 Million Jahre, was auf 3000 Jahre 100 Grad C. machte. Redner will indeß, um das niedrigste Maß zu nehmen, die Erkaltungsgeschwindigkeit der Erde 20 mal geringer setzen, also 00 Grad in 6000 Jahren. Wie unbedeutend! Ist's der Mühe werth, nur davon zu sprechen? Gemach! Eine solche Ab. kühlungsgeschwindigkeit ist immer noch bedeutend genung, um durch die dadurch bewirkte Zusammen⸗ ziehung der Erde Hunderttausende von Lavaströmen herauszupressen und ebenso viel Erdbeben zu er⸗ zeugen. Wie das zu beweisen? Der Granit ver- kürzt sich bei 1 Grad Abkühlung um 1/100 00/ bei 100 Brad also um 00,900,000. Das macht aber eine Verkürzung des Erddurchmessers von 5 Zoll oder eine Raumverminderung gleich einer Erdschale von 2½ Zoll Dicke oder 75 Kubik⸗ meilen. Der innere Raum für die feuerflüssige Masse hat sich also um 75 Kubikmeilen verengert, es müßte demnach in 6000 Jahren so viel Lava ⸗ masse ausgeflossen sein. Ist das möglich? Der Redner stellte eine interessante Berechnung darüber auf. Lavaströme von 2 Stunden Länge, 16007 Breite und 20 Tiefe(Rhein bei Mainz) gehen etwa 20,000 auf eine Kubikmeile. Jährlich 10 solcher Ströme angenommen, also in 6000 Jahren 60,000 Ströme gäbe 3 Kubikmeilen Lava. Da aber Ströme von diesen Dimensionen zu den kleinsten gehören, zuweilen sogar solche von einer Mächtigkeit erscheinen, daß ein einzigir J Kubik⸗ meile Lava enthält(Skapta Jökul auf Js land darnach ist die betreffende Angabe im Referat über den ersten Vortrag zu berichtigen), so dürfen für besonders Froße Ströme noch reichlich 3 Kubik— meilen Lava angesetzt werden. Ferner: die Aschen⸗ auswürfe bei vulkanischen Eruptionen sind eminent. Beim Ausbruch eines Vulkans auf einer der Sund ainseln wurden 12,000[(J⸗Meilen(eine Fläche wie Deutschland vor 1866) 2 Fuß hoch mit Asche bedeckt. Der Cosiguina in Central⸗ amerika bei seinem Ausbruch von 1835 bewirkte mit seinen Aschenregen eine 2 Tage lang an- dauernde totale Verfinsterung auf eine Ausdehnung halb so groß wie Deutschland. Als vulkanische Asche ausgeworfen sind gern und gut 6 Kubik⸗ meilen zu rechnen. Für unterseeische Vulkane (das Meer das dreifache der Oberfläche des festen Landes) müssen in Betracht genommen werden mindestens 24 Kubikmeilen. Also: 3 3 6 + 24= 36 Kubikmeilen Lava von obigen 75 Kubikmeilen ab, bliebe ein Ueberschuß von 39 Kubikmeilen. Was wird daraus? Jeder Bergmann kennt die zu Hunderten vor⸗ kommenden Granitgänge in anderem Gestein, z B. Schiefer. Ihre senkrechte Richtung, ihre Ver⸗ jüngung nach oben, ihre Verästelung parallel mit der Lagerung des Gesteins, der Umstand, daß das angrenzende Gestein angeschmolzen ist, daß sie Brocken von Nebengestein einschließen und(nach Bergmannsausdruck)„in die ewige Teufe gehen“, — Alles dies läßt keinen Zweifel übrig: der Granit wurde in weichen, glühendem Zustand emporgepreßt, es sind erstarrte Lavaströme, die sich nach oben in die Erdrinde eingeschoben haben, ohne bis auf die Oberfläche gekommen zu sein. Vergegenwärtigen wir uns die möglichen Vor⸗ gänge bei wachsender Zusammenziehung der Erd⸗ rinde. Dreierlei kann die Folge sein: Entweder die Erdrinde wird ganz aufgerissen, oder der Felsenkeil in einem Vulkan wird durch⸗ und die Lava emporgedrückt, oder endlich die Erdrinde wird nur ein Stück Weges aufgerissen und der Lava ein Eintritt in die Winkelrisse verstattet. (Siehe oben Granitgänge als Antwort