1870. Vienstag den 1. Jebruar. M 14. an Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samfiag. Amtlicher Theil. Hetdeilen W ztr. Ardeiten. ig.) Regierungsrath Trapp, der Sectionsvorsteher Großherzogl. Steuer- Commissar Hechler und circa 60 Vereinsmitglieder. Nachdem der Sectionsvorsteher Großh. Steuer- Tommissär Hechler die Anwesenden begrüßt hatte, wurden sofort n Gemäßheit der Tagesordnung folgende Fragen der Diskussion zuterworfen. tukluthl d. N. Mun 1) Durch das Eingehen vieler kleinen Brennereien in Folge der n ke ketzigen hoheren Besteuerung wird sich fur nicht wenige Wirtihschaften b, e ue, l 1 1 z 98 Nathan i Futtermangel einstellen. Dadurch werden veränderte Anbauverhältnisse 1 jeboten sein; welches sind für die hiesige Gegend die zweckmäßigsten org Faid ind lohnendsten? 1 Allsenig gab sich lebhaftes Bedauern über die Nothwendigkeit er Einstellung der meisten kleinen Brennereien kund, welche sich bei em Mangel an Wiesen in der Wetterau um so fühlbarer machen werde, mehr der Landwirth zur Fütterung in dem Abfall aus den Bren— iertien einen Ersatz für diesen Abgang gefunden habe. Ein Aequi⸗ N valent wird schwerlich gefunden werden, doch weist die eingetretene Biet lenderung in den seitherigen Verhältnissen darauf hin, die vorhan— enen Wiesen, so weit als ausführbar, zur Erzielung des höchstmög⸗ tperger. ichen Grasertrags,-wie dies bereits in verschiedenen Gewarkungen — eschehen ist, einer Verbesserung zu unterwerfen und künstliche Ent von Münzenberg empfiehlt al nd Be wässerungen anzulegen. * en Landwirthen der Wetterau, den seitherigen Kartoffelbau auf die Oberverwalter Lorenz . Halfte zu beschrägken und dafür Luzerne und Runkelrüben zu ziehen, und glaubt, daß hierdurch einigermaßen geholfen werden könne. 1 2) Der Obstbau hat in den letzten Jahren in einigen hiesigen unn Zemeinden glänzende Resultate geliefert; dem ohnerachtet wird er in um. manchen Gemeinden noch sehr wenig kultivirt. Wie ist mehr Interesse afür zu erregen und derselbe mehr zu heben? a Die Debatte über diesec Frage bewegt sich, nachdem Herr Steuer⸗Commissär Hechler die Mittheilung gemacht hatte, daß ie glänzenden Erträgnisse in dem vergangenen Herbste hauptsaächlich un den Gemarkungen Ostheim und Nieder⸗Weisel wahrgenommen wor— len, was um so auffälliger sei, als in beiden Gemeinden für den Obstbau gar nicht übermäßig viel geschehe und also wohl die gute 11 lage das schöne Resultat veranlaßt habe, zuerst über lokale Verhält- risse und gipfelt dann in der allgemeinen Ansicht, daß die Ausbildung von Baumwärtern für jede Geweinde als das beste Foͤrderungsmittel für den Obstbau bezeichnet werden müsse. Der J. Direktor, Regierungsrath Trapp:— Seit nehreren Jahren seien in dem Budget des Bezirksvereins namhafte „ Deträge zur Unterstützung junger Leute aus dem Kreise, welche durch 10 Kras— Pesuch einer Fachanstalt, die nöthigen Kenntnisse in der Obstbaum— 1 zriedrig saltur sich zu verschaffen geneigt wären, vorgesehen, ohne daß auffal— 58 del ander Weise davon Gebrauch in wünschenswerther Ausdehnung ge— wacht werde; bis jetzt seien zwölf junge Leute auf Vereinskosten in er pomologischen Anstalt zu Reutlingen ausgebildet worden, von nelchen sich Philipp Bender in Södel besonders auszeichne. Neben zer Ausbildung von Baumwärtern empfehle sich auch zur Hebung der Obstkultur Bezug von Stämmen aus großen anerkannt vorzüglichen Obst— 6 dumschulen, wie eine selche des Fiskus bei Hof-Rheinfelden zu Waller— rst üädten bestebe.(Redner theilt Exemplare des Verzeichnisses der dort **„ habenden Stamme aus). Es sei Hoffnung, daß eine ähnliche zu 1 Salzhausen für unsere Provinz gegründet werde, was um so vortheil— 4 7701174 hafter für uns erscheine, weil sich für die immerhin rauhere Gegend 0%,„r Wetterau, aus milberen bezogene Bäume weniger eignen. Er 0 gate schließlich, insbesondere die Herren Bürgermeister, ihn in seinem Lestreben junge Leute zum Besuch der Baumwärterschule zu gewinnen, 0 enn, Nunterstützen, da dies ja nur im Juteresse der Gemeinden liege. 117% Deconom Konrad Schudt von Steinfurth weist darauf e m, daß die Baumwärter nur zweimal im Jahre in der Lage seien, „sonderen Verdienst zu machen. Dieser Umstand trage seiner Ausicht nach die Schuld daran einmal, daß die vorhandenen Baumwärter von en Baumbesitzern zu wenig zugezogen würden, weil sie für ihre Dienst— Geschehen Butzbach den 29. Dezember 1869. Protokoll über die Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg, Section Butzbach, zu Butzbach. Gegenwärtig der I. Direktor des Bezirksvereins Großherzoeglicher leistungen in den beiden Jahreszeiten einen zu hohen Kohn in Anspruch nähmen, andererseits aber, daß die Ergreifung der gebotenen Mittel zur Ausbildung als Baumwärter so wenig Liebhaber finden, weil diese eben ihre Thätigkeit in einem großen Theil des Jahres lahm gelegt wüßten. Es empfehle sich darnach zu erwägen ob nicht Baum— wärter mit firen Besoldungen anzustellen seien oder wenigstens denen, die sich ausbilden wollten, ein ständiger