u Auswa unge tn bit ätkel gendorf, arbtt. 1869. Donnerstag den 29. Juli. N 87. Ober essischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeintraden, hier Einsendung der Kostenverzelchnisse vom Das Großherzogliche Kreisanit Friedberg 2. Quartal d. J. n die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bauernheim, Bönstadt, Butzbach, Griedel, Ilbenstadt, Nieder-Mörlen, Ober-Florstadt, Pohl-Göns, Rockenberg Staden, An die sofortige Einsendung der rubr. Verzeichnisse werden Sie erinnert. Friedberg am 27. Juli 1869. Maibach, Münster, Trais-Münzenberg, Weckesheim. Trapp. Hessen. Darumstadt. Der diesjährige andwirthschaftliche Lehreursus für Volksschullehrer dird am 2. k. M. um 8 Uhr Vormittags eröffnet derden. Ueber die Betheiligung sind wir erfreu— ächer Weise zu berichten im Stande, daß außer inigen Anmeldungen aus der bayerischen Pfalz and der preußischen Provinz Westphalen über 60 zehrer aus dem Großherzogthum den Cursus fre— suentiren werden. Der Unterricht findet, gleichwie ein vorigen Jahre, in den Localitäten der poly— chnischen Schule statt, nachdem die Direktion eerselben in dankenswerther Bereitwilligkeit wieder— um die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung estellt hat. a — Der Direktor an der früheren technischen Schule Proftssor Dr. Philipp Fischer und der behrer an der früheren technischen Schule Professor r. Phil Büchner sind zu ordentlichen Professoren im der poltztechnischen Schule, ferner die Lehrer 4 der früheren technischen Schule, Dr. Rudolph Preser, Philipp Waibler, Dr. Heinrich Dölp, Ir. Eugen Thiel, Dr. Adam Nell, Joseph Kumpa ind Gustav Eger zu ordentlichen Lehrern an der volytechnischen Schule ernannt, sowie gleichzeitig en ordentlichen Lehrern an der polgtechnischen Schule Dr. Rud. Dreser, Philipp Waibler, Dr. heinr. Dölp, Dr. Eugen Thiel, Dr. Adam Nell, Iir. Alexander Brill und Dr. Theodor Schäffer der Charakter als„Professor“ verliehen worden. serner ist der Lehrer an der höheren Bürgerschule Idar im Großherzogthum Oldenburg, Dr. Lopold Dippel, zum ordentlichen Professor an dir polytechnischen Schule, insbesondere für das Ahrfach der Botanik und der Zoologie ernannt norden.— Oberbausekcetär Anton Louis ist zum heisbaumeister des Kreisbauamts Bingen ernannt worden. Friedberg. Wie der„Wett. B.“ meldet, hen die Gemeinden des Postbezirks Butzbach „% der Ober-Post-Direktion in Darmstapt eine Jarstellung eingereicht, worin sie über die seit dem Juni d. J. eingetretene Aenderung in Beför— ze ung der Fahrpost⸗Stücke mit der Main⸗Weser⸗ Zuhn Beschwerde erheben und um Abhilfe bitten. Du der um 7 Uhr 45 Minuten in Kassel, sowie e 2 Uhr 30 Minuten Nachmittags in Frankfurt abgehende Zug keine Poststücke mehr befördert, so tit dadurch eine große Störung und Verzögerung zu Paquet Post⸗Verkehrs ein, welche die ganze In gegend empfindlich trifft und namentlich für die Oichäftswelt sehr nachtheilig ist. Die mit dieser Nordnung verknüpften Nachtheile und Störungen in geschäftlichen Verkehre, treten recht schlagend in dem einen Beispiele hervor, daß alle Fahrpost- slice, welche früh Morgens schon in Nauheim jür Post gegeben werden, erst am folgenden Nergen sogar in dem nur eine halbe Stunde entfernten Friedberg eintref- . Mehr braucht man zur Charakterisirung hier postalischen Neuerung nicht zu sagen. Es birfte deßhalb sehr am Platze sein, daß auch tere Bezirke, dem Beispiele Butzbachs folgend, ut Einreichung von Beschwerdeschriften nicht U zögerten, um die Abhülse genannter Uebelstände um so sicherer und rascher herbeizuführen. § Nauheim. Bezüglich Abänderung des an Rücksichtslosigkeit gegen die Lokalinteressen alles Dagewesene überbietenden Fahrplanes der Main- Weser⸗Bahn hat der Abgeordnete Curtman (Nauheim Reichelsheim) eine Interpellation an die Großherzogliche Staatsregierung gerichtet, worin Auskunft erbeten wird, ob dieselbe und welche Schritte sie zur Abstellung dieses unerträg- lichen Mißstandes gethan habe.— Abhülse scheint dringend nothwendig, da über Das, was mit dem Fahrplane vom 15. Juli d. J. dem Publikum geboten, auch nur eine Stimme der Verurtheilung laut wird. Aus dem Kreise Gießen wird der„Darmst. Ztg.