auf die Frage nach dem Verbleib der 39 Kubikmeilen Lava). Sollte nun eine Kraft, welche nur zu verzleichen ist nit den Kräften, die einst das Himalapagebirg gehoben, nicht im Stande sein, Erdbeben zu erzeugen? Eine Einrede liegt indeß hier nahe: Man zählt über 200 Vulkane; könnte nicht bei zunehmendem Druck die Lava jederzeit ihren Ausweg durch dieselben finden, in welchem Sinne man die Vulkane ja Sicher- heitsventile der Erde nennt? Ein ebenso einfaches als sinnreiches Experiment mit dem papinischen Topf gibt Antwort darauf. Dasselbe zeigt näm⸗ lich, daß die Kraft des menschlichen Athems im Stande ist, den 5 Pfd. schweren Deckel dieses Topfes zu lüften, während Niemand vermag, durch Hineinblasen mittelst einer Röhre das in dem Deckel befindliche, nur 2 Loth schwere Ventil zu öffnen. Der Vorgang beruht auf dem ein- fachen Naturgesetz, daß die Kraft des Athems (etwa/ Loth) auf alle Theile der unteren Deckelfläche gleich stark wirkt, demnach jene 5 Pfd. in ihrer Gesammtwirkung weit überragt, die kleine Ventilfläche aber nur mit der einfachen Kraft von ½ Loth anfaßt, die natürlich 2 Loth nicht heben kann. So mit den in der Erde waltenden Kräften. Sie erschüttern leichter auf die gewaltsamste Weise die Erddecke, als daß sie das Kraterventil eines Vulkans mit seinem Felsenkeil und der darin stehenden Lavasäule öffnen. a Hinsichtlich des Verlaufs unterscheidet man kurze und lang andauernde Erdbeben. Die ersteren entstehen durch senkrechten Stoß der gepreßten Lava und Aufreißen der Erdrinde. Die An— fangsstöße der übrigen haben in der Regel wohl dieselbe Ursache; die nachfolgenden Stöße dagegen sind Wirkungen von Wasserexplosionen, hervorgerufen durch wiederholtes Zusammenkommen von Wasser mit Lava oder glühendem Gestein. Die neue Schule behaupte zwar, es seien nie Wasserdämpfe bei Erdbeben oder vulkanischen Eruptionen gesehen worden. Dies sei unwahr und würde überdies, wenn wahr nichts beweisen. Dämpfe seien in der That gesehen worden bei den verschiedensten vulkanischen Ereignissen, und wenn sie nicht immer gesehen worden, so sei dies leicht erklärlich. Redner weist auf die großartige Pulversprengung mit über 19000 Pfund Pulver beim Tunnelbau bei Dower hin, wo auf der Erdoberfläche ebenfalls kein Dampf gesehen worden. 2 Wasserdämpfe spielen im Gegentbeil bei Erd- beben und ähnlichen vulkanischen Prozessen eine bedeutende Rolle. Wasserdämpfe sind es, welche die Lava zu Asche zerreißen und sie wolkenhoch schleudern, ja Felsblöcke von Tausenden von Cent⸗ nern los reißen und fortschleudern; Wasserdämpfe veranlassen die heftigen Regengüsse nach vulkanischen Eruptionen; Wasserdämpfe endlich verursachen die unterirdischen Detonationen(die des Cosiguina in Central⸗Amerika von 1835 auf 150,000[◻J⸗Meilen gehört) und erschüttern den Boden. Die Frage aber, wie Wasser und Lava zusammenkommen, könne Niemand im Ernste stellen. Wenn Lava emporgepreßt wird, während Wasser abwärts geht, so müßte es wunderbar zugehen, wenn sich beide nicht begegneten.