Verdienst in Aussicht gestellt werden konne. Weiter halte er auch für den Obstbau förderlich, wenn Seitens der landwirthschaftlichen Vereine Prämien für vorzüg— liche Leistungen darin an Privatobstbaumzüchter ausgesetzt würden. Lehrer Rapp von Gambach schließt sich dem Vorredner, was dle Stipulirung einer festen Besoldung für Baumwärter anbe— langt, durchaus an und hält es für zweckentsprechend, wenn dies aus Gemeindemitteln geschehe. Jedenfals könne man die Gemeinden hierzu in gleicher Weise für verpflichtet erkennen, wie sie für den Schutz der Felder durch Anstellung von Feldschützen mit fester Besol— dung zu sorgen habe. Es sei sicher, daß nur durch eine solche oder ahnliche Einrichtung Baumwärter auch auf die Dauer und in aus— reichendem Maße zu erhalten seien; Redner erwähnt noch einer in Preußen bestehenden guten Maßregel Dort sei mit jeder Volksschule obligatorisch eine Baumschule verbunden und der Unterricht in der Obstkustur mit gleichzeitiger praktischer Demonstration dem Lehrer zur Obliegenheit gemacht. Auch für unsere Verhältnisse lasse sich eine derartige Einrichtung nur empfehlen. Beigeordneter Vogt von Butzbach: Es mache einen unangenehmen Eindruck, wahrnehmen zu mussen, daß die Obstbäume der Gemeinden in außerordentlicher Weise vernachläßigt würden; das schlechte Beispiel der Gemeinde habe Einfluß auf die Privatbaum⸗ besitzer, er halte in erster Reihe eine Einwirkung auf die Ortsvor— stände für sachgemaͤß, damit durch eine bessere Pflege der gemeinheit⸗ lichen Obstbaumanlagen, eine mitunter nicht unergiebige Einnahme- queile den Gemeinden nicht verschlossen bleibe, die Privaten würden dann schen nachfolgen. Gutsbesitzer Bender von Gambach empfiehlt so viel wie möglich gewohnliche Obstsorten anzupflanzen, die einen regele mäßigeren und ergiebigeren Ertrag abwurfen; auch er halte für die erste Nothwendigkeit die Vermehrung der gelernten Baumwärter, diese könnten dann den jungen Leuten ihrer Gemeinden die nöthigen Kennt⸗ nisse beibringen. Kreisassessor Haas glaubt einen Grund in der seitherigen geringen Anmeldung in der entfernten Lage der seither von Aspiran— ten aus dem Kreise unter Beihülfe des Bezirksvereins besuchten Anstalt in Reutlingen finden zu sollen, und weißt darauf hin, daß diesem Mißstand durch die Einrichtung eines Cursus für Obstdaum— wärter in Darmstadt also in unserer Nähe abgeholfen sei. Wenn dieser Cursus auch zunächst fur Theilnehmer aus Starkenburg de⸗ stimmt sei und die Kosten von dem landwirthschaftlichen Verein dieser Provinz getragen würden, so wisse er doch aus einer früheren An— frage, daß derselbe auch Schülern aus Oberhessen nicht verschlossen wäre; er sordere daher die Versammlung auf bei ihren Bemühungen, Bewerber um den Zuschuß aus der Bezirksvereinskasse zu ermitteln, diesen Umstand zu berücksichtigen, da gewiß ein junger Mann, schon der geringeren Reisekosten wegen, lieber nach Darmstadt, als nach Reutlingen gehe. 3. Ist das Einsperren der Tauben zur Saatzeit noͤthig und sind dehfallsige Vorschristen zum Einsperren wirklich gerechtfertigt e Veranlassung zu dieser Frage der Tagesordnung gab eine der landw. Zeitschrift beigegebene Denkschrift des Herrn Pfarrer Snell zu Reichelsheim im Kreise Friedberg betitelt: Einige Winte zur Be— kämpfung der Unkräuter. Der Gegenstand ruft eine lebhafte Die— kusston hervor in welcher sich theils für, theils gegen das Einsperren Meinungen geltend machten. Wahrend Oeconom Schudt von Steinfurth eine Einsperrung der Tauben nicht für geboten erachtet, weil dieselben erwiesener Maßen eine große Quantitat Unkrautsaamen von den Feldern ver— tilgten, und der hierbei an der Einsagat verursachte Schaden um deß— willen nicht hoch anzuschlagen sei, weil die oben liegenden Saatkorner wohl keimten aber keine oder nur schlechte Frucht gäben, und die meisten anwesenden Bürgermeister auf die Frage des J. Directors zugaben, daß von ihnen das Fliegenlassen der Tauben gar nicht oder sehr selten verboten worden sei, sind Verwalter Junghaus und Kreisassessor Haas der Ansicht, daß, zugegeben den Nutzen welchen die Tauben durch Vertilgung von Unkräuter der Landwirthschaft leisten, im Falle der Aufhebung des Art. 79 des Feldstrafgesetzes die Tauben⸗ zucht sich bedeutend vermehren wurde und daun der Schaden den Nutzen übertreffe, wie Erstrer glaubt, schon wegen der mißbräuchlichen Vorliebe der Landwirthe ihr Federvieh sich auf Andrer Kosten er— nähren zu lassen. Bürgermeister Fenchel von Griedel hält für nicht er⸗ wiesen, daß das zu Tag liegende Saatkorn keine Frucht gebe, da stets auch in den Furchen Frucht aufkomme. Bei einer Abstimmung erklärt sich die überwiegende Mehrheit der Versammlung für Aufrechterhaltung der Bestimmung des Art. 79 des Feldstrafgesetzes. 