“ geschrieben: Unerwartet ist in diesen Tagen ein neuer Fahrplan für die Main-Weserbahn, gültig vom 15. Juli bis auf Weiteres, statt des ersten am 1. Juni veröffentlichten erschienen. Dieser neue Plan hat in der Provinz Oberhessen und namentlich im nördlichen Theile derselben nicht geringeres Mißfallen erregt, da er die Interessen der Bewohner, besonders derer, die nicht unmittel— bar an der Eisenbahn wohnen, außer Acht läßt. Es ist denselben, um nur das Hauptsächliche her— vorzuheben, geradezu unmöglich gemacht, in Einem Tage nach Frankfurt oder Darmstadt zu reisen, ihre Geschäfte zu besorgen und wieder heimzu— kehren. Es gehen des Morgens allerdings drei Züge nach Frankfurt. Der eine geht aber schon um 5 Uhr 18 Min. von Gießen ab und kann demnach von Personen, die von den Stationen entfernt sind, kaum benützt werden. Der zweite Zug, welcher um 8 Uhr 38 Min. in Gießen expedirt wird, ist ein Courierzug, mithin für ge⸗ wöhnliche Leute, denen doch auch die Eisenbahn dienlich und förderlich sein soll, zu theuer, nament— lich da keine Retourbillete Geltung haben. Der folgende Zug geht erst um 11 Uhr 31 Minuten, folglich zu spät, um früh nach Frankfurt oder Darmstadt zu gelangen, dagegen gehen des Abends von 5 Uhr 25 Min. bis 8 Uhr drei Züge rasch binter einander. Auch für die Richtung nach Marburg sind die Interessen von Gießen und der Umgegend nicht genügend berücksichtigt worden. Während des Morgens von 8 Uhr bis 11 Uhr 10 Minuten vier Züge gehen, der eine nur 30 Minuten nach dem andern, geht von 11 Uhr an bis Abends um 5 Uhr 6 Min. kein Zug, und dann kommen wieder zwei Nachtzüge um 11 Uhr 12 und 12 Uhr 42 Min. Einsender dieses wünscht recht sehr, daß er bald die Beseitigung dieser Uebelstände zu berichten im Stande wäre. Preußen. Berlin. Die Berliner Woh— nungsstatistik zeigt die in volkswirthschaftlicher und socialer Beziehung höchst beachtenswerthe That— sache, daß drei Viertel aller Berliner Wohnungen aus solchen bestehen, die entweder gar kein heiz— bares Zimmer haben, oder wovon nur eines und zwei heizbar sind; und daß in diesen drei ungün— stigsten und zahlreichsten Wohnungsklassen zugleich die größeste Dichtigkeit der Bevölkerung existirt. Nicht weniger als 49,1 Proz. sämmtlicher Wohnungen (mit einem Bevölkerungsantheil von 42,9 Proz.) haben nur ein einziges heizbares Zimmer; 12 Proz. von der Gesammtzahl der Wohnungen entbehren sogar der Küche; dagegen befinden sich in der glücklichen Lage mehr als 5 Zimmer bewohnen zu können nur 10½ Proz. der Berliner Bevölkerung — eine Thatsache, die wohl deutlich genug beweist, daß nur ein kleiner Bruchtheil der Bevölkerung über den Durchschnilt mitiserer Wohlhabenheit sich erhebt, und die bei städtischen Steuerfragen sehr in Betracht zu ziehen ist. Bemerkenswerth ist auch, daß die Preußen unter allen europäischen Nationen die meisten Kinder und zugleich die fürzeste Lebensdauer baben.(2) — Der Obertribunalsrath Dr. Waldeck hat aus Gesundheitsrücksichten die Mandate für den Reichstag und Landtag niedergelegt. Fulda. Hr. v. Farnoczy, Primas und Fürstbischof von Salzburg, hat in Gemeinschaft mit unserem Bischof an das österreichischt und deutsche Episcopat eine Einladung erlassen, wo— nach sich die hohen Herren am 1. September d. J. am Grabe des heiligen Bonifacius, des Apostels der Deutschen, zu einer Berathung über Concil— angelegenheiten einfinden sollen. Oesterreich. Wien. Eine neue Version des schon so oft verbreiteten Gerüchtes einer Allianz zwischen Frankreich, Oesterreich und Italien taucht wieder auf und besagt:„In Rom wird zuber⸗ sichtlich versichert, daß ein formeller Vertrag zwischen Frankreich, Oesterreich und Italien ab⸗ geschlossen ist, demzufolge Frankreich im Falle eines Krieges von Italien durch ein Contingent von 50,000 Mann unterstützt werde, während das letztere gleichzeitig die Provinz Viterbo besetzen wird.“ — Der Reichskanzler hat aus Anlaß der verschie— denen Enthüllungen über angebliche Abmachungen Oesterreichs mit Frankreich aus dem Jahre 1866 an die österreichischen Gesandtschasten ein Rund— schreiben gerichtet, welche zunächst diese speziellen und ohnehin durch keinerlei Attenstücke erhärteten Enthüllungen in das Gebiet der Erfindungen verweist. Pest. Der„Ungarische Lloyd“ meldet fol— gende Mortara-Affaire: In Bacsföldvar läßt der Ortspfarrer unter gerichtlicher Assistenz sämmtliche neugeborne Kinder der dortigen Nazarenengemeinde den Eltern entreißen und taufen. Krakau. In Folge der bekannt gewordenen scheußlichen Ereignisse in dem Carmeliker-Kloster versammelten sich am 23. d. Nachts 11 Uhr mehrere hundert Personen vor demselben und machten Anstalten zum Sturme. Sie schlugen die Klosterthür ein und drangen ins Kloster; ein Steinregen fiel auf die Klosterfenster. Die herbei— geeilte Polizei mußte Militärhülfe requiriren, um die Eingedrungenen aus dem Klostervorhofe zu verdrängen. Die Unruhen dauerten bis 1 Uhr nach Mitternacht. Vor dem Kloster steht fort— während Militärwache.