— Um den Ausdruck Wasser⸗ explosion zu rechtfertigen und zugleich die Ge⸗ walt derselben zu Leranschaulichen, erörtert der Redner zwei merkwürdige, wahrhaft heimtückische Eigenschaften des Wassers. Mit der ersten der⸗ selben hat es folgende Bewandtniß: Zwischen glühendem oder geschmolzenem Metall oder Gestein und Wasser findet keine innige Berührung statt, daher Anfangs nur allmähliches Verdampfen. Nimmt die Temperatur des Metalls oder Gesteins aber ab, dann erfolgt mit der innigeren Berüh⸗ rung urplötzliche Verwandlung der ganzen Wasser- masse in Dampf von vielleicht höherer Spannkraft wie Pulvergas. „Die zweite, erst seit wenigen Jahren bekannte Eigenschaft des Wassers besteht darin, daß lust⸗ freies, ruhig stehendes Wasser auf über 100 Grad erhitzt werden kann, ohne zu sieden. Eine geringe Erschütterung reicht dann aber hin, die ganze Masse in Dampf zu verwandeln.(Dampfkessel⸗ explostonen.) Nun denke man sich einige hundert Ohm Wasser mit Lava zusammen in dem erst⸗ 0 ihnen eit U 6 abe Euß wil Nasen lan eee alan sch de e ö 8000 0 Vorsa 00 8 erden. 13 funk Bald als solle noch eile 90 5 Fegenwaf chen, den Maf fuhren al polen a Mit die Vorg der in d bbeorle e. i nit 9 kreten 1 1 welche e stine St Amiehun der im E 0 * 582 80 Friedberg gtlangen! Marlen betrage! Dar hneberg biesend n* 158 im orhmente 96 0 Gant 1 wähnten Zustand, oder eine ähnliche Menge lütfreies Wasser(in größerer Tiefe ist das Wasser lutfreil) von glühendem Gestein umgeben. Eine fu chtbare Exploston wird entstehen, ein gewaltiger Soß wird erfolgen! Erwägt man aber, daß große Dassen lang glühend bleiben, überdies sich weit drzweigen können(siehe oben Granitgang!), so erlärt sich leicht die lange Dauer und die Heftig— ket der Stöße. Eine augenscheinliche Bestätigung dafür bietet ei Vorfall auf der Sainerhütte. Dort sollte ein 3,000 Pfund schwerer eiserner Cylinder gegossen wnrden. Die flüssige Eisenmasse brach aber durch d sank bis 20 Fuß in den sandigen Boden. Lold erfolgte eine erdbebenartige Erschütterung, as sollte das Haus einstürzen; ½ Stunde später uch eine und nach 24 Stunden eine dritte. In derselben Tiefe lagen Kanäle, die das Agenwasser sammelten, und es ist mehr als wahr— sceinlich, daß dasselbe wirderholt mit der glühen da Masse in Berührung gekommen. Wirklich suren auch unmittelbar nach dem Stoße Dampf- wilken aus den Oeffnungen der Kanäle.— Mit Uebergehung mancher Einzelheiten über d Vorgänge bei Erdbeben wendet sich der Redner du in der neuesten Zeit aufgetauchten Erdbeben- thorle eines gewissen Falb aus Gratz zu. Falb ih mit viel Prätension und Leichtfertigkeit aufge- tmen und hat Erdbeben mit Bestimmtheit pophezeit. Wenn von seinen Vorhersagungen ulche eingetroffen sind, so ist das sicherlich nicht sime Schuld. Seine Theorie ist kurz die: Die zuziehungskraft des Mondes bewirkt ein Fluthen dr im Erdinnern eingeschlossenen flüssigen Massen, ähnlich dem des Meeres. Dadurch je nach der Stellung des Mondes und der Sonne ein Zu— sammenströmen und Aufstauen dieser Massen an gewissen Stellen und daher Erdbeben. Was Falb von der Anziehungskraft des Mondes sagt, ist längst bekannt; neu ist nur das, daß dieselbe solch' gewaltige Wirkung haben soll, während in der“ That der durch die Mondanziehung bewirkte Druck gegen die Erdrinde nur dem Gewicht einer 2 Fuß dicken Bodenschicht gleichkommt. Es ist dies, sagt Redner, als wenn 10000 Pferde und ein Kind an einer ofenrohrdicken Kette ziehen. Plötzlich bricht die Kette, und nun sagt Jemand: Seht, das Kind hat die Kette entzwei gerissen!