4. Welchen Einflu wird die Eröffnung der neuen oberhessischen Eisenbahnen auf die hiesigen örtlichen Verhältnisse ausüben? Der Sectionsvorsteher hegt die Befürchtung, daß der Verkehr auf der Straße zwischen Butzbach und Lich bedeutend ab⸗ nehmen werde, da durch die Bahnen der Transport von Gütern und insbesondere landwirthschaftlicher Producte besser und billiger aus— geführt werde. Kreisassessor Haas glaubt, daß, wenn sich der günstige oder ungünstige Einfluß der beiden Bahnlinien auch noch nicht mit Sicherheit absehen lasse, die Frage doch besondere Erwägung verdiene, da durch die Bahnen für unsern Bezirk der Bezug von Stoffen und Erzeugnissen aus dem nördlichen und östlichen Theil der Provinz erleichtert werde, er erinnere an die guten Wiesen des Vogelsberg; der Heubezug daher sei für die wiesenarme Wetterau von Bedeutung, obgleich in dieser Beziehung möglicher Weise auch von weiter her, bei dem jetzigen, bei Versendung des Heu's angewendeten Verfahren des Einpressens desselben in kleine Ballen, und besonders aus bedeu— tende Quantitäten benutzenden großen Städten bei den erleichterten Verkehrsverhältulssen im Heuhandel des Vogelsbergs große Concurrenz zu erwarten stehe. 5) Sind in der hiesigen Gegend Versuche mit der Guͤlich'schen Kartoffelbaumethode gemacht worden und welches waren die erzielten Resultate? Bürgermeister Schultheis von Steinfurth, welcher Versuche ge— macht hat und darüber zu referiren in der Lage ist, ist nicht anwesend. Verwalter Junghenn von Griedel hält die Methode für schweren Boden für sehr geeignet, bei uns empfehle sich ihre Anwen— dung deßhalb nicht, weil sie hauptsächlich bewirken wolle die Kartoffel vor Feuchtigkeit zu schützen und das tiefe Bauen zu ersparen und der Nutzen mit der Schwierigkeit der Ausführung nicht harmonire. Gutsbesitzer Bender: Es sei zweifellos, daß durch Anwen— dung der Guͤlich'schen Methode ein höherer Ertrag zu erzielen sei und auch bei uns dies bewirkt werden könne. Die entstehenden Kosten seien aber zu bedeutend und die Bestellung zu complicirt, am ersten eigne sie sich noch für kleine Parzellen. 6) Die Neuwahl eines Mitgliedes der Faselbesichtigungs⸗Com⸗ mission wird ausgesetzt und Steinfurth als Ort für die nächste Sitzung der Section Butzbach von der Versammlung bestimmt. Zur Beglaubigung: n Die unterzeichnete Stelle bringt hierdurch zur Kenntniß der betheiligten Industriellen, daß die vom Bundesrath des Zollvereins erlassenen neuen Regulative(— Niederlage-Regulativ, Begleitschein⸗Regulativ und Regulativ über die zollamt⸗ liche Behandlung des Güter⸗ und Effecten⸗ Transports auf den Eisenbahnen—), welche am 1. Februar d. J. in Wirk⸗ samkeit treten, gegen Ersatz der Druckkosten und zwar: Hechler. Haas. m Mo ü n g. Für ein Exemplar des Niederlage-Regulativs von 12 Krenzern, 1 7 7. Begleitschein⸗ 1 57 27„ e 7„„ Eisenbahn⸗ 5 7 18„ bei derselben abgegeben werden. Gießen den 24. Januar 1870. Eroßherzogliches Haupt-Zollamt Müller, Martin, Mickler, Oberzoll-Inspector. Hauptzollamts⸗Rendant. Hauptzollamts-Controleur. Hessen. Darmstadt. Ein Erlaß des Ministeriums des Innern schärft die Bestimmungen wie unsere zweite Kammer gerichteten Aktenstückes mene Adreßdebatte war sehr lebhaft. von Seiten des Wetterauer Boten nicht für son- einleitenden Rede des Referenten Jörg erklärt der Nach einer ein, welche das Mitnehmen schulpflichtiger Kinder auf Reisen von Schauträgern, Kleinhändlern und ähnlichen herumziehenden Individuen verbieten, und verfügt zugleich, daß Kinder unter 14 Jahren von ihren herumziehenden Eltern zu sogenannten künstlerischen Darstellungen, zu welchen sie, wie das Ministerium hervorhebt, die Befähigung in der Regel nur unter schweren Mißhandlungen er langt haben, nicht verwendet werden dürfen. Dit Kreisämter sind beauftragt, in die Erlaubnißscheine für Kunstreiter, Seiltänzer, Gymnastiker u. s. w. jedesmal ausdrücklich die Bedingung aufzunehmen, daß zu den Darstellungen Kinder unter 14 Jahren nicht verwendet werden dürfen, und daß die Er⸗ laubniß zur Fortsetzung der Darstellungen verwirkt und der Inhaber sofort in seine Heimath ver— wiesen wird, wenn er dieser Bedingung entgegen— handelt. — Nach dem„Fr. J.“ beabsichtigt der Abg. Hunsinger in der zweiten Kammer mit einem neuen Antrage bezüglich des Modus, nach welchem die Communalumlagen erhoben werden sollen, her— vorzutreten. Ueber den Inhalt dieses Antrages ist noch nichts bekannt geworden. Friedberg. Die in Nr. 12. ds. Bl. gebrachte Mittheilung über eine von dem Gemeinde— rath unserer Stadt in Betreff der Anwendung der Einkommensteuerkapitalien bei dem Ausschlag der Communalumlagen an die zweite Ständekammer gerichtete Eingabe, insbesondere die Bemerkung, daß dieselbe„sonderbarer Weise schon mehrere Tage vor ihrer Ausfertigung im Wetterauer Boten veröffentlicht worden“, hat den Letztern veranlaßt, derbar gehalten wird, so gibt es dagegen auch wieder Leute, die so etwas für mehr als sonder— bar,'die es sogar für sehr unpassend halten. Die Meinungen sind eben verschieden, darum— Punktum. Alsfeld. Nach einer Mittheilung der„Darmst. Ztg.