— Auch am Abend des 24., haben große Volksmassen sich vor dem Kloster der Carmeliterinnen versammelt u. einzudringen versucht. Durch die Wache zurückgewiesen, zogen sie nach dem Jesuitenkloster, insultirten den dortigen Rektor und zertrümmerten die Fensterscheiben. Eine An- zahl Verhaftungen fand statt. — Ueber die befreite Nonne Barbara Übryk erfährt man aus Krakauer Correspondenzen, daß dieselbe nicht, wie das Gerücht ging, verstorben, sondern eher auf dem Wege leiblicher und geistiger Besserung sei. Ihre Antworten waren im Ganzen klar; nur manchmal verfiel sie in Tobsucht. Die Nonnen haben den Versuch nicht gescheut, die Spur des Verbrechens durch Vermauern der schauerlichen Zelle und Ausreißung der Wände zu verwischen, wodurch sie ihre Sachen nur ver- schlinmert haben. Man sagt, der Bischof habe von Rom aus die Ordre erhalten, bei steigender Aufregung der Bevölkerung das Kloster räumen und die Nonnen in andern Conventen unterbringen zu lassen.(In unserem nächsten Unterhaltungs- blatte werden wir einen ausführlichen Bericht über das Ereigniß im Krakauer Kloster bringen. D. R.) Schweiz. Bern. Aus einer Rede Stämpfli's im schweizerischen Ständerath über Milizsystem und stehendes Heerwesen heben wir folgende Stellen hervor:„Das Milizsystem gewähet eine weit höhere Garantie für den Völkerfrieden. Es gibt auf der einen Seite nicht die nöthige Spann— kraft zum Angriffskriege, auf der anderen dagegen die höchste denkbare Kraft zur Vertheidigung. Denken wir uns z. B. Deutschland statt mit einem stehenden Heere, mit einer organisirten Miliz von 4 Millionen Männern, keine Macht der Welt würde den Gedanken eines Angriffes gegen Deutschland hegen; besäße England statt seiner 250,000 Mann stehender Truppen und 100,000 Freiwilligen, 2 Millionen organisirte Miliz,— Invasionsgelüste benachbarter Mächte würden nie auskemmen.— Das Milizsystem schafft keinen eigenen Soldatenstand, keinen Gegensatz zwischen Bürgern und Militär, keine widersprechenden In⸗ teressen und Bestrebungen zwischen Volk und Armee, nicht jenen Ehrgeiz, der nach Schlachten dürstet, nur um in Sold und Grad zu avanciren. Das Milizsystem schont die Freiheit des Bürgers und zerstört nicht gewaltsam den Lebensberuf und die Lebensbestimmung eines Dritttheils der ganzen jungen männlichen Welt. Es treibt den jungen Mann nicht zur Selbstverstümmelung, nicht zur heimlichen Auswanderung, nicht zur Desertion, und ein jahrelanger Zwangsdienst in Kasergen wird nicht zur wegraffenden Seuche gegen den Soldaten. Es schafft keine ausgedienten oder ausrangirten Soldaten und keinen Pensionirten- stand. Die Zahl der Männer, die ihre besten Lebensjahre im Heere zugebracht und nachher kaum mehr im Stande sind, sich einer bürgerlichen Arbeit zu widmen, dürfte bei stehenden Armeen fast so groß sein als das aktive Heer selbst. Das Miliz. system erschöpft die Staatskräfte nicht in dem Maße, daß für andere Zwecke und besonders für die allgemeine Volkserziehung nichts mehr übrig bleibt. Nur mit Abschaffung der stehenden Heere und der Einführung des Milizsystems vermag das alte Europa dem gewaltig aufstrebenden neuen Welttheile das Gleichgewicht zu halten. Ohne diese Radicalreform wird, bevor fünf⸗ zig Jahre vergehen, nicht Europa, son⸗ dern Amerika der volkswirthschaftlich vorgeschrittenste und politisch prädo⸗ minirende Welttheil sein.