— Donnerstag den 30. Dezember. 152. berhessischer Anzeiger. gathält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Stiedberger Zutelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Tienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und nichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aussätze, landwirthschaftliche und i itthei äftli ö a ö 6 gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nach- 1 Markt ⸗* Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen nterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1. Trotz der seit Beginn des Jahres 1869 eingetretenen nicht unbedeutenden Erhöhun ü ärti ist di eginn d ö g des Abonnements für auswärtige Abonnenten ist die Zahl derselben dennoch ständig im Wachsen begriffen, was uns eine erfreuliche Aufmunterung sein muß, die Geschäfte der Redaktion in der bisher Rübten Weise auch ferner fortzuführen. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr. mit Bringerlohn — Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. A Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaktion. Amtlicher Theil. Nr. 57. sub. 1. Nr. 58. sub. 1. 0 Friedberg den 28. Dezember 1869. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Bekanntmachung, die Errichtung eines ueuen Hausgesetzes für das fürstlich Leiningische Haus betreffend. Bekanntmachung, das Verhältniß der französischen Frankenstücke und Centimen zur Landesmünze betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. 1 Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeintraden in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1869. Friedberg den 29. Dezember 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Erledigung unserer Verfügung vom 15 d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 135, stehen noch viele von Ihnen zurück, weshalb wir Sie dringlich hierzu auffordern. Hetreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Juni 1858. gegen Feuersgefahr und die Vergütung der Brandschäden. Die Bersicherung der Gebäude Ter a pep. Friedberg den 29. Dezember 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg ah die Großserzoglichen Bürgermeistereien Jauerbach b. Fr., Gambach, Ilbenstadt, Ober⸗Florstadt, Ockstadt, Oppershofen, Steinfurth 5 f und Nauheim, sowie den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir sehen binnen 8 Tagen der Erledigung unserer Verfügung vom 15. v. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 135, bei Ordnungsstrafe entgegen. t a h P. Zetreffsend: Die Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Friedberg den 27. Dezember 1869. an die Großherzogliche Polizeiverwaltung zu Nauheim, den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt, die Großherzoglichen f Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gensdarmerie des Kreises. Unter Couvert lassen wir Ihnen Abdrücke einer Anweisung zur Ausführung des Titels III. der Gewerbeordnung für den Nord⸗ deutschen Bund vom 21. Juni 1869— den Gewerbebetrieb im Umherziehen betreffend— in den zum Bund gehörenden Theilen des Großherzogthums Hessen zur Nachricht und Nachachtung zugehen. Ter d p. Gen a net Petreffend: Den Aufenthalt der Katharine Fleischmann von Dörzbach zu Bad-Nauheim. mach ung. Friedberg den 28. Dezember 1869. Die Katharine Fleischmann von Dörzbach ist wegen liederlichen Lebenswandels aus diesseitigem Kreise ausgewiesen worden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Ausstellung von selbstverfertigten Arbeiten der Handwerker und Fabrikarbeiter. Im Frühjahr 1870 soll in Darmstadt eine Ausstellung selbstver— fettigter Arbeiten von Handwerkern und Fabrikarbeitern abgehalten werden, für welche alle Erzeugnisse der Klein-Gewerbe, der Fabrik⸗ Zudustrie, der Kunstgewerbe, sowie landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe zugelassen werden, wenn solche in einer inländischen Werk— stätte angefertigt worden sind und von den Verfertigern, unter An⸗ gabe ihres Namens, ausgestellt werden wollen. Es können sich bei der Ausstellung Fabrikanten, Meister, Gesellen, Fabrikarbeiter und Lehrlinge betheiligen und ist nur bei jedem Ausstellungsgegenstand anzugeben, ob der Aussteller den Gegenstand allein selbst verfertigt bat, oder welche Theile von ihm und welche Theile