“ wurde bei der Wahl des Abgeordneten für Len norddeutschen Reichstag im dritten hessischen Wahlkreise Se. Erlaucht der Erbgraf Friedrich zu Solms-Laubach in Arnsburg mit 5984 von 6466 abgegebenen Stimmen gewählt. Professor Dr. Lange in Gießen erhielt 393 Stimmen. Preußen. Berlin. Am 27. Jan. wurde im Gebäude des Bundeskanzleramtes die dies- jährige Session des Bundes rathes des norddeut- schen Bundes eröffnet. Fulda. Nach dem„Fuld. Anz.“ hätten die in Rom versammelten deutschen Bischöfe die An- gelegenheit bezüglich der in Fulda ins Leben zu rufenden katholischen Universität baldigst zur Aus- führung zu bringen versprochen, und der Erzbischof von Köln hätte schon vor seiner Abreise nach Rom Schritte gethan,'n seiner Erzdiöcese ein Diöcesan⸗ Comite zur Sammlung von Beiträgen zu consti⸗ tuiren. Aus der Dlötese Fulda hat sich vor Kurzem wieder ein ungenannter Pfarrer als Gründer mit 300 Thlr. angemeldet. Bayern München. Die Adreßdebatten in der Reichsrathskammer waren überaus lebhaft. Herzog Karl Theodor, Guttenberg und Graf Bothmer erklärten sich für das Ministerium, Thüngen begründet das Mißtrauensvotum gegen das Mini- sterium. Hohenlohe vertheidigte seine ministerielle einen sehr großen Kessel dieserhalb aufzuhängen und einige Spalten seiner letzten Nummer mit Erläuterungen, Erwiderungen u. s. w. zu füllen. In All' dem Gesagten ist aber die erwähnte That⸗ sache nicht widerlegt, sondenn vielmehr zugestanden worden. Inbeg Thätigkeit. Der Finanzminister verlangte Nach⸗ weis einer Amtshandlung, welche einen Vorwurf begründen könnte. Der Handelsminister recht fertigt seine angegriffene Zollparlamentspolitik. Schließlich wurde der Entwurf des Ausschusses, welcher die Stelle enthält, das Vertrauen werde selbst wenn der Gemeinderaths nur zurückkehren, wenn es dem Könige gelinge, bei Berathung der Eingabe sich für deren Ver- Männer als Kronräthe zu finden, welche in gleicher öffentlichung ausgesprochen, verfrühte Einsendung an den Wetterauer Boten so wird damit die Weise das Vertrauen des Königs wie das des Landes besitzen, mit geringen Modificationen mit nicht gerechtfertigt, und wenn eine so voreilige allen gegen 12 Stimmen angenommen. Veröffentlichung eines solchen an eine Körperschaft — Die in der Abgeordnetenkammer vorgenom- Ministerpräsident Fürst Hohenlohe:„Die Adresse verlangt einen Leiter der auswärtigen Angelegen⸗ heiten, der das Vertrauen des Landes besitzt, was mir fehlen soll. Wenn der Referent und seine Genossen im Ausschusse mich nicht für fähig halten, die abgeschlossenen Verträge zu deuten, so will ich darüber nicht streiten und nur meine Thätigkeit und die Grundsätze meiner Amtsführung beleuchten, Sie zu vertheidigen, ist unnöthig, da die Thron— rede derselben anerkennend zugestimmt hat. Die Ziele meiner Politik sind das Festhalten an den Verträgen und die Aufrechthaltung der Selbständig⸗ keit Bayerns. Ich bin stolz darauf,“ fährt er fort,„die durch die Allianzverträge übernommenen Verpflichtungen und die Pflicht gegen das gesammte Deutschland zu erfüllen, ebenso den Zollvereins⸗ vertrag, dem beide Kammern zugestimmt haben, zu erhalten.“ Wenn die Adresse den Vertragsbruch verwerfe, so müsse er— sagt der Ministerpräsident ferner— bemerken, daß es einen offenen und einen versteckten Vertragsbruch gebe. Die Regierung habe Alles gethan, um die Zersplitterung Deutsch⸗ lands zu vermeiden und die Selbständigkeit des Landes und die Rechte der Krone zu erhalten; die Zukunft werde lehren, daß kein bahyerischer Minister einen anderen Weg zur Einigung Deutsch⸗ lands und der Erhaltung der Selbständigkeit Bayerns gehen könne. Der Südbund sei ein Scheingebilde, eine rein theoretische Ausarbtitung, kein südveutscher Staat wolle sich zu Gunsten Bayerns Beschränkungen unterziehen. Redner be— ruft sich hierbei auf die Reden der Minister Varnbuler und Mittnacht. Er sei von jeher gegen die Annahme der jetzigen Verfassung des norddeutschen Bundes gewesen. Fürst Hohenlohe schließt mit den Worten:„Wenn das Mißtrauen gegen mich darin besteht, daß ich unfähig bin, ein doppeltes Spiel zu lreiben und meine freund⸗ lichen Beziehungen gegen die Bundesgenossen zu ändern, so ist ein solches Mißtrauen allerdings begründet.“ Nach der Rede des Ministers sprachen Sepp, Schleich, Kurz und Lukas entschieden gegen, Völk und Warm für das Ministerkum. — Dee Adreßentwurf der Majorität der Ab⸗ Dollinger college ablehne⸗ duft nic Agio! laßt, iht. entrückt u gelogen! ü tation ge garn N lungen f. un den zu erziele it. Du Naht die die sosor fordern! jenigen, wesens h. ihrer N. hällnisse ganze Vo verlangen und in doch den sech die Wir ber Jahren Hheule in * 8012 Ant nach Amer selben fin Landgeric widrigen werden w Friet 0 Nach Müller fannt if dufgesorde 8 Gilich 1 chen 1 erzielten der Urtsuche g 9* 91 anwesend Merbede eldede fur dre i An wen, Kartoffel 55 1 15 eder dard anwen, er g 1 4, Cortreleur zapdia⸗ * tnc U 2„A tgitrung 5 n Dtuisd 1* cordnetenkammer sagt bezüglich der Verträge mit p Nie wird eine Lockung zum Vertrags- sruche bei unserem Volke Eingang finden, aber vir leben in einer Zeit, die zu ensche denden krisen führt und wo von europäischen Rechts⸗ uständen kaum die Rede sein