— Zum Schluß wirft Redner noch einen Blick auf die Zukunft unsers Erdkörpers. Die jetzige Beschaffenheit des Mondes deutet darauf hin, was die Erde einst sein wird. Der Mond ist nämlich urgleich gebirgiger als die Erde, und zwar sind seine Gebirge Ringgebirge mit Wällen und Schlün— den von 1 Stunde bis über 100 Stunden Um— fang. Solcher Gebirge sind auf der uns zuge— wandten Mondseite(noch einmal so groß als Europa) über 40,000 gezählt worden. Woher die vielen merkwürdig gestalteten Berge? Je kleiner ein Körper, desto rascher seine Abkühlung. Der Mond, fünfzigmal kleiner als die Erde, mußte darum viel rascher erkalten, seine Rinde sich weit energischer zusammenziehen. Daher ungemein häufiges Bersten derselben und auffallend zahlreiche Kraterbildung. Die Zahl der Vulkane auf der Erde beträgt 225. Sie sind allmählich entstan⸗ den; ehe 200 waren, waren 100 ic. Die vul⸗ kanische Gebirgsbildung ist damit nicht abgeschlossen. Die fortdauernde Abkühlung und Zusammen zie hung wird neue Vulkane und Gebirge schaffen, ja es wird eine Zeit kommen, wo die Erdoberfläche in ähnlicher Weise mit Gebirgen übersäet sein wird, wie der Mond. Freilich werden bis dahin noch ungezählte Jahrmillioneu verfließen.“) ) Für die gefällige Mittheilung der Hauptskizzen dieses interessanten Vortrages, die hier nur aneinanderge⸗ reiht zu werden brauchten, fühlen wir uns verpflichtet, dem Herrn Redner verbindlichen Dank zu sagen. Von Kaisern, Königen u. Volk gebraucht, 578 von den ersten ärztlichen Autoritäten als heilbringend anerkannt, sind die Johann Hoff'schen Malzseifen zur Stärkung des Körpers allen anderen Fabrikaten vorzu⸗ ziehen.— Die Malz⸗Kräuter⸗Bäderseife wirkt ungemein kräftigend, die Malz⸗Kräuter⸗Toilettenseife entfernt, längere Zeit angewendet, Flechten, Sommersprossen, Hautprickeln und macht spröde und aufgesprungene Haut wieder gut. Dr. Stark k. Stabsarzt in Loslau.— Und ferner; Bei gichtischen und rheumatischen Leiden wirkt die Hoff'sche Malz⸗Kräuter⸗Bäderseife stets mit gutem Erfolge. Dr. Weinschenk, Oberarzt in Stolp.— Gern will ich Ihrer Fabrikate, deren Nutzen von Stimmberechtigten anerkannt ist, eingedenk sein und solche am Krankenbett anwenden. Dr. A. A. Jeitteles, Professor der Mediein in Olmütz. Herzlichen Dank allen Denen, welche anf meine Bitte in Nr. 146 des Oberh. Anz. v. J. dem abgebrannten J. Weis dahier in seiner Bedrängniß mit ihren Liebesgaben zu Hülfe gekommen find. Den Empfang derselben mit 17 fl. 27 kr. bescheinige ich hiermit unter dem Bemerken, daß solche zum Ankauf von Futter für's darbende Vieh verwendet worden. Wingershausen, im Februar 1870. J. Briegleb, co. Pfarrer. Bekanntmachung. Vom 1. März ab werden bei dem Postamte in zedberg außer den berelts gegenwärtig zum Verkauf zbangenden Sorten noch Bundes⸗Wechsel⸗Stempel⸗ Darken und gestempelle Wechsel⸗Blankets zum Stempel⸗ rage von 22½ Groschen ausgegeben werden. Darmstadt den 25. Februar 1870. Der Bundes Ober⸗Postdirector Vahl. Holz-Versteigerung. 3 Freitag den 4. März d. J., Vormittags 9 Uhr, bnd im Ober ⸗Rosbacher Gemeindewald, District Uerberg und Salzberg, folgendes Holz öffentlich meist⸗ btuend versteigert: 2 Stecken Birken⸗Prügelholz, 1 5 Eichen ⸗ 5 663 Buchen ⸗Stockholz, 3369 Wellen„Reisholz, 229 Eichen⸗ 2 88 Nadel⸗ 5 1 Eichen- Stamm ven 22“ Duchmesser und 15“ Länge, 57 Cubiksuß haltend. Die Zusammenkunft it an der sleinernen Brücke an „ Sang. Ober⸗Rosbach am 24. Februar 1870. Großherzogliche N Ober⸗Ros bach le cher. Holz ⸗Versteigerung. n Freitag den 4. März, Morgens 9 Uhr anfangend, len im Gambacher Gemeindewald folgende Holz⸗ mente versteigert werden: 36 Eichen⸗Baustämme von 7— 12“ Durchmesser und 25 50“ Länge, 850 Cubiksuß enthaltenb, 800 Fichtenstangen von 10— 35“ Länge, 900 Cubik⸗ fuß enthaltend. 