von Andern ver— fertigt wurden. Der Termin für die Anmeldung begann mit dem 1. Dezember und läuft mit dem 15. Februar 1870 ab. Die auszustellenden Gegen— stände müssen bis zum 15. April 1870 fertig und zur Absendung nach Darmstadt bereit sein. Die Transportkosten übernimmt der Großher⸗ zogliche Gewerbverein. Ueberall können sich Lokal-Comités von Gewerbtreibenden und Arbeitern bilden, welche die Ausstellungs angelegenheiten in ihren Kreisen betreiben und mit der Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein dieserhalb in Verbindung treten. Alles Weitere besagt das Programm für diese Ausstellung, so— wie eine gedruckte Erläuterung des Ausstellungsplans. Beide Druck⸗ sachen, sowie Anmeldeformularien können sowohl von uns als wie von den Vorständen der Lokalgewerbvereine und den Lokal- Comités der Arbeiter kostenfrei bezogen werden. Wir laden zu zahlreicher Betheiligung an dieser Ausstellung, welche geeignet sein wird ein übersichtliches Bild über den Stand der Gewerbe und die Einzelleistungen der Arbeiter im Großherzogthum zu liefern, ergebenst ein. Darmstadt den 20. Dezember 1869. Großh. Cbntralstelle für die Gewerbe und den Landesgzwerbverein. Schleiermacher. Fin k. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog ⸗ liche Regierungsblatt Nr. 58 enthält: 1. Verordnung, das Verhältniß der französischen Fran⸗ kenstücke und Centimen zur Landesmünze betr. 5 II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Posi⸗Angelegenheiten, die Personenpostcourse bezw. die Personengeldcourse zwischen Mainz und Alzey, sowie zwischen Mainz und Wöllstein betreffend. g III. Uebersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der in 1886 enistandenen Kriegs⸗ kosten in den Gemeinden Klein-Gumpen, Schlierbach, Seidenbach und Winkel, Kreises Lindensels. IV. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗ heit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblott bekannt zu machender Straferkenninisse der Gerichte der Provinz Starkenburg. V. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Dezember dem vortragenden Rath bei dem Ministerium des Großh. Hauses und des Aeußern, Geh. Legationsrath Dr. Neidhardt die Erlaubniß zur Aunahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj, dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Annen⸗Ordens 2. Klasse,— dem Kammer— herrn und Ministerialsekretär I. Klasse bei genanntem Ministerium Carl von Werner die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus⸗Ordens 2. Klasse,— dem Ministerialkanzlisten 1. Klasse bei dem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, Jaide, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus⸗Ordens 3. Klasse,— und an demselben Tage dem Hofcavalier von Hilchenbach, dienstihuend bei Ihrer Königl. Hoheit der Frau Landgräfin Friedrich von Hessen, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Dänemark verliehenen Commandeurkreuzes 2. Klasse des Danebrogk-Ordens— zu ertheilen. g VI. Namensveränderungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigst geruht: am 1. Dezember dem Ludwig Ochs zu Gernsheim zu gestatten, daß derselbe stati seines bisherigen Familtennamens Ochs künftighin den Familiennamen Keilmann— und am 9. Dezember der Elisabeih und Caroline Horst zu Wingershausen zu ge— statten, daß dieselben statt ihres bisherigen Familiennamens Horst künflighin den Familiennamen Schaacke— führen. VII. Diensinachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. Nov. den Finanz⸗ Aspiranten Mulch aus Friedberg zum Steueraufseher— zu ernennen;— am 19. Nov. den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Nieder⸗Mörlen, Keim, in gleicher Diensteigenschaft in die Disttiktseinnehmerei Friedberg,— den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Ortenberg. Wenzel, in gleicher Diensteigenschaft in die Distriktsein⸗ nehmerei Nieder⸗Mörlen zu versetzen;— den Finanz⸗ Accessisten Zimmer aus Lich zum Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Ortenberg,— zu ernennen;— am 23. Nov. dem Schulamtsaspiranten Geibel aus Nieder⸗ Weisel die erledigte zweite evangelische Schulstelle zu Sauer⸗Schwabenheim,— dem Schulamtsaspiranten Fischer aus Gleimenhain die erledigte evangelische Schulstelle zu Stangenrod,— sowie am 