kann. Die Ver- räge mit Preußen sind erfahrungsgemäß der Deutung fähig und die möglichen Deutungen ver⸗ sreiten Beängstigung im Volke, daraus entspringt inwillkürlich das Verlangen nach einem Leiter der zuswärtigen Angelegenheiten, welchem das Ver- hauen des Landes entgegengetragen würde. — Wie verlautet, wird Stiftsprobst Dr. Döllinger die ihm von den Münchener Gemeinde zollegien zugedachte Ernennung zum Ehrenbürger blebnen und damit motiviren: er(Döllinger) ürfe nicht gescheben lassen, daß die durchweg eligibse Frage, welche jene Auszeichnung veran- Aßte, ihrer naturgemäßen innerkirchlichen Stellung utrückt und in ein ihr fremdes Gebiet hinüber— ezogen werde. Würtemberg. Stuttgart. Eine Agi⸗ ation gegen das jetzige Kriegsgesetz hat sich über anz Würtemberg verbreitet und Volksversamm⸗ Ungen finden in allen Theilen des Landes statt, im den Anschluß an eine gemeinschaftliche Ad resse erzielen, welche gegen erwähntes Gesetz gerichtet t. Der wichtigste Passus der Adresse lautet: Licht die Abschaffung des stehenden Heeres, nicht zie sofortige Einführung einer schweizerischen Miliz ordern wir unter den jetzigen Umständen. Die— enigen, welche letztere für die Zukunft des Wehr- vesens halten, können warten, bis die Vorurtheile brer Mitbürger schwinden und günstigere Ver— bältnisse ihren Wünschen Erfolg verspeechen. Das tanze Volk vereinigt sich heute, eine Form zu erlangen, welche das stehende Heer nicht verletzt und in seinem Wesen nicht kränkt, und welche doch den Uebergang zum Milizwesen bildet, falls sch die Gesetzgebung später zu diesem entschließt. Bir verlangen nichts, als was vor etwa drei gahren ein würtembergischer Kriegsminister, der 4 beute im Pensionsstande lebt, den Gesetzgebern des Landes vorlegen wollte: Allgemeine Wehrpflicht! Militärische Jugend vorbereitung! Kurze Präsenz! Oesterreich. Wien. Rechbauer und Ge— nossen werden einen Antrag einbringen der ver— fassungsmäßigen Behandlung des vom Confessions- ausschusse der: vorjährigen Reichsrathe vorgelegten Entwurfs, bezüglich der Regelung der Confessions— verhältnisse und des Civilehegesetzes, sodann den Ausschuß mit der Vorlage eines Gesetzentwurfes bezüglich der Concordatsaufhebung zu beauftragen. Frankreich. Paris. Die Regierung hat dem Staatsrath einen Gesetzentwurf zukommen lassen, durch welchen das Sicherheitsgesetz auf— gehoben wird. Sie hat ferner eine Commission von Staatsräthen, Abgeordneten und Journalisten niedergesetzt, welche ihr einen Bericht über die Frage des Stempels und der Caution für Zeitungen erstatten sollen. — Im gesetzgebenden Körper wurde die De— batte über die Handelsverträge fortgesetzt. Minister Ollivier erklärt, die Regierung sei entschlossen, der Berathung nicht als Partei, sondern als Zeuge beizuwohnen; nach vollendeter Untersuchung werde sie ein unpartelischer Schiedsrichter sein. Die Regierung halte es nicht für angezeigt, die Han— delsverträge zu kündigen. Die Kammer nabm schließlich mit 211 gegen 32 Stimmen die ein- fache Tagesordnung ohne jeden Zusatz an. Italien. Rom. Die Nachricht, daß die an den Papst zu Gunsten der Unfehlbarkeitsdogmen ausgesetzt zu sein. In ber Regel übergehen wir biese so und so vielmal wiebergekaute Spaltenfütterung und benken — nur immer zu— jedem Thlerchen sein Plaisirchen! Ein kürzlich im Anzeiger gebrachter Artikel be züglich einer von dem hiesigen Stadtvorstande beschlossenen Eingabe an die Kammer, den Ausschlag der Communalsteuern be⸗ treffend, hat nun abermals für den Friebberger Corre⸗ spondenten des„Wett. Boten“ Veranlassung zu zwei Ar⸗ tikeln gegen uns gegeben. Mit Bezug auf das oben Gesagte können wir den ersten Artikel füglich übergehen, zumal das in dem Artikel des Anzeigers mitgelheilte Factum als richtig zugestanden wird, unserem HertnEinsender überlassend, ob er die gemachten Gegenbemerkungen einer Erwiederung werth findet. Den zweiten Artikel in deß betressend, nehmen wir Anlaß, mit dem Correspondenten ein erustes Wort zu reden. Er bedient sich hier uns gegenüber der„Unwahrbeit“, und nach unserem Da⸗ fürhalten gegen besseres Wissen, da der wahre Sachver⸗ halt ihm genügend bekannt sein muß. Es wird näm⸗ lich in jenem Artikel mit auerkennenswerther Unverschämt⸗ heit behauptet, der„Oberhessische Anzeiger“ habe zur Zelt der hiesigen Reichstagswahl ein Inserat verbreitet welches dem hiesigen Stadtvorstande Veranlassunz zu einer gerichtlichen Klage wegen Schmätung gegeben, in Folge dessen der Redacteur des Anzeigers die Nen⸗ nung des Einsenders verweigert und die Ver⸗ antwortlichkeit für die erwähnte Schmähung übernommen babe. Der T⸗Cortespondent des Wett. Boten ficht zwar diesmal unter dem Zeichen des Kreuzes, aber nicht mit den ehrlichen Waffen der Wahrheit. Seine Unwahrheit wird um so perfider, da er wissen muß, daß die Klage des Stadtvorstaudes wegen jenes Inserates als unbegründet zu⸗ rückgewiesen worden ist, ohne daß die Redac⸗ ton um Nennung des Einsenders privatim oder gerichtlich angegangen wurde. Der Fricd⸗ berger Cortespondent des