7000 Gemischte Forstwellen. Das Bauholz wird Vormittags und das Brennholz guchmittags verflelgert. Die Zusammenkunft ist im Dickenwald am Pflanz⸗ garden. Gambach am 25. Februar 1870. Großherzogliche een Gambach a u x. 329 Gulden ig liegen in der Kirchenkasse uderweiten Ausleshen bereit. Ztegenberg am 26. Februar 1870. Bindewald, Kirchenrechner. Fertige Bauhölzer 500 in allen Dimenstonen bis 60“ Länge und 10“ Stärke, 5 und ungeflößt, beschlagen oder geschuttten, per abilfuß 10 kr. franco Babnbof Friebberg empfiehlt S. Katzenstein, Holzhandlung in Gießen. zu Münster zum 576 Ein Wohnhaus, Scheuer und Stall, auch nach Belleben 2 Morgen Land, hat zu verkaufen Heinrich Wolf, Nieder- Mörlen. Ein vollständiges Logis, 572 sowse zwei möblirte Zimmer mit Cadineten, hat zu vermiethen Fr. Hilbrecht Wittwe, nachst dem Babhnhose. Versteigerung. 570 Wegen Aufgabe der Oekonomie läßt der Unter⸗ zeichnete Mittwoch den 9. März d. J., Morgens 9 Uhr ansangend, in seiner Hofratthe RNachstehendes öffentlich versteigern: 1 große Quantität Weizen-, Korn⸗, Gerfle-, Hafer⸗ und Erhsenstroh; desgleichen auch die Spreu von der⸗ selben Gattung gemischt, beides in größeren und kleineren Abtheilungen; ferner 1 Vorderpflug und 2 Hinterpflüge; 2 Eggen, wovon die eine noch ganz neu ist, sowie noch viele einzelne Theile der Ackergeräth⸗ schaften; 1 einspänniges Pferde-Wagengeschirr mit neuem Kummet; 1 altes Kummet;z 1 Reitsattel; 1 Wagendeichsel; 1 Wagenscheere; 1 Hemmwerk; 1 Rad. schuh; Ketten verschiedener Art; 1 Kasten mit Brill auf 1 zweispännigen Wagen; 1 großes schweres Pfubl⸗ aß; 1 Krautfaß; mehrere andere Zässer und Bültchen; 2 steinerne Tröge und Krippen; 1 großer Gußkessel; 2 gleiche Paar Wagenräder; 1 eiserne Achse; zwei Karrenbette; 1 Strohbank; 2 Dickwurzmühlen; 1 Futter- kasten; 1 Paferreff und Sensen; 1 noch ganz gute Treppe von Eichenholz und mehrere kleine Fenster. Für Beträge üder fl. 5. wird gegen Bürgschaft Credit bis den 1. Juli d. J. gestattet. Berstadt bei Hungen. 8 C. B. Eichelmann. Rath und Hilfe 72 für Alle, die sich geschwächt haben, bietet in vollkommen reeller Weise das Buch: Dr. Uctau's Selbstbewahrung mit 27 patbol.⸗anatom. Abbildungen. Dasselbe ist bereits in 5 N 172. Auflage erschienen und hat, lt. allen Regierungen vor⸗ gelegten Denkschrift in 4 Jahren über 15,000 Personen ihre Gesundbeit verschafft. Verlag von G. Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig und dort, sowie in jeder Buchhaudlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen. 1 Getreide- Presshefe! 581 Von anerkannt vorzüglicher Qualität, rein und unverfälscht, das Zollpsund 4 30 kr. franco empfiehlt die Preßhesen⸗ und Spirttus⸗ Fabrik von Karl Jank in München, Rumfordsiraße Nr. 5. ——— 0 Glacé- Handschuhe, F. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Seiz ane; 20. Februar. Wilhelm Fink, Bürger zu Remrod, Kr. Alsfeld, und Taglöhner dahier, Sohn der Katharina Fink zu Romrod, und Katharina Dauber, Tochter des Bürgers und Schieferdeckers Heinrich Dauber zu Batten⸗ feld im Königl. Preuß. Hinterlandskreise. 13. Februar.