“ Frankreich. Paris. Wie der„Avenir national“ meldet, beschäftige man sich höheren Orts vielfach mit einer Petition an den Senat, die schon nahezu 50,000 Unterschriften zähle und die für Paris die municipalen Freiheiten zurückfordere, welche die anderen Gemeinden Frankreichs genießen. — Ein Dekret des Kaisers beruft die General— räthe des Reichs zu einer Session ein, die am 23. August beginnen und spätestens am 6. Sept. schließen soll. Die Arrondissementsräthe aller De— partements vereinigen sich zu einer fünftägigen Session am 5. September. Dieses Dekret hat sür das ganze Kaisertreich Gültigkeit mit Ausnahme des Departements der Seine(Paris). tionnel“ sind die Minister andauernd thätig mit der Redaktion des Senatus-Consulte. Genanntts Blatt erklärt sich zu der Angabe ermächtigt, daß der Geist, welcher diese Redaction erfüllt, in sehr aufrichtiger Weise liberal sei. Die Principien der Botschaft würden darin eine ausgedehnte und loyale Anwendung finden. — Der diesjährige 15. August wird als der hundertjährige Geburtstag Napoleons gefeiert und soll dieser Tag von dem jetzigen Herrscher Frank⸗ reichs unter allen Umständen zu einer politischen Bedeutung erhoben werden, so daß, was jetzt vorgeht, nur als Vorbereitungen zu den Ueber raschungen zu betrachten sein wird, mit denen der 15. August die Welt in Erstaunen setzen soll. — Der„Figaro“ erzählt, daß der gesetz— gebende Körper jetzt vollständig von den Deputir⸗ ten verlassen sei, nur Herr Raspail erscheine täg— lich, lasse sich den Sitzungssaal öffnen und setze sich zehn Minuten lang auf seinen Platz, um auf diese Weise gegen die Vertagung der Kammer zu protestiren. i — In Paris hat Chasseloup-Laubat als neuer Präsident den Staats rath mit einer auffallend liberal gefärbten Rede eröffnet. Ob es im Auftrag des Kaisers geschah oder ob wirklich der alte Minister Louis Philipp's verhaltene liberale Gesinnungen kundzugeben hatte, darüber wird man Aufschluß noch abzuwarten haben. Großbritannien London. Die irische Kirchenbill hat die Genehmigung der Königin er— halten.— Der Thronfolger Prinz von Wales reist mit seiner Gemahlin nach Wildbad. 5 Spanien. Madrid. Es wurde eine Ver⸗ schwörung entdeckt, deren Zweck war, die Citadelle von Pampeluna in die Luft zu sprengen. Car— listische Priester, Offiziere und Agenten wurden dabei verhaftet. — Der„Impareial“ sagt: Die carlistischen Haufen, welche sich in der Mancha zeigten, sind vollständig geschlagen und zerstreut worden. Die Nachrichten aus den anderen Provinzen lauten befriedigend. Rußland. Die Nachrichten aus den ehe— maligen Gebietstheilen des Königreiches Polen lauten übereinstimmend dahin, daß die russische Regierung mit unerbittlicher Strenge in ihren Maßregeln zur Russifizirung des Landes fortfährt. Amerika. Newyork. Telegramme melden die vollendete Auslegung des französisch⸗amerika⸗ nischen Kabels und den Empfang bei der Landung an der amerikanischen Küste als einen sehr erfreu— lichen. Newyorker Blätter drücken ihre Befriedigung darüber aus, daß die Auslegung des französisch⸗ amerikanischen Kabels glücklich beendet sei und tadeln die Bestrebungen, dem Unternehmen Hin— dernisse zu bereiten. * Friedberg. Die Bewohner längs der Maln Weser⸗ bahn werden nicht wenig überrascht sein, in öffentlichen Blästern(siehe unseren heutigen Inseratentheil) die An⸗ kündigung eines durch die Direction genannter Bahn für nächsten Sonntag den 1. August veranstalteten Ver⸗ gnügungszuges von Frankfurt nach Kassel zu finden. Das reiselustige Publikum konnte sich bis daher derartiger Arrangements von Seiten der Main-⸗Weserbahn nicht erfreuen und wird darum gewiß den ersten Versuch, mit welchem dieselbe hier entgegenkommt, freudig begrüßen. Von der zu wünschenden zahlreichen Beiheiligung wird es indeß abhängen, ob wir für die Folge die Wiederholung äynlicher Annehmlichkeiten erwarten dürfen. Die erwähnte Bekanntmachung enthält die näheren Bestimmungen bezüg⸗ lich der Beiheiligung. Abfahrt auf der Station Fried⸗ berg Morgens 620, Fahrpreis von da nach Kassel und zurück II. Klisse 5 fl. 15 kr. III. Klasse 3 fl. 18 kr. Aus Oberhessen. In der am 15. d. M. staltge⸗ habten Ausschußsitzung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen wurde den beiden Brüdern, dem Guts— pächter Dr. Gros in Colnhausen, Vicepräsident des land— wirthschaftlichen Vereins von Oberhessen, und dem Gräfl. Gutsverwalter Gros in Arnsburg, erstem Sekretär des landwirthschafllichen Vereins von Oberhessen, wegen ihres langjährigen Wükens in dem landwirihschaftlichen Verein von Oberhessen die leimdwiethschaftliche Verdienstmedaille 1 Klasse zuerkannt. Ersterer bekleidet das Amt eines Vicepräsidenien seit 19, und letzterer das Amt eines ersten Sekretärs seit 25 Jahren. Frankfurt Die Hanauer Eisenbahn ist den anderen Bahnen mit einem guten Beispiel vorausgegangen, indem sie vom 1. August ab auch Reloufbillete für