26. Nov. dem evangelischen Schullehrer zu Zell, Windecker, die erledigte evangelische Schulstelle zu Schwickartshausen,— und dem Schulamts⸗ aspiranten Röder aus Fränkisch⸗Crumbach die dritte evangel. Schulstelle zu Schaafheim— zu übertragen;— am 26. Nov. den evangelischen Pfarrer zu Wendelsheim, Carl Wolf, zum Dekan des evangel. Dekanals Alzey für die Zeit dis zu Ende des Jahres 1872,— und am 1. Dezember dem Schullehrer an der ersten Abtheilung der ersten evangel. Stadtmädchenschule zu Darmstadt, Mit⸗ prediger Vogt, die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Langd zu übertragen. VIII. Concurrenz für die evangelische Pfarrstelle zu Dalsheim mit einem Gehalte von 602 fl. 32 kr.;— die erste evangel. Schulstelle zu Stammheim mit einem Ge⸗ halte von 310 fl. 57½ kr. nebst vier Stecken Holz zur Heizung bes Schullokals;— die evangel. Schulstelle zu Kesselbach mit einem Gehalt von 300 fl. nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schullokals. — Prinz Ludwig von Hessen ist am 27. d. von der Orientreise wieder hierher zurückgekehrt. — Wie man vernimmt, beabsichtigen die gering besoldeten Civilstaatsdiener, bis zum Range der Revisoren aufwärts, demnächst eine den vollständig veränderten Zeitverhältnissen entsprechende Erhöhung ihrer Gehalte in Anregung zu bringen. — Der zweiten Kammer ging die Antwort auf die neuliche Interpellation des Abg. Edinger bezüglich des Coalitionsrechtes zu und stellt die Regierung eine dasselbe regelnde Gesetzesvorlage in Aussicht. Auch die Interpellation des Abg. K. J. Hoffmann wegen Herstellung der Bahn verbindung bei der Luisa bei Sachsenhausen wird beantwortet, und ist hiernach die preußische Re⸗ gierung mit den Vorarbeiten beschäftigt. Ueber die Regierungsvorlage, den mit dem Präsidium des norddeutschen Bundes abgeschlossenen Vertrag wegen Aufhebung der Portofreiheit der Dienstsachen in Starkenburg und Rheinhessen betreffend, ent— steht eine längere Debatte, aus welcher wir her- vorheben, daß sich Dumont unbedingt gegen den⸗ selben erklärt. Redner ist der Ansicht, daß in! einiger Zeit von Seiten Preußens die Zumuthung eines Aversums erfolgen werde, dies halte er aber für äußerst gefährlich und stelle er deßhalb das Amendement, die Kammer wolle als Bedingung der Annahme des Vertrags beschließen, ein an Preußen zu zahlendes Aversum für Portofreiheit der Dienstsachen bedürfe der vorherigen Genehmigung der Kammer. Der Regierungscommissär sowie einige Abgeordnete sind dagegen der Ansicht, daß der Vertrag nur vortheilhaft für die Staatskasse sei, indem die Dienstsendungen wie seither expedirt, von der Post notirt und vom Staate bezahlt würden, wogegen dem Staate wieder 0,68 Proz. der Einnahmen des norddeutschen Bundes aus dem Postregal an den Matricularumlagen abge⸗ schrieben werden. Fink hält den vorliegenden Vertrag für die erste Uebereinkunft mit Preußen, durch welche Hessen keine Haare lassen müsse. Bei Abstimmung nimmt das Haus den Vertrag selbst gegen 9 und das Dumont'sche Amendement gegen 8 Stimmen an.— Einen weiteren Gegenstand der Berathung bildet der Gesetzentwurf über die Mobiliar ⸗Feuerversicherungs-Gesellschaften, durch welchen der Unterschied zwischen den inländischen und ausländischen Gesellschaften aufgehoben werden soll. Nach mehrstündiger Debatte spricht sich die Kammer für die Gleichstellung derselben und für Entrichtung von 2 Proz. ihrer Brutto-Prämien⸗ einnahme an den Staat aus. Preußen. In der Denkmalssache hat das Amtsgericht zu Celle das General- Commando zu Hannover, so wie das Garnisons-Commando in Celle zu der angedrohten Geldbuße von je 100 Thlrn. und zur Tragung aller Kosten verurtheilt. Damit ist, des von beklagter Seite erhobenen Einwandes ungeachtet, das Provisorium aufrecht erhalten, und der Streit um das Besitzrecht an dem Denkmalsplatze wird seinen Fortgang nehmen. — Im Bundeskanzleramte haben die Arbeiten zur Aufstellung des Bundeshaushaltsetats für das Jahr 1871 begonnen und werden die betreffenden Entwürfe dem Bundesrathe alsbald nach dessen Wiederzusammentritte zugehen. Große Aenderungen gegen den Etat von 1870 dürften in demselben kaum vorkommen. Die Ausgaben für das Ober- Handelsgericht sind nicht neu, da dieselben schon pro 1870 Berücksichtigung gefunden haben. Die Ausgaben für die consularische Vertretung dürften dagegen eine Vermehrung erfahren, wie in Folge der beabsichtigten Errichtung eines neuen General⸗ consulats in Peru c. Oesterreich. Wien. Die„Wiener Ztg.