Wetterauer Boten weiß auch wohl recht gut, daß die Redaction des Anzeigers jenem gerichtete Petition mit 410 Unterschriften versehen worden sei, ist ungenau. Dagegen hat eine Gegen— petition bereits die Unterschriften fast aller deut⸗ schen, österreichischen und ungarischen und mehr ale die Hälfte der französischen Bischöfe erhalten. Erklärung. Seitdem wir den Inhalt unseres Blattes mit politischen Nachrichten erweitert, oder, um mit dem Friedberger Corre— spondenten des„Wett. Boten“ zu reden,„seitdem wir angefangen haben uns breit zu machen? sind wir daran gewöhnt, von Zeit zu Zeit den verschtedensten, theils ge⸗ hässigen theils albernen Angrissen in genanntem Blatte Inserate so ferne steht, als er selbst, das schadet aber nichts, — nur zu verleumdet, Etwas bleibt immer hängen. Wir dürsen nicht erwarten, der erwähnte Cortespondent werde so ehrlich und anständig sein, um einzugestehen, daß er sich der Unwahrheit in vorliegendem Falle bedient hat, oder daß er unter Nennung seines Namens die von ihm ge⸗ machten Angaben zu vertreten bereit ist; das verlangen wir jedoch, bevor wir ihn eines Weiteren als unge⸗ theilter Verachtung würdigen.—— Wir haben con⸗ stalürt, daß der Friedberger Correspondent des Wetterauer Boten hier die Unwahrheit gesagt hat und das genügt vor der Hand vollständig zur Würdigung der gegen und und unser Blatt gerichteten Angriffe. Lügen ist immer häßlich, zuweilen auch gemein. Die Redaction des Oberhessischen Anzeigers. g Edictalladung. 2 Anton Kopp II. von Langenbain beabsichtigt uch Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an den⸗ üben find binnen 4 Wochen bei Groß herzoglichem tundgericht Butzbach anzumelden und zu betzründen, drigenfalls ihm die Entlaffunge Urkunde ertheilt nerden wird. Frtedberg den 28. Januar 1870. a Großherzogliches Kreigamt Friedberg Trapp. Edictalla dung Nachdem über das Vermögen des Chrtstoph püller von Munster der förmliche Concursproceß Mannt ist, werden dessen gerichtsunbekannten Gläubtger ufgefordert, im Termin: Freitag den 18. Februar k. J., Vormittags 9 Uhr, 5 e Anspruche und deren Vorzugsrechte bet Meidung Irsschlusses von der Concursmasse persönlich oder durch chörig Bevollmächtigte geltend zu machen. Zugleich berden sie benachrichtigt, daß in diesem Termine die Fate vetsucht, Beschlüsse über die Verwerthung der Hasse, Bestellung eines definittoen Masstcurators, Wahl nes Ausschusses u. s. w. gefaßt werden sollen undd vnd von den Ausbleibenden oder nicht gehörig Bevoll- nichtigten der Beitritt zu den Beschlüssen der Masorttät her erscheinenden Creditoren unterstellt; als provisorischer Nasseverwalter ist Balthasar Repp von Münster ernannt ud können forthin nur an diefen gültige Zahlungen gbeistet werden. Butzbach den 28. Dezember 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresentus, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Holz ⸗Versteigerung. EI Fre'tag den 4. Februar 1870, Vormittags 9 Ubr, berden in dem hiesigen Gemeindewald, Distriet Auwald, lachnehende Holzsort'mente einer öffentlichen Ver⸗ degerung ausgesetzt, als; 72 Eichen-Staämme, 5799 Cubikfuß zu Werk- und Bauho z, 20 Sieden Eschen Scheitholz, 1„ Prügelholz, 26½„„ Stockholz, 1066 Eichen Wellen. f g Gegen vorschriftsmählgen Bürgscheln wird Credit his Maraint 1870 gegeben. Afsenhelm den 26. Januar 1870. Oroß herzogliche Bürgermeisterel Assenheim Bee st. Arbeils ⸗Versteigerung. 287 Zur Verlegung der Brenneret im fiskalischen Hofe zu Rockenberg sollen nachstebende Arbeiten, als: 1) Maurerarbeitslohn, veranschlagt zu 504 fl 56 kr. 2) Steinbauerarbeit 116 30„ 3) Zimmerarbeit 93„11„ 4) Dachdeckerarbeit 18„„ 9„ 5) Schreinerardbeit 193„ 6„ 6) Schlosserarbeit 1 7) Glascrarbeit 1 8 Veißbinderarbeit Die 9) Pflasterarbeit 8 10) Hieserung von 24,000 Russensteinen 288,—„ 11) 1„ 45 Büten Bön⸗ flädter Kalk 78„— 12 4„ 2 Cb.⸗Kiftr. Mauersand 22,— Donnerstag den 3. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, im Wirtholocale zur Gerste in Rockenberg öffentlich an die Wentigstfordernden versteigert werden Voranschläge und Bedingungen find von beute an, Morgens von 8 bis 12 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten einzuseben. Friedberg den 26 Januar 1870. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u 6. Mobiliar- Versteigerung. 278 Donnerstag den 3. Februar d. J., von Morgens 9 Uhr ab, werden auf freiwilliges Ansteben in dem Café frangais dahter diverse dem Herrn Carl Schmidt zugebörige Mobilien, namentlich: Commoden, Sophas, Wirths, ꝛc. zc. Tische, Stüble offentlich an den Meistbtetenden versteigert. Bad⸗ Nauheim am 26. Januar 1870. ch ut Hofraithe- und Garten-Versteigerung. nochmals öffentlich meistbtetend versteigert werden unter dem ausdrücklichen Bemerken, daß Nach edote nicht be. tlckfichtigt und dem Letztbietenden nunmehr der desinttive Zuschlag sofort erthellt wird. Jriedberg am 31. Januar 1870. Großherzogliches Ortsgericht Fouc ar. edberg Großberzoglichee Ortsgericht Bad⸗Nauheim S 320 Montag den 7. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Immobilien 70 Conrad Diebl J. dahter: 0 Flur. Nr. Kliftr. II. 478. 6,9. Hofralthe in der Stadt, IV. 49. 219. Grabgarten vor dem Malnzertbor Frucht⸗Versteigerung. 301 Donnerstag den 3. Februar d. J., Nachmittage 2 Uhr, sollen in diesigem Ratbbause von den Fruchtvorräthen: a. des vereinigten Armenfonds dahter 50 bis 100 Malter Korn und 50 Malter Gerste, d. des Auzustiner Schulfonds 40 Malter Gerste, o. der milden Stiftungen 12 Malter Korn und 32 Malter Gerste öffentlich metstbietend verfleigert werden. Friedberg am 28. Januar 1870. Groß berzogliche Bürgermeisterei Friedberg Jou car. Hofraithe⸗ Versteigerung. 321 Monteg den 7. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, soll in diesigem Raälhhause die vormals Peter Lebeaussche Hofratthe in der August ner Schulstraße dahier, nämlich: Flur. Nr. Klftr. II. 427. 118 5. Hofraitbe in der Stadt, bestebend in einem sehr geraumtgen zwel⸗ stöckigen Wohnbause. 2 Scheuern, Pferde-, Rindvieh- und Schwein⸗ ssällen, sowie einem großen Poftaume auf freiwilligen Antrag der jetzigen Besstzer öffentlich meiffbietend versteigert werden. Irtedbderg am 31. Januar 1870. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg e Topoi 0 Schränke, ein Tafelklavier, vieles Bettwerk, Por Versteigerungen. zellan, Glas, Daus- und Küchengeräthschaften u. w. 313 Aus den Vorrätden der Großderzoglichen Domäne Selgenhof und deren Vorwerken kommen auf Selgen hof Dienstag den 8. Februar 1870: 100 Centner Heu, 8 53 1 5 Zuder Bea à 1080 Pfund, parthieenweise und gegen Zablung det Verabfolgung, Mittwoch den 9. Februar 1870: 8 Stück 2½ jödrige Stiere, 5* 1½ läbrige 0 3 träck tige Kübe 2 Rinder Vogelsberger- 2 13 jährige 5 selochsen Race unter n zur Verlesung kommenden Bed ugungen zur öffentlichen Verskei ung. welche an fedem der dezelch neten Tage, Vormittags 40 Ubr, degennt. Schotten den 29. Januar 1870 Jrobherzogliches Rentamt Schotten cd p 0 Ake mittag 4 Uhr. um dem Wunsche mehrerer auswärtigen Lehrer nachzukommen, wird die Menagerie nicht, wie ursprünglich annoncirt, nur bis zum Sonntag den 30. d., sondern noch bis zum Sonntag den 6. Februar zur Schau gestellt sein. Kleeberg's große Menagerie. 298 Der weltberühmte Thierbändiger Kleeberg, durch seine Unerschrockenheit in ganz Europa„König der Wüste“ genannt, wird die Ehre haben, dahier noch bis Sonntag den 6. Februar täglich mit seinen Raubthieren zwei Vorstellungen zu geben, welche kein Thierbändiger im Stande ist nachzumachen. Erste Vorstellung mit Fütterung sämmtlicher Raubthiere Nach⸗ Zweite Vorstellung mit Fütterung sämmtlicher Raubthiere Abends 7 Uhr. Entrée: Erster Platz 18 kr. Zweiter Platz 9 kr. Das Uebrige besagen die Austrag⸗ und Anschlagzettel. * 1 2 4 8 2* 2 uno q 1 Oe io doo er ue ene eee ne neee n ee dap uns e eee eee enen eee ee ben eee us e een ee wee eee n ee hee g! dun rue ud ue eee ene en ee een eee eee d eden eee eee d eee d eu bungen% uhu Winehhe ufs ug bunfsoo ne zue us pogß 5 un aylebun ngo peu 612 uno. Pferde⸗Markt zu Frankfurt a. M. am 4., 5. und 6. April 1870. Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit schönsten Muslerplätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermebrt wurden, find zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. 55* am 4. April nebff Vertbeilung von Ebren-Preisen an die Besitzer der besten Prämiirung zu Markt gebrachten Pferde. Verloof. n am 6. Aprit öffenslich vor Notar und Zeugen von 62 der schönsten Reit⸗ 0 u 9 und Wagenpferde, 10 vollständige vier⸗, zwei⸗ und einspännige Equipagen, nebst completten Geschirren, sowie soustigen Reit- und Fahr⸗Nequisiten im Werth von ca. fl. 70,000, wenn 40,000 voose vergriffen find. Anfragen und Beslellungen auf Stallungen, sowie auß Loose, Letztere a Thlr. 1.(fl. 1 45.) pr. Stück bellebe mau lraneo an den Seeretalr des unter zeichnefen Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzabl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag trance mit culltcher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung tranco und recomandirt gewünscht wird, sind die ersorderlschen Marken einzusenden. Auswärtige Thellnebmer, welche ihre Loose durch das Seeretariat ötrect bezieben, werden, falls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon— sowett thunlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesetzt. Der Vorsitzende des Landwerlhschaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag. Epileptische Krämpfe FFallsucht) hellt brieflich der Specialarzt für Eplepsie Doctor O. HKilliseln in Berlin, 6 Miilelstraße 6— Berelte üter dundert Ee Zwei Dienstmädchen 315 werben auf Peterstag gegen bohen Lohn gesucht. Näheres bet Peter Döll. Ein Logis ge geg h en Hauses isi zu vermiethen und kann ieee e eee Bekanntmachung. Dic uv ung av Jupp= 3 Neun 1 0e uud id ugog 1 uv utobo uu u eiue unk usboogz 10 phie mu 20 255 Der Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß die Shocoladenfabrik von Franz Stollwerck& Söhne in Köln sich für die Reinheit