die Schnell- züge ausgibt. N * Frankfurt a. M. Der hiesige zoologische Gar⸗ — Nach einer offiziösen Note des„Constitu— ten hat in den letzten Tagen mannichfache Bereicherungen erfahren. So trafen namenillch eine größere Anzahl von reiherarligen Vögeln ein, unter denen besonders ber Löffel reiher mit dem seltsam gestalteten Schnabel, sowie der brafilianische Ibis, welcher durch seine hochroiht Farbe auffällt, Erwähnung verdienen. Auch mehrere Vier jüßer sind angekommen, worunfer ein Schakal, 5 Känguruh, einige isländische Ponys der kleinsten Race. Von besonderem Interesse aber sind zwei Chamäles aus Afrika, deren Behälter beständig von zahlreichen Be schauern umgeben ist. Wegen seines Farbenwechsels das Chamäleon längst allgemein bekannt und sprüchwörß, lich geworden und es wird daher allgemein die Gelegen, heit, solche Thiere lebend zu sehen, mit Freude begrüff werden. Besonders merkwürdig gebildet sind die Augen, die Füße und die Zunge, welch' letztere weit hervorgeschnel werden kann und zum Fangen von Fliegen und anderen Insecten dient, von welchen das Thier lebt.— Frankfurt. Am 26. d. M. waren vier Schneiden gesellen im Begriff von Niederrad nach hier zurückzukehren als sie vier Soldaten mit blanken Säbeln des Wegs in, Wald kommen sahen. Drei der Civillisten fanden es fi gerathen, quer in den Wald zu gehen, der vierte, welchg sich nichts bewußt war, ging leider zu seinem Unglück dei Wegs weiter, denn er bekam von den Soldaten dig scharfe Hiebe über den Kopf und liegt nun schwer erkran darnieder. Frankfurt. Kommenden Sonntag findet ein Sechz⸗ kreuzertag im zoologischen Garten stalt. Die Besucht! werden gut thun, etwas vorsichtiger als ein Steinmetz am verflossenen Zwölfkreuzertag zu sein. Derselbe be schäftigte sich mit dem Füktern der Bären und legte mi eigener Hand der„Katharine“ ein halbes Brödchen in da Rachen, in Folge dessen er Verletzungen an den Fingen davontrug. Offenbach. In dem dieser Tage zur Ruhe bestaltetn großh. hess. Obristlieutenant a. D. Friedr. Ruppers, burg ist wiederum einer der ältesten hessischen Veteranen, deren Häuflein nur noch auf sehr wenigen Augen steht zur großen Armee versammelt worden. Der Verblichene welcher das hohe Altar von 83 Jahren erreichte, hat dan spauischen Feldzug der hessischen Armee mitgemacht, und g. rieth mit vielen Kameraden nach der Cinnahme von Badajoz in englische Gefangenschaft, infolge deren er mi anderen Kampfgenossen längere Zeit in Schottland in; ternirt war. 5 Langen. Ein in hicsiger Nähe stationirter Bahn⸗ wärter der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Vater von 16 Kindern, hat sich am 25. d. Mis. erschessen. Man vermuthet, dafß Nahrungssorgen die Molive des Selbstmordes gewesen sinde, Darmstadt. Am letzten Samstag kamen mehren Dienstmänner aus einer höchst unbedeutenden Veranlassung in lebhaften Streit, so daß einer derselben von dem anden mit dem Tode bedroht ward. Dieser versah sich in Folge dessen mit einem Dolch, und das nä ste Zusammenkreffen gab sofort Veranlaffung, daß der mit dem Dolch Versehene seinen Gegner auf offener Straße tödlich verwundete. Lindenfels i. O. Am 1. August wird hier zu Ein weihung des neuen Turnplatzes ein Turnfest abgehalum werden. Der Festzug beginnt Nachmittags halb 3 Uhl Von 4—7 Uhr Preisturnen auf der Burgruine. Heidelberg. Die von mehreren Blättern gebracht Nachricht von einer sehr bedenklichen Erkrankung des Prch Gervinus wird dahin berichtigt, daß derselbe bereiss wieder genesen ist. Köln. Die Vollendungsbauten am Dome zu Köln schreiten zusehends vor. Der nördliche Thurm hal dee Höbe des vorhandenen südlichen Thurmes erreicht. Das Kapitelsaal- und Sakristeigebäude ist bis auf die Errichwuß des aus Eisen konstruirten Dachwerks vollendet. Die Un gebungen des Domes sind aus städtischen Mitteln du Pflasterungen, Trottoir- und Gartenanlagen bis auf Klein keiten regulirt worden. Im Jahre 1868 sind zur Volleh dung des Domes im Ganzen 385,617 Thlr. 13 Sgr. 6 Pf verausgabt worden, wovon auf den nördlichen Thurmban 161,385 Thlr. 24 Sgr. 7 Pf. kommen. Bis jetzt, d. seit dem Jahre 1864, har die Ausgabe für den Ausban des nördlichen Thurmes 550,080 Thlr. betragen. Vom Schwarzwald wird gemeldet, daß die in der Nähe von Villingen gelegene Pulreriaühle mit einem en erschütternden Krachen in die Luft geflogen ist. Sämm liche