“ veröffentlicht in ihrem amtlichen Theile das sanc tionirte Gesetz, betreffend die Forterhebung der Steuern bis Ende März.— Die„Presse“ theilt mit, daß die Minorität des Ministeriums(Taaffe, Potocky, Berger) vom Kaiser beauftragt worden sei, ebenfalls ein Memorandum auszuarbeiten und ihre Ansichten über die Lage zu entwickeln. Die Erledigung des Entlassungsgesuches der genannten drei Minister ist damit vorläufig vertagt. — Die österreichische Regierung, oder wohl richtiger die neben dem Ministerium thätige Ca- marilla, soll die Absicht haben, den letzten Ver- haftungen der Arbeiterführer noch weitere derartige Maßregeln folgen zu lassen. Die Verhafteten wurden des Nachts in ihren Betten überrascht, und nur einer von ihnen vermochte zu entfliehen, indem er den Spüreifer der Polizisten auf seine Papiere lenkte und sich selbst durch eine Seiten⸗ thür entfernte. Diese Maßregeln haben in den Arbeiterkreisen Wiens große Aufregung hervor— gerufen. Frankreich. Paris. Die„Presse“ ver ⸗ nimmt, daß Herr Ollivier nach einer Unterredung, die er mit den Herren Thiers und Daru gehabt hat, die Unterhandlungen über die Bildung eines aus dem linken Centrum combinirten Ministeriums wieder aufgenommen hätte. — Der Kaiser hat den folgenden Brief an Emil Ollivier gerichtet:„Herr Deputirter! Da mir die Minister ihre Demission eingereicht haben, wende ich mich mit Vertrauen an Ihren Patrio- tismus, um Sie zu bitten, mir diejenigen Per- Nn 5 6— N. 0 i sonen zu bezeichnen, welche im Verein mit Ihnen im Stande sind, ein homogenes Cabinet zu bilden, das getreulich die Majorität des gesetzgebenden Körpers repräsentirt und entschlossen ist, den Senatus⸗Consult vom 8. September nach Wort⸗ laut und Geist auszuführen. Ich rechne auf die Ergebenheit des gesetzgebenden Körpers für die großen Interessen des Landes, sowie auf die Ihrige, um mich an der Aufgabe, welche ich mir gestellt habe, das constitutionelle Regime regel⸗ mäßig durchzuführen, zu unterstützen. Glauben Sie, mein Herr, an meine Geneigtheit. Napoleon.“ — Das„Journal officiel“ kündigt an, daß die Minister bis zur Ernennung ihrer Nachfolger mit den Geschäften betraut bleiben. Darmstadt. In der vorigen Woche wurden an ver schiedenen Tagen dier wieder mehrere leichte Erd erschütterungen verspürt.— Am Nachmitlag des 24. d. bat sich dahier ein sehr beklagenswerthes Unglück ereignet. Das einzige 4 jährige Kind eines hiesigen Schuhmacher⸗ meisters flürzte nämlich, während der Vater den Ehristbaum putzte, in ein im Garten eingegrabenes Regenfaß und ertrank. Der Schmerz der bedauernswerthen Eltern läßt sich wohl denken. Bensheim. Im hiesigen Bahnhofe versuchte dieser Tage ein Mann noch einzusteigen, nachdem der Zug sich schen in Bewegung gesetzt hatte, wurde aber von dem Condukteur zurückgestoßen, so daß er das Gleichgewicht verlor und rückwärts stürzte, wobei er lebensgefährliche Verletzungen davon trug. Berlin. Der dem Renz'schen Extrazuge zugestoßene Eisenbahnunfall ist für die Gesellschaft ohne alle Folgen: geblieben. Die„B. B. Z.“ meldet darüber:„Dem Exlrazuge, welcher die gesammte Renz'sche Kunstreiter⸗ Gesellschaft mit allen Pferden ꝛc. von Dresden aus nach Berlin führte, ist am 23. Holtzdorf ein Unglücksfall dadurch zugestoßen, daß eine mit Rangiren beschäfligte Locomolive von dem Führer des Zuges nicht rechtzeitig bemerkt wurde und so die beiden Focomotiven mit voller Kraft aufeinander stießen. Die Locomotiven sind beide sehr bedeutend beschädigt worden, an Personen ist aber keinerlei Schaden vorgekommen, was wesenilich dem Umstande zuzuschreiben ist, daß der Führer der Rangirmaschine, als er den Zusammenstoß als unver⸗ meidlich erkannte, von seiner Locomolive herabsprang. Der Renz'sche Exlrazug langte in Folge dieses Vorkomm⸗ nisses stalt um 3 Uhr Nachmittags erst Abends um 9 Uhr in Berlin an.