(Zu Darmstadt.) Philipp Reinhard Vogt, hies. Bürger und Stadtrechner, Sohn des 7 hies. Bürgers, Metzgermeisters und Gastwirths Johann Adam Vogt und Louise Susanne Marie Karoline Bitriarius, Tochter des 1 hies. Bürgers und Schoͤnfärbermeisters Joh. Philipp Vilriarius. Getauft e: 5 20. Februar. Dem Bürger zu Romrod im Kreis Alsfeld und Taglöhner dahier Wilhelm Fink eine Tochter Maria Katharina, geb. den 25. Januar. 20. Februar. Dem hies. Bürger, Küfer⸗ und Bier⸗ brauermeister Hildebrand Sang eine Tochter Anna Maria, geb. den 22. Januar. 21. Februar. Dem hies. Bürger und Großherzoglichen Rentamtsdiener Michael Jung ein Sohn Joh. Friedrich, geb. den 12. Januar. Beerdig te: 21. Februar. Katharina Hofmann, geb. Heck, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Saulermeisters Johann Hart⸗ mann Hofmann, alt 74 Jahre 6 Monate 17 Tage, 7 den 19. Februar. 21. Februar. Johann Philipp Muth, hiesiger Bürger und Schuhmachermeister, alt 61 Jahre 9 Monate 4 Tage, den 19. Februar. 23. Februar. Ungetanfte Zwillingssöhne des Bürgers zu Ortenberg im Kreise Nidda und Großh. Hofgerichts⸗ advokaten dahier Hermann Jdckel, alt 11 Tage, t den 22. Februar. 24. Februar. Katharina Nees, geb. Rudolph, Wittwe des verstorbenen hiesigen Bürgers und Handarbeiters Franz Nees, alt 83 Jahre 5 Monate 14 Tage, f den 22. Febr. 24. Februar. Johann Magnus Dapper, Handardeiter dahier, heimathberechtigt zu Staufenberg im Kr. Gießen, Sohn des 1 dortigen Bürgers und Drechslers Johann Friedrich Dapper, alt 70 Jahre 2 Monate 13 Tage, gest. den 22. Februar. Kathslische Gemeinde. Getaufte: 16. Februar. Dem Kaufmann und Bürger zu Bad Nauheim Johannes Conrad Antoni eine Tochter Pauline Katharina Wilhelmine Mathilde, geb. den 6. Februar. 20. Februar. Dem hiesigen Bürger und Kupferschmied Goltsried Mondigler ein Sohn Heinrich, geb. den 10. Febr. Beerdigte: 7. Februar. Karl Friedrich, Söhnchen des Bezirks⸗ el owebels Christian Eimer dahier, alt 5 Monate, fam 5. Februar. 5 15. Februar. Anna Elisabetha Simmrock, alt 87 Jahre, Fam 13. Februar. 1 J S . . * ein größerer Gewinn zufällt, Gemüse-, lundwirthschaftl., Wald-& Blumensamen Ne- Dee ere. ee Ge eee ee Deere co Co e. GC Gesang⸗Verein Frohsinn. 581 Zur Vermeidung von Mißverständnissen bemerken wir, daß die zu unserer heute 5 Abend stattfindenden Abendunterhaltung ausgegebenen Karten nur für die geehrten Subscribenten Gültigkeit haben und eine Uebertragung auf andere Personen nicht zu. G lässig ist. Der Vorstand. 00 SS e e e e e e e e- e D De e e d- Kölnische Feuer⸗Versicherungs-Gesellschaft 1 COLONIA. Grundkapital fl. 3,250,000. 559 Wir beehren uns hiermit zu veröffentlichen, daß wir neben der von Herrn Fritz Hecht zu Friedberg verwalteten Agentur der Colonia eine solche dem Herrn Rechnungspraktikanten J. Faatz in Friedberg übertragen haben. Darmstadt, im Februar 1870. Die General-Agentur der Colonia J. G. Kahlert 8 Söhne. Im Auschlusse an Obiges empfehlen wir uns hiermit zur Vermittelung von Ver— sicherungen beweglicher Gegenstͤnde jeder Art, als häusliches Mobiliar, Waaren, Vieh, Feldfrüchte u. s. w. zu billigen, festen Prämien gegen Brand— schaden bei der Colonia und sind zu jeder Auskunft und Anleitung bei Versicherungsnahmen, deren Formalitäten bei der Colonia auf ein Minimum beschränkt sind, gerne bereit. Friedberg, im Februar 1870. Fritz Hecht& J. Faatz. Pferde ⸗Markt zu Frankfurt a. M. am 4., 5. und 6. April 1870. 