ibrer Waaren verbürgt und ihre Fabrication unter sanitätspolizeiliche Controle 292 sreswillig gestellt hat, daß die zur Verwendung kommenden RNohmalersalien und Zugredienzsen, sowie auch die fertige Waare analifirt werden und dadurch dem Consumenten eine reine Chocolade, d. h. pure Cacao und Zucker garantirt wird. Köln, 1. September 1869. Dr. Herm. Vohl, Königl. Regterungscommissar und vereidigter Chemiker. Obige mit Recht empfehlenswerthen Chocoladen find stets vorräthig in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Butzbach bet Val. Wiestler, in pungen bel A. Buch, in Bad Nauheim bei Conditor B. Schier. Einschlagbaumwolle, sowle alle Sorten Strickbaumwolle empfiehlt Conrad Heß. Kliesern- elt. Japsen 25 Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. 289 317 Meine ungefähr 5 Minuten oberhalb der hiesigen Stadt, Statlon der Main-Weser Bahn, gelegene, mit binlänglicher Wasserkraft tels veisebene s. g. Weißmühle, welche sich auch zur Ankegung einer Fabrlk eignen, nebst Teich und Oekonomiegebänden, will ich freiwillig ver kaufen. Termin blerzu habe ich auf den 8. März d. J., Vormittags 10 Ühr, an Ott und Stelle bestimmt, wozu ich Kaufliebbaber mit dem Bemerken einlade, daß ich auf Verlangen auch noch elrca 69 K. Acker Land und Wiesen mitverkaufe. Neustadt in Kurhessen am 28. Januar 1870. Jakob Gies. Ein Mädchen 209 aud der Umgegend, welches das Kleidermachen erlernen will, kann soglelch eintreten; dasselbe kann Kost und Logis im Hause haben Elise Müller. Unbrauchbare Pferde, 276 zum ßülteru wilder There, werden angekauft in der Menagerie auf der Freiheit. Aerztlicher Verein. 322 peute, Dienstag den 1. Februar, Abends 6 Uhr, Versammlung. 324 An einem Teich, nicht welt von hier, Daust tief im Schlamm ein Ungethler, Ein Molch; ganz nach Amppibtenart Ist er gar fein und glatt und zart; Ein Zeder, der dem Teiche naht, Bußt selne Lust auf frischer That; Er zwickt und sticht, er zwackt und schindet, Wobel er feine Nabrung findet; Eln Jeder kriegt sür Geld und gute Worte Von der bekannten groben Mittelsorte. Oeffentlicher Dank. 318 Samstag den 29. Januar brach unser 7. Jahr altes Söhnchen auf dem Else der Burgbach dahier ein und wäre ertrunken, wenn nicht err Thrststlan Hartmann von hier rasch zu Hülfe geeilt wäre und das schon halb erstarrte Kind aus dem Bach gezogen bätte. Wir können nicht umhin, diesem menscheufteund⸗ lichen Manne biermit öffentlichen Dank auszusprechen, Bad Nauherm. H. Obmann und Frau. Vogelkäfig, Blumenampeln, Speise⸗ deckel, Obstkörbchen, Eierkocher, 290 sowle alle in dleses Fach einschlagende Artikel empfiehlt in schöner Auswahl 4 Conrad Heß Thee, en gros 4 en detail, reine unverfälschte direct importtrte Waare empfiehlt Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. Aufforderung. 323 Alle Diejenigen, welche rechtmäßige Forderungen an den Nachlaß der verstordenen Sophie Staub zu machen haben, werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche machen, damit sie Berückfichtigun g finden. Friedberg. Die Erben. Emser Pastillen, 62 aus den Salzen der König-Withelms⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Saͤurebildung, Ausstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in zriedberg bei Hof⸗Apotbeker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen. Brodpreise vom 1. bis 15. Februar. Nach eigener Angabe der Bäcker un verändert. 0 Fleisch ꝛc Preise vom 1 18. Febr. Für Friedberg und Bad Nauheim: unverändert. Für Bu tzb ach: Ochsenfleisch pr. 7 20 tr., Schweinefleisch pr. F 18 kr. Kuhfleisch, gem., 14, Leber- u. Blutwurst 20„ Nindfleisch, gem, 14„[Bratwurst 24 Hammeefleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„[Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 11„ Dörrfleisch 26 Schaaffleisch—„ Schinken 26„ Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18 Schmalz, unausgel. 28„ G. W. Schneider.— Bei Jace. Kobelt Kalbfleisch 14 kr, Hammelfleisch 16 kr., Schmalz, ausgel. 32 kr. Kirchen buchsauszügt. 1 Evangelische Gemeinde. Getraut e: 25. Januar. Christian Ulrich II. hies. Bürger, Gerbermeister und Packsteinsabrikant, ein Wittwer, und Dorothea Schul, Tochter des verst. Ortsbürgers zu Leldhecken im Kleise Nidda, Johann Gevrg Schul. OGetaufte: 24 Januar.(Zu Fauerbach) ein unehelicher Sohn: Heinrich Jakob, geb, den 3. Januar. Katholische Gemeinde. Getanfte: 30. Januar. Dem Weißbindermeister Joseph Schin dt eine Tochter, Glisabetba Loulse Ling, geb, den 16. Jan. Beerdigte: 23. Januar. Der hiesige Bürger Anlon Burck, alt 77 Jahre, 1 am 20. Januar. Verantw. Red.: Hermonn Schimpf. Prnck und Verlag ven Binbernagel& Schimpf. sofort bei Heinrich Waas III. dahier geltend zu Ausnahmspreise: Kalbslelsch 13 kr. bet G. C. Fischen 870 — N — — Pelteff al die Mieder Strafan klagender Minister sheilung Oiesterret Sieben hat ssch chen,. unter den Mrebree bon Rin und sod! In frisch und S. Vackung, Hürch ensante Ber mill Die geg Armee t Ampfehl, 45.650 Zahl in Getlen, Brüller sstehende wit ein, m ane Nahe .it ein