“ Soweit dis jetzt festgestellt, sind sämmk⸗ liche Pferde, die arg zusammengeschüttelt worden, mit beiler Haut davongekommen, so daß die gande Gefahr sich auf einen gewalligen Schreck beschränkte. Herr Renz mit Familie passirte den Schienenweg erst später mittelst des Courierzugs, so daß ihm die Verwirrung und der Schreck erspart wurden. O Die armen Vögelchen bitten! Der Winter ist wieder da. Er fängt an gar finster und streng drein zu schauen. Die Kinder drängen sich um den warmen Ofen; der einsame Wanderer zietzt den Mantel enger an und eilt, ein gastlich Dach zu erreichen. Der Schlitten mit seinen über und über in Pelz und schützende Decken gehüllten Insassen saust mit lustigem Schellengeklingel vorüber. Die Pferde greifen muthig aus; sie eilen dem warmen, jutterreichen Stalle entgegen. Nur wir armen Vögelchen sitzen aufgepustet, ein Bild des Jammers, auf kahlem Baumast und schauen traurig⸗ sehnsüchtig nach Euren Wohnungen hin. Hu! wie ist es kalt!. Und doch thäte uns das nichts! Haben wir doch ein warmes schützendes Kleid. Aber der Hunger, du lieber Gott, der Hunger! Schon tagelang Nichts im Kröpschen, Nichts im Magen! Das Blut erkaltet, die Glieder er⸗ starren, und um uns herum die öde, kahle Winterland⸗ schaft, Alles mit tiefem Schnee bedeckt: was soll aus uns werden?— Wie ist unser sonst so zahlreiches Völkchen zusammengeschmolzen! Kaum hie und da ist eins der Unserigen anzutreffen. Wohl wissen wir, daß viele unseres Geschlechts, um der Winternoth zu entgehen, einstweilen ausgewandert sind, ein Auskunftsmittel, zu welchem wit uns einmal nicht enischließen können; indessen ist es unserm schwachen Vogelverstand nicht verborgen geblieben: unsere Zahl vermindert sich von Jahr zu Jahr. Es ist nicht mehr wie früher so recht wohnlich für uns in Euren Gärten und Feldern. Alles so licht, so jeglicher Gefahr preisgegeben. Und wenn wir nun noch in Frost und Schnee umkämen, was für Nutzen hättet ihr davon? Wenn der schöne Frühling kommt, würde Euch unser fröhlicher Gesang nicht erfreuen, und das Ungeziefer in Garten und Wald Euch Verheerungen anrichten, daß es ein Grausen wäre. Doch wir wollen weder klagen, noch an unseren Nutzen erinnern, wir wollen nur bitten. Wir wissen, ihr habt uns gern; darum vertrauen wir in unserer Noth auf Eure Hülfe. Vergeßt uns nicht, beauftragt Eure Kinder, uns ein paar Körner, ein paar Brosamen binzustreuen. Nur ein paarz mit so Wenigem, das bei Euch in Stube und Küche doch umkommt, ist uns ge⸗ holfen. Duldet auch nicht, daß mau unseren Hunger dazu benutze, uns zu fangen und zu derderben. Wir werden zutraulich herankommen, wenn wir Eure Sorge um uns sehen. Aber vergeßt uns nicht, thuts bald und so lange Frost und Schnee anhält. Uns hungert und friert so sehr! 7 d. Vormittags bei der Station 3550 4 sbeils Es nerd blen 5 Rtäuße nach N geschitt — Ord. Nr. 2 — 290 wo! unf 7 369) X Braunkohlen⸗Verkauf. Kalender für 1870. 3520 Mit dem 1. Januar 1870 beginnt auf den Gräflichen Braunkohlen- Bergwerken bei Ossenbeim und Landkalender A Fr. Bauernbeim eine neue Creditperiode, die bis Ende Mal 1870, bis zum Verkauf neu geformter Klötze, dauert.— durchschossen 6 kr. 15 190 e e 9 vorschriftsmäßiger Bürgscheine dezogenen Braunkohlen wird Zahlungsfrist Hessischer Hausfreund 8 kr Ende September 1870 gestattet. 8 Oesterreschische Sechs kreuzerstücke werden nicht angenommen. Gustav⸗ Adolfs Kalender 8 kr. Ossenbeimer Bergwerk im Dezember 1869. Gräfliche Bergverwaltung Lahrer Hinkende Bote 11 kr. Chel tus. Illustrirter Familienkalender 14 kr. 5 Laubfrosch 11 kr. 2 Braunkohlen Verkauf. e e zu ver⸗ 3553 Mit dem 3. Januar k. J. beginnt auf den Brounkohlengruben zu Wölfersheim und Weckesheim, auf Zu haben bei welch letzterer indeß ein großer Vorrath mehr vorhanden ist, eine neue bis zu Ende Mat laufende und mit Bindernagel& Schimpff. einer Zahlungsfrist bis zum 30. September 1870 verbundene Creditperiode. 5 f 5 7 — Auf dem Dornassenhelmer Bergwerke ist der Verkauf bekanntlich bis auf Weiteres eingestellt. Edicectalla dun Wien Grube Weckes heim den 27. Dezember 1869. Den Nochlaß des Heinrich Backes vl. er Fürstliche Bergverwaltung von Ober ⸗Rosbach betreffend. eee. 3038 Der mit unbekanntem Aufenthaltsorte in Amerika Len 2 seit vielen Jahren abwesende Carl Backes von Ober- Smeg E d 1 C t N l l N. d u n g. Rosbach wird aufgefordert über die Antretung der ihm — „ b 15. 3. 