311 Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit schönsten Musterplätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermehrt wurden, find zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. 12 8 9 Ben ——— am 4. April nebst Vertheilung von Ehren⸗Preisen an die Besitzer der besten Prämiirung zu Markt gebrachten Pferde. f V 1. am 6. April öffentlich vor Notar und Zeugen von 62 der schönsten Reit⸗ er oosung und Wagenpferde, 10 vollständige vier-, zwei⸗ und einspännige Equipagen, nebst completten Geschirren, sowie sonstigen Reit- und Fahr⸗Requisiten im Werth von ca. fl. 70,000, wenn 40,000 Loose verguffen find. Anfragen und Bestellungen auf Stallungen, sowte auf Loose, Letztere à Thlr. 1.(fl. 1. 45.) pr. Stück beliebe man franeo an den Seeretalr des unter zeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag kranco mit seutlscher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung franco und recomandirt gewünscht wird, find die erforderlichen Marken einzusenden. Auswärtige Theilnebmer, welche ihre Loose durch das Secretariat direct beziehen, werden, falls ihnen davon— sowelt thunlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesetzt. Der Vorsitzende des Landwirthschaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag. 2* 7 7 2 7 7(———** Epileptische Krämpfe(Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doctor O. Killisch in Berlin, 6 Mittelstraße 6— Beretts über Hundert geheilt. 381 Mein diesjähriges Verzeichniß über ift erschienen und wird zur gefälligen Benutzung gratis und franecs versendet. Georg Andreas, Samenhandlung„zum steinernen Haus“ in Frankfurt a. M., Markt 44. Sanitäts Controle. 53 Die täglich mehr um sich greifenden Fälschungen der Chocoladen machen ein Product wie es sein soll— pure Cacao mit Zucker— fast zur Seltenhelt. Gemahlene Cerealien, Fette, Farbe und Gewürze sind oft der ausschließliche Bestand von Erzeugnissen, welche als Chocolade verkauft werden. Es ist evident, daß auch der reelle Fabrikant hierdurch in Mitleidenschaft gezogen wird. Um unserseits jedem Mißtrauen zu begegnen, haben wir unsere Chocoladen-Fabtik in ihrem ganzen Umfange unter sanitäts poltzesliche Controle gestellt.— Die Aufficht wird durch stetige Analyse, sowohl der zur Verwendung kommenden Rohfioffe als der fertigen Producte gehandhabt und bietet den Consumenten die sichere Garantie, eine der Gesund— heit durchaus zuträgliche Chocolade zu genießen. Wir empfehlen ganz besonders den Herren Aerzten und Apothekern, Verwaltungen von Hospitälern und Pensionen unsere Cacao Erzeugnisse, welche in Tafeln, gepulvert und entölt in den hauptsächlichsten Geschäften Deutschlands käuflich ind. Franz Stollwerck& Söhne in Cöln a. Rhein. Aren el. Papen Für Scribenten! 102 kauft die 5 Ziegelei u: Bahnhof zu Nauheim. 524 Circa 30,000 gezogene Hamburger Kielfedern werden, um damit zu räumen, zum halben Fabrikpreis abgegeben, Leinene Miaschinengarne,, 8 580 sowie gefärbte und weiße Baumwoll⸗Garne, beides in allen Nummern, als auch meine beliebten Baumwoll- hosen⸗ und Bettzeuge eigner Fabrlkatton, nebst den sog. selbsigestrickten, melirt⸗blättigen Wämsen, in verschtedenen Gröben, in guter Waare und großer Auswahl billigst bei Derstadt bei Hungen. 