Arbeiter, fünf an der Zahl, darunter ein Vaser ua acht Kindern, fanden dabei einen gräßlichen Tod. D. einer schwarzen Masse ähnlichen Stücke ihrer Körper lag in einer Entfernung von 200 bis 1000 Schritten um Der Schaden des Fabrikherrn beläuft sich auf ungesis 9000 fl. Aus Herrieden, 22. Juli, wird der„Fränk, ih, geschrieben: Der im Nordwesten Europa's fast stadion gewordene Luftwellenberg hat einen bedeutenden Vorspril nach dem Centrum unseres Erdtheils genommen, währ sich das im Nordosten befindliche Luftwellenthal verließ Da die Polarluftiströmung fast über ganz Europa 00 52 Stationen unter 60) verbreitet und dus Lufimh nur im Nordosten unruhiger ist, so dauert ungeachlek d nicht hohen Barometerstandes unser schönes Wekter Lane als es den Landwirthen lieb ist. Die Barometerdiffera Europa's von vorgestern waren 23 Smm, 745 8 Ri und 769 6 Valentia in Irland, die Wärmeunterschal Morgens 7 Uhr 15.90, nämlich 9.40 Cyristiansund 25.30 Perpignan. Ueberhaup: ist es jetzt im Westen gene die Regel viel heißer wie bei uns, in Paris erreichte ah 19. Nachmittags der Maximumthermometer 30 50. Ai in Nordamerika war es bis zum 17. noch immer c warm, doch steht dort wegen des fallenden Barometelsd und heftigen Südwindes eine Aenderung bevor. ihres e daber al dulch au bei unte als sont nicht be Gle Schönn an den Belenhe 2090 f soll dn Ordd Flur 2 erbabtl werden — Lieferung „on Bivouaks-Bedürfnissen. 176 Freitag den 30. d. M., Bormittaas 11 Ubr, pird auf dem Büreau der Divisions Intendantur dabler e Lieferung des Bedarfs an Fleisch, Victualien, Brennholz und Lagerstroh für die während der lesjährigen Herbstübungen der Großherzoglichen(25.) Divisson vom 23. Auguft bis 3. September in Lich, bungen, Düdels heim, Altenstadt, Nieder ⸗ Völlstadt, Groß Karben und Kloppenhelm A ertschtenden Manöver Magazine, durch Submission hergeben werden. 5 Die Lieferungs⸗Bedingungen können kläglich auf dem genannten Büreau eingesehen werden. Darmstadt den 23. Juli 1869. Großherzogliche Intendantur der 25. Division Schimpf f. *— * 5 o Fourage⸗Lieferung. 1193 Dienstag den 10. August, Vormittags 10 Uhr, wird der bet den diesfährigen in der Provinz Ober: sessen vom 23. August bis 3. September stattfindenden Hauptübungen für die Großherzogliche(25.) Division erforderliche Bedarf an Fourage auf dem Büreau des Proviant⸗Amts, woselbst auch die Bedingungen vorher fen liegen, durch Summssfion in Lieferung vergeben. Darmstadt den 25. Jult 1869. Großherzogliches Proviant-Amt Becker. Grönrich. Oeffentliche Aufforderung. 153 Die Ehefrau des heimlich entwichenen Johannes Schönwolf von Beienbeim hat um Sicherstellung chres eingebrachten Vermögens gebeten und werden aher alle Gläubiger des Johannes Schönwolf hier⸗ nurch aufgefordert, ihre Forderungen binnen 4 Wochen ei unterzeichnetem Gerichte um so gewisser anzumelden, Ils sonst bei Regulirung der Vermögens Verhältnisse sie nicht berücksichtigt werden würden. Gleichzeitig ergebt an die Schuldner des Jobannes Schönwolf die Aufforderung, ihre Schuld binnen 14 Tagen un den Curator, Konrad Hartmann Wetzstein von Zeienheim, bei Meidung gerichtlicher Belangung, ab⸗ zuführen. Friedberg am 13. Juli 1869 Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Hofraithe⸗Versteigerung. 2190 Freitag den 13. August d. J., Vormittags 11 Uhr, toll im biefigen Rathbause die Hofraithe der Michael Srödels Kinder dahier, nämltsch: Flur. Nr. Klfir. 2. 505. 5,5 Hofraithe in der Judengasse, erbabtbetlungshalber öffentlich meiftbietend verstetgert werden. Frtedberg den 27. Jul! 1869. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg F eg x. Gesucht. 2191 Eine persecte Büglerin, welche per Monat 20 fl., meie Kost und Logis bekommt, wird in Homburg, Khomasstraße Nr. 10, gesucht. Lederschürzen für Damen bet M. Seligmann, Weißgerber. Ein Junge, ohne Lehrgeld, kann in die Lehre treten bei Chr. Ritzel, Hof. Schmied. Emilio Castelar Rede über Republik und Monarchie 6 kr. Rede über Religionsfreiheit 6 kr. 3 Reden(außer obigen noch die Rede über die Grundrechte enthaltend) mit Portrait 18 kr. Horräthig in der Buchhandlung von Binder— nagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. orseten& Cxinolines K. Friedrich neben der Poft. Ne ue hol. Vollhäringe! 2150 bei Wilh. Fertsch. 2196 2199 219 bel 1 falze neuster und bester weisen. glauben bilden zu können, aufgefordert, eingeschrieben werden. Namen Bee fies Ord.