5 durch den im Juli l. J. erfolgten Tod seines Bruders 3550 Die Befsitzer der unten verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern“ des Heinrich Backes IV. von Ober⸗Rosbach deferirten übeils ibren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich ausweisen.] Erbschaft binnen Frist von drei Monaten dahter sich zu Es werden desbald Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben erklären, als sonst Verzicht unterstellt und dieselbe dem bilden zu können, aufgefordert, solche binnen drei Monaten so gewiß dabier geltend zu machen, als sonst die hier aufgetretenen anwesenden nächsten gesetzlichen Erben Veräußerungsurkunden ohne Rücksicht auf sie beftätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche süberlassen, auch das zur Erbschaft gehörige Grund⸗ 0 nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden ein- vermögen demselben in dem öffentlichen Buche zu⸗ 2 geschrieben werden. geschrieben werden wird. . Friedberg den 26. October 1869. ee 5 Groß herzogliches Landgericht Friedberg Ord.⸗ Namen Bezeichnung Reitz, Steinberger, ere Nr. e e edi r Gemarkung.„ t Im u o bi lie. Landrichter. Landgerichts-Assessor. — Bekanntmachung. * t na 1 R Wiltwe in Ober⸗„ 3 3 Vom 30. d. M. ab werden die 3 St 8 5 5 8 der Wechsel-Stempel- Steuer(§. 13 des Gesetzes vom 2 einrich Schmidt in Ober⸗Florstadt. Ober⸗Florstadt. IV. 68. 2 3 Peirr Biest in Assenheim. N Bezel. I. 527. 528. 592. III. 132. vI. 510. 10, Jun d. J. Jerferderlichen Bundes. Stempelmarken und 15 1915 e ee 4 einrich Georg I. in Nleder⸗Florstadt. Nieder Florstadt. I. 111 u.), 112. V. 330, roschen dei sämmtlichen Post⸗Anstalken in 5— deß in Nieder⸗Wöllftadt. Nieder-Wöllfadt. I. 1104. I. 1105. Pravinz Oderbessen und Caßsel, außerdem bei dem Poste 6 Georg Konrad Rühl von Weckesheim. Weckes beim. V. 98. amte in Friedberg auch Wechselstempelmarken und 7 Jakob Stephan von Weckes beim. Weckesheim. V. 91. Weck selblankete zum Werthe von 4½, 6, 7½, 9 12. 8 Johannes Becker I. von Weckes beim. Weckes heim. v. 106. 15 und 30 Groschen, bei den Poftexpeditionen in Butz⸗ 9 Heinrich Pfarrer von Weckesheim. Weckesbeim. VI. 182. 3 Vest Sia n e f 5 7 5 5 2, U, 2 9. 10[Georg Grimmel zu Ockstadt. Ockstadt. I. 72** 3 80 5 995 15 Groschen uud be ven e 4 dez ö z 5 üfladt Wechsel⸗Blankets zum Werthe von 4½, 11 Anna Marte Grimmel zu Ockstadt. Ockstadt. II. 478. IV. 26. 1 ö N 5 2. 5 489. 890. und 7½ Groschen zum Verkaufe bereit gehalten. 12 Kontad Wegner zu Bruchenbrücken. Bruchenbrücken. I. 1812 5— 2 1 f. Dadrmfta df den 27. Dezember 1869. 10. IV. 123. 237. IX. 288. X. Der Bundes- Ober⸗Post⸗ Director 233. XI. 97. 256. XII 4. 159. V 2 5 1— XIV. 87. 187. XIII. 415. 419. 409. XII. 30 l. II. 285. 5 4 N 1 1 m 2 1 3 U ber⸗Rosbach. Ober⸗Rosbach. IX. 97. 35⁵ wo en 5. Januar„Vormittag 14. Melbach.] Melbach. I. 424,5. uhr anangend sollen nach landgeeichtlaher Ven agung 0 15 Jobann Konrad Hofmann zu Wölfers zeim.] Melbach. IV. 37.(Soll den Erden des Ernst nachbenannte Gegenstände, dem Chriftoph Nüäler bitten! Heyer I. von Wölfersheim eigen⸗ dabier gehörend durch den Unterzeichneten öffentlich 5 thümlich zußßehen.) 44152 2300 N 4. 080% f l 0 i ieder⸗ und Nieder⸗ IV. 268. 25 weine, afe, ner, 1; 16 Heinrich Simon V. zu Nieder⸗Rosbach. n e 6 2) 6 Nalter Kern, 8* 23 eine Partle Mist; II. cstadt. Ockstadt. I. 591. X. 2224 XII. 208. 1 263. 3) alle Gattungen Streb, den, Grummet und noch n faaaen i(Soll sreihämlich auf den Namen verschledene Geräthschaften. Heinrich Schaup im Grundbuche MNünster ren 28. Dezember 1869. eingettagen sein.) Großherzogliches Ortsgericht Münster 18] Zobannes Mörler I. von den 3 5 5 32 8 Rein eck, Vorsteher. 19 annes Arnold II. von Nieder⸗ adt.] Nieder-Wöllsta 879,7. 198 0 * 2⁰ Volenlie Kaul's Witiwe in Nieder⸗Florfladt.] Nieder⸗Florstadt. I I. 201. I. 193.(alt 53,105.) J 5 0 50 ochs- 9 er 155 5 9 4 r 15 9. 10 n wen 5 Großherzogliches Landgericht Friedber 3552 Dienstag den 4. Januar„Vormittag 1 i aneh e 3 RN i 6. 5 5 Ubr, sell ein der Gemeinde Nieder⸗Rosbach gehörender, t ben 5 zu schwer gewordener Faselochse auf blesiger Rathstube —AA öffentlich melsidietend ene n Bau 3 3 Nieder- Rosbach am 7. Dezemder g 8 U e 1 g 1 1 ·* t Großberzogliche nee Nieder⸗Rocbach N 0 patent-Futter-Schneidmaschinen. 