1 Ch. Eichelmann Sohn, Färber. . M. Büdel, dem Rathhaus vis-à- vis. welches kochen 5 Ein braves Mädchen, kann, über⸗ haupt in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist und nur die besten Zeugnisse aufzuweisen hat, wird gegen hohen Lohn zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Dasselbe müßte sich jedoch auch zur Mitrelse nach Italten entschließen können. Näheres bei Dr. Henkelmann in Friedberg. — Nur noch heute! verkauf von Kunststüchen 585 mit Karten, Würfeln ꝛc. Jedermann kann damit die schönsten Kunststücke ausführen. e E. Schwarz aus Hamburg, Gasthaus zum steinergen Paus. Zimmer 16. 10 Gulden 575 find am verflossenen Donnerstag einem armen Manne auf der Chaussee zwischen Friedberg und Ossen⸗ heim verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, dieselben an die Exped. d. Bl. abzugeben. Glycerinseife, feinste Transparent, per Dutzend 48 kr.— 36 kr.— 256 kr. per Stück 6 kr.— 4 kr.— 3 kr. empfiehlt Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. Lehrstelle. 552 In ein Putz- und Modewaarengeschäft in Frankfurt a. M. wird ein junges Mädchen zur Ausbildung gesucht. Gegen mäßige Vergütung kann dasselbe Kost und Wohnung in der Familie erhalten. Franco-Offerte unter Gw. BB. 6 poste restante Frank⸗ furt a. M. e Aechter bayrischer, medizinischer Malzzucker, 566 anerkanntes bestes Mittel für Heiserkeit und Husten, ärztlich empfohlen. Haupt⸗Depot bei Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. Eine tüchtige Dienstmagd 560 wird gegen hohen Lohn gesucht. Von wem? sagt die Expedition. 8 567 Danksagung. 584 Allen Denfenigen, welche meiner hochbetagten Groß⸗ mutter, Katharina Nees, während ihres dreijährigen Krankenlagers liebevolle Unterstützung angedethen ließen, sowie Denen, welche die Verblichene zur letzten Rube— stätte geleiteten, meinen tiefgefübhlten Dank. Friedberg, im Februar 1870. Die trauernde Enkelin Katharina Nees. Danksagung. 583 Auen Denjenigen, welche unserem Sohne und Bruder Karl Schuch ar d die letzte Ebre erzeigt und uns so vitle Theilnahme be— wiesen haben, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Friedberg den 28. Februar 1870. 0 Die Eltern und Geschwister. Todes ⸗ Anzeige. 586 Allen Verwandten und Freunden hiermit die 4 schmerzliche Anzeige, daß es dem Allmächtigen 5 gefallen hat, heute Morgen um 6 Uhr unsere innigstgeltebte Tochter, Schwester und Enkelin, 15½ Jahr alt, nach längerem Leiden aus diesem Leben in ein besseres Jenseits abzurufen. 1 Wir bitten um stille Theilnahme. Das Leichenbegängulß findet Mittwoch den 2. März, Mittags 1 Uhr, statt.. Bruchenbrücken den 28. Februar 1870. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Best, Bürgermeister. Brodpreise vom 1. bis 18. März. Nach eigener Angabe der Bäcker. Fuͤr Friedberg, Bad Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch ꝛc. Preise vom 1.— 18. März. Für Friedberg, Bad Nauheim u. Butzbach: unverändert. ö Ausnahmspreise: Bei D. Fritz in Bad-Nauheim Schweinefleisch 19 kr.— Hammelfleisch bei sämmtlichen Metzgern 16 kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. 1.7 * 2 f Anthält — getreff 223 lebrer⸗! erzogll woͤhnlic besondet Befolgu 1. Inu Studirel Militätk II. 11. Def gericht und ho ertrinke Joseph Knaben umgeri sprang Verthol eignet glüdlit Theobo geführte schrist: zu verl schließun liche un und de Rebrach III Angeles Für die eingesan werben lersendun Aundbrie mandirte ohne W. talen, Porlo⸗ 2 kr. fü Absender Druchsach nicht erf eigenen Slalion Lung 0 Vdgchol Drucks Vorsch derart Gebülz Beschaf sich na chen 80 im Vor Rüüsch mit it müssen