⸗ 8 Oeffentliche Aufforderung. 2197 Die Besitzer der unten verzeichneten Immobilten wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerblitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich aus⸗ Es werden deshalb Dultte, welche aus irgend einem Rechtegrunde Ansprüche on diese Immobilien solche binnen dret Monaten so gewiß dahter geltend zu machen, als sonst die Veräußerungsurkur den ohne Rücksicht auf sie bestätigt, Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden beziebhungsweise die betreibenden Theile im Bezeichnung e Gemarkung. J deer mmobilien. 1 a. Anton Haas von Fauerbach b. Fr. b. Andreas Pbilippi von Fauerbach b. Fr. e, Johannes Philippi I. von Fauerbach b. Fr. 9 Konrad Bell von Leidhecken. 10[ Koncad Heinrich Bausch in Nieder⸗Wöllstadt. 11 Georg Rübsamen in Nieder-Wöllstadt. Friedberg den 21. Juli 1869. Fauerbach b. Fr. Fauerbach b. Fr. Faucrbach b. Fr. Nieder⸗Wöllstadt. II. 143. X. 91. IX. 158. X. 222. 2 Georg Schneider jun. und Georg Wolf in] Leidhecken. IV. 279. VIII 151. VI. 478. VII. Leldhecken. 90. VII. 264 ½¼0. 3[Philipp Bach in Gettenau. Melbach. V. 389. 4 Cbristoph Schmidt II. in Assenbeim. Assenbeim. 277 5 Heinrich Christian Zulauf Wittwe. Ober- und Nieder⸗ I. 1230. XXI. 35. Rocbach. 6 J Johannes Schreitz II. in Ober⸗Florstadt. Ober⸗Florstadt. I. 121. 7[Heinrich Schönwolf in Beienheim. Beienheim. 2 N Sch 121 a, Nleder Florstabt.] I. 652 III. 271. 8 Bernhard Schiels Frau in Ober- Florstadt. b. Ober⸗Florstadt. I. 297. IV. 407. I. 84 83. 85. 173. 295. 296. 375. 376. 475. 222. 580. 5 III. 16. 17. 120. IV. 112. 141. 142. 290. 406. VI. 321. 360. 376. II. 64. 65. veldhecken. V. 33. VII. 150. 151. 201. Nieder-Wöllstadt. XVIII. 141. I. 1121. 1122. 1125. 1321. 1569. X. 41. 240. XVIII. 509. 12 Adam Kehr Witwe in Friedberg. Friedberg. VII. 148. 13 Heinrich Wilhelm Weckerling in Friedberg. J Friedberg. VII. 79. 169. 14 Kreio⸗Assessor Dr. Heinrich Knorr in Lauter- Friedberg. VII. 185. bach und Antoinetle Knorr in Gießen. 15 Wilhelm Graulich in Ober-Rosbach. Ober- und Nieder- II. 446. Rosbach. 16 a. Barbara xaunhard in Ober-Rosbach. Ober⸗ und Nleder⸗ III. 15. II. 293. Rosbach. b. Heinrich Feder II. in Ober-Rosbach. Ober- und Nieder- IV. 383. Rosbach. 17 a. Johannes Cunz Erben in Nieder-Rosbach.] Ober- und Nieder- J II. 460. Rosbach. b. Johannes Weidmann II. in N.⸗Rosbach.] Ober und Nieder-[X. 121. IV. 237. Rosbach. 18 Jakob Zeiß in Assenheim. Assenheim. XI. 521. 19[ Jakob Hartmann Wittwe in Ober⸗Wöllstadt.] Oder-⸗Wöllstadt. I. 317. 350. VI. 414. 20 Georg Gelber II. Wutwe. Södel. I. 172. I. 401. 21 Jakob Brasch von Bruchenbrücken Bruchenbrücken. X. 138. XIII. 47. XIII. 288.(Diese Stücke sollen zum Nachlasse der verstorbenen Wittwe des Jakob Brasch, Dorothea, geb. Völker ge— hören.) 22 J Georg Konrad Meler in Wölfersheim. Melbach. III. 194. IV. 25. IV. 150. 23[ Georg Heinrich Dilsers Witwe in Ober-] Ober und Nieder I. 744. 990. 1456. III. 275. IV. 465. Rosbach. Rosbach. N ii IX. 718. 902. 1529. XV. 363. XIX 59. 66. 474. IV. 232. IX. 2104 24 Johannes Becker I. in Weckesheim. Weckesheim. n 2⁵ Anna Elisabetha Billasch, Gerhard Loths II.] Fauerbach b. Fr. V. 62. VIII. 359. II. 2. Frau in Fauerbach b. Fr. 26[Georg Heinrich Blecher in Ober-Rosbach. 3 und Nieder III. 247. IX. 1426. XX. 520. Rosbach. 27 Freiherr v. Schenk zu Schweinsderg. Nieder⸗Florstadt. 7. 218.(alt 307.) 2 Georg Roß II. in Ober Roebach. Ober⸗ und Nieder- 2. 129. Rosbach. 29] Konrad Lindt III. von Weckesheim. Weckesheim. V. 46. 30[ Konrad Wegner von Bruchenbrücken. Btuchenbrücken. I. 207. 212. 205. 45. 489. 890. 1012. II. 250. 285. 387. III. 10. Iv. 237. IX. 288. X. 233. XI. 97. 256. XII. 4. 195. XIV. 87. 187. XIII. 415. 419. 409. XII. 301. Groß berzogliches Landgericht Friedberg d Hofapotheke besseren Ersatz für die Blasen. 7 Hofapotheke zum Mohren. 2059 Zum Einmachen von Früchten empfehle einen ganz vorzüglichen reinen Weinessig nebst den feinsten Gewürzen, sowie Pergamentpapier zum Zubinden der Gläser als von Wilhelm Sturmfels. Joh. David Bilger in Frankfurt a. M., Vilbelerstraße 17, 2188 empfiehlt sein Lager feuerfester Cassaschränke mit Bramde, Tag-, Verschleb- u. Vexirschlössern, Doppelt— Constructlon. Gebrauchte Geldschränke und Kisten kauft und stehen mehrere sehr preiswürdig zu verkaufen. Ein Geselle 2198 kann in Arbeit treten bei Chr. Ritzel, Hof⸗ Schmied. 