5 1 i je billigste und beste Moden- Zeitung i 4 2907 Unser Absatz, welcher vor einem Jahre schon 900 Stück jährlich betrug, hat sich seitdem verdoppelt, Die billig* e S A vlt un 1 i äh ne die bekannte Güte und Solidität 8 ne wodurch es uns möglich ist, unsere Verkaufspreise zu ermäßigen, ohne die be. — unserer Maschinen zu beeinträchtigen We 1 rl g Folgendes find unsere neuen Preise:. 0 S 3 0 den. fl. 49 für vie beliebte Maschine für 20 3 30 Stück Vieh und Pferde, 2 Schnittlängen ohne g 5 1 bel Wechselräder, ganz von Eisen, Preis für das ganze Vierteljahr 36 kr. ar.„ 68„eine größere Maschine, 3 Schnittlängen, 3556 In Deutschland hat die Hodenwelt an Ruf und t in n„S8„ die größte Maschine für Handbetrieb 8 Verbreitung allen anderen Moden-Zeitungen den Rang Aucct Gen franco jeder Eisenbahnstation Garantte 3 Jahre, Probezeit 14 Tage. abgeleusen, was sie ihrem vortrefflichen Inhalte, ihrer A dn! Abbildungen und Peschteibungen werden auf Wunsch gesaudt. grossen Reichhaltigkeit und ihrem 12855 N 2 125. 0 f 1 danken hat.— Vornehmlich nimmt die odenw. a J. F. Lanz& Comp. N Mannheim. i nücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger auf die der grossen Welt. Sie empflehlt sich desbalb vorzugsweise allen Müttern und Töchtern, die Gefallen * 1—————— daran finden, ihre eigene und der Kinder Toilette, wie 3 3468 Für Frauenkrankheiten. a E E die gesammte Leibwäsche selbst herzustellen.— n Tb. Stein. Frankfurt a. M., Liebfrauenstr. 1 Te Aonnemünte Werden Je dehnefe W def Seb (Malakoffstraße) 6. Buchhandlung von Bindernagel& Sehimpff 3439 en gros& en detail, reine unverfälschte direct ini TE. e e e eee eee eee eee eee 1 Ein Knecht Wilh. Sturmfels, Hof⸗Apotheker. 1 2933 Trassirung, Diseont- u. Aceept- ö andi 1 3555 wirs zu 2 Pferden gesucht von 3 ein ält, resp. Firma(Fabr.-& Comm. Ein vollständiges Logis C. F. Walz. Gesch.) Näheres Cöln N. L. 6, poste rest. 3570 ift zu vermlethen bei Joh. Füller. Ueujahrs- Gratulationen, ernsten und komischen Inhalts, bei Bindernagel& Schimpff. Eine erfreulichere(2 Christbeseheerung als sie diesmal so vielen Steuerpflichtigen zu Theil wurde, ist wohl nie dagewesen. die Ehre hat, unter couvertirter Adresse seinen Steuerzettel zu erhalten, freut den er zu zahlen hat, sondern der Ehre, der er theilhaftig wurde unter die bevorzugte couverttrte Jeder, der das Glück und sich weniger des Betrags wegen Steuerklasse seines Wohnorts zu gebören. Diese Freude hat wie alles andere, da sie keine ungetrübte ist, auch noch dazu eine recht ernste Seite. Wirklichkeit wohl bei Keinem der muß biernach von anderer Seite die besser prüfende Hand sein Einkommen zu schätzen gewußt haben. Niemand begreift die ansehnliche Erhöhung des Einkomm: bei sich selbst, das in Steuerpflichtigen seit der letzten Einschätzung sich ergeden hat. Es Ob das Institut des Bezirksraths des Kreises, dem die Ehre zufällt, die Einschätzungs⸗Commissions⸗Mitglieder zu ernennen, das Verdienst hat, wollen wir nicht untersuchen. Wir beklagen, daß von dieser Seite fast nur Bürgermeister der Landbevölkerung in die Einschätzungs Commission berufen wurden und daß von Geschäfteleuten aus der Stadt, die das Einkommen ihrer Mitbürger wohl ohne Zweifel eher zu beurtheilen wissen, als es fest steht, daß umge ebrt Geschäftsleute das Einkommen aus Grundeigenthum nicht gut anzugeben vermögen, nur ein Einziger, sage ein Geschäftsmann aus hiefiger Stadt zugezogen war.— Wir unterftellen bierbei durchaus keinen bösen Willen, sondern wir conftatiren nur, daß die frübere Einschätzungscommission das Einkommen theilweise bedeutend niedriger eingeschätzt hat. Möglich wäte vielleicht noch, daß bei Einschätzungen überhaupt ein anderer besonderer Veranlsassungsgrund in Betracht zu ziehen sei und wir find sogar der Meinung und haben Grund zu glauben, daß dies Princip, das wir darin suchen und gerechtfertigt erklären möchten, daß alle Steuecpflichtigen, die sich bei einer früheren Einschätzung für nicht beschwert erachten,— bei jeder späteren Einschätzung böher eingeschätzt werden, um blernach jeden Steuerpflichtigen in die ihm selbst gerecht erscheinende Klasse zu bringen— seine Anwendung gefunden dat. Sollte dieser Grund bet der letzten Veranlagung in Betracht gekommen sein, so dürfte allen, welche sich für beschwert erachten— diese Beschwerde innerhalb 3 Monaten anzubringen— ange⸗ ratben sein. Zweckmäßig wäre dielleicht eine Vereinigung aller Beschwerdeführer zu gemeinsamen Schritten und dürfte die Berufung einer Versammlung plerzu und ob einzelne oder insgesammt Beschwerde zu führen set, seine Erledigung finden. 355 Hlaukfurter Grundkapital Neserven Lebens- Versichetungs⸗ Gtselschaft. fl. 3,000,000. 5 „ 2,021,146. 20. 2420 Lebens,, Leibrenten⸗, Alterversorgungs- u. Aussteuer⸗Versicherungen, mit und ohne Gewinn⸗Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu deu billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen. 5 Die Friedberg, J. Schott. Ain nt ü x en: Butzbach, V. Kalbfleisch. Nauheim, Ph. J. Weiß. Arac de Batavia, Rum de Jamaica, Orange⸗Rum⸗Punsch⸗Essenz, Ananas Arac⸗Punseh⸗Essenz 3546 bei Christian Werner. Friedberg. Frisches Eigelb 3559 1 Stück à 1 kr., 4 Stück à 3 kr., täglich bei Trapp& Münch. Hofapatheke zum Engel. Orange⸗ und Vanille Punsch⸗Essenz 1 Flasche 1 fl., ½ Flasche 32 kt. 82533 C. 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M., à 48 kr., zu haben bei F. Raab, Cassirer, im Hause des Herrn Hofmaler Hieronimus. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Die ** grundstürzenden Irrthümer unserer Zeit in 8 auf die Kirche und ihre Verfassung. Aufruf zur gemeinsamen That des Kampfes u. der Abwehr. Von Dr. Fr. Haupt. e eee 3566 Das Schätzungsregister zu den Parochialumlagen für die hiesige isr. Cultusgemeinde liegt bel dem Unter⸗ zeichneten von heute an 8 Tage für die Interessenten zur Einficht offen. Friedberg den 29. Dezember 1869. B. Grödel. ein ordentlicher Strauß. Hofapolheht n Aohren 9567 Jo meiner Bäckerei kann Bäckerbursche sofort eintreten. Portwein⸗ Rum de Jamaica, Rum⸗ Punsch⸗ Arac de Batavia, Arrac⸗ Essen 7 Cognac, vieux grande Cham- Gesundbeits⸗ ssenzen, pagne, 10 Jahre alt, Ananas; ö Kirschwasser, 10 Jahre alt, sowie frisch angekommene Citronen, Corinthen, Mandeln, Orangeat, Rosinen, Citronat 3440 empfiebli billigst 5 Wilh. Sturmfels. Glacée-Landschuhle,. 0 3557 An das Menschenherz. Menschenherz, o hab Erbarmen l In der großen Noth, 5 Gib den Vöglein, ach den armen, Gib von deinem Brod. 1 0 Sie, die dich in schöͤnen Tagen Wonniglich erfreut, Sie erhör', die draußen klagen, Mildere ihr Leid. N Alles ist mit Schnee bedecket, Die Natur erstarrt, Daß es selbst den Starken schrecket, Der auf Nahrung harrt. Und die Vöglein, ach, die kleinen, Die so schwach umhüllt, Können nicht durch lautes Weinen Seh'n den Wunsch erfüllt. Gebt! sie wollen gern auch wieder, Wenn der Frühling naht, Singen neue, schöne Lieder Auf der grünen Saat. Hunger leiden, welch' Gefühle; Welcher herbe Schmerz! Brachte schon zur Grabeskühle Manches frohe Herz. Menschenherz, drun bab Erbarmen In der großen Noth! Gib den Vöglein, ach den armen, Gib von deinem Brod! ö Friedberg.. 2 2 2 8 2 2 α 2 1—. 8 — 838—— 326874 2 8 2 S2 E S *— 2 33 3 e 53S 2 388= 5=— 8 85 S S— 2 2 2 SS E 52 2 2 2 2 2 9 2 8 884 2 2 5885 2 389 5— 5 2 8 3 2 —— 2 Ser. S. 28 8 S„ r 2 8 S S2 1 „— 2 82 8 0 S 88 8 8 28 2 2 2 8 3 2 2 3 E N SSS S[O 2 8 SSS SAS 23282 S S5 e ö SS. 15 N S 8880 5 82— Foulards, 1186 seldene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Kriedberg. Evangelische Gemeinde. Neujahrs fe st. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Orth. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkir che: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Weigold. Sonntag nach Neujahr. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdie nst in der Stadtkirche; Vormitiags: Herr Candidat Schmidt. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Fällt aus. Katholische Gemeinde. f Sylvoester⸗ Abend. 62 Abends: 7½¼ Uhr Jahres sschlußfeier mit Predigt, Andacht und Te Deum. Neujahrsfest. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr Vesper; nach derselben Beichte. Sonntag nach Neujahr. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Exhortation. Nachmittags: 2 Uhr Andacht. Beginn des Gottesdienstes an Morgens 7¼ Uhr. Istaelitische Gemeinde. Beginn des Gottesdienstes: Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. 1 den Wochentagen Verantw. Ned.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag ven Bindernagel& Schinnpff. Jos. Hoffmann. 7 1 * 1