2194 Ju ein offenes Geschäft wird ein gewandtes ge⸗ dildetes Mädchen von braven Eltern zur Stütze der Hausfrau sofort gesucht. Nur solche, mit guten Zeug⸗ utssen versehen, mögen sich meiden Leonhardsstraße 29 in Frankfurt a. M. 2195 Dem Gesangverein zu Reichelsheim, sowie sämmtlichen Bewohnern sagen wir für den uns am 25. d. M. bereiteten vergnügten Nachmittag und für die (liebevolle Aufpahme unsern herzlichsten Dank, hoffend, daß das freundnachbarliche Verhältniß zwischen beiden Vereinen stets ungetrübt sortbestehen möge. Der Gesangverein Germania zu Nleder⸗Florstadt. Bahn. Ertrazug von Frankfurt nach Cassel. 2187 Sonntag den 1. August d. J. wird ein Extrazug(Vergnügungszug) von Frankfurt nach Cassel abgelassen werden, welcher auch auf den Stationen Friedberg, Giessen und Marburg zur Aufnahme von Passagieren anhält. Bis zum Freitag den 30 d. M., Abends 6 Uhr, werden zu diesem Zuge Interims-Billete bei den Billet-Expeditionen zu Frankfurt a M., Friedberg, Gießen und Marburg verkauft, welche vor Abgang des Zuges(das Billetschalter ist% Stunden vor⸗ her geöffnet) am 1. August 6. an den Billetschaltern der gedachten Stationen gegen Fahr⸗ billete umzutauschen sind. f Der Preis der Billete, welche zur Hin- und Rückfahrt berechtigen, ist gleich der Personen-Taxe für die einfache Fahrt in der betreffenden Wagenklasse. Die Rückfahrt kann von Cassel und Wilhelmshöhe in sämmtlichen Personenzügen, mit Ausnahme der Courier- und Schnellzüge Nr. I und XII bis zum 2. August c. Abends einschl. Zug XVIII erfolgen. Die Rückfahrt kann auf den Stationen Marburg und Gießen innerhalb der Gültigkeitsdauer der Billete unterbrochen werden, in welchem Falle dieselben Behufs Abstempelung den Stations-Vorständen daselbst vorgezeigt werden müssen. a Der Extrazug geht am 1. August d. J. ab: in Frankfurt a. M. 5 Uhr 30 Min. Morgens, „ 5 „ Hiefn c, ede 1 „„ 5 und kommt an .. 0 Derselbe wird bei Station Wilhelmshöhe, um das Aussteigen daselbst zu ermög— lichen, anhalten. Cassel den 23. Juli 1869. Königliche Direction der Main-Weser⸗Bahn. Das dies jährige Geld. Scheibenschießen zu Friedrichsdorf 2189 wird Sonntag den 1. und Montag den 2. August auf der neuen Schießplatz⸗Anlage bei meinem Hause abgehalten. Indem ich mich beehre, alle Freunde des Schießens und des geselligen Vergnügens freundlichst einzuladen, kann ich allen mich beehrenden Gästen die beste und aufmerksamste Bedienung und eine angenehme Unterhaltung versprechen. Friedrichsdorf. A. Foucar. Crinolines Ein kleines Logis Ein Jagdwägelchen, 2192 zum Ein- und Zweispäanigfahren und ein zwei spänniger Oeconomiewagen ffehen zu verkaufen in der landw Maschinen- und Geräthe⸗Werkstätte von Fauerbach b. Fr. K. Häuser. Wagendielen 2163 find stets in jeder Länge und Breite in Auswahl vorräthig. 150 Rodaug. Herbstrübensamen, 2183 lange weiße, bei Hotel Trapp gegenüber. Ein gesitteter Junge 2122 kann unter vortheilhaften Bedingungen die Färberel erlernen bei A. Metzendorf, Schönfärber. Ein Zapfjunge 2137 wird gesucht von 8 Friedberg. C. Walz. 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Rth. 94 P. 5 30% do 3 2 I 5 4% 4 de. 88½ p. Russland 5% Obl. I. L. à fl. 12[84 0. CCC Würtemb. 4½0% Obl. b. Rth. 92¾ P. Finnland 4½% Pfdbr. I. R. 105 75½ G. E I Pistolen. 9 50—52 3 4⁰ do do—— Schweden 4½% O. 1. R. à 105 858% P. 2 5 Doppelte„ 9 51—53 Baden 4½0% Obligat. 93½ P. 5 4½0% Pfb. 1. R. à 105 83 P. 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58½—59½ 8 40% Obligat. 86 P. N.-Amer. 60% St. I. E. 1882[ 87½ G. Hol. f. 10 Stücke„ 9 54—56 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. 2 hand- Dncaten 98 20 Franes- Stücke„ 9 31—32 4½% Bayr. Ostbahn 123 6. 30% Liv. C. D.& D/ 2. fr. à 28 kr. 34 P. 2 Engl. Sovereigns.„ 11 56— fl. 12. 4½% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 94 P. 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 54% G. 2 Russ. Imperiales„ 9 51—53 30% Gesterr. St.-Eisenb.-Prior. 57¾ 6. 50% Elisabethbahn-Prior.% 75 G old Pr. Zoll- Pf.„—— 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 100 6. 50% do. neueste Emiss.% 73½ G 2 Hchh. S ilb. pr. Z. Pf.„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 49% P. 4½0% Hess. Lud wigsb.-Prior. 94% P Preuss. 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